GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Stecker mit einer Mehrzahl länglicher Stifte,
die von einem Steckerkörper abragen und die jeweils dazu ausgebildet sind, durch Zusammenwirken
mit einem jeweiligen Kontakt einer Buchse eine entsprechende Mehrzahl von elektrischen
Verbindungen zwischen dem Stecker und der Buchse zu erzeugen. Die Erfindung betrifft
ferner eine entsprechend ausgebildete Stecker-Buchse-Kombination.
STAND DER TECHNIK
[0002] In Kraftfahrzeugen werden heutzutage Steuergeräte vorgesehen, die über einen Kabelbaum
mit einer Vielzahl einzelner Kabel mit verschiedensten Geräten, Sensoren, Aktuatoren,
etc. kommunizieren. Zur Kontaktierung mit dem Kabelbaum wird dabei häufig ein als
sogenannte Messerleiste bezeichneter Stecker vorgesehen, der mit einer Vielzahl abragender
metallischer Stiften ausgestattet ist, die mit einer Leiterplatte im Innern des Steuergeräts
verbunden sind.
[0003] Um das Steuergerät mit dem Kabelbaum zu verbinden, wird an dem Kabelbaum ein Kopplungselement
vorgesehen, das eine entsprechende Vielzahl von Kontakten aufweist, wobei jeder Kontakt
dazu vorgesehen ist, mit einem zugehörigen Stift des Stecker zusammenzuwirken und
eine elektrische Verbindung herzustellen. Wenn das Kopplungselement auf die Messerleiste
gesteckt wird, kontaktieren in der Regel alle Kontakte in dem Kopplungselement mit
allen Stiften der Messerleiste im Rahmen eines Toleranzaufbaus quasi gleichzeitig.
[0004] Ein herkömmlicher Stecker mit mehreren abragenden Stiften ist zum Beispiel in der
DE 202 20 456 U 1 beschrieben.
[0005] Während die Verwendung einer Mehrzahl identischer Stifte in der Messerleiste die
Herstellung vereinfachen und damit verbundene Kosten der Messerleiste reduzieren kann,
wurde beobachtet, dass es nach einem Zusammenstecken der Messerleiste eines Steuergeräts
mit einem Kopplungselement eines Kabelbaums zu Ausfällen oder Störungen in dem Steuergerät
kommen kann.
OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
[0006] Mit einem Stecker bzw. einer Stecker-Buchse-Kombination gemäß den unabhängigen Ansprüchen
können Ausfälle bei Steuergeräten, die durch das Zusammenstecken mit dem Kabelbaum
bedingt sein könnten, weitestgehend vermieden werden. Ferner bleibt der Aufbau des
Steckers verhältnismäßig einfach und die Herstellungskosten können dementsprechend
gering gehalten werden. Vorteilhafte Ausgestaltungen des Steckers bzw. der Stecker-Buchse-Kombination
sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
[0007] Aspekte der vorliegenden Erfindung beruhen auf der folgenden Erkenntnis: Bei der
herkömmlichen Verbindung eines Kabelbaums mit einem Steuergerät über eine Stecker-Buchse-Kombination,
bei der der Stecker über lauter identische Stifte verfügt, kann es in einigen wenigen
Fällen beim Zusammenstecken zu einer übermäßigen elektrischen Belastung ("electrical
overstress", EOS) durch elektrische Spannungsspitzen kommen. Um dies zu vermeiden,
kann ein für die Herstellung einer Masse-Verbindung zuständiger Stift länger als die
sonstigen Stifte in dem Stecker ausgebildet werden und somit als sogenannter vorauseilender
Massestift ausgebildet sein. Aufgrund der größeren Länge dieses vorauseilenden Massestiftes
muss jedoch auch auf der Seite der Buchse ein entsprechend großer Sonderkontakt vorgesehen
sein, da die ansonsten in der Buchse herkömmlich verwendeten Kontakte im Allgemeinen
nicht über eine genügende Einstecktiefe für einen verlängerten Stift verfügen. Bei
einer derartigen Ausgestaltung eines einzelnen längeren Massestifts in dem Stecker
und eines einzelnen entsprechend tieferen Sonderkontakts in der Buchse kann jedoch
die Tatsache, dass diese beiden Bauteile nur in sehr kleinen Stückzahlen im Vergleich
zu den ansonsten standardisierten Stiften und Kontakten benötigt werden, dazu führen,
dass das Vorsehen eines vorauseilenden Massestifts zu erheblich höheren Kosten bei
der Herstellung der Stecker-Buchse-Kombination führen kann.
[0008] Erfindungsgemäß wird nun ein Stecker mit einer Mehrzahl länglicher Stifte vorgeschlagen,
bei dem zumindest einer der Stifte als vorauseilender Stift im druckfreien Zustand
weiter von einem die Stifte tragenden Steckerkörper abragt als andere Stifte, wobei
dieser vorauseilende Stift derart in Längsrichtung verkürzbar ausgebildet ist, dass
sich ein distaler Endbereich des Stiftes bei Ausübung eines Druckes in Längsrichtung
des Stiftes hin zu dem Steckerkörper verlagert. Zumindest einer oder vorzugsweise
die Mehrzahl der in dem Stecker vorgesehenen länglichen Stifte sind hierbei als herkömmliche
Standardstifte, das heißt einstückig und starr, ausgebildet. Vorzugsweise ist lediglich
ein einziger der Stifte des Steckers als vorauseilender Stift, das heißt mit einem
in Längsrichtung verlagerbaren Endbereich, ausgebildet.
[0009] Dadurch, dass in dem vorgeschlagenen Stecker zumindest einer der Stifte als vorauseilender
Stift weiter von einem Steckerkörper abragend ausgebildet ist als andere Stifte, solange
der Stecker nicht mit einer Buchse zusammengesteckt ist, kann erreicht werden, dass
bei einem Zusammenstecken des Steckers mit der Buchse zunächst dieser vorauseilende
Stift in Berührung mit einem entsprechend zugeordneten Kontakt der Buchse kommt. Der
vorauseilende Stift ist dabei vorzugsweise mit der Masse verbunden, so dass beim anschließenden
restlichen Zusammenstecken von Stecker und Buchse keine übermäßigen Spannungsspitzen
mehr zu Schäden in dem Steuergerät führen können.
[0010] Da sich ferner die Gesamtlänge des vorauseilenden Stifts verkürzen kann, indem bei
einem Druck auf den distalen Endbereich des Stiftes dieser Endbereich in Längsrichtung
des Stiftes verlagert wird hin zu dem Steckerkörper, kann sich die Gesamtlänge des
vorauseilenden Stifts während des Einsteckvorgangs in die Buchse verkürzen.
[0011] Vorzugsweise verkürzt sich der vorauseilende Stift dabei auf eine Länge, die der
Länge der sonstigen, nicht verkürzbaren Stifte entspricht. Dadurch kann erreicht werden,
dass auf der Seite der Buchse keine einzelnen Sonderkontakte mehr für übermäßig lange
vorauseilende Stifte vorgesehen werden brauchen, sondern für alle Kontakte der Buchse
die gleichen Standardkontakte vorgesehen werden können. Hierdurch können insbesondere
die Kosten für die Buchse gering gehalten werden.
[0012] Der vorauseilende Stift des Steckers kann auf verschiedene Arten und Weisen ausgestaltet
sein. Beispielsweise kann der vorauseilende Stift mindestens zweistückig ausgebildet
sein und einen in dem Steckerkörper festgelegten Bereich sowie einen entlang der Längsrichtung
verlagerbaren Endbereich aufweisen. Der verlagerbare Endbereich kann dabei beispielsweise
in einer mit dem festgelegten Bereich verbundenen Führung geführt sein, so dass er
sich zwar in der Längsrichtung verlagern lässt, jedoch nicht quer zur Längsrichtung
verlagert werden kann. Ein seitliches Umbiegen oder Knicken kann somit vermieden werde.
[0013] Damit kann erreicht werden, dass der vorauseilende Stift beim Zusammenstecken des
Steckers mit der Buchse zunächst mit einem zugehörigen Kontakt in der Buchse leicht
mechanisch in Verbindung kommt und auf diese Weise eine elektrische Verbindung hergestellt
wird, bevor anschließend bei einem weiteren Zusammenpressen von Stecker und Buchse
der vorauseilende Stift und anschließend auch die restlichen Standardstifte in die
zugeordneten Kontakte der Buchse, die vorzugsweise hohl und komplementär zu den Stiften
des Steckers ausgebildet sind, hineingeschoben werden bzw. kraftschlüssig in diese
eingreifen.
[0014] Vorzugsweise spannt in dem vorauseilenden Stift eine elastische Feder den distalen
Endbereich von dem Steckerkörper weg vor. Damit kann erreicht werden, dass der distale
Endbereich im unbelasteten Zustand stets weiter von dem Steckerkörper abragt als die
sonstigen standardmäßigen Stifte. Im belasteten Zustand, das heißt, wenn der Stecker
und die Buchse zusammengesteckt werden, kann der distale Endbereich gegen die Federkraft
der elastischen Feder in Richtung des Steckerkörpers geschoben werden, bis sein Ende
im Wesentlichen auf dem Niveau der Enden der sonstigen Stifte liegt. Die elastische
Feder bzw. ein Anschlag für den distalen Endbereich kann dabei derart ausgestaltet
sein, dass sich der Endbereich nicht weiter in Richtung des Steckerkörpers schieben
lässt und somit der vorauseilende Stift im druckbeaufschlagten Zustand zumindest die
gleiche Länge aufweist, wie die sonstigen standardmäßigen Stifte.
[0015] Der vorauseilende Stift kann teleskopartig ausgebildet sein. Dabei können sich verschiedene
Bereiche eines mehrstückigen Stiftes aufgrund beispielsweise ihrer unterschiedlichen
Umfänge bzw. Durchmesser teleskopartig ineinander verschieben lassen, so dass auf
diese Weise die Länge des vorauseilenden Stiftes verändert werden kann. Wiederum kann
eine in dem teleskopartigen Stift angeordnete elastische Feder dafür sorgen, dass
der vorauseilende Stift auf seine maximale Länge hin vorgespannt ist.
[0016] Der vorgeschlagene Stecker kann insbesondere als eine Messerleiste an einem Steuergerät
oder als ein Kabelbaumstecker zur Verbindung mit einem Steuergerät in einem Kraftfahrzeug
eingesetzt werden.
[0017] Mögliche Ausgestaltungen und Vorteile der hierin vorgeschlagenen Erfindung werden
teilweise mit Bezug auf erfindungsgemäße Stecker und teilweise mit Bezug auf eine
erfindungsgemäße Stecker-Buchse-Kombination beschrieben. Ein Fachmann wird erkennen,
dass die einzelnen Merkmale in beliebiger Weise miteinander kombiniert werden können
und auch von dem Stecker auf die Stecker-Buchse-Kombination bzw. umgekehrt übertragen
werden können, um auf diese Weise Synergieeffekte erreichen zu können.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0018] Nachfolgend werden Ausführungsformen der Erfindung mit Bezug auf die beigefügten
Zeichnungen weiter erläutert, wobei weder die Zeichnungen noch die Beschreibung als
die Erfindung einschränkend auszulegen sind.
[0019] Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht eines Steckers gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung.
[0020] Fig. 2 zeigt eine Schnittansicht einer Stecker-Buchse-Kombination gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
[0021] Die Figuren sind lediglich schematisch und nicht maßstabsgetreu. Gleiche Bezugszeichen
bezeichnen gleiche oder gleichwirkende Komponenten.
AUSFÜHRUNGSFORMEN DER ERFINDUNG
[0022] Fig. 1 zeigt sehr schematisch eine Seitenansicht eines Steckers 1 gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. An einem Steckerkörper 7 ist eine Mehrzahl von abragenden
metallischen Stiften 3, 5 in einer Reihe nebeneinander vorgesehen. Es können auch
mehrere Reihen von Stiften 3, 5 hintereinander angeordnet sein, so dass die Stifte
innerhalb eines zweidimensionalen Feldes von dem Steckerkörper 7 abragen. Jeder der
Stifte kann mit einem zugehörigen Kabel verbunden sein, wobei ein Kabel jeweils an
einem proximalen Ende eines Stiftes durch Ancrimpen oder Anlöten mechanisch haltend
und elektrisch leitend befestigt sein kann. Alternativ können die proximalen Enden
der Stifte direkt mit Leiterbahnen einer Platine in Verbindung stehen.
[0023] Der Steckerkörper 7 kann dabei Teil eines separaten Steckers sein. Alternativ kann
der Steckerkörper 7 auch Teil einer Messerleiste sein, wie sie beispielsweise an Steuergeräten
eines Kraftfahrzeugs zur Verbindung mit den Leitungen eines Kabelbaumes vorgesehen
sind.
[0024] Die Begriffe "Stecker" und "Buchse" sollen hierbei in dieser Beschreibung weit ausgelegt
werden. Insbesondere wird das in Fig. 1 dargestellte Steckverbindungselement als Stecker
bezeichnet, da die abragenden Stifte 3, 5 in aufnehmende Kontakte eines Gegenelementes
eingreifen können. Dieses Gegenelement wird hierin als Buchse bezeichnet. Allerdings
könnte das Gegenelement auch selbst als Stecker bezeichnet werden, da es beispielsweise
in einen Rahmen 13, der die Stifte 3, 5 des Steckers 1 umgibt, eingesteckt werden
kann. Insbesondere im Fahrzeugbau ist diesbezüglich der Begriff "Kabelbaumstecker"
für das buchsenartige Gegenelement gebräuchlich.
[0025] In dem Stecker 1 sind die meisten der Stifte 3, 5 als standardmäßige, einstückige
und starre Stifte 3 ausgebildet. Diese standardmäßigen Stifte 3 sind alle identisch
und insbesondere gleich lang und ragen somit alle um den gleichen Abstand von der
Oberfläche des Steckerkörpers 7 ab. Lediglich ein einziger Stift 5 weist eine erheblich
größere Länge auf und ragt daher sehr viel weiter von dem Steckerkörper 7 ab.
[0026] Dieser längere Stift 5 ist zweiteilig ausgebildet und weist einen unteren Bereich
11 auf, der ähnlich wie die standardmäßigen Stifte 3 fest in dem Steckerkörper 7 verankert
ist. Ergänzend weist dieser Stift 5 einen in Längsrichtung verlagerbaren Endbereich
9 auf. Dieser verlagerbare Endbereich 9 ist in einer mit dem unteren Bereich 11 verbundenen
Führung geführt und wird durch eine in dem Stift aufgenommene Spiralfeder (in Fig.
1 nicht gezeigt) in einer Richtung weg von dem Steckerkörper 7 vorgespannt. Dementsprechend
hat der Stift 5 seine maximale Länge, solange er nicht durch eine Druckkraft zusammengeschoben
wird.
[0027] Durch eine beispielsweise beim Zusammenfügen des Steckers 1 mit einer Buchse auftretende
Druckkraft wird der verlagerbare Endbereich 9 maximal um die Distanz Δx nach unten
hin zu dem Steckerkörper 7 verlagert, bevor er durch einen Anschlag daran gehindert
wird, sich weiter in Richtung des Steckerkörpers 7 zu verlagern.
[0028] In Fig. 2 ist ein Zwischenzustand während des Einsteckens eines als Buchse 19 dienenden
Kabelbaumsteckers in einen erfindungsgemäßen Stecker 1 dargestellt. Die Buchse 19
ist dabei lediglich teilweise in den Rahmen 13 des Steckers 1 eingeschoben, ohne jedoch
bereits dessen Grund zu erreichen.
[0029] In diesem Zustand ist gut zu erkennen, dass der längere vorauseilende Stift 5 mit
seinem Endbereich 9 bereits in elektrischem und mechanischem Kontakt mit einem Kontakt
15 der Buchse 19 steht. Andererseits hat ein kürzerer Standardstift 3 noch keine Berührung
mit einem entsprechend zugeordneten Kontakt 17 der Buchse 19. Der längere Kontakt
5 kann daher als vorauseilender Kontakt dienen und beispielsweise bereits einen Masseschluss
erzeugen, bevor einer der anderen Stifte 3 in Berührung mit weiteren Kontakten 17
der Buchse 19 kommt.
[0030] Da der Endbereich 9 durch eine Spiralfeder 23, die im hohlen Inneren des Stiftes
5 aufgenommen ist, vorgespannt wird, kann er beim Einschieben der Buchse 19 in den
Rahmen 13 des Steckers 1 zunächst in die innen hohle und komplementär ausgebildete
Aufnahme 21 des zugehörigen Kontaktes 15 eingreifen. Wenn der Endbereich 9 die maximale
Einstecktiefe Δy des Kontaktes 15 erreicht hat, wird die Feder 23 beim weiteren Einschieben
der Buchse 19 zunehmend zusammengedrückt und die Gesamtlänge des Stiftes 5 verkürzt
sich.
[0031] Damit kann erreicht werden, dass beim Einstecken der Buchse 19 in den Stecker 1 vorauseilend
ein zuverlässiger Masseschluss über den Stift 5 erzeugt wird und anschließend beim
weiteren Einschieben der Buchse 19 auch die restlichen Stifte 3 in die zugeordneten
Kontakte 17 eingreifen, wobei sich die Länge des vorauseilenden Stiftes 5 zunehmend
verkürzt. Die zulässige Einstecktiefe des vorauseilenden Stiftes 5 in den Kontakt
15 wird dabei nicht überschritten.
[0032] Es können somit in der Buchse 19 ausschließlich Kontakte 15, 17 verwendet werden,
die alle die gleiche Einstecktiefe haben und prinzipiell gleich ausgebildet sein können,
obwohl, wie in Fig. 2 dargestellt, auch verschiedene Kontakte 15, 17 in der Buchse
vorgesehen sein können. Durch die Möglichkeit der ausschließlichen Verwendung von
identischen Kontakten in der Buchse können die Herstellungskosten für diese Kontakte
und somit für die Buchse minimiert werden.
1. Stecker (1) mit einer Mehrzahl länglicher Stifte (3, 5), die von einem Steckerkörper
(7) abragen und die jeweils dazu ausgebildet sind, durch ein Zusammenwirken mit einem
jeweiligen Kontakt (15, 17) einer Buchse (19) eine entsprechende Mehrzahl von elektrischen
Verbindungen zwischen dem Stecker (1) und der Buchse (19) zu erzeugen,
dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest einer der Stifte (3, 5) als vorauseilender Stift (5) im druckfreien Zustand
weiter von dem Steckerkörper (7) abragt als andere der Mehrzahl von Stiften und der
vorauseilende Stift (5) derart in Längsrichtung verkürzbar ausgebildet ist, dass sich
ein distaler Endbereich (9) des Stiftes (1) bei Ausübung eines Druckes in Längsrichtung
des Stiftes (5) hin zu dem Steckerkörper (7) verlagert.
2. Stecker nach Anspruch 1, wobei der vorauseilende Stift (5) durch eine elastische Feder
(23) den distalen Endbereich (9) von dem Steckerkörper (7) weg vorspannt.
3. Stecker nach Anspruch 1 oder 2, wobei der vorauseilende Stift (5) zumindest zweistückig
ist und einen in dem Steckerkörper (7) festgelegten Bereich (11) und einen entlang
der Längsrichtung verlagerbaren Endbereich (9) aufweist.
4. Stecker nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei vorauseilende Stift (5) teleskopartig
ausgebildet ist.
5. Stecker nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei zumindest einer der Stifte (3) einstückig
und starr ist.
6. Stecker nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei lediglich ein einziger (5) der Stifte
(3, 5) des Steckers mit einem in Längsrichtung verlagerbaren Endbereich (9) ausgebildet
ist.
7. Stecker nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei der Stecker (1) eine Messerleiste
an einem Steuergerät oder ein Kabelbaumstecker zur Verbindung mit einem Steuergerät
in einem Kraftfahrzeug ist.
8. Stecker-Buchse-Kombination aufweisend:
einen Stecker (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7, und
eine Buchse (19),
wobei die Buchse (19) eine Mehrzahl von Kontakten (15, 17) aufweist, derart, dass
durch ein Zusammenwirken der Stifte (3, 5) des Steckers (1) mit zugeordneten Kontakten
(15, 17) der Buchse (19) eine entsprechende Mehrzahl von elektrischen Verbindungen
zwischen dem Stecker (1) und der Buchse (19) erzeugt wird.
9. Stecker-Buchse-Kombination nach Anspruch 8, wobei alle Kontakte (17) der Buchse (19)
gleich ausgebildet sind.
10. Stecker-Buchse-Kombination nach Anspruch 8 oder 9, wobei die Kontakte (15, 17) der
Buchse (19) derart hohl und komplementär zu den Stiften (3, 5) des Steckers (1) ausgebildet
sind, dass ein Stift (3, 5) jeweils in einen zugeordneten Kontakt (15, 17) kraftschlüssig
eingreifen kann.