[0001] Die Erfindung betrifft eine medizinische Versorgungseinrichtung zur Bereitstellung
von Versorgungsmedien, insbesondere von medizinischen Gasen und/oder Strom, die dafür
vorgesehen ist, an einem Wandbereich mit Zufuhrleitungen der Versorgungsmedien montiert
zu werden. Weiterhin betrifft die Erfindung ein längliches Vertikalelement einer derartigen
Versorgungseinrichtung.
[0002] Eine derartige Versorgungseinrichtung ist aus dem Bereich der Ausstattung von Patientenzimmem
in Krankenhäusern bekannt. In der Praxis hat sich die Montage bzw. Installation solcher
Versorgungseinrichtungen als vergleichsweise aufwändig herausgestellt.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine entsprechende verbesserte Versorgungseinrichtung
bzw. ein entsprechend verbessertes Vertikalelement für eine derartige Versorgungseinrichtung
anzugeben; insbesondere soll sich die Versorgungseinrichtung besonders leicht installieren
und an unterschiedliche Zimmerverhältnisse anpassen lassen.
[0004] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung mit den in den unabhängigen Ansprüchen genannten
Gegenständen gelöst. Besondere Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen angegeben.
[0005] Gemäß der Erfindung ist eine medizinische Versorgungseinrichtung zur Bereitstellung
von Versorgungsmedien, insbesondere von medizinischen Gasen und/oder Strom, vorgesehen,
die dafür vorgesehen ist, an einem Wandbereich mit Zufuhrleitungen der Versorgungsmedien
montiert zu werden. Die Versorgungseinrichtung weist ein erstes Vertikalelement auf,
das länglich ausgebildet ist und das dafür vorgesehen ist, vertikal montiert zu werden,
wobei das erste Vertikalelement wenigstens ein erstes Anschlusselement für wenigstens
eines der Versorgungsmedien aufweist; weiterhin weist die Versorgungseinrichtung ein
zweites Vertikalelement auf, das länglich ausgebildet ist und das dafür vorgesehen
ist, vertikal und dabei mit einem horizontalen Abstand zu dem ersten Vertikalelement
montiert zu werden, wobei das zweite Vertikalelement wenigstens ein zweites Anschlusselement
für wenigstens eines der Versorgungsmedien aufweist. Weiterhin weist die Versorgungseinrichtung
wenigstens eine erste Leitung zum Leiten wenigstens eines der Versorgungsmedien auf,
die leitend mit dem wenigstens einen ersten Anschlusselement verbunden ist, sowie
wenigstens eine zweite Leitung zum Leiten wenigstens eines der Versorgungsmedien,
die leitend mit dem wenigstens einen zweiten Anschlusselement verbunden ist. Außerdem
weist die Versorgungseinrichtung eine Einspeise- und Verteilereinheit auf, die Mittel
für eine leitende Verbindung zwischen den Zufuhrleitungen einerseits und der wenigstens
einen ersten Leitung und der wenigstens einen zweiten Leitung andererseits aufweist.
[0006] Zur Anbindung der Leitungen an die Zufuhrleitungen im Rahmen der Montage bzw. Installation
der Versorgungseinrichtung in dem Zimmer, das die betreffende Wand aufweist, müssen
die Leitungen lediglich an einer Stelle, nämlich an der Einspeise- und Verteilereinheit
mit den Zufuhrleitungen entsprechend verbunden werden. Insbesondere ist es nicht erforderlich,
dass für jedes der Vertikalelemente gesonderte Zufuhrleitungen an entsprechend geeigneten
Stellen zur Verfügung gestellt werden. Der Aufwand zur Montage und Installation der
Versorgungseinrichtung ist hierdurch signifikant verringert.
[0007] Vorzugsweise weist die Einspeise- und Verteilereinheit einen Unterverteiler, insbesondere
einen Rangierverteiler auf. Weiterhin vorteilhaft ist die Einspeise- und Verteilereinheit
mit dem ersten Vertikalelement verbunden oder Teil des ersten Vertikalelements. In
diesem Fall kann die wenigstens eine erste Leitung bereits vor der Montage der Versorgungseinrichtung
vor Ort mit der Einspeise- und Verteilereinheit verbunden werden, so dass die Installation
weiterhin erleichtert ist.
[0008] Vorzugsweise weist die Versorgungseinrichtung weiterhin ein Querverbindungselement
auf, das einen oberen Bereich des ersten Vertikalelements mit einem oberen Bereich
des zweiten Vertikalelements verbindend angeordnet ist. Das Querverbindungselement
ermöglicht eine vorteilhafte Kaschierung desjenigen Teils der Leitungen, der sich
zwischen den beiden Vertikalelementen erstreckt. Hierdurch lässt sich also insbesondere
die wenigstens eine zweite Leitung zwischen den beiden Vertikalelementen auf einfache
Weise kaschieren. Auch kann durch das Querverbindungselement gegebenenfalls die Einspeise-
und Verteilereinheit kaschiert werden, falls sich die Zufuhrleitungen an einer entsprechenden
Stelle in das betreffende Zimmer hinein erstrecken.
[0009] Vorzugsweise weist das Querverbindungselement wenigstens eine Leuchte auf. Aufgrund
der Anordnung des Querverbindungselements in einem oberen Bereich zwischen den beiden
Vertikalelementen eignet sich die Anordnung wenigstens einer Leuchte an bzw. in dem
Querverbindungselement besonders gut. Insbesondere kann die wenigstens eine Leuchte
eine Leseleuchte mit einer überwiegend nach unten bzw. nach schräg unten gerichteten
Lichtabgabe aufweisen und/oder eine Raumleuchte mit einer überwiegend horizontalen
bzw. nach schräg oben gerichteten Lichtabgabe. Die Raumleuchte weist dabei vorzugsweise
einen Reflektor auf, der dazu dient, ein von einem Leuchtmittel der Raumleuchte erzeugtes
Licht asymmetrisch nach oben bzw. nach schräg oben zu lenken.
[0010] Vorzugsweise weist das erste Vertikalelement zwei vertikale Stützelemente auf sowie
wenigstens ein Verkleidungselement, das mit einem der beiden Stützelemente oder mit
beiden Stützelementen verbunden ist. Hierdurch ist eine einfach, variabel zu gestaltende
und dabei stabile Konstruktion ermöglicht. Wenn das Verkleidungselement über eine
Rastverbindung mit dem Stützelement bzw. mit den Stützelementen verbunden ist, ist
eine besonders einfache Montage ermöglicht.
[0011] Vorteilhaft ist das wenigstens eine erste Anschlusselement an einem der beiden Stützelemente
oder an beiden Stützelementen befestigt, jedoch nicht an dem Verkleidungselement.
Hierdurch lässt sich die Gefahr verringern, dass durch eine Manipulation an dem wenigstens
einen ersten Anschlusselement das Verkleidungselement von den Stützelementen ungewollt
gelöst wird.
[0012] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist ein längliches Vertikalelement einer
medizinischen Versorgungseinrichtung zur Bereitstellung von Versorgungsmedien, insbesondere
von medizinischen Gasen und/oder Strom vorgesehen, wobei das Vertikalelement dafür
vorgesehen ist, vertikal an einem Wandbereich mit Zufuhrleitungen der Versorgungsmedien
montiert zu werden. Das Vertikalelement weist wenigstens ein Rammschutzelement zur
Verringerung der Gefahr einer Beschädigung des Vertikalelements, beispielsweise durch
ein Krankenbett auf, wobei das Rammschutzelement vorzugsweise durch ein gesondertes
Profilelement gebildet ist.
[0013] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist ein längliches Vertikalelement einer
medizinischen Versorgungseinrichtung zur Bereitstellung von Versorgungsmedien, insbesondere
von medizinischen Gasen und/oder Strom vorgesehen wobei das Vertikalelement dafür
vorgesehen ist, vertikal an einem Wandbereich mit Zufuhrleitungen der Versorgungsmedien
montiert zu werden. In einem unteren Bereich des Vertikalelements ist eine Leuchte
angeordnet, die zur Lichtabgabe nach unten oder nach schräg unten ausgebildet ist.
Durch eine solche Leuchte lässt sich besonders vorteilhaft eine dezente Beleuchtung
des Zimmers, beispielsweise als Nacht- oder Orientierungslicht realisieren.
[0014] Die beiden zuletzt genannten Vertikalelemente können insbesondere Vertikalelemente
einer erfindungsgemäßen Versorgungseinrichtung sein.
[0015] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen und mit Bezug auf
die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Skizze eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen medizinischen
Versorgungseinrichtung,
- Fig. 2
- eine Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer Einspeise- und Verteilereinheit der
Versorgungseinrichtung,
- Fig. 3
- einen Horizontalschnitt durch ein erstes bzw. zweites Vertikalelement der Versorgungseinrichtung,
- Fig. 4
- eine Frontansicht der Versorgungseinrichtung,
- Fig. 5
- einen Schnitt längs der Linie B - B aus Fig. 4,
- Fig. 6
- eine Detailansicht aus Fig. 5 im Bereich der Leuchten,
- Fig. 7
- einen Horizontalschnitt längs der Linie A - A aus Fig. 4,
- Fig. 8
- eine Detailansicht aus Fig. 7 im Bereich des zweiten Vertikalelements,
- Fig. 9
- eine Rückansicht der Stützelemente der Versorgungseinrichtung,
- Fig. 10
- einen Horizontalschnitt eines Vertikalelements im Bereich eines Rammschutzelements
und
- Fig. 11
- einen Ausschnitt aus einer Frontansicht eines Vertikalelements mit einem Rammschutzelement.
[0016] In Fig. 1 ist ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen medizinischen Versorgungseinrichtung
perspektivisch skizziert. Die Versorgungseinrichtung ist zur Bereitstellung von Versorgungsmedien
ausgebildet, insbesondere von medizinischen Gasen und/oder Strom. Insbesondere kann
die Versorgungseinrichtung dafür vorgesehen sein, in einem Pateientenzimmer eines
Krankenhauses montiert bzw. installiert zu werden. In Fig. 1 ist der Blick von schräg
oben auf die "Frontseite" der Versorgungseinrichtung gezeigt, also auf diejenige Seite,
die im montierten Zustand von einer in dem betreffenden Zimmer befindlichen Person
gesehen wird.
[0017] Bei den Gasen kann es sich beispielsweise um Druckluft und/oder Sauerstoff handeln.
Bei dem Strom kann es sich um Starkstrom und/oder Schwachstrom handeln. Der Schwachstrom
kann dazu vorgesehen sein, Signale zur Verfügung zu stellen, beispielsweise für eine
Übertragung von Video- und/oder Fernsehinformationen und/oder zum Telefonieren u.
s. w.
[0018] Die Versorgungseinrichtung ist dafür vorgesehen, an einem (in Fig. 1 nicht gezeigten)
Wandbereich mit (ebenfalls nicht gezeigten) Zufuhrleitungen der Versorgungsmedien
montiert zu werden. Typischerweise ragen in einem Patientenzimmer entsprechende Zufuhrleitungen,
also entsprechende Gasrohre und Stromleitungen in einem Bereich am Rand der Decke
zur weiteren Verbindung in das Zimmerinnere.
[0019] Die Versorgungseinrichtung weist ein erstes Vertikalelement 2 auf, das länglich ausgebildet
ist und das dafür vorgesehen ist, vertikal montiert zu werden. Das erste Vertikalelement
2 kann insbesondere eine Höhe von mehr als zwei Metern aufweisen. Das erste Vertikalelement
2 weist wenigstens ein erstes Anschlusselement 4 für wenigstens eines der Versorgungsmedien
auf. Das wenigstens eine erste Anschlusselement 4 kann dementsprechend - wie in Fig.
1 beispielhaft angedeutet - eine Starkstromsteckdose bzw. Netzsteckdose oder einen
Schalter umfassen; es kann aber auch bzw. zusätzlich eine Schwachstromsteckdose umfassen
und/oder ein Gasanschlusselement. Das wenigstens eine erste Anschlusselement 4 kann
auch jeweils mindestens ein Anschlusselement einer entsprechenden Art aufweisen.
[0020] Weiterhin weist die Versorgungseinrichtung ein zweites Vertikalelement 6 auf, das
länglich ausgebildet ist und das dafür vorgesehen ist, vertikal und dabei mit einem
horizontalen Abstand α zu dem ersten Vertikalelement 2 montiert zu werden. Das zweite
Vertikalelement 6 kann insbesondere eine Höhe von mehr als zwei Metern aufweisen,
beispielsweise dieselbe Höhe wie das erste Vertikalelement 2. Das zweite Vertikalelement
6 weist wenigstens ein zweites Anschlusselement 8 für wenigstens eines der Versorgungsmedien
auf. Das wenigstens eine zweite Anschlusselement 8 kann im Übrigen analog zu dem wenigstens
einen ersten Anschlusselement 4 ausgebildet sein.
[0021] Der Abstand α ist vorteilhaft so gewählt, dass das Kopfende eines Krankenbettes zwischen
den beiden Vertikalelementen 2, 6 Platz findet. Beispielsweise kann vorgesehen sein,
dass der Abstand α größer als 1,20 Meter, vorzugsweise größer als 1,50 Meter ist.
Dies ist vorteilhaft mit Bezug auf die Raumausnutzung des betreffenden Zimmers.
[0022] Weiterhin weist die Versorgungseinrichtung wenigstens eine erste Leitung 10 zum Leiten
wenigstens eines der Versorgungsmedien auf, die leitend mit dem wenigstens einen ersten
Anschlusselement 4 verbunden ist. Die wenigstens eine erste Leitung 10 kann - wie
beispielhaft in Fig. 1 angedeutet - eine Starkstromleitung sein, sie kann aber auch
bzw. zusätzlich eine Schwachstromleitung umfassen und/oder eine Gasleitung. Insbesondere
kann für jedes einzelne Anschlusselement des wenigstens einen ersten Anschlusselements
4 jeweils eine entsprechende Leitung als Teil der wenigstens einen ersten Leitung
10 vorgesehen sein, die mit dem betreffenden Anschlusselement leitend verbunden ist.
Beispielsweise kann also das wenigstens eine erste Anschlusselement 4 eine Starkstromsteckdose,
zwei Schwachstromsteckdosen und zwei Gasanschlüsse umfassen und die wenigstens eine
erste Leitung 10 dementsprechend eine Starkstromleitung, die leitend mit der Starkstromsteckdose
verbunden ist, zwei Schwachstromleitungen, die leitend mit den beiden Schwachstromsteckdosen
verbunden sind und zwei Gasleitungen, die leitend mit den beiden Gasanschlüssen verbunden
sind. Ein Gasanschluss ist dabei vorzugsweise nicht seitlich, sondern frontseitig
vorgesehen.
[0023] In der Fig. 1 ist die wenigstens eine erste Leitung 10 strichpunktiert gezeichnet;
dies soll andeuten, dass diese Leitung 10 bzw. die betreffenden Leitungen vorzugsweise
unter einem - nachfolgend noch näher beschriebenen - Verkleidungselement des ersten
Vertikalelements 2 angeordnet ist, beispielsweise in einem Kabelkanal innerhalb eines
Aluminiumprofils, so dass die Leitung 10 - bei fertig installierter Versorgungseinrichtung
- vom Zimmer aus betrachtet aufgrund des Verkleidungselements nicht sichtbar bzw.
optisch kaschiert ist.
[0024] Weiterhin weist die Versorgungseinrichtung wenigstens eine zweite Leitung 12 zum
Leiten wenigstens eines der Versorgungsmedien auf, die leitend mit dem wenigstens
einen zweiten Anschlusselement 8 verbunden ist. Die wenigstens eine zweite Leitung
12 ist analog ausgebildet wie die wenigstens eine erste Leitung 4. Auch diese Leitung
12 kann optisch entsprechend kaschiert sein.
[0025] Außerdem weist die Versorgungseinrichtung eine Einspeise- und Verteilereinheit 14
auf, die Mittel für eine leitende Verbindung zwischen den Zufuhrleitungen einerseits
und der wenigstens einen ersten Leitung 10 und der wenigstens einen zweiten Leitung
12 andererseits aufweist. Die Einspeise- und Verteilereinheit 14 kann einen Unterverteiler,
insbesondere einen Rangierverteiler aufweisen oder aus einem solchen gebildet sein.
Die Einspeise- und Verteilereinheit 14 ist vorteilhaft mit der ersten Vertikaleinheit
2 verbunden oder Teil der ersten Vertikaleinheit 2. Auch die Einspeise- und Verteilereinheit
14 ist vorzugsweise optisch kaschiert bzw. unter einem entsprechenden Verkleidungselement
angeordnet.
[0026] Vorzugsweise ist die Einspeise- und Verteilereinheit 14 - wie in Fig. 1 angedeutet
- in einem oberen Bereich des ersten Vertikalelements 2 angeordnet. Hierdurch befindet
sie sich an einer Stelle, die in vielen Fällen - bei fertig montierter Versorgungseinrichtung
- besonders nahe an den entsprechenden freien Enden der Zufuhrleitungen lokalisiert
ist. Hierdurch ist der Anschluss der Versorgungseinrichtung an die Zufuhrleitungen
im Allgemeinen erleichtert.
[0027] In Fig. 2 ist beispielhaft eine Ansicht einer Einspeise- und Verteilereinheit 14
- bei abgenommenem Verkleidungselement - in Form eines Rangierverteilers gezeigt.
In dem gezeigten Beispiel umfasst das wenigstens eine erste Anschlusselement 4 wenigstens
eine Starkstromsteckdose und wenigstens eine Schwachstromsteckdose, jedoch kein Gasanschlusselement.
Die Steckdosen können dabei mittels eines Steckverbinders in einem Aluminiumprofil
bzw. in der Verkleidung bzw. dem Verkleidungselement angebracht sein. Analoges gilt
für das wenigstens eine zweite Anschlusselement 8. Dementsprechend weist die wenigstens
eine erste Leitung 10 wenigstens eine Starkstromleitung und wenigstens eine Schwachstromleitung
auf und analog weist die wenigstens eine zweite Leitung 12 ebenfalls wenigstens eine
Starkstromleitung und wenigstens eine Schwachstromleitung auf. Im Allgemeinen können
aber - wie bereits ausgeführt - zusätzlich auch entsprechende Gasleitungen vorgesehen
sein.
[0028] Zur Anbindung der Leitungen 10, 12 im Rahmen der Installation der Versorgungseinrichtung
wird die wenigstens eine erste Leitung 10 und die wenigstens eine zweite Leitung 12
mit der Einspeise- und Verteilereinheit 14 verbunden und Letztere an die entsprechenden
Zufuhrleitungen angeschlossen. Insbesondere eignet sich die Versorgungseinrichtung
auch in einem Fall, in dem das betreffende Zimmer lediglich an einer Stelle entsprechende
Zuführleitungen aufweist, also nicht sowohl an einer ersten Stelle zur Anbindung an
die erste Vertikaleinheit und zusätzlich an einer zweiten Stelle zur Anbindung an
die zweite Vertikaleinheit. Es ist also lediglich eine "Einspeise-Stelle", eine "zentrale
Einspeisung" der unterschiedlichen Medien erforderlich. Durch diese Einspeise- und
Verteilereinheit 14 ist die Installation der Versorgungseinrichtung somit signifikant
erleichtert.
[0029] Vorteilhaft umfasst die Einspeise- und Verteilereinheit 14 - wie in Fig. 2 beispielhaft
gezeigt - Anschlussklemmen, insbesondere Reihenanschlussklemmen für die Zufuhrleitungen
sowie Steckbuchsen zur Aufnahme von an den Leitungen 10, 12 angeordneten, entsprechenden
elektrischen Steckverbindungselementen. Hierdurch ist die Installation weiterhin erleichtert.
[0030] Wenn die Einspeise- und Verteilereinheit 14 Teil des ersten Vertikalelements 2 ist
oder mit dem ersten Vertikalelement 2 mechanisch verbunden ist, kann die wenigstens
eine erste Leitung 10 bereits vorteilhaft vor der Installation wie vorgesehen mit
der Einspeise- und Verteilereinheit 14 verbunden werden. Hierdurch sind die Installationsarbeiten
im betreffenden Zimmer weitergehend erleichtert.
[0031] Weiterhin vorteilhaft weist die Versorgungseinrichtung ein beispielhaft in Fig. 1
gezeigtes Querverbindungselement 16 auf, das einen oberen Bereich des ersten Vertikalelements
2 mit einem oberen Bereich des zweiten Vertikalelements 6 verbindend angeordnet ist.
Ein solches Querverbindungselement 16 eignet sich besonders dazu, die wenigstens eine
zweite Leitung 12 auf ihrem Abschnitt zwischen den beiden Vertikalelementen 2, 6 zu
verdecken, also optisch zu kaschieren. Hierzu kann das Querverbindungselement 16 ein
Verkleidungselement aufweisen, das vorzugsweise optisch analog zu dem Verkleidungselement
des ersten Vertikalelements 2 ausgebildet ist. In Fig. 2 ist das Verkleidungselement
des Querverbindungselements 16 erkennbar, da lediglich das Verkleidungselement des
ersten Vertikalelements 2 abgenommen ist. Vorzugsweise grenzt das Verkleidungselement
des Querverbindungselements 16 einerseits unmittelbar an ein Verkleidungselement des
ersten Vertikalelements 2 und andererseits unmittelbar an ein Verkleidungselement
des zweiten Vertikalelements 6.
[0032] Vorzugsweise ist das Querverbindungselement 16 so hoch angeordnet, dass das oben
genannte Kopfende eines Krankenbetts darunter Platz findet. Auf diese Weise lässt
sich ein Krankenbett in eine durch die beiden Vertikalelemente 2, 6 und das Querverbindungselement
16 gebildete Nische Nbis an die Wand des betreffenden Zimmers hinein schieben; dies
ermöglicht eine besonders effektive Raumausnutzung.
[0033] Die Versorgungseinrichtung kann insgesamt mehr als zwei Vertikalelemente 2, 6 aufweisen,
beispielsweise - wie in Fig. 1 gezeigt - insgesamt drei Vertikalelemente. Dabei kann
zwischen jeweils zwei benachbarten Vertikalelementen der Abstand entsprechend dem
Abstand α gewählt sein, so dass also jeweils ein Kopfende eines Krankenbetts zwischen
jeweils zwei benachbarten Vertikalelementen Platz finden kann. Das dritte und jedes
weitere Vertikalelement 6' kann jeweils analog zu dem ersten bzw. zweiten Vertikalelement
2, 6 ausgebildet sein. Weiterhin analog kann zwischen zwei benachbarten Vertikalelementen
jeweils ein Querverbindungselement 16' vorgesehen sein, das analog zu dem oben genannten
Querverbindungselement 16 ausgebildet ist.
[0034] In Fig. 3 ist beispielhaft ein horizontaler Querschnitt durch das erste Vertikalelement
2 skizziert. Als Beispiel für das wenigstens eine zweite Anschlusselement 8 sind hier
zwei Steckdosen gezeigt. In der Nebenfigur ist eine entsprechende Aufsicht auf eine
der Steckdosen skizziert.
[0035] Vorzugsweise weist das erste Vertikalelement 2 zwei vertikale Stützelemente 20, 22
auf, sowie ein Verkleidungselement 24, das mit den beiden Stützelementen 20, 22 verbunden
ist. Die Stützelemente 20, 22 sind vorzugsweise Profilelemente; sie bestehen beispielsweise
aus Aluminium. Durch die Stützelemente 20, 22 kann also ein Gerüst des Vertikalelements
gebildet sein.
[0036] Das Verkleidungselement 24 ist dementsprechend auf einer Raumseite R des ersten Vertikalelements
2 angeordnet, die dafür vorgesehen ist, zur Zimmermitte hin zu weisen, bzw. die Frontseite
zu bilden. Auf der gegenüberliegenden Wandseite W, die dafür vorgesehen ist, zu der
Wand des Zimmers zu weisen, sind vorzugsweise Befestigungselemente an den beiden Stützelementen
20, 22 zur Befestigung des ersten Vertikalelements 2 an der betreffenden Wand vorgesehen.
Die Stützelemente 20, 22 können insbesondere über Verbindungsstreben miteinander verbunden
sein. In Fig. 9 ist eine Rückansicht der Versorgungseinrichtung bei abgenommenen Verkleidungselementen
(und ohne die Einspeise- und Verteilereinheit 14) skizziert. Man erkannt, dass die
Vertikalelemente 2, 6, 6' jeweils die zwei beschriebenen Stützelemente 20, 22 aufweisen,
die jeweils über mehrere, in unterschiedlichen Höhen angeordnete Verbindungsstreben
28 miteinander verbunden sind.
[0037] Das Verkleidungselement 24 kann beispielsweise durch ein Paneel, insbesondere durch
ein Holzpaneel gebildet sein. Vorzugsweise ist die Ausgestaltung derart, dass das
Verkleidungselement 24 ohne Werkzeug von den Stützelementen 20, 22 entfernt werden
kann, beispielsweise durch eine Rast- oder Schnappverbindung. Hierdurch ist die Montage
der Versorgungseinrichtung weitergehend erleichtert. Es kann aber auch vorgesehen
sein, dass die Ausgestaltung derart ist, dass zum Entfernen der Verkleidungselemente
von den Stützelementen ein Werkzeug erforderlich ist. Es kann auch eine zusätzliche
Sicherung vorgesehen sein, um ein ungewolltes Öffnen - beispielsweise durch einen
Patienten - zu verhindern; dies kann beispielsweise insbesondere im Bereich der Einspeise-
und Verteilereinheit 14 vorgesehen sein. Hier kann beispielsweise eine Sicherung in
Form eines Schlosses vorgesehen sein.
[0038] Wie in Fig. 3 bezeichnet, weist das erste Vertikalelement 2 eine Breite b auf. Das
Verkleidungselement 24 erstreckt sich vorzugsweise über die gesamte Breite b. Die
Breite b kann beispielsweise zwischen 25 cm und 100 cm betragen. Die beschriebene
Ausgestaltung ist besonders gut geeignet, um Vertikalelemente 2, 6, 6' in unterschiedlichen
Breiten b zu gestalten, denn es ist hierzu lediglich erforderlich, die entsprechenden
Verkleidungselemente 24 in der jeweils gewünschten Breite b zu gestalten. Die Stützelemente
20, 22 können dabei ohne Modifikationen verwendet werden. Gegebenenfalls müssen lediglich
in ihrer Länge entsprechend modifizierte Verbindungsstreben 28 verwendet werden. Dies
ist von Bedeutung, da unterschiedliche Krankenzimmer in der Regel unterschiedliche
Abmessungen haben.
[0039] Natürlich kann der beschriebene Aufbau bei jedem der Vertikalelemente 2, 6, 6' in
analoger Weise vorgesehen sein. Auch das Querverbindungselement 16 kann einen entsprechenden
Aufbau aufweisen, insbesondere ein optisch analog gestaltetes Verkleidungselement.
[0040] Durch diese Ausgestaltung lässt sich sozusagen ein modulares System zur Bildung einer
entsprechenden Versorgungseinrichtung bilden, durch das eine einfache Anpassung an
die Maße des betreffenden Zimmers ermöglicht ist. Falls gewünscht ist, dass eines
der Vertikalelemente 2, 6, 6' unmittelbar an eine entsprechende Seitenwand des Zimmers
angrenzt, können hierzu in einfacher Weise Abschlusselemente in Form von Winkeln oder
dergleichen vorgesehen sein, durch welche sich ohne großen Aufwand ein bündiger Abschluss
der Versorgungseinrichtung zu der betreffenden Seitenwand hin erzielen lässt. Die
Vertikalelemente 2, 6, 6' und die Querverbindungselemente 16, 16' können sich in jedem
Einzelfall vorteilhaft vorkonfektionieren lassen, so dass die Installation vor Ort
im Zimmer besonders einfach ist. Die Versorgungseinrichtung kann auf diese Weise besonders
vorteilhaft derart gestaltet sein, dass sie Anforderungen an medizinische Produkte
bereits im vorkonfektionierten Zustand erfüllt, wodurch die Installation der Versorgungseinrichtung
weiterhin deutlich vereinfacht ist. Auch Wartungsarbeiten und Nachrüstbarkeit sind
hierdurch im Allgemeinen erleichtert, da hierzu in der Regel in erster Linie eine
Überprüfung der zentralen Einspeise- und Verteilereinheit 14 erforderlich ist.
[0041] In Fig. 4 ist eine Frontalansicht der Versorgungseinrichtung skizziert. Insbesondere
kann - wie bereits erwähnt - die Ausgestaltung der Versorgungseinrichtung derart sein,
dass ein Kopfende eines Krankenbetts in die Nische N eingeschoben werden kann, die
seitlich durch die beiden Vertikalelemente 2, 6 und oben durch das Querverbindungselement
16 gebildet und begrenzt ist.
[0042] Besonders in diesem Fall ist es vorteilhaft, wenn das Querverbindungselement 16 wenigstens
eine Leuchte aufweist. Die wenigstens eine Leuchte kann insbesondere eine Leseleuchte
30 mit einer überwiegend nach unten bzw. nach schräg unten gerichteten Lichtabgabe
umfassen und/oder eine Raumleuchte 32 mit einer überwiegend horizontalen bzw. nach
schräg oben gerichteten Lichtabgabe.
[0043] In Fig. 5 ist ein Schnitt längs der Linie B - B aus Fig. 4 skizziert, in dem die
beiden genannten Leuchten 30, 32 zu erkennen sind. Fig. 6 zeigt den Bereich um die
beiden Leuchten 30, 32 detaillierter. Vorzugsweise ist die Leseleuchte 30 an der Unterseite
des Querverbindungselements 16 angeordnet. Die Unterseite kann durch ein schräges
Abdeck- bzw. Verkleidungselement, beispielsweise aus Aluminium, gebildet sein, das
eine Lichtaustrittsöffnung für die Leseleuchte 30 aufweist, in der eine vorzugsweise
plane lichtdurchlässige Abdeckung der Leseleuchte 30 - im Wesentlichen bündig mit
dem umgebenden Verkleidungselement - angeordnet ist.
[0044] Die Raumleuchte 32 weist vorzugsweise einen Reflektor 34 auf, der dazu dient bzw.
dazu ausgebildet ist, ein von einem Leuchtmittel 36 der Raumleuchte 32 erzeugtes Licht
asymmetrisch nach oben bzw. nach schräg oben zu lenken. Vorteilhaft weist die Raumleuchte
32 eine vorzugsweise plan gestaltete lichtdurchlässige Abdeckung 38 auf, die zumindest
im Wesentlichen in einer Ebene angeordnet ist, die durch eine Oberfläche des umgebenden
Verkleidungselements des Querverbindungselements 16 gegeben ist.
[0045] Die Versorgungseinrichtung kann dazu ausgebildet sein, sich bis an die Decke des
betreffenden Zimmers hin zu erstrecken. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass die
Höhe derart bemessen ist, dass ein geringer Abstand zu Decke besteht. In diesem Fall
kann an der Oberseite der Versorgungseinrichtung noch wenigstens ein zusätzliches
Leuchtmittel bzw. eine zusätzliche Leuchte angeordnet sein, beispielsweise für die
Erzeugung einer indirekten Beleuchtung.
[0046] In Fig. 7 ist ein Horizontalschnitt längs der Linie A - A aus Fig. 4 gezeigt und
in Fig. 8 eine Detailansicht aus Fig. 7 im Bereich des zweiten Vertikalelements 6.
Die Skizze gilt jedoch völlig analog auch für das erste Vertikalelement 2 bzw. gegebenenfalls
für jedes weitere Vertikalelement 6'. Man erkennt unter anderem die beiden - hier
in einer Variation gezeigten - Stützelemente 20, 22 und das Verkleidungselement 24.
[0047] Das Vertikalelement 6 weist ein Anschlusselement A auf, hier beispielsweise in Form
eines Gasanschlusselements; es kann sich jedoch allgemein auch um ein andersartiges
Anschlusselement handeln. Das Anschlusselement A ist an einem der beiden Stützelemente
20, 22 oder an beiden Stützelementen 20, 22 befestigt, jedoch nicht an dem Verkleidungselement
24. Im gezeigten Beispiel ist das Anschlusselement A an beiden Stützelementen 20,
22 durch Verankerungen Vfixiert. Durch diese Art der Befestigung des Anschlusselements
A ist die Gefahr verringert, dass sich durch eine Manipulation an dem Anschlusselement
A das Verkleidungselement 24 ungewollt von den Stützelementen 20, 22 ablöst.
[0048] Analoges gilt mit Bezug auf eine Befestigung eines entsprechenden Anschlusselementes
A an einer Seitenfläche eines Vertikalelements 2, 6 also beispielsweise an einer zu
der Nische N hin weisenden Seite. Wie in Fig. 3 gezeigt, kann ein entsprechendes Anschlusselement
A hierzu an einem der beiden Stützelemente 20, 22 befestigt sein, ohne an dem Verkleidungselement
24 befestigt zu sein. Das Anschlusselement A - im gezeigten Beispiel in Form einer
Steckdose - kann vorzugsweise mit Bezug auf das Vertikalelement 2, 6 von innen, durch
ein Loch, beispielsweise eine Fräsung in der entsprechenden Profilseitenwand hindurch
mittels einer Rastverbindung gehaltert sein. Hierdurch ist eine zuverlässige und dabei
leicht herzustellende Verbindung ermöglicht.
[0049] Innerhalb eines Vertikalelements 2, 6 ist vorzugsweise eine getrennte Führung für
Schwachstromleitungen, Starkstromleitungen und Gasleitungen vorgesehen. Hierzu können
beispielsweise in das Vertikalelement 2, 6 eingeschobene Kunststoffrohre dienen, in
denen die jeweiligen Leitungen geführt sind.
[0050] Vorzugsweise weist das erste und/oder jedes weitere Vertikalelement 2, 6, 6' der
medizinischen Versorgungseinrichtung wenigstens ein Rammschutzelement 40 zur Verringerung
der Gefahr einer Beschädigung des Vertikalelements 2, 6, 6' auf. Eine derartige Beschädigung
könnte beispielsweise durch ein Krankenbett oder dergleichen verursacht sein. Dementsprechend
ist das Rammschutzelement 40 vorzugsweise im Bereich einer frontseitigen Kante des
Vertikalelements 2, 6, 6' ausgebildet, die eine Begrenzung der Nische N bildet.
[0051] In Fig. 10 ist beispielhaft ein horizontaler Querschnitt durch ein Vertikalelement
2, 6, 6' skizziert. Wie gezeigt, ist das Rammschutzelement 40 vorteilhaft stabil unmittelbar
mit einem der - hier wieder in der Variante gezeigten - Stützelemente 20, 22 verbunden,
beispielsweise mit speziellen Verbindungselementen 42, die ein Loch in dem betreffenden
Stützelement 20, 22 durchgreifend angeordnet sind. Beispielsweise kann hierfür eine
Schraubverbindung vorgesehen sein. In Fig. 11 ist ein Ausschnitt einer Frontansicht
eines Vertikalelements 2, 6, 6' skizziert, das einen Rammschutz 40 aufweist.
[0052] Vorzugsweise ist das Rammschutzelement 40 durch ein gesondertes Profilelement, beispielsweise
aus Aluminium, gebildet. Insbesondere können die Verkleidungselemente 24, die zur
Zimmerseite R hin weisen, durch Holzpaneele gebildet sein und das Rammschutzelement
40 durch ein Metallprofil. Das Rammschutzelement 40 kann derart gestaltet sein, dass
es sich lediglich über einen Teil der Höhe des Vertikalelements 2, 6, 6' erstreckt
oder über die gesamte Höhe hinweg. Weiterhin vorzugsweise ist das Rammschutzelement
40 flächenbündig mit dem umgebenden frontseitigen Verkleidungselement 24 ausgebildet;
entsprechend ist es auch vorteilhaft flächenbündig mit dem angrenzenden seitlichen,
weiteren Verkleidungselement 26 gestaltet.
[0053] Das Vertikalelement 2, 6, 6' kann weiterhin vorzugsweise in einem unteren Bereich
eine (in den Figuren nicht gezeigte) weitere Leuchte aufweisen, die zur Lichtabgabe
nach unten oder nach schräg unten ausgebildet ist. Durch eine solche Leuchte lässt
sich besonders vorteilhaft eine dezente Beleuchtung des Zimmers, beispielsweise als
Nacht- oder Orientierungslicht realisieren. Vorteilhaft kann vorgesehen sein, dass
sich das Vertikalelement 2, 6, 6' nicht ganz bis zum Boden des Zimmers erstreckt sondern,
einige Zentimeter, beispielsweise zwischen 5 und 20 cm vom Boden beabstandet ist.
In diesem Fall kann diese Leuchte vorteilhaft eine nach unten zum Boden weisende Lichtabgabefläche
aufweisen. Ein entsprechender Abstand ist auch mit Bezug auf eine Reinigung des Bodens
des Zimmers vorteilhaft.
[0054] Die Frontseite einer Vertikaleinheit 2, 6 muss nicht notwendigerweise durch eine
plane Oberfläche, gegebenenfalls mit den entsprechenden Anschlusselementen, gebildet
sein. Es besteht auch die Möglichkeit, Elemente vorzusehen, durch welche beispielsweise
Regale oder kleine Schränkchen der dergleichen gebildet sind. Die Gestaltung der Flächen
der Paneele und die Wahl des Materials hierfür sind flexibel wählbar. Vorzugsweise
handelt es sich um Ausführungen, welche ein einfaches Reinigen ermöglichen. Insbesondere
auch die an den Quermodulen 16, 16' vorgesehenen Lichtaustrittsöffnungen der wenigstens
einen Leuchte bzw. der Leuchten 30, 32 sind deshalb vorzugsweise mit transparenten
Abdeckungen abgedeckt, die eine bündige Oberfläche mit dem jeweils umgebenden Verkleidungselement
bilden.
[0055] Die erfindungsgemäße Versorgungseinrichtung eignet sich im Allgemeinen nicht nur
für Patientenzimmer, sondern kann sich beispielsweise auch für Zimmer in Pflegeheimen
oder Hotels eignen.
1. Medizinische Versorgungseinrichtung zur Bereitstellung von Versorgungsmedien, insbesondere
von medizinischen Gasen und/oder Strom, wobei die Versorgungseinrichtung dafür vorgesehen
ist, an einem Wandbereich mit Zufuhrleitungen der Versorgungsmedien montiert zu werden,
aufweisend
- ein erstes Vertikalelement (2), das länglich ausgebildet ist und dafür vorgesehen
ist, vertikal montiert zu werden, wobei das erste Vertikalelement (2) wenigstens ein
erstes Anschlusselement (4) für wenigstens eines der Versorgungsmedien aufweist,
- ein zweites Vertikalelement (6), das länglich ausgebildet ist und dafür vorgesehen
ist, vertikal und dabei mit einem horizontalen Abstand (α) zu dem ersten Vertikalelement
(2) montiert zu werden, wobei das zweite Vertikalelement (6) wenigstens ein zweites
Anschlusselement (8) für wenigstens eines der Versorgungsmedien aufweist,
- wenigstens eine erste Leitung (10) zum Leiten wenigstens eines der Versorgungsmedien,
die leitend mit dem wenigstens einen ersten Anschlusselement (4) verbunden ist,
- wenigstens eine zweite Leitung (12) zum Leiten wenigstens eines der Versorgungsmedien,
die leitend mit dem wenigstens einen zweiten Anschlusselement (8) verbunden ist,
gekennzeichnet durch
- eine Einspeise- und Verteilereinheit (14), die Mittel für eine leitende Verbindung
zwischen den Zufuhrleitungen einerseits und der wenigstens einen ersten Leitung (10)
und der wenigstens einen zweiten Leitung (12) andererseits aufweist.
2. Medizinische Versorgungseinrichtung nach Anspruch 1,
bei der die Einspeise- und Verteilereinheit (14) einen Unterverteiler, insbesondere
einen Rangierverteiler aufweist.
3. Medizinische Versorgungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
bei der die Einspeise- und Verteilereinheit (14) mit dem ersten Vertikalelement (2)
verbunden ist oder Teil des ersten Vertikalelements (2) ist.
4. Medizinische Versorgungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, weiterhin
aufweisend
- ein Querverbindungselement (16), das einen oberen Bereich des ersten Vertikalelements
(2) mit einem oberen Bereich des zweiten Vertikalelements (6) verbindend angeordnet
ist.
5. Medizinische Versorgungseinrichtung nach Anspruch 4,
bei der das Querverbindungselement (16) wenigstens eine Leuchte (30, 32) aufweist.
6. Medizinische Versorgungseinrichtung nach Anspruch 5,
bei der die wenigstens eine Leuchte eine Leseleuchte (30) mit einer überwiegend nach
unten bzw. nach schräg unten gerichteten Lichtabgabe aufweist.
7. Medizinische Versorgungseinrichtung nach Anspruch 5 oder 6,
bei der die wenigstens eine Leuchte eine Raumleuchte (32) mit einer überwiegend horizontalen
bzw. nach schräg oben gerichteten Lichtabgabe aufweist.
8. Medizinische Versorgungseinrichtung nach Anspruch 7,
bei der die Raumleuchte (32) einen Reflektor (34) aufweist, der dazu dient, ein von
einem Leuchtmittel (36) der Raumleuchte (32) erzeugtes Licht asymmetrisch nach oben
bzw. nach schräg oben zu lenken.
9. Medizinische Versorgungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
bei der das erste Vertikalelement (2) zwei vertikale Stützelemente (20, 22) aufweist
sowie wenigstens ein Verkleidungselement (24), das mit einem der beiden Stützelemente
(20, 22) oder mit beiden Stützelementen (20, 22), vorzugsweise über eine Rastverbindung,
verbunden ist.
10. Medizinische Versorgungseinrichtung nach Anspruch 9,
bei der das wenigstens eine erste Anschlusselement (4, A) an einem der beiden Stützelemente
(20, 22) oder an beiden Stützelementen (20, 22) befestigt ist, jedoch nicht an dem
Verkleidungselement (24).
11. Längliches Vertikalelement (2, 6, 6') einer medizinischen Versorgungseinrichtung zur
Bereitstellung von Versorgungsmedien, insbesondere von medizinischen Gasen und/oder
Strom, wobei das Vertikalelement (2, 6) dafür vorgesehen ist, vertikal an einem Wandbereich
mit Zufuhrleitungen der Versorgungsmedien montiert zu werden,
gekennzeichnet durch
wenigstens ein Rammschutzelement (40) zur Verringerung der Gefahr einer Beschädigung
des Vertikalelements (2, 6, 6'), beispielsweise durch ein Krankenbett, wobei das Rammschutzelement (40) vorzugsweise durch ein gesondertes Profilelement gebildet ist.
12. Längliches Vertikalelement einer medizinischen Versorgungseinrichtung zur Bereitstellung
von Versorgungsmedien, insbesondere von medizinischen Gasen und/oder Strom, wobei
das Vertikalelement dafür vorgesehen ist, vertikal an einem Wandbereich mit Zufuhrleitungen
der Versorgungsmedien montiert zu werden,
gekennzeichnet durch
eine Leuchte in einem unteren Bereich des Vertikalelements, die zur Lichtabgabe nach
unten oder nach schräg unten ausgebildet ist.
13. Medizinische Versorgungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, bei der das
erste Vertikalelement und/oder das zweite Vertikalelement ein Vertikalelement nach
Anspruch 11 und/oder nach Anspruch 12 ist.