[0001] Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung betreffen Beleuchtungsmodule, insbesondere
unter Verwendung von Leuchtdioden (LED). Im Speziellen betreffen sie LED-Beleuchtungsmodule
mit vereinfachter Herstellung und verbesserter Ableitung der Verlustwärme.
[0002] Durch die Entwicklung von Leuchtdioden (LED) mit weißer Lichtcharakteristik und einer
gleichzeitigen stetigen Leistungssteigerung haben sich LEDs in den letzten Jahren
zu einer vielversprechenden Alternative zu herkömmlichen Beleuchtungsmitteln sowohl
im Privat- und gewerblichen Bereich als auch im öffentlichen Sektor entwickelt. So
wird etwa im bisher vor allem von Metalldampflampen (z.B. Natriumdampflampen, Quecksilberdampflampen)
dominierten Bereich der Straßenbeleuchtung zunehmend LED-Technologie eingesetzt, die
sich in punkto Lebensdauer, Lichtausbeute und unter Kostenaspekten zu einer vorteilhaften
Alternative entwickelt hat. Im Gegensatz zu der weitgehend ausentwickelten, herkömmlichen
Metalldampftechnik ist die LED-Technik von stetiger Weiterentwicklung geprägt, wodurch
in vielen Aspekten weitere signifikante Fortschritte zu erwarten sind. Daher haben
bereits deutliche Marktverschiebungen eingesetzt.
[0003] So verglich eine Studie der Universität Pittsburgh 2009 die Straßenbeleuchtung mit
LEDs mit der mit Natriumdampf-Hochdrucklampen sowie mit Halogen-Metalldampflampen
(
Hartley et al.: "Life Cycle Assessment of Streetlight Technologies", Universität Pittsburgh,
Juli 2009) Das Ergebnis der Studie war, dass die LED-Beleuchtung schon 2009 einen ähnlichen
Ressourcenverbrauch über die Lebensdauer erzeugte wie die anderen Technologien, wobei
den LEDs aber noch großes Potential zur Optimierung bescheinigt wurde. Daher empfahlen
die Autoren mittelfristig einen kompletten Umstieg auf LEDs zur Straßenbeleuchtung.
Seit der Studie hat sich die LED-Technologie in Bezug auf Lichtausbeute und Energieeffizienz
signifikant weiterentwickelt, so dass die damals prognostizierten Vorteile bereits
Realität sind.
[0004] Durch die stetige Erhöhung der Leuchtdichten hat sich gleichzeitig ein Aspekt relativiert,
der früher LEDs als "kalte" Alternative zu herkömmlichen Glüh- oder Entladungslampen
auszeichnete. So sind bei marktüblichen weißen Hochleistungs-LEDs Verlustleistungen
bis über 10 Watt bei äußeren Abmessungen (Grundfläche) von weniger als etwa 1 cm
2 üblich. Da sowohl Wirkungsgrad bzw. Leistungsausbeute, als auch die Lebensdauer bei
steigender Temperatur des Halbleiter-Substrats negativ beeinflusst werden, ist es
daher eine zunehmende Herausforderung, die auftretenden Verlustleistungen schnell
und zuverlässig abzuleiten. Üblicherweise sind zur Erzielung ausreichender Beleuchtungsstärken
mehrere einzelne LEDs zu einem Beleuchtungsmodul zusammengefasst, das heißt in der
Praxis matrixartig auf einer gemeinsamen Basis wie einer Leiterplatte angebracht.
Hochleistungs-LEDs haben üblicherweise annähernd die Form einer flachen Scheibe bzw.
eines sehr flachen Quaders. Sie sind typischerweise wie herkömmliche Elektronik-Bauelemente
auf der Bestückungsseite der Leiterplatte angebracht und kontaktiert. Weil das Glasfaser-Epoxid-Verbundmaterial
üblicher Leiterplatten im Vergleich zu Metallen wie Kupfer oder Aluminium ein schlechter
Wärmeleiter ist, wurden verschiedene Techniken zur Verbesserung der Wärmeabfuhr entwickelt.
[0005] Dazu gehört etwa ein Verbundwerkstoff aus einer Schicht Leiterplattenmaterial (PCB)
mit einer direkt darunter liegenden Aluminiumplatte. Die LEDs sind dabei auf dem PCB-Material
aufgebracht und kontaktiert, wobei die Aluminiumplatte die Aufgabe der Wärmeableitung
bzw. des Kühlkörpers übernimmt. Diese und ähnliche Lösungen haben jedoch mehrere Nachteile.
Zum einen sind solche Verbundleiterplatten wegen der geringeren Stückzahlen und ihrem
komplexeren Aufbau teurer als herkömmliche Leiterplatten, zum anderen stellt das Leiterplattenmaterial,
bzw. gegebenenfalls auch weitere Isolierungsschichten, eine unerwünschte thermische
Barriere zwischen der LED und der Aluminiumplatte dar.
[0006] Zur Lösung dieses Problems wurden zur Verbesserung des Wärmeübergangs Zusatztechniken
eingeführt. So werden z.B. metallische Durchführungen durch die Leiterplatte eingesetzt,
um einen besseren thermischen Kontakt zwischen der LED-Rückseite und der Aluminiumplatte
herstellen. Diese Durchführungen durch die Leiterplatte bzw. verwandte Lösungen erhöhen
jedoch die Fertigungskomplexität, die Anzahl der Fertigungsschritte und die Kosten.
Zudem sind solche Durchführungen typischerweise nur unter einem Teil der Querschnittsfläche
des LED-Gehäuses realisiert (vgl. etwa:
Osram Opto Semiconductors: "Thermal Management of Golden Dragon LED", Application
Note, Oktober 2008).
[0007] Im Hinblick auf die angeführten Probleme ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
ein LED-Beleuchtungsmodul bereitzustellen, das die Nachteile der bekannten Lösungen
vermeidet.
[0008] Diese Aufgabe wird, zumindest teilweise, von einem LED-Beleuchtungsmodul gemäß Anspruch
1 gelöst.
[0009] Gemäß einem ersten Aspekt wird ein LED-Beleuchtungsmodul bereitgestellt. Das LED-Beleuchtungsmodul
umfasst eine Platine, mit einer ersten und einer zweiten Seite und mindestens einer
durchgehenden Öffnung, mindestens eine an der Öffnung, auf der ersten Seite der Platine
angebrachte Leuchtdiode mit einer licht-emittierenden Vorderseite und einer nicht-emittierenden
Rückseite, wobei die Leuchtdiode mit ihrer licht-emittierenden Vorderseite an der
ersten Seite der Platine so angebracht ist, dass emittiertes Licht zumindest einen
Teil der Öffnung passiert und auf der zweiten Seite der Platine austritt, und dass
die Rückseite der Leuchtdiode freiliegt, so dass das Modul mit der nicht-lichtemittierenden
Rückseite der Leuchtdiode an einem Kühlkörper angebracht werden kann.
[0010] Weitere Vorteile, Merkmale, Aspekte und Details der Erfindung sowie bevorzugte Ausführungen
und besondere Aspekte der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, der Beschreibung
und den Figuren.
[0011] Im Weiteren soll die Erfindung anhand von in Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen
erläutert werden, aus denen sich weitere Vorteilteile und Abwandlungen ergeben. Dabei
zeigen:
Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf ein LED-Beleuchtungsmodul gemäß Ausführungsbeispielen.
Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht des LED-Beleuchtungsmoduls der Fig. 1.
Fig. 3 zeigt eine schematische Querschnittsansicht durch eine Lampe mit LED-Beleuchtungsmodulen
gemäß Ausführungsbeispielen.
Fig. 4 zeigt eine seitliche schematische Querschnittsansicht durch eine Lampe mit
LED-Beleuchtungsmodulen gemäß Ausführungsbeispielen.
Fig. 5 zeigt eine schematische Querschnittsansicht einer Lampe mit LED-Beleuchtungsmodulen
gemäß Ausführungsbeispielen.
Fig. 6 zeigt eine Draufsicht auf ein LED-Beleuchtungsmodul gemäß weiteren Ausführungsbeispielen.
Fig. 7 zeigt eine schematische Draufsicht auf ein LED-Beleuchtungsmodul gemäß Ausführungsbeispielen.
Fig. 8 zeigt eine Querschnittsansicht durch ein LED-Beleuchtungsmodul gemäß Ausführungsbeispielen.
Fig. 9 zeigt eine Querschnittsansicht durch ein LED-Beleuchtungsmodul gemäß weiteren
Ausführungsbeispielen.
[0012] Im Folgenden wird beispielhaft von üblichen Hochleistungs-LEDs ausgegangen, die jeweils
etwa 1 cm lang, 1 cm breit und etwa 2 mm hoch sind. Dies ist jedoch nur als nichtlimitierendes
Beispiel zu sehen, Ausführungsformen der Erfindung beziehen sich auch auf anders geformte
Leuchtdioden mit anderen Abmaßen. Ferner werden die Begriffe LED und Leuchtdiode hier
synonym verwendet.
[0013] Ausführungsformen betreffen eine Leiterplatte bzw. Platine, die mit mehreren durchgehenden
Öffnungen versehen ist. Die Öffnungen haben typischerweise jeweils etwa die gleiche
Form wie die effektive Abstrahlfläche einer einzelnen LED, sind aber größer, z.B.
jeweils um etwa 5 % bis etwa 30 % in Länge und Breite. Zum Beispiel können die Öffnungen
70 die gleiche Form wie die effektive Abstrahlfläche der LED haben, aber im Durchmesser
1 mm oder 2 mm größer sein als diese. Die Form der Öffnungen 70 kann auch der Form
der Fläche der Abstrahlseite der LEDs entsprechen, aber etwa 1 bis 3 mm kleiner als
diese sein. Die LEDs sind auf der Leiterplatte so angebracht, dass ihre lichtemittierende
Seite der Leiterplatte zugewandt ist, bzw. an einer ersten Seite der Leiterplatte
oder Platine angebracht ist, dass also das im Betrieb emittierte Licht durch die Öffnungen
der Leiterplatte strahlt und auf einer zweiten Seite der Leiterplatte/Platine austritt.
Die üblicherweise plane (nicht lichtemittierende) Rückseite der LEDs ist dementsprechend
gegenüber der Fläche der Leiterplatte erhaben angeordnet, wobei die einzelnen Rückseiten
der LEDs typischerweise auf einer gemeinsamen Ebene liegen. Die Kontaktierung der
einzelnen LEDs zur Leiterplatte kann dabei auf verschiedene, dem Fachmann bekannte
Verfahren bereitgestellt sein.
[0014] An den gemeinsam eine Ebene bildenden Rückseiten der LEDs ist eine Metallplatte angebracht,
typischerweise aus Aluminium oder einem anderen gut wärmeleitenden Material wie etwa
Kupfer. Dabei kann zwischen den LED-Rückseiten und der Metallplatte ein dünn (typischerweise
weniger als 0,5 mm) aufgebrachtes Mittel zur Verbesserung des Wärmeübergangs vorgesehen
sein, typischerweise Wärmeleitpaste.
[0015] Im Betrieb emittieren die LEDs Licht durch die Löcher der Leiterplatte. Durch die
vergleichsweise geringe Dicke der Leiterplatte im Vergleich zur Größe der Öffnungen
bzw. durch entsprechende Abstimmung zwischen Abstrahlcharakteristik der LED und der
Öffnungsgröße kann eine Verringerung des Abstrahlwinkels verhindert bzw. minimiert
werden. Die Verlustwärme der LEDs wird jeweils über ihre gesamte (typischerweise plane)
Rückseite in die Metallplatte bzw. den Kühlkörper geleitet, wodurch eine hocheffiziente
Kühlung erzielt wird. Die Metallplatte sollte eine ausreichende Dicke haben, typischerweise
mindestens etwa 2 mm, damit ein ausreichender Abtransport der Verlustwärme aus dem
Kontaktbereich mit der LED gewährleistet ist. Wäre die Metallplatte dagegen nicht
ausreichend dick bzw. aus nicht ausreichend wärmeleitfähigem Material, könnte der
Abtransport der Wärmeenergie aus der Kontaktzone mit der LED nicht ausreichend sein.
Die Dicke der Platte kann in Ausführungsbeispielen von 2 mm bis 10 mm betragen, insbesondere
von 3 mm bis 7 mm.
[0016] Die entsprechende Wahl des Materials für die Metallplatte sowie deren geometrische
Auslegung sind in Abhängigkeit von der Verlustleistung der einzelnen LEDs und deren
Anzahl pro Leiter- bzw. Metallplatte festzulegen. Die Durchführung entsprechender
Auslegungsversuche und -berechnungen bzw. thermischer Simulationen gehört zum Standardwissen
des Fachmanns.
[0017] Fig. 1 zeigt ein LED-Beleuchtungsmodul 10 gemäß Ausführungsformen in einer Draufsicht.
Zwischen der Aluminiumplatte 20 und der Leiterplatte (im Folgenden auch Platine genannt)
30 sind acht Leuchtdioden (LEDs) 40 in zwei Reihen zu je 4 LEDs angeordnet. Die LEDs
sind etwas größer (ihre von der Platine verdeckten Umrisslinien sind in Fig. 1 gestrichelt
dargestellt) als die Öffnungen 70 in Platine 30. Über in der Platine angeordnete Leiterbahnen
60 sind die Anschlüsse der LEDs 40 an eine Seite der Platine geführt, wo sie mit einer
Mehrpol-Buchse 50 abgeschlossen sind, die auf der Platine befestigt ist. Die Leiterbahnen
60 verlaufen in der Ansicht der Fig. 1 auf der vom Betrachter abgewandten Fläche der
Platine 30, auf der auch die LEDs angebracht sind. Es sind auch andere geometrische
Anordnungen möglich, wie im weiteren noch beschrieben.
[0018] In Ausführungsbeispielen können die Leiterbahnen 60 auch auf der anderen Seite der
Platine 30 verlaufen, d.h. in der Fig. 1 auf der dem Betrachter zugewandten Seite
der Platine. Wenn die Platine 30 mehrere Schichten hat, also eine Multilayerplatine
ist, können die Leiterbahnen auch in einer Zwischenschicht der Platine verlaufen.
Auch Mischformen zwischen den vorgenannten sind möglich. Je nach Ausführung können
dabei Durchführungen von den Leiterbahnen durch die Platine oder einen Teil der Platine
zu den LEDs vorgesehen sein. Die Platine 30 ist, typischerweise an ihren Ecken, mit
Pfosten/Distanzstücken 80 mit der Aluminiumplatte 20 verbunden, die als Kühlkörper
dient. Die Lichtabstrahlung der LEDs ist in dieser Darstellung von der Zeichenebene
auf den Betrachter gerichtet.
[0019] Fig. 2 zeigt eine schematische Seitenansicht des LED-Beleuchtungsmoduls der Fig.
1. Wärmeleitpaste (nicht dargestellt) sorgt für einen verbesserten Wärmeübergang zwischen
den Gehäusen der LEDs 40 und der Aluminiumplatte 20. Die Löcher bzw. Öffnungen 70
in der Platine sind gestrichelt dargestellt. Die Abstrahlrichtung der LEDs 40 ist
exemplarisch bei der linken der vier dargestellten Leuchtdioden schematisch durch
Pfeile dargestellt. Das emittierte Licht tritt durch die Öffnungen 70 in der Platine
30 hindurch, das heißt das Licht durchquert die Platine 30 durch die Öffnungen 70.
In anderen Ausführungsformen, in denen etwa die LEDs in zusätzliche Vertiefungen in
der Platine 30 eingepasst sind und nicht wie in Fig. 2 gezeigt auf deren Oberfläche
angebracht sind, durchquert das emittierte Licht nur einen Teil der Dicke der Platine,
z.B. 30 %, 50 % oder 70% der Dicke der Platine (nicht dargestellt).
[0020] In Ausführungsformen sind die Öffnungen 70 typischerweise von etwa 5 % bis etwa 30
% größer (auf den Durchmesser bezogen) als die effektive Abstrahlfläche der Leuchtdiode
40, bzw. einer Projektion der Abstrahlfläche der Leuchtdiode auf die Ebene der Platine.
Die Abmessungen der Öffnungen sind so zu wählen, dass einerseits die Öffnung groß
genug ist, um das abgestrahlte Licht nicht zu blockieren, andererseits die Öffnung
kleiner ist als die Grundfläche der LED auf ihrer Abstrahlseite, da die LED ja an
ihren Rändern auf der Platine aufliegt.
[0021] In Ausführungsformen kann ein LED-Beleuchtungsmodul 10 von 1 bis 64 Leuchtdioden
40 und ebenso viele Löcher/Öffnungen 70 umfassen, die typischerweise als m x n Matrix
angeordnet sind, etwa (nicht-limitierend) 1 x 1, 1 x 2, 2 x 2, 2 x 3, 2 x 4, 4 x 4,
etc.
[0022] Haben die verwendeten LEDs 40 eine andere Form als die hier beschriebene eines flachen
Quaders, kann dies Änderungen des beschriebenen Aufbaus erfordern, was eine Standardaufgabe
für einen Fachmann darstellt. So könnte eine nicht-plane Rückseite der LEDs entsprechende
Aussparungen/Ausfräsungen in dem Kühlkörper 20 erfordern, um einen entsprechenden
flächigen Kontakt zwischen LED und Kühlkörper, und damit eine gute Wärmeabführung,
sicherzustellen.
[0023] Fig. 3 zeigt einen Beleuchtungskörper 130, bei dem drei LED-Beleuchtungsmodule 10
(hier nur schematisch dargestellt) gemäß Ausführungsformen in ein Lampengehäuse 110
eingebaut sind. Die drei Module 10 sind über Kabel 140 mit einem Vorschaltgerät 120
verbunden, dass zur Transformierung der 115 oder 230 Volt Netz-Wechselspannung auf
die Betriebsspannung der Module 10 ausgelegt ist, typischerweise von 6 bis 120 Volt
Gleichspannung, z.B. 6, 12, 24, 48, 60 oder 96 Volt. Typischerweise ist das Vorschaltgerät
120 als Schaltnetzteil ausgelegt. Um eine gute Wärmeabfuhr von den LED-Modulen 10
an die Umgebung der Lampe 130 zu gewährleisten, können die Aluminiumplatten 20 unter
Verwendung von Wärmeleitpaste flächig mit einer Innenwand des Gehäuses 110 verbunden/verschraubt
sein. Das Netzteil kann zusätzlich mit Steuerfunktionen ausgerüstet sein, um ein einzelnes
Einschalten/Steuern einzelner LEDs oder von Gruppen zu ermöglichen. Es kann eine beliebige
Anzahl von Beleuchtungsmodulen 10 in ein gemeinsames Gehäuse 110 eingebaut sein, begrenzt
nur durch dessen Abmessungen und die Leistungsfähigkeit des einen oder der mehreren
Vorschaltgeräte 120. Die LED-Module 10 können so ausgeführt sein, dass sie durch die
Steckverbindung 50 auch in Position gehalten werden und somit leicht austauschbar
sind. Es kann auch eine zusätzliche Klemmvorrichtung oder ähnliches vorgesehen sein,
um den thermischen Kontakt zum Gehäuse 110 zu sichern.
[0024] In der Fig. 4 ist eine seitliche Querschnittsansicht eines ähnlichen Ausführungsbeispiels
wie das der Fig. 3 gezeigt.
[0025] Fig. 5 zeigt eine weitere Ausführungsform, analog zu der der Fig. 3 und 4. Dabei
sind zwei LED-Beleuchtungsmodule mit je vier LEDs 40 in einem Gehäuse 110 montiert.
Die zwei Module werden von je einem Vorschaltgerät 120, 121 mit Gleichspannung versorgt.
Die zwei Vorschaltgeräte sind an einen gemeinsamen Nulleiter 132 angeschlossen. Die
Anschlüsse für die Netzwechselspannung 133, 134 können, wie dargestellt, für beide
Vorschaltgeräte 120, 121 getrennt ausgeführt sein. Wenn diese an verschiedene Phasen
des Speisestromnetzes angeschlossen sind, kann auf diese Weise eine einfache Schaltung
der Beleuchtungsstärke realisiert werden. Durch Abschalten einer der beiden (in anderen
Ausführungsformen einer oder zwei von drei) Phasen lässt sich so die Beleuchtungsstärke
reduzieren, ohne dass dazu eine eigene Schaltvorrichtung bzw. Elektronik im Lampengehäuse
erforderlich ist. In weiteren Ausführungsbeispielen, siehe etwa Fig. 6 unten, können
auch mehrere Vorschaltgeräte pro Beleuchtungsmodul 10 vorgesehen sein.
[0026] Fig. 6 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines LED-Beleuchtungsmoduls 10 ähnlich dem
der Fig. 1. Dabei sind acht LEDs in zwei Gruppen zu je vier in Reihe geschalteten
LEDs zusammengefasst. Die Anschlüsse sind separat an die Buchsen 50, 51 geführt, so
dass beide Gruppen gegebenenfalls separat geschaltet bzw. gesteuert werden können,
analog zu dem Beispiel in Fig. 5 z.B. mit verschiedenen Vorschaltgeräten, die gegebenenfalls
an unterschiedliche Phasen angeschlossen sein können. Eine Seitenansicht dieses Ausführungsbeispiels
entspricht im Wesentlichen der Darstellung in Fig. 2. Die LEDs 40 sowie typischerweise
die Leiterbahnen 60 befinden sich in diesem Beispiel auf der vom Betrachter abgewandten
Seite der Platine 30, sind aber aus Darstellungsgründen eingezeichnet. Zu anderen
möglichen Verlaufsebenen der Leiterbahnen gilt das Gleiche wie bei Fig. 1 beschrieben.
Eine Kombination zweier derartiger Module, mit je 8 Hochleistungs-LEDs zu je etwa
6 bis 9 W, in einem Lampengehäuse eignet sich von der erzielten Leuchtdichte zum Beispiel
als Beleuchtungskörper für Zwecke der Straßenbeleuchtung.
[0027] Fig. 7 zeigt schematisch Ausführungsformen, bei denen mehrere Leuchtdioden 40 in
einer kreisförmigen oder sternförmigen Anordnung an der ersten Seite der Platine 30
angeordnet sind. Dadurch können etwa eventuell vorhandene gerichtete Abstrahlcharakteristiken
der LEDs teilweise ausgeglichen werden, wodurch die Gleichmäßigkeit der Winkelverteilung
der Lichtabgabe steigt.
[0028] In Ausführungsbeispielen sind die Leuchtdioden 40 Hochleistungsleuchtdioden. Diese
sind typischerweise quaderförmig mit einem niedrigen Höhe-zu-Breite-Verhältnis, können
aber z.B. auch einen runden oder elliptischen Formfaktor haben. Hierbei bezieht sich
Höhe auf die Dimension in Haupt- bzw. Symmetrierichtung der Lichtemission. Bevorzugt
beträgt die Höhe weniger als 20 % der jeweils größeren von Breite und Länge. Typische
Größenbereiche sind 0,5 bis 8 mm Höhe (ohne ein eventuell vorhandenes optisches Vorsatzelement
gemessen), spezieller 1 mm bis 3 mm, und jeweils (unabhängig voneinander) 5 bis 120
mm Länge und Breite, spezieller 8 mm bis 30 mm. Eine beispielhafte, nicht-limitierende
LED kann etwa Abmessungen von 12 x 15 x 1,6 mm (L x B x H) haben und eine Leistungsaufnahme
von 7 W. Typische Leistungsaufnahmen sind 1 W bis 100 W, spezieller 3 W bis 50 W.
[0029] Beleuchtungskörper gemäß Ausführungsbeispielen, die LED-Module 10 wie beschrieben
verwenden, können ferner ein Gebläse 200 umfassen. Dieses bläst oder saugt Luft in
den Spalt bzw. Luftraum 205 zwischen Platine 30 und Kühlkörper 20 zur Erhöhung der
Kühlung, was in Fig. 8 dargestellt ist.
[0030] Beleuchtungskörper gemäß Ausführungsbeispielen können ferner einen Thermosyphon 210
oder eine Heatpipe 220 umfassen, welches mit der Rückseite der LEDs in thermischer
Verbindung steht. Hierzu kann der Kühlkörper 20 wie in vorigen Beispielen angeordnet
sein, und zusätzlich mit dem Thermosyphon 210 oder der Heatpipe 220 in Verbindung
stehen, so dass die Abwärme zu einem Kühlkörper/Kondensor 230 transportiert wird.
Dies ist in Fig. 9 schematisch dargestellt. Beide Elemente 210, 220 können auch ohne
Kühlkörper 20 direkt mit den LED-Rückseiten thermisch verbunden sein.
[0031] Die LED-Module gemäß Ausführungsformen eignen sich als wechselbare Beleuchtungskörper
als Ersatz für herkömmliche Leuchmittel wie Halogenbirnen oder -stäbe. Dazu kann die
Verbindung zur Stromversorgung über Stecker geschehen, so dass das Modul bei einem
Defekt oder zum Wechseln der Beleuchtungsstärke schnell und einfach auch von Laien
getauscht werden kann. Zudem kann die Strom-Steckverbindung so gestaltet sein, dass
sie das Modul gleichzeitig in Position hält, etwa durch Kombination mit den Pfosten/Distanzstücken
80. Dabei kann in Ausführungsbeispielen der Kühlkörper 20 Teil des Moduls 10 sein,
oder Teil der Leuchte 130.
[0032] Die in der vorstehenden Beschreibung, in den Ansprüchen sowie in den Zeichnungen
offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in jeder beliebigen,
technisch sinnvollen Kombination für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen
Ausführungsformen wesentlich sein.
1. LED-Beleuchtungsmodul (10), umfassend:
- eine Platine (30), mit einer ersten und einer zweiten Seite und mindestens einer
durchgehenden Öffnung (70),
- mindestens eine an der Öffnung (70), auf der ersten Seite der Platine (30) angebrachte
Leuchtdiode (40) mit einer licht-emittierenden Vorderseite und einer nicht-emittierenden
Rückseite,
wobei die Leuchtdiode (40) mit ihrer licht-emittierenden Vorderseite an der ersten
Seite der Platine so angebracht ist, dass emittiertes Licht zumindest einen Teil der
Öffnung (70) passiert und auf der zweiten Seite der Platine austritt, und dass die
Rückseite der Leuchtdiode freiliegt, so dass das Modul (10) mit der nicht-lichtemittierenden
Rückseite der Leuchtdiode (40) an einem Kühlkörper (20) angebracht werden kann.
2. LED-Beleuchtungsmodul (10) nach Anspruch 1, wobei die Platine (30) Leiterbahnen (60)
umfasst, und wobei die Kontaktierung der Leuchtdiode (40) zu einer Leiterbahn (60)
auf der Seite der Platine (30) angeordnet ist, welche der Richtung der Lichtemission
entgegengesetzt ist.
3. LED-Beleuchtungsmodul (10) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Öffnung (70) kleiner
als eine Grundfläche der Leuchtdiode (40) ist.
4. LED-Beleuchtungsmodul (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Öffnung
(70) 5 % bis 30 % größer als die effektive emittierende Fläche der Leuchtdiode ist.
5. LED-Beleuchtungsmodul (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, umfassend 1 bis
64 Leuchtdioden (40) und 1 bis 64 Öffnungen (70) für die Leuchtdioden.
6. LED-Beleuchtungsmodul (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner umfassend
einen Kühlkörper (20), wobei die Leuchtdiode (40) zwischen der Platine (30) und dem
Kühlkörper (20) angebracht ist, und eine lichtemittierende Vorderseite der Leuchtdiode
(40) der Platine (30) zugewandt ist.
7. LED-Beleuchtungsmodul (10) nach Anspruch 6, wobei der Kühlkörper (20) eine Metallplatte
ist.
8. LED-Beleuchtungsmodul (10) nach Anspruch 6 oder 7, wobei der Abstand zwischen der
Platine (30) und dem Kühlkörper (20) im Wesentlichen der Ausdehnung einer Leuchtdiode
in der Richtung ihrer Lichtemission entspricht.
9. LED-Beleuchtungsmodul (10) nach einem der Ansprüche 6 bis 8, wobei zwischen Kühlkörper
(20) und der ersten Seite der Platine (30) ein Luftvolumen (205) besteht.
10. LED-Beleuchtungsmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei mehrere Leuchtdioden
(40) in einer m x n Matrix an der ersten Seite der Platine (30) angeordnet sind.
11. LED-Beleuchtungsmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei mehrere Leuchtdioden
(40) in einer kreisförmigen oder sternförmigen Anordnung an der ersten Seite der Platine
(30) angeordnet sind.
12. LED-Beleuchtungsmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Leuchtdioden
quaderförmige Hochleistungsleuchtdioden mit einem niedrigen Höhe-zu-Breite-Verhältnis
sind, bevorzugt beträgt die Höhe gleich oder weniger als 20 % der jeweils größeren
von Breite und Länge.
13. Beleuchtungskörper mit einem LED-Beleuchtungsmodul (10) gemäß einem der Ansprüche
1 bis 12.
14. Beleuchtungskörper nach Anspruch 13, ferner umfassend ein Gebläse (200), wobei zwischen
Platine (30) und dem Kühlkörper (20) ein Luftvolumen (205) vorhanden ist, in den mittels
des Gebläses (200) Kühlluft geblasen wird.
15. Beleuchtungskörper nach Anspruch 13, ferner umfassend mindestens eines der Elemente
aus der Liste: ein Thermosyphon (210), und eine Heatpipe (220), welches mit der Rückseite
der LEDs (40) in thermischer Verbindung steht.