[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Meißelhalter, umfassend einen Körperbereich
mit einer wenigstens zu einer Meißeleinführseite des Körperbereichs offenen Meißelaufnahmeöffnung
und einen von einer Abstützseite des Körperbereichs sich erstreckenden Befestigungsschaft
mit einer Schaftlängsachse, wobei der Körperbereich an seiner Abstützseite einen ersten
Abstützflächenbereich aufweist.
[0002] Ein derartiger Meißelhalter für eine Straßenfräsmaschine oder dergleichen ist aus
der
DE 43 22 401 C2 bekannt. Die Meißeiaufnahmeöffnung dieses bekannten Meißelhalters ist an ihrem von
der Meißeleinführseite entfernten Ende, also an der Abstützseite, zum ersten Abstützflächenbereich
offen. In einem Bereich seitlich neben dem die Meißelaufnahmeöffnung aufweisenden
Abschnitts des Körperbereichs erstreckt sich der Befestigungsschaft vom Körperbereich.
In einem für einen derartigen Meißelhalter vorgesehenen Basisteil, das an einer Fräswalze
oder dergleichen durch Verschweißung festzulegen ist, ist in Zuordnung zum ersten
Abstützflächenbereich ein erster Gegen-Abstützflächenbereich vorgesehen. Bei in eine
Befestigungsschaftaufnahmeöffnung des Basisteils eingeführtem Befestigungsschaft liegt
der erste Abstützflächenbereich des Meißelhalters am ersten Gegen-Abstützflächenbereich
des Basisteils an, so dass grundsätzlich eine definierte Positionierung des Meißelhalters
am Basisteil vorgegeben ist. Zwischen dem den Befestigungsschaft tragenden Abschnitt
des Körperbereichs und der gegenüberliegenden Seite des Basisteils ist ein Abstand
vorgesehen, um einen so genannten Nachsetzraum für den Meißelhalter vorzusehen, welcher
ein tieferes Eindringen des Befestigungsschafts in die Befestigungsschaftaufnahmeöffnung
ermöglicht, wenn im Bereich des ersten Abstützflächenbereichs oder/und des ersten
Gegen-Abstützflächenbereichs Verschleiß auftritt.
[0003] Obgleich der erste Abstützflächenbereich und somit auch der erste Gegen-Abstützflächenbereich
zu einer Meißelaufnahmeöffnungslängsachse und mithin auch einer Meißellängsachse näherungsweise
orthogonal stehen, können im Fräsbetrieb Querbelastungen entstehen, welche dort, wo
der Befestigungsschaft an den Körperbereich anschließt, zu einer erheblichen Torsions-
sowie Scherbelastung führen, was auch bei Ausgestaltung des Befestigungsschafts mit
vergleichsweise großer Schaftquerschnittsfläche in ungünstigen Fällen zu einem Abbrechen
des Befestigungsschafts führen kann.
[0004] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Meißelhalter sowie ein Meißelhaltersystem
mit einem Meißelhalter und einem Basisteil bereitzustellen, bei welchen bei optimierter
Krafteinleitung eine geringere mechanische Belastung insbesondere des Befestigungsschafts
erreicht werden kann.
[0005] Gemäß einem ersten Aspekt wird diese Aufgabe gelöst durch einen Meißelhalter, umfassend
einen Körperbereich mit einer wenigstens zu einer Meißeleinführseite des Körperbereichs
offenen Meißelaufnahmeöffnung und einen von einer Abstützseite des Körperbereichs
sich erstreckenden Befestigungsschaft mit einer Schaftlängsachse, wobei der Körperbereich
an seiner Abstützseite einen ersten Abstützflächenbereich aufweist.
[0006] Dabei ist weiter vorgesehen, dass der Körperbereich an seiner Abstützseite einen
bezüglich des ersten Abstützflächenbereichs angewinkelten zweiten Abstützflächenbereich
aufweist oder/und dass der erste Abstützflächenbereich eine erste Abstützfläche und
eine bezüglich der ersten Abstützfläche angewinkelte zweite Abstützfläche umfasst.
[0007] Bei dem erfindungsgemäß aufgebauten Meißelhalter wird durch die großflächigere und
vermittels der Anwinkelung selbstzentrierende Abstützung eine Entlastung des Befestigungsschafts
in seinem an den Körperbereich anschließenden Abschnitt erreicht. Alternativ oder
zusätzlich kann bei dem erfindungsgemäßen Meißelhalter durch die Anwinkelung zweier
Abstützfächen des ersten Abstützflächenbereichs gleichermaßen eine Zentrierung des
Meißelhalters und mithin Minderung der in dem Befestigungsschaft eingeleiteten Querkräfte
erreicht werden. Auch dies trägt zu einer geringeren Belastung des Befestigungsschafts
bei.
[0008] Um bei dem erfindungsgemäßen Meißelhalter und bei Optimierung der daran vorgesehenen
Zentriereigenschaft einen leichten Zugriff auf einen in der Meißelaufnahmeöffnung
aufgenommenen Meißel zu ermöglichen, wird vorgeschlagen, dass die Meißelaufnahmeöffnung
im Wesentlichen im Bereich des ersten Abstützflächenbereichs zu der Abstützseite offen
ist und dass der Befestigungsschaft sich im Wesentlichen im Bereich des zweiten Abstützflächenbereich
vom Körperbereich erstreckt.
[0009] Die Zentriereigenschaft des erfindungsgemäß aufgebauten Meißelhalters kann dadurch
weiter verbessert werden, dass der zweite Abstützflächenbereich eine erste Abstützfläche
und eine bezüglich der ersten Abstützfläche angewinkelte zweite Abstützfläche umfasst.
Insbesondere dann, wenn auch der erste Abstützflächenbereich zwei zueinander angewinkelte
Abstützflächen aufweist, sind am Meißelhalter somit insgesamt vier zueinander pyramidenartig
angewinkelte, insbesondere eine trichterartige Konfiguration ergebende Abstützflächen
bereitgestellt, welche eine Krafteinleitung in den Befestigungsschaft vermeidet oder
zumindest verringert und mithin eine erhebliche Minderung der Belastung desselben
insbesondere quer zu seiner Schaftlängsachse mit sich bringt.
[0010] Dabei kann eine hinsichtlich der Krafteinleitung sehr gleichmäßige Belastung erzielt
werden, wenn die erste Abstützfläche und die zweite Abstützfläche des ersten Abstützflächenbereichs
oder/und des zweiten Abstützflächenbereichs bezüglich einer Haltermittenebene im Wesentlichen
symmetrisch angeordnet sind. Es sei hier darauf hingewiesen, dass die Haltermittenebene
im Wesentlichen die geometrische Mitte des Meißelhalters repräsentieren kann und beispielsweise
aufgespannt sein kann durch die Schaftlängsachse und eine Längsachse der Meißelaufnahmeöffnung.
[0011] Zur Optimierung der im Fräsbetrieb auftretenden Belastungen kann weiter vorgesehen
sein, dass ein zwischen der ersten Abstützfläche oder/und der zweiten Abstützfläche
des ersten Abstützflächenbereichs und dem zweiten Abstützflächenbereich eingeschlossener
erster Winkel im Bereich von 127° bis 147°, vorzugsweise bei etwa 137°, liegt oder/und
ein zwischen der ersten Abstützfläche und der zweiten Abstützfläche des ersten Abstützflächenbereichs
eingeschlossener zweiter Winkel im Bereich von 120° bis 140°, vorzugsweise bei etwa
130°, liegt oder/und ein zwischen der ersten Abstützfläche und der zweiten Abstützfläche
des zweiten Abstützflächenbereichs eingeschlossener dritter Winkel im Bereich von
100° bis 120°, vorzugsweise bei etwa 110°, liegt, oder/und ein zwischen einem Übergangsbereich
zwischen der ersten Abstützfläche und der zweiten Abstützfläche des ersten Abstützflächenbereichs
und einem Übergangsbereich zwischen der ersten Abstützfläche und der zweiten Abstützfläche
des zweiten Abstützflächenbereichs eingeschlossener Winkel im Bereich von 121° bis
141°, vorzugsweise bei etwa 131° liegt.
[0012] Da aus fertigungstechnischen Gründen die verschiedenen Abstützflächen des erfindungsgemäß
aufgebauten Meißelhalters im Wesentlichen plan, also nicht gekrümmt sind, wird zum
Ermöglichen eines direkten Übergangs derartiger Abstützflächen ineinander vorgeschlagen,
dass wenigstens eine Abstützfläche des ersten Abstützflächenbereichs und der zweite
Abstützflächenbereich in einem linienartigen oder/und gerade sich erstreckenden ersten
Übergangsbereich aneinander anschließen.
[0013] Gemäß einem weiteren aus fertigungstechnischen Gründen besonders vorteilhaften Aspekt
wird vorgeschlagen, dass die erste Abstützfläche und die zweite Abstützfläche des
zweiten Abstützflächenbereichs in einem flächenartigen oder/und gerade sich erstreckenden
zweiten Übergangsbereich aneinander anschließen. Es hat sich gezeigt, dass insbesondere
bei Herstellung des Meißelhalters als Schmiedeteil im Übergangsbereich zwischen den
beiden Abstützflächen des ersten Abstützflächenbereichs ein näherungsweise ebener,
flächenartiger Bereich entsteht, der in fertigungstechnisch einfacher Weise zu einem
flächenartigen bzw. gerade sich erstreckenden zweiten Übergangsbereich bearbeitet
werden kann. Insbesondere kann dabei vorgesehen sein, dass der zweite Übergangsbereich
eine zur Haltermittenebene im Wesentlichen orthogonale Übergangsfläche umfasst.
[0014] Um die auf den Befestigungsschaft quer zu dessen Schaftlängsachse einwirkenden und
diesen im Angrenzungsbereich an den Körperbereich auf Scherung belastenden Kräfte
möglichst gering zu halten, wird vorgeschlagen, dass eine Längsmittenachse der Meißelaufnahmeöffnung
und die Schaftlängsachse in einem Winkel von 10° bis 15°, vorzugsweise etwa 12,5°,
zueinander geneigt sind. Dieser Winkel hat sich deshalb als besonders vorteilhaft
erwiesen, da sich gezeigt hat, dass im Fräsbetrieb die auf einen Meißel einwirkenden
Kräfte im Allgemeinen nicht parallel zu dessen Längsachse und mithin auch nicht in
Richtung der Längsachse der Meißelaufnahmeöffnung, sondern dazu leicht geneigt sind.
Dieser Neigung kann durch die Anstellung der Schaftlängsachse bezüglich der Längsachse
der Meißelaufnahmeöffnung Rechnung getragen werden.
[0015] Gemäß einem weiteren vorteilhaften Aspekt kann der Befestigungsorganbeaufschlagungsbereich
eine Befestigungsorganbeaufschlagungsfläche umfassen und die Schaftlängsachse und
eine Flächennormale der Befestigungsorganbeaufschlagungsfläche können in einem Winkel
von 50° bis 65°, vorzugsweise etwa 62,5°, zueinander geneigt sein. Durch diese vergleichsweise
geringe Anstellung der Flächennormale der Befestigungsorganbeaufschlagungsfläche zur
Schaftlängsachse wird erreicht, dass eine näherungsweise auch in Richtung dieser Flächennormale
auf die Befestigungsorganbeaufschlagungsfläche vermittels eines Befestigungsorgans
ausgeübte Kraft möglichst wenig zur Schaftlängsachse geneigt ist, diesen also möglichst
stark in Richtung seiner Längsachse belastet. Auch dadurch können Querbelastungen
im Schaft verringert werden, gleichwohl jedoch eine derartige Orientierung eines beispielsweise
als Schraubbolzen ausgebildeten Befestigungsorgans sichergestellt werden, dass bei
in ein Basisteil eingesetztem Meißelhalter Zugriff zu dem Befestigungsorgan besteht.
[0016] Gemäß einem weiteren Aspekt wird die eingangs genannte Aufgabe gelöst durch ein Meißelhaltersystem,
umfassend einen vorzugsweise erfindungsgemäß aufgebauten Meißelhalter und ein Basisteil
mit einem ersten Gegen-Abstützflächenbereich zur Abstützung des ersten Abstützflächenbereichs.
[0017] Dieses Meißelhaltersystem ist gekennzeichnet durch einen bezüglich des ersten Gegen-Abstützflächenbereichs
angewinkelten zweiten Gegen-Abstützflächenbereich zur Abstützung des zweiten Abstützflächenbereichs,
oder/und dadurch, dass der erste Gegen-Abstützflächenbereich eine erste Gegen-Abstützfläche
zur Abstützung der ersten Abstützfläche des ersten Abstützflächenbereichs und eine
bezüglich der ersten Gegen-Abstützfläche angewinkelte zweite Gegen-Abstützfläche zur
Abstützung der zweiten Abstützfläche des ersten Abstützflächenbereichs umfasst.
[0018] Mit dieser Ausgestaltung des Basisteils an seiner Gegen-Abstützseite wird eine zur
Gestaltung des Meißelhalters komplementäre Konfiguration erhalten, so dass eine optimale
Ineinanderpassung dieser beiden Bauteile gewährleistet ist.
[0019] Insbesondere kann dafür vorgesehen sein, dass die Anwinkelung des ersten Abstützflächenbereichs
bezüglich des zweiten Abstützflächenbereichs und die Anwinkelung des ersten Gegen-Abstützflächenbereichs
bezüglich des zweiten Gegen-Abstützflächenbereichs oder/und die Anwinkelung der ersten
Abstützfläche bezüglich der zweiten Abstützfläche des ersten Abstützflächenbereichs
und die Anwinkelung der ersten Gegen-Abstützfläche bezüglich der zweiten Gegen-Abstützfläche
des ersten Gegen-Abstützflächenbereichs zueinander komplementär sind.
[0020] Ebenso wie beim Meißelhalter selbst, kann auch beim Meißelhaltersystem eine weiter
verbesserte Zentrierwirkung dadurch erreicht werden, dass der zweite Gegen-Abstützflächenbereich
eine erste Gegen-Abstützfläche zur Abstützung der ersten Abstützfläche des zweiten
Abstützflächenbereichs und eine bezüglich der ersten Gegen-Abstützfläche angewinkelte
zweite Gegen-Abstützfläche zur Abstützung der zweiten Abstützfläche des zweiten Abstützflächenbereichs
umfasst. Auch bei dieser Ausgestaltung kann zum Erhalt einer optimalen Passung des
Meißelhalters in das Basisteil vorgesehen sein, dass die Anwinkelung der ersten Abstützfläche
bezüglich der zweiten Abstützfläche des zweiten Abstützflächenbereichs und die Anwinkelung
der ersten Gegen-Abstützfläche bezüglich der zweiten Gegen-Abstützfläche des zweiten
Gegen-Abstützflächenbereichs zueinander komplementär sind.
[0021] Gemäß einem besonders vorteilhaften Aspekt der vorliegenden Erfindung wird vorgeschlagen,
dass die erste Gegen-Abstützfläche und die zweite Gegen-Abstützfläche wenigstens eines
Gegen-Abstützflächenbereichs in einem einsenkungsartigen dritten Übergangsbereich
aneinander anschließen. Da, ebenso wie bei den verschiedenen Abstützflächen, vorteilhafterweise
auch die verschiedenen Gegen-Abstützflächen jeweils mit im Wesentlichen planer, also
nicht gekrümmter Konfiguration vorgesehen sind, wird durch das Bereitstellen eines
einsenkungsartigen Übergangsbereichs zwischen derartigen Gegen-Abstützflächen das
Auftreten von Kerbspannungen bei starker Belastung vermieden. Gleichermaßen wird in
einem derartigen einsenkungsartigen dritten Übergangsbereich ein Volumen freigehalten,
in welches ein beispielsweise geradlinig sich erstreckender Übergangsbereich zwischen
zwei Abstützflächen eines Abstützflächenbereichs bzw. zweier Abstützflächenbereiche
eintauchen kann, ohne dass in diesem Bereich Meißelhalter und Basisteil aneinander
anstoßen. Somit ist weiter Volumen bereitgehalten, um bei Auftreten von Verschleiß
ein zumindest geringfügiges Nachsetzen des Meißelhalters zu ermöglichen.
[0022] Um dies weiter zu unterstützen, kann vorgesehen sein, dass der erste Gegen-Abstützflächenbereich
und der zweite Gegen-Abstützflächenbereich in einem einsenkungsartigen vierten Übergangsbereich
aneinander anschließen.
[0023] Zur Bereitstellung einer von der Schaftlängsachse möglichst wenig abweichenden Beaufschlagungsrichtung
mit einer Befestigungskraft zur Festlegung des Befestigungsschafts im Basisteil wird
ferner vorgeschlagen, dass im Basisteil eine Befestigungsschaftaufnahmeöffnung mit
einer Befestigungsschaftaufnahmeöffnungslängsachse und eine zu der Befestigungsschaftaufnahmeöffnung
offene Befestigungsorganaufnahmeöffnung mit einer Befestigungsorganaufnahmeöffnungslängsachse
vorgesehen sind und dass die Befestigungsschaftaufnahmeöffnungslängsachse und die
Befestigungsorganaufnahmeöffnungslängsachse in einem Winkel von 50° bis 65°, vorzugsweise
etwa 62,5°, zueinander geneigt sind.
[0024] Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die beiliegenden Figuren
detailliert beschrieben. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines Meißelhalters in Blickrichtung l in Fig. 2;
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht des Meißelhalters der Fig. 1 in Blickrichtung II in Fig.
1;
- Fig. 3
- eine Ansicht des Meißelhalters in Blickrichtung III in Fig. 2;
- Fig. 4
- eine Schnittansicht des Meißelhalters, geschnitten in einer Haltermittenebene;
- Fig. 5
- eine Ansicht des Meißelhalters in Blickrichtung V in Fig. 1;
- Fig. 6
- eine Seitenansicht des Meißelhalters;
- Fig. 7
- eine Schnittansicht des Meißelhalters im Bereich eines Befestigungsschafts, geschnitten
längs einer Linie VII-VII in Fig. 6;
- Fig. 8
- eine Schnittansicht des Meißelhalters im Bereich eines Befestigungsschafts, geschnitten
längs einer Linie VIII-VIII in Fig. 6;
- Fig. 9
- eine perspektivische Ansicht eines Meißelhalters;
- Fig. 10
- eine Ansicht des Meißelhalters in der Fig. 9 in Blickrichtung X in Fig. 9;
- Fig. 11
- eine perspektivische Darstellung des Meißels und des Meißelhalters im Zusammenbau;
- Fig. 12
- eine Schnittdarstellung des Zusammenbaus der Fig. 11, geschnitten in der Haltermittenebene.
[0025] Die Fig. 1 bis 6 zeigen einen allgemein mit 10 bezeichneten Meißelhalter für eine
Fräswalze einer Straßenfräsmaschine. Der Meißelhalter 10 umfasst einen Körperbereich
12 mit einem davon an einer allgemein mit 14 bezeichneten Meißeleinführseite sich
erstreckenden, näherungsweise zylindrischen Ansatz 16. In dem zylindrischen Ansatz
16 ist diesen bzw. den gesamten Körperbereich 12 durchsetzend eine Meißelaufnahmeöffnung
18 vorgesehen. Diese ist an der Meißeleinführseite 14 zur Aufnahme eines auswechselbaren,
darin durch Reibungsklemmsitz arretierbaren Meißels offen und ist an einer der Meißeleinführseite
14 im Wesentlichen entgegengesetzten Abstützseite 20 des Körperbereichs 12 offen.
Von dieser Seite her kann ein zum Entfernen eines verschlissenen Meißels aus der Meißelaufnahmeöffnung
18 eingesetztes Werkzeug eingeführt werden, um damit den Meißel aus der Meißelöffnung
18 herauszudrücken.
[0026] Am Körperbereich 12 sind an der Abstützseite 20 ein erster Abstützflächenbereich
22 und ein dazu angewinkelter zweiter Abstützflächenbereich 24 vorgesehen. Man erkennt
in den Darstellungen, dass die Meißelaufnahmeöffnung 18 im Bereich des ersten Abstützflächenbereichs
22 zur Abstützseite 20 hin offen ist. Im Wesentlichen ausgehend vom zweiten Abstützflächenbereich
24 erstreckt sich vom Körperbereich 12 ein langgestreckter Befestigungsschaft 26.
Der Befestigungsschaft 26 ist mit einer allgemein kreisartiger, z.B. kreisrunden oder
ovalen bzw. elliptischen, Außenumfangskontur ausgebildet. Auf die konstruktive Ausgestaltung
des Befestigungsschafts 26 wird nachfolgend noch detailliert eingegangen.
[0027] Der erste Abstützflächenbereich 22 umfasst eine erste Abstützfläche 28 und eine zweite
Abstützfläche 30. Diese beiden Abstützflächen 28, 30 des ersten Abstützflächenbereichs
22 sind zueinander angewinkelt und zu einer Haltermittenebene, welche im Wesentlichen
der Zeichenebene der Fig. 4 entspricht, im Wesentlichen symmetrisch ausgebildet bzw.
auch in gleichem Winkel angestellt. Es sei hier darauf hingewiesen, dass die Haltermittenebene
beispielsweise aufgespannt sein kann durch eine Längsachse L
M der Meißelaufnahmeöffnung 18 und eine Schaftlängsachse L
B des Befestigungsschafts 26.
[0028] Auch der zweite Abstützflächenbereich 24 umfasst eine erste Abstützfläche 32 sowie
eine zweite Abstützfläche 34. Die beiden Abstützflächen 32, 34 sind zueinander angewinkelt
und damit auch zur Haltermittenebene angewinkelt, wobei hier die Ausgestaltung bezüglich
der Haltermittenebene entsprechend der Ausgestaltung der beiden Abstützflächen 28,
30 des ersten Abstützflächenbereichs 22 symmetrisch sein kann.
[0029] Zwischen der ersten Abstützfläche 28 des ersten Abstützflächenbereichs 22 und der
ersten Abstützfläche 32 des zweiten Abstützflächenbereichs 24 und gleichermaßen zwischen
der zweiten Abstützfläche 30 des ersten Abstützflächenbereichs 22 und der zweiten
Abstützfläche 34 des zweiten Abstützflächenbereichs 24 sind linienartige und vorzugsweise
gerade sich erstreckende erste Übergangsbereiche 36, 38 gebildet, welche gleichermaßen
auch einen Übergang zwischen dem ersten Abstützflächenbereich 22 und dem zweiten Abstützflächenbereich
24 definieren. Man erkennt insbesondere in den Fig. 1 und 2 deutlich, dass diese ersten
Übergangsbereiche 36, 38 an einem kantenartig ausgebildeten Angrenzungsbereich der
jeweiligen Abstützflächen gebildet ist. Aufgrund der Tatsache, dass die Abstützflächen
28, 30, 32, 34 vorzugsweise alle eben, also ungekrümmt ausgebildet sind, sind diese
somit auch linienartig ausgebildeten ersten Übergangsbereiche 36, 38 entsprechend
auch ungekrümmt.
[0030] Ein zwischen der ersten Abstützfläche 32 und der zweiten Abstützfläche 34 des zweiten
Abstützflächenbereichs 24 gebildeter zweiter Übergangsbereich 40 ist mit einer im
Wesentlichen gerade sich erstreckenden Übergangsfläche 42 ausgebildet. Diese steht
zur Haltermittenebene im Wesentlichen orthogonal. Da die beiden Abstützflächen 32,
34 im Wesentlichen plan, also ungekrümmt sind, erstreckt sich auch dieser zweite Übergangsbereich
40 im Wesentlichen geradlinig.
[0031] Dort, wo die beiden Abstützflächenbereiche 22, 24 bzw. deren Abstützflächen 28, 30
bzw. 32, 34 aneinander angrenzen, also bei den ersten Übergangsbereichen 36, 38, ist
ein Winkel W
1 gebildet, der im Bereich von etwa 137° liegt. Zwischen den beiden Abstützflächen
28, 30 des ersten Abstützflächenbereichs 22 ist ein Winkel W
2 von etwa 130° gebildet, so dass jede dieser Abstützflächen 28, 30 zur Haltermittenebene
einen Neigungswinkel von etwa 65° aufweist. Zwischen den beiden Abstützflächen 32,
34 des zweiten Abstützflächenbereichs 24 ist ein Winkel W
3 von etwa 110° gebildet, so dass jede dieser Abstützflächen 32, 34 zur Haltermittenebene
einen Neigungswinkel von etwa 55° aufweist. Dies bedeutet allgemein, dass die beiden
Abstützflächen 28, 30 des ersten Abstützflächenbereichs 22 unter einem größeren dazwischen
eingeschlossenen Winkel angeordnet sind, als die beiden Abstützflächen 32, 34 des
zweiten Abstützflächenbereichs 24. Weiter ist die Schaftlängsachse L
B bezüglich des Körperbereichs 12 derart orientiert, dass der Befestigungsschaft 26
zum ersten Abstützflächenbereich 22 und zum zweiten Abstützflächenbereich 24 unter
einem Winkel W
4 bzw. W
5 geneigt ist, der bei jeweils etwa 65° liegt. Beispielsweise kann der Winkel W
4 im Bereich von 67° liegen, während der Winkel W
5 bei etwa 64° liegen kann. Es sei hier darauf hingewiesen, dass zur Ermittlung dieser
Winkel W
4 bzw. W
5 eine die jeweiligen Abstützflächen 28, 30 bzw. 32, 34 bei imaginärer Verlängerung
derselben verbindende Linie herangezogen werden kann bzw. im Falle der Abstützflächen
32, 34 der Winkel W
5 auch bezüglich der Übergangsfläche 42 des zweiten Übergangsbereichs 40 und im Falle
der Abstützflächen 28, 30 der Winkel W
4 auch bezüglich einer Übergangsfläche 43 eines weiteren Übergangsbereichs 41 am Meißelhalter
10 ermittelt werden kann. Der durch die Summe der beiden Winkel W
4 und W
5 gebildete Gesamtwinkel kann somit in einem Bereich von etwa 131° liegen und definiert
den Anstellwinkel zweier prismenartiger Konfigurationen, von welchen eine definiert
ist durch die beiden Abstützflächen 28, 30 des ersten Abstützbereichs 22 und der andere
definiert ist durch die beiden Abstützflächen 32, 34 des zweiten Abstützflächenbereichs
24. Durch Variation dieses Gesamtwinkels, also der Summe der beiden Winkel W
4 und W
5, kann bei beispielsweise gleichgehaltenen Winkeln W
2 und W
3 somit die Geometrie der pyramidenartigen Anordnung, gebildet durch die vier Abstützflächen
28, 30, 32, 34, beeinflusst werden und insbesondere eine Konzentration der Kräfte
in Richtung eines imaginären Pyramidenscheitelpunkts unterstützt werden.
[0032] Aufgrund dieser winkeligen Orientierung der verschiedenen Abstützflächenbereiche
22, 24 bzw. von deren Abstützflächen 28, 30, 32, 34 und aufgrund der Orientierung
des Befestigungsschafts 26 bezüglich des Körperbereichs 12 wird eine Konzentrierung
der im Fräsbetrieb in den Körperbereich 12 eingeleiteten Kräfte in derartiger Weise
erreicht, dass Querkräfte, welche den Übergang zwischen dem Körperbereich 12 und dem
Befestigungsschaft 26 auf Scherung belasten, stark reduziert sind. Hierzu trägt auch
bei, dass ein zwischen der Schaftlängsachse L
B und der Längsachse L
M der Meißelaufnahmeöffnung 18 und mithin einer Meißellängsachse gebildeter Winkel
W
6 in einem Bereich von 12,5° liegt.
[0033] In den Fig. 9 und 10 ist ein in Verbindung mit dem vorangehend beschriebenen Meißelhalter
10 einsetzbares Basisteil 44 dargestellt. Die Fig. 11 und 12 zeigen dieses Basisteil
44 im Zusammenbau mit dem Meißelhalter 10.
[0034] Im Basisteil 44 ist eine Befestigungsschaftaufnahmeöffnung 46 ausgebildet, die sowohl
an einer in Fig. 9 oben erkennbaren Gegen-Abstützseite 48, als auch einer in Fig.
10 erkennbaren Verbindungsseite 50 des Basisteils 44 offen ist. Im Bereich der Verbindungsseite
50 wird das Basisteil 44 beispielsweise durch Verschweißung an einer Fräswalze festgelegt.
[0035] An der Gegen-Abstützseite 48 ist in Zuordnung zum ersten Abstützflächenbereich 22
ein erster Gegen-Abstützflächenbereich 52 gebildet. In Zuordnung zum zweiten Abstützflächenbereich
24 ist ein zweiter Gegen-Abstützflächenbereich 54 gebildet. Der erste Gegen-Abstützflächenbereich
52 umfasst in Zuordnung zur ersten Abstützfläche 28 des ersten Abstützflächenbereichs
22 eine erste Gegen-Abstützfläche 56 und umfasst in Zuordnung zur zweiten Abstützfläche
30 des ersten Abstützflächenbereichs 22 eine zweite Gegen-Abstützfläche 58. Entsprechend
umfasst der zweite Gegen-Abstützflächenbereich 54 in Zuordnung zur ersten Abstützfläche
32 des zweiten Abstützflächenbereichs 24 eine erste Gegen-Abstützfläche 60 und umfasst
in Zuordnung zur zweiten Abstützfläche 34 des zweiten Abstützflächenbereichs 24 eine
zweite Gegen-Abstützfläche 62. Die jeweiligen Gegen-Abstützflächen 56, 58, 60, 62
sind zueinander entsprechend der jeweiligen Anwinkelungen der Abstützflächen 28, 30,
32, 34 des Meißelhalters 10 zueinander angewinkelt und eben ausgebildet, so dass die
einander zugeordneten Abstützflächen und Gegen-Abstützflächen flächig aneinander anliegen
können.
[0036] Zwischen der ersten Gegen-Abstützfläche 56 und der zweiten Gegen-Abstützfläche 58
einerseits und zwischen der ersten Gegen-Abstützfläche 60 und der zweiten Gegen-Abstützfläche
62 andererseits ist jeweils ein einsenkungsartiger dritter Übergangsbereich 64 bzw.
66 gebildet. Gleichermaßen ist zwischen den beiden Gegen-Abstützflächenbereichen 52,
54, also zwischen der ersten Gegen-Abstützfläche 56 und der ersten Gegen-Abstützfläche
60 bzw. der zweiten Gegen-Abstützfläche 58 und der zweiten Gegen-Abstützfläche 62
ein einsenkungsartiger vierter Übergangsbereich 68, 70 gebildet. Durch diese beispielsweise
mit zumindest teilweise abgerundeter Kontur ausgebildeten, einsenkungsartigen Übergangsbereiche
64, 66, 68, 70 werden einerseits bei Einleitung von Fräskräften auftretende Kerbspannungen
vermieden. Andererseits ist, wie dies die Darstellungen der Fig. 11 und 12 deutlich
zeigen, bei den einsenkungsartigen Übergangsbereichen 64, 66, 68, 76 jeweils Platz
geschaffen für die verschiedenen Übergangsbereiche des Meißelhalters 10, wo dessen
Abstützflächen ineinander übergehen. Dies sorgt dafür, dass selbst dann, wenn im Bereich
der aneinander anliegenden Abstützflächen bzw. Gegen-Abstützflächen Verschleiß auftritt,
ein Nachsetzen und dementsprechend ein tieferes Eindringen der ersten bzw. zweiten
Übergangsbereiche in die dritten bzw. vierten Übergangsbereiche ermöglicht ist.
[0037] Man erkennt anhand der Fig. 9, 11 und 12 deutlich, dass die am Meißelhalter 10 gebildete
Abstützseite 20 einerseits und die am Basisteil 44 gebildete Gegen-Abstützseite 48
andererseits insbesondere mit den in gegenseitige Anlage kommenden Abstützflächen
bzw. Gegen-Abstützflächen komplementär geformt sind. Es entsteht somit durch die mehreren,
prismenartig aneinander angrenzenden Abstützflächen bzw. Gegen-Abstützflächen eine
trichterartige Konfiguration, die eine stabile Abstützung des Meißelhalters 10 und
Basisteils 44 auch in Richtung quer zum Befestigungsschaft 26 bzw. der Schaftlängsachse
L
B gewährleistet. Dies führt allgemein zu einer Entlastung des Befestigungsschafts 26
insbesondere in Querrichtung, wodurch die Gefahr eines Bruchs des Befestigungsschafts
erheblich verringert wird.
[0038] Neben der vorangehend detailliert erläuterten Abstützwechselwirkung zwischen dem
Meißelhalter 10 und dem Basisteil 44 im Bereich der Abstützseite 20 bzw. der Gegen-Abstützseite
48 wird bei dem erfindungsgemäß aufgebauten Meißelhaltersystem eine weitere Entlastung
des Befestigungsschafts 26 durch dessen Anlagewechselwirkung mit dem Basisteil 44
im Bereich von dessen Befestigungsschaftaufnahmeöffnung 46 erreicht. Dieser Aspekt
und der vorangehend bereits detailliert erläuterte Abstützaspekt können für sich alleine
bereits jeweils eine deutliche Entlastung bzw. gleichmäßigere Kraftverteilung erzielen.
Besonders vorteilhaft sind sie jedoch in Kombination bei ein und demselben Meißelhaltersystem
realisiert.
[0039] Der Befestigungsschaft 26 des Meißelhalters 10 weist an einer näherungsweise unter
dem ersten Abstützflächenbereich 22 liegenden ersten Seite einen Befestigungsorganbeaufschlagungsbereich
76 auf und weist an einer bezüglich der Schaftlängsachse L
B entgegengesetzten zweiten Seite einen Abstützbereich 78 auf. Der Befestigungsorganbeaufschlagungsbereich
ist einkerbungsartig gebildet mit einer Befestigungsorganbeaufschlagungsfläche 80,
deren Flächennormale F
N bezüglich der Schaftlängsachse L
B unter einem vergleichsweise kleinen Winkel W
7 von etwa 62,5° geneigt ist. Dies führt dazu, dass ein am Basisteil vorgesehenes Befestigungsorgan
82, dessen Längsmittenachse näherungsweise parallel zur Flächennormalen F
N orientiert ist, also im Wesentlichen orthogonal zur Befestigungsorganbeaufschlagungsfläche
80 steht, bei Beaufschlagung des Befestigungsschafts 26 eine vergleichsweise stark
in Richtung der Schaftlängsachse L
B gerichtete Kraftkomponente erzeugt. Es sei hier darauf hingewiesen, dass das Befestigungsorgan
82 in einer Befestigungsorganaufnahmeöffnung 84 des Basisteils 44 aufgenommen ist,
die zumindest bereichsweise mit Innengewinde ausgebildet ist, so dass das entsprechend
zumindest bereichsweise mit Außengewinde ausgebildete Befestigungsorgan 82 durch Dreh-,
also Schraubbewegung in Richtung einer Befestigungsorganaufnahmeöffnungslängsachse
L
o in Richtung auf die Befestigungsorganbeaufschlagungsfläche 80 zu bzw. davon weg bewegt
werden kann.
[0040] Aufgrund der vorangehend angesprochenen geometrischen Verhältnisse steht die Befestigungsorganaufnahmeöffnungslängsachse
L
o zu einer Befestigungsschaftaufnahmeöffnungslängsachse L
A, welche im Zusammenbauzustand zumindest hinsichtlich ihrer Orientierung auch im Wesentlichen
mit der Schaftlängsachse L
B übereinstimmt, unter dem Winkel W
7 von etwa 62,5°.
[0041] Wird das Befestigungsorgan 82 durch Schraubbewegung in die Befestigungsorganaufnahmeöffnung
84 hinein bewegt und gegen die Befestigungsorganbeaufschlagungsfläche 80 gepresst,
so wird der Befestigungsschaft 26 mit seinem Abstützbereich 78 gegen einen Gegen-Abstützbereich
86 des Basisteils 44 gepresst. Der Abstützbereich 78 ist mit zwei Abstützflächenbereichen
88, 90 ausgebildet, die bezüglich einander angewinkelt bzw. geneigt verlaufen, insbesondere
jeweils einen vorzugsweise kreisartig gekrümmten Verlauf in Umfangsrichtung um die
Schaftlängsachse L
B aufweisen. In einem zentralen Bereich des Abstützbereichs 78 schließen diese beiden
Abstützflächenbereiche 88, 90 in einem fünften Übergangsbereich 92 aneinander an.
Dieser fünfte Übergangsbereich 92 ist einsenkungsartig ausgebildet, vorzugsweise mit
in Richtung der Schaftlängsachse L
B sich erstreckendem, konkavem Einsenkungsprofil.
[0042] Deutlich erkennbar ist, dass die Abstützflächenbereiche 88, 90 des Abstützbereichs
78 so ausgebildet sind, dass sie über eine Grund-Außenumfangsfläche 94 des Befestigungsschafts
26 radial bezüglich der Befestigungsschaftlängsachse L
B zumindest bereichsweise hervorspringen. Die Ausgestaltung ist derart, dass dieser
radiale Überstand im zentralen Bereich des Abstützbereichs 78, also dort, wo der fünfte
Übergangsbereich 92 gebildet ist, am geringsten ist, so dass dort beispielsweise nahezu
kein radialer Vorsprung vorhanden ist, während in Umfangsrichtung und in Richtung
vom fünften Übergangsbereich 92 weg dieser radiale Überstand zunimmt. Insbesondere
erkennt man, dass sowohl an den axialen Endbereichen der Abstützflächenbereiche 88,
90, als auch den in Umfangsrichtung vom fünften Übergangsbereich 92 entfernt liegenden
Endbereichen jeweils ein stufenartiger, ggf. auch leicht gekrümmter Übergang zur Grund-Außenumfangsfläche
94 des Befestigungsschafts 26 vorliegt.
[0043] Durch die Ausgestaltung des Befestigungsschafts 26 in der vorangehend beschriebenen
Art und Weise stützt sich dieser bei Beaufschlagung durch das Beaufschlagungsorgan
82 in zwei bezüglich der Haltermittenebene seitlich liegenden Flächenbereichen, nämlich
im Wesentlichen mit den Abstützflächenbereichen 88, 90, am Basisteil 44 ab. Dies führt
zu einer Druckverteilung und zum Vermeiden eines linienartigen Abstützkontakt im Umfangszentrum
des Abstützbereichs 78. Insbesondere ist aufgrund des einsenkungsartig ausgebildeten
fünften Übergangsbereichs 92 dafür gesorgt, dass in diesem Zentrum des Abstützbereichs
78 keine oder nur geringe Kräfte zwischen dem Befestigungsschaft 26 und dem Basisteil
44 übertragen werden.
[0044] Ein weiterer wesentlicher Vorteil der radial über die Grund-Außenumfangsfläche 94
hervorspringenden Abstützflächenbereiche 88, 90 ist, dass dort lokal begrenzte Oberflächenbereiche
genutzt werden, um einen Anlagekontakt zwischen dem Befestigungsschaft 26, also dem
Meißelhalter 10, und dem Basisteil 44 zu generieren. Da sowohl der Meißelhalter 10,
als auch das Basisteil 44 im Allgemeinen als Schmiedeteile bereitgestellt sind und
mithin diejenigen Oberflächen, in welchen eine gegenseitige Abstützung erfolgt, zur
Erreichung der erforderlichen Präzision materialabhebend bearbeitet oder nachbearbeitet
werden müssen, kann dieser Arbeitsgang beschränkt werden auf die dafür tatsächlich
vorgesehenen Oberflächenbereiche, nämlich dort, wo die Abstützflächenbereiche 88,
90 gebildet sind.
[0045] Entsprechend dem Abstützbereich 78 am Befestigungsschaft 26, ist am Basisteil 44
der Gegen-Abstützbereich 86 ausgebildet. Der Gegen-Abstützbereich 86 weist in Zuordnung
zu den Abstützflächenbereichen 88, 90 Gegen-Abstützflächenbereiche 96, 98 auf. Diese
grenzen in einem sechsten Übergangsbereich 100 aneinander an, wobei der sechste Übergangsbereich
100 vorsprungartig ausgebildet ist, vorzugsweise mit einem in Richtung der Befestigungsschaftaufnahmeöffnungslängsachse
L
A langgestreckten, konvex gewölbten Vorsprung 102. Dieser kann aus fertigungstechnischen
Gründen bereitgestellt sein durch ein Einsatzteil 104, welches in eine entsprechende
Öffnung 106 des Basisteils beispielsweise unter Presspassung eingesetzt ist und mit
einem Umfangsbereich desselben zum Bereitstellen des Vorsprungs 102 nach radial innen
über die beiden Gegen-Abstützflächenbereichen 96, 98 hervorsteht.
[0046] Die Gegen-Abstützflächenbereiche 96, 98 sind in der Befestigungschaftaufnahmeöffnung
46 derart ausgebildet, dass sie zumindest bereichsweise über eine Grund-Innenumfangsfläche
108 der Befestigungsschaftaufnahmeöffnung 46 nach radial innen bezüglich der Befestigungsschaftaufnahmeöffnungslängsachse
L
A hervorstehen. Die Ausgestaltung kann dabei derart sein, dass nahe dem sechsten Übergangsbereich
100 dieser radiale Vorsprung maximal ist und in Umfangsrichtung in Richtung vom sechsten
Übergangsbereich 100 weg abnimmt, so dass allmählich die Gegen-Abstützflächen 96,
98 in die Grund-Innenumfangsfläche 108 übergehen. Ebenso wie bei der Ausgestaltung
des Befestigungsschafts 100 bzw. des Abstützbereichs 78 wird auch hier eine Beschränkung
der zur Bereitstellung eines präzisen Anlagekontakts zu bearbeitenden Oberflächenbereiche
auf die Gegen-Abstützflächenbereiche 96, 98 erreicht, die insbesondere in ihren beiden
axialen Endbereichen wieder stufenartig bzw. krümmungsartig in die Grund-Innenumfangsfläche
108 am Basisteil 44 übergehen können.
[0047] Entsprechend der durch den gekrümmten Verlauf erzielten Neigung der beiden Abstützflächenbereiche
88, 90 bezüglich einander sind auch die beiden Gegen-Abstützflächenbereiche 96, 98
bezüglich einander geneigt, hier also mit gekrümmtem Verlauf ausgebildet, wobei diese
Krümmung der Krümmung der beiden Abstützflächenbereiche 88, 90 entsprechen kann, um
einen großflächigen Anlagekontakt zu erreichen. Da die Abstützflächenbereiche 88,
90 und auch die Gegen-Abstützflächenbereiche 96, 98 jeweils nur in einem Umfangsbereich
über die Grund-Außenumfangsfläche 94 bzw. die Grund-Innenumfangsfläche 108 hervorstehen,
kann der Befestigungsschaft 26 grundsätzlich mit seitlichem Bewegungsspiel in die
Befestigungsschaftaufnahmeöffnung 46 eingeführt werden, wobei erst durch das Bewegen
des Befestigungsorgans 82 auf die Befestigungsorganbeaufschlagungsfläche 80 zu ein
fester Anlagekontakt zwischen den Abstützflächenbereichen 88, 90 und den Gegen-Abstützflächenbereichen
96, 98 erzeugt wird. Ein zu einer stärkeren Pressung führender Kontakt der beiden
Übergangsbereiche 92, 100 wird dabei vermieden. Deren Funktionalität liegt im Wesentlichen
darin, bereits bei der Einführbewegung des Meißelhalters 10 in das Basisteil 44 noch
bevor die Abstützseite 20 und die Gegen-Abstützseite 48 zentrierend wirksam werden,
eine definierte Orientierung des Meißelhalters 10 bezüglich des Basisteils 44 zu erreichen.
[0048] Zu der sehr gleichmäßigen Kraftverteilung bei der Abstützung des Befestigungsschafts
26 am Gegen-Abstützbereich 94 trägt auch bei, dass sowohl der Abstützbereich 78, als
auch der Gegen-Abstützbereich 86 zur Haltermittenebene bzw. einer dieser Ebene entsprechenden
Symmetrieebene des Basisteils 44 symmetrisch, insbesondere punktsymmetrisch, ausgebildet
sind.
[0049] Durch die Ausgestaltung des Meißelhalters und des Basisteils an der Abstützseite
bzw. der Gegen-Abstützseite sowie im Abstützbereich bzw. im Gegen-Abstützbereich mit
den verschiedenen Abstützflächenbereichen und Gegen-Abstützflächenbereichen wird eine
definierte Positionierung des Meißelhalters bei gleichzeitiger Entlastung des Meißelhalters
insbesondere im Bereich des Befestigungsschafts erreicht. Hierzu trägt bei, dass die
Lastverteilung auf eine Mehrzahl definiert zueinander angeordneter Abstützflächenbereichen
bzw. Abstützflächen sowie Gegen-Abstützflächenbereichen bzw. Gegen-Abstützflächen
vorgsehen ist, in welchen der Meißelhalter und das Basisteil direkt aneinander anliegt.
Dies bedeutet, dass im Sinne der vorliegenden Erfindung ein Abstützflächenbereich
bzw. Gegen-Abstützflächenbereich mit den jeweiligen zur gegenseitigen Abstützung dienenden
Flächen so ausgebildet bzw. bearbeitet ist, dass ein direkter Metall-Metall-Anlagekontakt
erzeugbar ist. Da sowohl das Basisteil als auch der Meißelhalter allgemein als Schmiedeteile
hergestellt sind, sind somit die im Sinne der vorliegenden Erfindung als Abstützflächenbereiche
bzw. Gegen-Abstützflächenbereiche dienenden Oberflächen grundsätzlich materialabhebend
hergestellt oder/und nachbearbeitet. Auf diese Art und Weise kann die für eine substantielle
Entlastung und eine genaue Positionierung erforderliche hohe Präzision bei diesen
Oberflächen gewährleistet werden, was bei einer lediglich in einem Schmiedevorgang
bearbeiteten Fläche so nicht realisierbar wäre.
[0050] Zum Zusammenbau des vorangehend beschrieben Systems wird bei an einer in Rotation
versetzbaren Frästrommel durch Verschweißung festgelegtem Basisteil der Meißelhalter
10 mit seinem Befestigungsschaft 26 in die im Basisteil 44 vorgesehene Befestigungsschaftaufnahmeöffnung
46 eingeführt, bis die beiden Abstützflächenbereiche 22, 24 des Meißelhalters 10 in
Anlage an den jeweils zugehörigen Gegen-Abstützflächenbereichen 52, 54 des Basisteils
kommen. Daraufhin wird das beispielsweise schraubenartig ausgebildete Befestigungsorgan
82 angezogen, so dass es weiter in die Befestigungsorganaufnahmeöffnung 84 hinein
bewegt wird und gegen die Befestigungsorganbeaufschlagungsfläche 80 am Befestigungsschaft
26 gepresst wird. Dadurch wird einerseits eine stabile Anlagewechselwirkung zwischen
den Abstützflächenbereichen 22, 24 und den Gegen-Abstützflächenbereichen 52, 54 erreicht.
Andererseits wird eine stabile Anlage des Abstützbereichs 78 bzw. der beiden Abstützflächenbereiche
88, 90 desselben am Gegen-Abstützbereich 86 bzw. den beiden Gegen-Abstützflächenbereichen
96, 98 erreicht.
[0051] Da im Betrieb einer Fräsmaschine nicht nur die im Meißelhalter 10 gehaltenen Meißel
verschleißen, sondern auch im Bereich der Meißelhalter 10 selbst Verschleiß auftreten
kann, können durch Umkehr des vorangehend beschriebenen Vorgangs, also durch Entfernen
des Befestigungsorgans 82 vom Befestigungsschaft 26 und Herausziehen des Meißelhalters
10 bzw. des Befestigungsschafts 26 desselben aus dem Basisteil 44 ein verschlissener
Meißehalter 10 entfernt werden und durch einen neuen Meißelhalter oder einen weniger
stark verschlissenen Meißelhalter ersetzt werden. Dieser wird in der vorangehend beschriebenen
Art und Weise mit seinem Befestigungsschaft 26 in die zugehörige Befestigungsschaftaufnahmeöffnung
46 im Basisteil 44 eingesetzt und mit dem Befestigungsorgan 82 fixiert. Dieser Vorgang
kann bei wiederholt auftretendem Verschleiß dann selbstverständlich in Verbindung
mit dem selben an einer Frästrommel festgelegten Basisteil mehrfach vorgenommen werden.
Tritt auch im Bereich eines Basisteils Verschleiß auf, so kann selbstverständlich
auch dieses von einer Frästrommel durch Auftrennen der dieses haltenden Schweißverbindung
gelöst und durch ein neues Basisteil ersetzt werden.
1. Meißelhalter, umfassend:
- einen Körperbereich (12) mit einer wenigstens zu einer Meißeleinführseite (14) des
Körperbereichs (12) offenen Meißelaufnahmeöffnung (18),
- einen von einer Abstützseite (20) des Körperbereichs (12) sich erstreckenden Befestigungsschaft
(26) mit einer Schaftlängsachse (LB),
wobei der Körperbereich (12) an seiner Abstützseite (20) einen ersten Abstützflächenbereich
(22) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
- dass der Körperbereich (12) an seiner Abstützseite (20) einen bezüglich des ersten Abstützflächenbereichs
(22) angewinkelten zweiten Abstützflächenbereich (24) aufweist,
oder/und
- dass der erste Abstützflächenbereich (22) eine erste Abstützfläche (28) und eine bezüglich
der ersten Abstützfläche (28) angewinkelte zweite Abstützfläche (30) umfasst.
2. Meißelhalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Meißelaufnahmeöffnung (18) im Wesentlichen im Bereich des ersten Abstützflächenbereichs
(22) zu der Abstützseite (20) offen ist und dass der Befestigungsschaft (26) sich
im Wesentlichen im Bereich des zweiten Abstützflächenbereich (24) vom Körperbereich
(12) erstreckt.
3. Meißelhalter nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Abstützflächenbereich (24) eine erste Abstützfläche (32) und eine bezüglich
der ersten Abstützfläche (32) angewinkelte zweite Abstützfläche (34) umfasst.
4. Meißelhalter nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Abstützfläche (28, 32) und die zweite Abstützfläche (30, 34) des ersten
Abstützflächenbereichs (22) oder/und des zweiten Abstützflächenbereichs (24) bezüglich
einer Haltermittenebene im Wesentlichen symmetrisch angeordnet sind.
5. Meißelhalter nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
- ein zwischen der ersten Abstützfläche (28) oder/und der zweiten Abstützfläche (30)
des ersten Abstützflächenbereichs (22) und dem zweiten Abstützflächenbereich (24)
eingeschlossener erster Winkel (W1) im Bereich von 127° bis 147°, vorzugsweise bei etwa 137°, liegt,
oder/und
- ein zwischen der ersten Abstützfläche (28) und der zweiten Abstützfläche (30) des
ersten Abstützflächenbereichs (22) eingeschlossener zweiter Winkel (W2) im Bereich von 120° bis 140°, vorzugsweise bei etwa 130°, liegt,
oder/und
- ein zwischen der ersten Abstützfläche (32) und der zweiten Abstützfläche (34) des
zweiten Abstützflächenbereichs (24) eingeschlossener dritter Winkel (W3) im Bereich von 100° bis 120°, vorzugsweise bei etwa 110°, liegt,
oder/und
- ein zwischen einem Übergangsbereich (41) zwischen der ersten Abstützfläche (28)
und der zweiten Abstützfläche (30) des ersten Abstützflächenbereichs (22) und einem
Übergangsbereich (40) zwischen der ersten Abstützfläche (32) und der zweiten Abstützfläche
(34) des zweiten Abstützflächenbereichs (24) eingeschlossener Winkel (W4+W5) im Bereich von 121° bis 141°, vorzugsweise bei etwa 131°, liegt.
6. Meißelhalter nach einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Abstützfläche (28, 30) des ersten Abstützflächenbereichs (22) und
der zweite Abstützflächenbereich (24) in einem linienartigen oder/und gerade sich
erstreckenden ersten Übergangsbereich (36, 38) aneinander anschließen.
7. Meißelhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Abstützfläche (32) und die zweite Abstützfläche (34) des zweiten Abstützflächenbereichs
(34) in einem flächenartigen oder/und gerade sich erstreckenden zweiten Übergangsbereich
(40) aneinander anschließen.
8. Meißelhalter nach Anspruch 4 und 7,
dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Übergangsbereich (40) eine zur Haltermittenebene im Wesentlichen orthogonale
Übergangsfläche (42) umfasst.
9. Meißelhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Längsmittenachse (LM) der Meißelaufnahmeöffnung (18) und die Schaftlängsachse (LB) in einem Winkel (W6) von 10° bis 15°, vorzugsweise etwa 12,5°, zueinander geneigt sind.
10. Meißelhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass am Befestigungsschaft (26) ein Befestigungsorganbeaufschlagungsbereich (76) mit einer
Befestigungsorganbeaufschlagungsfläche (80) vorgesehen ist und dass die Schaftlängsachse
(LB) und eine Flächennormale (FN) der Befestigungsorganbeaufschlagungsfläche (80) in einem Winkel (W7) von 50° bis 65°, vorzugsweise etwa 62,5°, zueinander geneigt sind.
11. Meißelhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Neigungswinkel (W4) der Schaftlängsachse (LB) bezüglich des ersten Abstützflächenbereichs (22) und ein Neigungswinkel (W5) der Schaftlängsachse (LB) bezüglich des zweiten Abstützflächenbereichs (24) zueinander im Wesentlichen gleich
sind.
12. Meißelhaltersystem, umfassend:
- einen Meißelhalter (10) vorzugsweise nach einem der vorangehenden Ansprüche,
- ein Basisteil (44) mit einem ersten Gegen-Abstützflächenbereich (52) zur Abstützung
des ersten Abstützflächenbereichs (22),
gekennzeichnet
- durch einen bezüglich des ersten Gegen-Abstützflächenbereichs (52) angewinkelten zweiten
Gegen-Abstützflächenbereich (54) zur Abstützung des zweiten Abstützflächenbereichs
(24), oder/und
- dadurch, dass der erste Gegen-Abstützflächenbereich (52) eine erste Gegen-Abstützfläche (56)
zur Abstützung der ersten Abstützfläche (28) des ersten Abstützflächenbereichs (22)
und eine bezüglich der ersten Gegen-Abstützfläche (56) angewinkelte zweite Gegen-Abstützfläche
(58) zur Abstützung der zweiten Abstützfläche (30) des ersten Abstützflächenbereichs
(22) umfasst.
13. Meißelhaltersystem nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass die Anwinkelung des ersten Abstützflächenbereichs (22) bezüglich des zweiten Abstützflächenbereichs
(24) und die Anwinkelung des ersten Gegen-Abstützflächenbereichs (52) bezüglich des
zweiten Gegen-Abstützflächenbereichs (54) oder/und die Anwinkelung der ersten Abstützfläche
(28) bezüglich der zweiten Abstützfläche (30) des ersten Abstützflächenbereichs (22)
und die Anwinkelung der ersten Gegen-Abstützfläche (56) bezüglich der zweiten Gegen-Abstützfläche
(58) des ersten Gegen-Abstützflächenbereichs (52) zueinander komplementär sind.
14. Meißelhaltersystem nach Anspruch 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Gegen-Abstützflächenbereich (54) eine erste Gegen-Abstützfläche (60) zur
Abstützung der ersten Abstützfläche (32) des zweiten Abstützflächenbereichs (24) und
eine bezüglich der ersten Gegen-Abstützfläche (60) angewinkelte zweite Gegen-Abstützfläche
(62) zur Abstützung der zweiten Abstützfläche (34) des zweiten Abstützflächenbereichs
(24) umfasst.
15. Meißelhaltersystem nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass die Anwinkelung der ersten Abstützfläche (32) bezüglich der zweiten Abstützfläche
(34) des zweiten Abstützflächenbereichs (24) und die Anwinkelung der ersten Gegen-Abstützfläche
(60) bezüglich der zweiten Gegen-Abstützfläche (62) des zweiten Gegen-Abstützflächenbereichs
(54) zueinander komplementär sind.
16. Meißelhaltersystem nach einem der Ansprüche 12 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Gegen-Abstützfläche (56, 60) und die zweite Gegen-Abstützfläche (58, 62)
wenigstens eines Gegen-Abstützflächenbereichs (52, 54) in einem einsenkungsartigen
dritten Übergangsbereich (64, 66) aneinander anschließen.
17. Meißelhaltersystem nach einem der Ansprüche 12 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, dass der erste Gegen-Abstützflächenbereich (52) und der zweite Gegen-Abstützflächenbereich
(54) in einem einsenkungsartigen vierten Übergangsbereich (68, 70) aneinander anschließen.
18. Meißelhaltersystem nach einem der Ansprüche 12 bis 17,
dadurch gekennzeichnet, dass im Basisteil (44) eine Befestigungsschaftaufnahmeöffnung (46) mit einer Befestigungsschaftaufnahmeöffnungslängsachse
(LA) und eine zu der Befestigungsschaftaufnahmeöffnung (46) offene Befestigungsorganaufnahmeöffnung
(84) mit einer Befestigungsorganaufnahmeöffnungslängsachse (Lo) vorgesehen sind und dass die Befestigungsschaftaufnahmeöffnungslängsachse (LA) und die Befestigungsorganaufnahmeöffnungslängsachse (Lo) in einem Winkel (W7) von 50° bis 65°, vorzugsweise etwa 62,5°, zueinander geneigt sind.