(19)
(11) EP 2 543 352 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
09.01.2013  Patentblatt  2013/02

(21) Anmeldenummer: 12175120.0

(22) Anmeldetag:  05.07.2012
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A61G 12/00(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME

(30) Priorität: 08.07.2011 DE 102011078874

(71) Anmelder: Zumtobel Lighting GmbH
6850 Dornbirn (AT)

(72) Erfinder:
  • Schwarzer, Harald
    6841 Mäder (AT)

(74) Vertreter: Thun, Clemens 
Mitscherlich & Partner Sonnenstraße 33
80331 München
80331 München (DE)

   


(54) Medizinische Versorgungseinrichtung


(57) Die Erfindung betrifft eine medizinische Versorgungseinrichtung zur Bereitstellung von Versorgungsmedien, insbesondere von medizinischen Gasen und/oder Strom, die dafür vorgesehen ist, an einem Wandbereich mit Zufuhrleitungen der Versorgungsmedien montiert zu werden. Die Versorgungseinrichtung weist ein erstes längliches Vertikalelement (2) auf, das wenigstens ein erstes Anschlusselement (4) für wenigstens eines der Versorgungsmedien aufweist, sowie ein hierzu horizontal beabstandetes zweites Vertikalelement (6), das wenigstens ein zweites Anschlusselement (8) für wenigstens eines der Versorgungsmedien aufweist. Weiterhin weist die Versorgungseinrichtung wenigstens eine erste Leitung (10) zum Leiten wenigstens eines der Versorgungsmedien auf, die leitend mit dem wenigstens einen ersten Anschlusselement (4) verbunden ist, sowie wenigstens eine zweite Leitung (12) zum Leiten wenigstens eines der Versorgungsmedien, die leitend mit dem wenigstens einen zweiten Anschlusselement (8) verbunden ist. Außerdem weist die Versorgungseinrichtung eine Einspeise- und Verteilereinheit (14) auf, die Mittel für eine leitende Verbindung zwischen den Zufuhrleitungen einerseits und der wenigstens einen ersten Leitung (10) und der wenigstens einen zweiten Leitung (12) andererseits aufweist. Zur Anbindung der Leitungen (10, 12) an die Zufuhrleitungen im Rahmen der Montage der Versorgungseinrichtung müssen die Leitungen (10, 12) lediglich an einer Stelle, nämlich an der Einspeise- und Verteilereinheit (14) mit den Zufuhrleitungen entsprechend verbunden werden.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine medizinische Versorgungseinrichtung zur Bereitstellung von Versorgungsmedien, insbesondere von medizinischen Gasen und/oder Strom, die dafür vorgesehen ist, an einem Wandbereich mit Zufuhrleitungen der Versorgungsmedien montiert zu werden. Weiterhin betrifft die Erfindung ein längliches Vertikalelement einer derartigen Versorgungseinrichtung.

[0002] Eine derartige Versorgungseinrichtung ist aus dem Bereich der Ausstattung von Patientenzimmem in Krankenhäusern bekannt. In der Praxis hat sich die Montage bzw. Installation solcher Versorgungseinrichtungen als vergleichsweise aufwändig herausgestellt.

[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine entsprechende verbesserte Versorgungseinrichtung bzw. ein entsprechend verbessertes Vertikalelement für eine derartige Versorgungseinrichtung anzugeben; insbesondere soll sich die Versorgungseinrichtung besonders leicht installieren und an unterschiedliche Zimmerverhältnisse anpassen lassen.

[0004] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung mit den in den unabhängigen Ansprüchen genannten Gegenständen gelöst. Besondere Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

[0005] Gemäß der Erfindung ist eine medizinische Versorgungseinrichtung zur Bereitstellung von Versorgungsmedien, insbesondere von medizinischen Gasen und/oder Strom, vorgesehen, die dafür vorgesehen ist, an einem Wandbereich mit Zufuhrleitungen der Versorgungsmedien montiert zu werden. Die Versorgungseinrichtung weist ein erstes Vertikalelement auf, das länglich ausgebildet ist und das dafür vorgesehen ist, vertikal montiert zu werden, wobei das erste Vertikalelement wenigstens ein erstes Anschlusselement für wenigstens eines der Versorgungsmedien aufweist; weiterhin weist die Versorgungseinrichtung ein zweites Vertikalelement auf, das länglich ausgebildet ist und das dafür vorgesehen ist, vertikal und dabei mit einem horizontalen Abstand zu dem ersten Vertikalelement montiert zu werden, wobei das zweite Vertikalelement wenigstens ein zweites Anschlusselement für wenigstens eines der Versorgungsmedien aufweist. Weiterhin weist die Versorgungseinrichtung wenigstens eine erste Leitung zum Leiten wenigstens eines der Versorgungsmedien auf, die leitend mit dem wenigstens einen ersten Anschlusselement verbunden ist, sowie wenigstens eine zweite Leitung zum Leiten wenigstens eines der Versorgungsmedien, die leitend mit dem wenigstens einen zweiten Anschlusselement verbunden ist. Außerdem weist die Versorgungseinrichtung eine Einspeise- und Verteilereinheit auf, die Mittel für eine leitende Verbindung zwischen den Zufuhrleitungen einerseits und der wenigstens einen ersten Leitung und der wenigstens einen zweiten Leitung andererseits aufweist.

[0006] Zur Anbindung der Leitungen an die Zufuhrleitungen im Rahmen der Montage bzw. Installation der Versorgungseinrichtung in dem Zimmer, das die betreffende Wand aufweist, müssen die Leitungen lediglich an einer Stelle, nämlich an der Einspeise- und Verteilereinheit mit den Zufuhrleitungen entsprechend verbunden werden. Insbesondere ist es nicht erforderlich, dass für jedes der Vertikalelemente gesonderte Zufuhrleitungen an entsprechend geeigneten Stellen zur Verfügung gestellt werden. Der Aufwand zur Montage und Installation der Versorgungseinrichtung ist hierdurch signifikant verringert.

[0007] Vorzugsweise weist die Einspeise- und Verteilereinheit einen Unterverteiler, insbesondere einen Rangierverteiler auf. Weiterhin vorteilhaft ist die Einspeise- und Verteilereinheit mit dem ersten Vertikalelement verbunden oder Teil des ersten Vertikalelements. In diesem Fall kann die wenigstens eine erste Leitung bereits vor der Montage der Versorgungseinrichtung vor Ort mit der Einspeise- und Verteilereinheit verbunden werden, so dass die Installation weiterhin erleichtert ist.

[0008] Vorzugsweise weist die Versorgungseinrichtung weiterhin ein Querverbindungselement auf, das einen oberen Bereich des ersten Vertikalelements mit einem oberen Bereich des zweiten Vertikalelements verbindend angeordnet ist. Das Querverbindungselement ermöglicht eine vorteilhafte Kaschierung desjenigen Teils der Leitungen, der sich zwischen den beiden Vertikalelementen erstreckt. Hierdurch lässt sich also insbesondere die wenigstens eine zweite Leitung zwischen den beiden Vertikalelementen auf einfache Weise kaschieren. Auch kann durch das Querverbindungselement gegebenenfalls die Einspeise- und Verteilereinheit kaschiert werden, falls sich die Zufuhrleitungen an einer entsprechenden Stelle in das betreffende Zimmer hinein erstrecken.

[0009] Vorzugsweise weist das Querverbindungselement wenigstens eine Leuchte auf. Aufgrund der Anordnung des Querverbindungselements in einem oberen Bereich zwischen den beiden Vertikalelementen eignet sich die Anordnung wenigstens einer Leuchte an bzw. in dem Querverbindungselement besonders gut. Insbesondere kann die wenigstens eine Leuchte eine Leseleuchte mit einer überwiegend nach unten bzw. nach schräg unten gerichteten Lichtabgabe aufweisen und/oder eine Raumleuchte mit einer überwiegend horizontalen bzw. nach schräg oben gerichteten Lichtabgabe. Die Raumleuchte weist dabei vorzugsweise einen Reflektor auf, der dazu dient, ein von einem Leuchtmittel der Raumleuchte erzeugtes Licht asymmetrisch nach oben bzw. nach schräg oben zu lenken.

[0010] Vorzugsweise weist das erste Vertikalelement zwei vertikale Stützelemente auf sowie wenigstens ein Verkleidungselement, das mit einem der beiden Stützelemente oder mit beiden Stützelementen verbunden ist. Hierdurch ist eine einfach, variabel zu gestaltende und dabei stabile Konstruktion ermöglicht. Wenn das Verkleidungselement über eine Rastverbindung mit dem Stützelement bzw. mit den Stützelementen verbunden ist, ist eine besonders einfache Montage ermöglicht.

[0011] Vorteilhaft ist das wenigstens eine erste Anschlusselement an einem der beiden Stützelemente oder an beiden Stützelementen befestigt, jedoch nicht an dem Verkleidungselement. Hierdurch lässt sich die Gefahr verringern, dass durch eine Manipulation an dem wenigstens einen ersten Anschlusselement das Verkleidungselement von den Stützelementen ungewollt gelöst wird.

[0012] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist ein längliches Vertikalelement einer medizinischen Versorgungseinrichtung zur Bereitstellung von Versorgungsmedien, insbesondere von medizinischen Gasen und/oder Strom vorgesehen, wobei das Vertikalelement dafür vorgesehen ist, vertikal an einem Wandbereich mit Zufuhrleitungen der Versorgungsmedien montiert zu werden. Das Vertikalelement weist wenigstens ein Rammschutzelement zur Verringerung der Gefahr einer Beschädigung des Vertikalelements, beispielsweise durch ein Krankenbett auf, wobei das Rammschutzelement vorzugsweise durch ein gesondertes Profilelement gebildet ist.

[0013] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist ein längliches Vertikalelement einer medizinischen Versorgungseinrichtung zur Bereitstellung von Versorgungsmedien, insbesondere von medizinischen Gasen und/oder Strom vorgesehen wobei das Vertikalelement dafür vorgesehen ist, vertikal an einem Wandbereich mit Zufuhrleitungen der Versorgungsmedien montiert zu werden. In einem unteren Bereich des Vertikalelements ist eine Leuchte angeordnet, die zur Lichtabgabe nach unten oder nach schräg unten ausgebildet ist. Durch eine solche Leuchte lässt sich besonders vorteilhaft eine dezente Beleuchtung des Zimmers, beispielsweise als Nacht- oder Orientierungslicht realisieren.

[0014] Die beiden zuletzt genannten Vertikalelemente können insbesondere Vertikalelemente einer erfindungsgemäßen Versorgungseinrichtung sein.

[0015] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen und mit Bezug auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1
eine perspektivische Skizze eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen medizinischen Versorgungseinrichtung,
Fig. 2
eine Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer Einspeise- und Verteilereinheit der Versorgungseinrichtung,
Fig. 3
einen Horizontalschnitt durch ein erstes bzw. zweites Vertikalelement der Versorgungseinrichtung,
Fig. 4
eine Frontansicht der Versorgungseinrichtung,
Fig. 5
einen Schnitt längs der Linie B - B aus Fig. 4,
Fig. 6
eine Detailansicht aus Fig. 5 im Bereich der Leuchten,
Fig. 7
einen Horizontalschnitt längs der Linie A - A aus Fig. 4,
Fig. 8
eine Detailansicht aus Fig. 7 im Bereich des zweiten Vertikalelements,
Fig. 9
eine Rückansicht der Stützelemente der Versorgungseinrichtung,
Fig. 10
einen Horizontalschnitt eines Vertikalelements im Bereich eines Rammschutzelements und
Fig. 11
einen Ausschnitt aus einer Frontansicht eines Vertikalelements mit einem Rammschutzelement.


[0016] In Fig. 1 ist ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen medizinischen Versorgungseinrichtung perspektivisch skizziert. Die Versorgungseinrichtung ist zur Bereitstellung von Versorgungsmedien ausgebildet, insbesondere von medizinischen Gasen und/oder Strom. Insbesondere kann die Versorgungseinrichtung dafür vorgesehen sein, in einem Pateientenzimmer eines Krankenhauses montiert bzw. installiert zu werden. In Fig. 1 ist der Blick von schräg oben auf die "Frontseite" der Versorgungseinrichtung gezeigt, also auf diejenige Seite, die im montierten Zustand von einer in dem betreffenden Zimmer befindlichen Person gesehen wird.

[0017] Bei den Gasen kann es sich beispielsweise um Druckluft und/oder Sauerstoff handeln. Bei dem Strom kann es sich um Starkstrom und/oder Schwachstrom handeln. Der Schwachstrom kann dazu vorgesehen sein, Signale zur Verfügung zu stellen, beispielsweise für eine Übertragung von Video- und/oder Fernsehinformationen und/oder zum Telefonieren u. s. w.

[0018] Die Versorgungseinrichtung ist dafür vorgesehen, an einem (in Fig. 1 nicht gezeigten) Wandbereich mit (ebenfalls nicht gezeigten) Zufuhrleitungen der Versorgungsmedien montiert zu werden. Typischerweise ragen in einem Patientenzimmer entsprechende Zufuhrleitungen, also entsprechende Gasrohre und Stromleitungen in einem Bereich am Rand der Decke zur weiteren Verbindung in das Zimmerinnere.

[0019] Die Versorgungseinrichtung weist ein erstes Vertikalelement 2 auf, das länglich ausgebildet ist und das dafür vorgesehen ist, vertikal montiert zu werden. Das erste Vertikalelement 2 kann insbesondere eine Höhe von mehr als zwei Metern aufweisen. Das erste Vertikalelement 2 weist wenigstens ein erstes Anschlusselement 4 für wenigstens eines der Versorgungsmedien auf. Das wenigstens eine erste Anschlusselement 4 kann dementsprechend - wie in Fig. 1 beispielhaft angedeutet - eine Starkstromsteckdose bzw. Netzsteckdose oder einen Schalter umfassen; es kann aber auch bzw. zusätzlich eine Schwachstromsteckdose umfassen und/oder ein Gasanschlusselement. Das wenigstens eine erste Anschlusselement 4 kann auch jeweils mindestens ein Anschlusselement einer entsprechenden Art aufweisen.

[0020] Weiterhin weist die Versorgungseinrichtung ein zweites Vertikalelement 6 auf, das länglich ausgebildet ist und das dafür vorgesehen ist, vertikal und dabei mit einem horizontalen Abstand α zu dem ersten Vertikalelement 2 montiert zu werden. Das zweite Vertikalelement 6 kann insbesondere eine Höhe von mehr als zwei Metern aufweisen, beispielsweise dieselbe Höhe wie das erste Vertikalelement 2. Das zweite Vertikalelement 6 weist wenigstens ein zweites Anschlusselement 8 für wenigstens eines der Versorgungsmedien auf. Das wenigstens eine zweite Anschlusselement 8 kann im Übrigen analog zu dem wenigstens einen ersten Anschlusselement 4 ausgebildet sein.

[0021] Der Abstand α ist vorteilhaft so gewählt, dass das Kopfende eines Krankenbettes zwischen den beiden Vertikalelementen 2, 6 Platz findet. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass der Abstand α größer als 1,20 Meter, vorzugsweise größer als 1,50 Meter ist. Dies ist vorteilhaft mit Bezug auf die Raumausnutzung des betreffenden Zimmers.

[0022] Weiterhin weist die Versorgungseinrichtung wenigstens eine erste Leitung 10 zum Leiten wenigstens eines der Versorgungsmedien auf, die leitend mit dem wenigstens einen ersten Anschlusselement 4 verbunden ist. Die wenigstens eine erste Leitung 10 kann - wie beispielhaft in Fig. 1 angedeutet - eine Starkstromleitung sein, sie kann aber auch bzw. zusätzlich eine Schwachstromleitung umfassen und/oder eine Gasleitung. Insbesondere kann für jedes einzelne Anschlusselement des wenigstens einen ersten Anschlusselements 4 jeweils eine entsprechende Leitung als Teil der wenigstens einen ersten Leitung 10 vorgesehen sein, die mit dem betreffenden Anschlusselement leitend verbunden ist. Beispielsweise kann also das wenigstens eine erste Anschlusselement 4 eine Starkstromsteckdose, zwei Schwachstromsteckdosen und zwei Gasanschlüsse umfassen und die wenigstens eine erste Leitung 10 dementsprechend eine Starkstromleitung, die leitend mit der Starkstromsteckdose verbunden ist, zwei Schwachstromleitungen, die leitend mit den beiden Schwachstromsteckdosen verbunden sind und zwei Gasleitungen, die leitend mit den beiden Gasanschlüssen verbunden sind. Ein Gasanschluss ist dabei vorzugsweise nicht seitlich, sondern frontseitig vorgesehen.

[0023] In der Fig. 1 ist die wenigstens eine erste Leitung 10 strichpunktiert gezeichnet; dies soll andeuten, dass diese Leitung 10 bzw. die betreffenden Leitungen vorzugsweise unter einem - nachfolgend noch näher beschriebenen - Verkleidungselement des ersten Vertikalelements 2 angeordnet ist, beispielsweise in einem Kabelkanal innerhalb eines Aluminiumprofils, so dass die Leitung 10 - bei fertig installierter Versorgungseinrichtung - vom Zimmer aus betrachtet aufgrund des Verkleidungselements nicht sichtbar bzw. optisch kaschiert ist.

[0024] Weiterhin weist die Versorgungseinrichtung wenigstens eine zweite Leitung 12 zum Leiten wenigstens eines der Versorgungsmedien auf, die leitend mit dem wenigstens einen zweiten Anschlusselement 8 verbunden ist. Die wenigstens eine zweite Leitung 12 ist analog ausgebildet wie die wenigstens eine erste Leitung 4. Auch diese Leitung 12 kann optisch entsprechend kaschiert sein.

[0025] Außerdem weist die Versorgungseinrichtung eine Einspeise- und Verteilereinheit 14 auf, die Mittel für eine leitende Verbindung zwischen den Zufuhrleitungen einerseits und der wenigstens einen ersten Leitung 10 und der wenigstens einen zweiten Leitung 12 andererseits aufweist. Die Einspeise- und Verteilereinheit 14 kann einen Unterverteiler, insbesondere einen Rangierverteiler aufweisen oder aus einem solchen gebildet sein. Die Einspeise- und Verteilereinheit 14 ist vorteilhaft mit der ersten Vertikaleinheit 2 verbunden oder Teil der ersten Vertikaleinheit 2. Auch die Einspeise- und Verteilereinheit 14 ist vorzugsweise optisch kaschiert bzw. unter einem entsprechenden Verkleidungselement angeordnet.

[0026] Vorzugsweise ist die Einspeise- und Verteilereinheit 14 - wie in Fig. 1 angedeutet - in einem oberen Bereich des ersten Vertikalelements 2 angeordnet. Hierdurch befindet sie sich an einer Stelle, die in vielen Fällen - bei fertig montierter Versorgungseinrichtung - besonders nahe an den entsprechenden freien Enden der Zufuhrleitungen lokalisiert ist. Hierdurch ist der Anschluss der Versorgungseinrichtung an die Zufuhrleitungen im Allgemeinen erleichtert.

[0027] In Fig. 2 ist beispielhaft eine Ansicht einer Einspeise- und Verteilereinheit 14 - bei abgenommenem Verkleidungselement - in Form eines Rangierverteilers gezeigt. In dem gezeigten Beispiel umfasst das wenigstens eine erste Anschlusselement 4 wenigstens eine Starkstromsteckdose und wenigstens eine Schwachstromsteckdose, jedoch kein Gasanschlusselement. Die Steckdosen können dabei mittels eines Steckverbinders in einem Aluminiumprofil bzw. in der Verkleidung bzw. dem Verkleidungselement angebracht sein. Analoges gilt für das wenigstens eine zweite Anschlusselement 8. Dementsprechend weist die wenigstens eine erste Leitung 10 wenigstens eine Starkstromleitung und wenigstens eine Schwachstromleitung auf und analog weist die wenigstens eine zweite Leitung 12 ebenfalls wenigstens eine Starkstromleitung und wenigstens eine Schwachstromleitung auf. Im Allgemeinen können aber - wie bereits ausgeführt - zusätzlich auch entsprechende Gasleitungen vorgesehen sein.

[0028] Zur Anbindung der Leitungen 10, 12 im Rahmen der Installation der Versorgungseinrichtung wird die wenigstens eine erste Leitung 10 und die wenigstens eine zweite Leitung 12 mit der Einspeise- und Verteilereinheit 14 verbunden und Letztere an die entsprechenden Zufuhrleitungen angeschlossen. Insbesondere eignet sich die Versorgungseinrichtung auch in einem Fall, in dem das betreffende Zimmer lediglich an einer Stelle entsprechende Zuführleitungen aufweist, also nicht sowohl an einer ersten Stelle zur Anbindung an die erste Vertikaleinheit und zusätzlich an einer zweiten Stelle zur Anbindung an die zweite Vertikaleinheit. Es ist also lediglich eine "Einspeise-Stelle", eine "zentrale Einspeisung" der unterschiedlichen Medien erforderlich. Durch diese Einspeise- und Verteilereinheit 14 ist die Installation der Versorgungseinrichtung somit signifikant erleichtert.

[0029] Vorteilhaft umfasst die Einspeise- und Verteilereinheit 14 - wie in Fig. 2 beispielhaft gezeigt - Anschlussklemmen, insbesondere Reihenanschlussklemmen für die Zufuhrleitungen sowie Steckbuchsen zur Aufnahme von an den Leitungen 10, 12 angeordneten, entsprechenden elektrischen Steckverbindungselementen. Hierdurch ist die Installation weiterhin erleichtert.

[0030] Wenn die Einspeise- und Verteilereinheit 14 Teil des ersten Vertikalelements 2 ist oder mit dem ersten Vertikalelement 2 mechanisch verbunden ist, kann die wenigstens eine erste Leitung 10 bereits vorteilhaft vor der Installation wie vorgesehen mit der Einspeise- und Verteilereinheit 14 verbunden werden. Hierdurch sind die Installationsarbeiten im betreffenden Zimmer weitergehend erleichtert.

[0031] Weiterhin vorteilhaft weist die Versorgungseinrichtung ein beispielhaft in Fig. 1 gezeigtes Querverbindungselement 16 auf, das einen oberen Bereich des ersten Vertikalelements 2 mit einem oberen Bereich des zweiten Vertikalelements 6 verbindend angeordnet ist. Ein solches Querverbindungselement 16 eignet sich besonders dazu, die wenigstens eine zweite Leitung 12 auf ihrem Abschnitt zwischen den beiden Vertikalelementen 2, 6 zu verdecken, also optisch zu kaschieren. Hierzu kann das Querverbindungselement 16 ein Verkleidungselement aufweisen, das vorzugsweise optisch analog zu dem Verkleidungselement des ersten Vertikalelements 2 ausgebildet ist. In Fig. 2 ist das Verkleidungselement des Querverbindungselements 16 erkennbar, da lediglich das Verkleidungselement des ersten Vertikalelements 2 abgenommen ist. Vorzugsweise grenzt das Verkleidungselement des Querverbindungselements 16 einerseits unmittelbar an ein Verkleidungselement des ersten Vertikalelements 2 und andererseits unmittelbar an ein Verkleidungselement des zweiten Vertikalelements 6.

[0032] Vorzugsweise ist das Querverbindungselement 16 so hoch angeordnet, dass das oben genannte Kopfende eines Krankenbetts darunter Platz findet. Auf diese Weise lässt sich ein Krankenbett in eine durch die beiden Vertikalelemente 2, 6 und das Querverbindungselement 16 gebildete Nische Nbis an die Wand des betreffenden Zimmers hinein schieben; dies ermöglicht eine besonders effektive Raumausnutzung.

[0033] Die Versorgungseinrichtung kann insgesamt mehr als zwei Vertikalelemente 2, 6 aufweisen, beispielsweise - wie in Fig. 1 gezeigt - insgesamt drei Vertikalelemente. Dabei kann zwischen jeweils zwei benachbarten Vertikalelementen der Abstand entsprechend dem Abstand α gewählt sein, so dass also jeweils ein Kopfende eines Krankenbetts zwischen jeweils zwei benachbarten Vertikalelementen Platz finden kann. Das dritte und jedes weitere Vertikalelement 6' kann jeweils analog zu dem ersten bzw. zweiten Vertikalelement 2, 6 ausgebildet sein. Weiterhin analog kann zwischen zwei benachbarten Vertikalelementen jeweils ein Querverbindungselement 16' vorgesehen sein, das analog zu dem oben genannten Querverbindungselement 16 ausgebildet ist.

[0034] In Fig. 3 ist beispielhaft ein horizontaler Querschnitt durch das erste Vertikalelement 2 skizziert. Als Beispiel für das wenigstens eine zweite Anschlusselement 8 sind hier zwei Steckdosen gezeigt. In der Nebenfigur ist eine entsprechende Aufsicht auf eine der Steckdosen skizziert.

[0035] Vorzugsweise weist das erste Vertikalelement 2 zwei vertikale Stützelemente 20, 22 auf, sowie ein Verkleidungselement 24, das mit den beiden Stützelementen 20, 22 verbunden ist. Die Stützelemente 20, 22 sind vorzugsweise Profilelemente; sie bestehen beispielsweise aus Aluminium. Durch die Stützelemente 20, 22 kann also ein Gerüst des Vertikalelements gebildet sein.

[0036] Das Verkleidungselement 24 ist dementsprechend auf einer Raumseite R des ersten Vertikalelements 2 angeordnet, die dafür vorgesehen ist, zur Zimmermitte hin zu weisen, bzw. die Frontseite zu bilden. Auf der gegenüberliegenden Wandseite W, die dafür vorgesehen ist, zu der Wand des Zimmers zu weisen, sind vorzugsweise Befestigungselemente an den beiden Stützelementen 20, 22 zur Befestigung des ersten Vertikalelements 2 an der betreffenden Wand vorgesehen. Die Stützelemente 20, 22 können insbesondere über Verbindungsstreben miteinander verbunden sein. In Fig. 9 ist eine Rückansicht der Versorgungseinrichtung bei abgenommenen Verkleidungselementen (und ohne die Einspeise- und Verteilereinheit 14) skizziert. Man erkannt, dass die Vertikalelemente 2, 6, 6' jeweils die zwei beschriebenen Stützelemente 20, 22 aufweisen, die jeweils über mehrere, in unterschiedlichen Höhen angeordnete Verbindungsstreben 28 miteinander verbunden sind.

[0037] Das Verkleidungselement 24 kann beispielsweise durch ein Paneel, insbesondere durch ein Holzpaneel gebildet sein. Vorzugsweise ist die Ausgestaltung derart, dass das Verkleidungselement 24 ohne Werkzeug von den Stützelementen 20, 22 entfernt werden kann, beispielsweise durch eine Rast- oder Schnappverbindung. Hierdurch ist die Montage der Versorgungseinrichtung weitergehend erleichtert. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass die Ausgestaltung derart ist, dass zum Entfernen der Verkleidungselemente von den Stützelementen ein Werkzeug erforderlich ist. Es kann auch eine zusätzliche Sicherung vorgesehen sein, um ein ungewolltes Öffnen - beispielsweise durch einen Patienten - zu verhindern; dies kann beispielsweise insbesondere im Bereich der Einspeise- und Verteilereinheit 14 vorgesehen sein. Hier kann beispielsweise eine Sicherung in Form eines Schlosses vorgesehen sein.

[0038] Wie in Fig. 3 bezeichnet, weist das erste Vertikalelement 2 eine Breite b auf. Das Verkleidungselement 24 erstreckt sich vorzugsweise über die gesamte Breite b. Die Breite b kann beispielsweise zwischen 25 cm und 100 cm betragen. Die beschriebene Ausgestaltung ist besonders gut geeignet, um Vertikalelemente 2, 6, 6' in unterschiedlichen Breiten b zu gestalten, denn es ist hierzu lediglich erforderlich, die entsprechenden Verkleidungselemente 24 in der jeweils gewünschten Breite b zu gestalten. Die Stützelemente 20, 22 können dabei ohne Modifikationen verwendet werden. Gegebenenfalls müssen lediglich in ihrer Länge entsprechend modifizierte Verbindungsstreben 28 verwendet werden. Dies ist von Bedeutung, da unterschiedliche Krankenzimmer in der Regel unterschiedliche Abmessungen haben.

[0039] Natürlich kann der beschriebene Aufbau bei jedem der Vertikalelemente 2, 6, 6' in analoger Weise vorgesehen sein. Auch das Querverbindungselement 16 kann einen entsprechenden Aufbau aufweisen, insbesondere ein optisch analog gestaltetes Verkleidungselement.

[0040] Durch diese Ausgestaltung lässt sich sozusagen ein modulares System zur Bildung einer entsprechenden Versorgungseinrichtung bilden, durch das eine einfache Anpassung an die Maße des betreffenden Zimmers ermöglicht ist. Falls gewünscht ist, dass eines der Vertikalelemente 2, 6, 6' unmittelbar an eine entsprechende Seitenwand des Zimmers angrenzt, können hierzu in einfacher Weise Abschlusselemente in Form von Winkeln oder dergleichen vorgesehen sein, durch welche sich ohne großen Aufwand ein bündiger Abschluss der Versorgungseinrichtung zu der betreffenden Seitenwand hin erzielen lässt. Die Vertikalelemente 2, 6, 6' und die Querverbindungselemente 16, 16' können sich in jedem Einzelfall vorteilhaft vorkonfektionieren lassen, so dass die Installation vor Ort im Zimmer besonders einfach ist. Die Versorgungseinrichtung kann auf diese Weise besonders vorteilhaft derart gestaltet sein, dass sie Anforderungen an medizinische Produkte bereits im vorkonfektionierten Zustand erfüllt, wodurch die Installation der Versorgungseinrichtung weiterhin deutlich vereinfacht ist. Auch Wartungsarbeiten und Nachrüstbarkeit sind hierdurch im Allgemeinen erleichtert, da hierzu in der Regel in erster Linie eine Überprüfung der zentralen Einspeise- und Verteilereinheit 14 erforderlich ist.

[0041] In Fig. 4 ist eine Frontalansicht der Versorgungseinrichtung skizziert. Insbesondere kann - wie bereits erwähnt - die Ausgestaltung der Versorgungseinrichtung derart sein, dass ein Kopfende eines Krankenbetts in die Nische N eingeschoben werden kann, die seitlich durch die beiden Vertikalelemente 2, 6 und oben durch das Querverbindungselement 16 gebildet und begrenzt ist.

[0042] Besonders in diesem Fall ist es vorteilhaft, wenn das Querverbindungselement 16 wenigstens eine Leuchte aufweist. Die wenigstens eine Leuchte kann insbesondere eine Leseleuchte 30 mit einer überwiegend nach unten bzw. nach schräg unten gerichteten Lichtabgabe umfassen und/oder eine Raumleuchte 32 mit einer überwiegend horizontalen bzw. nach schräg oben gerichteten Lichtabgabe.

[0043] In Fig. 5 ist ein Schnitt längs der Linie B - B aus Fig. 4 skizziert, in dem die beiden genannten Leuchten 30, 32 zu erkennen sind. Fig. 6 zeigt den Bereich um die beiden Leuchten 30, 32 detaillierter. Vorzugsweise ist die Leseleuchte 30 an der Unterseite des Querverbindungselements 16 angeordnet. Die Unterseite kann durch ein schräges Abdeck- bzw. Verkleidungselement, beispielsweise aus Aluminium, gebildet sein, das eine Lichtaustrittsöffnung für die Leseleuchte 30 aufweist, in der eine vorzugsweise plane lichtdurchlässige Abdeckung der Leseleuchte 30 - im Wesentlichen bündig mit dem umgebenden Verkleidungselement - angeordnet ist.

[0044] Die Raumleuchte 32 weist vorzugsweise einen Reflektor 34 auf, der dazu dient bzw. dazu ausgebildet ist, ein von einem Leuchtmittel 36 der Raumleuchte 32 erzeugtes Licht asymmetrisch nach oben bzw. nach schräg oben zu lenken. Vorteilhaft weist die Raumleuchte 32 eine vorzugsweise plan gestaltete lichtdurchlässige Abdeckung 38 auf, die zumindest im Wesentlichen in einer Ebene angeordnet ist, die durch eine Oberfläche des umgebenden Verkleidungselements des Querverbindungselements 16 gegeben ist.

[0045] Die Versorgungseinrichtung kann dazu ausgebildet sein, sich bis an die Decke des betreffenden Zimmers hin zu erstrecken. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass die Höhe derart bemessen ist, dass ein geringer Abstand zu Decke besteht. In diesem Fall kann an der Oberseite der Versorgungseinrichtung noch wenigstens ein zusätzliches Leuchtmittel bzw. eine zusätzliche Leuchte angeordnet sein, beispielsweise für die Erzeugung einer indirekten Beleuchtung.

[0046] In Fig. 7 ist ein Horizontalschnitt längs der Linie A - A aus Fig. 4 gezeigt und in Fig. 8 eine Detailansicht aus Fig. 7 im Bereich des zweiten Vertikalelements 6. Die Skizze gilt jedoch völlig analog auch für das erste Vertikalelement 2 bzw. gegebenenfalls für jedes weitere Vertikalelement 6'. Man erkennt unter anderem die beiden - hier in einer Variation gezeigten - Stützelemente 20, 22 und das Verkleidungselement 24.

[0047] Das Vertikalelement 6 weist ein Anschlusselement A auf, hier beispielsweise in Form eines Gasanschlusselements; es kann sich jedoch allgemein auch um ein andersartiges Anschlusselement handeln. Das Anschlusselement A ist an einem der beiden Stützelemente 20, 22 oder an beiden Stützelementen 20, 22 befestigt, jedoch nicht an dem Verkleidungselement 24. Im gezeigten Beispiel ist das Anschlusselement A an beiden Stützelementen 20, 22 durch Verankerungen Vfixiert. Durch diese Art der Befestigung des Anschlusselements A ist die Gefahr verringert, dass sich durch eine Manipulation an dem Anschlusselement A das Verkleidungselement 24 ungewollt von den Stützelementen 20, 22 ablöst.

[0048] Analoges gilt mit Bezug auf eine Befestigung eines entsprechenden Anschlusselementes A an einer Seitenfläche eines Vertikalelements 2, 6 also beispielsweise an einer zu der Nische N hin weisenden Seite. Wie in Fig. 3 gezeigt, kann ein entsprechendes Anschlusselement A hierzu an einem der beiden Stützelemente 20, 22 befestigt sein, ohne an dem Verkleidungselement 24 befestigt zu sein. Das Anschlusselement A - im gezeigten Beispiel in Form einer Steckdose - kann vorzugsweise mit Bezug auf das Vertikalelement 2, 6 von innen, durch ein Loch, beispielsweise eine Fräsung in der entsprechenden Profilseitenwand hindurch mittels einer Rastverbindung gehaltert sein. Hierdurch ist eine zuverlässige und dabei leicht herzustellende Verbindung ermöglicht.

[0049] Innerhalb eines Vertikalelements 2, 6 ist vorzugsweise eine getrennte Führung für Schwachstromleitungen, Starkstromleitungen und Gasleitungen vorgesehen. Hierzu können beispielsweise in das Vertikalelement 2, 6 eingeschobene Kunststoffrohre dienen, in denen die jeweiligen Leitungen geführt sind.

[0050] Vorzugsweise weist das erste und/oder jedes weitere Vertikalelement 2, 6, 6' der medizinischen Versorgungseinrichtung wenigstens ein Rammschutzelement 40 zur Verringerung der Gefahr einer Beschädigung des Vertikalelements 2, 6, 6' auf. Eine derartige Beschädigung könnte beispielsweise durch ein Krankenbett oder dergleichen verursacht sein. Dementsprechend ist das Rammschutzelement 40 vorzugsweise im Bereich einer frontseitigen Kante des Vertikalelements 2, 6, 6' ausgebildet, die eine Begrenzung der Nische N bildet.

[0051] In Fig. 10 ist beispielhaft ein horizontaler Querschnitt durch ein Vertikalelement 2, 6, 6' skizziert. Wie gezeigt, ist das Rammschutzelement 40 vorteilhaft stabil unmittelbar mit einem der - hier wieder in der Variante gezeigten - Stützelemente 20, 22 verbunden, beispielsweise mit speziellen Verbindungselementen 42, die ein Loch in dem betreffenden Stützelement 20, 22 durchgreifend angeordnet sind. Beispielsweise kann hierfür eine Schraubverbindung vorgesehen sein. In Fig. 11 ist ein Ausschnitt einer Frontansicht eines Vertikalelements 2, 6, 6' skizziert, das einen Rammschutz 40 aufweist.

[0052] Vorzugsweise ist das Rammschutzelement 40 durch ein gesondertes Profilelement, beispielsweise aus Aluminium, gebildet. Insbesondere können die Verkleidungselemente 24, die zur Zimmerseite R hin weisen, durch Holzpaneele gebildet sein und das Rammschutzelement 40 durch ein Metallprofil. Das Rammschutzelement 40 kann derart gestaltet sein, dass es sich lediglich über einen Teil der Höhe des Vertikalelements 2, 6, 6' erstreckt oder über die gesamte Höhe hinweg. Weiterhin vorzugsweise ist das Rammschutzelement 40 flächenbündig mit dem umgebenden frontseitigen Verkleidungselement 24 ausgebildet; entsprechend ist es auch vorteilhaft flächenbündig mit dem angrenzenden seitlichen, weiteren Verkleidungselement 26 gestaltet.

[0053] Das Vertikalelement 2, 6, 6' kann weiterhin vorzugsweise in einem unteren Bereich eine (in den Figuren nicht gezeigte) weitere Leuchte aufweisen, die zur Lichtabgabe nach unten oder nach schräg unten ausgebildet ist. Durch eine solche Leuchte lässt sich besonders vorteilhaft eine dezente Beleuchtung des Zimmers, beispielsweise als Nacht- oder Orientierungslicht realisieren. Vorteilhaft kann vorgesehen sein, dass sich das Vertikalelement 2, 6, 6' nicht ganz bis zum Boden des Zimmers erstreckt sondern, einige Zentimeter, beispielsweise zwischen 5 und 20 cm vom Boden beabstandet ist. In diesem Fall kann diese Leuchte vorteilhaft eine nach unten zum Boden weisende Lichtabgabefläche aufweisen. Ein entsprechender Abstand ist auch mit Bezug auf eine Reinigung des Bodens des Zimmers vorteilhaft.

[0054] Die Frontseite einer Vertikaleinheit 2, 6 muss nicht notwendigerweise durch eine plane Oberfläche, gegebenenfalls mit den entsprechenden Anschlusselementen, gebildet sein. Es besteht auch die Möglichkeit, Elemente vorzusehen, durch welche beispielsweise Regale oder kleine Schränkchen der dergleichen gebildet sind. Die Gestaltung der Flächen der Paneele und die Wahl des Materials hierfür sind flexibel wählbar. Vorzugsweise handelt es sich um Ausführungen, welche ein einfaches Reinigen ermöglichen. Insbesondere auch die an den Quermodulen 16, 16' vorgesehenen Lichtaustrittsöffnungen der wenigstens einen Leuchte bzw. der Leuchten 30, 32 sind deshalb vorzugsweise mit transparenten Abdeckungen abgedeckt, die eine bündige Oberfläche mit dem jeweils umgebenden Verkleidungselement bilden.

[0055] Die erfindungsgemäße Versorgungseinrichtung eignet sich im Allgemeinen nicht nur für Patientenzimmer, sondern kann sich beispielsweise auch für Zimmer in Pflegeheimen oder Hotels eignen.


Ansprüche

1. Medizinische Versorgungseinrichtung zur Bereitstellung von Versorgungsmedien, insbesondere von medizinischen Gasen und/oder Strom, wobei die Versorgungseinrichtung dafür vorgesehen ist, an einem Wandbereich mit Zufuhrleitungen der Versorgungsmedien montiert zu werden, aufweisend

- ein erstes Vertikalelement (2), das länglich ausgebildet ist und dafür vorgesehen ist, vertikal montiert zu werden, wobei das erste Vertikalelement (2) wenigstens ein erstes Anschlusselement (4) für wenigstens eines der Versorgungsmedien aufweist,

- ein zweites Vertikalelement (6), das länglich ausgebildet ist und dafür vorgesehen ist, vertikal und dabei mit einem horizontalen Abstand (α) zu dem ersten Vertikalelement (2) montiert zu werden, wobei das zweite Vertikalelement (6) wenigstens ein zweites Anschlusselement (8) für wenigstens eines der Versorgungsmedien aufweist,

- wenigstens eine erste Leitung (10) zum Leiten wenigstens eines der Versorgungsmedien, die leitend mit dem wenigstens einen ersten Anschlusselement (4) verbunden ist,

- wenigstens eine zweite Leitung (12) zum Leiten wenigstens eines der Versorgungsmedien, die leitend mit dem wenigstens einen zweiten Anschlusselement (8) verbunden ist,
gekennzeichnet durch

- eine Einspeise- und Verteilereinheit (14), die Mittel für eine leitende Verbindung zwischen den Zufuhrleitungen einerseits und der wenigstens einen ersten Leitung (10) und der wenigstens einen zweiten Leitung (12) andererseits aufweist.


 
2. Medizinische Versorgungseinrichtung nach Anspruch 1,
bei der die Einspeise- und Verteilereinheit (14) einen Unterverteiler, insbesondere einen Rangierverteiler aufweist.
 
3. Medizinische Versorgungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
bei der die Einspeise- und Verteilereinheit (14) mit dem ersten Vertikalelement (2) verbunden ist oder Teil des ersten Vertikalelements (2) ist.
 
4. Medizinische Versorgungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, weiterhin aufweisend

- ein Querverbindungselement (16), das einen oberen Bereich des ersten Vertikalelements (2) mit einem oberen Bereich des zweiten Vertikalelements (6) verbindend angeordnet ist.


 
5. Medizinische Versorgungseinrichtung nach Anspruch 4,
bei der das Querverbindungselement (16) wenigstens eine Leuchte (30, 32) aufweist.
 
6. Medizinische Versorgungseinrichtung nach Anspruch 5,
bei der die wenigstens eine Leuchte eine Leseleuchte (30) mit einer überwiegend nach unten bzw. nach schräg unten gerichteten Lichtabgabe aufweist.
 
7. Medizinische Versorgungseinrichtung nach Anspruch 5 oder 6,
bei der die wenigstens eine Leuchte eine Raumleuchte (32) mit einer überwiegend horizontalen bzw. nach schräg oben gerichteten Lichtabgabe aufweist.
 
8. Medizinische Versorgungseinrichtung nach Anspruch 7,
bei der die Raumleuchte (32) einen Reflektor (34) aufweist, der dazu dient, ein von einem Leuchtmittel (36) der Raumleuchte (32) erzeugtes Licht asymmetrisch nach oben bzw. nach schräg oben zu lenken.
 
9. Medizinische Versorgungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
bei der das erste Vertikalelement (2) zwei vertikale Stützelemente (20, 22) aufweist sowie wenigstens ein Verkleidungselement (24), das mit einem der beiden Stützelemente (20, 22) oder mit beiden Stützelementen (20, 22), vorzugsweise über eine Rastverbindung, verbunden ist.
 
10. Medizinische Versorgungseinrichtung nach Anspruch 9,
bei der das wenigstens eine erste Anschlusselement (4, A) an einem der beiden Stützelemente (20, 22) oder an beiden Stützelementen (20, 22) befestigt ist, jedoch nicht an dem Verkleidungselement (24).
 
11. Längliches Vertikalelement (2, 6, 6') einer medizinischen Versorgungseinrichtung zur Bereitstellung von Versorgungsmedien, insbesondere von medizinischen Gasen und/oder Strom, wobei das Vertikalelement (2, 6) dafür vorgesehen ist, vertikal an einem Wandbereich mit Zufuhrleitungen der Versorgungsmedien montiert zu werden,
gekennzeichnet durch
wenigstens ein Rammschutzelement (40) zur Verringerung der Gefahr einer Beschädigung des Vertikalelements (2, 6, 6'), beispielsweise durch ein Krankenbett, wobei das Rammschutzelement (40) vorzugsweise durch ein gesondertes Profilelement gebildet ist.
 
12. Längliches Vertikalelement einer medizinischen Versorgungseinrichtung zur Bereitstellung von Versorgungsmedien, insbesondere von medizinischen Gasen und/oder Strom, wobei das Vertikalelement dafür vorgesehen ist, vertikal an einem Wandbereich mit Zufuhrleitungen der Versorgungsmedien montiert zu werden,
gekennzeichnet durch
eine Leuchte in einem unteren Bereich des Vertikalelements, die zur Lichtabgabe nach unten oder nach schräg unten ausgebildet ist.
 
13. Medizinische Versorgungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, bei der das erste Vertikalelement und/oder das zweite Vertikalelement ein Vertikalelement nach Anspruch 11 und/oder nach Anspruch 12 ist.
 




Zeichnung




























Recherchenbericht















Recherchenbericht