[0001] Die Erfindung betrifft einen Becher aus Papiermaterial mit einem befüllbaren Innenraum,
der mittels eines wenigstens abschnittsweise konischen Mantels und eines Bodens gebildet
ist, wobei der Boden im Bereich des unteren Endes des Innenraums im Wesentlichen flüssigkeitsdicht
mit dem Mantel verbunden ist, wobei der Mantel aus einem ebenen Zuschnitt geformt
ist, dessen Stirnseiten im Bereich einer Überlappung miteinander verbunden sind, und
wobei der den Innenraum begrenzende Mantel wenigstens eine in Umfangsrichtung verlaufende
Einformung aufweist.
[0002] Aus der deutschen Offenlegungsschrift
DE 10 2004 056 932 A1 ist ein Becher aus einem Papiermaterial gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 bekannt.
Der Becher weist oberhalb des Bodens eine umlaufende Einformung auf, die als sogenannte
Stapelschulter ausgebildet ist und dafür vorgesehen ist, im gestapelten Zustand mehrerer
Becher, die Bodenrolle eines Außenmantels des jeweils oberen Bechers zu halten. Die
Einformung ist umlaufend um den Umfang des Mantels des Innenbechers ausgebildet und
wird durch Aufschieben eines ringförmigen Stempels ausgeformt, während die Innenseite
des Innenbechers mittels eines Dornes abgestützt ist. Die Einformung wird an dem fertigen
Innenbecher eingebracht, also in einem Zustand, in dem bereits ein topfförmiger Boden
mit dem konischen Mantel des Innenbechers unter Bildung einer Bodenzarge flüssigkeitsdicht
verbunden ist und in dem am oberen Rand des Mantels des Innenbechers bereits eine
Mundrolle angeformt ist.
[0003] Aus der europäischen Offenlegungsschrift
EP 1 785 265 A1 ist ein im Wesentlichen identisch aufgebauter Becher bekannt. Beim Ausformen der
umlaufenden Stapelschulter mittels eines ringförmigen Stempels wird ein Dorn im Inneren
des Innenbechers so platziert, dass eine Stelle am Dorn mit verringertem Außenumfang
angrenzend an den Überlappungsbereich angeordnet wird. Im Bereich der Überlappung
weist der innerhalb des Innenbechers angeordnete Dorn somit eine Aussparung auf, um
beim Einformen der Stapelschulter die im Bereich der Überlappung doppelte Materialdicke
aufnehmen zu können. Dies ermöglicht es, die Stapelschulter am Außenumfang des Innenbechers
gleichmäßig auszuformen, ohne das Material in diesem Bereich zu quetschen. Die umlaufende
Stapelschulter wird in den im Wesentlichen fertig gestellten Innenbecher eingebracht,
der also bereits einen topfförmigen Boden aufweist, der mit dem Mantel unter Bildung
einer Bodenzarge flüssigkeitsdicht verbunden ist und der am oberen Rand des Mantels
bereits eine angeformte Mundrolle aufweist.
[0004] Der Bereich der Überlappung ist bei starker Ausprägung der umlaufenden Stapelschulter
oder bei Verwendung von kostengünstigen und weniger gut zu verformenden Materialien
kritisch und es kann im Bereich dieser Überlappung zu Undichtigkeiten kommen. Das
Einformen der umlaufenden Stapelschulter kann auch zu ungünstigen Materialverschiebungen
führen, die den Becherboden verformen können, so dass dieser nicht mehr eben steht.
[0005] Mit der Erfindung soll ein verbesserter Becher aus Papiermaterial und ein verbessertes
Verfahren zum Herstellen eines solchen Bechers angegeben werden.
[0006] Erfindungsgemäß ist hierzu ein Becher aus Papiermaterial mit einem befüllbaren Innenraum,
der mittels eines wenigstens abschnittsweise konischen Mantels und eines Bodens gebildet
ist, vorgesehen, wobei der Boden im Bereich des unteren Endes des Innenraums im wesentlichen
flüssigkeitsdicht mit dem Mantel verbunden ist, wobei der Mantel aus einem ebenen
Zuschnitt geformt ist, dessen Stirnseiten im Bereich einer Überlappung miteinander
verbunden sind, und wobei der den Innenraum begrenzende Mantel wenigstens eine in
Umfangsrichtung verlaufende Einformung aufweist, bei dem die Einformung im Bereich
der Überlappung nicht ausgebildet ist.
[0007] Überraschenderweise lässt sich durch Aussparen der Einformung bzw. der Stapelschulter
im Bereich der Seitennaht, also dem Bereich der Überlappung, ein verbesserter Becher
aus Papiermaterial dadurch realisieren, dass Undichtigkeiten im Bereich dieser Seitennaht
vermieden werden. Dies deshalb, da in diesem Bereich der Überlappung dann keinerlei
Verformung stattfindet. Es kann dadurch sichergestellt werden, dass die Seitennaht
nicht wieder aufgeht und sich die Stirnseiten des Mantels im Bereich der Überlappung
nicht wieder voneinander lösen. Dennoch können trotz der im Bereich der Überlappung
ausgesparten Einformung sehr gute Stapeleigenschaften der erfindungsgemäßen Becher
erzielt werden.
[0008] In Weiterbildung der Erfindung erstreckt sich die Einformung mit Ausnahme des Bereichs
der Überlappung über den gesamten Umfang des Mantels.
[0009] Auf diese Weise kann die Einformung als Mittel zum Halten eines anderen Bechers dienen
und, da die Einformung mit Ausnahme des Bereichs der Überlappung über den gesamten
Umfang des Mantels vorhanden ist, lassen sich sehr gute Stapeleigenschaften erzielen.
[0010] In Weiterbildung der Erfindung verläuft die Einformung angrenzend an den Bereich
der Überlappung gekrümmt oder abgebogen, wobei die Einformung, gesehen in Richtung
auf den Bereich der Überlappung zu, zu beiden Seiten des Bereichs der Überlappung
gekrümmt oder abgebogen in Richtung auf den Boden des Bechers zu verläuft.
[0011] Durch einen solchen abgebogenen oder gekrümmten Verlauf der Einformung zu beiden
Seiten des Bereichs der Überlappung lassen sich Materialspannungen, die der speziellen
Struktur des für Becher verwendeten Papiermaterials geschuldet sind, weitgehend vermeiden
bzw. so beherrschen, dass sie nicht zu unregelmäßig verformten Bechern führen. Die
Einformung endet somit nicht abrupt vor dem Bereich der Überlappung, sondern verläuft
abgebogen oder gekrümmt in Richtung auf den Boden des Bechers zu. Der abgebogene oder
gekrümmte Verlauf der Einformung hilft dabei, Bereiche zu starker Verformung zu vermeiden,
in denen das Papiermaterial reißen könnte.
[0012] In Weiterbildung der Erfindung verläuft die Einformung in Richtung auf den Bereich
der Überlappung zu ausgehend von einem Verlauf in Umfangsrichtung um einen Winkel
von 90° gekrümmt auf den Boden zu.
[0013] Auf diese Weise lassen sich gute Stapeleigenschaften der Einformung mit einem verformungsfreien
Bereich an der Überlappung und der Vermeidung von übermäßigen Materialverformungen
verbinden.
[0014] In Weiterbildung der Erfindung verläuft die Einformung kreisbogenförmig gekrümmt.
[0015] Der kreisbogenförmige Verlauf der Einformung um einen Winkel von 90° gekrümmt auf
dem Boden zu hilft, Materialspannungen zu vermeiden.
[0016] In Weiterbildung der Erfindung verringert sich eine Tiefe der Einformung in radialer
Richtung in einer Richtung auf den Bereich der Überlappung zu.
[0017] Auf diese Weise kann die Tiefe der Einformung und somit auch die erforderliche Materialverformung
allmählich in Richtung auf die Überlappung zu abgebaut werden. Vorteilhafterweise
verringert sich die Tiefe der Einformung bis auf null. In diesem Fall endet die Einformung
nicht abrupt und am Übergang zum Bereich der Überlappung treten keine übermäßigen
Materialspannungen oder Materialverformungen auf.
[0018] In Weiterbildung der Erfindung ist ein Innendurchmesser des Mantels auf Höhe der
Einformung kleiner als ein Innendurchmesser des Mantels auf Höhe des Bodens.
[0019] Auf diese Weise lassen sich hervorragende Stapeleigenschaften erreichen. Die Einformung
bzw. die Stapelschulter ragen dann so weit in den Innenraum vor, dass sogar Toleranzen
bei der Ausbildung des jeweils oberen Bechers, also beispielsweise im Bereich von
dessen Bodenzarge, die zum Abstapeln benutzt wird, kompensieren lassen. Da der Bereich
der Überlappung von einer solchen starken Einformung ausgespart ist, werden Undichtigkeiten
im Bereich der Überlappung vermieden.
[0020] Das der Erfindung zugrundeliegende Problem wird auch durch ein Verfahren zum Herstellen
eines Bechers aus Papiermaterial mit folgenden Schritten gelöst: Formen eines ebenen
Zuschnitts zu einem im wesentlichen konischen Mantel und Verbinden der Stirnseiten
des Zuschnitts miteinander im Bereich einer Überlappung, Einschieben eines topfförmigen
Bodens in den konischen Mantel, so dass die umlaufende Topfwandung des Bodens im Wesentlichen
parallel an der Innenseite des konischen Mantels anliegt und Einbringen einer umlaufenden
Einformung in den konischen Mantel unter Aussparung des Bereichs der Überlappung.
[0021] Durch Aussparen des Bereichs der Überlappung beim Einbringen der umlaufenden Einformung
lassen sich Undichtigkeiten im Bereich der Überlappung vermeiden. Das Einbringen der
umlaufenden Einformung erfolgt vorteilhafterweise bevor der Mantel unter Ausbildung
einer Bodenzarge mit der Topfwandung des Bodens fest und flüssigkeitsdicht verbunden
wird. Vorteilhafterweise wird der Mantel lediglich um die untere Kante der Topwandung
des Bodens umgeschlagen, ohne dass bereits eine feste Verbindung zwischen Mantel und
der Topfwandung des Bodens besteht. Das Umschlagen des unteren Endes des Mantels wird
auch als sogenanntes Bodenrollen bezeichnet und erfolgt typischerweise durch Bewegen
eines rinnenförmigen Stempels gegen die untere Kante des Mantels. Dies führt zu einem
Einrollen der unteren Kante um 180° und im Ergebnis damit zu einem Umschlagen des
über den unteren Rand der Topfwandung des Bodens hinausragenden Bereichs des Mantels
um die untere Kante der Topfwandung. Alternativ kann der Mantel ausschließlich mit
der Außenseite der Topfwandung verbunden werden, so dass dann ein Umschlagen des Mantels
in seinem unteren Bereich entfällt. Bevor also der Mantel mit dem Boden fest und flüssigkeitsdicht
verbunden ist, können Verschiebungen und Stauchungen durch das Einbringen der Einformung
unter Aussparung des Bereichs der Überlappung noch ausgeglichen und kompensiert werden.
Das Aussparen des Bereichs der Überlappung beim Ausbilden der Einformung bzw. Stapelschulter
führt zu stärkeren Materialverschiebungen, verglichen mit dem Ausbilden einer umlaufenden
Einformung. Dies beispielsweise einfach deshalb, da der Mantel dort, wo die Einformung
ausgebildet wird, in seiner Länge verkürzt wird, dort, wo die Einformung aber nicht
ausgebildet wird, also im Bereich der Überlappung, aber seine ursprüngliche Länge
behält. Diese stärkeren Materialverschiebungen können zu Papierbechern führen, die
nicht mehr gleichmäßig geformt sind, dadurch gegebenenfalls Probleme mit der Dichtigkeit
haben und vor allem von Verbrauchern als schief und minderwertig angesehen werden.
Überraschenderweise gelingt es mit der Erfindung aber nun, diese stärkeren Materialverschiebungen
beim Ausbilden der Einformung unter Aussparung des Bereichs der Überlappung dadurch
auszugleichen, dass die Einformung ausgebildet wird, wenn der Mantel noch nicht fest
und flüssigkeitsdicht mit dem Boden verbunden ist.
[0022] In Weiterbildung der Erfindung erfolgen das Umschlagen des unteren Bereich des konischen
Mantels um die Topfwandung und das Einbringen der umlaufenden Einformung im Wesentlichen
gleichzeitig.
[0023] Beispielsweise kann das Umschlagen des unteren Bereichs des konischen Mantels oder
das sogenannten Bodenrollen durch das Heranfahren eines rinnenförmigen Stempels an
das untere Ende des Mantels erfolgen. In Richtung auf den Becher zu gesehen weist
der Stempel noch einen umlaufenden Ring auf, der dann von außen her gegen den Mantel
gefahren wird und die Einformung unter Aussparung des Bereichs der Überlappung ausbildet.
Das Ausbilden der Einformung kann durch axiales Verschieben des Rings gegen den konischen
Mantel erfolgen, kann aber beispielsweise auch durch radiales Zustellen mehrerer Stempel
erfolgen. In jedem Fall ist der Ring bzw. der Stempel so ausgebildet, dass der Bereich
der Überlappung ausgespart wird und im Bereich dieser Überlappung keine Einformung
oder Stapelschulter ausgebildet wird.
[0024] In Weiterbildung der Erfindung erfolgt das Umschlagen des unteren Bereichs des konischen
Mantels und das Einbringen der umlaufenden Einformung mittels Aufschieben eines Stempels
auf den unteren Bereich des konischen Mantels parallel zu einer Mittellängsachse des
konischen Mantels.
[0025] Durch axiales Aufschieben des Stempels parallel zur Mittellängsachse lassen sich
auch vergleichsweise weit in den Innenraum vorragende Einformungen zuverlässig und
ohne Beschädigung des Papiermaterials ausbilden. Speziell muss das Papiermaterial
des Mantels bei einem solchen Vorgehen nicht gestreckt werden, sondern klappt mehr
oder weniger nach innen um, wobei gleichzeitig beim Ausbilden der Einformung die Höhe
des Bechers zwischen der Einformung und dem unteren Rand des Bodens verkürzt wird.
Wie bereits ausgeführt wurde, erfolgt diese Verkürzung über den Umfang des Bechers
gesehen ungleichmäßig, da ja der Bereich der Überlappung ausgespart wird. Die sich
dadurch ergebenden Materialverschiebungen innerhalb des Mantels lassen sich dadurch
ausgleichen, dass zwar das sogenannte Bodenrollen bzw. Umschlagen des Mantels gleichzeitig
mit dem Ausbilden der Einformung erfolgt, die Ausbildung der Bodenzarge, mit der der
Mantel dann fest und flüssigkeitsdicht mit der Topfwandung des Bodens verbunden wird,
aber erst nach dem Ausbilden der Einformung vorgenommen wird.
[0026] In Weiterbildung der Erfindung ist das flüssigkeitsdichte Verpressen der Topfwandung
des Bodens und des konischen Mantels nach dem Schritt des Einbringens der umlaufenden
Einformung vorgesehen.
[0027] Das der Erfindung zugrundeliegende Problem wird auch durch eine Vorrichtung zum Durchführen
des erfindungsgemäßen Verfahrens gelöst, wobei die Vorrichtung einen Dorn und einen
Stempel zum Einbringen einer Einformung in einen konischen Mantel eines Bechers aus
Papiermaterial aufweist, bei der der Dorn einen in Umfangsrichtung verlaufenden Absatz
und der Stempel einen ringförmigen Teil zum Ausbilden der Einformung aufweisen, wobei
der Absatz im Bereich einer Überlappung am Mantel unterbrochen und/oder der ringförmige
Teil des Stempels im Bereich der Überlappung am Mantel ausgespart ist.
[0028] Durch Unterbrechen des Absatzes am Kerndorn im Bereich der Überlappung wird in diesem
Bereich, also auf Höhe der einzubringenden Einformung und im Bereich der Seitennaht/Überlappung,
die Gefahr einer Faltenbildung verringert.
[0029] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und der
nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung im Zusammenhang
mit den Zeichnungen. Einzelmerkmale der unterschiedlichen dargestellten Ausführungsformen
lassen sich dabei in beliebiger Weise miteinander kombinieren, ohne den Rahmen der
Erfindung zu überschreiten. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine erste Schnittansicht eines erfindungsgemäßen Bechers aus Papiermaterial,
- Fig. 2
- eine zweite Schnittansicht eines erfindungsgemäßen Bechers, wobei die Schnittebene
der Fig. 2 gegenüber der Schnittebene der Fig. 1 um 90° um die Mittellängsachse des
Bechers gedreht ist,
- Fig. 3
- eine Ansicht eines erfindungsgemäßen Bechers von oben,
- Fig. 4
- einen ersten Verfahrensschritt beim Herstellen des erfindungsgemäßen Bechers,
- Fig. 5
- einen zweiten Verfahrensschritt beim Herstellen des erfindungsgemäßen Bechers,
- Fig. 6
- einen dritten Verfahrensschritt beim Herstellen des erfindungsgemäßen Bechers,
- Fig. 7
- einen vierten Verfahrensschritt beim Herstellen des erfindungsgemäßen Bechers,
- Fig. 8
- eine Draufsicht auf den Stempel, der gemäß Fig. 7 bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
verwendet wird,
- Fig. 9
- eine Ansicht des erfindungsgemäßen Bechers nach dem Verfahrensschritt der Fig. 7,
- Fig. 10
- eine abschnittsweise Ansicht eines Stempels ähnlich Fig. 8 von innen,
- Fig. 11
- eine Ansicht auf einen Kerndorn, der gemäß Fig. 4 bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
verwendet wird, von oben,
- Fig. 12
- eine Ansicht auf die Schnittebene A-A in Fig. 11,
- Fig. 13
- eine Draufsicht auf einen Ring an dem Kerndorn der Fig. 12,
- Fig. 14
- eine Ansicht des Rings der Fig. 13 von schräg oben,
- Fig. 15
- eine Ansicht auf die Schnittebene A-A in Fig. 13 und
- Fig. 16
- eine vergrößerte Darstellung der Einzelheit X aus Fig. 15.
[0030] Die Darstellung der Fig. 1 zeigt einen erfindungsgemäßen Becher 10 aus einem Papiermaterial.
Der Becher 10 ist in einem noch nicht vollständig fertiggestellten Zustand dargestellt,
da der Becher beispielsweise an seinem oberen Rand noch mit einer Mundrolle versehen
werden kann und beispielsweise auch noch ein Außenmantel zur Isolierung und Stabilisierung
auf den Becher 10 aufgeschoben werden kann.
[0031] Der Becher 10 weist einen allgemein konischen Mantel 12 auf, der unter Bildung einer
Bodenzarge 14 mit einem allgemein topfförmigen Boden 16 verbunden ist. Zum Ausbilden
der Bodenzarge 14 wird ein über den Boden 16 bzw. dessen Topfwandung hinaus stehender
Bereich des Mantels 12 um die Topfwandung des Bodens 16 umgeschlagen und dann werden
der Mantel 12 und der Boden 16 im Bereich dieses Umschlages miteinander verpresst
und auch miteinander verklebt oder versiegelt. Der Boden 16 und der Mantel 12 sind
dadurch fest und flüssigkeitsdicht aneinander fixiert.
[0032] Der Mantel 12 des Bechers 10 ist mit einer in Umfangsrichtung verlaufenden Einformung
18 versehen, die lediglich in dem in Fig. 1 rechten Abschnitt des Bechers 10 unterbrochen
ist. Dieser, in Fig. 1 rechts dargestellte Bereich bildet den Bereich der Überlappung
20, in dem also die Stirnseiten eines ebenen Zuschnitts, aus dem der konusförmige
Mantel 12 hergestellt ist, überlappen und miteinander versiegelt oder verklebt sind.
In der Darstellung der Fig. 2 ist dieser Bereich der Überlappung 20 gut zu erkennen.
[0033] Auch in Fig. 2 ist zu erkennen, dass die Einformung 18 den Innendurchmesser des Mantels
12 verringert und eine umlaufende Stapelschulter bildet, die lediglich im Bereich
der Überlappung 20 ausgespart bzw. unterbrochen ist. Die Einformung 18 verläuft, siehe
Fig. 2, angrenzend an den Bereich der Überlappung 20 gekrümmt nach unten, auf den
Boden 16 zu. Die Einformung verläuft in Richtung auf den Bereich der Überlappung zu
gesehen zunächst in Umfangsrichtung, um dann in Kreisbogenform gekrümmt abzubiegen,
bis nach einem Winkel von 90° die Einformung dann annähernd parallel zu dem Bereich
der Überlappung 20 verläuft und auf Höhe des Bodens 16 endet. Im Verlauf dieser Krümmung
um 90° verringert sich die Tiefe der Einformung 18 in radialer Richtung und weist
auf Höhe des Bodens 16 dann eine Tiefe von annähernd null auf. Dieser gekrümmte Verlauf
der Einformung 18 ist zu beiden Seiten des Bereichs der Überlappung 20 ausgebildet
und hilft dabei, Materialverschiebungen innerhalb des Mantels 12 durch Ausbilden der
Einformung 18 in Grenzen zu halten, so dass noch keine sichtbare Beeinträchtigung
der geometrischen Kegelstumpfform des Mantels 12 auftritt.
[0034] Da die Einformung 18 aber mit Ausnahme des Bereichs der Überlappung 20 über den gesamten
Umfang des Mantels 12 erstreckt ist, kann diese eine verlässliche Stapelschulter für
gleichartige, zu stapelnde Becher bilden. Beispielsweise kann auf der Einformung 18
die Bodenrolle eines nicht dargestellten Außenmantels eines oberen Bechers aufliegen
oder beispielsweise die Bodenzarge 14 eines jeweils oberen Bechers. Die Aussparung
der Einformung 18 im Bereich der Überlappung 20 verschlechtert die Stapeleigenschaften
des erfindungsgemäßen Bechers 10 dabei nicht.
[0035] Die Einformung 18 ist in radialer Richtung gesehen so stark ausgebildet, dass ein
Innendurchmesser auf Höhe der Einformung 18 geringer ist als ein Innendurchmesser
auf Höhe des Bodens 16. Oberhalb des Bodens 16 schließt sich in einer Richtung auf
die Öffnung des Bechers 10 zu somit ein Bereich an, der seinen Durchmesser geringfügig
verringert, bis die Einformung 18 erreicht ist. Eine solche starke Ausbildung der
Einformung im Sinne einer so deutlichen Querschnittsverringerung ist nicht unbedingt
erforderlich, kann aber vorgenommen werden. Alternativ kann sich vom Boden 16 aus
nach oben gesehen auch ein zylindrischer Bereich bis zur Einformung 18 erstrecken
oder der Bereich zwischen Einformung 18 und Boden 16 kann seinen Durchmesser nach
oben hin schwach vergrößern.
[0036] Die Darstellung der Fig. 3 zeigt eine Ansicht des Bechers 10 von oben. Der Becher
10 weist seinen größten Durchmesser am oberen Rand des allgemein kegelförmigen Mantels
12 auf. Der Innenraum des Bechers 10 ist nach unten hin durch den Boden 16 abgeschlossen.
Die Bodenzarge 14 ist in der Ansicht der Fig. 3 an und für sich nicht zu erkennen
und der untere Rand der Bodenzarge 14 ist daher lediglich gestrichelt angedeutet.
Die Einformung 18 läuft, wie Fig. 3 zu entnehmen ist, um den gesamten Umfang des Mantels
12 mit Ausnahme des Bereichs der Überlappung 20 um. Im Bereich der Überlappung 20
ist die Einformung 18 nicht ausgebildet, so dass in diesem Bereich keinerlei Verformung
stattfindet. Wie Fig. 3 zu entnehmen ist, verringert sich in radialer Richtung gesehen
die Tiefe der Einformung 18 in Richtung auf die Überlappung 20 allmählich auf null,
so dass dann im Bereich der Überlappung 20 keinerlei Verformung mehr auftritt.
[0037] Wie ausgeführt wurde, kann der Becher 10 zu seiner endgültigen Fertigstellung am
oberen Rand des Mantels 12 noch mit einer Mundrolle versehen werden und beispielsweise
kann auch ein allgemein kegelstumpfförmiger Außenmantel auf den Becher 10 aufgeschoben
und dort fixiert werden, um dessen Isoliereigenschaften zu verbessern.
[0038] Die Darstellung der Fig. 4 zeigt einen ersten Verfahrensschritt bei der Herstellung
des erfindungsgemäßen Bechers 10 der Fig. 1. Der Mantel 12 weist bereits die Form
einer kegelstumpfförmigen Hülse auf und ist somit bereits aus einem ebenen, kreisringsegmentförmigen
Zustand dadurch hergestellt worden, dass dessen Stirnseiten überlappend miteinander
verbunden und aneinander fixiert worden sind. Dieser Bereich der Überlappung 20 ist
in der Darstellung der Fig. 4 der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt. Der
Mantel 12 in Form einer kegelstumpfförmigen Hülse wird nun auf einen Dorn 22 aufgeschoben,
der eine allgemein kegelstumpfförmige Form mit demselben Kegelwinkel wie der Mantel
12 aufweist. An seinem in Fig. 4 unteren Ende ist der Dorn 22 mit einem kreiszylinderförmigen
Abschnitt 24 versehen, an dessen Stirnseite der topfförmige Boden 16 angeordnet ist.
Der Boden 16 wird beispielsweise mittels Unterdruck an der Stirnseite des kreiszylinderförmigen
Abschnitts 24 gehalten. Der kreiszylinderförmige Abschnitt 24 geht unter Bildung eines
Absatzes 26 in den kegelstumpfförmigen Abschnitt des Dorns 22 über. Der Absatz 26
läuft dabei nicht über den gesamten Umfang des Dorns 22 um und ist dafür vorgesehen,
bei der Ausbildung der Einformung 18 ein Widerlager zu bilden.
[0039] Der Mantel 12 wird nun gemäß Fig. 5 auf den Dorn 22 aufgeschoben, bis, siehe Fig.
6, eine Topfwandung des Bodens 16 parallel an einer Innenseite des Mantels 12 anliegt.
Ist dieser Zustand erreicht, so wird ein zweiteiliger Stempel 28 gegen das untere
Ende des Mantels 12 bewegt. Ein erster, topfförmiger Teil 30 des zweiteiligen Stempels
28 weist eine rinnenförmige Ausnehmung 32 auf, die kreisförmig ausgebildet ist und
die den unteren Rand des Mantels 12 aufnimmt und diesen um 180° umlenkt bzw. umrollt.
Dadurch erfolgt ein Umschlagen des Bereichs des Mantels 12, der über den unteren Rand
der Topfwandung des Bodens 16 hinaus steht um den unteren Rand der Topwandung des
Bodens 16. Der Zustand dieses unteren Bereichs des Mantels 12 nach diesem sogenannten
Bodenrollen ist der Darstellung der Fig. 7 und der Fig. 9 zu entnehmen. Wie zu erkennen
ist, ist der untere Bereich des Mantels 12 um die Topfwandung des Bodens 16 umgeschlagen,
liegt aber lediglich an der Außenseite der Topfwandung an dieser an, wohingegen an
der Innenseite noch ein Abstand zwischen dem umgeschlagenen Bereich des Mantels 12
und der Topfwandung des Bodens 16 besteht. In diesem Zustand, wie er in Fig. 7 und
Fig. 9 dargestellt ist, kann sich der Boden 16 also noch geringfügig gegenüber dem
Mantel 12 verschieben.
[0040] Ein zweiter Teil 34 des Stempels 28 ist ringförmig ausgebildet und ist für die Ausbildung
der Einformung 18 vorgesehen. Dieser zweite, ringförmige Teil 34 wird gleichzeitig
mit dem topfförmigen, ersten Teil 30 von unten her gegen den Mantel 12 geschoben,
der auf dem Dorn 22 aufsitzt. Ein Innendurchmesser des Rings 34 ist aber etwa um die
Stärke des Papiermaterials des Mantels 12 größer als der Außendurchmesser des kreiszylinderförmigen
Abschnitts 24 des Dorns 22 und drückt dadurch den Mantel 12 in den radial außerhalb
des kreiszylindrischen Bereichs 24 des Dorns 22 liegenden Abschnitten nach innen und
bildet dadurch die Einformung 18 aus. Das Aufschieben des zweiteiligen Stempels 28
erfolgt dabei in axialer Richtung parallel zu einer Mittellängsachse 36 des Mantels
12 und des Bodens 16. Die Darstellung der Fig. 7 zeigt den Zustand, nachdem der zweiteilige
Stempel 28 vollständig auf den Mantel 12 aufgeschoben wurde. In diesem Zustand ist
der untere Rand des Mantels 12 mittels des ersten, topfförmigen Teils 30 um 180° umgeschlagen
bzw. umgerollt worden. Der zweite, ringförmige Teil 34 hat den Mantel 12 so eingedrückt
bzw. nach innen eingeklappt, dass die Einformung 18 ausgebildet worden ist.
[0041] Wie in der Darstellung der Fig. 8 zu erkennen ist, weist der Innendurchmesser des
zweiten, ringförmigen Teils 34 dabei eine Erweiterung 38 auf, die beim Aufschieben
des zweiten, ringförmigen Teils 34 des Stempels 28 radial außerhalb des Bereichs der
Überlappung am Mantel 12 zu liegen kommt. Durch diese sich radial nach außen erstreckende
Aussparung 38 am zweiten, ringförmigen Teil 34 des Stempels 28 wird sichergestellt,
dass im Bereich der Überlappung 20 keinerlei Verformung erfolgt. Dies ist in Fig.
7 rechts zu erkennen, wo im Bereich der Aussparung 38 noch ein Abstand zwischen der
Außenseite des Mantels 12 an der Überlappung 20 und dem Innenumfang des Rings 34 liegt,
so dass also im Bereich der Überlappung 20 die Kegelform des Mantels 12 erhalten bleibt
und keine Verformung bewirkt wird.
[0042] Die Darstellung der Fig. 10 zeigt schematisch eine Ansicht einer möglichen Ausgestaltung
der Aussparung 38 von der Mittellängsachse 36 aus gesehen. Die Aussparung 38 des ringförmigen
Teils 34 aus Fig. 8 weist gerade, im Wesentlichen senkrecht zur Umfangsrichtung verlaufende
Seitenkanten auf. Bei der alternativen Ausgestaltung gemäß Fig. 10 ist zu erkennen,
dass die Seitenkanten 40 der Aussparung 38 nicht geradlinig, sondern etwa kreisbogenförmig
gekrümmt verlaufen, wobei sich die Breite der Aussparung von oben nach unten hin verringert.
Beim Aufschieben des zweiten, ringförmigen Teils 34 des Stempels 28 erhält die Einformung
18 dadurch zu beiden Seiten des Bereichs der Überlappung 20 einen nach unten, in Richtung
auf den Boden 16 zu kreisbogenförmig gekrümmten Verlauf. Bei der dargestellten Ausführungsform
verlaufen die Seitenkanten 40 in einem Krümmungswinkel von 90°, so dass sie am unteren
Ende des zweiten Teils 34 des Stempels 28 annähernd parallel zu den Begrenzungslinien
des Bereichs der Überlappung 20 verlaufen.
[0043] In der Darstellung der Fig. 9 ist der Becher 10 dann in dem Zustand dargestellt,
nachdem der zweiteilige Stempel 28 wieder parallel zur Mittellängsachse 36 von dem
unteren Teil des Mantels 12 abgezogen wurde und auch der Dorn 22 wieder entfernt wurde.
In diesem Zustand ist der Becher 10 erst teilweise fertiggestellt. Um den Becher 10
flüssigkeitsdicht zu machen, muss noch die Bodenzarge ausgeformt werden, indem der
umgeschlagene Abschnitt des Mantels 12 von innen her gegen die Topfwandung des Bodens
16 gedrückt wird und die drei dann parallel zueinander liegenden Schichten des Mantels
12 und des Bodens 16 miteinander verpresst, verklebt und/oder versiegelt werden. Zur
Fertigstellung des Bechers kann der obere Rand des Mantels 12 dann noch mit einer
Mundrolle versehen werden und beispielsweise kann auch noch ein isolierender Außenmantel
auf den Becher 12 aufgeschoben werden.
[0044] Die Darstellung der Fig. 11 zeigt den Dorn 22, der in den Fig. 4 bis 7 lediglich
schematisch dargestellt war, in einer Ansicht von oben. Die Darstellung der Fig. 12
zeigt eine Ansicht auf die Schnittebene A-A in Fig. 11.
[0045] Der kreiszylinderförmige Abschnitt 24 des Dorns 22 und der Absatz 26 sind an einem
Ring 50 ausgebildet, der das untere Ende des Dorns 22 bildet. Der Absatz 26 läuft
dabei nicht über den gesamten Umfang des Rings 50 um, sondern ist in einem Teilbereich
des Umfangs nicht ausgebildet, wobei dieser Teilbereich dann im Bereich der Überlappung
20 am Mantel 12 zu liegen kommt.
[0046] Fig. 13 zeigt den Ring 50 in einer Ansicht von oben. In einem Bereich 52 ist der
Absatz 26 nicht ausgeformt und der Ring 50 weist daher in diesem Bereich eine Mantelfläche
auf, die dem Abschnitt einer Mantelfläche eines Kegelstumpfes entspricht. Der Abschnitt
52 ist in der Ansicht auf die Schnittebene A-A gut zu erkennen, die in Fig. 15 dargestellt
ist. Auch der kreiszylindrische Abschnitt 24 ist im Bereich 52 unterbrochen. Zu beiden
Seiten des Bereichs 52 schließen sich Übergangsbereiche 54 an, in denen der Absatz
26 ausgebildet ist, allerdings mit einer vom Bereich 52 weg ansteigenden Tiefe. Eine
Tiefe des Absatzes 26 vergrößert sich daher ausgehend vom Bereich 52 in beiden Umfangsrichtungen
bis der Absatz 26 am Ende des Bereichs 54 seine vorgesehene Tiefe erreicht hat, die
er dann über den Rest des Umfangs, bis wieder der Übergangsbereich 54 beginnt, beibehält.
Die Ausbildung des Bereichs 52 und der Übergangsbereiche 54 an dem Ring 50 ist auch
in der Darstellung der Fig. 14 zu erkennen. Auch der kreiszylindrische Bereich 24
endet am Beginn der beiden Übergangsbereiche 54 und die Übergangsbereiche 54 bilden
einen allmählich verlaufenden Übergang auf den Bereich 52 aus. Das Vorsehen des Bereichs
52 an dem Dorn 22 kann sicherstellen, dass die Einformung 18 im Bereich der Überlappung
20 nicht ausgebildet ist und sich dadurch die in Fig. 2 dargestellte Becherausbildung
ergibt.
[0047] Anhand der Darstellung der Fig. 13 ist zu erkennen, dass die Breite B1 des Bereichs
52 in etwa so groß ist wie die Breite jedes der Übergangsbereiche 54. Dadurch kann
ein sanfter, allmählicher Übergang vom Absatz 26 und dem kreiszylindrischen Bereich
24 auf den Bereich 52 sichergestellt werden. Dieser sanfte, allmähliche Übergang sorgt
wiederum dafür, dass beim Verformen des Papiermaterials des Mantels 12 während der
Ausbildung der Einformung 18 keine übermäßigen Materialspannungen auftreten oder das
Papiermaterial gar reißt. Wie ausgeführt wurde, liegt der Bereich 52 in dem Verfahrensschritt
gemäß Fig. 6 und 7, also dem Ausformen der Einformung 18, der Aussparung 38 im ringförmigen
Teil 34 des Stempels 28 gegenüber.
1. Becher aus Papiermaterial mit einem befüllbaren Innenraum, der mittels eines wenigstens
abschnittsweise konischen Mantels (12) und eines Bodens (16) gebildet ist, wobei der
Boden (16) im Bereich des unteren Endes des Innenraums im Wesentlichen flüssigkeitsdicht
mit dem Mantel (12) verbunden ist, wobei der Mantel (12) aus einem ebenen Zuschnitt
geformt ist, dessen Stirnseiten im Bereich einer Überlappung (20) miteinander verbunden
sind, und wobei der den Innenraum begrenzende Mantel (12) wenigstens eine in Umfangsrichtung
verlaufende Einformung (18) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Einformung (18) im Bereich der Überlappung (20) nicht ausgebildet ist.
2. Becher aus Papiermaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einformung (18) sich mit Ausnahme des Bereichs der Überlappung (20) über den
gesamten Umfang des Mantels (12) erstreckt.
3. Becher nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einformung (18) angrenzend an den Bereich der Überlappung (20) gekrümmt oder
abgebogen verläuft, wobei die Einformung (18), gesehen in Richtung auf den Bereich
der Überlappung (20) zu, zu beiden Seiten des Bereichs der Überlappung (20) jeweils
gekrümmt oder abgebogen in Richtung auf den Boden (16) des Bechers (10) zu verläuft.
4. Becher nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Einformung (18) in Richtung auf den Bereich der Überlappung (20) zu ausgehend
von einem Verlauf in Umfangsrichtung um einen Winkel von 90 Grad gekrümmt auf den
Boden (16) zu verläuft.
5. Becher nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Einformung (18) kreisbogenförmig gekrümmt verläuft.
6. Becher nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich eine Tiefe der Einformung (18) in radialer Richtung in einer Richtung auf den
Bereich der Überlappung (20) zu verringert.
7. Becher nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Tiefe der Einformung (18) bis auf Null verringert.
8. Becher nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Innendurchmesser des Mantels (12) auf Höhe der Einformung (18) kleiner ist als
ein Innendurchmesser des Mantels (12) auf Höhe des Bodens (16).
9. Verfahren zum Herstellen eines Bechers aus Papiermaterial mit folgenden Schritten:
Formen eines ebenen Zuschnitts zu einem im wesentlichen konischen Mantel (12) und
Verbinden der Stirnseiten des Zuschnitts miteinander im Bereich einer Überlappung
(20), Einschieben eines topfförmigen Bodens (16) in den konischen Mantel (12), so
dass die umlaufende Topfwandung des Bodens (16) an der Innenseite des konischen Mantels
anliegt und Einbringen einer umlaufenden Einformung (18) in den konischen Mantel unter
Aussparung des Bereichs der Überlappung (20).
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Umschlagen des unteren Bereichs des konischen Mantels (12) um die Topfwandung
und das Einbringen der umlaufenden Einformung (18) im wesentlichen gleichzeitig erfolgen.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Umschlagen des unteren Bereichs des konischen Mantels (12) und das Einbringen
der umlaufenden Einformung (18) mittels Aufschieben eines Stempels (28) auf den unteren
Bereich des konischen Mantels (12) parallel zu einer Mittellängsachse (36) des konischen
Mantels (12) erfolgt.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11, gekennzeichnet durch flüssigkeitsdichtes Verpressen der Topfwandung des Bodens (16) und des konischen
Mantels (12) nach dem Schritt des Einbringens der umlaufenden Einformung (18).
13. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach einem der Ansprüche 9 bis 12, mit
einem Dorn (22) und einem Stempel (28) zum Einbringen einer Einformung (18) in einen
konischen Mantel (12) eines Bechers aus Papiermaterial, dadurch gekennzeichnet, dass der Dorn (22) einen in Umfangsrichtung verlaufenden Absatz (26) und der Stempel (28)
einen ringförmigen Teil (34) zum Ausbilden der Einformung aufweisen, wobei der Absatz
(26) des Dorns (22) im Bereich einer Überlappung (20) am Mantel (12) unterbrochen
und/oder der ringförmige Teil (34) des Stempels (28) im Bereich der Überlappung (20)
am Mantel (12) ausgespart ist.