[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Fahrwerkseinheit für ein Fahrzeug entsprechend
den Merkmalen des Oberbegriffes des unabhängigen Anspruchs 1.
[0002] Eine derartige Gestaltung findet häufig an Drehgestellen von Schienenfahrzeugen ihre
Anwendung, um einen Fahrmotor an dem Drehgestellrahmen zu befestigen. Dabei wird,
wie dies beispielsweise aus der
JP 62016036 A bekannt ist, häufig wenigstens ein (im oberen Bereich des Motors angebrachter) oberer
Tragarm mit einer nach unten weisenden Ausnehmung (in der Höhenrichtung von oben)
in einen nach oben weisenden Vorsprung am Drehgestellrahmen eingehängt, um den Motor
durch Formschluss verliersicher am Drehgestellrahmen zu halten. Anschließend wird
der Motor noch über einfache Schraubverbindungen (unter anderem auch im Bereich der
Formschlussverbindung) reibschlüssig mit dem Drehgestellrahmen verbunden, um eine
vibrationsfeste Verbindung zu erzielen.
[0003] Um den Motor, beispielsweise zu Wartungs- oder Reparaturzwecken, einfach ausbauen
zu können, ist es in der Regel wünschenswert, ihn nach unten aus dem Drehgestell herausnehmen
zu können, ohne weitere Eingriffe am Schienenfahrzeug vornehmen zu müssen (insbesondere
ohne das Drehgestell vom Fahrzeug entfernen zu müssen).
[0004] Das Einhängen des Motors von oben in den Drehgestellrahmen hat jedoch den Nachteil,
dass der Motor bei der Montage bzw. Demontage um einen erheblichen Querweg (quer zu
der Höhenrichtung) verschoben werden muss, um den Tragarm des Motors (in der Höhenrichtung
von unten) an dem Vorsprung am Drehgestellrahmen vorbeiführen zu können, in den er
dann (von oben) eingehängt werden soll. Hierfür steht in modernen Drehgestellen wegen
der Vielzahl von dort untergebrachten Komponenten in der Regel nur sehr wenig Platz
zur Verfügung, sodass der für die Montage bzw. Demontage des Motors entlang des Montagepfades
freizuhaltende Raum (Montagekanal) zum einen das Bauraumproblem noch weiter verschärft.
Zudem ist es von Nachteil, dass dieser für die Montage bzw. Demontage des Motors freizuhaltende
Raum in großen Teilen nur während der Montage bzw. Demontage des Motors benötigt wird,
während er zu anderen Zeiten ungenutzt ist.
[0005] Ein Beispiel vom nächstliegenden Stand der Technik stellt die
US 2 330 912 A dar.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, eine Fahrwerkseinheit
bzw. ein Montageverfahren der eingangs genannten Art zur Verfügung zu stellen, welche
bzw. welches die oben genannten Nachteile nicht oder zumindest in geringerem Maße
aufweist und insbesondere bei einfacher Gestaltung einen einfachen Einbau der Fahrmotoreinheit
auf engstem Raum ermöglicht.
[0007] Die vorliegende Erfindung löst diese Aufgabe ausgehend von einer Fahrwerkseinheit
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs
1 angegebenen Merkmale. Sie löst diese Aufgabe weiterhin ausgehend von einem Verfahren
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 13 durch die im kennzeichnenden Teil des
Anspruchs 13 angegebenen Merkmale.
[0008] Der vorliegenden Erfindung liegt die technische Lehre zu Grunde, dass man bei einfacher
Gestaltung einen einfachen Einbau der Fahrmotoreinheit auf engstem Raum ermöglicht,
wenn für die Fixierung bzw. Abstützung der Fahrmotoreinheit wenigstens ein Befestigungselement
verwendet wird, das mit der Motorhalteeinrichtung und der Fahrmotoreinheit jeweils
über einen Formschluss zusammenwirkt und in einer quer zur Montagerichtung verlaufenden
Verriegelungsrichtung erst dann zwischen die Motorhalteeinrichtung und die Fahrmotoreinheit
eingesetzt wird, wenn sich diese bereits im Bereich ihrer Stützposition befindet.
[0009] Das Befestigungselement kann hierbei im montierten Zustand mit anderen Worten den
Vorsprung an der Motorhalteeinrichtung bilden, in den die Fahrmotoreinheit (formschlüssig)
eingehängt wird, um wie bei den bekannten Gestaltungen eine verliersichere Fixierung
des Motors zu erzielen. Andererseits kann das im montierten Zustand den Vorsprung
an der Motorhalteeinrichtung bildende Befestigungselement während der Bewegung der
Fahrmotoreinheit in den Bereich ihrer Stützposition (anders als bei den bekannten
Gestaltungen) aus dem Bewegungsraum der Fahrmotoreinheit entfernt sein, sodass die
Fahrmotoreinheit auf kürzestem Wege und zumindest ohne größere Ausweichbewegungen
(z. B. um den Vorsprung an der Motorhalteeinrichtung herum) in ihre Stützposition
bewegt werden kann.
[0010] Für die Montage bzw. Demontage der Fahrmotoreinheit ist entlang ihres Montagepfades
somit nur ein minimaler (durch die Abmessungen der Fahrmotoreinheit vorgegebener)
Montagekanal freizuhalten, wodurch sich das Bauraumproblem in der Fahrwerkseinheit
entschärft. Zudem verringert sich wegen der zumindest weitgehenden Vermeidung von
Ausweichbewegungen bei der Montage bzw. Demontage der Fahrmotoreinheit die Komplexität
der Montagebewegung, sodass sich die Montage bzw. Demontage entsprechend vereinfacht.
Im einfachsten Fall kann lediglich eine einzige geradlinige Bewegung ausreichen.
[0011] Gemäß einem Aspekt der Erfindung, die durch die technischen Merkmale bzw. die Verfahrensschritte
des unabhängigen Vorrichtungsanspruchs 1 bzw. des unabhängigen Verfahrensanspruchs
13 definiert ist, betrifft diese daher eine Fahrwerkseinheit für ein Fahrzeug, insbesondere
ein Schienenfahrzeug, mit einer Motorhalteeinrichtung, insbesondere einem Fahrwerksrahmen,
und einer mit der Motorhalteeinrichtung verbindbaren Befestigungseinrichtung für eine
Fahrmotoreinheit, wobei die Motorhalteeinrichtung eine Längsrichtung, eine Querrichtung,
eine Höhenrichtung sowie in der Höhenrichtung eine Oberseite und eine Unterseite definiert.
Die Motorhalteeinrichtung ist zur Abstützung auf wenigstens einer durch die Fahrmotoreinheit
anzutreibenden Radeinheit in der Höhenrichtung ausgebildet. Die Befestigungseinrichtung
ist zur im Wesentlichen starren Abstützung der Fahrmotoreinheit an der Motorhalteeinrichtung
in der Höhenrichtung über wenigstens einen Formschluss ausgebildet, wobei die Befestigungseinrichtung
derart ausgebildet ist, dass die Fahrmotoreinheit zur Montage der Fahrmotoreinheit
an der Motorhalteeinrichtung auf einem Montagepfad, insbesondere von der Unterseite
der Motorhalteeinrichtung her, in die Motorhalteeinrichtung einsetzbar ist. Die Befestigungseinrichtung
weist wenigstens ein mit der Motorhalteeinrichtung und der Fahrmotoreinheit in Eingriff
bringbares Befestigungselement auf, wobei das Befestigungselement bei im Bereich der
Stützposition befindlicher Fahrmotoreinheit in einer quer zur Montagerichtung verlaufenden
Verriegelungsrichtung in eine Verriegelungsposition bewegbar ist. Zudem wirkt das
Befestigungselement in der Verriegelungsposition zur Abstützung der Fahrmotoreinheit
in der Höhenrichtung über einen in der Höhenrichtung wirkenden ersten Formschluss
mit der Motorhalteeinrichtung zusammen und über einen in der Höhenrichtung wirkenden
zweiten Formschluss mit der Fahrmotoreinheit zusammen.
[0012] Es kann vorgesehen sein, dass das Befestigungselement die Fahrmotoreinheit über den
ersten und zweiten Formschluss im Wesentlichen ausschließlich in der Höhenrichtung
abstützt. Hierfür können an dem Befestigungselement und der Fahrmotoreinheit sowie
der Motorhalteeinrichtung zur Ausbildung des ersten bzw. zweiten Formschlusses beispielsweise
ebene, zur Höhenrichtung senkrechte Anschlagflächen vorgesehen sein. Die Abstützung
der Fahrmotoreinheit in anderen Richtungen kann dann über beliebige geeignete andere
Mittel (beispielsweise Schraubverbindungen etc.) gewährleistet sein.
[0013] Bei bevorzugten Varianten der Erfindung mit reduzierter Anzahl an zusätzlichen Befestigungs-
bzw. Sicherungselementen ist die Höhenrichtung eine erste Stützrichtung und das Befestigungselement
in der Verriegelungsposition zur Abstützung der Fahrmotoreinheit in einer quer zur
ersten Stützrichtung verlaufenden zweiten Stützrichtung ausgebildet, wobei die zweite
Stützrichtung insbesondere quer zu der Verriegelungsrichtung verläuft. Hierbei kann
vorgesehen sein, dass das Befestigungselement über einen in der zweiten Stützrichtung
wirkenden dritten Formschluss mit der Motorhalteeinrichtung zusammenwirkt. Ebenso
kann vorgesehen sein, dass das Befestigungselement über einen in der zweiten Stützrichtung
wirkenden vierten Formschluss mit der Fahrmotoreinheit zusammenwirkt.
[0014] Der erste Formschluss und der zweite Formschluss werden gemäss Anspruch 1 realisiert.
Hiermit ist in vorteilhafter Weise sichergestellt, dass der jeweilige Formschluss
in mehreren Richtungen wirkt.
[0015] Hierbei ist also vorgesehen, dass eine Ausnehmung an der Motorhalteeinrichtung vorgesehen
ist, während der zugeordnete Vorsprung an dem Befestigungselement angeordnet ist (oder
umgekehrt). Ebenso ist eine Ausnehmung an der Fahrmotoreinheit vorgesehen, während
der zugeordnete Vorsprung an dem Befestigungselement angeordnet ist (oder umgekehrt).
[0016] Die Ausnehmung könnte in beliebiger Weise gestaltet sein, welche ein Montieren des
Befestigungselements in der Verriegelungsposition erlaubt. So könnte die Ausnehmung
beispielsweise als einfaches Durchgangsloch oder Sackloch des Befestigungselements
gestaltet sein, wobei es einen beliebigen geeigneten Querschnitt (kreisförmig, abschnittsweise
gekrümmt und/oder abschnittsweise polygonal etc.) aufweist. Erfindungsgemäss ist auf
alle Fälle die Ausnehmung nach Art einer Nut ausgebildet, da hiermit eine besonders
einfache Fertigung und spätere Montage des Befestigungselements möglich ist.
[0017] Bei der Erfindung mit besonders einfacher Fertigung und späterer Montage des Befestigungselements
weist das Befestigungselement zur Herstellung des ersten Formschlusses eine erste
Ausnehmung und zur Herstellung des zweiten Formschlusses eine zweite Ausnehmung auf,
wobei das Befestigungselement erfindungsgemäss im Wesentlichen S-förmig mit voneinander
abgewandter erster Ausnehmung und zweiter Ausnehmung ausgebildet ist.
[0018] Der Kontaktbereich zwischen dem Befestigungselement und der Fahrmotoreinheit bzw.
der Motorhalteeinrichtung kann so gestaltet sein, dass er über den Formschluss im
Wesentlichen nur die Stützkraft in der Höhenrichtung aufbringt. Bevorzugt ist ein
Kontaktbereich zwischen dem Befestigungselement und der Fahrmotoreinheit und/oder
ein Kontaktbereich zwischen dem Befestigungselement und der Motorhalteeinrichtung
derart gestaltet ist, dass er zur Aufnahme eines aus der Gewichtskraft der Fahrmotoreinheit
resultierenden Moments ausgebildet ist. Hiermit wird in einfacher Weise eine verbesserte
Abstützung bzw. eine Reduktion der hierfür erforderlichen Bauteile erzielt. Vorzugsweise
ist bereits der den ersten Formschluss ausbildende Bereich und/oder der den zweite
Formschluss ausbildende Bereich zur Aufnahme eines aus der Gewichtskraft der Fahrmotoreinheit
resultierenden Moments ausgebildet, sodass diese Bereiche in vorteilhafter Weise sowohl
die Funktion der Abstützung in der Höhenrichtung als auch die Abstützung eines derartigen
Moments integrieren.
[0019] Der Montagepfad der Fahrmotoreinheit kann grundsätzlich einen beliebigen Verlauf
aufweisen. Bevorzugt ist der Montagepfad natürlich möglichst geradlinig gestaltet,
um die Komplexität der Bewegung der Fahrmotoreinheit bei der Montage bzw. Demontage
ist gering zu halten. Vorzugsweise definiert der Montagepfad eine Montagerichtung,
die in den beweglichkeitseingeschränkten Montageabschnitten, in denen Komponenten
der Fahrmotoreinheit in einer die freie Beweglichkeit der Fahrmotoreinheit einschränkenden
Weise an anderen Komponenten der Fahrwerkseinheit angrenzen, zumindest teilweise in
der Höhenrichtung verläuft. Bevorzugt verläuft die Montagerichtung um weniger als
30°, vorzugsweise weniger als 15°, weiter vorzugsweise weniger als 5°, zu der Höhenrichtung
geneigt, um eine möglichst einfache Hubbewegung bei der Montage/Demontage durchführen
zu können.
[0020] Die Fahrmotoreinheit kann bei der Montage/Demontage grundsätzlich eine beliebig komplexe
Bewegung entlang ihres Montagepfades ausführen, was den angrenzenden Einbauten geschuldet
sein kann. Vorzugsweise ist jedoch ein möglichst geradliniger Montagepfad vorgesehen,
um die Komplexität der Bewegung zu reduzieren und damit die Montage zu vereinfachen.
Bei besonders günstigen Varianten der vorliegenden Erfindung ist daher vorgesehen,
dass eine durch die Montagebewegung der der Fahrmotoreinheit definierte Einhüllende
der Fahrmotoreinheit bei der Montage der Fahrmotoreinheit in den beweglichkeitseingeschränkten
Montageabschnitten einen mindesterforderlichen Montagekanal mit einer Mittenlinie
definiert, wobei die Mittenlinie einen Startpunkt bei Eintritt in die beweglichkeitseingeschränkten
Montageabschnitte definiert sowie einen Endpunkt in der Stützposition definiert. Der
in einer Abstandsrichtung gemessene Abstand der Mittenlinie von einer Verbindungsgeraden
zwischen dem Startpunkt dem Endpunkt beträgt dann weniger als 15%, vorzugsweise weniger
als 5%, weiter vorzugsweise weniger als 2%, der Abmessung der Fahrmotoreinheit in
der Abstandsrichtung beträgt, um zumindest eine möglichst weit gehende Annäherung
an einen geradlinigen Verlauf zu erzielen.
[0021] Das Befestigungselement kann selbst schon so gestaltet sein, dass es das aus der
Gewichtskraft der Fahrmotoreinheit resultierende Drehmoment aufnehmen kann. Vorzugsweise
ist jedoch vorgesehen, dass das Befestigungselement in der Stützposition der Fahrmotoreinheit
in einem ersten Stützabschnitt angeordnet ist und die Fahrmotoreinheit die Motorhalteeinrichtung
zur Aufnahme von aus der Gewichtskraft der Fahrmotoreinheit resultierenden Momenten
in wenigstens einem von dem ersten Stützabschnitt beabstandeten zweiten Stützabschnitt
direkt oder über wenigstens ein Stützelement kontaktiert. Hiermit wird eine besonders
einfache Gestaltung des Befestigungselements möglich.
[0022] Das Befestigungselement kann grundsätzlich so gestaltet und/oder angeordnet sein,
dass es im Betrieb der Fahrwerkseinheit durch die aus der Gewichtskraft der Fahrmotoreinheit
resultierenden Kräfte in seiner Verriegelungsposition gehalten wird. Vorzugsweise
ist jedoch eine Sicherungseinrichtung vorgesehen, welche das Befestigungselement in
der Stützposition, insbesondere entlang der Verriegelungsrichtung, gegen eine Verschiebung
aus seiner Position sichert. Diese Sicherungseinrichtung kann an beliebiger Stelle
an der Fahrwerkseinheit befestigt sein. Vorzugsweise ist die Sicherungseinrichtung
lösbar mit der Motorhalteeinrichtung verbunden. Die Sicherungseinrichtung an in beliebiger
geeigneter Weise gestaltet sein. So können beispielsweise einfache Schrauben oder
dergleichen hierfür vorgesehen sein. Weiterhin kann die Sicherungseinrichtung wenigstens
ein Sicherungselement, insbesondere in Form einer Sicherungsplatte, umfassen, weiches
die Sicherung des Befestigungselements in seiner Verriegelungsposition sicherstellt.
[0023] Bei bevorzugten Varianten der erfindungsgemäßen Fahrwerkseinheit ist die Verbindung
zwischen dem Befestigungselement und der Motorhalteeinrichtung im Bereich des ersten
Formschlusses selbstzentrierend ausgebildet. Hierzu kann sie in einer besonders einfach
gestalteten Variante eine zumindest abschnittsweise keilförmige Ausnehmung umfassen.
Gleiches gilt zusätzlich oder alternativ für die Verbindung zwischen dem Befestigungselement
und der Fahrmotoreinheit im Bereich des zweiten Formschlusses.
[0024] Die Bewegung des Befestigungselements in seiner Verriegelungsposition kann auf beliebige
geeignete Weise erfolgen. In einer besonders einfach zu realisierenden Variante der
Erfindung ist das Befestigungselement als separates, frei in die Verriegelungsposition
bewegliches Element ausgebildet. Alternativ kann das Befestigungselement schwenkbar
an der Fahrmotoreinheit und/oder der Motorhalteeinrichtung angelenkt sein, wodurch
sich die Handhabung des Befestigungselements bei der Bewegung in die Verriegelungsposition
vereinfacht. Vergleichbares gilt für Varianten, bei denen das Befestigungselement
verschieblich an der Fahrmotoreinheit und/oder der Motorhalteeinrichtung gelagert
ist.
[0025] Es versteht sich, dass gegebenenfalls ein einziges entsprechend tragfähig gestaltetes
Befestigungselement ausreichen kann. Bei bevorzugten Varianten der erfindungsgemäßen
Fahrwerkseinheit ist jedoch eine Mehrzahl von Befestigungselementen vorgesehen, wobei
die Befestigungselemente in ihrer Verriegelungsposition, insbesondere in der Verriegelungsrichtung,
beabstandet sind. Hierdurch verringert sich zum einen der Aufwand für das einzelne
Befestigungselement. Zum anderen besteht hierbei angesichts der Bauraumrestriktionen
im Fahrwerk größerer Spielraum für die Anordnung des einzelnen Befestigungselements.
[0026] Die Erfindung lässt sich besonders vorteilhaft im Zusammenhang mit Drehgestellen
einsetzen, die einen Drehgestellrahmen als Motorhalteeinrichtung aufweisen. Dabei
kommen ihre Vorteile besonders zum Tragen, wenn das Drehgestell zwei Radeinheiten
aufweist, die jeweils von einer zugeordneten, am Drehgestellrahmen befestigten Fahrmotoreinheit
angetrieben sein können.
[0027] Die vorliegende Erfindung betrifft weiterhin ein Fahrzeug, insbesondere ein Schienenfahrzeug,
mit einem Wagenkasten und einer den Wagenkasten abstützenden erfindungsgemäßen Fahrwerkseinheit.
Hiermit lassen sich die oben beschriebenen Varianten und Vorteile in demselben Maß
realisieren, sodass hier lediglich auf die obigen Ausführungen verwiesen wird.
[0028] Die vorliegende Erfindung betrifft weiterhin das o.g. Verfahren gemäss Anspruch 13
zur Montage einer Fahrmotoreinheit an einer Fahrwerkseinheit eines Fahrzeugs, insbesondere
eines Schienenfahrzeugs, bei dem die Fahrmotoreinheit zur Montage an einer Motorhalteeinrichtung
der Fahrwerkseinheit auf einem Montagepfad in die Motorhalteeinrichtung eingesetzt
und bis in eine Stützposition gebracht wird und die Fahrmotoreinheit mittels einer
Befestigungseinrichtung an der Motorhalteeinrichtung derart befestigt wird, dass die
Fahrmotoreinheit im Wesentlichen starr an der Motorhalteeinrichtung in einer Höhenrichtung
über wenigstens einen Formschluss abgestützt wird. Die Befestigungseinrichtung umfasst
wenigstens ein Befestigungselement, das mit der Motorhalteeinrichtung und der Fahrmotoreinheit
in der Stützposition in Eingriff gebracht wird. Die Motorhalteeinrichtung ist zur
Abstützung auf wenigstens einer durch die Fahrmotoreinheit anzutreibenden Radeinheit
in der Höhenrichtung ausgebildet ist und definiert eine Längsrichtung, eine Querrichtung
sowie die Höhenrichtung. Das Befestigungselement wird bei im Bereich der Stützposition
befindlicher Fahrmotoreinheit in einer quer zur Montagerichtung verlaufenden Verriegelungsrichtung
in eine Verriegelungsposition gebracht, wobei das Befestigungselement in der Verriegelungsposition
zur Abstützung der Fahrmotoreinheit in der Höhenrichtung über einen in der Höhenrichtung
wirkenden ersten Formschluss mit der Motorhalteeinrichtung zusammenwirkt und über
einen in der Höhenrichtung wirkenden zweiten Formschluss mit der Fahrmotoreinheit
zusammenwirkt. Auch hiermit lassen sich die oben beschriebenen Varianten und Vorteile
in demselben Maß realisieren, sodass hier lediglich auf die obigen Ausführungen verwiesen
wird.
[0029] Weitere bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
bzw. der nachstehenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele, welche auf die
beigefügten Zeichnungen Bezug nimmt. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische perspektivische Draufsicht auf einen Teil einer bevorzugten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Fahrzeugs mit einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Fahrwerkseinheit, bei dem sich eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Montageverfahrens durchführen lässt;
- Figur 2
- eine schematische Ansicht eines Teils des Fahrzeugs entlang der Linie II-II aus Figur
1 in einem Zustand mit in ihrer Stützposition befindlicher Fahrmotoreinheit;
- Figur 3
- eine schematische Ansicht des Teils des Fahrzeugs aus Figur 2 in einem Zustand während
des Anhebens der Fahrmotoreinheit;
- Figur 4
- eine schematische Ansicht des Teils des Fahrzeugs aus Figur 2 in einem Zustand mit
in der Nähe der Stützposition befindlicher Fahrmotoreinheit;
- Figur 5
- eine schematische Draufsicht auf einen Teil einer weiteren, zur Erfindung nicht gehörenden
Ausführungsform einer Fahrwerkseinheit;
- Figur 6
- eine schematische Draufsicht auf einen Teil einer weiteren, zur Erfindung nicht gehörenden
Ausführungsform einer Fahrwerkseinheit;
- Figur 7
- eine schematische Draufsicht auf einen Teil einer weiteren, zur Erfindung nicht gehörenden
Ausführungsform einer Fahrwerkseinheit;
- Figur 8
- eine schematische Draufsicht auf einen Teil einer weiteren, zur Erfindung nicht gehörenden
Ausführungsform einer Fahrwerkseinheit.
Erstes Ausführungsbeispiel (Erfindung)
[0030] Die Figuren 1 bis 4 zeigen schematische Ansichten von Teilen eines erfindungsgemäßen
Fahrzeugs in Form eines Schienenfahrzeugs 101, welches einen Wagenkasten (nicht dargestellt)
umfasst, der auf einer Fahrwerkseinheit in Form eines Drehgestells 102 abgestützt
ist. Das Drehgestell 102 umfasst einen Drehgestellrahmen 103, an dem eine Fahrmotoreinheit
104 befestigt ist, sodass der Drehgestellrahmen 103 mithin also eine Motorhalteeinrichtung
im Sinne der vorliegenden Erfindung bildet.
[0031] Zum einfacheren Verständnis der nachfolgenden Erläuterungen ist in den Figuren ein
Fahrwerks-Koordinatensystem x,y,z angegeben (das im geraden ebenen Gleis mit dem Koordinatensystem
des Fahrzeugs 102 zusammenfällt). In diesem Koordinatensystem bezeichnet die x-Koordinate
die Längsrichtung des Drehgestellrahmens, die y-Koordinate die Querrichtung des Drehgestellrahmens
103 und die z-Koordinate die Höhenrichtung des Drehgestellrahmens 103.
[0032] Der Drehgestellrahmen 103 ist in der Höhenrichtung (z-Richtung) auf zwei Radeinheiten
(nicht dargestellt) in Form von Radsätzen abgestützt, die jeweils von einer Fahrmotoreinheit
104 angetrieben werden. Die Fahrmotoreinheit 104 ist in ihrer in den Figuren 1 und
2 zwei dargestellten Stützposition über eine Befestigungseinrichtung 105 im Wesentlichen
starr an den Drehgestellrahmen 103 befestigt und in somit der Höhenrichtung (z-Richtung)
abgestützt.
[0033] Zu diesem Zweck umfasst die Befestigungseinrichtung 105 vier Befestigungselemente
106, die sich in den in den Figuren 1 und 2 dargestellten Zuständen in einer Verriegelungsposition
befinden, in der sie einerseits jeweils mit einem ersten Befestigungsabschnitt 103.1
des Drehgestellrahmens 103 und andererseits mit einem zweiten Befestigungsabschnitt
104.1 der Fahrmotoreinheit 104 in formschlüssigem Eingriff befinden, wie dies nachfolgend
anhand eines der Befestigungselement 106 beschrieben wird.
[0034] So ist zum einen an dem ersten Befestigungsabschnitt 103.1 ein erster Vorsprung 103.2
ausgebildet, der in eine zumindest abschnittsweise komplementäre erste Ausnehmung
in Form einer ersten Nut 105.1 in dem Befestigungselement 106 eingreift. Zum anderen
ist an der Fahrmotoreinheit 104 ein zweiter Vorsprung 104.2 ausgebildet, der in eine
zumindest abschnittsweise komplementäre zweite Ausnehmung in Form einer zweiten Nut
106.2 eingreift.
[0035] Der erste Befestigungsabschnitt 103.1 ist im vorliegenden Beispiel durch ein entsprechendes
Formteil realisiert, welches an den Drehgestellrahmen 103 befestigt ist, beispielsweise
verschweißt ist. Es versteht sich jedoch, dass bei anderen Varianten der Erfindung
auch vorgesehen sein kann, dass der erste Befestigungsabschnitt monolithisch mit dem
Drehgestellrahmen ausgebildet ist. Ebenso kann eine beliebige lösbare Verbindung mit
dem Drehgestellrahmen vorgesehen sein.
[0036] Der zweite Vorsprung 104.2 ist jeweils durch einen sich in der Querrichtung (y-Richtung)
erstreckenden stiftartigen Vorsprung gebildet, der am freien Ende einer sich in der
Längsrichtung (x-Richtung) erstreckenden Befestigungslasche 104.3 der Fahrmotoreinheit
104 angeordnet ist.
[0037] Wie der Figur 1 zu entnehmen ist, sind im vorliegenden Beispiel in einem ersten Stützabschnitt
107.1 im Bereich der Oberseite der Fahrmotoreinheit 104 zwei in der Querrichtung beanstandete
erste Befestigungslaschen 104.3 vorgesehen, an denen jeweils zwei solche in entgegengesetzte
Richtung weisende stiftartige Vorsprünge 104.2 vorgesehen sind, um eine in Querrichtung
möglichst gleichmäßige Abstützung der Fahrmotoreinheit 104 zu erzielen. Es versteht
sich jedoch, dass bei anderen Varianten der Erfindung auch eine andere Anzahl von
ersten Befestigungslaschen und/oder stiftartigen Vorsprüngen vorgesehen sein kann.
Insbesondere kann eine einzige Geste Befestigungslasche mit einem einzigen stiftartigen
Vorsprung ausreichen.
[0038] Durch die zur Höhenrichtung geneigt verlaufenden Begrenzungsflächen des ersten Vorsprungs
103.2 und der zugeordneten ersten Nut 106.1 ist ein in der Höhenrichtung wirkender
erster Formschluss zwischen dem Drehgestellrahmen 103 und dem Befestigungselement
106 realisiert, während über die zur Höhenrichtung geneigt verlaufenden Begrenzungsflächen
des zweiten Vorsprungs 104.2 und der zugeordneten zweiten Nut 106.2 ein ebenfalls
in der Höhenrichtung wirkender zweiter Formschluss zwischen dem Befestigungselement
106 und der Fahrmotoreinheit 104 realisiert ist, sodass die Fahrmotoreinheit 104 über
das Befestigungselement 106 in der Höhenrichtung (als einer ersten Stützrichtung)
auf dem Drehgestellrahmen 103 verliersicher abgestützt ist.
[0039] Dank der jeweiligen Paarung aus Vorsprung und komplementärer Ausnehmung ist durch
die zur Längsrichtung geneigt verlaufenden Begrenzungsflächen des ersten Vorsprungs
103.2 und der ersten Nut 106.1 weiterhin ein in der Längsrichtung (x-Richtung) wirkender
dritter Formschluss zwischen dem Drehgestellrahmen 103 und dem Befestigungselement
106 realisiert. Mithin ist hierdurch also ein Formschluss in einer zweiten Stützrichtung
(x-Richtung) realisiert, die quer zu der ersten Stützrichtung (z-Richtung) verläuft.
Ebenso ist über die zur Längsrichtung geneigt verlaufenden Begrenzungsflächen des
zweiten Vorsprungs 104.2 und der zweiten Nut 106.2 ein ebenfalls in der Längsrichtung
wirkender vierter Formschluss zwischen dem Befestigungselement 106 und der Fahrmotoreinheit
104 realisiert. Demgemäß ist die Fahrmotoreinheit 104 über das Befestigungselement
106 ebenfalls formschlüssig in der Längsrichtung verliersicher an dem Drehgestellrahmen
103 abgestützt.
[0040] Durch die komplementäre Gestaltung der Vorsprünge 103.2 bzw. 104.2 und der Nuten
106.1 bzw. 106.2 ist das Befestigungselement 106 grundsätzlich geeignet, aus der Gewichtskraft
der Fahrmotoreinheit 104 resultierende Momente in den Drehgestellrahmen 103 einzuleiten.
Um jedoch die Einleitung von Biegemomenten in das Befestigungselement 106 zu reduzieren
und den Ausgleich von Fertigungstoleranzen zuzulassen, sind die Vorsprünge 104.2 um
eine in Querrichtung verlaufende Achse drehbar an der Befestigungslasche 104.3 angeordnet.
[0041] Die erste Nut 106.1 und die zweiten Nut 106.2 sind einander abgewandt, sodass das
Befestigungselement 106 eine im Wesentlichen S-förmige Gestalt aufweist. Weiterhin
sind die erste Nut 106.1 und die zweite Nut 106.2 abschnittsweise keilförmig gestaltet,
sodass es im Zusammenwirken mit den komplementären Abschnitten der Vorsprünge 103.2
bzw. 104.2 in vorteilhafter Weise zu einer Selbstzentrierung des jeweiligen Formschlusses
kommt. Es versteht sich jedoch, dass bei anderen Varianten der Erfindung eine Ausrichtung
des Befestigungselements bezüglich des Drehgestellrahmens und/oder der Fahrmotoreinheit
auf andere Weise bzw. durch separate Justagemittel oder dergleichen erfolgen kann.
[0042] Die zweite Nut 106.2 ist weiterhin so gestaltet, dass ihre den Nutgrund abgewandte
Öffnung derart verengt ist, dass der zweite Vorsprung 104.2 nicht nach oben aus der
zweiten Nut 106.2 herausgeführt werden kann. Hierüber ist somit in einfacher Weise
eine weitere Verliersicherung realisiert.
[0043] Zur Abstützung von aus der Gewichtskraft der Fahrmotoreinheit 104 resultierenden
Momenten ist in einem im Bereich der Unterseite der Fahrmotoreinheit 104 angeordneten
zweiten Stützabschnitt 107.2 weiterhin eine zweite Befestigungslasche 104.4 angeordnet,
an deren freien Ende ein Stützelement 104.5 befestigt ist, welches einen dritten Stützabschnitt
103.3 des Drehgestellrahmens 103 kontaktiert. Die Befestigungslasche 104.4 ist in
Querrichtung (y-Richtung) etwa mittig zwischen den beiden Befestigungslaschen 104.3
angeordnet.
[0044] Die Kontaktflächen zwischen dem Stützelement 104.5 und dem dritten Stützabschnitt
103.3 sind so gestaltet, dass ein Formschluss in der Längsrichtung (x-Richtung) realisiert
ist. Im vorliegenden Beispiel verlaufen die Kontaktflächen hierzu senkrecht zur Längsrichtung.
[0045] Das Stützelement 104.5 ist zum Ausgleich von Fertigungstoleranzen wiederum um eine
in der Querrichtung (y-Richtung) verlaufende Achse drehbar an der zweiten Befestigungslasche
104.4 gelagert. Dies hat auch zufolge, dass über das Stützelement 104.5 primär eine
Stützkraft in Richtung der Längsachse in die Fahrmotoreinheit 104 eingeleitet wird.
[0046] Wie insbesondere der Figur 3 zu entnehmen ist, wird die Fahrmotoreinheit 104 im vorliegenden
Beispiel von einer (in Figur 3 durch die gestrichelte Kontur 110 angedeuteten) Startposition
von der Unterseite 103.4 des Drehgestellrahmens 103 her in den Drehgestellrahmen 103
eingesetzt. Hierbei wird die Fahrmotoreinheit 104 in einer Montagebewegung auf einem
Montagepfad 108 bis zu ihrer (in Figur 3 durch die gepunktete Kontur 111 angedeutete)n
Stützposition geführt.
[0047] Bei dieser Montagebewegung definiert die Fahrmotoreinheit 104 eine Einhüllende 109,
die wiederum eine Mittellinie 109.1 definiert, die entlang der Montagerichtung verläuft.
Diese Einhüllende 109 stellt einen mindesterforderlichen Montagekanal dar, der für
die Montage der Fahrmotoreinheit 104, mithin also die Bewegung der Fahrmotoreinheit
104 in ihre Stützposition, freizuhalten ist.
[0048] Wie der Figur 3 weiterhin zu entnehmen ist, sind die Befestigungselemente 106 beim
Einsetzen der Fahrmotoreinheit 104 in den Drehgestellrahmen 103 zunächst sowohl von
dem Drehgestellrahmen 103 als auch der Fahrmotoreinheit 104 entfernt. Erst wenn die
Fahrmotoreinheit 104 eine gegenüber der Stützposition um einen Abstand H leicht erhöhte
Zwischenposition erreicht hat, wie sie in Figur 4 angedeutet ist, werden die Befestigungselemente
106 in einer in der Querrichtung (y-Richtung) verlaufenden Verriegelungsrichtung (von
beiden Seiten der jeweiligen Befestigungslasche 104.3 her) zwischen den Drehgestellrahmen
103 und die Fahrmotoreinheit 104 eingesetzt. Ist dies geschehen, wird die Fahrmotoreinheit
104 in ihre Stützposition abgesenkt, in der sie über die Befestigungselemente 106
und das Stützelement 104.5 an dem Drehgestellrahmen 103 abgestützt wird.
[0049] Dank der bei der Montagebewegung zunächst in der beschriebenen Weise entfernten bzw.
nicht vorhandenen Befestigungselemente 106 kann der zweite Vorsprung 104.2 an der
Fahrmotoreinheit 104 (in der Längsrichtung) in einem sehr geringen Abstand D an dem
Drehgestellrahmen 103, insbesondere an den ersten Vorsprung 103.2, vorbeigeführt werden,
ohne dass hierfür eine Ausweichbewegung quer zur Montagerichtung, insbesondere in
der Längsrichtung (x-Richtung) und/oder der Querrichtung (y-Richtung), erforderlich
ist.
[0050] Hiermit ist es im vorliegenden Beispiel insbesondere möglich, den Montagekanal 109
bzw. seine Mittellinie 109.1 in den beweglichkeitseingeschränkten Montageabschnitten,
in denen die Fahrmotoreinheit 104 durch angrenzende Bauteile des Drehgestells 102
(insbesondere des Drehgestellrahmens 103) in ihrer freien Beweglichkeit eingeschränkt
ist, geradlinig zu gestalten.
[0051] Hierdurch wird zum einen erreicht, dass der Montagekanal 109 möglichst wenig Bauraum
beansprucht. Zum anderen wird hierdurch eine besonders einfach zu bewerkstelligende
Montagebewegung der Fahrmotoreinheit 104 erzielt, nämlich im vorliegenden Beispiel
eine einfache geradlinige Hubbewegung in der Höhenrichtung.
[0052] Die Mittellinie 109.1 verläuft im gezeigten Beispiel (siehe Figur 3) in den beweglichkeitseingeschränkten
Montageabschnitten zwischen einem Startpunkt 109.2 und einem Endpunkt 109.3 geradlinig.
[0053] Der Startpunkt 109.2 und der Endpunkt 109.3 sind im vorliegenden Beispiel durch den
Schnittpunkt der Mittellinie 109.1 mit der zur Höhenrichtung senkrechten Ebene in
der Startposition (siehe Kontur 110 in Figur 3, die den Eintritt in die beweglichkeitseingeschränkten
Montageabschnitte markiert) bzw. der Stützposition (siehe Kontur 111 in Figur 3) definiert,
in welcher die Längsachse der Antriebswelle der Fahrmotoreinheit 104 liegt. Es versteht
sich jedoch, dass bei anderen Varianten der Erfindung auch jeder beliebige andere
Bezugspunkt der Fahrmotoreinheit 104 gewählt werden kann, um den Startpunkt und den
Endpunkt auf der Mittellinie des Montagekanals zu definieren.
[0054] Wie Figur 3 durch die strichzweipunktierte Kontur 112 angedeutet ist, kann bei anderen
Varianten der Erfindung auch ein beliebiger anderweitiger (abschnittsweise geradliniger
und/oder abschnittsweise gekrümmter) Verlauf des Montagekanals 109 und damit der Mittellinie
109.1 zwischen den Startpunkt 109.2 und den Endpunkt 109.3 vorgesehen sein. Vorzugsweise
liegt der maximale Abstand A zwischen der Mittellinie 112 und der Verbindungsgeraden
des Startpunkts 109.2 und den Endpunkts 109.3 bei weniger als 15% der maximalen Abmessung
M der Fahrmotoreinheit 104 (in der Richtung des Abstands A). Hierdurch ist ein möglichst
nahe an den geradlinigen Verlauf angenäherter Montagekanal mit geringem Platzbedarf
und einfache zu realisierender Montagebewegung erzielt.
[0055] Im vorliegenden Beispiel verläuft der Montagekanal 109, dessen Mittellinie 109.1
und damit auch die Montagerichtung parallel zu der Höhenrichtung. Es versteht sich
jedoch, dass bei anderen Varianten der Erfindung vorgesehen sein kann, dass die Mittellinie
des Montagekanals bzw. die Montagerichtung zu der Höhenrichtung geneigt verlaufen
kann. Vorzugsweise beträgt die Neigung weniger als 30°, um eine möglichst einfach
zu realisierende Montagebewegung zu erzielen.
[0056] Sobald sich die Befestigungselemente 106 in ihrer in den Figuren 1 und 2 dargestellten
Verriegelungsposition befinden und sich die Fahrmotoreinheit 104 in ihrer Stützposition
befindet, werden die Befestigungselemente 106 über Sicherungselemente 113.1, 113.2
einer Sicherungseinrichtung 113 in ihrer Lage bezüglich des Drehgestellrahmens 103
und der Fahrmotoreinheit 104 gesichert. Insbesondere wird hierdurch verhindert, dass
sich die Befestigungselemente im Betrieb des Fahrzeugs 101 (beispielsweise infolge
von Vibrationen) aus ihrer Verriegelungsposition lösen.
[0057] Im vorliegenden Beispiel werden hierzu zum einen Sicherungsplatten 113.1 mit dem
Drehgestellrahmen 103 verschraubt, um eine Bewegung des Befestigungselements 106 in
der Querrichtung zu verhindern. Weiterhin werden die Befestigungselemente 106 über
Sicherungsschrauben 113.2 mit den Vorsprüngen 104.2 verschraubt. Es versteht sich
jedoch, dass auch beliebige andere Sicherungselemente zum Einsatz kommen können. Schließlich
wird das Stützelement 104.5 noch mit dem zweiten Stützabschnitt 103.3 des Drehgestellrahmens
103 verschraubt, um in diesem Bereich eine Abhebesicherung zu realisieren. Auch hier
versteht es sich, dass ein beliebiger anderer geeigneter Sicherungsmechanismus zum
Einsatz kommen kann.
Zweites Ausführungsbeispiel
[0058] Eines weitere, zur Erfindung nicht gehörenden Ausführungsform einer Fahrwerkseinheit
202, die in dem Fahrzeug 101 anstelle der Fahrwerkseinheit 102 zum Einsatz kommen
kann ist in Figur 5 dargestellt. Die Fahrwerkseinheit 202 entspricht dabei in ihrer
grundsätzlichen Gestaltung und Funktionsweise der Fahrwerkseinheit 102 aus den Figuren
1 bis 4, sodass hier lediglich auf die Unterscheide eingegangen werden soll. Insbesondere
sind gleichartige Bauteile mit um den Wert 100 erhöhten Bezugziffern versehen. Insoweit
nachfolgend keine abweichenden Angaben gemacht werden, wird bezüglich der Merkmale
dieser Bauteile ausdrücklich auf die obigen Ausführungen verwiesen.
[0059] Der einzige Unterschied zur Ausführung aus Figur 1 bis 4 besteht in der Gestaltung
der Befestigungselemente 206, insbesondere der ersten Ausnehmung 206.1 und der zweiten
Ausnehmungen 206.2, die beide nicht als Nut sondern als einfache Durchgangsöffnung
in dem Befestigungselement 206 ausgebildet sind. Dementsprechend ist auch der erste
Vorsprung 203.2 abweichend gestaltet, nämlich (ähnlich dem zweiten Vorsprung 104.2)
als in Querrichtung ausgerichteter stiftartiger Vorsprung an einer Befestigungslasche
203.1 des Drehgestellrahmens 203.
Drittes Ausführungsbeispiel
[0060] Eine weitere, zur Erfindung nicht gehörenden Ausführung einer Fahrwerkseinheit 302,
die in dem Fahrzeug 101 anstelle der Fahrwerkseinheit 102 zum Einsatz kommen kann
ist in Figur 6 dargestellt. Die Fahrwerkseinheit 302 entspricht dabei in ihrer grundsätzlichen
Gestaltung und Funktionsweise der Fahrwerkseinheit 102 aus den Figuren 1 bis 4, sodass
hier lediglich auf die Unterscheide eingegangen werden soll. Insbesondere sind gleichartige
Bauteile mit um den Wert 200 erhöhten Bezugziffern versehen. Insoweit nachfolgend
keine abweichenden Angaben gemacht werden, wird bezüglich der Merkmale dieser Bauteile
ausdrücklich auf die obigen Ausführungen verwiesen.
[0061] Der einzige Unterschied zur Ausführung aus Figur 1 bis 4 besteht in der Gestaltung
der Befestigungselemente 306, die in diesem Beispiel nicht als separate Elemente sondern
als um eine (in Höhenrichtung verlaufende) Schwenkachse 306.3 schwenkbar an dem Drehgestellrahmen
303 angelenkt sind. Für die Montage der Fahrmotoreinheit 104 werden die Befestigungselemente
306 zunächst um die Schwenkachse 306.3 aus dem Montagekanal heraus geschwenkt und
erst in die gezeigte Position verschwenkt und mit der Fahrmotoreinheit 104 in Eingriff
gebracht, wenn sich diese in der dargestellten Zwischenposition im Bereich der Stützposition
befindet. Danach wird die Fahrmotoreinheit 104 in ihre Stützposition abgesenkt.
Viertes Ausführungsbeispiel
[0062] Eine weitere, zur Erfindung nicht gehörenden Ausführung einer Fahrwerkseinheit 402,
die in dem Fahrzeug 101 anstelle der Fahrwerkseinheit 102 zum Einsatz kommen kann
ist in Figur 7 dargestellt. Die Fahrwerkseinheit 402 entspricht dabei in ihrer grundsätzlichen
Gestaltung und Funktionsweise der Fahrwerkseinheit 102 aus den Figuren 1 bis 4, sodass
hier lediglich auf die Unterscheide eingegangen werden soll. Insbesondere sind gleichartige
Bauteile mit um den Wert 300 erhöhten Bezugziffern versehen. Insoweit nachfolgend
keine abweichenden Angaben gemacht werden, wird bezüglich der Merkmale dieser Bauteile
ausdrücklich auf die obigen Ausführungen verwiesen.
[0063] Der einzige Unterschied zur Ausführung aus Figur 1 bis 4 besteht in der Gestaltung
der Befestigungselemente 406, die in diesem Beispiel als in der Längsrichtung (x-Richtung)
verschieblich in dem Drehgestellrahmen 403 gelagerte Elemente gestaltet sind. Für
die Montage der Fahrmotoreinheit 104 werden die Befestigungselemente 406 zunächst
in der Längsrichtung aus dem Montagekanal heraus gezogen (wie dies in Figur 7 durch
die gestrichelte Kontur 414 angedeutet ist) und erst in die gezeigte Position verschoben
und mit der Fahrmotoreinheit 104 in Eingriff gebracht, wenn sich diese in der dargestellten
Zwischenposition im Bereich der Stützposition befindet. Danach wird die Fahrmotoreinheit
104 in ihre Stützposition abgesenkt, in der dann der zweite Vorsprung 104.2 in der
bekannten Weise in die zweite Nut 406.2 des Befestigungselements 406 formschlüssig
eingreift.
[0064] Das Befestigungselement 406 kann in dieser Position durch geeignete Mittel verriegelt
werden. Ebenso können natürlich wiederum das Befestigungselement 406 und die Fahrmotoreinheit
104 über eine geeignete Abhebesicherung miteinander verbunden werden.
Fünftes Ausführungsbeispiel
[0065] Eine weitere, nicht zur Erfindung gehörenden Fahrwerkseinheit 502, die in dem Fahrzeug
101 anstelle der Fahrwerkseinheit 102 zum Einsatz kommen kann ist schließlich in Figur
8 dargestellt. Die Fahrwerkseinheit 502 entspricht dabei in ihrer grundsätzlichen
Gestaltung und Funktionsweise der Fahrwerkseinheit 102 aus den Figuren 1 bis 4, sodass
hier lediglich auf die Unterscheide eingegangen werden soll. Insbesondere sind gleichartige
Bauteile mit um den Wert 300 erhöhten Bezugziffern versehen. Insoweit nachfolgend
keine abweichenden Angaben gemacht werden, wird bezüglich der Merkmale dieser Bauteile
ausdrücklich auf die obigen Ausführungen verwiesen.
[0066] Der einzige Unterschied zur Ausführung aus Figur 1 bis 4 besteht auch hier in der
Gestaltung der Befestigungselemente 506, die in diesem Beispiel wiederum als in der
Längsrichtung (x-Richtung) verschieblich in dem Drehgestellrahmen 503 gelagerte Elemente
gestaltet sind. Für die Montage der Fahrmotoreinheit 104 werden die Befestigungselemente
506 zunächst in der Längsrichtung aus dem Montagekanal heraus gezogen (wie dies in
Figur 7 durch die gestrichelte Kontur 514 angedeutet ist) und erst in die gezeigte
Position verschoben und mit der Fahrmotoreinheit 104 in Eingriff gebracht, wenn sich
diese in der dargestellten Zwischenposition im Bereich der Stützposition befindet.
Das Befestigungselement 506 kann in dieser Position durch geeignete Mittel verriegelt
werden. Danach wird die Fahrmotoreinheit 104 in ihre Stützposition abgesenkt, in der
dann der zweite Vorsprung 104.2 auf der zu Höhenrichtung senkrechten Oberfläche des
Befestigungselements 506 aufliegt.
[0067] Hierdurch wird lediglich ein Formschluss in der Höhenrichtung zwischen dem Befestigungselement
506 und dem zweiten Vorsprung 104.2 realisiert. Um eine Lagesicherung zwischen dem
Befestigungselement 506 und dem zweiten Vorsprung 104.2 zu erzielen werden das Befestigungselement
506 und die Fahrmotoreinheit 104 über eine geeignete Sicherung miteinander verbunden,
sodass quer zu der Höhenrichtung beispielsweise eine reibschlüssige Verbindung vorliegt.
[0068] Die vorliegende Erfindung wurde vorstehend ausschließlich anhand von Beispielen beschrieben,
bei denen die Verriegelungsrichtung der Befestigungselemente parallel zu der Querrichtung
(y-Richtung) verläuft. Es versteht sich jedoch, dass bei anderen Varianten der Erfindung
auch vorgesehen sein kann, dass die Verriegelungsrichtung eine beliebige andere Ausrichtung
quer zur Höhenrichtung aufweist. Insbesondere kann die Verriegelungsrichtung beispielsweise
auch parallel zu der Längsrichtung (x-Richtung) verlaufen.
[0069] Die vorliegende Erfindung wurde vorstehend weiterhin ausschließlich anhand von Beispielen
für Schienenfahrzeuge beschrieben. Es versteht sich jedoch, dass die Erfindung auch
in Verbindung mit beliebigen anderen Fahrzeugen zum Einsatz kommen kann.
1. Fahrwerkseinheit für ein Fahrzeug, insbesondere ein Schienenfahrzeug, mit
- einer Motorhalteeinrichtung (103) insbesondere einem Fahrwerksrahmen, und
- einer mit der Motorhalteeinrichtung (103) verbindbaren Befestigungseinrichtung (105)
für eine Fahrmotoreinheit (104), wobei
- die Motorhalteeinrichtung (103) eine Längsrichtung in Fahrtrichtung eines Fahrzeuges,
eine Querrichtung, eine Höhenrichtung sowie in der Höhenrichtung eine Oberseite und
eine Unterseite (103.4) definiert,
- die Motorhalteeinrichtung (103) zur Abstützung auf wenigstens einer durch die Fahrmotoreinheit
(104) anzutreibenden Radeinheit in der Höhenrichtung ausgebildet ist,
- die Befestigungseinrichtung (105) zur im Wesentlichen starren Abstützung der Fahrmotoreinheit
(104) an der Motorhalteeinrichtung (103) in der Höhenrichtung über wenigstens einen
Formschluss ausgebildet ist,
- die Befestigungseinrichtung (105) derart ausgebildet ist, dass die Fahrmotoreinheit
(104) zur Montage der Fahrmotoreinheit (104) an der Motorhalteeinrichtung (103) auf
einem Montagepfad (108), insbesondere von der Unterseite (103.4) der Motorhalteeinrichtung
(103) her, in die Motorhalteeinrichtung (103) einsetzbar ist,
- die Befestigungseinrichtung (105) wenigstens ein mit der Motorhalteeinrichtung (103)
und der Fahrmotoreinheit (104) in Eingriff bringbares Befestigungselement (106) aufweist,
wobei
- das Befestigungselement (106) bei im Bereich der Stützposition befindlicher Fahrmotoreinheit
(104) in einer quer zur Montagerichtung verlaufenden Verriegelungsrichtung in eine
Verriegelungsposition bewegbar ist, wobei
- das Befestigungselement (106) in der Verriegelungsposition zur Abstützung der Fahrmotoreinheit
(104) in der Höhenrichtung über einen in der Höhenrichtung wirkenden ersten Formschluss
mit der Motorhalteeinrichtung (103) zusammenwirkt und über einen in der Höhenrichtung
wirkenden zweiten Formschluss mit der Fahrmotoreinheit (104) zusammenwirkt, dadurch gekennzeichnet, dass
- der erste Formschluss über einen Vorsprung (103.2) an der Motorhalteeinrichtung
(103) realisiert ist, der in eine zugeordnete erste Ausnehmung (106.1) in dem Befestigungselement
(106) eingreift, und
- der zweite Formschluss über einen Vorsprung (104.2) an der Fahrmotoreinheit (104)
realisiert ist, der in eine zugeordnete zweite Ausnehmung (106.2) in dem Befestigungselement
(106) eingreift, wobei
- die Ausnehmungen (106.1, 106.2) nach Art einer Nut ausgebildet sind und
- das Befestigungselement (106) im Wesentlichen S-förmig mit voneinander abgewandter
erster Ausnehmung (106.1) und zweiter Ausnehmung (106.2) ausgebildet ist.
2. Fahrwerkseinheit nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Höhenrichtung eine erste Stützrichtung ist und
- das Befestigungselement (106) in der Verriegelungsposition zur Abstützung der Fahrmotoreinheit
(104) in einer quer zur ersten Stützrichtung verlaufenden zweiten Stützrichtung ausgebildet
ist,
wobei
- die zweite Stützrichtung insbesondere quer zu der Verriegelungsrichtung verläuft
und/oder wobei
- das Befestigungselement (106) insbesondere über einen in der
zweiten Stützrichtung wirkenden dritten Formschluss mit der
Motorhalteeinrichtung (103) zusammenwirkt
und/oder wobei das Befestigungselement (106) insbesondere über einen in der zweiten
Stützrichtung wirkenden vierten Formschluss mit der Fahrmotoreinheit (104) zusammenwirkt.
3. Fahrwerkseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- ein Kontaktbereich zwischen dem Befestigungselement (106) und der Fahrmotoreinheit
(104) und/oder ein Kontaktbereich zwischen dem Befestigungselement (106) und der Motorhalteeinrichtung
(103) derart gestaltet ist, dass er zur Aufnahme eines aus der Gewichtskraft der Fahrmotoreinheit
(104) resultierenden Moments ausgebildet ist, wobei
- insbesondere der den ersten Formschluss ausbildende Bereich und/oder der den zweite
Formschluss ausbildende Bereich zur Aufnahme eines aus der Gewichtskraft der Fahrmotoreinheit
(104) resultierenden Moments ausgebildet ist.
4. Fahrwerkseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Montagepfad (108) eine Montagerichtung definiert, die in den beweglichkeitseingeschränkten
Montageabschnitten, in denen Komponenten der Fahrmotoreinheit (104) in einer die freie
Beweglichkeit der Fahrmotoreinheit (104) einschränkenden Weise an anderen Komponenten
der Fahrwerkseinheit angrenzen, zumindest teilweise in der Höhenrichtung verläuft,
wobei
- die Montagerichtung insbesondere um weniger als 30°, vorzugsweise weniger als 15°,
weiter vorzugsweise weniger als 5°, zu der Höhenrichtung geneigt verläuft.
5. Fahrwerkseinheit nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
- eine durch die Montagebewegung der Fahrmotoreinheit (104) definierte Einhüllende
der Fahrmotoreinheit (104) bei der Montage der Fahrmotoreinheit (104) in den beweglichkeitseingeschränkten
Montageabschnitten einen mindesterforderlichen Montagekanal (109) mit einer Mittenlinie
(109.1; 112) definiert, wobei
- die Mittenlinie (109.1; 112) einen Startpunkt (109.2) bei Eintritt in die beweglichkeitseingeschränkten
Montageabschnitte definiert sowie einen Endpunkt (109.3) in der Stützposition definiert
und
- der in einer Abstandsrichtung gemessene Abstand der Mittenlinie (109.1; 112) von
einer Verbindungsgeraden zwischen dem Startpunkt (109.2) und dem Endpunkt (109.3)
weniger als 15%, vorzugsweise weniger als 5%, weiter vorzugsweise weniger als 2%,
der Abmessung der Fahrmotoreinheit (104) in der Abstandsrichtung beträgt, insbesondere
die Mittenlinie (109.1) im Wesentlichen geradlinig ausgebildet ist.
6. Fahrwerkseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das Befestigungselement (106) in der Stützposition der Fahrmotoreinheit (104) in
einem ersten Stützabschnitt (107.1) angeordnet ist und
- die Fahrmotoreinheit (104) die Motorhalteeinrichtung r (103) zur Aufnahme von aus
der Gewichtskraft der Fahrmotoreinheit (104) resultierenden Momenten in wenigstens
einem von dem ersten Stützabschnitt (107.1) beabstandeten zweiten Stützabschnitt (107.2)
direkt oder über wenigstens ein Stützelement (104.5) kontaktiert
7. Fahrwerkseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- eine Sicherungseinrichtung (113) vorgesehen ist, welche das Befestigungselement
(106) in der Stützposition, insbesondere entlang der Verriegelungsrichtung, gegen
eine Verschiebung aus seiner Position sichert, wobei
- die Sicherungseinrichtung (113) insbesondere lösbar mit der Motorhalteeinrichtung
(103) verbunden ist
und/oder
- die Sicherungseinrichtung (113) insbesondere wenigstens ein Sicherungselement, insbesondere
in Form einer Sicherungsplatte (113.1), umfasst.
8. Fahrwerkseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Verbindung zwischen dem Befestigungselement (106) und der
Motorhalteeinrichtung r (103) im Bereich des ersten Formschlusses selbstzentrierend
ausgebildet ist, insbesondere eine zumindest abschnittsweise keilförmige Ausnehmung
(106.1) umfasst,
und/oder
- die Verbindung zwischen dem Befestigungselement (106) und der
Fahrmotoreinheit (104) im Bereich des zweiten Formschlusses selbstzentrierend ausgebildet
ist, insbesondere eine zumindest abschnittsweise keilförmige Ausnehmung (106) umfasst.
9. Fahrwerkseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das Befestigungselement (106) als frei in die Verriegelungsposition bewegliches
Element ausgebildet ist.
10. Fahrwerkseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- eine Mehrzahl von Befestigungselementen (106) vorgesehen ist, wobei
- die Befestigungselemente (106) in ihrer Verriegelungsposition, insbesondere in der
Verriegelungsrichtung, beabstandet sind.
11. Fahrwerkseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- sie als Drehgestell (102) mit einem Drehgestellrahmen (103) als Motorhalteeinrichtung
ausgebildet ist, wobei
- das Drehgestell (102) insbesondere zwei Radeinheiten aufweist, die insbesondere
jeweils von einer zugeordneten, am Drehgestellrahmen (103) befestigten Fahrmotoreinheit
(104) angetrieben werden.
12. Fahrzeug, insbesondere Schienenfahrzeug, mit einem Wagenkasten und einer den Wagenkasten
abstützenden Fahrwerkseinheit (102) nach einem
der vorhergehenden Ansprüche.
13. Verfahren zur Montage einer Fahrmotoreinheit an einer Fahrwerkseinheit eines Fahrzeugs,
insbesondere eines Schienenfahrzeugs, bei dem
- die Fahrmotoreinheit (104) zur Montage an einer Motorhalteeinrichtung r (103) der
Fahrwerkseinheit (102) auf einem Montagepfad (108) in die Motorhalteeinrichtung (103)
eingesetzt und bis in eine Stützposition gebracht wird und
- die Fahrmotoreinheit (104) mittels einer Befestigungseinrichtung (105) an der Motorhalteeinrichtung
(103) derart befestigt wird, dass die Fahrmotoreinheit (104) im Wesentlichen starr
an der Motorhalteeinrichtung (103) in einer Höhenrichtung über wenigstens einen Formschluss
abgestützt wird, wobei
- die Befestigungseinrichtung (105) wenigstens ein Befestigungselement (106) umfasst,
das mit der Motorhalteeinrichtung (103) und der Fahrmotoreinheit (104) in der Stützposition
in Eingriff gebracht wird,
- die Motorhalteeinrichtung (103) zur Abstützung auf wenigstens einer durch die Fahrmotoreinheit
(104) anzutreibenden Radeinheit in der Höhenrichtung ausgebildet ist, eine Längsrichtung,
eine Querrichtung sowie die Höhenrichtung definiert,
wobei
- das Befestigungselement r (106) bei im Bereich der Stützposition befindlicher Fahrmotoreinheit
(104) in einer quer zur Montagerichtung verlaufenden Verriegelungsrichtung in eine
Verriegelungsposition gebracht wird, wobei
- das Befestigungselement r (106) in der Verriegelungsposition
zur Abstützung der Fahrmotoreinheit (104) in der Höhenrichtung über einen in der Höhenrichtung
wirkenden ersten Formschluss mit der Motorhalteeinrichtung (103) zusammenwirkt und
über einen in der Höhenrichtung wirkenden zweiten Formschluss mit der Fahrmotoreinheit
(104) zusammenwirkt, wobei
- der erste Formschluss über einen Vorsprung (103.2) an der Motorhalteeinrichtung
(103) realisiert wird, der in eine zugeordnete erste Ausnehmung (106.1) in dem Befestigungselement
(106) eingreift, und
- der zweite Formschluss über einen Vorsprung (104.2) an der Fahrmotoreinheit (104)
realisiert wird, der in eine zugeordnete zweite Ausnehmung (106.2) in dem Befestigungselement
(106; 206; 406) eingreift,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Ausnehmungen (106.1, 106.2) nach Art einer Nut ausgebildet sind und
- das Befestigungselement (106) im Wesentlichen S-förmig mit voneinander abgewandter
erster Ausnehmung (106.1) und zweiter Ausnehmung (106.2) ausgebildet ist.
1. Running gear unit for a vehicle, in particular a rail vehicle, with
- a motor holding device (103), especially a running gear frame, and
- a fastening device (105) for a traction motor unit (104) connectable to the motor
holding device (103), wherein
- the motor holding device (103) defines a longitudinal direction in the direction
of travel, a transverse direction, a height direction, and defines an upper side and
a lower side (103.4) in the height direction,
- the motor holding device (103) is designed to be supported, in the height direction,
on at least one wheel unit to be driven by the traction motor unit (104),
- the fastening device (105) is configured to substantially rigidly support, in the
height direction, the traction motor unit (104) at the motor holding device (103)
via at least one positive connection,
- the fastening device (105) is configured such that, for mounting the traction motor
unit (104) to the motor holding device (103), the traction motor unit (104) is insertable
into the motor holding device (103) on a mounting path (108), in particular from the
lower side (103.4) of the motor holding device (103),
- the fastening device (105) has at least one fastening element (106) which can be
brought into engagement with the motor holding device (103) and the traction motor
unit (104), wherein
- the fastening element (106), when the traction motor unit (104) is located in the
support position, is movable into a locking position in a locking direction transverse
to the mounting direction, wherein
- the fastening element (106), in the locking position, for supporting the traction
motor unit (104) in the height direction, cooperates with the motor holding device
(103) via a first positive connection acting in the height direction and cooperates
with the traction motor unit (104) and via a second positive connection acting in
the height direction,
characterized in that
- the first positive connection is formed via a projection (103.2) on the motor holding
device (103) which engages an associated first recess (106.1) in the fastening element
(106),
- the second positive connection is formed via a projection (104.2) on the traction
motor unit (104) which engages an associated second recess (106.2) in the fastening
element (106),
- the recesses (106.1, 106.2) are formed in the manner of a groove, and
- the fastening element (106) is substantially S-shaped with the first recess (106.1)
and second recess (106.2) substantially facing away from each other.
2. Running gear unit according to claim 1,
characterized in that
- the height direction is a first support direction
and
- the fastening element (106) is configured to support, in the locking position, the
traction motor unit (104) in a second support direction extending transverse to the
first support direction,
wherein
- the second support direction, in particular, extends transversely to the locking
direction
and/or wherein
- the fastening element (106), in particular, cooperates with the motor holding device
(103) via a third positive connection acting in the second support direction,
and/or wherein
- the fastening element (106), in particular, cooperates with the traction motor unit
(104) via a fourth positive connection acting in the second support direction.
3. Running gear unit according to one of the preceding claims,
characterized in that
- a contact area between the fastening element (106) and the traction motor unit (104)
and/or a contact area between the fastening element (106) and the motor holding device
(103) is designed such that it is configured to receive a moment resulting from the
weight force of the traction motor unit (104), wherein
- the area forming the first positive connection and/or the area forming the second
positive connection, in particular, is configured to receive a moment resulting from
the weight force of the traction motor unit (104).
4. Running gear unit according to one of the preceding claims,
characterized in that
- the mounting path (108) defines a mounting direction which, in motion restricted
mounting sections where components of the traction motor unit (104) are located adjacent
to other components of the running gear unit in such a manner that free movement of
the traction motor unit (104) is restricted, at least partially extends in the height
direction, wherein
- the mounting direction, in particular, is inclined by less than 30°, preferably
less than 15°, more preferably less than 5°, with respect to the height direction.
5. Running gear unit according to claim 4,
characterized in that
- an envelope of the traction motor unit (104) defined by the mounting movement of
the traction motor unit (104), during mounting of the traction motor unit (104), in
the motion restricted mounting sections, defines a minimum necessary mounting channel
(109) with a center line (109.1; 112), wherein
- the center line (109.1; 112) defines a starting point (109.2) at the entry into
the motion restricted mounting sections and an end point (109.3) at the support position
and
- the distance measured in a distance direction between the center line (109.1; 112)
and a straight connecting line between the start point (109.2) and the end point (109.3)
is less than 15%, preferably less than 5%, further preferably less than 2%, of the
dimension of the traction motor unit (104) in the distance direction, the center line
(109.1), in particular, being substantially straight.
6. Running gear unit according to one of the preceding claims,
characterized in that
- the fastening element (106), in the supporting position of the traction motor unit
(104), is arranged in a first support section (107.1) and
- the traction motor unit (104), for receiving moments resulting from the weight force
of the traction motor unit (104), in at least one second support section (107.2) spaced
from the first support section (107.1) contacts the motor holding device (103) directly
or via at least one support element (104.5).
7. Running gear unit according to one of the preceding claims,
characterized in that
- a securing device (113) is provided, which secures the fastening element (106) in
the support position, in particular along the locking direction, against displacement
from its position, wherein
- the securing device (113), in particular, is releasably connected to the motor holding
device (103)
and/or
- the securing device (113), in particular, comprises at least one securing element,
in particular, in the form of a locking plate (113.1).
8. Running gear unit according to one of the preceding claims,
characterized in that
- the connection between the fastening element (106) and the motor holding device
(103) is configured to be self-centering in the area of the first positive connection,
in particular, comprises an at least partially wedge-shaped recess (106.1)
and/or
- the connection between the fastening element (106) and the traction motor unit (104)
is configured to be self-centering in the area of the second positive connection,
in particular, comprises an at least partially wedge-shaped recess (106.2).
9. Running gear unit according to one of the preceding claims,
characterized in that
- the fastening element (106) is designed as an element freely movable into the locking
position.
10. Running gear unit according to one of the preceding claims,
characterized in that
- a plurality of fastening elements (106) is provided, wherein
- the fastening elements (106) are spaced apart in their locking position, in particular
in the locking direction.
11. Running gear unit according to one of the preceding claims,
characterized in that
- it is configured as a bogie (102) with a a bogie frame (103) as the motor holding
device, wherein
- the bogie (102), in particular, has two wheel units, each, in particular, driven
by an associated traction motor unit (104) mounted to the bogie frame (103).
12. Vehicle, in particular rail vehicle, having a car body and a running gear unit (102)
according to any one of the preceding claims supporting the car body.
13. Method for mounting a traction motor unit to a running gear unit of a vehicle, in
particular a rail vehicle, in which
- the traction motor unit (104), for mounting it to a motor holding device (103) of
the running gear unit (102), is inserted into the motor holding device (103) and brought
into a supporting position along a mounting path (108) and
- the traction motor unit (104) is mounted to the motor holding device (103) via a
fastening device (105) in such a manner that, in a height direction, the traction
motor unit (104) is substantially rigidly supported by the motor holding device (103)
via at least one positive connection, wherein
- the fastening device (105) comprises at least one fastening element (106) which
is brought into engagement with the motor holding device (103) and the traction motor
unit (104) in the supporting position,
- the motor holding device (103) is designed to be supported, in the height direction,
on at least one wheel unit to be driven by the traction motor unit (104), and defines
a longitudinal direction, a transverse direction and the height direction,
wherein
- the fastening element (106), when the traction motor unit (104) is located in the
support position, is moved into a locking position in a locking direction transverse
to the mounting direction, wherein
- the fastening element (106), in the locking position, for supporting the traction
motor unit (104) in the height direction, cooperates with the motor holding device
(103) via a first positive connection acting in the height direction and cooperates
with the traction motor unit (104) and via a second positive connection acting in
the height direction, wherein
- the first positive connection is formed via a projection (103.2) on the motor holding
device (103) which engages an associated first recess (106.1) in the fastening element
(106), and
- the second positive connection is formed via a projection (104.2) on the traction
motor unit (104) which engages an associated second recess (106.2) in the fastening
element (106),
characterized in that
- the recesses (106.1, 106.2) are formed in the manner of a groove, and
- the fastening element (106) is substantially S-shaped with the first recess (106.1)
and second recess (106.2) substantially facing away from each other.
1. Unité de train de roulement pour un véhicule, notamment un véhicule ferroviaire, avec
- un dispositif de retenue de moteur (103), en particulier un cadre de train de roulement,
et
- un dispositif de fixation (105) pour une unité de moteur de traction (104) pouvant
être connecté avec le dispositif de retenue de moteur (103), dans lequel
- le dispositif de retenue de moteur (103) définit une direction longitudinale dans
la direction de voyage, une direction transversale, une direction de hauteur, et définit
une face supérieure et une face inférieure (103,4) dans la direction de hauteur,
- le dispositif de retenue de moteur (103) est conçu pour être supporté, dans la direction
de hauteur, sur au moins une unité de roue destiné à être entraîné par l'unité de
moteur de traction (104),
- le dispositif de fixation (105) est configuré pour supporter sensiblement rigidement,
dans la direction de la hauteur, l'unité de moteur de traction (104) sur le dispositif
de retenue de moteur (103) par au moins une liaison par complémentarité de forme,
- le dispositif de fixation (105) est conçu de telle sorte que, pour monter l'unité
de moteur de traction (104) au dispositif de retenue de moteur (103), l'unité de moteur
de traction (104) est insérable dans le dispositif de retenue de moteur (103) sur
un chemin de montage (108), en particulier par la face inférieure (103,4) du dispositif
de retenue de moteur (103),
- le dispositif de fixation (105) comporte au moins un élément de fixation (106) qui
peut être mis en engagement avec le dispositif de retenue de moteur (103) et l'unité
de moteur de traction (104), dans laquelle
- l'élément de fixation (106), dans le cas que l'unité de moteur de traction (104)
se trouve dans la position de support, peut être mis dans une position de verrouillage
dans une direction de verrouillage transversale à la direction de montage,
- l'élément de fixation (106), dans la position de verrouillage, pour supporter l'unité
moteur de traction (104) dans la direction de hauteur, coopère avec le dispositif
de retenue de moteur (103) par l'intermédiaire d'une première liaison par complémentarité
de forme agissant dans le sens de la hauteur et coopère avec l'unité de moteur de
traction (104) par l'intermédiaire d'une seconde liaison par complémentarité de forme
agissant dans la direction de hauteur,
caractérisée en ce que
- la première liaison par complémentarité de forme est formée par une première projection
(103.2) sur le dispositif de retenue de moteur (103) qui engage un premier évidement
(106.1) associé dans l'élément de fixation (106),
- la seconde liaison par complémentarité de forme est formée par une seconde projection
(104.2) sur l'unité de moteur de traction (104) qui engage un second évidement (106.2)
associé dans l'élément de fixation (106),
- les évidements (106.1, 106.2) sont formés à la manière d'une rainure, et
- l'élément de fixation (106) est sensiblement en forme de S avec le premier évidement
(106.1) et le second évidement (106.2) faisant face sensiblement en directions opposées.
2. Unité de train de roulement selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
- la direction de hauteur est une première direction de support,
et
- l'élément de fixation (106) est configuré pour supporter, dans la position de verrouillage,
l'unité de moteur de traction (104) dans une seconde direction de support s'étendant
transversalement à la première direction de support,
dans laquelle
- la seconde direction de support, en particulier, s'étend transversalement à la direction
de verrouillage,
et/ou dans laquelle
- l'élément de fixation (106), en particulier, coopère avec le dispositif de retenue
de moteur (103) par l'intermédiaire d'une troisième liaison par complémentarité de
forme agissant dans la seconde direction de support,
et/ou dans laquelle
- l'élément de fixation (106), en particulier, coopère avec l'unité de moteur de traction
(104) par l'intermédiaire d'une quatrième liaison par complémentarité de forme agissant
dans la seconde direction de support.
3. Unité de train de roulement selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
- une zone de contact entre l'élément de fixation (106) et l'unité de moteur de traction
(104) et/ou une zone de contact entre l'élément de fixation (106) et le dispositif
de retenue de moteur (103) est conçu de telle sorte qu'elle est configurée pour recevoir
un moment résultant de la force de poids de l'unité de moteur de traction (104), dans
laquelle
- la zone formant la première liaison par complémentarité de forme et/ou la zone formant
la seconde liaison par complémentarité de forme, en particulier, est configurée pour
recevoir un moment résultant de la force de poids de l'unité de moteur de traction
(104).
4. Unité de train de roulement selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
- le chemin de montage (108) définit une direction de montage qui, dans les parties
de montage à mobilité restreinte où les composants de l'unité de moteur de traction
(104) se trouvent adjacents à d'autres composants de l'unité de train de roulement
de manière qu'un mouvement libre de l'unité de moteur de traction (104) soit limitée,
s'étend au moins partiellement dans la direction de hauteur, dans laquelle
- la direction de montage, en particulier, est inclinée de moins de 30°, de préférence
de moins de 15°, de préférence de moins de 5 °, par rapport à la direction de hauteur.
5. Unité de train de roulement selon la revendication 4,
caractérisée en ce que
- une enveloppe de l'unité de moteur de traction (104) définie par le mouvement de
montage de l'unité de moteur de traction (104) lors du montage de l'unité de moteur
de traction (104), dans les parties de montage à mobilité restreinte, définit un canal
de montage (109) minimum nécessaire ayant une ligne médiane (109.1; 112), dans laquelle
- la ligne médiane (109.1; 112) définit un point de départ (109,2) à l'entrée dans
les parties de montage à mobilité restreinte et un point final (109,3) à la position
de support et
- la distance mesurée dans une direction de distance entre la ligne médiane (109.1;
112) et une ligne droite reliant le point de départ (109,2) et le point final (109.3)
est inférieure à 15%, de préférence inférieure à 5%, de préférence encore moins de
2%, de la dimension de l'unité de moteur de traction (104) dans la direction de distance,
la ligne médiane (109.1), en particulier, étant sensiblement droite.
6. Unité de train de roulement selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
- l'élément de fixation (106), dans la position de support de l'unité de moteur de
traction (104), est disposé dans une première section de support (107,1), et
- l'unité moteur d'entraînement (104), pour recevoir des moments résultants de la
force de poids de l'unité de moteur de traction (104), dans au moins une seconde section
de support (107.2) espacée de la première section de support (107,1), contacte le
dispositif de retenue de moteur (103) directement ou par au moins un élément de support
(104.5).
7. Unité de train de roulement selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
- un dispositif de sécurité (113) est prévu, qui sécurise l'élément de fixation (106)
dans la position de support, en particulier, le long de la direction de verrouillage,
contre le déplacement de sa position, dans laquelle
- le dispositif de sécurité (113), en particulier, est reliée de manière amovible
au dispositif de retenue de moteur (103)
et/ou
- le dispositif de sécurité (113), en particulier, comprend au moins un élément de
sécurité, notamment sous la forme d'une plaque de verrouillage (113,1).
8. Unité de train de roulement selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
- la liaison entre l'élément de fixation (106) et le dispositif de retenue de moteur
(103) est configurée à être auto-centrante dans la zone de la première liaison par
complémentarité de forme, en particulier, comprend un évidement (106.1) au moins partiellement,
et/ou
- la liaison entre l'élément de fixation (106) et l'unité de moteur de traction (104)
est configurée à être auto-centrante dans la zone de la seconde liaison par complémentarité
de forme, en particulier, comprend un évidement (106.2) au moins partiellement en
forme de coin.
9. Unité de train de roulement selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
- l'élément de fixation (106) est réalisé sous la forme d'un élément qui peut être
librement bougé dans la position de verrouillage.
10. Unité de train de roulement selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
- une pluralité d'éléments de fixation (106) est prévue, dans laquelle
- les éléments de fixation (106) sont espacées dans leur position de verrouillage,
en particulier dans la direction de verrouillage.
11. Unité de train de roulement selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
- il est configuré en forme de bogie (102) ayant un cadran de bogie (103) comme dispositif
de retenue de moteur, dans laquelle
- le bogie (102), en particulier, comporte deux unités de roue, chacune entraînée,
en particulier, par une unité d'entraînement de moteur (104) associée montée sur le
cadran de bogie (103).
12. Véhicule, notamment véhicule ferroviaire, comportant une caisse de véhicule et une
unité de train de roulement (102) selon l'une quelconque des revendications précédentes
supportant la caisse de véhicule.
13. Procédé de montage d'une unité de moteur de traction à une unité de train de roulement
d'un véhicule, notamment un véhicule ferroviaire, dans lequel
- l'unité de moteur de traction (104), pour monter la dernière sur un dispositif de
retenue de moteur (103) de l'unité de train de roulement (102), est inséré dans le
dispositif de retenue de moteur (103) et amené dans une position de support sur un
chemin de montage (108), et
- l'unité de moteur de traction (104) est monté sur le dispositif de retenue de moteur
(103) par un dispositif de fixation (105) de telle sorte que, dans une direction de
hauteur, l'unité de moteur de traction (104) est supportée de manière sensiblement
rigide par le dispositif de retenue de moteur (103) via au moins une liaison par complémentarité
de forme, dans lequel
- le dispositif de fixation (105) comporte au moins un élément de fixation (106) qui
est mis en engagement avec le dispositif de retenue de moteur (103) et l'unité de
moteur de traction (104) dans la position de support,
- le dispositif de retenue de moteur (103) est conçu pour être supporté, dans la direction
de hauteur, sur au moins une unité de roue destiné à être entraîné par l'unité de
moteur de traction (104), et définit une direction longitudinale, une direction transversale
et la direction de hauteur,
dans lequel
- l'élément de fixation (106), dans le cas que l'unité de moteur de traction (104)
se trouve dans la position de support, est mis dans une position de verrouillage dans
une direction de verrouillage transversale à la direction de montage, dans lequel
- l'élément de fixation (106), dans la position de verrouillage, pour supporter l'unité
moteur de traction (104) dans la direction de hauteur, coopère avec le dispositif
de retenue de moteur (103) par l'intermédiaire d'une première liaison par complémentarité
de forme agissant dans le sens de la hauteur et coopère avec l'unité de moteur de
traction (104) par l'intermédiaire d'une seconde liaison par complémentarité de forme
agissant dans la direction de hauteur,
- la première liaison par complémentarité de forme est formée par une première projection
(103.2) sur le dispositif de retenue de moteur (103) qui engage un premier évidement
(106.1) associé dans l'élément de fixation (106), et
- la seconde liaison par complémentarité de forme est formée par une seconde projection
(104.2) sur l'unité de moteur de traction (104) qui engage un second évidement (106.2)
associé dans l'élément de fixation (106),
caractérisé en ce que
- les évidements (106.1, 106.2) sont formés à la manière d'une rainure, et
- l'élément de fixation (106) est sensiblement en forme de S avec le premier évidement
(106.1) et le second évidement (106.2) faisant face sensiblement en directions opposées.