[0001] Die Erfindung betrifft eine Anschlussvorrichtung zum Befüllen oder Entleeren eines
Fluidtanks, insbesondere eines Hydrauliköltanks eines hydraulischen Gerätes, etwa
eines Flurförderzeugs. Bei solchen Geräten ist nach einer bestimmten Betriebsdauer
im Zuge eines Wartungsvorgangs das Altöl aus dem Hydrauliköltank abzulassen und durch
unverbrauchtes neues Öl zu ersetzen. Bisher war es üblich, solche Hydrauliköltanks
mit einer Ablassöffnung im Tankboden auszustatten und diese Ablassöffnung mit einer
darin eingeschraubten Ölablassschraube zu verschließen. Beim Ölwechsel wurde die Ablassschraube
aus der Ablassöffnung herausgeschraubt, so dass das Altöl durch die Ablassöffnung
ausfließen und in ein darunter aufgestelltes Sammelbehältnis fließen konnte. Nach
Wiederverschließen der Ablassöffnung mittels der Ölablassschraube wurde dann in üblicher
Weise durch eine Einfüllöffnung im oberen Bereich des Tanks unverbrauchtes Öl in den
Tank eingefüllt. Häufig ist die Einfüllöffnung bei einem solchen Tank erst nach Ausbau
von Karosserieteilen bzw. Verkleidungsteilen des mit dem Tank ausgestatteten Gerätes
erreichbar, was den Wartungsaufwand und insbesondere den Zeitaufwand für den Ölwechsel
vergrößert.
[0002] Es ist auch bekannt, das Altöl durch Absaugen aus einem derartigen Tank zu entfernen,
wobei jedoch auch in einem solchen Fall der Ölsumpf am Tankboden normalerweise durch
die Ablassöffnung hindurch abzulassen war.
[0003] Diese konventionellen Ölwechselverfahren sind zum Teil aufwendig und führen leicht
zur Verschmutzung der unmittelbaren Umgebung durch tropfendes Öl beim Ablassen des
Altöls und ggf. auch beim Nachfüllen von Neuöl. Aufgabe der vorliegenden Erfindung
ist es, eine Anschlussvorrichtung für derartige Fluidtanks bereitzustellen, welche
einen vergleichsweise schnellen, sauberen und komfortablen Wechsel des flüssigen Tankinhalts
ermöglicht.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe wird gemäß dem Patentanspruch 1 eine Anschlussvorrichtung
zum Befüllen oder Entleeren eines mit einer Fluiddurchlassöffnung versehenen Fluidtanks
vorgeschlagen, wobei die Anschlussvorrichtung folgende Merkmale aufweist:
- ein in der Fluiddurchlassöffnung montiertes oder montierbares Sperrventil mit einem
Ventilgehäuse, das eine tankseitige Ventilöffnung und eine außenanschlussseitige Ventilöffnung
sowie einen dazwischen verlaufenden Ventilkanal aufweist, und mit einem Ventilschließkörper,
der zwischen einer Schließstellung, in der er den Ventilkanal sperrt, und einer Öffnungsstellung,
bei der der Ventilkanal freigegeben ist, bewegbar in dem Ventilgehäuse geführt und
zur Schließstellung hin durch eine Vorspannkraft nachgiebig vorgespannt ist,
- ein mit dem Sperrventil an der außenanschlussseitigen Ventilöffnung in einer vorbestimmten
Anschlussanordnung zu verbindendes Leitungsanschlusselement mit einer daran vorgesehenen
oder anzuschließenden Fluidleitung, wobei das Ventil und das Leitungsanschlusselement
so aneinander angepasst sind, dass bei Herstellung der Verbindung das Leitungsanschlusselement
den Ventilschließkörper unter Überwindung der Vorspannkraft in die Öffnungsstellung
verdrängt, und
- Fixiermittel zu Fixierung des Leitungsanschlusselementes in der vorbestimmten Anschlussanordnung
an dem Ventil.
[0005] Das Sperrventil kann z. B. anstelle einer konventionellen Ablassschraube in einer
betreffenden Ablassöffnung im unteren Bereich eines Tanks vorgesehen sein, wobei im
montierten Zustand die tankseitige Ventilöffnung die zum Tankinneren hin mündende
Ventilöffnung des Sperrventils ist, wohingegen die außenanschlussseitige Ventilöffnung
nach außen hin mündet. Der Ventilkanal erstreckt sich von der tankseitigen Ventilöffnung
zu der außenanschlussseitigen Ventilöffnung und erlaubt einen Fluiddurchfluss durch
das Ventil, wenn der Ventilschließkörper in seiner Öffnungsstellung ist. Normalerweise
verschließt der zur Schließstellung hin vorgespannte Ventilschließkörper den Ventilkanal,
so dass das Ventil die Fluiddurchlassöffnung des Tanks insgesamt dicht verschließt.
Soll nun der flüssige Tankinhalt, z. B. Altöl, aus dem Tank entfernt werden, so kann
dies auf einfache Weise dadurch erfolgen, dass das Leitungsanschlusselement an der
außenanschlussseitigen Ventilöffnung des Sperrventils in der vorbestimmten Anschlussanordnung
angeschlossen wird, wobei das Leitungsanschlusselement den Ventilschließkörper unter
Überwindung der Vorspannkraft in die Öffnungsstellung verdrängt. Der Ventilkanal ist
somit für einen Durchfluss des flüssigen Tankinhalts freigegeben, so dass die betreffende
Flüssigkeit durch das Leitungsanschlusselement und eine daran angeschlossene Leitung
abfließen kann. Diese Leitung kann zu einem Auffangbehälter unterhalb des Tanks führen,
so dass die Flüssigkeit unter der Wirkung der Schwerkraft in den Auffangbehälter strömen
kann. Alternativ kann die an dem Leitungsanschlusselement angeschlossene Leitung auch
mit einer Absaugvorrichtung verbunden sein, welche durch die Leitung hindurch die
Flüssigkeit aus dem Tank absaugt.
[0006] Nach dem Entfernen der Altflüssigkeit aus dem Tank kann durch das Sperrventil hindurch
Neuflüssigkeit zugeführt werden, wobei auch in diesem Fall das Leitungsanschlusselement
in der vorbestimmten Anschlussanordnung an dem Sperrventil den Ventilschließkörper
in der Öffnungsstellung hält. Es kann sich bei dem Füllvorgang um dasselbe Leitungsanschlusselement
wie beim Ablass- bzw. Absaugvorgang handeln. Gegebenenfalls kann jedoch auch ein gleichartiges
anderes Leitungsanschlusselement mit einer daran angeschlossenen Leitung für den Füllvorgang
verwendet werden. Durch diese Leitung wird dann Neuflüssigkeit in den Tank eingelassen
bzw. gepumpt.
[0007] Die erfindungsgemäße Anschlussvorrichtung erlaubt somit ein schnelles, sauberes und
komfortables Wechseln des flüssigen Tankinhalts auf sehr einfache Weise. Es erübrigt
sich insbesondere das Entfernen von Karosserieteilen bzw. Verkleidungsteilen, um bei
einem mit einem solchen Tank ausgestatteten Gerät Zugang zu einer Einfüllöffnung zu
verschaffen.
[0008] Bei dem Sperrventil handelt es sich vorzugsweise um ein Sitzventil, bei dem der Ventilschließkörper
in der Schließstellung federbelastet an einem Ventilsitz anliegt, um den Ventilkanal
dicht zu verschließen.
[0009] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der Ventilschließkörper
einen in dessen Schließstellung nahe der außenanschlussseitigen Ventilöffnung positionierten,
von außen erreichbaren Anschlag auf, wobei das Leitungsanschlusselement einen zur
Herstellung der Verbindung zwischen dem Sperrventil und dem Leitungsanschlusselement
in die außenanschlussseitige Ventilöffnung einzuführenden und dabei den Anschlag zur
Bewegung des Ventilschließkörpers in die Öffnungsstellung beaufschlagenden Leitungsendabschnitt
aufweist. Dieser Leitungsendabschnitt dichtet beim Einführen in die außenanschlussseitige
Ventilöffnung das zunächst noch geschlossene Sperrventil ab und beaufschlagt dann
den Ventilkörperanschlag, so dass schließlich der Ventilschließkörper in seine Öffnungsstellung
verdrängt wird. Fixiermittel dienen dazu, das Leitungsanschlusselement in der vorbestimmten
Anschlussanordnung an dem Sperrventil zu fixieren, so dass auch der Ventilschließkörper
in seiner Öffnungsstellung gehalten bleibt.
[0010] Vorzugsweise hat das Sperrventil ein Außengewinde als Fixierungsmittel, wobei das
Außengewinde die außenanschlussseitige Ventilöffnung umgibt. Das Leitungsanschlusselement
hat bei einer solchen Ausführungsform der Erfindung vorzugsweise eine bei Herstellung
der Verbindung zwischen dem Sperrventil und dem Leitungsanschlusselement mit dem genannten
Außengewinde zu verschraubende Überwurfmutter als Fixiermittel, wobei das Leitungsanschlusselement
eine Schulter aufweist, die so angeordnet ist, dass sie beim Aufschrauben der Überwurfmutter
auf das Außengewinde des Sperrventils von der Überwurfmutter in Richtung zur außenanschlussseitigen
Ventilöffnung beaufschlagt wird, um den in die außenanschlussseitige Ventilöffnung
eingeführten Endabschnitt des Leitungsanschlusselementes gegen den Anschlag des Ventilschließkörpers
zu drücken. Bei normaler und bestimmungsgemäßer Anschlussmontage des Leitungsanschlusselementes
an dem Sperrventil erfolgt das Verdrängen des Ventilschließkörpers in die Öffnungsstellung
bei dem Aufschrauben der Überwurfmutter auf das Außengewinde des Sperrventils.
[0011] Bei der von der Überwurfmutter beaufschlagten Schulter des Leitungsanschlusselementes
handelt es sich bevorzugt um eine Ringschulter, die in der vorbestimmten Anschlussanordnung
an einer die außenanschlussseitige Ventilöffnung an deren äußerem Rand umgebenden
Außenfläche des Ventilgehäuses abgestützt und von der Überwurfmutter gehalten ist.
Auf diese Weise wird ein definierter Hubweg des Ventilschließkörpers zwischen der
Schließstellung und der Öffnungsstellung ermöglicht. Hierzu befindet sich die Schulter
des Leitungsanschlusselementes an dem Leitungsendabschnitt, und zwar in einem vorbestimmten
axialen Abstand von dessen vorlaufendem Ende.
[0012] Vorzugsweise ist eine Ventilschutzkappe vorgesehen, die anstelle der Überwurfmutter
des Leitungsanschlusselementes mit dem Außengewinde des Sperrventils verschraubbar
ist, um die außenanschlussseitige Ventilöffnung dicht und schützend zu verschließen,
wenn das Leitungsanschlusselement vom Ventil getrennt ist. Die Ventilschutzkappe und
die Überwurfmutter haben - abgesehen von dem zentralen Loch der Überwurfmutter - einen
ähnlichen Aufbau mit einem entsprechenden Innengewinde.
[0013] Das Sperrventil hat gemäß einer bevorzugten Ausführungsform auch ein die tankseitige
Ventilöffnung umgebendes Außengewinde, das mit einem Innengewinde in der Fluiddurchlassöffnung
des Fluidtanks verschraubbar ist. Eine solche Variante ermöglicht bei entsprechender
Dimensionierung des Außengewindes den Einbau des Sperrventils in eine herkömmliche
Ablassöffnung eines vorhandenen Tanks, wobei das Sperrventil die konventionelle Ablassschraube
ersetzt. Die Anschlussvorrichtung nach der Erfindung kann somit als Nachrüstset für
einen bestehenden Fluidtank bereitgestellt werden.
[0014] Die erfindungsgemäße Anschlussvorrichtung ist mit wenigen einfachen und kostengünstig
herzustellenden Bauelementen zu realisieren und erlaubt ein rasches, umweltgerechtes
und komfortables Befüllen und Entleeren eines betreffenden Fluidtanks.
[0015] Gegenstand der Erfindung ist ferner ein Hydrauliköltank mit einer Öldurchlassöffnung
und einem Sperrventil in der Öldurchlassöffnung, wobei das Sperrventil ein Ventilgehäuse
mit einer tankseitigen Ventilöffnung und einer außenanschlussseitigen Ventilöffnung
sowie einem dazwischen verlaufenden Ventilkanal und einen Ventilschließkörper aufweist,
der zwischen einer Schließstellung, in der er den Ventilkanal sperrt, und einer Öffnungsstellung,
bei der der Ventilkanal freigegeben ist, bewegbar in dem Ventilgehäuse geführt und
zur Schließstellung hin durch eine Vorspannkraft nachgiebig vorgespannt ist, wobei
der Ventilschließkörper an der außenschlussseitigen Ventilöffnung durch ein darin
einzuführendes Ende einer Anschlussleitung beaufschlagbar ist, um ihn entgegen der
Vorspannkraft in die Öffnungsstellung zu verdrängen und einen Fluiddurchfluss zwischen
dem Tank und der Anschlussleitung zu ermöglichen.
[0016] In dieser Ausstattung umfasst der Hydrauliköltank die ventilseitigen Komponenten
der erfindungsgemäßen Anschlussvorrichtung. Zum Befüllen oder Entleeren des Öltanks
kann ein Leitungsanschlusselement der oben beschriebenen Art an das Sperrventil angeschlossen
werden, so dass über eine an dem Leitungsanschlusselement angeschlossene Leitung Öl
aus dem Hydrauliköltank abgelassen bzw. Öl in den Hydrauliköltank eingebracht werden
kann. Für eine eher konventionelle Arbeitsweise kann auch einfach ein Stößel oder
dgl. zum Verdrängen des Ventilschließkörpers in die Öffnungsstellung verwendet werden,
so dass das Öl unmittelbar aus dem Sperrventil heraus in einen daruntergestellten
Auffangbehälter fließen kann.
[0017] Das Sperrventil ist vorzugsweise auswechselbar mit dem Hydrauliköltank verbunden.
Es ist insbesondere auswechselbar mit einer konventionellen Ablassschraube mit dem
Hydrauliköltank verbunden, so dass es insoweit auch als Nachrüstteil für einen herkömmlichen
Hydrauliköltank selbständige Bedeutung hat.
[0018] Das Sperrventil ist vorzugsweise ein von dem Ventilkanal geradlinig durchsetztes
Rohrelement, in dem der Ventilschließkörper längs der Achse des Ventilkanals zwischen
der Schließstellung und der Öffnungsstellung linear bewegbar geführt ist, wobei der
Ventilschließkörper in der Schließstellung mittels einer Vorspannfeder gegen einen
Ventilsitz vorgespannt ist. Hierbei handelt es sich um eine sehr einfache und kostengünstige,
aber auch sehr robuste Konstruktion des Sperrventils.
[0019] Ein rohrförmiges Leitungsanschlusselement der oben schon beschriebenen Art kann als
Zubehörteil des Tanks vorgesehen sein.
[0020] Gegenstand der Erfindung ist ferner ein Flurförderzeug, insbesondere Gabelstapler,
mit einem Hydrauliköltank nach einem der Patentansprüche 8 - 14.
[0021] Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung unter Bezugsnahme auf die
Figuren näher erläutert.
- Fig. 1
- zeigt in einer Ausschnittsdarstellung einen Hydrauliköltank nach der Erfindung im
Schnitt mit einer durch das Sperrventil verlaufenden Schnittebene.
- Fig. 2
- zeigt in einer der Fig. 1 ähnlichen Ansicht den Hydrauliköltank mit einem unterhalb
des Sperrventils positionierten Leitungsanschlusselement und einer daran angeschlossenen
Fluidleitung, so dass in Fig. 2 die Komponenten einer Anschlussvorrichtung nach der
Erfindung erkennbar sind.
- Fig. 3 und Fig. 4
- zeigen in einer der Fig. 2 ähnlichen Ansicht zwei Momentaufnahmen bei der Herstellung
der Verbindung zwischen dem Leitungsanschlusselement und dem Sperrventil in der vorbestimmten
Anschlussanordnung.
- Fig. 4a
- zeigt den in Fig. 4 mit V gekennzeichneten Bereich als Ausschnittsvergrößerung.
- Fig. 5a1 und 5a2
- zeigen das Sperrventil in einer Längsschnittdarstellung mit der in Fig. 5c angedeuteten
Schnittebene A-A, wobei der Ventilschließkörper in Fig. 5a1 in der Schließstellung
und in der Fig. 5a2 in der Öffnungsstellung dargestellt ist.
- Fig. 5b1 und 5b2
- zeigen das Sperrventil in einer Längsschnittdarstellung mit der in Fig. 5c bei B-B
angedeuteten Schnittebene, wobei der Ventilschließkörper in Fig. 5b1 in der Schließstellung
und in der Fig. 5b2 in der Öffnungsstellung dargestellt ist.
- Fig. 5c
- zeigt eine Draufsicht auf das Sperrventil.
- Fig. 5d
- zeigt eine Unteransicht des Sperrventils.
- Fig. 6
- zeigt in einer der Fig. 1 ähnlichen ansicht einen konventionellen Hydrauliköltank
mit einer Ölablassschraube, die durch ein Sperrventil der erfindungsgemäßen Art ersetzbar
ist.
[0022] Bei dem in Fig. 1 in Teilschnittdarstellung gezeigten Hydrauliköltank 2 befindet
sich im Tankboden 3 eine Fluiddurchlassöffnung 4 mit einem darin monierten Sperrventil
6, welches die Fluiddurchlassöffnung 4 verschließt. Die Fluiddurchlassöffnung 4 ist
an ihrem Innenumfang mit einem Innengewinde 8 versehen, welches in Schraubeingriff
mit einem Außengewinde 10 des Sperrventils 6 steht, wobei das Sperrventil 6 dicht
in die Durchlassöffnung 4 eingeschraubt ist ist. Es stützt sich dabei mit einer außen
umlaufenden Schulter 12 an der Unterseite des Tankbodens 3 ab. Die Schulter 12 ist
durch einen Außensechskantabschnitt 13 für den Eingriff eines Schraubenschlüssels
gebildet.
[0023] Das Sperrventil 6 hat ein im Wesentlichen rohrförmiges Ventilgehäuse 14, wobei ein
sich geradlinig durch das Ventilgehäuse 14 erstreckender Ventilkanal 16 von einer
tankseitigen Ventilöffnung 18 zu einer anschlussseitigen Ventilöffnung 20 des Gehäuses
14 verläuft. An der zum Tankinneren hin mündenden tankseitigen Ventilöffnung 18 ist
ein Ventilsitz 22 für den Ventilschließkörper 24 vorgesehen. Der Ventilschließkörper
24 weist einen kegelförmigen Sperrabschnitt 26 auf, mit dem er in der in den Figuren
1 - 3 und 5a1 und 5b1 gezeigten Schließstellung abdichtend an dem Ventilsitz 22 anliegt,
so dass die tankseitige Ventilöffnung 18 versperrt ist. An dem dem Sperrabschnitt
26 entgegengesetzten Ende weist der Ventilschließkörper 24 einen stempelförmigen,
den Ventilkanal 16 nicht verschließenden Anschlag 28 auf, der in dem Ventilgehäuse
14 nahe dem Außenrand der anschlussseitigen Ventilöffnung 20 liegt, wenn der Ventilschließkörper
in der Schließstellung ist, wie dies insbesondere in den Fig. 5a1 und 5b1 erkennbar
ist. In dem taillierten Bereich 30 zwischen dem Sperrabschnitt 26 und dem Anschlag
28 ist der Ventilschließkörper 24 von einer im Beispielsfall auf Druck gespannten
Schraubenfeder 32 umgeben, die sich mit einem axialen Ende an dem Anschlag 28 und
mit dem anderen axialen Ende an einer inneren Ringschulter 34 des Ventilgehäuses 14
abstützt, so dass sie den Ventilschließkörper 24 zu seiner Schließstellung hin federnd
vorspannt.
[0024] Das Ventilgehäuse 14 weist unterhalb des Außensechskantabschnittes 13 ein die anschlussseitige
Ventilöffnung 20 umgebendes Außengewinde 36 auf. In der Darstellung gemäß Fig. 1 ist
eine Ventilschutzkappe 38 auf dieses Außengewinde 36 aufgeschraubt.
[0025] Diese Ventilschutzkappe 38 kann abgeschraubt werden, ohne das Sperrventil 6 zu öffnen.
In Fig. 2 ist die Schutzkappe bereits entfernt und ein Leitungsanschlusselement 40
mit einer daran angeschlossenen Fluidleitung 42 an die Tankunterseite in einer Ausrichtung
zu der anschlussseitigen Ventilöffnung 20 herangeführt. Das Leitungsanschlusselement
40 ist ein Rohrelement mit einem Leitungsendabschnitt 44, dessen Außendurchmesser
dem Innendurchmesser des Ventilgehäuses 14 an der anschlussseitigen Ventilöffnung
20 angepasst ist, so dass der Endabschnitt 44 in die anschlussseitige Ventilöffnung
20 abdichtend einführbar ist. Im Beispielsfall sind auf den Endabschnitt 44 noch zwei
Dichtringe 46 vorgesehen, die mit der Innenbegrenzungswand des Ventilkanals 16 fluiddicht
abdichtend in Verbindung treten, wenn das Leitungsanschlusselement 40 mit dem Leitungsendabschnitt
44 in die anschlussseitige Ventilöffnung 20 eingeführt wird. Dabei tritt der Leitungsendabschnitt
44 mit seinem vorlaufenden stirnseitigen Ende 48 mit der Unterseite des Anschlags
28 des Ventilschließkörpers 24 in Kontakt. Diese Situation ist in Fig. 3 gezeigt.
Ein weiteres Einschieben des Leitungsendabschnitts 44 des Leitungsanschlusselements
40 in die anschlussseitige Ventilöffnung 20 führt dann dazu, dass der Ventilschließkörper
24 aus der Schließstellung heraus in die Öffnungsstellung gemäß Fig. 4 und Fig. 5a2
und Fig. 5b2 verdrängt wird. Dabei wird der Ventilkanal 16 für einen Fluiddurchfluss
freigegeben.
[0026] Das Einführen und Fixieren des Leitungsanschlusselementes 40 in der vorbestimmten
Anschlussanordnung an dem Sperrventil 6 erfolgt durch Aufschrauben einer den Leitungsendabschnitt
44 umgebenden Überwurfmutter 50 auf das Außengewinde 36 des Ventilgehäuses 14, wobei
die Überwurfmutter 50 hierzu ein entsprechend dimensioniertes Innengewinde 52 aufweist.
Dabei beaufschlagt die Überwurfmutter 50 eine feste Ringschulter 54, die in einem
vorbestimmten axialen Abstand von dem vorlaufenden Ende 48 des Leitungsendabschnittes
44 außen an dem Leitungsanschlusselement 40 vorgesehen ist. Die Überwurfmutter 50
beaufschlagt dabei die Ringschulter 54 in Richtung zu der anschlussseitigen Ventilöffnung
20 und drückt somit bei dem Aufschraubvorgang den Leitungsendabschnitt 44 bis zu einer
bestimmten Tiefe in die anschlussseitige Ventilöffnung 20 und den Ventilkanal 16 hinein,
so dass dabei der Ventilschließkörper 24 mit einem definierten Hub vom Ventilsitz
22 gegen die Vorspannkraft der Feder 32 verdrängt wird. Sobald die Ringschulter 54
des Leitungsanschlusselementes 40 von der Überwurfmutter 50 gegen die stirnseitige
Außenfläche 57 des Ventilgehäuses gedrückt ist, ist die in Fig. 4 gezeigte vorbestimmte
Anschlussanordnung des Leitungsanschlusselementes 40 an dem Sperrventil 6 erreicht
und das Sperrventil 6 ist in seiner geöffneten Stellung gehalten, so dass durch das
Sperrventil 6, das Leitungsanschlusselement 40 und die Leitung 42 hindurch Flüssigkeit
aus dem Tank 2 abgelassen oder Flüssigkeit in den Tank 2 eingebracht werden kann.
Die Leitung 42 kann an ihrem vom Leitungsanschlusselement 40 entfernten Ende 60 ggf.
eine (nicht gezeigte) Schnellkupplung für den wahlweisen Anschluss eines Flüssigkeitsabsauggerätes
oder einer Flüssigkeitszuführpumpe aufweisen.
[0027] In Fig. 6 ist ein Flüssigkeitstank nach dem Stand der Technik gezeigt, dessen Tankbehälter
genauso aufgebaut ist wie der Tankbehälter in den Fig. 1 - 4, der jedoch in einer
Ablassöffnung 4 eine herkömmliche Ablassschraube 62 aufweist. Diese Ablassschraube
62 kann durch ein Sperrventil 6 ersetzt werden, um den bestehenden Tank zu einem erfindungsgemäßen
Tank 2 umzurüsten.
[0028] Bei dem in den Figuren gezeigten Tank handelt es sich vorzugsweise um den Hydraulikvorratstank
eines Flurförderzeugs, insbesondere Gabelstaplers.
1. Anschlussvorrichtung zum Befüllen oder Entleeren eines Fluidtanks, der eine Fluiddurchlassöffnung
(4) aufweist, umfassend
- ein in der Fluiddurchlassöffnung (4) montiertes oder montierbares Sperrventil (6)
mit einem Sperrventilgehäuse (14), das eine tankseitige Ventilöffnung (18) und eine
außenanschlussseitige Ventilöffnung (20) sowie einen dazwischen verlaufenden Ventilkanal
(16) aufweist, und mit einem Ventilschließkörper (24), der zwischen einer Schließstellung,
in der er den Ventilkanal (16) sperrt, und einer Öffnungsstellung, bei der der Ventilkanal
(16) freigegeben ist, bewegbar in dem Ventilgehäuse (14) geführt und zur Schließstellung
hin durch eine Vorspannkraft nachgiebig vorgespannt ist, sowie
- ein mit dem Sperrventil (6) an der außenanschlussseitigen Ventilöffnung (20) in
einer vorbestimmten Anschlussanordnung zu verbindendes Leitungsanschlusselement (40)
mit einer daran vorgesehenen oder anzuschließenden Fluidleitung (42), wobei das Sperrventil
(6) und das Leitungsanschlusselement (40) so aneinander angepasst sind, dass bei Herstellung
der Verbindung das Leitungsanschlusselement (40) den Ventilschließkörper (24) unter
Überwindung der Vorspannkraft in die Öffnungsstellung verdrängt, und
- Fixierungsmittel (36, 50) zur Fixierung des Leitungsanschlusselementes (40) in der
vorbestimmten Anschlussanordnung an dem Sperrventil (6).
2. Anschlussvorrichtung nach Anspruch 1, wobei das Sperrventil (6) einen Ventilsitz (22)
aufweist, an dem der Ventilschließkörper (24) in der Schließstellung federbelastet
durch eine Vorspannfeder (32) anliegt.
3. Anschlussvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Ventilschließkörper
(24) einen in dessen Schließstellung nahe der außenanschlussseitigen Ventilöffnung
(20) positionierten Anschlag (28) aufweist und wobei das Leitungsanschlusselement
(40) einen zur Herstellung der Verbindung zwischen dem Sperrventil (6) und dem Leitungsanschlusselement
(40) in die außenanschlussseitige Ventilöffnung einzuführenden und dabei den Anschlag
(28) zur Bewegung des Ventilschließkörpers (24) in die Öffnungsstellung beaufschlagenden
Leitungsendabschnitt (44) aufweist.
4. Anschlussvorrichtung nach Anspruch 3, wobei das Sperrventil (6) ein Außengewinde (36)
als Fixierungsmittel an der außenanschlussseitigen Ventilöffnung (22) aufweist und
wobei das Leitungsanschlusselement (40) eine bei Herstellung der Verbindung zwischen
dem Sperrventil (6) und dem Leitungsanschlusselement (40) mit dem Außengewinde (36)
zu verschraubende Überwurfmutter (50) als Fixierungsmittel hat, wobei das Leitungsanschlusselement
(40) eine Schulter (54) aufweist, die so angeordnet ist, dass sie beim Aufschrauben
der Überwurfmutter (50) auf das Außengewinde (36) des Sperrventils (6) von der Überwurfmutter
(50) in Richtung zur außenanschlussseitigen Ventilöffnung (20) beaufschlagt wird,
um den in die außenanschlussseitige Ventilöffnung (20) eingeführten Leitungsendabschnitt
(44) des Leitungsanschlusselementes (40) gegen den Anschlag (28) des Ventilschließkörpers
(24) zu drücken.
5. Anschlussvorrichtung nach Anspruch 4, wobei die Schulter (54) eine Ringschulter ist,
die in der vorbestimmten Anschlussanordnung an einer die außenanschlussseitige Ventilöffnung
(20) an deren äußerem Rand umgebenden Außenfläche (57) des Ventilgehäuses (14) abgestützt
und von der Überwurfmutter (50) gehalten ist.
6. Anschlussvorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, wobei eine Ventilschutzkappe (38) vorgesehen
ist, die anstelle der Überwurfmutter (50) mit dem Außengewinde (36) des Sperrventils
(6) verschraubbar ist, um die außenanschlussseitige Ventilöffnung (20) zu verschließen,
wenn das Leitungsanschlusselement (40) vom Sperrventil (6) getrennt ist.
7. Anschlussvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Sperrventil
(6) ein Außengewinde (10) an der tankseitigen Ventilöffnung (18) aufweist, das mit
einem Innengewinde (8) in der Fluiddurchlassöffnung (4) des Fluidtanks (2) verschraubbar
ist.
8. Hydrauliköltank mit einer Öldurchlassöffnung (4) und einem Sperrventil (6) in der
Öldurchlassöffnung (4), wobei das Sperrventil (6)ein Ventilgehäuse (14) mit einer
tankseitigen Ventilöffnung (18) und einer außenanschlussseitigen Ventilöffnung (20)
sowie einem dazwischen verlaufenden Ventilkanal (16) sowie einen Ventilschließkörper
(24) aufweist, der zwischen einer Schließstellung, in der er den Ventilkanal (16)
sperrt, und einer Öffnungsstellung, bei der der Ventilkanal (16) freigegeben ist,
bewegbar in dem Ventilgehäuse (14) geführt und zur Schließstellung hin durch eine
Vorspannkraft nachgiebig vorgespannt ist, wobei der Ventilschließkörper (24) an der
außenanschlussseitigen Ventilöffnung (20) durch ein darin einzuführendes Ende (44)
einer Anschlussleitung (40, 42) beaufschlagbar ist, um ihn entgegen der Vorspannkraft
in die Öffnungsstellung zu verdrängen und einen Fluiddurchfluss zwischen dem Tank
(2) und der Anschlussleitung (40, 42) zu ermöglichen.
9. Hydrauliköltank nach Anspruch 8, wobei das Sperrventil (6) auswechselbar mit dem Hydrauliköltank
(2) verbunden ist.
10. Hydrauliköltank nach Anspruch 9, wobei das Sperrventil (6) um die tankseitige Ventilöffnung
(18) herum ein Außengewinde (10) hat, welches mit einem Innengewinde (8) an der Öldurchlassöffnung
(4) des Hydrauliköltanks (2) lösbar in Schraubeingriff steht.
11. Hydrauliköltank nach einem der Ansprüche 8 bis 10, wobei das Sperrventil (6) ein von
dem Ventilkanal (16) geradlinig durchsetztes Rohrelement ist, in dem der Ventilschließkörper
(24) längs der Achse (17) des Ventilkanals (16) zwischen der Schließstellung und der
Öffnungsstellung linear bewegbar geführt ist, wobei der Ventilschließkörper (14) in
der Schließstellung mittels einer Vorspannfeder (32) gegen einen Ventilsitz (22) vorgespannt
ist.
12. Hydrauliköltank nach einem der Ansprüche 8 bis 11, ferner umfassend ein rohrförmiges
Leitungsanschlusselement (40) zum Anschließen einer externen Ölleitung (42) an das
Sperrventil (6), wobei das Leitungsanschlusselement (40) mit dem Sperrventil (6) an
der außenanschlussseitigen Ventilöffnung (20) in einer vorbestimmten Anschlussanordnung
zu verbinden ist und wobei das Sperrventil (6) und das Leitungsanschlusselement (40)
so aneinander angepasst sind, dass bei Herstellung der Verbindung das Leitungsanschlusselement
(40) den Ventilschließkörper (24) unter Überwindung der Vorspannkraft in die Öffnungsstellung
verdrängt.
13. Hydrauliköltank nach Anspruch 12, wobei der Ventilschließkörper (24) einen in dessen
Schließstellung nahe der außenanschlussseitigen Ventilöffnung (20) positionierten
Anschlag (28) aufweist und wobei das Leitungsanschlusselement (40) einen zur Herstellung
der Verbindung zwischen dem Sperrventil (6) und dem Leitungsanschlusselement (40)
in die außenanschlussseitige Ventilöffnung (20) einzuführenden und dabei den Anschlag
(28) zur Bewegung des Ventilschließkörpers (24) in die Öffnungsstellung beaufschlagenden
Leitungsendabschnitt (44) aufweist.
14. Hydrauliköltank nach einem der Ansprüche 8 bis 13, wobei das Sperrventil (6) ein die
außenanschlussseitige Ventilöffnung (20) umgebendes Außengewinde (36) aufweist, welches
mit dem Innengewinde (52) einer die außenanschlussseitige Ventilöffnung (20) verschließenden
Verschlusskappe (38) lösbar in Schraubeingriff steht.
15. Flurförderzeug, insbesondere Gabelstabler, mit einem Hydrauliktank (2) nach einem
der Ansprüche 8 bis 14.