[0001] Die Erfindung betrifft eine Türöffnereinrichtung zum Einsatz in einer Tür mit einem
in einem ortsfesten Türrahmen bewegbar gelagerten Türflügel. Die Türöffnereinrichtung
umfasst einen elektrisch ansteuerbaren Türöffner mit einer bewegbar gelagerten Türöffnerfalle
und einer elektrisch schaltbaren Sperreinrichtung, über die die Türöffnerfalle in
eine Sperrstellung und in eine Freigabestellung bewegbar ist, um in der Sperrstellung
der Türöffnerfalle den Türflügel in der Schließstellung der Tür zu arretieren und
in der Freigabestellung der Türöffnerfalle den Türflügel aus der Schließstellung der
Tür zum Öffnen der Tür freizugeben. Ferner umfasst die Türöffnereinrichtung ein mit
der Türöffnerfalle zusammenwirkendes Gegenelement.
[0002] Was die Montage der Türöffnereinrichtung betrifft:
[0003] Der Türöffner mit der Türöffnerfalle kann am ortsfesten Türrahmen und das Gegenelement
am Türflügel gelagert sein. Es ist jedoch auch möglich, dass das Gegenelement am ortsfesten
Türrahmen und der Türöffner mit der Türöffnerfalle am Türflügel gelagert sind.
[0004] Im Folgenden werden zunächst einige Begriffsdefinitionen gegeben: Der Begriff "Türöffner"
ist in der vorliegenden Anmeldung zu verstehen als "elektrisch betätigbarer Türöffner".
Es handelt sich dabei um eine "elektrisch betätigbare Arretiereinrichtung für eine
Tür". Die Arretiereinrichtung weist eine elektrisch betätigbare Sperreinrichtung und
eine Türöffnerfalle auf. Das abtriebsseitige Sperrglied der Sperreinrichtung wirkt
mit der Türöffnerfalle mittelbar oder unmittelbar zusammen und schaltet die Türöffnerfalle
in eine Sperrstellung und eine Freigabestellung. Sperrstellung bedeutet, dass die
Türöffnerfalle blockiert ist und die Tür daher nicht geöffnet werden kann. Freigabestellung
bedeutet, dass sie freigegeben ist und die Tür geöffnet werden kann. Unter Türöffner
wird nicht nur der Öffner einer Tür, sondern auch der Öffner eines Tores, Fensters
oder einer anderen Verschlusseinrichtung mit bewegbar gelagertem Flügel verstanden.
D. h. unter dem Begriff Tür wird in der vorliegenden Anmeldung auch ein Tor, ein Fenster
und/oder eine andere Verschlusseinrichtung mit bewegbar gelagertem Flügel verstanden.
Türöffner bedeutet aber nicht, dass ein Aggregat zum Antrieb der Öffnungsbewegung
der Tür vorgesehen sein muss; ein solches Aggregat kann als Zusatzeinrichtung allerdings
vorgesehen sein.
[0005] Unter dem Begriff "Flügel" oder "Türflügel" wird in der vorliegenden Anmeldung ein
Drehflügel und/oder ein Schiebeflügel bestehend aus einem oder mehrerer solcher Flügel
verstanden. Es kann sich auch um eine nichtbegehbare, vergleichbare Verschlussvorrichtung
im Bau- oder Möbelbereich handeln, so z.B. auch um eine Rauchschutzklappe.
[0006] Zum Arretieren des Türflügels in der Schließstellung hintergreift in der Schließstellung
der Tür das Gegenelement einen an oder zumindest im Bereich der Türöffnerfalle angeordneten
Sperrabschnitt des Türöffners. Bei in Sperrstellung geschalteter Türöffnerfalle wird
das Gegenelement dort in Anschlag gehalten, das heißt festgestellt, und die Tür in
Schließstellung arretiert. Wenn die Türöffnerfalle in Freigabestellung geschaltet
ist, ist das Gegenelement freigegeben, das heißt festgestellt und die Tür entarretiert.
In Sperrstellung geschaltete Türöffnerfalle bedeutet also, dass die Türöffnerfalle
festgestellt ist, das heißt gegen eine Bewegung blockiert ist. In Freigabestellung
geschaltete Türöffnerfalle bedeutet, dass die Türöffnerfalle nicht festgestellt ist,
das heißt gegen eine Bewegung nicht blockiert ist.
[0007] In der Praxis werden solche Türöffner meist am ortsfesten Türrahmen montiert, und
zwar verdeckt im Türrahmen eingebaut. Das Gegenelement wird bislang in der herkömmlichen
Praxis meist durch eine flügelseitig federnd gelagerte Schlossfalle gebildet, die
eine Einlaufschräge aufweist. Beim Zuziehen des Türflügels in die Schließlage kommt
die Einlaufschräge der Schlossfalle an der Türöffnerfalle zum Anschlag. Dadurch wird
die Schlossfalle entgegen der sie beaufschlagenden Feder eingefahren, das heißt die
Schlossfalle wird überdrückt, wobei der Türflügel in die Schließlage gelangt. In der
Schließlage wird die Schlossfalle unter Wirkung der Feder automatisch wieder ausgefahren,
sodass die Schlossfalle in der Schließstellung der Tür ausgefahren ist und den Sperrabschnitt
der Türöffnerfalle hintergreift. Die Schlossfalle steht dabei mit ihrer geraden Anschlagfläche
am Sperrabschnitt der Türöffnerfalle an. Der Türflügel ist damit in der Schließlage
arretiert. Er kann aus der Schließlage erst wieder geöffnet werden, wenn die Türöffnerfalle
freigeschaltet ist, das heißt die Feststellung der Türöffnerfalle aufgehoben ist.
Derartige Türöffner sind zum Beispiel in der
DE 42 20 239 C1 und in der
WO 2010/012496 A1 beschrieben.
[0008] Nachteilig bei diesen herkömmlichen Produkten ist, dass für das selbsttätige Einrasten
der Schlossfalle in die Türöffnerfalle die Schlossfalle also federbeaufschlagt überdrückbar
ausgebildet sein muss. Hierfür ist vorgesehen, dass sie eine Schlossfallen-Feder aufweist,
die die Schlossfalle in ihre ausgefahrene Position beaufschlagt und eine Schräge aufweist,
um beim Schließen unter Anschlag an der Türöffnerfalle überdrückbar zu sein.
[0009] Aus der Praxis sind sogenannte selbstverriegelnde Schlösser bekannt. Bei diesen Schlössern
ist ein Schlossriegel stirnseitig außen mit einem Permanentmagneten versehen. Das
mit dem Schlossriegel zusammenwirkende Schließblech ist ebenfalls mit einem Permanentmagneten
versehen. Die Permanentmagnete sind so ausgelegt, dass der Schlossriegel unter Wirkung
der Magnetkraft in das Schließblech hinein automatisch ausgefahren wird, sobald die
Tür in Schließlage kommt. Zum Öffnen der Tür ist es erforderlich, das Schloss zu entriegeln.
Dies erfolgt, indem die Schlossfalle mechanisch zurückgezogen wird, und zwar von Hand
mittels eines Schlüssels oder motorisch mittels eines Antriebsmotors. Eine solche
Schlosseinrichtung beschreibt zum Beispiel die
DE 20 2010 015 979 U1
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Türöffner zu schaffen, der ein selbsttätiges
Einrasten der Schlossfalle in die Türöffnerfalle mit daraufhin sicherer Arretierung
der Tür auch bei anderer Ausgestaltung der Schlossfalle gewährleistet. Insbesondere
werden auch Ausführungen angestrebt, bei denen bei geöffneter Tür die Schlossfalle
nicht ausgefahren ist.
[0011] Die Erfindung löst diese Aufgabe mit dem Gegenstand des Patentanspruchs 1.
[0012] Es handelt sich hierbei um eine Türöffnereinrichtung mit einem elektrisch ansteuerbaren
Türöffner mit bewegbar gelagerter Türöffnerfalle, wobei die Türöffnerfalle mit einem
Gegenelement zusammenwirkt, welches als Schlossfalle ausgebildet sein kann. Wesentliches
Lösungsmerkmal ist, dass das Gegenelement einen Magneten aufweist und die Türöffnerfalle
ein mit dem Magneten des Gegenelements zusammenwirkendes magnetisierbares Material
oder einen mit dem Magneten des Gegenelements zusammenwirkenden Magneten aufweist.
Alternativ kann vorgesehen sein, dass die Türöffnerfalle einen Magneten und das Gegenelement
mit dem Magnet der Türöffnerfalle zusammenwirkendes magnetisierbares Material oder
einen mit dem Magneten der Türöffnerfalle zusammenwirkenden Magneten aufweist. Diese
beiden Alternativen sehen das gemeinsame Grundprinzip vor, dass die Türöffnerfalle
und das Gegenelement magnetisch miteinander zusammenwirken, wobei die erste Alternative
konkret vorsieht, dass mindestens das Gegenelement einen Magneten aufweist und die
zweite Alternative vorsieht, dass mindestens die Türöffnerfalle einen Magnet aufweist.
Unter dem Begriff "Magnet" wird hier und im vorliegenden weiteren Text ein Permanentmagnet
oder ein Elektromagnet verstanden. Unter dem Begriff "magnetisierbares Material" wird
ein ferromagnetisches Material oder ein anderes magnetisierbares Material, z. B. paramagnetisches
Material verstanden. Unter dem Begriff "Magnet des Gegenelements" wird ein gegenelementseitig
angeordneter Magnet verstanden. Entsprechend hierzu wird unter dem Begriff "Magnet
der Türöffnerfalle" ein türöffnerfallenseitig angeordneter Magnet verstanden. Entsprechend
wird unter den Begriffen "magnetisierbares Material des Gegenelements" oder "magnetisierbares
Material der Türöffnerfalle" ein magnetisierbares Material verstanden, das gegenelementseitig
bzw. türöffnerfallenseitig angeordnet ist.
[0013] Mit dem magnetischen Zusammenwirken von Türöffnerfalle und Schlossfalle wird in der
Schließstellung der Tür eine besonders sichere Eingriffs- und/oder Anschlagstellung
zwischen Türöffner und Schlossfalle erhalten.
[0014] Bevorzugte Ausführungen sehen vor, dass das Gegenelement zwischen einer ausgefahrenen
und einer eingefahrenen, das heißt zurückgezogenen Position bewegbar ist und dass
das Gegenelement in der Schließstellung der Tür durch Wirkung des Magneten des Gegenelements
und/oder des Magneten der Türöffnerfalle ausgefahren ist. Hierbei kann das Gegenelement
durch eine Feder derart beaufschlagt sein, dass bei nicht in Schließstellung stehender
Tür das Gegenelement unter der Wirkung der Feder eingefahren, das heißt zurückgezogen
ist, und dass bei in Schließstellung stehender Tür das Gegenelement unter magnetischer
Einwirkung zwischen Türöffnerfalle und Gegenelement entgegen der Wirkung der Feder
ausgefahren ist. Bei diesen speziellen Ausführungen ist das Gegenelement bei geöffneter
Tür jeweils in den Türflügel eingefahren, das heißt zurückgezogen. Die Schlossfalle
ist lediglich in der Schließstellung der Tür ausgefahren. Es ergeben sich dabei Handhabungsvorteile
hinsichtlich einer sicheren Schließstellung. Ferner ergeben sich bei geöffneter Tür
optische Vorteile aufgrund dessen, dass die Schlossfalle bei geöffneter Tür eingefahren
und dabei nicht sichtbar ist. Bei diesen Ausführungen kann das Gegenelement als eine
federnde Schlossfalle ohne Einlaufschräge ausgebildet sein.
[0015] Eine besonders effektive magnetische Krafteinwirkung wird mit Ausführungen erhalten,
bei denen sowohl das Gegenelement als auch die Türöffnerfalle einen Magneten aufweisen
und vorgesehen ist, dass der Magnet des Gegenelements und der Magnet der Türöffnerfalle
so ausgestaltet und angeordnet sind, dass die einander zugewandten Enden der Permanentmagnete
unterschiedliche Polung aufweisen. Bei bevorzugten Ausführungen sind die Magnete so
gepolt, dass sie sich gegenseitig anziehen. Es sind jedoch auch Ausführungen möglich,
bei denen die Magnete so angeordnet und gepolt sind, dass sie sich abstoßen und damit
eine abstoßende Wirkung zwischen Türöffnerfalle und Schlossfalle erhalten wird. Dies
kann bei diesen Ausführungen so umgesetzt sein, dass die Schlossfalle unter magnetischer
Krafteinwirkung außer Eingriff der Türöffnerfalle gelangt. Dies kann genutzt werden,
wenn die Tür aus der Schließstellung von Hand oder motorisch, vorzugsweise unter magnetischer
Krafteinwirkungsunterstützung geöffnet wird.
[0016] Vorzugsweise ist der Magnet, der insbesondere als Permanentmagnet ausgebildet sein
kann, als separates Bauteil ausgebildet. Dies gilt für Ausführungen, bei denen das
Gegenelement einen Magneten aufweist. In diesem Falle ist der Magnet des Gegenelements
also vorzugsweise als ein von dem Gegenelement separat ausgebildetes Bauteil ausgebildet.
Das mögliche Prinzip der separaten Ausbildung des Magneten gilt jedoch auch für den
Magneten der Türöffnerfalle. In diesem Falle kann vorgesehen sein, dass der Magnet
der Türöffnerfalle als ein von der Türöffnerfalle separat ausgebildetes Bauteil ausgebildet
ist.
[0017] Hohe Funktionalität und Praktikabilität ergibt sich, wenn der Magnet des Gegenelements
und/oder der Magnet der Türöffnerfalle durch einen Abschnitt des Gegenelements bzw.
der Türöffnerfalle verdeckt liegend angeordnet sind. Dies ergibt eine geschützte Anordnung
des Magneten, sodass an dem Magneten möglichst nur geringer mechanischer Verschleiß
auftritt. Die verdeckte Anordnung des Magneten wird vorzugsweise damit realisiert,
dass der Magnet verdeckt hinter einem vorzugsweise aus magnetisierbarem, z. B. ferromagnetischem
Material bestehenden Bauteil angeordnet ist und mit diesem aus magnetisierbarem Material
bestehenden Bauteil in Kontakt steht. Damit erfolgt eine Magnetisierung des magnetisierbaren
Materials, sodass das magnetische Zusammenwirken von Türöffnerfalle und Schlossfalle
durch ein Zusammenwirken von Magnet und magnetisierbarem Material erfolgen kann. Die
verdeckte Anordnung des Magneten, vorzugsweise Permanentmagneten, in einem den Magneten
aufnehmenden Bauteil kann also so ausgebildet sein, dass das aufnehmende Bauteil aus
einem magnetisierbaren Material, z. B. aus ferromagnetischem Material besteht. Es
sind aber auch Ausführungen möglich, bei denen das aufnehmende Bauteil aus einem nicht-magnetisierbaren
Material besteht, und zwar z. B. aus Zink-Druckguss oder Messing oder auch aus Kunststoff.
Das aus nicht magnetisierbarem Material ausgebildete Bauteil, welchen den Magneten
aufnimmt, ist so ausgebildet, dass es das zum magnetischen Zusammenwirken erforderliche
magnetische Feld zumindest in dem betreffenden Abschnitt hindurch greifen lässt.
[0018] Die Einstellbarkeit der Türöffnerfalle an die örtlichen geometrischen Besonderheiten
wird auf besonders vorteilhafte Weise dadurch ermöglicht, dass bei betreffenden Ausführungen
die Türöffnerfalle einen bewegbar gelagerten Grundkörper und einen auf dem Grundkörper
lösbar fixierbaren Fallenkörper vorzugsweise aus magnetisierbarem Material aufweist
und der Magnet der Türöffnerfalle zwischen dem Grundkörper und dem Fallenkörper angeordnet
ist. In bevorzugter Weiterbildung kann hierbei vorgesehen sein, dass der Grundkörper
und/oder der Fallenkörper eine Aufnahmeausnehmung für den Magneten aufweist bzw. aufweisen.
Es kann hierbei vorgesehen sein, dass die Aufnahmeausnehmung komplementär mit dem
Magneten und/oder komplementär mit dem in der Aufnahmeausnehmung eingreifenden Abschnitt
des Magneten ausgebildet ist. Durch diese komplementäre Ausgestaltung der Ausnehmung
und des Magneten ist eine formschlüssige Aufnahme des Magneten in der Ausnehmung möglich,
was Montage- und Handhabungsvorteile erbringt.
[0019] Bei den Ausführungen, bei denen der Fallenkörper auf dem Grundkörper lösbar fixierbar
ist, kann mit besonderem Vorteil vorgesehen sein, dass der Fallenkörper in variabel
einstellbarer Position auf dem Grundkörper lösbar fixierbar ist. Es ergibt sich eine
Einstellbarkeit des Fallenkörpers auf dem Grundkörper der Türöffnerfalle. Die Türöffnerfalle
kann damit so eingestellt werden, dass die Schlossfalle in der Schließstellung der
Tür spielfrei eingreift.
[0020] Es sind Ausführungen möglich, die vorsehen, dass die elektrisch schaltbare Sperreinrichtung
des Türöffners einen Elektromagneten aufweist, wobei dieser Elektromagnet auch als
Magnet der Türöffnerfalle verwendet wird. Das heißt der Elektromagnet der Sperreinrichtung
hat außerdem die Funktion, mit dem magnetisierbaren Material oder dem Magneten des
Gegenelements zusammenzuwirken. Der Elektromagnet ist bei solchen Ausführungsbeispielen
vorzugsweise speziell zu gestalten, z. B. mit einem Anker mit speziellem Joch, um
die genannte Doppelfunktion zu übernehmen.
[0021] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Figuren näher beschrieben.
[0022] Dabei zeigen
- Fig. 1
- eine schematische Frontansicht einer Tür in Schließstellung mit einer erfindungsgemäßen
Türöfifnereinrichtung aus einem im ortsfesten Türrahmen eingebauten Türöffner und
einer in dem Türflügel angeordneten Schlossfalle;
- Fig. 2
- eine perspektivische Explosionsdarstellung eines erfindungsgemäßen Türöffners;
- Fig. 3a
- einen vergrößerten Ausschnitt des Türflügels in Fig. 1 im Bereich der Schlossfalle
in Schließstellung der Tür;
- Fig. 3b
- eine Fig. 3a entsprechende Darstellung, jedoch bei geöffneter Tür
[0023] Bei dem in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiel ist ein elektrisch schaltbarer
Türöffner 1 in einem ortsfesten Türrahmen 2a einer Tür eingebaut. Die Tür weist einen
Türflügel 2b auf, der über Bänder 2c an dem Türrahmen 2a drehbar gelagert ist. Der
Türflügel 2b ist als Anschlag-Schwenkflügel ausgebildet. Figur 1 zeigt den Türflügel
2b in Schließstellung.
[0024] Es wird Bezug genommen auf Figur 1 in Verbindung mit Figur 2. Der Türöffner 1 weist
eine Türöffnerfalle 11 und eine nicht näher dargestellte elektrisch schaltbare Sperreinrichtung
auf. Die Türöffnerfalle 11 ist in einem Lagergestell 11t des Türöffners bewegbar gelagert
und durch die Sperreinrichtung in eine Sperrstellung und in eine Freigabestellung
bringbar. In der Sperrstellung ist die Türöffnerfalle 11 festgestellt. In der Freigabestellung
ist die Türöffnerfalle freigegeben, das heißt nicht festgestellt.
[0025] Bei dem in Figur 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Türöffnerfalle 11 als
Schwenkfalle ausgebildet, das heißt sie ist um eine Drehachse 11a in dem Lagergestell
11t schwenkbar. In dem dargestellten Fall besteht die Türöffnerfalle 11 aus einem
schwenkbar gelagerten Grundkörper 11g und einem darauf über Befestigungsschrauben
11sb lösbar fixierten Aufschraubstück 11 s. Wie in Figur 2 erkennbar, ist zwischen
dem Aufschraubstück 11 s und dem Grundkörper 11 g ein Permanentmagnet 12 gelagert.
Hierfür weist der Grundkörper 11g auf der dem Aufschraubstück 11s zugewandten Seite
eine Aufnahmeausnehmung 11 ga auf. Alternativ oder zusätzlich kann das Aufschraubstück
11s auf der dem Grundkörper 11g zugewandten Seite ebenfalls eine Aufnahmeausnehmung
11sa aufweisen. Der Permanentmagnet 12 wird in der bzw. den Aufnahmeausnehmungen 11ga,
11sa komplementär eingesetzt. Der Permanentmagnet 12 ist in dem dargestellten Fall
als Zylinderscheibenelement ausgebildet. Das Aufschraubstück 11 s kann aus magnetisierbarem
Material ausgebildet sein. Es sind jedoch auch Ausführungen möglich, bei denen das
Aufschraubstück 11s nicht aus magnetisierbarem Material ausgebildet ist, sondern lediglich
so ausgebildet und ausgestaltet ist, dass das Magnetfeld des Permanentmagneten 12
durch das Aufschraubstück 11s hindurch wirkt. Bei einem konkreten Ausführungsbeispiel
mit dem konstruktiven Aufbau der Figur 2 hat es sich von Vorteil erwiesen, das Aufschraubstück
11 s aus Messing (CuZn44Pb2) und den Fallengrundkörper 11g aus Zinkdruckguss (GD-ZnAl4Cu1)
auszubilden.
[0026] Die Türöffnerfalle 11 wirkt in der Schließstellung der Tür mit einer flügelseitig
gelagerten Schlossfalle 21 zusammen. Die Schlossfalle 21 ist in dem Türflügel 12b
bewegbar, vorzugsweise verschiebbar gelagert. Sie kann eine in den Türflügel eingezogene
Stellung und eine ausgefahrene Stellung einnehmen. Die Schlossfalle 21 ist auf einer
Schlossfallenfeder 21f abgestützt. Die Feder 21f beaufschlagt die Schlossfalle 21
in ihre eingefahrene Position. Die Schlossfalle 21 ist in dem konkreten Ausführungsbeispiel
aus ferromagnetischem Material ausgebildet. Sie wirkt in der Schließstellung der Tür
mit der magnetischen Türöffnerfalle 11 zusammen. Sie wird durch den Permanentmagneten
12 und das vorzugsweise ferromagnetische Anschraubstück 11 s der Türöffnerfalle 11
entgegen der Beaufschlagung der Schlossfallenfeder 21f durch magnetische Krafteinwirkung
in ihre ausgefahrene Position ausgefahren, sodass die Schlossfalle 21 die Türöffnerfalle
11 hintergreift. Bei abgewandelten Ausführungen kann die Schlossfalle 21 auch mit
einem Permanentmagneten ausgestattet sein. Die Schlossfalle kann hierbei als ein Kunststoffriegel
ausgebildet sein, in dem der Permanentmagnet eingebettet ist.
[0027] Die Figur 1 zeigt in Verbindung mit Figur 3a wie in der Schließstellung der Tür die
Schlossfalle 21 ausgefahren ist und wie die ausgefahrene Schlossfalle 21 die Türöffnerfalle
11 hintergreift. Der Türflügel 2b ist in der dargestellten Schließlage der Tür arretiert,
wenn die Türöffnerfalle 11 in Sperrstellung geschaltet ist, das heißt die Türöffnerfalle
11 durch die elektrisch schaltbare Sperreinrichtung des Türöffners festgestellt ist.
[0028] Die Tür wird in der Schließstellung entarretiert, indem der Türöffner 1, das heißt
die elektrisch schaltbare Sperreinrichtung des Türöffners 1 entsprechend elektrisch
angesteuert wird, um die Türöffnerfalle 11 freizugeben. Wenn nun die Tür geöffnet
wird, das heißt der Türflügel 2b aus der Schließstellung in Öffnungsrichtung bewegt
wird, wird die Türöffnerfalle 11 durch die mit ihr in Anschlag stehende Schlossfalle
21 ausgeschwenkt. Dies bedeutet, die Türöffnerfalle 11 schwenkt aus ihrer Schließstellung
um die Schwenkachse 11a, sodass die Schlossfalle 21 zum Öffnen der Tür passieren kann.
Sobald die Schlossfalle 21 beim Öffnen der Tür die Türöffnerfalle 11 passiert hat
und der Türflügel außerhalb der Schließstellung steht, steht die Schlossfalle 21 außerhalb
der Türöffnerfalle 11 und damit außer deren magnetischer Einwirkung, sodass die Schlossfalle
21 unter Wirkung der Schlossfallenfeder 21f automatisch eingefahren wird.
Bezugszeichenliste
[0029]
- 1
- Türöffner
- 2
- Tür
- 2a
- Türrahmen
- 2b
- Türflügel
- 2c
- Band
- 11
- Türöffnerfalle
- 11t
- Lagergestell
- 11a
- Drehachse der Türöffnerfalle
- 11g
- Grundkörper
- 11ga
- Aufnahmeausnehmung im Grundkörper
- 11s
- Aufschraubstück
- 11sa
- Aufnahmeausnehmung im Aufschraubstück
- 11sb
- Befestigungsschrauben des Aufschraubstücks
- 12
- Permanentmagnet
1. Türöffnereinrichtung zum Einsatz in einer Tür mit einem in einem ortsfesten Türrahmen
(2a) bewegbar gelagerten Türflügel (2b) umfassend
a) einen elektrisch ansteuerbaren Türöffner (1) mit einer bewegbar gelagerten Türöffnerfalle
(11) und einer elektrisch schaltbaren Sperreinrichtung, über die die Türöffnerfalle
(11) in eine Sperrstellung und in eine Freigabestellung bringbar ist, um in der Sperrstellung
der Türöffnerfalle (11) den Türflügel (2b) in der Schließstellung der Tür zu arretieren
und in der Freigabestellung der Türöffnerfalle (11) den Türflügel (1 a) aus der Schließstellung
der Tür zum Öffnen der Tür freizugeben, und
b) ein mit der Türöffnerfalle (11) zusammenwirkendes Gegenelement (21),
wobei der Türöffner (1) mit der Türöffnerfalle (11) am ortsfesten Türrahmen (2a) und
das Gegenelement (21) am Türflügel (2b) gelagert sind oder das Gegenelement (21) an
dem ortsfesten Türrahmen (2a) und der Türöffner (1) mit der Türöffnerfalle (11) am
Türflügel gelagert sind, dadurch gekennzeichnet,
- dass das Gegenelement (21) einen Magneten (12) aufweist und die Türöffnerfalle (11) ein
mit dem Magneten (12) des Gegenelements (21) zusammenwirkendes magnetisierbares Material
oder einen mit dem Magneten (12) des Gegenelements (21) zusammenwirkenden Magneten
(12) aufweist, oder
- dass die Türöffnerfalle (11) einen Magneten (12) und das Gegenelement (21) ein mit dem
Magneten (12) der Türöffnerfalle (11) zusammenwirkendes magnetisierbares Material
oder einen mit dem Magneten (12) der Türöffnerfalle (21) zusammenwirkenden Magneten
(12) aufweist.
2. Türöffnereinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Gegenelement (21) zwischen einer ausgefahrenen und einer eingefahrenen, das heißt
zurückgezogenen Position bewegbar ist und in der Schließstellung der Tür durch Wirkung
des Magneten (12) des Gegenelements (21) und/oder des Magneten (12) der Türöffnerfalle
(11) ausgefahren ist.
3. Türöffnereinrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
- dass das Gegenelement (21) durch eine Feder (21f) derart beaufschlagt ist, dass bei nicht
in Schließstellung stehender Tür das Gegenelement (21) unter der Wirkung der Feder
(21 f) eingefahren, das heißt zurückgezogen ist, und
- dass bei in Schließstellung stehender Tür das Gegenelement (21) unter magnetischer Einwirkung
zwischen Türöffnerfalle (11) und Gegenelement (21) entgegen der Wirkung der Feder
(21f) ausgefahren ist.
4. Türöffnereinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Magnet (12) des Gegenelements (21) und der Magnet (12) der Türöffnerfalle (11)
so angeordnet sind, dass die einander zugewandten Enden der Magnete (12) unterschiedliche
Polung aufweisen.
5. Türöffnereinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Magnet (12) des Gegenelements (21) als ein von dem Gegenelement (21) separat
ausgebildetes Bauteil ausgebildet ist.
6. Türöffnereinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Magnet (12) des Gegenelements (21) durch einen Abschnitt des Gegenelements (21)
verdeckt liegend angeordnet ist.
7. Türöffnereinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Magnet (12) der Türöffnerfalle (11) als ein von der Türöffnerfalle (11) separat
ausgebildetes Bauteil ausgebildet ist.
8. Türöffnereinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Magnet (12) der Türöffnerfalle (11) durch einen Abschnitt der Türöffnerfalle
(11) verdeckt liegend angeordnet ist.
9. Türöffnereinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Türöffnerfalle (11) einen bewegbar gelagerten Grundkörper (11 g) und einen auf
dem Grundkörper (11g) lösbar fixierbaren Fallenkörper (11 s) aus magnetisierbarem
Material aufweist und der Magnet der Türöffnerfalle zwischen dem Grundkörper und dem
Fallenkörper angeordnet ist.
10. Türöffnereinrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Grundkörper (11g) oder/und der Fallenkörper (11s) eine Aufnahmeausnehmung (11ga,
11sa) für den Magneten (12) aufweist bzw. aufweisen.
11. Türöffnereinrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufnahmeausnehmung (11ga, 11sa) komplementär mit dem Magneten (12) und/oder komplementär
mit dem in die Aufnahmeausnehmung (11ga, 11sa) eingreifenden Abschnitt des Magneten
(12) ausgebildet ist.
12. Türöffnereinrichtung nach einem der Ansprüche 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Fallenkörper (11s) in variabel einstellbarer Position auf dem Grundkörper (11g)
lösbar fixierbar ist.