[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben eines Kochfelds, bei welchem ein
auf einem Positionierbereich angeordnetes Bedienelement zur Einstellung einer Betriebsbedingung
des Kochfelds bewegbar ist. Darüber hinaus betrifft die Erfindung auch ein Kochfeld
mit einer Kochfeldplatte und einer Bedieneinrichtung.
[0002] Kochfelder sind in vielfältiger Ausgestaltung bekannt. Sie umfassen üblicherweise
eine Bedieneinrichtung, die ein oder mehrere Bedienelemente aufweisen kann. Gerade
bei derartigen Ausgestaltungen von Bedieneinrichtungen, die lediglich ein einziges
bewegbares Bedienelement aufweisen, mit dem alle Einstellungen des Kochfelds durchgeführt
werden können, ist dieses Bedienelement so zu gestalten, dass die Bedienung nutzerfreundlich
und leicht nachvollziehbar ist.
[0003] Gerade bei Bedienelementen, die zerstörungsfrei reversibel von der Kochfeldplatte
abnehmbar und wieder aufsetzbar sind, ist es wünschenswert, dass diese Einstellmöglichkeiten
und Betätigungsmöglichkeiten des Bedienelements diese Nutzerfreundlichkeit aufweisen.
[0004] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum Betreiben eines Kochfelds
sowie ein Kochfeld zu schaffen, mit welchem bzw. bei welchem die Nutzerfreundlichkeit
der multiplen Funktionseinstellung verbessert ist.
[0005] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren, welches die Merkmale nach Anspruch 1 aufweist,
und ein Kochfeld, welches die Merkmale nach Anspruch 11 aufweist, gelöst.
[0006] Bei einem erfindungsgemäßen Verfahren zum Betreiben eines Kochfelds wird ein auf
einem Positionierbereich angeordnetes Bedienelement zur Einstellung einer Betriebsbedingung
des Kochfelds bewegt. Das Bedienelement wird im auf dem Positionierbereich angeordneten
Zustand an einem berührsensitiven Bedienfeld des Bedienelements ortsspezifisch berührt
und dadurch eine der ortsspezifischen Berührung zugeordnete Funktionsteileinheit des
Kochfelds ausgewählt. Die Auswahl dieser Funktionsteileinheit wird durch das Loslassen
des berührsensitiven Bedienfelds oder durch das Drehen des Bedienelements mit weiterhin
berührtem Bedienfeld automatisch bestätigt. Bei dieser Ausgestaltung wird somit in
ganz spezifizierter Art und Weise ein Bedienelement bereitgestellt, welches einerseits
alleine durch Berühren die Möglichkeit einer Betriebsbedingungseinstellung ermöglicht.
Darüber hinaus ist nicht nur eine irgendwie geartete Berührung erforderlich, sondern
indem dieses berührsensitive Bedienelement quasi auch eine ortsspezifische Berührung
erkennt, ist in sehr einfacher und nutzerfreundlicher Weise auch eine sehr gezielte
Auswahl einer Funktionsteileinheit aus einer Mehrzahl von Funktionsteileinheiten des
Kochfelds für einen Nutzer möglich. Das berührsensitive Bedienelement ist somit insbesondere
dahingehend ausgebildet, dass es zumindest zwei verschiedene Bereiche aufweist, die
berührt werden können, und abhängig von der Stelle, an der das berührsensitive Bedienelement
berührt wird, wird die dieser Berührstelle zugeordnete Funktionsteileinheit ausgewählt.
In hochflexibler und dennoch kompakter Ausführung kann somit für einen Nutzer in einer
leicht nachvollziehbaren und intuitiv durchzuführenden Betätigung die Auswahl einer
derartigen Funktionsteileinheit gewährleistet werden. Darüber hinaus wird durch sehr
logische und auch irgendwann nach dem grundständigen Berühren des Bedienfelds erfolgende
weitere Handlung des Nutzers auch ein automatisches Bestätigen dieser Auswahl durchgeführt.
Es wird somit einerseits ein sehr sicherer, andererseits ein sehr schneller und im
Hinblick auf die Bedienabläufe sehr intuitiv und logisch durchzuführender Betätigungsvorgang
von der Auswahl bis hin zur Bestätigung einer Funktionsteileinheit ermöglicht.
[0007] Vorzugsweise wird vorgesehen, dass das berührsensitive Bedienfeld auf einer dem Positionierbereich
abgewandten Oberseite des Bedienelements ausgebildet wird. Der Nutzer kann somit automatisch
und sehr schnell erkennen, wo er die entsprechende Berührung auf dem Bedienfeld durchführen
möchte. Er muss sich somit nicht in unerwünschter Weise verdrehen oder eine entsprechende
Betätigung an einem schwer einzusehenden Teilbereich des Bedienelements durchführen.
Auch dadurch wird die nutzerfreundliche Handhabung verbessert.
[0008] Darüber hinaus kann gerade bei einer derartigen Ausbildung eines berührsensitiven
Bedienfelds quasi auf der Oberseite des Bedienelements auch eine sehr positionssichere
und positionshaltende Betätigung des Bedienelements erreicht werden, ohne dass dieses
zur Seite rutschen würde oder umkippen würde. Nicht zuletzt kann auch durch diese
Betätigungsausgestaltung eine entsprechende Kraft ausgeübt werden, und durch die Bedingung,
dass das Bedienelement ohnehin auf dem Positionierbereich aufsitzt, auch eine gewisse
Gegenkraft erzeugt werden, sodass die Betätigung auch sicher und zuverlässig erfolgen
kann.
[0009] Vorzugsweise wird vorgesehen, dass mit dem Berühren oder mit dem Loslassen eine der
ausgewählten Funktionsteileinheit zugeordnete Anzeige, welche benachbart zum Positionierbereich
für das Bedienelement ausgebildet ist, aktiviert wird. Dadurch kann somit auch eine
optische Signalisierung ermöglicht werden, mit der auch der Nutzer dann sehr schnell
die richtige Auswahl erkennt.
[0010] Vorzugsweise wird auf der Anzeige zumindest der Wert für einen Betriebsparameter
der Funktionsteileinheit dargestellt bzw. angezeigt.
[0011] Vorzugsweise wird vorgesehen, dass nach dem Auswählen einer Funktionsteileinheit
durch das ortsspezifische Berühren des Bedienfelds das Bedienfeld losgelassen wird
und zum Einstellen eines Werts eines Betriebsparameters der dann bestätigten Funktionsteileinheit
das Bedienelement um seine Längsachse gedreht wird.
[0012] Insbesondere wird dabei vorgesehen, dass zum Einstellen des Betriebsparameterwerts
das Bedienfeld wieder berührt wird und das Bedienelement im berührten Zustand gedreht
wird. Indem das Bedienelement relativ leichtgängig in dem Positionierbereich im Hinblick
auf die Drehbarkeit angeordnet ist, kann somit auch durch lediglich einen einzigen
Finger, der dann auf der Oberseite des Bedienelements auf dem Bedienfeld aufsitzt,
die gewünschte Einstellung des Betriebsparameterwerts erfolgen.
[0013] Vorzugsweise kann auch vorgesehen sein, dass nach dem Auswählen der Funktionsteileinheit
das Bedienfeld berührt bleibt und im berührten Zustand das Bedienelement gedreht wird,
wobei mit dem Drehbeginn die Auswahl der Funktionsteileinheit bestätigt wird und durch
das Drehen ein Wert eines Parameters der bestätigten Funktionsteileinheit eingestellt
wird. Bei dieser Ausführung wird somit von dem erstmaligen Berühren des Bedienfelds
bis zum Auswählen einer Funktionsteileinheit das Berühren dauerhaft ohne Unterbrechung
beibehalten, und zwar so lange, bis dann auch final der Wert des Parameters der bestätigten
Funktionsteileinheit erfolgt ist. Hier kann somit quasi durch einen einzigen Berührvorgang
die komplette Betätigung von der Auswahl bis zur Betriebsparameterwerteinstellung
durchgeführt und abgeschlossen werden. Eine besonders schnelle Vorgehensweise ist
dadurch gewährleistet.
[0014] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass der Wert des Betriebsparameters abhängig von der
Weglänge der Drehbewegung ansteigt und durch das Loslassen des Bedienfelds am Ende
der Weglänge der Wert bestätigt wird. Auch hier ist somit ein Automatismus geschaffen,
der die nutzerfreundliche Betätigung nochmals erhöht.
[0015] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass als Funktionsteileinheit eine Kochzone des Kochfelds
ausgewählt wird. Insbesondere ist vorgesehen, dass als Betriebsparameter eine Kochstufe
einer Kochzone eingestellt wird.
[0016] Weitere Betriebsbedingungen können auch das grundsätzliche Ein- und Ausschalten des
Kochfelds umfassen. Darüber hinaus können auch weitere Einstellungen und Konfigurationen
des Kochfelds als Betriebsbedingungen verstanden werden.
[0017] Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Kochfeld mit einer Kochfeldplatte und einer
Bedieneinrichtung, welche zum Durchführen eines erfindungsgemäßen Verfahrens oder
einer vorteilhaften Ausgestaltung davon ausgebildet ist.
[0018] Insbesondere umfasst die Bedieneinrichtung nur ein einziges Bedienelement, mit dem
alle Betriebsbedingungseinstellungen des Kochfelds durchführbar sind. Dadurch wird
ein sehr bauteilminimiertes Kochfeld bereitgestellt, und der Nutzer kann sich auf
ein derartiges Element konzentrieren, mit dem er alle Funktionalitäten einstellen
kann. Gerade in Verbindung mit den oben genannten Bedienabläufen kann somit die Nutzerfreundlichkeit
besonders verbessert werden.
[0019] Das Bedienelement kann zylinderförmig oder diskusförmig oder quaderförmig ausgebildet
sein. Das Bedienelement kann zusätzlich oder anstatt dazu durch Magnetkraft in dem
Positionierbereich gehalten sein. Der Positionierbereich kann auf der Kochfeldplatte
ausgebildet sein. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass der Positionierbereich
unmittelbar benachbart zu dem Kochfeld und somit auch benachbart zu der Kochfeldplatte
in einer Arbeitsplatte, in der das Kochfeld integriert ist, angeordnet ist.
[0020] Durch die vorliegende Erfindung wird eine Ausgestaltung ermöglicht, bei der ein mit
ein oder mehreren auswählbaren Kochzonen versehenes Kochfeld mit nur einem einzigen
Bedienelement betrieben werden kann. Neben der Auswahl der Kochzonen und der Kochstufen
der Beheizung der Kochzonen können damit auch assoziierte Kochfeldfunktionen ausgewählt
und geregelt werden. Als Beispiel seien hier verschiedene Timerfunktionen oder auch
das Steuern und somit das Aktivieren und Deaktivieren einer sich über dem Kochfeld
befindlichen Dunstabzugshaube genannt.
[0021] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Kochfelds;
- Fig. 2a - 2e
- eine Draufsicht auf die Bedieneinrichtung des Kochfelds, welche sich in verschiedenen
Betätigungszuständen gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel zeigt; und
- Fig. 3a - 3d
- eine Draufsicht auf die Bedieneinrichtung des Kochfelds gemäß Fig. 1 in verschiedenen
Betriebszuständen gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel.
[0022] In den Figuren werden gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0023] In Fig. 1 ist ein Gargerät gezeigt, welches als Kochfeld 1 ausgebildet ist. Das Kochfeld
1 umfasst eine Kochfeldplatte 2, welche aus Glas oder Glaskeramik ausgebildet sein
kann. Auf einer Oberseite 3 der Kochfeldplatte 2 sind im Hinblick auf ihre Position
und Anzahl beispielhaft Kochzonen 4, 5, 6, 7 und 8 dargestellt. Auf diesen Kochzonen
4 bis 8 können Zubereitungsgefäße aufgestellt werden, um das darin befindliche Gargut
zuzubereiten. Unter der Kochfeldplatte 2 sind im Bereich der jeweiligen Kochzonen
4 bis 8 Heizeinheiten angeordnet, um eine entsprechende Beheizung des darauf aufgestellten
Zubereitungsgefäßes zu gewährleisten. Darüber hinaus umfasst das Kochfeld 1 eine Bedieneinrichtung
9, welche im Ausführungsbeispiel in der Kochfeldplatte 2 ausgebildet ist. Die Bedieneinrichtung
9 könnte auch neben der Kochfeldplatte 2 positioniert sein, beispielsweise wenn das
Kochfeld 1 in einer Aussparung einer Arbeitsplatte angeordnet ist.
[0024] Die Bedieneinrichtung 9 ist in einem vorderen Bereich der Kochfeldplatte 2 angeordnet
und umfasst einen Positionierbereich 10, in dem ein diskusförmig oder zylinderförmig
ausgebildetes Bedienelement 11 angebracht werden kann. Das Bedienelement 11 ist zerstörungsfrei
lösbar und wieder aufsetzbar an dem Positionierbereich 10 anbringbar, wobei hierzu
insbesondere Magnetkräfte zur Halterung vorgesehen sind. Das Bedienelement 11 ist
nur im Zustand, in dem es am Positionierbereich 10 angeordnet ist, zur Einstellung
von Betriebsbedingungen des Kochfelds 1 ausgebildet. Es kann nur um eine Längsachse
A (Fig. 2a), welche senkrecht zur Figurenebene verläuft, gedreht werden.
[0025] Wie des Weiteren in Fig. 1 dargestellt ist, ist benachbart und insbesondere anschließend
an den Positionierbereich 10 ein Anzeigebereich 12 vorgesehen, der insbesondere formmäßig
an die Kontur des Positionierbereichs 10 angepasst ist.
[0026] Nachfolgend wird die Funktionsweise der Bedieneinrichtung 9 gemäß Ausführungsbeispielen
erläutert.
[0027] In Fig. 2a ist eine Draufsicht auf die Bedieneinrichtung 9 gezeigt. Im Anzeigebereich
12 sind in Umlaufrichtung mehrere Symbolbereiche 12a, 12b, 12c, 12d und 12e ausgebildet.
Diese symbolisieren die fünf Kochzonen 4 bis 8. Insbesondere sind sie auch bezüglich
der örtlichen Anordnung der Kochzonen 4 bis 8 auf der Kochfeldplatte 2 zugeordnet.
Dies bedeutet, dass mit dem Symbol 12a die Kochzone 4, mit dem Symbol 12b die Kochzone
5, mit dem Symbol 12c die Kochzone 6, mit dem Symbol 12d die Kochzone 7 und mit dem
Symbol 12e die Kochzone 8 symbolisiert ist.
[0028] Das Bedienelement 11 weist auf einer Oberseite 13, die dem Positionierbereich 10
abgewandt ist und somit dem Nutzer zugewandt ist, ein berührsensitives Bedienfeld
14 auf. Dieses berührsensitive Bedienfeld 14 ist segmentiert und es kann somit ortsspezifisch
berührt werden, um dann eine zugeordnete Funktionsteileinheit in Form der Kochzonen
4 bis 8 gezielt auswählen zu können. Dies bedeutet, dass beispielsweise dann, wenn
eine Berührung benachbart zu dem Symbol 12a auf dem Bedienfeld 14 durch einen Nutzer
erfolgt, erkannt wird, dass die Kochzone 4 ausgewählt werden soll.
[0029] Beispielhaft ist dies in der Darstellung gemäß Fig. 2b gezeigt. Dort berührt ein
Nutzer mit seinem Finger 15 das Bedienfeld 14 benachbart und nahe zu dem Symbol 12d
auf der Anzeigeeinheit 12. Mit dem Berühren und dem Erkennen wird auch automatisch
die Anzeigeeinheit 12 aktiviert und das Symbol 12d leuchtet auf. Wird nun in einem
weiteren Schritt der Finger 15 von dem Bedienfeld 14 abgenommen und liegt somit keinerlei
Berührung mehr vor, so ist damit eine automatische Bestätigung der Auswahl der Kochzone
7 erfolgt (siehe Fig. 2c).
[0030] Im Nachgang kann dann ein Betriebsparameter der Kochzone 7 eingestellt werden, wobei
dazu die Kochstufe eingestellt wird. Dazu ist vorgesehen, dass der Nutzer seinen Finger
15 dann auf einer beliebigen Stelle des Bedienfelds 14 auflegen kann und somit dieses
berühren kann, und dann gemäß der Pfeildarstellung P1 das Bedienelement 11 drehen
kann, wie dies in Fig. 2d gezeigt ist. Abhängig von der Weglänge dieser Drehbewegung
um die Achse A wird dann der Wert der Kochstufe automatisch erhöht. Im Ausführungsbeispiel
ist dabei zu erkennen, dass durch dieses Drehen um die Achse A die Kochstufe "5" eingestellt
wird, die dann auch in der Anzeige 12 im Bereich des Symbols 12d wertmäßig dargestellt
wird (Fig. 2e).
[0031] Wird dann in einem weiteren Schritt der Finger 15 wieder von dem Bedienfeld 14 abgenommen,
so wird der eingestellte Wert der Kochstufe automatisch bestätigt und insbesondere
beginnt dann auch der Betrieb der Kochzone 7 automatisch, indem die zugeordnete Heizeinheit
angesteuert wird. Der gesamte Ablauf, wie er erläutert wurde, wird durch eine Steuereinheit
überwacht und gesteuert.
[0032] In den Fig. 3a bis 3d wird eine weitere Ausführung der Bedienabläufe erläutert. In
der Darstellung gemäß Fig. 3a ist eine Draufsicht auf die Bedieneinrichtung 9 gezeigt,
wie sie analog zur Darstellung in Fig. 2a ist, wobei somit noch keinerlei Berührung
des Bedienfelds 14 vorliegt.
[0033] Wird dann wiederum gemäß der Darstellung in Fig. 3b das Bedienfeld 14 an einer ortsspezifischen
Stelle berührt, so erfolgt wiederum eine Auswahl der zugeordneten Kochzone, wobei
auch dann hier das zugeordnete Symbol, im Ausführungsbeispiel das Symbol 12d, aufleuchtet
und die Kochzone 7 ausgewählt ist.
[0034] Im Unterschied zur Ausgestaltung gemäß dem Ausführungsbeispiel in Fig. 2a bis 2e
wird dann hier nach der Auswahl der Kochzone 7 der Finger 15 nicht von dem Bedienfeld
14 abgenommen, sondern es bleibt weiterhin die Berührung gegeben und es wird dann
unmittelbar nachfolgend ein Drehen des Bedienelements 11 um die Achse A durchgeführt.
Durch diese Drehbewegung wird dann automatisch die Auswahl der Kochzone 7 bestätigt
und unmittelbar dann auch gleich die Kochstufe eingestellt. Dies ist in Fig. 3c dargestellt.
Ist die gewünschte Kochstufe erreicht, wird dann gemäß der Darstellung in Fig. 3d
der Finger 15 von dem Bedienfeld 14 gelöst und somit die Berührung aufgehoben, wodurch
dann der gesamte Ablauf bestätigt wird und insbesondere dann auch gleich der Betrieb
der Kochzone 7 gestartet wird.
[0035] Bei beiden Ausführungen ist vorgesehen, dass mit dem erstmaligen Berühren an ortsspezifischer
Stelle des Bedienfelds 14 und der damit verbundenen gewünschten Auswahl einer Kochzone
4 bis 8 die Anzeige 12 aktiviert wird und das ortsspezifisch zugeordnete Symbol 12a
bis 12e aufleuchtet und automatisch der Wert null des Betriebsparameters angezeigt
wird. Dies ist in Fig. 2b und 3b gezeigt. Darüber hinaus ist es möglich, dass zur
Einstellung des Betriebsparameters die Drehung des Bedienelements 11 sowohl im als
auch gegen den Uhrzeigersinn erfolgen kann.
Bezugszeichenliste
[0036]
- 1
- Kochfeld
- 2
- Kochfeldplatte
- 3
- Oberseite
- 4, 5, 6, 7, 8
- Kochzonen
- 9
- Bedieneinrichtung
- 10
- Positionierbereich
- 11
- Bedienelement
- 12
- Anzeigebereich
- 12a, 12b, 12c,12d, 12e
- Symbolbereiche
- 13
- Oberseite
- 14
- Bedienfeld
- 15
- Finger
- A
- Längsachse
- P1
- Pfeildarstellung
1. Verfahren zum Betreiben eines Kochfelds (1), bei welchem ein auf einem Positionierbereich
(10) angeordnetes Bedienelement (11) zur Einstellung einer Betriebsbedingung des Kochfelds
(1) bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienelement (11) im auf dem Positionierbereich (10) angeordneten Zustand an
einem berührsensitiven Bedienfeld (14) des Bedienelements (11) ortsspezifisch berührt
wird und dadurch eine Funktionsteileinheit (4 bis 8) des Kochfelds (1) ausgewählt
wird und die Auswahl durch das Loslassen des berührsensitiven Bedienfelds (14) oder
durch das Drehen des Bedienelements (11) mit weiterhin berührtem Bedienfeld (14) automatisch
bestätigt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das berührsensitive Bedienfeld (14) auf einer dem Positionierbereich (10) abgewandten
Oberseite (13) des Bedienelements (11) ausgebildet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Berühren oder mit dem Loslassen eine der ausgewählten Funktionsteileinheit
(4 bis 8) zugeordnete Anzeigeeinheit (12), welche benachbart zum Positionierbereich
(10) ausgebildet ist, aktiviert wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Anzeigeeinheit (12) zumindest ein Wert für einen Betriebsparameter der Funktionsteileinheit
(4 bis 8) angezeigt wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Auswählen einer Funktionsteileinheit (4 bis 8) durch das ortsspezifische
Berühren des Bedienfelds (14) das Bedienfeld (14) losgelassen wird und zum Einstellen
eines Werts eines Betriebsparameters der bestätigten Funktionsteileinheit (4 bis 8)
das Bedienelement (11) gedreht wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zum Einstellen des Betriebsparameterwerts das Bedienfeld (14) wieder berührt wird
und das Bedienelement (11) im berührten Zustand gedreht wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Auswählen der Funktionsteileinheit (4 bis 8) das Bedienfeld (14) berührt
bleibt und im berührten Zustand das Bedienelement (11) gedreht wird, wobei mit dem
Drehbeginn die Auswahl bestätigt wird und durch das Drehen ein Wert eines Parameters
der bestätigten Funktionsteileinheit (4 bis 8) eingestellt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Wert abhängig von der Weglänge der Drehbewegung ansteigt und durch das Loslassen
des Bedienfelds (14) am Ende der Weglänge der Wert bestätigt wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Funktionsteileinheit eine Kochzone (4 bis 8) ausgewählt wird.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Betriebsparameter eine Kochstufe einer Kochzone (4 bis 8) eingestellt wird.
11. Kochfeld (1) mit einer Kochfeldplatte (2) und einer Bedieneinrichtung (9), welche
zum Durchführen eines Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche ausgebildet
ist.
12. Kochfeld (1) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Bedieneinrichtung (9) nur ein einziges Bedienelement (11) aufweist.
13. Kochfeld (1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienelement (11) zylinderförmig oder diskusförmig oder quaderförmig ist und/oder
das Bedienelement (11) durch Magnetkraft in einem Positionierbereich (10) auf der
Kochfeldplatte (2) oder einem Positionierbereich neben der Kochfeldplatte (2) gehalten
ist und von dort abnehmbar ist.