[0001] Gleichspannungs-Hochspannungsquelle und Teilchenbeschleuniger Die Erfindung betrifft
eine Gleichspannungs-Hochspannungsquelle und einen Teilchenbeschleuniger mit einem
Kondensatorstapel aus konzentrisch zueinander angeordneten Elektroden.
[0002] Es gibt viele Anwendungen, bei denen eine hohe Gleichspannung benötigt wird. Eine
Anwendung sind beispielsweise Teilchenbeschleuniger, bei denen geladenen Teilchen
auf hohe Energien beschleunigt werden. Neben ihrer Bedeutung für die Grundlagenforschung
haben Teilchenbeschleuniger auch eine immer wichtigere Bedeutung in der Medizin und
für viele industrielle Zwecke.
[0003] Bisher werden zur Herstellung eines Teilchenstrahls im MV-Bereich Linearbeschleuniger
und Cyclotrons verwendet, die meist sehr komplexe und aufwändige Geräte sind.
[0004] Eine Form von bekannten Teilchenbeschleunigern sind sogenannte elektrostatische Teilchenbeschleuniger
mit einer Gleichspannungs-Hochspannungsquelle. Dabei werden die zu beschleunigenden
Teilchen einem statischen elektrischen Feld ausgesetzt.
[0005] Bekannt sind z.B. Kaskadenbeschleuniger (auch Cockcroft-Walton-Beschleuniger), bei
denen mittels einer Greinacherschaltung, welche mehrfach hintereinander geschaltet
(kaskadiert) wird, eine hohe Gleichspannung durch Vervielfachung und Gleichrichtung
einer Wechselspannung erzeugt wird. Hierdurch wird ein starkes elektrisches Feld bereitgestellt.
[0007] US2,887,599 offenbart eine zweite Elektrode, deren Abstand zur äußersten Zwischenelektrode größer
ist.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Gleichspannungs-Hochspannungsquelle
anzugeben, die bei kompakter Bauweise besonders stabil betrieben werden kann und gleichzeitig
eine hohe Potentialdifferenz bereitstellt. Der Erfindung liegt weiterhin die Aufgabe
zugrunde, einen Beschleuniger zur Beschleunigung von geladenen Teilchen anzugeben,
der bei kompakter Bauweise besonders stabil betrieben werden kann und gleichzeitig
eine hohe erreichbare Teilchenenergie zulässt.
[0009] Die Erfindung wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen finden sich in den Merkmalen der abhängigen Ansprüche.
[0010] Die erfindungsgemäße Gleichspannungs-Hochspannungsquelle zur Bereitstellung von Gleichspannung
weist auf:
einen Kondensatorstapel
- mit einer ersten Elektrode, welche auf ein erstes Potential gebracht werden kann,
- mit einer zweiten Elektrode, die zur ersten Elektrode konzentrisch angeordnet ist
und auf ein zweites, vom ersten Potential unterschiedliches Potential gebracht werden
kann, sodass sich eine Potentialdifferenz zwischen der ersten Elektrode und der zweiten
Elektrode ausbildet,
- mit zumindest einer Zwischenelektrode, die konzentrisch zwischen der ersten Elektrode
und der zweiten Elektrode angeordnet ist, und die auf ein Zwischenpotential gebracht
werden kann, das sich zwischen dem ersten Potential und dem zweiten Potential befindet.
[0011] Die Gleichspannungs-Hochspannungsquelle weist zudem eine Schaltvorrichtung zum Laden
des Kondensatorstapels auf, mit der die Elektroden des Kondensatorstapels - also die
erste Elektrode, die zweite Elektrode sowie die Zwischenelektroden - verbunden sind.
die Schaltvorrichtung ist derart ausgebildet, dass bei Betrieb der Schaltvorrichtung
die konzentrisch zueinander angeordneten Elektroden des Kondensatorstapels auf anwachsende
Potentialstufen gebracht werden. Die Schaltvorrichtung des Kondensatorstapels umfasst
Elektronenröhren umfasst.
[0012] Der Erfindung liegt die Idee zu Grunde, eine Gleichspannungs-Hochspannungsquelle
möglichst effizient aufzuladen. Dies geschieht über eine Schaltvorrichtung mit Elektronenröhren,
die insbesondere als Dioden ausgebildet sein können.
[0013] Im Vergleich zu Halbleiterbauelementen wie Halbleiterdioden bringt dies den Vorteil
mit sich, dass zwischen denjenigen Elektroden des Kondensatorstapels, die durch die
Elektronenröhren verschaltet sind, aufgrund des Aufbaus der Elektronenröhren keine
physische Verbindung besteht, die mit einer Durchschlagsgefahr einhergehen würde.
Zudem wirken die Elektronenröhren Strom begrenzend und sind robust gegenüber einer
Stromüberlastung oder einer Spannungsüberlastung.
[0014] Eine oder mehrere Elektronenröhren können insbesondere als steuerbare Elektronenröhren
ausgebildet sein. Die Steuerung kann beispielsweise thermisch oder photooptisch erfolgen.
Die Elektronenröhren-Kathoden können als thermische Elektronenemitter mit z.B. einer
Heizung, insbesondere Strahlungsheizung, zur Steuerung des Stroms in den Elektronenröhren
ausgebildet sein. Die Elektronenröhren-Kathoden können auch als Photokathoden ausgebildet
sein. Letztere erlauben durch Modulation der Belichtung, z.B. durch Laserstrahlung,
eine Steuerung des Stroms in jeder Elektronenröhre und damit des Ladestroms. Auf diese
Weise lässt sich indirekt die erreichbare Hochspannung steuern. Die Hochspannungsquelle
lässt sich flexibler aufladen und anpassen.
[0015] Die Gleichspannungs-Hochspannungsquelle hat mit ihrem Aufbau als Kondensatorstapel
konzentrisch zueinander angeordneter Elektroden eine besonders vorteilhafte und platzsparende
Form, die gleichzeitig eine effiziente Abschirmung bzw. Isolation der Hochspannungselektrode
ermöglicht.
[0016] Der Kondensatorstapel kann insbesondere mehrere konzentrisch zueinander angeordnete
Zwischenelektroden umfassen, welche durch die Schaltvorrichtung verbunden sind, derart,
dass bei Betrieb der Schaltvorrichtung die Zwischenelektroden auf eine Abfolge von
anwachsenden Potentialstufen zwischen dem ersten Potential und dem zweiten Potential
gebracht werden. Die Potentialstufen der Elektroden des Kondensatorstapels sind anwachsend
gemäß der Reihenfolge ihrer konzentrischen Anordnung. Durch die Schaltvorrichtung
mit Elektronenröhren können die Elektroden des Kondensatorstapels mit einer Pump-Wechselspannung
geladen werden. Die Amplitude der Pump-Wechselspannung kann vergleichsweise klein
sein gegenüber der erreichbaren Hochspannung.
[0017] Die konzentrische Anordnung der Elektroden in der Gleichspannungs-Hochspannungsquelle
ermöglicht insgesamt eine kompakte Bauweise. Zur günstigen Ausnutzung des Isolationsvolumens,
also des Volumens zwischen der inneren und der äußeren Elektrode, sind eine oder mehrere
konzentrische Zwischenelektroden auf geeignete Potentiale gebracht. Die Potentialstufen
sind sukzessive ansteigend und können derart gewählt werden, dass sich im Inneren
des gesamten Isolationsvolumens eine im weitgehenden gleichmäßige Feldstärke ergibt.
[0018] Die eingebrachten Zwischenelektroden erhöhen zudem die Durchschlagsfeldstärkegrenze,
sodass höhere Gleichspannungen erzeugt werden können als ohne Zwischenelektroden.
Dies beruht darauf, dass die Durchbruchsfeldstärke in Vakuum in etwa umgekehrt proportional
zur Quadratwurzel der Elektrodenabstände ist. Durch die eingeführte/n Zwischenelektrode/n,
mit denen das elektrische Feld im Inneren der Gleichspannungs-Hochspannungsquelle
gleichmäßiger wird, tragen gleichzeitig zu einer vorteilhaften Erhöhung der möglichen,
erreichbaren Feldstärke bei.
[0019] In einer Ausführungsform kann zumindest ein Teil der Gleichspannungs-Hochspannungsquelle
ein Vakuum aufweisen. Dieses Vakuum kann dazu ausgenützt werden, das für den Betrieb
der Elektronenröhren notwendige Vakuum zu bilden, sodass die Elektronenröhren vakuumkolbenfrei
sind.
[0020] Die Elektroden des Kondensatorstapels können z.B. durch eine Vakuumisolation zueinander
isoliert sein. Im Isolationsvolumen kann sich Hochvakuum befinden. Eine Verwendung
von isolierenden Materialien hätte den Nachteil, dass die Materialien bei Belastung
durch ein elektrisches Gleichfeld zur Anschoppung von internen Ladungen - die insbesondere
durch ionisierende Strahlung beim Betrieb des Beschleunigers hervorgerufen werden
- neigen. Die angeschoppten, wandernden Ladungen rufen in allen physischen Isolatoren
eine stark inhomogene elektrische Feldstärke hervor, die dann zur lokalen Überschreitung
der Durchschlagsgrenze und damit Ausbildung von Funkenkanälen führt. Eine Isolation
durch Hochvakuum vermeidet derartige Nachteile. Die im stabilen Betrieb ausnutzbare,
elektrische Feldstärke lässt sich dadurch vergrößern. Die Anordnung ist damit im Wesentlichen
- bis auf wenige Komponenten wie z.B. die Aufhängung der Elektroden - frei von Isolatormaterialien.
[0021] Ein Teil oder alle Elektronenröhren der Schaltvorrichtung können in dieser Vakuumisolation
angeordnet sein, sodass die Elektronenröhren ohne eigenes Vakuumgefäß ausgebildet
werden können. Durch die Vakuumisolation der Elektroden des Kondensatorstapels wird
zusätzlich eine platzsparende und robuste Isolation der Hochspannungselektrode erreicht.
Die Hochspannungselektrode kann dabei die bei der konzentrischen Anordnung am weitesten
Innen liegende Elektrode sein, während die äußerste Elektrode z.B. eine Masseelektrode
sein kann.
[0022] Die Gleichspannungs-Hochspannungsquelle kann auch bspw. ein Strahlrohr aufweisen,
entlang dessen geladenen Teilchen beschleunigt werden können. Es ist denkbar, das
sich dort befindliche Vakuum dazu auszunutzen, Elektronenröhren vakuumkolbenfrei auszugestalten.
[0023] Wenn eine derartige Gleichspannungs-Hochspannungsquelle z.B. zur Erzeugung eines
Strahls von Teilchen wie Elektronen, Ionen, Elementarteilchen - oder generell geladene
Teilchen - eingesetzt wird, kann bei kompakter Bauweise eine Teilchenenergie im MV-Bereich
erreicht werden.
[0024] In einer vorteilhaften Ausführungsform umfasst die Schaltvorrichtung eine Hochspannungskaskade,
insbesondere eine Greinacher-Kaskade oder eine Cockcroft-Walton-Kaskade. Mit einer
derartigen Vorrichtung kann mithilfe einer vergleichsweise geringen Wechselspannung
die erste Elektrode, die zweite Elektrode sowie die Zwischenelektroden zur Erzeugung
der Gleichspannung geladen werden.
[0025] Diese Ausführungsform beruht auf der Idee einer Hochspannungserzeugung, wie sie beispielsweise
durch eine Greinacher-Gleichrichterkaskade ermöglicht wird. In einem Beschleuniger
eingesetzt, dient die elektrische Potentialenergie dazu, kinetische Energie der Partikel
umzuwandeln, indem das hohe Potential zwischen der Teilchenquelle und dem Ende der
Beschleunigungsstrecke angelegt wird.
[0026] Bei einer Ausführungsvariante ist der Kondensatorstapel durch einen Spalt, der durch
die Elektroden verläuft, in zwei voneinander getrennte Kondensatorketten aufgeteilt.
Durch eine Trennung der konzentrischen Elektroden des Kondensatorstapels in zwei voneinander
getrennte Kondensatorketten können die zwei Kondensatorketten in vorteilhafter Weise
für die Ausbildung einer kaskadierten Schaltvorrichtung wie einer Greinacher- oder
Cockcroft-Walton-Kaskade verwendet werden. Jede Kondensatorkette stellt dabei eine
Anordnung ihrerseits konzentrisch zueinander angeordneten (Teil-)Elektroden dar.
[0027] Bei einer Ausbildung des Elektrodenstapels als Kugelschalenstapel kann die Trennung
z.B. durch einen Schnitt entlang des Äquators erfolgen, der dann zu zwei Halbkugelstapel
führt.
[0028] Die Elektronenröhren können die beiden Kondensatorketten derart verschalten, dass
die Kondensatorketten keinen physischen Kontakt haben.
[0029] Die einzelnen Kondensatoren der Ketten können bei einer derartigen Schaltung jeweils
auf die Spitze-Spitze-Spannung der primären Eingangswechselspannung, die zum Laden
der Hochspannungsquelle dient, geladen werden, so dass oben genannte Potentialäquilibrierung,
eine gleichmäßige elektrische Feldverteilung und damit eine optimale Ausnutzung der
Isolationsstrecke auf einfache Weise erreicht wird.
[0030] In vorteilhafter Weise kann die Schaltvorrichtung, welche eine Hochspannungskaskade
umfasst, die zwei voneinander getrennten Kondensatorketten miteinander verbinden und
insbesondere in dem Spalt angeordnet sein. Die Eingangswechselspannung für die Hochspannungskaskade
kann zwischen den beiden äußersten Elektroden der Kondensatorketten angelegt werden,
da diese z.B. von außen zugänglich sein können. Die Diodenketten einer Gleichrichterschaltung
lassen sich dann in dem äquatorialen Spalt - und dadurch auf Platz sparende Weise
- anbringen.
[0031] Die Elektroden des Kondensatorstapels können derart geformt sein, dass sie auf einer
Ellipsoid-Oberfläche, insbesondere einer Kugeloberfläche, oder auf einer Zylinder-Oberfläche
liegen. Diese Formen sind physisch günstig. Besonders günstig ist die Wahl der Form
der Elektroden wie bei einer Hohlkugel bzw. dem Kugelkondensator. Ähnliche Formen
wie z.B. bei einem Zylinder sind auch möglich, wobei letzterer allerdings üblicherweise
eine vergleichsweise inhomogene elektrische Feldverteilung aufweist.
[0032] Die geringe Induktivität der schalenartigen Potentialelektroden erlaubt die Anwendung
hoher Betriebsfrequenzen, so dass die Spannungsabsenkung bei Stromentnahme trotz relativ
geringer Kapazität der einzelnen Kondensatoren begrenzt bleibt.
[0033] Der erfindungsgemäße Beschleuniger zur Beschleunigung von geladenen Teilchen umfasst
eine erfindungsgemäße Gleichspannungs-Hochspannungsquelle, wobei ein Beschleunigungskanal
vorhanden ist, der durch Öffnungen in den Elektroden des Kondensatorstapels gebildet
wird, sodass durch den Beschleunigungskanal geladene Teilchen beschleunigt werden
kann. Das beschleunigende Potential kann sich zwischen der ersten Elektrode und der
zweiten Elektrode ausbilden.
[0034] Insbesondere bei einem Beschleuniger, bei dem die Hochspannungselektrode durch Vakuum
isoliert ist, hat die Verwendung von Vakuum zudem den Vorteil, dass kein eigenes Strahlrohr
vorgesehen werden muss, das seinerseits wenigstens teilweise eine Isolatoroberfläche
aufweist. Auch hier wird vermieden, dass kritische Probleme der Wandentladung entlang
der Isolatoroberflächen auftreten würden, da der Beschleunigungskanal nun keine Isolatoroberflächen
aufweisen muss.
[0035] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand der folgenden Zeichnung näher erläutert,
ohne jedoch darauf beschränkt zu sein. Darin zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Greinacherschaltung, wie sie aus dem Stand der
Technik bekannt ist.
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung eines Schnitts durch eine Gleichspannungs-Hochspannungsquelle
mit einer Teilchenquelle im Zentrum,
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung eines Schnitts durch eine Gleichspannungs-Hochspannungsquelle,
die als Tandembeschleuniger ausgebildet ist,
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung des Elektrodenaufbaus mit einem Stapel zylinderförmig
angeordneter Elektroden,
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung eines Schnitts durch eine Gleichspannungs-Hochspannungsquelle
nach Fig. 2 mit zum Zentrum hin abnehmenden Elektrodenabstand,
- Fig. 6
- eine Darstellung der Dioden der Schaltvorrichtung, die als vakuumkolbenfreie Elektronenröhren
ausgebildet sind,
- Fig. 7
- ein Diagramm, das den Ladungsvorgang in Abhängigkeit von Pumpzyklen zeigt, und
- Fig. 8
- die vorteilhafte Kirchhoff-Form der Elektrodenenden.
[0036] Gleiche Teile sind in den Figuren mit denselben Bezugszeichen versehen.
[0037] Am Schaltbild in der Fig. 1 soll das Prinzip einer Hochspannungskaskade 9, die gemäß
einer Greinacherschaltung aufgebaut ist, verdeutlicht werden.
[0038] An einem Eingang 11 wird eine Wechselspannung U angelegt. Die erste Halbwelle lädt
über die Diode 13 den Kondensator 15 auf die Spannung U auf. Bei der darauf folgenden
Halbwelle der Wechselspannung addiert sich die Spannung U vom Kondensator 13 mit der
Spannung U am Eingang 11, so dass der Kondensator 17 über die Diode 19 nun auf die
Spannung 2U aufgeladen wird. Dieser Prozess wiederholt sich in den darauf folgenden
Dioden und Kondensatoren, so dass in der in Fig. 1 abgebildeten Schaltung insgesamt
am Ausgang 21 die Spannung 6U erzielt wird. Die Fig. 2 zeigt auch deutlich, wie durch
die dargestellte Schaltung jeweils der erste Satz 23 von Kondensatoren eine erste
Kondensatorkette und der zweite Satz 25 von Kondensatoren eine zweite Kondensatorkette
bildet.
[0039] Fig. 2 zeigt einen schematischen Schnitt durch eine Hochspannungsquelle 31 mit einer
zentralen Elektrode 37, einer äußeren Elektrode 39 und einer Reihe von Zwischenelektroden
33, die durch eine Hochspannungskaskade 35, deren Prinzip in Fig. 1 erläutert wurde,
verschaltet sind und durch diese Hochspannungskaskade 35 geladen werden können.
[0040] Die Elektroden 39, 37, 33 sind hohlkugelförmig ausgebildet und konzentrisch zueinander
angeordnet. Die maximale elektrische Feldstärke, die angelegt werden kann, ist proportional
zur Kurvatur der Elektroden. Daher ist eine Kugelschalengeometrie besonders günstig.
[0041] Im Zentrum liegt die Hochspannungselektrode 37, die äußerste Elektrode 39 kann eine
Masseelektrode sein. Durch einen äquatorialen Schnitt 47 sind die Elektroden 37, 39,
33 in zwei voneinander, durch einen Spalt getrennte Halbkugelstapel geteilt. Der erste
Halbkugelstapel bildet eine erste Kondensatorkette 41, der zweite Halbkugelstapel
eine zweite Kondensatorkette 43.
[0042] Dabei werden an die äußersten Elektroden-Schalenhälften 39', 39" jeweils die Spannung
U einer Wechselspannungsquelle 45 angelegt. Die Dioden 49 zur Bildung der Schaltung
sind im Bereich des Großkreises der Halbhohlkugeln angeordnet, d. h. im äquatorialen
Schnitt 47 der jeweiligen Hohlkugeln. Die Dioden 49 bilden die Querverbindungen zwischen
den beiden Kondensatorketten 41, 43, die den beiden Sätzen 23, 25 an Kondensatoren
aus Fig. 1 entsprechen.
[0043] In der hier dargestellten Hochspannungsquelle 31 führt durch die zweite Kondensatorkette
43 ein Beschleunigungskanal 51, welcher von einer z.B. im Inneren liegenden Teilchenquelle
52 ausgeht und eine Extraktion des Teilchenstroms ermöglicht. Der Teilchenstrom geladener
Teilchen erfährt von der hohlkugelförmigen Hochspannungselektrode 37 eine hohe Beschleunigungsspannung.
[0044] Die Hochspannungsquelle 31 bzw. der Teilchenbeschleuniger weisen den Vorteil auf,
dass der Hochspannungsgenerator und der Teilchenbeschleuniger ineinander integriert
sind, da dann alle Elektroden und Zwischenelektroden im kleinstmöglichen Volumen untergebracht
werden können.
[0045] Um die Hochspannungselektrode 37 zu isolieren, ist die gesamte Elektrodenanordnung
durch eine Vakuumisolation isoliert. Unter anderem können dadurch besonders hohe Spannungen
der Hochspannungselektrode 37 erzeugt werden, was eine besonders hohe Teilchenenergie
zur Folge hat. Es ist aber auch prinzipiell eine Isolierung der Hochspannungselektrode
mittels fester oder flüssiger Isolation denkbar.
[0046] Die Verwendung von Vakuum als Isolator und die Verwendung eines Zwischenelektrodenabstandes
in der Größenordnung von 1 cm ermöglichen es, elektrische Feldstärken von Werten von
über 20 MV/m zu erreichen. Darüber hinaus hat die Verwendung von Vakuum den Vorteil,
dass der Beschleuniger während des Betriebs nicht unterbelastet werden muss, da die
bei der Beschleunigung auftretende Strahlung bei Isolatormaterialien zu Problemen
führen kann. Dies erlaubt den Bau kleinerer und kompakterer Maschinen.
[0047] Fig. 3 zeigt eine Weiterbildung der in Fig. 2 gezeigten Hochspannungsquelle zum Tandembeschleuniger
61. Die Schaltvorrichtung 35 aus Fig. 2 ist der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt,
ist aber bei der in Fig. 3 gezeigten Hochspannungsquelle identisch.
[0048] In dem hier dargestellten Beispiel weist auch die erste Kondensatorkette 41 einen
Beschleunigungskanal 53 auf, der durch die Elektroden 33, 37, 39 führt.
[0049] Im Inneren der zentralen Hochspannungselektrode 37 ist anstelle der Teilchenquelle
eine Karbonfolie 55 zum Ladungsstripping angeordnet. Es können dann negativ geladene
Ionen außerhalb der Hochspannungsquelle 61 erzeugt werden, entlang des Beschleunigungskanals
53 durch die erste Kondensatorkette 41 zu der zentralen Hochspannungselektrode 37
beschleunigt werden, bei Durchgang durch die Karbonfolie 55 in positiv geladene Ionen
umgewandelt werden und anschließend durch den Beschleunigungskanal 51 der zweiten
Kondensatorkette 43 weiter beschleunigt werden und wieder aus der Hochspannungsquelle
31 austreten.
[0050] Die äußerste Kugelschale 39 kann weitgehend geschlossen bleiben und so die Funktion
eines geerdeten Gehäuses übernehmen.
[0051] Die unmittelbar darunter liegende Halbkugelschale kann dann die Kapazität eines LC-Schwingkreises
und Teil des Antriebsanschlusses der Schaltvorrichtung sein.
[0052] Ein derartiger Tandembeschleuniger verwendet negativ geladene Teilchen. Die negativ
geladenen Teilchen werden durch die erste Beschleunigungsstrecke 53 von der äußeren
Elektrode 39 zur zentralen Hochspannungselektrode 37 hin beschleunigt. Bei der zentralen
Hochspannungselektrode 37 findet ein Ladungsumwandlungsprozess statt.
[0053] Dies kann beispielsweise durch eine Folie 55 geschehen, durch die die negativ geladenen
Teilchen geleitet werden, und mit deren Hilfe ein sogenanntes Charge-Stripping durchgeführt
wird. Die resultierenden positiv geladenen Teilchen werden durch die zweite Beschleunigungsstrecke
51 von der Hochspannungselektrode 37 wieder hinzu äußeren Elektrode 39 weiter beschleunigt.
Die Ladungsumwandlung kann dabei auch derart geschehen, dass mehrfach positiv geladene
Teilchen, wie zum Beispiel C
4+ entstehen, die besonders stark durch die zweite Beschleunigungsstrecke 51 beschleunigt
werden.
[0054] Eine Ausführungsform des Tandembeschleunigers sieht vor, einen Protonenstrahl der
Stärke 1 mA mit einer Energie von 20 MeV zu erzeugen. Hierzu wird ein kontinuierlicher
Strom von Teilchen aus einer H
--Partikelquelle in die erste Beschleunigungsstrecke 53 eingeleitet und auf die zentrale
+10 MV-Elektrode in beschleunigt. Der Partikel treffen auf einen Karbon-Ladungsstripper,
wodurch beide Elektronen von den Protonen entfernt werden. Der Laststrom der Greinacherkaskade
ist daher zweimal so groß wie der Strom des Partikelstrahls.
[0055] Die Protonen gewinnen weitere 10 MeV Energie, während sie durch die zweite Beschleunigungsstrecke
53 aus dem Beschleuniger austreten.
[0056] Für eine derartige Beschleunigung kann der Beschleuniger eine 10 MV Hochspannungsquelle
vorsehen, welche N = 50 Stufen aufweist, d.h. also insgesamt 100 Dioden und Kondensatoren.
Bei einem inneren Radius von r = 0,05 m und einer Vakuumisolation mit einer Durchbruchfeldstärke
von 20 MV/m beträgt der äußere Radius 0,55 m. In jeder Halbkugel finden 50 Zwischenräume
mit einem Abstand von 1 cm zwischen benachbarten Kugelschalen.
[0057] Eine geringere Anzahl von Stufen reduziert die Anzahl der Ladezyklen und die effektive
interne Quellenimpedanz, erhöht jedoch die Anforderungen an die Pump-Ladespannung.
[0058] Die im äquatorialen Spalt angeordneten Dioden, die die beiden Hemisphären-Stapel
miteinander verbinden, können z.B. in einem spiralartigen Muster angeordnet werden.
Die totale Kapazität kann gemäß Gleichung (3.4) 74 pF betragen, die gespeicherte Energie
3.7 kJ. Ein Ladestrom von 2 mA benötigt eine Betriebsfrequenz von ungefähr 100 kHz.
[0059] Wenn Karbon-Folien zum Ladungsstripping eingesetzt werden, können Folien mit einer
Foliendicke von t ≈ 15 ... 30 µg/cm
2 eingesetzt werden. Diese Dicke stellt einen guten Kompromiss zwischen Partikeltransparenz
und Effektivität des Ladungsstrippings dar.
[0060] Die Lebensdauer einer Karbonstripperfolie kann mit T
foil = k
foil*(UA)/(Z
2I) abgeschätzt werden, wobei I der Strahlstrom, A die Spotfläche des Strahls, U die
Partikelenergie und Z die Partikelmasse ist. Aufgedampfte Filme haben einen Wert von
kfoil ≈ 1.1 C/Vm
2.
[0061] Karbonfoilen, die durch Zersetzen von Ethylen mittels Glimmentladung hergestellt
werden, haben eine dickenabhängige Lebensdauerkonstante von kfoil ≈ (0.44 t - 0.60)
C/Vm
2, wobei die Dicke in µg/cm
2 angegeben wird.
[0062] Bei einem Strahldurchmesser von 1 cm und einer Strahlstromstärke von 1 mA kann dabei
eine Lebensdauer von 10 ... 50 Tagen erwartet werden. Längere Lebenszeiten können
erreicht werden, wenn die effektiv durchstrahlte Fläche vergrößert wird, z.B. durch
ein Abtasten einer rotierenden Scheibe oder eine Folie mit linearer Bandstruktur.
[0063] Fig. 4 illustriert eine Elektrodenform, bei dem hohlzylinderförmige Elektroden 33,
37, 39 konzentrisch zueinander angeordnet sind. Durch einen Spalt wird der Elektrodenstapel
in zwei voneinander getrennte Kondensatorketten aufgeteilt, welche mit einer analog
zu Fig. 2 aufgebauten Schaltvorrichtung verschaltet werden können.
[0064] Fig. 5 zeigt eine Weiterbildung der in Fig. 2 gezeigten Hochspannungsquelle, bei
der der Abstand der Elektroden 39, 37, 33 zum Zentrum hin abnimmt. Wie unten erläutert
lässt sich durch eine derartige Ausgestaltung die Abnahme der an der äußeren Elektrode
39 angelegten Pump-Wechselspannung zum Zentrum hin kompensieren, sodass dennoch zwischen
benachbarten Elektrodenpaaren eine im Wesentlichen gleiche Feldstärke herrscht. Hierdurch
lässt sich eine weitgehend konstante Feldstärke entlang des Beschleunigungskanals
51 erreichen.
[0065] Der abnehmende Elektrodenabstand kann auch auf Ausgestaltungen gemäß Fig. 3 und Fig.
4 angewendet werden.
[0066] Fig. 6 zeigt eine Ausgestaltung der Dioden der Schaltvorrichtung gezeigt. Die konzentrischen
angeordneten, halbkugelschalartigen Elektroden 39, 37, 33 sind der Übersichtlichkeit
halber nur angedeutet dargestellt.
[0067] Die Dioden sind hier als Elektronenröhren 63 gezeigt, mit einer Kathode 65 und einer
gegenüberliegenden Anode 67. Da die Schaltvorrichtung in der Vakuumisolation angeordnet
ist, entfällt das Vakuumgefäß der Elektronenröhren, das sonst zum Betrieb der Elektronen
notwenig wäre. Die Kathoden können als thermische Elektronenemitter z.B. mit Strahlungsheizung
durch den äquatorialen Spalt oder als Photokathoden ausgebildet sein. Letztere erlauben
durch Modulation der Belichtung z.B. durch Laserstrahlung eine Steuerung des Stroms
in jeder Diode. Der Ladestrom und damit indirekt die Hochspannung kann so gesteuert
werden.
[0068] Im Folgenden werden eine nähere Ausführungen zu Komponenten der Hochspannungsquelle
bzw zu dem Teilchenbeschleuniger gemacht.
Sphärischer Kondensator
[0069] Die Anordnung folgt dem in Fig. 1 gezeigten Prinzip, die Hochspannungselektrode im
Inneren des Beschleunigers und die konzentrische Masseelektrode an der Außenseite
des Beschleunigers anzuordnen.
[0070] Ein Kugelkondensator mit innerem Radius r und äußerem Radius R hat die Kapazität

[0071] Die Feldstärke bei Radius ρ ist dann

[0072] Diese Feldstärke ist quadratisch abhängig vom Radius und nimmt zur inneren Elektrode
hin somit stark zu. Bei der Inneren Elektrodenfläche ρ = r ist das Maximum

erreicht. Aus Sicht der Durchbruchsfestigkeit ist dies unvorteilhaft.
[0073] Ein hypothetischer sphärischer Kondensator mit einem homogenen elektrischen Feld
hätte die Kapazität

[0074] Dadurch, dass im Kaskadenbeschleuniger die Elektroden der Kondensatoren der Greinacherkaskade
als Zwischenelektroden auf klar definiertem Potential eingefügt sind, wird die Feldstärkeverteilung
über den Radius linear angeglichen, da für dünnwandige Hohlkugeln die elektrische
Feldstärke ungefähr gleich dem flachen Fall

mit minimaler maximaler Feldstärke ist.
[0075] Die Kapazität zweier benachbarter Zwischenelektroden ist

[0076] Halbkugelförmige Elektroden und gleicher Elektrodenabstand d = (R-r)/N führt zu r
k= r +kd und zu Elektrodenkapazitäten

Gleichrichter
[0077] Moderne Avalanche-Halbleiter-Dioden (engl: "soft avalanche semiconductor diodes")
haben sehr geringe parasitäre Kapazitäten und weisen kurze Erholzeiten auf. Eine Schaltung
in Serie benötigt keine Widerstände zur Potentialäquilibrierung. Die Betriebsfrequenz
kann vergleichsweise hoch gewählt werden, um die relativ kleinen Interelektroden-Kapazitäten
der beiden Greinacher-Kondensatorstapel zu nutzen.
[0078] Bei einer Pump-Spannung zum Laden der Greinacher-Kaskade kann eine Spannung von U
in≈100kV, also 70 kV
eff, verwendet werden. Die Dioden müssen Spannungen von 200 kV aushalten. Dies kann dadurch
erreicht werden, dass Ketten von Dioden mit einer geringeren Toleranz verwendet werden.
Es können beispielsweise zehn 20 kV Dioden verwendet werden. Dioden können z.B. Dioden
der Firma Philips mit der Bezeichnung BY724, Dioden der Firma EDAL mit der Bezeichnung
BR757-200A oder Dioden der Firma Fuji mit der Bezeichnung ESJA5320A sein.
[0079] Schnelle Sperr-Erholzeiten (reverse recovery time), z.B. t
rr≈100 ns für BY724, minimieren Verluste. Die Abmessung der Diode BY724 von 2,5 mm x
12,5 mm erlaubt es, alle 1000 Dioden für die Schaltvorrichtung in einer einzigen äquatorialen
Ebene für den weiter unten näher spezifizierten, kugelförmigen Tandembeschleuniger
unterzubringen.
[0080] Anstelle von Festkörperdioden können auch Elektronenröhren eingesetzt werden, bei
denen die Elektronenemission zur Gleichrichtung verwendet wird. Die Kette von Dioden
kann durch eine Vielzahl ein maschenartig zueinander angeordneten Elektroden der Elektronenröhren
gebildet werden, die mit den Halbkugelschalen verbunden sind. Jede Elektrode agiert
einerseits als Kathode, andererseits als Anode.
Diskreter Kondensator-Stapel
[0081] Die zentrale Idee besteht darin, die konzentrischen nacheinander angeordneten Elektroden
auf einer Äquatorebene durchzuschneiden. Die beiden resultierenden Elektroden-Stapel
stellen die Kaskaden-Kondensatoren dar. Es ist lediglich notwendig, die Kette von
Dioden an gegenüberliegende Elektroden über die Schnittebene hinweg anzuschließen.
Es ist anzumerken, dass der Gleichrichter die Potentialunterschiede der nacheinander
angeordneten Elektroden automatisch auf etwa 2 U
in stabilisiert, was konstante Elektrodenabstände nahelegt. Die Antriebsspannung wird
zwischen den beiden äußeren Hemisphären angelegt.
Ideale Kapazitätsverteilung
[0082] Wenn die Schaltung nur die Kapazitäten der Abb. 3 enthält, liefert der stationäre
Betrieb eine Betriebsfrequenz f eine Ladung

pro Vollwelle in die Last durch den Kondensator C
0. Jedes der Kondensatorpaare C
2k und C
2k+1 übertragen somit eine Ladung (k+1) Q.
[0083] Die Ladungspumpe stellt eine Generator-Quellen-Impedanz

dar. Dadurch reduziert ein Laststrom I
out die DC-Ausgangsspannung gemäß

[0084] Der Laststrom verursacht eine AC-Restwelligkeit am DC-Ausgang mit dem Spitze-zu-Spitze-Wert

[0085] Wenn alle Kondensatoren gleich C
k = C sind, ist die effektive Quellenimpedanz

und der Spitze-zu-Spitze-Wert der AC-Welligkeit wird

[0086] Für einen gegebenen Gesamtenergie-Speicher innerhalb des Gleichrichters reduziert
ein kapazitives Ungleichgewicht zugunsten des Niederspannungsteils die Werte R
G und R
R geringfügig im Vergleich zur üblichen Wahl von gleichen Kondensatoren.
[0087] Fig. 7 zeigt das Aufladen einer ungeladenen Kaskade von N = 50 konzentrischen Halbkugeln,
aufgetragen über die Anzahl von Pump-Zyklen.
Streukapazitäten
[0088] Jeglicher Ladungsaustausch zwischen den zwei Säulen reduziert die Effizienz der Vervielfacher-Schaltung,
siehe Fig. 1, z.B. aufgrund der Streukapazitäten c
j und der Sperrverzögerungsladungsverluste (engl: "reverse recovery charge loss") q
j durch die Dioden D
j.
[0090] Mit dieser Nomenklatur ist die durchschnittliche Amplitude der DC-Ausgangsspannung

[0091] Der Spitze-zu-Spitze-Wert der Welligkeit der DC-Spannung ist

[0092] Mit Streukapazitäten c
i parallel zu den Dioden D
i sind die Grundgleichungen für die Variablen u
-1 = 0, U
2N = 2 U, und das tridiagonale Gleichungssystem ist

Sperrverzögerungsladungen (engl: "reverse recovery charges")
[0093] Endliche Sperrverzögerungszeiten t
rr der begrenzten Dioden verursachen einen Ladungsverlust von

mit η = f t
rr und Q
D für die Ladung pro Vollwelle in Vorwärtsrichtung. Gl. (3.22) wird dann zu

Kontinuierlicher Kondensatorstapel
Kapazitive Übertragungsleitung
[0094] In Greinacher-Kaskaden nehmen die Gleichrichterdioden im Wesentlichen die AC-Spannung
auf, verwandeln sie in DC-Spannung und akkumulieren diese zu einer hohen DC-Ausgangsspannung.
Die AC-Spannung wird von den beiden Kondensator-Säulen auf die Hochspannungselektrode
geleitet, und durch die Gleichrichter-Ströme und Streukapazitäten zwischen den beiden
Säulen gedämpft.
[0095] Für eine hohe Anzahl N von Stufen kann diese diskrete Struktur durch eine kontinuierliche
Übertragungsleitung-Struktur angenähert werden.
[0096] Für die AC-Spannung stellt der Kondensatoraufbau einen longitudinale Impedanz mit
einer längenspezifischen Impedanz

dar. Streukapazitäten zwischen den beiden Säulen führen eine längenspezifische Shunt-Admittanz

ein. Der Spannungsstapelung der Gleichrichter-Dioden bewirkt eine zusätzliche spezifische
Stromlast

, die proportional ist zum DC-Laststrom I
out und zur Dichte der Anzapfungen entlang der Übertragungsleitung.
[0097] Die Grundgleichungen für die AC-Spannung U (x) zwischen den Säulen und dem AC-Längsstrom
I (x) sind

[0098] Die allgemeine Gleichung ist eine erweiterte Telegraphengleichung

[0099] Im Allgemeinen ist die Spitze-zu-Spitze-Welligkeit am DC-Ausgang gleich der Differenz
der AC-Spannungsamplitude an beiden Enden der Übertragungsleitung

[0100] Zwei Randbedingungen sind für eine eindeutige Lösung dieser Differentialgleichung
zweiter Ordnung erforderlich.
[0101] Eine der Randbedingungen kann U (x
0) = U
in sein, gegeben durch die AC-Antriebsspannung zwischen den DC-Niederspannungsenden
der beiden Säulen. Die andere natürliche Randbedingung bestimmt den AC-Strom am DC-Hochspannungsende
x = x
1. Die Randbedingung für eine konzentrierte terminale AC-Impedanz Z
1 zwischen den Säulen ist

[0102] Im unbelasteten Fall Z
1 = ∞ ist die Randbedingung U'(x
1) = 0.
Konstanter Elektrodenabstand
[0103] Für einen konstanten Elektrodenabstand t ist der spezifische Laststrom

so dass die Verteilung der AC-Spannung geregelt ist durch

[0104] Die durchschnittliche DC Ausgangsspannung ist dann

und die DC-Spitze-zu-Spitze-Welligkeit der DC-Spannung ist

Optimaler Elektrodenabstand
[0105] Der optimale Elektrodenabstand sorgt für eine konstante elektrische Gleichstrom-Feldstärke
2 E bei dem geplanten DC Laststrom. Der spezifische AC-Laststrom entlang der Übertragungsleitung
ist positionsabhängig

[0106] Die AC-Spannung folgt

[0107] Die Elektrodenabstände ergeben sich aus den lokalen AC-Spannungsamplituden t(x) =
U(x)/E.
[0108] Die DC-Ausgangsspannung bei dem geplanten DC-Laststroms ist U
out = 2Ed. Eine Verringerung der Last erhöht stets die Spannungen zwischen den Elektroden,
daher kann ein Betrieb mit wenig oder ohne Last das zulässige E und die maximale Belastbarkeit
der Gleichrichtersäulen überschreiten. Es kann daher empfehlenswert sein, das Design
für einen unbelasteten Betrieb zu optimieren.
[0109] Für jede gegebene Elektrodenverteilung, die anders ist als diejenige bei Auslegung
für einen geplanten DC-Laststroms, ist die AC-Spannung entlang der Übertragungsleitung
und damit die DC-Ausgangsspannung geregelt durch die Gl. (3.27).
Lineare Kaskade
[0110] Für eine lineare Kaskade mit flachen Elektroden der Breite w, Höhe h und einem Abstand
s zwischen den Säulen sind Übertragungsleitung-Impedanzen

Lineare Kaskade - Konstanter Elektrodenabstand
[0111] Die inhomogene Telegraphengleichung ist

[0112] Unter Annahme einer Leitung, die sich von x = 0 bis x = d = Nt erstreckt und die
durch U
in = U (0) betrieben wird, und einer Ausbreitungskonstante von γ
2 = 2/(h*s), lautet die Lösung

[0113] Die Dioden zapfen im Wesentlichen die AC-Spannung an, richten sie gleich und akkumulieren
sie entlang der Übertragungsleitung. Die durchschnittliche DC-Ausgangsspannung ist
somit

oder - explizit -

[0114] Eine Reihenerweiterung bis zur dritten Ordnung nach γd gibt

und

[0115] Die Laststrom-bezogenen Effekte entsprechen Gl. (3.12) und (3.13).
Lineare Kaskade - Optimaler Elektrodenabstand
[0116] Die Grundgleichung ist hier

[0117] Es scheint, dass diese Differentialgleichung keine geschlossene analytische Lösung
hat. Die implizite Lösung, die U'(0) = 0 erfüllt, ist

Radiale Kaskade
[0118] Unter der Annahme eines Stapels konzentrischer Zylinderelektroden mit einer Radius-unabhängigen
Höhe h und einem axialen Spalt s zwischen den Säulen wie in Fig. 4 gezeigt sind die
radial-spezifischen Impedanzen

Radiale Kaskade - Konstanter Elektrodenabstand
[0119] Mit einem äquidistanten radialen Elektrodenabstand t = (R-r)/N hat die Grundgleichung

die allgemeine Lösung

mit γ
2 = 2/(h*s). K
0 und I
0 sind die modifizierte Bessel-Funktionen und L
0 ist die modifizierte STRUVE Funktion L
0 nullter Ordnung.
[0120] Die Randbedingungen U' (r) = 0 am inneren Radius r und U (R) = U
in am äußeren Radius R bestimmen die beiden Konstanten

sodass

[0121] K
1 und I
1 sind die modifizierte Bessel-Funktionen und L
1 die modifizierte Struve-Funktion L
1 = L'
0 - 2/n, alle erster Ordnung.
[0122] Die DC-Ausgangsspannung ist

Radiale Kaskade - Optimaler Elektrodenabstand
[0123] Der optimale lokale Elektrodenabstand ist t(ρ) = U(p)/E, und die Grundgleichung wird
zu

[0124] Es scheint, dass diese Differentialgleichung keine geschlossene analytische Lösung
hat, sie kann aber numerisch gelöst werden.
Elektrodenformen
Äquipotentialflächen
[0125] Eine kompakte Maschine benötigt eine Maximierung der elektrischen Durchschlagfeldstärke.
Generell glatte Oberflächen mit geringer Krümmung sollten für die Kondensatorelektroden
gewählt werden. Die elektrische Durchschlagfeldstärke E skaliert in grober Näherung
mit der inversen Quadratwurzel des Elektrodenabstands, so dass eine große Zahl von
knapp beabstandeten Äquipotentialflächen mit geringeren Spannungsunterschieden gegenüber
einigen wenigen großen Abständen mit großen Spannungsunterschieden vorzuziehen sind.
Minimale E-Feld Elektrodenkanten
[0126] Für einen im wesentlich ebenen Elektrodenaufbau mit äquidistantem Abstand und einer
linearen Spannungsverteilung ist die optimale Kantenform als KIRCHHOFF-Form bekannt(siehe
unten),

in Abhängigkeit der Parameter ϑ ∈ [0, n/2]. Die Elektrodenform ist in Fig. 8 gezeigt.
Die Elektroden verfügen über einen normalisierten Einheitsabstand und eine asymptotische
Dicke 1 - A weit weg von der Kante, die sich stirnseitig zu einer vertikalen Kante
mit der Höhe

verjüngt.
[0127] Der Parameter 0 < A < 1 stellt auch die inverse E-Feldüberhöhung aufgrund der Anwesenheit
der Elektroden dar. Die Dicke der Elektroden kann beliebig klein sein, ohne bemerkbare
E-Feldverzerrungen einzuführen.
[0128] Eine negative Krümmung, z. B. an den Mündungen entlang des Strahlpfades, reduzieren
die E-Feld Amplitude weiter. Dieses positive Ergebnis ist auf die Tatsache zurückzuführen,
dass die Elektroden nur eine lokale Störung eines bereits existierenden E-Feldes herbeiführen.
[0129] Die optimale Form für freistehende Hochspannungselektroden sind ROGOWSKI- und BORDA-Profile,
mit einem Spitzenwert in der E-Feld Amplitude von dem Zweifachen der unverzerrten
Feldstärke.
Antriebsspannungsgenerator
[0130] Der Antriebsspannungsgenerator muss über eine hohe Wechselspannung bei hoher Frequenz
bereitstellen. Die übliche Vorgehensweise ist es, eine mittlere AC-Spannung durch
einen hoch isolierten Ausgangstransformator zu verstärken.
[0131] Störende interne Resonanzen, die von unvermeidbaren Wicklungskapazitäten und Streuinduktivitäten
verursacht werden, machen den Entwurf eines Designs für einen solchen Transformator
zu einer Herausforderung.
[0132] Eine Alternative kann eine Ladungspumpe sein, d.h. ein periodisch betriebener Halbleiter-Marx-Generator
sein. Eine solche Schaltung liefert eine Ausgangsspannung mit einem Wechsel zwischen
Masse und einer hohen Spannung einer einzigen Polarität, und lädt den ersten Kondensator
der Kondensatorkette effizient auf.
Durchschlagsfestigkeit im Vakuum
d-0.5-Gesetz
[0133] Es gibt eine Fülle von Hinweisen - aber keine endgültige Erklärung -, dass für die
Elektrodenabstände über d ≈ 10
-3 m die Durchbruchspannung ungefähr proportional zur Quadratwurzel des Abstandes ist.
Das Durchbruch-E-Feld skaliert daher gemäß

mit konstantem A in Abhängigkeit vom Elektrodenmaterial (siehe unten). Es scheint,
dass für die Felder von E ≈ 20 MV/m momentan verfügbare Elektrodenoberflächenmaterialien
eine Elektrodenabstandsentfernung von d ≤ 10
-2 m erfordern.
Oberflächenmaterialien
Abhängigkeit von der Elektrodenfläche
[0135] Es gibt Anzeichen dafür, dass die Elektrodenfläche einen wesentlichen Einfluss auf
die Durchbruch-Feldstärke hat. So gilt:

für Kupfereletroden-Oberflächen und 2*10
-2 mm Elektrodenabstand. Für planare Elektroden aus rostfreiem Stahl mit 10
-3 m Abstand gilt:

Form des elektrostatischen Feldes
Dielektrischer Nutzungsgrad
[0136] Es ist allgemein anerkannt, dass homogene E-Felder die größten Spannungen zulassen.
Der dielektrische SCHWAIGER Nutzungsgrad-Faktor η ist als das Inverse der lokalen
E-Feldüberhöhung aufgrund von Feldinhomogenitäten definiert, d.h. das Verhältnis des
E-Feldes einer idealen flachen Elektrodenanordnung und das Spitzen-Oberflächen-E-Feld
der Geometrie unter Betrachtung gleicher Referenzspannungen und Abständen.
[0137] Er stellt die Nutzung des Dielektrikums in Bezug auf E-Feld-Amplituden dar. Für kleine
Abstände d < 6*10
-3m scheinen inhomogene E-Felder die Durchbruchspannung zu erhöhen.
Krümmung der Elektrodenoberfläche
[0138] Da die E-Feld Inhomogenitäts-Maxima an den Elektrodeoberflächen auftreten, ist das
relevante Maß für die Elektrodenform die mittlere Krümmung H = (k1+k2)/2.
[0139] Es gibt verschiedene Oberflächen, die das Ideal von verschwindenden, lokalen mittleren
Krümmungen über große Flächen erfüllen. Zum Beispiel sind Katenoide Rotationsflächen
mit H = 0 dar.
[0140] Jede rein geometrische Maßnahme wie η oder H kann nur eine Annäherung an das tatsächliche
Durchbruch-Verhalten darstellen. Lokale E-Feld-Inhomogenitäten haben einen nichtlokalen
Einfluss auf die Durchbruchgrenze und können sogar die allgemeine Gesamtfeldstärke
verbessern.
Konstante E-Feld Elektrodenoberflächen
[0141] Fig. 8 zeigt KIRCHHOFF Elektrodenkanten bei A = 0,6 für ein vertikales E-Feld. Die
Felderhöhung innerhalb des Elektrodenstapels ist 1/A = 1.6. Die Stirnseiten sind flach.
[0142] Eine Elektrodenoberfläche stellt eine Äquipotenziallinie des elektrischen Feldes
analog zu einer freien Oberfläche einer strömenden Flüssigkeit dar. Eine spannungsfreie
Elektrode folgt der Strömungsfeldlinie. Mit der komplexen räumlichen Koordinate z
= x + iy erfüllt jede analytische Funktion w(z) die POISSON-Gleichung. Die Randbedingung
für die freie Strömungsflache ist äquivalent mit einer konstanten Größe der (konjugierten)
Ableitung v einer möglichen Funktion w

[0143] Jede mögliche Funktion w(
v) über eine Strömungsgeschwindigkeit
v oder eine Hodographen-Ebene führt zu einer z-Abbildung der Ebene

[0144] Ohne Beschränkung der Allgemeinheit kann die Größe der Ableitung auf der Elektrodenoberfläche
auf Eins normiert werden, und die Höhe DE kann im Vergleich zu AF als A bezeichnet
werden (siehe Abb. 6). In der
v-Ebene bildet die Kurve CD dann auf arc i → 1 auf dem Einheitskreis ab.
[0145] Die Punkte in Fig. 8A und F entsprechen 1/A, B dem Ursprung, C i, D und E entsprechen
1. Das komplette Strömungsbild wird im ersten Quadranten des Einheitskreises abgebildet.
Die Quelle der Strömungslinien ist 1/A, die der Senke 1.
[0146] Zwei Spiegelungen an der imaginären Achse und dem Einheitskreis erweitern dieses
Strömungsmuster über die gesamte komplexe
v-Ebene. Die Potenzialfunktion ω wird somit durch vier Quellen auf
v-Positionen + A, -A, 1/A, -1/A und zwei Senken der Stärke 2 auf ± 1 definiert.

[0147] Dessen Ableitung ist

und so

[0148] An der freien Grenze CD ist Strömungsgeschwindigkeit
v = e
iϕ, damit ist d
v = i
v dϕ und

mit z
0 = i b der Punkt C. Eine analytische Integration liefert Gl. (3.54).
Bezugszeichenliste
[0149]
- 9
- Hochspannungskaskade
- 11
- Eingang
- 13
- Diode
- 15
- Kondensator
- 17
- Kondensator
- 19
- Diode
- 21
- Ausgang
- 23
- erster Satz von Kondensatoren
- 25
- zweiter Satz von Kondensatoren
- 31
- Hochspannungsquelle
- 33
- Zwischenelektrode
- 35
- Hochspannungskaskade
- 37
- zentrale Elektrode
- 39
- äußere Elektrode
- 39', 39"
- Elektroden-Schalenhälfte
- 41
- erster Kondensatorkette
- 43
- zweite Kondensatorkette
- 45
- Wechselspannungsquelle
- 47
- äquatorialer Schnitt
- 49
- Diode
- 51
- Beschleunigungskanal durch die zweite Kondensatorkette
- 52
- Teilchenquelle
- 61
- Tandembeschleuniger
- 53
- Beschleunigungskanal durch die erste Kondensatorkette
- 55
- Karbonfolie
- 63
- Elektronenröhren
- 65
- Kathode
- 67
- Anode
- 81
- Hochspannungsquelle
1. Gleichspannungs-Hochspannungsquelle (31) zur Bereitstellung von Gleichspannung, aufweisend:
einen Kondensatorstapel
- mit einer ersten Elektrode (37), welche auf ein erstes Potential bringbar ist,
- mit einer zweiten Elektrode (39), die zur ersten Elektrode (37) konzentrisch angeordnet
ist und auf ein zweites, vom ersten Potential unterschiedliches Potential bringbar
ist,
- mit zumindest einer Zwischenelektrode (33), die konzentrisch zwischen der ersten
Elektrode (37) und der zweiten Elektrode (39) angeordnet ist, und die auf ein Zwischenpotential
bringbar ist, das sich zwischen dem ersten Potential und dem zweiten Potential befindet,
eine Schaltvorrichtung (35) zum Laden des Kondensatorstapels, mit der die Elektroden
(33, 37, 39) des Kondensatorstapels verbunden sind und welche derart ausgebildet ist,
dass bei Betrieb der Schaltvorrichtung (35) die konzentrisch zueinander angeordneten
Elektroden (33, 37, 39) des Kondensatorstapels auf anwachsende Potentialstufen bringbar
sind,
dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der Elektroden (33, 37, 39) zum Zentrum des Kondensatorstapels hin abnimmt,
wobei die Schaltvorrichtung (35) des Kondensatorstapels Elektronenröhren (63), insbesondere
steuerbare Elektronenröhren, umfasst.
2. Gleichspannungs-Hochspannungsquelle (31) nach Anspruch 1, wobei die Elektronenröhren
(63) als Dioden (49) ausgebildet sind.
3. Gleichspannungs-Hochspannungsquelle (31) nach Anspruch 1 oder 2, wobei mindestens
eine Elektronenröhre (63) eine Kathode (65) aufweist, die als Photokathode ausgebildet
ist.
4. Gleichspannungs-Hochspannungsquelle (31) nach Anspruch 3, wobei ein Laser vorgesehen
ist, um die Photokathode zu beleuchten.
5. Gleichspannungs-Hochspannungsquelle (31) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei zumindest
ein Teil der Gleichspannungs-Hochspannungsquelle (31) ein Vakuum aufweist, welches
das für den Betrieb der Elektronenröhren (63) notwendige Vakuum bildet, sodass die
Elektronenröhren (63) vakuumkolbenfrei sind.
6. Gleichspannungs-Hochspannungsquelle (31) nach Anspruch 5, wobei die Elektroden (33,
37, 39) des Kondensatorstapels zueinander durch das Vakuum isoliert sind.
7. Gleichspannungs-Hochspannungsquelle (31) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei der
Kondensatorstapel mehrere konzentrisch zueinander angeordnete Zwischenelektroden (33)
umfasst, welche durch die Schaltvorrichtung (35) verbunden sind, derart, dass bei
Betrieb der Schaltvorrichtung (35) die Zwischenelektroden (33) auf eine Abfolge von
anwachsenden Potentialstufen bringbar sind.
8. Gleichspannungs-Hochspannungsquelle (31) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die
Schaltvorrichtung eine Hochspannungskaskade (35) umfasst, insbesondere eine GreinacherKaskade
oder eine Cockcroft-Walton-Kaskade.
9. Gleichspannungs-Hochspannungsquelle nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei der Kondensatorstapel
durch einen Spalt (47), der durch die Elektroden (33, 37, 39) verläuft, in zwei voneinander
getrennte Kondensatorketten (41, 43) aufgeteilt ist.
10. Gleichspannungs-Hochspannungsquelle (31) nach Anspruch 9, wobei die Schaltvorrichtung
eine Hochspannungskaskade (35) umfasst, welche die zwei voneinander getrennten Kondensatorketten
(41, 43) miteinander verbindet und welche insbesondere in dem Spalt (47) angeordnet
ist.
11. Gleichspannungs-Hochspannungsquelle (31) nach Anspruch 10, wobei die Hochspannungskaskade
(35) eine GreinacherKaskade oder eine Cockcroft-Walton-Kaskade ist.
12. Gleichspannungs-Hochspannungsquelle (31) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die Elektroden (33, 37, 39) des Kondensatorstapels derart geformt sind, dass
sie auf einer Ellipsoid-Oberfläche, insbesondere einer Kugeloberfläche, oder auf einer
Zylinder-Oberfläche liegen.
13. Beschleuniger zur Beschleunigung von geladenen Teilchen, mit einer Gleichspannungs-Hochspannungsquelle
(31) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein Beschleunigungskanal (51)
vorhanden ist, der gebildet wird durch Öffnungen in den Elektroden (33, 37, 39) des
Kondensatorstapels, sodass durch den Beschleunigungskanal (51) geladene Teilchen beschleunigbar
sind.
1. DC high-voltage source (31) for providing DC voltage, having:
a capacitor stack
- with a first electrode (37), which can be brought to a first potential,
- with a second electrode (39), which is concentrically arranged with respect to the
first electrode (37) and can be brought to a second potential that differs from the
first potential,
- with at least one intermediate electrode (33), which is concentrically arranged
between the first electrode (37) and the second electrode (39) and which can be brought
to an intermediate potential situated between the first potential and the second potential,
a switching device (35) for charging the capacitor stack, to which the electrodes
(33, 37, 39) of the capacitor stack are connected and which is embodied such that,
during operation of the switching device (35), the electrodes (33, 37, 39) of the
capacitor stack concentrically arranged with respect to one another can be brought
to increasing potential levels,
characterized in that
the spacing of the electrodes (33, 37, 39) reduces toward the centre of the capacitor
stack,
wherein the switching device (35) of the capacitor stack comprises electron tubes
(63), more particularly controllable electron tubes.
2. DC high-voltage source (31) according to Claim 1, wherein the electron tubes (63)
are embodied as diodes (49).
3. DC high-voltage source (31) according to Claim 1 or 2, wherein at least one electron
tube (63) has a cathode (65) embodied as a photocathode.
4. DC high-voltage source (31) according to Claim 3, wherein provision is made of a laser
for illuminating the photocathode.
5. DC high-voltage source (31) according to one of Claims 1 to 4, wherein at least part
of the DC high-voltage source (31) has a vacuum, which forms the vacuum required for
operating the electron tubes (63) such that the electron tubes (63) are vacuum-flask-free.
6. DC high-voltage source (31) according to Claim 5, wherein the electrodes (33, 37,
39) of the capacitor stack are insulated from one another by the vacuum.
7. DC high-voltage source (31) according to one of Claims 1 to 6, wherein the capacitor
stack comprises a plurality of intermediate electrodes (33) concentrically arranged
with respect to one another, which are connected by the switching device (35) such
that, when the switching device (35) is in operation, the intermediate electrodes
(33) can be brought to a sequence of increasing potential levels.
8. DC high-voltage source (31) according to one of Claims 1 to 7, wherein the switching
device comprises a high-voltage cascade (35), more particularly a Greinacher cascade
or a Cockcroft-Walton cascade.
9. DC high-voltage source according to one of Claims 1 to 8, wherein the capacitor stack
is subdivided into two separate capacitor chains (41, 43) by a gap (47) which runs
through the electrodes (33, 37, 39).
10. DC high-voltage source (31) according to Claim 9, wherein the switching device comprises
a high-voltage cascade (35), which interconnects the two mutually separated capacitor
chains (41, 43) and which, in particular, is arranged in the gap (47).
11. DC high-voltage source (31) according to Claim 10, wherein the high-voltage cascade
(35) is a Greinacher cascade or a Cockcroft-Walton cascade.
12. DC high-voltage source (31) according to one of the preceding claims, wherein the
electrodes (33, 37, 39) of the capacitor stack are formed such that they are situated
on the surface of an ellipsoid, more particularly on the surface of a sphere, or on
the surface of a cylinder.
13. Accelerator for accelerating charged particles, with a DC high-voltage source (31)
according to one of the preceding claims, wherein there is an acceleration channel
(51), which is formed by openings in the electrodes (33, 37, 39) of the capacitor
stack such that charged particles can be accelerated through the acceleration channel
(51).
1. Source de tension continue-haute tension (31) pour la fourniture de tension continue,
comprenant :
un empilement de condensateurs
- avec une première électrode (37), laquelle peut être amenée à un premier potentiel,
- avec une deuxième électrode (39) qui est disposée de manière concentrique par rapport
à la première électrode (37) et peut être amenée à un deuxième potentiel différent
du premier potentiel,
- avec au moins une électrode intermédiaire (33) qui est disposée de manière concentrique
entre la première électrode (37) et la deuxième électrode (39), et qui peut être amenée
à un potentiel intermédiaire qui se situe entre le premier potentiel et le deuxième
potentiel,
un dispositif de commutation (35) pour la charge de l'empilement de condensateurs,
auquel les électrodes (33, 37, 39) de l'empilement de condensateurs sont reliées,
et lequel est conçu de telle sorte que, lors du fonctionnement du dispositif de commutation
(35), les électrodes (33, 37, 39) de l'empilement de condensateurs disposées de manière
concentrique les unes par rapport aux autres puissent être amenées à des gradins de
potentiel croissants,
caractérisée en ce que
la distance des électrodes (33, 37, 39) va en diminuant vers le centre de l'empilement
de condensateurs,
dans laquelle le dispositif de commutation (35) de l'empilement de condensateurs comporte
des tubes électroniques (63), en particulier des tubes électroniques actionnables.
2. Source de tension continue-haute tension (31) selon la revendication 1, dans laquelle
les tubes électroniques (63) sont conçus sous forme de diodes (49).
3. Source de tension continue-haute tension (31) selon la revendication 1 ou 2, dans
laquelle au moins un tube électronique (63) comprend une cathode (65) qui est conçue
sous forme de photocathode.
4. Source de tension continue-haute tension (31) selon la revendication 3, dans laquelle
il est prévu un laser afin d'éclairer la photocathode.
5. Source de tension continue-haute tension (31) selon l'une des revendications 1 à 4,
dans laquelle au moins une partie de la source de tension continue-haute tension (31)
comprend un vide, lequel forme le vide nécessaire pour le fonctionnement des tubes
électroniques (63) afin que les tubes électroniques (63) soient exempts d'enveloppe
sous vide.
6. Source de tension continue-haute tension (31) selon la revendication 5, dans laquelle
les électrodes (33, 37, 39) de l'empilement de condensateurs sont isolées les unes
des autres par le vide.
7. Source de tension continue-haute tension (31) selon l'une des revendications 1 à 6,
dans laquelle l'empilement de condensateurs comporte plusieurs électrodes intermédiaires
(33) disposées de manière concentrique les unes par rapport aux autres, lesquelles
sont reliées par l'intermédiaire du dispositif de commutation (35) de telle sorte
que, lors du fonctionnement du dispositif de commutation (35), les électrodes intermédiaires
(33) puissent être amenées à une succession de gradins de potentiel croissants.
8. Source de tension continue-haute tension (31) selon l'une des revendications 1 à 7,
dans laquelle le dispositif de commutation comporte une cascade de haute tension (35),
en particulier une cascade de Greinacher ou une cascade de Cockcroft-Walton.
9. Source de tension continue-haute tension selon l'une des revendications 1 à 8, dans
laquelle l'empilement de condensateurs est divisé en deux chaînes de condensateurs
(41, 43) séparées l'une de l'autre par un espace (47) qui s'étend de part et d'autre
des électrodes (33, 37, 39).
10. Source de tension continue-haute tension (31) selon la revendication 9, dans laquelle
le dispositif de commutation comporte une cascade de haute tension (35), laquelle
relie l'une à l'autre les deux chaînes de condensateurs (41, 43) séparées l'une de
l'autre et laquelle est en particulier disposée dans l'espace (47).
11. Source de tension continue-haute tension (31) selon la revendication 10, dans laquelle
la cascade de haute tension (35) est une cascade de Greinacher ou une cascade de Cockcroft-Walton.
12. Source de tension continue-haute tension (31) selon l'une des revendications précédentes,
dans laquelle les électrodes (33, 37, 39) de l'empilement de condensateurs sont façonnées
de telle sorte qu'elles se situent sur une surface ellipsoïdale, en particulier une
surface sphérique, ou sur une surface cylindrique.
13. Accélérateur pour l'accélération de particules chargées, avec une source de tension
continue-haute tension (31) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel
il est prévu un canal d'accélération (51) qui est formé au travers d'ouvertures dans
les électrodes (33, 37, 39) de l'empilement de condensateurs afin que des particules
chargées puissent être accélérées à travers le canal d'accélération (51).