[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Markieren von Wert- oder Sicherheitsdokumenten
sowie eine Markierungsvorrichtung, die für ein dauerhaftes Markieren eines Wert- oder
Sicherheitsdokuments mit Hilfe von Laserlicht ausgebildet sind.
[0002] Als Sicherheitsdokumente werden jene Dokumente und Gegenstände bezeichnet, die durch
mindestens ein Sicherheitsmerkmal oder Sicherheitselement gegen eine Verfälschung
und/oder ein unautorisiertes Kopieren geschützt sind. Sicherheitsdokumente, die einen
Wert verkörpern, werden auch als Wertdokumente bezeichnet. Sicherheitsdokumente umfassen
beispielsweise Ausweise, Führerscheine oder Kraftfahrzeugpapiere und Wertdokumente,
wobei Wertdokumente, beispielsweise Banknoten, Postwertzeichen oder Schecks umfassen.
[0003] Zumindest bei einem Teil der Sicherheitsdokumente oder Wertdokumente ist es vorteilhaft,
diese auch permanent, vorzugsweise individuell, markieren zu können. Aus dem Stand
der Technik sind unterschiedliche Verfahren bekannt, mit denen Wert-und/oder Sicherheitsdokumente
individualisiert markiert werden können. Während historisch die meisten Wert- und
Sicherheitsdokumente auf Papierbasis hergestellt wurden und insbesondere mittels Drucktechniken
individualisiert wurden, werden moderne Sicherheitsdokumente und Wertdokumente häufig
zumindest teilweise aus Kunststoffmaterialien hergestellt. Moderne Personalausweise
und Führerscheine werden beispielsweise als Laminationskörper aus mehreren Kunststoffschichten
und gegebenenfalls einer oder mehrerer Papierschichten zusammengefügt.
[0004] Für die permanente individuelle Markierung von Kunststoffen sind im Stand der Technik
so genannte Lasermarkierverfahren entwickelt worden. Hierfür wird den Kunststoffschichten,
welche beispielsweise aus Polycarbonat bestehen, spezielle Pigmentstoffe zumindest
in einzelnen Schichten, die später mit einem Laser markiert werden sollen, zugefügt.
Diese beeinflussen eine Transparenz im optischen sichtbaren Bereich nicht oder für
einen Nutzer nicht oder kaum wahrnehmbar. Wird eine solche Schicht mit Laserlicht
ausreichender Intensität bestrahlt, so tritt an den Pigmenten eine verstärkte Absorption
des Laserlichts auf. Hierdurch ist es möglich, Energie in den sonst transparenten
Kunststoff einzukoppeln, welches anschließend über die hierbei deponierte Energiemenge
zu einer lokalen Einfärbung, beispielsweise über eine Erwärmung und eine teilweise
Carbonisierung des Kunststoffmaterials führt. Je nach eingebrachter Energiemenge lässt
sich ein Schwärzungsgrad des Kunststoffs gezielt einstellen. Aus einzelnen lokalen
Bildpunkten lassen sich Muster, insbesondere Graustufenbilder, Schriftzüge und andere
Zeichen, dauerhaft in das Wert- oder Sicherheitsdokument markieren.
[0005] Aus der
DE 100 11 486 A1 ist ein kartenförmiger Datenträger bekannt, bestehend aus mindestens einer Schicht,
in die visuell lesbare Informationen in Form einer Änderung der optischen Eigenschaften
aufgrund einer irreversibel durch einen Laserstrahl bewirkten Materialveränderung
eingebracht sind, wobei das Absorptionsvermögen dieser Schicht für mindestens eine
Wellenlänge in Folge der Laserstrahlung zumindest teilweise reduziert wird. Bei diesem
Verfahren werden ursprüngliche farbige oder opake Schichten hinsichtlich Absorption
"ausgebleicht".
[0006] Aus der
DE 30 48 733 A1 sind eine Ausweiskarte und ein Verfahren zur Herstellung einer solchen Ausweiskarte
mit aufgebrachten Informationen in Form von Mustern, beispielsweise Buchstaben, Zahlen
und/oder Bildern, bekannt. Die Ausweiskarte weist auf mindestens einer Oberfläche
unterschiedlich farbige, übereinander angeordnete Schichtenbereiche, die zumindest
teilweise durch visuell erkennbare Personalisierungsdaten unterbrochen sind. Es ist
vorgesehen, dass die Informationen durch Einwirkung eines gesteuerten Laserstrahls
auf ein oder mehrere auf einem Kunststoffträger übereinander aufgebrachte Farbschichten
dargestellt werden. Durch die Lasereinstrahlung lässt sich somit lokal die Farbe verändern.
[0007] Aus der
DE 696 05 788 T2 ist ein Verfahren zur Herstellung eines Gegenstands mit einem farbigen Zeichen durch
Bestrahlung der Oberfläche des Gegenstands mit Laserlicht in Form des Zeichens bekannt,
wobei der Gegenstand in mindestens jenem Bereich, wo das Zeichen aufgebracht wird,
aus einer Kunststoffzusammensetzung besteht, die mindestens drei farbbildende Komponenten
enthält, die ihre farbbildende Fähigkeit unter dem Einfluss von Laserlicht verlieren,
die derart gewählt und in einer solchen Konzentration vorhanden sind, dass bei jeder
Wellenlänge zwischen 400 und 700 nm mindestens ein Teil der Menge des einfallenden
Lichts absorbiert wird, für das Zeichen eine oder mehrere Farben gewählt werden, die
Wellenlänge des Laserlichts in der Folge auf einen Wert festgesetzt wird, der von
der gewählten Farbe abhängt, und die Oberfläche des Gegenstands danach mit dem Laserlicht
bestrahlt wird.
[0008] Aus der
WO 01/28778 A2 ist ein Verfahren zur Aufbringung von farbigen Zeichen auf einem Datenträger, vorzugsweise
aus Kunststoff, mittels eines Lasersystems bekannt, wobei in mindestens einer Oberflächenschicht
und/oder oberflächennahen Schicht des Datenträgers eingebrachte latente Pigmente,
bei denen durch energetische Anregung eine Änderung des Absorptionsverhaltens erfolgt,
an den für das Zeichen vorgesehenen Stellen des Datenträgers durch Laserbestrahlung,
die im IR- und/oder sichtbaren Bereich liegt, energetisch dergestalt angeregt werden,
dass bei denselben Pigmenten ein Farbumschlag stattfindet und dass nach dem Farbumschlag
der laserbestrahlten latenten Pigmente, die nicht durch Laserbestrahlung angeregten
latenten Pigmente durch eine Bestrahlung mit Lichtwellen im UV-Wellenlängenbereich
energetisch dergestalt angeregt werden, dass bei den so bestrahlten Pigmenten eine
Farblosigkeit herbeigeführt wird.
[0009] Aus der
DE 100 53 264 A1 ist ein Verfahren zum Einschreiben von Daten, insbesondere Personalisierungsdaten,
auf und/oder in einen Datenträger mittels elektromagnetischer Strahlung bekannt, wobei
bei dem Verfahren ein beliebiger Datenträger bereitgestellt wird, auf und/oder in
welchem mindestens ein Farbmittel mindestens lokal vorgesehen wird, und dieses Farbmittel
mittels der elektromagnetischen Strahlung von mindestens einen Wellenlängenbereich
bestrahlt wird, so dass sich im Bereich der Bestrahlung eine Änderung der Farbe des
Farbmittels durch Bleichen ergibt, wobei die Farbänderung maschinell und/oder durch
ein menschliches Auge feststellbar ist. Hierdurch ergibt sich eine erhöhte Fälschungs-
und Manipuliersicherheit für den Datenträger.
[0010] Aus der
DE 199 55 383 A1 ist ein Verfahren zum Aufbringen von farbigen Informationen auf einen Gegenstand
bekannt, wobei der Gegenstand zumindest in einer oberflächennahen Schicht mindestens
zwei verschiedenartige farbgebende Partikel aufweist, die unter Einfluss von Laserstrahlung
die Farbe dieser Schicht verändern, wobei die Laserstrahlung mit mindestens zwei verschiedenen
Wellenlängen verwendet wird, um die Farbe dieser Schicht zu ändern, die Beaufschlagung
des Gegenstands mit Laserstrahlung im Vektor- und/oder Rasterverfahren über eine Zweikoordinatenstrahlablenkeinrichtung
und eine Fokussiereinrichtung zur Fokussierung der Laserstrahlung auf die Schicht
des Gegenstandes erfolgt. Es ist mindestens ein Strahlführungsmittel vorgesehen, um
einen ersten Laserstrahl mit der Wellenlänge λ
1 und mindestens einen weiteren Laserstrahl mit einer Wellenlänge λ
2, die von der Wellenlänge des ersten Laserstrahls verschieden ist, über die Zweikoordinatenstrahlablenkeinrichtung
und die Fokussiereinrichtung auf die Schicht des Gegenstands zu führen. Für die Zweikoordinatenstrahlablenkeinrichtung
ist eine Anordnung aus zwei um zueinander senkrecht stehende Achsen gelagerte Ablenkspiegel
vorgeschlagen. Eine Fokussierung erfolgt durch eine feststehende Planfeldoptik. Da
das Licht die Planfeldoptik nicht jeweils auf der optischen Achse durchläuft, treten
chromatische Aberrationseffekte in der Fokussiereinrichtung auf. Insbesondere wenn
unterschiedlich farbiges Laserlicht zum Markieren verwendet wird, ist hierfür eine
aufwendige Kompensation notwendig.
[0011] Aus der
DE 10 2006 014 367 A1 sind ein Datenträger und ein Verfahren zu seiner Herstellung bekannt. Der Datenträger
umfasst eine visuell oder maschinell erkennbare Kennzeichnung in Form eines Musters,
von Buchstaben, Zahlen oder Bildern. Bei dem Verfahren zur Herstellung wird ein Datenträger
mit einem Datenträgersubstrat bereitgestellt und eine Markierungsschicht auf das Datenträgersubstrat
aufgebracht. Die Kennzeichnung wird mittels kurzer Laserpulse in die Markierungsschicht
eingebracht.
[0012] Aus der
DE 10 2005 001 443 A1 ist eine Sicherheitsmarkierung in einem transparenten Polymer bekannt. Die Sicherheitsmarkierung
umfasst eine visuell nicht sichtbare Beugungsstruktur im Innern eines transparenten
Polymers, welche durch Multiphotonen-Absorption unter Verwendung von ultrakurzen Pulsen
eines Femtosekundenlasers erzeugt sind. Die Beugungsstruktur wird im Volumen des Polymers
über Brechzahländerungen generiert. Die Ausdehnungen der Brechzahländerung liegen
im Submikrometerbereich. Zusätzlich können Strukturen über Multiphotonen-Ablationen
erzeugt werden, deren Ausdehnung ebenfalls im Submikrometerbereich liegen. Ein Auslesen
der Beugungsstruktur erfolgt mit leistungsschwachen Lasern und kann in Transmission
oder Reflexion erfolgen.
[0013] Die
US 2010/0040836 A1 beschreibt ein System und ein Verfahren zum Markieren von transparentem Kunststoff
mit gepulsten Femtosekunden-, Pikosekunden- oder Nanosekundenlasern.
[0014] Die
US 2005/0001419 A1 zeigt ein Verfahren zur farbigen Lasergravur eines Dokuments mit einer Oberflächenschicht
und mehreren Unterschichten. Die Unterschichten umfassen unterschiedliche Farben und
Orientierungen von Tinte. Ein Laser schafft Öffnungen in der Oberflächenschicht, um
farbige Tinte in einer der Unterschichten freizulegen. Die verschiedenen Orientierungen
der farbigen Tinte umfassen kreisförmige, lineare und überlappende Gruppierungen von
Tinte. Die Unterschichten weisen sich wiederholende Gruppierungen auf.
[0015] Bei den aus dem Stand der Technik bekannten Markierungsverfahren, die visuell wahrnehmbar
sind, ist es notwendig, das zu markierende Kunststoffmaterial im Herstellungsprozess
zu dotieren, Farben oder Pigmente auf oder einzubringen, zumindest sofern kein Materialabtrag
von der Oberfläche des Wert- oder Sicherheitsdokuments beabsichtigt ist. Auch bei
solchen Markierverfahren werden in der Regel den zu ablatierenden Kunststoffschichten
die Laserlichtabsorption erleichternde Pigmente oder andersartige Zusatzstoffe beigemengt.
Darüber hinaus ist bei Verfahren nach dem Stand der Technik eine erreichbare Auflösung
hinsichtlich der hergestellten Markierung in der Regel dadurch begrenzt, dass die
Wechselwirkung zwischen dem Laserlicht und dem Wert- oder Sicherheitsdokument auf
thermischen Effekten beruht.
[0016] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Verfahren und eine verbesserte
Vorrichtung zum dauerhaften Markieren von Wert- oder Sicherheitsdokumenten zu schaffen,
die Nachteile im Stand der Technik beseitigen oder verringern.
[0017] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 sowie ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 7 geschaffen. Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Grundidee der Erfindung
[0018] Die Grundidee der Erfindung liegt darin, die Markierung des Wert- und/oder Sicherheitsdokuments
mit Laserlicht auszuführen, welches mit einer Kurzpulslaserquelle erzeugt ist. Dies
bedeutet, dass die einzelnen zur Markierung verwendeten Laserlichtpulse eine Pulsdauer
von weniger als 100 Pikosekunden vorzugsweise weniger als 10 Pikosekunden aufweisen.
Ein Vorteil bei der Verwendung von Kurzpulslaserlicht liegt darin, dass mit diesem
Licht Intensitätsdichten erreichbar sind, wodurch auch nichtlineare optische Wechselwirkungen
ausgelöst werden können. Hierüber ist es beispielsweise möglich, Markierungen mit
einer höheren Auflösung zu erzeugen, da thermische Wechselwirkungsprozesse, die immer
mit einer Dissipation der Wärme in umliegende Bereiche verknüpft sind und hierüber
eine Auflösungsbegrenzung verursachen, vermieden werden können. Ferner ist es möglich,
auch Materialien zu markieren, die für eine Lasermarkierung nicht gesondert, beispielsweise
über Pigmentzusätze oder Ähnliches, präpariert sind. Hierbei werden nichtlineare Effekte
ausgenutzt. Hierdurch ist eine größere Materialunabhängigkeit bei der Markierung gegeben.
Ebenso können beugende Strukturen direkt in Dokumente markiert werden. Hervorzuheben
ist, dass eine optische Beeinträchtigung von Bereichen benachbart zu den eingebrachten
Markierungen unterbleibt. Besonders vorteilhaft kann eine Fokussierung des Laserlichts
ausgeführt werden, so dass eine Wechselwirkung mit Material nur im Fokus erfolgt.
Somit ist eine präzise Einbringung von Markierungen senkrecht zu einer Dokumentenoberfläche
möglich. Auch eine Einbringung von Markierungen übereinander, d.h. in unterschiedlichen
Ebenen eines Dokuments, ist möglich. Mit solchen Markierungen können Muster erzeugt
werden, die bei einer seitlichen Betrachtung wahrnehmbar sind. Eine Höhe eines fokussierten
Bereichs liegt beispielsweise vorzugsweise bei etwa 50 µm. Die geringe Schädigung
ist auch auf die Tatsache zurückzuführen, dass bei nichtlinearen Prozessen, die eine
quadratische Abhängigkeit von der Intensität aufweisen (I
2-Abhängigkeit), eine Wechselwirkung außerhalb eines Fokus sehr schnell abfällt. Nahe
der Oberfläche eingebrachte Markierungen können taktil ausgeführt werden, d.h. für
eine taktil wahrnehmbare Erfassung ausgebildet sein.
Definitionen
[0019] Ein Sicherheitselement ist eine bauliche Einheit, die zumindest ein Sicherheitsmerkmal
umfasst. Ein Sicherheitselement kann eine selbständige bauliche Einheit sein, die
mit einem Sicherheitsdokument, welches auch ein Wertdokument sein kann, verbunden,
beispielsweise verklebt, werden kann. Es kann sich aber auch um einen integralen Bestandteil
eines Sicherheitsdokuments handeln. Ein Beispiel für ersteres ist ein auf eine Banknote
aufklebbarer so genannter Holopatch (ein Hologramm aufweisender Patch, beispielsweise
ein Hologrammfilmabschnitt) oder ein auf ein Sicherheitsdokument aufklebbares Visum.
Ein Beispiel für letzteres ist ein in ein Ausweisdokument eingeprägtes beugendes Oberflächenrelief.
[0020] Ein Sicherheitsmerkmal ist eine Struktur, die nur mit (gegenüber einfachen Kopieren)
erhöhten Aufwand oder gar nicht unautorisiert herstellbar bzw. reproduzierbar ist,
beziehungsweise eine Fälschung oder Verfälschung visuell und/oder maschinell erkennbar
macht.
[0021] Als Sicherheitsdokumente seien lediglich beispielhaft genannt Personalausweise, Reisepässe,
ID-Karten, Zugangskontrollausweise, Visa, Steuerzeichen, Tickets, Führerscheine, Kraftfahrzeugpapiere
sowie Wertdokumente, welche insbesondere Banknoten, Schecks, Postwertzeichen und Kreditkarten
umfassen, und beliebige Chipkarten und Haftetiketten (z.B. zur Produktsicherung).
Sicherheitsdokumente, die ebenfalls einen Wert verkörpern, werden auch als Wertdokumente
bezeichnet. Eine scharfe Abgrenzung dieser beiden Begrifflichkeiten ist häufig nicht
möglich. Eine Kreditkarte stellt beispielsweise ein über Sicherheitsmerkmale und Sicherheitselemente
gegen Nachahmung und Verfälschung geschütztes Sicherheitsdokument dar, welches über
den reinen Materialwert der Karte keinen Wert unmittelbar repräsentiert, jedoch eine
Verfügung über große Vermögenswerte ermöglicht.
[0022] Ein Pulslaser ist ein Laser, der im Gegensatz zu einem Dauerstrich- oder CW-Laser,
welcher Laserlicht kontinuierlich emittiert, Laserlicht in zeitlich begrenzten Abschnitten,
welche Pulse genannt werden, emittiert. Als Kurzpulslaser wird hier ein Laser verstanden,
der Lichtpulse erzeugt, deren Pulsdauer kleiner als 100 Pikosekunden ist. In der Literatur
wird zum Teil auch von ultrakurzen Laserpulsen gesprochen, wobei keine einheitliche
Definition hierfür vorliegt. Als ultrakurze Pulse werden Pulse angesehen, deren Pulsdauer
kleiner 10 Pikosekunden ist.
[0023] Eine Lichtleitfaser ist eine Faser aus einem transparenten Material, an dessen Grenzfläche
über Totalreflexion eine Leitung von Licht im Innern der Faser erfolgen kann.
[0024] Ein Faserlaser ist ein Laser, dessen aktives Medium, in dem die lichtinduzierte Emission
von elektromagnetischer Strahlung erfolgt, eine Lichtleitfaser ist.
[0025] Ein Muster besteht typischerweise aus einer Vielzahl nebeneinander angeordneter Mustereinheiten
bzw. Pixelpunkten. Die Mustereinheiten bzw. Pixel eines Musters sind einander zugeordnet
und in definierter Weise lateral zueinander angeordnet, typischerweise in Ein- oder
Zweiraumdimensionen, und ergeben in der Gesamtbetrachtung eine Darstellung, beispielsweise
ein Bild, ein Symbol, ein Logo, einen Schriftzug (Buchstaben, Zahlen, alphanumerische
Zeichen) oder ein Code (z.B. ein Strichcode). Ein Individualisierungsmuster ist ein
Muster, welches zur Individualisierung verwendet wird.
[0026] Individualisierend ist ein Muster, wenn es einzigartig für eine Person oder einen
Gegenstand oder eine Gruppe von Personen oder Gegenständen aus einer größten Gesamtheit
von Personen oder Gegenständen ist. Ein für eine Gruppe von Personen innerhalb der
Gesamtmenge der Einwohner eines Landes individualisierender Code ist beispielsweise
die Stadt des Wohnortes. Ein für eine Person individualisierender Code ist beispielsweise
die Nummer des Personalausweises oder das Passbild. Ein für eine Gruppe von Geldscheinen
innerhalb der Gesamtmenge der Geldscheine individualisierender Code ist die Wertigkeit.
Für einen Geldschein individualisierend ist die Seriennummer. Nicht individualisierend
ist ein Muster, welches für alle Elemente einer Gesamtheit identisch ist. Für Geldscheine
ist dies beispielsweise ein Wappen, welches auf allen Geldscheinen aufgedruckt ist.
Bevorzugte Ausführungsformen
[0027] Insbesondere wird eine Markierungsvorrichtung für Wert- oder Sicherheitsdokumente
vorgeschlagen, welche mindestens eine Laserlichtquelle und eine Lichtführungsvorrichtung
umfasst, die mit der Laserlichtquelle gekoppelt ist, so dass Licht der Laserlichtquelle
auf einem Wert- oder Sicherheitsdokument gesteuert positionierbar ist, wobei die Laserlichtquelle
eine Kurzpulslaserquelle ist, die Laserpulse mit einer Pulsdauer von weniger als 100
Pikosekunden, vorzugsweise von weniger 10 Pikosekunden, erzeugt. Besonders hervorzuheben
ist, dass die kurzen Laserpulse über nicht lineare optische Effekte mit Material des
zu markierenden Wert- oder Sicherheitsdokuments wechselwirken. Hierbei ist eine Farbveränderung,
beispielsweise eine Schwärzung auch in unterschiedlichen Grauabstufungen, von transparenten
Kunststoffmaterialien möglich. Eine Dotierung mit Farbpigmenten, die im Stand der
Technik notwendig ist, um die Folien "laserfähig" zu machen, ist nicht mehr erforderlich.
Somit treten optische Beeinträchtigungen durch die hierfür notwendigen Zusatzstoffe
nicht mehr zwangsweise auf. Ein bevorzugtes Verfahren zum dauerhaften Markieren eines
Wert- oder Sicherheitsdokuments umfasst somit die Schritte: Erzeugen von Laserlicht
und Führen des Laserlichts mittels einer Lichtführungsvorrichtung, so dass aus der
Lichtführungsvorrichtung austretendes Laserlicht auf dem Wert- oder Sicherheitsdokument
positioniert wird und das Wert- oder Sicherheitsdokument lokal markiert wird, wobei
das Laserlicht in Form von Laserlichtpulsen mit einer Pulsdauer von weniger als 100
Pikosekunden, vorzugsweise von weniger als 10 Pikosekunden erzeugt wird.
[0028] Erfindungsgemäß werden in dem Dokument Markierungen im Register in unterschiedlichen
Ebenen erzeugt. Bei einer Ausführungsform sind zumindest ein Teil der Markierungen
senkrecht zur Oberfläche des Wert- oder Sicherheitsdokuments betrachtet übereinander
angeordnet.
[0029] Markierungen, die in unterschiedlichen Ebenen parallel zur Oberfläche des Wert- oder
Sicherheitsdokuments in das Wert- oder Sicherheitsdokument markiert werden, können
beispielsweise genutzt werden, um unterschiedliche Informationen für unterschiedliche
Betrachtungsrichtungen darzustellen, indem die Markierungen der unterschiedlichen
Ebenen einander ganz oder teilweise bei den unterschiedlichen Betrachtungsrichtungen
verdecken. Ferner können hierüber unterschiedliche Schichten, aus denen das Wert-
oder Sicherheitsdokument gegebenenfalls zusammengefügt ist, miteinander informationstechnisch
verknüpft werden. Einzelne Schichten können somit nur erschwert ausgetauscht oder
verfälscht werden, ohne die durch die dreidimensional eingebrachte Markierung bereitgestellte
Gesamtinformation zu verändern.
[0030] Besonders vorteilhaft lassen sich kurze Laserpulse mit Pulsdauern im Bereich weniger
als 100 Pikosekunden, vorzugsweise im Bereich von 100 Fermtosekunden bis 10 Pikosekunden,
mit einem Faserlaser erzeugen. Gegenüber anderen Festkörperlasern weisen Faserlaser
den Vorteil auf, dass diese sehr kompakt aufgebaut sein können und einen hohen elektro-optischen
Wirkungsgrad aufweisen. Darüber hinaus sind Faserlaser hinsichtlich einer Justage
und Handhabung sehr viel anspruchsloser als die meisten bekannten Festkörperlaser.
[0031] Ein Vorteil der Verwendung von kurzen Laserpulsen mit Pulsdauern von weniger als
100 Pikosekunden, bevorzugt weiniger als 10 Pikosekunden, liegt darin, dass eine sehr
präzise örtliche bzw. räumliche Begrenzung der Wechselwirkungszone zwischen dem Laserlicht
und dem Material des Wert- oder Sicherheitsdokuments erzielbar ist, wenn nicht lineare
optische Wechselwirkungseffekte zum Ausbilden der Markierung genutzt werden. Eine
bevorzugte Ausführungsform des Verfahrens sieht daher vor, dass die Markierung über
einen nicht linearen optischen Effekt in dem Wert- oder Sicherheitsdokument ausgelöst
wird.
[0032] Bei einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Lichtführungsvorrichtung eine
relativ zu dem Wert- und/oder Sicherheitsdokument beweglich gelagerte Lichtleitfaser
umfasst, die mit mindestens einer Antriebseinrichtung so gekoppelt ist, dass das Licht
über eine Bewegung einer Austrittsfläche der Lichtleitfaser in einer Positionierebene
relativ zu dem Wert- und/oder Sicherheitsdokument lateral auf dem Wert- oder Sicherheitsdokument
positionierbar ist. Das Licht der Laserlichtquelle wird somit mittels einer Lichtleitfaser
geführt und eine Positionierung des Lichts auf dem zu markierenden Wert- oder Sicherheitsdokument
erfolgt über ein Bewegen der Austrittsfläche der Lichtleitfaser relativ zu dem Wert-
oder Sicherheitsdokument. Gegenüber dem Stand der Technik besteht der Vorteil, dass
das zur Markierung verwendete Licht bei geeigneter Orientierung der Positionierebene
relativ zu einer Oberfläche des Wert- oder Sicherheitsdokuments, vorzugsweise parallel
hierzu, jeweils unter demselben Winkel, vorzugsweise senkrecht, auf das Wert- und/oder
Sicherheitsdokument auftrifft und darüber hinaus eine Weglänge des zurückgelegten
Lichtwegs unabhängig von der beleuchteten lateralen Position auf dem Wert- und/oder
Sicherheitsdokument gleich ist. Hierdurch ist es möglich, das verwendete Licht stärker
zu fokussieren und dennoch an allen lateralen Positionen des Wert- oder Sicherheitsdokuments
eine identische Fokusausdehnung bei der Markierung zu verwenden. Probleme, die aufgrund
einer leicht unterschiedlichen Einstrahlrichtung bei den Führungsvorrichtungen aus
dem Stand der Technik bekannt sind, können somit vermieden werden.
[0033] Bei einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Wert- und/oder Sicherheitsdokument
relativ zur Lichtleitfaser beweglich gelagert ist. Aufbau und Verwendung sind analog
dem der beweglichen Lichtleitfaser.
[0034] Bei einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass sowohl die Lichtführungsvorrichtung
eine relativ zu dem Wert- und/oder Sicherheitsdokument beweglich gelagerte Lichtleitfaser
umfasst als auch das Wert- und/oder Sicherheitsdokument relativ zur Lichtleitfaser
beweglich ist. Besonders bevorzugt ist, dass das Wert- und/oder Sicherheitsdokument
entlang einer Transportrichtung beweglich ist und dass die Lichtleitfaser in einer
zur Transportrichtung orthogonalen Richtung parallel zur zu personalisierenden Oberfläche
des Wert- und/oder Sicherheitsdokument beweglich ist.
[0035] Um eine hohe Auflösung bei der Markierung zu erreichen, ist eine gute Fokussierung
vorteilhaft. Hierfür kann eine Fokussieroptik verwendet werden. Bevorzugt ist, eine
Fokussieroptik, sofern eine solche verwendet wird, mit der jeweiligen Austrittsfläche
der Lichtleitfaser zu koppeln. Dies bedeutet, dass die Fokussieroptik mittels der
Antriebseinrichtung gemeinsam mit der Austrittsfläche der Lichtleitfaser bewegt wird.
Vorteil ist, dass der Lichtweg durch die Fokussieroptik jeweils derselbe ist, unabhängig
von der Position auf oder in dem Wert- oder Sicherheitsdokument, die gerade markiert
wird.
[0036] Bei einem bevorzugten Verfahren wird die Position des Fokus in dem Dokument variiert.
Dieses bedeutet, dass das die Fokusposition entlang einer Normalen zu einer planen
Oberfläche des Dokuments oder einer als plan idealisierten Oberfläche des Wert- oder
Sicherheitsdokuments, sofern dieses ein Oberflächenrelief oder andere Unebenheiten
aufweist, an der selben lateralen Position oder an unterschiedlichen lateralen Positionen
auf dem Wert- oder Sicherheitsdokument variiert wird. Es werden somit Markierungen
in unterschiedlichen Ebenen des Wert- oder Sicherheitsdokuments vorgenommen. Diese
können übereinander oder lateral versetzt, jeweils bezogen auf die Oberfläche des
vorzugsweise kartenförmig ausgebildeten Wert- oder Sicherheitsdokuments angeordnet
sein.
[0037] Es sind unterschiedliche Realisierungen möglich, um eine Fokusposition in dem Wert-oder
Sicherheitsdokument gezielt einzustellen.
[0038] Bei einer Ausführungsform erfolgt die Fokussierung mittels des Kerr-Effektes. Hierbei
ändert sich die Brennweite des Materials der fokussierenden Linse aufgrund der nichtlinearen
Wechselwirkung der elektromagnetischen Strahlung mit dem Material der Linse. Die Brennweite
der Linse ist umgekehrt proportional der Intensität der elektromagnetischen Strahlung
bei einem gaußförmigen Strahlungsprofil.
[0039] Bei einer Ausführungsform, bei der die Lichtführung mittels einer Lichtleitfaser
ausgeführt wird, ist vorgesehen, dass zusätzlich zu der Bewegung in der Positionierebene,
welche in der Regel parallel zu einer Oberfläche eines planen Sicherheitsdokuments
orientiert ist, eine Bewegung der Austrittsfläche der Lichtleitfaser möglich ist,
um einen Lichtweg zwischen der Austrittsfläche und einer Oberfläche des Dokuments
zu variieren. Hierüber kann eine Fokusposition innerhalb des Wert- oder Sicherheitsdokuments
variiert werden. Eine solche Wegänderung kann beispielsweise bei einer Ausführungsform
darüber erreicht werden, dass die Austrittsfläche, von der das Licht geradlinig auf
die Dokumentoberfläche geführt ist, zusätzlich zu der Bewegung in der Positionierebene,
die parallel zur Oberfläche des Wert- oder Sicherheitsdokuments gewählt ist, senkrecht
zu der Positionierebene bzw. der Oberfläche des Wert- oder Sicherheitsdokuments bewegbar
ist.
[0040] Bei anderen Ausführungsformen, bei denen die Austrittsfläche beispielsweise gemeinsam
mit einer Abbildungs- und/oder Fokussieroptik in der Positionierebene bewegt wird,
um das austretende Licht lateral auf der Oberfläche des Wert- oder Sicherheitsdokuments
zu positionieren, kann eine Änderung des Lichtwegs beispielsweise bei einigen Ausführungsformen
dadurch erreicht werden, dass die Austrittsfläche des Lichtwellenleiters zusätzlich
relativ zu Elementen der Abbildungs- und/oder Fokussieroptik, beispielsweise einen
Umlenkspiegel, in der Positionierebene relativ bewegbar ist. Somit ist zum einen eine
Positionierung lateral auf dem Dokument über eine Bewegung der Austrittsfläche gemeinsam
mit der Abbildungs- und/oder Fokussierungsoptik möglich und zusätzlich durch eine
Relativbewegung der Austrittsfläche relativ zu der Abbildungs- und/oder Fokussieroptik
in der Positionierebene eine Veränderung der Fokusposition senkrecht zur Oberfläche
des Wert- oder Sicherheitsdokuments möglich.
[0041] Bei einer weiteren Ausführungsform besteht die Fokussieroptik aus einem piezoelektrischen
Material. Durch Anlegen von Spannung kann das Material verformt und somit die Brennweite
des Materials eingestellt werden.
[0042] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die Laserlichtquelle in die Lichtleitfaser
integriert. Hierdurch werden etwaige Koppelverluste bei der Einkopplung in die Faser
reduziert. Somit ist ein kompakter und einfacher Aufbau möglich. Gegenüber Festkörperlasern,
beispielsweise Ti:Saphir-Lasern, benötigen Faserlaser-Systeme keine aufwendige Kühlung
und erzielen einen hohen elektro-optischen Wirkungsgrad. Ferner kann über eine parametrische
Abstimmung mit derselben Hardware Laserlicht unterschiedlicher Wellenlängen erzeugt
werden. Dieses ist bei Faserlasern effektiv.
[0043] Um eine schnellere Markierung des Wert- oder Sicherheitsdokuments zu ermöglichen
ist bei einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Lichtführungsvorrichtung
mindestens eine weitere bewegliche, vorzugsweise sogar mehrere weitere beweglich gelagerte
Lichtleitfasern umfasst. Hierdurch wird es möglich, zeitgleich an mehreren Stellen
oder zeitgleich mit unterschiedlichen Lichtwellenlängen eine Markierung auf dem Wert-
oder Sicherheitsdokument anzubringen oder in das Wert- oder Sicherheitsdokument einzubringen.
Werden unterschiedliche Lichtwellenlängen verwendet, so kann jede Lichtleitfaser mit
einer auf die entsprechende Lichtwellenlänge angepasste Fokussieroptik versehen sein.
Hierbei ist zu berücksichtigen, dass bei Pulsdauern von mehr als 10 ps noch von einer
definierten Wellenlänge gesprochen werden kann. Bei Pulslängen, welche kürzer als
10 ps sind, ist die Verbreitung aufgrund der Heisenbergschen Unschärferelation bedeutend.
So beträgt die Unschärfe bei einem Puls von 10 ps etwa 0,41 meV, was bei einer Wellenlänge
von 620 nm (2 eV) etwa 0,12 nm entspricht. Bei Pulsdauern von 10 fs beträgt die Unschärfe
etwa 0,41 eV, was bei einer Wellenlänge von 620 nm (2 eV) bedeutet, dass die Bandbreite
wenigstens 125 nm beträgt.
[0044] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Austrittsfläche der mindestens
einen Lichtleitfaser relativ zu der mindestens einen weiteren Lichtleitfaser oder
gegebenenfalls relativ zu den mehreren Austrittsflächen der mehreren Lichtleitfasern
in der Positionierebene positionierbar. Besonders bevorzugt sind die mehreren Lichtleitfasern
bzw. deren Austrittsflächen in der Positionierebene individuell angetrieben und relativ
zueinander positionierbar. Es versteht sich für den Fachmann, dass hierbei mechanische
Restrektionen existieren, da die Lichtleitfasern einander nicht durchdringen können
und somit nicht an ein und derselben Position zeitgleich anordenbar sind.
[0045] Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist die Anzahl der Lichtleitfasern so gewählt,
dass bei einer Relativbewegung der Gesamtheit der Lichtleitfasern entlang einer Raumrichtung
das gesamte Wert oder Sicherheitsdokument oder zumindest ein Streifen des Wert- oder
Sicherheitsdokuments mit einem zweidimensionalen/dreidimensionalen Muster markiert
werden kann. Hierbei können die Lichtleitfasern entlang einer Linie oder einer beliebigen
anderen Anordnung relativ zueinander starr angeordnet sein.
[0046] Bei einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass mit der mindestens einen Lichtleitfaser
ein optisches Veränderungselement gekoppelt oder in diese integriert ist, über welches
das ausgekoppelte Licht hinsichtlich seiner Frequenz und/oder Intensität modifizierbar
ist. Dieses ist insbesondere dann von Vorteil, wenn die Lichtführungsvorrichtung mehrere
weitere Lichtleitfasern umfasst. Diese weisen dann vorzugsweise ebenfalls jeweils
ein der Faser zugeordnetes optisches Veränderungselement auf.
[0047] Da die von einer Laserlichtquelle erzeugte Lichtenergie in der Regel ausreicht, das
Dokument an mehreren Stellen gleichzeitig zu markieren, ist bei einer Ausführungsform
vorgesehen, dass das Licht der einen Laserlichtquelle in die mindestens eine Lichtleitfaser
und die mindestens eine weitere oder gegebenenfalls mehrere weitere Lichtleitfasern
eingekoppelt wird. Auch bei einer solchen Ausführungsform ist es vorteilhaft, wenn
den einzelnen Lichtleitfasern jeweils ein optisches Veränderungselement zugeordnet
ist. Es versteht sich, dass auch Ausführungsformen vorteilhaft sind, die mehrere Laserlichtquellen
umfassen, deren Licht jeweils in eine oder mehrere der mehreren weiteren Lichtwellenleiter
eingekoppelt wird.
[0048] Sind mehrere Lichtleitfasern vorhanden, so kann für diese die Fokusposition innerhalb
des Wert- oder Sicherheitsdokument entlang einer Normalen zur Oberfläche des Wert-oder
Sicherheitsdokuments bei einer Ausführungsform individuell eingestellt werden. Hierüber
können gezielt Markierungen in unterschiedlichen Ebenen bzw. Schichten, aus denen
das Wert- oder Sicherheitsdokument zusammengefügt ist, eingebracht werden. Vorzugsweise
ist dies gesteuert möglich.
[0049] Die Merkmale des erfindungsgemäßen Verfahrens weisen dieselben Vorteile wie die entsprechenden
Merkmale der erfindungsgemäßen Markierungsvorrichtung auf.
[0050] Nachfolgend wird die Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme
auf eine Zeichnung näher erläutert. Hierbei zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Markierungsvorrichtung für Wert- oder Sicherheitsdokumente;
- Fig. 2
- eine weitere Ausführungsform einer Markierungsvorrichtung;
- Fig. 3
- noch eine andere Ausführungsform einer Markierungsvorrichtung;
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung einer Anordnung von Austrittsflächen von Lichtleitfasern
relativ zu einem zu markierenden Wert- und/oder Sicherheitsdokument;
- Fig. 5a, 5b
- eine Abbildungs- und Fokussieroptik zum Variieren in Fokuslänge;
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung eines Strahlprofils im Fokus; und
- Fig. 7
- eine schematische Darstellung eines Wert- oder Sicherheitsdokuments, bei dem Markierungen
in unterschiedliche Ebenen eingebracht sind.
[0051] In Fig. 1 ist schematisch eine Markiervorrichtung 1 zum permanenten Markieren eines
Wert- oder Sicherheitsdokuments 2 dargestellt. Das Wertdokument 2 ist auf einer Halterung
3 angeordnet. Dieser kann das Wert- oder Sicherheitsdokument 2 mittels einer Transportvorrichtung
4 zugeführt und/oder von dieser abgeführt werden. Bei einigen Ausführungen ist es
möglich, dass die Transportvorrichtung 4 die Halterung 3 ausbildet. Dem Fachmann sind
unterschiedliche Vorrichtungen zum Transportieren von Wert- oder Sicherheitsdokumenten
bekannt. In der Regel wird die Markierung des Wert- oder Sicherheitsdokuments 2 durchgeführt,
nachdem dieses bis auf die noch anzubringende Markierung fertiggestellt ist. Ebenso
ist es jedoch auch möglich, die Markierung vorzunehmen, bevor das Wert- oder Sicherheitsdokument
2 vollständig fertiggestellt ist, beispielsweise bevor dieses aus einem Bogen oder
einem Streifen vereinzelt ist.
[0052] Die Markiervorrichtung 1 umfasst eine Laserlichtquelle 5. Die Laserlichtquelle 5
ist ausgebildet, Laserlicht 6 zu erzeugen. Die Laserlichtquelle 5 ist eine gepulste
Lichtquelle. Beispielsweise kann es sich um einen Festkörperlaser, z.B. einen Ti:Saphir-Laser,
handeln. Um das Wert- oder Sicherheitsdokument 2 zu markieren, muss das Laserlicht
6 gezielt auf dem Wert- oder Sicherheitsdokument 2, d.h. auf dessen Oberfläche 7 oder
im Innern des Wert- oder Sicherheitsdokuments 2, positioniert werden. Hierfür ist
eine Lichtführungsvorrichtung 8 vorgesehen. Die Lichtführungsvorrichtung 8 umfasst
in der hier beschriebenen Ausführungsform eine Lichtleitfaser 9, in die das Laserlicht
6 eingekoppelt wird. Eine Austrittsfläche 10 der Lichtleitfaser 9 wird in einer Positionierebene
11 bewegt. Die Positionierebene 11 ist bei einer bevorzugten Ausführungsform parallel
zu der Oberfläche 7 des Wert- oder Sicherheitsdokuments 2 ausgebildet. Um die Austrittsfläche
10 in der Positionierebene 11 bewegen bzw. positionieren zu können, ist die Lichtleitfaser
9 mit einer Antriebseinrichtung 12 gekoppelt. Die Antriebseinrichtung 12 umfasst bei
der dargestellten Ausführungsform einen X-Achsenaktor 13, einen Y-Achsenaktor 14 und
einen Z-Achsenaktor 15. Diese sind so miteinander verbunden und ausgerichtet, dass
der X-Achsenaktor eine Bewegung der Austrittsfläche 10 der Lichtleitfaser 9 parallel
zu einer X-Achse 16, der Y-Achsenaktor 14 parallel zu einer Y-Achse 17 und der Z-Achsenaktor
15 parallel zu einer Z-Achse 18 bewirkt. Hierbei wird angemerkt, dass eine Bewegung
parallel zur Z-Achse eine Veränderung der Positionierebene 11 bewirkt. Über die Antriebseinrichtung
12 ist es somit möglich, eine Lage eines Fokuspunktes 19 des aus der Austrittsfläche
10 austretenden Laserlichts 6' entlang einer Normalen zur Oberfläche 7 des Wert- oder
Sicherheitsdokuments 2 zu positionieren. Eine Bewegung der Austrittsfläche 10 in der
Positionierebene 11 bewirkt hingegen eine laterale Ausrichtung und Positionierung
des aus der Austrittsfläche 10 austretenden Laserlichts 6' bzw. des hiervon gebildeten
Fokuspunktes 19. Es sei angemerkt, dass andere Ausführungsformen anders ausgebildete
Lichtführungseinrichtungen aufweisen und nutzen können
[0053] Bei einigen Ausführungsformen ist vorgesehen, dass mit der Austrittsfläche 10 der
Lichtleitfaser 9 eine Abbildungs- und/oder Fokussieroptik 20 gekoppelt ist. Diese
wird mit der Austrittsfläche 10 der Lichtleitfaser mitbewegt. Bei einigen Ausführungsformen
ist die Austrittsfläche 10 der Lichtleitfaser so ausgestaltet, dass das austretende
Laserlicht 6' fokussiert wird und keine oder eine ergänzende Fokussieroptik notwendig
ist. Über die an der jeweiligen Position in das Wert- oder Sicherheitsdokument eingebrachte
Energiemenge, welche beispielsweise über eine Pulsintensität bzw. eine Anzahl von
an derselben Position eingebrachten Lichtpulsen variiert werden kann, wird die Art
der Markierung, beispielsweise eine Schwärzung hinsichtlich einer Graustufe, geregelt.
Über die Antriebseinrichtung 12 ist es möglich, eine Markierung vektoriell (jedoch
in einzelne Pixel (Markierungspunkte) zerlegt) oder im Raster vorzunehmen.
[0054] Ein Abstand 27 der Positionierebene 11 von der Oberfläche 7 bzw. dem Wert- oder Sicherheitsdokument
2 muss in vielen Anwendungsfällen bei der Markierung nicht variiert werden. Somit
reicht eine Positioniereinrichtung 8 aus, die lediglich einen X-Achsenaktor 13 und
einen Y-Achsenaktor 14 umfasst. Es versteht sich für den Fachmann, dass für die Positionierung
der Austrittsfläche 10 der Lichtleitfaser 9 in der Positionierebene 11 auch ein Satz
von Aktoren verwendet werden kann, die keine Bewegungen parallel zu den Koordinatenachsen
bewirken, jedoch im Zusammenwirken in der Lage sind, die Austrittsfläche 10 in der
Positionierebene 11 lateral flächig an unterschiedlichen Stellen zu positionieren.
[0055] Es versteht sich für den Fachmann, dass die Lichtaustrittsfläche 10 in der Positionierebene
11 nicht in allen Ausführungsformen so positionierbar sein muss, dass sämtliche Stellen
auf der Oberfläche des Dokuments mit dem austretenden Laserlicht 6' beleuchtet werden
können. Das Laserlicht muss lediglich an jene Positionen auf dem Wert- oder Sicherheitsdokument
positionierbar sein, an welchen Markierungen vorgenommen werden sollen. Ist nur ein
begrenzter Bereich des Wert- oder Sicherheitsdokuments für eine Markierung vorgesehen,
so reicht auch ein an diesen Bereich angepasster Positionierbereich 26, in dem die
Austrittsfläche 10 der Lichtleitfaser 9 positionierbar ist.
[0056] Um die Lichtintensität oder auch eine Lichtwellenlänge zu steuern, ist bei einigen
Ausführungsformen ein Veränderungselement in die Lichtleitfaser 9 integriert oder
mit dieser gekoppelt. Das Veränderungselement 21 kann beispielsweise als elektro-optischer
oder akusto-optischer Modulator bzw. Schalter ausgebildet sein. Somit kann individuell
unabhängig von der vom Laser bereitgestellten Pulsenergie die lokal zugeführte Energiemenge
und hierüber beispielsweise eine Schwärzung in Graustufen gesteuert werden.
[0057] Die einzelnen Komponenten der Markiervorrichtung werden über eine Steuerung 22 gesteuert,
so dass die Markierung automatisiert ausgeführt wird. Der Steuerung 22 werden lediglich
Daten zugeführt, die das Muster für die Markierung enthalten, so dass die entsprechenden
Bereiche des Wert- oder Sicherheitsdokuments 2 mit einer entsprechenden Laserlichtintensität
bestrahlt werden, um die entsprechende Markierung in dem Wert- oder Sicherheitsdokument
2 zu bewirken.
[0058] Die Ausführungsform nach Fig. 1 zeichnet sich dadurch aus, dass das Laserlicht 6
als gepulstes Laserlicht mit kurzen Pulsdauern von weniger als 100 ps, vorzugsweise
von weniger als 10 ps erzeugt wird. Hierdurch ist eine Ausnutzung von nicht linearen
optischen Effekten zum Einbringen der Markierungen auf oder in das Wert- oder Sicherheitsdokument
möglich.
[0059] Durch das Verwenden der Lichtleiterfaser 9 zum Führen des Laserlicht 6' auf oder
in das Wert- oder Sicherheitsdokument 2 kann eine Weglänge 27 zwischen der Lichtführungsvorrichtung
8 und dem Wert- oder Sicherheitsdokument 2 gering gehalten werden. Diese kann im Bereich
vom Kontakt bis zu wenigen cm, bevorzugt 0,2 bis 10 mm, gewählt werden. Hierdurch
ist es möglich die Strahlführung stark divergent auszubilden und scharf zu fokussieren.
Sowohl quer zur Strahlrichtung (Ausbreitungsrichtung) als auch Längs der Strahlrichtung
kann somit eine sehr enge Fokussierung erreicht werden.
[0060] Bei geeignet gewählter Intensität und geeignet gewähltem Strahlprofil wird eine nicht
lineare Wechselwirkung nur in einem "Kernbereich" des Strahls des Laserlichts im Fokus
erreicht. Hierdurch wird eine gegenüber der geometrischen Lichtfokussierung noch engere
Lichtfokussierung erreicht. Hierdurch kann sowohl lateral (quer zur Einstrahlungsrichtung
des Laserlichts 6' als auch longitudinal, das heißt in Ausbreitungsrichtung des Laserlichts
6' eine verbesserte Auflösung beim Markieren erreicht werden. Beispielsweise kann
Mikroschrift mit einer Zeichengröße im Bereich von einigen Mikrometern realisiert
werden.
[0061] In Fig. 6 ist ein sogenanntes Strahlprofil 61 im Fokus schematisch gezeigt. Aufgetragen
ist eine Lichtintensität l gegen die Position r quer zur Ausbreitungsrichtung (z-Richtung
in Fig. 1) dargestellt. (r wird beispielsweise parallel zur x-Achse gemäß Fig. 1 gewählt.)
Angenommen wird hier, dass ein Strahlprofil 61 des Laserlichts 6' (nach Fig. 1) im
Fokus 19 (nach Fig. 1) ein Gaußprofil aufweist. Da nichtlineare Wechselwirkungen von
dem Quadrat I
2 62 der Intensität I des Laserlichts abhängig sind, das heißt eine sogenannte I
2-Abhängigkeit zeigen, findet bei geeignet gewählter Pulsintensität die nichtlineare
Wechselwirkung nur im Kernbereich 63 des Stahlprofils statt, in dem das Quadrat I
2 62 der Intensität I des Strahlprofils 61 einen Schwellenwert 64 überschreitet. Hierdurch
wird die Fokusausdehnung der Markierung durch eine Ausdehnung 65 des Kernbereichs
63 festgelegt und nicht durch die Ausdehnung 66 des Fokus 19 des Laserlichts 6', die
der Ausdehnung des Strahlprofils 61 entspricht.
[0062] Durch die Möglichkeit auch eine sehr gute Fokussierung entlang der Ausbreitungsrichtung
(z-Richtung in Fig. 1) des Laserlichts 6' zu erreichen, ist es über eine Variation
der Fokusposition, beispielsweise über eine Variation des Abstands 27 zwischen der
Austrittsfläche 10 des Lichtleitfaser 9 und dem Wert- oder Sicherheitsdokuments 2
bzw. dessen Oberfläche 7, möglich, hochaufgelöste Markierungen auch in unterschiedliche
Ebenen zu markieren. Hierbei wird davon ausgegangen, dass die Ebenen parallel zur
Oberfläche 7 orientiert sind. Es ist beispielsweise bei kartenförmigen Wert- oder
Sicherheitsdokumenten, die eine Ausdehnung von 500 µm bis 1000 µm senkrecht zur Oberfläche
7 aufweisen, möglich, mehrere voneinander getrennte Markierungen 71', 71" im Register
entlang einer Flächennormalen 72 zu der Oberfläche 7 zu markieren. Ebenso können die
Markierungen 71 in den unterschiedlichen Ebenen 73-79, jedoch lateral versetzt bezogen
auf die Oberfläche 7 des Wert- oder Dokuments 2 in diesem angeordnet sein, wie dieses
in Fig. 7 schematisch dargestellt ist. Die senkrecht übereinander angeordneten voneinander
getrennt ausgebildeten Markierungen 71', 71" können durch dieselbe Oberfläche 7 markiert
werden und beispielsweise oberhalb der opaken Ebene 77 angeordnet sein.
[0063] Neben einer Markierung durch Herbeiführen von Verfärbungen in dem Wert- oder Sicherheitsdokument
können auch andere Materialveränderungen herbeigeführt werden, die beispielsweise
eine Streuung oder Beugung von Licht im Ultravioletten und/oder Sichtbaren und/oder
Infraroten Wellenlängenbereich bewirkt.
[0064] In Fig. 2 ist eine weitere Ausführungsform einer Markiervorrichtung 1 schematisch
dargestellt. Technisch gleich wirkende Merkmale sind mit identischen Bezugszeichen
versehen. Die dargestellte Ausführungsform unterscheidet sich von der nach Fig. 1
dadurch, dass die Lichtführungsvorrichtung 8 bei dieser Ausführungsform zwei Lichtleitfasern
9, 9' umfasst. Diese sind entsprechend jeweils mit einer Antriebseinrichtung 8 bzw.
8' gekoppelt, die analog zu der Antriebseinrichtung 8 nach Fig. 1 ausgebildet sind.
Diese Ausführungsform bietet den Vorteil, dass das Wert- oder Sicherheitsdokument
2 zeitgleich oder quasi zeitgleich an mehreren Stellen markiert werden kann.
[0065] Die Laserlichtquelle 5 ist bei dieser Ausführungsform als Faserlaser 23 mit einem
Seed-Laser 24 und einem Verstärkerring 25 schematisch dargestellt. Es versteht sich
für den Fachmann, dass auch eine andere Laserlichtquelle zusammen mit dieser Ausführungsform
eingesetzt werden kann. Ebenso kann ein Faserlaser 23 als Laserlichtquelle 5 in der
Ausführungsform nach Fig. 1 verwendet werden.
[0066] Das aus der Laserlichtquelle 5 austretende Licht 6 wird entweder über einen Strahlteiler
(nicht dargestellt) geteilt und in die Lichtleitfaser 9, 9' simultan eingekoppelt
oder über einen elektro-optischen oder elektro-akustischen Schalter alternierend in
die Lichtleitfasern 9, 9' eingekoppelt. Da die mechanische Bewegungsgeschwindigkeit
der Austrittsflächen 10, 10' über die Antriebseinrichtungen 8, 8' in der Regel begrenzt
sind, kann bei geeignet gewählter Repetitionsrate des Laserlichts 6, 6' selbst bei
maximaler Bewegungsgeschwindigkeit der Austrittsflächen 10, 10' eine Markierung des
Wert- oder Sicherheitsdokuments 2 erfolgen, auch wenn jeder zweiter Laserpuls in die
jeweils andere Lichtleitfaser 9, 9' eingekoppelt wird. In diesem Fall wird das Markieren
immer noch als zeitgleich bzw. quasi zeitgleich angesehen.
[0067] In Fig. 3 ist eine weitere Ausführungsform einer Markiervorrichtung 1 schematisch
dargestellt. Bei dieser Ausführungsform sind zwei Laserlichtquellen 5, 5' vorgesehen.
Hierdurch ist es auf einfache Weise möglich, an unterschiedlichen Stellen mit unterschiedlichen
Repetitionsraten, Wellenlängen usw. Markierungen auf oder in das Wert- oder Sicherdokument
2 einzubringen.
[0068] In Fig. 4 sind schematisch die Austrittsflächen 10 einer weiteren Ausführungsform
einer Markiervorrichtung schematisch dargestellt, bei der eine Vielzahl von Lichtleitfasern
9 miteinander gekoppelt über eine Antriebseinrichtung gemeinsam relativ zu dem Wert-oder
Sicherheitsdokument 2 bewegbar sind. Bei einer solchen Ausführungsform können auch
großflächige Markierungen in kurzer Zeit bewerkstelligt werden. Auch bei dieser Ausführungsform
ist vorzugsweise jede der Lichtleitfaser 9 mit einem Veränderungselement (nicht dargestellt)
gekoppelt, so dass über jede Lichtleitfaser 9 die jeweils eingekoppelte Laserlichtintensität
und/oder Laserfrequenz steuerbar ist. Gegenüber einer Verwendung von Festkörperlasern,
wie beispielsweise Ti:Saphir-Lasern, sind mit einem Faserlasersystem höhere elektro-optische
Wirkungsgrade zu erreichen. Somit kann die benötigte Energie deutlich gesenkt werden.
Der gesamte Aufbau kann sehr viel kompakter ausgeführt werden, so dass ein Einpassen
in eine Fertigungsstraße oder Anlage deutlich einfacher ist. Da Faserlasersysteme
darüber hinaus einen geringeren Wartungsaufwand und Installationsaufwand erforderlich
machen, können Lasermarkierungssysteme auch dezentral aufgestellt werden.
[0069] In Fig. 5a und 5b ist eine Ausführungsform gezeigt, bei der eine Fokuspositionierung,
d.h. eine Positionierung des Fokuspunktes parallel zur Z-Achse, analog zu der Geometrie
nach Fig. 1 beschrieben ist. Die Ausführungsform umfasst eine Abbildung- und Fokussieroptik
20 Diese umfasst eine Fokussierlinse 31 und einen Ablenkspiegel 32. Zusätzlich ist
ein Fokussieraktor 33 vorgesehen. Über diesen kann eine Relativbewegung zwischen dem
Ablenkspiegel 32 und der Austrittsfläche 10 der Lichtleitfaser 9 bewirkt werden. Hierüber
verändert sich die Fokusposition entlang der Z-Achse. Insgesamt wird die Abbildungs-
und Fokussiereinrichtung 20 gemeinsam mit der Austrittsfläche 10 der Lichtleitfaser
in der Positionierebene 11, welche mit der XY-Ebene zusammenfällt, bewegt werden,
um das Laserlicht 6' auf dem Wert- oder Sicherheitsdokument lateral zu positionieren.
Zusätzlich wird über den Fokussieraktor 33 ebenfalls eine Bewegung der Lichtaustrittsfläche
10 in der Positionierebene 11 bewirkt, die jedoch lediglich den Abstand zum Umlenkspiegel
32 und hierüber die Fokusposition senkrecht zur Positionierebene verändert.
Bezugszeichenliste
[0070]
- 1
- Markiervorrichtung
- 2
- Wert- oder Sicherheitsdokument
- 3
- Halterung
- 4
- Transportvorrichtung
- 5
- Laserlichtquelle
- 6, 6'
- Laserlicht
- 7
- Oberfläche
- 8, 8'
- Lichtführungsvorrichtung
- 9, 9'
- Lichtleitfaser
- 10, 10'
- Austrittsfläche
- 11
- Positionierebene
- 12, 12'
- Antriebseinrichtung
- 13, 13'
- X-Achsenaktor
- 14, 14'
- Y-Achsenaktor
- 15, 15'
- Z-Achsenaktor
- 16
- X-Achse
- 17
- Y-Achse
- 18
- Z-Achse
- 19
- Fokuspunkt
- 20
- Abbildungs- und/oder Fokussieroptik
- 21
- Veränderungselement
- 22
- Steuerung
- 23
- Faserlaser
- 24
- Seed-Laser
- 25
- Verstärkerring
- 26
- Positionierbereich
- 27
- Abstand
- 31
- Linse
- 32
- Umlenkspiegel
- 33
- Fokussieraktor
- 61
- Strahlprofil
- 62
- Quadrat der Intensität (I2)
- 63
- Kernbereich
- 64
- Schwellenwert
- 65
- Ausdehnung des Kernbereichs
- 66
- Ausdehnung des Fokus
- 71
- Markierungen
- 72
- Flächennormale
- 73-79
- Ebenen
1. Markierungsvorrichtung (1) für Wert- oder Sicherheitsdokumente umfassend mindestens
eine Laserlichtquelle (5),
eine Lichtführungsvorrichtung, die mit der Laserlichtquelle gekoppelt ist, so dass
Laserlicht (6) der Laserlichtquelle auf einem Wert- oder Sicherheitsdokument (2) gesteuert
positionierbar ist,
die Laserlichtquelle (5) eine Kurzpulslaserquelle ist, die Laserpulse mit einer Pulsdauer
von weniger als 100 ps erzeugt,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Fokusposition senkrecht zur Oberfläche (7) des Wert- oder Sicherheitsdokuments
(2) in dem Wert- oder Sicherheitsdokument (2) variierbar ist, um in dem Wert- oder
Sicherheitsdokument (2) Markierungen (71) im Register in unterschiedlichen Ebenen
(72-78) zu erzeugen.
2. Markierungsvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Laserlichtquelle (5) einen Faserlaser (23) umfasst.
3. Markierungsvorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtführungsvorrichtung (8) eine relativ zu dem Wert- oder Sicherheitsdokument
(2) beweglich gelagerte Lichtleitfaser (9) umfasst, die mit mindestens einer Antriebseinrichtung
(12) so gekoppelt ist, dass das Laserlicht (6') über eine Bewegung einer Austrittsfläche
(10) der Lichtleitfaser (9) in einer Positionierebene (11) lateral auf dem Wert- oder
Sicherheitsdokument (2) positionierbar ist.
4. Markierungsvorrichtung (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Austrittsfläche (10) der mindestens einen Lichtleitfaser (9) relativ zu dem der
Oberfläche (17) des Wert- oder Sicherheitsdokuments (2) so bewegbar ist, dass eine
Fokusposition (19) des Laserlichts (6') im Innern des Wert- oder Sicherheitsdokuments
(2) variierbar ist.
5. Markierungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Laserlicht (6) ein gaußförmiges Strahlungsprofil aufweist und eine fokussierende
Linse die Fokussierung mittels des Kerr-Effektes bewirkt, wobei sich die Brennweite
des Materials der fokussierenden Linse aufgrund der nichtlinearen Wechselwirkung der
elektromagnetischen Strahlung mit dem Material der Linse umgekehrt proportional der
Intensität der elektromagnetischen Strahlung ändert.
6. Markierungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Fokusposition senkrecht zur Oberfläche (7) des Wert-oder Sicherheitsdokuments
(2) in dem Wert- oder Sicherheitsdokument (2) variierbar ist, um mindestens zwei voneinander
getrennt ausgebildete Markierungen (71) senkrecht zur Oberfläche (7) des Wert- oder
Sicherheitsdokuments (2) übereinander durch dieselbe Oberfläche (7) in das Wert- oder
Sicherheitsdokument (2) zu markieren.
7. Verfahren zum dauerhaften Markieren eines Wert- oder Sicherheitsdokuments (2) umfassend
die Schritte:
Erzeugen von Laserlicht (6) und
Führen des Laserlichts (6) mittels einer Lichtführungsvorrichtung (8), sodass aus
der aus der Lichtführungsvorrichtung austretendes Laserlicht (6') auf dem Wert- oder
Sicherheitsdokument (2) positioniert wird und
das Wert- oder Sicherheitsdokument (2) lokal markiert wird, und
Laserlicht (6) in Form von Laserlichtpulsen mit einer Pulsdauer von weniger als 100
ps erzeugt wird
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Fokusposition (19) des Laserlichts (6') im Innern des Wert- oder
Sicherheitsdokuments (2) variiert wird, um in dem Wert- oder Sicherheitsdokument (2)
Markierungen (71) im Register in unterschiedlichen Ebenen (72-78) zu erzeugen.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Laserlicht (6) mittels einer Lichtleitfaser (9) geführt wird und eine Positionierung
des Laserlichts (6') auf dem zu markierenden Wert- oder Sicherheitsdokument (2) über
eine Bewegung einer Austrittsfläche (10) der Lichtleitfaser (9) relativ zu dem Wert-
oder Sicherheitsdokument (2) erfolgt.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Laserlicht (6) mittels eines Faserlasers (23) erzeugt wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die im Register in unterschiedlichen Ebenen ausgebildete Markierungen (71) über eine
Farbänderung in dem Wert- oder Sicherheitsdokument markiert werden..
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Markierung (71) über einen nichtlinearen optischen Effekt in dem Wert- oder Sicherheitsdokument
(2) ausgelöst wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei voneinander getrennt ausgebildete Markierungen (71) senkrecht zur
Oberfläche (7) des Wert- oder Sicherheitsdokuments (2) übereinander durch dieselbe
Oberfläche (7) in das Wert- oder Sicherheitsdokument (2) markiert werden.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 7bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass Markierungen (71) als beugende und/oder streuende Strukturen ins Innere des Wert-
oder Sicherheitsdokuments (2) eingebracht sind.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass mittels des Laserlichts (6) eine lokale Modifizierung des Brechungsindexes eines
Materials des Wert- oder Sicherheitsdokuments (2) bewirkt wird, um die beugende und/oder
streuende Struktur einzubringen.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Laserlicht (6) mit einem gaußförmigen Strahlungsprofil erzeugt wird und eine
fokussierende Linse die Fokussierung mittels des Kerr-Effektes bewirkt, wobei sich
die Brennweite des Materials der fokussierenden Linse aufgrund der nichtlinearen Wechselwirkung
der elektromagnetischen Strahlung mit dem Material der Linse umgekehrt proportional
der Intensität der elektromagnetischen Strahlung ändert.
1. Marking device (1) for valuable or security documents, comprising at least
one laser light source (5),
one light guiding device, which is coupled to the laser light source, such that laser
light (6) from the laser light source can be positioned in a controlled manner on
a valuable or security document (2),
the laser light source (5) is a short-pulse laser source, which generates the laser
pulses with a pulse duration of less than 100 ps, characterized in that a focus position perpendicular to the surface (7) of the valuable or security document
(2) is variable in the valuable or security document (2), in order to produce in the
valuable or security document (2) markings (71) in the register in different planes
(72-78).
2. Marking device (1) according to claim 1, characterized in that the laser light source (5) comprises a fibre laser (23).
3. Marking device (1) according to claim 1 or 2, characterized in that the light guiding device (8) comprises an optical fibre (9) mounted movably relative
to the valuable or security document (2), said optical fibre being coupled to at least
one drive unit (12) in such a way that the laser light (6') can be positioned by means
of a movement of an exit surface (10) of the optical fibre (9) in a positioning plane
(11) laterally on the valuable or security document (2).
4. Marking device (1) according to claim 3, characterized in that the exit surface (10) of the at least one optical fibre (9) can be moved relative
to the surface (17) of the valuable or security document (2) in such a way that a
focus position (19) of the laser light (6') is variable in the interior of the valuable
or security document (2).
5. Marking device (1) according to any one of claims 1 to 3, characterized in that the laser light (6) has a Gauss-shaped beam profile and a focusing lens which causes
the focusing by means of the Kerr effect, wherein the focal width of the material
of the focusing lenses changes due to the non-linear reciprocal effect of the electromagnetic
radiation with the material of the lenses inversely proportional to the intensity
of the electromagnetic radiation.
6. Marking device (1) according to any one of claims 1 to 5, characterized in that the focus position perpendicular to the surface (7) of the valuable or security document
(2) is variable in the valuable or security document (2), in order to mark at least
two markings (71), formed separately from one another, perpendicular to the surface
(7) of the valuable or security document (2) above one another through the same surface
(7) into the valuable or security document (2).
7. Method for the permanent marking of a valuable or security document (2) comprising
the steps of:
generating a laser light (6) and
guiding the laser light (6) by means of a light guiding device (8), such that laser
light (6') emerging from the light guiding device is positioned on the value or security
document, and
the valuable or security document (2) is marked locally, and
laser light (6) is generated in the form of laser light pulses with a pulse duration
of less than 100 ps,
characterized in that
a focus position (19) of the laser light (6') is varied in the interior of the valuable
or security document (2), in order to produce markings (71) in the valuable or security
document (2) in the register in different planes (72-78).
8. Method according to claim 7, characterized in that the laser light (6) is guided by means of an optical fibre (9) and a positioning
of the laser light (6') on the valuable or security document (2) which is to be marked
takes place by way of a movement of an exit surface (10) of the optical fibre (9)
relative to the valuable or security document (2).
9. Method according to claim 7 or 8, characterized in that the laser light (6) is generated by means of a fibre laser (23).
10. Method according to any one of claims 7 to 9, characterized in that the markings (71) formed in the register in different planes (71) are marked by way
of a colour change in the valuable or security document.
11. Method according to any one of claims 7 to 10, characterized in that the marking (71) is actuated by means of a non-linear optical effect in the valuable
or security document (2).
12. Method according to any one of claims 7 to 11, characterized in that at least two markings (71) formed separately from one another are marked perpendicular
to the surface (7) of the valuable or security documents (2) above one another through
the same surface (7) into the valuable or security document (2).
13. Method according to any one of claims 7 to 12, characterized in that markings (71) are introduced as diffracted and/or scattered structures into the interior
of the valuable or security document (2).
14. Method according to claim 13, characterized in that, by means of the laser lights (6), a local modification of the refractive index of
a material of the valuable or security document (2) is caused, in order to introduce
the diffracted and/or scattered structure.
15. Method according to any one of claims 7 to 14, characterized in that the laser light (6) is generated with a Gauss-shaped radiation profile and a focusing
lens causes the focusing by means of the Kerr effect, wherein, due to the non-linear
reciprocal effect of the electromagnetic radiation with the material of the lenses,
the focal width of the material of the focusing lenses changes inversely proportionally
to the intensity of the electromagnetic radiation.
1. Dispositif de marquage (1) destiné à des documents de valeur ou de sécurité, comprenant
au moins une source de lumière laser (5),
un dispositif de guidage de lumière, qui est couplé à la source de lumière laser de
sorte que la lumière laser (6) de la source de lumière laser puisse être positionnée
de manière commandée sur un document de valeur ou de sécurité (2),
la source de lumière laser (5) étant une source laser à impulsions courtes, laquelle
génère des impulsions laser présentant une durée d'impulsion inférieure à 100 ps,
caractérisé en ce
qu'une position focale peut varier dans le document de valeur ou de sécurité (2) de manière
perpendiculaire par rapport à la surface (7) du document de valeur ou de sécurité
(2), afin de générer, dans le document de valeur ou de sécurité (2), des marquages
(71) dans le registre dans divers plans (72 - 78).
2. Dispositif de marquage (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la source de lumière laser (5) comprend un laser à fibre (23).
3. Dispositif de marquage (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le dispositif de guidage de lumière (8) comprend une fibre optique (9) installée
de manière mobile par rapport au document de valeur ou de sécurité (2), laquelle est
couplée à au moins un système d'entraînement (12) de telle sorte que la lumière laser
(6') peut être positionnée dans un plan de positionnement (11), de manière latérale
sur le document de valeur ou de sécurité (2), par l'intermédiaire d'un mouvement de
la surface de sortie (10) de la fibre optique (9).
4. Dispositif de marquage (1) selon la revendication 3, caractérisé en ce que la surface de sortie (10) de la au moins une fibre optique (9) peut être déplacée
par rapport à la surface (17) du document de valeur ou de sécurité (2) de telle sorte
qu'une position focale (19) de la lumière laser (6') peut varier à l'intérieur du
document de valeur ou de sécurité (2).
5. Dispositif de marquage (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la lumière laser (6) présente un profil de rayonnement de forme gaussienne, et qu'une
lentille focalisante entraîne la focalisation au moyen de l'effet Kerr, sachant que
la distance focale du matériau de la lentille focalisante se modifie sur la base de
l'interaction non linéaire du rayonnement électromagnétique avec le matériau de la
lentille inversement de manière proportionnelle à l'intensité du rayonnement électromagnétique.
6. Dispositif de marquage (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la position focale peut varier dans le document de valeur ou de sécurité (2) de manière
perpendiculaire par rapport à la surface (7) du document de valeur ou de sécurité
(2) afin de marquer l'un sur l'autre, par la même surface (7), dans le document de
valeur ou de sécurité (2), au moins deux marquages (71) réalisés séparément l'un de
l'autre, de manière perpendiculaire par rapport à la surface (7) du document de valeur
ou de sécurité (2).
7. Procédé servant à marquer de manière durable un document de valeur ou de sécurité
(2), comprenant les étapes suivantes consistant à :
générer de la lumière laser (6) et
guider la lumière laser (6) au moyen d'un dispositif de guidage de lumière (8) de
manière à positionner sur le document de valeur ou de sécurité (2) la lumière laser
(6') sortant du dispositif de guidage de lumière, et
de manière à marquer localement le document de valeur ou de sécurité (2), et
à générer de la lumière laser (6) sous la forme d'impulsions de lumière laser présentant
une durée d'impulsion inférieure à 100 ps,
caractérisé en ce
qu'une position focale (19) de la lumière laser (6') varie à l'intérieur du document
de valeur ou de sécurité (2) afin de générer dans le document de valeur ou de sécurité
(2), des marquages (71) dans le registre dans divers plans (72 - 78).
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que la lumière laser (6) est guidée au moyen d'une fibre optique (9) et qu'un positionnement
de la lumière laser (6') est effectué sur le document de valeur ou de sécurité (2)
à marquer par l'intermédiaire d'un mouvement de la surface de sortie (10) de la fibre
optique (9) par rapport au document de valeur ou de sécurité (2).
9. Procédé selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que la lumière laser (6) est générée au moyen d'un laser à fibre (23).
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications 7 à 9, caractérisé en ce que les marquages (71) réalisés dans divers plans dans le registre sont marqués dans
le document de valeur ou de sécurité par l'intermédiaire d'une modification de couleur.
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications 7 à 10, caractérisé en ce que le marquage (71) est déclenché dans le document de valeur ou de sécurité (2) par
l'intermédiaire d'un effet optique non linéaire.
12. Procédé selon l'une quelconque des revendications 7 à 11, caractérisé en ce qu'au moins deux marquages (71) réalisés séparément l'un de l'autre sont marqués dans
le document de valeur ou de sécurité (2) de manière perpendiculaire à la surface (7)
du document de valeur ou de sécurité (2) l'un sur l'autre, par la même surface (7).
13. Procédé selon l'une quelconque des revendications 7 à 12, caractérisé en ce que des marquages (71) sont pratiqués sous la forme de structures diffractives et/ou
dispersives à l'intérieur du document de valeur ou de sécurité (2).
14. Procédé selon la revendication 13, caractérisé en ce que la lumière laser (6) permet d'entraîner une modification locale de l'indice de diffraction
d'un matériau du document de valeur ou de sécurité (2) afin de pratiquer la structure
diffractive et/ou dispersive.
15. Procédé selon l'une quelconque des revendications 7 à 14, caractérisé en ce que la lumière laser (6) est générée avec un profil de rayonnement de forme gaussienne
et qu'une lentille focalisante entraîne la focalisation au moyen de l'effet Kerr,
sachant que la distance focale du matériau de la lentille focalisante se modifie sur
la base de l'interaction non linéaire du rayonnement électromagnétique avec le matériau
de la lentille, de manière inversement proportionnelle à l'intensité du rayonnement
électromagnétique.