| (19) |
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(11) |
EP 2 544 902 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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24.05.2017 Patentblatt 2017/21 |
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Anmeldetag: 19.01.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2011/050671 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2011/110373 (15.09.2011 Gazette 2011/37) |
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VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUR HERSTELLUNG EINES PLATTENFÖRMIGEN PRODUKTES MIT EINER
EIN DEKOR AUFWEISENDEN OBERFLÄCHE
METHOD AND DEVICE FOR PRODUCING A BOARD-SHAPED PRODUCT HAVING A SURFACE COMPRISING
A DECORATION
PROCÉDÉ ET DISPOSITIF DESTINÉS À LA FABRICATION D'UN PRODUIT EN FORME DE PLAQUE À
SURFACE DÉCORÉE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
09.03.2010 DE 102010010784
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.01.2013 Patentblatt 2013/03 |
| (73) |
Patentinhaber: Fritz Egger GmbH & Co. OG |
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6380 St. Johann in Tirol (AT) |
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Erfinder: |
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- HAGSPIEL, Raimund
37671 Höxter (DE)
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| (74) |
Vertreter: Cohausz & Florack |
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Patent- & Rechtsanwälte
Partnerschaftsgesellschaft mbB
Bleichstraße 14 40211 Düsseldorf 40211 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 762 400 EP-A2- 2 098 380 US-A1- 2007 196 624
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EP-A1- 2 452 829 US-A1- 2005 249 924
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines plattenförmigen Produktes
mit einer ein Dekor aufweisenden Oberfläche, bei dem auf einen Grundkörper, der aus
einer Trägerplatte aus Holzwerkstoff, aus Schichtstoff und/oder aus einer Compactplatte
gebildet ist, mittels mindestens eines Druckwalzenwerkes ein Dekor gedruckt wird,
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Des Weiteren betrifft die Erfindung eine Vorrichtung
zur Herstellung eines plattenförmigen Produktes mit einer ein Dekor aufweisenden Oberfläche,
mit mindestens einem Druckwalzenwerk zum Drucken eines Dekors auf einen Grundkörper,
der aus einer Trägerplatte aus Holzwerkstoff, aus Schichtstoff und/oder aus einer
Compactplatte gebildet ist, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 11.
[0002] Verfahren und Vorrichtungen zum direkten Aufdrucken eines Holzdekors auf Holzwerkstoffplatten
sind bekannt. Sie bieten gegenüber dem gängigen Stand der Technik, bei dem dekorative
Oberflächen auf Holzwerkstoffplatten durch Beschichten derselben mit bedruckten Papieren
erreicht werden, unter anderem den Vorteil, dass eine Gegenzugschicht auf der Rückseite
der Platte überflüssig ist. Dadurch können die Herstellungskosten für entsprechende,
ein Dekor aufweisende Holzwerkstoffplatten reduziert werden.
[0003] In der auf die Anmelderin zurückgehenden
WO 2006/002917 A2 ist beispielsweise ein Verfahren zum Herstellen einer Platte mit einer ein Dekor
aufweisenden Oberfläche beschrieben, wobei die Platte aus einem auf lignozellulosem
Material basierenden Trägerwerkstoff besteht. Bei diesem bekannten Verfahren wird
eine bereits geschliffene, mit einem Dekor, insbesondere einem Holzdekor zu versehene
Oberfläche grundiert, danach geglättet und anschließend zum Erzeugen des Dekors mittels
Druckwalzen (Druckzylinder) im Tiefdruckverfahren direkt bedruckt.
[0004] Zum Herstellen von Paneelen mit dekorativen Oberflächen werden neben Walzendruckverfahren
auch Digitaldruckverfahren verwendet. So ist zum Beispiel aus der
WO 98/26936 A1 ein Verfahren zum Herstellen von harzgetränkten Dekorpapieren zur Beschichtung von
Trägerplatten bekannt. Die so beschichteten Trägerplatten (Laminate) sind insbesondere
für den Möbelbau bestimmt. Bei dem bekannten Verfahren wird harzgetränktes Papier
mittels eines Digitaldruckers, insbesondere Laserdruckers mit einem digitalen Bild
bedruckt.
[0005] Walzendruckverfahren sind aufgrund ihrer hohen Druckgeschwindigkeit für die Herstellung
großer Mengen von dekorativen Paneelen gut geeignet. Hinsichtlich der Herstellung
von Paneelen, insbesondere Fußbodenpaneelen, kommt es bei Walzendruckverfahren typischerweise
zur Wiederholung des aufgedruckten Dekors. Die Häufigkeit der Wiederholung des Dekors
kann grundsätzlich nur durch den Durchmesser sowie die Länge der Druckwalzen beeinflusst
werden. Beide Parameter können jedoch nicht beliebig variiert werden, sondern sind
aus technischen Gründen beschränkt. Digitaldruckverfahren verfügen dagegen grundsätzlich
über eine unbeschränkte Möglichkeit zur Individualisierung des Dekors. Die Individualisierungsmöglichkeit
ist im Wesentlichen nur von der zur Verfügung gestellten Speicherkapazität zum Vorhalten
der digitalen Dekordaten, der aktuell verfügbaren Rechnerleistung sowie der schöpferischen
Leistung der Dekorentwickler abhängig. Andererseits sind Digitaldruckverfahren jedoch
vergleichsweise teuer, da die mit einer Digitaldruckanlage erreichbare Mengenleistung
beschränkt und relativ gering ist.
[0006] Aus der
US 2005/249924 A1 ist ein Verfahren zur Herstellung einer dekorativen Oberflächenbeschichtung bekannt,
bei dem eine erste Druckschicht mittels eines Druckwalzenwerkes und eine darauf folgende
zweite Druckschicht mittels eines Digitaldruckkopfes erzeugt wird. Die Druckschichten
werden dabei direkt auf ein Substrat, z.B. eine Trägerplatte, gedruckt, oder zunächst
auf ein Papier oder eine Folie gedruckt, die/das anschließend auf ein Substrat, z.B.
eine Trägerplatte, geklebt wird.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung
der eingangs genannten Art anzugeben, die bei relativ hoher Mengenleistung bzw. günstigen
Herstellungskosten eine unbeschränkte Möglichkeit zur Individualisierung des Dekors
bieten.
[0008] Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 bzw.
durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 11.
[0009] Das erfindungsgemäße Verfahren, bei dem mittels mindestens eines Druckwalzenwerkes
ein Dekor auf einen aus einer Trägerplatte aus Holzwerkstoff, aus Schichtstoff und/oder
aus einer Compactplatte gebildeten Grundkörper gedruckt wird, und bei dem mittels
mindestens eines Digitaldruckkopfes mindestens ein Dekorelement auf einen oder mehrere
Teilbereiche des Grundkörpers gedruckt wird, so dass das mittels des mindestens einen
Druckwalzenwerkes aufgedruckte Dekor zumindest teilweise sichtbar bleibt oder, sofern
das mindestens eine Dekorelement mittels des mindestens einen Digitaldruckkopfes zeitlich
vor dem Dekor auf den Grundkörper aufgedruckt wird, das mindestens eine Dekorelement
umgibt, ist dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Digitaldruckkopf mit
dem Grundkörper in dessen Vorschubrichtung verfahren wird.
[0010] Hierdurch kann dem Digitaldruckkopf mehr Zeit zum Drucken des jeweiligen Dekorelements
gegeben werden, so dass die hohe Druckgeschwindigkeit des mindestens einen Druckwalzenwerkes
trotz der herkömmlich vergleichsweise geringeren Druckgeschwindigkeit des Digitaldruckkopfes
dennoch beibehalten werden kann.
[0011] Die erfindungsgemäße Vorrichtung, die mindestens ein Druckwalzenwerk zum Drucken
eines Dekors auf einen aus einer Trägerplatte aus Holzwerkstoff, aus Schichtstoff
und/oder aus einer Compactplatte gebildeten Grundkörper aufweist, umfasst dementsprechend
mindestens einen Digitaldruckkopf zum Drucken mindestens eines Dekorelements auf einen
oder mehrere Teilbereiche des Grundkörpers, so dass das mittels des mindestens einen
Druckwalzenwerkes aufgedruckte Dekor zumindest teilweise sichtbar bleibt oder, sofern
das mindestens eine Dekorelement mittels des mindestens einen Digitaldruckkopfes zeitlich
vor dem Dekor auf den Grundkörper aufgedruckt wird, das mindestens eine Dekorelement
umgibt, und ist dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Digitaldruckkopf
mit dem Grundkörper in dessen Vorschubrichtung verfahrbar ist.
[0012] Die Erfindung basiert somit auf der Idee, Tiefdruck und Digitaldruck miteinander
zu kombinieren, um plattenförmige Grundkörper, insbesondere Holzwerkstoffplatten,
beispielsweise als Fußbodendielen, mit einer ein Dekor aufweisenden Oberfläche herzustellen.
[0013] Eine Digitaldruckanlage zum vollflächigen Bedrucken der Oberseite einer Trägerplatte
besitzt eine relativ geringe Druckgeschwindigkeit. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
bzw. der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird der mindestens eine Digitaldruckkopf allerdings
nur zum partiellen Bedrucken der Oberseite eines plattenförmigen Grundkörpers bzw.
einer Trägerplatte verwendet, so dass die Druckgeschwindigkeit und damit die Leistung
höher ist als bei einer Anlage, die ausschließlich Digitaldruck anwendet.
[0014] Die für eine Digitaldruckanlage erforderlichen Farben (Tinten) kosten ein Vielfaches
der Druckfarben, die in gattungsgemäßen Tiefdruckanlagen eingesetzt werden können.
Gegenüber einer Digitaldruckanlage zum vollflächigen Bedrucken der Oberseite einer
Trägerplatte zeichnet sich die erfindungsgemäße Vorrichtung somit durch wesentlich
günstigere Verbrauchskosten aus.
[0015] Da mittels des mindestens einen Digitaldruckkopfes lediglich ein oder mehrere Teilbereiche
des plattenförmigen Grundkörpers mit mindestens einem Dekorelement bedruckt werden,
ist hinsichtlich des Digitaldruckes keine Vollreproduktion bezüglich der mit einem
Dekor zu versehenden Oberfläche des Grundkörpers erforderlich. Hierdurch ist eine
einfachere Softwarearchitektur bzw. Softwareprogrammierung gegenüber einem ausschließlich
Digitaldruck anwendenden Verfahren möglich.
[0016] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung ergibt sich in Bezug auf eine bereits
vorhandene gravierte Druckwalze, indem das mittels der Druckwalze aufgedruckte Dekor
mittels des mindestens einen Digitaldruckkopfes variiert wird. So kann beispielsweise
ein mittels einer bereits vorhandenen Druckwalze aufgedrucktes Schiffsbodendekor mittels
des mindestens einen Digitaldruckkopfes mit Längs- und Querlinien versehen werden,
um auf diese Weise die Fugenoptik des Schiffsbodendekors zu verstärken.
[0017] Bei dem mindestens einen Dekorelement, welches mittels des mindestens einen Digitaldruckkopfes
gedruckt wird, kann es sich um ein oder mehrere Dekorelemente folgender Arten von
Dekorelementen handeln:
- a) Dekorelemente, welche die Struktur des zu imitierenden Werkstoffes wiedergeben.
Das können bei Holz die Maserung, Kern- und Splintholz, Äste, Harzgallen, Fraßgänge,
Verfärbungen durch Pilze, Reaktionsholz, etc. sein. Bei Stein können dies verschiedene
Verfärbungen, Einschlüsse, Petrefakte, etc. sein.
- b) Dekorelemente, welche einzelne Dekorabschnitte voneinander abgrenzen, wie zum Beispiel
Fugen zwischen Keramikfliesen oder Stöße zwischen Holzpaneelen.
- c) Dekorelemente, die eine separate Abbildung neben einem zu imitierenden Werkstoff
bilden, wie zum Beispiel Nagel- oder Schraubenköpfe in einem Holzpaneel, florale Muster
auf einem Unidekor oder Schriftzüge und Logos.
- d) Dekorelemente, die über mehrere Paneele hinweg ein Muster ergeben, wie zum Beispiel
die Darstellung von Randfriesen bei Fußbodenpaneelen oder Straßenzügen bei Spielböden.
[0018] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die
Druckposition des mindestens einen Dekorelements auf der mit dem Dekor zu versehenden
Oberfläche nach einem Zufallsprinzip vorgegeben wird. Bei dem Dekorelement kann es
sich insbesondere um die Darstellung eines Astes oder eines anderen typischen Holzmerkmals
in einem Holzdekor handeln. Auf diese Weise lassen sich insbesondere Holzdielen nachahmen,
wobei eine Wiederholung identisch aussehender Holzdielen durch die zufallsgesteuerte
Positionierung des Dekorelements bzw. Astes ausgeschlossen ist.
[0019] Alternativ oder ergänzend sieht eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung
vor, dass das mindestens eine Dekorelement aus einer Gruppe von Dekorelementen nach
einem Zufallsprinzip ausgewählt wird. So kann beispielsweise zunächst mittels Walzendruck
(Tiefdruck) ein Holzdekor, zum Beispiel ein Kieferdekor auf eine Trägerplatte aus
Holzwerkstoff aufgedruckt werden. Mittels eines anschließenden Digitaldruckes werden
dann flächig begrenzte Dekorelemente, zum Beispiel Äste, auf das als Basis dienende
Holzdekor der Trägerplatte aufgedruckt. Wenn man nun die digitalen Daten einer Vielzahl
optisch unterschiedlicher Dekorelemente bzw.
[0020] Äste in einem entsprechenden Datenspeicher hinterlegt hat und dann per Zufallsgenerator
die Variantenauswahl vornimmt, so ergibt sich eine entsprechende Vielzahl unterschiedlicher
Dielen. Besonders bevorzugt und vorteilhaft ist eine Kombination einer solchen zufallsgeneratorgesteuerten
Auswahl eines Dekorelementes aus der Vielzahl von Varianten mit einer ebenfalls zufallsgeneratorgesteuerten
Positionswahl in X-und/oder Y-Richtung, d.h. in Längs- und/oder Querrichtung der jeweiligen
Diele. Auf diese Weise kann jede einzelne Diele so gestaltet werden, dass es unmöglich
oder nahezu unmöglich ist, unter den so produzierten Dielen zwei identische Dielen
zu finden. Dabei kann durch Erweiterung eines bestimmten Typs eines Dekorelements,
zum Beispiel von Astabbildungen, durch einen weiteren Typ eines anderen Dekorelements,
zum Beispiel andere "Holzfehler" und/oder unterschiedliche Abnutzungsspuren, wie Mattstellen,
die Variantenanzahl noch weiter steigert werden.
[0021] Die Anwendung der vorliegenden Erfindung ist nicht auf Holzdekore beschränkt. Ebenso
lässt sich mit dem erfindungsgemäßen Verfahren auch die Variantenanzahl von mit Stein-,
Fliesen- oder anderen Fantasiedekoren bedruckten Holzwerkstoffplatten steigern. So
kann beispielsweise ein mittels Walzendruck (Tiefdruck) aufgedrucktes Natursteindekor
variiert werden, indem mittels des mindestens einen Digitaldruckkopfes "Einschlüsse"
oder sonstige markante Stellen auf das als Basis dienende Natursteindekor aufgedruckt
werden.
[0022] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dadurch
gekennzeichnet, dass mittels des mindestens einen Druckwalzenwerkes eine oder mehrere
Teilflächen der mit dem Dekor zu versehenden Oberfläche bedruckt werden, und dass
eine oder mehrere mittels des mindestens einen Druckwalzenwerkes nicht bedruckte Teilflächen
mittels des mindestens einen Digitaldruckkopfes bedruckt werden. Diese Ausgestaltung
ist insbesondere dann von Vorteil, wenn das mindestens eine Dekorelement, welches
mittels des mindestens einen Digitaldruckkopfes aufgedruckt wird, eine relativ große
Flächenausdehnung aufweist und eine entsprechende Teilfläche eines zuvor aufgedruckten
Dekors verdecken würde. Denn indem die Teilfläche, die nach dem Walzendruck mittels
des mindestens einen Digitaldruckkopfes bedruckt wird, zuvor beim Walzendruck ausgelassen
wird, lässt sich beim Walzendruck Druckfarbe sparen.
[0023] Vorrichtungstechnisch wird diese Ausgestaltung vorzugsweise dadurch realisiert, dass
das mindestens eine Druckwalzenwerk mindestens eine Druckwalze, insbesondere Gravurwalze
oder Gummituchwalze aufweist, die in ihrer Mantelfläche mindestens eine Ausnehmung
zur Erzeugung eines nicht bedruckten Bereichs auf dem plattenförmigen Grundkörper
bzw. der Trägerplatte enthält.
[0024] Ferner beinhaltet diese Ausgestaltung auch die Möglichkeit, die Reihenfolge von Walzendruck
und Digitaldruck zu variieren, d.h. der Walzendruck muss bei dieser Ausgestaltung
nicht zwangsläufig vor dem Digitaldruck durchgeführt werden; er kann bei Bedarf auch
nach dem Digitaldruck durchgeführt werden. Des Weiteren ermöglicht diese Ausgestaltung
eine Anordnung des mindestens einen Digitaldruckkopfes zwischen zwei den Walzendruck
ausführenden Druckwalzenwerken.
[0025] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, dass mehrere
Druckköpfe in Vorschubrichtung des Grundkörpers hintereinander angeordnet werden.
Diese Ausgestaltung ermöglicht die Realisierung einer hohen Vorschubgeschwindigkeit
des Grundkörpers bei dessen Bedruckung, wobei die Digitaldruckköpfe, die üblicherweise
langsamer arbeiten als ein Druckwalzenwerk, jeweils einen Teil des digital aufzudruckenden
Dekoreiements aufdrucken. Durch diese Aufgabenteilung, bei der jeder Digitaldruckkopf
einen Teil der Digitaldruckarbeit übernimmt, kann die Vorschubgeschwindigkeit des
zu bedruckenden Grundkörpers gesteigert werden.
[0026] Weitere bevorzugte und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
angegeben.
[0027] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer mehrere Ausführungsbeispiele darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- eine mehrere Druckstationen aufweisende Vorrichtung zur Herstellung plattenförmiger
Produkte mit einer ein Dekor aufweisenden Oberfläche, in Seitenansicht;
- Fig. 2
- eine Druckwalze eines Druckwalzenwerkes für eine Vorrichtung gemäß Fig. 1, in perspektivischer
Ansicht;
- Fig. 3
- ein Druckwalzenwerk mit einem zugeordneten Digitaldruckkopf, in perspektivischer Ansicht;
- Fig. 4
- ein plattenförmiges Produkt mit einer ein Dekor aufweisenden Oberfläche, in Draufsicht;
und
- Fig. 5
- ein weiteres plattenförmiges Produkt mit einer ein Dekor aufweisenden Oberfläche,
in Draufsicht.
[0028] In Fig. 1 ist eine Vorrichtung bzw. Anlage 1 zur Herstellung von plattenförmigen
Produkten, beispielsweise von Fußboden-, Wand- oder Deckenpaneelen mit einer ein Dekor
aufweisenden Oberfläche dargestellt.
[0029] Mehrere plattenförmige Grundkörper 2 sind auf einem Förderband 3 angeordnet, die
einzeln der Reihe nach verschiedenen Bearbeitungsstationen 4, 5, 6, 7 und 8 zugeführt
werden. Die Transportrichtung der Grundkörper 2 ist in Fig. 1 mit einem Pfeil angedeutet
und verläuft von links nach rechts. Anstelle mehrerer einzelner Grundkörper 2 kann
auch ein großflächiges Werkstück oder ein endlos hergestelltes Werkstück bearbeitet
werden, das nach der im Folgenden beschriebenen Bearbeitung in einzelne Platten (Zuschnitte)
zerteilt wird.
[0030] Das Werkstück bzw. die Grundkörper 2 sind aus einer Trägerplatte aus Holzwerkstoff,
aus Schichtstoff und/oder aus mindestens einer Compactplatte hergestellt. Compactplatten
werden aus harzgetränkten Zellulosebahnen hergestellt, die unter großem Druck und
bei hohen Temperaturen in Laminatpressen verpresst werden. Vorzugsweise handelt es
sich bei den Grundkörpern 2 jedoch um geschliffene Holzwerkstoffplatten, beispielsweise
um Spanplatten, mitteldichte Faserplatten (MDF-Platten), hochdichte Faserplatten (HDF-Platten)
oder Hartfaserplatten.
[0031] Nach einer (nicht dargestellten) Bürststation, die etwaige Verunreinigungen oder
Schleifstaub entfernt, wird mittels (nicht gezeigter) Auftragswalzen mehrstufig Füller
aufgebracht, wobei nach jeder Stufe eine Zwischentrocknung erfolgt. Auf den so vorliegenden
Grundkörper 2 wird dann wiederum mehrstufig eine im Grundfarbton eines nachfolgend
aufgedruckten Dekors gehaltene Grundierung mittels (nicht gezeigter) Walzen aufgetragen,
wobei wieder nach jedem Auftrag eine teilweise Trocknung erfolgt.
[0032] Sodann wird der grundierte plattenförmige Grundkörper 2 geglättet. Dies erfolgt vorzugsweise
mittels beheizter, polierter Stahlwalzen (nicht gezeigt), die unter Anpressen gegen
den Grundkörper 2 mit einer Umfangsdrehgeschwindigkeit, welche größer oder niedriger
als die Vorschubgeschwindigkeit der Grundkörper 2 ist, über die Breite des Grundkörpers
2 betrieben werden. Der so behandelte plattenförmige Grundkörper 2 weist über dessen
gesamte Oberseite eine in Farbe, Glanzgrad und Struktur ebene bzw. gleichmäßige Oberfläche
auf.
[0033] Unmittelbar an die (nicht dargestellte) Glättvorrichtung wird mittels zweier Druckwalzenwerke
4.1, 5.1, die jeweils aus einer gravierten Druckwalze (Druckzylinder) 4.11, 5.11 mit
Farb- und Feuchtwalzen und einem Gummituchzylinder 4.12, 5.12 mit Gegendruckzylinder
(nicht dargestellt) aufgebaut sind, ein Dekor, vorzugsweise ein Holzdekor aufgedruckt.
Dieses Druckverfahren wird auch als indirekter Tiefdruck bezeichnet.
[0034] Den Druckwalzenwerken 4.1, 5.1 sind Nachbearbeitungsvorrichtungen 4.2, 5.2 nachgeordnet.
Die jeweilige Nachbearbeitungsvorrichtung 4.2, 5.2 kann beispielsweise mittels eines
Warmluftstroms oder mittels einer elektromagnetischen Strahlung, insbesondere UV-Strahlung
eine Trocknung bzw. Teiltrocknung der aufgedruckten Farbe bewirken.
[0035] Anstelle von zwei oder mehreren Druckwalzenwerken 4.1, 5.1 kann die erfindungsgemäße
Vorrichtung bzw. Anlage 1 gegebenenfalls auch nur ein einzelnes Druckwalzenwerk 4.1
oder 5.1 aufweisen.
[0036] Erfindungsgemäß wird auf einen oder mehrere Teilbereiche des plattenförmigen Grundkörpers
2 mittels mindestens eines Digitaldruckkopfes 6.1 mindestens ein Dekorelement gedruckt,
so dass das zuvor aufgedruckte Dekor zumindest teilweise sichtbar bleibt oder das
zuvor aufgedruckte Dekor das Dekorelement umgibt.
[0037] Der Digitaldruckkopf 6.1 arbeitet beispielsweise nach dem Prinzip der Strahldrucktechnik,
die bei so genannten Tintenstrahldruckern weit verbreitet ist. In Fig. 1 ist unterhalb
der digitalen Auftragsvorrichtung 6.1 ein kurzer Strich eingezeichnet, der einen Tröpfchenstrahl
oder mehrere in Reihe positionierte Tröpfchenstrahlen andeutet. Die digitale Auftragsvorrichtung
6.1 ist derart ausgebildet, dass sie quer zur Bewegungsrichtung des Grundkörpers 2
stellenweise oder zeilenweise ein oder mehrere Dekorelemente auf den Grundkörper aufdruckt.
Dieser Digitaldruck druckt somit nicht vollflächig, sondern lediglich partiell.
[0038] Mit dem Digitaldruckkopf 6.1 kann einfarbig oder mehrfarbig gedruckt werden. Beispielsweise
kann der Digitaldruckkopf 6.1 mit einer Farbpatrone ausgestattet sein, die eine einzelne
Farbe oder farbige Tinte enthält. Alternativ oder zusätzlich kann der Digitaldruckkopf
6.1 aber auch mit einer oder mehreren Farbpatronen versehen sein, die mehrere Kammern
mit verschiedenen Tinten bzw. Farben aufweisen bzw. bilden, beispielsweise die Farben
gelb, blau und rot als Grundfarben enthalten, so dass der Digitaldruckkopf 6.1 in
einem Pass auch mehrere bzw. verschiedene Farben gleichzeitig drucken kann.
[0039] Bei den Dekorelementen handelt es sich beispielsweise um Abbildungen von Ästen (d.h.
Astquerschnitten), Einschlüssen, Verwachsungen, Maserungsfehlern, Maserknollen, Jahresringen,
Darstellungen von hellem Splintholz, Fraßgängen (z.B. Holzwurmlöchern/-gängen), Nagel-
und/oder Schraubenköpfen, etc..
[0040] Des Weiteren oder alternativ kann es sich bei den Dekorelementen auch um Einschlüsse
oder sonstige markante Stellen von Stein- oder Fantasiedekoren handeln.
[0041] Unter dem Begriff "Dekorelement" können im vorliegenden Kontext auch Logos verstanden
werden. Bei den Logos handelt es sich beispielsweise um Firmennamen, Wort-Bildmarken,
Slogans, Aufdrucken, wie sie auf Frachtkisten üblich sind, etc..
[0042] Ferner ist ein Computer 6.2 als Mittel zum Erzeugen einer Punkteverteilung zur Ansteuerung
der digitalen Auftragsvorrichtung 6.1 mit derselben verbunden. Der Computer 6.2 bereitet
digitale Ansteuerinformationen auf und überträgt diese auf den Digitaldruckkopf 6.1.
[0043] Die Bilddaten verschiedener Varianten der genannten Dekorelemente und/oder Logos
sind in einem Datenspeicher 6.3 des Computers 6.2 hinterlegt. Des Weiteren ist der
Computer 6.2 mit einem Zufallsgenerator 6.4 versehen. Der Zufallsgenerator 6.4 dient
dazu, verschiedene Varianten eines oder mehrerer Dekorelemente, z.B. Äste sowie helle
Splintholzanteile, nach einem Zufallsprinzip auszuwählen sowie die Position des jeweiligen
Dekorelements auf der Trägerplatte 2 in X- und/oder Y-Richtung ebenfalls nach einem
Zufallsprinzip vorzugeben.
[0044] Es liegt ferner im Rahmen der Erfindung, dass der Computer nicht nur nach einem Zufallsprinzip
ein Dekorelement aus einer Vielzahl von Dekorelementen auswählen kann, sondern ein
Dekorelement auch abwandeln, insbesondere verfremden kann. So kann beispielsweise
die Form eines ellipsenförmigen Dekorelements durch Variieren der Länge der Haupt-
und/oder Nebenachse der Ellipse abgewandelt werden. Des Weiteren umfasst die Erfindung
auch eine Ausgestaltung, bei welcher der Computer nach einem Zufallsprinzip Dekorelemente
sogar erzeugen kann, beispielsweise geometrische Formen wie einen Kreis, ein Quadrat,
Dreiecke, Trapeze, Polygone, oder Linien oder gar komplexe Dekorelemente.
[0045] An die digitale Auftragsvorrichtung 6.1 schließt sich wie zuvor auch an die Walzendruckwerke
4.1, 5.1 eine Nachbearbeitungsvorrichtung 6.5 an, um das oder die zuvor aufgebrachten
Dekorelemente zu trocknen.
[0046] Auf die digitale Auftragsvorrichtung 6.1 bzw. die Nachbearbeitungsvorrichtung 6.5
folgen Bearbeitungsstationen 7, 8, mittels denen auf das Dekor einschließlich der
aufgedruckten Dekorelemente eine Versiegelungsschicht (Verschleißschutzschicht) aufgebracht
wird.
[0047] Als Versiegelung des Dekors wird eine mit UV-Strahlung härtbare, transparente Lackbeschichtung
in mindestens zwei Stufen aufgebracht. Der Versiegelungslack enthält Korundpartikel
und/oder andere die Abriebfestigkeit erhöhende Partikel. Handelt es sich bei den herzustellenden
dekorativen Grundkörpern bzw. Platten 2 um solche, die keiner hohen Abriebbeanspruchung
ausgesetzt werden, beispielsweise um Möbelteile, insbesondere um Rückwände für Schränke,
so kann der Versiegelungslack auch frei von Korundpartikeln oder sonstigen die Abriebfestigkeit
erhöhenden Partikel sein.
[0048] In der Bearbeitungsstation 7 wird eine im Wesentlichen vollflächige Beschichtung
aus einem UV-härtbaren, transparenten Versiegelungslack aufgebracht. Hierzu weist
die Bearbeitungsstation 7 eine Auftragswalze 7.1 auf, die eine gleichmäßige Schicht
aus Lack auf die Oberseite der Grundkörper 2 aufbringt. In der nachgeschalteten Nachbearbeitungsvorrichtung
7.2 wird die aufgebrachte Beschichtung zumindest teilweise getrocknet und ausgehärtet.
[0049] In der Bearbeitungsstation 8 wird wiederum mittels einer Auftragswalze 8.1 eine Beschichtung
aus einem UV-härtbaren, transparenten Versiegelungslack direkt aufgetragen, wobei
hier die Auftragsmenge bezogen auf die Plattenoberfläche variiert. Dadurch kommt es
zu einer möglicherweise beabsichtigten dreidimensionalen Strukturierung der oberen
Lackschicht.
[0050] Mittels der auf die Auftragswalze 8.1 folgenden Nachbearbeitungsvorrichtung wird
dann die zuletzt aufgebrachte Beschichtung zumindest teilweise ausgehärtet, damit
die dreidimensionale Strukturierung fixiert wird, bevor sich diese aufgrund eines
Zerfließens aufhebt.
[0051] Mit den Walzendruckwerken 4.1, 5.1 kann zunächst die gesamte Oberseite des plattenförmigen
Grundkörpers 2 mit einem Dekor, beispielsweise Holz- oder Steindekor versehen werden,
worauf dann mit dem mindestens einen Digitaldrucker 6.1 ein oder mehrere einzelne
Oberflächenbereiche des jeweiligen Grundkörpers 2 zusätzlich bedruckt werden.
[0052] Alternativ oder ergänzend sieht die Erfindung vor, dass mit dem Walzendruckverfahren
nur ein bestimmter Oberflächenbereich des jeweiligen Grundkörpers 2 bedruckt wird
und dass der oder die dabei nicht bedruckten Bereiche mittels mindestens eines Digitaldruckers
6.1 bedruckt werden. Diese Ausgestaltung ist in Fig. 2 skizziert. Dort ist zu erkennen,
dass ein Druckwalzenwerk mindestens eine Druckwalze, insbesondere Gummituchwalze 5.12
aufweist, die in ihrer Mantelfläche mindestens eine Ausnehmung 5.13 zur Erzeugung
eines nicht bedruckten Bereichs 2.1 auf dem plattenförmigen Grundkörper 2 enthält.
Der Druckwalze 5.12 ist ein Digitaldrucker 6.1 nachgeordnet, der an einer einen Zufallsgenerator
6.4 aufweisenden Steuerung 6.2 angeschlossen ist, wobei die Steuerung ein in den Plattenbereich
2.1 zu druckendes Dekorelement aus einer Gruppe von Dekorelementen nach einem Zufallsprinzip
ausgewählt oder erzeugt.
[0053] Mit einem Druckwalzenwerk 5.1 der in Fig. 2 skizzierten Art können in Kombination
mit einem Digitaldrucker 6.1 beispielsweise Fantasiedekore mit einem Stein- oder Fliesenmuster
erstellt werden, bei denen ein durch die Druckwalze 5.12 erzeugtes Basisdekor durch
Dekorfliesen, Ornamente, Intarsienbilder, Logos, etc., die in die zunächst nicht bedruckten
Bereiche 2.1 mittels des Digitaldruckes gedruckt werden, ergänzt bzw. vervollständigt
werden.
[0054] Bei regelmäßigen Dekoren, wie zum Beispiel einem Bild einer Kieselsteinfläche, Kaffeebohnenschüttung,
etc., kann mit einer Vorrichtung gemäß Fig. 2 das Dekor variiert werden, indem die
ansonsten regelmäßige Ornamentanordnung auf der Druckwalze (Gravurwalze oder Gummituchzylinder
5.12) bewusst mit Ausnehmungen (bzw. gravurfreien Zonen) 5.13 versehen wird, wobei
in die durch diese gravurfreien Zonen erzeugten Bereiche 2.1 des plattenförmigen Grundkörpers
2 hinein modifizierte Ornamente mit dem Digitaldrucker 6.1 gedruckt werden, zum Beispiel
in einer unterschiedlichen Farbe oder in einer anderen Ausrichtung oder verzerrt usw..
[0055] In Fig. 3 ist ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung dargestellt,
wobei mindestens ein Digitaldruckkopf 6.1 einer Gummituchwalze 5.12 eines Druckwalzenwerks
5.1 zugeordnet ist. Der Digitaldrucker 6.1 druckt dabei auf die Gummituchwalze 5.12,
die das mittels des Digitaldruckkopfes 6.1 aufgebracht Dekorelement auf den zu bedruckenden
Grundkörper 2 überträgt. Das so aufgebrachte Dekor wird mittels der nachgeordneten
Nachbearbeitungsvorrichtung 6.5 zumindest teilweise getrocknet.
[0056] Mit einer Vorrichtung 1 gemäß Fig. 1 ist es insbesondere möglich, ein Dekor als mehrfarbiges
Dekor zu drucken, wobei mit jedem der Druckwalzenwerke 4.1, 5.1 eine andere Farbe
des Dekors auf den Grundkörper 2 gedruckt wird, und wobei eine Farbe des mehrfarbigen
Dekors mittels der den mindestens einen digitalen Druckkopf 6.1 aufweisenden digitalen
Druckstation 6 auf den Grundkörper 2 gedruckt wird. So können beispielsweise ohne
einen Druckwalzenwechsel verschiedene Holzdekore (Holzarten) gedruckt werden, jedenfalls
solange sich die Holzarten in ihrer typischen Grundstruktur (Maserung) nicht zu stark
unterscheiden. Das spart erhebliche Rüstzeiten, wobei der erforderliche Farbwechsel
alleine vergleichsweise einfach und schnell durchgeführt werden kann.
[0057] In Fig. 4 ist in Draufsicht eine durch das erfindungsgemäße Verfahren hergestellte
Platte 2 mit einer ein Dekor aufweisenden Oberfläche dargestellt. Die Platte 2 weist
ein Holzdielendekor 2.2 auf, das mittels Druckwalzen 4.1, 5.1 erzeugt wurde. Ferner
weist die Platte 2 auf ihrer Oberfläche Dekorelemente 2.3 in Form von Ästen auf, die
mittels mindestens eines Digitaldruckkopfes 6.1 erzeugt wurden. Die Form und/oder
Größe der Äste 2.3 sowie ihre Position auf der Oberfläche wurden zufällig festgelegt.
Hierzu ist der mindestens eine Digitaldruckkopf 6.1 an einer einen Zufallsgenerator
6.4 aufweisenden Steuerung 6.2 angeschlossen (vgl. Fig. 1), die das jeweilige Astbild
2.3 als Dekorelement aus einer Gruppe von Dekorelementen nach einem Zufallsprinzip
auswählt und auch die Druckposition des jeweiligen Astbildes 2.3 auf der mit dem Dekor
2.2 zu versehenden Oberfläche der Platte 2 nach einem Zufallsprinzip vorgibt.
[0058] Fig. 5 zeigt schematisch eine durch das erfindungsgemäße Verfahren hergestellte Platte
2', die ebenfalls ein Holzdielendekor 2.2' aufweist, das mittels Druckwalzen 4.1,
5.1 erzeugt wurde. Ferner weist die Platte 2' auf ihrer Oberfläche ein Logo 2.4 auf,
das mittels eines Digitaldruckkopfes 6.1 erzeugt wurde. Zur Herstellung einer Platte
2' mit einem solchen Dekor 2.2', 2.4 eignet sich insbesondere eine Vorrichtung gemäß
Fig. 2, aber auch Vorrichtungen gemäß den Figuren 1 und 3.
[0059] Die Ausführung der Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele
beschränkt. Vielmehr sind zahlreiche Varianten und Kombination denkbar, die auch bei
grundsätzlich abweichender Gestaltung von der in den beiliegenden Ansprüchen angegebenen
Erfindung Gebrauch machen.
1. Verfahren zur Herstellung eines plattenförmigen Produktes mit einer ein Dekor (2.2,
2.2') aufweisenden Oberfläche, bei dem auf einen Grundkörper (2, 2'), der aus einer
Trägerplatte aus Holzwerkstoff, aus Schichtstoff und/oder aus einer Compactplatte
gebildet ist, mittels mindestens eines Druckwalzenwerkes (4.1, 5.1) ein Dekor (2.2,
2.2') gedruckt wird, wobei auf einen oder mehrere Teilbereiche des Grundkörpers (2,
2') mittels mindestens eines Digitaldruckkopfes (6.1) mindestens ein Dekorelement
(2.3, 2.4) gedruckt wird, so dass das mittels des mindestens einen Druckwalzenwerkes
(4.1, 5.1) aufgedruckte Dekor (2.2, 2.2') zumindest teilweise sichtbar bleibt oder,
sofern das mindestens eine Dekorelement (2.3, 2.4) mittels des mindestens einen Digitaldruckkopfes
(6.1) vor dem Dekor auf den Grundkörper (2, 2') aufgedruckt wird, das mindestens eine
Dekorelement (2.3, 2.4) umgibt, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Digitaldruckkopf (6.1) mit dem Grundkörper (2, 2') in dessen
Vorschubrichtung verfahren wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mittels des mindestens einen Druckwalzenwerkes (4.1, 5.1) die gesamte Fläche der
mit dem Dekor (2.2) zu versehenden Oberfläche bedruckt wird, und dass mittels des
mindestens einen Digitaldruckkopfes (6.1) das Dekor (2.2) zusätzlich mit dem mindestens
einen Dekorelement (2.3, 2.4) bedruckt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckposition des mindestens einen Dekorelements (2.3, 2.4) auf der mit dem Dekor
(2.2, 2.2') zu versehenden Oberfläche nach einem Zufallsprinzip vorgegeben wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Herstellung von länglichen Paneelen aus dem Grundkörper (2, 2') die Druckposition
des mindestens einen Dekorelements (2.3, 2.4) auf der mit dem Dekor (2.2, 2.2') zu
versehenden Oberfläche nach einem Zufallsprinzip in Längs- und/oder Querrichtung des
jeweiligen Paneels vorgegeben wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mittels des mindestens einen Druckwalzenwerkes (4.1, 5.1) eine oder mehrere Teilflächen
der mit dem Dekor (2.2') zu versehenden Oberfläche bedruckt werden, und dass eine
oder mehrere mittels des mindestens einen Druckwalzenwerkes (4.1, 5.1) nicht bedruckte
Teilflächen (2.1) mittels des mindestens einen Digitaldruckkopfes (6.1) bedruckt werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Dekorelement (2.3) aus einer Gruppe von Dekorelementen nach einem
Zufallsprinzip ausgewählt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Dekorelement (2.3) mittels eines Computers (6.2) nach einem Zufallsprinzip
erzeugt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass mittels des mindestens einen Digitaldruckkopfes (6.1) das mindestens eine Dekorelement
(2.3, 2.4) auf eine Druckwalze (5.12) des mindestens einen Druckwalzenwerkes (5.1)
aufgebracht wird, so dass letztere das mindestens eine Dekorelement (2.3, 2.4) auf
die mit dem Dekor (2.2, 2.2') zu versehende Oberfläche druckt.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Dekor (2.2, 2.2') als mehrfarbiges Dekor mittels mehrerer Druckwalzenwerke (4.1,
5.1) gedruckt wird, wobei mit jedem der Druckwalzenwerke (4.1, 5.1) eine andere Farbe
des Dekors (2.2, 2.2') auf die Trägerplatte (2, 2') gedruckt wird, und wobei eine
Farbe des mehrfarbigen Dekors (2.2, 2.2') mittels einer digitalen Druckstation (6)
oder einer den mindestens einen digitalen Druckkopf (6.1) aufweisenden digitalen Druckstation
(6) auf den Grundkörper (2, 2') gedruckt wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Digitaldruckköpfe (6.1) in Vorschubrichtung des Grundkörpers (2, 2') hintereinander
angeordnet werden.
11. Vorrichtung (1) zur Herstellung eines plattenförmigen Produktes mit einer ein Dekor
aufweisenden Oberfläche, mit mindestens einem Druckwalzenwerk (4.1, 5.1) zum Drucken
eines Dekors (2.2, 2.2') auf einen Grundkörper (2, 2'), der aus einer Trägerplatte
aus Holzwerkstoff, aus Schichtstoff und/oder einer Compactplatte gebildet ist, und
mindestens einem Digitaldruckkopf (6.1) zum Drucken mindestens eines Dekorelements
(2.3, 2.4) auf einen oder mehrere Teilbereiche des Grundkörpers (2, 2'), so dass das
mittels des mindestens einen Druckwalzenwerkes (4.1, 5.1) aufgedruckte Dekor (2.2,
2.2') zumindest teilweise sichtbar bleibt oder, sofern das mindestens eine Dekorelement
(2.3, 2.4) mittels des mindestens einen Digitaldruckkopfes (6.1) vor dem Dekor auf
den Grundkörper (2, 2') aufgedruckt wird, das mindestens eine Dekorelement (2.3, 2.4)
umgibt, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Digitaldruckkopf (6.1) mit dem Grundkörper (2, 2') in dessen
Vorschubrichtung verfahrbar ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Digitaldruckkopf (6.1) an einer einen Zufallsgenerator (6.4)
aufweisenden Steuerung (6.2) angeschlossen ist, die die Druckposition des mindestens
einen Dekorelements (2.3, 2.4) auf der mit dem Dekor (2.2, 2.2') zu versehenden Oberfläche
nach einem Zufallsprinzip vorgibt.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Digitaldruckkopf (6.1) an einer einen Zufallsgenerator (6.4)
aufweisenden Steuerung (6.2) angeschlossen ist, die das mindestens eine Dekorelement
(2.3) aus einer Gruppe von Dekorelementen nach einem Zufallsprinzip ausgewählt.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Digitaldruckkopf (6.1) an einer einen Zufallsgenerator (6.4)
aufweisenden Steuerung (6.2) angeschlossen ist, die das mindestens eine Dekorelement
(2.3) nach einem Zufallsprinzip erzeugt.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Druckwalzenwerk (4.1, 5.1) mindestens eine Druckwalze, insbesondere
Gravurwalze oder Gummituchwalze (5.12) aufweist, die in ihrer Mantelfläche mindestens
eine Ausnehmung (5.13) zur Erzeugung eines nicht bedruckten Bereichs (2.1) auf dem
Grundkörper (2) enthält.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 15, gekennzeichnet durch mehrere Druckwalzenwerke (4.1, 5.1) und mindestens eine den mindestens einen digitalen
Druckkopf (6.1) aufweisende digitale Druckstation (6) zum Drucken des Dekors als mehrfarbiges
Dekor (2.2), wobei jedes der Druckwalzenwerke (4.1, 5.1) sowie die digitale Druckstation
(6) dem Drucken einer anderen Farbe des Dekors (2.2) dienen.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 16, gekennzeichnet durch mehrere Digitaldruckköpfe (6.1), die in Vorschubrichtung des Grundkörpers (2, 2')
hintereinander angeordnet sind.
1. Method for producing a board-shaped product having a surface comprising a decoration
(2.2, 2.2'), in which method a decoration (2.2, 2.2') is printed by means of at least
one printing roller unit (4.1, 5.1) onto a main body (2, 2') which is formed from
a carrier board made of wood material, of laminate and/or of a compact board, wherein
at least one decoration element (2.3, 2.4) is printed by means of at least one digital
print head (6.1) onto one or more sub-regions of the main body (2, 2') such that the
decoration (2.2, 2.2') which is printed by means of the at least one printing roller
unit (4.1, 5.1) remains visible, at least in part, or surrounds the at least one decoration
element (2.3, 2.4) if the at least one decoration element (2.3, 2.4) is printed onto
the main body (2, 2') by means of the at least one digital print head (6.1) before
the decoration, characterised in that the at least one digital print head (6.1) is displaced together with the main body
(2, 2') in the feed direction thereof.
2. Method according to claim 1, characterised in that the entire area of the surface which is to be provided with the decoration (2.2)
is printed on by means of the at least one printing roller unit (4.1, 5.1), and in that the at least one decoration element (2.3, 2.4) is printed on the decoration (2.2)
by means of the at least one digital print head (6.1).
3. Method according to either claim 1 or claim 2, characterised in that the print position of the at least one decoration element (2.3, 2.4) on the surface
to be provided with the decoration (2.2, 2.2') is predefined at random.
4. Method according to either claim 1 or claim 2, characterised in that, during production of elongate panels from the main body (2, 2'), the print position
of the at least one decoration element (2.3, 2.4) on the surface to be provided with
the decoration (2.2, 2.2') is predefined at random in the longitudinal and/or transverse
direction of each panel.
5. Method according to claim 1, characterised in that one or more sub-areas of the surface which is to be provided with the decoration
(2.2') are printed on by means of the at least one printing roller unit (4.1, 5.1),
and in that one or more sub-areas (2.1) which are not printed on by means of the at least one
printing roller unit (4.1, 5.1) are printed on by means of the at least one digital
print head (6.1).
6. Method according to any of claims 1 to 5, characterised in that the at least one decoration element (2.3) is selected at random from a group of decoration
elements.
7. Method according to any of claims 1 to 6, characterised in that the at least one decoration element (2.3) is produced at random by means of a computer
(6.2).
8. Method according to any of claims 1 to 7, characterised in that the at least one decoration element (2.3, 2.4) is applied to a printing roller (5.12)
of the at least one printing roller unit (5.1) by means of the at least one digital
print head (6.1) such that said printing roller prints the at least one decoration
element (2.3, 2.4) onto the surface to be provided with the decoration (2.2, 2.2').
9. Method according to any of claims 1 to 8, characterised in that the decoration (2.2, 2.2') is printed as a multicoloured decoration by means of a
plurality of printing roller units (4.1, 5.1), a different colour of the decoration
(2.2, 2.2') being printed onto the carrier board (2, 2') by each of the printing roller
units (4.1, 5.1), and one colour of the multicoloured decoration (2.2, 2.2') being
printed onto the main body (2, 2') by means of a digital printing station (6) or by
means of a digital printing station (6) comprising the at least one digital print
head (6.1).
10. Method according to any of claims 1 to 9, characterised in that a plurality of digital print heads (6.1) are arranged in succession in the feed direction
of the main body (2, 2').
11. Device (1) for producing a board-shaped product having a surface comprising a decoration,
which device comprises at least one printing roller unit (4.1, 5.1) for printing a
decoration (2.2, 2.2') onto a main body (2, 2') which is formed from a carrier board
made of wood material, of laminate and/or of a compact board, and at least one digital
print head (6.1) for printing at least one decoration element (2.3, 2.4) onto one
or more sub-regions of the main body (2, 2') such that the decoration (2.2, 2.2')
which is printed by means of the at least one printing roller unit (4.1, 5.1) remains
visible, at least in part, or surrounds the at least one decoration element (2.3,
2.4) if the at least one decoration element (2.3, 2.4) is printed onto the main body
(2, 2') by means of the at least one digital print head (6.1) before the decoration,
characterised in that the at least one digital print head (6.1) can be displaced together with the main
body (2, 2') in the feed direction thereof.
12. Device according to claim 11, characterised in that the at least one digital print head (6.1) is connected to a control system (6.2)
which comprises a random generator (6.4) and predefines at random the print position
of the at least one decoration element (2.3, 2.4) on the surface which is to be provided
with the decoration (2.2, 2.2').
13. Device according to either claim 11 or claim 12, characterised in that the at least one digital print head (6.1) is connected to a control system (6.2)
which comprises a random generator (6.4) and selects the at least one decoration element
(2.3) at random from a group of decoration elements.
14. Device according to any of claims 11 to 13, characterised in that the at least one digital print head (6.1) is connected to a control system (6.2)
which comprises a random generator (6.4) and produces the at least one decoration
element (2.3) at random.
15. Device according to any of claims 11 to 14, characterised in that the at least one printing roller unit (4.1, 5.1) comprises at least one printing
roller, in particular engraved roller or rubber blanket roller (5.12), which has in
its outer surface at least one recess (5.13) for producing an unprinted region (2.1)
on the board-shaped main body (2).
16. Device according to any of claims 11 to 15, characterised by a plurality of printing roller units (4.1, 5.1) and at least one digital printing
station (6), which comprises the at least one digital print head (6.1), for printing
the decoration as a multicoloured decoration (2.2), each of the printing roller units
(4.1, 5.1) and the digital printing station (6) being used to print a different colour
of the decoration (2.2).
17. Device according to any of claims 11 to 16, characterised by a plurality of digital print heads (6.1) which are arranged in succession in the
feed direction of the main body (2, 2').
1. Procédé, destiné à la fabrication d'un produit en forme de plaque, qui est doté d'une
surface pourvue d'un décor (2.2, 2.2'), selon lequel un décor (2.2, 2.2') est imprimé,
au moyen d'au moins un groupe d'impression à cylindres (4.1, 5.1), sur un corps de
base (2, 2'), qui est formé par une plaque de support, qui consiste en un matériau
à base de bois, un matériau stratifié et/ou une plaque compacte, sachant que, sur
une ou sur plusieurs zones partielles du corps de base (2.2'), au moins un élément
décoratif (2.3, 2.4) est imprimé au moyen d'au moins une tête d'impression numérique
(6.1), de telle manière que le décor (2.2, 2.2'), imprimé au moyen du groupe de cylindres
d'impression (4.1, 5.1) au moins prévu, demeure, au moins partiellement, visible,
ou qu'il entoure l'élément décoratif (2.3, 2.4) dans la mesure dans laquelle l'élément
décoratif (2.3, 2.4) au moins prévu est imprimé sur le corps de base (2, 2'), au moyen
de la tête d'impression numérique (6.1), avant le décor, caractérisé en ce que la tête d'impression numérique (6.1) est conduite avec le corps de base (2.2') dans
la direction d'avance de celui-ci.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que toute la face de la surface destinée à être pourvue du décor (2.2) est imprimée au
moyen du groupe d'impression à cylindres (4.1, 5.1) au moins prévu, et que, de plus,
l'élément décoratif (2.3, 2.4) est imprimé sur le décor (2.2) au moyen de la tête
d'impression numérique (6.1) au moins prévue.
3. Procédé selon revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la position d'impression de l'au moins un élément décoratif (2.3, 2.4) sur la surface
destinée à être pourvue du décor (2.2, 2.2') est déterminée par un principe aléatoire.
4. Procédé selon revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que, lors de la fabrication de panneaux allongés à partir du corps de base (2.2'), la
position d'impression de l'au moins un élément décoratif (2.3, 2.4) sur la surface
destinée à être pourvue du décor (2.2, 2.2') est déterminée par un principe aléatoire,
dans la direction longitudinale et/ou dans la direction transversale du panneau respectif.
5. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'une ou plusieurs zones partielles de la surface destinée à être pourvue du décor
(2.2') sont imprimées au moyen du groupe d'impression à cylindres (4.1, 5.1) au moins
prévu, et qu'une ou plusieurs zones partielles (2.1) non imprimées au moyen du groupe
d'impression à cylindres (4.1, 5.1) au moins prévu, sont imprimées au moyen de la
tête d'impression numérique (6.1) au moins prévue.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'élément décoratif (2.3) au moins prévu est choisi à partir d'un groupe d'éléments
décoratifs selon un principe aléatoire.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'élément décoratif (2.3) au moins prévu est généré selon un principe aléatoire au
moyen d'un ordinateur (6.2).
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que l'élément décoratif (2.3, 2.4) est appliqué, au moyen de la tête d'impression numérique
(6.1) au moins prévue, sur un cylindre (5.12) du groupe d'impression à cylindres (4.1,
5.1) au moins prévu, de manière à ce que celui-ci imprime l'au moins un élément décoratif
(2.3, 2.4) sur la surface destinée à être pourvue du décor (2.2, 2.2').
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le décor (2.2, 2.2') est imprimé, en tant que décor polychrome au moyens de plusieurs
groupes d'impression à cylindres (4.1, 5.1), sachant qu'au moyen de chacun des groupes
de cylindres d'impression (4.1, 5.1) une autre couleur du décor (2.2, 2.2') est imprimée
sur la plaque de support (2, 2'), et sachant que l'une des couleurs du décor (2.2,
2.2') polychrome est imprimée sur le corps de base (2, 2') au moyen d'une station
d'impression numérique (6) ou d'un station d'impression numérique (6) qui est dotée
de la tête d'impression numérique (6.1) au moins prévue.
10. Procédé selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que plusieurs têtes d'impression numérique (6.1) sont disposées les unes derrière les
autres, dans la direction d'avance du corps de base (2, 2').
11. Dispositif (1) destiné à la fabrication d'un produit en forme de plaque, qui est doté
d'une surface pourvue d'un décor (2.2, 2.2'), avec au moins un groupe d'impression
à cylindres (4.1, 5.1), pour l'impression d'un décor (2.2, 2.2') sur un corps de base
(2, 2'), qui consiste en un matériau à base de bois, un matériau stratifié et/ou une
plaque compacte, et avec au moins une têtes d'impression numérique (6.1), qui est
destinée à imprimer au moins un élément décoratif (2.3, 2.4) sur une ou sur plusieurs
sections partielles du corps de base (2, 2') de telle manière que le décor (2.2, 2.2'),
imprimé au moyen du groupe de cylindres d'impression (4.1, 5.1) au moins prévu, demeure,
au moins partiellement, visible, ou qu'il entoure l'élément décoratif (2.3, 2.4),
dans la mesure dans laquelle l'élément décoratif (2.3, 2.4) au moins prévu est imprimé
avant le décor (2.2, 2.2') sur le corps de base (2, 2'), au moyen de la tête d'impression
(6.1) au moins prévue, caractérisé en ce que la tête d'impression numérique (6.1) au moins prévue est conduite avec le corps de
base (2.2') dans la direction d'avance de celui-ci.
12. Dispositif selon la revendication 11, caractérisé en ce que la tête d'impression numérique (6.1) au moins prévue est raccordée à une commande
(6.2), dotée d'un générateur aléatoire (6.4), laquelle détermine, selon un principe
aléatoire, la position d'impression de l'au moins un élément décoratif (2.3, 2.4)
sur la surface destinée à être pourvue du décor (2.2, 2.2')
13. Dispositif selon revendication 11 ou 12, caractérisé en ce que la tête d'impression numérique (6.1) au moins prévue est raccordée à une commande
(6.2) dotée d'un générateur aléatoire (6.4), laquelle choisit l'élément décoratif
(2.3, 2.4) au moins prévu, à partir d'un groupe d'éléments décoratifs, selon un principe
aléatoire.
14. Dispositif selon l'une des revendications 11 à 13, caractérisé en ce que la tête d'impression numérique (6.1) au moins prévue est raccordée à une commande
(6.2) dotée d'un générateur aléatoire (6.4), laquelle génère selon un principe aléatoire
l'élément décoratif (2.3) au moins prévu.
15. Dispositif selon l'une des revendications 11 à 14, caractérisé en ce que le groupe de cylindres d'impression (4.1, 5.1) au moins prévu est doté d'au moins
un cylindre d'impression, en particulier d'un cylindre à gravure ou d'un cylindre
blanchet (5.12), qui est doté d'au moins un évidement (5.13), pratiqué dans sa surface
latérale, pour réaliser, sur le corps de base (2), une zone non imprimée (2.1).
16. Dispositif selon l'une des revendications 11 à 15, caractérisé par plusieurs groupes d'impression à cylindres (4.1, 5.1) et au moins une station d'impression
numérique (6), qui est dotée de la tête d'impression numérique (6.1) au moins prévue,
pour l'impression du décor en tant que décor polychrome (2.2), sachant que les groupes
d'impression à cylindres (4.1, 5.1), ainsi que la station d'impression numérique (6)
sont destinés chacun à l'impression d'une autre couleur du décor (2.2).
17. Dispositif selon l'une des revendications 11 à 16, caractérisé par plusieurs têtes d'impression numérique (6.1), qui sont disposées les unes derrière
les autres dans la direction d'avance du corps de base (2.2').
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