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(11) |
EP 2 544 983 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.01.2014 Patentblatt 2014/01 |
| (22) |
Anmeldetag: 09.03.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2011/000239 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2011/110165 (15.09.2011 Gazette 2011/37) |
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| (54) |
LEITUNGSWAGEN ZUM VERFAHREN AN EINER SCHIENE
CABLE TROLLEY FOR MOVING ALONG A RAIL
CHARIOT PORTE-CÂBLES SUSPENDU À UN RAIL
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
09.03.2010 DE 102010010775
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.01.2013 Patentblatt 2013/03 |
| (73) |
Patentinhaber: Stemmann-Technik GmbH |
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48465 Schüttorf (DE) |
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Erfinder: |
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- BECKMANN, Georg
48455 Bad Bentheim (DE)
- MÖLLER, Christoph
48488 Emsbüren (DE)
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| (74) |
Vertreter: Griepenstroh, Jörg |
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Bockermann Ksoll
Griepenstroh Osterhoff
Patentanwälte
Bergstrasse 159 44791 Bochum 44791 Bochum (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 4 321 758 DE-C1- 4 436 520
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DE-B- 1 042 857
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Leitungswagen zum Verfahren an einer Schiene gemäß den
Merkmalen im Oberbegriff von Patentanspruch 1.
[0002] Leitungswagen als entlang einer Schiene verfahrbare Elemente einer Kabelwagenanlage
dienen der sicheren und ordnungsgemäßen Nachführung von Leitungen, welche mit einem
beweglichen Verbraucher verbunden sind. Standardmäßig erfolgt das richtungsgebundene
Verfahren der Leitungswagen mechanisch, wobei die entlang der Schiene hintereinander
angeordneten und unmittelbar benachbarten Leitungswagen über Zugelemente miteinander
verbunden sind, so dass der sich bewegende Verbraucher die Leitungswagen hinter sich
her zieht oder schiebt.
[0003] Die zum Verbraucher führenden Leitungen werden in durchhängenden Schlaufen von Laufwagen
zu Laufwagen geführt, deren Durchhangtiefe je nach Abstand der Leitungswagen untereinander
variiert. Je nach Ausführung der Kabelwagenanlage werden so Geschwindigkeiten des
Verbrauchers bis 240 Meter pro Minute realisiert.
[0004] Bei erhöhten Anforderungen durch hohe Geschwindigkeiten und Leitungsgewichten, wie
sie beispielsweise im Kranbau oder bei Transportanlagen vorzufinden sind, werden angetriebene
Leitungswagen eingesetzt. Durch das gezielte Ansteuern dieser Leitungswagen über das
Fahrsignal der Krankatze werden die dynamischen Belastungen reduziert, was einen leitungsschonenderen
Betrieb ermöglicht.
[0005] Motorisiert angetriebene Leitungswagen sind bereits seit Jahren bekannt. Um die notwendige
Verfahrgeschwindigkeit zu regeln, werden die Antriebe über Frequenzumrichter drehzahlgesteuert.
[0006] Die
DE 44 36 520 C1 beschreibt hierzu einen angetriebenen Wagen zum Aufhängen und Verfahren an einer
Schiene. Der Antrieb erfolgt über einen Motor mit durchgehender Antriebswelle, welcher
quer zur Verfahrrichtung des Wagens angeordnet ist. Beide Enden der Antriebswelle
sind jeweils über einen Riementrieb mit Tragrollen verbunden, über die der Wagen auf
der Schiene verfahrbar ist.
[0007] Die
DE 1 042 857 B offenbart einen Leitungswagen mit einem Antriebsmotor, dessen einseitiges Antriebsende
über ein Zahnradgetriebe die Laufrollen antreibt.
[0008] Da derartige Systeme mitunter in schlecht zugänglichen Höhenlagen sowie der Witterung
ausgesetzten Außenbereichen eingesetzt werden, ist ein hoher Anspruch insbesondere
an die Wartungsfreundlichkeit des verwendeten Riementriebs zu richten. Auch im Hinblick
auf die Produktion derartiger Leitungswagen lässt der mitunter fertigungs- und platzintensive
Riemenantrieb Raum für Verbesserungen.
[0009] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, einen Leitungswagen zum Verfahren
an einer Schiene aufzuzeigen, welcher mit einem geringeren Wartungs-, Fertigungs-
sowie Platzaufwand angetrieben werden kann.
[0010] Die Lösung dieser Aufgabe besteht nach der Erfindung in einem Leitungswagen gemäß
den Merkmalen nach Anspruch 1.
[0011] Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der jeweils abhängigen Ansprüche 2 bis
11.
[0012] Die Erfindung betrifft einen Leitungswagen zum Verfahren an einer Schiene, welcher
mehrere Laufrollen sowie mindestens einen Antriebsmotor mit beidseitigen Antriebsenden
aufweist. Erfindungsgemäß treiben die beiden Antriebsenden jeweils über ein Zahnradgetriebe
eine der Laufrollen an. Durch die antriebstechnische Verbindung des Antriebsmotors
mit dem den Leitungswagen antreibenden Laufrollen über ein Zahnradgetriebe, entsteht
ein gekapseltes System, welches alle Vorteile eines wartungsfreundlichen und witterungsunabhängigen
Antriebs bietet.
[0013] Gegenüber einem Riemenantrieb wird somit eine deutlich höhere Standzeit erreicht,
welche ohne Nachspannen oder Austausch eines Riemens auskommt. Das direkte Abgreifen
des Drehmoments an beiden Antriebsenden des Antriebsmotors ermöglicht hierbei einen
ausgewogenen und überaus platzsparenden Antriebsaufbau.
[0014] Um ein möglichst kompaktes System zu erhalten, ist die Ausrichtung des Antriebsmotors
so gewählt, dass die Antriebsenden mit ihrer Rotationsachse parallel zur Verfahrrichtung
des Leitungswagens ausgerichtet sind. In Kombination mit Zahnradgetrieben in Form
von Winkelgetrieben ergibt sich somit ein schlanker sowie kurzbauender Antriebsstrang.
[0015] Die über den Antriebsmotor angetriebenen Laufrollen sind auf einer Längsseite der
Schiene angeordnet. Hierdurch wird das Drehmoment des Antriebsmotors auf kürzestem
Weg auf die Laufrollen übertragen, um einen möglichst verlustarmen und mit nur wenig
beweglichen und umlenkenden Elementen auskommenden Antrieb zu erhalten.
[0016] In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist auf beiden Längsseiten der Schiene jeweils
ein Antriebsmotor angeordnet. Durch die spiegelsymmetrische Anordnung der Antriebsmotoren
auf beiden Seiten der Verfahrrichtung ergibt sich ein ausbalanciertes Antriebssystem.
Die zum Verfahren des Leitungswagens notwendige Leistung verteilt sich hierbei auf
zwei voneinander getrennt arbeitende Antriebsmotoren, wodurch diese die benötigte
Leistung untereinander aufteilen und somit gegenüber dem Einsatz eines einzelnen Antriebsmotors
kleiner bauen. Überdies bleibt der Leitungswagen auch bei Ausfall einer der Antriebsmotoren
weiterhin verfahrbar und kann aus eigener Kraft in eine Wartungsposition verbracht
werden.
[0017] Auch in dieser Ausgestaltung sind die über die beiden Antriebsmotoren angetriebenen
Laufrollen auf beiden Längsseiten der Schiene angeordnet. Somit wird das Drehmoment
der Antriebsmotoren auf kürzestem Weg auf die Laufrollen übertragen, um einen möglichst
verlustarmen und mit nur wenig beweglichen und umlenkenden Elementen auskommenden
Antrieb zu erhalten.
[0018] Vorteilhaft weist der Leitungswagen ein Fahrgestell auf. An diesem werden alle erforderlichen
Elemente des Antriebs montiert, wodurch sich eine verfahrbare Einheit ergibt. Das
Fahrgestell selbst dient der Aufnahme weiterer Bauteile, wie beispielsweise Anschlagpuffer
oder Zugösen.
[0019] Um einen bestimmungsgemäßen Einsatz des Leitungswagens zu erreichen, ist vorgesehen,
dass das Fahrgestell eine Leitungstrage aufweist. Im unteren Bereich des an einer
Schiene aufgehängten Leitungswagens erstreckt sich diese senkrecht zur Verfahrrichtung.
In Form eines halbkreisförmigen Blechs kann diese jeweils seitlich des Fahrgestells
mit Leitungen beladen werden. Vorteilhafterweise weisen die Leitungstragen jeweils
Klemmleisten auf, um die aufliegenden Leitungen in ihrer Lage lösbar zu fixieren.
[0020] Der Leitungswagen ist zum Verfahren an einer im Querschnitt Doppel-T-förmigen Schiene
vorgesehen. Dieser einfache und standardisierte Querschnitt ermöglicht die Bereitstellung
eines kostengünstigen Schienensystems, an dem der Leitungswagen hängend verfahren
werden kann.
[0021] Für eine kompakte Bauform des Leitungswagens ist es von Vorteil, wenn die Laufrollen
auf einem Untergurt der Schiene abrollen.
[0022] Ferner weist der Leitungswagen Führungsrollen auf, deren jeweilige Drehachse in Verfahrrichtung
des Leitungswagens senkrecht zu einer Drehachse der Laufrollen angeordnet ist. Auf
dieser Weise können sich die Führungsrollen jeweils an einem Steg der Doppel-T-förmigen
Schiene abstützen, um das Kippen sowie mögliche hin und her Bewegungen durch Schaukeln
des Leitungswagens aufzunehmen. Durch diese Anordnung wird der Leitungswagen in seiner
Verfahrrichtung stabil gehalten.
[0023] Für eine spielfreie und sichere Führung des Leitungswagens entlang der Schiene weist
dieser Gegenlaufrollen auf, die zum Abrollen auf der den Laufrollen gegenüberliegenden
Seite des Untergurts vorgesehen sind. Hierdurch wird der Untergurt von beiden Seiten
umklammert, wodurch sich eine stabile Führung des Leitungswagens ergibt.
[0024] Der erfindungsgemäße Leitungswagen bietet dank des Einsatzes von Zahnradgetrieben
größtmögliche Wartungsfreiheit. Durch die kompakte Bauform ist dieser gegenüber dem
üblichen Einsatz von Riemenantrieben mit geringerem Fertigungs- und Platzaufwand behaftet.
Durch die Aufteilung der notwendigen Antriebsleistung auf zwei Antriebsmotoren ergibt
sich insgesamt ein sicheres und zuverlässiges System, welches sich auch noch im Falle
des Ausfalls eines Motors aus eigener Kraft verfahren lässt. Durch die gekapselte
Bauart ist der Laufwagen insgesamt witterungsunabhängig und insbesondere auch in Bereichen
mit erhöhten Anforderungen, beispielsweise durch Staub oder Temperaturbelastung, besonders
geeignet.
[0025] Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines in den Zeichnungen schematisch dargestellten
Ausführungsbeispiels näher beschrieben. Es zeigt:
- Figur 1
- einen Schienenausschnitt mit angehängtem Leitungswagen in einer seitlichen Darstellung;
- Figur 2
- den Leitungswagen der Figur 1 in einer Frontansicht und
- Figur 3
- eine Kabelwagenanlage in Seitenansicht mit mehreren Leitungswagen.
[0026] Figur 1 zeigt einen Leitungswagen 1, welcher an einer Schiene 2 hängend in eine Verfahrrichtung
Z richtungsgebunden beweglich angeordnet ist. Der Leitungswagen 1 weist hierbei ein
Fahrgestell 3 auf, welches im Wesentlichen aus zwei jeweils längsseits der Schiene
2 angeordneten Blechen besteht, die an ihren jeweiligen Enden zur von der Schiene
2 wegweisenden Seite rechtwinklig abgewinkelt und unterhalb der Schiene 2 miteinander
verbunden sind.
[0027] Die seitlichen Bleche des Fahrgestells 3 weisen zwischen ihren abgewinkelten Enden
jeweils einen Ausschnitt 4 auf, in den ein Antriebsmotor 5 mit seinem Gehäuse teilweise
hineinragt. Der Antriebsmotor 5 ist hierbei mit seiner Rotationsachse RA parallel
zur Verfahrrichtung Z des Leitungswagens 1 ausgerichtet. Der Antriebsmotor 5 beinhaltet
zwei, hier nicht näher dargestellte, Antriebsenden 6, welche jeweils über ein Zahnradgetriebe
7 mit den abgewinkelten Enden der Seiten des Fahrgestells 3 verbunden sind. Diese
Verbindung ist über lösbare Verbindungsmittel ausgeführt und dient der Befestigung
des jeweiligen Zahnradgetriebes 7 an dem Fahrgestell 3. Bei dem jeweiligen Zahnradgetriebe
7 handelt es sich jeweils um ein Winkelgetriebe, welches das zu beiden Seiten des
Antriebsmotors 5 erzeugte Drehmoment um die Rotationsachse RA auf eine rechtwinklig
dazu verlaufende Drehachse X umlenkt, an deren zu der Schiene 2 weisenden Ende, in
Figur 1 nicht näher dargestellte, Laufrollen 8 angeordnet sind, die auf einem Untergurt
9 der Schiene 2 abrollen. Pro Längsseite der Schiene 2 befinden sich somit jeweils
zwei Laufrollen 8, die jeweils über ein Zahnradgetriebe 7 mit den beiden Antriebsenden
6 des Antriebsmotors 5 mechanisch verbunden sind, so dass der Leitungswagen 1 über
insgesamt vier Laufrollen 8 an dem Untergurt 9 der Schiene 2 in Verfahrrichtung Z
beweglich aufgehängt ist.
[0028] Das Fahrgestell 3 des Leitungswagens 1 weist auf beiden Längsseiten an seinen beiden
oberen Enden jeweils eine abgebogene Lasche auf. Die Laschen weisen zur Schiene 2.
Sie verlaufen parallel zum Untergurt 9 der Schiene 2. An den Laschen sind jeweils
Führungsrollen 10 um eine Drehachse Y drehbar gelagert angeordnet. Die Führungsrollen
10 stehen umfangsseitig mit einem Steg der im Querschnitt Doppel-T-förmigen Schiene
2 in Kontakt, wobei deren jeweilige Rotationsebene parallel zum Untergurt 9 der Schiene
2 verläuft. Insgesamt weist das Fahrgestell 3 des Leitungswagens 1 somit vier Führungsrollen
10 auf, welche einer Kippung des Leitungswagens 1 entgegenwirken.
[0029] Zwischen den beiden Seitenblechen des Fahrgestells 3 ist ein sich in der Ebene des
Stegs der Schiene 2 erstreckendes Konturblech 11 angeordnet, welches an seinem unteren
Ende eine rechtwinklig dazu verlaufende Leitungstrage 12 aufweist. Die Leitungstrage
12 wird hierbei aus einem im Querschnitt halbkreisförmig gebogenen Blech gebildet,
welches sich zu beiden Seiten des Konturblechs 11 senkrecht zur Verfahrrichtung Z
des Leitungswagens 1 erstreckt.
[0030] Umfangsseitig weist die Leitungstrage 12 zwei sich zur Drehachse X der Laufrollen
8 parallel erstreckende Klemmleisten 13 auf, die jeweils zu einer vom Zentrum der
halbkreisförmigen Leitungstrage 12 aus verlaufenden Hochachse zu beiden Seiten jeweils
um 15 Grad versetzt angeordnet sind.
[0031] Das Konturblech 11 weist an einer Seite seiner in Verfahrrichtung Z verlaufenden
maximalen Breite einen Anschlagpuffer 14 auf, welcher sich parallel zur Rotationsachse
RA erstreckt und aus einem elastischen Material besteht. Unterhalb der Ebene des Anschlagspuffers
14 sind an beiden Enden des Konturblechs 11 jeweils Zugösen 15 angeordnet, die im
Wesentlichen hufeisenförmig ausgebildet sind und jeweils über einen parallel zur Drehachse
X verlaufenden Achsbolzen in einer Ebene beweglich mit dem Konturblech 11 des Leitungswagens
1 verbunden sind.
[0032] Figur 2 zeigt den bereits in Figur 1 dargestellten Leitungswagen 1 in einer Frontansicht
mit Blick auf die Anschlagpuffer 14. Gut zu erkennen ist hierbei die Doppel-T-förmige
Querschnittsform der Schiene 2. In dieser Ansicht ist erkennbar, dass der Leitungswagen
1 ebenfalls mit der Schiene 2 in Kontakt stehende Gegenlaufrollen 16 aufweist, welche
umfangsseitig auf der den Laufrollen 8 gegenüberliegenden Seite des Untergurts 9 abrollen
und parallel zur Rotationsebene der Laufrollen 8 angeordnet sind. Die Gegenlaufrollen
16 sind auf einer, hier nicht näher dargestellten, Achse drehbar gelagert, welche
sich parallel zur Drehachse X der Laufrollen 8 zwischen den beiden Seitenblechen des
Fahrgestells 3 erstreckt. Als jeweiliges Gegenlager zu den Laufrollen 8 weisen diese
ebenfalls eine Stückzahl von Vier auf, um den Leitungswagen 1 präzise entlang der
Schiene 2 verfahren zu können.
[0033] Figur 3 zeigt eine Kabelwagenanlage in Seitenansicht, welche neben dem Leitungswagen
1 weitere entlang der Schiene 2 angeordnete Leitungswagen aufweist, die ebenfalls
angetrieben oder nicht angetrieben sind. Die Verteilung von angetriebenen und nicht
angetriebenen Leitungswagen ist individuell und an die entsprechenden Erfordernisse
angepasst. Beispielsweise können einem angetriebenen Leitungswagen zwei nicht angetriebene
Leitungswagen nachlaufen, denen wiederum ein angetriebener folgt. Zwischen den einzelnen
Leitungswagen befindet sich jeweils ein elastisches Zugelement 17 in Form eines Gummiseils
sowie ein weiteres Zugelement 18, welches als Stahlseil ausgebildet ist. Die Zugelemente
17, 18 sind jeweils mit den Zugösen 15 verbunden. Ebenfalls dazwischen befinden sich
Leitungen 19, welche mit einem größeren Durchhang auf der jeweiligen Leitungstrage
12 aufliegen. Vor Kopf dieser Anordnung befindet sich eine Krankatze, die mit den
zum Verbraucher führenden Leitungen 19 verbunden ist. Die Leitungen 19 werden hierbei
in durchhängenden Schlaufen jeweils auf die Leitungstrage 12 der Leitungswagen aufgelegt
und über Klemmleisten 13 in ihrer Lage fixiert.
[0034] Ein Antriebsmotor 5 des Leitungswagens 1 wird hierbei über ein Fahrsignal der Krankatze
angesteuert, wobei die Drehzahl des Antriebsmotors 5 über einen Frequenzumrichter
entsprechend angepasst wird. Das entstehende Drehmoment wird über beidseitige Antriebsenden
6 des Antriebsmotors 5 jeweils auf ein Zahnradgetriebe 7 übertragen und an mit dem
Zahnradgetriebe 7 verbundenen Laufrollen 8 in einem entsprechenden Übersetzungsverhältnis
weitergegeben. Die nunmehr rotierenden Laufrollen 8 rollen auf dem Untergurt 9 der
Schiene 2 umfangsseitig ab, wobei deren jeweilige Drehrichtung eine Verfahrrichtung
Z des Leitungswagens 1 bewirkt. Durch das auseinanderfahren sowie zusammenfahren der
miteinander verbundenen Leitungswagen 1 wird eine notwendige Energie- und Datenübertragung
des beweglichen Verbrauchers sichergestellt.
Bezugszeichen:
[0035]
- 1
- - Leitungswagen
- 2
- - Schiene
- 3
- - Fahrgestell
- 4
- - Ausschnitt von 3
- 5
- - Antriebsmotor
- 6
- - Antriebsenden von 5
- 7
- - Zahnradgetriebe
- 8
- - Laufrolle
- 9
- - Untergurt von 2
- 10
- - Führungsrolle
- 11
- - Konturblech
- 12
- - Leitungstrage
- 13
- - Klemmleisten
- 14
- - Anschlagpuffer
- 15
- - Zugösen
- 16
- - Gegenlaufrollen
- 17
- - Zugelement, elastisch
- 18
- - Zugelement
- 19
- - Leitung
- RA
- - Rotationsachse von 5
- X
- - Drehachse von 8
- Y
- - Drehachse von 10
- Z
- - Verfahrrichtung von 1
1. Leitungswagen zum Verfahren an einer Schiene (2), welcher Laufrollen (8) sowie mindestens
einen Antriebsmotor (5) mit beidseitigen Antriebsenden (6) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsenden (6) jeweils über ein Zahnradgetriebe (7) eine der Laufrollen (8)
antreiben.
2. Leitungswagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsenden (6) mit ihrer Rotationsachse (RA) parallel zur Verfahrrichtung
(Z) des Leitungswagens (1) ausgerichtet sind.
3. Leitungswagen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die über den Antriebsmotor (5) angetriebenen Laufrollen (8) auf einer Längsseite
der Schiene (2) angeordnet sind.
4. Leitungswagen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf beiden Längsseiten der Schiene (2) jeweils ein Antriebsmotor (5) angeordnet ist.
5. Leitungswagen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die über die beiden Antriebsmotoren (5) angetriebenen Laufrollen (8) auf beiden Längsseiten
der Schiene (2) angeordnet sind.
6. Leitungswagen nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass er ein Fahrgestell (3) aufweist.
7. Leitungswagen nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrgestell (3) eine Leitungstrage (12) aufweist.
8. Leitungswagen nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass er zum Verfahren an einer im Querschnitt Doppel-T-förmigen Schiene (2) vorgesehen
ist.
9. Leitungswagen nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufrollen (8) zum Abrollen auf einem Untergurt (9) der Schiene (2) vorgesehen
sind.
10. Leitungswagen nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass er Führungsrollen (10) aufweist, deren jeweilige Drehachse (Y) in Verfahrrichtung
des Leitungswagens (1) senkrecht zu einer Drehachse (X) der Laufrollen (8) angeordnet
ist.
11. Leitungswagen nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass er Gegenlaufrollen (16) aufweist, die zum Abrollen auf der den Laufrollen (8) gegenüberliegenden
Seite des Untergurts (9) vorgesehen sind.
1. Cable trolley for moving along a rail (2), which trolley comprises rollers (8) and
at least one drive motor (5) comprising drive ends (6) on both sides, characterised in that the drive ends (6) each drive one of the rollers (8) via a toothed gearing (7).
2. Cable trolley according to claim 1, characterised in that the rotary shafts (RA) of the drive ends (6) are oriented parallel to the direction
of movement (Z) of the cable trolley (1).
3. Cable trolley according to either claim 1 or claim 2, characterised in that the rollers (8) driven by the drive motor (5) are arranged on a longitudinal side
of the rail (2).
4. Cable trolley according to either claim 1 or claim 2, characterised in that a drive motor (5) is arranged on either longitudinal side of the rail (2).
5. Cable trolley according to claim 4, characterised in that the rollers (8) driven by the two drive motors (5) are arranged on either longitudinal
side of the rail (2).
6. Cable trolley according to any of claims 1 to 5, characterised in that it comprises a running gear (3).
7. Cable trolley according to claim 6, characterised in that the running gear (3) comprises a cable support (12).
8. Cable trolley according to any of claims 1 to 7, characterised in that it is provided to move along a rail (2) which is in the shape of a double-T.
9. Cable trolley according to claim 8, characterised in that the rollers (8) are provided to roll along a lower chord (9) of the rail (2).
10. Cable trolley according to any of claims 1 to 9, characterised in that it comprises guide rollers (10), of which the respective axes of rotation (Y) are
arranged perpendicular to an axis of rotation (X) of the rollers (8) in the direction
of movement of the cable trolley (1).
11. Cable trolley according to claim 9, characterised in that it comprises reverse rollers (16), which are provided to roll along the side of the
lower chord (9) opposite the rollers (8).
1. Chariot porte-câbles pour un déplacement sur un rail (2), qui présente des galets
de roulement (8) ainsi qu'au moins un moteur d'entraînement (5) avec des extrémités
d'entraînement (6) des deux côtés, caractérisé en ce que les extrémités d'entraînement (6) entraînent un des galets de roulement (8) respectivement
via un engrenage (7).
2. Chariot porte-câbles selon la revendication 1, caractérisé en ce que les extrémités d'entraînement (6) sont orientées avec leur axe de rotation (RA) parallèle
à la direction de déplacement (Z) du chariot porte-câbles (1).
3. Chariot porte-câbles selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisé en ce que les galets de roulement (8) entraînés via le moteur d'entraînement (5) sont agencés
sur une face longitudinale du rail (2).
4. Chariot porte-câbles selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisé en ce qu'un moteur d'entraînement (5) est respectivement agencé sur les deux faces longitudinales
du rail (2).
5. Chariot porte-câbles selon la revendication 4, caractérisé en ce que les galets de roulement (8) entraînés via les deux moteurs d'entraînement (5) sont
agencés sur les deux faces longitudinales du rail (2).
6. Chariot porte-câbles selon les revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'il présente un châssis (3).
7. Chariot porte-câbles selon la revendication 6, caractérisé en ce que le châssis (3) présente un support de câbles (12).
8. Chariot porte-câbles selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'il est prévu pour rouler sur un rail (2) en forme de T double en coupe transversale.
9. Chariot porte-câbles selon la revendication 8, caractérisé en ce que les galets de roulement (8) sont prévus pour rouler sur le brin inférieur (9) du
rail (2).
10. Chariot porte-câbles selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce qu'il présente des galets de guidage (10) dont l'axe de rotation respectif (Y) est agencé
dans la direction de déplacement du chariot porte-câbles (1) perpendiculairement à
un axe de rotation (X) des galets de roulement (8).
11. Chariot porte-câbles selon la revendication 9, caractérisé en ce qu'il présente des contre-galets de roulement (16) qui sont prévus pour rouler sur le
côté du brin inférieur (9) opposé aux galets de roulement (8).


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