[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft Leuchtenkörper, insbesondere für LED-Leuchtmittel,
welche an einer Haltestruktur befestigt werden. Insbesondere betrifft die vorliegende
Erfindung Leuchtenkörper für Innen- oder Außenraumleuchten, Leuchten zur Produktpräsentation,
Feuchtraumleuchten, Kühlraumleuchten oder Leuchten für explosionsgefährdete Bereiche.
[0002] Bekannte Leuchtenkörper weisen dabei den Nachteil auf, dass die Befestigung an einer
Haltestruktur, die beispielsweise an einer Raum- oder Zwischendecke angeordnet ist,
umständlich ist und lange dauert. Gerade bei größeren und sehr langen Leuchtenkörpern
stellt dies oft einen Nachteil dar, da der Leuchtenkörper während der Montage von
dem Monteur gehalten werden muss. Insbesondere muss der Leuchtenkörper bei einem Austausch
wieder aufwendig demontiert werden.
[0003] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Leuchtenkörper sowie eine
entsprechende Haltestruktur bereitzustellen, bei welchen eine einfache und sichere
Montage des Leuchtenkörpers an der Haltestruktur möglich ist.
[0004] Die vorliegende Erfindung stellt zur Lösung dieser Aufgabe einen Leuchtenkörper gemäß
Anspruch 1 sowie eine Haltestruktur in Verbindung mit einem solchen Leuchtenkörper
nach Anspruch 12 bereit.
[0005] Insbesondere stellt die vorliegende Erfindung einen Leuchtenkörper zum lösbaren Befestigen
an einer Haltestruktur bereit, wobei der Leuchtenkörper auf seiner Außenseite einen
ersten vorspringenden oder zurückspringenden Bereich sowie versetzt davon einen zweiten
vorspringenden oder zurückspringenden Bereich aufweist, wobei der erste und der zweite
vorspringende Bereich entgegen einer Rückstellkraft in Richtung zueinander bewegbar
sind.
[0006] Der erste und zweite Bereich kann dafür eingerichtet sein, einen Formschluss mit
Bereichen der Haltestruktur einzugehen. Der erste und der zweite Bereich können insbesondere
in Umfangsrichtung oder in Richtung eines Inneren des Leuchtenkörpers entgegen der
Rückstellkraft bewegbar sein. Dabei können der erste und der zweite Bereich in einigen
Ausführungsformen gegeneinander bewegbar sein. Hierzu kann der erste und/oder zweite
Bereich auf einem separaten Element ausgebildet sein. Alternativ oder zusätzlich kann
vorgesehen sein, dass der erste und/oder der zweite Bereich jeweils elastisch verformbar
ist. Der erste und/oder der zweite Bereich kann dabei als Vorsprung oder Vertiefung
auf dem Leuchtenkörper ausgebildet sein.
[0007] Die Rückstellkraft kann durch den ersten und/oder zweiten Bereich oder durch einen
weiteren Bereich, insbesondere ein separates Element des Leuchtenkörpers bereitgestellt
werden. Der erste und der zweite Bereich können insbesondere auf einem Umfang des
Leuchtenkörpers voneinander versetzt angeordnet sein. Insbesondere berühren sich der
erste und der zweite Bereich nicht.
[0008] Der erfindungsgemäße Leuchtenkörper löst die oben genannte Aufgabe dadurch, dass
der Leuchtenkörper mittels der beiden Bereiche in eine Haltestruktur eingeklemmt werden
kann. Hierzu muss bei der Montage des Leuchtenkörpers an der Haltestruktur eine Kraft
aufgewendet werden, um den ersten und den zweiten Bereich zu verlagern, d.h. z.B.
diese aufeinander zu zu bewegen und/oder zu deformieren. Dabei muss der Monteur eine
Kraft aufbringen, die der Rückstellkraft entgegenwirkt. Nachdem die Bereiche an der
Haltestruktur aufgenommen wurden, wird der Leuchtenkörper durch die Rückstellkraft
an der Haltestruktur fixiert. Der Leuchtenkörper dient somit dem lösbaren Festklemmen
an der Haltestruktur. Die Rückstellkraft kann dabei so eingerichtet sein, dass sie
eine Gewichtskraft des Leuchtenkörpers kompensiert oder geringer als diese ist.
[0009] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist der erste und/oder der zweite Bereich
durch eine Feder, insbesondere durch eine Blattfeder gebildet. Die Feder kann dabei
als separates Element ausgebildet sein, welches in ein vorgesehenes Aufnahmemittel
des Leuchtenkörpers aufgenommen ist. Das Aufnahmemittel kann z.B. eine oder zwei Schienen
umfassen, in welche die Feder aufgenommen ist. Mittels einer Feder kann auf einfache
Weise eine elastische Deformierbarkeit erreicht werden. Dabei kann die Rückstellkraft
vollständig oder teilweise durch die Federkraft bewirkt sein. Die Feder kann dabei
insbesondere aus Metall oder einem anderen elastischen Material gebildet sein. In
Ausführungsformen, in welchen eine Blattfeder vorgesehen ist, kann diese insbesondere
entlang der Umfangsrichtung des Leuchtenkörpers ausgerichtet sein. Sie kann an ihren
Enden in den Aufnahmemitteln eingespannt sein und sich in einem mittleren Bereich
in Richtung eines Äußeren des Leuchtenkörpers biegen. Die Rückstellkraft kann dabei
insbesondere dadurch entstehen, dass die Blattfeder in dem mittleren Bereich während
der Montage in Richtung eines Inneren und/oder eines Umfangs des Leuchtenkörpers gedrückt
wird.
[0010] In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Leuchtenkörper einstückig aus einem
elastisch verformbaren Material hergestellt. Die Elastizität des Materials verleiht
dem Leuchtenkörper die vorgesehene Beweglichkeit des ersten Bereichs relativ zu dem
zweiten Bereich entgegen der Rückstellkraft. Eine einstückige Ausbildung des Leuchtenkörpers
ist vorteilhaft, da es auf einfache Weise durch bekannte Herstellungsverfahren in
einem Stück hergestellt werden kann, ohne dass eine aufwendige Montage mehrerer Bauteile
nötig ist. Insbesondere kann der Leuchtenkörper aus einem Kunststoff hergestellt sein.
[0011] In einer bevorzugten Ausführungsform liegen der erste Bereich und der zweite Bereich
auf einem Umfang des Leuchtenkörpers einander gegenüber. In dieser Ausführungsform
haben die zwei Bereiche einen maximalen Abstand voneinander und spannen den Leuchtenkörper
im montierten Zustand sicher ein.
[0012] In einer bevorzugten Ausführungsform sind der erste und der zweite Bereich in unterschiedliche
Richtungen ausgerichtet. Sie können beispielsweise in entgegengesetzte Richtungen
ausgerichtet sein. Eine diametral gegenüberliegende Ausrichtung des ersten und des
zweiten Bereichs bewirkt eine sichere Befestigung des Leuchtenkörpers an der Haltestruktur.
[0013] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform hat der Leuchtenkörper entlang einer Längsachse
seine größte Ausdehnung. Dies ist insbesondere vorteilhaft für längliche Leuchten,
wie z.B. Leuchtstoffröhren, wie sie beispielsweise zur Produktpräsentation z.B. in
Theken, Kühltruhen oder Schaufenstern oder als Innenraumleuchten verwendet werden.
Gerade bei länglichen Leuchten zeigt sich der Vorteil der einfachen Montage des erfindungsgemäßen
Leuchtenkörpers, da die Leuchte über ihre Länge einfach in die Haltestruktur eingeklemmt
werden kann.
[0014] Der Leuchtenkörper kann insbesondere zwischen 0,2 m und 6 m, bevorzugt zwischen 0,4
m und 4 m und besonders bevorzugt zwischen 0,5 m und 2,5 m lang sein. Dies ist z.B.
für Innenraumleuchten oder Leuchten zur Produktpräsentation vorteilhaft.
[0015] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform erstreckt sich der erste und/oder
der zweite Bereich dabei parallel zu der Längsachse des Leuchtenkörpers. Hierdurch
kann eine sichere Befestigung des Leuchtenkörpers entlang seiner Längsausdehnung sichergestellt
werden. Die zur Halterung des Leuchtenkörpers aufgewandten Kräfte werden dabei möglichst
großflächig entlang der Längsachse verteilt. Insbesondere kann sich der erste und/oder
der zweite Bereich über eine gesamte Längsausdehnung des Leuchtenkörpers erstrecken.
[0016] Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen sein, dass der Leuchtenkörper mehrere
erste und/oder mehrere zweite Bereiche aufweist, die entlang der Längsachse des Leuchtenkörpers
angeordnet sind. Auch hier wird die effektive Fläche, über welche die Halterungskräfte
abgeführt werden, entlang der Längsachse verteilt.
[0017] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umgibt der Leuchtenkörper ein oder mehrere
darin montierte Leuchtmittel. Durch die Montage des Leuchtmittels in dem Leuchtenkörper
kann das Leuchtmittel vor äußeren Einflüssen geschützt angebracht werden. Insbesondere
ist dabei bevorzugt, dass der Leuchtenkörper das Leuchtmittel berührgeschützt, staubgeschützt
und/oder wasserdicht einschließt. Berührgeschützt ist das Leuchtmittel dabei von dem
Leuchtenkörper eingeschlossen, wenn hierdurch verhindert wird, dass eine Person das
im Leuchtenkörper montierte Leuchtmittel berührt. Alternativ oder zusätzlich können
in dem Leuchtenkörper weitere elektrische Bauteile und/oder Leitungen angeordnet sein,
welche ebenfalls berührgeschützt von dem Leuchtenkörper eingeschlossen sind. Diese
Ausführungsformen sind insbesondere für Leuchten, die in Feuchträumen, in Kühlräumen
oder explosionsgefährdeten Räumen eingesetzt werden, vorteilhaft. Insbesondere sind
die Leuchten zum Einsatz an Stellen vorgesehen, welche von Personen unbeabsichtigt
berührt werden können, z.B. in Griffleisten, insbesondere von Kühltruhen oder als
Wandleuchten. In einigen Ausführungsformen ist das Leuchtmittel in dem Leuchtenkörper
eingekapselt.
[0018] Der Leuchtenkörper kann insbesondere mehrere Leuchtmittel, beispielsweise mehrere
LED (light emitting diodes), insbesondere OLED (organic LED) aufweisen. In Ausführungsformen,
in welchen sich der Leuchtenkörper entlang einer Längsachse erstreckt, können eine
oder mehrere Leuchtmittel in oder an dem Leuchtenkörper angebracht sein, welche sich
ebenfalls entlang der Längsachse erstrecken. Alternativ oder zusätzlich können mehrere
LED vorgesehen sein, die in einer oder mehreren parallel zu der Längsachse verlaufenden
Reihen angeordnet sind.
[0019] In einigen Ausführungsformen kann vorgesehen sein, dass der erste und/oder der zweite
Bereich Mittel zur elektrischen Kontaktierung aufweist. Auf diese Weise kann durch
den einfach herzustellenden mechanischen Kontakt zwischen dem Bereich und einem entsprechenden
Aufnahmebereich der Haltestruktur gleichzeitig eine elektrische Kontaktierung stattfinden,
durch welche beispielsweise ein Leuchtmittel des Leuchtenkörpers elektrisch versorgt
werden kann. In anderen Ausführungsformen weisen der erste und zweite Bereich keine
elektrischen Kontakte auf. Der erste und zweite Bereich können elektrisch isolierend
ausgebildet sein. Durch Trennung von mechanischer Halterung und elektrischer Kontaktierung
kann die Robustheit der mechanischen Befestigung verbessert werden.
[0020] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfasst der Leuchtenkörper ferner zumindest
einen transparenten oder teilweise transparenten Abschnitt. Durch den transparenten
Abschnitt kann insbesondere Licht, welches von einem Leuchtmittel des Leuchtenkörpers
abgestrahlt wird, zu Beleuchtungszwecken in einen Außenraum des Leuchtenkörpers gelangen.
Im Vergleich zu einer Lichtaustrittsöffnung im Leuchtenkörper, wie sie alternativ
oder zusätzlich auch an dem erfindungsgemäßen Leuchtenkörper vorgesehen sein kann,
bietet ein transparenter Abschnitt den Vorteil, dass das Leuchtmittel sowie in einigen
Ausführungsformen weitere im Leuchtenkörper vorgesehene elektrische Bauteile oder
Leitungen geschützt sind.
[0021] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist der Leuchtenkörper ferner zumindest
einen reflektierenden, lichtstreuenden und/oder lichtbrechenden Abschnitt auf. Derartige
Abschnitte dienen dem Einstellen einer gewünschten Lichtverteilung. Ein reflektierender
Abschnitt kann sich z.B. auf einer Innenseite des Leuchtenkörpers befinden.
[0022] In einer bevorzugten Ausführungsform weist der Leuchtenkörper ferner eine Anlagefläche
zur Anlage an der Haltestruktur auf. Hierdurch werden auftretende Kräfte, insbesondere
die Gewichtskraft des Leuchtenkörpers, besser an die Haltestruktur abgeführt. Insbesondere
kann der erste und/oder zweite Bereich entgegen der Rückstellkraft in Richtung der
Anlagefläche verstellbar sein. Hierdurch kann der Leuchtenkörper an drei Punkten eingeklemmt
sein, so dass die Rückstellkraft über eine größere und besser verteilte Fläche abgeführt
wird. Bevorzugt ist dabei der erste und/oder zweite Bereich entgegen der Rückstellkraft
in Richtung einer Flächennormalen der Anlagefläche bewegbar. Hierdurch wird die Rückstellkraft
besser an eine an der Haltestruktur vorgesehene Stützfläche abgegeben.
[0023] In Ausführungsformen, in welchen der Leuchtenkörper eine Blattfeder aufweist, auf
welcher der erste Bereich ausgebildet ist, kann diese eine Anlaufschräge mit einer
Flächennormalen umfassen, die sowohl Komponenten in Richtung des zweiten Bereichs
als auch in Richtung der Anlagefläche aufweist. Die im montierten Zustand durch die
Rückstellkraft der Feder bewirkten Kräfte klemmen das Leuchtengehäuse in diesen Ausführungsformen
zwischen dem ersten und zweiten Bereich sowie zwischen dem ersten Bereich und der
Anlagefläche ein. Hierdurch wird eine sichere Dreipunkthalterung erzielt.
[0024] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist der Leuchtenkörper ferner ein Demontagemittel
auf. Das Demontagemittel kann insbesondere eine Lasche sein. Auf diese Weise kann
der Leuchtenkörper auf einfache Weise gegen die Wirkung der Rückstellkraft aus der
Befestigung der Haltestruktur heraus gezogen werden. Die Demontage kann aber auch
ohne zusätzliche Hilfsmittel insbesondere durch Eingreifen in eine Aussparung zwischen
einer Haltestruktur und der Leuchte, z.B. an der Stirnseite der Leuchte, erfolgen.
[0025] Ferner stellt die vorliegende Erfindung eine Haltestruktur mit einem Leuchtenkörper
der eingangs beschriebenen Art bereit. Insbesondere kann der Leuchtenkörper an der
Haltestruktur lösbar befestigt sein.
[0026] Die Haltestruktur kann dabei insbesondere einen ersten und einen zweiten Aufnahmebereich
aufweisen, wobei der erste und der zweite Bereich des Leuchtenkörpers in den ersten
bzw. zweiten Aufnahmebereich der Haltestruktur aufgenommen sind, wenn der Leuchtenkörper
lösbar an der Haltestruktur befestigt ist. Der erste und/oder zweite Aufnahmebereich
kann hierzu als Vertiefung oder Vorsprung ausgebildet sein.
[0027] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist der Leuchtenkörper zumindest teilweise,
bevorzugt ohne weitere Befestigungsmittel, an der Haltestruktur fixiert, wenn der
Leuchtenkörper lösbar an der Haltestruktur befestigt ist. Dies ermöglicht eine einfache
Montage bzw. Demontage des Leuchtenkörpers. In Ausführungsformen, in welchen der Leuchtenkörper
nur durch die Rückstellkraft fixiert ist, kann insbesondere eine werkzeuglose Montage
des Leuchtenkörpers möglich sein. Es können alternativ aber auch zusätzliche Befestigungsmittel
wie z.B. Schraublöcher, Blockierhebel, etc. an dem Leuchtenkörper und/oder der Haltestruktur
vorgesehen sein.
[0028] In einer bevorzugten Ausführungsform weist der erste und/oder zweite Aufnahmebereich
der Haltestruktur eine zu dem ersten bzw. zweiten Bereich des Leuchtenkörpers kongruente
Form auf. Durch die formkongruente Aufnahme kann ein Verschieben des Leuchtenkörpers
quer zu dessen Längserstreckung an der Haltestruktur vermieden werden. Dies bewirkt
einen sicheren Sitz des Leuchtenkörpers.
[0029] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist die Haltestruktur ferner eine Stützfläche
auf, gegen welche der Leuchtenkörper abgestützt ist, wenn der Leuchtenkörper lösbar
an der Haltestruktur befestigt ist. Über die Stützfläche können Gewichtskräfte des
Leuchtenkörpers sowie weitere im Betrieb auftretende Kräfte, die beispielsweise durch
die Berührung durch Personen an einer Verkaufstheke entstehen, abgeführt werden. Insbesondere
kann die Anlagefläche gegen die Stützfläche abgestützt sein. Beide Flächen können
kongruent zueinander sein. Alternativ oder zusätzlich können die Anlagefläche und/oder
die Stützfläche eben verlaufen. Die Anlagefläche und/oder Stützfläche kann auch nahezu
punktförmig sein oder mehrere Punkte umfassen.
[0030] Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der nachfolgend
beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen in Verbindung mit den beigefügten Figuren
dargestellt.
- Figur 1
- zeigt einen Querschnitt durch eine erste Ausführungsform eines Leuchtenkörpers mit
Haltestruktur.
- Figur 2a
- zeigt einen Querschnitt durch die erste Ausführungsform des Leuchtenkörpers ohne Leuchtmittel.
- Figur 2b
- zeigt eine perspektivische Ansicht einer Blattfeder der Leuchte nach Figur 1 und 2a.
- Figur 3
- zeigt einen Querschnitt einer zweiten Ausführungsform eines Leuchtenkörpers mit Haltestruktur.
[0031] Bezug nehmend auf Figur 1 wird eine erste Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
beschrieben. Die Figur 1 zeigt einen Leuchtenkörper 2, welcher an einer Haltestruktur
16 befestigt ist. Der Leuchtenkörper 2 weist einen in etwa V-förmigen Querschnitt
auf, wobei ein Abschnitt 3 eines Schenkels des Leuchtenkörpers aus einem transparenten
Material gebildet ist. Dieser Abschnitt dient als Lichtaustrittsfläche für die Leuchte.
Die übrigen Abschnitte des Leuchtenkörpers sind aus Kunststoff oder aus Metall gebildet.
Der dem transparenten Abschnitt 3 gegenüberliegende Abschnitt 5 des Leuchtenkörpers
ist mit einer reflektierenden Beschichtung überzogen oder mit einem eingeformten Metallreflektor
versehen.
[0032] Wie in der Detailansicht der Figur 2a genauer zu sehen ist, bildet der Leuchtenkörper
2 zwischen den gegenüberliegenden Schenkeln einen Ausschnitt, welcher gegenüberliegende,
nach innen weisende Vorsprünge 6 aufweist. Die Vorsprünge können sich in Längsrichtung
der Leuchte (senkrecht zur Bildebene der Figuren 1 und 2a) durchgängig erstrecken.
Einer der Vorsprünge ist als Rastnase 6' mit einer abgeschrägten Auflauffläche ausgebildet.
Zur Montage wird ein Leuchtmittelträger 4 in den Leuchtenkörper 2 eingesteckt, bis
die Rückseite des Leuchtmittelträgers 4 hinter der Rastnase 6' einrastet (s. Fig.
1). In dieser Position ist der Leuchtmittelträger 4 festgelegt. Anschließend werden
in vorgegebenen Abständen Blattfedern 12 an dem Leuchtenkörper 2 angeklipst, welche
sich in einem mittleren Bereich nach außen biegen (in Fig. 1 nach oben). Die Blattfedern
12 bilden in der in Fig. 1 und 2a gezeigten Ausführungsform des Leuchtenkörpers eine
Reihe von ersten vorspringenden Bereichen.
[0033] Auf der zum reflektierenden Bereich 5 weisenden Seite des Leuchtmittelträgers 4 ist
eine Reihe von LEDs 8 angebracht, die Licht teilweise über den reflektierenden Abschnitt
5 und teilweise direkt durch den transparenten Abschnitt 3 von dem Leuchtenkörper
2 abgeben. Bei dieser Ausführungsform ist der reflektierende Abschnitt 5 konkav gekrümmt,
um eine gewünschte Lichtbündelung zu erzielen.
[0034] Im Bereich zwischen der mit den LEDs 8 bestückten Oberfläche des Leuchtmittelträgers
4 und den Abschnitten 3, 5 des Leuchtenkörpers 2 wird ein Hohlraum gebildet, welcher
bei dieser Ausführungsform nicht ausgefüllt ist. Auf dem Inneren des Leuchtenkörper
2 zugewandten Seite des Leuchtmittelträgers 4 sind in einer Reihe mehrere LEDs angeordnet,
wobei in der Schnittzeichnung nach Figur 1 nur der Schnitt durch eine LED zu sehen
ist.
[0035] Der Leuchtenkörper 2 ist bei dieser Ausführungsform aus einem koextrudierten Kunststoff
hergestellt, wobei der Abschnitt 3 aus einem transparenten Kunststoff hergestellt
ist, welcher in dieser Ausführungsform lichtstreuend ausgebildet ist, während die
übrigen Abschnitte des Leuchtenkörpers aus einem lichtdichten Kunststoff bzw. aus
Metall gebildet sind.
[0036] Der in den Figuren 1 und 2a dargestellte Leuchtenkörper ist zum Einbau in eine Haltestruktur
16 vorgesehen, welche durch den Handlauf einer Kühltruhe gebildet wird. Zur Befestigung
des Leuchtenkörpers 2 in der Haltestruktur 16 befindet sich auf der der Feder 12 gegenüberliegenden
Seite des Leuchtenkörpers 2 ein zweiter vorspringender Bereich 18, der in eine entsprechende
Vertiefung 22 des Einbaurahmens 16 eingesetzt wird. Der zweite vorspringende Bereich
18 verläuft parallel zu einer Längsachse des Leuchtenkörpers 2. An der gegenüberliegenden
Seite des Leuchtenkörpers 2 wird der Leuchtenkörper mit der Feder 12 elastisch gegen
einen Steg 20 der Haltestruktur 16 eingerückt. Hinter dem Steg 20 ist ein Aufnahmebereich
21 definiert, in welchen der nach außen gebogene mittlere Bereich der Feder 12 aufgenommen
ist. Die Haltestruktur 16 weist ferner eine ebene Stützfläche 17 auf, gegen welche
eine über dem reflektierenden Bereich 5 liegende Anlagefläche 19 des Leuchtenkörpers
2 gelagert ist. Im montierten Zustand (Fig. 1) drückt die Feder 12 gegen den Steg
20. Gleichzeitig wird der Leuchtenkörper 2 durch die Rückstellkraft der Feder gegen
die Stützfläche 17 gedrückt. Durch das Einklemmen des Leuchtenkörpers an dem Steg
20 und der Stützfläche 17 sowie das Festlegen an der Vertiefung 22 ist der Leuchtenkörper
2 an der Haltestruktur 16 fixiert. Die Gewichtskraft wird im Wesentlichen über die
Bereiche 18, 22 abgeführt. Der Leuchtenkörper 2 kann nur gegen die Wirkung der Rückstellkraft
der Feder 12 wieder aus der Haltestruktur 16 entfernt werden.
[0037] Figur 2b zeigt eine perspektivische Ansicht einer Blattfeder 12, die in der Ausführungsform
der Figuren 1 und 2a den ersten vorspringenden Bereich bildet. Die Blattfeder 12 mit
einer zentralen Öffnung 120 ist in einem Mittelbereich 121 nach außen gewölbt, an
den sich zwei Schenkel 122 und 126 anschließen. Der Schenkel 122 der Blattfeder 12
bildet dabei zwei Anlaufschrägen. Während der Montage des Leuchtenkörpers 2 wird der
Schenkel 122 dabei gegen den Steg 20 der Haltestruktur 16 gedrückt, bis der Mittelbereich
121der Blattfeder 12 den Steg 20 passiert hat. Ab diesem Zeitpunkt läuft der Steg
20 auf zwei weiteren Anlaufschrägen des zweiten Schenkels 126 der Blattfeder und der
Leuchtenkörper 2 wird durch die Federkraft der Blattfeder 12 an der Haltestruktur
16 eingeklemmt. Zur Demontage wird der Leuchtenkörper 2 entgegen der Rückstellkraft
der Feder 12 herausgezogen, wobei der Steg 20 auf den Anlaufschrägen des Schenkels
126 läuft. Alternativ kann auch zuerst die Feder mit dem Schenkel 122 an den Steg
20 angelegt werden und der vorspringende Bereich 18 in den Aufnahmebereich 22 entgegen
der Federkraft eingerückt werden. Zur Befestigung der Blattfeder 12 an den Leuchtenkörper
2 sind die freien Enden 123, 124 der Schenkel 122 und 126 in den Leuchtenkörper eingesteckt.
Zum leichteren Einstecken sind an einem freien Ende 124 zwei seitliche Abschrägungen
125 vorgesehen.
[0038] Figur 3 zeigt eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Leuchtenkörpers 2',
welcher an der Haltestruktur 16 befestigt ist. Der Leuchtenkörper 2' weist neben den
bereits beschriebenen Merkmalen eine Vergussmasse 10 auf. Auf der den LEDs 8 entgegengesetzten
Seite des Leuchtmittelträgers 4 ist die Oberfläche des Leuchtmittelträgers 4 dabei
vollständig mit der Vergussmasse 10 abgedeckt. Zur Herstellung des Leuchtenkörpers
wird zunächst der Leuchtmittelträger 4 in den offenen rückseitigen Ausschnitt des
Leuchtenkörpers 2' eingesteckt, bis der Leuchtmittelträger 4 formschlüssig an den
Vorsprüngen 6 anliegt. Erst anschließend wird die Vergussmasse 10 aufgebracht. Die
Vergussmasse 10 ist vorzugsweise durch ein Kunststoffmaterial, insbesondere durch
einen Thermoplasten oder einen Duroplasten gebildet. Bevorzugt sind Epoxidharze, Polyurethan
oder auf Silikon basierende Vergussmassen. Zu den Einzelheiten bzgl. der Vergussmasse
wird im Übrigen auf die vom gleichen Anmelder am gleichen Tag beim Patentamt eingereichte
Anmeldung mit dem Titel "Leuchte mit Vergussmasse" Bezug genommen. Alle Merkmale im
Zusammenhang mit der Vergussmasse werden hierin im Wege der Bezugnahme aufgenommen.
[0039] Die LEDs 8 sind elektrisch mit dem Leuchtmittelträger 4 verbunden, auf dem aufgedruckte
Leiterbahnen und Kontaktstellen für die LEDs 8 vorgesehen sind. Durch das Aufbringen
der Vergussmasse 10 auf die Rückseite des Leuchtmittelträgers 4 sind alle Leiterbahnen
auf der Außenseite vollständig abgedeckt, so dass ein Feuchtigkeitsschutz und ein
Berührschutz gegeben sind. Ferner wird durch die Vergussmasse 10 der Leuchtmittelträger
4 mechanisch an dem Leuchtenkörper 2 fixiert.
[0040] Durch Aufbringen der Vergussmasse 10 auf die Rückseite des Leuchtmittelträgers 4
wird sowohl der Leuchtmittelträger 4 als auch die Federn 12 an dem Leuchtenkörper
2' fixiert.
[0041] Weitere Modifikationen der vorhergehend beschriebenen Ausführungsformen sind im Rahmen
der Erfindung, die durch die Ansprüche definiert ist, möglich. Insbesondere kann der
erfindungsgemäße Leuchtenkörper in einigen Ausführungsformen nur über den ersten und
zweiten Bereich an der Haltestruktur befestigt sein. Es kann ebenso vorgesehen sein,
dass der erste und/oder zweite Bereich des Leuchtenkörpers als Vertiefung ausgebildet
ist, wobei der entsprechende Aufnahmebereich der Haltestruktur bevorzugt als Vorsprung,
z.B. formkongruent ausgebildet ist.
Bezugszeichen:
[0042]
- 2, 2'
- Leuchtenkörper
- 3
- transparenter Abschnitt
- 4
- Leuchmittelträger
- 5
- reflektierender Abschnitt
- 6
- Vorsprung
- 6'
- Rastnase
- 8
- LED
- 10
- Vergussmasse
- 12
- erster Bereich
- 16
- Haltestruktur
- 17
- Stützfläche
- 18
- zweiter Bereich
- 19
- Anlagefläche
- 20
- Steg
- 21
- erster Aufnahmebereich
- 22
- zweiter Aufnahmebereich
- 120
- Öffnung
- 121
- mittlerer Bereich
- 122, 126
- Schenkel
- 123, 124
- Ende
- 125
- Abschrägung
1. Leuchtenkörper (2, 2') zum lösbaren Befestigen an einer Haltestruktur (16), wobei
der Leuchtenkörper (2, 2') auf seiner Außenseite einen ersten vorspringenden oder
zurückspringenden Bereich (12) sowie versetzt davon einen zweiten vorspringenden oder
zurückspringenden Bereich (18) aufweist, wobei der erste und der zweite Bereich (12,
18) entgegen einer Rückstellkraft in Richtung zueinander bewegbar sind.
2. Leuchtenkörper (2, 2') nach Anspruch 1, wobei der erste und/oder der zweite Bereich
(12, 18) durch eine Feder, insbesondere eine Blattfeder gebildet ist.
3. Leuchtenkörper (2, 2') nach einem der vorherigen Ansprüche, welcher einstückig aus
einem elastisch verformbaren Material hergestellt ist.
4. Leuchtenkörper (2, 2') nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei der erste Bereich
(12) und der zweite Bereich (18) auf einem Umfang des Leuchtenkörpers (2, 2') gegenüberliegen.
5. Leuchtenkörper (2, 2') nach einem der vorherigen Ansprüche, welcher entlang einer
Längsachse seine größte Ausdehnung hat, und insbesondere zwischen 0,2 m und 6 m, bevorzugt
zwischen 0,4 m und 4 m und besonders bevorzugt zwischen 0,5 m und 2,5 m lang ist.
6. Leuchtenkörper (2, 2') nach Anspruch 5, wobei sich der erste und/oder der zweite Bereich
(18) parallel zu der Längsachse des Leuchtenkörpers erstreckt.
7. Leuchtenkörper (2, 2') nach Anspruch 5 oder 6, wobei der Leuchtenkörper (2, 2') mehrere
erste und/oder mehrere zweite Bereiche (12) aufweist, die entlang der Längsachse des
Leuchtenkörpers (2, 2') angeordnet sind.
8. Leuchtenkörper (2, 2') nach einem der vorherigen Ansprüche, welcher ein oder mehrere
in dem Leuchtenkörper (2, 2') montierte Leuchtmittel (8) umgibt und diese insbesondere
berührgeschützt, staubgeschützt und/oder wasserdicht einschließt.
9. Leuchtenkörper (2, 2') nach einem der vorherigen Ansprüche, welcher ferner zumindest
einen transparenten oder teilweise transparenten Abschnitt (3) umfasst.
10. Leuchtenkörper (2, 2') nach einem der vorherigen Ansprüche, welcher ferner zumindest
einen reflektierenden, lichtstreuenden und/oder lichtbrechenden Abschnitt (5) aufweist.
11. Leuchtenkörper (2, 2') nach einem der vorherigen Ansprüche, der ferner eine Anlagefläche
(19) zur Anlage an der Haltestruktur (16) aufweist, wobei bevorzugt der erste und/oder
zweite Bereich (12, 18) entgegen der Rückstellkraft in Richtung der Anlagefläche bewegbar
ist.
12. Haltestruktur (16) in Verbindung mit dem Leuchtenkörper (2, 2') nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, wobei der Leuchtenkörper (2, 2') lösbar an der Haltestruktur (16) befestigt
ist.
13. Haltestruktur (16) mit Leuchtenkörper (2, 2') nach Anspruch 12, wobei die Haltestruktur
(16) einen ersten und einen zweiten Aufnahmebereich (21, 22) aufweist und der erste
und der zweite Bereich (12, 18) des Leuchtenkörpers (2, 2') in den ersten bzw. zweiten
Aufnahmebereich (21, 22) der Haltestruktur (16) aufgenommen sind.
14. Haltestruktur (16) mit Leuchtenkörper (2, 2') nach Anspruchl2 oder 13 wobei der Leuchtenkörper
(2, 2') nur durch die Rückstellkraft, bevorzugt ohne weitere Befestigungsmittel, an
der Haltestruktur (16) fixiert ist.
15. Haltestruktur (16) mit Leuchtenkörper (2, 2') nach einem der Ansprüche 12 bis 14,
wobei der erste und/oder zweite Aufnahmebereich (21, 22) der Haltestruktur (16) eine
zu dem ersten bzw. zweiten Bereich (12, 18) des Leuchtenkörpers (2, 2') kongruente
Form aufweist.