[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Oberflächenbehandlung
von Papier, insbesondere von mit Tintenstrahldruck bedruckbarem Papier, bei welchem
auf ein Basispapier, enthaltend Cellulosefasern sowie gegebenenfalls Füllstoffe, einen
optischen Aufheller, Retentionshilfsmittel oder Färbemittel bzw. Pigmente, eine wässrige
Lösung, enthaltend wenigstens ein wasserlösliches Salz eines zweiwertigen Metalls
sowie gegebenenfalls eine oder mehrere Substanzen gewählt aus einem Bindemittel, einem
Pigment, einem Oberflächenleimungsmittel und/oder kationischen Polymer aufgebracht
wird, sowie auf ein derart hergestelltes Papier.
[0002] Papier, welches ein komplexes, aus verschiedenen natürlichen Zellulosefasern mit
Pigmenten, Füllstoffen und dgl. zusammengesetztes Produkt ist, weist je nach Zusammensetzung
bzw. verwendeten Ausgangsmaterialien stark unterschiedliche Eigenschaften auf. Um
die Eigenschaften des Papiers an die spezifischen Erfordernisse anzupassen, kann einerseits
dieser komplexen Zusammensetzung, welche den Grundstoff von Papier ausbildet, eine
Mehrzahl unterschiedlicher Substanzen zugesetzt werden oder aber das Papier kann nach
Ausbildung eines Basispapiers aus einer Pulpe sowie gegebenenfalls einem Pressen und
Trocknen einer Oberflächenbehandlung unterzogen werden, um dem Papier die gewünschten
spezifischen Eigenschaften zu verleihen. Hierbei spielt beispielsweise die Wahl der
Zusatzstoffe zu dem Papier in dem Entwässerungsverfahren, während des Trocknens und
bei der Verbesserung der Retention eine große Rolle. Zur Verbesserung der Retention
werden hierzu beispielsweise kationische Polymere, Nanopartikel oder mehrere Polymere
gleichzeitig zugesetzt. Die Wirkung dieser Polymeren ist es, kolloidale Teilchen an
den Faseroberflächen zurückzuhalten, ohne eine Ansammlung derselben zwischen den Fasern
zu bewirken. Andere wichtige Zusatzstoffe für die Modifikation des Basispapiers sind
hydrophobe Leimungsmittel, welche häufig in Form von Emulsionen und/oder Dispersionen
zugesetzt werden und dafür dienen, sich an den Faser- bzw. Füllstoffoberflächen anzulagern
und diese somit hydrophob zu machen.
[0003] Im Falle von bedruckbaren Papieren ist es seit einer Vielzahl von Jahren bekannt,
spezielle Oberflächenbehandlungen vorzunehmen, wie beispielsweise Salze zweiwertiger
Metalle als Fällungsmittel, Farbstofffixiermittel bzw. Koagulationshilfsmittel für
Farbstoffe (Tinte) dem Oberflächenbehandlungsmittel zuzusetzen, um die Eigenschaften
des Papiers für eine Bedruckbarkeit zu verbessern.
[0004] So beschreibt beispielsweise die
EP 0 999 937 B1 eine Zusammensetzung, die für die Oberflächenbehandlung eines Substrats für Tintenstrahldruck
und insbesondere die Erhöhung der Farbdichte einer Druckertinte auf Papier geeignet
ist, welche Zusammensetzung ein in einem wässrigen Leimungsmedium lösbares Salz eines
zweiwertigen Metallions enthält und als Leimungsmedium zusätzlich Stärke und ein Leimungsagens
enthält. Mit dieser Zusammensetzung soll die Tintenstrahlbedruckbarkeit von bzw. die
Farbdichte der Tinte auf Papier verbessert werden.
[0005] Aus der
US 2009/0297738 A1 ist eine Beschichtungszusammensetzung für ein mit Tintenstrahldruck bedruckbares
Papier bekannt geworden, umfassend ein Calziumcarbonatpigment, ein Metallsalztrocknungsagens,
ein kationisches Farbstofffixierungsagens, ein Pigmentbindemittel und gegebenenfalls
ein Kunststoffpigment sowie fakultativ einen optischen Aufheller, wobei die Menge
des Calziumcarbonatpigmentes in der Größenordnung 70-95 Gew.-% der Beschichtungszusammensetzung
vorliegt.
[0006] Aus der
WO 96/39304 ist ein Tintenstrahlaufzeichnungsblatt bekannt geworden, zur Verwendung mit auf Pigment
basierenden Tinten, wobei wenigstens eine der benutzbaren Oberflächen des Aufzeichnungsblattes
eine Kombination aus einer wasserlöslichen kationischen Substanz und einer wasserlöslichen
Bindesubstanz wie Polyvinylpyrrolidon, Polyacrylamiden, Stärken und Gelatine bekannt
geworden.
[0007] Aus
US 6,350,507 B1 ist ein Aufzeichnungsblatt für Tintenstrahldruck bekannt geworden, bei welchem auf
einem Basispapier eine Aufzeichnungsschicht aufgebracht ist, welche aus wenigstens
einem Pigment und wenigstens einem Bindemittelharz, welches auf einem Basismaterial
abgeschieden ist, besteht, wobei zusätzlich ein wasserlösliches, wenigstens bivalentes
Metallsalz und ein Glanzeinstellungsagens enthalten sind.
[0008] Aus der
US 2005/0107255 A1 ist ein Aufzeichnungsblatt zur Verwendung für Digitaldruck bekannt geworden, umfassend
eine Oberflächenbehandlungsschicht, welche eine wasserlösliche kationische Substanz
wie ein lösliches mehrwertiges Metallsalz und eine wasserlösliche Bindersubstanz enthält,
welches derartig beschichtete Papier einer Hhandhabungsvorrichtung in einem digitalen
Druckverfahren unterworfen wird.
[0009] Der
EP 1 775 141 B1 ist ein Aufzeichnungsblatt aus Papier entnehmbar, dessen Oberfläche mit wasserlöslichem
Calziumchlorid zur Verbesserung der Bedruckbarkeit behandelt wurde.
[0010] Die vorliegende Erfindung zielt nun darauf ab, ein Verfahren zur Herstellung von
Papier bzw. ein Papier zur Verfügung zu stellen, welches einfach ausführbar ist und
in welchem durch Einsatz weniger Bestandteile ein Papier hergestellt werden kann,
auf welchem eine wenigstens gleichwertige Farbdichte wie mit Produkten gemäß dem Stand
der Technik beim Bedrucken erreicht werden kann und gleichzeitig ein geringeres Ausbluten,
Verwerfen des Papiers, Ausfransen sowie ein verbesserter Farb-in-Farb-Verlauf des
Papiers nach dem Bedrucken sowie eine schnellere Trocknungszeit der Drucktinte auf
dem Papier ermöglicht wird.
[0011] Zur Lösung dieser Aufgabe ist das erfindungsgemäße Verfahren dadurch gekennzeichnet,
dass aus einer Pulpe enthaltend als Hauptbestandteil Cellulose, zwischen 0 und 50
Gew.-%, insbesondere 10 und 30 Gew.-% CaC03 als Füllstoff sowie gegebenenfalls einen
optischen Aufheller oder ein Retentionshilfsmittel, ein nicht geleimtes Basispapier
gebildet wird und dass das Basispapier mit einem flüssigen Oberflächenbehandlungsmedium
enthaltend zwischen 1 und 20 kg/t Papier MgSO4 beschichtet wird und dass das Papier
gegebenenfalls einem Nachbehandlungsschritt sowie einem Trocknen unterworfen wird.
Indem zuerst ein nicht geleimtes Basispapier hergestellt wird, und dieses nicht geleimte
Basispapier mit einem flüssigen Oberflächenbehandlungsmedium enthaltend zwischen 1
und 20 kg/t Magnesiumsulfat sowie gegebenenfalls weiteren Zusatzstoffen beschichtet
wird und das Papier gegebenenfalls einem Nachbehandlungsschritt unterworfen wird,
gelingt es mit extrem wenigen Arbeitsschritten, ein Papier herzustellen, auf welches
neben den das Basispapier ausbildenden Hauptbestandteilen Cellulose und Calciumcarbonat
als Füllstoff zusätzlich lediglich Magnesiumsulfat als Oberflächenbehandlungsmedium
aufgebracht werden muss. Magnesiumsulfat bildet hiebei während der Papierherstellung
auf der Oberfläche des Papiers ein Monohydrat, da während der Trocknung an der Oberfläche
höhere Temperaturen als 68 °C vorherrschen. Bei Raumtemperatur ist die stabile Form
das Magnesiumsulfat.Heptahydrat, weshalb bei einem nachfolgenden Bedrucken des Papiers
mit Tinten auf Wasserbasis pro Masseeinheit eingesetzten trockenen Magnesiumsulfates
0,90 Masseeinheiten Wasser aufgenommen werden können. Während eines nachfolgenden
Bedruckens, insbesondere im Inkjetverfahren ist ein so hergestelltes Papier herkömmlichen
Papieren deutlich in Bezug auf die Trocknungsgeschwindigkeit überlegen. Zusätzlich
wird die Formstabilität des Papiers verbessert, da das vom Magnesiumsulfat absorbierte
Wasser nicht zur Quellung der Fasern beitragen kann und somit das Aufwölben des Papiers
an den bedruckten Stellen unterbunden wird. Zum Vergleich bildet beispielsweise das
häufig in Oberflächenbehandlungsmitteln eingesetzte Calciumchlorid bei den Temperaturen
der Papierherstellung ein Dihydrat, bei Raumtemperatur aber ein Hexahydrat. Somit
kann eine Masseeinheit eingesetzten trockenen Calciumchlorides lediglich etwa 0,65
Masseeinheiten Wasser absorbieren, so dass das im Zusammenhang mit der vorliegenden
Erfindung eingesetzte Magnesiumsulfat um 38 % effektiver beim Absorbieren von Wasser
als das üblicherweise eingesetzte Calciumchlorid ist. Wenn in diesem Zusammenhang
von einem bereits getrockneten Basispapier ausgegangen wird, gelingt es durch Aufbringen
einer Magnesiumsulfatlösung auf der Papieroberfläche somit, während eines Bedruckens
des gemäß der Erfindung hergestellten Papiers, die in der Tinte enthaltene Flüssigkeit
durch das Oberflächenbehandlungsmedium Magnesiumsulfat rasch und zuverlässig aufzusaugen,
so dass insbesondere die Punktgröße eines mit Magnesiumsulfat behandelten Papiers
deutlich geringer als jene eines mit Calciumchlorid behandelten Papiers ist, wodurch
es bei einer derartigen Verfahrensführung in überraschender Weise gelingt, durch Einsatz
von extrem wenigen und gezielt ausgewählten Inhaltsstoffen ein Papier herzustellen,
welches in der Qualität wenigstens einem herkömmlichen Papier, welches neben der Oberflächenbehandlung
üblicherweise auch Leimungsmittel, Pigmente sowie weitere Zusatzstoffe enthält, entspricht.
[0012] Beim Bedrucken mit wasserbasierten Pigmenttinten bzw. Pigmenttinte auf Wasserbasis
kann sich das wasserlösliche Magnesiumsulfat teilweise in der Tinte lösen, wodurch
die Pigmentdispersion destabilisiert wird und es zur Koagulation der Farbpigmente
kommt. Das koagulierte Farbpigment bleibt an der Oberfläche des Papiers und dringt
nicht mit der Flüssigkeit in das Innere desselben ein, weshalb das mit Magnesiumsulfat
gemäß der Erfindung behandelte Papier beim Bedrucken mit wasserbasierenden Pigmenttinten
eine höhere Farbdichte aufweist, als ein unbehandeltes Papier.
[0013] Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens ist der Ersatz des üblicherweise
enthaltenen, hochkorrosivem Chlorids durch weniger korrosiv wirkendes Sulfat, so dass
die Lebensdauer des Auftragsaggregates für die Oberflächenbehandlung verlängert wird
sowie die Standzeiten der Verschleißteile im Auftragsaggregat, wie beispielsweise
der Rakelstäbe, erhöht werden. Ebenso wird bei der Wiederverwertung von Ausschussware
der Eintrag korrosiven Chlorids in den Wasserkreislauf der Papiermaschine reduziert.
Indem, wie dies einer bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens entspricht,
das Papier als Nachbehandlungsschritt einem Kalandern oder Glätten unterworfen wird,
gelingt es trotz des Fehlens von inneren Leimungsmittein oder weiteren Zusatzstoffen,
ein glattes Papier, welches keinerlei Verwerfungen aufweist, und welches in jedem
modernen Drucker eingesetzt werden kann, zur Verfügung zu stellen. Es ist hiebei auch
unerheblich, ob es sich um einen Tintenstrahldruck oder auch Laserdruck handelt.
[0014] Indem gemäß einer bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens das
Papier bis zu einer Glätte zwischen 60 und 150 Bekk s. geglättet bzw. kalandert wird,
wird das Ausfransen der Tinte entlang der Fasern vermindert und ist vergleichbar einem
Papier, das mit einer Hydrophobierung durch ein inneres und/oder ein Oberflächenleimungsmittel
behandelt wurde. Somit ist das erfindungsgemäße Papier für den Einsatz im Tintenstrahldruck
bzw. auch im Laserdruck ohne Ausbildung von Verwerfungen gut und vorteilhaft geeignet.
[0015] Für eine besonders einfache Verfahrensführung wird das erfindungsgemäße Verfahren
so geführt, dass die MgS04 Lösung als 0,5 bis 20 gew.-%ige, insbesondere 1 bis 5 gew.-%ige
wässrige Lösung eingesetzt wird. Durch Zusatz von Magnesiumsulfat als 0,5 bis 20 gew.-%ige
Lösung gelingt eine besonders homogene Verteilung des Fixiermittels in dem Oberflächenbehandlungsmedium
und somit nachfolgend auf der Oberfläche des damit behandelten Papiers, so dass gleichbleibende
Eigenschaften über die gesamte Oberfläche des mit dem Verfahren gemäß der Erfindung
hergestellten Papiers sichergestellt werden können.
[0016] Indem das erfindungsgemäße Verfahren bevorzugt so geführt wird, dass das Basispapier
mit MgSO4 sowie einem Polydiallyldimethylammoniumchlorid-Polymer beschichtet wird,
gelingt es insbesondere, eine verbesserte Fixierung von Farbstofftinten an der Oberfläche
des Papiers zu erzielen, bei gleichzeitig schnellem Trocknen der auf der Oberfläche
eines so hergestellten Papiers aufgebrachten, flüssigen Farbstoffzusammensetzung,
so dass ein Verlaufen der Farben mit Sicherheit ausgeschlossen wird und gleichzeitig
eine gute Anhaftung derselben an der Oberfläche erzielt wird.
[0017] Eine besonders gute Fixierung der Papieroberfläche wird dadurch erzielt, dass das
Polydiallyldimethylammoniumchlorid-Polymer in einer Menge von 1 bis 12 kg/t Papier
in dem Oberflächenbehandlungsmedium eingesetzt wird. Bei einer derartigen Verfahrensführung
gelingt es, gleichzeitig eine schnelle Trocknung der auf das so hergestellte Papier
aufgebrachten Tinte zu erzielen und ein Verlaufen derselben bei geringen eingesetzten
Mengen des Oberflächenbehandlungsmediums während des Herstellungsverfahrens zu vermeiden.
[0018] Insbesondere günstige Eigenschaften eines gemäß dem Verfahren der vorliegenden Erfindung
hergestellten Papiers können dadurch erzielt werden, dass als flüssiges Oberflächenbehandlungsmedium
1 bis 20 kg/t Papier, insbesondere 6 bis 10 kg/t Papier MgS04 und 1 bis 12 kg/t Papier,
insbesondere 4 kg/t Papier Polydiallyldimethylammoniumchlorid-Polymer eingesetzt wird.
[0019] Mit einer derartigen Abstimmung der Einsatzmengen von Magnesiumsulfat als Absorptionsmittel
sowie als Fixiermittel bzw. Fällungsmittel für Pigmenttinten und dem speziellen Polydiallyldimethylammoniumchlorid-Polymer
als Fixiermittel für Farbstofftinten gelingt es in extrem wenigen Verfahrensschritten
und gleichzeitig unter Einsatz weniger Zusatzstoffe, ein Papier herzustellen, welches
vergleichbare Eigenschaften zu einem herkömmlichen Papier mit sowohl innerer als auch
Oberflächenleimung besitzt, jedoch ökonomisch bedeutend günstiger hergestellt werden
kann.
[0020] Indem, wie dies einer bevorzugten Weiterbildung des Verfahrens gemäß der vorliegenden
Erfindung entspricht, das Verfahren so geführt wird, dass zusätzlich ein Bindemittel,
wie eine native oder modifizierte Stärke, ein Polyvinylalkohol oder Mischungen davon
eingesetzt wird, gelingt es, eine durchgehende Schicht auf der Oberfläche des Papiers
auszubilden, welche sich durch eine extrem hohe Gleichmäßigkeit auszeichnet, so dass
nicht nur die Farbstoffbindungseigenschaften sondern auch insbesondere die Gleichmäßigkeit
der Bedruckbarkeit des Papiers durch eine derartige Verfahrensführung deutlich verbessert
wird.
[0021] Um ein Papier mit besonders hoher Weiße zur Verfügung stellen zu können, wird das
erfindungsgemäße Verfahren so geführt, dass ein disulphonierter, tetrasulphonierter,
hexasulfonierter optischer Aufheller oder ein Distyrylbiphenyl Aufheller eingesetzt
wird. Überraschenderweise wird die Effektivität eines di-, tetra- oder hexasulfonierten,
optischen Aufhellers oder eines Distyrylbiphenyl-Aufhellers durch Verwendung von Magnesiumsulfat
in bedeutend geringerem Maß herabgesetzt als durch beispielsweise Calciumchlorid,
so dass mit einer derartigen Verfahrensführung eine bedeutend bessere Weiße des Papiers
im Vergleich zu Papieren, welchen beispielsweise Salze anderer zweiwertiger Metallionen
zugesetzt wurden, erzielt werden kann.
[0022] Dieser Effekt kann gemäß der vorliegenden Erfindung dadurch noch weiter verbessert
werden, dass, wie dies einer bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens
entspricht, der optische Aufheller sowohl in dem Basispapier als auch dem Oberflächenbehandlungsmedium
eingesetzt wird.
[0023] Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung hat es sich überraschend gezeigt,
dass bei einem nachfolgenden Bedrucken eines erfindungsgemäß hergestellten Papiers
eine gleichmäßig hohe Farbdichte dadurch erzielt werden kann, dass im Oberflächenbehandlungsmedium
zusätzlich ein Pigment gewählt aus der Gruppe gemahlenes, gefälltes oder modifiziertes
CaC03 oder Mischungen davon eingesetzt wird. Die Oberflächenbehandlung mit einem Pigment
alleine erhöht die Farbdichte im Inkjetdruck gegenüber einem unbehandelten Papier,
die erfindungsgemäße zusätzliche Verwendung von MgSO4 führt zu einer darüber hinaus
gehenden Verbesserung der Farbdichte, so dass der Einsatz dieser erfindungsgemäßen
Kombination sowohl bei Papieren, welche ein Pigment enthalten, als auch Papieren,
welche kein Pigment enthalten, zu überraschend vorteilhaften und unerwarteten Ergebnissen
führt.
[0024] Das erfindungsgemäße Verfahren kann somit sowohl für die Herstellung von pigmentiertem
als auch für die Herstellung von nicht pigmentiertem Papier mit gleichmäßigem Erfolg
eingesetzt werden.
[0025] Für eine besonders gleichmäßige Verfahrensführung und insbesondere für gleichmäßige
Ergebnisse des erfindungsgemäßen Verfahrens wird das Verfahren bevorzugt so geführt,
dass dem Oberflächenbehandlungsmedium zusätzlich ein Viskositätsregler, wie ein Polyacrylat
zugesetzt wird. Mit einer derartigen Verfahrensführung gelingt es, eine gleichmäßige,
insbesondere gleichmäßig dicke Oberflächenbehandlungsschicht auf dem Papier zu erzielen.
[0026] Um beim Bedrucken mit wasserbasierenden Tinten unerwünschte Effekte, wie das Quellen
des Bindemittels mit damit einhergehendem Festigkeitsverlust hintanzuhalten, wird
das erfindungsgemäße Verfahren bevorzugt so geführt, dass dem Bindemittel, insbesondere
der Stärke ein Quervernetzungsmittel, wie beispielsweise ein Zirkoniumsalz zugesetzt
wird.
[0027] Zur Erhöhung der Glätte eines mit dem Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung
hergestellten Papiers wird das erfindungsgemäße Verfahren bevorzugt so geführt, dass
dem Oberflächenbehandlungsmedium ein Gleitmedium zugesetzt wird. Hierbei hat sich
Calciumstearat als vorteilhaft erwiesen, welches sowohl eine erhöhte Glätte als auch
eine gute Bedruckbarkeit des Papiers ergibt.
[0028] In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung und um insbesondere eine gleichmäßig
und gut bedruckbare Oberflächenschicht des insbesondere pigmentierten Papiers zu erzielen,
wird das erfindungsgemäße Verfahren so geführt, dass der Gesamtfeststoffgehalt des
Oberflächenbehandlungsmediums zwischen 15 bis 70 Gew.-%, insbesondere 30 bis 50 Gew.-%
gewählt wird. Indem der Gesamtfeststoffgehalt des Oberflächenbehandlungsmediums zwischen
15 bis 70 Gew.%, insbesondere zwischen 30 und 50 Gew.-% gewählt wird, kann ein gleichmäßiger
Strich des Basispapiers erzielt werden und zusätzlich die Dicke der Oberflächenschicht,
welche durch Aufbringen des Oberflächenbehandlungsmediums auf das Basispapier erzielt
werden kann, beliebig und insbesondere auf ein Minimalerfordernis eingestellt werden.
[0029] Mit einer derartigen Verfahrensführung gelingt es daher gemäß einer bevorzugten Weiterbildung
des Verfahrens der vorliegenden Erfindung, ein insbesondere pigmentiertes Papier zu
erzielen, welche dadurch gekennzeichnet ist, dass ein Gewicht einer trockenen Oberflächenbeschichtung
1 bis 10 (g/m2 Seite), insbesondere etwa 4 (g/m2 Seite) aufweist, erzielt wird. Ein
derartiges Gewicht einer trockenen Oberflächenbeschichtung entspricht dem Gewicht,
welches herkömmlich auf Druckereipapieren aufgebracht wird und kann gemäß der vorliegenden
Erfindung mit einer extrem einfachen Verfahrensführung, in welcher lediglich Magnesiumsulfat
in dem Oberflächenbehandlungsmedium zwingend enthalten sein muss, erzielt werden.
[0030] Die vorliegende Erfindung bezieht sich insbesondere weiters auf ein gemäß dem Verfahren
der vorliegenden Erfindung hergestelltes Papier, welches vorzugsweise für den Tintenstrahldruck
einsetzbar ist. Gemäß einer Weiterbildung ist ein derartiges Papier vorzugsweise im
Wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass ein Kontaktwinkel von Wasser, insbesondere
destilliertem Wasser mit dem Papier zwischen 15° und 70°, insbesondere zwischen 25°
und 50° beträgt. Überraschenderweise hat es sich gezeigt, dass das mit dem Verfahren
gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellte Papier über einen extrem weiten Bereich
von Kontaktwinkeln von Wasser mit Papier einsetzbar ist und es trotz dieser großen
Bandbreite von verwendbaren Kontaktwinkeln möglich ist, ein Auslaufen der Farbe bzw.
ein Verbleichen der Farbe mit Sicherheit hintanzuhalten, was vor allem auf den überaus
guten Trockeneffekt des eingesetzten MgS04 zurückzuführen ist.
[0031] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert,
in welchen das mit dem Verfahren der vorliegenden Erfindung hergestellte Papier mit
herkömmlichen Papieren verglichen wird.
Ausführungsbeispiel 1
[0032] Auf ein Testpapier sowie ein Vergleichspapier aus einem ungeleimten Rohpapier mit
100 g/m2 Flächengewicht wurden mit einer Rakel wässrige Lösungen von poly-DADMAC (Polydiallyldimethylammoniumchlorid)
sowie im Falle eines Testpapiers gemäß der Erfindung Magnesiumsulfat und im Falle
eines Vergleichspapiers Calciumchlorid aufgetragen. Die Konzentrationen wurden dabei
so gewählt, dass bei einem beidseitigen Nassauftrag von je 12 (g/m2 Seite) der Gehalt
an polyDADMAC 4,7 kg/t, an CaCl2 bzw. MgSO4 3 bis 10 kg/t beschichtetem Papier betrüge.
Tatsächlich wurde jedoch nur eine Seite mit 12 g/m2 Nassauftrag der entsprechenden
Lösung beschichtet und getrocknet. Anschließend wurde die beschichtete Seite mit einem
HP Photosmart B9180 Drucker mit den Einstellungen "Standard / Normalpapier" unter
Verwendung von Pigmenttinten bedruckt. Mit einem X-Rite DensiEye 700 Farbdensitometer
wurden die Farbdichten von Volltonflächen von Cyan (C), Magenta (M), Gelb (Y) und
Schwarz (K) sowie den binären Mischfarben Rot (100 M + 100 Y), Grün (100 C + 100 Y)
und Blau (100 C + 100 M) gemessen. In Fig. 1 ist der Durchschnitt der 7 gemessenen
Farbdichten gegen den Salzgehalt (berechnet auf beidseitigen Auftrag) aufgetragen.
[0033] Bei der in Fig. 1 dargestellten Auswertung dieses Druckversuchs ist eindeutig ersichtlich,
dass die Farbdichte, welche mit dem ungeleimten Papier gemäß der Erfindung erzielt
werden kann, überlegen oder zumindest gleich jener des herkömmlichen, ungeleimten
Vergleichspapiers ist.
Ausführungsbeispiel 2
[0034] Auf einer Papiermaschine wurde ein ungeleimtes Papier mit 90 g/m2 Flächengewicht
aus einer Zellstoffsuspension, enthaltend als Füllstoff 15 Gew.-% präzipitiertes Calciumcarbonat
(PCC) bezogen auf den Trockengehalt der Suspension, gebildet und in einer Filmpresse
ein Oberflächenbehandlungsmedium, bestehend aus einer wässrigen Lösung von 2,0 Gew.-%
Magnesiumsulfat und 1,0 Gew.-% poly-DADMAC, beidseitig so aufgebracht, dass der Gehalt
an Magnesiumsulfat im fertigen Papier 7 kg/t betrug. Das Papier wurde auf eine Glätte
von 105 Bekk s geglättet.
Referenzbeispiel 1
[0035] Auf einer Papiermaschine wurde ein geleimtes Papier mit 90 g/m2 Flächengewicht aus
einer Zellstoffsuspension enthaltend als Füllstoff 18 Gew.-% präzipitiertes Calciumcarbonat
(PCC) bezogen auf den Trockengehalt der Suspension, gebildet. Als Leimungsmittel wurde
Alkenylbernsteinsäureanhydrid (ASA) verwendet, und die Leimungsmenge wurde so eingestellt,
dass der 60 s Cobb Wert des fertigen Papiers 30 g/m2 betrug. In einer Filmpresse wurde
ein Oberflächenflächenbehandlungsmedium, bestehend aus einer wässrigen Lösung von
10 Gew.-% enzymatisch abgebauter Maisstärke und 1,8 Gew.-% CaCl2 so aufgebracht, dass
der Gehalt an CaCl2 in dem fertigen Papier 6 kg/t betrug. Die Rauhigkeit wurde auf
einen für Naturpapiere üblichen Wert von 200 ml/min nach Bendtsen engestellt.
[0036] Die Papiere aus Ausführungsbeispiel 2 und Referenzbeispiel 1 wurden mit verschiedenen
Druckern bedruckt und die Farbdichten, wie oben angegeben gemessen. Zusätzlich wurde
die Farbdichte des schwarzen Feldes auf der Rückseite des Papiers als Maß für das
Durchschlagen der Tinte gemessen. Als Drucker wurden ein HP Photosmart B9180 mit den
Standard Pigmenttinten und den Druckeinstellungen "Standard / Normalpapier", ein Canon
MP610 mit Standard Farbstofftinten und den Druckeinstellungen "Hoch / Foto Glanzpapier",
ein Epson Stylus S21 gefüllt mit Kodak Versamark Farbstofftinten der FV2000 Serie
und den Druckeinstellungen "Entwurf / Epson glossy" und ein Epson Stylus SX218 gefüllt
mit Océ Jetstream 1000 Farbstofftinten und den Druckeinstellungen "Foto, Epson Photo"
verwendet. Die letzten beiden Drucker wurden mit Tinten von Hochgeschwindigkeitsproduktionsinkjetdruckmaschinen
befüllt, um die Leistung des Papiers auf diesen Druckmaschinen zu simulieren.
[0037] Die Ergebnisse der Farbdichtemessungen sind in Tabelle 1 angeführt. Aus den Ergebnissen
ist klar ersichtlich, dass die Farbdichte, welche mit dem ungeleimten Papier gemäß
der Erfindung erzielt werden kann, überlegen oder zumindest gleich jener eines herkömmlichen,
geleimten und mit CaCl2 behandelten Papiers gemäß Referenzbeispiel 1 ist. Überraschenderweise
wurde bei einem Drucker festgestellt, dass die Tinte punktuell vollständig durch das
Papier des Referenzbeispiels 1 durchschlug, beim ungeleimten Papier gemäß Ausführungsbeispiel
2 auf Grund der guten Absorptionseigenschaften jedoch kein punktuelles Durchschlagen
festzustellen war.
Tabelle 1
| Auswertung MgS04 & Referenz |
| HP Photosmart Pro B9180 mit Standard Pigmenttinten |
| Einstellungen: standard, Normalpapier |
| Muster |
Dichte Cyan |
Dichte Magenta |
Dichte Gelb |
Dichte Rot |
Dichte Grün |
Dichte Blau |
Dichte Schwarz |
Dichte ∅ |
Dichte Durchschlag Schwarz 100 % |
| Ausführungsbsp. 2 |
0,81 |
1,15 |
1,33 |
1,14 |
0,98 |
1,02 |
1,66 |
1,15 |
0,13 |
| Referenzbeispiel 1 |
0,76 |
1,12 |
1,36 |
1,12 |
0,93 |
0,99 |
1,77 |
1,15 |
0,13 |
Canon Pixma MP 610 mit Standard Farbstofftinten
Einstellungen: hoch, Foto Glanzpapier |
| Muster |
Dichte Cyan |
Dichte Magenta |
Dichte Gelb |
Dichte Rot |
Dichte Grün |
Dichte Blau |
Dichte Schwarz |
Dichte ∅ |
Dichte Durchschlag Schwarz 100 % |
| Ausführungsbsp. 2 |
0,87 |
1,17 |
1,25 |
1,32 |
1,17 |
1,16 |
1,54 |
1,21 |
0,16 |
| Referenzbeispiel 1 |
0,79 |
1,13 |
1,03 |
1,24 |
1,05 |
1,10 |
1,51 |
1,12 |
0,15 |
Epson Stylus S21 adaptiert mit Kodak Versamark Farbstofftinten (FV2000 Serien)
Einstellungen: Entwurf, Epson glossy |
| Muster |
Dichte Cyan |
Dichte Magenta |
Dichte Gelb |
Dichte Rot |
Dichte Grün |
Dichte Blau |
Dichte Schwarz |
Dichte ∅ |
Dichte Durchschlag Schwarz 100 % |
| Ausführungsbsp. 2 |
0,69 |
0,98 |
0,88 |
1,32 |
0,78 |
1,20 |
1,09 |
0,99 |
0,22 |
| Referenzbeispiel 1 |
0,46 |
0,52 |
0,70 |
0,76 |
0,64 |
1.03 |
0,90 |
0,71 |
0,21* |
Epson SX218 adaptiert mit Océ Jetstream 1000 Farbstofftinten
Einstellungen: Foto, Epson Photo |
| Muster |
Dichte Cyan |
Dichte Magenta |
Dichte Gelb |
Dichte Rot |
Dichte Grün |
Dichte Blau |
Dichte Schwarz |
Dichte ∅ |
Dichte Durchschlag Schwarz 100 % |
| Ausführungsbsp. 2 |
1,13 |
0,98 |
1,22 |
1,19 |
1,20 |
1,39 |
1,11 |
1,17 |
0,19 |
| Referenzbeispiel 1 |
0,89 |
0,87 |
1,11 |
1,16 |
0,98 |
1,12 |
1.04 |
1,02 |
0,18 |
| * schlägt punktuell durch |
[0038] Mit einem PocketGoniometer PGX von Fibro System wurde der Kontaktwinkel auf den Papieren
des Ausführungsbeispiels 2 sowie des Referenzbeispiels 1 gemessen. Das Gerät erlaubt
auch die Berechnung des Tropfenvolumens, wodurch eine gute Indikation der Absorptionsgeschwindigkeit
zu erhalten ist. Fig. 2 und 3 zeigen den zeitlichen Verlauf von Kontaktwinkel und
Tropfenvolumen, nachdem ein 4 µl Tropfen destillierten Wassers auf das Papier aufgebracht
wurde. Im Kontaktwinkel ist deutlich der Unterschied in der Hydrophobierung zwischen
dem geleimten Referenzbeispiel und dem ungeleimten Ausführungsbeispiel zu sehen. Die
Abnahme des Tropfenvolumens zeigt den deutlichen Vorteil in der Absorptionsgeschwindigkeit
des Tropfens bei dem Papier gemäß Ausführungsbeispiel 2.
1. Verfahren zur Oberflächenbehandlung von Papier, insbesondere von mit Tintenstrahldruck
bedruckbarem Papier, bei welchem auf ein Basispapier, enthaltend Cellulosefasern sowie
gegebenenfalls Füllstoffe, einen optischen Aufheller, Retentionshilfsmittel oder Färbemittel
bzw. Pigmente, eine wässrige Lösung enthaltend; wenigstens ein wasserlösliches Salz
eines zweiwertigen Metalls sowie gegebenenfalls eine oder mehrere Substanzen gewählt
aus einem Bindemittel, einem Pigment, einem Oberflächenleimungsmittel und/oder kationischen
Polymer aufgebracht wird, dadurch gekennzeichnet, dass aus einer Pulpe enthaltend als Hauptbestandteil Cellulose, zwischen 0 und 50 Gew.-%,
insbesondere 10 und 30 Gew.-% CaCO3 als Füllstoff sowie gegebenenfalls einen optischen Aufheller oder ein Retentionshilfsmittel,
ein nicht geleimtes Basispapier gebildet wird und dass das Basispapier mit einem flüssigen
Oberflächenbehandlungsmedium enthaltend zwischen 1 und 20 kg/t Papier MgSO4 beschichtet wird und dass das Papier gegebenenfalls einem Nachbehandlungsschritt
unterworfen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Nachbehandlungsschritt das Papier einem Kalandern oder Glätten unterworfen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Papier bis zu einer Glätte zwischen 60 und 150 Bekk s. geglättet bzw. kalandert
wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die MgSO4 Lösung als 0,5 bis 20 gew.-%ige, insbesondere 1 bis 5 gew.-%ige wässrige Lösung eingesetzt
wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Basispapier mit MgSO4 sowie einem Polydiallyldimethylammoniumchlorid-Polymer beschichtet wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Polydiallyldimethylammoniumchlorid-Polymer in einer Menge von 1 bis 12 kg/t Papier
in dem Oberflächenbehandlungsmedium eingesetzt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass als flüssiges Oberflächenbehandlungsmedium 1 bis 20 kg/t Papier, insbesondere 6 bis
10 kg/t Papier MgSO4 und 1 bis 12 kg/t Papier, insbesondere 4 kg/t Papier Polydiallyldimethylammoniumchlorid-Polymer
eingesetzt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich ein Bindemittel, wie eine native oder modifizierte Stärke, ein Polyvinylalkohol
oder Mischungen davon eingesetzt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass dem Bindemittel, insbesondere der Stärke ein Quervernetzungsmittel, wie ein Zirkoniumsalz
zugesetzt wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein disulphonierter, tetrasulphonierter, hexasulfonierter optischer Aufheller oder
ein Distyrylbiphenyl Aufheller eingesetzt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der optische Aufheller sowohl in dem Basispapier als auch dem Oberflächenbehandlungsmedium
eingesetzt wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich ein Pigment gewählt aus der Gruppe gemahlenes, gefälltes oder modifiziertes
CaCO3 oder Mischungen davon eingesetzt wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Gesamtfeststoffgehalt des Oberflächenbehandlungsmediums zwischen 15 bis 70 Gew.-%,
insbesondere 30 bis 50 Gew.-% gewählt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gewicht einer trockenen Oberflächenbeschichtung 1 bis 10 (g/m2 Seite), insbesondere etwa 4 (g/m2 Seite) gewählt wird.
15. Verfahren nach Anspruch 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass dem Oberflächenbehandlungsmedium zusätzlich ein Viskositätsregler, wie ein Polyacrylat
zugesetzt wird.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gleitmittel, insbesondere Calciumstearat dem Oberflächenbehandlungsmedium zugesetzt
wird.