| (19) |
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(11) |
EP 2 539 088 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.11.2017 Patentblatt 2017/44 |
| (22) |
Anmeldetag: 24.02.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2011/000901 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2011/104021 (01.09.2011 Gazette 2011/35) |
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| (54) |
SPÜLKOPF
FLUSHING HEAD
TÊTE DE RINÇAGE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
24.02.2010 DE 202010002714 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.01.2013 Patentblatt 2013/01 |
| (73) |
Patentinhaber: Pläsier, Arnold |
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26506 Norden-Leegemoor (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Pläsier, Arnold
26506 Norden-Leegemoor (DE)
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| (74) |
Vertreter: Weeg, Thomas |
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Busse & Busse
Patent- und Rechtsanwälte
Großhandelsring 6 49084 Osnabrück 49084 Osnabrück (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 0 384 519 DE-A1- 4 226 336 DE-A1- 19 652 361 JP-A- 11 114 513
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EP-A2- 1 486 755 DE-A1- 19 601 253 JP-A- 8 218 483
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Spülkopf für einen bei einer Kanalinspektion
zu verwendenden Spülschlauch, mit einer Mehrzahl von entlang eines Umfangs um eine
Längsachse verteilten Düsen, die über wenigstens eine Zuführung mit einem zur Anordnung
eines Spülschlauchs vorgesehenen Spülkopfzugang verbunden sind. Des Weiteren betrifft
die Erfindung eine Spülvorrichtung mit einem mit einem vorbeschriebenen Spülkopf versehenen
Spülschlauch, insbesondere einen Spülwagen zur Kanalreinigung.
[0002] Bei der Kanalreinigung müssen zunehmend auch die von beispielsweise 20 cm im Durchmesser
großen Hauptkanälen abgehenden Hausanschlusskanäle inspiziert und gereinigt werden.
Hierzu ist im Stand der Technik nach der
DE 102005023024 A1 eine Vorrichtung bekannt, die einen Spülkopf nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1
umfasst. Dieser Spülkopf wird zusammen mit dem angeschlossenen Spülschlauch über ein
mit einer Kamera versehenes Trägerfahrzeug entlang des Hauptkanals hin zum Hausanschlusskanal
geführt und von dort über einen Schwenkarm in den Hausanschlusskanal eingeführt. Das
Trägerfahrzeug wird hierbei von einem zugehörigen Kamerawagen aus gesteuert, während
der Spülschlauch mit dem Spülkopf von einem Spülfahrzeug aus betrieben wird.
[0003] Aus der
DE19652361-A1, die den Oberbegriff des Anspuchs 1 zeigt, ist ein Spülkopf bekannt, der eine unsymmetrische
Anordnung der Düsen aufweist, wodurch der vordere Teil des Düsenkopfs an der Rohrwandung
entlangschieift und beim Erreichen einer Abzwelgkanalmündung automatisch in diese
hineingedrückt wird. Ob diese Düse schweben kann ist nicht offenbart.
[0004] Aus der
JP 08218483 A ist eine Düse bekannt, die spiralförmig an einer Rohrwandung entlanggeführt werden
kann, wobei diese Drehung durch eine Drehung des Schlauches bewirkt wird.
[0005] Die
JP 11114513 A offenbart eine mit einem zusätzlichen Kamerakopf versehene Spüldüse, deren Düsenkörper
rotieren kann.
[0006] Der
DE 196 01 253 A1 ist eine in einem zu reinigenden Kanal auf dem Boden liegende Spüldüse zu entnehmen,
die ebenfalls eine Kamera aufweist.
[0007] Die
DE 42 26 336 beschreibt ein Reinigungsgerät für Kanäle oder Rohre mit einem über ein Drehkippgelenk
an einen Spülschlauch drehbar und kippbar angeschlossenen Düsenkörper mit rückseitig
angeordneten und nach hinten gerichteten Düsen zur bodenseitigen Vorbewegung.
[0008] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen für die Reinigung von Hauswasseranschlüssen
und -kanälen verwendbaren Spülkopf besser im Kanal zu steuern.
[0009] Die Aufgabe wird gelöst durch einen Gegenstand gemäß Anspruch 1. Erfindungsgemäß
ist vorgesehen, dass die Düse zur Erzeugung einer entgegen der Gewichtskraft des Spülkopfes
gerichteten und diese übersteigenden Kraft unsymmetrisch um die Längsachse verteilt
sind. Insbesondere ist die Anzahl, Größe und/ oder Leistung der Düsen unsymmetrisch
verteilt. Die Verteilung ist dergestalt, dass der durch die im Betrieb befindlichen
Düsen ausgeübte Schub entgegen der Gewichtskraft einer in Normallage befindlichen
Düse gerichtet ist und zu einem Anheben des Spülkopfes führt. Hierdurch kann der Spülkopf
sowie gegebenenfalls der zugehörige Schlauch alleine und angehoben durch den Kanal
geführt werden und ist unabhängig von einem Trägerfahrzeug, über dessen Arm er in
Richtung eines zu reinigenden Kanals geführt wird. Der Spülkopf ist insbesondere in
einer Richtung quer zu seiner Längsrichtung steuer- und/oder führbar. Durch die im
Spülbetrieb auf den Spülkopf ausgeübten Kräfte der seitlich und/oder schräg nach hinten
gerichteten Düsen bezüglich der Längsachse des Spülkopfes erhält dieser nicht nur
eine Vorzugsrichtung in Richtung der Längachse des zu reinigenden Kanals, sondern
auch quer zu dieser. Hierdurch kann der Spülkopf auch entgegen seiner Längsrichtung
gezielt in quer von einem Kanal ausgehende Kanäle hineingesteuert werden. Vorzugsweise
sind die Düsen hierzu steuerbar, d.h. beispielsweise über Magnet- oder andere z.B.
drucksteuerbare Ventile verschließ- und/oder steuerbar.
[0010] Durch die die Gewichtskraft des Spülkopfes übersteigende Kraft, die im Betrieb von
dem Medium auf den Spülkopf ausgeübt wird, ist dieser anhebbar und insbesondere über
die Vielzahl der auf dem Boden eines Kanals befindlichen Verschmutzungen wie Papier
oder Fäkalienreste hinweg hebbar. Er kann des Weiteren einfacher in Hausanschlusskanäle
eingeführt werden.
[0011] In der erfindungsgemäßen Ausbildung ist dem Spülkopf ein Gelenk zugeordnet, durch
das der Spülschlauch gelenkig an den Spülkopf anbindbar ist. Dieses Gelenk kann in
einem zum Spülkopf hin gerichteten Bereich des Schlauches angeordnet sein, wobei der
Schlauch dann wiederum mit einem vorstehend beschriebenen Spülkopf verbunden ist.
Vorteilhafterweise ist durch das Gelenk der Spülkopfzugang mit ausgebildet, so dass
das Gelenk Teil des Spülkopfes ist und einen vorzugsweise flanschartig ausgebildeten
Bereich aufweist, an dem der Spülschlauch befestigt werden kann.
[0012] Die Verwendung eines Gelenks hat besondere Vorteile in Kombination mit einem Spülkopf,
der Düsen zur Erzeugung einer entgegen der Gewichtskraft des Spülkopfes gerichteten
und diese übersteigenden Kraft aufweist, wobei die Düsen insbesondere nach ihrer Größe
und/oder Anzahl unsymmetrisch um die Längsachse verteilt sind. Der Einfluss des Schlauchgewichts
im Betrieb auf den Spülkopf kann verringert werden, und zwar insbesondere dergestalt
dass der Schlauch stärker angewinkelt an den Spülkopf herangeführt werden kann. Der
Spülkopf kann sich am Ende des Schlauchs in einer gewünschten Position besser ausrichten.
Zwar können die auf den Spülkopf wirkenden Gewichtskräfte des Schlauchs und des in
diesem geführten Wassers nicht komplett ausgeschlossen werden, durch das Gelenk wird
jedoch der Einfluss der vom Schlauch und des in diesen strömenden Wassers ausgeübten
Kraft auf die Ausrichtung des Spülkopfes minimiert. Der Spülkopf kann sich somit besser
in dem Kanal insbesondere an dessen Scheitel bzw. an den Wänden abstützen und ist
besser steuerbar.
[0013] Vorteilhafterweise ist bei regelmäßig um eine Längsachse, die beispielsweise der
Längsachse des am Spülkopf angeschlossenen Spülschlauchs entspricht, verteilten Düsen
wenigsten eine im Betrieb nach unten wirkende Düse mit einem größeren freien Innendurchmesser
versehen als eine nach oben wirkende Düse. D.h., der durch diese Düse auf den Spülkopf
ausübbare Impuls entgegen der Gewichtskraft ist größer als der in Richtung der Gewichtskraft
wirkende Impuls, so dass sich in Summe eine Kraft entgegen der Gewichtskraft ergibt.
Hierdurch lässt sich die Düse gut anheben. Besonders vorteilhaft ist die Verwendung
von wenigstens zwei nach unten wirkenden Düsen, was zu einer Stabilisierung der Düse
führt. Die Düse taumelt dann im angehobenen Zustand weniger. Hierbei versteht sich,
dass unter nach unten wirkender Düse durchaus auch eine schräg nach unten/hinten wirkende
Düse verstanden wird.
[0014] Insbesondere bei einem Ausführungsbeispiel, bei dem die von den entgegen der Gewichtskraft
des Spülkopfes wirkenden Düsen ausgeübte Kraft so groß ist, dass der Spülkopf bei
einem senkrechten Anheben am Scheitelpunkt eines Kanals abstützbar ist, kann der Spülkopf,
der zusätzlich in Richtung der Längachse des Kanals geschoben wird, problemlos auch
in Abzweigungen, die nach oben weisen, einfahren. Um eine nicht gewünschte Abzweigung
zu umgehen, ist der Spülkopf drehbar, so dass er sich seitlich vom Scheitel eines
Kanals bewegen kann und hierdurch an einer Abzweigung vorbei geschoben bzw. vom Wasserstrahl
gezogen werden kann. Erfindungsgemäß erfolgt die Drehung eines Spülkopfes hierbei
über einen an dem Spülkopf angeordneten Schlauch, kann also manuell bewirkt werden.
Dies ist auch über Entfernungen von mehreren Dutzend Metern möglich. Darüber hinaus
kann die Düse auch steuerbar ausgebildet sein, um sich gezielt in einen solchen Kanal
hinein bewegen zu können.
[0015] Eine Stabilisierung des schwebenden Spülkopfes im Betrieb wird auch darüber erreicht,
dass der Spülkopf sowohl vornehmlich zum Schweben des Spülkopfes verwendete Düsen
sowie weitere Vortriebsdüsen aufweist, wobei sich diese Düsen dadurch unterscheiden,
dass die Strahlrichtungen von Schweb- und Vortriebsdüsen mit der Längsachse unterschiedliche
Winkel einnehmen.
[0016] Vorzugsweise weist der Spülkopf eine Spülleistung von 200-400 l/min auf, besonders
bevorzugt 250 bis 350 l/min, noch bevorzugter 300-350 l/min. Dies stellt einen guten
Ausgleich zwischen der für ein Schweben des Spülkopfes benötigten Menge und der maximal
in einen Hausanschlusskanal einbringbaren Menge.
[0017] Des Weiteren ist eine Ausbildung eines Spülkopfes von Vorteil, bei dem dieser wenigstens
eine und insbesondere oberseitige Führungsfläche aufweist, die zur Unterstützung der
Führung des Spülkopfes an dem Scheitel oder einer Wand eines Kanals vorgesehen ist.
Hierbei kann es sich beispielsweise um eine verlängerte Anlagefläche handeln, d.h.,
der die Führung aufweisende Teil des Spülkopfes ist dergestalt ausgebildet, dass sich
der Spülkopf über diese in etwa parallel oder geringfügig schräg sich an der Kanalwand
anlehnen kann. Die Führungsfläche ist vorzugsweise eine plane oder leicht gerundete
Fläche, die sich von der weiteren Außenkontur des Spülkopfes abhebt und beispielsweise
durch einseitiges Abflachen des Spülkopfes auszeichnet. Die Führungsfläche dient als
Anlage, über die sich ein schwebender Spülkopf an einer Kanalwand abstützen kann und
hierdurch zu einer Ausrichtung des Spülkopfes im Kanal führt.
[0018] Vorzugsweise handelt es sich hier bei der Führungsfläche um einen Teil eines Führungskörpers,
der gegenüber einem die Düsen aufweisenden Teil des Spülkopfes abgewinkelt oder zwecks
besserer Ausrichtung des durch einen Kanal zu schiebenden Spülkopfes bezüglich seiner
Längsachse versetzt ist. ist. Der Düsenteil, der dann ebenfalls die Aufnahme für den
Spülschlauch aufweist, ist hierbei bezüglich seiner Längsachse gegenüber der Kanalwand
leicht abgewinkelt, was in Kombination mit einem dann schräg vom Spülkopf wegführenden
Schlauch ebenfalls zu einer stabilen Führung des Spülkopfes durch einen Kanal führt.
Gleiches gilt für versetzte Längsachsen von Düsenteil und Führungskörper. Die Längsachse
von Schlauch und Düsenteil können sich hierbei auch in etwa entsprechen.
[0019] Zusätzlich ist es von Vorteil, wenn der Spülkopf einen Funktionsteil umfasst, der
beispielsweise einen Aufnahmeraum aufweist. Hierdurch kann der Funktionsteil, insbesondere
der einstückig mit dem Führungskörper ausgebildete Funktionsteil leichter ausgebildet
werden als der Düsenteil, was ebenfalls wieder einer Führung des Spülkopfes zugute
kommt. Der Funktionsteil kann ebenfalls einstückig oder insbesondere auswechselbar
mit dem Düsenteil verbunden sein und sich mittelbar oder unmittelbar an diesen anschließen.
[0020] Besonders vorteilhaft ist der Spülkopf mit einem in Hauptbewegungsrichtung hin geöffneten
Aufnahmeraum innerhalb des Funktionsteils versehen, in dem eine Kamera angeordnet
ist. Hierdurch ist der Spülkopf und insbesondere in Betriebsstellung mit einem daran
angeordneten Spülschlauch in der Lage, den im Stand der Technik bekannten Kamera-
bzw. Trägerwagen komplett zu ersetzen. Spülkopf und Spülschlauch können ohne Trägervorrichtung
sowohl in Hauptkanälen als auch in Hausanschlusskanälen geführt werden und aufgrund
der integrierten Kamera werden Kamerawagen überflüssig. Dies führt zu erheblich günstigeren
Kanalinspektionswartungen, wobei die Kamera beispielsweise über ein Datenaufzeichnungs-
und wiedergabegerät wie einen kleinen tragbaren Computer mit vom Spülwagen aus betrieben
werden kann. Bei der Kamera kann es sich vorzugsweise auch um eine zumindest teilweise
in den Aufnahmeraum oder an den Spülkopf außenseitig angesetzte, schwenkbare Kamera
handeln, die zu einer besseren Abbildung des Kanals führt. Mittels einer solchen Kamera
können auch direkt unterhalb des Spülkopfes befindliche Unterböden begutachtet werden.
Gerade in Kombination mit einer Führungsfläche, die auch durch Führungsflansche wie
z.B. Stege oder andere Führungselemente ergänzt oder ersetzt werden kann, und der
damit einhergehenden gezielten Ausrichtung des Spülkopfes in die Kamera gezielt ausrichtbar.
[0021] Durch eine gegenüber einer Führungsfläche oder einem Führungselement im Längsschnitt
angewinkelte Unterseite lässt sich der Spülkörper besonders gut in Hausanschlusskanäle
einführen. Sofern ein Hausanschlusskanal untersucht werden soll, wird der Spülkopf
in dessen Richtung geschoben/gezogen und ggf. um seine Längsachse verdreht. Durch
den fehlenden Widerstand an der Führungsfläche dreht sich der Spülkopf in den z.B.
links oder rechts abzweigenden Kanal hinein, was durch die abgeschrägte untere Seite
und die damit einhergehende spitze Ausführung des Spülkopfes unterstützt wird.
[0022] Vorzugsweise ist die nach vorne hin gerichtete Linse der Kamera von einem LED-Leuchtring
umgeben, was den zu betrachtenden Raum gut ausleuchtet.
[0023] Die Vorrichtung ist weiterhin verbessert, wenn der Spülkopf mit einer Ortungsvorrichtung
versehen ist, über die eine eindeutige Lokalisierung zusätzlich zu etwaigen bekanten
Maßnahmen wie Meterrädern möglich ist.
[0024] Vorteilhafterweise ist das Gelenk mit einem hohlen Kugelkopfteil versehen, welches
in einem Teil des Spülkopfes angeordnet ist und insbesondere in entsprechenden Gelenkpfannenbereichen
des Spülkopfes beweglich gelagert ist. Das Wasser kann dann durch den hohlen Kugelkopfteil
in Richtung der Düsen transportiert werden und der Schlauch ist zentral an den auch
hohlen Flanschteil anflanschbar.
[0025] Während einerseits eine Steuerung des Spülkopfes über die Düsen weiterhin möglich
ist, wobei die Düsen beispielsweise über Magnetventile betrieben werden können oder
auch durch unterschiedlichen Wasserdruck schaltbar sein können, weist das Gelenk erfindungsgemäß
einen Freiheitsgrad und mithin eine Schwenkachse auf, durch die der Spülkopf gegenüber
dem Schlauch anwinkelbar ist. Insbesondere steht diese Schwenkachse quer zu der Richtung
der zum Anheben der Düse vorgesehenen Kraft.
[0026] Zur verbesserten Orientierung im Kanal kann der Spülkopf mit einer Lichtzielvorrichtung
versehen sein, die vorzugsweise mit einem Laser oder einem anderen zur Beleuchtung
eines kleinen punktförmigen Bereiches führenden Strahlmittel ausgestattet ist. Durch
die Kenntnis des Winkels, in dem der Strahl vom Spülkopf ausgestrahlt wird und den
sich hierbei bei Anlage an den Kanal ergebenden Abstand zum Spülkopf kann die Entfernung
von von dem Strahl anvisierter Objekte im Kanal genau bestimmt werden. So können beispielsweise
Fehlstellen, Hausanschlüsse und andere Objekte lokalisiert werden, wobei zusätzlich
zu der Entfernung des Leuchtpunktes vom Spülkopf die abgewickelte Länge des Schlauches
zu berücksichtigen ist und beispielsweise über eine Datenerfassung und -auswertung
automatisiert erfasst werden kann.
[0027] Ein erfindungsgemäßer Spülkopf kann mit einem Lagesensor versehen sein, über den
in ein oder mehrere Dimensionen eine Ausrichtung des Spülkopfes definiert werden kann.
Dies verbessert ebenfalls die Positionsbestimmung von Objekten im Kanal.
[0028] In einer Arbeitsstellung, in der der Spülkopf sich an dem oberen Scheitel eines Kanals
befindet, verläuft die Schwenkachse bei einem gradlinig verlaufenden Kanal bevorzugt
zumindest etwa in einer Ebene, die parallel zur Längsrichtung des Kanals verläuft
und in der die Schwenkachse jedoch rechtwinklig angestellt ist. Betrachtet in einer
Längsrichtung des Spülkopfes kann somit der Spülkopf eine nickende Bewegung ausüben.
Die Festlegung einer Schwenkachse dient somit der Übertragung eines Drehmoments von
dem Schlauch über das Gelenk auf den Spülkopf und zum Ausrichten des Spülkopfes. Durch
die Festlegung einer solchen Schwenkachse führt somit eine vom Schlauch ausgeübte
Drehbewegung auf zur Verschwenkung des Kopfes um dessen Längsachse. Durch die Kombination
einer Drehbewegung einhergehend mit einem zusätzlichen Abknicken des Spülkopfes kann
dieser auf deutlich einfachere Weise in Abzweigungen des Kanals hineingeführt werden
und kann Knicke und Richtungsänderungen des Kanals ohne Weiteres mit nachvollziehen.
Eine geringfügige Bewegbarkeit aufgrund von Fertigungstoleranzen od.dgl. um eine weitere
Achse nicht ausschließend ist es erfindungsgemäß wenn der Spülkopf nur diese eine
Schwenkachse aufweist. Der nicht das zum Spülschlauch weisende Gelenkteil aufweisende
Teil des Spülkopfes ist somit beispielsweise durch eine Verdrehung des Schlauchs um
90° im Uhrzeigersinn in eine an einer rechten Seitenwand des Kanals anliegende Position
überführbar. Durch die von den unsymmetrischen Düsen bzw. durch die von dem durch
die Düsen abgegebenen Wasser ausgeübte Kraft wird der Spülkopf dann bei dem Vorliegen
einer auf dieser rechten Seite angeordneten Abzweigung in diese hineingedrückt, wobei
das Gelenk abknickt. Die Einführung des Spülkopfes in eine solche Abzweigung kann
durch eine Abflachung des Spülkopfs auf einer der Führungsfläche entgegengesetzten
Unterseite verbessert werden. Der Spülkopf ist somit auf seiner Unterseite bevorzugt
abgeflacht und zu seiner Längserstreckung angewinkelt ausgebildet.
[0029] Das einen Freiheitsgrad aufweisende Gelenk ist mit einem Flansch versehen, der vorteilhafterweise
eine Profilierung zur Verbindung mit dem Spülschlauch aufweist.
[0030] Eine erfindungsgemäße Spülvorrichtung, beispielsweise ein Spülwagen zur Kanalreinigung,
ist insbesondere in einer Ausbildung mit einer Kamera dazu in der Lage, den bisher
im Stand der Technik bekannten Kamerawagen zu ersetzen. Auch ohne eine integrierte
Kamera kann auf eine Führung des Schlauches durch den Kamerawagen verzichtet werden.
Der Spülschlauch kann einfach durch das Spülwagenpersonal geführt hinter einem Kamerawagen
hergeschoben werden oder von einer anderen Seite des Kanals an den Kamerawagen herangeschoben
oder gezogen werden. Die oftmals fehlerbehaftete Verschwenkung des Spülschlauches
durch die anfällige Mechanik des Trägerfahrzeuges entfällt.
[0031] Vorzugsweise weist die Spülvorrichtung eine Spülschlauchdrehvorrichtung aus, mittels
derer der Spülschlauch um seine Längsachse drehbar ist. Während geübtes Personal zwar
den Spülschlauch direkt auch manuell zu drehen vermag, kann diese Drehung, die bei
entsprechend weit abgewickelten Spülschläuchen einen größeren Krafteinsatz erfordern
kann, durch beispielsweise am Spülschlauch anzuordnende Hebel unterstützt werden.
Hierbei kann es sich auch um eine mit motorischen oder hydraulischen Betätigungsmitteln
versehene Vorrichtung handeln.
[0032] Vorteilhafterweise ist die Spülvorrichtung einer weiteren Ausbildung der Erfindung
mit einem Teleskoparm versehen, der die einfachere Handhabung des Spülarms erlaubt
und insbesondere in eine Richtung vertikal zum horizontal verlaufenden Erdboden bzw.
Untergrund bewegbar ist.
[0033] Vorzugsweise weist die Spülschlauchdrehvorrichtung zur Drehung des Spülschlauchs
eine Halteeinheit mit einer zur Aufnahme des Schlauches vorgesehenen Ausnehmung auf,
in der der Spülschlauch verdrehsicher gehalten werden kann. Die Halteeinheit kann
vorteilhafterweise an einem Ende des Teleskoparms angeordnet sein und um eine Längsrichtung
des Spülschlauchs bzw. um eine Achse, die parallel zur Längserstreckung des Teleskoparms
verläuft, verdrehbar sein. Hierfür weist die Spülschlauchdrehvorrichtung vorzugsweise
zumindest ein aus einer Außerbetriebsstellung in eine Andruckstellung überführbares
Andruckmittel auf, durch welches von der Drehvorrichtung eine Kraft quer und/oder
längs zur Längsrichtung des Schlauches ausübbar ist. Durch Drehung der Halteeinheit,
eines Teils der Halteeinheit oder eines Teils des Teleskoparms kann dann ein Drehmoment
auf den Schlauch übertragen werden, welches sich durch den Schlauch bis hin zum. Spülkopf
fortsetzt und zumindest teilweise zur Drehung des Spülkopfes beiträgt.
[0034] Die Spülschlauchdrehvorrichtung ist insbesondere motorisch, pneumatisch und/oder
elektrisch betreibbar, so dass für ein Verdrehen des Schlauches vom Betriebspersonal
der Schlauch nicht mehr von Hand bewegt werden muss. Vorzugsweise ist die Verdrehung
elektrisch betätigbar. Das Andruckmittel ist insbesondere pneumatisch betätigbar,
da dann über einfachen Druckbegrenzer ein maximaler Andruck auf den Schlauch einstellbar
ist. Das Betriebspersonal kann sich vielmehr auf den Spülkopf und dessen von einer
Aufnahmevorrichtung angezeigte Daten konzentrieren. Die Steuerung des Spülschlauches
kann hierbei insbesondere über eine Joystik-Steuerung oder eine Drehradsteuerung erfolgen,
die eine intuitive Führung des Spülkopfes erlauben.
[0035] Als Andruckmittel wird oder werden insbesondere umlaufend oder drehbare Andruckmittel
in Form von Rädern, Riemen, Ketten oder dgl. auf dem Schlauch abrollfähige Mittel
verwendet.
[0036] Vorteilhafterweise weist das oder weisen die Andruckmittel eine Profilierung auf,
die in der Andruckstellung quer zur Längsrichtung des Spülschlauches wirkt, so dass
ein Verdrehen des Spülschlauches verbessert ohne ein Rutschen des Schlauches erfolgen
kann. Beispielsweise handelt es sich hierbei um Rollen, Riemen oder dgl. umlaufende,
profilbehaftete Mittel, an denen der Schlauch entlang läuft und die in Längsrichtung
auf dem Schlauch abrollen und eine in Umfangsrichtung erstreckte Längsprofilierung
in Form von umlaufenden Rillen aufweisen.
[0037] Eine verbesserte Steuerung des Spülkopfes und des diesen drehenden Schlauches erfolgt
dann, wenn das Andruckmittel als umlaufendes und/oder drehbares Anlagemittel ausgebildet
ist, so dass eine Verschwenkung des Schlauches und mithin des Spülkopfes sowie ein
Vortrieb desselben unabhängig voneinander und auch gleichzeitig erfolgen kann. Hierfür
kann das Anlagemittel auch zum Vortrieb des Spülkopfs ausgebildet sein.
[0038] Die Steuerung der Spülschlauchdrehvorrichtung, die insbesondere pneumatisch betätigbar
ist, ist mit der Datenerfassung dahingehend abgeglichen, dass die Bedienung der Vorrichtung
und die hieraus erfolgende Bewegung des Spülkopfes direkt erfasst werden und vorzugsweise
Positionsdaten über Lage und Ausrichtung des Spülkopfes direkt angezeigt werden können.
[0039] Die hauptsächliche Ausfahrrichtung des Teleskoparms und die Andruckrichtung des Andruckmittels
sind hierbei quer zueinander ausgerichtet, um eine optimale Steuerung des Spülkopfes
zu ermöglichen.
[0040] Durch die Ausbildung einer Halteeinheit am unteren Ende des Teleskoparms kann diese
auch gleichzeitig der Abdeckung einer Kanalöffnung dienen, so dass der Schutz des
Betriebspersonals auch durch die Spülschlauchdrehvorrichtung gesichert.
[0041] Um die Fehleranfälligkeit von der zum Spülkopf führenden Versorgungsleitung zu verringern,
kann der Spülschlauch vorteilhafterweise zumindest teilweise mit dem Kamerakabel verbunden
werden, beispielsweise über einen Schrumpfschlauch. Die Versorgungsleitung kann auch
in den Spülschlauch selbst, beispielsweise in dessen Armierung oder dessen wasserführenden
Hohlraum, integriert sein, was durch das dann nur noch eine Kabel zu einer besseren
Handhabung desselben führt.
[0042] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung lassen sich der nachfolgenden Figurenbeschreibung
entnehmen. Schematisch dargestellt zeigt
- Fig.
- 1 eine perspektivische Darstellung des erfindungsgemäßen Spülkopfes ,
- Fig. 2
- einen Längsschnitt durch den Gegenstand gemäß Fig. 1,
- Fig. 3
- den Gegenstand nach Fig. 1 in einer rückwärtigen Ansicht,
- Fig. 4
- den Gegenstand gemäß Fig. 1 in einer Explosionsdarstellung,
- Fig. 5
- einen weiteren erfindungsgemäßen Gegenstand in einer perspektivischen Ansicht,
- Fig. 6
- einen Längsschnitt durch den Gegenstand nach Fig. 5,
- Fig. 7
- eine weitere erfindungsgemäße Ausbildung in einer perspektivischen Ansicht,
- Fig. 8
- den Gegenstand in einer Draufsicht,
- Fig. 9
- den Gegenstand in einer Schnittdarstellung entlang IX-IX,
- Fig. 10
- den Gegenstand nach Fig. 7 in einer Ansicht von vorne,
- Fig. 11
- einen Teil einer erfindungsgemäßen Spülvorrichtung,
- Fig. 12
- den Gegenstand nach Fig. 11 in einer Ansicht von unten,
- Fig. 13
- den Gegenstand nach Fig. 11 in einer Seitenansicht.
[0043] Gleich oder ähnlich wirkende Teile sind - sofern dienlich - mit identischen Bezugsziffern
versehen. Einzelne technische Merkmale der nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispiele
können auch mit den Merkmalen der vorbeschriebenen Ausführungsbeispiele zu erfindungsgemäßen
Weiterbildungen führen.
[0044] Ein erfindungsgemäßer Spülkopf gemäß Fig.1 weist einen Düsenteil 2 auf, an den ein
Funktionsteil 4 dichtend angeflanscht ist. Der als Führungskörper ausgebildete Funktionsteil
4 umfasst einen eingeschrägten, zylindrischen Grundkörper 3 mit einem einstückig mit
diesem verbundenen konusförmigen Kopfende 5. Zur Ausbildung einer Führungsfläche ist
eine obere Kante 6 in Längsrichtung des Spülkopfes länger als eine Unterkante 7. Hierdurch
ergibt sich ein abgeschrägtes Anflanschende zum Düsenteil 2 hin, wodurch sich die
Fläche um die Kante 6 als Führungsfläche eignet.
[0045] Ein Aufnahmeraum 8 (vgl. Fig. 2) ist mit einer Abdeckung 9 dicht verschlossen. Über
die Abdeckung 9 ist eine mit einem LED-Leuchtring umfasste Kamera in dem Aufnahmeraum
8 festgelegt. Die Abdeckung 9 weist eine durchsichtige und von der LED zu durchleuchtende,
ringförmige Scheibe 11 auf, die eine in diesem Fall kreisförmige Scheibe 19 und eine
Linse 12 der Kamera begrenzt. Bei Verwendung eines beweglichen Einstellrings 13 kann
die Linse der Kamera fokussiert werden.
[0046] An dem dem vorderen Ende des Spülkopfes entgegengesetzten Ende des Spülkopfes weist
der Düsenteil 2 eine Mehrzahl von Düsen 14 auf, die in Umfangsrichtung um eine Längsachse
des Düsenteils 2 sowie um eine Längsachse des Führungskörpers bzw. Funktionsteils
4 angeordnet sind.
[0047] Der Düsenteil 2 weist des Weiteren einen Spülkopfzugang 16 auf, der der Festlegung
eines Spülschlauches dient. Von dem Spülkopfzugang 16 aus werden die Düsen mit dem
Medium, vorzugsweise Wasser, versorgt.
[0048] Im Betrieb des Spülkopfes ist dieser mit einem daran angeordneten Spülschlauch vermöge
der Düsen dergestalt ausgebildet, dass sich dieser mit der Fläche um die Kante 6 ohne
Verdrehung des Spülkopfes in der gezeigten Ausrichtung an einer oberen Wand oder einem
Scheitel eines zu inspizierenden oder zu reinigenden Kanals anliegt. Die Kamera 17
schaut in diesem Fall in Richtung einer Längsrichtung des Kanals. Die abgewinkelte
Anordnung von Düsenteil 2 und Führungskörper 4 führt zu einer stabilen Lage, wobei
zwar das Gewicht des Schlauches den Spülkopf zusätzlich nach unten zieht, was jedoch
durch die schräge Anordnung des Düsenteils 2 bereits teilweise ausgeglichen wird.
Sofern der Funktionsraum 8 mit der Kamera 17 nicht in der gezeigten Weise schräg an
den Düsenteil angeflanscht wird bzw. nicht schräg ausgebildet ist, könnte auch alternativ
dazu die Kamera 17 schräg in dem Aufnahmeraum angeordnet werden, um in Längsrichtung
des Kanals zu schauen.
[0049] Alternativ oder ergänzend könnten die gezeigte Abdeckung 11 der LED-Einheit 18 sowie
der Glasaufsatz 19 der Kamera so ausgebildet sein, dass sie eine "Fish-eye"-Ansicht
der Umgebung liefern und somit eine größtmögliche Abdeckung des zu betrachtenden Raumes
bieten. Ein Positionierstift 21 dient der exakten Anordnung der Kameraeinheit in dem
Funktionsraum. Über einen eine Dichtung 25 quetschenden Messingring 22 wird eine Abdichtung
des zur Aufnahme des Kamerakabels vorgesehenen Kanals 23 erreicht. Dieser ist dann
mit dem Kamerakabel gegenüber dem zu reinigenden Kanal abgedichtet.
[0050] Düsenteil 2 und Führungskörper 4 sind miteinander über Schraubmittel 24 befestigt,
was eine einfache Wartung insbesondere des Düsenteils 2 bewirkt. In der Rückansicht
auf das Düsenteil gemäß dem Pfeil A aus Fig. 2 ist in Fig. 3 die Anordnung der Düsen
um eine Längsachse 26 des Düsenteils 2 ersichtlich. Untere Düsen 27 sind größer ausgebildet
als die Düsen 14 und dienen insbesondere als Schwebdüsen. Die in der Abbildung im
äußeren Umfang ebenfalls vorhandenen rechtsseitigen Düsen 14 dienen mit den beiden
in der Fig. 1 sichtbaren Düsen 14 vornehmlich als Reinigungsdüsen. Darüber hinaus
kommt diesen Düsen sowie den weiteren ebenfalls auch als Vortriebsdüsen genutzten
Düsen 28 eine stabilisierende Funktion des im Kanal im Betrieb schwebenden Spülkopfes
zu. Es versteht sich, dass auch die Düsen 27 und 28 reinigende bzw. entgegen der Gewichtskraft
gerichtete Wirkungen haben.
[0051] Die Strahlrichtung der inneren Düsen 28 sowie der äußeren Düsen 14 und 27 sind angewinkelt
zueinander und bezüglich der Längsachse 26 unterschiedlich stark angewinkelt (Fig.
4).
[0052] Um eine optimale Führung im Betrieb zu gewährleisten, ist der Führungskörper darüber
hinaus mit seiner Längsachse 29 um ca. 13° gegenüber der Achse 26 abgewinkelt. Insbesondere
bei Werten zwischen 8° und 20° hat sich eine gute Führung der Spülköpfe im Kanal ergeben.
Hierbei sorgt der konusförmige Kopf des Führungskörpers auch bei starken Verschmutzungen
und Hindernissen am Kanalinnenumfang für ein gutes Hinweggleiten über diese.
[0053] Die Mantelfläche des Konus 5 ist gegenüber der Mantelfläche 31 des Führungskörpers
um vorteilhafterweise 20° bis 45° geneigt, um an Hindernissen gut entlanggleiten zu
können. Aufgrund des Aufbaus des Spülkopfes ergibt sich eine Vorzugsbewegungsrichtung
des Spülkopfes nach vorne/oben, die jedoch bei einem Verdrehen des Spülkopfes zu einem
Verschwenken des Spülkopfes hin zu einer Seite des Kanals führt. Darüber hinaus ist
diese Ausrichtung des Spülkopfes besonders gut geeignet, um in einem flachen Winkel
auf einen Hauptkanal stoßende Hauswasseranschlüsse zu treffen und den Spülkopf in
diese einführen zu können. Hierzu können insbesondere mit steuerbaren Düsen versehene
Spülköpfe entlang einer Längsachse beispielsweise um 90° oder 180° gedreht werden
und mit einem gegenteiligen Schub versehen werden, um gut in die kleinen Hausanschluss
Kanäle einstoßen zu können.
[0054] In der Explosionsdarstellung gemäß Fig. 4 ist die Kamera als ein einfaches Einbauteil
gezeigt, welches komplett in den Aufnahmeraum 8 eingeführt wird. Die Abdeckung 9 ist
ebenfalls ein einziges Montageteil, in dem die einzelnen Linsen bzw. die zu durchleuchtende
Abdeckung eingesetzt sind. Die ganze Vorrichtung lässt sich somit auf einfache Weise
sowohl aufbauen als auch zu Wartungszwecken zerlegen.
[0055] Hierzu sind die Düsen als mittels Inbusschlüssel in den Düsenteil 2 einschraubbare,
vorzugsweise aus Keramik bestehenden Düsen ausgebildet.
[0056] Obgleich der Spülkopf mit Führungskörper 4 und Düsenteil 2 zweiteilig ausgebildet
ist, kann er natürlich auch einstückig oder mehrteilig ausgebildet werden. Je länger
die Kante 6 ausgebildet ist im Vergleich zu Kante 7 und je stärker der zylinderförmige
Teil angewinkelt ist, desto stärker schneiden sich die Längsachsen 26 und 29. Dies
kann beispielsweise abhängig gemacht werden von dem Gewicht des im Betrieb anzuhebenden
Spülschlauches. Je schwerer der Spülschlauch ist, desto stärker ist dann auch die
Abwinklung, wobei beispielsweise das Kamerakabel mit dem Spülschlauch zusammen über
einen Schrumpfschlauch geschützt wird.
[0057] Erfindungsgemäß kann ein Funktionsteil 4 je nach Bedarf ausgewechselt werden. So
weist das erfindungsgemäße Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 5 einen Funktionsteil 4
auf, der einen nicht zylindrischen Grundkörper aufweist. Vielmehr ist der Funktionsteil
4 so ausgebildet, dass er eine deutlich ausgeprägte Führungsfläche 32 aufweist, die
der Führung bzw. Ausrichtung des Spülkopfes dient. Der Funktionsteil 4 ist des Weiteren
bezüglich einer vertikalen Achse nach oben hin versetzt an dem Düsenteil 2 angesetzt,
was insbesondere in der Fig. 6 zu entnehmen ist und zu einem Versatz der beiden Längsachsen
von Düsenteil und Funktionsteil 4 führt. Eine Längsachse 33 des Funktionsteils ist
gegenüber einer Längsachse 26 nach oben versetzt. Durch die Führungs- bzw. Ausrichtungsfläche
32 richtet sich der Spülkopf im Betrieb so aus, dass die Kamera in Längsrichtung des
Kanals schaut. Der Spülkopf gemäß Fig.6 eine gegenüber dem vorherigen Ausführungsbeispiel
geänderten LED-Ring um die Linse auf. Anstelle eines Positionierstiftes 21 ist darüber
hinaus der Aufnahmeraum mit einer umlaufenden Kante 34 versehen, die zu einer passgenauen
Anordnung der Kamera 17 im Aufnahmeraum 8 führen. Anstelle der Führungsfläche 32 oder
ergänzend zu ihr können Führungselemente in Form von beispielsweise in Längsrichtung
angeordneten Stegen am Spülkopf vorgesehen sein, die zur gezielten Ausrichtung des
Spülkopfes dienen oder dessen Bewegung durch den Kanal unterstützen.
[0058] Der Spülkopf nach dem Ausführungsbeispiel der Fig. 7 ist wie der Spülkopf nach Fig.
1 mehrteilig aufgebaut und weist einen Düsenteil 2 auf, in den erfindungsgemäß ein
Kardangelenk als Gelenk 40 integriert ist. Ein Flanschteil 41 des Gelenks 40 ragt
aus dem Spülkopf heraus und dient der Befestigung einer Schelle 42 des Spülschlauchendes.
Teil 42 stelle eine gekürzte Aufpresskupplung dar, die an den Flansch 41 des Gelenkkopfes
angeflanscht ist und vorzugsweise eine maximale Erstreckung von 6 cm betrachtet in
Richtung des Spülschlauches hat. Durch die Verwendung einer solchen gekürzten Aufpresskupplung
kann der Spülkopf verbessert in eine Abzweigung, die beispielsweise in einem 90° Winkel
zum Kanal angeordnet ist, einfahren. Auf der Oberseite des Spülkopfes befindet sich
wieder eine Führungsfläche 32, wobei erfindungsgemäße Spülköpfe bereits ausreichend
geführt sind, wenn sie zwei in Längsrichtung hintereinander beabstandete Punkte aufweisen,
die der Anlage an einem Scheitel des Kanals dienen. Hierbei kann es sich um zwei in
Längsrichtung, d.h. in Richtung einer gestrichelt angedeuteten Achse, die deckungsgleich
zur Schnittlinie 43 der Fig. 8 verläuft, hintereinander liegende Buckel oder Anformungen.
[0059] Durch einen durch zwei oder drei Punkte definierte Führungslinie bzw. Führungsfläche
ist insbesondere in Verbindung mit einem Gelenk mit einem Freiheitsgrad bzw. einer
Schwenkachse ein gut führbarer und bewegbarer Spülkopf geschaffen.
[0060] Der erfindungsgemäße Spülkopf nach Fig. 7 weist ebenfalls einen Kameraeinsatz auf,
der über eine Abdeckung 9 dicht verschlossen ist. Diese Abdeckung 9 hält eine Scheibe
11, hinter der zum Ausleuchten des Kanals vorteilhafterweise eine Mehrzahl von LED's
angeordnet ist sowie eine in der Ausnehmung der Scheibe 11 befindliche Linse 12 der
Kamera.
[0061] Das Gelenk der erfindungsgemäßen Ausführung der Fig. 8 weist einen Freiheitsgrad
auf und ist um eine in der Figurenebene liegende und quer zur Schnittlinie 43 liegende
Achse verschwenkbar. Unter Heranziehung der Fig. 8 verschwenkt der Kopf somit vertikal
nach oben bzw. taucht in die Figur hinein.
[0062] Der Kugelkopf 44 wird in einer Gelenkpfanne gehalten, die durch zwei Teile 46 und
47 ausgebildet wird. Bei dem Teil 47 handelt es sich hierbei um ein Verschraubungsteil,
welches der einfachen Festlegung des Kugelkopfes dient und welches auf seiner Außenseite
ein nicht näher dargestelltes Gewinde 48 besitzt, über dass der Kugelkopfteil in dem
Gehäuse des Spülkopfes verschraubt werden kann. Durch den hohlen Innenteil 49 des
Kugelkopfes gelangt das einströmende Wasser hin zu den Düsen 14 und 28. Anstelle einer
Führung der Datenleitungen durch den Bereich 23 können diese ggf. auch zentral durch
den hohlen Kugelkopf hindurchgeführt werden und zentral in den Spülkopf einmünden.
[0063] Vorteilhafterweise ist wie in der Fig. 9 entnommen werden kann der Spülkopf asymmetrisch
um eine Längsachse 26 ausgebildet. Der Hauptteil des Spülkopfes befindet sich versetzt
in Richtung der Oberseite, beispielsweise der Führungsfläche 32. Die Unterseite ist
gegenüber der Längsachse 26 mit einer Kante 51 angewinkelt, während eine Oberseite
mit einer in der Ansicht sichtbaren Kante 52 in etwa parallel zur Achse 26 verläuft.
Durch eine solche asymmetrische Ausbildung kann der Spülkopf sehr gut in auch kleine
Abzweigungen von beispielsweise 10 cm Durchmesser einschwenken.
[0064] Die Verschwenkbarkeit des Spülkopfes ist in der Fig. 9 durch einen Winkel α definiert.
Vorteilhafterweise sind erfindungsgemäße Spülköpfe um einen Winkel von + α oder -
α mit α größer gleich 10° verschwenkbar. Vorzugsweise ist der Spülkopf insgesamt verschwenkbar
über einen Bereich von 30° bis 70°, noch bevorzugter in einem Bereich von 40° bis
60°. Der Winkel α bemisst sich hierbei gemäß der Fig. 9 als der Winkel, um den der
Spülkopf beispielsweise um eine durch einen Bolzen des Kugelgelenks definierten Schwenkachse,
welcher in der Kugelpfanne gehalten ist, verschwenkt. +α bedeutet hierbei eine Verschwenkung
nach oben, -α nach unten und damit in der Figur in einen Bereich unterhalb der Längsachse.
Oben und unten kann somit auch eine Position relativ zur Ausrichtung des Spülkopfes
bedeuten.
[0065] Fig. 10 zeigt eine Mehrzahl von LED 53 auf einem Metallträger 54, der der Kühlung
der LED dient und als LED-Leuchtring wirkt. Dieser Metallring ist am vorzugsweise
aus Metall bestehenden Gehäuse und des Spülkopfes aufgehängt und somit sehr gut gekühlt,
was eine Verlängerung der Lebensdauer der LED's bewirkt.
[0066] Durch die vorzugsweise symmetrische Anordnung der LED's um eine Linse 12 wird der
Kanal gleichmäßig ausgeleuchtet. Vorzugsweise ist eine untere LED 53 mit einer größeren
Leuchtstärke versehen als eine obere LED 53, um bei einer an der Oberseite des Kanals
befindlichen Anordnung des Spülkopfes den nach vorne und unter dem Spülkopf befindlichen
Bereich gut auszuleuchten.
[0067] Nicht gezeigt in der Fig. 10 ist eine Lichtzielvorrichtung, die insbesondere in demselben
Raum, in dem auch die LED 53 angeordnet sind, angeordnet werden kann. Alternativ oder
ergänzend kann die Vorrichtung auch in einer Bohrung beispielsweise des konusförmigen
Körpers 5 angeordnet sein. In dem Funktionsteil des Spülkopfes ist vorzugsweise auch
der Lagesensor angeordnet, über den insbesondere eine Neigung entlang einer Kanallängsachse
oder eine Verdrehung um eine Längsachse des Spülkopfes feststellbar und auswertbar
ist.
[0068] Gemäß der Fig. 11 ist eine erfindungsgemäße Spülvorrichtung mit einer Spülkopfdrehvorrichtung
61 versehen, die an ihrem unteren Ende eine über einen Teleskoparm 62 gehaltene Halteeinheit
63 aufweist. Diese Halteeinheit weist drei Andruckmittel 64 auf, die im vorliegenden
Fall als Rollen umlaufend ausgebildet sind und einen Anlagedruck auf einen durch eine
Ausnehmung 66 zu führenden Spülschlauch ausüben können. Die Andruckmittel 64 sind
gemeinsam mit einem unteren Teil 67 der Halteeinheit gegenüber dem Deckel 68 drehbar.
Gleichzeitig ist die Halteeinheit 63 zur Abdeckung der Öffnung eines Kanals ausgebildet,
wodurch diese nicht zusätzlich während des Betriebs abgedeckt werden muss. Durch die
zentrale Öffnung kann der Schlauch dennoch in den Kanal gut eingeführt werden, vom
Spülkopf unter hohem Druck abgegebenes Wasser wird durch die Halteeinheit und/oder
eine zusätzliche an dieser oder an dem Teleskoparm befestigten Abdeckung wirkungsvoll
am Verlassen des Kanals verhindert. Ein Verletzungsrisiko für das Betriebspersonal
ist verringert.
[0069] Von den drei Andruckmitteln ist lediglich das eine rechte Andruckmittel über einen
Hubzylinder 69 in eine Außerbetriebsstellung überführbar. In der Anlagestellung verteilt
sich jedoch der ausgeübte Druck auf alle drei Andruckmittel. Die Rollen laufen auf
dem Schlauch ab und dienen der Übertragung eines Drehmoments auf den Schlauch.
[0070] In der Unteransicht gemäß Fig. 12 ist erkennbar, dass die Andruckmittel 64 in etwa
symmetrisch um den Schlauch verteilt sind. Über eine Hebelmimik mit einer Stange 71
wird das in der Figur befindliche rechte Andrucksmittel mittels der beiden Hubzylinder
69 in Richtung B bewegt. Die Halterung des Andruckmittels 64 erfolgt durch zwei Lagerbleche
72, die von der Stange 71 bewegbar sind und gemäß Fig. 13 um eine Schwenkachse 73
bewegt werden. Durch die Verwendung zweier, hydraulisch betätigbarer Zylinder auf
beiden Seiten des als Rad ausgebildeten Andruckmittels kann dieses auf einfache Weise
gleichmäßig und ohne zu Verkanten an den Schlauch herangeführt werden.
1. Spülkopf für einen bei einer Kanalinspektion zu verwendenden Spülschlauch, mit einer
Mehrzahl von entlang eines Umfangs um eine Längsachse (26) verteilten Düsen (14,27,28),
die über wenigstens eine Zuführung mit einem zur Anordnung eines Spülschlauchs vorgesehenen
Spülkopfzugang (16) verbunden sind, wobei die Düsen (14,27) zur Erzeugung einer entgegen
der Gewichtskraft des Spülkopfes gerichteten und diese übersteigenden Kraft insbesondere
nach ihrer Größe und/oder Anzahl unsymmetrisch um die Längsachse (26) verteilt sind
und wobei der Spülkopf über den Spülschlauch zu drehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass dem Spülkopf ein Gelenk (40) zur Anbindung an den Spülschlauch zugeordnet ist, das
einen Freiheitsgrad zu einer nickenden Bewegung aufweist.
2. Spülkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine im Betrieb nach unten wirkende Düse (27) einen größeren freien Innendurchmesser
aufweist als eine nach oben wirkende Düse (14).
3. Spülkopf nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Ausbildung, bei der im Betrieb die Anzahl der nach unten wirkenden Düsen größer
ist als die der nach oben wirkenden.
4. Spülkopf nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Anzahl von Schweb- und Vortriebsdüsen (14,27,28), wobei die Strahlrichtungen
von Schweb- und Vortriebsdüsen mit der Längsachse (26) unterschiedliche Winkel einnehmen.
5. Spülkopf nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Führungsfläche (32) oder durch Führungselemente zur Unterstützung der Ausrichtung
des Spülkopfes insbesondere an dem Scheitel eines Kanals.
6. Spülkopf nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsfläche (32) Teil eines Führungskörpers (4) ist, der gegenüber einem die
Düsen (14,27,28) aufweisenden Bereich (2) des Spülkopfes abgewinkelt oder bezüglich
einer Längsachse versetzt ist.
7. Spülkopf nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch einen einen Aufnahmeraum (8) aufweisenden Funktionsteil (4), der sich an einen die
Düsen (14,27,28) aufweisenden Teil (2) des Spülkopfes anschließt.
8. Spülkopf nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch eine in dem nach vorne hin geöffneten Aufnahmeraum (8) innerhalb des Funktionsteils
(4) angeordnete Kamera (17).
9. Spülkopf nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Kamera schwenkbar ist.
10. Spülkopf nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Kamera (17) von einem LED-Leuchtring (18,54) umgeben ist.
11. Spülkopf nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Ortungsvorrichtung.
12. Spülkopf nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gelenk (40) den Spülkopfzugang (16) mit ausbildet.
13. Spülkopf nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gelenk (40) einen hohlen Kugelkopfteil (44) aufweist, durch den Wasser in Richtung
der Düsen (14,28) strömen kann.
14. Spülkopf nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Spülkopf durch das Gelenk (40) gegenüber dem Schlauch um eine Achse, die quer
zu der Richtung der zum Anheben des Spülkopfes vorgesehenen Kraft steht, anwinkelbar
ist.
15. Spülkopf nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gelenk (40) einen Flansch (41) aufweist, der über eine Profilierung zur Verbindung
mit dem Spülschlauch ausgebildet ist.
16. Spülkopf nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Lichtzielvorrichtung zur Bestimmung der Entfernung von vor dem Spülkopf befindlichen
Objekten und/oder der Lage des Spülkopfes.
17. Spülkopf nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Lagesensor zurAufnahme eines Neigungswinkels des Spülkopfes.
18. Spülvorrichtung, insbesondere Spülwagen zur Kanalreinigung, mit einem Spülschlauch
und einem an dem Spülschlauch vorne angeordneten Spülkopf, dadurch gekennzeichnet, dass der Spülkopf nach einem der vorherigen Ansprüche ausgebildet ist.
19. Spülvorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ausrichtung des Spülkopfes und dessen Einführung in einen zu inspizierenden und
von einem Hauptkanal abzweigenden Seitenkanal, insbesondere Hausanschlusskanal, der
Spülschlauch mittels einer Spülschlauchdrehvorrichtung (61) um seine Längsachse drehbar
ist.
20. Spülvorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Spülschlauchdrehvorrichtung einen Teleskoparm (62) aufweist.
21. Spülvorrichtung nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Spülschlauchdrehvorrichtung zumindest ein aus einer Außerbetriebsstellung in
eine Andruckstellung überführbares Andruckmittel (64) aufweist, durch welches von
der Spülschlauchdrehvorrichtung eine Kraft quer und/oder längs zur Längsrichtung des
Schlauchs ausübbar ist.
22. Spülvorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass das Andruckmittel (64) als umlaufendes oder drehbares Anlagemittel (64) ausgebildet
ist, welches vorzugsweise eine Profilierung aufweist, die in der Andruckstellung quer
zur Längsrichtung des Spülschlauches wirkt.
23. Spülvorrichtung nach Anspruch 20 und einem der Ansprüche 21 oder 22, dadurch gekennzeichnet, dass die hauptsächliche Ausfahrrichtung des Teleskoparms (62) und die Andruckrichtung
des Andruckmittels (64) zur aufeinander abgestimmten Steuerung des Spülkopfes quer
zu einander verlaufen.
24. Spülvorrichtung nach einem der Ansprüche 19 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Spülschlauchdrehvorrichtung pneumatisch und elektrisch betätigbar ist.
25. Spülvorrichtung nach einem der Ansprüche 19 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Spülschlauchdrehvorrichtung eine Halteeinheit (63) mit einer zur Durchführung
des Schlauchs vorgesehen Ausnehmung (66) aufweist.
26. Spülvorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Kamera (17) mit einem vorzugsweise tragbaren Datenwiedergabe-und/oder -aufzeichnungsgerät
verbunden ist.
27. Spülvorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass der Spülschlauch zumindest teilweise mit einem Kamerakabel verbunden ist.
1. Flushing head for a flushing hose to be used during inspection of channels, comprising
a plurality of nozzles (14, 27, 28) that are distributed along a periphery about a
longitudinal axis (26) and are connected by at least one supply line to a flushing-head
access point (16) provided for arranging a flushing hose, the nozzles (14, 27) being
distributed about the longitudinal axis (26) in an asymmetrical manner, in particular
according to their size and/or number, in order to generate a force that is oriented
counter to the weight force of the flushing head and that exceeds said weight force,
and the flushing head being intended to be rotated by means of the flushing hose,
characterised in that the flushing head is assigned a joint (40) for connection to the flushing hose, which
joint has a degree of freedom for a nodding movement.
2. Flushing head according to claim 1, characterised in that at least one nozzle (27) that acts downwards during operation has a larger free inside
diameter than an upwardly acting nozzle (14).
3. Flushing head according to either of the preceding claims, characterised by a design in which the number of downwardly acting nozzles is greater than the number
of upwardly acting nozzles during operation.
4. Flushing head according to any of the preceding claims, characterised by a number of floating and propelling nozzles (14, 27, 28), the jet directions of floating
and propelling nozzles forming different angles with the longitudinal axis (26).
5. Flushing head according to any of the preceding claims, characterised by a guide surface (32) or by guide elements for assisting with the orientation of the
flushing head in particular at the top of a channel.
6. Flushing head according to claim 5, characterised in that the guide surface (32) is part of a guide body (4) that is angled relative to a region
(2) of the flushing head comprising the nozzles (14, 27, 28) or is offset relative
to a longitudinal axis.
7. Flushing head according to any of the preceding claims, characterised by a functional portion (4) comprising a receiving space (8), which functional portion
adjoins a portion (2) of the flushing head comprising the nozzles (14, 27, 28).
8. Flushing head according to claim 6, characterised by a camera (17) arranged inside the functional portion (4), in the receiving space
(8) that is open at the front.
9. Flushing head according to either claim 7 or claim 8, characterised in that the camera can be pivoted.
10. Flushing head according to either claim 8 or claim 9, characterised in that the camera (17) is surrounded by a LED luminous ring (18, 54).
11. Flushing head according to any of the preceding claims, characterised by a locating device.
12. Flushing head according to any of the preceding claims, characterised in that the joint (40) forms the flushing-head access point (16).
13. Flushing head according to any of the preceding claims, characterised in that the joint (40) comprises a hollow spherical head portion (44), through which water
can flow towards the nozzles (14, 28).
14. Flushing head according to any of the preceding claims, characterised in that the flushing head can be angled, by means of the joint (40), relative to the hose
about an axis which is transverse to the direction of the force provided for raising
the flushing head.
15. Flushing head according to any of the preceding claims, characterised in that the joint (40) comprises a flange (41) that is designed to connect to the flushing
hose by means of a profiling.
16. Flushing head according to any of the preceding claims, characterised by a light aiming device for determining the remoteness of objects located in front
of the flushing head and/or the position of the flushing head.
17. Flushing head according to any of the preceding claims, characterised by a position sensor for recording an angle of inclination of the flushing head.
18. Flushing device, in particular a flushing vehicle, for cleaning channels, comprising
a flushing hose and a flushing head arranged on the front of the flushing hose, characterised in that the flushing head is designed according to any of the preceding claims.
19. Flushing device according to claim 18, characterised in that the flushing hose can be rotated about the longitudinal axis thereof by means of
a flushing-hose rotating device (61) in order to orient the flushing head and to introduce
said flushing head into a side channel to be inspected that branches off from a main
channel, said side channel in particular being a house connection channel.
20. Flushing device according to claim 19, characterised in that the flushing-hose rotating device comprises a telescopic arm (62).
21. Flushing device according to either claim 19 or claim 20, characterised in that the flushing-hose rotating device comprises at least one pressing means (64) that
can be moved from an inoperative position into a pressing position, by means of which
pressing means a force can be exerted by the flushing-hose rotating device transversely
to and/or in the longitudinal direction of the hose.
22. Flushing device according to claim 21, characterised in that the pressing means (64) is designed as a revolving or rotating contacting means (64)
which preferably comprises a profiling that acts transversely to the longitudinal
direction of the flushing hose in the pressing position.
23. Flushing device according to claim 20 and either claim 21 or claim 22, characterised in that the main extension direction of the telescopic arm (62) and the pressing direction
of the pressing means (64) are transverse to one another for mutually coordinated
control of the flushing head.
24. Flushing device according to any of claims 19 to 23, characterised in that the flushing-hose rotating device can be pneumatically and electrically actuated.
25. Flushing device according to any of claims 19 to 24, characterised in that the flushing-hose rotating device comprises a holding unit (63) having a cut-out
(66) provided for feedthrough of the hose.
26. Flushing device according to any of claims 18 to 25, characterised in that the camera (17) is connected to a preferably portable data-reproduction and/or data-recording
apparatus.
27. Flushing device according to any of claims 18 to 26, characterised in that the flushing hose is connected to a camera cable at least in part.
1. Tête de lavage d'un tuyau de lavage destiné à être utilisé lors d'une inspection de
conduit, la tête de lavage comprenant une pluralité de buses (14, 27, 28) réparties
sur la périphérie au-dessus d'un axe longitudinal (26) et reliées par au moins un
dispositif d'acheminement à un moyen d'accès de tête de lavage (16) destiné à l'agencement
d'un tuyau de lavage, les buses (14, 27) étant réparties asymétriquement autour de
l'axe longitudinal (26), notamment selon leur taille et/ou leur nombre, pour générer
une force opposée au poids de la tête de lavage et surmontant celui-ci et la tête
de lavage étant amenée à tourner autour du tuyau de lavage, caractérisée en ce qu'une articulation (40), destinée à être raccordée au tuyau de lavage, est associée
à la tête de lavage, laquelle articulation possède un degré de liberté pour effectuer
un mouvement de basculement d'avant en arrière.
2. Tête de lavage selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'au moins une buse (27), agissant vers le bas en fonctionnement, a un diamètre intérieur
libre supérieur à celui d'une buse (14) agissant vers le haut.
3. Tête de lavage selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'elle présente une conformation dans laquelle, en fonctionnement, le nombre de buses
agissant vers le bas est supérieur au nombre de buses agissant vers le haut.
4. Tête de lavage selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par un certain nombre de buses de propulsion flottante (14, 27, 28), les directions de
projection des buses de propulsion flottantes formant des angles différents avec l'axe
longitudinal (26).
5. Tête de lavage selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par une surface de guidage (32) ou par des éléments de guidage destinés à aider à orienter
la tête de lavage en particulier au niveau du sommet d'un conduit.
6. Tête de lavage selon la revendication 5, caractérisée en ce que la surface de guidage (32) fait partie d'un corps de guidage (4) qui est disposé
angulairement par rapport à une zone (2) de la tête de lavage, qui comporte les buses
(14, 27, 28), ou qui est décalé par rapport à un axe longitudinal.
7. Tête de lavage selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par une partie fonctionnelle (4) qui comporte un espace de réception (8) et qui se raccorde
à une partie (2) de la tête de lavage qui comporte les buses (14, 27, 28).
8. Tête de lavage selon la revendication 6, caractérisée par une caméra (17) qui est disposée dans l'espace de réception (8), ouvert vers l'avant,
à l'intérieur de la partie fonctionnelle (4).
9. Tête de lavage selon la revendication 7 ou 8, caractérisée en ce que la caméra est apte à pivoter.
10. Tête de lavage selon la revendication 8 ou 9, caractérisée en ce que la caméra (17) est entourée par une anneau d'éclairage à LED (18, 54).
11. Tête de lavage selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par un dispositif de localisation.
12. Tête de lavage selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'articulation (40) forme le moyen d'accès de tête de lavage (16).
13. Tête de lavage selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'articulation (40) comporte une partie de tête sphérique creuse (44) à travers laquelle
de l'eau peut circuler en direction des buses (14, 28).
14. Tête de lavage selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la tête de lavage peut être pliée par l'articulation (40) par rapport au tuyau autour
d'un axe qui est transversal à la direction de la force prévue pour soulever la tête
de lavage.
15. Tête de lavage selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'articulation (40) comporte une bride (41) qui est formée par un profilage pour
être reliée au tuyau de lavage.
16. Tête de lavage selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par une cible de lumière destinée à déterminer la distance à des objets, se trouvant
devant la tête de lavage, et/ou la position de la tête de lavage.
17. Tête de lavage selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par un capteur de position destiné à détecter un angle d'inclinaison de la tête de lavage.
18. Dispositif de lavage, en particulier chariot de lavage destiné au nettoyage de conduits,
comprenant un tuyau de lavage et une tête de lavage disposée en avant sur le tuyau
de lavage, caractérisé en ce que la tête de lavage est formée selon l'une des revendications précédentes.
19. Dispositif de lavage selon la revendication 18, caractérisé en ce que, pour orienter la tête de lavage et pour introduire celle-ci dans un conduit latérale
à inspecter et bifurquant d'un conduit principal, en particulier un conduit de raccordement
de maison, le tuyau de lavage peut être tourné sur son axe longitudinal au moyen d'un
dispositif de rotation de tuyau de lavage (61).
20. Dispositif de lavage selon la revendication 19, caractérisé en ce que le dispositif de rotation de tuyau de lavage comporte un bras télescopique (62).
21. Dispositif de lavage selon la revendication 19 ou 20, caractérisé en ce que le dispositif de rotation de tuyau de lavage comprend au moins un moyen de pression
(64) pouvant passer d'une position hors fonctionnement à une position de pression
et permettant au dispositif de rotation de tuyau de lavage d'exercer une force transversale
et/ou longitudinale par rapport à la direction longitudinale du tuyau.
22. Dispositif de lavage selon la revendication 21, caractérisé en ce que le moyen de pression (64) se présente sous la forme d'un moyen de butée circulaire
ou rotatif (64) qui présente de préférence un profilage qui agit, dans la position
de pressage, transversalement à la direction longitudinale du tuyau de lavage.
23. Dispositif de lavage selon la revendication 20 et l'une des revendications 21 ou 22,
caractérisé en ce que la direction d'extension principale du bras télescopique (62) et la direction de
pressage du moyen de pressage (64) s'étendent transversalement l'une à l'autre pour
commander de façon adaptée la tête de lavage.
24. Dispositif de lavage selon l'une des revendications 19 à 23, caractérisé en ce que le dispositif de rotation de tuyau de lavage peut être actionné pneumatiquement et
électriquement.
25. Dispositif de lavage selon l'une des revendications 19 à 24, caractérisé en ce que le dispositif de rotation de tuyau de lavage comporte une unité de retenue (63) pourvu
d'un évidement (66) destiné au passage du tuyau.
26. Dispositif de lavage selon l'une des revendications 18 à 25, caractérisé en ce que la caméra (17) est relié à un appareil d'enregistrement et/ou de reproduction de
données de préférence portable.
27. Dispositif de lavage selon l'une des revendications 18 à 26, caractérisé en ce que le tuyau de lavage est relié au moins partiellement à un câble de caméra.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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