[0001] Die Erfindung betrifft eine Vergasungseinrichtung zur Erzeugung eines entzündbaren
Gases aus einem Feststoff, umfassend:
- eine Vergasungszone, in die über eine Einfüllöffnung der Feststoff einfüllbar ist,
- eine Oxidationszone zur Oxidation des erzeugten Gases ausgebildet ist, die mit der
Vergasungszone zur Leitung des in der Vergasungszone erzeugten Gases in die Oxidationszone
verbunden ist.
[0002] Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist ein Vergasungsverfahren zur Erzeugung eines
entzündbaren Gases aus einem Feststoff.
[0003] Vergasungseinrichtungen oder auch Vergaser oder Gaserzeuger der vorgenannten Bauart
und Vergasungsverfahren werden dazu verwendet, um feste Stoffe, wie organische oder
anorganische, kohlenstoffhaltige Materialien, insbesondere Holz, Pflanzen oder Pflanzenreste,
insbesondere in pelletierter Form, in einem kontrollierten Verfahren möglichst vollständig
zu vergasen, um hierdurch ein zündfähiges, insbesondere brennbares Gas zu erzeugen.
Typischerweise wird dieses so erzeugte Gas in einem der Vergasung nachgeschalteten
Prozess verbrannt, um hierdurch Arbeit zu verrichten und beispielsweise einen Stromerzeuger
zu betreiben.
[0004] Aus
EP 1 865 046 A1 sind ein Vergaser und ein Vergasungsverfahren bekannt, welches in einem Schachtvergaser
in einem dreistufigen Prozess durch Vergasung des Feststoffs, partielle Oxidation
und thermische Aufspaltung des Gases und Reduktion ein zündfähiges Gas erzeugt. Die
Offenbarung dieser Patentanmeldung wird durch Bezugnahme vollständig in die Offenbarung
EP 1 865 046 A1 einbezogen. Nachteilig an dem in dieser Patentanmeldung offenbarten Stand der Technik
ist, dass die Vergasung oftmals nur unvollständig gelingt und die in dem Feststoff
liegende Energiemenge dadurch nicht vollständig ausgeschöpft wird. Ein weiterer Nachteil
des solcherart vorbekannten Verfahrens bzw. Vergasers liegt darin, dass der Vergaser
bei bestimmungsgemäßem Betrieb zur Verschmutzung neigt und hierdurch verhältnismäßig
kurze Wartungsintervalle für seine regelmäßige Reinigung erforderlich sind.
[0005] Aus
DE 1 037 051,
DE 198 46 805 und
DE 102 58 640 sind weitere Vergasungsverfahren und Vergaser bekannt, welche dazu dienen, Feststoffe
in ein zündfähiges Gas zu vergasen. Auch diese vorbekannten Verfahren weisen den Nachteil
auf, dass sie die in dem Feststoff ruhende Energiemenge nicht vollständig in Form
eines brennbaren Gases ausschöpfen, da der Vergasungsprozess darin nicht in einer
optimalen Weise abläuft und dass eine regelmäßige Wartung in kurzen Zeitintervallen
erforderlich ist, um die Funktionsfähigkeit der Vergaser bzw. die Wirksamkeit des
Vergasungsverfahrens sicherzustellen.
[0006] Aus
US 2009/0282738 ist eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Erzeugen von Biotreibstoff bekannt, welche
allgemein konzentrische Kammern aufweist, beinhaltend eine Verbrennungskammer und
wenigstens eine Pyrolysekammer.
US 2007/0006528 zeigt ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Erzeugen eines Brenngases aus Biomasse.
Die Vorrichtung umfasst mehrere Level, wobei jeder Level jeweils mehrere sich radial
erstreckende Luftzufuhrrohre umfasst. Die Luftzufuhrrohre sind über den Umfang verteilt.
Jeder Level wird mit variablen Luftmengen beaufschlagt.
[0007] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Vergaser bzw. ein Vergasungsverfahren
bereitzustellen, welches eine effizientere Vergasung eines Feststoffs erreicht. Es
ist ein Ziel der Erfindung, die Zeitintervalle, die zwischen zwei notwendigen Wartungsintervallen
bei bestimmungsgemäßem Verbrauch der Vergasungseinrichtung liegen, gegenüber dem Stand
der Technik bei gleichbleibender Effizienz zu verlängern oder bei gesteigerter Effizienz
zumindest beizubehalten, vorzugsweise zu verlängern.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vergasungseinrichtung nach Anspruch
1 gelöst.
[0009] Mit der erfindungsgemäßen Vergasungseinrichtung wird eine Vergasungszone bereitgestellt,
die funktionell hinsichtlich der Temperaturführung und Luftzufuhr in zumindest zwei,
vorzugsweise mehr als zwei Vergasungssektoren aufgeteilt ist. Eine funktionelle Aufteilung
kann beispielsweise erreicht werden, indem die Vergasungssektoren zwar nicht durch
konstruktive Elemente voneinander getrennt sind, sondern stattdessen für jeden Vergasungssektor
eine separate Luftzufuhr bereitgestellt ist und der Vergasungssektor im Wesentlichen
oder zumindest in einem für die Temperaturführung maßgeblichen Anteil aus der für
ihn bereitgestellten Luftzufuhr mit Luft versorgt wird. So kann eine zwar insgesamt
zusammenhängende und nicht konstruktiv aufgeteilte Vergasungszone bereitgestellt sein,
die aber quasi virtuell aufgrund der separaten Luftzufuhr in definierte Vergasungssektoren
funktionell aufgeteilt ist.
[0010] Zusätzlich kann die Vergasungszone auch durch Trennelemente wie Trennwände oder dergleichen
solcherart aufgeteilt sein, dass ein Übertritt von Feststoff und Gas aus einem Vergasungssektor
in einen anderen Vergasungssektor nicht unmittelbar möglich ist, insbesondere nicht
auf direktem Weg, so dass der Vergasungsprozess in jedem Vergasungssektor als weitestgehend
isolierter Prozess stattfindet.
[0011] Erfindungsgemäß wird in jedem Vergasungssektor die dort herrschende Temperatur erfasst.
Hierzu ist eine entsprechende Temperaturmesseinrichtung vorhanden, die beispielsweise
mittels eines einzelnen Temperaturmessinstrumentes in aufeinanderfolgenden Messzyklen
die Temperatur der einzelnen Vergasungssektoren misst oder welches mehrere Temperaturmessgeräte
umfasst und jeweils ein Temperaturmessgerät einem Vergasungssektor zugeordnet ist.
[0012] Die Temperaturmesseinrichtung ist signaltechnisch mit einer Steuerungseinheit gekoppelt,
die dazu dient, die Temperatur in jedem Vergasungssektor in einem für die Vergasung
optimalen Bereich einzustellen. Es ist zu verstehen, dass die Steuerungseinrichtung
insbesondere einen geschlossenen Regelvorgang in einem Regelkreis regeln kann. Die
Steuerungseinrichtung ist wiederum signaltechnisch mit einer Luftzuführungseinheit
gekoppelt, die dazu ausgebildet ist, jedem Vergasungssektor Luft zuzuführen. Dabei
kann jedem Vergasungssektor eine für die in diesem Vergasungssektor vorherrschenden
Bedingungen ideale Luftmenge zugeführt werden oder in bestimmten Situationen keine
Luft zugeführt werden. Grundsätzlich ist für den Fall, dass in einem Vergasungssektor
eine zu niedrige Temperatur, d.h. eine Temperatur unterhalb der idealen Prozesstemperatur
herrscht, eine Zufuhr von Luft oder eine verstärkte Zufuhr von Luft durch die Luftzuführungseinrichtung
vorzusehen und im umgekehrten Falle, d.h. einer zu hohen, oberhalb der idealen Prozesstemperatur
liegenden Temperatur in einem Vergasungssektor ist, die Luftzufuhr zu diesem Vergasungssektor
zu reduzieren.
[0013] Anstelle einer Temperaturmesseinheit kann erfindungsgemäß auch eine andere Erfassungseinrichtung
verwendet werden, welche einen direkten oder indirekten Rückschluss auf die Effizienz
der Vergasungsvorgangs in dem jeweiligen Sektor zulässt, beispielsweise eine Analysevorrichtung
zur Bestimmung der Zusammensetzung des Pyrolysegases oder Teilen davon.
[0014] Mit der erfindungsgemäß fortgebildeten Vergasurigseinrichtung wird eine Vergasung
eines Feststoffs in einer großen Vergasungszone erzielt, ohne dass hierbei der Nachteil
auftritt, dass durch lokal bedingte Effekte, beispielsweise eine Ansammlung besonders
großer und dichter Mengen von Feststoff in einem Bereich der Vergasungszone oder einer
ungünstigen Luftzufuhr in einen Bereich der Vergasungszone die Vergasung ungünstig
verläuft. Dies wird erfindungsgemäß erreicht, indem die Vergasungszone in zumindest
zwei, vorzugsweise mehrere Sektoren, beispielsweise vier sich jeweils über einen Umfangsabschnitt
von 90° erstreckende Vergasungssektoren aufgeteilt wird und die Vergasung anhand der
darin vorherrschenden Temperatur und deren Regelung bzw. Steuerung durch Luftzufuhr
in jedem Vergasungssektor separat gesteuert bzw. geregelt wird. Grundsätzlich können
die Vergasungssektoren gleichmäßig oder ungleichmäßig über den Umfang verteilt sein
und zwei, drei, vier, fünf oder mehr Sektoren vorgesehen sein.
[0015] Die Oxidationszone ist bezogen auf ihren Querschnitt zumindest teilweise, vorzugsweise
vollständig von der Vergasungszone umgeben. Demgemäß ist die Oxidationszone zentral
innerhalb der Vergasungseinrichtung angeordnet, indem sie in Bezug auf einen Querschnitt
durch die Vergasungseinrichtung zumindest in einem Bereich, vorzugsweise aber vollständig
von der Vergasungszone umgeben ist. Hierdurch wird insbesondere eine ringförmige Vergasungszone
um die Oxidationszone ausgebildet und folglich ein wirksamer Wärmeübergang von der
Vergasungszone in die Oxidationszone und umgekehrt ermöglicht. Dabei ist zu verstehen,
dass einerseits durch die Zufuhr von Pyrolysegas aus der Vergasungszone in die Oxidationszone
ein konvektiver Wärmetransport stattfindet, durch die Umgebung der Oxidationszone
mit der Vergasungszone aber darüber hinaus auch durch direkte Wärmeleitung ein Wärmetransport
stattfinden kann. Insbesondere kann diese Ausführungsform solcherart verwirklicht
werden, dass die Vergasungseinrichtung als Schachtvergaser ausgeführt ist und die
Oxidationszone als zentral innerhalb des Schachtvergasers angeordnete Oxidationskammer
ausgeführt ist, die von einer ringförmigen Vergasungszone umgeben ist.
[0016] Es ist bevorzugt, die Vergasungseinrichtung durch ein Luftzuführungsrohr fortzubilden,
welches an seinem ersten Ende mit der Oxidationszone verbunden ist, insbesondere in
die Oxidationszone hineinragt, und mit seinem anderen Ende mit einer Quelle für sauerstoffhaltige
Luft verbunden ist. Diese Fortbildung ist sowohl in Verbindung mit der zuvor erläuterten,
in mehrere benachbarte Vergasungssektoren aufgeteilten Vergasungszone und der hiermit
in Verbindung stehenden Temperaturmesseinheit, Steuerungseinheit und Luftzufuhreinrichtung
ausführbar oder auch unabhängig und ohne eine solcherart aufgeteilte Vergasungszone,
Temperaturmesseinheit, Steuerungseinheit und/oder Luftzufuhreinrichtung. Durch das
Luftzuführungsrohr kann der Oxidationszone in wirksamer Weise Luft zugeführt werden,
um die dortige Oxidation des Pyrolysegases auszuführen bzw. zu forcieren. Das Luftzuführungsrohr
erstreckt sich dabei vorzugsweise ausgehend von einem oberen Ende der Vergasungseinrichtung
in Längsrichtung, insbesondere entlang der Mittelachse der Vergasungseinrichtung,
nach unten in Richtung der Oxidationszone.
[0017] Dabei ist es weiter bevorzugt, dass das Luftzuführungsrohr zumindest abschnittweise
in einem Umhüllungsrohr angeordnet ist und ein Ringraum zwischen dem Luftzuführungsrohr
und dem Umhüllungsrohr ausgebildet ist, der an seinem ersten Ende mit der Vergasungszone
verbunden ist und mit seinem anderen Ende mit einer Quelle für sauerstoffhaltige Luft
verbunden ist.
[0018] Durch ein solches Umhüllungsrohr wird es ermöglicht, zusätzlich zu der Luft, die
durch das Luftzuführungsrohr der Oxidationszone zugeführt wird, weiterhin Luft mit
darin enthaltenem Sauerstoff in einen anderen Bereich, insbesondere in die Vergasungszone
zuzuführen. Dieser Fortentwicklung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass gerade dann,
wenn Feststoffe einer effizienten Vergasung unterzogen werden sollen, es vorteilhaft
ist, wenn die Luftzufuhr in einer ausgeglichenen und gleichmäßigen Weise erfolgt,
d.h. es werden hohe lokale Strömungsgeschwindigkeiten vermieden, zugleich aber ein
ausreichend hoher Volumenstrom bereitgestellt, um eine möglichst vollständige und
effiziente Vergasung zu erzielen. Hierbei hat sich die Einbringung der Luft über mehrere
Zuführungsquellen und -leitungen als besonders vorteilhaft erwiesen. Grundsätzlich
kann der Vergasungszone, wie im Stand der Technik beschrieben, die zur Vergasung benötigte
Luft von außen zugeführt werden, beispielsweise über mehrere von außen in die Vergasungszone
hinein ragende Luftzutrittsrohre oder -düsen. Insbesondere dann, wenn aber die Vergasungszone
sich über einen solchen Querschnitt erstreckt, dass hierbei Querschnittsanteile ebenfalls
eine effiziente Vergasung erzielen sollen, die von dieser Luftzufuhr von außen beabstandet
liegen, ist es vorteilhaft, eine weitere, in der Nähe dieser Querschnittsbereiche
mündende Luftzufuhr bereitzustellen. Dies kann durch das Umhüllungsrohr wirksam erfolgen.
Das Umhüllungsrohr kann grundsätzlich so angeordnet sein, dass es im Inneren der Vergasungseinrichtung
verläuft, insbesondere, sofern die Vergasungseinrichtung als Schachtvergaser ausgebildet
ist, entlang und parallel, vorzugsweise koaxial zur Längsachse des Schachtvergasers.
Hierdurch wird eine Einbringung von Luft in einen zentralen Bereich der Vergasungszone,
insbesondere in demjenigen Bereich der Vergasungszone, der unmittelbar an die Oxidationszone
angrenzt, ermöglicht.
[0019] Dabei ist zu verstehen, dass dann, wenn die Vergasungszone in mehrere Vergasungssektoren
aufgeteilt ist, auch das Umhüllungsrohr derart ausgestaltet sein, dass es separate
Luftführungsleitungen aufweist, insbesondere in gleicher Anzahl wie der Anzahl der
Vergasungssektoren, um die über den Ringraum zwischen Umhüllungsrohr und Luftzuführungsrohr
geleitete Luft individuell den Bedürfnissen in dem jeweiligen Vergasungssektor anpassen
zu können. Dies kann beispielsweise durch sich radial erstreckende Trennwände erreicht
werden, durch welche der Ringraum in mehrere Ringraumsektoren aufgeteilt wird und
diese Ringraumsektoren individuell mit einem Luftmassenstrom beaufschlagt werden.
[0020] Grundsätzlich ist dabei weiterhin zu verstehen, dass unter dem Begriff "Luft" insbesondere
Umgebungsluft verstanden werden kann, hierbei aber auch Gase oder Gasgemische zu verstehen
sind, die von der Zusammensetzung der Umgebungsluft abweichen, insbesondere beispielsweise
Gasgemische, die einen erhöhten Anteil von Sauerstoff enthalten oder Gasgemische,
denen Anteile zugemischt werden, die als Katalysator wirken oder die besondere vergasungs-
oder oxidationsfördernde Anteile enthalten oder Anteile, welche Ablagerungen innerhalb
der Vergasungseinrichtung vermeiden, aufweisen. Bei diesen Anteilen kann es sich insbesondere
um gasförmige Anteile handeln. Darüber hinaus können die Anteile aber auch in flüssiger
Form, beispielsweise in Form eines Aerosols oder in fester Form, beispielsweise in
Form eines Pulvers beigemengt werden. Insbesondere kann die zugeführte Luft in bestimmten
Prozesssituationen mit Wasser oder Wasserdampf angereichert werden, um die Pyrolyse
bzw. Vergasung oder Oxidation oder, wie nachstehend erläutert, Reduktion, vorteilhaft
zu beeinflussen.
[0021] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Oxidationszone
in einer Oxidationskammer angeordnet ist, die von einer oder mehreren Wänden begrenzt
ist, insbesondere gegenüber der Vergasungszone begrenzt ist, und dass zumindest Segmente
dieser Wände, vorzugsweise alle Wände, bewegbar in Bezug auf die Vergasungszone geführt
sind, insbesondere drehbar geführt sind. Hierbei ist zu verstehen, dass diese Fortbildung
in Kombination mit der zuvor erläuterten Aufteilung der Vergasungszone in Vergasungssektoren
und der Temperaturmesseinheit sowie der Steuerungseinheit und/oder der Luftzufuhreinrichtung
oder ohne diese Aufteilung und Einheiten bzw. Einrichtungen ausgeführt sein kann,
d.h. insoweit eine unabhängige Fortbildung einer Vergasungseinrichtung der eingangs
erläuterten Bauweise darstellt.
[0022] Durch die Möglichkeit nach dieser Fortbildung, die Wände zumindest teilweise, insbesondere
aber insgesamt zu bewegen, wird eine Relativbewegung zwischen den in der Vergasungseinrichtung
gelagerten Feststoffen und den bewegten Wänden erreicht, wodurch der Aufbau einer
an diesen Wänden anhaften Feststoffschicht, beispielsweise durch Niederschläge aus
den Pyrolysegasen, wirksam verhindert werden kann. Diese sich aufbauenden Niederschläge
bzw. Ablagerungen können einerseits die Effizienz der Vergasung herabsetzen, andererseits
die genannte Funktionsweise der Vergasungseinrichtung beeinträchtigen oder stören.
Insbesondere kann die Bewegung als Rotationsbewegung ausführt sein, beispielsweise
um die Längsachse der Vergasungseinrichtung, insbesondere, wenn die Vergasungseinrichtung
als Schachtvergaser ausgeführt ist. Es sind jedoch auch andere Bewegungsformen denkbar,
beispielsweise translatorische Bewegungen. Die Bewegungsform kann einerseits eine
kontinuierliche Bewegung in einer Richtung sein, abweichend hiervon sind aber in bestimmten
Anwendungen auch reziproke, d.h. hin- und hergehende Bewegungsformen mit einer regelmäßigen
Bewegungsrichtungsumkehr vorteilhaft.
[0023] Dabei kann, sofern ein Luftzuführungsrohr vorgesehen ist, insbesondere vorgesehen
sein, dass die Wände beziehungsweise Wandsegmente mit dem Luftzuführungsrohr mechanisch
gekoppelt sind zur Übertragung einer Bewegung, insbesondere einer Drehbewegung und
vorzugsweise ein Aktuator bereitgestellt ist, der mit dem Luftzuführungsrohr gekoppelt
ist zur Einbringung der Bewegung, bzw. der Drehbewegung. Durch diese mechanische Kopplung
wird eine wirksame und konstruktiv zuverlässige Übertragung der Bewegung auf die Wand
bzw. Wände erreicht, welche die Oxidationszone definieren bzw. begrenzen. Insbesondere
kann über das Luftzuführungsrohr sowohl eine translatorische Bewegungsrichtung, beispielsweise
in Längsrichtung einer als Schachtvergaser ausgeführten Vergasungseinrichtung oder
einer rotatorischen Bewegung, beispielsweise um die Längsachse einer als Schachtvergaser
ausgebildeten Vergasungseinrichtung realisiert werden oder eine hieraus zusammengesetzte
Bewegungsform.
[0024] Dabei ist es noch weiter bevorzugt, wenn an einer oder mehreren Wänden der Oxidationskammer
ein oder mehrere Schaufelelemente angeordnet sind, welche sich von den Wänden ausgehend
in die Vergasungszone erstrecken und ausgebildet sind, um durch Bewegung der Wand
bzw. des Wandsegments, an dem sie befestigt sind, eine Förder-, Zerkleinerungs- oder
Mischbewegung in dem Feststoff in der Vergasungszone zu bewirken. Solche Schaufelelemente,
die beispielsweise in Gestalt von Paddeln, Stäben, Flügeln mit oder ohne einer Verwindung
ausgeführt sein können, bewirken eine Vermischung und ggf. eine Zerkleinerung und/oder
Förderung in dem Feststoffbereich, in den sie sich erstrecken, wenn sie sich relativ
zu diesem bewegen. Die Schaufelelemente können zu diesem Zweck auf einer Ebene oder
gestaffelt zueinander, beispielsweise entlang einer Schraubenlinie an der Außenfläche
der Wände, welche die Oxidationszone begrenzen, angeordnet sein und hierbei insbesondere
umfänglich um eine Längsachse einer als Schachtvergaser ausgeführten Vergasungseinrichtung
angeordnet sein. Solche Schaufelelemente können sowohl bei einer translatorischen,
insbesondere aber bei einer rotierenden Bewegung des Wandelements bzw. der Wand /
Wände, an denen sie befestigt sind, zu einer homogeneren Zusammensetzung der Feststoffe
im Bereich der Vergasungszone beitragen und hierdurch eine effizientere Vergasung
erzielen.
[0025] Noch weiter ist zu bevorzugt, die erfindungsgemäße Vergasungseinrichtung fortzubilden
durch eine Reduktionszone, welche mit der Oxidationszone zur Zuleitung des in der
Oxidationszone gebildeten Rohgases verbunden ist und ausgebildet ist, um das ihr zugeleitete
Rohgas zu reduzieren. In der Reduktionszone kann insbesondere mithilfe von Koks, der
aus der Vergasungszone in die Reduktionszone befördert wird und sich aus entgasten
Feststoffresten zusammensetzt, ein Brenngas aus dem in der Oxidationszone aufbereitetem
Pyrolysegas erzeugt werden. Hierbei kann weiterhin auch eine Filterung von Festbestandteilen
durch den Koks in der Reduktionszone erzielt werden. Alternativ oder zusätzlich hierzu
können aber auch andere Verfahren zur Filterung, beispielsweise mittels Filterkerzen
oder dergleichen vorgesehen sein.
[0026] Noch weiter ist es bevorzugt, die erfindungsgemäße Vergasungseinrichtung fortzubilden,
indem sie umfasst: eine Anordnung der Vergasungszone und der Oxidationszone in einem
Schachtvergaser, welcher eine am oberen Ende angeordnete Befüllungsöffnung zur Befüllung
mit dem zu vergasenden Feststoff aufweist, in dem die Vergasungszone unterhalb der
Befüllungsöffnung angeordnet ist und die Vergasungszone zumindest abschnittsweise
ringförmig ausgebildet ist und die Oxidationszone umgibt, wobei die Oxidationszone
vorzugsweise zentral in Bezug auf den Querschnitt des Schachtvergasers angeordnet
ist und ein bzw. das Luftzuführungsrohr sich ausgehend von der Oxidationszone entlang
der Längsachse des Schachtvergasers erstreckt und drehbar gelagert ist zur Übertragung
einer Drehbewegung auf eine die Oxidationszone begrenzende Wand oder mehrere die Oxidationszone
begrenzende Wände.
[0027] Mit der so fortgebildeten Vergasungseinrichtung wird ein Schachtvergaser bereitgestellt,
in dem eine Vergasungszone und eine Oxidationszone in benachbarter Lage solcherart
zueinander angeordnet sind, das die Oxidationszone als zentrale Oxidationskammer ausgebildet
ist und von der Vergasungszone umgeben und folglich von einer als Gehäuse dienenden
Außenwand des Schachtvergasers beabstandet ist. Der Schachtvergaser kann insbesondere
zylindrisch, d.h. im Querschnitt rund ausgeführt sein, wodurch eine durch runde Seitenwände
begrenzte, ringförmige Vergasungszone sich darin ausbilden lässt. In anderen Ausführungsformen
sind jedoch auch andere geometrische Gestaltungen des Schachtvergasers, beispielsweise
mit einem rechteckigen oder quadratischen Querschnitt vorteilhaft, in diesem Fall
wird die ringförmige Vergasungszone durch entsprechend ausgebildete, zusammenhängende
Spaltabschnitte zwischen der das Gehäuse bildenden Außenwand des Schachtvergasers
und den die Oxidationszone begrenzenden Wänden definiert. Grundsätzlich ist hierbei
zu verstehen, dass im Schachtvergaser eine durch Schwerkraft bedingte, insbesondere
ausschließlich durch Schwerkraft erzeugte Beförderung der Feststoffe von einer oberen
Einfüllöffnung für frisches, unvergastes Material und einer unteren Ausfuhröffnung
für entgastes Material (Koks) bewirkt wird, wobei eine durch Schaufelelemente, wie
zuvor beschrieben, bewirkte lokale Vermischung oder Förderung des Feststoffes in oder
entgegen der Schwerkraftrichtung hierbei von der Erfindung mitumfasst ist und auch
unter einer generellen schwerkraftbedingten Beförderung des Feststoffs verstanden
wird.
[0028] Die Ausführungsform als Schachtvergaser nach dieser Fortbildung kann insbesondere
mit den zuvor erläuterten Merkmalen, wie beispielsweise dem Luftzuführungsrohr, dem
hierzu angeordneten Umhüllungsrohr zur Zuführung von Luft in den innenliegenden Bereich
der Vergasungszone und / oder der Aufteilung der Vergasungszone in mehrere Vergasungssektoren
mit einer entsprechenden Temperaturmesseinheit, Steuerungseinheit und Luftzuführungseinrichtung
fortgebildet werden. Dabei ist zu verstehen, dass die Ausbildung als Schachtvergaser
sich insbesondere dazu eignet, um mit den im kennzeichnenden Teil der Ansprüche 1
und / oder 3 und / oder 5 definierten Fortbildungen in isolierter Weise oder kombinierter
Weise fortgebildet werden kann und hierbei auch entsprechende Fortbildungen nach den
weiteren Unteransprüchen vorgesehen werden können.
[0029] Dabei ist es bei der zuvor beschriebenen Ausführungsform als Schachtvergaser besonders
bevorzugt, eine Reduktionszone vorzusehen, die unterhalb der Vergasungszone angeordnet
ist und den direkten Übertritt von Feststoff aus der Vergasungszone in die Reduktionszone
ermöglicht und vorzugsweise ein Abschnitt der Oxidationszone so angeordnet ist, dass
er die Vergasungszone in Strömungsrichtung des erzeugten Gases von der Reduktionszone
trennt. In dieser Reduktionszone kann, wie zuvor erläutert, aus dem pyrolisierten
und oxidierten bzw. gecrackten Rohgas aus der Oxidationszone ein Brenngas zur Erzeugung
und hierbei eine zusätzliche Filterwirkung zu erzielen.
[0030] Dabei ist es weiterhin bevorzugt, dass die Reduktionszone zur Aufnahme von pyrolisiertem
Feststoff aus der Vergasungszone ausgebildet ist und so angeordnet ist, dass der pyrolisierte
Feststoff durch Schwerkraftwirkung aus der Vergasungszone in die Reduktionszone gelangt
und am unteren Ende der Reduktionszone ein bewegliches Rost angeordnet ist zur Siebung
der in der Reduktionszone nach unten fallenden Asche. Mit dieser Fortbildung wird
eine besonders wirksame Reduktion in der Reduktionszone erzielt. Weiterhin ist zu
verstehen, dass der Rost einerseits translatorisch reziprok oder kontinuierlich rotierend
bewegbar ist, um ein Durchfallen von kleinen Koks- und Ascheanteilen in eine darunterliegende
Kammer zu befördern, andererseits der Rost auch vertikal beweglich sein kann, um hierdurch
die Höhe der Reduktionszone zu verändern und an den Prozessablauf bzw. die zugeführten
Feststoffe anpassen zu können.
[0031] Die erfindungsgemäße Vergasungeinrichtung kann weiter fortgebildet werden durch eine
Druckmessvorrichtung, die zur Messung einer Druckdifferenz über zumindest einen Teil
des Strömungsweges des erzeugten Gases innerhalb der Vergasungseinrichtung ausgebildet
und mit einer Steuerungseinrichtung signaltechnisch gekoppelt ist, die mit einem Aktuator
zur Bewegung eines Rostes signaltechnisch gekoppelt ist, der bei Bewegung Feinanteile
aus der Feststoffschüttung innerhalb der Reduktionszone in einen Sammelraum abführt,
wobei die Steuerungseinrichtung ausgebildet ist, um den Aktuator zu betätigen, wenn
eine vorbestimmte Druckdifferenz überschritten wird und vorzugsweise ausgebildet ist,
die Aktuatorbetätigung zu beenden, wenn eine niedrigere, vorbestimmte Druckdifferenz
unterschritten wird. Mit dieser Fortbildung wird eine druckabhängige Abfuhr der Feinanteile
innerhalb der Feststoffschüttung bewirkt und damit ein effizienter Betrieb erreicht.
Die Druckdifferenz kann dabei insbesondere über den gesamten strömungsweg ausgehend
von der Umgebungsluft, die als Frischluft in den Vergaser eintriit bis zu der Austrittsöffnung
für das fertig aufbereitete Brenngas aus dem Vergaser gemessen werden.
[0032] Mit dieser Fortbildung wird ein Betriebsverfahren ermöglicht, bei dem eine Druckdifferenz
über zumindest einen Teil des Strömungsweges des erzeugten Gases gemessen wird und
ein Rost mittels eines Aktuators bewegt wird, um Feinanteile aus der Reduktionszone
abzuführen, wenn die gemessene Druckdifferenz einen vorbestimmten Wert überschreitet
und vorzugsweise die Bewegung des Rostes beendet wird, wenn die Druckdifferenz einen
kleineren, vorbestimmten Wert unterschreitet.
[0033] Es ist zu verstehen, dass diese Ausführungsform als Vorrichtung oder Verfahren auch
unabhängig von der Aufteilung der Entgasungszone in mehrere Sektoren und die entsprechenden
separaten Luftzufuhreinrichtungen und Temperaturmesseinrichtungen und die hierzu entsprechende
Verfahrensführung ausgeführt werden kann.
[0034] Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist ein Vergasungsverfahren nach Anspruch 11. Das
erfindungsgemäße Vergasungsverfahren kann insbesondere mit der zuvor erläuterten Vergasungseinrichtung
ausführt werden und zeichnet sich dadurch aus, dass durch eine besonders wirksame
Prozesssteuerung in der Vergasungszone, indem diese in einzelne Prozesskammern in
Form der Vergasungssektoren aufgeteilt wird und in diesen Vergasungssektoren eine
separate Temperaturüberwachung und -steuerung bzw. -regelung erfolgt, eine besonders
effiziente Vergasung erzielt wird.
[0035] Das Vergasungsverfahren kann alternativ oder zusätzlich zu dieser Aufteilung der
Vergasungszone in Vergasungssektoren fortgebildet werden, indem die Oxidationszone
in einer Kammer angeordnet ist, die von einer oder mehreren Wänden begrenzt ist, die
bewegt, insbesondere rotiert werden. Durch diese Bewegung, insbesondere Rotation wird
die Bildung von Ablagerungen auf den Wänden bzw. der Wand der Oxidationskammer verhindert
oder zumindest reduziert.
[0036] Dabei ist weiterhin vorgesehen, dass an der oder den bewegten Wänden Schaufelelemente
angeordnet sind, die sich in die Vergasungszone erstrecken und mittels der Schaufelelemente
der Feststoff mechanisch gemischt zerkleinert und / oder gerührt wird. Mittels solcher
Schaufelelemente wird eine wirksamen Durchmischung der Feststoffe im Bereich der Vergasungszone
erreicht und hierdurch die Vergasung effizienter gestaltet. Schließlich ist bei dem
erfindungsgemäßen Vergasungsverfahren weiterhin alternativ zu der Aufteilung der Vergasungszone
in mehrere Vergasungssektoren oder in Kombination hiermit und alternativ oder in Kombination
mit der Ausgestaltung der Oxidationszone mit bewegten Begrenzungswänden bevorzugt
vorgesehen, dass der Oxidationszone über ein Luftzuführungsrohr Luft zugeführt wird
und der Vergasungszone über ein das Luftzuführungsrohr umgebendes Umhüllungsrohr Luft
zugeführt wird und dass die Wand bzw. Wände der Oxidationszone vorzugsweise mittels
des Luftzuführungsrohr in Rotation versetzt werden. Mit dieser Fortbildungsform wird
eine besonders effiziente Luftzufuhr in die Vergasungszone erreicht, indem nicht nur,
wie im Stand der Technik vorgesehen, die Luftzufuhr von außen über die Außenwände
der Vergasungseinrichtung erfolgt, sondern zusätzlich auch eine Luftzufuhr von innen
und in den innen liegenden Bereich der Vergasungszone stattfindet. Hierbei ist insbesondere
dann, wenn die Vergasungszone in mehrere Vergasungssektoren aufgeteilt ist, zu verstehen,
dass das Umhüllungsrohr und der dadurch ausgebildete Ringraum zwischen Umhüllungsrohr
und Luftzuführungsrohr auch in mehrere Umfangssektoren aufgeteilt werden kann, um
hierdurch die Luft in den einzelnen Vergasungssektoren individuell regelbar und unabhängig
voneinander zuführen zu können und die einzelnen Umfangsabschnitte des Ringraums zu
diesem Zweck an eine entsprechende individuell regelnde Luftzuführungseinrichtung
anschließt. In diesem Zusammenhang kann insbesondere eine entsprechend individuelle
Erfassung der Temperaturen in den einzelnen Vergasungssektoren und eine in Abhängigkeit
dieser Messgrößen erfolgende Steuerung / Regelung der Luftzufuhr zu den einzelnen
Vergasungssektoren erfolgen, wobei zu verstehen ist, dass diese individuelle Luftzufuhr
einerseits durch die von außen zugeführte Luft in die einzelnen Vergasungssektoren,
andererseits durch die von innen zugeführte Luft in die Vergasungssektoren oder durch
beide Zuführungsmaßnahmen erfolgen kann.
[0037] Die Erfindung wird im Weiteren näher durch beispielhafte, nicht beschränkende bevorzugte
Ausführungsformen erläutert.
[0038] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine längsgeschnittene Seitenansicht einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vergasungseinrichtung.
- Fig.2
- eine schematische, teilweise längsgeschnittene schematische Seitenansicht eines Details
einer zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vergasungseinrichtung und
- Fig. 3
- eine entlang der Linie A-A in Fig. 2 quergeschnittene schematische Draufsicht eines
Details der zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vergasungseinrichtung.
[0039] Bezugnehmend zunächst auf Fig. 1 ist ein Schachtvergaser dargestellt, welcher durch
ein im Wesentlichen zylindrisches Gehäuse 10 mit einer umlaufenden Gehäusewandung
zur Umgebung hin begrenzt wird. Am oberen Ende ist ein Deckel 11 angeordnet und verschließt
die Oberseite des Gehäuses mit Ausnahme einer zentralen Durchtrittsöffnung 12. Durch
die Durchtrittsöffnung 12 ist ein Luftzuführungsrohr 20 und ein dieses Luftzuführungsrohr
umgebendes Umhüllungsrohr 30 geführt. Das Luftzuführungsrohr 20 und das Umhüllungsrohr
30 erstrecken sich zentral in Längsrichtung entlang der Mittellängsachse 13 des Vergasers.
[0040] Eine Einfüllöffnung 40, die mittels eines Deckels 41 verschließbar ist und an die
sich ein von oben nach unten abfallender, in Bezug auf die Mittellängsachse 13 schräg
verlaufender Kanal 42 anschließt, ist im oberen Bereich des Vergasers angeordnet und
dient der Zuführung von Feststoff. Der Kanal 42 mündet in eine Vergasungszone 50,
in welcher Feststoff platziert und einer Pyrolyse unterzogen wird.
[0041] Die Vergasungszone 50 ist zwischen der Außenwandung 10 des Vergasers und einer zentralen
Oxidationskammer 60 angeordnet und wird durch eine zylindrische Wandung 61 von der
Oxidationszone 60 getrennt. Hierdurch ist die Vergasungszone 50 ringförmig ausgestaltet
und umschließt in einem horizontalen Querschnitt allseitig die Oxidationszone 60.
[0042] In die Vergasungszone 50 wird über Luftzutrittsdüsen 71a,c 72a,c, die in radialer
Richtung zur Mittellängsachse 13 verlaufen und in einer umlaufenden Reihe in die Gehäusewand
10 eingebracht sind, Luft mit einem Sauerstoffgehalt eingeblasen. Die Luftzuführungsrohre
71a,c 72a,c sind in insgesamt zwei Ebenen angeordnet und über den Umfang des Vergasers
gleichmäßig verteilt.
[0043] Die Luftzutrittsdüsen 71a,c sind von einem außen am Gehäuse 10 angesetzten Ringkanal
75a, c umgeben, über den die Luft umfänglich auf alle Luftzutrittsdüsen verteilt wird.
In den Ringkanal 75a,c wird Luft von außen über Öffnungen 76a,c eingeführt. In gleicher
Weise sind die Luftzutrittsdüsen 72a,c von einem außen am Gehäuse 10 angesetzten Ringkanal
77a, c umgeben, in den Luft über Öffnungen 78a, c eintreten kann und über den die
Luft umfänglich auf alle Luftzutrittsdüsen 71a,c 72a,c verteilt wird.
[0044] Zwischen dem Luftzuführungsrohr 20 und dem Umhüllungsrohr 30 ist ein Ringraum 31
ausgebildet, durch den ebenfalls Luft geführt wird, welche über ein Luftzutrittsrohr
32 dem Ringraum 31 von einer Luftquelle zugeführt wird. Aus diesem Ringraum 31 tritt
die Luft in insgesamt vier umfänglich verteilte und um 90° zueinander versetzte Luftrohre
33, 34 ein, die sich radial von dem Ringraum 31 ausgehend nach außen erstrecken. Aus
den Luftrohren 33, 34 tritt die Luft am äußeren Ende aus und wird schräg nach unten
in die ringförmige Vergasungszone 50 abgelenkt. Hierdurch wird der Vergasungszone
50 einerseits von außen über die Luftzutrittsdüsen 71a,c, 72a,c Luft zugeführt und
andererseits von innen über die Luftrohre 33, 34 Luft zugeführt, was zu einer gleichmäßigen
Durchsetzung der Feststoffe in der Vergasungszone 50 mit Luft führt.
[0045] Oberhalb der Luftrohre 33, 34 ist die Oxidationszone 60 durch einen kegelförmigen
Gehäuseabschnitt 62, der von oben nach schräg unten abfällt, abgedeckt, wodurch die
Zufuhr von Feststoffen aus dem Zuführungskanal 42 in die Vergasungszone 50 alleine
aufgrund Schwerkraft erleichtert wird.
[0046] Mittels Temperatursensoren, die in Öffnungen 51a, c und 52a, c eingesetzt sind, wird
die Temperatur in der Vergasungszone gemessen.
[0047] Das in der Vergasungszone 50 durch Pyrolyse gewonnene Pyrolysegas tritt durch Öffnungen
63 a-d, die auf einer horizontalen Ebene umfänglich über eine zylindrische Gehäusewandung
61 verteilt sind, in die Oxidationszone ein. In der Oxidationszone wird das Rohgas
unterstöchiometrisch durch partielle Oxidation und ein thermisches Cracken in kurze
Kohlenstoffketten bei einer Temperatur von etwa 1000°C oder mehr umgewandelt. Hierzu
wird über das Luftzuführungsrohr 20 der Oxidationszone über einen Luftzutrittskanal
21 Luft als Oxidationsmittel zugeführt, die aus mehreren umfänglich am unteren Ende
des Luftzuführungsrohr 20 verteilten Öffnungen 22 austritt. Am unteren Ende des Luftzutrittsrohres
ist eine stirnseitige axiale Öffnung 23 angeordnet, die zur Aufnahme eines oberen
Temperatursensors dient.
[0048] Die in der Vergasungszone 50 pyrolysierten Feststoffe rutschen schwerkraftbedingt
nach unten weiter und werden durch von schräg außen nach unten innen angeordnete konische
Ablenkbleche in eine innen liegende, zylindrisch begrenzte Reduktionszone 80 befördert.
Auch diese Beförderung erfolgt alleinig durch Schwerkrafteinfluss. Das in der Oxidationszone
partiell oxidierte und thermisch gecrackte Rohgas wird über einen Abzugskanal 90,
welcher in die Gehäusewandung 10 am unteren Ende des Vergasers eingesetzt ist, abgezogen.
Die gesamte Gasströmungsführung innerhalb des Vergasers wird alleine durch einen am
Abzugskanal 90 angelegten Unterdruck bewirkt, mit dem das Brenngas aus dem Vergaser
abgezogen wird.
[0049] Die Temperatur in der Vergasungszone wird mittels Temperatursensoren gemessen, die
in Öffnungen 51a, c eingesetzt sind. Insgesamt sind vier um 90° versetzte Öffnungen
51a-d vorgesehen (die Öffnungen 51b,d liegen außerhalb der Schnittebene und sind nicht
sichtbar bzw. von der Oxidationszone verdeckt). Mittels der Temperatursensoren in
den Öffnungen 51a-d kann die Temperatur in den Entgasungssektoren separat gemessen
werden, wie nachstehend anhand Fig. 3 näher beschrieben.
[0050] Mittels eines Temperatursondenrohres 65, dass sich von außen in den unteren, von
der Luftzufuhr über das Luftzuführungsrohr 20 beabstandeten Bereich der Oxidationszone
60 erstreckt, kann mittels einer Temperatursonde die Temperatur in der Oxidationszone
gemessen werden. Die so gemessene Temperatur stellt einen zuverlässigen wert für die
Prozesstemperatur in der Oxidationszone dar und wird zur Steuerung/Regelung der Zufuhr
des Oxidationsmittels, also hier der Luft, mittels einer Steuerungseinrichtung in
die Oxidationszone als Eingangsgröße genutzt.
[0051] Auf dem Weg von der Oxidationszone 60 zu dem Abzugsrohr 90 durchströmt das partiell
oxidierte und thermisch gecrackte Rohgas den oberhalb eines Rostes 100 befindlichen
Koks, der aus dem in der Vergasungszone 50 vergasten Feststoff entsteht und nach unten
fällt. Hierdurch wird das Rohgas durch den auf dem Rost 100 gelagerten, voll entgasten
Koks hindurchgeführt und hierbei gefiltert und chemisch reduziert. Das dann letztlich
durch die Öffnung 90 abgezogene Rohgas ist folglich von hoher Qualität und äußerst
teerarm.
[0052] Der Rost 100 ist mittels Rollen 101 für eine translatorische reziproke Bewegung geführt
und kann mittels eines Stabes 102 an einen entsprechenden Aktuator angekoppelt werden.
Die Bewegung des Rostes bewirkt ein Durchfallen von feinen Ascheresten und - teilchen
in einen Sammelraum 103. Die Rostbewegung wird in Abhängigkeit von einer Druckdifferenz
gesteuert. Die Druckdifferenz wird aus dem Unterdruck am Abzugskanal 90 und dem Umgebungsdruck
berechnet. Bei Überschreiten einer vorbestimmten Druckdifferenz wird eine Rostbewegung
durchgeführt, bis die Druckdifferenz unter einen niedrigeren, vorbestimmten Wert abgesunken
ist.
[0053] Fig. 2 zeigt einen Ausschnitt einer zweiten Ausführungsform. Zu erkennen ist eine
Oxidationszone 160, die durch eine zylindrische Wandung 161 begrenzt wird. Wie auch
bei der ersten Ausführungsform ist die Oxidationszone 160 an ihrem oberen Ende durch
eine kegelförmige Gehäusewand 162 begrenzt, in welcher ein Luftzuführungsrohr 120
und ein dieses umhüllendes Umhüllungsrohr 130 eingesetzt ist. Auch in diesem Fall
ist das Luftzuführungsrohr und das Umhüllungsrohr drehbar gelagert und kann sich um
die Längsachse 113 des Vergasers drehen. Hierdurch wird sowohl die Gehäusewandung
162 als auch die Gehäusewandung 161 in Rotation um die Mittellängsachse 113 versetzt,
was eine Ablagerung von Pyrolysegasbestandteilen und die Bildung von sich aufbauenden
Schichten auf diesen Wandungen verhindert.
[0054] Darüber hinaus sind an der zylindrischen Gehäusewandung 161 mehrere Schaufeln 164
a-f befestigt. Jede Schaufel 164 a-f erstreckt sich ausgehend von der Gehäusewandung
161 ! radial nach außen und durchdringt daher die Vergasungszone. Die Schaufeln 164
a-f sind vertikal gestaffelt zueinander entlang einer Schraubenlinie an der Gehäusewandung
161befestigt. Bei Rotation des Gehäuses 161 bewirken die Schaufeln 164 a-f eine Durchmischung
und Auflockerung mittels einer Aufwärtsbeförderung des in ihrem Bereich angeordneten
Feststoffs in der Vergasungszone und erzeugen hierdurch eine homogene und effiziente
Vergasung dieses Feststoffs.
[0055] Die Luftzutrittsdüsen 171a, c, 172a,c sind oberhalb der Ebene angeordnet, in der
die obersten Schaufeln 164 a-f liegen und führen dort von außen Luft in die Vergasungszone
zu. Zusätzlich wird, wie bereits zuvor beschrieben, von innen über den Ringraum zwischen
Umhüllungsrohr 130 und Luftzuführungsrohr 120 Luft zugeführt.
[0056] In Fig. 3 ist ein horizontaler Querschnitt durch den Vergaser auf Höhe der Öffnungen
in der Oxidationskammerwandung 61 bzw. 161 und der Luftzutrittsdüsen 171a,c gezeigt.
Wie aus Fig. 3 ersichtlich, tritt aus einem Ringkanal 175 a-d durch eine Vielzahl
von radial in der Gehäusewandung 110 ausgebildeten Öffnungen 171a-d Luft in die Vergasungszone
150a-d ein.
[0057] Der Ringkanal ist in vier Ringkanalsektoren 175a-d mittels sich radial erstreckenden
Trennwänden 179a-d unterteilt, die in Umfangsrichtung um 90° voneinander beabstandet
sind. In jeden Ringkanalsektor 175a-d kann über jeweils eine Luftzutrittsöffnung 176a-d
Luft eintreten und diese Luftzufuhr kann hinsichtlich ihrer Menge individuell für
jeden Ringkanalsektor 175a-d gesteuert werden.
[0058] Aus den Ringkanalsektoren 175a-d tritt die Luft über jeweils jedem Ringkanalsektor
entsprechend zugeordnete Luftzutrittsdüsen 171a-d in die Vergasungszone ein. Hierdurch
wird eine hinsichtlich der Luftzufuhr und folglich der Temperaturführung funktionelle
Trennung der Vergasungszone in vier Vergasungssektoren 150a-d bewirkt. In jedem Vergasungssektor
wird die Temperatur individuell gemessen und die Luftzufuhr entsprechend gesteuert
oder geregelt. In Abhängigkeit von der solcherart gemessenen Temperatur wird mittels
eines Steuerungsgerätes 155 die Luftzufuhr zu jedem Vergasungssektor individuell über
eine entsprechende Drossel geregelt. Bei einer zu niedrigen Temperatur für eine optimale
Pyrolyse wird die Luftzufuhr erhöht, bei einer zu hohen Temperatur für eine optimale
Pyrolyse wird die Luftzufuhr gedrosselt. Es ist zu verstehen, dass für jeden separat
zu steuerenden Vergasungssektor eine separate Temperaturmesssonde und eine separat
zu steuernde Luftzufuhreinrichtung vorgesehen ist. Die Steuerung/Regeölung kann über
einzelne oder eine gemeinsame elektronische Steuer/Regeleinheit erfolgen.
[0059] Aus den Vergasungssektoren 150a-d tritt das Pyrolysegas über Öffnungen 163 in die
zentrale Oxidationszone 160 ein und wird dort durch eine partielle Oxidation und thermische
Crackung gewandelt. Von dort tritt das Rohgas nach unten in die Reduktionszone ein
und wird über das Abzugsrohr aus dem Vergaser abgezogen.
1. Vergasungseinrichtung zur Erzeugung eines entzündbaren Gases aus einem Feststoff,
umfassend:
- Eine Vergasungszone (50), in die über eine Einfüllöffnung (40) der Feststoff einfüllbar
ist,
- Eine Oxidationszone (60) zur Oxidation des erzeugten Gases, die mit der Vergasungszone
zur Leitung des in der Vergasungszone erzeugten Gases in die Oxidationszone verbunden
ist,
wobei die Vergasungszone in mehrere einander benachbarte Vergasungssektoren (150 a-d)
aufgeteilt ist, eine Temperaturmesseinheit (51a,c ) vorhanden ist, die ausgebildet
ist, um die in jeweils jedem Vergasungssektor herrschende Temperatur zu messen und
die Temperaturmesseinheit signaltechnisch mit einer Steuerungseinheit (155) gekoppelt
ist, welche mit einer Luftzufuhreinrichtung (171a-d, 175a-d, 176a-d) signaltechnisch
gekoppelt ist, die ausgebildet ist, um jedem Vergasungssektor individuell Luft zuzuführen,
wobei die jeweils jedem Vergasungssektor zugeführte Luftmenge pro Zeiteinheit abhängig
von der darin gemessenen Temperatur ist,
gekennzeichnet durch eine Reduktionszone, welche zur schwerkraftbedingten Förderung des pyrolysierten
Feststoffs aus der Vergasungszone in die Reduktionszone angeordnet ist und mit der
Oxidationszone zur Zuleitung des in der Oxidationszone gebildeten Rohgases verbunden
ist und ausgebildet ist, um das ihr zugeleitete Rohgas zu reduzieren, und
dadurch gekennzeichnet, dass die Oxidationszone (60, 160) bezogen auf ihren Querschnitt zumindest
teilweise, vorzugsweise vollständig von der Vergasungszone (50, 150) umgeben ist.
2. Vergasungseinrichtung nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch ein Luftzuführungsrohr (20; 120), welches an seinem ersten Ende mit der Oxidationszone
verbunden ist, insbesondere in die Oxidationszone hineinragt, und mit seinem anderen
Ende mit einer Quelle für sauerstoffhaltige Luft verbunden ist.
3. Vergasungseinrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass das Luftzuführungsrohr zumindest abschnittweise in einem Umhüllungsrohr (30, 130)
angeordnet ist und ein Ringraum zwischen dem Luftzuführungsrohr und dem Umhüllungsrohr
ausgebildet ist, der an seinem ersten Ende mit der Vergasungszone verbunden ist und
mit seinem anderen Ende mit einer Quelle für sauerstoffhaltige Luft verbunden ist.
4. Vergasungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Oxidationszone in einer Oxidationskammer angeordnet ist, die von einer oder mehreren
Wänden (61, 62; 161, 162) begrenzt ist, insbesondere gegenüber der Vergasungszone
begrenzt ist, und dass zumindest Segmente dieser Wände, vorzugsweise alle Wände, bewegbar
in Bezug auf die Vergasungszone geführt sind, insbesondere drehbar geführt sind.
5. Vergasungseinrichtung nach Anspruch 2 oder 3 und Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Wände (61, 62) beziehungsweise Wandsegmente mit dem Luftzuführungsrohr (20) mechanisch
gekoppelt sind zur Übertragung einer Bewegung, insbesondere einer Drehbewegung und
vorzugsweise ein Aktuator bereitgestellt ist, der mit dem Luftzuführungsrohr gekoppelt
ist zur Einbringung der Bewegung, bzw. der Drehbewegung.
6. Vergasungseinrichtung nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, dass an einer oder mehreren Wänden der Oxidationskammer ein oder mehrere Schaufelelemente
(164 a-d) angeordnet sind, welche sich von den Wänden ausgehend in die Vergasungszone
erstrecken und ausgebildet sind, um durch Bewegung der Wand bzw. des Wandsegments,
an dem sie befestigt sind, eine Förder- oder Mischbewegung in dem Feststoff in der
Vergasungszone zu bewirken.
7. Vergasungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch eine Anordnung der Vergasungszone und der Oxidationszone in einem Schachtvergaser,
welcher eine am oberen Ende angeordnete Befüllungs-öffnung zur Befüllung mit dem zu
vergasenden Feststoff aufweist, in dem die Vergasungszone unterhalb der Befüllungsöffnung
angeordnet ist und die Vergasungszone zumindest abschnittsweise ringförmig ausgebildet
ist und die Oxidationszone umgibt, wobei die Oxidationszone vorzugsweise zentral in
Bezug auf den Querschnitt des Schachtvergasers angeordnet ist und ein bzw. das Luftzuführungsrohr
sich ausgehend von der Oxidationszone entlang der Längsachse des Schachtvergasers
erstreckt und drehbar gelagert ist zur Übertragung einer Drehbewegung auf eine die
Oxidationszone begrenzende Wand oder mehrere die Oxidationszone begrenzende Wände.
8. Vergasungseinrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet dass eine Reduktionszone unterhalb der Vergasungszone angeordnet ist und mit dieser in
Verbindung steht für den direkten Übertritt von Feststoff aus der Vergasungszone in
die Reduktionszone und vorzugsweise ein Abschnitt der Oxidationszone so angeordnet
ist, dass er die Vergasungszone in Strömungsrichtung des erzeugten Gases von der Reduktionszone
trennt.
9. Vergasungseinrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Reduktionszone zur Aufnahme von pyrolisiertem Feststoff aus der Vergasungszone
ausgebildet ist und so angeordnet ist, dass der pyrolisierte Feststoff durch Schwerkraftwirkung
aus der Vergasungszone in die Reduktionszone gelangt und am unteren Ende der Reduktionszone
ein bewegliches Rost angeordnet ist zur Siebung der in der Reduktionszone nach unten
fallenden Asche.
10. Vergasungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch eine Druckmessvorrichtung, die zur Messung einer Druckdifferenz über zumindest einen
Teil des Strömungsweges des erzeugten Gases innerhalb der Vergasungseinrichtung ausgebildet
und mit einer Steuerungseinrichtung signaltechnisch gekoppelt ist, die mit einem Aktuator
zur Bewegung eines Rostes signaltechnisch gekoppelt ist, der bei Bewegung Feinanteile
aus der Feststoffschüttung innerhalb der Reduktionszone in einen Sammelraum abführt,
wobei die Steuerungseinrichtung ausgebildet ist, um den Aktuator zu betätigen, wenn
eine vorbestimmte Druckdifferenz überschritten wird und vorzugsweise ausgebildet ist,
die Aktuatorbetätigung zu beenden, wenn eine niedrigere, vorbestimmte Druckdifferenz
unterschritten wird.
11. Vergasungsverfahren zur Erzeugung eines entzündbaren Gases aus einem Feststoff,
mit den Schritten:
- Zuführen von Feststoff in eine Vergasungszone,
- Vergasen des Feststoffes in der Vergasungszone mittels Pyrolyse bzw. Vergasung,
- Zuführen des in der Vergasungszone erzeugten Pyrolysegases in eine Oxidationszone,
die in Bezug auf ihren Querschnitt zumindest teilweise, vorzugsweise vollständig von
der Vergasungszone umgeben ist.
- Zufuhr von Luft in die Oxidationszone und Wandeln des Pyrolysegases in einem unterstöchiometrischen
Prozess mittels Teiloxidation und Spaltung in der Oxidationszone in ein Rohgas,
- Zuführen des oxidierten Pyrolysegases aus der Oxidationszone in eine Reduktionszone,
- Zuführen von teilweise oder vollständig pyrolysiertem Feststoff in.die Reduktionszone,
- Reduzieren des oxidierten Pyrolysegases in der Reduktionszone mittels des pyrolysierten.
Feststoffes in ein Brenngas,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vergasung in mehreren Vergasungssektoren der Vergasungszone stattfindet, die
Temperatur jedes Vergasungssektors gemessen wird und jedem Vergasungssektor Luft in
einer Menge, die abhängig von der jeweils darin gemessenen Temperatur ist, zugeführt
wird.
12. Vergasungsverfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass die Oxidationszone in einer Kammer angeordnet ist, die von einer oder mehreren Wänden
begrenzt ist, die bewegt, insbesondere rotiert werden.
13. Vergasungsverfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass an der oder den bewegten Wänden Schaufelelemente angeordnet sind, die sich in die
Vergasungszone erstrecken und mittels der Schaufelelemente der Feststoff mechanisch
gemischt oder gerührt wird.
14. Vergasungsverfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 11-13,
dadurch gekennzeichnet, dass der Oxidationszone über ein Luftzuführungsrohr Luft zugeführt wird und der Vergasungszone
über ein das Luftzuführungsrohr umgebendes Umhüllungsrohr Luft zugeführt wird und
dass die Wand bzw. Wände der Oxidationszone vorzugsweise mittels des Luftzuführungsrohr
in Rotation versetzt werden.
15. Vergasungsverfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 11-14,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Druckdifferenz über zumindest einen Teil des Strömungsweges des erzeugten Gases
gemessen wird und ein Rost mittels eines Aktuators bewegt wird, um Feinanteile aus
der Reduktionszone abzuführen, wenn die gemessene Druckdifferenz einen vorbestimmten
Wert überschreitet und vorzugsweise die Bewegung des Rostes beendet wird, wenn die
Druckdifferenz einen kleineren, vorbestimmten Wert unterschreitet.
1. Gasification device for generating a combustible gas from a solid, comprising:
- a gasification zone (50) which can be filled with the solid via a filling orifice
(40),
- an oxidation zone (60) for oxidising the generated gas which is connected to the
gasification zone in order to direct the gas generated in the gasification zone into
the oxidation zone,
which gasification zone is divided into several mutually adjacent gasification sectors
(150 a-d), a temperature measuring unit (51a, c) being provided which is configured
to measure the temperature prevailing in each gasification sector respectively, and
the temperature measuring unit is coupled in a signal transmitting arrangement with
a control unit (155) which is coupled in a signal transmitting arrangement with an
air supply system (171a-d, 175a-d, 176a-d) configured to supply each gasification
sector individually with air, and the quantity of air supplied per time unit respectively
to each gasification sector is dependent on the temperature measured therein,
characterised by a reduction zone, which is provided as a means of conveying the pyrolysed solid out
of the gasification zone into the reduction zone by gravitational force and which
is connected to the oxidation zone for supplying the crude gas generated in the oxidation
zone in order to reduce the crude gas supplied to it, and
characterised in that the oxidation zone (60, 160) is at least partially, preferably completely, surrounded
by the gasification zone (50, 150) by reference to its cross-section.
2. Gasification device as claimed in claim 1,
characterised by an air supply pipe (20; 120) which is connected to the oxidation zone at its first
end, in particular extends into the oxidation zone, and to a source of air containing
oxygen at its other end.
3. Gasification device as claimed in claim 2,
characterised in that the air supply pipe is disposed in a casing pipe (30, 130) at least in certain sections,
and an annular chamber is formed between the air supply pipe and the casing pipe which
is connected at its first end to the gasification zone and by its other end to a source
for air containing oxygen.
4. Gasification device as claimed in one of the preceding claims,
characterised in that the oxidation zone is disposed in an oxidation chamber which is bounded by one or
more walls (61, 62; 161, 162), in particular sectioned off from the gasification zone,
and at least segments of these walls, preferably all of the walls, are designed so
that they can be moved relative to the gasification zone, in particular are designed
so that they can be rotated.
5. Gasification device as claimed in claim 2 or 3 and 4,
characterised in that the walls (61, 62) respectively wall segments are mechanically coupled with the air
supply pipe (20) in order to transmit a movement, in particular a rotating movement,
and an actuator is preferably provided which is coupled with the air supply pipe in
order to impart the movement respectively rotating movement.
6. Gasification device as claimed in claim 4 or 5,
characterised in that one or more paddle elements (164 a-d) are disposed on one or more walls of the oxidation
chamber extending out from the walls into the gasification zone and configured to
impart a conveying or mixing movement to the solid in the gasification zone due to
the movement of the wall or wall segment to which they are attached.
7. Gasification device as claimed in one of the preceding claims,
characterised by an arrangement of the gasification zone and the oxidation zone in a shaft gasifier
having a filling orifice at the top end to enable filling with the solid to be gasified,
the gasification zone being disposed underneath the filling orifice, and the gasification
zone is of an annular design in at least certain sections and surrounds the oxidation
zone, and the oxidation zone is preferably centrally disposed with reference to the
cross-section of the shaft gasifier and a respectively the air supply pipe extends
out from the oxidation zone along the longitudinal axis of the shaft gasifier and
is mounted so as to be rotatable in order to transmit a rotating movement to a wall
bounding the oxidation zone or several walls bounding the oxidation zone.
8. Gasification device as claimed in claim 7,
characterised in that a reduction zone is disposed underneath the gasification zone and is connected to
it to enable a direct transfer of solid from the gasification zone to the reduction
zone, and a section of the oxidation zone is preferably disposed so that it separates
the gasification zone from the reduction zone in the direction in which the generated
gas flows.
9. Gasification device as claimed in claim 8,
characterised in that the reduction zone is configured to receive pyrolysed solid from the gasification
zone and is disposed so that the pyrolysed solid passes from the gasification zone
into the reduction zone by the effect of gravitational force, and a movable grate
is provided at the bottom end of the reduction zone for screening the ash dropping
down into the reduction zone.
10. Gasification device as claimed in one of the preceding claims,
characterised by a pressure measuring device which is configured to measure a pressure difference
across at least a part of the flow path of the generated gas inside the gasification
device and which is coupled by a signal transmitting arrangement with a control unit
which is coupled by a signal transmitting arrangement with an actuator in order to
move a grate which discharges fine components of the solid bulk inside the reduction
zone to a collection chamber when moved, and the control unit is configured to operate
the actuator if a predefined pressure difference is exceeded and is preferably configured
to terminate operation of the actuator if there is a drop below a lower, predefined
pressure difference.
11. Gasification method for gasifying a combustible gas from a solid,
comprising the steps:
- feeding solid into a gasification zone,
- gasifying the solid in the gasification zone by means of pyrolysis respectively
gasification,
- feeding the pyrolysis gas generated in the gasification zone into an oxidation zone
which is at least partially, preferably completely, surrounded by the gasification
zone by reference to its cross-section,
- feeding air into the oxidation zone and converting the pyrolysis gas into a crude
gas in a sub-stoichiometric process by means of partial oxidation and cleavage in
the oxidation zone,
- feeding the oxidised pyrolysis gas out of the oxidation zone into a reduction zone,
- feeding partially or completely pyrolysed solid into the reduction zone,
- reducing the oxidised pyrolysis gas to a fuel gas in the reduction zone by means
of the pyrolysed solid,
characterised in that the gasification takes place in several gasification sectors of the gasification
zone, the temperature of every gasification sector is measured and air is fed to every
gasification sector in a quantity dependent on the temperature respectively measured
therein.
12. Gasification method as claimed in claim 11, characterised in that the oxidation zone is disposed in a chamber which is bounded by one or more walls
which are moved, in particular rotated.
13. Gasification method as claimed in claim 12,
characterised in that paddle elements are provided on the moved wall or walls which extend into the gasification
zone and the solid is mechanically mixed or stirred by means of the paddle elements.
14. Gasification method as claimed in one of preceding claims 11 - 13,
characterised in that the oxidation zone is supplied with air via an air supply pipe and the gasification
zone is supplied with air via a casing pipe surrounding the air supply pipe, and the
wall or walls of the oxidation zone are moved in rotation preferably by means of the
air supply pipe.
15. Gasification method as claimed in one of preceding claims 11 - 14,
characterised in that a pressure difference is measured across at least a part of the flow path of the
generated gas and a grate is moved by means of an actuator in order to discharge fine
components from the reduction zone if the measured pressure difference exceeds a predefined
value and the movement of the grate is preferably terminated if the pressure difference
drops below a lower, predefined value.
1. Equipement de gazéification pour la production d'un gaz inflammable à partir d'un
solide, comprenant :
- une zone de gazéification (50), dans laquelle le solide peut être introduit par
une unité de remplissage (40),
- une zone d'oxydation (60), pour l'oxydation du gaz produit, qui est reliée à la
zone de gazéification pour envoyer dans la zone d'oxydation le gaz produit dans la
zone de gazéification,
dans lequel la zone de gazéification est subdivisée en plusieurs secteurs de gazéification
voisins (150a-d), une unité de mesure de la température (51a.c) est présente, qui
est conçue pour mesurer la température régnant dans chaque secteur de gazéification,
et l'unité de mesure de la température est couplée, par les techniques de signalisation,
à une unité de commande (155), qui est couplée par des techniques de signalisation
à un dispositif d'amenée d'air (171a-d, 175a-d, 176a-d), qui est conçu pour amener
de l'air individuellement à chaque secteur de gazéification, la quantité d'air amenée
à chaque secteur de gazéification par unité de temps dépendant de la température qui
y est mesurée,
caractérisé par une zone de réduction, qui est disposée pour le transport par gravité du solide pyrolysé
de la zone de gazéification à la zone de réduction, et est reliée à la zone d'oxydation
pour amener le gaz brut formé dans la zone d'oxydation, et est conçue pour réduire
le gaz brut qui y est amené,
caractérisé en ce que la zone d'oxydation (60, 160) est, par rapport à sa section transversale, entourée
au moins partiellement, et de préférence complètement, par la zone de gazéification
(50, 150).
2. Equipement de gazéification selon la revendication 1, caractérisé par un tube d'amenée d'air (20 ; 120), qui en sa première extrémité est relié à la zone
d'oxydation, en particulier pénètre dans la zone d'oxydation, et en son autre extrémité
est relié à une source d'air oxygéné.
3. Equipement de gazéification selon la revendication 2, caractérisé en ce que le tube d'amenée d'air est au moins par segments disposé dans une enveloppe tubulaire
(30, 130), et un espace annulaire est réalisé entre le tube d'amenée d'air et l'enveloppe
tubulaire, qui en sa première extrémité est relié à la zone de gazéification et en
son autre extrémité est relié à une source d'air oxygéné.
4. Equipement de gazéification selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la zone d'oxydation est disposée dans une chambre d'oxydation, qui est délimitée
par une ou plusieurs parois (61, 62 ; 161, 162), en particulier est délimitée par
rapport à la zone de gazéification, et en ce qu'au moins des segments de ces parois, de préférence la totalité des parois, sont guidés
de façon à pouvoir se déplacer par rapport à la zone de gazéification, et en particulier
sont guidés en rotation.
5. Equipement de gazéification selon la revendication 2 ou 3 et la revendication 4, caractérisé en ce que les parois (61, 62) ou les segments de paroi sont mécaniquement couplés au tube d'amenée
d'air (20), pour transmission d'un mouvement, en particulier d'un mouvement de rotation,
et de préférence un actionneur est mis à disposition, qui est couplé au tube d'amenée
d'air pour déclencher le mouvement ou le mouvement de rotation, selon le cas.
6. Equipement de gazéification selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce qu'un ou plusieurs éléments formant ailette (164a-d) sont disposés contre une ou plusieurs
parois de la chambre d'oxydation, éléments qui s'étendent à partir des parois en pénétrant
dans la zone de gazéification et sont conçus pour provoquer, sous l'effet du mouvement
de la paroi ou du segment de paroi auquel ils sont fixés, un mouvement de transport
ou de mélange dans le solide se trouvant dans la zone de gazéification.
7. Equipement de gazéification selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par une disposition de la zone de gazéification et de la zone d'oxydation dans un gazéificateur
à cuve, qui présente une ouverture de remplissage, disposée en son extrémité supérieure,
pour introduction d'un solide à gazéifier, dans lequel la zone de gazéification est
disposée en-dessous de l'ouverture de remplissage, et la zone de gazéification est
au moins par secteurs conçue sous une forme annulaire et entoure la zone d'oxydation,
la zone d'oxydation étant de préférence disposée en position centrale par rapport
à la section transversale du gazéificateur à cuve, le tube d'amenée d'air s'étendant,
à partir de la zone d'oxydation, le long de l'axe longitudinal du gazéificateur à
cuve et y étant logé en rotation pour la transmission d'un mouvement de rotation à
une paroi délimitant la zone d'oxydation ou à plusieurs parois délimitant la zone
d'oxydation.
8. Equipement de gazéification selon la revendication 7, caractérisé en ce qu'une zone de réduction est disposée en-dessous de la zone de gazéification et est reliée
à cette dernière pour le débordement direct du solide de la zone de gazéification
à la zone de réduction, et de préférence un secteur de la zone d'oxydation étant disposé
de façon à séparer de la zone de réduction la zone de gazéification dans le sens de
l'écoulement du gaz produit.
9. Equipement de gazéification selon la revendication 8, caractérisé en ce que la zone de réduction est conçue pour recevoir le solide pyrolysé provenant de la
zone de gazéification et est disposée de telle sorte que le solide pyrolysé arrive,
sous l'effet de la force de gravité, dans la zone de réduction en provenant de la
zone de gazéification, et une grille mobile étant disposée à l'extrémité inférieure
de la zone de réduction pour tamiser les cendres tombant de haut en bas dans la zone
de réduction.
10. Equipement de gazéification selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par un dispositif de mesure de la pression, qui est conçu pour mesurer une différence
de pression sur au moins une partie de la trajectoire d'écoulement du gaz produit
à l'intérieur de l'équipement de gazéification et est couplé par des techniques de
signalisation à un dispositif de commande, qui est couplé à un actionneur pour assurer
le mouvement d'une grille, qui, lors de son mouvement, évacue les fines de la masse
solide en vrac, à l'intérieur de la zone de réduction, dans un compartiment collecteur,
le dispositif de commande étant conçu pour manoeuvrer l'actionneur quand la différence
de pression dépasse une valeur prédéfinie, et de préférence est conçu de façon à mettre
fin à la manoeuvre de l'actionneur quand la pression différentielle passe en-dessous
d'une pression différentielle prédéfinie plus faible.
11. Procédé de gazéification pour la production d'un gaz inflammable à partir d'un solide,
comportant les étapes suivantes :
- amenée du solide dans une zone de gazéification,
- gazéification du solide dans la zone de gazéification par pyrolyse ou gazéification,
- amenée du gaz de pyrolyse produit dans la zone de gazéification dans une zone d'oxydation,
qui, sur la base de sa section transversale, est au moins partiellement et de préférence
complètement entouré par la zone de gazéification,
- amenée d'air dans la zone d'oxydation et conversion du gaz de pyrolyse en un gaz
brut, dans une opération dans des conditions inférieures aux conditions stoechiométrique
par oxydation partielle et dissociation dans la zone d'oxydation,
- amenée du gaz de pyrolyse oxydé de la zone d'oxydation à une zone de réduction,
- amenée, dans la zone de réduction, du solide partiellement ou entièrement pyrolysé,
- réduction, en un gaz combustible, du gaz de pyrolyse oxydé dans la zone de réduction
à l'aide du solide pyrolysé,
caractérisé en ce que la gazéification a lieu dans plusieurs secteurs de gazéification de la zone de gazéification,
la mesure de chaque secteur de gazéification est mesurée, et de l'air est envoyé dans
chaque secteur de gazéification en une quantité qui dépend de la température mesurée
dans chacun d'eux.
12. Procédé de gazéification selon la revendication 11, caractérisé en ce que la zone d'oxydation est disposée dans un compartiment qui est délimité par une ou
plusieurs parois, qui subissent un déplacement, en particulier une rotation.
13. Procédé de gazéification selon la revendication 12, caractérisé en ce que des éléments formant ailettes sont disposés contre la ou les parois mobiles, ailettes
qui s'étendent en pénétrant dans la zone de gazéification, le solide étant mécaniquement
agité ou mélangé à l'aide des éléments formant ailettes.
14. Procédé de gazéification selon l'une des revendications précédentes 11 à 13, caractérisé en ce que de l'air est amené à la zone d'oxydation par un tube d'amenée d'air, et de l'air
est amené à la zone de gazéification par une enveloppe tubulaire entourant le tube
d'amenée d'air, et en ce que la ou les parois de la zone d'oxydation sont de préférence mises en rotation à l'aide
du tube d'amenée d'air.
15. Procédé de gazéification selon l'une des revendications précédentes 11 à 14, caractérisé en ce qu'une différence de pression est mesurée sur au moins une partie de la trajectoire d'écoulement
du gaz produit, et une grille est soumise à un mouvement à l'aide d'un actionneur,
pour évacuer les fines de la zone de réduction quand la différence de pression mesurée
dépasse une valeur prédéfinie, et de préférence il est mis fin au mouvement de la
grille quand la différence de pression passe en-dessous d'une valeur prédéfinie plus
petite.