[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Transport von Gefahrgütern
und zur Lagerung von Gefahrstoffen. Dabei wird die Ladeöffnung eines Aufnahmebereichs
von einer Multifunktionsklappe verschlossen.
[0002] Die Lagerung von Gefahrstoffen muss unter Einhaltung verschiedenster Richtlinien
und Vorschriften erfolgen. Wird ein Gefahrstoff transportiert, gelten die entsprechenden
Richtlinien und Vorschriften für Gefahrgüter.
[0003] Dabei ist insbesondere darauf zu achten, dass auslaufende Gefahrstoffe bzw. Gefahrgüter
nicht in die Umwelt gelangen können. Dies könnte beispielsweise dann erfolgen, wenn
ein Gefäß oder eine Umverpackung undicht wird, umfällt oder im schlimmsten Fall komplett
zerstört wird. Eine dadurch resultierende Umweltverschmutzung kann je nach Gefahrstoff
verheerend sein.
[0004] Um eine durch auslaufende Gefahrstoffe verursachte Umweltverschmutzung bei der Lagerung
von Gefahrstoffen und beim Transport von Gefahrgütern möglichst zu vermeiden, sind
Transport- und Lagerbehältnisse bekannt geworden, die einen Lagerraum mit einer darunter
befindlichen Auffangwanne aufweisen. Ein Rost zum Aufstellen der Gefahrstoffe trennt
den Laderaum von der Wanne. Sollte ein Gebinde mit einem Gefahrstoff umfallen oder
auslaufen, würde der Gefahrstoff in der Wanne aufgefangen und könnte nicht in die
Umwelt gelangen.
[0005] Nachteilig bei den bekannten Behältnissen ist allerdings oft, dass Gefahrgüter nur
sehr umständlich in den Lagerraum eingebracht werden können. Dabei sind insbesondere
schwere Fässer oft nur unter hohem Kraftaufwand einzuladen, was auch eine Gefahrenquelle
darstellen kann. Einerseits entsteht durch schwierige beladen ein Verletzungsrisiko
bei den ausführenden Personen, andererseits besteht auch das Risiko, dass zum Beispiel
ein Fass beim Einladen umfällt.
[0006] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zur Verfügung
zu stellen, in der Gefahrstoffe gelagert und Gefahrgüter transportiert werden können
und die einfach und sicher zu beladen ist.
[0007] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung zur zum Transport von Gefahrgütern
und zur Lagerung von Gefahrstoffen mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Bevorzugte Weiterbildungen
der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Weizere Vorteile und Merkmale der
Erfindung ergeben sich aus den Ausführungsbeispielen.
[0008] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Transport und/oder zur Lagerung von Gefahrgütern/Gefahrstoffen
umfasst wenigstens einen Aufnahmebereich und wenigstens einen Auffangbereich. Der
Aufnahmebereich und der Auffangbereich sind voneinander von wenigstens einer wenigstens
teilweise fluid-durchlässigen Stützeinrichtung getrennt. Zum Beladen des Aufnahmebereichs,
der durch Seitenwände, eine Deckenwand und wenigstens eine Stützeinrichtung begrenzt
wird, ist wenigstens eine Be- und Entladeöffnung vorgesehen. Diese wird durch wenigstens
eine Multifunktionsklappe zur Verfügung gestellt, die wenigstens ein Teil wenigstens
einer Seitenwand ist.
[0009] Die erfindungsgenäße Vorrichtung hat viele Vorteile. Ein erheblicher Vorteil ist,
dass die zuvor beschriebene Vorrichtung, zum Beispiel ein Container, sich zum Lagern
von Gefahrstoffen und zum Transport von Gefahrgütern eignet und zudem leicht und sicher
zu beladen ist. Dies wird durch die Multifunktionsklappe erreicht, die im geöffneten
Zustand eine Öffnung zum Be- und Entladen zur Verfügung stellt. Die Multifunktionsklappe
kann in verschiedene Stellungen gebracht werden, die das Be- und Entladen vereinfachen
und zudem sicherer machen.
[0010] Dabei ist es vorteilhaft, wenn der Aufnahmebereich und der Auffangbereich trennbar
vorgesehen voneinander sind. Dann kann zum Beispiel bei der Reinigung der Vorrichtung
der Aufnahmebereich von dem Auffangbereich entfernt werden. Auch die Verwendung von
Aufnahmebereiche und/oder Auffangbereichen in verschiedenen Ausgestaltungen ist denkbar.
Dabei können diese sich zum Beispiel in ihrer Größe, Form oder Materialzusammensetzung
unterscheiden oder allgemein für die Aufnahme bzw. zum Auffangen unterschiedlicher
Stoffe geeignet sein.
[0011] Bevorzugt ist die Stützeinrichtung als Rost und insbesondere als Gitterrost ausgestaltet.
So können auslaufende Flüssigkeiten und Schüttgüter durch die Stützeinrichtung in
den Auffangbereich gelangen. Dabei ist die Stützeinrichtung bevorzugt nicht fest installiert,
und kann entnommen werden.
[0012] Der Auffangbereich ist vorzugsweise als fluid-undurchlässige Auffangwanne ausgebildet.
Dabei ist diese besonders bevorzugt chemikalienfest, wodurch sie insbesondere resistent
gegen Laugen, Säuren, Lösungsmittel, Alkohole oder Gemische aus diesen Stoffen ist.
[0013] Das Auffangvolumen der Wanne ist je nach Aufnahmevolumen des Auffangbereichs auszulegen.
Bei einer Vorrichtung in der Größe einer konventionelle Gitterbox für den Schienenverkehr
beträgt das Volumen der Wanne vorzugsweise ca. 200 Liter.
[0014] In bevorzugten Ausgestaltungen weist die Multifunktionsklappe wenigstens einen ersten
und einen zweiten Bereich auf. Diese Bereiche sind besonders bevorzugt zueinander
beweglich angeordnet.
[0015] Dazu ist in vorteilhaften Ausgestaltungen zwischen dem ersten und dem zweiten Bereich
der Multifunktionsklappe wenigstens eine Gelenkeinrichtung vorgesehen, über die die
beiden Bereiche miteinander verbunden sind.
[0016] Der erste und der zweite Bereich der Multifunktionsklappe können über separate Befestigungsmittel
insbesondere getrennt voneinander befestige werden.
[0017] Dadurch wird es unter anderem in besonders bevorzugten Ausgestaltungen möglich, nur
den ersten Bereich der Multifunktionsklappe zu öffnen, wodurch nur eine kleine Öffnung
freigegeben wird. So kann zum Beispiel zum Einstellen von kleinen Gebinden oder zur
Kontrolle des Aufnahnebereichs nur der erste Bereich der Multifunktionsklappe geöffnet
werden.
[0018] Wenn der erste und der zweite Bereich der Multifunktionsklappe geöffnet werden, kann
diese eine Art Rampe bilden. Durch diese Stellung der Klappe wird erreicht, dass insbesondere
schwere und sperrige Gebinde einfach und sicher in den Aufnahmebereich eingebracht
werden können.
[0019] Zum Beispiel kann ein großes Fass mit einer Sackkarre in den Aufnahmebereich geschoben
werden oder das Fass kann einfach in den Aufnahmebereich gerollt werden.
[0020] In weiteren vorteilhaften Ausgestaltungen kann durch den ersten und den zweiten Bereich
der Multifunktionsklappe in geöffneter Stellung auch eine Art Bühne gebildet werden.
Auch durch eine solche Stellung der Multifunktionsklappe wird ein komfortabler und
sicherer Umgang mit den Gefahrstoffen möglich.
[0021] So kann zum Beispiel ein sehr großes Gebinde erst auf die Bühne bzw. Stufe vor den
Aufnahmebereich des Containers gestellt werden. Dann kann das Gebinde in den Aufnahmebereich
geschoben, gerollt oder gedreht werden.
[0022] Damit die Bühne bzw. die Stufe sicher steht und nicht zusammenklappen kann, sind
in zweckmäßigen Weiterbildungen an dem ersten und an dem zweiten Bereich der Multifunktionsklappe
Fixierungsmittel vorgesehen sind, um den ersten und den zweiten Bereich in der Bühnenstellung
zu sichern.
[0023] Dies kann auf verschiedene vorteilhafte Weisen realisiert werden. Eine Möglichkeit
ist die Verwendung von zum Beispiel einem oder mehreren kleinen Metallröhrchen, die
einem Klappenteil zugeordnet sind. In diese Röhrchen können dann zum Beispiel dornartige
Fortsätze an dem anderen Klappenteil in der Bühnenstellung eingreifen, sodass die
beiden Bereiche der Multifunktionsklappe gesichert sind.
[0024] Um eine im Wesentlichen gerade bzw. horizontale Stufe zur Verfügung zu stellen, ist
die Höhe des ersten Bereichs der Multifunktionsklappe in bevorzugten Ausgestaltungen
im Wesentlichen gleich der Höhe vom Bonden bis zur Stützeinrichtung.
[0025] Vorzugsweise ist auch die Deckenwand als Klappe ausgeführt. Dadurch wird eine noch
komfortablere und noch sicherere Beladung des Aufnahmebereichs möglich. Zudem kann
diese klappe bevorzugt auch bei geschlossener Multifunktionsklappe geöffnet werden.
[0026] Diese obere Klappe wird bevorzugt durch zum Beispiel einen Öldruck- oder Gasdruckdämpfer
in der geöffneten Position gehalten. In anderen Ausgestaltungen kann es auch zweckmäßig
sein, dass die Deckenwand komplett umgeklappt werden kann.
[0027] Einige Vorschriften und Richtlinien verlangen, dass sich in einem Transportbehälter
beispielsweise keine explosionsfähigen Gasgemische bilden können. Dazu ist in vorteilhaften
Ausgestaltungen wenigstens eine Belüftungseinrichtung vorgesehen.
[0028] Um eine besonders effektive Durchlüftung des Containers zu erreichen, können vorzugsweise
wenigstens zwei Belüftungseinrichtungen vorgesehen sein, die bevorzugt gegenüberliegend
und besonders bevorzugt diagonal gegenüberliegend angeordnet sind.
[0029] Weiterhin ist es bevorzugt, dass wenigstens eine Belüftungseinrichtung verschließbar
ausgestaltet ist. Dadurch kann das Austreten von umwelt- oder gesundheitsschädlichen
Gasgemischen aus dem Container vermieden werden. Dies ist insbesondere zweckmäßig,
wenn die erfindungsgemäße Vorrichtung auf einer geschlossenen Ladefläche von einem
Transportfahrzeug vorgesehen ist.
[0030] Um die erfindungsgemäße Vorrichtung möglichst mobil zu gestalzen, ist in vorteilhaften
Ausgestaltungen wenigstens eine Transporteinrichtung vorgesehen.
[0031] Diese kann bevorzugt als Staplerschuh ausgebildet sein. So wird es möglich, auch
schwer beladene Container mit Gefahrstoffen sicher mithilfe eines Staplers zu bewegen
oder auf eine Ladefläche zu heben.
[0032] In besonders bevorzugten Ausgestaltungen sind zusätzlich oder auch ausschließlich
Kranösen als Transporteinrichtung vorgesehen. Auch so kann die Vorrichtung mithilfe
eines Kranes, mit einem Flaschenzug oder auch anders bewegt und angehoben werden.
[0033] Zur platzsparenden Lagerung mehrerer Container können diese bevorzugt auch gestapelt
werden. Dazu sind Einrichtungen zum Stapeln an der Oberseite des Aufnahmebereichs
und an der Unterseite des Auffangbereichs vorgesehen. Diese können zum Beispiel als
Stapelecken ausgebildet sein.
[0034] In besonders bevorzugten Ausgestaltungen werden diese durch entsprechend ausgestalteze
Staplerschuhe und Kranösen zur Verfügung gestellt.
[0035] Zum Transport von Gefahrgütern und zur Lagerung von Gefahrstoffe ist eine Kennzeichnung
mit entsprechenden Gefahrensymbolen und/oder Sicherheitshinweisen verpflichtend. Um
solche Sicherheitshinweise einfach an der Vorrichtung zu befestigen, ist besonders
bevorzugt eine Einrichtung zur Befestigung von Informationen vorgesehen.
[0036] Diese kann durch eine glatte Fläche zum Aufbringen eines Aufklebers, als Magnetfeld
oder als magnetischer Bereich zum Aufnehmen von Sicherheitstafeln oder auch als Art
Klarsichthülle zum Einstecken von Informationen zur Verfügung gestellt werden.
[0037] In allen Ausgestaltungen ist es zweckmäßig, dass die Vorrichtung aus einem feuerfesten
Material besteht. Insbesondere sollte dabei das Ein- und Ausdringen von Feuer über
wenigstens 10, bevorzugt 30 und besonders bevorzugt 60 Minuten sichergestellt werden.
[0038] Dabei kann eine solche Feuerfestigkeit durch eine zum Beispiel feuerverzinkte Stahlkonstruktion
zur Verfügung gestellt werden.
[0039] Auch die Verwendung von einem elektrisch leitfähigen und/oder hochchemikalienbeständigen
Lack kann in vorteilhaften Ausgestaltungen sinnvoll sein.
[0040] Sollte es tatsächlich in dem Container einmal brennen, ist vorteilhafterweise eine
Löscheinrichtung in dem Container vorgesehen. Diese kann zum Beispiel durch ein Wasserreservoir,
eine Lösch- oder Schaumkartusche, eine Sprinkleranlage oder auch durch einen Festwasseranschluss
bereitgestellt werden. Auch ein Sensor, der Rauch oder Hitze ermittelt, kann vorteilhaft
sein.
[0041] Um in dem Container entstehende giftige, umweltschädliche oder explosive Gasgemische
zu entfernen, ist bevorzugt wenigstens ein Anschluss für eine Absaugeinrichtung vorgesehen
ist. Diese kann dann zum Beispiel mit einem Absauginjektor verbunden werden.
[0042] Dabei kann es auch vorteilhaft sein, dass wenigstens ein zweiter Anschluss vorgesehen
ist, über den dann zum Beispiel auch Frischluft, in den Innenraum geleitet werden
kann.
[0043] Damit die Vorrichtung vor unbefugten Zugriffen oder auch vor Diebstahl geschützt
ist, ist in bevorzugten Ausgestaltungen wenigstens eine Sicherungseinrichtung vorgesehen.
Dazu können insbesondere ein oder mehrere Schlösser zum Zuschließen des Containers
aber auch Einrichtungen zu Anschließen der Vorrichtung vorgesehen sein.
[0044] Vorzugsweise ist auch wenigstens eine elektrische Anschlusseinrichtung vorgesehen.
Diese kann einerseits eine Verbindung mit einem Stromanschluss darstellen, kann aber
unter anderen auch zum Anschluss eines Erdungskabels ausgebildet sein.
[0045] In besonders bevorzugten Ausgestaltungen ist dem Aufnahmebereich wenigstens eine
Vorrichtung zur Ladungssicherung zugeordnet. Dadurch kann der Aufnahmebereich flächenmäßig
einfach und sicher auf die jeweilige Ladung angepasst werden. Insbesondere ist eine
solche Ausgestaltung für zum 3eispiel Kurierdienste vorteilhaft. Wenn diese Gefahrgüter
transportieren, können sich den Aufnahmebereich nach dem Entnehmen eines Gebindes
mittels der Einrichtung zur Ladungssicherung wieder sicher anpassen.
[0046] Dabei umfasst in einem weiteren Aspekt der Erfindung die erfindungsgemäße Vorrichtung
zur Sicherung von Ladung wenigstens zwei Kontakteinrichtungen, welche über wenigstens
einen Gelenkmechanismus beweglich zueinander verbunden sind. Der Gelenkmechanismus
umfasst wenigstens eine Gewindeeinrichtung, an der wenigstens eine erste und wenigstens
eine zweite Verlagerungseinrichtung angeordnet sind. Diese stehen über jeweils wenigstens
zwei Verbindungseinrichtungen gelenkartig mit wenigstens einer, Kontakteinrichtung
in Wirkverbindung. Die Gewindeeinrichtung weist im Bereich der ersten Verlagerungzeinrichtung
eine erste Gewinderichtung und im Bereich der zweiten Verlagerungseinrichtung eine
zweite Gewinderichtung auf.
[0047] In anderen bevorzugten Ausgestaltungen können eine oder mehrere Vorrichtungen zur
Ladungssichorung auch außen an dem Container angeordnet, sein. Dadurch wird es möglich,
den Container auf einer Ladefläche gegen andere Güter oder auch Wände abzustützen.
Dadurch kann ein Container sicher auf einer Ladefläche aufgenommen werden.
[0048] Weitere vorteilhafte Merkmale und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus
dem nachfolgenden Ausführungsbeispiel, welches nun mit Bezug auf die beiliegenden
Figuren beschrieben wird.
[0049] Darin zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Frontansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Transport und/oder
zur Lagerung von Gefahrgütern/Gefahrstoffen;
- Fig. 2
- eine schematische Rückansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung;
- Fig. 3
- eine schematische Frontansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit teilweise geöffneter
Multifunktionsklappe;
- Fig. 4
- eine schematische Frontansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit der Multifunkzionsklappe
in Rampenstellung;
- Fig. 5
- eine schematische Frontansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit der Multifunktionsklappe
in Bühnenstellung;
- Fig. 6
- eine schematische Frontansicht einer erfindungsgemäßen gemäß Figur 5 mit einer Vorrichtung
zur Sicherung von Ladung;
- Fig. 7
- eine schematische Seitenansicht einer Vorrichtung zur Sicherung von Ladung in einer
perspektivischen Darstellung; und
- Fig. 8
- eine schematische Frontalansicht der Vorrichtung zur Sicherung von Ladung gemäß Figur
7.
[0050] In Figur 1 ist eine Vorrichtung 1 dargestellt, die sich sowohl zur Lagerung von Gefahrstoffen
2 als auch zum Transport von Gefahrgütern 2 eignet.
[0051] Die Vorrichtung 1 ist im weitesten Sinne in Form eines (kleinen) Containers 39 aufgebaut,
der einen Aufnahmebereich 3 und einen Auffangbereich 4 umfasst. Der Auffangbereich
4 wird in der hier gezeigten Ausführung durch eine Auffangwanne 12 zur Verfügung gestellt.
Die Wanne 12 ist dabei insbesondere flüssigkeitsdicht und bevorzugt auch resistent
gegen Chemikalien. Dabei wird die Dichtigkeit insbesondere nicht durch Laugen, Säuren,
Lösungsmittel, Alkohole oder Gemische davon beeinträchzigt.
[0052] Zwischen dem Aufnahmebereich 3 und dem Auffangbereich 4 ist eine Stützeinrichtung
5 vorgesehen, wie sie in Figur 4 gezeigt ist. Die Stützeinrichtung 5 stellt einen
Boden zwischen Aufnahmebereich 3 und Auffangbereich 4 zur Verfügung, der wenigstens
teilweise fluid-durchlässig ist. In der hier gezeigten Ausführung ist die Stützeinrichtung
5 als Gitterrost 11 ausgeführt. Die Stützeinrichtung 5 ist entnehmbar.
[0053] Der Aufnahmebereich 3 und der Auffangbereich 4 sind in dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel
voneinander trennbar, das heißt als im Wesentlichen separate Teile, ausgeführt. So
wird es unter anderem möglich, den Aufnahmebereich 3 von dem Auffangbereich 4 abzunehmen,
wenn zum Beispiel der Auffangbereich 4 entleert oder gereinigt werden muss. Dadurch
wird ein besonders einfaches Handling der Vorrichtung 1 ermöglicht.
[0054] Die insbesondere transportsichere Verbindung zwischen dem Aufnahmebereich 3 und dem
Auffangbereich 4 kann zum Beispiel über in den Figuren nicht gezeigte Verschlussmechanismen
erreicht werden, die vorteilhaft auch abschließbar sind. Sc kann ein versehentliches
Trennen des Aufnahmebereichs 3 von dem Auffangbereich 4 vermieden werden.
[0055] Der Übergang 74 zwischen Aufnahmebereich 3 und Auffangbereich 4 sollte vorteilhaft
derart gestaltet sein, dass eine im Wesentlichen flüssigkeitsundurchlässige Verbindung
zwischen dem Aufnahmebereich 3 und dem Auffangbereich 4 gewährleistet ist. Dabei soll
insbesondere vermieden werden, dass Flüssigkeiten, zum Beispiel Regen bei der Lagerung
im Freien, von außen ins Innere des Containers 39 gelangen kann.
[0056] Ein zweckmäßiger Übergang 74, der eine geeignete Verbindung zwischen Aufnahmebereich
3 und Auffangbereich 4 zur Verfügung stellt, kann beispielsweise durch entsprechend
Ausgestaltungen der miteinander in Verbindung stehenden Bereiche des Aufnahmebereichs
3 und des Auffängbereichs 4 realisiert werden.
[0057] Zum Beispiel können die auf dem Aufnahmebereich 4 stehenden Wände 6, 40, 41 des Aufnahmebereichs
3 im unteren Bereich als Art Nut geformt sein, in die der obere Bereich des Auffangbereichs
4, der als Art Feder ausgebildet sein kann, eingreift.
[0058] In dem hier abgebildeten Ausführungsbeispiel ist der Übergang 74 mittels einer gestrichelten
Line dargestellt, an dem ein Überstand 75 vorgesehen ist, der dem unteren Bereich
des Aufnahmebereichs 3 zugeordnet ist und sich im installierten Zustand des Aufnahmebereiches
3 auf der Auffangbereich 4 wenigstens abschnittsweise über den äußeren oberen Bereich
der Auffangbereich 4 erstreckt. So kann das Eindringen von Flüssigkeit von Außen verhindert
werden, da der Überstand 75 als Art Kragen den Übergang 74 zum Auffangbereich 4 abdeckt.
Auch andere Ausführungen zum Beispiel als Überstand 75 können vorteilhaft sein, wobei
diese dann beispielsweise auch dem Auffangbereich 4 zugeordnet sein können.
[0059] Dabei wird der Überstand 75 durch ein Flacheisen 76 zur Verfügung gestellt, das wenigstens
abschnittsweise mit dem Aufnahmebereich 3 verbunden ist. Dabei ist das Flacheisen
76 an den Aufnahmebereich 3 geschweißt. Natürlich kann der Überstand auch aus anderen
Materialien gefertigt werden. Auch andere Verbindungsarten neben Schweißen können
je nach Gegebenheit und je nach Material zweckmäßig sein.
[0060] Zum einfachen Transport des Containers 39 sind dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel
verschiedene Transporteinrichtungen 25 vorgesehen. Zum Beispiel sind an der Oberseite
29 der Deckenwand 7 Kranösen 27 angebracht. Damit ist es möglich, den Container mit
einem Kran an eine andere Stelle zu bewegen, oder ihn auf einer Ladefläche eines Transportfahrzeugs
abzustellen.
[0061] An der Unterseite 30 der Auffangwanne 4 sind weiterhin Staplerschuhe 26 angeordnet,
die das Bewegen des Containers 39 mit einem Gabelstapler oder einer Meise ermöglichen.
[0062] Zum Stapeln mehrerer Container sind auch Stapeleinrichtungen 28 vorgesehen, die hier
durch die Staplerschuhe 26 und die Kranösen 27 zur Verfügung gestellt werden. Aber
auch andere Stapeleinrichtungen 28, wie zum Beispiel Szapelecken, können zweckmäßig
eingesetzt werden.
[0063] An der rechten Seitenwand 6 ist ein Anschluss 34 vorgesehen, an den beispielsweise
eine Absaugeinrichtung 35 angeschlossen werden kann. Dadurch wird es möglich, giftige
Dämpfe aus dem innenraum des Containers 39 abzusaugen, wodurch auch eine Lagerung
des Containers in geschlossenen Räumen möglich wird. Der Anschluss 34 kann auch zum
Anschließen anderer Einrichtungen, beispielsweise einer Anlage zu Einbringen eines
Fluids, vorgesehen sein.
[0064] Die Be- und Entladeöffnung 8 des Aufnahmebereichs 3 wird hier durch eine Multifunktionsklappe
9 zur Verfügung gestellt. Dabei wird eine komplette Seitenwand 6 durch die Multifunktionsklappe
9 ersetzt. In anderen Ausgestaltungen kann die Klappe 9 auch nur Teil einer Seitenwand
6 sein.
[0065] Die Multifunktionsklappe 9 besteht aus einem ersten Bereich 13, der beweglich über
eine Gelenkeinrichtung 15 an einem zweiten Bereich 14 aufgenommen ist. Der zweite
Bereich 14 ist wiederum gelenkartig im Bereich der Stützeinrichtung 5 an dem Container
39 befestigt.
[0066] Der ersten Bereich 13 und der zweite Bereich 14 können getrennt voneinander mit Befestigungsmittel
16 in einer geschlossenen Stellung gehalten werden.
[0067] An der Vorderseite 40 des Containers 39 ist weiterhin eine Einrichtung zum Befestigen
von Informationen 31 vorgesehen. Diese kann zum Beispiel ein ebener Bereich sein,
auf dem Sicherheizshinweise und Gefahrensymbole in Form von zum Beispiel Aufkleben
angebracht werden können. Es ist aber auch die Verwendung einer Art Klarsichthülle
denkbar, in die solche Sicherheitshinweise eingesteckt werden könner.
[0068] Auch eine Belüftungseinrichtung 24 ist an der Multifunktionsklappe 9 vorgesehen.
Diese ist hier im zweiten Bereich 14 der Klappe 9 angeordnet.
[0069] In Figur 2 ist die Rückseite 41 des Containers 39 dargestellt. Dabei ist auch an
der Rückseite 41 eine Belüftungseinrichtung 24 vorgesehen. Insbesondere kann es zweckmäßig
sein, dass die zwei Belüftungseinrichtungen 24 sich diagonal gegenüberliegen.
[0070] Dabei können die beiden Belüftungseinrichtungen 24 auch in den anderen beiden Seitenwänden
6 vorgesehen sein.
[0071] In allen Ausgestaltungen sind auch Belüftungseinrichtungen 24 zweckmäßig die verschließbar
sind. So kann die Belüftung des Containers 39 optimal auf die Ladung angepasst werden.
[0072] An der hier sichtbaren Seitenwand 6 ist eine elektrische Anschlusseinrichtung 46
vorgesehen. Diese kann zum Beispiel den Container 39 über ein Kabel mit Strom versorgen.
Auch das Anschließen eines Erdungskabels ist vorteilhaft.
[0073] In Figur 3 ist ein Container 39 mit einer teilweise geöffneten Multifunktionsklappe
9 abgebildet. Dabei wurden nur die Befestigungsmittel 16 im ersten Bereich 13 der
Klappe 9 gelöst. Dadurch kann man den oberen Bereich 13 mittels der Gelenkeinrichtung
15 einfach über den zweiten Bereich 14 klappen.
[0074] In Figur 3 ist weiterhin zu sehen, dass auch die Deckenwand 7 als Klappe 23 ausgestaltet
ist. Dabei kann diese zum Beispiel durch einen hier nicht gezeigten Öldruck- bzw.
Gasdruckzylinder in einer geöffneten Stellung gehalten werden.
[0075] Durch die hier angedeutete Stellung der Multifunktionsklappe 9 und der Deckenklappe
23 wird es möglich, kleinere Gebinde in den Container 39 zu stellen oder solche zu
entnahmen. Insbesondere auch zur Kontrolle des Containerinhaltes eignet sich diese
Stellung.
[0076] In Figur 4 ist die Stützeinrichtung 5 zu sehen, auf die die Gebinde mit Gefahrstoffen
gestellt werden können. Die Stützeinrichtung 5 ist fluid-durchlässig und ist hier
als Gitterrost 11 ausgebildet. Sollte ein Gebinde undicht sein oder aus anderen Gründen
auslaufen, sammelt sich der Gefahrstoff in der Auffangwanne 12.
[0077] Die Stützeinrichtung 5 kann zur leichteren Handhabung auch mehrteilig ausgeführt
sein. Dann können auch einzelne Elemente entfernt werden, um ausgelaufene Gefahrstoffe
2 aus der Wanne 12 zu entfernen.
[0078] Wenn schwere und/oder große Gebinde in den Container 39 eingebracht werden sollen,
ist es zweckmäßig, die Multifunktionsklappe 9 in die Stellung einer Rampe 17 zu bringen.
Auch das Aufklappen der Deckenwand 7 kann dann vorteilhaft sein, um einen noch einfacheren
Zugang zu dem Aufnahmebereich 3 zu schaffen.
[0079] Zum Einrichten einer Rampe 17 werden zunächst die Befestigungsmittel 16 im ersten
13 und im zweiten Bereich 14 der Klappe 9 gelöst. Die beiden Bereiche 13, 14 können
dann einfach als Rampe 17 heruntergeklappt werden. Dann kann das schwere Gebinde zum
Beispiel mit einer Sackkarre in den Aufnahmebereich 3 eingefahren werden. Auch das
Rollen eines Fasses über die Rampe ist denkbar.
[0080] Zum Schließen der Öffnung 8 kann die Multifunktionsklappe 9 zum Beispiel mittel des
Griffs 42 wieder angehoben und mit den BefestigungsmitLeln 16 wieder verschlossen
werden.
[0081] Eine weitere Stellung der Multifunktionsklappe 9 ist in Figur 5 gezeigt. Dabei wird
durch den ersten 13 und den zweiten Bereich 14 der Klappe 9 eine Bühne 18 zur Verfügung
gestellt. Schwere Gegenstände können dann zunächst auf die Stufe 18 gehoben werden
und anschließend in den Aufnahmebereich 3 geschoben, gerollt, geruckelt oder gehoben
werden.
[0082] Um einen festen Stand der Bühne 18 zu gewährleisten, sind nicht näher dargestellte
Sicherungseinrichtungen 37 vorgesehen. Dabei ist in dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel
an dem zweiten Bereich 14 der Klappe 9 ein kleines Röhrchen vorgesehen, in das ein
Dorn am ersten Bereich 13 der Klappe 9 eingreift, wenn die beiden Bereiche 13, 14
in die Bühnenstellung gebracht werden.
[0083] Es ist vorteilhaft, wenn die Höhe des ersten Bereichs 20 wenigstens ungefähr der
Höhe 21 vom Boden 22 bis zur Stützeinrichtung 5 entspricht. Dadurch kann erzielt werden,
dass die durch den zweiten Bereich 14 zur Verfügung gestellte Auflagefläche 43 ungefähr
waagerecht steht. So entsteht eine im Wesentlichen durchgängige Fläche aus der Stufe
18 und der Stützeinrichtung 5.
[0084] In Figur 6 ist eine Weiterbildung des zuvor beschriebenen Containers 39 dargestellt.
Dabei ist in dem Aufnahmebereich 3 eine Vorrichtung zur Sicherung von Ladung 37 vorgesehen.
Diese ist an einer Seitenwand 6 befestigt. Mittels eines Gelenkmechanismus 44 wird
eine Platte 45 so verfahren, dass der nutzbare Aufnahmebereich 3 verkleinert oder
vergrößert wird. Dadurch wird es möglich, einen variablen Aufnahmebereich 3 für den
Transport zur Verfügung zu stellen, sodass die Gefahrgüter 2 nicht verrutschen oder
kippen können.
[0085] In allen Ausgestaltungen ist der Container 39 aus feuerfestem Material 32 gefertigt.
Dabei wird es je nach Ausführung insbesondere möglich, die Feuerschutznorm F30 einzuhalten.
Dabei soll ein Feder innerhalb des Containers wenigstens 30 Minuten nicht nach außen
dringen. Zusätzlich soll der Container 39 den Inhalt wenigstens 30 Minuten vor einem
Feuer außerhalb des Containers schützen.
[0086] Sollte einmal ein Feuer in dem Container 39 ausbrechen, ist den Container 39 eine
in den Zeichnungen nicht näher dargestellte Löscheinrichtung 33 zugeordnet. Diese
ist hier als Schaumkartusche ausgebildet und befindet sich nicht sichtbar in der Auffangwanne
12. Bei einem Feuer gibt diese Schaum drei, der das Feuer löscht.
[0087] Auch die Verwendung von zum Beispiel einer Sprinkleranlage mit Wasserreservoir oder
auch mit einem Festwasseranschluss kann sinnvoll in anderen Ausgestaltungen eingesetzt
werden.
[0088] Die Figuren 7 und 8 zeigen eine mögliche Vorrichtung zur Sicherung von Ladung 37
in einer schematischen Seitenansicht und einer schematischen Frontalansicht. Eine
solche Vorrichtung zur Sicherung von Ladung 37 eignet sich auch zur Verwendung auf
Ladeflächen von Transportfahrzeugen, wie zum 3eispiel einem LKW einem Anhänger oder
auch in einem Zugwagon. Allgemein kann sie immer dann vorzeilhaft eingesetzt werden,
wenn eine Lücke zwischen Ladungsstücken ausgefüllt werden soll, oder wenn wie hier
ein Laderaum von einem Transportbehälter verkleinert werden soll.
[0089] Die Vorrichtung 37 umfasst in dem in Figur 7 gezeigten Ausführungsbeispiel zwei Kontakteinrichtungen
47, die hier als Rahmen 48 ausgebildet sind, von denen einer mit einer Platte 45 abgedeckt
ist. Um ein möglichst einfaches Handling zu ermöglichten, ist die Vorrichtung 37 vorteilhaft
aus Aluminium 49 gefertigt, um ein möglichst geringes Gewicht zu erreichen.
[0090] Insbesondere die Rahmen 48 können aus Profilteilen 50 bestehen, die aus Aluminium
49 gefertigt sind. Durch die Verwendung von Profilteilen 50 wird ein modulares System
zur Verfügung gestellt, bei dem die Größe und die Form der Kontakteinrichtungen 47
leicht auf bestimmte Anforderungen angepasst werden können.
[0091] Die beiden Rahmen 48 können mittels eines Gelenkmechanismus 44 auseinander gefahren
werden. Dadurch kann man durch das Verfahren der Platte 45 den Aufnahmebereich 3 eines
Containers 33 leicht begrenzen und auf die aktuelle Ladung anpassen.
[0092] Der Gelenkmechanismus 44 umfasst eine Gewindeeinrichtung 51, die in dem hier gezeigten
Ausführungsbeispiel als Gewindestange 52 in einem Gehäuse 53 ausgeführt ist. Auch
die Verwendung einer Spindel ist denkbar.
[0093] Das Gehäuse 53 ist an dem linken Rahmen 48 der Vorrichtung 37 aufgenommen. Dadurch
bleibt dieser Rahmen 48 auch beim Auseinanderfahren der Vorrichtung 37 ortsfest. Bei
der Anordnung in einem Container 39 ist es sinnvoll, diesen Rahmen 48 an einer Seitenwand
6 des Containers 39 aufzunehmen. Der andere Rahmen 48 schiebt sich dann beim Auseinanderfahren
der Vorrichtung 37 automatisch an die zu sichernden Ladungsstücke heran und begrenzt
den zur Verfügung stehenden Aufnahmebereich 3.
[0094] Die Gewindestange 52 ist in zwei Abschnitte 54, 55 aufgeteilt, wobei der Abschnitt
54 eine erste Gewindeeinrichtung 56 und der Abschnitt 55 eine zweite Gewinderichtung
57 aufweist.
[0095] An der GewindesLange 52 sind eine erste 58 und eine zweite Verlagerungseinrichtung
59 aufgenommen. Die Verlagerungseinrichtungen 58, 59 sind je einem Abschnitt 54, 55
zugeordnet und haben zu den Abschnitten 54, 55 der Gewindestange 52 korrespondierende
Gewindeabschnitte, die das Verfahren der Verlagerungseinrichtungen 58, 59 entlang
der Gewindestange 52 ermöglichen. Dadurch bewegen sich die Verlagerungseinrichtunger
58, 59 beim Betätigen einer Betätigungseinrichtung 60 in unterschiedliche Richtungen.
[0096] In dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel sind als Stangen 61 ausgeführte Befestigungsmittel
62 an den Verlagerungseinrichtungen 58, 59 aufgenommen. An diesen sind Verbindungseinrichtungen
63 vorgesehen, die die Befestigugsmittel 62 und den gegenüberliegeiden Rahmen 48 gelenkartig
verbinden.
[0097] Dabei führen zwei Verbindungseinrichtungen 63 von der Verlagerungseinrichtung 58
zu dem unterer Rahmenteil 64 und zwei Verbindungseinrichtungen 62 von der Verlagerungseinrichtung
59 zu dem oberen Rahmenteil 65.
[0098] Wird die Gewindestange 52 mittels der Betätigungseinrichtung 60 in die zum Auseinanderfahren
vorgesehene Richtung gedreht, verfährt die verlagerungseinrichtung 58 entlang der
Gewindestange 52 weiter nach unten. Gleichzeitig verfährt die Verlagerungseinrichtung
59 von unten nach oben. Dadurch drücken die Verbindungseinrichtungen 63 die Platte
45 von dem linken Rahmen 48, an dem die Gewindeeinrichtung 51 aufgenommen ist, weg.
[0099] Durch das Drehen der Gewindestange 52 in die entgegengesetzte Richtung werden die
beiden Rahmen 48 durch das Verfahren der Verlagerungseinrichtungen 58, 59 und die
dadurch bewirkte Bewegung der Verbindungseinrichtungen 63 wieder zusammengezogen.
[0100] Das einfache und schnelle Bedienen der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Sicherung
von Ladung 37 kann zum Beispiel mit einer Kurbel erreicht werden, die auf die Betätigungseinrichtung
60 aufgesetzt wird. Besonders vorteilhaft ist aber die Verwendung eines motorisierten
Schraubers, insbesondere eines Akkuschraubers oder mittels eines Griffs mit einem
Bautenzug.
[0101] Um eine besonders stabile Vorrichtung 37 zu erreichen, die auch sehr schwere Lasten
sichern kann, sind in dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel Verstärkungsmittel 66,
67 vorgesehen, die den auf die Kontakteinrichtungen 47 einwirkenden Druck mit aufnehmen
sollen.
[0102] Dazu sind an dem oberen Rahmenteil 68 des linken Rahmens 48 zwei Verstärkungsmittel
66 gelenkartig angeordnet, die mit je einer Verbindungseinrichtung 63, die an der
Verlagerungseinrichtung 59 aufgenommen sind, gelenkartig verbunden sind.
[0103] Zweite Verstärkungsmittel 67 sind gelenkartig mit dem unteren Rahmenteil 69 des linken
Rahmens 48 verbunden. Die Verbindungseinrichtungen 63, welche an der Verlagerungseinrichtung
58 aufgenommen sind, sind mit einer Querstrebe 70 verbunden. Diese Verbindung kann
zum Beispiel geschraubt, geschweißt oder geklebt sein. Die Verstärkungsmittel 67 sind
gelenkartig mit dieser Querstange 70 verbunden.
[0104] Figur 8 zeigt die Vorrichtung zur Sicherung von Ladung in einer schematischen Frontansicht.
Man sieht den Rahmen 48, der nicht mit der Gewindeeinrichtung 51 verbunden ist. Die
Gewindeeinrichtung 51 ist an der hinteren Kontakteinrichtung 47 aufgenommen, die in
dieser Ansicht nicht zu sehen ist. An dem hier sichtbaren Rahmen 48 wird eine Platze
45 befestigt, um den Aufnahmeraum 3 eines Containers 39 zu begrenzen.
[0105] Der Rahmen 48 besteht aus vier im Wesentlichen gleichlangen Profilteilen 50, die
hier über Eckverbinder 71 zu einer Kontakteinrichtung 47 zusannengefugt sind. Als
Werkstoff für die Rahmen 43 ist wie schon erläutert Aluminium 49 vorgesehen. Die Ausmaße
des Rahmens 48 können durch anders dimensionierte Profilteile 50 leicht geändert werden.
[0106] Die Verlagerungseinrichtungen 58, 59 sind verfahrbar an der Gewindeeinrichtung 52
aufgenommen. An den Verlagerungseinrichtungen 58, 59 sind die als Stangen 61 ausgeführten
Befestigungsmittel 62 zu erkennen. An jeder Verlagerungseinrichtung 58, 59 sind jeweils
zwei Stangen 61 aufgenommen, an denen die Verbindungseinrichtungen 63 gelenkartig
aufgenommen sind.
[0107] Um einen funktionsfähigen Gelenkmechanisffus 44 zur Verfügung zu stellen, ist es
bei dieser Ausführungsform zweckmäßig, die Stangen 61 der Verlagerungseinrichtung
58 und der Verlagerungseinrichtung 59 unterschiedlich lang vorzusehen.
[0108] In dem hier gezeigten Beispiel sind Die Stangen 61 der Verlagerungseinrichtung 59
länger ausgeführt, als die Stangen 61 der Verlagerungseinrichtung 58. Dadurch wird
verhindert, dass die Verbindungseinrichtungen 63 der an der Verlagerungseinrichtung
58 und die der Verlagerungseinrichtung 59 sich gegenseitig behindert.
[0109] Auch die Wirkweise der zweiten Verstärkungsmittel 67 mittels der Querstrebe 70 ist
in Figur 8 gut zu erkennen. Die beiden Verbindungseinrichtungen 63 zwischen der Verlagerungseinrichturg
58 und dem unteren Rahmenteil 64 sind mittels der Querstrebe 70 an den Kontaktstellen
72 miteinander verbunden. An den Enden 73 der Querstrebe 70 sind die zweiten Verstäzkungsmittel
67 gelenkartig angebracht.
Bezugszeichenliste:
[0110]
- 1
- Vorrichtung für Gefahrstoffe
- 2
- Gefahrstoff/Gefahrgut
- 3
- Aufnahmebereich
- 4
- Auffangbereich
- 5
- Stützeinrichtung
- 6
- Seitenwand
- 7
- Deckenwand
- 8
- Be-/Entladeöffnung
- 9
- Multifunktionsklappe
- 10
- Rost
- 11
- Gitterrost
- 12
- Auffangwanne
- 13
- erster Bereich
- 14
- zweiter Bereich
- 15
- Gelenkreinrichtung
- 16
- Befestigungsmittel
- 17
- Rampe
- 18
- Bühne
- 19
- Fixierungsmittel
- 20
- Höhe des ersten Bereichs
- 21
- Höhe
- 22
- Boden
- 23
- Klappe
- 24
- Belüftungseinrichtung
- 25
- Transporteinrichtung
- 26
- Staplerschuh
- 27
- Kranöse
- 28
- Stapeleinrichtung
- 29
- Oberseite
- 30
- Unterseite
- 31
- Befestigung für Informationen
- 32
- feuerfestes Material
- 33
- Löscheinrichtung
- 34
- Anschluß
- 35
- Absaugeinrichtung
- 36
- Sicherungseinrichtung
- 37
- Vorrichtung zur Sicherung von Ladung
- 39
- Container
- 40
- Vorderseite
- 41
- Rückseite
- 42
- Griff
- 43
- Auflagefläche
- 44
- Gelenkmechanismus
- 45
- Platte
- 46
- elektrische Anschlusseinrichtung
- 47
- Kontakteinrichtung
- 48
- Rahmen
- 49
- Aluminium
- 50
- Profilteil
- 51
- Gewindeeinrichtung
- 52
- Gewindestange
- 53
- Gehäuse
- 54
- Abschnitt
- 55
- Abschnitt
- 56
- erste Gewinderichtung
- 57
- zweite Gewinderichtung
- 58
- erste Verlagerungseinrichtung
- 59
- zweite Verlagerungseinrichtung
- 60
- Betätigungseinrichtung
- 61
- Stangen
- 62
- Befestigungsmittel.
- 63
- Verbindungseinrichtung
- 64
- unteres Rahmenteil
- 65
- oberes Rahmenteil
- 66
- erste verstärkungsmittel
- 57
- zweite verstärkungsmittel
- 68
- oberes Rahmenteil
- 69
- unteres Rahmenteil
- 70
- Querstrebe
- 71
- Eckverbinder
- 72
- Kontaktstelle
- 73
- Ende
- 74
- Übergang
- 75
- Überstand
- 76
- Flacheisen
1. Vorrichtung (1) zum Transport von Gefahrgütern (2) und zur Lagerung von Gefahrstoffen
(2), umfassend wenigstens einen Aufnahmebereich (3) und wenigstens einen Auffangbereich
(4), wobei der Aufnahmebereich (3) und der Auffangbereich (4) von wenigstens einer
wenigstens teilweise fluid-durchlässigen Stützeinrichtung (5) voneinander getrennt
sind, dadurch gekennzeichnet,
dass zum Beladen des Aufnahmebereichs (3), der durch Seitenwände (6), eine Deckenwand
(7) und wenigstens eine Stützeinrichtung (5) begrenzt wird, wenigstens eine Be- und
Entladeöffnung (8) vorgesehen ist, die durch wenigstens eine Multifunktionsklappe
(9) zur Verfügung gestellt wird, die wenigstens ein Teil wenigstens einer Seitenwand
(6) ist.
2. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützeinrichtung (5) als Rost (10), insbesondere als Gitterrost (11), ausgestaltet
ist und/oder dass der Auffangbereich (4) als fluid-undurchlässige, insbesondere chemikalienfeste,
Auffangwanne (12) ausgebildet ist.
3. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Multifunktionsklappe (9) wenigstens einen ersten (13) und einen zweiten Bereich
(14) aufweist, die insbesondere über wenigstens eine Gelenkeinrichtung (15) zueinander
beweglich angeordnet sind.
4. Vorrichtung (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass für den ersten (13) und für den zweiten Bereich (14) der Multifunktionsklappe (9)
separate Befestigungsmittel (16) vorgesehen sind.
5. Vorrichtung (1) nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der erste (13) und der zweite Bereich (14) der Multifunktionsklappe (9) in geöffneter
Stellung eine Art Rampe (17) bilden.
6. Vorrichtung (1) nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der erste (13) und der zweite Bereich (14) der Multifunktionsklappe (9) in geöffneter
Stellung eine Art Bühne (18) bilden.
7. Vorrichtung (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass an dem ersten (13) und an dem zweiten Bereich (14) der Multifunktionsklappe (9) Fixierungsmittel
(19) vorgesehen sind, um den ersten (13) und den zweiten Bereich. (14) in der Bühnenstellung
zu sichern und/oder dass die Höhe (20) des ersten Bereichs (13) der Multifunktionsklappe
(9) im Wesentlichen der Höhe (21) vom Boden (22) bis zur Stützeinrichtung (5) entspricht.
8. vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckenwand (7) als Klappe (23) ausgeführt ist.
9. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Belüftungseinrichtung (24) vorgesehen ist, die insbesondere verschließbar
ausgestaltet ist.
10. Vorrichtung (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Belüftungseinrichtungen (24) vorgesehen sind, die bevorzugt gegenüberliegend
und besonders bevorzugt diagonal gegenüberliegend angeordnet sind.
11. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Transporteinrichtung (25) vorgesehen ist, die insbesondere als Staplerschuh
(26) und/oder als Kranöse (27) ausgebildet ist und/oder dass Einrichtungen zum Stapeln
(28) an der Oberseite (29) des Aufnahmebereichs (3) und an der Unterseite (30) des
Auffangbereichs (4) vorgesehen sind, die insbesondere durch Staplerschuhe (26) und
Kranösen (27) zur Verfügung gestellt werden.
12. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) wenigstens teilweise aus feuerfestem Material (32) gefertigt
ist und/oder dass wenigstens eine Löscheinrichtung (33) vorgesehen ist.
13. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Anschluss (34) für eine Absaugeinrichtung (35) und/oder eine elektrische
Anschlusseinrichtung (46) vorgesehen ist und/oder dass wenigstens eine Sicherungseinrichtung
(36) vorgesehen ist.
14. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Aufnahmebereich (3) wenigstens eine Vorrichtung zur Ladungssicherung (37) zugeordnet
ist.
15. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmebereich (3) und der Auffangbereich (4) trennbar vorgesehen sind.