[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung eines im Inneren eines wasserführenden
Haushaltsgeräts, insbesondere einer Geschirrspülmaschine, positionierbaren Dosiersystems
mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
Stand der Technik
[0002] Geschirrspülmittel stehen dem Verbraucher in einer Vielzahl von Angebotsformen zur
Verfügung. Neben den traditionellen flüssigen Handgeschirrspülmittein haben mit der
Verbreitung von Haushaltsgeschirrspülmaschinen insbesondere die maschinellen Geschirrspülmittel
eine große Bedeutung. Diese maschinellen Geschirrspülmittel werden dem Verbraucher
typischerweise in fester Form, beispielsweise als Pulver oder als Tabletten, zunehmend
jedoch auch in flüssiger Form angeboten. Ein Hauptaugenmerk liegt dabei seit geraumer
Zeit auf der bequemen Dosierung von Wasch- und Reinigungsmitteln und der Vereinfachung
der zur Durchführung eines Wasch- oder Reinigungsverfahrens notwendigen Arbeitsschritte.
[0003] Ferner ist eines der Hauptziele der Hersteller maschineller Reinigungsmittel die
Verbesserung der Reinigungsleistung dieser Mittel, wobei in jüngster Zeit ein verstärktes
Augenmerk auf die Reinigungsleistung bei Niedrigtemperatur-Reinigungsgängen bzw. in
Reinigungsgängen mit verringertem Wasserverbrauch gelegt wird. Hierzu wurden den Reinigungsmitteln
vorzugsweise neue Inhaltsstoffe, beispielsweise wirksamere Tenside, Polymere, Enzyme
oder Bleichmittel zugesetzt. Da neue Inhaltsstoffe jedoch nur in begrenztem Umfang
zur Verfügung stehen und die pro Reinigungsgang eingesetzte Menge der Inhaltsstoffe
aus ökologischen und wirtschaftlichen Gründen nicht in beliebigem Maße erhöht werden
kann, sind diesem Lösungsansatz natürliche Grenzen gesetzt.
[0004] In diesem Zusammenhang sind in jüngster Zeit insbesondere Vorrichtungen zur Mehrfachdosierung
von Wasch- und Reinigungsmitteln in das Blickfeld der Produktentwickler geraten. Bei
diesen Vorrichtungen kann zwischen in die Geschirrspülmaschine oder Textilwaschmaschine
integrierten Dosierkammern einerseits und eigenständigen, von der Geschirrspülmaschine
oder Textilwaschmaschine unabhängigen Vorrichtungen andererseits unterschieden werden.
Mittels dieser Vorrichtungen, welche die mehrfache der für die Durchführung eines
Reinigungsverfahrens notwendigen Reinigungsmittelmenge enthalten, werden Wasch- oder
Reinigungsmittelportionen in automatischer oder halbautomatischer
[0005] Weise im Verlauf mehrerer aufeinanderfolgender Reinigungsverfahren in den Innenraum
der Reinigungsmaschine dosiert. Für den Verbraucher entfällt die Notwendigkeit der
manuellen Dosierung bei jedem Reinigungs- bzw. Waschgang. Beispiele für derartige
Vorrichtungen werden in der europäischen Patentanmeldung
EP 1 759 624 A2 (Reckitt Benckiser) oder in der deutschen Patentanmeldung
DE 53 5005 062 479 A1 (BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH) beschrieben.
[0006] EP0611159 A1 (Brightwell Dispensers LTD) offenbart ein Verfahren zur Steuerung eines Dosiersystems
für ein wasserführendes Haushaltsgerät. Das Dosiersystem umfasst entweder Temperatursensoren
oder elektrische Kontakte zur Messung von Temperatur bzw. Detektierung von Wasser.
[0007] Ein Problem von autarken, also von der Steuerung einer Geschirrspülmaschine unabhängigen
Dosiervorrichtungen ist die Erfassung und Zuordnung einzelner Spülprogrammabschnitte,
wie beispielsweise der Beginn eines Spülprogramms, der Vorspülabschnitl, der Hauptspülabschnitt,
der Klarspülabsrhnitt und/oder der Trocknungsabschnitt. Nur durch eine vergleichsweise
genaue Detektion der entsprechenden Spolprogrammabschnitte, kann eine bedarfsgerechte
und genaue Dosierung von einer oder mehreren maschinellen Geschirrspülrnitteln aus
einer derartigen Dosiervorrichtung realisiert werden.
Aufgabe der Erfindung
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es daher eine kostengünstige und sichere Detektion des
Beginns eines Reinigungsprogramms für autarke Dosiervorrichtungen der eingangs geschilderten
Art bereitzustellen.
[0009] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren nach Anspruch 1 und durch ein Dosiersystem
zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 13 gelöst.
[0010] Die Erfindung wird nachfolgend exemplarisch für Geschirrspülmaschinen näher erläutert.
Die Erfindung ist jedoch auch ohne weiteres für andere wasserführende Haushaltsgeräte,
wie beispielsweise eine Waschmaschine, geeignet.
[0011] Die Erfindung erlaubt die kostengünstige Detektion des Beginns eines Reinigungsprogramms
mit technisch möglichst einfachen und kostengünstigen Bauteilen. Hierdurch wird insbesondere
eine rasche Dosierung bei Beginn eines Reinigungsprogramms in der Geschirrspülmaschine
sichergestellt, wodurch eine möglichst lange Verweildauer der jeweils zudosierten
Geschirrspülerzubereitung in der Waschflotte erfolgen kann. Durch die entsprechend
optimierten Expositionszeiten der Geschirrspülzubereitung wird schließlich eine bessere
Reinigungsleistung erzielt.
[0012] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Steuerung eines im Inneren einer Geschirrspülmaschine
positionierbaren Dosiersystems umfasst eine mit wenigstens einer Zubereitung befüllte
Kartusche, ein Dosiergerät, das mit der Kartusche koppelbar ist, wobei das Dosiergerät
wenigstens einen Temperatursensor und einen Leitwertsensor, wobei der Temperatursensor
und/oder der Leitwertsensor in und/oder an und/oder außerhalb des Dosiergeräts angeordnet
sein können, und ein Abgabemittel zur Freisetzung einer Zubereitung aus der Kartusche
ins Innere der Geschirrspülmaschine umfasst, umfassend die Schritte einer Messung
einer ersten Temperatur T
1 im Inneren der Geschirrspülmaschine mittels des Temperatursensors und Messung des
Widerstands R am Leitwertsensor, wobei bei Vorliegen der Bedingungen T
1> T
Ref1, wobei T
Ref1 eine vordefinierte, erste Referenztemperatur ist, die wenigstens 21°C, bevorzugt
wenigstens 30°C beträgt und R < R
Ref , wobei R
Ref ein vordefinierter Referenzwiderstand ist, der das Vorhandensein von Wasser am Leitwertsensor
repräsentiert, eine Freisetzung wenigstens eines Volumens V
1 einer ersten Zubereitung aus der Kartusche ins Innere der Geschirrspülmaschine erfolgt.
[0013] Durch die Verwendung von Temperatur- und Leitfähigkeitsinformationen wird u.a. verhindert,
dass das Dosiergerät in einer warmen Umgebung, beispielsweise während des Transports,
einen ungewünschten Dosiervorgang initiiert, was bei der alleinigen Verwendung von
Temperaturinformationen für die Steuerung des Dosiergeräts passieren könnte.
[0014] Die Messung der Temperatur T
1 sowie des Widerstands R am Leitwertsensor können nacheinander oder zeitgleich erfolgen.
Es ist bevorzugt, dass zunächst die Temperatur T
1 und nachfolgend der Widerstand R gemessen wird. Es ist jedoch auch denkbar, zuerst
den Widerstand R und dann die Temperatur T
1 zu messen.
[0015] Ferner ist es beim Vorliegen der vorab genannten Bedingungen auch möglich, mehr als
ein Volumen V
1 einer Zubereitung aus der Kartusche ins Innere der Geschirrspülmaschine zu dosieren.
Beispielsweise können auch ein erstes Volumen V
1 einer ersten Zubereitung und ein zweites Volumen V2 einer zweiten Zubereitung im
Wesentlichen gleichzeitig dosiert werden, wobei insbesondere bevorzugt ist, dass die
Zubereitungen voneinander verschieden sind.
[0016] Besonders bevorzugt ist es das Verfahren in der Art auszugestalten, dass bei Vorliegen
der Bedingung T
1> T
Ref1 und R < R
Ref eine Temperaturmessung einer zweiten Temperatur T
2 nach einem vordefinierten Zeitintervall t
dif ,insbesondere nach 10-600 sec, bevorzugt nach 30-240 sec, besonders bevorzugt 45-100
sec mittels des Temperatursensors erfolgt und bei vorliegen der Bedingung T
2 > T
1 + ΔT, wobei ΔT innerhalb der Grenzen des Funktionsintervalls (0,5 [°C/min]* t
dif [min]) bis (5 [°C/min]* t
dif [min]) liegt, eine Freisetzung wenigstens eines Volumens V1 einer ersten Zubereitung
aus der Kartusche ins Innere der Geschirrspülmaschine erfolgt. Hierdurch wird insbesondere
ein Temperaturanstieg, der in der Aufheizphase des Geschirrspülers, insbesondere im
Hauptspülabschnitt eines Spülprogramms, erkannt.
[0017] In einer weiteren, vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens wird bei Vorliegen
der Bedingung T
1≤ T
Ref1 eine erneute Temperaturmessung der ersten Temperatur T
1 nach einer vordefinierten Zeit t
dif, insbesondere nach 2-10 min, bevorzugt nach 3-7 min, besonders bevorzugt 4-6 min
initiiert. Um den Energieverbrauch für die Temperaturüberwachung gering zu halten,
wird die Temperatur bevorzugt nicht kontinuierlich, sondern in vordefinierten Zeitabständen
gemessen.
[0018] Es ist jedoch auch denkbar, dass in der Geschirrspülmaschine - insbesondere zu Beginn
eines Reinigungsprogramms - der Temperaturanstieg der gemessenen Temperatur T
1 in der Geschirrspülmaschine nach einem Zeitintervall t
dif so groß ist, dass eine zweite Referenztemperatur T
Ref2, die größer als die erste Referenztemperatur T
Ref1 ist, überschritten wird. Für diesen Fall eines raschen und signifikanten Temperaturanstiegs
ist es des weiteren von Vorteil, dass bei Vorliegen der Bedingung T
1> T
Ref2 wobei T
Ref2, eine zweite Referenztemperatur ist, die wenigstens 35°C, bevorzugt wenigstens 40°C
beträgt, eine Messung des Widerstands R am Leitwertsensor erfolgt und bei Vorliegen
der Bedingung R < R
Ref ,wobei R
Ref ein vordefinierter Referenzwiderstand ist, der das Vorhandensein von Wasser am Leitwertsensor
repräsentiert, eine unmittelbare Freisetzung wenigstens eines Volumens V1 einer ersten
Zubereitung aus der Kartusche ins Innere der Geschirrspülmaschine erfolgt.
[0019] In einer vorteilhaften Weiterentwicklung des erfindungsgemäßen Verfahrens erfolgt
bei Vorliegen der Bedingung R ≥ R
Ref ,wobei R
Ref ein vordefinierter Referenzwiderstand ist, der das Vorhandensein von Wasser am Leitwertsensor
repräsentiert, eine erneute Temperaturmessung der ersten Temperatur T
1 nach einer vordefinierten Zeit t
dif ,insbesondere nach 10-600 sec, bevorzugt nach 30-240 sec, besonders bevorzugt 45-100
sec. Bevorzugt ist dieses Zeitintervall kleiner oder gleich dem Zeitintervall, dass
vor der Messung der ersten Temperatur T
1 bei Vorliegen der Bedingung T
1≤T
Ref1 liegt. Wird also eine Temperatur im Inneren des Geschirrspülers oberhalb der ersten
Referenztemperatur TR
ef1 gemessen, jedoch kein Wasser am Leitwertsensor, so wird das Dosiergerät durch verkürzte
Überwachungsintervalle bei der Messung der ersten Temperatur T
1 in einen verschärften Überwachungsmodus geschaltet, so dass durch die verkürzten
Überwachungsintervalle eine zeitnahe Detektion von Wasser im Geschirrspüler ermöglicht
wird.
[0020] Es kann ferner vorteilhaft sein, die Dosierung von zwei voneinander verschiedenen
Zubereitungen, zeitversetzt vorzusehen. Dies ist insbesondere bei der Dosierung von
zwei miteinander nicht lagerstabilen Zubereitungen der Fall. Somit ist in einer Weiterentwicklung
des erfindungsgemäßen Verfahrens vorgesehen, dass nach der Dosierung des ersten Volumens
V1, ein zweites Volumen V2 einer zweiten Zubereitung aus der Kartusche ins Innere
der Geschirrspülmaschine erfolgt, wobei die erste Zubereitung von der zweiten Zubereitung
verschieden ist und zwischen der Dosierung von V1 und V2 ein vordefiniertes Zeitintervall
t
diff, bevorzugt zwischen 30-300 sec, besonders bevorzugt zwischen 60-240 sec, ganz besonders
bevorzugt zwischen 60-150 sec liegt.
[0021] Es ist insbesondere bevorzugt, dass die erste Zubereitung eine enzymhaltige Zubereitung
und die zweite Zubereitung eine alkalische Zubereitung ist.
[0022] Ferner ist es vorteilhaft, dass das Dosiervolumen V2 in etwa 1*V1 bis 10*V1, insbesondere
bevorzugt 2*V1 bis 7*V1, ganz besonders bevorzugt 3*V1 bis 5*V1 beträgt.
[0023] Selbstverständlich ist es auch denkbar, dass erfindungsgemäße Verfahren in der Art
weiterzuentwickeln, dass nach der Dosierung des ersten Volumens V1 und des zweiten
Volumens V2, die Dosierung eines drittes Volumen V3 einer dritten Zubereitung aus
der Kartusche ins Innere der Geschirrspülmaschine erfolgt, wobei die dritte Zubereitung
von der ersten und der zweiten Zubereitung verschieden ist.
[0024] Hierbei ist es insbesondere bevorzugt, dass die dritte Zubereitung eine Klarspülzubereitung
ist.
[0025] Die einzelnen Elemente des erfindungsgemäßen Verfahrens und Systems werden nachfolgend
näher erläutert.
Dosiergerät
[0026] In dem Dosiergerät sind insbesondere die zur Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
notwendige Steuereinheit sowie wenigstens eine Sensoreinheit, insbesondere ein Leitfähigkeitssensor
integriert. Bevorzugt sind ebenfalls ein Aktuator und/oder eine Energiequelle an oder
in dem Dosiergerät angeordnet.
[0027] Es ist besonders bevorzugt, dass das Dosiergerät wenigstens eine erste Schnittstelle
umfasst, welche in oder an einer Geschirrspülmaschine ausgebildeten korrespondierenden
Schnittstelle in derart zusammenwirkt, dass eine Übertragung von elektrischer Energie
und/oder Signalen vom Geschirrspüler zum Dosiergerät und/oder vom Dosiergerät zum
Geschirrspüler verwirklicht ist.
[0028] In einer Ausgestaltung der Erfindung sind die Schnittstellen durch Steckverbinder
ausgebildet. In einer weiteren Ausgestaltung können die Schnittellen in derart ausgebildet
sein, dass eine drahtlose Übertragung von elektrischer Energie und oder elektrischen
und/oder optischen Signalen bewirkt ist.
[0029] Hierbei ist es insbesondere bevorzugt, dass die zur Übertragung von elektrischer
Energie vorgesehene Schnittstellen induktive Sender bzw. Empfänger elektromagnetischer
Wellen sind. So kann insbesondere die Schnittstelle einer Geschirrspülmaschine, als
eine mit Wechselstrom betriebene Sender-Spule mit Eisenkern und die Schnittstelle
des Dosiergeräts als eine Empfänger-Spule mit Eisenkern ausgebildet sein.
[0030] In einer alternativen Ausführung kann die Übertragung von elektrischer Energie auch
mittels einer Schnittstelle vorgesehen sein, die geschirrspülerseitig eine elektrisch
betriebene Lichtquelle und dosiergeräteseitig einen Lichtsensor, beispielsweise eine
Photodiode oder eine Solarzelle, umfasst. Das von der Lichtquelle ausgesendete Licht
wird vom Lichtsensor in elektrische Energie gewandelt, welche dann wiederum beispielsweise
einen dosiergeräteseitigen Akkumulator speist.
[0031] In einer vorteilhaften Weiterentwicklung der Erfindung ist eine Schnittstelle am
Dosiergerät und dem Geschirrspüler zur Übertragung (d.h. Senden und Empfangen) von
elektromagnetischen und/oder optischen Signalen, welche insbesondere Betriebszustands-,
Mess- und/oder Steuerinformationen des Dosiergeräts und/oder des Geschirrspülers repräsentieren,
ausgebildet.
[0032] Selbstverständlich ist es möglich, nur eine Schnittstelle zur Übertragung von Signalen
oder eine Schnittstelle zur Übertragung von elektrischer Energie vorzusehen oder jeweils
eine Schnittstelle zur Übertragung von Signalen und eine Schnittstelle zur Übertragung
von elektrischer Energie vorzusehen oder eine Schnittstelle vorzusehen, die sowohl
geeignet ist, eine Übertragung von elektrischer Energie und Signalen bereitzustellen.
[0033] Insbesondere kann eine derartige Schnittstelle derart ausgebildet sein, dass eine
drahtlose Übertragung von elektrischer Energie und/oder elektromagnetischen und/oder
optischen Signalen bewirkt ist.
[0034] Es ist besonders bevorzugt, dass die Schnittstelle zum Aussenden und/oder Empfang
von optischen Signalen konfiguriert ist. Ganz besonders bevorzugt ist es, dass die
Schnittstelle zum Aussenden bzw. Empfang von Licht im sichtbaren Bereich konfiguriert
ist. Da üblicherweise im Betrieb einer Geschirrspülmaschine im Inneren des Spülraums
Dunkelheit vorherrscht, können Signale im sichtbaren, optischen Bereich, beispielsweise
in Form von Signalimpulsen bzw. Lichtblitzen, vom Dosiergerät ausgesendet und/oder
detektiert werden. Als besonders vorteilhaft hat sich herausgestellt, Wellenlängen
zwischen 600-800nm im sichtbaren Spektrum zu verwenden.
[0035] Alternativ oder zusätzlich ist es vorteilhaft, dass die Schnittstelle zum Aussenden
bzw. Empfang von Infrarotsignalen konfiguriert ist. Insbesondere ist es von Vorteil,
dass die Schnittstelle zum Aussenden bzw. Empfang von Infrarotsignalen im nahen Infrarotbereich
(780nm-3.000nm) konfiguriert ist.
[0036] Insbesondere umfasst die Schnittstelle wenigstens eine LED. Besonders bevorzugt umfasst
die Schnittstelle wenigstens zwei LEDs. Auch ist es gemäß einer weiter zu bevorzugenden
Ausgestaltung der Erfindung möglich, wenigstens zwei LEDs vorzusehen, die Licht in
einer voneinander verschiedenen Wellenlänge aussenden. Hierdurch wird es beispielsweise
möglich, unterschiedliche Signalbänder zu definieren auf denen Informationen gesendet
bzw. empfangen werden können.
[0037] Ferner ist es in einer Weiterentwicklung der Erfindung von Vorteil, dass wenigstens
eine LED eine RGB-LED ist, deren Wellenlänge einstellbar ist. So können beispielsweise
mit einer LED verschiedene Signalbänder definiert werden, die Signale auf unterschiedlichen
Wellenlängen aussenden. So ist es beispielsweise auch denkbar, dass während des Trocknungsvorgangs,
währenddessen eine hohe Luftfeuchtigkeit (Nebel) im Spülraum herrscht, Licht in einer
anderen Wellenlänge emittiert wird, als beispielsweise während eines Spülschritts.
[0038] Die Schnittstelle des Dosiergeräts kann so konfiguriert sein, dass die LED sowohl
zur Aussendung von Signalen in Innere des Geschirrspülers, insbesondere bei geschlossener
Geschirrspülmaschinentür, als auch zur optischen Anzeige eines Betriebszustandes des
Dosiergeräts, insbesondere bei geöffneter Geschirrspülmaschinentür, vorgesehen ist.
[0039] Es ist insbesondere bevorzugt, dass ein optisches Signal als Signalimpuls mit einer
Impulsdauer zwischen 1 ms und 10 Sekunden, bevorzugt zwischen 5ms und 100ms Sekunden
ausgebildet ist.
[0040] Ferner ist es vorteilhaft, dass die Schnittstelle des Dosiergeräts derart konfiguriert
ist, dass sie ein optisches Signal bei geschlossener und unbeladener Geschirrspülmaschine
aussendet, dass eine mittlere Beleuchtungsstärke E zwischen 0,01 und 100 Lux, bevorzugt
zwischen 0,1 und 50 Lux gemessen an den den Spülraum begrenzenden Wänden bewirkt.
Diese Beleuchtungsstärke ist dann ausreichend, um Mehrfachreflektionen mit bzw. an
den anderen Spülraumwänden zu bewirken und so mögliche Signalschatten im Spülraum,
insbesondere im Beladungszustand der Geschirrspülmaschine, zu reduzieren bzw. zu verhindern.
[0041] Bei dem von der Schnittstelle ausgesendete und/oder empfangene Signal handelt es
sich insbesondere um einen Träger von Information, insbesondere um ein Steuersignal
oder ein Signal, dass einen Betriebszustand des Dosiergeräts und/oder des Geschirrspülers
repräsentiert.
[0042] Insbesondere kann die optische Sendeeinheit eine LED sein, welche bevorzugt Licht
im sichtbaren und/oder IR-Bereich abstrahlt. Es ist auch denkbar, eine andere geeignete
optische Sendeeinheit, wie z.B. eine Laser-Diode, zu verwenden. Besonders zu bevorzugen
ist es optische Sendeeinheiten zu verwenden, die Licht im Wellenlängenbereich zwischen
600-800nm aussenden.
[0043] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann das Dosiergerät wenigstens
eine optische Empfangseinheit umfassen. Hierdurch wird es beispielsweise möglich,
dass das Dosiergerät Signale von einer im Haushaltsgerät angeordneten optischen Sendeeinheit
empfangen kann. Dies kann durch jede geeignete optische Empfangseinheit realisiert
sein, wie beispielsweise Photozellen, Photomultiplier, Halbleiterdetektoren, Fotodioden,
Fotowiderstände, Solarzellen, Fototransistoren, CCD- und/oder CMOS-Bildsensoren. Besonders
bevorzugt ist es, dass die optische Empfangseinheit geeignet ist, Licht im Wellenlängenbereich
von 600-800nm zu empfangen.
[0044] Die von der Sendeeinheit in die Umgebung des Dosiergeräts ausgesendeten Signale können
bevorzugter Weise Informationen bezüglich Betriebszuständen oder Steuerbefehle repräsentieren.
Sensoren
[0045] Die Dosiereinheit weist insbesondere bevorzugt wenigstens einen Sensor auf, der zur
Erfassung einer Temperatur geeignet ist. Der Temperatursensor ist insbesondere zur
Erfassung einer Wassertemperatur ausgebildet.
[0046] Es ist bevorzugt, dass die Dosiereinheit einen Sensor zur Erfassung der Leitfähigkeit
umfasst, wodurch insbesondere das Vorhandensein von Wasser bzw. das Versprühen von
Wasser, insbesondere in einer Geschirrspülmaschine, erfasst wird.
[0047] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung umfasst die Sensoreinheit mindestens
einen, wenigstens 2-poligen Leitfähigkeitssensor. Bevorzugt weisen wenigstens zwei
Pole des Leitfähigkeitssensors einen Abstand von 2-25 mm, bevorzugt 5-15 mm, insbesondere
bevorzugt ca.12 mm auf.
[0048] Als besonders vorteilhaft hat sich herausgestellt, dass wenigstens zwei Pole eines
Leitfähigkeitssensors mit einem elektrisch leitenden Silikon umhüllt sind, wobei insbesondere
zu bevorzugen ist, dass eine im Wesentlichen plane Fläche zwischen dem Silikon und
dem Dosiergeräteboden ausgebildet ist. Durch die elastomeren Eigenschaften des leitfähigen
Silikons kann der Sensor auf einfache und effektive Weise gegenüber der Umgebung abgedichtet
und in einer Gehäusewandung des Dosiergeräts eingelassen werden.
[0049] Um die Messgenauigkeit auch über eine Vielzahl von Messungen beizubehalten, ist es
von Vorteil, dass nach jeder Widerstandsmessung eine Umpolung am 2-poligen Leitfähigkeitssensor
erfolgt, so dass sich keine Ladungsüberschüsse am Leitfähigkeitssensor bilden können.
[0050] Es ist insbesondere bevorzugt, dass wenigstens zwei Sensoreinheiten zur Messung von
voneinander verschiedenen Parametern vorgesehen sind, wobei ganz besonders bevorzugt
eine Sensoreinheit ein Leitfähigkeitssensor und eine weitere Sensoreinheit ein Temperatursensor
ist.
[0051] Die Sensoren sind insbesondere darauf abgestimmt, den Beginn, Verlauf und das Ende
eines Spülprogramms zu detektieren. Hierzu können - beispielhaft und nicht abschließend
- die in folgender Tabelle aufgeführten Sensorkombinationen verwendet werden
| Sensor 1 |
Sensor 2 |
Sensor 3 |
Sensor 4 |
| Leitfähigkeitssensor |
Temperatursensor |
|
|
| Leitfähigkeitssensor |
Temperatursensor |
Helligkeitssensor |
|
| Leitfähigkeitssensor |
Temperatursensor |
Helligkeitssensor |
Trübungssensor |
[0052] Mittels des Leitfähigkeitssensors kann beispielsweise detektiert werden, ob der Leitfähigkeitssensor
von Wasser benetzt ist, so dass sich damit z.B. feststellen lässt, ob sich Wasser
in der Geschirrspülmaschine befindet.
[0053] Der Leitwert bzw. Leitfähigkeitssensor kann aus einer elektrische leitfähigen Anode
und einer Kathode bestehen, die aus dem Gehäuse des Dosiergeräts ins innere der Geschirrspülmaschine
hineinragen oder elektrisch leitend mit dem Inneren der Geschirrspülmaschine in Verbindung
sind. Bevorzugt ist der Abstand der Anode und Kathode so gewählt, dass sich im Betrieb
des Geschirrspülers eine elektrisch leitende Wasserbrücke zwischen der Anode und Kathode
ausbilden kann, was durch einen Abfall des Widerstandes zwischen Anode und Kathode
gemessen werden kann.
[0054] Spülprogramme weisen in der Regel einen charakteristischen Temperaturverlauf, der
u.a. von der Erwärmung des Spülwassers und der Trocknung des Spülguts bestimmt wird,
welcher über einen Temperatursensor erfassbar ist.
[0055] Mittels eines Helligkeitssensors kann beispielsweise der Lichteinfall ins Innere
eines Geschirrspülers beim Öffnen der Geschirrspülmaschinentür detektiert werden,
woraus sich z.B. auf ein Ende des Spülprogramms schließen lässt.
[0056] Um den Verschmutzungsgrad des zu reinigenden Spülguts in der Spülmaschine zu ermitteln,
kann auch ein Trübungssensor vorgesehen sein. Hieraus lässt sich beispielsweise auch
ein auf die festgestellte Verschmutzungssituation zutreffendes Dosierprogramm im Dosiergerät
auswählen.
[0057] Um eine effiziente Fertigung und Zusammenbau des Dosiergeräts zu ermöglichen, ist
es jedoch auch möglich, dass wenigstens eine Sensoreinheit an oder in der Steuereinheit
angeordnet ist. Beispielsweise ist es möglich, einen Temperatursensor in dem Dosiergerät
bzw. direkt auf der die Steuereinheit tragenden Platine vorzusehen, so dass der Temperatursensor
keinen direkten Kontakt mit der Umgebung aufweist.
[0058] In einer besonders bevorzugten Ausbildung der Erfindung ist die Sensoreinheit am
Boden des Dosiergeräts angeordnet wobei in Gebrauchsstellung der Boden des Dosiergeräts
in Schwerkraftrichtung nach unten gerichtet ist. Hierbei ist es insbesondere bevorzugt,
dass die Sensoreinheit einen Temperatur- und/ oder einen Leitfähigkeitssensor umfasst.
Durch eine derartige Konfiguration wird sichergestellt, dass durch die Sprüharme des
Geschirrspülers Wasser auf die Unterseite des Dosiergeräts und somit in Kontakt mit
dem Sensor gebracht wird. Dadurch, dass durch die bodenseitige Anordnung des Sensors
der Abstand zwischen den Sprüharmen und dem Sensor möglichst gering ist, erfährt das
Wasser zwischen dem Austritt an den Sprüharmen und dem Kontakt mit dem Sensor nur
eine geringe Abkühlung, so dass eine möglichst genaue Temperaturmessung durchgeführt
werden kann.
[0059] Um den Energieverbrauch des Dosiergeräts bzw. die Lebensdauer der Energiequelle,
insbesondere einer Batterie, zu verlängern, können die Energieverbraucher des Dosiergerätes,
insbesondere die Steuereinheit, unter Einschluss eines Ein-/Aus-Schalters an die Energiequelle
angeschlossen sein und die Energiequelle erst nach Erreichen des Ein-Zustands des
Ein-/Aus-Schalters belastet wobei eine Sensoreinheit den Ein-/Aus-Schalter bildet
oder mit diesem verbunden ist und diesen schaltet.
[0060] Es ist insbesondere bevorzugt, dass die Sensoreinheit unten am Boden des Dosiergerätes
zwei mit der Umgebung in Kontakt stehende Kontakte aufweist, insbesondere ausgeführt
als nach unten aus dem Boden ragende Kontaktstifte, dass ein Kontakt als Anoden-Kontakt
und der andere Kontakt als Kathoden-Kontakt bezüglich der Energiequelle geschaltet
ist und dass ohne elektrisch leitende Verbindung zwischen den Kontakten der im Aus-Zustand
befindliche Ein-/Aus-Schalter im Aus-Zustand verbleibt und bei Entstehen einer elektrisch
leitenden Verbindung zwischen den Kontakten der im Aus-Zustand befindliche Ein-/Aus-Schalter
in den Ein-Zustand schaltet.
[0061] Es ist ferner bevorzugt, dass der Ein-/Aus-Schalter mit einer Selbsthalteschaltung
versehen bzw. kombiniert ist, die eine Selbsthaltung der Energieversorgung der Energieverbraucher
nach Erreichen des Ein-Zustandes des Ein-/Aus-Schalters bis zu einem Ausschaltsignal
der Steuereinheit gewährleistet bzw. bewirkt.
[0062] Der Ein-/Aus-Schalter kann insbesondere als Transistorschaltung ausgeführt sein.
Dabei ist es zu bevorzugen, dass der Transistor des Ein-/Aus-Schalters als pnp-Transistor
ausgeführt und mit dem Emitter, ggf. über eine Ansteuerschaltung, an die Versorgungsspannung,
mit dem Kollektor, ggf. über eine Ansteuerschaltung, an Masse und an den Kathoden-Kontakt
und mit der Basis einerseits, ggf. über eine Ansteuerschaltung, an die Versorgungsspannung,
andererseits, ggf. über eine Ansteuerschaltung, an den Anoden-Kontakt, geschaltet
ist.
[0063] Die Ansteuerschaltung weist bevorzugt mindestens einen Ansteuerwiderstand auf, der
insbesondere als Widerstands-Spannungsteiler ausgeführt ist.
[0064] Ganz besonders vorteilhaft ist es , dass neben der Ein-/Aus-Sensoreinheit eine als
Leitfähigkeitssensor ausgeführte Sensoreinheit vorgesehen ist, die unten an dem Boden
des Dosiergerätes zwei mit der Umgebung in Kontakt stehende Kontakte aufweist und
daß der Anoden-Kontakt der Ein-/Aus-Sensoreinheit gleichzeitig der Anoden-Kontakt
der den Leitfähigkeitssensor bildenden Sensoreinheit ist. Hierdurch wird es ermöglicht
einen Ein-/AusSchalter und einen Leitfähigkeitssensor in einem Bauteil, einem Transistor,
zu realisieren.
[0065] Auch ist es möglich, dass die den Temperatursensor bildende Sensoreinheit in einen
Kontakt, insbesondere den Kathoden-Kontakt, der den Leitfähigkeitssensor bildenden
Sensoreinheit integriert ist.
[0066] Hierbei kann der den Temperatursensor aufnehmende Kontakt der den Leitfähigkeitssensor
bildenden Sensoreinheit bevorzugt als hohler Kontaktstift ausgeführt sein, in dem
der Temperatursensor der den Temperatursensor bildenden Sensoreinheit angeordnet ist.
[0067] Es ist insbesondere bevorzugt, dass die Kontakte eines bodenseitig angeordneten Leitfähigkeitssensors
mit einem elektrisch leitfähigen Silikon umgeben sind. Der Leitfähigkeitssensor kann
hierbei insbesondere in Form einer Widerstandsmessung zwischen zwei voneinander beabstandeten,
mit der Umgebung des Dosiergeräts in Kontakt stehenden Kontakten ausgebildet sein.
Hierbei ist ganz besonders zu bevorzugen, dass das Silikon flächenbündig im Boden
des Dosiergeräts eingelassen ist. Vorteilhafter Weise weist das Silikon eine in etwa
kreisrunde Grundfläche auf. Das Silikon zeigt eine gute Benetzbarkeit mit Wasser und
liefert somit gute Messergebnisse hinsichtlich der Detektierung von Wasser im Geschirrspüler.
[0068] Um eine, die Sensorgenauigkeit beeinträchtigende, Polarisation an den Kontakten des
Leitfähigkeitssensors bei der Verwendung einer Gleichstromquelle zur vermeiden, ist
es vorteilhaft, zwei aufeinander folgende Widerstandsmessungen am Leitfähigkeitssensor
mit jeweils unterschiedlicher Polarität, also mit einer Vertauschung von Plus- und
Minus-Pol bzw. Anoden- und Kathodenkontakt, durchzuführen, so dass sich an den Kontakten
keine Ladungsüberschüsse bilden können.
Steuereinheit
[0069] Eine Steuereinheit im Sinne dieser Anmeldung ist eine Vorrichtung, die geeignet ist,
das Transportieren von Material, Energie und/oder Information zu beeinflussen. Die
Steuereinheit beeinflusst hierzu Aktuatoren mit Hilfe von Informationen, insbesondere
von Messsignalen der Sensoreinheit, die sie im Sinne des Steuerungsziels verarbeitet.
[0070] Insbesondere kann es sich bei der Steuereinheit um einen programmierbaren Mikroprozessor
handeln. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist auf dem
Mikroprozessor eine Mehrzahl von Dosierprogrammen gespeichert.
[0071] Die Steuereinheit weist in einer bevorzugten Ausführungsform keine Verbindung zur
möglicherweise vorhandenen Steuerung des Haushaltsgeräts auf. Es werden demnach keine
Informationen, insbesondere elektrische, optischen oder elektromagnetischen Signale,
direkt zwischen der Steuereinheit und der Steuerung des Haushaltsgeräts ausgetauscht.
[0072] In einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung ist die Steuereinheit mit der vorhandenen
Steuerung des Haushaltsgeräts gekoppelt. Bevorzugt ist diese Kopplung kabellos ausgeführt.
Beispielsweise ist es möglich, einen Sender an oder in einer Geschirrspülmaschine,
vorzugsweise auf oder an der in der Tür der Geschirrspülmaschine eingelassenen Dosierkammer
zu positionieren, der drahtlos ein Signal an die Dosiereinheit überträgt, wenn die
Steuerung des Haushaltsgeräts die Dosierung bspw. eines Reinigungsmittels aus der
Dosierkammer oder von Klarspüler bewirkt.
[0073] In der Steuereinheit können mehrere Programme zur Freigabe von unterschiedlichen
Zubereitungen oder zur Freigabe von maschinellen Geschirrspülzubereitungen gespeichert
sein.
[0074] Zur Dosierung von insbesondere zur Vergelung neigenden Zubereitungen kann die Steuereinheit
derart konfiguriert sein, dass einerseits die Dosierung in hinreichend kurzer Zeit
erfolgt um ein gutes Reinigungsergebnis zu gewährleisten und andererseits die Zubereitung
nicht so schnell dosiert, dass Vergelungen des Zubereitungsschwalls auftreten. Dies
kann beispielsweise durch eine intervallartige Freisetzung realisiert sein, wobei
die einzelnen Dosierungsintervalle so eingestellt sind, das sich die entsprechend
dosierte Menge vollständig während eines Reiniungszyklus auflösen.
[0075] Besonders bevorzugt ist es, dass die Dosierintenralle zur Abgabe einer Zubereitung
zwischen 30-90 sec, insbesondere bevorzugt 45-75 sec liegen.
[0076] Die Abgabe von Zubereitungen aus dem Dosiergerät kann sequenziell oder zeitgleich
erfolgen.
[0077] Es ist insbesondere bevorzugt, eine Mehrzahl von Zubereitungen sequenziell in einem
Spülprogramm zu dosieren. Insbesondere sind folgende Dosiersequenzen zu bevorzugen
| 1. Dosierung |
2. Dosierung |
3.Dosierung |
4.Dosierung |
| Enzymatische Reinigungszubereitung |
Alkalische Reinigungszubereitung |
|
|
| Alkalische Reinigungszubereitung |
Klarspüler |
|
|
| Enzymatische Reinigungszubereitung |
Alkalische Reinigungszubereitung |
Klarspüler |
|
| Enzymatische Reinigungszubereitung |
Alkalische Reinigungszubereitung |
Klarspüler |
Desinfektionszubereitung |
| Enzymatische Reinigungszubereitung |
Alkalische Reinigungszubereitung |
Klarspüler |
Duftstoff |
| Vorbehandlungszubereitung |
Enzymatische Reinigungszubereitung |
Alkalische Reinigungszubereitung |
Klarspüler |
[0078] Des Weiteren ist es vorteilhaft, dass im Vor- und/oder Hauptwaschprogramm der Geschirrspülmaschine
wenigstens eine enzymhaltige Zubereitung und/oder alkalische Zubereitung freigesetzt
wird, wobei die Freisetzung der enzymhaltigen Zubereitung bevorzugt zeitlich vor der
Freisetzung der alkalischen Zubereitung erfolgt. Ferner ist es bevorzugt, dass die
Dosierung des Klarspülers im Klarspülprogramm der Geschirrspülmaschine erfolgt.
[0079] In einer vorteilhaften Weiterentwicklung der Erfindung können Daten wie z.B. Steuer-
und/oder Dosierprogramme der Steuereinheit oder von der Steuereinheit gespeicherte
Betriebsparameter oder -protokolle aus der Steuereinheit ausgelesen oder in die Steuereinheit
geladen werden. Dies kann beispielsweise mittels einer optischen Schnittstelle realisiert
sein, wobei die optische Schnittstelle entsprechend mit der Steuereinheit verbunden
ist. Die zu übertragenden Daten werden dann als Lichtsignale, insbesondere im sichtbaren
Bereich, wobei der Wellenlängenbereich zwischen 600-800nm bevorzugt ist, kodiert und
ausgesendet bzw. empfangen. Es ist jedoch auch möglich, einen im Dosiergerät vorhandenen
Sensor zur Übertragung von Daten aus und/oder zur Steuereinheit zu verwenden. Beispielsweise
können die Kontakte eines Leitfähigkeitssensors, die mit der Steuereinheit verbunden
sind und die eine Leitfähigkeitsbestimmung mittels einer Widerstandsmessung an den
Kontakten des Leitfähigkeitssensors bereitstellt, zur Datenübertragung verwendet werden.
Kartusche
[0080] Unter einer Kartusche im Sinne dieser Anmeldung wird ein Packmittel verstanden, das
dazu geeignet ist wenigstens eine fließfähige, schüttfähige oder streufähige Zubereitungen
zu umhüllen oder zusammenzuhalten und das zur Abgabe wenigstens einer Zubereitung
an ein Dosiergerät koppelbar ist.
[0081] In der einfachsten, denkbaren Ausführung weist die Kartusche eine, bevorzugt formstabile
Kammer zur Bevorratung einer Zubereitung auf. Insbesondere kann eine Kartusche auch
mehrere Kammern umfassen, die mit voneinander verschiedenen Zusammensetzungen befüllbar
sind.
[0082] Die Kartusche ist insbesondere zur Aufnahme von fließfähigen Wasch- oder Reinigungsmittel
ausgebildet. Besonders bevorzugt weist eine derartige Kartusche eine Mehrzahl von
Kammern zur räumlich separierten Aufnahme jeweils voneinander verschiedener Zubereitungen
eines Wasch- oder Reinigungsmittels auf. Exemplarisch - aber nicht abschließend -
sind nachfolgend einige Kombinationsmöglichkeiten der Befüllung der Kammern mit unterschiedlichen
Zubereitungen aufgelistet:
| |
Kammer 1 |
Kammer 2 |
Kammer 3 |
Kammer 4 |
| A |
Alkalische Reinigungszubereitung |
Enzymatische Reinigungszubereitung |
- |
- |
| B |
Alkalische Reinigungszubereitung |
Enzymatische Reinigungszubereitung |
Klarspüler |
- |
| C |
Alkalische Reinigungszubereitung |
Enzymatische Reinigungszubereitung |
Klarspüler |
Duftstoff |
| D |
Alkalische Reinigungszubereitung |
Enzymatische Reinigungszubereitung |
Klarspüler |
Desinfektionszubereitung |
| E |
Alkalische Reinigungszubereitung |
Enzymatische Reinigungszubereitung |
Klarspüler |
Vorbehandlungszubereitung |
[0083] Es ist besonders bevorzugt, dass alle Zubereitungen fließfähig sind, da hierdurch
ein schnelles Lösen der Zubereitungen in der Waschflotte des Geschirrspülers gewährleistet
ist, wodurch diese Zubereitungen eine rasche bis sofortige Reinigungs- bzw. Klarspülwirkung,
insbesondere auch auf den Wänden des Spülraums und/oder eines Lichtleiters der Kartusche
und/oder des Dosiergeräts erzielen.
[0084] Wie oben erwähnt, besitzt die Kartusche vorzugsweise drei Kammern. Für den Einsatz
einer derartigen Kartusche in einer Geschirrspülmaschine ist es insbesondere bevorzugt,
dass eine Kammer eine alkalische Reinigungszubereitung, eine weitere Kammer eine enzymatische
Zubereitung und eine dritte Kammer einen Klarspüler beinhaltet, wobei das Volumenverhältnis
der Kammern in etwa 4:1:1 beträgt.
[0085] Die die alkalische Reinigungszubereitung beinhaltende Kammer weist bevorzugt das
größte Füllvolumen der vorhandenen Kammern auf. Bevorzugt weisen die Kammern, die
eine enzymatische Zubereitung bzw. einen Klarspüler bevorraten, in etwa gleiche Füllvolumina
auf.
[0086] Die Kartusche umfasst einen Kartuschenboden, der in Gebrauchsstellung in Schwerkraftrichtung
nach unten gerichtet ist und an dem bevorzugt für jede Kammer mindestens eine in Schwerkraftrichtung
bodenseitig angeordnete Auslassöffnung vorgesehen ist. Die bodenseitig angeordneten
Auslassöffnungen sind insbesondere derart ausgebildet, dass wenigstens eine, bevorzugt
alle Auslassöffnungen mit den Einlassöffnungen des Dosiergeräts kommunizierend verbindbar
sind, also Zubereitung über die Auslassöffnungen aus der Kartusche in das Dosiergerät,
bevorzugt schwerkraftbewirkt, einfließen kann.
[0087] Es ist auch denkbar, dass eine oder mehrere Kammern eine nicht in Schwerkraftrichtung
bodenseitig angeordnete Auslassöffnung aufweisen. Dies ist insbesondere dann von Vorteil,
wenn zum Beispiel ein Duftstoff an die Umgebung der Kartusche abgegeben werden soll.
Abbildungsverzeichnis
[0088]
- Fig. 1
- Positionierung des Dosiergeräts in einer Geschirrspülmaschine
- Fig. 2
- Positionierung des Dosiergeräts in einem Geschirrkorb
- Fig. 3
- Dosiergerät mit bodenseitig angeordnetem Leitfähigkeitssensor
- Fig. 4
- Ablaufdiagram für das Dosierverfahren für die Abgabe einer Zubereitung
- Fig. 5 (A und B)
- Ablaufdiagram für das Dosierverfahren für die zeitlich versetzte Abgabe von zwei Zubereitungen
- Fig. 6[a] (A und B)
- Ablaufdiagram für das Dosierverfahren für die zeitlich versetzte Abgabe von drei Zubereitungen
[0089] Fig. 1 zeigt ein positionierbares Dosiergerät 2 mit einer Zwei-Kammer-Kartusche 1
in der Geschirrschublade 11 bei geöffneter Geschirrspülmaschinentür 39 einer Geschirrspülmaschine
38. Im Dosiergerät sind die Steuereinheit und der Leitfähigkeitssensor angeordnet.
Man erkennt, dass das Dosiergerät 2 mit der Kartusche 1 prinzipiell an einer beliebigen
Stelle innerhalb der Geschirrschublade 11 positionierbar ist, wobei es von Vorteil
ist, ein teller- oder becherartig ausgeformtes Dosiersystem 1,2 in einer entsprechenden
Teller- oder Becheraufnahme der Geschirrschublade 11 vorzusehen. In der Geschirrspülmaschinentür
39 befindet sich eine Dosierkammer 53, in die eine Geschirrspülmaschinenreinigerzubereitung
gegeben werden kann, beispielsweise in Form einer Tablette. Vorteilhaft ist bei dieser
Ausführung der Erfindung, dass bei Anordnung des positionierbaren Dosiersystems 1,2
in der unteren oder oberen (nicht gezeigt) Geschirrschublade 11 die Abgabe der Zubereitungen
40a,40b aus der Kartusche 1 direkt über die bodenseitig am Dosiergerät angeordneten
Auslassöffnungen in die Spülwasserflotte erfolgt, so dass eine schnelle Lösung und
gleichmäßige Verteilung der Spülzubereitungen im Spülprogramm gewährleistet ist. Ferner
ist hierdurch sichergestellt, dass der Leitfähigkeitssensor, der in der gezeigten
Betriebsposition des Dosiergeräts in Schwerkraftrichtung bodenseitig am Dosiergerät
angeordnet ist, im Betrieb des Geschirrspülers eine direkte Besprühung des Leitfähigkeitssensors
mit Spülwasser durch einen Sprüharm bewirkt ist und die Steuereinheit und der Leitfähigkeitssensor
derart konfiguriert sind, dass eine diskontinuierliche, diskrete Widerstandsmessung
am Leitfähigkeitssensor vorgenommen wird.
[0090] Figur 2 ist die mögliche Anordnung des Dosiergeräts im Geschirrkorb eines Geschirrspülers
zu entnehmen. Figur 2 zeigt das mit einer Kartusche 1 gekoppelte Dosiergerät 2 in
der Telleraufnahme 110 einer Geschirrschublade 41. Die üblicherweise gitterartig ausgebildete
Geschirrschublade 41 weist Streben 109 auf in die die Fixierungsmittel 108 des Dosiergeräts
2 eingreifen. Hierdurch wird ein seitliches Verrutschen des Dosiergeräts 2, beispielsweise
beim Herausziehen oder Hineinschieben der Geschirrschublade 41 in den Geschirrspüler
38, vermieden. Ferner ist durch diese Anordnung in der Telleraufnahme gewährleistet,
dass der Leitfähigkeitssensor, der in der gezeigten Betriebsposition des Dosiergeräts
in Schwerkraftrichtung bodenseitig am Dosiergerät angeordnet ist, im Betrieb des Geschirrspülers
eine direkte Besprühung des Leitfähigkeitssensors mit Spülwasser durch einen Sprüharm
bewirkt ist.
[0091] Das Dosiergerät 2 weist bodenseitig einen Leitfähigkeitssensor 5 mit einer aus dem
Boden des Dosiergeräts 2 herausragenden Anode und Kathode auf, was auch gut in Fig.
3 zu erkennen ist. Der Leitfähigkeitssensor 5 ist in der in Fig. 1 und Fig. 2 gezeigten
Betriebsposition des Dosiergeräts 2 in Schwerkraftrichtung bodenseitig am Dosiergerät
2 angeordnet.
[0092] Die im Dosiergerät 2 angeordnete Steuereinheit (nicht sichtbar) und der Leitfähigkeitssensor
5 sind derart konfiguriert, dass eine diskontinuierliche, diskrete Widerstandsmessung
am Leitfähigkeitssensor 5 vorgenommen wird. Die Steuereinheit ist als, insbesondere
programmierbarer Mikrocontroller ausgeführt. Die Frequenz der Widerstandsmessung ist
über die Steuereinheit so eingestellt, dass sie mindestens der maximalen Drehfrequenz
eines Sprüharms im Inneren der Geschirrspülmaschine entspricht. Insbesondere ist die
Frequenz der Widerstandsmessung so gewählt, dass pro Sekunde wenigstens 100, bevorzugt
wenigstens 200 Widerstandsmessungen am Leitfähigkeitssensor vorgenommen werden.
[0093] Fig. 4 zeigt ein Ablaufdiagram für das erfindungsgemäße Verfahren zur Steuerung eines
im Inneren einer Geschirrspülmaschine positionierbaren Dosiersystems zur Abgabe einer
Zubereitung ins Innere der Geschirrspülmaschine. Durch das abgebildete Verfahren ist
es möglich, den Beginn eines Spülzyklus im Inneren einer Geschirrspülmaschine mit
Hilfe eines im Inneren der Geschirrspülmaschine positionierbaren Dosiersystems zu
detektieren und ein Volumen V1 einer ersten Zubereitung ins Innere der Geschirrspülmaschine
abzugeben.
[0094] Der Start des Verfahrens kann beispielsweise durch einen manuell bedienbaren oder
automatischen Schalter oder Taster initiiert werden. Beispielsweise ist es denkbar,
den Start durch einen bei der Kupplung von Kartusche und Dosiergerät auslösenden Schalter
oder Taster zu initiieren.
[0095] Es ist zu bevorzugen, dass ein erster Zähler n
v1, der die Anzahl der Dosiervorgänge für das Volumen V1 einer ersten Zubereitung repräsentiert,
vor oder beim Start des Verfahrens auf Null zurückgesetzt wird.
[0096] Durch eine Temperaturüberwachung wird ein Temperaturanstieg im Geschirrspüler detektiert,
wodurch der Beginn eines Spülzyklus, der üblicherweise mit einer Erhöhung der Temperatur
im Geschirrspüler einhergeht erfasst. Zunächst wird also nach dem Start eine Messung
(i) einer ersten Temperatur T
1 im Inneren der Geschirrspülmaschine mittels des Temperatursensors durchgeführt. Beträgt
die gemessene Temperatur T
1 weniger als eine erste Referenztemperatur (i.1), die bevorzugt wenigstens 21 °C,
insbesondere bevorzugt wenigstens 30°C beträgt, so wird eine erneute Messung der Temperatur
T
1 nach einem Zeitintervall initiiert, wobei das entsprechende Zeitintervall zwischen
1 Minute und 10 Minuten, bevorzugt zwischen 2 und 5 Minuten beträgt. Um den Energieverbrauch
für diese Temperaturüberwachung gering zu halten, wird die Temperatur bevorzugt nicht
kontinuierlich, sondern diskret in vordefinierten Zeitabständen gemessen.
[0097] Übersteigt die gemessene Temperatur T
1 die erste Referenztemperatur, so wird der Widerstand R am Leitwertsensor (ii.a) ermittelt.
Ist der gemessene Widerstand R größer als ein vordefinierter Referenzwiderstand R
ref (ii.1), der das Vorhandensein von Wasser am Leitwertsensor repräsentiert, so wird
nach einem Zeitintervall, dass bevorzugt zwischen 30 sec und 10 Minuten, insbesondere
bevorzugt zwischen 45 sec und 3 Min. liegt, eine erneute Messung der Temperatur T
1 (i) initiiert.
[0098] Ist der gemessene Widerstand R (ii.a) jedoch geringer als der vordefinierter Referenzwiderstand
R
ref (ii.2), der das Vorhandensein von Wasser am Leitwertsensor repräsentiert, so wird
nach einem Zeitintervall t
diff, das bevorzugt zwischen 30 sec und 2 Min beträgt, eine zweite Temperatur T
2 mittels des Temperatursensors gemessen. Ist zwischen der Messung der ersten Temperatur
T
1 und der zweiten Temperatur T
2 kein hinreichender Temperaturanstieg T
1 + ΔT (ii.2.1), wobei ΔT liegt innerhalb der Grenzen des Funktionsintervalls (0,5
[°C/min] * t
diff [min]) bis (5 [°C/min] * t
diff [min]) liegt, erfolgt, so wird nach einem Zeitintervall t
diff, das bevorzugt zwischen 30 sec und 10 Minuten, insbesondere bevorzugt zwischen 45
sec und 3 min liegt, eine erneute Messung der Temperatur T
1 (i) initiiert.
[0099] Hat jedoch zwischen der Messung der ersten Temperatur T
1 und der zweiten Temperatur T
2 ein hinreichend großer Temperaturanstieg T
1 + ΔT (ii.2.2) stattgefunden, so wird eine Freisetzung des Volumens V1 einer Zubereitung
aus der Kartusche ins Innere der Geschirrspülmaschine durch ein entsprechendes Abgabemittel
des Dosiergeräts initiiert und ein erster Zähler n
V1 , der die Anzahl der Dosierungen des Volumens V1 repräsentiert, um eins erhöht (ii.2.2.1).
Liegt die Anzahl der Dosierungen unterhalb einer definierten Maximalanzahl n
V1.max (ii.2.2.1.2), wobei n
V1.max bevorzugt zwischen 2 und 50, insbesondere bevorzugt zwischen 5 und 35, ganz besonders
bevorzugt zwischen 10 und 30 beträgt, so verfügt die Kartusche noch über ein für eine
weitere Dosierung hinreichendes Füllvolumen an einer ersten Zubereitung und es erfolgt
nach einem Zeitintervall t
diff, das bevorzugt zwischen 30 sec und 10 Minuten, insbesondere bevorzugt zwischen 45
sec und 3 min liegt, eine erneute Messung der Temperatur T
1 (i).
[0100] Hat der Zähler n
V1 jedoch die Maximalanzahl n
V1,max erreicht (ii.2.2.1.1), so wird das Verfahren beendet. Ein Start des Verfahrens kann
dann beispielsweise durch Einsetzen einer neuen, befüllten Kartusche initiiert werden,
wobei dann der Zähler n
V1 auf Null zurückgesetzt wird.
[0101] Es ist jedoch auch denkbar, dass der Temperaturanstieg der gemessenen Temperatur
T
1 (i) in der Geschirrspülmaschine nach einem Zeitintervall t
diff (i.1) so groß ist, dass eine zweite Referenztemperatur T
Ref2, die größer als die erste Referenztemperatur T
Ref1 ist, überschritten wird (i.3). Bevorzugt liegt die zweite Referenztemperatur T
Ref2 zwischen 35°C und 45°C, insbesondere bevorzugt zwischen 37°C und 42°C.
[0102] In diesem Fall wird eine Widerstandsmessung R (ii.b) durchgeführt, wobei bei einem
gemessenen Widerstand R (ii.b), der geringer ist als der vordefinierter Referenzwiderstand
R
ref (i.3.2), der das Vorhandensein von Wasser am Leitwertsensor repräsentiert, so wird
eine Freisetzung des Volumens V1 einer Zubereitung aus der Kartusche ins Innere der
Geschirrspülmaschine durch ein entsprechendes Abgabemittel des Dosiergeräts initiiert
und der erster Zähler n
V1 , der die Anzahl der Dosierungen des Volumens V1 repräsentiert, um eins erhöht (i.3.2.1
Liegt die Anzahl der Dosierungen unterhalb der definierten Maximalanzahl n
v1.max (i.3.2.1.1), so verfügt die Kartusche noch über ein für eine weitere Dosierung hinreichendes
Füllvolumen an einer ersten Zubereitung und es erfolgt eine erneute Messung der Temperatur
T
1 (i).
[0103] Hat der Zähler n
V1 jedoch die Maximalanzahl n
V1.max erreicht (i.3.2.1.2), so wird das Verfahren beendet. Ein Start des Verfahrens kann
dann beispielsweise durch Einsetzen einer neuen, befüllten Kartusche initiiert werden,
wobei dann der Zähler n
V1 auf Null zurückgesetzt wird.
[0104] Es ist bevorzugt, dass zu jeder Leitwertmessung eine Umpolung der Elektroden des
Leitwertsensors erfolgt, um eine Elektronenabschottung durch lonenwolken des Gleichspannungsbetriebs
als mögliche Messfehlerquelle auszuschließen.
[0105] Fig. 5 zeigt ein Ablaufdiagram für ein Dosierverfahren für die zeitlich versetzte
Abgabe von zwei voneinander verschiedenen Zubereitungen. Wie aus der Fig. 5 zu erkennen
ist, entspricht der Verfahrensablauf zunächst im Wesentlichen dem aus der Fig. 4 bekannten
Verfahrensablauf zur Dosierung einer Zubereitung.
[0106] Nach den Verfahrensschritten (i.3.2.1.1) und/oder (ii.2.2.1.2) erfolgt jedoch nicht
wie in Fig. 5 gezeigt einer erneute Messung der Temperatur T1 (i), sondern es schließt
sich der Verfahrensabschnitt (iii) an, der nachfolgend näher erläutert wird.
[0107] Nach der Dosierung des ersten Volumens V1 der ersten Zubereitung erfolgt nach einem
Zeitintervall t
diff(iii.1), das bevorzugt zwischen 30 sec und 10 Minuten, insbesondere bevorzugt zwischen
45 sec und 5 min, ganz besonders bevorzugt zwischen 1 min und 3 min liegt, die Dosierung
eines zweiten Volumens (iii.2) einer zweiten Zubereitung, die von der ersten Zubereitung
verschieden ist. Bevorzugt ist die erste Zubereitung eine enzymhaltige Zubereitung
und die zweite Zubereitung eine alkalische Zubereitung. Es ist des weiteren bevorzugt,
dass das Dosiervolumen V2 in etwa 1*V1 bis 10*V1, insbesondere bevorzugt 2*V1 bis
7*V1, ganz besonders bevorzugt 3*V1 bis 5*V1 beträgt.
[0108] Es ist vorteilhaft, dass zur Dosierung von V2 mehrfach Teilmengen von V2 dosiert
werden, um auf das Sollvolumen V2 zu kommen, wobei es insbesondere bevorzugt ist,
dass die dosierten Teilmengen gleich sind und V1 oder ein Vielfaches von V1 betragen.
[0109] Zwischen der Dosierung der Teilmengen kann in einer weiteren, bevorzugten Ausgestaltung
der Erfindung ein Zeitintervall ohne Produktabgabe liegen, wobei das Zeitintervall
so gewählt ist, das das Aufschwimmen der Schwimmkörpers in der Vordosierkammer gewährleistet
ist.
[0110] Optional kann nach der Dosierung des Volumens V2 (iii.2) ein zweiter Zähler n
v2 , der die Anzahl der Dosierungen des Volumens V2 repräsentiert, um eins erhöht werden
(iii.3). Liegt die Anzahl der Dosierungen unterhalb einer definierten Maximalanzahl
n
v2,max (iii.3.2), wobei n
v2.max bevorzugt zwischen 2 und 50, insbesondere bevorzugt zwischen 5 und 35, ganz besonders
bevorzugt zwischen 10 und 30 beträgt und entspricht in besonders vorteilhafter Weise
der definierten Maximalanzahl n
v1.max der Dosierungen von V1, so verfügt die Kartusche noch über ein für eine weitere Dosierung
hinreichendes Füllvolumen an der zweiten Zubereitung und es erfolgt eine erneute Messung
der Temperatur T
1 (i).
[0111] Hat der Zähler n
v2 jedoch die Maximalanzahl n
v2,max erreicht (iii.3.1), so wird das Verfahren beendet. Ein Start des Verfahrens kann
dann beispielsweise durch Einsetzen einer neuen, befüllten Kartusche initiiert werden,
wobei dann der Zähler n
v2 - und bevorzugt auch der Zähler n
V1 - auf Null zurückgesetzt wird.
[0112] Ein Ablaufdiagram für ein Dosierverfahren zur seitlich versetzten Abgabe von drei
voneinander verschiedenen Zubereitungen ist in Fig. 6A und 6B wiedergegeben. Wie der
Fig. 6A gut zu entnehmen Ist, entspricht derVerfahrensablauf zunächst dem aus Fig.
5 bekannten Verfahrensablauf zur zeitlich versetzen Dosierung von zwei Zubereitungen.
Abweichend von dem in Fig. 5 (A und B) gezeigten Verfahrensablauf, wird jedoch in
Fig. 6A bei Verfahrensschritt (iii.3.2) nicht eine erneute Messung der Temperatur
T
1 (i) initiiert, sondern es wird der Verfahrensscchrilt (iv) ausgeführt, indem beispielsweise
eine Klarspülzubereitung nach einer vordefinierten Zeit dosiert wird.
1. Verfahren zur Steuerung eines im Inneren eines wasserführenden Haushaltsgeräts (38)
positionierbaren Dosiersystems (1,2) umfassend
- eine mit wenigstens einer Zubereitung befüllte Kartusche (1),
- ein Dosiergerät (2), dass mit der Kartusche (1) lösbar oder unlösbar gekoppelt ist,
wobei das Dosiergerät (2) wenigstens
○ einen Temperatursensor und einen Leitwertsensor (5) umfasst, wobei der Temperatursensor
und/oder der Leitwertsensor (5) in und/oder an und/oder außerhalb des Dosiergeräts
(2) angeordnet sein können, und
○ ein Abgabemittel zur Freisetzung einer Zubereitung aus der Kartusche (1) ins Innere des wasserführenden Haushaltsgeräts (38) umfasst,
umfassend die Schritte:
a. Messung (i) wenigstens einer ersten Temperatur T, im Inneren des wasserführenden
Haushaltsgeräts mittels des Temperatursensors,
b. Messung (ii) des Widerstands R am Leitwertsensor (5),
wobei die Schritte (a.) und (b.) in beliebiger Reihenfolge erfolgen können,
und beim Oberschreiten einer definierten Temperatur T
ref und beim Unterschreiten eines vordefinierten Referenzwiderstands R
ref der das Vorhandensein von Wasser am Leitwertsensor (5) repräsentiert, eine Freisetzung
wenigstens eines Volumens V1 einer ersten Zubereitung aus der Kartusche (1) ins innere
des wasserführenden Haushaltsgeräts (38) erfolgt
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, das bei Vorliegen der Bedingungen
○ T
1> T
Ref1 , wobei T
Ref1 eine vordefinierte, erste Referenztemperatur ist, die wenigstens 21°C, bevorzugt
wenigstens 30°C beträgt und
○ R < R
Ref, wobei R
Ref ein vordefinierter Referenzwiderstand ist, der das Vorhandensein von Wasser am Leitwertsensor
(5) reprasentiert,
- eine Freisetzung wenigstens eines Volumens V1 einer ersten Zubereitung aus der Kartusche
(1) ins Innere des wasserführenden Haushaltsgeräts (38) erfolgt.
3. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- bei Vorliegen der Bedingung T1> TRef1 (i.2) und R < RRef (ii.1) eine Temperaturmessung einer zweiten Temperatur T2 nach einem vordefinierten Zeitintervall tdif ,insbesondere nach 10-600 sec, bevorzugt nach 30-240 sec, besonders bevorzugt 45-100
sec mittels des Temperatursensors erfolgt und
- bei vorliegen der Bedingung T2 > T1 + ΔT (ii.2.2), wobei ΔT innerhalb der Grenzen des Funktionsintervalls (0,5 [°C/min]*tdif [min]) bis (5 [°C/min]* tdif [min]) liegt, eine Freisetzung wenigstens eines Volumens V1 einer ersten Zubereitung
aus der Kartusche (1) ins Innere des wasserführenden Haushattsgerats (38) erfolgt.
4. Verfahren nach einem der vorherigen Anspruche, dadurch gekennzeichnet, dass bei Vorliegen der Bedingung T1> TRef2 (i.3) wobei TRef2, eine zweite Referenztemperatur ist, die wenigstens 35°C, bevorzugt wenigstens 40°C
beträgt eine Messung (ii.b) des Widerstands R am Leitwestsensor (5) erfolgt und bei
Vorliegen der Bedingung R < RRef (i.3.2) ,wobei RRef ein vordefinierter Referenzwiderstand ist, der das Vorhandensein von Wasser am Leitwertsensor
(5) repräsentiert, eine Freisetzung wenigstens eines Volumens V1 einer ersten Zubereitung
aus der Kartusche (1) ins Innere des wasserführenden Haushaltsgeräts (38) erfolgt.
5. Verfahren nach einem der vorherigen Anspruche, dadurch gekennzeichnet, dass nach der Dosierung des ersten Volumens V1, ein zweites Volumen V2 einer zweiten Zubereitung
aus der Kartusche (1) ins Innere des wasserführenden Haushaltsgeräts (38) erfolgt,
wobei die erste Zubereitung von der zweiten Zubereitung verschieden ist und zwischen
der Dosierung von V1 und V2 ein vordefiniertes Zeitintervall tdiff, bevorzugt zwischen 30-300 sec, besonders bevorzugt zwischen 60-240 sec, ganz besonders
bevorzugt zwischen 60-150 sec liegt.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Zubereitung eine enzymhaltige Zubereitung und die zweite Zubereitung eine
alkalische Zubereitung ist
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass nach der Dosierung des ersten Volumens V1 und des zweiten Volumens V2, eine drittes
Volumen V3 einer dritten Zubereitung aus der Kartusche (1) ins Innere des wasserführenden
Haushaltsgeräts (38) erfolgt, wobei die dritte Zubereitung von der ersten und der
zweiten Zubereitung verschieden ist.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die dritte Zubereitung eine Kiarspülzubereitung ist.
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens die Freisetzung eines Volumens V2 einer zweiten Zubereitung aus der Kartusche
(1) ins Innere des wasserführenden Haushaltsgeräts (38) erfolgt, wobei die Freisetzung
im Wesentlichen zeitgleich mit dem ersten Volumen V1 der ersten Zubereitung erfolgt
und die erste und zweite Zubereitung voneinander verschieden sind.
10. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Dosiervolumen V2 in etwa 1*V1 bis 10*V1, insbesondere bevorzugt 2*V1 bis 7*V1,
ganz besonders bevorzugt 3*V1 bis 5*V1 beträgt
11. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zu jeder Leitwertmessung eine Umpolung der Elektroden des Leitwertsensors erfolgt.
12. Verfahren nach einem der vorherigen Anspruche, dadurch gekennzeichnet, dass das wasserführende Haushaltsgerät eine Geschirrspülmaschine ist.
13. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprache, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Messwert des Temperatur- und/oder Leitwertsensors mittels einer optischen
Schnittstelle an eine Geschirrspülmaschine übertragen wird.
14. Dosiersystem zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorherigen Ansprüche umfassend
- eine mit wenigstens einer Zubereitung befüllte Kartusche,
- ein Dosiergerät, dass mit der Kartusche koppelbar ist, wobei das Dosiergerat wenigstens
○ einen Temperatursensor und einen Leitwertsensor umfasst, wobei der Temperatursensor
und/oder der Leitwertsensor in und/oder an und/oder außerhalb des Dosiergeräts angeordnet
sein können, und
○ ein Abgabemittel zur Freisetzung einer Zubereitung aus der Kartusche ins Innere
eines wasserführenden Haushaltsgeräts, sowie
○ eine Steuereinheit umfasst, die mit dem Temperatursensor und dem Leitwertsensor
sowie dem Abgabemittel gekoppelt ist und in der das Dosierverfahren nach einem der
vorherigen Ansprüche gespeichert ist.
1. A method for controlling a dispensing system (1, 2) positionable in the interior of
a water-conveying household appliance (38), encompassing
- a cartridge (1) filled with at least one preparation,
- a dispenser (2) that is coupled detachably or nondetachably to the cartridge (1),
the dispenser (2) encompassing at least
○ a temperature sensor and a conductivity sensor (5), such that the temperature sensor
and/or the conductivity sensor (5) can be arranged in and/or on and/or outside the
dispenser (2), and
○ a delivery means for releasing a preparation from the cartridge (1) into the interior
of the water-conveying household appliance (38),
encompassing the steps of
a. measuring (i) at least one first temperature T1 in the interior of the water-conveying household appliance by means of the temperature
sensor,
b. measuring (ii) the resistance R at the conductivity sensor (5),
wherein steps (a.) and (b.) can occur in any sequence,
and when a defined temperature T
ref is exceeded, and when the resistance falls below a predefined reference resistance
R
ref that represents the presence of water at the conductivity sensor (5), a release of
at least one volume V1 of a first preparation from the cartridge (1) into the interior
of the water-conveying household appliance (38) occurs.
2. The method according to Claim 1,
characterized in that when the conditions
- T1 > TRef1, where TRef1 is a predefined first reference temperature that is equal to at least 21°C, preferably
at least 30°C, and
- R < RRef, where RRef is a predefined reference resistance that represents the presence of water at the
conductivity sensor (5),
exist,
a release of at least one volume V1 of a first preparation from the cartridge (1)
into the interior of the water-conveying household appliance (38) occurs.
3. The method according to one of the preceding claims,
characterized in that
- when the condition T1 > TRef1 (i.2) and R < RRef (ii.1) exists, a temperature measurement of a second temperature T2 occurs by means of the temperature sensor after a predefined time interval tdif, in particular after 10 to 600 sec, preferably after 30 to 240 sec, particularly
preferably 45 to 100 sec, and
- when the condition T2 > T1 + ΔT (ii.2.2) exists, where ΔT lies within the limits of the functional range (0.5
[°C/min] * tdif [min]) to (5 [°C/min] * tdif [min]), a release of at least one volume V1 of a first preparation from the cartridge
(1) into the interior of the water-conveying household appliance (38) occurs.
4. The method according to one of the preceding claims, characterized in that when the condition T1 > TRef2 (i.3) exists, where TRef2 is a second reference temperature that is equal to at least 35°C, preferably at least
40°C, a measurement (ii.b) of the resistance R at the conductivity sensor (5) occurs,
and when the condition R < RRef (i.3.2) exists, where RRef is a predefined reference resistance that represents the presence of water at the
conductivity sensor (5), a release of at least one volume V1 of a first preparation
from the cartridge (1) into the interior of the water-conveying household appliance
(38) occurs.
5. The method according to one of the preceding claims, characterized in that after dispensing of the first volume V1, dispensing of a second volume V2 of a second
preparation from the cartridge (1) into the interior of the water-conveying household
appliance (38) occurs, the first preparation being different from the second preparation
and a predefined time interval tdiff, preferably between 30 and 300 sec, particularly preferably between 60 and 240 sec,
very particularly preferably between 60 and 150 sec, being present between the dispensing
of V1 and of V2.
6. The method according to Claim 5, characterized in that the first preparation is an enzyme-containing preparation and the second preparation
is an alkaline preparation.
7. The method according to one of Claims 5 to 6, characterized in that after the dispensing of the first volume V1 and of the second volume V2, dispensing
of a third volume V3 of a third preparation from the cartridge (1) into the interior
of the water-conveying household appliance (38) occurs, the third preparation being
different from the first and the second preparation.
8. The method according to Claim 7, characterized in that the third preparation is a rinse aid preparation.
9. The method according to Claim 1, characterized in that at least the release of a volume V2 of a second preparation from the cartridge (1)
into the interior of the water-conveying household appliance (38) occurs, the release
occurring substantially simultaneously with the first volume V1 of the first preparation,
and the first and the second preparation being different from one another.
10. The method according to one of the preceding claims, characterized in that the dispensed volume V2 is equal to approximately 1 * V1 to 10 * V1, particularly
preferably 2 * V1 to 7 * V1, very particularly preferably 3 * V1 to 5*V1.
11. The method according to one of the preceding claims, characterized in that at each conductivity measurement, a polarity reversal of the electrodes of the conductivity
sensor occurs.
12. The method according to one of the preceding claims, characterized in that the water-conveying household appliance is an automatic dishwasher.
13. The method according to one of the preceding claims, characterized in that at least one measured value of the temperature sensor and/or conductivity sensor
is transferred by means of an optical interface to an automatic dishwasher.
14. A dispensing system for carrying out the method according to one of the preceding
claims, encompassing
- a cartridge filled with at least one preparation,
- a dispenser that is couplable to the cartridge, the dispenser encompassing at least
○ a temperature sensor and a conductivity sensor, wherein the temperature sensor and/or
the conductivity sensor can be arranged in and/or on and/or outside the dispenser,
and
○ a delivery means for releasing a preparation from the cartridge into the interior
of a water-conveying household appliance, and
○ a control unit that is coupled to the temperature sensor and to the conductivity
sensor and to the delivery means, and in which the dispensing method according to
one of the preceding claims is stored.
1. Procédé de commande d'un système de dosage (1, 2) pouvant être positionné à l'intérieur
d'un appareil ménager à circulation d'eau (38) et comprenant
- une cartouche (1) remplie avec au moins une préparation,
- un appareil de dosage (2), couplé de manière détachable ou non avec la cartouche
(1), l'appareil de dosage (2) comprenant au moins
• un capteur de température et un capteur de conductance (5), le capteur de température
et/ou le capteur de conductance (5) pouvant être placés dans et/ou sur et/ou à l'extérieur
de l'appareil de dosage (2), et
• un moyen de distribution pour libérer une préparation contenue dans la cartouche
(1) à l'intérieur de l'appareil ménager à circulation d'eau (38),
comprenant les étapes :
a. mesurer (i) au moins une première température T1 à l'intérieur de l'appareil ménager à circulation d'eau au moyen du capteur de température,
b. mesurer (ii) la résistance R au niveau du capteur de conductance (5),
les étapes (a.) et (b.) pouvant être réalisées dans un ordre quelconque, et au-dessus
d'une température définie T
ref et au-dessous d'une résistance de référence R
ref prédéfinie, qui est représentative de la présence d'eau au niveau du capteur de conductance
(5), au moins un volume V1 d'une première préparation contenue dans la cartouche (1)
est libéré à l'intérieur de l'appareil ménager à circulation d'eau (38).
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que, en présence des conditions
• T1>TRef1, où TRef1 est une première température de référence prédéfinie, qui est au moins égale à 21°C,
de préférence au moins égale à 30°C, et
• R<RRef, où RRef est une résistance de référence prédéfinie, qui est représentative de la présence
d'eau au niveau du capteur de conductance (5),
- au moins un volume V1 d'une première préparation contenue dans la cartouche (1)
est libéré à l'intérieur de l'appareil ménager à circulation d'eau (38).
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
- en présence de la condition T1>TRef1 (i.2) et R<RRef (ii-1), une deuxième température T2 est mesurée après un intervalle de temps prédéfini Tdif, en particulier après 10-600 secondes, de préférence après 30-240 secondes et encore
mieux 45-100 secondes, au moyen du capteur de température, et
- en présence de la condition T2>T1 + ΔT (ii.2.2), où ΔT est compris dans les limites de l'intervalle de fonction (0,5
[°C/min]* tdif [min]) à (5 [°C/min]* tdif [min]), au moins un volume V1 d'une première préparation contenue dans la cartouche
(1) est libéré à l'intérieur de l'appareil ménager à circulation d'eau (38).
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, en présence de la condition T1>TRef2 (i.3), où TRef2 est une deuxième température de référence, qui est au moins égale à 35°C, de préférence
au moins égale à 40°C, la résistance R au niveau du capteur de conductance (5) est
mesurée (ii.b) et, en présence de la condition R<RRef (i.3.2), où RRef est une résistance de référence prédéfinie, qui est représentative de la présence
d'eau au niveau du capteur de conductance (5), au moins un volume V1 d'une première
préparation contenue dans la cartouche (1) est libéré à l'intérieur de l'appareil
ménager à circulation d'eau (38).
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, après le dosage du premier volume V1, un deuxième volume V2 d'une deuxième préparation
contenue dans la cartouche (1) est libéré à l'intérieur de l'appareil ménager à circulation
d'eau (38), la première préparation étant différente de la première préparation et
entre le dosage de V1 et V2 étant compris un intervalle de temps prédéfini tdiff, de préférence de 30-300 secondes, en particulier de 60-240 secondes, encore mieux
de 60-150 secondes.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que la première préparation est une préparation contenant des enzymes et la deuxième
préparation est une préparation alcaline.
7. Procédé selon l'une des revendications 5 à 6, caractérisé en ce que, après le dosage du premier volume V1 et du deuxième volume V2, un troisième volume
V3 d'une troisième préparation contenue dans la cartouche (1) est libéré à l'intérieur
de l'appareil ménager à circulation d'eau (38), la troisième préparation étant différente
de la première et de la deuxième préparation.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que la troisième préparation est une préparation de rinçage.
9. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, au moins, un volume V2 d'une deuxième préparation contenue dans la cartouche (1)
est libéré à l'intérieur de l'appareil ménager à circulation d'eau (38), cette libération
ayant lieu sensiblement en même temps que le premier volume et la première et la deuxième
préparation étant différentes l'une de l'autre.
10. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le volume de dosage V2 est de l'ordre de 1*V1 à 10*V1, de préférence de 2*V1 à 7*V1,
encore mieux de 3*V1 à 5*V1.
11. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, à chaque mesure de la conductance, les polarités des électrodes du capteur de conductance
sont inversées.
12. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'appareil ménager à circulation d'eau est un lave-vaisselle.
13. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins une valeur de mesure du capteur de température et/ou de conductance est transmise
au moyen d'une interface optique à un lave-vaisselle.
14. Système de dosage pour la mise en oeuvre du procédé selon l'une des revendications
précédentes, comprenant au moins
- une cartouche remplie avec au moins une préparation,
- un appareil de dosage pouvant être couplé avec la cartouche, l'appareil de dosage
comprenant
• un capteur de température et un capteur de conductance, le capteur de température
et/ou le capteur de conductance pouvant être placés dans et/ou sur et/ou à l'extérieur
de l'appareil de dosage, et
• un moyen de distribution pour libérer une préparation contenue dans la cartouche
(1) à l'intérieur de l'appareil ménager à circulation d'eau, ainsi que
• une unité de commande couplée avec le capteur de température et le capteur de conductance
ainsi qu'avec le moyen de distribution, et dans laquelle le procédé de dosage selon
l'une des revendications précédentes est mémorisé.