[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Antriebseinrichtung, insbesondere für Fenster
oder Türen, mit einem Gehäuse, an oder in dem eine Antriebseinheit eines Antriebes
angeordnet ist, wobei die Antriebseinheit ein bewegbares Antriebselement umfasst,
das an der Antriebseinheit geführt oder gelagert ist.
[0002] Es gibt Antriebseinrichtungen zum Schließen von Fenstern, bei denen zur Bereitstellung
eines Einklemmschutzes die Stromaufnahme des Elektromotors gemessen wird. Diese indirekte
Erfassung von Kräften beim Öffnen und Schließen führt jedoch zu Problemen im Hinblick
auf die Genauigkeit.
[0003] Zudem sind Antriebe bekannt, die Außen auf einem Blendrahmen oder Flügelrahmen aufgesetzt
sind, um dann einen Flügel zu öffnen oder zu schließen. Solche Antriebe sind allerdings
optisch nachteilig und machen es erforderlich, dass der entsprechende Bauraum frei
gehalten werden muss.
[0004] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Antriebseinrichtung zu schaffen,
die einen kompakten Aufbau besitzt und eine präzise Steuerung des Antriebes ermöglicht.
[0005] Diese Aufgabe wird mit einer Antriebseinrichtung mit dem Merkmal des Anspruches 1
gelöst.
[0006] Erfindungsgemäß ist die Antriebseinheit in dem Gehäuse federnd gelagert, wobei eine
Bewegung der Antriebseinheit relativ zu dem Gehäuse über mindestens einem Sensor erfassbar
ist. Dadurch kann die federnde Lagerung der Antriebseinheit genutzt werden, um Bewegungen
oder Kräfte der Antriebseinheit zu erfassen, was für verschiedene Steuerungsfunktionen
genutzt werden kann. Der Antrieb kann dabei in kompakter Bauweise in dem Gehäuse gehalten
sein.
[0007] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung ist der mindestens eine Sensor mit einer Steuerung
für den Antrieb verbunden. Dabei kann bei Überschreiten einer Bewegung der Antriebseinheit
relativ zu dem Gehäuse der Antrieb geschaltet werden. Dadurch kann die Funktion eines
Einklemmschutzes bereitgestellt werden, durch den der Antrieb abschaltet oder umkehrt,
sofern eine vorbestimmte Kraft überschritten wird. Auch andere Funktionen können durch
die Steuerung ausgeführt werden, beispielsweise eine Windlastenerkennung, ein Eingriffsschutz,
eine definierte Schließkraft auf Dichtungsprofile und andere Funktionen.
[0008] Vorzugsweise ist die Antriebseinheit in zwei gegenüberliegenden Richtungen federnd
gelagert. Insbesondere wenn Kräfte in Öffnungs- oder Schließrichtung auftreten, können
somit durch den Sensor Kräfte in unterschiedliche Richtungen erfasst werden. Für eine
präzise Erfassung der Kräfte kann der mindestens eine Sensor als Dehnungsmessstreifen
ausgebildet sein. Es ist natürlich möglich, mehrere Sensoren um die Antriebseinheit
bzw. das Gehäuse vorzusehen, um redundante und genauere Informationen zu erfassen.
[0009] Der Antrieb kann beispielsweise als Kettenantrieb oder als Spindelantrieb ausgebildet
sein. Im Sinne der vorliegenden Erfindung kann das "Gehäuse" einer Antriebseinheit
ein Bauteil sein, das zur Führung von Antriebselementen dient, es muss nicht unbedingt
ein geschlossenes kastenförmiges Gehäuse sein. Auch ein Halter zur Festlegung der
Antriebseinrichtung an einem weiteren Bauteil kann ein "Gehäuse" im Sinne der vorliegenden
Anmeldung sein.
[0010] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung sind zur Fixierung der Antriebseinheit in dem
Gehäuse mehrere Federelemente vorgesehen. Die Federelemente können dabei ein anschlagen
der Antriebseinheit auch bei einer Maximallast des Antriebes verhindern. Falls der
Antrieb beispielsweise für Kräfte bis 500 N ausgelegt ist, sollten die Federn ein
Anschlagen des Antriebes bzw. der Antriebseinheit verhindern, auch wenn höhere Kräfte
von beispielsweise 600 N bis 1000 N wirken. Dadurch kann auch über der Maximallast
des Antriebes noch eine Steuerungsfunktion durch den mindestens einen Sensor bereit
gestellt werden. Die Federelemente können dabei für eine kompakte Bauweise als Blattfedern
ausgebildet sein.
[0011] Der bevorzugte Einsatzzweck der federnd gelagerten Antriebseinheit ist in einem eigenen
Gehäuse oder Mantelgehäuse auf oder in einem Fensterprofil, wobei der Antrieb dann
einen Flügel öffnet oder schließt. Dabei kann der Antrieb am oder im Blendrahmen oder
Flügelrahmen angeordnet sein.
[0012] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung sind über dem mindestens einen Sensor Windlasten
erfassbar, die beispielsweise ein Fenster automatisch schließen, wenn die Windlasten
zu hoch werden. Zudem kann der mindestens eine Sensor mit der Steuerung ein Einbruchsschutz
ausbilden, wenn in der geschlossenen Position Hebelkräfte auf die Antriebseinheit
wirken, ohne dass der Antrieb den Flügel öffnet oder schließt. Zudem kann über den
Antrieb die Schließkraft auf die Dichtungen eines Fensters eingestellt werden, sodass
auch nach einem längeren Zeitraum eine konstante Zuhaltekraft wirken kann.
[0013] Die Erfindung wird nachfolgend anhand mehrerer Ausführungsbeispiele mit Bezug auf
die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figuren 1A bis 1C
- mehrere Ansichten eines ersten Ausführungsbeispieles einer erfindungsgemäßen Antriebseinrichtung;
- Figur 2
- eine Ansicht eines modifizierten Ausführungsbeispieles einer Antriebseinrichtung;
- Figur 3 bis 5
- weitere Ansichten modifizierter Ausführungsbeispiele;
- Figuren 6 A bis 6 E
- mehrere Ansichten eines weiteren Ausführungsbeispieles einer Antriebseinrichtung im
unbelasteten Zustand;
- Figuren 7 A bis 7 E
- mehrere Ansichten des Ausführungsbeispieles der Figur 6 mit einer Zugbelastung;
- Figuren 8 A bis 8 F
- mehrere Ansichten des Ausführungsbeispieles der Figur 6 bei einer Druckbelastung;
- Figur 9
- eine Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Antriebseinrichtung
in einer montierten Position;
- Figur 10
- eine perspektivische Ansicht der Antriebseinrichtung der Figur 9;
- Figuren 11A und 11B
- zwei Ansichten der Antriebseinrichtung der Figur 10;
- Figuren 12A und 12B
- zwei Schnittansichten der Antriebseinrichtung der Figur 10;
- Figuren 13A bis 13E
- mehrere vergrößerte Schnittansichten der Antriebseinrichtung der Figur 10, und
- Figuren 14A und 14B
- zwei perspektivische Explosionsdarstellungen eines Teils der Antriebseinrichtung der
Figur 10.
[0014] Eine Antriebseinrichtung 1 umfasst ein schematisch dargestelltes Gehäuse 2. In dem
Gehäuse 2 ist eine schematisch dargestellte Antriebseinheit 3 angeordnet, indem ein
Antrieb, beispielsweise ein Kettenantrieb oder ein Spindelantrieb vorgesehen sind.
Es ist auch möglich, den Antrieb lediglich mit Führungsbauteilen in das Gehäuse 2
einzubauen, so dass der Antriebseinheit einen Motor, insbesondere einen Elektromotor,
ein Getriebe und ein Antriebsglied umfasst.
[0015] Die Antriebseinheit 3 ist über ein Federelement 4 in dem Gehäuse 2 gehalten, wobei
die Antriebseinheit 3 über schematisch dargestellte Befestigungsmittel 5 an dem Federelement
4 fixiert ist. Das Federelement 4 umfasst zwei Schenkel 40, die die Antriebseinheit
3 umgreifen. Die Schenkel 40 sind an einem Bodenabschnitt 41 miteinander verbunden,
wobei sich mittig von dem Bodenabschnitt 41 ein Steg 42 parallel zu den Schenkeln
40 erstreckt. An dem Steg 42 ist ein Halteelement 43 vorgesehen, an der Befestigungsmittel
zur Fixierung des Federelementes 4 an dem Rahmenelement 2 angeordnet sind. Benachbart
zu dem Halteelement 43 ist eine Öffnung 8 in der Antriebseinheit 3 ausgespart, an
dem ein Antriebsmittel 18, beispielsweise eine Kette austritt und durch das Gehäuse
2 geführt ist. Die schematisch dargestellte Kette 18 kann dann weitere Bauteile bewegen,
beispielsweise eine Klappe oder einen Flügel.
[0016] Am Federelement 4 ist ferner ein Sensor 6 in Form eines Dehnungsmessstreifens an
dem Steg 42 fixiert. Wenn die Antriebseinheit 3 relativ zu einem weiteren Bauteil
bewegt wird, wie dies durch den Pfeil 9 dargestellt ist, wirken Kräfte zwischen Antriebseinheit
3 und Gehäuse 2. Diese Kräfte können durch den Sensor 6 erfasst werden, wobei eine
entsprechende Kraft das Federelement 4 im Bereich des Steges 42 bewegt wird, wodurch
sich der Widerstand des Dehnungsmessstreifens ändert. Diese Änderung führt zu einer
Änderung der Spannung, die in einer Steuerung für den Antrieb erfasst wird. Durch
eine entsprechende Umrechnung kann die Steuerung die Kraft ermitteln, die auf die
Antriebseinheit 3 wirkt, um die Steuerung zu schalten oder andere Steuerungsfunktionen
auszuführen.
[0017] Wenn das Gehäuse 2 an einem Blendrahmen oder einem Flügelrahmen festgelegt wird und
die Antriebseinrichtung zum Öffnen oder Schließen eines Fensters oder einer Tür dient,
kann die Steuerung zunächst kalibriert werden, indem bei einem Öffnungsvorgang und
einem Schließvorgang eine Kraftkennlinie ermittelt wird. Insofern kann bei einer Abweichung
von der Kraftkennlinie über die Steuerung ein Einklemmschutz oder ein Anschlagsschutz
bereitgestellt werden. Über weitere Sensoren kann auch die Position des Flügels relativ
zum Blendrahmen erfasst werden, sodass eine Anbindung an die Gebäudeleittechnik möglich
ist. Mit der Steuerung kann somit eine Windlasterkennung erfolgen oder ein Einbruchsschutz
bereitgestellt werden. Zudem kann der Anpressdruck eines Flügels auf die Dichtungen
über den Antrieb eingestellt werden.
[0018] In Figur 1 ist das Federelement 4 gezeigt, dass die Antriebseinheit 3 in gegenüberliegende
Richtungen federnd lagert.
[0019] In Figur 2 ist eine modifizierte Ausführungsform einer Antriebseinrichtung gezeigt,
bei der an der Antriebseinheit 3 auf gegenüberliegenden Seiten mehrere Federn 10 angeordnet
sind, die als Blattfedern ausgebildet sind. Durch die Federn 10 an gegenüberliegenden
Seiten der Antriebseinheit 3 lässt sich diese entsprechend dem Pfeil 11 in dem Gehäuse
2 bewegen. Um eine Bewegung bzw. eine Kraft zwischen der Antriebseinheit 3 und dem
Gehäuse 2 zu erfassen, ist mit der Antriebseinheit 3 ein Halter 5', der an einem Sensor
6' festgelegt ist. Der Sensor 6' ist als Dehnungsmessstreifen ausgebildet und auf
von dem Halter 5' abgewandten Seite über Befestigungsmittel 7' am Gehäuse 2 fixiert.
Bei einer Bewegung der Antriebseinheit 3 entsprechend dem Pfeil 11 wird der Dehnungsmessstreifen
6' gebogen, sodass sich der Widerstand ändert und über eine Steuerung entsprechende
Spannungsänderungen in Kräfte umgerechnet werden können. Es ist möglich, statt eines
einzelnen Sensors 6' mehrere Sensoren verteilt um die Antriebseinheit 3 anzuordnen,
um genauere Informationen zu den auftretenden Kräften zu erhalten.
[0020] In Figur 3 ist eine modifizierte Ausgestaltung einer Antriebseinrichtung dargestellt,
bei der in einem Gehäuse 2 eine Antriebseinheit 3 angeordnet ist. Die Antriebseinheit
3 ist über ein Verbindungselement 14 mit einem Federelement 4' verbunden, das außerhalb
des Gehäuses 2 angeordnet ist. Das Federelement 4' ist dabei außen an dem Gehäuse
2 fixiert und ermöglicht, dass die Antriebseinheit 3 entsprechend dem Pfeil 15 in
gegenüberliegende Richtungen senkrecht zum Gehäuse 2 bewegt werden kann. Das Federelement
4' kann im Hinblick auf die Funktion so ausgebildet sein, wie dies in Verbindung mit
Figur 1 beschrieben wurde. Da das Federelement 4' nur eine geringe Baugröße besitzt,
fällt es optisch nur unwesentlich an der Außenseite des Gehäuses 2 auf und kann zudem
auf einfache Weise gewartet werden.
[0021] In Figur 4 ist eine gegenüber der Figur 3 modifizierte Ausführungsform gezeigt, bei
dem eine Antriebseinheit 3 in einem Gehäuse 2 angeordnet ist. Die Antriebseinheit
3 ist dabei an zwei beabstandeten Federelementen 4' über Halter 16 gehalten, wobei
die Federelemente 4' in die Längsrichtung beabstandet von der Antriebseinheit 3 angeordnet
sind.
[0022] In Figur 5 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Antriebseinrichtung mit einem
Gehäuse 2, in dem eine Antriebseinheit 3 angeordnet ist, gezeigt. Die Antriebseinheit
3 ist nicht nur linear bewegbar, sondern kann in das Gehäuse 2 verschwenkt werden.
Hierfür ist die Antriebseinheit 3 nur endseitig über Federn 10 in dem Gehäuse 2 fixiert.
Die Antriebseinheit 3 ist über einen Sensor 6" mit einem Halter 7" an dem Gehäuse
2 verbunden. Durch eine Bewegung der Antriebseinheit 3 entsprechend dem Pfeil 17 wird
der streifenförmige Sensor 6" gebogen, sodass eine Steuerung die Spannungsänderungen
und entsprechende Kräfte auf die Antriebseinheit 3 erfasst.
[0023] Die Federwege der Antriebseinheit 3 relativ zu den Gehäuse 2 können abhängig vom
Einsatzzweck sein, liegen aber vorzugsweise im Bereich zwischen 0 mm bis 5 mm, insbesondere
0 mm bis 3 mm. Dadurch kann der Innenraum eines Gehäuses besonders effektiv genutzt
werden.
[0024] In den Figuren 6 A bis 6 E ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Antriebseinrichtung
1 gezeigt, bei dem in ein einem Gehäuse 2 eine Antriebseinheit 3 angeordnet ist. Die
Antriebseinheit 3 ist in einer unbelasteten Position gezeigt, bei dem ein Abstand
d zu dem Gehäuse 2 sowohl an einer Oberseite, als auch an einer Unterseite in einem
Bereich zwischen 3 mm bis 5 mm liegt (Figur 6 E).
[0025] Die Antriebseinheit 3 ist über ein Federelement 20 in dem Gehäuse gehalten, das aus
einem U-förmige gebogenen Metallblech gebildet ist. Das Federelement 20 umfasst einen
Bodenabschnitt 21 und zwei hervorstehende Schenkel 22, wobei an den Schenkeln 22 die
Antriebseinheit 3 festgelegt ist, beispielsweise durch Schrauben oder andere Befestigungsmittel.
Das Federelement 20 umfasst an dem Bodenabschnitt 21 benachbart zu einer Aussparung
24 zwei streifenförmige Stege 23, die biegbar ausgebildet sind und über Schlitze 25
in Längsrichtung von dem Bodenabschnitt 21 beabstandet sind. Die länglichen Stege
23 sind innseitig mit einer Öffnung 26 versehen, in die eine Schraube zur Fixierung
des Federelementes 20 an dem Gehäuse 2 eindrehbar ist. Dadurch kann das Federelement
20 zusammen mit der Antriebseinheit 3 relativ zu dem Gehäuse 2 bewegt werden.
[0026] In den Figuren 7 A bis 7 E ist eine Position der Antriebseinrichtung der Figur 6
gezeigt, bei der eine aus der Antriebseinheit 3 heraustretende Kette auf Zug belastet
ist. Dadurch wird die Antriebseinheit 3 nach unten gezogen, wie dies in der Figur
7 E gezeigt ist. Die Antriebseinheit ist dadurch mit einem Spalt d
1 an der Oberseite von dem Gehäuse 2 beabstandet, während an der Unterseite lediglich
ein kleiner Spalt d
2 zwischen Gehäuse 2 und Antriebseinheit 3 vorhanden ist, wobei d
1 deutlich größer als d
2 ist. Dementsprechend werden die mittleren Stege 23 an dem Federelement 20 nach innen
eingedrückt. An dem Federelement 23 sind Dehnungsmessstreifen 6 angeordnet, die die
Bewegung durch Verformung der Streifen 23 erfassen und entsprechende Signale an eine
Steuerung geben.
[0027] In den Figuren 8 A bis 8 F sind mehrere Ansichten der Antriebseinrichtung 1 der Figur
6 gezeigt, wobei eine aus dem Gehäuse 2 herausragende Kette auf Druck beansprucht
ist. Dadurch wird die Antriebseinheit 3 in Figur 8 B nach oben gedrückt, sodass ein
Spalt D
2 an der Oberseite der Antriebseinheit 3 zu dem Gehäuse 2 deutlich kleiner ausgebildet
ist, als ein Spalt D
1 an der Unterseite der Antriebseinheit 3. Zudem stehen die Stege 23 an dem Federelement
20 deutlich nach außen hervor, wie dies in Figur 8 E gezeigt ist. Durch die Druckbelastung
auf die Kette bewegt sich die Antriebseinheit 3 nach oben, sodass die Streifen 23
verformt werden. Dadurch kann ein Dehnungsmessstreifen 6 die Druckbelastung durch
die Kette erfassen und eine Steuerung entsprechend informieren.
[0028] In Figur 9 ist eine Antriebseinrichtung 101 in einer eingebauten Position gezeigt.
An einem Gebäude 50 ist ein Schrägdach 51 mit einer Öffnung, in der ein Blendrahmen
52 montiert ist, vorgesehen. An dem Blendrahmen 52 ist eine Klappe 53 über ein Scharnier
54 verschwenkbar gehalten. Zum Öffnen der Klappe 53 ist eine Antriebseinrichtung 101
vorgesehen, bei der ein Gehäuse 102 an einem Halter 55 an dem Blendrahmen 52 festgelegt
ist.
[0029] Die Antriebseinrichtung 101 ist in Figur 10 gezeigt. An dem bügelförmigen Halter
55 sind zwei Klemmbacken 57 vorgesehen, die an einer Achse 56 verschwenkbar gelagert
sind. Innerhalb der Klemmbacken 57 ist ein Abschnitt des rohrförmigen Gehäuses 102
eingeklemmt. Relativ zu dem Gehäuse 102 ist ein Rohr 140 oder ein Stab verfahrbar,
an dem eine Anbindung 104 vorgesehen ist, die beispielsweise an der Klappe 53 montiert
werden kann. Das Gehäuse 102 ist auf der zur Anbindung 104 gegenüberliegenden Seite
mit einem Deckel 105 verschlossen, der durch Schrauben 106 an dem Gehäuse 102 festgelegt
ist.
[0030] Wie in den Figuren 11A und 11B zu sehen ist, befindet sich innerhalb des Gehäuses
102 ein Innenrohr 108, das über eine hülsenförmige Gleitführung 107 relativ zu dem
Gehäuse 102 verschiebbar gelagert ist. Innerhalb des Innenrohres 108 ist das Rohr
103 angeordnet, das über eine Antriebseinheit 110 relativ zu dem Innenrohr 108 bewegbar
ist. Die Antriebseinheit 110 umfasst eine Spindelmutter 111 und eine Spindel 112,
die durch eine Drehbewegung relativ zueinander dafür sorgen, dass das Rohr 103 relativ
zu dem Gehäuse 102 eingefahren oder ausgefahren wird. Solche Antriebseinheiten 110
sind an sich bekannt und werden daher nicht im Detail erläutert. Die Antriebseinheit
110 umfasst eine Antriebselektronik 113, an der Steuerungselemente, wie Schalter und
andere Einrichtungen, vorgesehen sind.
[0031] Das Innenrohr 110 ist auf der zu der Anbindung 104 abgewandten Seite durch ein Koppelstück
109 verschlossen, wobei das Koppelstück 109 in einen inneren Endabschnitt des Innenrohres
108 mit einem Gewinde eingeschraubt ist.
[0032] In den Figuren 12A und 12B ist der Bereich des Koppelstückes 109 im Detail gezeigt.
Das Koppelstück 109 ist federnd an dem Deckel 105 gelagert, so dass in axialer Richtung
das Innenrohr 108 relativ zu dem Gehäuse 102 geringfügig verschoben werden kann. Hierfür
sind an dem Deckel 105 zwei nach innen gerichtete Vorsprünge 115 ausgebildet, an denen
ein Federring 117 über Schrauben 118 festgelegt ist. Innerhalb der Vorsprünge 115
ist eine tassenförmige Aufnahme 116 ausgebildet, in die ein ringförmiger Endabschnitt
120 des Koppelstückes 109 eingreift. Das ringförmige Federelement 117 ist an den zwei
Vorsprüngen 115 festgelegt und in einem Winkel von 90° versetzt hierzu ist der Federring
117 an dem Koppelstück 109 über Schrauben 118 festgelegt. Durch ein Verbiegen des
Federringes 117 kann somit das Koppelstück 109 in beide Richtungen relativ zu dem
Deckel 105 bewegt werden. In dem Koppelstück 109 ist ferner ein Kanal 122 zur Durchführung
einer Leitung ausgebildet, die mit einem Sensorelement 121 verbunden werden kann.
Das Sensorelement 121 ist an dem ringförmigen Endabschnitt 120 des Koppelstückes 109
festgelegt.
[0033] Der Deckel 105 ist an dem rohrförmigen Gehäuse 102 mit Schrauben 106 gesichert, wobei
in dem Deckel 105 ein Gewinde 114 ausgebildet ist, an dem weitere Bauteile, beispielsweise
eine Augenschraube, festlegbar sind, um das Gehäuse 102 fixieren zu können.
[0034] An dem Innenrohr 108 ist ferner eine Kabeldurchführung 123 vorgesehen, die mit einer
Leitung 124 verbunden ist. Dadurch kann eine Steuerleitung von dem Sensorelement 121
zur Außenseite des Gehäuses 102 geführt werden.
[0035] In den Figuren 13A bis 13E sind mehrere Schnittansichten durch den Bereich des Koppelstückes
109 und des Deckels 105 gezeigt. In Figur 13B ist zu erkennen, dass das Innenrohr
108 beabstandet von dem rohrförmigen Gehäuse 102 angeordnet ist, wobei in dem Koppelstück
109 der Kabelkanal 122 ausgebildet ist.
[0036] In der Schnittansicht der Figur 13C ist das Sensorelement 121 zu erkennen, das zwischen
dem Koppelstück 109 und dem Deckel 105 angeordnet ist. Das Sensorelement 121 ist im
Wesentlichen plattenförmig ausgebildet und umfasst einen Mittelsteg 126, der mit einer
vorderen Spitze in einen Schlitz 125 an dem Deckel 105 eingreift. Von dem Mittelsteg
126 sind zwei beabstandete seitliche Stege 127 ausgebildet, die von dem Mittelsteg
126 jeweils über einen Schlitz 128 beabstandet sind. Die Mittelstege 127 sind an dem
ringförmigen Endabschnitt 120 des Koppelstückes 109 festgelegt.
[0037] In den Figuren 14A und 14B sind der Deckel 105 und das Koppelstück 109 in einer Explosionsdarstellung
gezeigt. Das Sensorelement 121 ist mit zwei Schrauben 129 an dem ringförmigen Endabschnitt
120 festgelegt, wobei die Schrauben 129 die seitlichen Stege 127 durchgreifen. An
einem Verbindungsabschnitt zwischen den seitlichen Stegen 127 und dem Mittelsteg 126
ist ein Messstreifen 133 vorgesehen, der eine Verbiegung des Mittelsteges 126 relativ
zu den seitlichen Stegen 127 erfasst und ein entsprechendes Steuersignal an eine Steuerung
der Antriebseinrichtung 101 sendet. Der Mittelsteg 126 ist dabei an dem Schlitz 125
des Deckels 105 festgelegt, wobei sich der Schlitz 125 senkrecht zur Axialrichtung
des rohrförmigen Gehäuses 102 erstreckt und in Verbindung mit einer Montageöffnung
134 steht, um dem Mittelsteg nach Art eines Bajonettverschlusses an dem Deckel 105
fixieren zu können. In der montierten Position ist der Mittelsteg 126 daher an dem
Schlitz 125 in Axialrichtung festgelegt und kann sowohl weg von dem Koppelstück 109
verbogen werden als auch hin zu dem Koppelstück 109, wobei hierfür an dem ringförmigen
Endabschnitt 120 eine entsprechende Aussparung 132 vorgesehen ist. Über den Messtreifen
133 können somit Kräfte durch eine Bewegung des Innenrohres 108 relativ zu dem Gehäuse
102 erfasst werden. Der Messbereich des Messstreifen 133 ist dabei abhängig von der
gewählten Feder, wobei das ringförmige Federelement 117 in der Dicke und dem Material
so beschaffen ist, dass es für den jeweiligen Belastungsfall einsetzbar ist. Es wäre
natürlich auch möglich, andere Federelemente 117 einzusetzen, wobei durch das ringförmige
Federelement 117 ein besonders kompakter Aufbau gegeben ist.
[0038] Bei der Antriebseinrichtung 101 ist das Sensorelement 121 innerhalb des Gehäuses
102 angeordnet, so dass es vor Umgebungseinflüssen geschützt ist. Das Gehäuse 102
ist einerseits durch den Deckel 105 verschlossen und andererseits durch das Koppelstück
109 weitgehend abgedichtet, da lediglich ein Kabelkanal 122 ausgebildet ist, der ebenfalls
abgedichtet sein kann. Dadurch kann einer Erfassung der auf die Antriebseinrichtung
101 wirkenden Kräfte innerhalb des Antriebes erfolgen, wobei direkt Kraft auf das
Innenrohr 108 erfasst wird, die durch das Rohr 103 ausgeübt wird, insbesondere beim
Öffnen oder Schließen der Klappe 53 oder bei entsprechenden Windlasten.
[0039] In den gezeigten Ausführungsbeispielen werden die Antriebseinrichtungen insbesondere
für Fenster, Türen oder Klappen eingesetzt. Es ist natürlich auch möglich, die Antriebseinrichtungen
1 und 101 für andere Zwecke einzusetzen, beispielsweise zum Verstellen von Bauteilen
für Fahrzeuge, Maschinen oder andere Anwendungen.
Bezugszeichen
[0040]
- 1
- Antriebseinrichtung
- 2
- Gehäuse
- 3
- Antriebseinheit
- 4
- Federelement
- 4'
- Federelement
- 5
- Befestigungsmittel
- 5'
- Halter
- 6
- Sensor
- 6'
- Sensor
- 6"
- Sensor
- 7'
- Befestigungsmittel
- 7"
- Halter
- 8
- Öffnung
- 9
- Pfeil
- 10
- Federn
- 11
- Pfeil
- 12
- Halter
- 14
- Verbindungselement
- 15
- Pfeil
- 16
- Halter
- 17
- Pfeil
- 18
- Kette
- 20
- Federelement
- 21
- Bodenelement
- 22
- Schenkel
- 23
- Stege
- 24
- Aussparung
- 25
- Schlitze
- 40
- Schenkel
- 41
- Bodenabschnitt
- 42
- Steg
- 43
- Halteelement
- 50
- Gebäude
- 51
- Schrägdach
- 52
- Blendrahmen
- 53
- Klappe
- 54
- Scharnier
- 55
- Halter
- 56
- Achse
- 57
- Klemmbacken
- 101
- Antriebseinrichtung
- 102
- Gehäuse
- 103
- Innenrohr
- 104
- Anbindung
- 105
- Deckel
- 106
- Schrauben
- 107
- Gleitführung
- 108
- Innenrohr
- 109
- Koppelstück
- 110
- Antriebseinheit
- 111
- Spindelmutter
- 112
- Spindel
- 113
- Antriebselektronik
- 114
- Gewinde
- 115
- Vorsprünge
- 116
- Aufnahme
- 117
- Federring
- 118
- Schrauben
- 119
- Koppelstückes
- 120
- Endabschnitt
- 121
- Sensorelement
- 122
- Kanal/Kabelkanal
- 123
- Kabeldurchführung
- 124
- Leitung
- 125
- Schlitz
- 126
- Mittelsteg
- 127
- Stege
- 128
- Schlitz
- 129
- Schrauben
- 132
- Aussparung
- 133
- Messstreifen
- 134
- Montageöffnung
- 140
- Rohr
- d
- Abstand
- d1
- Spalt
- d2
- Spalt
1. Antriebseinrichtung (1, 101), insbesondere für Fenster oder Türen, mit einem Gehäuse
(2, 102), an oder in dem eine Antriebseinheit (3, 110) eines Antriebes angeordnet
ist, wobei die Antriebseinheit (3, 110) ein bewegbares Antriebselement (104) umfasst,
das an der Antriebseinheit (3, 110) geführt oder gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheit (3, 110) an oder in dem Gehäuse (2, 102) federnd gelagert ist
und eine Bewegung der Antriebseinheit (3, 110) relativ zu dem Gehäuse (2, 102) über
mindestens einem Sensor (6, 121) erfassbar ist.
2. Antriebseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Sensor (6, 121) mit einer Steuerung für den Antrieb verbunden
ist.
3. Antriebseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei Überschreiten einer Bewegung der Antriebseinheit (3, 110) relativ zu dem Gehäuse
(2, 102) der Antrieb schaltbar ist.
4. Antriebseinrichtung nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebseinheit (3, 110) in zwei gegenüberliegenden Richtungen federnd gelagert
ist.
5. Antriebseinrichtung nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Sensor (6, 121) einen Dehnungsmessstreifen (133) umfasst.
6. Antriebseinrichtung nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb als Kettenantrieb ausgebildet ist.
7. Antriebseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb als Spindelantrieb ausgebildet ist.
8. Antriebseinrichtung nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Fixierung der Antriebseinheit (3, 110) in dem Gehäuse (2, 102) mehrere Federn
(10, 117) vorgesehen sind.
9. Antriebseinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Federn (10, 117) ein Anschlagen der Antriebseinheit (3, 110) auch bei einer Maximallast
des Antriebes verhindern.
10. Antriebseinrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Federn (10, 117) als ringförmige oder plattenförmige Blattfedern ausgebildet
sind.
11. Antriebseinrichtung nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (2) leistenförmig mit einer integral ausgebildeten Feder (20) ausgebildet
ist.
12. Antriebseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (102) ein festlegbares Außenrohr umfasst, in dem ein Innenrohr (108)
federnd gelagert ist.
13. Antriebseinrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass ein Sensorelement (121) zwischen einem an dem Innenrohr fixierten Koppelstück (119)
und einem an dem Gehäuse (102) festgelegten Deckel angeordnet ist.
14. Antriebseinrichtung nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass über die Antriebseinrichtung eine Klappe, ein Fenster oder eine Tür zu öffnen oder
zu schließen ist.
15. Antriebseinrichtung nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass über den mindestens eine Sensor (6) Windlasten, insbesondere an einem Fenster oder
einer Klappe, erfassbar sind.
16. Antriebseinrichtung nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Sensor (6) mit der Steuerung einen Einbruchsschutz bildet.