[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Lampengehäuse und Adapter einer Strassenbeleuchtung
mit LEDs als Lichtquelle, bestehend aus einem im wesentlichen rechteckigen, flachen,
gegossenen, metallenen Gehäuse, mit rück- und vorderseitigen Stirnflächen und parallelen
Längskantenflächen sowie auf einer oberen Deckfläche mit angeformten Wärmeabstrahlrippen
und einer Unterseite des Gehäuses mit einer planen Glasplatte unter der die LEDs auf
darin angebrachten LED-Trägerplatten angeordnet sind, wobei von der rückseitigen Stirnfläche
ein zur Lampengehäusemitte hin erstreckender erhöhter Aufbau einstückig angeformt
ist, indem eine nach oben offene Ausnehmung angeordnet ist, in der ein auswechselbarer
Adapter zur Verbindung des Lampengehäuses mit einem Lampengehäuseträger einstellbar
gelagert ist.
[0002] Bis vor einigen Jahren wurde bei Strassenbeleuchtungen das Hauptaugenmerk nur auf
eine optimale Ausleuchtung gerichtet. Danach wurden aus Kostengründen vermehrt energiesparende
Strassenbeleuchtungen eingesetzt. Erst in neuerer Zeit kommt als zusätzlicher Aspekt
das Problem der Lichtverschmutzung hinzu.
[0003] Nachdem die lichtemittierenden Dioden immer leistungsfähiger, und auch als weisslichtausstrahlende
Dioden auf dem Markt gekommen sind, wurden Strassenbeleuchtungen eingesetzt, die mit
LEDs bestückt sind. Diese LEDs haben viele Vorteile, neben dem energiesparenden Betrieb
erhöhen diese die Beleuchtungssicherheit, da der Ausfall einer Leuchtdiode die Ausleuchtung
insgesamt kaum beeinflusst. Ein weiterer Vorteil ist darin zu sehen, dass LEDs viel
weniger Streulicht produzieren und damit der Lichtverschmutzung entgegenwirken.
[0004] Strassenbeleuchtungen der hier interessierenden Bauart sind aus diversen Schutzrechten
bekannt, insbesondere aus den Dokumenten
US 2009/0262543,
WO 2010/112205 sowie
US 2011/0060701 sind solche, gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruches 1, bekannt.
[0005] Die beiden letztgenannten Dokumente zeigen auch Strassenbeleuchtungen mit Adapter,
wobei der Adapter gemäss der
WO 2010/112205 nicht auswechselbar ist und bei der Lösung gemäss der
US 2011/0060701 je nach Anbauzweck Anpassungen am Gehäuse bedingen, wobei der wirtschaftliche Vorteil
eines Adapters verloren geht.
[0006] Diese Strassenbeleuchtungen mit aus einem Metallguss gefertigten Lampengehäuse sind
relativ teuer und entsprechend ist man bestrebt eine solche Form für möglichst viele
verschiedene Anwendungen zu gebrauchen. Bei Strassenbeleuchtungen kennt man im Wesentlichen
drei verschiedene Typen. Dies sind zum einen Strassenbeleuchtungen die an sogenannten
Säulenkandelaber befestigt werden, dies sind absolut gerade verlaufende Kandelaber
an deren oberen Ende das Lampengehäuse angebracht wird. Hierbei befindet sich der
Kandelaber relativ weit von der Strassenmitte entfernt und die Ausleuchtung würde
ohne entsprechende Vorkehrungen praktisch nur den Strassenrand beziehungsweise den
Gehweg beleuchten. Ein zweiter Typ ist der sogenannten gekröpfte Kandelaber, bei dem
einerseits eine vertikal nach oben laufende Säule vorhanden ist und am oberen Ende
zur Strassenmitte hin schräg nach oben abgebogen ist oder an dessen oberen Ende ein
zur Strassenmitte hin gerichteter Arm angeformt ist. Die dritte, übliche Gestaltung
sieht als Lampengehäuseträger statt eines Kandelabers ein Aufhängeseil vor und das
Lampengehäuse ist nunmehr mittig über der Strasse hängend angeordnet. Hier soll die
Strassenbeleuchtung selbstverständlich möglichst weit in Strassenverlaufsrichtung
eine Ausleuchtung erlauben. Diese unterschiedlichen Bedingungen haben bis heute für
jeden einzelnen Fall ein speziell darauf angepasstes Lampengehäuse erfordert. Es ist
nunmehr die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Lampengehäuse mit Adapter zu schaffen,
das universell mit allen üblichen Lampengehäuseträger verwendet werden kann.
[0007] Diese Aufgabe löst ein Lampengehäuse und Adapter einer Strassenbeleuchtung gemäss
dem Patentanspruch 1. Weitere vorteilhafte Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes
gehen aus den weiteren abhängigen Ansprüchen hervor und deren Bedeutung und Wirkungsweise
wird in der nachfolgenden Beschreibung mit Hinweis auf die anliegenden Zeichnungen
erläutert.
[0008] In der Zeichnung sind verschiedenen Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes
dargestellt. Es zeigt:
- Figur 1
- die perspektivische Ansicht einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemässen
Lampengehäuses unter Weglassung des Adapaters.
- Figur 2
- zeigt einen Adapter zur Verbindung des erfindungsgemässen Lampengehäuses mit einem
Lampengehäuseträger mit einem geneigt nach oben oder horizontal verlaufenden Auslegerarm
und
- Figur 3
- diesen Adapter nach Figur 2 zusammengebaut mit einem Lampengehäuse nach Figur 1 ebenfalls
in perspektivischer Ansicht.
- Figur 4
- stellt einen Adapter dar zur Verbindung des erfindungsgemässen Lampengehäuses mit
einem Säulenkandelaber während
- Figur 5
- einen Adapter wiederum für dasselbe erfindungsgemässen Lampengehäuse zeigt, jedoch
für einen Lampengehäuseträger in der Form eines Aufhängeseiles. Die
- Figuren 6 und 7
- zeigen zwei LED-Trägerplatten für unterschiedliche Ausleuchtflächen.
- Figur 8
- zeigt einen perspektivischen Vertikalschnitt durch die Verbindung zwischen dem erfindungsgemässen
Lampengehäuse und dem Adapter. Hier für einen Adapter gemäss der Figur 2 und
- Figur 9
- eine gleiche Darstellung dieser Verbindung zwischen dem erfindungsgemässen Lampengehäuse
in einer ausgelenkten Position.
- Figur 10
- zeigt schliesslich eine Ansicht des erfindungsgemässen Lampengehäuses in einer geöffneten
Position mit aufgeklapptem Deckel und Blick auf die mit LEDs bestückten LED-Trägerplatten.
[0009] Wie bereits einleitend erwähnt, besteht eine Strassenbeleuchtung aus einem Lampengehäuseträger
und einem daran befestigten Lampengehäuse. Der Begriff Lampengehäuseträger wird deshalb
gewählt, da das erfindungsgemässe Lampengehäuse sowohl bei der Verwendung an einem
Kandelaber wie auch an über der Strasse gespannten Aufhängeseile festigt sein kann.
Lampengehäuseträger wird somit als Oberbegriff für Kandelaber jeglicher Form sowie
Aufhängeseile verwendet. Je nach der Art des Lampengehäuseträgers befindet sich im
montierten Zustand das Lampengehäuse direkt am Strassenrand, nämlich bei der Verwendung
eines sogenannten Säulen-Kandelabers oder ragt seitlich ein Stück weit in den Strassenbereich
hinein, wenn ein gekröpfter Kandelaber oder ein Kandelaber mit Auslegearm verwendet
wird oder kann schliesslich, wenn als Lampengehäuseträger ein Hängeseil verwendet
wird, auch mittig über der Strasse angeordnet sein.
[0010] Das erfindungsgemässe Lampengehäuse unter Weglassung des Adapters ist in der Figur
1 mit Blick schräg von oben auf die Lampengehäuseoberseite dargestellt. Das Lampengehäuse
1 besitzt eine Deckfläche 10 mit einer Vielzahl von parallelen, direkt angeformten
Wärmeabstrahlrippen 14. Am Rand dieser Deckfläche 10 sind hier geneigte Stirnflächen
angeformt. Die vorderseitige Stirnfläche ist mit 12 und die dieser gegenüberliegenden
rückseitige Stirnfläche mit 11 bezeichnet. Die beiden parallelen in Bezug auf die
Längsausdehnung seitlichen Stirnflächen sind hier als Längskantenflächen 13 bezeichnet.
Von der rückseitigen Stirnfläche 11 ausgehend ist ein zur Lampengehäusemitte hin erstreckender,
erhöhter Aufbau 15 erkennbar. Dieser Aufbau 15 ist einstückig mit der Deckfläche und
der rückseitigen Stirnfläche 11 verbunden. Der die Deckfläche 10 überragende Teil
des Aufbaus fluchtet im Bereich der rückseitigen Stirnfläche 11 mit dieser. Von dieser
rückseitigen Stirnfläche 11 ausgehend ist im Lampengehäuse 1 bzw. im erhöhten Aufbau
15 eine Ausnehmung 17 eingeformt. Diese Ausnehmung 17 dient der Aufnahme eines dem
Lampengehäuseträger angepassten Adapters, der die Verbindung zwischen dem Lampengehäuse
1 und dem Lampengehäuseträger herstellt.
[0011] In der Figur 3 ist nun das Lampengehäuse 1 über einen Adapter 3 mit einem nur ansatzweise
erkennbaren Lampengehäuseträger 4 verbunden. Deutlich erkennt man, wie der Adapter
3 in die Ausnehmung nach oben offenen 17 im erhöhten Aufbau 15 eingreift. Auch erkennt
man, dass die Längsachse des Adapters 3 und die Längsachse des Lampengehäuse 1 einen
Winkel einschliessen, der gemäss einer bevorzugten Ausführungsform variabel ist und
wie später noch gezeigt wird, relativ einfach und genau einstellbar ist.
[0012] In der Figur 2 ist der Adapter 3, wie in Figur 3 ersichtlich, für sich allein dargestellt.
Dieser besteht aus zwei fest miteinander verbundenen Teilen, nämlich einem Rohrstutzen
31 und einem schwenkbeweglich lagerbaren Kupplungsstück 30. Der Rohrstutzen 31 besitzt
einen Klemmring 31' in dem ein Klemmschraubengewinde 31" angeordnet ist. In das Klemmschraubengewinde
31" lässt sich eine hier nicht dargestellte Klemmschraube eindrehen und damit den
Adapter 3 bzw. dessen Rohrstutzen 31 in der gewünschten Winkellage form- und kraftschlüssig
halten. Üblich sind drei Klemmschraubengewinde 31" vorgesehen.
[0013] Am Rohrstutzen 31 und einstückig damit verbunden ist das Kupplungsstück 30 angeformt,
das zur schwenkbeweglichen Halterung in der Ausnehmung 17 dient. Dieses Kupplungsstück
30 weist im Querschnitt, quer zur Längsrichtung des Adapters 3 eine U-förmige Gestalt
auf. Sie besteht aus einer Deckfläche 36 und zwei seitlichen Lagerwangen 39. In diesen
Lagerwangen 39 sind in deren Endbereiche die zum Lampengehäuse hin gerichtet angeordnet
sind Lagerbohrungen 38 angebracht. Entsprechend sind in der Ausnehmung eben solche
Lagerbohrungen in dessen Seitenwänden eingeformt. Die Verbindung des Adapters 3 mit
dem Lampengehäuse 1 kann mittels seitlichen Lagerstifte oder mittels einer durchgehenden
Lagerachse erfolgen, wobei diese jeweils in axialer Richtung mittels eines Segerrings
gesichert sind.
[0014] Eine zweite Form eines Adapters 3 ist in der Figur 4 dargestellt. Hier verläuft die
Deckfläche 36 des Kupplungsstückes 30 senkrecht zur Längsachse des Rohrstutzens 31.
Der Rohrstutzen 31 ist wiederum mit einem Klemmring 31' versehen, in dem wiederum
Klemmschraubengewinde 31" eingeformt sind. Der hier dargestellte Adapter 3 dient in
dieser Form zur Verbindung mit einem Säulen-Kandelaber als Lampengehäuseträger 4.
[0015] Eine dritte Ausgestaltungsform des Adapters 3 ist schliesslich in der Figur 5 gezeigt.
Dessen Kupplungsstück ist hier mit 30 bezeichnet und ist so ausgestaltet, dass dieses
in derselben Ausnehmung 17 des Lampengehäuses 1 passt. Statt einer achsgelagerten,
schwenkbaren Verbindung des Kupplungsstückes mit dem Lampengehäuse 1 ist hier das
Kupplungsstück 30 zur schraubbaren Verbindung gestaltet. Der Adapter 3 ist somit fest
in der Ausnehmung 17 gehalten. Am einschraubbaren Kupplungsstück 30 ist ein Arm 34
angeformt, der im montierten Zustand des Adapters 3 am Lampengehäuse 1 von der rückseitigen
Stirnfläche 11 in Richtung zur vorderseitigen Stirnfläche 12 schräg nach oben gerichtet
über der Deckfläche 10 endet. An dem dem Kupplungsstück 30 entgegengesetzten Ende
des Armes 34 ist ein Zapfen 41 angeordnet und an diesem Zapfen 41 ist ein Schemel
40 mit Seilklemmen 35 gehalten
[0016] Auch hier besteht das Kupplungsstück 30 aus zwei seitlichen Lagerwangen 39 und einer
Deckfläche 36 auf der der Arm 34 angeformt ist. Die Lagerwangen 39 liegen auch hier
an den seitlichen Wände der Ausnehmung 17 an. Die Lagerwangen sind bevorzugt mit einer
Lagerbohrung 38 versehen und können mit einem Lagerbolzen durchsetzt werden, womit
sich eine stabile Verbindung zwischen Kupplungsstück und Lampengehäuse ergibt. Trotzdem
kann zur zusätzlichen Sicherung das Kupplungsstück 30 mit einer Stirnplatte 43 versehen
sein, die die Ausnehmung 17 am Lampengehäuse seitlich oder unten überlappt und eine
vergrösserte Auflage ergibt. In der Stirnplatte 43 sind zudem zwei Durchgangsbohrungen
45 vorhanden, die eine lageunveränderliche Verbindung des Kupplungsstückes 30 mit
dem Lampengehäuse erlaubt, sowie einen Einstellschlitz 44, falls eine mit der erwähnten
mittigen Konsole 170 im Lampengehäuse bewegliche und winkeleinstellbare Verbindung
realisiert werden soll.
[0017] Hier, wie bei allen zuvor erwähnten Lösungen, übergreift das Kupplungsstück 30 die
mittig in der Ausnehmung 17 angeordnete Konsole 18. Diese Konsole kann ebenfalls bei
der oben beschriebenen Lösung eingesetzt werden und zwar indem durch die Konsole 18
ein zweiter Bolzen zur Sicherung durchgeführt wird, der mit dem Kupplungsstück 30
verbunden ist, so dass gegebenenfalls dieses Kupplungsstück mittels zwei Bolzen gehalten
ist.
[0018] Der modulare Aufbau des erfindungsgemässen Lampengehäuses endet nicht nur bei der
verschiedenartigen Verbindung des Lampengehäuses 1 mit einem Lampengehäuseträger 4,
sondern je nach Lampengehäuseträger 4 befindet sich, wie bereits erwähnt, das Lampengehäuse
an unterschiedlichen Stellen relativ zur zu beleuchtenden Strasse. Daher sieht man
vor, dass im Lampengehäuse 1 LED-Trägerplatten 2 auswechselbar montiert sind, ohne
dass hierbei Anpassungen am Lampengehäuse erforderlich sind. In den Figuren 6 und
7 sind zwei solcher LED-Trägerplatten 2 im Detail dargestellt. Während die LED-Trägerplatte,
gemäss der Figur 6, typischerweise für ein Lampengehäuse realisiert sind, welches
teilweise oder mittig über die Fahrbahn hinweg angeordnet ist, zeigt die Figur 7 eine
LED-Trägerplatte 2 die für ein Lampengehäuse geeignet ist, das an einem Lampengehäuseträger
seitlich der Fahrbahn angeordnet ist.
[0019] Jede LED-Trägerplatte 2 weist auf der auf dem Lampengehäuse innen aufliegenden Seite
eine plane Aufschraubfläche 20 auf. Auf der der Aufschraubfläche 20 gegenüberliegenden
Seite ist die LED-Trägerplatte 20 mit mehreren geneigten Teilflächen 21 versehen.
Diese geneigten Teilflächen 21 bilden die LED-Befestigungsflächen. Dies ist am deutlichsten
in der Figur 10 erkennbar. Insgesamt sind vier geneigte Teilflächen vorgesehen. Dies
erlaubt die Anbringung von vier Reihen von parallel nebeneinander angeordneten LEDs.
Jedes LED ist in der Figur 10 mit 5 bezeichnet. Im Handel sind auch LEDs, die im Prinzip
aus zwei Licht emittierenden Dioden nebeneinander bestehen, die aber auf einem Sockel
angeordnet sind und mit optischen Licht-streuenden oder konzentrierenden Linsen versehen
sind. Bei den LED-Trägerplatten gemäss der Figur 6 sind jeweils die beiden äussersten
Teilflächen 21' stärker geneigt als die beiden zentrischen angeordneten Teilflächen.
Diese zentrisch liegenden Teilflächen sind hier mit 21" versehen.
[0020] Die zweite Ausführungsform einer LED-Trägerplatte ist in der Figur 7 gezeigt, wobei
auch hier die Trägerplatte 4 Teilflächen 21 aufweist, wobei diese Teilflächen schrederdachartig
verlaufen, wobei eine der zuäusserst liegenden Teilflächen am steilsten angeordnet
ist und die Neigung der darauf folgenden Teilflächen 21 in der Neigung abnehmen. Ferner
erkennt man, dass in den Teilflächen 21 Gewindelöcher oder Sacklöcher zur kraft- und
oder formschlüssigen Befestigung von Leiterplatten mittels Schrauben oder Nieten vorhanden
sind. Die LED-Trägerplatten 2 weisen zwischen den Teilflächen ebene Stege 24 auf.
Im Bereiche dieser Stege sind Befestigungsbohrungen 25 angebracht, mittels der die
LED-Trägerplatten 2 innen auf die plane Fläche des Lampengehäuses 1 aufschraubbar
sind. Im so montierten Zustand liegen die LED-Trägerplatten 2 mit ihren Aufschraubflächen
20 im innigen Kontakt mit dem Lampengehäuse auf demselben auf, mit Ausnahme einer
Längsnut 22 die sich über die gesamte Länge der Aufschraubfläche 20 verlaufend erstreckt.
Diese Längsnut 22 dient als Kabeldurchführung. Zur Speisung der LEDs führen entsprechende
Durchbrüche 23 von der Längsnut 22 zu den einzelnen Teilflächen 21.
[0021] Die Verwendung der LED-Trägerplatten ist aus verschiedenen Gründen besonders vorteilhaft.
Zum einen können dank den LED-Trägerplatten die LEDs so ausgerichtet werden, dass
trotz der geringen Lichtstreuung eine grosse und gezielt gestaltete Leuchtfläche erzielt
werden kann. Je nach dem gewünschten Leuchtfeld braucht somit nicht jeweils das Lampengehäuse
geändert werden, sondern es genügt die LED-Trägerplatten entsprechend zu wählen. Zum
anderen lassen sich die LED-Trägerplatten 2 aus Metall massiv fertigen und dank den
planen Aufschraubflächen und der entsprechend planen Innenseite des Lampengehäuses
lässt sich eine optimale Wärmeableitung erzielen. Dieser Wärmeableitung dienen selbstverständlich
auch die auf der Deckfläche angebrachten Wärmeabstrahlrippen 14. Es ist absolut essentiell,
dass die Wärmeableitung optimal gelöst wird, da dies die Lebensdauer der LEDs bestimmt.
Die hier verwendeten LED-Trägerplatten kombinieren die Vorteile einer optimalen Lichtfeldgestaltung
und einer besonders günstigen Wärmeableitung.
[0022] In den Figuren 8 und 9 ist die besonders vorteilhafte Möglichkeit dargestellt, ein
Lampengehäuse im bereits montierten Zustand optimal auf die zu beleuchtende Fahrbahn
auszurichten. Hier erkennt man das Lampengehäuse 1 und den Adapter 3 mit dem Rohrstutzen
31. Am Rohrstutzen 31 ist das schwenkbeweglich im Lampengehäuse 1 gelagerte Kupplungsstück
30 geschnitten gezeigt. In der Lagerbohrung 38 ist hier ein Lagerbolzen 38' eingesetzt,
der mittels eines Segerrings 38" gesichert ist. Das Kupplungsstück 30 ist gegenüber
der Lagerbohrung 38 zum Rohrstutzen 31 hin versetzt, wiederum mit Lagerbohrungen versehen,
indem ein erster Schwenkbolzen 171 lediglich im Kupplungsstück 30 beidseitig in deren
seitlichen Wangen 39 gelagert angeordnet. In der Ausnehmung 17 ist eine etwa mittig
angeordnete Konsole 18 vorhanden und in dieser Konsole ist ebenso eine Lagerbohrung
angebracht, in der ein zweiter Schwenkbolzen 173 lagert. Beide Schwenkbolzen 171 und
173 werden von einer Verstellschraube 172 durchsetzt. Auf der Verstellschraube 172
ist ein Klemmring 174 distanziert vom ersten Schwenkbolzen 171 auf der genannten Verstellschraube
172 aufgesetzt, während eine Unterlagscheibe 175 am ersten Schwenkbolzen 171 anliegt.
Zwischen dem Klemmring 174 und der Unterlagscheibe 175 ist eine Rückstelldruckfeder
176 gelagert. In der Deckfläche 36 des Kupplungsstückes 30 ist ein Langloch 37 eingelassen,
das Zugriff zur Verstellschraube 172 erlaubt. Das erfindungsgemässe Lampengehäuse
einer Strassenbeleuchtung lässt sich nun mittels des Adapters 3 auf einem Lampengehäuseträger
4 montieren und danach kann nun mittels der Verstellschraube 172 das erzeugte Lichtfeld
auf die zu beleuchtende Strasse gerichtet werden.
[0023] Letztlich ist in der Figur 10 die Unterseite des Lampengehäuses 1 mit Blick auf die
hier bereits montierten LEDs 5 in einem geöffneten Zustand gezeigt. Die Deckfläche
mit den Wärmeabstrahlrippen 14 ist folglich nicht sichtbar. Der Innenraum des Lampengehäuses
1 hat einen vorderen Teil in Richtung der vorderseitigen Stirnfläche 12, indem zwei
LED-Trägerplatten 2 parallel nebeneinander in Längsrichtung des Gehäuses angeordnet
sind. Eine Trennwand 19 unterteilt diesen Innenraum in den vorderen Bereich mit den
LEDs und einem rückwärtigen Bereich in dem der LED-Speiseteil untergebracht ist, angeordnet.
Hier können beispielsweise Elemente, wie ein Transformer 51 und ein Gleichrichter
52 angeordnet sein. Die Stromzuführung kann durch Durchführungsbuchsen 53 erfolgen.
Mindestens einer dieser Durchführungsbuchsen kann gleichzeitig auch dem Luftaustausch
dienen um so Kondenswasserbildung im Lampengehäuse 1 zu vermeiden. Parallel zu den
Stirnflächen 11 und 12 sowie den Längskantenflächen 13 ist ein zum Deckel hin gerichteter,
umlaufender Kragen 100 angeformt, auf den ein Dichtprofil 101 aufgesetzt ist. Der
Deckel 102 besitzt einen umlaufenden Rahmen 103, in dem eine Glasplatte 104 gehalten
ist. Diese Glasplatte 104, die sich über die gesamte Fläche des Lampengehäuses 1 erstreckt,
liegt dichtend auf das erwähnte Profil 101 auf, ebenso wie auf die Trennwand 19. Der
Deckel 102 ist mittels entsprechenden Scharnieren schwenkbeweglich an der rückseitigen
Stirnfläche 11 gelagert.
[0024] Die erwähnte Konsole 18 ist ausserhalb der Mitte angeordnet, um ausserhalb des Bereiches
der Speisekabeldurchführung zu sein. Dies erkennt man einerseits an der Anordnung
des Langloches 37 und andererseits an der aufliegenden Wand des einschraubbaren Kupplungsstücks
30 in der Figur 5, in der eine entsprechende, seitlich versetzte Ausnehmung vorhanden
ist, durch die die Konsole hindurchgreifen kann.
[0025] Somit lässt sich mit einem einzigen Lampengehäuse sämtliche Anwendungsbereiche abdecken,
wobei lediglich der Adapter 3 entsprechend dem gewählten Lampengehäuseträger 4 gewählt
werden muss und im Lampengehäuse die LED-Trägerplatten 2 wiederum in Abhängigkeit
des Typs des Lampengehäuseträgers 4 angebracht werden kann. Die aus Metall gegossenen
Lampengehäusen 1 gemäss der Erfindung sind teurer als herkömmlich aus Blech geformte
Lampengehäusen. Dank der vielseitigen Verwendung lassen sich jedoch grosse Stückzahlen
fertigen, womit die Kosten wieder reduziert werden können. Auch für den Anbieter bringt
dies Nutzen, da er bezüglich der Lagerhaltung lediglich ein Lampengehäuse hat und
dazu für die verschiedenen Anwendungen angepasste Adapter 3.
Bezugszeichenliste:
[0026]
- 1
- Lampengehäuse
- 2
- LED-Trägerplatten
- 3
- Adapter
- 4
- Lampengehäuseträger
- 5
- LEDs
- 10
- Deckfläche
- 11
- rückseitige Stirnfläche
- 12
- vorderseitige Stirnfläche
- 13
- Längskantenflächen
- 14
- Wärmeabstrahlrippen
- 15
- erhöhter Aufbau
- 16
- Glasplatte
- 17
- Ausnehmung
- 18
- Konsole
- 19
- Trennwand
- 20
- Aufschraubfläche
- 21
- geneigte Teilfläche
- 22
- Längsnut
- 23
- Durchbrüche
- 24
- ebene Stege
- 30
- Kupplungsstück, u-förmig
- 31
- Rohrstutzen
- 31'
- Klemmring
- 31"
- Klemmschraubengewinde
- 34
- Arm
- 35
- Seilklemme
- 36
- Deckfläche des Kupplungsstückes 30
- 37
- Längsloch
- 38
- Lagerbohrung
- 38'
- Lagerbolzen
- 38"
- Segerring
- 39
- seitliche Lagerwangen
- 40
- Schemel
- 41
- Zapfen
- 43
- Stirnplatte
- 44
- Einstellschlitz
- 45
- Durchgangsbohrungen
- 51
- Transformer
- 52
- Gleichrichter
- 53
- Durchführungsbuchsen
- 100
- Kragen
- 101
- Dichtprofil
- 102
- Deckel
- 103
- Rahmen
- 104
- Glasplatte
- 170
- Konsole
- 171
- erster Schwenkbolzen
- 172
- Verstellschraube
- 173
- zweiter Schwenkbolzen
- 174
- Klemmring
- 175
- Unterlagscheibe
- 176
- Druckfeder
1. Lampengehäuse (1) und Adapter (3) einer Strassenbeleuchtung mit LEDs als Lichtquelle,
bestehend aus einem im wesentlichen rechteckigen, flachen, gegossenen, metallenen
Gehäuse (1), mit rück- (11) und vorderseitigen Stirnflächen (12) und parallelen Längskantenflächen
(13) sowie auf einer oberen Deckfläche (10) mit angeformten Wärmeabstrahlrippen (14)
und einer Unterseite des Gehäuses (11) mit einer planen Glasplatte (16) unter der
die LEDs auf darin angebrachten LED-Trägerplatten (20) angeordnet sind, wobei von
der rückseitigen Stirnfläche (11) ein zur Lampengehäusemitte hin erstreckender erhöhter
Aufbau (15) einstückig angeformt ist, indem eine nach oben offene Ausnehmung (17)
angeordnet ist, in der ein auswechselbarer Adapter (3) zur Verbindung des Lampengehäuses
(1) mit einem Lampengehäuseträger (4) gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass in der offenen Ausnehmung (17) eine Konsole (170) angebracht ist, die mittig von
der Rückseite der Ausnehmung (17) und parallel zu dessen Seitenfläche erstreckend
angeordnet ist, während der Adapter ein in der Ausnehmung einfügbares u-förmiges Kupplungsstück
(30) aufweist, welches mit seitlichen Lagerwangen (39) und einer verbindenden Deckfläche
(36) die Konsole (170) übergreift.
2. Lampengehäuse (1) und Adapter (3) einer Strassenbeleuchtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter (3) zur Verbindung mit einem Säulenkandelaber als Lampengehäuseträger
(4) mit einem Rohrstutzen (31) versehen ist, an dessen Lampengehäuse seitigen Ende,
rechtwinklig zum Rohrstutzen (31), das u-förmige Kupplungsstück (30) angeordnet ist.
3. Lampengehäuse (1) und Adapter (3) einer Strassenbeleuchtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter (3) zur Verbindung mit einem gekröpften Kandelaber als Lampengehäuseträger
(4) geeignet ist, wobei der Adapter (3) aus einem Rohrstutzen (31) und einem daran
in der Verlängerung des Rohrstutzens (31) verlaufendes u-förmiges Kupplungsstück (30)
versehen ist, an dem das Lampengehäuse (1) gehalten ist.
4. Lampengehäuse (1) und Adapter (3) einer Strassenbeleuchtung nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass in der Konsole (170) ein erster Schwenkbolzen (171) gehalten ist durch den eine Verstellschraube
(172) läuft, welche einen zweiten Schwenkbolzen (173) im Kupplungsstück (30) durchsetzt
und mittels der die Distanz zwischen den beiden Schwenkbolzen (171, 173) verstellbar
ist und so die Winkellage zwischen Lampengehäuse (1) und Kupplungsstück (30), und
damit die Winkellage zwischen Lampengehäuse und dem Lampengehäuseträger (4) verstellbar
ist.
5. Lampengehäuse (1) und Adapter (3) einer Strassenbeleuchtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass im u-förmigen Kupplungsstück (30) auf dessen oberen Deckfläche (36) ein Langloch
(37) eingeformt ist mittels dem Zugriff auf die Verstellschraube (172) gegeben ist.
6. Lampengehäuse (1) und Adapter (3) einer Strassenbeleuchtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter (3) zur Verbindung mit einem Lampengehäuseträger (4) in der Form eines
Aufhängeseiles geeignet ist, wobei das u-förmige Kupplungsstück (30) mit einem Arm
(34) in einem solchen Winkel verbunden ist, dass dieser über dem Lampengehäuse (1)
endet und daran ein Schemel (40) mit zwei Seilklemmen (35) dreh- und fixierbar gehalten
ist.
7. Lampengehäuse (1) und Adapter (3) einer Strassenbeleuchtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Lampengehäuse (1) zwei LED-Trägerplatten (2) mit je einer planen Aufschraubfläche
(20) parallel nebeneinander im Lampengehäuse (1) in dessen Längsrichtung verlaufend
angeordnet sind, wobei auf der die LEDs tragenden Seiten der LED-Trägerplatten (2)
geneigte Teilflächen (21) eingeformt sind die den Abstrahlwinkel der LEDs bestimmen.
8. Lampengehäuse (1) und Adapter (3) einer Strassenbeleuchtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass vier geneigte Teilflächen (21') vorgesehen sind, wobei die beiden zuäusserst angeordneten
Teilflächen stärker aufeinander zu geneigt verlaufen als die beiden zentrisch liegenden
Teilflächen (21").
9. Lampengehäuse (1) und Adapter (3) einer Strassenbeleuchtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass vier geneigte Teilflächen (21) angeordnet sind, die Schrederdach ähnlich angeordnet
sind, wobei die der rückwärtigen Stirnfläche (11) am nächsten liegende Teilfläche
(21) die grösste Neigung hat und die in Richtung der vorderen Stirnfläche (12) folgenden
Teilflächen (21) eine abnehmende Neigung aufweisen.
10. Lampengehäuse (1) und Adapter (3) einer Strassenbeleuchtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass in der planen Aufschraubfläche (20) eine Längsnut (22) für die Kabeldurchführung
verläuft, die zu jeder Teilfläche führende Durchbrüche (23) aufweist.