Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine computerisierte Steuervorrichtung und ein
computerimplementiertes Verfahren zur Geschwindigkeitsregelung eines Förderers in
einer Druckproduktverarbeitungsanlage. Die vorliegende Erfindung betrifft insbesondere
eine computerisierte Steuervorrichtung und ein computerimplementiertes Verfahren zur
Geschwindigkeitsregelung eines Förderers zum Zufördern von Druckprodukten zu Abstapelvorrichtungen,
welche aus zugeführten Druckprodukten Pakete bilden.
Stand der Technik
[0002] In Druckproduktverarbeitungsanlagen werden in Sammelanlagen durch Zusammentragen,
Einstecken oder Sammeln (im engeren Sinne) aus mehreren Vor- und Hauptprodukten Produkte
gebildet, welche durch einen Förderer einer oder mehreren Abstapelvorrichtungen zugeführt
werden, welche die Produkte zu Paketen stapeln. In den bekannten Druckproduktverarbeitungsanlagen
wird die Geschwindigkeit des Förderers fest an die Verarbeitungsgeschwindigkeit respektive
die Verarbeitungsleistung der verwendeten Stapelstationen angepasst. Beim- Ausfall
einer Abstapelvorrichtung muss die Fördergeschwindigkeit entsprechend der verbleibenden
verfügbaren Stapelstationen auf einen definierten Wert reduziert werden. Dabei ist
es oft notwendig die Druckproduktverarbeitungsanlage anzuhalten und/oder den Betrieb
mit einer manuell eingestellten reduzierten Fördergeschwindigkeit wieder aufzunehmen.
Um eine Überlastung der Abstapelvorrichtungen zu verhindern und Ausfälle möglichst
zu reduzieren, wird die Fördergeschwindigkeit fest auf einen Wert begrenzt, der unter
der maximal möglichen Verarbeitungsleistung der Abstapelvorrichtungen liegt, insbesondere
wenn die Abstapelvorrichtungen Pakete (d.h. Stapel) mit unterschiedlichen und teilweise
variierenden Grössen herstellen sollen.
[0003] In der Offenlegungsschrift
EP 1 935 821 wird ein Verfahren zum Stapeln von Druckerzeugnissen in einer Fertigungslinie beschrieben,
in welchem der Vorgang für das Zusammentragen der Druckbogen zu Vorprodukten in Abhängigkeit
der zu bildenden Stapelgrösse gesteuert wird. Gemäss
EP 1 935 821 wird basierend auf der Zykluszeit für die Ausförderung eines Stapels und der Taktzahl
mit der die Fertigungslinie produziert eine minimale Anzahl Takte berechnet, die die
Stapelvorrichtungen für die Bildung eines Stapels braucht. Wenn besonders kleine Stapel
mit einer kleineren Anzahl Takte gebildet werden müssen, werden in der Fertigungslinie
gemäss
EP 1935 821 Leertakte eingefügt, was die Produktionsleistung der Fertigungslinie reduziert.
[0004] Die
US 3 531 108 zeigt ein Zuführgerät, das einen Strom von Dokumenten einer Beschleunigungszone und
einer anschliessenden Synchronisationszone zuführt. In der Synchronisationszone wird
die Vorderkante eines Dokuments detektiert und gegenüber nachfolgenden Verarbeitungseinrichtungen
wie z.B. den geschlitzten Rädern synchronisiert. Die Synchronisation erfolgt durch
Geschwindigkeitsanpassung eines Rollenpaars. Anschliessend an die Synchronisationszone
werden die Dokumente dem Förderer und Verzweigungen, an welche die geschlitzten Räder
und Abstapelvorrichtungen anschliessen, zugeführt. Eines der Räder weist einen fotoelektrischen
Zeitgeber auf. Ansonsten sind die Räder identisch und gemeinsam von einem Motor angetrieben.
Die Verzweigungen werden durch Steuersignale gesteuert.
[0005] Die
WO 2009/015503 zeigt die Übergabe von Druckprodukten von einem Greiferförderer an Förderabteile
von Gruppenförderern. Bei der Übergabe dienen Zuführungshilfen zur Ausrichtung und
Anpassung der Geschwindigkeit.
Darstellung der Erfindung
[0006] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine computerisierte Steuervorrichtung
und ein computerimplementiertes Verfahren zur Geschwindigkeitsregelung beim Zufördern
von Druckprodukten zu Abstapelvorrichtungen vorzuschlagen, welche zumindest einige
Nachteile der bekannten Systeme nicht aufweisen. Es ist insbesondere eine Aufgabe
der vorliegenden Erfindung eine computerisierte Steuervorrichtung und ein computerimplementiertes
Verfahren zur Geschwindigkeitsregelung eines Förderers zum Zufördern von Druckprodukten
zu Abstapelvorrichtungen vorzuschlagen, welche eine flexible Produktion von Stapeln
respektive Paketen unterschiedlicher Grösse ermöglichen.
[0007] Gemäss der vorliegenden Erfindung werden diese Ziele insbesondere durch die Elemente
der unabhängigen Ansprüche erreicht. Weitere vorteilhafte Ausführungsformen gehen
ausserdem aus den abhängigen Ansprüchen und der Beschreibung hervor.
[0008] Die oben genannten Ziele werden durch die vorliegende Erfindung insbesondere dadurch
erreicht, dass zur Geschwindigkeitsregelung eines Förderers zum Zufördern von Druckprodukten
zu Abstapelvorrichtungen, welche aus zugeführten Produkten Pakete bilden, für die
Abstapelvorrichtungen ein Zuteilplan geführt wird mit Produkten, die an einem den
Abstapelvorrichtungen vorgelagerten Detektierungspunkt auf dem Förderer detektiert
wurden und bei einer definierten Sollgeschwindigkeit des Förderers durch jeweils eine
zugeordnete Abstapelvorrichtung verarbeitbar sind. Die Sollgeschwindigkeit des Förderers
wird automatisch reduziert, wenn im Zuteilplan für mindestens ein Produkt keine Abstapelvorrichtung
bestimmbar ist, weiche das mindestens eine Produkt bei der unreduzierten Sollgeschwindigkeit
des Förderers verarbeiten kann, das heisst, wenn das betreffende Produkt im Zuteilplan
nicht einer der Abstapelvorrichtungen so zugeordnet werden kann, dass es bei der unreduzierten
Sollgeschwindigkeit des Förderers verarbeitbar ist. Dabei wird für ein Produkt vorzugsweise
basierend auf der aktuellen Position des betreffenden Produkts, basierend auf den
Verarbeitungsgeschwindigkeiten der Abstapelvorrichtungen, basierend auf der Sollgeschwindigkeit
des Förderers, und basierend auf der im Zuteilplan bestehenden Zuordnung von Produkten
zu jeweils einer der Abstapelvorrichtungen, bestimmt, ob und durch welche der Abstapelvorrichtungen
das betreffende Produkt bei der definierten Sollgeschwindigkeit des Förderers verarbeitbar
ist. Dabei definiert die aktuelle Position eines Produkts auf dem Förderer jeweils
seine relative Position respektive Distanz zu den Eingängen der Abstapelvorrichtungen.
[0009] Der Förderer ist als Kettenförderer ausgestaltet mit als Greifer ausgeführten Produktträger
zum Ergreifen und Halten von Druckprodukten, wobei jeweils eine Auslösevorrichtung
eingerichtet ist, ein in einem Produktträger gehaltenes Produkt an einem betreffenden
Auslösepunkt auszulösen und an die betreffende Abstapelvorrichtung zu übergeben.
[0010] Vorzugsweise wird für die im Zuteilplan erfassten Produkte jeweils eine aktuelle
Position auf dem Förderer respektive in der zugeordneten Abstapelvorrichtung ermittelt,
und die Sollgeschwindigkeit des Förderers wird erhöht, wenn ein Produkt, das eine
Reduktion der Sollgeschwindigkeit des Förderers begründet hat, eine definierte Position
(in der Druckproduktverarbeitungsanlage) erreicht hat. Die Sollgeschwindigkeit des
Förderers wird beispielsweise dann erhöht, wenn das Produkt, das eine Reduktion der
Sollgeschwindigkeit des Förderers begründet hat, den Auslösepunkt zur Übergabe an
die zugeordnete Abstapelvorrichtung erreicht hat, oder an diesem Punkt bereits ausgelöst
und an die Abstapelvorrichtung übergeben wurde, oder vor der Abstapelvorrichtung verarbeitet
wurde.
[0011] Die Ermittlung, ob und durch welche der Abstapelvorrichtungen die auf dem Förderer
transportierten Produkte bei der definierten Sollgeschwindigkeit des Förderers verarbeitbar
sind, und die darauf basierte virtuelle Zuteilung der Produkte zu den einzelnen Abstapelvorrichtungen
ermöglicht eine automatische, dynamische und flexible Anpassung der Fördergeschwindigkeit
an produktionsspezifische Parameter und Zustände, wie Produktdicke, Paketgrösse, Anzahl
Produkte im Paket, Paketstruktur sowie Verfügbarkeit und Verarbeitungsgeschwindigkeit
von Abstapelvorrichtungen, wobei ein Überlauf von nicht verarbeitbaren Produkten möglichst
vermieden und die Produktionsleistung (d.h. Produkte/Zeit) möglichst hoch gehalten
wird. Insbesondere bei mehreren Abstapelvorrichtungen ermöglicht diese dynamische
Anpassung der Fördergeschwindigkeit eine hohe Flexibilität bei der Paketbildung mit
individuell verschiedenen und zeitlich variierenden Paketgrössen in den einzelnen
Abstapelvorrichtungen.
[0012] In einer bevorzugten Ausführungsvariante wird die aktuelle Fördergeschwindigkeit
des Förderers jeweils zu einem definierten Zeitpunkt auf die Sollgeschwindigkeit gesetzt,
und im Zuteilplan wird ein Produkt einer der Abstapelvorrichtungen zugeordnet, wenn
das betreffende Produkt bei einer ab dem definierten Zeitpunkt auf die reduzierte
Sollgeschwindigkeit gesetzten Fördergeschwindigkeit durch die betreffende Abstapelvorrichtung
verarbeitbar ist.
[0013] In einer Ausführungsvariante wird der Zeitpunkt zum Setzen der aktuellen Fördergeschwindigkeit
des Förderers auf die reduzierte Sollgeschwindigkeit möglichst spät so angesetzt,
dass das betreffende Produkt durch die betreffende zugeordnete Abstapelvorrichtung
noch verarbeitbar ist. Das möglichst lange Hinauszögern einer Geschwindigkeitsreduktion
hat den Vorteil, dass die Fördergeschwindigkeit und damit die Betriebsleistung möglichst
hoch gehalten wird, während die Verarbeitbarkeit der Produkte gewährt bleibt und der
Überlauf von Produkten vermieden wird.
[0014] In einer Ausführungsvariante wird die aktuelle Fördergeschwindigkeit des Förderers
zu periodischen Zeitpunkten auf die Sollgeschwindigkeit gesetzt. Die Periode der Zeitpunkte
zum allfälligen Anpassen der Fördergeschwindigkeit an eine reduzierte respektive erhöhte
Sollgeschwindigkeit ist vorzugsweise ein Vielfaches der Zeitdauer, in welcher zwei
aufeinanderfolgende Produkte auf dem Förderer einen festen Bezugspunkt, zum Beispiel
den Detektierungspunkt, passieren. Bei einer Fördergeschwindigkeit von 36'000 Produkten/h
beträgt die Zeitdauer zwischen zwei Produkten zum Beispiel 0.1 Sekunden, und die allfällige
Anpassung der Fördergeschwindigkeit erfolgt beispielsweise jeweils nach zehn Produkten
im Einsekundentakt. Die Begrenzung der Anpassung der Fördergeschwindigkeit auf Zeitpunkte,
die in gleichen Zeitabschnitten aufeinanderfolgen, hat den Vorteil, dass eine zu häufige
Änderung der Fördergeschwindigkeit und eine damit verbundene Schwingungsneigung des
Systems vermieden werden. In einer kombinierten Variante wird der oben beschriebene
möglichst späte Zeitpunkt auf den nächst früheren "periodischen Zeitpunkt" festgelegt.
[0015] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsvariante werden die im Zuteilplan erfassten
Produkte, welche sich noch auf dem Förderer befinden, bei einer Reduktion der Sollgeschwindigkeit
des Förderers jeweils neu einer der Abstapelvorrichtungen zugeordnet, welche das betreffende
Produkt bei der reduzierten Sollgeschwindigkeit des Förderers verarbeiten können.
Die Neuzuteilung der noch nicht ausgelösten und sich nicht im Überlaufbereich befindenden
Produkte bei jeder Geschwindigkeitsreduktion ermöglicht eine fortwährende automatische
Optimierung der Produktionsplanung und -ausführung durch eine dynamisch an die Fördergeschwindigkeit
angepasste verarbeitbare Zuteilung der Produkte zu den Abstapelvorrichtungen.
[0016] Neben einer computerisierten Steuervorrichtung und einem computerimplementierten
Verfahren zur Geschwindigkeitsregelung eines Förderers zum Zufördern von Druckprodukten
zu Abstapelvorrichtungen bezieht sich die vorliegende Erfindung überdies auf ein Computerprogrammprodukt,
das ein computerlesbares Speichermedium mit gespeichertem Computercode umfasst. Der
Computercode ist eingerichtet, einen oder mehrere Prozessoren der Steuervorrichtung
so zu steuern, dass die Prozessoren respektive die Steuervorrichtung für die Abstapelvorrichtungen
einen Zuteilplan führen mit Produkten, die an einem den Abstapelvorrichtungen vorgelagerten
Detektierungspunkt auf dem Förderer detektiert wurden und bei einer definierten Sollgeschwindigkeit
des Förderers durch jeweils eine zugeordnete Abstapelvorrichtung verarbeitbar sind,
und dass die Prozessoren respektive die Steuervorrichtung die Sollgeschwindigkeit
des Förderers reduzieren, wenn mindestens ein Produkt im Zuteilplan nicht einer der
Abstapelvorrichtungen so zugeordnet werden kann, dass es bei der unreduzierten Sollgeschwindigkeit
des Förderers verarbeitbar ist.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0017] Nachfolgend wird eine Ausführung der vorliegenden Erfindung anhand eines Beispieles
beschrieben. Das Beispiel der Ausführung wird durch die folgenden beigelegten Figuren
illustriert:
- Figur 1:
- zeigt ein Blockdiagramm einer schematisch dargestellten computergesteuerten Druckproduktverarbeitungsanlage,
welche mehrere Abstapelvorrichtungen, eine Überlaufstation und einen Förderer zum
Zufördern von Druckprodukten umfasst.
- Figur 2:
- zeigt ein Blockdiagramm, welches schematisch die Druckproduktverarbeitungsanlage der
Figur 1 ohne Überlaufstation illustriert.
- Figur 3:
- zeigt eine Übersicht, welche ein Beispiel einer Zuteilung von Produkten auf dem Förderer
zu Abstapelvorrichtungen illustriert.
- Figur 4:
- zeigt ein Beispiel eines zeitlichen Vergleichs von der Erstellung von Paketen unterschiedlicher
Grösse in einer Abstapelvorrichtung mit Zwischenstapler.
- Figur 5:
- zeigt ein Flussdiagramm, welches ein erstes Beispiel einer möglichen Sequenz von Schritten
für die Geschwindigkeitsregelung des Förderers illustriert.
- Figur 6:
- zeigt ein Flussdiagramm, welches ein zweites Beispiel einer möglichen Sequenz von
Schritten für die Geschwindigkeitsregelung des Förderers illustriert.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0018] In den Figuren 1 und 2 bezieht sich das Bezugszeichen 1 auf eine computergesteuerte
Druckproduktverarbeitungsanlage mit mindestens einem Förderer 2 und mehreren Abstapelvorrichtungen
A, B, C. Der Förderer 2 ist als Kettenförderer mit Produktträgern 20, insbesondere
Greifer, beispielsweise Klammern, zum Ergreifen und Halten von Druckprodukten P oder
anderen flächigen Produkten, wie beispielsweise Datenträger, ausgestaltet.
[0019] Die Druckproduktverarbeitungsanlage 1 und insbesondere der Förderer 2 arbeiten in
einem sogenannten Off-Line-Modus, im Sinne, dass sie nicht direkt mit Maschinen zur
Herstellung von Druckerzeugnissen gekoppelt sind, sondern die Druckprodukte von einem
Produktspeicher beziehen.
[0020] In der Konfiguration gemäss den Figuren 1 und 2 werden die Produkte P durch eine
Sammelanlage 4 mit konstanter Geschwindigkeit respektive Zuführrate dem Förderer 2
zugeführt, wo sie jeweils durch einen der Produktträger 20 ergriffen und auf dem Förderer
2 weggefördert werden. Die Sammelanlage 4 stellt die Produkte P beispielsweise jeweils
aus einem oder mehreren vereinzelten Vorprodukten VP und einem Hauptprodukt HP zusammen,
die von Vereinzelungsvorrichtungen 31, 32 zugeführt werden. Die Sammelanlage 4 ist
beispielsweise als Zusammentragvorrichtung zum Zusammentragen, als Einstecktrommel
zum Einstecken oder als Sammelvorrichtung zum Sammeln (im engeren Sinne) der Vorprodukte
VP und des Hauptprodukts HP zu einem resultierenden Produkt P (Endprodukt) ausgeführt.
Wie in den Figuren 1 und 2 dargestellt ist, werden die Vorprodukte VP und Hauptprodukte
HP den Vereinzelungsvorrichtungen 31, 32 beispielsweise auf einem Wickel als aufgerollte
Schuppenströme zugeführt.
[0021] In einer Ausführungsvariante sind zwischen der Sammelanlage 4 und dem Förderer 2
eine oder mehrere Produktverarbeitungsvorrichtungen angeordnet, beispielsweise eine
Foliermaschine zum Verpacken der Produkte P in eine Verpackungsfolie. Weitere Produktverarbeitungsvorrichtungen
21, 22 sind je nach Ausführungsvariante auch beim Förderer 2 angeordnet, beispielsweise
ein Hefter zum Heften der Produkte beim Transport mit einem Produktträger 20, oder
eine Adressierungsvorrichtung zum Bedrucken oder Bekleben der in einem Produktträger
20 gehaltenen Produkte P mit einer Adresse eines Empfängers, einem Informationsblatt,
einem Warenmuster oder anderen Add-on.
[0022] Wie in den Figuren 1 und 2 ersichtlich ist, ist auf dem Förderer 2 ein Produktdetektor
23, beispielsweise ein Zählfinger oder optischer Sensor, angeordnet, der eingerichtet
ist, ein in einem Produktträger 20 auf dem Förderer 2 an einem Detektierungspunkt
DD vorbeibefördertes Produkt P zu detektieren und datentechnisch zu erfassen. Zusätzlich
zur Präsenz des Produkts P im betreffenden Produktträger 20 erfasst der Produktdetektor
23 vorzugsweise den Typ respektive die Zusammenstellung des betreffenden Produkts
P. Im Rahmen einer übergeordneten Produktionssteuerung und Routenplanung ist das Produkt
P individuell bestimm- und identifizierbar und seine aktuelle Position in der Druckproduktverarbeitungsanlage
1 fortwährend definiert. In einer Route ist jeweils die Zuordnung von geografisch
verteilten Abladeplätzen (Adressen) und abzuladenden Paketen festgelegt.
[0023] Die Bezugszeichen 2A, 2B, 2C der Figuren 1 und 2 sowie das Bezugszeichen 2U in der
Figur 1 beziehen sich jeweils auf eine Auslösevorrichtung, die eingerichtet ist, ein
in einem Produktträger 20 gehaltenes Produkt P am betreffenden Auslösepunkt AA, BB,
CC respektive UU auszulösen und an die betreffende Abstapelvorrichtung A, B, C respektive
Überlaufstation U zu übergeben.
[0024] In den Figuren 1, 2 und 3 bezeichnen die Bezugszeichen dA, dB, dC jeweils einen Streckenabschnitt
auf dem Förderer 2 zwischen dem Detektierungspunkt DD und dem Auslösepunkt AA, zwischen
den Auslösepunkten AA und BB, respektive zwischen den Auslösepunkten BB und CC. Die
Streckenabschnitte dA, dB, dC sind jeweils durch ihre Länge und/oder ihre Anzahl Produktträger
20 definiert, die auf dem Förderer 2 jeweils mit einem konstanten Abstand d voneinander
angeordnet sind.
[0025] Wie in den Figuren 1 und 2 dargestellt ist die Druckproduktverarbeitungsanlage 1
über eine Kommunikationsverbindung 6 mit einer computerisierten Steuervorrichtung
5 verbunden. Die Kommunikationsverbindung 6 umfasst beispielsweise einen oder mehrere
parallele und/oder serielle Datenbusse und/oder ein lokales Datennetz (Local Area
Network).
[0026] Die Steuervorrichtung 5 umfasst einen oder mehrere betriebsfähige Computer mit jeweils
einem oder mehreren Prozessoren. Die Steuervorrichtung 5 ist vorzugsweise über die
Kommunikationsverbindung 6 für den Datenaustausch mit den verschiedenen Komponenten
der Druckproduktverarbeitungsanlage 1 verbunden, insbesondere mit dem Förderer 2,
dem Produktsdetektor 23, den Auslösevorrichtungen 2A, 2B, 2C, 2U, den Abstapelvorrichtungen
A, B, C, der Überlaufstation U, den Produktverarbeitungsvorrichtungen 21, 22, der
Sammelanlage 4, den Vereinzelungsvorrichtungen 31, 32 sowie mit verschiedenen Sensoren,
Aktoren und Zählern dieser Komponenten.
[0027] Wie in den Figuren 1 und 2 schematisch dargestellt ist umfasst die Steuervorrichtung
5 verschiedene Funktionsmodule, insbesondere ein Trackingmodul 51, ein Regelungsmodul
52, ein Planungsmodul 53 und ein Steuermodul 54, sowie Datenspeicher respektive Programmspeicher
zur Speicherung der Sollgeschwindigkeit 55 (Sollgeschwindigkeitswert), eines Routenplans
56 und eines Zuteilplans Z. Die Funktionsmodule sind vorzugsweise als programmierte
Softwaremodule ausgeführt, welche Computerprogrammcode umfassen zur Steuerung von
einem oder mehreren Prozessoren der Computer der Steuervorrichtung 5. Der Computerprogrammcode
ist auf einem oder mehreren fest oder entfernbar mit den Prozessoren verbundenen (greifbaren)
computerlesbaren Speichermedien gespeichert. Der Fachmann wird jedoch verstehen, dass
die Funktionsmodule in alternativen Ausführungsvarianten teilweise oder vollständig
durch Hardwarekomponenten ausgeführt werden können.
[0028] Das Steuermodul 54 ist eingerichtet die Druckproduktverarbeitungsanlage 1 basierend
auf dem Routenplan 56 so zu steuern, dass in den Abstapelvorrichtungen A, B, C Pakete
zur Auslieferung bereitgestellt werden, welche mehrere aus einem Hauptprodukt HP und
einem oder mehreren Vorprodukten VP bestehende Produkte P umfassen und so hergestellt
und angeordnet sind, dass sie gemäss dem Routenplan 56 transportiert und ausgeliefert
werden können.
[0029] Der Routenplan 56 umfasst Routeninformationen respektive Adressinformation für die
Auslieferung von mehrere Produkte P umfassenden Paketen mit einer Zuordnung von Paketen
zu definierten Auslieferungssequenzen oder geografischen Positionen, beispielsweise
eine Zuordnung von Paketen mit gemäss einer bestimmten Produktstruktur zusammengestellten
Produkten P zu bestimmten Routen, Adressen oder Zonen. Einzelne Produkte P können
in einer Ausführungsvariante individuell für einen Empfänger zusammengestellt und/oder
adressiert sein.
[0030] Das Trackingmodul 51 ist eingerichtet, die auf dem Förderer 2 beförderten Produkte
P hinsichtlich deren Inhalte, d.h. Hauptprodukte HP und Vorprodukte VP, und deren
Positionen auf dem Förderer 2, beispielsweise relativ zum Detektierungspunkt DD und/oder
relativ zu einem oder mehreren der Auslösepunkte AA, BB, CC, UU, zu verfolgen (Trackinginformation).
Zur Erstellung von individualisierten Produkten P, die beispielsweise mit individueller
Adresse eines Empfängers und/oder inhaltlich mit individuell auf den betreffenden
Empfänger ausgerichteten Inhalt versehen sind, kann ein Produkt P über seine gesamte
Förderzeit auf dem Förderer 2, von der Sammelanlage 4 bis zur Stapelung in einem bestimmten
Paket in einer der Abstapelvorrichtungen A, B, C oder der Aussonderung in der Überlaufstation
U, identifiziert und hinsichtlich seiner Position verfolgt werden.
[0031] Das Planungsmodul 53 ist eingerichtet, die vom Produktdetektor 23 am Detektierungspunkt
DD detektierten Produkte P jeweils im Zuteilplan Z dynamisch einer der Abstapelvorrichtungen
A, B, C zuzuordnen wie in den nachfolgenden Abschnitten mit Bezug zu den Figuren 4,
5, 6 beschrieben wird.
[0032] Das Regelungsmodul 52 ist eingerichtet, die Fördergeschwindigkeit des Förderers 2
dynamisch und automatisch an die Auslastung, Bearbeitungskapazität und Verfügbarkeit
der Abstapelvorrichtungen A, B, C anzupassen wie ebenfalls in den nachfolgenden Abschnitten
mit Bezug zu den Figuren 4, 5, 6 beschrieben wird. Die Fördergeschwindigkeit des Förderers
2 wird bei der Aufnahme des Betriebs auf eine definierte Maximalgeschwindigkeit gesetzt.
[0033] Im Schritt S1 detektiert der Produktdetektor 23 ein auf dem Förderer 2 am Detektierungspunkt
DD vorbeibefördertes Produkt P*. Das entsprechende Detektierungssignal wird über die
Kommunikationsverbindung 6 an die Steuervorrichtung 5 geleitet, wo die Detektierung
des Produkts P* das Trackingmodul 51, zur Verfolgung und Zuordnung des Produkts P*
zum übergeordneten Routenplan 56, und das Planungsmodul 53, zur Zuordnung des Produkts
P* zu einer der Abstapelvorrichtungen A, B, C, aktiviert.
[0034] In der Figur 3 bezeichnet das Bezugszeichen F die Belegung des Förderers 2 mit Produkten
P, dabei repräsentiert jede mit einem Kreuz X markierte Zelle f einen mit einem Produkt
P belegten Produktträger 20. Eine unmarkierte Zelle e repräsentiert einen leeren Produktträger
20, welchem von der Sammelanlage 4 kein Produkt P zugeführt wurde, z.B. im Streckenabschnitt
dA, oder von welchem das Produkt P bereits ausgelöst wurde, z.B. in den Streckenabschnitten
dB und dC oder im auf den Auslösepunkt CC folgenden Überlaufbereich dU des Förderers
2. In der Figur 3 wird durch die Punkte "..." eine Vielzahl weiterer Produktträger
20 angedeutet, die aus praktischen Gründen in der Figur 3 nicht darstellbar sind,
beispielsweise weist der Streckenbereich dA mehr als hundert Produktträger 20 auf.
[0035] In der schematischen Darstellung des Zuteilplans Z in der Figur 3 bezeichnen die
Bezugszeichen ZA', ZB' und ZC' jeweils die Zuteilung der gemäss der Produktbelegung
F auf dem Förderer 2 angeordneten Produkte P zu den Abstapelvorrichtungen A, B respektive
C. Dabei stellt jede mit einem Kreuz X markierte Zelle in einer Produktzuteilung ZA',
ZB', ZC' eine Zuordnung des betreffenden in der Produktbelegung F des Förderers 2
angegebenen Produkts P auf die betreffende Abstapelvorrichtung A, B, C dar. Zum Beispiel
stellt die mit einem Kreuz X markierte Zelle zi in der Produktzuteilung ZB' eine Zuordnung
des Produkts P im Produktträger 20, der in der Produktbelegung F des Förderers 2 durch
die markierte Zelle ei definiert ist, zur Abstapelvorrichtung B dar.
[0036] Die Bezugszeichen ZA, ZB und ZC bezeichnen in der Figur 3 die dem Zuteilplan Z entsprechende
Belegung der Abstapelvorrichtungen A, B respektive C mit zugeordneten Produkten P.
Dabei bezeichnen die Bezugszeichen iA, iB und iC jeweils die aktuelle interne Belegung
der betreffenden Abstapelvorrichtung A, B, C mit Produkten P, die durch Auslösung
der betreffenden Auslösevorrichtung 2A, 2B, 2C der betreffenden Abstapelvorrichtung
A, B, C zugeführt wurden, und dort zu einem Paket zusammengestellt werden. Die Belegbarkeit
einer Abstapelvorrichtung A, B, C hängt nicht nur von ihrer physischen Kapazität und
Bauweise ab, sondern auch von der Grösse und Struktur des zu erzeugenden Pakets, das
heisst von der Anzahl Lagen in einem Paket und von der Anzahl und Dicke der Produkte
in einer Lage, wie nachfolgend am Beispiel der Figur 4 gezeigt wird.
[0037] Figur 4 zeigt einen zeitlichen Vergleich der Bildung von Paketen P5, P20 mit unterschiedlicher
Grösse in einer Abstapelvorrichtung A, B, C mit Zwischenstapler 7. Der obere Teil
der Figur 4 illustriert verschiedene Zeitpunkte T1, T2, T3, T4, T5 bei der Bildung
von Paketen P5 mit jeweils einer fünf Produkte P umfassenden Lage L5. Der untere Teil
der Figur 4 illustriert verschiedene Zeitpunkte T1, T2, T3, T4, T5 bei der Bildung
von Paketen P20 mit jeweils zwei zehn Produkte P umfassenden Lagen L10, L10'.
[0038] Zum Zeitpunkt T1 ist in der Abstapelvorrichtung A, B, C ein Paket P5, P20 mit fünf
respektive zwanzig Produkten P fertig gebildet.
[0039] Zum Zeitpunkt T2, beispielsweise 0.5 Sekunden nach dem Zeitpunkt T1, wurde auf dem
Zwischenstapler 7 eine Lage L5 mit fünf Produkten P gebildet, während dem das gebildete
Paket P5 respektive P20 um eine Distanz s aus der Abstapelvorrichtung A, B, C hinausgefördert
wurde.
[0040] Zum Zeitpunkt T3, beispielsweise 1.0 Sekunde nach dem Zeitpunkt T1, ist im oberen
Beispiel der Figur 4 der Zwischenstapler 7 - und damit die betreffende Abstapelvorrichtung
A, B, C - für die Aufnahme weiterer Produkte P blockiert, weil das nicht vollständig
wegbeförderte Paket eine Ablegen der Lage L5 verhindert. Im unteren Beispiel der Figur
4 konnte hingegen zum gleichen Zeitpunkt auf dem Zwischenstapler 7 eine Lage L10'
mit zehn Produkten P gebildet werden, während dem das Paket P5 respektive P20 um eine
weitere Distanz s aus der Abstapelvorrichtung A, B, C hinausbefördert wurde, wobei
die Geschwindigkeit variabel sein kann.
[0041] Zum Zeitpunkt T4, beispielsweise 1.5 Sekunden nach dem Zeitpunkt T1, wurde das Paket
P5 respektive P20 sowohl im oberen als auch im unteren Beispiel der Figur 4 um die
weitere Distanz s aus der Abstapelvorrichtung A, B, C hinausbefördert, ohne dass auf
dem Zwischenstapler 7 - und damit in der betreffenden Abstapelvorrichtung A, B, C
- weitere Produkte P aufgenommen werden konnten.
[0042] Zum Zeitpunkt T5, beispielsweise 2.0 Sekunden nach dem Zeitpunkt T1, wurde das Paket
P5 respektive P20 sowohl im oberen als auch im unteren Beispiel der Figur 4 vollständig
aus der Abstapelvorrichtung A, B, C hinausgefördert, so dass die Lage L5 mit fünf
Produkten respektive die Lage L10' mit zehn Produkten P vom Zwischenstapler 7 in der
Abstapelvorrichtung A, B, C zur Bildung des nächsten Pakets P5 respektive P20 abgelegt
werden konnte.
[0043] Wie das Beispiel der Figur 4 illustriert, hängt die Belegbarkeit der Abstapelvorrichtungen
A, B, C von der Grösse und Anzahl Lagen L5, L10 der Pakete P5, P20 ab und kann zudem
zeitlich variieren.
[0044] In der Figur 3 sind in der Belegung ZA, ZB, ZC der Abstapelvorrichtungen A, B, C
Zellen mit einem Kreis O markiert um schematisch Produkte P respektive Produktpositionen
gemäss der Produktbelegung F auf dem Förderer 2 darzustellen, die bei einer bestimmten
Fördergeschwindigkeit des Förderers 2 durch die betreffende Abstapelvorrichtung A,
B, C nicht verarbeitbar sind, beispielsweise weil die Abstapelvorrichtung A, B, C
wie oben beschrieben zum Wegbefördern eines fertig gestellten Pakets P5, P20 blockiert
ist, weil bei der aktuellen Fördergeschwindigkeit Produkte P schneller zugeführt werden
als sie von der Abstapelvorrichtung A, B, C entgegengenommen und verarbeitet werden
können, weil auf Grund eines übergeordneten Routenplans 56 ein betreffendes Produkt
P auf dem Förderer 2 nicht der Abstapelvorrichtung A, B, C zugeteilt werden kann,
oder weil die Abstapelvorrichtung A, B, C ein technisches Problem aufweist und wenigstens
zeitweise nicht verfügbar ist.
[0045] Gemäss den Figuren 5 und 6, erfolgt im Schritt S2 die Produktzuordnung des im Schritt
S1 detektierten Produkts P* durch das Planungsmodul 53. Dabei versucht das Planungsmodul
53 auf der Grundlage des Zuteilplans Z mit der bereits bestehenden Zuteilung von Produkten
P zu Abstapelvorrichtungen A, B, C und gegebenenfalls auf der Basis eines übergeordneten
Routenplans 56 das detektierte Produkt P* einer der Abstapelvorrichtungen A, B, C
zur Verarbeitung zuzuordnen. Zunächst bestimmt das Planungsmodul 53 ob auf Grund eines
Routenplans 56 eine Zuordnung des detektierten Produkts P* zu einer bestimmten Abstapelvorrichtungen
A, B, C vorgegeben ist oder ob das detektierte Produkt P* wahlweise einer der Abstapelvorrichtungen
A, B, C zugeteilt werden kann. Dann überprüft das Planungsmodul 53, ob das detektierte
Produkt P* durch die bestimmte Abstapelvorrichtung A, B, C verarbeitbar und damit
ihr zuteilbar ist, respektive durch welche der frei wählbaren Abstapelvorrichtungen
A, B, C das detektierte Produkt P* verarbeitbar ist und somit zugeteilt werden kann.
Das Planungsmodul 53 überprüft insbesondere, ob das detektierte Produkt P* mit seiner
relativen Position respektive Distanz auf dem Förderer 2 zu der betreffenden Abstapelvorrichtung
A, B, C bei der aktuellen Fördergeschwindigkeit des Förderers 2 und bei der bestehenden
Belegung ZA, ZB, ZC der betreffenden Abstapelvorrichtung A, B, C, einschliesslich
geplanter Produktzuteilung ZA', ZB', ZC' und interner Belegung iA, iB, iC, sowie bei
gegebener Paketgrösse, Paketstruktur, Verarbeitungsgeschwindigkeit und/oder Bauart
der betreffenden Abstapelvorrichtung A, B, C durch die betreffende Abstapelvorrichtung
A, B, C verarbeitbar ist und somit der betreffenden Abstapelvorrichtung A, B, C zugeteilt
werden kann. Wenn das detektierte Produkt P* nicht durch eine routenmässig bestimmte
oder frei wählbare Abstapelvorrichtung A, B, C verarbeitbar ist wird es dem Überlaufbereich
dU des Förderers 2 zugeordnet, d.h. das detektierte Produkt P* wird, gemäss der Konfiguration
der Figur 1, für eine Auslösung und Übergabe an die Überlaufstation U oder, gemäss
der Konfiguration der Figur 2, für eine Weiterführung auf dem Förderer 2, an den Abstapelvorrichtungen
A, B, C vorbei, zurück zum Detektierungspunkt DD, zur erneuten Detektierung durch
den Produktdetektor 23, vorgesehen.
[0046] Im Schritt S3 überprüft das Planungsmodul 53, ob das detektierte Produkt P* zur Verarbeitung
einer Abstapelvorrichtung A, B, C zugeteilt werden konnte, oder ob es dem Überlaufbereich
dU zugeordnet werden musste. Bei einer verarbeitbaren Zuteilung zu einer Abstapelvorrichtung
A, B, C fährt das Regelungsmodul 52 im Schritt S4, andernfalls im Schritt S5 fort.
[0047] Im Schritt S5 leitet das Regelungsmodul 52 auf Grund des detektierten Produkts P*,
das nicht verarbeitbar einer Abstapelvorrichtung A, B, C zugeordnet werden konnte,
eine Reduktion der Fördergeschwindigkeit v
F des Förderers 2 dadurch ein, dass es eine Sollgeschwindigkeit 55 v
soll festlegt, die der um einen definierten Differenzwert Δv reduzierten Fördergeschwindigkeit
v
F entspricht, beispielsweise v
soll = v
F - Δ
V = 36'000 Produkte/h - 1'000 Produkte/h = 35'000 Produkte/h.
[0048] Im Schritt S6 führt das Planungsmodul 53 basierend auf der Sollgeschwindigkeit 55
v
soll eine Neuzuteilung der sich auf dem Förderer 2 in den Streckenabschnitten dA, dB oder
dC befindenden noch nicht ausgelösten Produkte P durch. Dabei wird je nach Ausführungsvariante
respektive gewähltem Betriebsmodus von verschiedenen Reduktionszeitpunkten ausgegangen
zu denen die tatsächliche aktuelle Fördergeschwindigkeit v
F auf die Sollgeschwindigkeit 55 v
soll gesetzt wird.
[0049] In einer ersten Variante ist der Reduktionszeitpunkt auf eine feste Zeitperiode festgelegt,
das heisst, eine allfällige Geschwindigkeitsreduktion erfolgt gegebenenfalls zu periodischen
Zeitpunkten, beispielsweise jeweils nach einer oder nach zehn Sekunden.
[0050] In einer zweiten Variante wird der Reduktionszeitpunkt auf einen Zeitpunkt festgelegt,
zu welchem ein fest bestimmter Punkt auf einem Streckenabschnitt zwischen dem Detektierungspunkt
DD und den Auslösepunkten AA, BB, CC erreicht wird, beispielsweise der Zeitpunkt,
zu welchem das zuletzt detektierte Produkt P* eine vorgegebene Distanz zu einem der
Auslösepunkte AA, BB, CC erreicht.
[0051] In einer weiteren Variante wird der Reduktionszeitpunkt auf einen möglichst späten
Zeitpunkt (beispielsweise auf einen der periodischen Zeitpunkte fallend) so festgelegt,
dass sich für alle noch nicht ausgelösten Produkte eine verarbeitbare Zuteilung auf
Abstapelvorrichtung A, B, C ergibt. Dieser möglichst späte Zeitpunkt wird beispielsweise
iterativ bestimmt, wobei verschiedene Zeitpunkte untersucht werden, bei denen ein
bestimmter Punkt auf einem Streckenabschnitt zwischen dem Detektierungspunkt DD und
den Auslösepunkten AA, BB, CC erreicht wird (z.B. durch das zuletzt detektierte Produkt
P*), beispielsweise gemäss festgelegten Strecken (z.B. bei 90%, 80%, 70%, etc.) oder
schrittweise wie bei einem binären Suchalgorithmus.
[0052] Bei der Neuzuteilung der noch nicht ausgelösten Produkte P wird somit von einer variierenden
Fördergeschwindigkeit v
F ausgegangen, die bis zum Reduktionszeitpunkt der aktuellen Fördergeschwindigkeit
v
F entspricht und sich ab dem Reduktionszeitpunkt auf die Sollgeschwindigkeit 55 v
soll reduziert. Die Neuzuteilung erfolgt vorzugsweise beginnend mit dem "ältesten" noch
nicht ausgelösten Produkt P, das sich am nächsten zum letzten Auslösepunkt CC befindet,
über die "jüngeren" Produkte P bis zum "jüngsten" Produkt, das zuletzt detektierte
Produkt P*, gemäss den Kriterien, die bereits im Zusammenhang mit dem Schritt S2 beschrieben
wurden.
[0053] Im optionalen Schritt S7 überprüft das Planungsmodul 53, ob bei der Sollgeschwindigkeit
55 v
soll sämtliche der noch nicht ausgelösten Produkte P verarbeitbar einer der Abstapelvorrichtung
A, B, C zugeteilt werden konnten. Wenn das nicht der Fall ist wird im Schritt S5 optional
eine weitere Geschwindigkeitsreduktion bestimmt und/oder im Schritt S6 iterativ ein
früherer Zeitpunkt für die Geschwindigkeitsreduktion überprüft.
[0054] Im Schritt S4 überprüft das Planungsmodul 53, ob ein Produkt P, das eine Reduktion
der Fördergeschwindigkeit v
F respektive Sollgeschwindigkeit 55 v
soll des Förderers 2 begründet hat, eine definierte Position erreicht hat, beispielsweise
den Auslösepunkt AA, BB, CC der zugeordneten Abstapelvorrichtung A, B, C, und erhöht
die Sollgeschwindigkeit 55 v
soll des Förderers 2 um den definierten Differenzwert Δ
V.
[0055] Im Schritt S8 überprüft das Regelungsmodul 52, ob der Zeitpunkt für eine allfällige
Anpassung der Fördergeschwindigkeit v
F erreicht wurde, d.h. ob der aktuelle Zeitwert dem für eine Geschwindigkeitsanpassung
festgelegten Zeitpunkt entspricht oder ein bestimmtes Produkt P eine entsprechend
definierte Position auf dem Förderer 2 erreicht hat. Wenn dies der Fall ist, setzt
das Regelungsmodul 52 im Schritt S9 die Fördergeschwindigkeit des Förderers 2 auf
die Sollgeschwindigkeit 55 v
soll, d.h. die aktuelle Fördergeschwindigkeit wird um einen definierten Differenzwert
Δv reduziert oder erhöht.
[0056] In den Figuren 5 und 6 bezeichnen übereinstimmende Bezugszeichen jeweils einander
entsprechende Schritte, die Schrittfolge ist jedoch in den Ausführungsvarianten gemäss
den Figuren 5 und 6 verschieden. Im Unterschied zu der Ausführungsvariante gemäss
Figur 5 wird in der Ausführungsvariante gemäss Figur 6 eine Anpassung der Sollgeschwindigkeit
55 v
soll und eine darauf basierende Neuzuteilung der noch nicht ausgelösten Produkte P nur
dann ausgeführt, wenn, entsprechend der Überprüfung im Schritt S8, der Zeitpunkt für
eine allfällige Anpassung der Fördergeschwindigkeit v
F erreicht wurde. Abgesehen von einer Ausführung des optionalen Schritts S7, bewirkt
in der Ausführungsvariante gemäss Figur 6 eine Anpassung der Sollgeschwindigkeit v
soll 55 immer auch eine unmittelbare Anpassung der Fördergeschwindigkeit v
F.
[0057] Abschliessend soll angeführt werden, dass in der Beschreibung zwar Computerprogrammcode
spezifischen funktionalen Modulen zugeordnet wurde und dass die Ausführung von Schritten
in bestimmten Reihenfolgen dargestellt wurde, dass der Fachmann jedoch verstehen wird,
dass der Computerprogrammcode unterschiedlich strukturiert und die Reihenfolge von
mindestens gewissen Schritten geändert werden kann, ohne dabei vom Schutzgegenstand
gemäß den Ansprüchen abzuweichen.
Bezugszeichenliste
[0058]
- 1
- Druckproduktverarbeitungsanlage
- 2
- Förderer
- 4
- Sammelanlage
- 5
- computerisierte Steuervorrichtung (Computer)
- 6
- Kommunikationsverbindung
- 7
- Zwischenstapler
- 2A, 2B, 2C, 2U
- Auslösevorrichtung
- 20
- Produktträger
- 21, 22
- Produktverarbeitungsvorrichtung
- 23
- Produktdetektor
- 31, 32
- Vereinzelungsvorrichtung
- 51
- Trackingmodul
- 52
- Regelungsmodul
- 53
- Planungsmodul
- 54
- Steuermodul
- 55
- Sollgeschwindigkeit (Sollwert der Geschwindigkeit)
- 56
- Routenplan
- A, B, C
- Abstapelvorrichtung
- AA, BB, CC, UU
- Auslösepunkt
- d
- Distanz zwischen zwei Produktträgern
- dA, dB, dC
- Streckenabschnitt des Förderers
- DD
- Detektierungspunkt
- dU
- Überlaufbereich
- e
- unmarkierte Zelle mit leerem Produktträger
- F
- Produktbelegung des Förderers
- f
- markierte Zelle mit belegtem Produktträger
- HP
- Hauptprodukt
- iA, iB, iC
- interne Belegung einer Abstapelvorrichtung
- L5, L5'
- Lage mit fünf Produkten
- L10, L10'
- Lage mit zehn Produkten
- P, P*
- Produkt
- P5
- Paket mit einer Lage zu fünf Produkten
- P20
- Paket mit zwei Lagen zu jeweils zehn Produkten
- s
- Distanz bei der Ausförderung in einer Abstapelvorrichtung
- S1
- Produktdetektierung
- S2
- Produktzuordnung
- S3, S7
- Prüfung ob bearbeitbare Zuordnung möglich ist
- S4
- Erhöhen der Fördergeschwindigkeit
- S5
- Bestimmen einer reduzierten Sollgeschwindigkeit
- S6
- Neuzuordnung nicht ausgelöster Produkte
- S8
- Prüfung ob Zeitpunkt für eine Geschwindigkeitsanpassung erreicht ist
- S9
- Setzen der Fördergeschwindigkeit auf die Sollgeschwindigkeit
- T1, T2, T3, T4, T5
- Zeitpunkte
- U
- Überlaufstation
- VP
- Vorprodukt(e)
- Z
- Zuteilplan
- ZA, ZB, ZC
- Belegung einer Abstapelvorrichtung
- ZA', ZB', ZC'
- Produktzuteilung zu einer Abstapelvorrichtung
1. Eine computerisierte Steuervorrichtung (5) zur Geschwindigkeitsregelung eines Förderers
(2) zum Zufördern von Druckprodukten zu Abstapelvorrichtungen (A, B, C), welche aus
zugeführten Produkten (P, P*) Pakete (P5, P20) bilden, wobei der Förderer (2) als
Kettenförderer ausgestaltet ist mit als Greifer ausgeführten Produktträger (20) zum
Ergreifen und Halten von Druckprodukten (P, P*), wobei jeweils eine Auslösevorrichtung
eingerichtet ist, ein in einem Produktträger (20) gehaltenes Produkt (P, P*) an einem
betreffenden Auslösepunkt (AA, BB, CC) auszulösen und an die betreffende Abstapelvorrichtung
(A, B, C) zu übergeben, gekennzeichnet durch
ein Planungsmodul (53), das eingerichtet ist, für die Abstapelvorrichtungen (A, B,
C) einen Zuteilplan (Z) zu führen mit Produkten (P, P*), die an einem den Abstapelvorrichtungen
(A, B, C) vorgelagerten Detektierungspunkt (DD) auf dem Förderer (2) detektiert wurden
und bei einer definierten Sollgeschwindigkeit (55) des Förderers (2) durch jeweils
eine zugeordnete Abstapelvorrichtung (A, B, C) verarbeitbar sind, und
ein Regelungsmodul (52), das eingerichtet ist, die Sollgeschwindigkeit (55) des Förderers
(2) zu reduzieren, wenn im Zuteilplan (Z) für mindestens ein Produkt (P, P*) keine
Abstapelvorrichtung (A, B, C) bestimmbar ist, welche das mindestens eine Produkt (P,
P*) bei der unreduzierten Sollgeschwindigkeit (55) des Förderers (2) verarbeiten kann.
2. Die Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung ein Trackingmodul (51) umfasst, das eingerichtet ist, für die im
Zuteilplan (Z) erfassten Produkte (P) jeweils eine aktuelle Position auf dem Förderer
(2) respektive in der zugeordneten Abstapelvorrichtung (A, B, C) zu ermitteln, und
dass das Regelungsmodul (52) eingerichtet ist, die Sollgeschwindigkeit (55) des Förderers
(2) zu erhöhen, wenn ein Produkt (P, P*), das eine Reduktion der Sollgeschwindigkeit
(55) des Förderers (2) begründet hat, eine definierte Position erreicht hat.
3. Die Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Planungsmodul (53) eingerichtet ist, für ein Produkt (P, P*) basierend auf der
aktuellen Position des betreffenden Produkts (P, P*), basierend auf Verarbeitungsgeschwindigkeiten
der Abstapelvorrichtungen (A, B, C), basierend auf der Sollgeschwindigkeit (55) des
Förderers (2) und basierend auf der im Zuteilplan (Z) bestehenden Zuordnung von Produkten
(P, P*) zu jeweils einer der Abstapelvorrichtungen (A, B, C), zu bestimmen, ob und
durch welche der Abstapelvorrichtungen (A, B, C) das betreffende Produkt (P, P*) bei
der definierten Sollgeschwindigkeit (55) des Förderers (2) verarbeitbar ist.
4. Die Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Regelungsmodul (52) eingerichtet ist, die aktuelle Fördergeschwindigkeit des
Förderers (2) jeweils zu einem definierten Zeitpunkt auf die Sollgeschwindigkeit (55)
zu setzen, und dass das Planungsmodul (53), eingerichtet ist, im Zuteilplan (Z) ein
Produkt (P, P*) einer der Abstapelvorrichtungen (A, B, C) zuzuordnen, wenn das betreffende
Produkt (P, P*) bei einer ab dem definierten Zeitpunkt auf die reduzierte Sollgeschwindigkeit
(55) gesetzten Fördergeschwindigkeit durch die betreffende Abstapelvorrichtung (A,
B, C) verarbeitbar ist.
5. Die Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Planungsmodul (53) eingerichtet ist, den Zeitpunkt zum Setzen der aktuellen Fördergeschwindigkeit
des Förderers (2) auf die reduzierte Sollgeschwindigkeit (55) möglichst so spät anzusetzen,
dass das betreffende Produkt (P, P*) durch die betreffende zugeordnete Abstapelvorrichtung
(A, B, C) noch verarbeitbar ist.
6. Die Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Regelungsmodul (52) eingerichtet ist, die aktuelle Fördergeschwindigkeit des
Förderers (2) zu periodischen Zeitpunkten auf die Sollgeschwindigkeit (55) zu setzen.
7. Die Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Planungsmodul (53) eingerichtet ist, bei einer Reduktion der Sollgeschwindigkeit
(55) des Förderers (2) die im Zuteilplan (Z) erfassten Produkte (P, P*), welche sich
noch auf dem Förderer (2) befinden, jeweils neu einer der Abstapelvorrichtungen (A,
B, C) zuzuordnen, durch welche das betreffende Produkt (P, P*) bei der reduzierten
Sollgeschwindigkeit (55) des Förderers (2) verarbeitbar ist.
8. Ein computerimplementiertes Verfahren zur Geschwindigkeitsregelung eines Förderers
(2) zum Zufördern von Druckprodukten zu Abstapelvorrichtungen (A, B, C), weiche aus
zugeführten Produkten (P, P*) Pakete (P5, P20) bilden, wobei der Förderer (2) als
Kettenförderer ausgestaltet ist mit als Greifer ausgeführten Produktträger (20) zum
Ergreifen und Halten von Druckprodukten (P, P*), wobei jeweils eine Auslösevorrichtung
eingerichtet ist, ein in einem Produktträger (20) gehaltenes Produkt (P, P*) an einem
betreffenden Auslösepunkt (AA, BB, CC) auszulösen und an die betreffende Abstapelvorrichtung
(A, B, C) zu übergeben, umfassend:
Führen eines Zuteilplans (Z) im Computer für die Abstapelvorrichtungen (A, B, C),
mit Produkten (P, P*), die an einem den Abstapelvorrichtungen (A, B, C) vorgelagerten
Detektierungspunkt (DD) auf dem Förderer (2) detektiert wurden und bei einer definierten
Sollgeschwindigkeit (55) des Förderers (2) durch jeweils eine zugeordnete Abstapelvorrichtung
(A, B, C) verarbeitbar sind, und
Reduzieren der Sollgeschwindigkeit (55) des Förderers (2) durch den Computer, wenn
im Zuteilplan (Z) für mindestens ein Produkt (P, P*) keine Abstapelvorrichtung (A,
B, C) bestimmbar ist, welche das mindestens eine Produkt (P, P*) bei der unreduzierten
Sollgeschwindigkeit (55) des Förderers (2) verarbeiten kann.
9. Das Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass für die im Zuteilplan (Z) erfassten Produkte (P, P*) im Computer jeweils eine aktuelle
Position auf dem Förderer (2) respektive in der zugeordneten Abstapelvorrichtung (A,
B, C) ermittelt wird, und dass der Computer die Sollgeschwindigkeit (55) des Förderers
(2) erhöht, wenn ein Produkt (P, P*), das eine Reduktion der Sollgeschwindigkeit (55)
des Förderers (2) begründet hat, eine definierte Position erreicht hat.
10. Das Verfahren nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Computer für ein Produkt (P, P*) basierend auf der aktuellen Position des betreffenden
Produkts (P, P*), basierend auf Verarbeitungsgeschwindigkeiten der Abstapelvorrichtungen
(A, B, C), basierend auf der Sollgeschwindigkeit (55) des Förderers (2) und basierend
auf der im Zuteilplan (Z) bestehenden Zuordnung von Produkten (P, P*) zu jeweils einer
der Abstapelvorrichtungen (A, B, C), bestimmt, ob und durch welche der Abstapelvorrichtungen
(A, B, C) das betreffende Produkt (P, P*) bei der definierten Sollgeschwindigkeit
(55) des Förderers (2) verarbeitbar ist.
11. Das Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Computer die aktuelle Fördergeschwindigkeit des Förderers (2) jeweils zu einem
definierten Zeitpunkt auf die Sollgeschwindigkeit (55) setzt, dass der Computer im
Zuteilplan (Z) ein Produkt (P, P*) einer der Abstapelvorrichtungen (A, B, C) zuordnet,
wenn das betreffende Produkt (P, P*) bei einer ab dem definierten Zeitpunkt auf die
reduzierte Sollgeschwindigkeit (55) gesetzten Fördergeschwindigkeit durch die betreffende
Abstapelvorrichtung (A, B, C) verarbeitbar ist, und dass der Computer den Zeitpunkt
zum Setzen der aktuellen Fördergeschwindigkeit des Förderers (2) auf die reduzierte
Sollgeschwindigkeit (55) möglichst so spät ansetzt, dass das betreffende Produkt (P,
P*) durch die betreffende zugeordnete Abstapelvorrichtung (A, B, C) noch verarbeitbar
ist.
12. Das Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Computer die aktuelle Fördergeschwindigkeit des Förderers (2) zu periodischen
Zeitpunkten auf die Sollgeschwindigkeit (55) setzt.
13. Das Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Computer bei einer Reduktion der Sollgeschwindigkeit (55) des Förderers (2) die
im Zuteilplan (Z) erfassten Produkte (P, P*), welche sich noch auf dem Förderer (2)
befinden, jeweils neu einer der Abstapelvorrichtungen (A, B, C) zuordnet, durch welche
das betreffende Produkt (P, P*) bei der reduzierten Sollgeschwindigkeit (55) des Förderers
(2) verarbeitbar ist.
14. Computerprogrammprodukt, umfassend ein greifbares computerlesbares Speichermedium
mit gespeichertem Computercode, welcher eingerichtet ist, einen oder mehrere Prozessoren
einer computerisierten Steuervorrichtung (5) zur Geschwindigkeitsregelung eines Förderers
(2) zum Zufördern von Druckprodukten zu Abstapelvorrichtungen (A, B, C), wobei der
Förderer (2) als Kettenförderer ausgestaltet ist mit als Greifer ausgeführten Produktträger
(20) zum Ergreifen und Halten von Druckprodukten (P, P*), wobei jeweils eine Auslösevorrichtung
eingerichtet ist, ein in einem Produktträger (20) gehaltenes Produkt (P, P*) an einem
betreffenden Auslösepunkt (AA, BB, CC) auszulösen und an die betreffende Abstapelvorrichtung
(A, B, C) zu übergeben, so zu steuern, dass die Prozessoren
für die Abstapelvorrichtungen (A, B, C) einen Zuteilplan (Z) mit Produkten (P, P*)
führen, die an einem den Abstapelvorrichtungen (A, B, C) vorgelagerten Detektierungspunkt
(DD) auf dem Förderer (2) detektiert wurden und bei einer definierten Sollgeschwindigkeit
(55) des Förderers (2) durch jeweils eine zugeordnete Abstapelvorrichtung (A, B, C)
verarbeitbar sind, und
die Sollgeschwindigkeit (55) des Förderers (2) reduzieren, wenn im Zuteilplan (Z)
für mindestens ein Produkt (P, P*) keine Abstapelvorrichtung (A, B, C) bestimmbar
ist, welche das mindestens eine Produkt (P, P*) bei der unreduzierten Sollgeschwindigkeit
(55) des Förderers (2) verarbeiten kann.
15. Computerprogrammprodukt nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Speichermedium weiteren Computercode umfasst, welcher eingerichtet ist, den einen
oder die mehreren Prozessoren so zu steuern, dass die Prozessoren das Verfahren gemäss
einem der Ansprüche 8 bis 14 ausführen.
1. A computerised control device (5) for regulating the speed of a conveyor (2) for supplying
printed products to stacking devices (A, B, C) which form packets (P5, P20) from supplied
products (P, P*), the conveyor (2) being in the form of a chain conveyor with product
carriers (20) in the form of grippers for grasping and holding printed products (P,
P*), a tripping device being designed in each case to trip a product (P, P*) held
in a product carrier (20) at a relevant tripping point (AA, BB, CC) and to transfer
said product to the relevant stacking device (A, B, C), characterised by
a planning module (53) which is designed to maintain for the stacking devices (A,
B, C) an assignment plan (Z) with products (P, P*) which have been detected at a detection
point (DD) on the conveyor (2) upstream of the stacking devices (A, B, C) and can
be processed by in each case one assigned stacking device (A, B, C) at a defined target
speed (55) of the conveyor (2), and
a regulating module (52) which is designed to reduce the target speed (55) of the
conveyor (2) if, for at least one product (P, P*), no stacking device (A, B, C) which
can process the at least one product (P, P*) at the unreduced target speed (55) of
the conveyor (2) can be determined in the assignment plan (Z).
2. The device according to Claim 1, characterised in that the device comprises a tracking module (51), which is designed to determine for each
product (P) included in the assignment plan (Z) a current position on the conveyor
(2) respectively in the assigned stacking device (A, B, C), and that the regulating
module (52) is designed to increase the target speed (55) of the conveyor (2) if a
product (P, P*) which caused a reduction in the target speed (55) of the conveyor
(2) has reached a defined position.
3. The device according to one of Claims 1 or 2, characterised in that the planning module (53) is designed to determine for a product (P, P*) on the basis
of the current position of the relevant product (P, P*), on the basis of processing
speeds of the stacking devices (A, B, C), on the basis of the target speed (55) of
the conveyor (2) and on the basis in the assignment plan (Z) existing assignments
of products (P, P*) to in each case one of the stacking devices (A, B, C), whether
and by which of the stacking devices (A, B, C) the relevant product (P, P*) can be
processed at the defined target speed (55) of the conveyor (2),
4. The device according to one of Claims 1 to 3, characterised in that the regulating module (52) is designed to set the current conveyor speed of the conveyor
(2) in each case at a defined point in time to the target speed (55), and that the
planning module (53) is designed to assign in the assignment plan (Z) a product (P,
P*) to one of the stacking devices (A, B, C) if the relevant product (P, P*), at a
conveyor speed set at the defined point in time to the reduced target speed (55),
can be processed by the relevant stacking device (A, B, C).
5. The device according to Claim 4, characterised in that the planning module (53) is designed to schedule the point in time for setting the
current conveyor speed of the conveyor (2) to the reduced target speed (55) as much
as possible so late that the relevant product (P, P*) can still be processed by the
relevant assigned stacking device (A, B, C).
6. The device according to one of Claims 1 to 5, characterised in that the regulating module (52) is designed to set at periodic points in time the current
conveyor speed of the conveyor (2) to the target speed (55).
7. The device according to one of Claims 1 to 6, characterised in that the planning module (53) is designed, in case the target speed (55) of the conveyor
(2) is reduced, to re-assign the products (P, P*) which are included in the assignment
plan (Z) and are still on the conveyor (2) in each case newly to one of the stacking
devices (A, B, C) by which the relevant product (P, P*) can be processed at the reduced
target speed (55) of the conveyor (2).
8. A computer-implemented method for regulating the speed of a conveyor (2) for supplying
printed products to stacking devices (A, B, C) which form packets (P5, P20) from supplied
products (P, P*), the conveyor (2) being in the form of a chain conveyor with product
carriers (20) in the form of grippers for grasping and holding printed products (P,
P*), a tripping device being designed in each case to trip a product (P, P*) held
in a product carrier (20) at a relevant tripping point (AA, BB, CC) and to transfer
said product to the relevant stacking device (A, B, C), comprising:
maintaining an assignment plan (Z) in the computer for the stacking devices (A, B,
C) with products (P, P*) which have been detected at a detection point (DD) on the
conveyor (2) upstream of the stacking devices (A, B, C) and can be processed by in
each case one assigned stacking device (A, B, C) at a defined target speed (55) of
the conveyor (2), and
reducing the target speed (55) of the conveyor (2) by the computer if in the assignment
plan (Z) for at least one product (P, P*) no stacking device (A, B, C) can be determined
which can process the at least one product (P, P*) at the unreduced target speed (55)
of the conveyor (2).
9. The method according to Claim 8, characterised in that for the products (P, P*) included in the assignment plan (Z) in the computer is determined
in each case a current position on the conveyor (2) respectively in the assigned stacking
device (A, B, C), and that the computer increases the target speed (55) of the conveyor
(2) if a product (P, P*), which caused a reduction in the target speed (55) of the
conveyor (2), has reached a defined position.
10. The method according to one of Claims 8 or 9, characterised in that the computer determines for a product (P, P*) on the basis of the current position
of the relevant product (P, P*), on the basis of processing speeds of the stacking
devices (A, B, C), on the basis of the target speed (55) of the conveyor (2) and on
the basis of the assignment, in the assignment plan (Z), of products (P, P*) to in
each case one of the stacking devices (A, B, C), whether and by which of the stacking
devices (A, B, C) the relevant product (P, P*) can be processed at the defined target
speed (55) of the conveyor (2),.
11. The method according to one of Claims 8 to 10, characterised in that the computer sets the current conveyor speed of the conveyor (2) in each case at
a defined point in time to the target speed (55), that the computer assigns a product
(P, P*) to one of the stacking devices (A, B, C) in the assignment plan (Z), if the
relevant product (P, P*) can be processed by the relevant stacking device (A, B, C)
at a conveyor speed set from the defined point in time to the reduced target speed
(55), and that the computer makes the point in time for setting the current conveyor
speed of the conveyor (2) to the reduced target speed (55) as much as possible so
late that the relevant product (P, P*) still can be processed by the relevant assigned
stacking device (A, B, C).
12. The method according to one of Claims 8 to 11, characterised in that the computer sets the current conveyor speed of the conveyor (2) at periodic points
in time to the target speed (55).
13. The method according to one of Claims 8 to 11, characterised in that in case of a reduction of the target speed (55) of the conveyor (2) the computer
re-assigns the products (P, P*) included in the assignment plan (Z) which are still
on the conveyor (2) in each case to one of the stacking devices (A, B, C), by which
the relevant product (P, P*) can be processed at the reduced target speed (55) of
the conveyor (2).
14. A computer program product comprising a tangible computer-readable storage medium
with stored computer code, which is designed to control one or more processors of
a computerised control device (5) for regulating the speed of a conveyor (2) for supplying
printed products to stacking devices (A, B, C), the conveyor (2) being in the form
of a chain conveyor with product carriers (20) in the form of grippers for grasping
and holding printed products (P, P*), a tripping device being designed in each case
to trip a product (P, P*) held in a product carrier (20) at a relevant tripping point
(AA, BB, CC) and to transfer said product to the relevant stacking device (A, B, C),
in such a manner that the processors
maintain an assignment plan (Z) for the stacking devices (A, B, C), which plan includes
products (P, P*) which have been detected at a detection point (DD) on the conveyor
(2) upstream of the stacking devices (A, B, C) and can be processed by in each case
one assigned stacking device (A, B, C) at a defined target speed (55) of the conveyor
(2), and
reduce the target speed (55) of the conveyor (2) if, for at least one product (P,
P*), a stacking device (A, B, C) which can process the at least one product (P, P*)
at the unreduced target speed (55) of the conveyor (2) cannot be determined in the
assignment plan (Z).
15. The computer program product according to Claim 14, characterised in that the storage medium comprises further computer code which is designed to control the
one or more processors such that the processors execute the method according to one
of Claims 8 to 14.
1. Un dispositif de commande (5) informatisé destiné à réguler la vitesse d'un convoyeur
{2) qui amène des produits d'impression vers des dispositifs d'empilage (A, B, C),
qui à partir de produits alimentés (P, P*) forment des paquets (P5, P20), le convoyeur
(2) étant conçu sous la forme d'un convoyeur à chaîne, avec des supports de produits
(20) conçus sous la forme de preneur destinés à saisir et maintenir des produits d'impression
(P, P*), chaque fois un dispositif de déclenchement étant constitué pour déclencher
un produit (P, P*) maintenu dans un support de produit (20) à un point de déclenchement
(AA, BB, CC) concerné et pour le transférer au dispositif d'empilage (A, B, C) concerné,
caractérisé par
un module de planification (53) qui est constitué pour tenir un plan d'attribution
(Z) pour les dispositifs d'empilage (A, B, C) avec des produits (P, P*), qui ont été
détectés sur un point de détection (DD) placé en amont des dispositifs d'empilage
(A, B, C) sur le convoyeur (2) et qui à une vitesse de consigne (55) définie des convoyeurs
(2) sont susceptibles d'être traités par chaque fois par un dispositif d'empilage
(A, B, C) associé et
un module de régulation (52) qui est constitué pour réduire la vitesse de consigne
(55) du convoyeur (2), si dans le plan d'attribution (Z) pour au moins un produit
(P, P*), aucun dispositif d'empilage (A, B1 C) susceptible de traiter l'au moins un
produit (P, P*) à la vitesse de consigne (55) non réduite du convoyeur (2) n'est définissable.
2. Le dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif comprend un module de traçage (51) qui est constitué pour déterminer
pour les produits (P) enregistrés dans le plan d'attribution (Z) chaque fois une position
actuelle sur le convoyeur (2), respectivement dans le dispositif d'empilage (A, B,
C) associé et en ce que le module de régulation (52) est constitué pour augmenter la vitesse de consigne
(55) du convoyeur (2) lorsqu'un produit (P, P*), ayant fondé une réduction de la vitesse
de consigne (55) du convoyeur (2) a atteint une position définie.
3. Le dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que le module de planification (53) est constitué pour déterminer pour un produit (P,
P*), sur la base de la position actuelle du produit (P, P*) concerné, sur la base
des vitesses de traitement des dispositifs d'empilage (A, B, C), sur la base de la
vitesse de consigne (55) du convoyeur (2) et sur la base de l'affectation de produits
(P1, P*) à respectivement l'un des dispositifs d'empilage (A, B, C) donnée dans le
plan d'attribution (Z) si et par lequel des dispositifs d'empilage (A, B, C) le produit
(P, P*) concerné est susceptible d'être traité à la vitesse de consigne (55) définie
du convoyeur (2).
4. Le dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le module de régulation (52) est constitué pour placer la vitesse de convoyage actuelle
du convoyeur (2) chaque fois à un moment défini à la vitesse de consigne (55) et en ce que le module de planification {53) est constitué pour affecter dans le plan d'attribution
(Z) un produit (P, P*) à l'un des dispositifs d'empilage (A, B, C) lorsqu'à la vitesse
de convoyage placée à partir du moment défini à la vitesse de consigne (55) réduite,
le produit (P, P*) concerné est susceptible d'être traité par le dispositif d'empilage
(A, B, C).
5. Le dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que le module de planification (53} pour fixer le moment de placement de la vitesse de
convoyage actuelle du convoyeur (2) à la vitesse de consigne (55) si possible assez
tard pour que le produit (P, P*) concerné soit encore susceptible d'être traité par
le dispositif d'empilage (A, B, C) associé concerné.
6. Le dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le module de régulation (52) est constitué pour placer à des moments périodiques
la vitesse de convoyage du convoyeur (2) à la vitesse de consigne (55).
7. Le dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le module de planification (53) est constitué pour, lors d'une réduction de la vitesse
de consigne (55) du convoyeur (2) réaffecter les produits (P, P*) enregistrés dans
le plan d'attribution (Z) qui se trouvent encore sur le convoyeur (2) à chaque fois
l'un des dispositifs d'empilage (A, B, C) par lequel le produit (P, P*) concerné est
susceptible d'être traité à la vitesse de consigne (55) réduite du convoyeur (2).
8. Un procédé implémenté dans un ordinateur, destiné à réguler la vitesse d'un convoyeur
(2) qui amène des produits d'impression vers des dispositifs d'empilage (A, B, C),
qui à partir de produits alimentés (P, P*) forment des paquets (P5, P20), le convoyeur
(2) étant conçu sous la forme d'un convoyeur à chaîne, avec des supports de produits
(20) conçus sous la forme de preneurs destiné à saisir et maintenir des produits d'impression
(P, P*), chaque fois un dispositif de déclenchement étant constitué pour déclencher
un produit (P, P*) maintenu dans un support de produit (20) à un point de déclenchement
(AA, BB, CC) concerné et pour le transférer au dispositif d'empilage (A, B, C) concerné,
comprenant :
la tenue d'un plan d'attribution (Z) dans l'ordinateur pour les dispositifs d'empilage
(A, B, C), avec des produits (P, P*) qui ont été détectés sur un point de détection
(DD) placé en amont des dispositifs d'empilage (A, B, C) sur le convoyeur (2) et qui
à une vitesse de consigne (55) définie du convoyeurs (2) sont susceptibles d'être
traités par chaque fois un dispositif d'empilage (A, B, C) associé et
la réduction de la vitesse de consigne (55) du convoyeur (2) par l'ordinateur, lorsque
dans le plan d'attribution (Z), pour au moins un produit (P, P*), aucun dispositif
d'empilage (A, B, C) ne peut être déterminé, qui est susceptible de traiter l'au moins
un produit (P, P*) à la vitesse de consigne (55) non réduite du convoyeur (2).
9. Le procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que pour les produits (P, P*) enregistrés dans le plan d'attribution (Z), il est déterminé
dans l'ordinateur chaque fois une position actuelle sur le convoyeur (2), respectivement
dans le dispositif d'empilage (A, B, C) associé et en ce que l'ordinateur augmente la vitesse de consigne (55) du convoyeur (2) lorsqu'un produit
(P, P*) qui a fondé une réduction de la vitesse de consigne (55) du convoyeur (2)
a atteint une position définie.
10. Le procédé selon l'une quelconque des revendications 8 ou 9, caractérisé en ce que pour un produit (P, P*), sur la base de la position actuelle du produit (P, P*)concerné,
sur la base de vitesses de traitement des dispositifs d'empilage (A, B, C), sur la
base de la vitesse de consigne (55) du convoyeur (2) et sur la base de l'affectation
de produits (P, P*) à respectivement l'un des dispositifs d'empilage (A, B, C) donnée
dans le plan d'attribution (Z) l'ordinateur détermine, si et par lequel des dispositifs
d'empilage (A, 8, C) le produit (P, P*) concerné est susceptible d'être traité par
le convoyeur (2) à la vitesse de consigne (55) définie.
11. Le procédé selon l'une quelconque des revendications 8 à 10, caractérisé en ce que l'ordinateur place chaque fois à un moment défini la vitesse de convoyage actuelle
du convoyeur (2) à la vitesse de consigne (55), en ce que dans le plan d'attribution (Z), l'ordinateur affecte un produit (P, P*) à l'un des
dispositifs d'empilage (A, B, C) lorsqu'à une vitesse de convoyage placée à la vitesse
de consigne (55) réduite à partir du moment défini, le produit (P, P*) est susceptible
d'être traité par le dispositif d'empilage (A, B, C) concerné et en ce que l'ordinateur fixe le moment pour placer la vitesse de convoyage actuelle du convoyeur
(2) à la vitesse de consigne (55) réduite si possible assez tard pour que le produit
{P, P*) concerné soit encore susceptible d'être traité par le dispositif d'empilage
(A, B, C) associé concerné.
12. Le procédé selon l'une quelconque des revendications 8 à 11, caractérisé en ce qu'à des moments périodiques, l'ordinateur place la vitesse de convoyage du convoyeur
(2) à la vitesse de consigne (55).
13. Le procédé selon l'une quelconque des revendications 8 à 11, caractérisé en ce que lors d'une réduction de la vitesse de consigne (55) du convoyeur (2), l'ordinateur
réaffecte les produits (P, P*) enregistrés dans le plan d'attribution (Z) qui se trouvent
encore sur le convoyeur (2) chaque fois à l'un des dispositifs d'empilage (A, 8, C)
par lequel le produit (P, P*) concerné est susceptible d'être traité à la vitesse
de consigne (55) réduite du convoyeur (2).
14. Produit de programme informatique, comprenant un support de données palpable, lisible
par ordinateur avec un code informatique mémorisé, lequel est constitué pour commander
un ou plusieurs processeurs d'un dispositif de commande (5) informatisé pour la régulation
de la vitesse d'un convoyeur (2) qui amène des produits d'impression vers des dispositifs
d'empilage (A, B, C),
le convoyeur (2) étant conçu sous la forme d'un convoyeur à chaîne, avec des supports
de produits (20) conçus sous la forme de preneur destinés à saisir et maintenir des
produits d'impression (P, P*), chaque fois un dispositif de déclenchement étant constitué
pour déclencher un produit (P, P*) maintenu dans un support de produit (20) à un point
de déclenchement (AA, BB, CC) concerné et pour le transférer au dispositif d'empilage
(A, B, C), de telle sorte que les processeurs
tiennent pour les dispositifs d'empilage (A, B, C) un plan d'attribution (Z) avec
des produits (P, P*) qui ont été détectés sur un point de détection (DD) placé en
amont des dispositifs d'empilage (A, B, C) sur le convoyeur (2) et qui à une vitesse
de consigne (55) du convoyeur (2) sont susceptibles d'être traités chaque fois par
un dispositif d'empilage (A, B, C) associé et
réduisent la vitesse de consigne (55) du convoyeur (2) si dans le plan d'attribution
(Z), pour au moins un produit (P, P*), il ne peut être déterminé aucun dispositif
d'empilage (A, B, C) susceptible de traiter l'au moins un produit (P, P*) à la vitesse
de consigne (55) non réduite du convoyeur (2).
15. Produit de programme informatique selon la revendication 14, caractérisé en ce que le support de données comprend un code informatique supplémentaire lequel est constitué
pour commander l'un ou les plusieurs processeurs de sorte que les processeurs réalisent
le procédé selon l'une quelconque des revendications 8 à 14.