[0001] Die Erfindung betrifft einen Symbolanzeiger, insbesondere für schienengebundene Verkehrswege,
mit LED-Modulen für die pixelweise Visualisierung des Symbols und den LED-Modulen
zugeordneten Optikelementen, welche auf einer Frontplatte angeordnet sind, wobei die
LED-Module zur Frontplatte mit einem Winkel geneigt angeordnet sind und die Optikelemente
als Kollimatorlinsen ausgebildet sind.
[0002] Die nachstehenden Erläuterungen beziehen sich im Wesentlichen auf Symbolanzeiger
für schienengebundene Verkehrswege, ohne dass der beanspruchte Gegenstand auf diese
Anwendung beschränkt sein soll.
[0003] Symbolanzeiger für die Eisenbahnsicherungstechnik bestehen aus einer Vielzahl von
in Rastern angeordneten Lichtpunkten - den Pixeln. Die darzustellenden Symbole, beispielsweise
Ziffern oder Buchstaben bilden sich aus einer sinnvollen Anordnung definierter Einzelpixel.
Zur Ansteuerung des Symbols wird üblicherweise eine elektrische Treiberbaugruppe eingesetzt.
Das Abstrahlverhalten der Symbolanzeiger, insbesondere Lichtverteilung, Achslichtstärke,
Farbe und Phantomschutz, unterliegt den felderprobten Anforderungen des Eisenbahnbetriebes.
[0004] Die Pixel des Symbolanzeigers werden durch unterschiedliche optische Verfahren ausgeleuchtet.
Bei der Glühlampentechnik wird das Licht einer zentralen Signallampe in ein Lichtleiterbündel
eingekoppelt, über dessen Fasern verteilt und auf die Frontlinsen der Pixel transportiert.
Bei der LED-Technik hingegen werden überwiegend mehrere LED-Lichtquellen pro Pixel
eingesetzt, mindestens jedoch eine LED-Lichtquelle pro Pixel. Derartige LED-Module
und die zugehörigen Linsen sind üblicherweise in kompakter Bauform direkt an der Frontplatte
des Symbolanzeigers angeordnet.
[0005] Prinzipiell dienen Symbolanzeiger zur Informationsübermittlung an sich nähernde Schienenfahrzeuge.
Dabei handelt es sich häufig um sicherheitsrelevante Informationen, die keinesfalls
optische verfälscht oder durch Fremdlicht überblendet sein dürfen. Das unerwünschte
Aufleuchten bzw. Verfälschen eines Pixels durch Einfall von Umgebungslicht, z. B.
Sonneneinstrahlung oder Scheinwerferlicht, wird als Phantomeffekt bezeichnet. Durch
den Phantomeffekt kann es in Extremfällen zu einer falschen Anzeige infolge eines
unzeitigen Aufleuchtens mindestens eines Pixels oder einer Farbverschiebung kommen.
Besonders störend tritt dieser Effekt bei der Verwendung von LED-Modulen als Lichtquelle
auf, da LEDs durch auftreffendes Licht zum Leuchten angeregt werden können bzw. bei
LED-Lichtquellen häufig rückwärtige Reflektoren eingesetzt werden. Neben den bekannten
Phantomerzeugern, die bei der Projektierung vorhersehbar sind, z. B. tiefstehende
Sonne für Signale in Ost-West-Orientierung, treten auch sporadisch und unvorhergesehen
Quellen für Phantome, z. B. Fahrzeug- oder Bauscheinwerfer, Reflexion an Oberflächen,
z. B. an verglasten Fronten oder Schneedecken, auf. Damit kann auch ein Symbolanzeiger,
der aufgrund des Standortes phantomsicher sein sollte, phantomanfällig sein.
[0006] Generell wird versucht, den Phantomeffekt durch Blenden, Schuten, Vermeidung von
Ost-West-Orientierung oder durch Wiederholung von kritischen Symbolanzeigern zu minimieren.
[0007] Der Reflexionsschutz gegenüber Fremdlicht wird beim Symbolanzeiger hauptsächlich
dadurch realisiert, dass der Linsenkörper des Einzelpixels eine langgestreckte Form
aufweist, wobei eine lichtundurchlässige Ummantelung vorgesehen ist, die die eindringende
Strahlung absorbiert. Durch die geometrische Konstruktion des langgestreckten Linsenkörpers
kann erreicht werden, dass annähernd alle mit einem Winkel von mindestens 10° von
außen eindringenden Fremdlichtstrahlen auf die lichtabsorbierende Unterseite des Linsenkörpers
geleitet werden.
[0008] Aus der
WO02/071812 A2 und der
WO02/15281 A2 sind Symbolanzeiger mit Kollimatorlinse und zu dieser schräg angeordneten LED-Modulen
bekannt. Die Kollimatorlinse bewirkt die Parallelrichtung der Lichtstrahlen, die von
der LED erzeugt werden und entsprechend dem Neigungswinkel, beispielsweise 7°, des
LED-Moduls zur Kollimatorlinse schräg zur optischen Achse der Kollimatorlinse einfallen.
Dadurch kann unerwünschtes Phantomlicht auch bei Einfallswinkeln unter 10° weitgehend
ungehindert die Kollimatorlinse durchdringen und von Gehäuseteilen des LED-Moduls
absorbiert werden.
[0009] Die Frontplatte bei bekannten Symbolanzeigen ist mit Durchbrüchen versehen, welche
der Lichtaustrittsfläche eines Pixels entsprechen. Derartige symbolabhängige Frontplatten
bieten jedoch keinen optimalen Phantomschutz, da das anzuzeigende Symbol durch die
entsprechende Anordnung der Frontlinsen in der Frontplatte eingeprägt ist, so dass
der Phantomeffekt symbolabhängig ist und durch Reflexionen ein beleuchtetes, d. h.
aktiviertes, Symbol vortäuschen kann obwohl der Symbolanzeiger deaktiviert ist.
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Symbolanzeiger der gattungsgemäßen
Art anzugeben, bei dem eine Beeinträchtigung der Sicherheit infolge des Phantomeffektes
weitgehender vermeidbar ist, wobei gleichzeitig eine Montagevereinfachung angestrebt
wird.
[0011] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass die LED-Module zur Frontplatte
mit einem Winkel geneigt angeordnet sind und die Optikelemente als Kollimatorlinsen
ausgebildet sind.
[0012] Dazu sind die LED-Module vorteilhafterweise mittels Schnappverbindung auf die Frontplatte
aufsteckbar, wobei die LED-Module opak gekapselte Gehäusen aufweisen und symbolspezifisch
nicht benötigte Pixel mit Licht absorbierenden Kappen abgedeckt werden. Durch das
opake Gehäuse jedes LED-Moduls ergibt sich eine optimale Absorption von flach einfallendem
Phantomlicht.
[0013] Vorteilhafterweise können dadurch mit einem Symbolanzeiger unterschiedliche Symbole
realisiert werden; wobei bedarfsgemäß die jeweils nicht benötigten Pixel durch Umstecken
der lichtabsorbierenden Kappen abgedeckt werden und an diesen Stellen LED-Module ohne
LEDs eingesteckt werden.
[0014] Auch die Kollimatorlinsen können auf die andere Seite der Frontplatte aufsteckbar
oder aufpressbar sein. Auf diese Weise ergibt sich eine einfache, werkzeuglose Montage
der einzelnen Pixel des Symbolanzeigers.
[0015] Vorzugsweise ist gemäß Anspruch 2 vorgesehen, dass die Länge der Kollimatorlinse
kleiner als ihr Durchmesser ist. Durch diese im Gegensatz zu bekannten Symbolanzeigern
nicht längliche, sondern flache Bauform der Frontlinse wird das Phantomlicht hauptsächlich
von Gehäuseteilen im Bereich der Linsenrückseite, d. h. vorzugsweise von Gehäuseteilen,
die zum LED-Modul gehören, und nicht von der Mantelfläche der Linse absorbiert. Auf
eine vollständige Kapselung jeder einzelnen Kollimatorlinse kann somit verzichtet
werden.
[0016] Zusätzlich oder alternativ ist gemäß Anspruch 3 vorgesehen, dass die Kollimatorlinsen
Eingrauungen aufweisen. Auf diese Weise können stark unterschiedliche Anforderungen
an die Visualisierung des Symbols und an die Phantomlichtreduzierung realisiert werden.
Die Eingrauung verbessert die Phantombekämpfung insbesondere dann, wenn zu befürchten
ist, dass beispielsweise standortbedingt trotz Neigungswinkel zwischen LED-Modul und
Frontplatte Fremdlichtreflexionen auftreten können. Das Verhältnis zwischen Phantombekämpfung
und Lichtstärke der Pixel kann auf einfache Weise durch Festlegung des Eingrauungsgrades
optimiert werden. Anstelle oder zusätzlich zu einer eingegrauten Kollimatorlinse kann
auch eine Streuscheibe oder eine Graufilterscheibe verwendet werden.
[0017] Gemäß Anspruch 4 ist die Frontplatte vollflächig mit Kollimatorlinsen bestückt. Durch
diese Maßnahme wird die Phantomlichterkennung verbessert, da sich an der Linsenoberfläche
reflektiertes Phantomlicht auf die gesamte Oberfläche des Symbolanzeigers gleichermaßen
auswirkt und nicht nur die symbolspezifischen Pixel betrifft.
[0018] Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer figürlichen Darstellung erläutert.
[0019] Die Figur zeigt die wesentlichen Bauteile für einen Lichtpunkt oder Pixel eines erfindungsgemäßen
Symbolanzeigers anhand einer Vertikalschnittdarstellung. Es ist ersichtlich, dass
ein LED-Modul 1 mit einer Einzel-LED 2 mit einem Neigungswinkel α, der ca. 10° beträgt,
relativ zu einer Frontplatte 3 angeordnet ist. In der Frontplatte 3 sind mehrere den
LED-Modulen 1 zugeordnete Kollimatorlinsen 4 eingesetzt, welche das schräg auf die
Kollimatorlinse 4 auftreffende LED-Licht in im Wesentlichen horizontaler Ausbreitungsrichtung
parallel richtet. Dabei sind die für das jeweilige Symbol, beispielsweise Ziffer oder
Buchstabe, nicht benötigten Lichtpunkte oder Pixel mit Licht absorbierenden Kappen
abgedeckt.
[0020] Die an diesen Stellen nicht benötigten LED-Module 1 sind durch Blind-Module, d. h.
durch LED-Gehäuse 5 ohne LEDs 2 ersetzt. Die für die Symbol-Pixel benötigten LED-Module
1 sind über Anschlussdrähte 6 mit einer nicht dargestellten Treiberbaugruppe zur Ansteuerung
des Symbolanzeigers verbunden. Jedes LED-Modul 1 ist mit dem Licht absorbierenden
Gehäuse 5 ausgestattet, welches Durchbrüche im Bereich einer LED-Linse 7 aufweist.
Weiterhin ist das LED-Modul 1 mit einer Schnappverbindung 8 zur Befestigung an der
Frontplatte 3 versehen. Dadurch ist eine einfache, werkzeuglose Montage der LED-Module
1 möglich. Auch die Kollimatorlinse 4 kann auf ähnliche Weise an der Frontplatte 3
auswechselbar befestigt werden.
[0021] Dieser Aufbau zeichnet sich durch sehr wirksame Fremdlichtunterdrückung aus. Auch
sehr flach einfallendes Fremdlicht, z. B. bei niedrigem Sonnenstand, wird an dem LED-Gehäuse
5 absorbiert. Neben der Neigung zwischen LED-Modul 1 und Frontplatte 3 mit dem Winkel
α trägt dazu auch die flache Bauform der Kollimatorlinse 4 bei. Fremdlicht kann die
Kollimatorlinse 4 überwiegend durchdringen, ohne auf die sehr kurze Mantelfläche der
Kollimatorlinse 4 zu treffen, wodurch eine komplette Licht absorbierende Kapselung
der Kollimatorlinse 4 entbehrlich ist. Zusätzlich kann die Fremdlichtintensität durch
Eingrauung des Linsenmaterials noch weiter verringert werden.
[0022] Das beanspruchte Konzept der Pixelerzeugung ermöglicht einen sehr weitgehenden Schutz
gegen Fremdlichteinfall, den sogenannten Phantomeffekt, durch Kombination der winkligen
Anordnung zwischen LED-Modul 1 und Frontplatte 3, mit gekapseltem LED-Gehäuse 5, flacher
Linsenbauform, Eingrauung des Linsenmaterials, Vollbestückung der Frontplatte 3 und
Aufstecken von Kunststoffkappen auf die nicht an dem anzuzeigenden Symbol beteiligten
Pixelstellen.
1. Symbolanzeiger, insbesondere für schienengebundene Verkehrswege, mit LED-Modulen (1)
für die pixelweise Visualisierung des Symbols und den LED-Modulen (1) zugeordneten
Optikelementen, welche auf einer Frontplatte (3) angeordnet sind, wobei
die LED-Module (1) zur Frontplatte (3) mit einem Winkel (α) geneigt angeordnet sind
und die Optikelemente als Kollimatorlinsen (4) ausgebildet sind,
dadurch gekennzeichnet, dass die LED-Module (1) opak gekapselte Gehäuse (5) aufweisen und mittels Schnappverbindung
(8) auf die Frontplatte (3) aufsteckbar sind, wobei symbolspezifisch nicht benötigte
Pixel mit Licht absorbierenden Kappen abdeckbar sind.
2. Symbolanzeiger nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der Kollimatorlinsen (4) kleiner als ihr Durchmesser ist.
3. Symbolanzeiger nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kollimatorlinsen (4) Eingrauungen aufweisen.
4. Symbolanzeiger nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Frontplatte (3) vollflächig mit Kollimatorlinsen (4) bestückt ist.
1. Symbol indicator, in particular for rail-bound traffic routes, with LED modules (1)
for the pixel-based visualisation of the symbol and optical elements assigned to the
LED modules (1) and arranged on a front plate (3),
wherein the LED modules (1) are arranged such that they are inclined at an angle (α)
to the front plate (3) and the optical elements are embodied as collimator lenses
(4), characterised in that
the LED modules (1) have an opaquely encapsulated housing (5) and can be plugged into
the front plate (3) by means of a snap connection (8), wherein pixels not required
for specific symbols can be covered by light-absorbing caps.
2. Symbol indicator according to one of the preceding claims, characterised in that
the length of the collimator lenses (4) is smaller than their diameter.
3. Symbol indicator according to one of the preceding claims, characterised in that
the collimator lenses (4) are greyed.
4. Symbol indicator according to one of the preceding claims, characterised in that
the entire surface of the front plate (3) is equipped with collimator lenses (4).
1. Indicateur de symbole, notamment pour des voies de communication ferroviaires, comprenant
des modules DEL (1) pour la visualisation pixel par pixel du symbole et des éléments
optiques associés aux modules DEL (1), qui sont montés sur une plaque (3) avant, dans
lequel les modules DEL (1) sont inclinés d'un angle (α) par rapport à la plaque (3)
avant et les éléments optiques sont constitués sous la forme de lentilles (4) collimatrices,
caractérisé en ce que
les modules DEL (1) ont un boîtier (5) encapsulé de manière opaque et peuvent être
enfichés sur la plaque (3) avant au moyen d'une liaison (8) par déclic, des pixels,
non nécessaires spécifiquement au symbole, pouvant être recouverts par des coiffes
absorbant la lumière.
2. Indicateur de symbole suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la longueur des lentilles (4) collimatrices est plus petite que leur diamètre.
3. Indicateur de symbole suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les lentilles (4) collimatrices ont des insertions de gris.
4. Indicateur de symbole suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la plaque (3) avant est équipée complètement de lentilles (4) collimatrices.