[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung von nichtmagnetischen Erzen aus
einem nichtmagnetische Erzpartikel enthaltenden suspensionsartigen Massestrom, umfassend
die Schritte:
- Vermischen des Massestroms mit Magnetpartikeln in wenigstens einer Mischeinrichtung
unter Ausbildung von Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomeraten,
- Zuführen des Massestroms als Separatorzustrom in wenigstens einen magnetischen Separator
zur Abtrennung der Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate aus dem Separatorzustrom,
- Bilden eines Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate enthaltenden Separatorkonzentratstroms
und eines die übrigen Bestandteile des Massestroms enthaltenden Separatorreststroms,
- Abtrennen der Erzpartikel aus den in dem Separatorkonzentratstrom enthaltenen Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomeraten.
[0002] Der Einsatz von Flotationszellen zur Gewinnung von Erzen aus erzhaltigem Schüttgut
ist weithin bekannt. Dabei wird einer Flotationszelle bzw. einem Flotationsreaktor
ein Massestrom in Form einer erzhaltigen Pulpe, d.h. im Wesentlichen einer Suspension
aus Wasser, gemahlenem Gestein (Gangart) und gemahlenem Erz, zugeführt.
[0003] Im Rahmen sogenannter magnetischer Flotationsverfahren wird der die Pulpe enthaltende
Massestrom zur Ausbildung sogenannter Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate mit Magnetpartikeln,
worunter beispielsweise magnetische Partikel in Form von Magnetit fallen, beladen
(sogenannter "load-Prozess"). Zur Ausbildung der Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate
ist üblicherweise eine vorherige Hydrophobierung sowohl der Erzpartikel als auch der
Magnetpartikel erforderlich. Die Bildung der sonach im Wesentlichen über hydrophobe
Wechselwirkungen respektive Anziehungskräfte erzeugten Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate
erfolgt durch Vermischen der Ausgangsstoffe in einer Mischeinrichtung unter Berücksichtigung
bestimmter Mischparameter, wie Scherkräfte, Zeit, Temperatur etc.
[0004] Der die Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate enthaltende Massestrom wird im Weiteren
als so genannter Separatorzustrom einer (ersten) Trennvorrichtung in Form eines magnetischen
Separators zugeführt. Der magnetische Separator dient der Abtrennung der Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate
aus dem Massestrom respektive der Pulpe, d.h. die magnetischen Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate
werden aus der Pulpe ausgetragen und in einen sogenannten Separatorkonzentratstrom,
welcher im Wesentlichen die Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate, kleinere Mengen
an Gangart sowie Wasser enthält, überführt. Die übrigen Bestandteile respektive Rückstände
(so genanntes tailing) werden in einen so genannten Separatorreststrom geführt.
[0005] Anschließend werden die Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate in ihre Bestandteile,
d.h. Erzpartikel und Magnetpartikel, gespalten, so dass diese in Form eines Gemisches
ungebunden bzw. separat nebeneinander vorliegen (sogenannter "un-load"-Prozess). Typischerweise
erfolgt die Trennung der Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate mittels einer weiteren
oder zweiten Trennvorrichtung über chemische Verfahren durch den Einsatz entsprechender
Chemikalien wie Lösungsmittel oder dergleichen.
[0006] Das Abtrennen der im Wesentlichen isoliert vorliegenden Magnetpartikel von den Erzpartikeln
und den übrigen Bestandteilen erfolgt anschließend gleichermaßen im Rahmen des "unlo-ad"-Prozesses
über eine weitere oder dritte Trennvorrichtung wiederum typischerweise in Form eines
oder umfassend einen magnetischen Separator, in welcher die Magnetpartikel magnetisch
abgetrennt werden. Daraufhin erfolgt eine Auftrennung in einen ersten Magnetpartikel
enthaltenden Massestrom und einen zweiten Erzpartikel enthaltenden Massestrom, welche
getrennt voneinander vorliegen und grundsätzlich bzw. idealerweise nur den jeweiligen
Reinstoff, d.h. entweder reine Magnetpartikel oder reine Erzpartikel, enthalten.
[0007] Ein gattungsgemäßes Verfahren ist beispielsweise aus
EP 2 090 367 A1 bekannt, welche ein Verfahren zur kontinuierlichen Gewinnung von nichtmagnetischen
Erzen aus einer nichtmagnetische Erzpartikel aufweisenden Pulpe betrifft. Dabei werden
einer einen Reaktor kontinuierlich durchströmenden Pulpe magnetische oder magnetisierbare
Magnetpartikel zugeführt, welche mit den nichtmagnetischen Erzpartikeln Erz-Magnetpartikel-Agglomerate
bilden. Die Erz-Magnetpartikel-Agglomerate werden mittels eines Magnetfelds in einen
Akkumulationsbereich des Reaktors bewegt und aus dem Akkumulationsbereich des Reaktors
abgeführt.
[0008] Bei den bekannten Verfahren ist es regelmäßig problematisch, dass das Abtrennen der
entsprechenden Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate aus dem Separatorkonzentratstrom
nicht mit ausreichender Effizienz realisierbar ist. Ein Abtrennen sämtlicher Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate
aus dem Separatorkonzentratstrom ist üblicherweise nicht möglich, d.h., dass ein gewisser
nicht abgeschiedener Rückstand an Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomeraten in dem Separatorkonzentratstrom
verbleibt. Dies begründet sich vornehmlich zum einen aus statistischen Gründen, wonach
stets ein gewisser Anteil an Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomeraten nicht aus dem
Separatorkonzentratstrom abgeschieden werden kann und zum anderen durch den Wirkungsgrad
des zur Abtrennung der Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate aus dem Separatorzustrom
verwendeten magnetischen Separators (erste Trennvorrichtung).
[0009] Entsprechend treten bezogen auf den Gesamtprozess sowohl betreffend die Erzpartikel
als auch die Magnetpartikel bestimmte Verluste auf, da sowohl die nicht agglomerierten
Erzpartikel bzw. Magnetpartikel als auch die nicht aus der Separatorzustrom abgetrennten
Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate einer weiteren Verwendung nicht oder nur mit
erheblichem Aufwand zugänglich sind. Es findet weder eine Überwachung des Prozesses
der Bildung der Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate noch eine Überwachung des Prozesses
der Abtrennung der Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate aus dem Separatorzustrom
statt.
[0010] Der Erfindung liegt sonach das Problem zugrunde, ein, insbesondere im Hinblick auf
eine Überwachung der Prozessausbeute des "load"-Prozesses, verbessertes Verfahren
zur Gewinnung von nichtmagnetischen Erzen anzugeben.
[0011] Das Problem wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren der eingangs genannten Art gelöst,
welches sich dadurch auszeichnet, dass wenigstens eine ein Maß für den Anteil an Erzpartikeln
oder Magnetpartikeln in dem Separatorzustrom und/oder dem Separatorkonzentratstrom
und/oder dem Separatorreststrom angebende Information ermittelt wird.
[0012] Das erfindungsgemäße Verfahren sieht vor, den Anteil an Erzpartikeln oder Magnetpartikeln
bzw. der Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate qualitativ oder quantitativ zu bestimmen.
Dies erfolgt anhand der wenigstens einen ein Maß für den Anteil an Erzpartikeln oder
Magnetpartikeln in dem Separatorzustrom und/oder dem Separatorkonzentratstrom und/oder
dem Separatorreststrom angebenden Information.
[0013] Die Information erlaubt es, Rückschlüsse auf die Effizienz bzw. Prozessausbeute insbesondere
des "load"-Prozesses sowie gegebenenfalls auch auf die der Abtrennung der Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate
nachfolgenden, insbesondere das Abtrennen der Erzpartikel aus den Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomeraten
betreffenden Prozessschritte des erfindungsgemäßen Verfahrens anzustellen.
[0014] Demzufolge lässt sich die Effizienz respektive Ausbeute des Prozessschritts der Bildung
der Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate und/oder des Prozessschritts der Abtrennung
der Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate aus dem Separatorzustrom erstmalig qualitativ
oder quantitativ beschreiben. Mithin können direkte oder indirekte Erkenntnisse über
die Wirkungsgrade der entsprechenden Prozessschritte erhalten werden.
[0015] Die Ermittlung der wenigstens einen ein Maß für den Anteil an Erzpartikeln oder Magnetpartikeln
in dem Separatorzustrom und/oder dem Separatorkonzentratstrom und/oder dem Separatorreststrom
angebenden Information erfolgt bevorzugt mittels Röntgenanalyseverfahren, insbesondere
Röntgenfluoreszenzanalyse (XRF) oder Röntgendiffraktometrieanalyse (XRD). Selbstverständlich
sind auch andere geeignete Methoden zur Ermittlung der Information denkbar.
[0016] Als Magnetpartikel im erfindungsgemäßen Sinne sind sämtliche magnetischen oder magnetisierbaren
Partikel zu verstehen. Lediglich beispielhaft werden ferrimagnetische Partikel wie
Magnetit (Fe
3O
4) genannt.
[0017] Als Erzpartikel im erfindungsgemäßen Sinne sind sämtliche nichtmagnetische, d.h.
weder ursprünglich oder im Verhältnis zu den Magnetpartikeln nur schwach magnetische
noch magnetisierbare oder im Verhältnis zu den Magnetpartikeln nur schwach magnetisierbare
Erzpartikel zu verstehen. Lediglich beispielsweise werden Kupfererze wie Chalkosin
(Cu
2S) genannt.
[0018] Die im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens durchgeführte Bildung von Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomeraten,
welche wenigstens einen Erzpartikel und wenigstens einen Magnetpartikel umfassen,
erfolgt über wenigstens eine geeignete Mischeinrichtung. Die nachfolgende Abscheidung
der Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate aus dem Separatorzustrom erfolgt über einen
magnetischen Separator, welcher gegebenenfalls mehrere Magnetvorrichtungen umfasst.
Die Abtrennung der Erzpartikel aus den Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomeraten erfolgt
über geeignete Trennvorrichtungen.
[0019] Der im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens vorgesehenen Abtrennung der Erzpartikel
aus den abgeschiedenen Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomeraten kann über einen Verfahrensschritt
des Zuführens der Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate in eine Trennvorrichtung,
in welcher die Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate in ein Gemisch aus separat nebeneinander
vorliegenden Erzpartikeln und Magnetpartikeln getrennt werden, sowie einen Verfahrensschritt
des Zuführens des Gemisches in eine Trennvorrichtung, in welcher die Magnetpartikel
über eine der Trennvorrichtung zugeordnete Magnetvorrichtung magnetisch aus dem Gemisch
abgetrennt werden, wobei ein erster Magnetpartikel enthaltender Massestrom und ein
zweiter Erzpartikel enthaltender Massestrom gebildet wird, erfolgen.
[0020] Somit kann der magnetische Separator zur Abtrennung der Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate
aus dem Separatorzustrom als erste Trennvorrichtung, die Trennvorrichtung zur Abtrennung
der aus dem Separatorkonzentratstrom abgetrennten Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate
in das Gemisch aus separat nebeneinander vorliegenden Erzpartikeln und Magnetpartikeln
als zweite Trennvorrichtung und die Trennvorrichtung zur Abtrennung der Magnetpartikel
aus dem Gemisch als dritte Trennvorrichtung bezeichnet werden.
[0021] Sämtliche Trennvorrichtungen können eine oder mehrere diesen zugehörige oder zugeordnete
Trennbereiche, Trennkammern, Trenneinrichtungen oder dergleichen aufweisen.
[0022] Die Ermittlung der Information kann z.B. aus den nach dem Abtrennen der Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate
aus dem Separatorkonzentratstrom zurückbleibenden Rückständen, d.h. aus dem Separatorreststrom
erfolgen. Hierdurch ist insbesondere eine qualitative Betrachtung der Prozessausbeute
des "load"-Prozesses möglich. Bestimmte Gehalte an Erzpartikeln und/oder Magnetpartikeln
im Separatorreststrom (so genanntes Tailing) weisen darauf hin, dass der Prozessschritt
der Bildung der Erzpartikel-Magnetpartikeln-Agglomerate optimiert werden sollte, da
in den Rückständen weiterhin eine bestimmte Anzahl an ungebundenen, d.h. nicht zu
Erzpartikel-Magnetpartikeln-Agglomeraten agglomerierten Erzpartikeln respektive Magnetpartikeln
vorliegt.
[0023] Insbesondere Kenntnisse über den Anteil an in den Rückständen enthaltenen Erzpartikeln
lassen bereits frühzeitig Rückschlüsse auf die Effizienz bzw. Ausbeute insbesondere
des "load"-Prozesses, d.h. im Wesentlichen den Gehalt an in den Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomeraten
gebundenen Erzpartikeln zu.
[0024] Bestimmte Gehalte an Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomeraten im Separatorreststrom
weisen hingegen darauf hin, dass der Prozessschritt der Abtrennung der Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate
aus dem Separatorzustrom optimiert werden sollte.
[0025] Somit können bereits anhand der qualitativen Aussage über sich gegebenenfalls zeitlich
ändernde Gehalte an Erzpartikeln, Magnetpartikeln oder Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomeraten
im Separatorreststrom Kenntnisse über die Prozesseffizienz insbesondere des "load"-Prozesses
erhalten werden, um derart gegebenenfalls entsprechende, im Weiteren näher erläuterte
Maßnahmen zur Erhöhung des für die Effizienz des Gesamtprozesses relevanten Anteils
an in den Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomeraten gebundenen Erzpartikeln durchzuführen.
[0026] Bevorzugt wird wenigstens eine ein Maß für den Anteil an Erzpartikeln und Magnetpartikeln
in dem Separatorzustrom und/oder dem Separatorkonzentratstrom und/oder dem Separatorreststrom
angebende Information ermittelt. D.h. es ist möglich, Kenntnisse über sowohl den Anteil
an Erzpartikeln als auch den Anteil an Magnetpartikeln in den jeweiligen Strömen zu
erlangen, so dass ein umfassendes Bild über die Effizienz der jeweiligen Prozessschritte
des erfindungsgemäßen Verfahrens sowohl bezüglich der jeweiligen Anteile an Erzpartikeln
als auch Magnetpartikeln realisierbar ist.
[0027] Es ist ebenso denkbar, dass die das Maß für den Anteil an Erzpartikeln und/oder Magnetpartikeln
angebende Information für wenigstens zwei der Ströme ermittelt wird, wobei anhand
der Information, insbesondere nach einem Vergleich der die jeweiligen Ströme betreffenden,
das Maß für den Anteil an Erzpartikeln und/oder Magnetpartikeln angebenden Informationen,
wenigstens ein Betriebsparameter der Mischeinrichtung und/oder des magnetischen Separators
eingestellt wird. Entsprechend kann beispielsweise der Gehalt an Erzpartikeln und/oder
Magnetpartikeln in dem Separatorzustrom ermittelt und mit den entsprechenden Gehalten
im Separatorkonzentratstrom verglichen werden. Bei idealer Anbindung der Erzpartikel
an die Magnetpartikel enthält der Separatorkonzentratstrom keine ungebundenen, d.h.
isoliert vorliegenden Erzpartikel respektive Magnetpartikel. Gleiches gilt selbstverständlich
für den Separatorreststrom.
[0028] Sofern die Information für den Separatorzustrom und den Separatorreststrom ermittelt
wird, kann ebenso anhand des Vergleichs der separatorzustromseitigen Information und
der separatorreststromseitigen Information wenigstens ein Betriebsparameter der Mischvorrichtung
und/oder des magnetischen Separators eingestellt werden.
[0029] Zweckmäßig werden die jeweiligen Gehalte an Erzpartikeln respektive Magnetpartikeln
für alle drei Ströme, d.h. den Separatorzustrom, den Separatorkonzentratstrom und
den Separatorreststrom, über entsprechende die jeweiligen Ströme betreffende Informationen
ermittelt und miteinander verglichen.
[0030] Grundsätzlich geben jeweils hohe Gehalte an ungebundenen Erzpartikeln bzw. Magnetpartikeln
im Separatorkonzentratstrom und dem Separatorreststrom Hinweise auf eine unzureichende
Ausbildung entsprechender Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate, d.h. der Mischprozess
der im ursprünglichen Massestrom enthaltenen Erzpartikeln mit den Magnetpartikeln
ist zu verbessern. Hohe Gehalte an Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate im Separatorreststrom
liefern ebenso Kenntnisse über die Prozesseffizienz insbesondere der Verfahrensschritte
der Bildung bzw. Abtrennung der Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate.
[0031] Sofern auch eine Ermittlung der ein Maß für den Anteil an Erzpartikeln in den abgeschiedenen
Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomeraten angebenden Information für den ursprünglichen
Massestrom, d.h. den der Mischeinrichtung zuzuführenden Massestrom, vorgesehen ist,
kann aus einem Vergleich des Anteils an in dem Massestrom enthaltenen Erzpartikeln
und des Anteils an in den abgetrennten Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomeraten enthaltenen
Erzpartikeln eine quantitative Bestimmung des Anteils an Erzpartikeln in den abgetrennten
Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomeraten möglich sein. Hier ist der Gehalt an Erzpartikeln
in dem Massestrom bereits vor der Bildung der Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate
bekannt, so dass sich die Effizienz des "load"-Prozesses aus der Differenz des Ausgangsgehalts
an Erzpartikeln in dem Massestrom und des Gehalts an Erzpartikeln in dem die abgetrennten
Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate enthaltenden Separatorkonzentratstrom ergibt.
Eine entsprechende Betrachtung gilt auch für den üblicherweise bekannten Anteil an
zugegebenen Magnetpartikeln.
[0032] Selbstverständlich kann der Gehalt an Erzpartikeln bzw. Magnetpartikeln des Massestroms
auch mit den entsprechenden Gehalten an Erzpartikeln bzw. Magnetpartikeln im Separatorzustrom
verglichen werden, was gleichermaßen Kenntnisse über die Effizienz des in der Mischeinrichtung
durchgeführten Mischprozesses liefert.
[0033] Die Einstellung der jeweiligen, insbesondere die Mischeinrichtung sowie den magnetischen
Separator, betreffenden Betriebsparameter erfolgt grundsätzlich derart, dass der Anteil
an Erzpartikeln und/oder Magnetpartikeln in dem Separatorreststrom verringert bzw.
minimiert wird.
[0034] Allgemein sieht das erfindungsgemäße Verfahren bevorzugt vor, die ein Maß für den
Anteil an Erzpartikeln bzw. Magnetpartikel in den jeweiligen Strömen angebenden Information
nicht allein als Hinweis auf die Effizienz der entsprechenden Prozessschritte zur
Bildung der Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate respektive zur Abtrennung der Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate
aus dem Separatorzustrom heranzuziehen, sondern diese gleichermaßen als Steuersignal
für die Einstellung bzw. Änderung entsprechender Mischeinrichtungen respektive magnetischer
Separatoren zur Abtrennung der Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate aus dem Separatorzustrom
zu verwenden.
[0035] In zweckmäßiger Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Information
mit wenigstens einem eine Mindest- oder Höchstkonzentration an Erzpartikeln im Separatorkonzentratstrom
und/oder im Separatorreststrom angebenden Schwellwert verglichen wird, wobei in Abhängigkeit
des Vergleichsergebnisses wenigstens ein Betriebsparameter der Mischeinrichtung und/oder
des magnetischen Separators eingestellt wird. Durch die Festlegung eines Schwellwerts,
worunter selbstverständlich auch entsprechende Schwellwertbereiche verstanden werden,
kann eine besonders einfache und schnelle Qualitätsüberwachung insbesondere des "load"-Prozesses
erfolgen und demnach Einstellungen entsprechender Betriebsparameter der Mischeinrichtung(en)
und/oder des oder der magnetischen Separatoren zum Zwecke der Prozessoptimierung vorgenommen
werden.
[0036] Wird beispielsweise eine Überschreitung eines Schwellwerts, welcher Schwellwert selbstverständlich
auch entsprechende Toleranzbereiche umfassen kann, an Erzpartikeln im Separatorkonzentratstrom
oder im Separatorreststrom erfasst, d.h. der Anteil an Erzpartikeln im Separatorkonzentratstrom
oder im Separatorreststrom ist über einen vorgegebenen oder vorgebbaren Normwert erhöht,
deutet dies entsprechend auch darauf hin, dass der Anteil an Erzpartikeln in den abgetrennten
Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomeraten zu niedrig ist. Sonach erfolgt eine entsprechende
Anpassung insbesondere wenigstens eines Betriebsparameters der zur Bildung der Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate
verwendeten Mischeinrichtung, mithin wird prozesstechnisch in den Prozessschritt zur
Bildung der Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate eingegriffen. Entsprechendes gilt
bei Erfassen einer Überschreitung eines Schwellwerts an Magnetpartikeln im Separatorreststrom.
[0037] Gegebenenfalls kann auch eine Überschreitung des Anteils an Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomeraten
im Separatorreststrom erfasst werden, was darauf hindeutet, dass prozesstechnisch
in den Prozessschritt der Abtrennung der Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate aus
dem Separatorzustrom eingegriffen werden sollte. Mithin wird hier vornehmlich wenigstens
ein für den Betrieb des magnetischen Separators zur Abtrennung der Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate
aus dem Separatorzustrom erforderlicher Betriebsparameter angepasst bzw. optimiert.
[0038] Vorzugsweise wird der Schwellwert unter Berücksichtigung eines Aufmahlgrads und/oder
Aufschlusses der Erzpartikel in dem Massestrom gebildet. Selbstverständlich können
andere, insbesondere die Erzpartikel betreffende Parameter, im Rahmen der Bildung
des Schwellwerts ebenso berücksichtigt werden.
[0039] Es ist denkbar, dass vor der tatsächlichen Einstellung des wenigstens einen Betriebsparameters
eine damit voraussichtlich verbundene Änderung der Information simuliert wird. Eine
Simulation, welche typischerweise über geeignete Simulationsalgorithmen erfolgt, ermöglicht
sonach eine vorausschauende Bewertung der mit der vorzunehmenden Einstellung des wenigstens
einen Betriebsparameters verbundenen Effekte im Hinblick auf die Information. Gegebenenfalls
ist es denkbar, zeitlich zurückliegende Einstellungen der jeweiligen Betriebsparameter
respektive die damit verbundenen Effekte auf den Anteil an Erzpartikeln in den abgeschiedenen
Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomeraten in einem Speichermittel zu hinterlegen und
im Rahmen der Simulation zu berücksichtigen. Derart ist eine weitgehend automatisierte,
dynamische Optimierung der Gehalte an erwünschten bzw. unerwünschten Partikeln in
den jeweiligen Strömen realisierbar.
[0040] Im Folgenden werden beispielhaft verschiedene für den Betrieb entsprechender Mischeinrichtungen
bzw. magnetischer Separatoren erforderliche Betriebsparameter genannt. Die Aufzählung
ist nicht abschließend.
[0041] Als Betriebsparameter für eine entsprechende Mischeinrichtung kann beispielsweise
die Konzentration der Magnetpartikel, insbesondere die Konzentration der Magnetpartikel
relativ zu den Erzpartikeln, und/oder die Konzentration und/oder Zusammensetzung eines
die Erzpartikel und/oder die Magnetpartikel hydrophobierenden Hydrophobierungsmittels
und/oder die Scherrate und/oder die Mischdauer und/oder die Zusammensetzung des Massestroms,
insbesondere eines Wassergehalts des Massestroms, und/oder die Strömungsgeschwindigkeit
des Massestroms verwendet werden.
[0042] Als Betriebsparameter für einen entsprechenden magnetischen Separator kann beispielsweise
wenigstens ein magnetischer Parameter, insbesondere die Feldstärke und/oder ein Feldgradient,
und/oder den Massestrom durch den magnetischen Separator strömungstechnisch beeinflussende
Mittel, insbesondere in Form von Blenden und/oder Verdrängungskörpern, und/oder die
Strömungsgeschwindigkeit des Massestroms durch den magnetischen Separator verwendet
wird.
[0043] Die Einstellung magnetischer Parameter ist insbesondere bei Verwendung eines Wandermagnetfeldseparators
als eine dem magnetischen Separator zur Abtrennung der Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate
aus dem Separatorzustrom entsprechend zugeordnete Magnetvorrichtung zweckmäßig. Hierunter
fällt auch die Einstellung entsprechender Signalerregerformen, Signalfrequenzen, Signalphasenlagen
relativer Signalverläufe wie Gegenlauf, Gleichlauf, Geschwindigkeit relativ zur Strömung
des Separatorzustroms bzw. der Pulpe sowie weitere, das Magnetfeld beeinflussende
magnetischer Parameter.
[0044] Sämtliche Vorgänge werden über mehrere, miteinander kommunizierende dezentrale oder
eine zentrale Steuer- und/oder Regeleinrichtung ermittelt, erfasst und insbesondere
über geeignete rechnerbasierte Auswertealgorithmen ausgewertet und gegebenenfalls
in einem Speichermittel hinterlegt.
[0045] Die Ermittlung der ein Maß für den Anteil an Erzpartikeln bzw. Magnetpartikeln in
den jeweiligen Strömen angebenden Information kann kontinuierlich oder diskontinuierlich
erfolgen. Im Falle einer kontinuierlichen Ermittlung der Information wird diese zu
jedem Zeitpunkt ständig ermittelt, so dass ein vollständiges Abbild der Prozessführung
im Hinblick auf die Ausbeute insbesondere des "load"-Prozesses gegeben ist. Im Falle
einer diskontinuierlichen Ermittlung der Information erfolgt eine Ermittlung dieser
zu vorgegebenen oder vorgebbaren Zeitpunkten, beispielsweise einmal in der Minute.
Beide Varianten erlauben eine sogenannte in situ oder online Ermittlung der Information.
Unter einer diskontinuierlichen Ermittlung der Information ist auch eine Probenentnahme
von aus dem Massestrom abgeschiedenen Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomeraten zu verstehen,
welche Probe separat zu dem erfindungsgemäßen Verfahren etwa in einem Labor auf ihre
entsprechende Zusammensetzung, d.h. insbesondere den Anteil an Erzpartikeln, geprüft
wird.
[0046] Vorteilhaft erfolgt die Ermittlung der Information kontinuierlich, wobei anhand der
kontinuierlich ermittelten Information eine kontinuierliche Steuerung und/oder Regelung
des Verfahrens durchgeführt wird. Mithin ist im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens
kontinuierlich ein Maß für den Anteil an Erzpartikeln bzw. Magnetpartikeln in den
jeweiligen Strömen ermittelbar. Die kontinuierliche Ermittlung der entsprechenden,
den jeweiligen Strömen zugeordneten Informationen erlaubt eine kontinuierliche bzw.
dynamische Regelung bzw. Optimierung des Prozesses, so dass die Prozessführung sich
ändernden Prozessparametern, wie etwa der Zusammensetzung des Massestroms, schnell,
d.h. gegebenenfalls sogar in Echtzeit, nachgestellt werden kann.
[0047] Es ist ferner denkbar, dass wenigstens ein Teil des Separatorreststroms dem Massestrom
oder dem Separatorzustrom erneut zugeführt wird. Mithin werden die in dem Separatorreststrom
enthaltenen weiter verwendbaren Erzpartikel, Magnetpartikel oder Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate
dem Massestrom oder dem Separatorzustrom erneut zugeführt. So können ungebunden vorliegende,
dem Massestrom zugeführte Erzpartikel bzw. Magnetpartikel in der Mischeinrichtung
erneut zu Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomeraten aneinander gebunden werden respektive
nicht aus dem Separatorzustrom in den Separatorkonzentratstrom überführte Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate
erneut durch den magnetischen Separator gefördert und gegebenenfalls abgetrennt werden.
Die Prozesseffizienz ist derart steigerbar, da grundsätzlich weiter- oder wiederverwendbare
Stoffe nicht verloren gehen.
[0048] Der Separatorzustrom kann beispielsweise einen Feststoffanteil an nichtmagnetischen
Erzpartikeln unterhalb 10 %, insbesondere weniger als 10 %, bevorzugt zwischen 1 und
10 % Nickelerzpartikel, aufweisen. Der Feststoffanteil an Kupfer-oder Molybdänerzpartikeln
kann unterhalb 5 %, bevorzugt zwischen 1 und 5 % liegen. Der Anteil an Kupfererzpartikeln
kann zwischen 0,3 und 2,5 % liegen. Der Anteil an Molybdänerzpartikeln kann zwischen
0,025 und 0,1 % liegen. Sämtliche Gehaltsangaben sind rein exemplarischer Natur. Die
Betriebsparameter der Mischeinrichtung und/oder des magnetischen Separators werden
vorteilhaft derart eingestellt, dass der Anteil an Erzpartikeln und/oder Magnetpartikeln
im Separatorreststrom verringert, insbesondere minimiert, wird. Diese Ausführungsform
ist dann vorteilhafterweise anzuwenden, wenn das abgebaute Erz einen ersten Gewinnungsschritt,
häufig auch Grobflotation genannt, durchläuft. In diesem Stadium liegt der maximale
zu verarbeitende Massenstrom vor, welcher in einer Größenordnung von mehreren 1000
bis 10000 m
3/h liegen kann, da in Pulpe nur der beim Abbau vorliegende Erzanteil in der Pulpe
vorliegt, und dementsprechend ein vergleichsweise großer Anteil an taubem Gestein.
Hier ist es das Ziel, möglichst viel des Erzes aus der Pulpe zu gewinnen. Das Erz,
was in diesem ersten Gewinnungsschritt nicht aus der Pulpe gewonnen wird, ist in der
Regel verloren und wird aus der Anlage in einen sogenannten Tailing Dam ausgetragen.
Ist dieser erste Gewinnungsschritt suboptimal hinsichtlich der Ausbeute des Erzes,
so senkt dies die Wirtschaftlichkeit des gesamten Prozesses erheblich, da die in diesem
Prozessschritt fehlende Ausbeute in späteren Prozessschritten kaum kompensiert werden
kann.
[0049] Es ist weiterhin denkbar, dass der Separatorzustrom einen Feststoffanteil von mehr
als 5 % aufweist, insbesondere zwischen 5 und 40 %, wobei die Betriebsparameter der
Mischeinrichtung und/oder des magnetischen Separators derart eingestellt werden, dass
der Anteil an Erzpartikeln im Separatorkonzentratstrom erhöht, insbesondere maximiert,
wird. In dieser Ausführungsform wird das Verfahren zur Konzentrataufbereitung verwendet.
Es wird bereits ein mit Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomeraten angereicherter Separatorzustrom
dem magnetischen Separator zugeführt, um eine weitere Erhöhung des Anteils an Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomeraten
durch deren magnetische Abscheidung mittels des magnetischen Separators in einem Separatorkonzentratstrom
zu erreichen. In der Regel ist eine Mehrzahl dieser Schritte erforderlich, um einen
für die Weiterverarbeitung gewünschten Erz-Gehalt im Konzentratstrom zu erreichen.
[0050] Neben dem erfindungsgemäßen Verfahren betrifft die vorliegende Erfindung auch eine
Vorrichtung zur Durchführung des vorstehend beschriebenen Verfahrens. Die Vorrichtung
umfasst wenigstens eine Mischeinrichtung zur Vermischung des Massestroms mit Magnetpartikeln
unter Ausbildung von Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomeraten, wenigstens eine Zuführeinrichtung
zum Zuführen des Massestroms als Separatorzustrom in wenigstens einen magnetischen
Separator zur Abtrennung der Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate aus dem Massestrom,
wenigstens eine Trennvorrichtung zum Abtrennen der Erzpartikel aus dem Separatorkonzentratstrom,
wenigstens eine Erfassungseinrichtung zur Ermittlung wenigstens einer ein Maß für
den Anteil an Erzpartikeln und/oder Magnetpartikeln in dem Separatorzustrom und/oder
dem Separatorkonzentratstrom und/oder dem Separatorreststrom sowie wenigstens eine
Steuer- und/oder Regeleinrichtung. Die Steuer- und/oder Regeleinrichtung umfasst wenigstens
ein maschinenlesbares Programmmittel, wobei das Programmmittel in Abhängigkeit der
ermittelten Information zur Steuerung und/oder Regelung der Mischeinrichtung und/oder
des magnetischen Separators und/oder der Trennvorrichtung ausgebildet ist.
[0051] Daneben betrifft die vorliegende Erfindung eine Steuer-und/oder Regeleinrichtung
für eine Vorrichtung wie vorstehend beschrieben. Die Steuer- und/oder Regeleinrichtung
umfasst wenigstens ein maschinenlesbares Programmmittel, wobei das Programmmittel
in Abhängigkeit einer ein Maß für den Anteil an Erzpartikeln oder Magnetpartikeln
in dem Separatorzustrom und/oder Separatorkonzentratstrom und/oder Separatorreststrom
ermittelten Information zur Steuerung und/oder Regelung einer Mischeinrichtung und/oder
des magnetischen Separators und/oder der Trennvorrichtung ausgebildet ist.
[0052] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den im
Folgenden beschriebenen Ausführungsbeispielen sowie anhand der Zeichnung. Dabei zeigt:
- Fig. 1
- ein Blockschaubild des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Gewinnung von nichtmagnetischen
Erzen aus einer nichtmagnetische Erzpartikel sowie Magnetpartikel enthaltenden Suspension.
[0053] Fig. 1 zeigt ein Blockschaubild des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Gewinnung von
nichtmagnetischen Erzen aus einem nichtmagnetische Erzpartikel sowie Magnetpartikel
enthaltenden suspensionsartigen Massestrom. Es handelt sich dabei vorzugsweise um
einen kontinuierlichen Prozess.
[0054] In einem ersten Verfahrensschritt (vgl. Kasten 1) wird in einem einer Vorrichtung
13 zur Gewinnung von nichtmagnetischen Erzen aus einem nichtmagnetische Erzpartikel
E enthaltenden Massestrom, welche Vorrichtung 13 als magnetische Flotationszelle bezeichnet
werden kann, zugehörigen Mischeinrichtung 14 ein Massestrom in Form einer Pulpe P
sowie Magnetpartikel M zugeführt. Die Pulpe P besteht im Wesentlichen aus nichtmagnetischen
Erzpartikeln E, wie z.B. Cu
2S-Partikeln, die Magnetpartikel M liegen z.B. in Form von Magnetit (Fe
3O
4) vor. Die Magnetpartikel M können gegebenenfalls bereits hydrophobiert sein.
[0055] Es erfolgt unter Zugabe weiterer Zusätze wie insbesondere von Hydrophobierungsmitteln
H, wie z.B. Xanthat, welche eine Hydrophobierung der Magnetpartikel M und/oder der
Erzpartikel E ermöglichen, mittels der Mischeinrichtung 14 ein Mischvorgang der in
diese zugeführten Stoffe.
[0056] In dem zweiten Verfahrensschritt (vgl. Kasten 2) erfolgt der sogenannte "load"-Prozess,
bei welchem sich die hydrophobierten Magnetpartikel M an die hydrophobierten Erzpartikel
E lagern respektive mit diesen unter Ausbildung von Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomeraten
A wechselwirken. Die sonach in dem Massestrom enthaltenen Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate
A umfassen wenigstens einen hydrophobierten Magnetpartikel M und wenigstens einen
hydrophobierten Erzpartikel E. Dabei sind die Magnetpartikel M als Trägerpartikel
für die Erzpartikel E zu erachten.
[0057] Wesentliche Einflussfaktoren zur Bildung einer effizienten Ausbeute an Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomeraten
A sind die Mischdauer, während des Mischvorgangs herrschende Scherkräfte sowie gegebenenfalls
der Mahlgrad respektive die Korngröße bzw. Korngrößenverteilung der in dem Massestrom
enthaltenen Erzpartikel E.
[0058] Zur Durchführung des dritten Verfahrensschritts (vgl. Kasten 4) wird der Massestrom
als Separatorzustrom (vgl. Pfeil 11) insbesondere mittels einer Zuführeinrichtung
15 einem magnetischen Separator 16 zugeführt. In dem dritten Verfahrensschritt erfolgt
ein magnetisches Abtrennen der Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate A aus dem Separatorzustrom,
d.h. im Wesentlichen von der Gangart G. Hierfür weist der magnetische Separator 16,
welcher auch als erste Trennvorrichtung bezeichnet werden kann, wenigstens eine Magnetvorrichtung
(nicht gezeigt) auf. Die aufgrund der Magnetpartikel M magnetischen Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate
A sammeln sich im Bereich der Magnetvorrichtung an und können derart größtenteils
von der Gangart G separiert, d.h. aus dem Separatorzustrom ausgetragen und in einen
Separatorkonzentratstrom (vgl. Pfeil 12) überführt werden. Nicht agglomerierte Erzpartikel
E und Magnetpartikel M werden als Rückstände in einem Separatorreststrom (so genanntes
Tailing) abgeführt (vgl. Pfeil 3).
[0059] In dem nachfolgenden vierten Verfahrensschritt (vgl. Kasten 5) werden die in dem
Separatorkonzentratstrom enthaltenen konzentrierten Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate
A einer zweiten Trennvorrichtung 17 zugeführt, in welcher die Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate
A in ein Gemisch aus separat nebeneinander vorliegenden ungebundenen Erzpartikeln
E und Magnetpartikeln M getrennt werden (sogenannter "unload"-Prozess). Die Trennung
der Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate A kann beispielsweise chemisch, insbesondere
über eine Veränderung des pH-Werts und/oder eine Zugabe von chemischen Trennmitteln
T erfolgen. Denkbar ist auch der Einsatz von von einer der zweiten Trennvorrichtung
17 zugeordneten Ultraschalleinrichtung eingebrachten Ultraschallwellen. Insgesamt
liegt auch hier ein Mischvorgang vor, der durch Einbringen von Scherkräften und chemischen
Substanzen in Form der beispielsweise auf Tensiden basierenden Trennmitteln T eine
Dehydrophobierung der Magnetpartikel M und Erzpartikel E bewirkt, welche die Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate
A in ihre Bestandteile zersetzt. Es ist möglich, dass in der zweiten Trennvorrichtung
17 weiterhin ein bestimmter Anteil an Gangart G vorliegt, welcher in dem vorherigen
dritten Verfahrensschritt nicht ordnungsgemäß abgetrennt werden konnte.
[0060] In dem mit 6 bezeichneten Kasten ist der "unload"-Prozess weitgehend abgeschlossen,
d.h. es liegt ein Gemisch aus separat nebeneinander vorliegenden ungebundenen Erzpartikeln
E und Magnetpartikeln M vor. Die isoliert vorliegenden Magnetpartikel M werden über
eine dritte, eine Magnetvorrichtung, insbesondere einen Wanderfeldmagnetseparator,
umfassende Trennvorrichtung 21 magnetisch von den nichtmagnetischen Erzpartikeln E
separiert und in einen ersten Magnetpartikel M enthaltenden Massestrom MS1 überführt.
[0061] Ersichtlich kann der erste Massestrom MS1 rückgeführt werden, so dass die in diesem
enthaltenen Magnetpartikel M zu Prozessbeginn erneut verwendet werden können (vgl.
Pfeil 10). Entsprechend kann der Gesamtprozess in ökonomischer und ökologischer Hinsicht
optimiert werden.
[0062] Die Erzpartikel E werden in einen zweiten Erzpartikel E enthaltenden Massestrom MS2
überführt, welcher im Weiteren entwässert bzw. getrocknet wird (vgl. Kasten 7), so
dass nach Entwässerung respektive Trocknung weitestgehend getrocknete Erzpartikel
E vorliegen. Das Wasser W wird separat abgeführt.
[0063] Idealerweise enthält der erste Massestrom MS1 ausschließlich Magnetpartikel M und
der zweite Massestrom MS2 ausschließlich Erzpartikel E. Dies ist in der Praxis jedoch
schwer realisierbar, so dass es zu gewissen Verlusten an in dem ersten Massestrom
MS1 gebundenen Erzpartikeln E sowie in dem zweiten Massestrom MS2 gebundenen Magnetpartikeln
M kommt.
[0064] Den dritten Verfahrensschritt der Abtrennung der Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate
A aus dem Separatorzustrom betreffend, können regelmäßig nicht 100% der der ersten
Trennvorrichtung in Form des magnetischen Separators 16 zugeführten Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate
A abgetrennt werden, was sich zum einen aus Gründen der Statistik und zum anderen
aus dem Wirkungsgrad des magnetischen Separators 16, welcher unterhalb von hundert
Prozent liegt, ergibt.
[0065] Jedoch kann der Verlust an Erzpartikeln E bei der magnetischen Abtrennung mittels
des magnetischen Separators 16 im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens ermittelt
werden, um die Effizienz respektive die Ausbeute des "load"-Prozesses sowie gegebenenfalls
auch des Gesamtprozesses abzuschätzen und gegebenenfalls zu optimieren.
[0066] Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich entsprechend dadurch aus, dass wenigstens
eine ein Maß für den Anteil an Erzpartikeln E oder Magnetpartikeln M in dem Separatorzustrom
und/oder dem Separatorkonzentratstrom und/oder dem Separatorreststrom angebende Information
I ermittelt wird.
[0067] Die ein Maß für den Anteil an Erzpartikeln E oder Magnetpartikeln M angebende Information
I, wobei selbstverständlich auch entsprechende Informationen I sowohl für den Anteil
an Erzpartikeln E als auch an Magnetpartikeln M ermittelt werden können, kann sonach
an unterschiedlichen Verfahrensschritten des vorstehend beschriebenen Verfahrens ermittelt
werden. Besonders geeignet sind die wenigstens mittelbar mit dem "lo-ad"-Prozss in
Verbindung stehenden Prozessschritte des Vermischens des die nichtmagnetischen Erzpartikel
E enthaltenden Massestroms bzw. der Pulpe P mit den Magnetpartikeln M in der Mischeinrichtung
14, so dass die Information I aus dem die Mischeinrichtung 14 sowie gegebenenfalls
die Zuführeinrichtung 15 verlassenden Separatorzustrom (vgl. Pfeil 11) ermittelt wird.
Denkbar ist es auch, die Information I aus dem die Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate
A enthaltenden Separatorkonzentratstrom (vgl. Pfeil 12) bzw. dem die Rückstände, das
heißt das Tailing, enthaltenden Separatorreststrom (vgl. Pfeil 3) zu ermitteln. Derart
ist ein Maß für die Ausbeute insbesondere des "load"-Prozesses möglich und im Weiteren
die Prozessführung des kontinuierlich arbeitenden erfindungsgemäßen Verfahrens regelbar.
[0068] Dabei wird die das Maß für den Anteil an Erzpartikeln E und/oder Magnetpartikeln
M angebende Information I für bevorzugt für alle drei Ströme, das heißt den Separatorzustrom,
den Separatorkonzentratstrom und den Separatorreststrom ermittelt, wobei anhand eines
Vergleichs der die jeweiligen Ströme betreffenden Informationen I, wenigstens ein
Betriebsparameter der Mischeinrichtung 14 und/oder des magnetischen Separators 16
eingestellt wird.
[0069] Insbesondere der Vergleich der den Separatorzustrom betreffenden Information I und
der den Separatorkonzentratstrom betreffenden Informationen I für den jeweiligen Anteil
an Erzpartikeln E lässt eine quantitative Aussage über die Ausbeute des "load"-Prozesses
zu. D.h., es lässt sich quantitativ feststellen, welcher Anteil an Erzpartikeln E
von den aus dem Separatorzustrom abgetrennten Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomeraten
A abgetrennt werden konnte. Derart können für die Prozessausbeute des erfindungsgemäßen
Verfahrens insgesamt relevante Erkenntnisse erhalten werden.
[0070] Gleiches gilt für den Vergleich der den Separatorzustrom betreffenden Informationen
I und der den Separatorreststrom betreffenden Informationen I an Erzpartikel- bzw.
Magnetpartikelgehalten. Auch anhand dieses Vergleichs werden für die Prozessausbeute
des erfindungsgemäßen Verfahrens insgesamt relevante qualitative oder quantitative
Erkenntnisse erhalten.
[0071] Die Ermittlung der jeweiligen Informationen I erfolgt vorzugsweise kontinuierlich
mittels Röntgenfluoreszenzanalyseverfahren, wie beispielsweise Röntgenfluoreszenzanalyse
(XRF) oder Röntgendiffraktometrieanalyse (XRD). Anhand der kontinuierlich ermittelten
Information(en) I wird eine kontinuierliche Steuerung und/oder Regelung des Verfahrens
oder einzelner Prozessschritte bzw. im Rahmen des Verfahrens verwendeter Betriebs-
oder Prozessparameter durchgeführt, für welche nachfolgend Beispiele genannt werden.
[0072] Anhand der ermittelten jeweiligen Informationen I bzw. Vergleichsergebnisse bestimmter
Informationen I wird, wie erwähnt, bevorzugt wenigstens ein Betriebsparameter der
Mischeinrichtung 14 und/oder des magnetischen Separators 16 eingestellt. Gegebenenfalls
können selbstverständlich auch weitere im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens
verwendete Vorrichtungen wie insbesondere weitere Trennvorrichtungen 17, 21 oder dergleichen
respektive deren Betriebsparameter in Abhängigkeit der ermittelten Information(en)
I eingestellt bzw. optimiert werden.
[0073] Beispielhafte Betriebsparameter für die Mischeinrichtung 14 sind die Konzentration
der Magnetpartikel M, insbesondere die Konzentration der Magnetpartikel M relativ
zu den Erzpartikeln E, und/oder die Konzentration und/oder Zusammensetzung eines die
Erzpartikel E und/oder die Magnetpartikel M hydrophobierenden Hydrophobierungsmittels
H und/oder die Scherrate und/oder die Mischdauer und/oder die Zusammensetzung des
Massestroms, insbesondere eines Wassergehalts des Massestroms, und/oder die Strömungsgeschwindigkeit
des Massestroms.
[0074] Beispielhafte Betriebsparameter für den magnetischen Separator 16 sind wenigstens
ein magnetischer Parameter, insbesondere die Feldstärke und/oder ein Feldgradient,
und/oder den Massestrom durch den magnetischen Separator 16 strömungstechnisch beeinflussende
Mittel, insbesondere in Form von Blenden und/oder Verdrängungskörpern, und/oder die
Strömungsgeschwindigkeit des Massestroms durch den magnetischen Separator 16.
[0075] Insbesondere erfolgen sämtliche steuerungs- bzw. regelungstechnische Eingriffe in
das erfindungsgemäße Verfahren unter der Prämisse der Effizienzsteigerung des Verfahrens,
d.h. z.B., dass der Anteil an Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomeraten A im Separatorkonzentratstrom
erhöht bzw. maximiert respektive der Anteil an Erzpartikeln E und/oder Magnetpartikeln
M und/oder Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomeraten A im Separatorreststrom verringert
bzw. minimiert wird.
[0076] Hierbei kann die Information I mit wenigstens einem eine Mindest- oder Höchstkonzentration
an Erzpartikeln E im Separatorkonzentratstrom und/oder im Separatorreststrom angebenden
Schwellwert verglichen werden, wobei in Abhängigkeit des Vergleichsergebnisses wenigstens
ein Betriebsparameter der Mischeinrichtung 14 und/oder des magnetischen Separators
16 eingestellt wird. Vorliegend ist es also möglich, verschiedene den Anteil an Erzpartikeln
E, Magnetpartikeln M und/oder Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomeraten A in den jeweiligen
Strömen betreffende Schwellwerte vorzusehen. Durch einen Vergleich der ermittelten
Informationen I mit den jeweiligen Schwellwerten kann die Prozessausbeute auf einfache
Weise überprüft werden. Der oder die Schwellwerte, worunter selbstverständlich auch
entsprechende Schwellwertbereiche fallen, werden vorteilhaft unter Berücksichtigung
eines Aufmahlgrads und/oder Aufschlusses der Erzpartikel E in dem ursprünglich eingesetzten
Massestrom gebildet.
[0077] Insgesamt ist mit dem erfindungsgemäßen Prinzip eine Dynamisierung des Verfahrens
möglich, da in Abhängigkeit der Information I stets eine individuelle und bedarfsgerechte
Anpassung der entsprechenden Betriebsparameter der im Rahmen des erfindungsgemäßen
Verfahrens, insbesondere bezüglich des "lo-ad"-Prozesses, verwendeten Mischeinrichtung(en)
14 respektive Trennvorrichtung(en) 16, 17, 21, d. h. insbesondere des magnetischen
Separators 16 zur Abtrennung der Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate A aus dem
Separatorzustrom, möglich ist.
[0078] Besondere Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens sehen vor, dass vor
der tatsächlichen Einstellung des wenigstens einen Betriebsparameters eine damit voraussichtlich
verbundene Änderung der Information I simuliert wird.
[0079] Weiterhin ist es denkbar, dass der Separatorreststrom (vgl. Pfeil 3) nach dem Abtrennen
der Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate A erneut dem ursprünglichen Massestrom
oder dem Separatorzustrom zugeführt wird. Entsprechende in dem Separatorreststrom
enthaltene Erzpartikel E und/oder Magnetpartikel M können gegebenenfalls zu entsprechenden
Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomeraten A umgesetzt respektive - betreffend die rückgeführten
Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate A - aus dem Separatorzustrom abgetrennt werden.
Die in dem Separatorreststrom vorhandenen weiterverwendbaren Partikel sind somit nicht
verloren, was der Wirtschaftlichkeit des erfindungsgemäßen Verfahrens zuträglich ist.
[0080] Der Separatorzustrom kann beispielsweise einen Feststoffanteil an nichtmagnetischen
Erzpartikeln E unterhalb 10 %, insbesondere weniger als 10 %, bevorzugt zwischen 1
und 10 % Nickelerzpartikel, aufweisen. Der Feststoffanteil an Kupfer-oder Molybdänerzpartikeln
kann unterhalb 5%, bevorzugt zwischen 1 und 5 % liegen. Der Anteil an Kupfererzpartikeln
kann zwischen 0,3 und 2,5 % liegen. Der Anteil an Molybdänerzpartikeln kann zwischen
0,025 und 0,1 % liegen. Sämtliche Gehaltsangaben sind rein exemplarischer Natur. Die
Betriebsparameter der Mischeinrichtung 14 und/oder des magnetischen Separators 16
werden vorteilhaft derart eingestellt, dass der Anteil an Erzpartikeln E und/oder
Magnetpartikeln M im Separatorreststrom verringert, insbesondere minimiert, wird.
[0081] Es ist weiterhin denkbar, dass der Separatorzustrom einen Feststoffanteil von mehr
als 5 % aufweist, insbesondere zwischen 5 und 40 %, wobei die Betriebsparameter der
Mischeinrichtung 14 und/oder des magnetischen Separators 16 derart eingestellt werden,
dass der Anteil an Erzpartikeln E im Separatorkonzentratstrom erhöht, insbesondere
maximiert, wird. Die gestrichelt dargestellten Kästen 8, 9 zeigen an, dass gegebenenfalls
ein erneuter Mischvorgang (vgl. Kasten 8) erforderlich sein kann, um Rückstände, d.h.
nicht getrennte bzw. gespaltene Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate A nach der
in dem fünften Verfahrensschritt durchgeführten Trennung erneut zu durchmischen. Hierbei
kann eine Zugabe eines höher konzentrierten Trennmittels T zweckdienlich sein. Entsprechend
erfolgt eine erneute Entwässerung bzw. Trocknung (vgl. Kasten 9).
[0082] Die zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens verwendete Vorrichtung 13 weist
in ihrer Minimalkonfiguration wenigstens eine Mischeinrichtung 14 zur Vermischung
des Massestroms mit gegebenenfalls vorab hydrophobierten Magnetpartikeln M unter Ausbildung
von Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomeraten A, wenigstens eine Zuführeinrichtung 15
zum Zuführen des Massestroms als Separatorzustrom in wenigstens einen magnetischen
Separator 16 zur Abtrennung der Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate A aus dem Separatorzustrom,
wenigstens eine Trennvorrichtung 17 zum Abtrennen der Erzpartikel E aus dem Separatorkonzentratstrom,
wenigstens eine Erfassungseinrichtung 18 zur Ermittlung wenigstens einer ein Maß für
den Anteil an Erzpartikeln E oder Magnetpartikeln M in dem Separatorzustrom und/oder
Separatorkonzentratstrom und/oder Separatorreststrom angebende Information I sowie
wenigstens eine Steuer- und/oder Regeleinrichtung 19 auf. Die Steuer- und/oder Regeleinrichtung
19 umfasst wenigstens ein maschinenlesbares Programmmittel 20, wobei das Programmmittel
20 in Abhängigkeit der ermittelten Information I zur Steuerung und/oder Regelung der
Mischeinrichtung 14 und/oder des magnetischen Separators 16 und/oder der Trennvorrichtung(en)
17, 21 ausgebildet ist.
1. Verfahren zur Gewinnung von nichtmagnetischen Erzen aus einem nichtmagnetische Erzpartikel
enthaltenden suspensionsartigen Massestrom, umfassend die Schritte:
- Vermischen des Massestroms mit Magnetpartikeln in wenigstens einer Mischeinrichtung
unter Ausbildung von Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomeraten,
- Zuführen des Massestroms als Separatorzustrom in wenigstens einen magnetischen Separator
zur Abtrennung der Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate aus dem Massestrom,
- Bilden eines Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate enthaltenden Separatorkonzentratstroms
und eines die übrigen Bestandteile des Massestroms enthaltenden Separatorreststroms,
- Abtrennen der Erzpartikel aus den in dem Separatorkonzentratstrom enthaltenen Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomeraten,
dadurch gekennzeichnet , dass wenigstens eine ein Maß für den Anteil an Erzpartikeln oder Magnetpartikeln in dem
Separatorzustrom und/oder dem Separatorkonzentratstrom und/oder dem Separatorreststrom
angebende Information ermittelt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet , dass wenigstens eine ein Maß für den Anteil an Erzpartikeln und Magnetpartikeln in dem
Separatorzustrom und/oder dem Separatorkonzentratstrom und/oder dem Separatorreststrom
angebende Information ermittelt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet , dass die das Maß für den Anteil an Erzpartikeln und/oder Magnetpartikeln angebende Information
für wenigstens zwei der Ströme ermittelt wird, wobei anhand der Information, insbesondere
nach einem Vergleich der die jeweiligen Ströme betreffenden, das Maß für den Anteil
an Erzpartikeln und/oder Magnetpartikeln angebenden Informationen, wenigstens ein
Betriebsparameter der Mischeinrichtung und/oder des magnetischen Separators eingestellt
wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet , dass die Information für den Separatorzustrom und den Separatorreststrom ermittelt wird,
wobei anhand des Vergleichs der separatorzustromseitigen Information und der separatorreststromseitigen
Information wenigstens ein Betriebsparameter der Mischvorrichtung und/oder des magnetischen
Separators eingestellt wird.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet , dass die Information mit wenigstens einem eine Mindest- oder Höchstkonzentration an Erzpartikeln
im Separatorkonzentratstrom und/oder im Separatorreststrom angebenden Schwellwert
verglichen wird, wobei in Abhängigkeit des Vergleichsergebnisses wenigstens ein Betriebsparameter
der Mischeinrichtung und/oder des magnetischen Separators eingestellt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet , dass der Schwellwert unter Berücksichtigung eines Aufmahlgrads und/oder Aufschlusses der
Erzpartikel in dem Massestrom gebildet wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 6,
dadurch gekennzeichnet , dass vor der tatsächlichen Einstellung des wenigstens einen Betriebsparameters eine damit
voraussichtlich verbundene Änderung der Information simuliert wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 7,
dadurch gekennzeichnet , dass als Betriebsparameter für die Mischeinrichtung die Konzentration der Magnetpartikel,
insbesondere die Konzentration der Magnetpartikel relativ zu den Erzpartikeln, und/oder
die Konzentration und/oder Zusammensetzung eines die Erzpartikel und/oder die Magnetpartikel
hydrophobierenden Hydrophobierungsmittels und/oder die Scherrate und/oder die Mischdauer
und/oder die Zusammensetzung des Massestroms, insbesondere eines Wassergehalts des
Massestroms, und/oder die Strömungsgeschwindigkeit des Massestroms verwendet wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 8,
dadurch gekennzeichnet , dass als Betriebsparameter für den magnetischen Separator wenigstens ein magnetischer
Parameter, insbesondere die Feldstärke und/oder ein Feldgradient, und/oder den Massestrom
durch den magnetischen Separator strömungstechnisch beeinflussende Mittel, insbesondere
in Form von Blenden und/oder Verdrängungskörpern, und/oder die Strömungsgeschwindigkeit
des Massestroms durch den magnetischen Separator verwendet wird.
10. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet , dass die Ermittlung der Information kontinuierlich oder diskontinuierlich erfolgt.
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet , dass die Ermittlung der Information kontinuierlich erfolgt, wobei anhand der kontinuierlich
ermittelten Information eine kontinuierliche Steuerung und/oder Regelung des Verfahrens
durchgeführt wird.
12. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet , dass die Ermittlung der Information mittels Röntgenanalyseverfahren, insbesondere Röntgenfluoreszenzanalyse
oder Röntgendiffraktometrieanalyse, erfolgt.
13. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet , dass wenigstens ein Teil des Separatorreststroms dem Massestrom oder dem Separatorzustrom
erneut zugeführt wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 13,
dadurch gekennzeichnet , dass der Separatorzustrom einen Feststoffanteil an nichtmagnetischen Erzpartikeln unterhalb
10 %, insbesondere weniger als 10 % für Nickelerzpartikel, insbesondere unterhalb
5% für Kupfer-oder Molybdänerzpartikel, insbesondere 0,3 bis 2,5 % für Kupfererzpartikel,
insbesondere 0,025 bis 0,1 % für Molybdänerzpartikel, aufweist, wobei die Betriebsparameter
der Mischeinrichtung und/oder des magnetischen Separators derart eingestellt werden,
dass der Anteil an Erzpartikeln und/oder Magnetpartikeln im Separatorreststrom verringert,
insbesondere minimiert, wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass der Separatorzustrom einen Feststoffanteil an nichtmagnetischen Erzen von mehr als
5 %, insbesondere zwischen 5 bis 40%, aufweist, wobei die Betriebsparameter der Mischeinrichtung
und/oder des magnetischen Separators derart eingestellt werden, dass der Anteil an
Erzpartikeln im Separatorkonzentratstrom erhöht, insbesondere maximiert, wird.
16. Vorrichtung (13) zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorangehenden Ansprüche,
umfassend wenigstens eine Mischeinrichtung (14) zur Vermischung des Massestroms mit
Magnetpartikeln (M) unter Ausbildung von Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomeraten (A),
wenigstens eine Zuführeinrichtung (15) zum Zuführen des Massestroms als Separatorzustrom
(11) in wenigstens einen magnetischen Separator (16) zur Abtrennung der Erzpartikel-Magnetpartikel-Agglomerate
(A) aus dem Separatorzustrom (11), wenigstens eine Trennvorrichtung (17, 21) zum Abtrennen
der Erzpartikel (E) aus dem Separatorkonzentratstrom (12), wenigstens eine Erfassungseinrichtung
(18) zur Ermittlung wenigstens einer ein Maß für den Anteil an Erzpartikeln (E) oder
Magnetpartikeln (M) in dem Separatorzustrom (11) und/oder Separatorkonzentratstrom
(12) und/oder Separatorreststrom (3) angebenden Information (I), sowie wenigstens
eine Steuer- und/oder Regeleinrichtung (19), welche Steuer- und/oder Regeleinrichtung
(19) wenigstens ein maschinenlesbares Programmmittel (20) umfasst, wobei das Programmmittel
(20) in Abhängigkeit der ermittelten Information (I) zur Steuerung und/oder Regelung
wenigstens der Mischeinrichtung (14) und/oder des magnetischen Separators (16) und/oder
der Trennvorrichtung (17, 21) ausgebildet ist.
17. Steuer- und/oder Regeleinrichtung (19) für eine Vorrichtung nach Anspruch 16, welche
Steuer- und/oder Regeleinrichtung (19) wenigstens ein maschinenlesbares Programmmittel
(20) umfasst, wobei das Programmmittel (20) in Abhängigkeit einer ein Maß für den
Anteil an Erzpartikeln (E) oder Magnetpartikeln (M) in einem Separatorzustrom (11)
und/oder Separatorkonzentratstrom (12) und/oder Separatorreststrom (3) angebenden,
ermittelten Information (I) zur Steuerung und/oder Regelung wenigstens der Mischeinrichtung
(14) und/oder des magnetischen Separators (16) und/oder der Trennvorrichtung (17,
21) ausgebildet ist.