[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Metallisierungen auf insbesondere
dreidimensionalen Kunststoffteilen, bei dem eine leitfähige Schicht selektiv und darauf
aufbauend eine galvanische Verstärkung hergestellt wird.
[0002] Der Grundgedanke bei den MID-Bauteilen ist dabei die Integration elektrischer und
mechanischer Funktionen in einem metallisierten Spritzgussteil aus einem thermoplastischen
Werkstoff. Hierbei können die räumlichen Strukturen sowohl Strom führen als auch der
Abschirmung dienen oder sendende Flächen bilden.
[0003] Bei der Laserdirektstrukturierung (LDS) wird auf die Oberfläche eines Einkomponenten-Spritzgussteils
mittels Laserstrahl ein Schaltungsbild aufgebracht. Zeitgleich entsteht eine für die
nachfolgende Metallisierung günstige Oberflächenstruktur, die für eine sehr gute Haftung
der entstehenden Leiterbahnen sorgt. Eine andere Möglichkeit besteht darin, eine bereits
metallisierte Oberfläche mit dem Laser zu ablatieren.
[0004] Bei der Subtraktiv-Technik, auch Laser-Subtraktiv-Strukturieren (LSS) genannt, wird
das gesamte Bauteil außenstromlos mit Kupfer metallisiert. Nachdem galvanisch Kupfer
aufgebracht wurde, kann in einem weiteren Schritt ein Resist appliziert werden, der
anschließend durch einen fokussierten Laserstrahl genau an der Stelle strukturiert
wird, an der später die Isolationskanäle liegen. In einem weiteren Schritt wird das
Kupfer weggeätzt und die Oberfläche wird veredelt.
[0005] Beim Zweikomponenten-Spritzgießen erfolgt die Aktivierung der Kunststoffoberfläche
durch Bekeimung mit vorzugsweise Palladium. Anschließend wird die gewünschte Kupferschichtdicke
chemisch oder elektrolytisch aufgebracht. Das außenstromlose Verfahren hat den Nachteil,
dass es aufgrund geringer Abscheidungsraten zeitaufwendig ist und maximal eine Schichtdicke
von 20 µm erreicht werden kann.
[0006] Den genannten Verfahren ist die allgemeine Prozessabfolge gemeinsam, die aus den
Schritten Spritzguss, Vorbehandlung/Laseraktivierung und chemische Metallisierung
besteht. Damit teilen alle Verfahren die Probleme der chemischen Metallisierung, insbesondere
die geringe erreichbare Metallstärke, die lange Verweildauer der Teile in den Metallisierungsbädern
und die damit verbundenen hohen Kosten. Die Verschiedenartigkeit der Prozessschritte
bedingt in der Praxis darüber hinaus einen hohen Aufwand für das Teilehandling. Dieser
wird auch dadurch erhöht, dass Teilehalterungen, Handlingsysteme, Greifer und Transportbehälter
spezifisch für die jeweiligen Bauformen ausgelegt werden müssen.
[0007] Im Massenmarkt von z.B. Antennen für Mobiltelefone oder moderne Smartphones gehört
es zum Stand der Technik, dass die Teile für den zweckentsprechenden Aufbau der metallischen
Antennenstrukturen als Schüttgut in rotierenden Trommeln in den chemischen Metallisierungsbädern
behandelt werden. Je nach Größe der Teile und der Trommeln werden derartige Trommeln
häufig mit mehreren tausend bis zehntausend Einzelteilen beladen. Dem Fachmann ist
klar, dass die Art des Teilehandlings als Schüttgut in Trommelaggregaten gerade für
filigrane und mechanisch empfindliche Teile problematisch ist oder auch ganz unmöglich
sein kann. Darüber hinaus leuchtet ein, dass die Qualität der Metallisierung durch
das Aneinanderscheuern der Teile in den rotierenden Trommeln leidet.
[0008] MID-Kunststoffteile, wie beispielsweise Antennen für Mobiltelefone weisen gewöhnlich
einen oder mehrere, nicht miteinander verbundene leitfähige Bereiche auf. Je nach
Verfahren werden diese Bereiche nach dem Spritzguss speziell behandelt, um nur dort
selektiv Kupfer abzuscheiden. Für die galvanische Metallisierung dieser Bereiche müssen
mehrere Voraussetzungen erfüllt sein. Erstens muss durch chemische Metallisierung
oder andere geeignete Verfahren in diesen Bereichen eine durchgehend leitende Startschicht
ausgebildet werden. Zweitens müssen alle Bereiche an ein elektrisches Potential angeschlossen
werden. Drittens müssen diese Bereiche am Ende des Produktionsprozesses elektrisch
voneinander getrennt vorliegen.
[0009] Beim Stand der Technik werden die einzelnen Verfahrensschritte wie Vorbehandlung,
chemische Metallisierung etc., ausgehend von dem spritzgegossenen Formteil, dadurch
erschwert, dass die jeweils bearbeiteten Bauteile der einzelnen Verfahrensschritte
als Schüttgut gesammelt werden. Daher ist zur Weiterverarbeitung zunächst jeweils
eine exakte Positionierung in einer Aufnahme erforderlich, wobei bei der Laseraktivierung
hohe Anforderungen an die Positioniergenauigkeit bestehen.
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Handhabung der Bauteile zu erleichtern,
insbesondere soll dabei das wiederholte Einlegen einzelner Bauteile in entsprechende
Aufnahmen entfallen und die große Anzahl unterschiedlicher Aufnahmen wesentlich reduziert
werden, um so den Einrichtaufwand pro Bauteiltyp zu verringern und einen schnellen
und kostengünstigen Aufbau von dicken Kupferschichten durch galvanische Metallisierung
mit deutlich höherer Abscheidegeschwindigkeit, als sie allein mit rein chemischer
Metallisierung erreichbar sind, zu ermöglichen.
[0011] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einem Verfahren gemäß den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. Die weitere Ausgestaltung der Erfindung ist den Unteransprüchen zu entnehmen.
[0012] Erfindungsgemäß ist also ein Verfahren vorgesehen, bei dem die Kunststoffteile mittels
eines Verbindungsteils mit einem flexiblen Träger, insbesondere einem Transportband,
verbunden werden, welcher einseitig oder beidseitig an das jeweilige Kunststoffteil
anschließt, um so eine vorübergehende Verkettung einer Vielzahl von Kunststoffteilen
zu erreichen, sodass die elektrisch leitfähige Verbindung zur Stromzufuhr für die
galvanische Metallisierung zwischen dem Träger und dem Kunststoffteil mittels des
Verbindungsteils erreicht wird. Hierdurch wird in überraschend einfacher Weise eine
Verkettung der Kunststoffteile mittels des Trägers zu einem grundsätzlich endlosen
Band erreicht, welches sich in einfacher Weise durch an sich bekannte Fördermittel
transportieren lässt. Dabei ist eine Gestaltung der Prozesskette derart, dass der
Träger unmittelbar mehreren Stationen der Kunststoffteilbehandlung von der Formgebung
bis zum galvanischen Schichtaufbau kontinuierlich zugeführt wird, ebenso denkbar wie
das Aufwickeln der die Kunststoffteile verbindenden Träger auf einen Wickelkörper
als Halbfertigerzeugnis zur weiteren bedarfsweisen Verwendung auch in unterschiedlichen
Fertigungsorten. Daher können die MID-Kunststoffteile in einfacher Weise miteinander
verbunden werden, sodass diese problemlos von einem Bearbeitungsprozess an den nächsten
übergeben und galvanisch metallisiert werden können, wobei die Stromzufuhr mittels
des Trägers erfolgt.
[0013] Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird auch
dadurch erreicht, dass den Kunststoffteilen ein jeweiliges Verbindungsteil angeformt
wird.
[0014] Hierdurch entfällt der anderenfalls erforderliche zusätzliche Arbeitsschritt zur
Herstellung der mechanischen und elektrischen Verbindung zwischen dem Kunststoffteil
und dem Verbindungsteil, indem beide Teile in einem gemeinsamen Fertigungsschritt
als integrales Bauteil hergestellt und weiterverarbeitet werden können. Anschließend
werden eine Vielzahl von Kunststoffteilen mittels des dem jeweiligen Kunststoffteil
angespritzten Verbindungsteils mit dem Träger zu einem Band verbunden.
[0015] Grundsätzlich ist es denkbar und in der Praxis auch realisierbar, zusätzlich zu dem
Verbindungsteil auch bereits den Träger gemeinsam mit dem Kunststoffteil im Spritzgussverfahren
als endloses Band herzustellen, um so in einem einzigen Arbeitsschritt alle erforderlichen
Teile gemeinsam herstellen zu können. Besonders praxisgerecht ist hingegen eine Abwandlung,
bei welcher die Verbindungsteile mit dem Träger beispielsweise an Ausformungen und/oder
Ausnehmungen des Trägers insbesondere mechanisch verklammert werden. Hierdurch wird
der Herstellungsprozess vereinfacht, indem die Kunststoffteile einschließlich der
gegebenenfalls angespritzten Verbindungsteile in einem von der Herstellung des Trägers
gesonderten Arbeitsschritt erzeugt werden, sodass bei dem Träger auf handelsübliche
Erzeugnisse zurückgegriffen werden kann. Der Träger ist hierzu beispielsweise als
Lochband ausgeführt, sodass das Verbindungsteil die Durchbrechungen des Trägers durchdringen
und dabei eine mechanische Verklammerung durch eine Hinterschneidung bilden kann.
Auf diese Weise wird eine mechanisch hoch belastbare Verbindung erzeugt.
[0016] Durch die regelmäßigen Ausformungen oder Ausnehmungen kann so einerseits ein definierter
Vortrieb sichergestellt werden, indem ein Antriebsrad in die Ausformungen eingreift,
andererseits dienen die für den Vortrieb entbehrlichen Ausnehmungen bzw. Ausformungen
der mechanischen Fixierung des Verbindungsteils. Hierzu eignen sich beispielsweise
auch Perforationen.
[0017] Bei einer anderen ebenfalls besonders Erfolg versprechenden Gestaltung ist das Verbindungsteil
entlang einer Materialschwächung als Sollbruchstelle mit dem Kunststoffteil verbunden,
um so die spätere Trennung des Kunststoffteils von dem Verbindungsteil zu vereinfachen
und insbesondere einer Beschädigung des Kunststoffteils, beispielsweise beim Aufwickeln
des Trägers, vorzubeugen, indem die Sollbruchstelle die Übertragung hoher Kräfte auf
das Kunststoffteil verhindert.
[0018] Die in der Praxis üblicherweise hergestellten Formate und Abmessungen der Kunststoffteile
gestatten oftmals eine einseitige Fixierung des Kunststoffteils an einem einzigen
Träger. Besonders vorteilhaft ist es hingegen, wenn zwei Träger mit einem dazwischen
liegenden Kunststoffteil verbunden werden. Hierdurch lassen sich auch vergleichsweise
große Kunststoffteile zuverlässig fixieren, die zudem zwischen den außenliegenden
Trägern in optimaler Weise geschützt und mechanisch stabil fixiert sind.
[0019] In ähnlicher Weise eignet sich auch ein Träger, welcher zwischen zwei äußeren Rändern
eine Ausnehmung für das Kunststoffteil hat. Besonders sinnvoll ist hingegen eine Gestaltung
des Verfahrens, bei dem mehrere parallele Träger durch zwischen benachbarten Kunststoffteilen
angeordnete Stege verbunden sind, welche die Träger in einem definierten Abstand voneinander
halten und daher in Abhängigkeit des jeweiligen Kunststoffteils unterschiedliche Abmessungen
aufweisen können. Hierdurch können die Träger universell eingesetzt und mit Stegen
unterschiedlicher Länge für verschiedene Kunststoffteile verbunden werden.
[0020] Neben der Funktion der Stege zur mechanischen Stabilisierung der Träger in einem
definierten Abstand erfüllen diese gemäß einer Abwandlung des erfindungsgemäßen Verfahrens,
bei der die Stege mit dem Kunststoffteil verbunden werden, auch die Aufgabe einer
direkten Anbindung der Kunststoffteile, um diese mittels des Stegs elektrisch kontaktieren
zu können.
[0021] Selbstverständlich kann mit den zu einem Band verbundenen Kunststoffteilen eine Verkettung
der Prozessschritte in einfacher Weise realisiert werden, bei welcher die Kunststoffteile
in einem einheitlichen Arbeitstakt nacheinander sämtliche Prozesschritte durchlaufen.
Die Erfindung bietet jedoch auch dann erhebliche Vorteile, wenn die einzelnen Prozessschritte
voneinander entkoppelt oder auch örtlich getrennt durchgeführt werden. Im Gegensatz
zu dem Stand der Technik, bei dem die Kunststoffteile nach jedem Prozessschritt vereinzelt
sind und als Schüttgut einer weiteren Verarbeitungsstation zugeführt werden und daher
zunächst eine Fixierung in einer Aufnahme erforderlich ist, wird gemäß einer weiteren
Erfolg versprechenden Ausführungsform der zumindest eine Träger gemeinsam mit den
verbundenen Kunststoffteilen auf einen Wickelkörper aufgewickelt und so für eine weitere
Verarbeitung bereitgestellt.
[0022] Zu diesem Zweck werden gemäß einer weiteren Ausführungsform die Träger und/oder die
Stege mit Abstandshaltern verbunden, welche eine Höhe quer zu der Haupterstreckung
des Trägers aufweisen und so bemessen sind, dass die Kunststoffteile im aufgewickelten
Zustand des Trägers zueinander einen ausreichenden Abstand aufweisen. Hierdurch können
derartig aufgerollte Träger beispielsweise als Ganzes, also im aufgewickelten Zustand,
in ein Metallisierungsbad getaucht werden, sodass eine schnelle Behandlung einer Vielzahl
von Kunststoffteilen zeitgleich erfolgen kann. Die Abstandshalter können dabei gleichermaßen
als separates Element wie auch als integrale Bestandteile der Stege oder Träger ausgeführt
werden. Ferner können die Abstandshalter auch bedarfsweise ergänzt werden.
[0023] Eine andere, ebenfalls besonders zweckmäßige Ausgestaltung wird dadurch erreicht,
dass ein separates, wiederverwendbares Kunststoffband als Abstandshalter gemeinsam
mit dem Träger aufgewickelt wird, sodass sich eine abwechselnde Lage des Kunststoffbands
sowie des Trägers ergibt. Dabei kann das Kunststoffband geeignete Ausnehmungen aufweisen,
welche eine definierte, lagerichtige Zuordnung der frontseitig und rückseitig anliegenden
Träger gestatten. Auf diese Weise kann der Abstandshalter bedarfsweise hinzugefügt
werden, sodass eine besonders flexible Fertigung realisiert werden kann.
[0024] Der Träger kann aus einem elektrisch leitfähigen Material, insbesondere einem Metall,
bestehen, um so die elektrische Kontaktierung zu vereinfachen, welche die galvanische
Metallisierung einer Vielzahl von Kunststoffteilen zugleich gestattet. Besonders Erfolg
versprechend ist hingegen eine Abwandlung der Erfindung, bei welcher zumindest ein
Träger aus einem elektrisch nicht leitfähigen Material, beispielsweise Kunststoff,
besteht und die leitfähige Verbindung zwischen dem Verbindungsteil und dem Träger
und/oder zwischen dem Verbindungsteil und zumindest einem, vorzugsweise mehreren leitfähigen
Bereichen des Kunststoffteils, insbesondere aufgrund einer vorhergehenden selektiven
Aktivierung, erzeugt wird. Hierdurch werden also in einem gemeinsamen Verfahrensschritt
eine Aktivierung der Kunststoffteile, der Verbindungsteile sowie des Trägers und eine
anschließende selektive Metallisierung vorgenommen. Die elektrisch leitfähigen Eigenschaften
werden somit bedarfsweise erzeugt und können daher auf definierte Bereiche beschränkt
werden.
[0025] Indem der Träger mittels eines Schleifkontakts elektrisch kontaktiert wird, wird
eine einfache galvanische Metallisierung ermöglicht, indem die erforderliche Stromzufuhr
mittels einer zentralen Stromeinspeisung auf alle elektrisch angeschlossenen Kunststoffteile
übertragen wird. Der Schleifkontakt kann dabei beispielsweise durch ein anliegendes
Reibrad realisiert werden.
[0026] Weiterhin erweist es sich in der Praxis als besonders Erfolg versprechend, wenn das
Verbindungsteil entlang einer konturierten Linie mit dem Träger verbunden wird, wobei
die Länge der Linie wesentlich größer als die Breite des Verbindungsteils bemessen
ist. Mit anderen Worten wird also die Länge der Kontaktlinie zwischen dem Verbindungsteil
und dem Träger dadurch wesentlich verlängert, dass diese nicht gerade, sondern beispielsweise
wellenförmig, kammartig oder gezackt verläuft. In ähnlicher Weise können auch Durchbrechungen,
beispielsweise eine Perforation des Verbindungsteils, in einem auf dem Träger aufliegenden
Bereich zu einer Verlängerung der Kontaktlinie genutzt werden.
[0027] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des Verfahrens wird dadurch erreicht, dass
die galvanische Metallisierung in einem elektrolytischen Bad durchgeführt wird, in
dem der Träger im aufgewickelten Zustand stirnseitig kontaktiert wird. Hierdurch entfällt
das Abwickeln des Trägers von seinem Wickelkörper, sodass einerseits durch die kompakte
Anordnung der zu metallisierenden Kunststoffteile eine optimale Raumausnutzung innerhalb
des elektrolytischen Bads erreicht, andererseits der erforderliche Transportaufwand
auf ein Minimum reduziert werden kann.
[0028] Bei einem anderen ebenfalls besonders Erfolg versprechenden Verfahren werden die
Kunststoffteile, die Verbindungsteile und der Träger vollflächig in einem chemischen
und/oder galvanischen Metallisierungsprozess mit einer leitfähigen Schicht überzogen,
anschließend ein Ätzresist insbesondere aus Zinn aufgebracht, danach Isolationsbahnen
mittels Laser eingebracht und schließlich die so freigelegten Bereiche der leitfähigen
Schicht geätzt.
[0029] Durch die Verwendung vereinheitlichter Träger mit festem Raster, wird eine flexible
Fertigung ermöglicht, indem unterschiedliche Kunststoffteile zur Durchführung des
Verfahrens lediglich ein gegebenenfalls geändertes Steuerungsprogramm erfordern, während
auf eine Anpassung der Prozesstechnik weitgehend verzichtet werden kann.
[0030] So können zur Positionsbestimmung die Stege und/oder Ausnehmungen in dem Träger erfasst
werden, um so die Positionsbestimmung aufgrund einheitlicher Identifikationsmerkmale
weiter zu vereinfachen.
[0031] Die Vereinzelung der Kunststoffteile kann in einem separaten Arbeitsschritt, beispielsweise
auch in Verbindung mit der Montage des Kunststoffteils zu einem Erzeugnis, erfolgen.
Dabei erweist es sich als vorteilhaft, wenn die Verbindungsteile entlang der Sollbruchstelle
und/oder der Materialschwächung durch ein mechanisches Trennverfahren oder mittels
elektromagnetischer Strahlung von dem Kunststoffteil getrennt werden. Hierzu eignen
sich an sich bekannte Stanzwerkzeuge bzw. Laserschneidanlagen. Für beide Verfahren
erweist sich der geringe thermische Energieeintrag als vorteilhaft, wobei das Laserschneiden
eine problemlose Änderung der zu trennenden Kontur entlang der Sollbruchstelle oder
der Materialschwächung durch bloße Programmänderung gestattet und daher in der Praxis
flexibel einsetzbar ist.
[0032] Das Verfahren eignet sich grundsätzlich zur Anwendung bei allen MID-Herstellungsverfahren,
wobei lediglich beispielhaft das LDS-Verfahren, das Zweikomponenten-Spritzguss-Verfahren
oder Subtraktivprozesse genannt werden. Beispielsweise sind auch Verfahren zur Modifizierung
von nichtleitenden Oberflächen durchführbar, um die Anordnung einer Metallschicht
durch Fixierung geeigneter funktioneller chemischer Gruppen gemäß einem gewünschten
Muster zu erreichen, wonach ein leitendes Material an diesen Gruppen angeordnet wird.
Dieses leitende Material stellt dann die Basis zur Bildung einer Metallschicht der
gewünschten Stärke gemäß dem spezifischen gewünschten Muster dar. Dieses Aufbringen
einer dickeren Schicht kann durch Verwenden herkömmlicher autokatalytischer Bäder
zur Metallbeschichtung und im Rahmen des Verfahrens vorteilhaft in galvanischen Bädern
selektiv erreicht werden.
[0033] Die Erfindung lässt verschiedene Ausführungsformen zu. Zur weiteren Verdeutlichung
ihres Grundprinzips ist eine davon in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend
beschrieben. Diese zeigt in
- Fig. 1
- in einer Draufsicht ein einseitig mit einem Träger mittels eines Verbindungsteils
verbundenes Kunststoffteil;
- Fig. 2
- in einer Draufsicht ein beidseitig mit einem Träger mittels eines Verbindungsteils
verbundenes Kunststoffteil;
- Fig. 3
- in einer Draufsicht das in Figur 2 gezeigte Kunststoffteil, das zusätzlich mit Stegen
verbunden ist;
- Fig. 4
- in einer Detailansicht eine alternative Gestaltung des mit dem Träger verbundenen
Verbindungsteils;
- Fig. 5
- in einer Detailansicht den in den Figuren 1 bis 3 gezeigten Träger;
- Fig. 6
- in einer geschnittenen Seitenansicht die Verbindung zwischen dem Träger und dem Verbindungsteil
gemäß Figur 4;
- Fig. 7
- in einer Seitenansicht eine Wicklung des in der Figur 3 gezeigten, mit Kunststoffteilen
verbundenen Trägers auf einem Wickelkörper;
- Fig. 8a
- in einer Detailansicht den in Figur 3 gezeigten Träger mit einem Verbindungsteil;
- Fig. 8b
- in einer weiteren Detailansicht eine weitere Gestaltung der Verbindung zwischen einem
Verbindungsteil und dem Träger;
- Fig. 9
- in einer Draufsicht das in Figur 3 gezeigte Kunststoffteil mit Kontaktierungen an
dem Steg sowie mittels der Verbindungsteile an den Trägern.
[0034] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von Metallisierungen 8 auf insbesondere
dreidimensionalen MID-Kunststoffteilen 3, bei dem eine leitfähige Schicht selektiv
mittels eines chemischen Prozesses sowie einer nachfolgenden galvanischen Metallisierung
hergestellt wird, ist nachstehend anhand der Figuren 1 bis 9 näher dargestellt.
[0035] Dabei liegt der Erfindung der Gedanke zugrunde, die Kunststoffteile 3 so miteinander
zu verbinden, dass sie leicht von einem Bearbeitungsprozess an den nächsten übergeben
und galvanisch metallisiert werden können.
[0036] Für die Lösung des Transportproblems wird ein beispielsweise bandförmiger Träger
1 aus Kunststoff oder Metall in ein nicht gezeigtes Spritzgießwerkzeug eingelegt,
um diesen durch ein spritzgegossenes Verbindungsteil 2 mit dem Kunststoffteil 3 zu
verbinden. Dabei können verschiedene Varianten des erfindungsgemäßen Verfahrens unterschieden
werden.
[0037] In einer ersten Ausführungsform der Erfindung wird das Kunststoffteil 3 seitlich
mit dem Träger 1, der regelmäßige, durch eine Perforation gebildete Ausformungen 5
für den definierten Transport aufweist, verbunden, wie dies in Figur 1 gezeigt ist.
[0038] Demgegenüber können größere Kunststoffteile 3 auf zwei Seiten mit jeweils einem Träger
1 verbunden werden, wie dies in Figur 2 dargestellt ist. Vorteilhaft ist es, wenn
die beiden Träger 1 in regelmäßigen Abständen miteinander durch Stege 6 verbunden
sind und so in einem definierten Abstand zueinander gehalten werden.
[0039] Unter Nutzung derartiger Stege 6 können die Kunststoffteile 3 auch von drei oder
vier Seiten mit der Bandstruktur der Träger 1 verbunden werden, wie dies aus Figur
3 ersichtlich ist. Derartige Träger 1 mit einer Vielzahl verbundener Kunststoffteile
3 können auf einen Wickelkörper 11 aufgewickelt werden. Solche Wicklungen lassen sich
einfach zwischen den Prozessschritten transportieren und beispielsweise einer Laserbearbeitung
automatisch zuführen. Nach einem Bearbeitungsschritt kann der Träger 1 mit den daran
fixierten Kunststoffteilen 3 automatisiert aufgerollt werden. Ebenso können derartige
Wicklungen als Ganzes in Metallisierungsbäder getaucht werden. Damit entfällt das
Handling von Einzelteilen.
[0040] Vorzugsweise sind Abstandshalter 10 an den Verbindungsteilen 2 vorgesehen, welche
die Kunststoffteile 3 in der Höhe überragen und beim Aufwickeln des Trägers 1 für
einen ausreichenden Abstand zwischen den einzelnen Lagen der Kunststoffteile 3 sorgen,
wie dies beispielsweise in Figur 9 erkennbar ist. Auf diese Weise wird insbesondere
in Metallisierungsbädern die allseitige Benetzung der Kunststoffteile 3 gewährleistet.
[0041] Alternativ zu diesen Abstandshaltern 10 kann ein nicht gezeigtes, separates, wiederverwendbares
Kunststoffband mit Abstandsstücken zusammen mit dem beschriebenen Träger 1 aufgerollt
werden, sodass die Abstandsstücke den Träger 1 im äußeren Bereich berühren und die
definierte Beabstandung der einzelnen Kunststoffteile 3 gewährleisten.
[0042] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die beschriebenen Träger 1 aus Metall oder Kunststoff
für die galvanische Metallisierung der Kunststoffteile 3 genutzt werden. Die Kunststoffteile
3 weisen gewöhnlich einen oder mehrere, nicht miteinander verbundene leitfähige Bereiche
auf. Je nach Verfahren werden diese Bereiche nach dem Spritzguss speziell behandelt,
um nur dort selektiv Kupfer abzuscheiden. Für die galvanische Metallisierung dieser
Bereiche müssen mehrere Voraussetzungen erfüllt werden. Erstens muss durch chemische
Verfahren in diesen Bereichen eine durchgehend leitende Startschicht ausgebildet werden.
Zweitens müssen alle diese Bereiche an ein elektrisches Potential angeschlossen werden.
Drittens müssen diese Bereiche am Ende des Produktionsprozesses elektrisch voneinander
getrennt vorliegen.
[0043] Erfindungsgemäß werden die leitfähigen Bereiche der Kunststoffteile 3 ein- oder mehrseitig
mittels der Verbindungsteile 2 mit einem oder mehreren Trägern 1, wie in Figur 9 dargestellt,
verbunden, sodass die Stromzufuhr über die Träger 1 mittels der Verbindungsteile 2
und der Stege 6 zu den leitfähigen Bereichen erfolgen kann.
[0044] Die Verbindungsteile 2 zwischen dem Träger 1 und dem jeweiligen Kunststoffteil 3
weisen eine als Einschnürung realisierte Materialschwächung 4 auf, durch die zunächst
ein sicherer mechanischer Verbund erhalten bleibt. Zugleich kann das Kunststoffteil
3 am Ende des Produktionsprozesses durch geeignete Trennverfahren wie Stanzen oder
Laserschneiden entlang dieser Materialschwächung 4 aus dem Verbund gelöst werden.
Jedes Verbindungsteil 2 kann ein oder mehrere leitfähige Bereiche eines jeweiligen
Kunststoffteils 3 mit dem bandförmigen Träger 1 aus Metall verbinden. Dazu werden
die Verbindungsteile 2 zumindest abschnittsweise zusammen mit den leitfähig gemachten
Bereichen der Kunststoffteile 3 vorbehandelt und galvanisch metallisiert.
[0045] Bei dem vorgeschlagenen Verfahren ist zwischen der Verwendung von Trägern 1 aus Metall
und aus Kunststoff zu unterscheiden.
[0046] Durch Vorbehandlung der Verbindungsteile, beispielsweise durch Laserstrahlung mit
nachfolgender chemischer Metallisierung, kann eine leitende Verbindung zwischen dem
bandförmigen Träger 1 aus Metall und den Verbindungsteilen 2 und damit den leitfähigen
Bereichen der Kunststoffteile 3 hergestellt werden. Dadurch wird die Möglichkeit der
dauerhaften und zuverlässigen Stromzufuhr über den Träger 1 zu den Kunststoffteilen
3 geschaffen und so eine grundlegende Voraussetzung für die galvanische Metallisierung
der leitfähigen Bereiche der Kunststoffteile 3 erfüllt.
[0047] Besonders vorteilhaft für die zuverlässige elektrische Verbindung des Trägers 1 mit
dem Verbindungsteil 2 ist es, wenn die Verbindungslänge des Trägers 1 mit dem metallisierten
Kunststoff des Verbindungsteils 2 vergrößert ist.
[0048] Figur 4 zeigt beispielhaft eine vorteilhafte Kammstruktur 9 des spritzgegossenen
Verbindungsteils 2. Ebenso sind andere Formen dieser Kammstruktur 9 denkbar, etwa
Haken, Bögen, Doppelbögen oder Winkel. Solche Strukturen können die effektive Verbindungslänge
noch einmal verlängern.
[0049] Ebenso vorteilhaft ist die Perforation des Trägers 1 mit Durchbrechungen im Bereich
der Kammstruktur 9 der Verbindungsteile, wie in Figur 5 gezeigt. Solche Durchbrechungen
füllen sich im Spritzgießprozess mit Kunststoff. So entsteht eine stabile Verbindung
zwischen den Kammzinken der Verbindungsteile 2 auf der Ober- und der Unterseite des
Trägers 1, wie dies auch aus Figur 6 ersichtlich ist.
[0050] Figur 6 zeigt einen beispielhaften Querschnitt der Verbindung zwischen dem Träger
1 und dem Verbindungsteil 2 gemäß Figur 4 im Bereich dieser durch eine Perforation
gebildeten Kammzinken. Vorteilhaft ist es auch, wenn der Bereich der Transport- und
Führungslöcher in dem Träger 1 nicht mit Kunststoff umspritzt wird. So wird eine definierte
Auflage des Trägers 1 im Sinne eines Transportbands in automatischen Zuführeinrichtungen
und Bearbeitungsanlagen gewährleistet. Darüber hinaus ist so die niederohmige Stromzufuhr
im galvanischen Metallisierungsprozess an jeder Stelle des Trägers 1 möglich.
[0051] Bei der Verwendung von Kunststoffbändern oder Bändern aus anderen nichtleitenden
Materialien als Träger 1 entfällt die Möglichkeit der Stromzufuhr über den Träger
1 und damit die Notwendigkeit der leitenden Verbindung zwischen den Verbindungsteilen
2 und dem Träger 1. Alternativ besteht jedoch die Möglichkeit, den Träger 1 durchgehend
in seiner Länge in einem Teilbereich mit Verbindungsteilen aus Kunststoff zu umspritzen,
wie dies in den Figuren 8a und 8b gezeigt ist. Die Perforation des Trägers 1 im Bereich
des Spritzgusses wird analog zu dem in Figur 5 dargestellten Träger 1 aus Metall ausgeführt
und sorgt für eine stabile Verbindung zwischen dem Träger 1 und den Verbindungsteilen
2.
[0052] Durch chemische Metallisierung der Verbindungsteile 2 entsteht so eine durchgängig
leitfähige Bahn entlang des Trägers 1, die zur kontinuierlichen Stromzufuhr genutzt
werden kann, wie dies Figur 8b entnehmbar ist. Auch hier erweist es sich als vorteilhaft,
den Bereich der Transport- und Führungslöcher mindestens auf einer Seite nicht mit
Kunststoff zu umspritzen, um die Genauigkeit der Höhenposition bei Transport und Bearbeitung
zu erhalten.
[0053] Unabhängig vom verwendeten Trägermaterial können ein oder mehrere, vorzugsweise zwei
Träger 1 verwendet werden, die alle zur Stromzufuhr genutzt werden. Sie können mit
Stegen 6 verbunden sein. Die Stege 6 können eine Perforation aufweisen. Die Verbindungsteile
2 können mit den Stegen 6 in der gleichen Weise verbunden sein wie mit den Trägern
1, wie dies insbesondere aus Figur 9 ersichtlich ist.
[0054] In einer Ausführungsform der Erfindung erfolgt die galvanische Metallisierung in
einem nicht gezeigten Behälter. Dazu wird der Wickelkörper 11 mit darauf aufgewickelten,
die Kunststoffteile 3 tragenden Trägern 1 stirnseitig über sternförmig angeordnete
Kupferfinger 7 kontaktiert, wie in Figur 7 gezeigt. Während ein Träger 1 aus einem
Metallband an seiner Stirnseite direkt leitend mit den Kupferfingern 7 verbunden werden
kann, müssen bei Verwendung eines Trägers 1 aus einem nichtleitenden Material die
Verbindungsteile 2 so ausgeführt werden, dass sie an der Stirnseite eine metallisierte
Oberfläche ausbilden, wie dies in Figur 8a gezeigt ist.
[0055] Eine andere Ausprägung des Verfahrens sieht vor, dass die Kunststoffteile 3 vollständig
aus metallisierbarem Kunststoff spritzgegossen und anschließend vollflächig in chemischen
und galvanischen Bädern mit Kupfer überzogen werden. In einem Folgeschritt werden
die Kunststoffteile 3 mit einem Ätzresist aus Zinn überzogen. Die Strukturierung der
leitenden Schicht erfolgt durch das Einbringen von Isolationsbahnen in die Zinnschicht
mittels Laser und anschließendes Ätzen der so freigelegten Kupferbereiche. Analog
zu den vorbeschriebenen Prozessen vereinfacht sich auch hier das Handling zwischen
den Prozessschritten durch die Verbindung der Kunststoffteile 3 mit dem als Transportband
dienenden Träger 1. Die im Verfahren beschriebenen Vorteile der galvanischen Verstärkung
der Kupferschicht kommen ebenfalls zum Tragen.
[0056] Das erfindungsgemäße Verfahren ist dabei grundsätzlich bei allen bekannten MID-Herstellungsverfahren
zur Metallisierung von Kunststoffteilen 3 einsetzbar und daher in keiner Weise auf
die Laserdirektstrukturierung beschränkt.
1. Verfahren zur Herstellung von Metallisierungen auf insbesondere dreidimensionalen
Kunststoffteilen (3), bei dem eine leitfähige Schicht selektiv und darauf aufbauend
eine galvanische Metallisierung (8) hergestellt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststoffteile (3) mittels eines Verbindungsteils (2) mit einem flexiblen Träger
(1), insbesondere einem Transportband, verbunden werden, welcher einseitig oder beidseitig
an das jeweilige Kunststoffteil (3) anschließt, um so eine vorübergehende Verkettung
einer Vielzahl von Kunststoffteilen (3) zu erreichen, und dass zur Stromzufuhr für
die galvanische Metallisierung (8) mittels des Verbindungsteils (2) eine elektrisch
leitfähige Verbindung zwischen dem Träger (1) und dem Kunststoffteil (3) hergestellt
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass den Kunststoffteilen (3) ein jeweiliges Verbindungsteil (2) angeformt wird.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsteile (2) mit dem Träger (1) beispielsweise an Ausformungen (5) und/oder
Ausnehmungen des Trägers (1) insbesondere mechanisch verklammert werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausformungen (5) und/oder Ausnehmungen regelmäßig in den Träger (1) eingebracht
werden.
5. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsteil (2) entlang einer Materialschwächung (4) als Sollbruchstelle
mit dem Kunststoffteil (3) verbunden ist.
6. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Träger (1) mit einem dazwischen liegenden Kunststoffteil (3) verbunden werden.
7. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere parallele Träger (1) durch zwischen benachbarten Kunststoffteilen (3) angeordnete
Stege (6) verbunden sind.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Stege (6) mit dem Kunststoffteil (3) verbunden werden.
9. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Träger (1) gemeinsam mit den verbundenen Kunststoffteilen (3)
auf einen Wickelkörper (11) aufgewickelt wird.
10. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Träger (1) und/oder die Stege (6) mit Abstandshaltern (10) verbunden sind, welche
eine Höhe quer zu der Haupterstreckung des Trägers (1) aufweisen und so bemessen sind,
dass die Kunststoffteile (3) im aufgewickelten Zustand des Trägers (1) zueinander
einen ausreichenden Abstand aufweisen.
11. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein separates, wiederverwendbares Kunststoffband als Abstandshalter gemeinsam mit
dem Träger (1) aufgewickelt wird, sodass sich eine abwechselnde Lage des Kunststoffbands
sowie des Trägers (1) ergibt.
12. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Träger (1) aus einem elektrisch nicht leitfähigen Material, beispielsweise
Kunststoff, hergestellt wird.
13. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die leitfähige Verbindung zwischen dem Verbindungsteil (2) und dem Träger (1) und/oder
zwischen dem Verbindungsteil (2) und zumindest einem, vorzugsweise mehreren leitfähigen
Bereichen des Kunststoffteils (3) durch eine dünne chemische Metallisierung, insbesondere
aufgrund einer vorhergehenden selektiven Aktivierung, erzeugt wird.
14. Verfahren nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die leitfähige Verbindung zwischen dem Verbindungsteil (2) und dem Träger (1) und/oder
zwischen dem Verbindungsteil (2) und zumindest einem, vorzugsweise mehreren leitfähigen
Bereichen des Kunststoffteils (3) durch Erzeugung einer leitfähigen Oberfläche nach
vorheriger selektiver Oberflächenaufrauung erzeugt wird.
15. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Träger (1) mittels eines Schleifkontakts elektrisch kontaktiert wird.
16. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsteil (2) entlang einer konturierten Linie mit dem Träger (1) verbunden
wird, deren Länge wesentlich größer als die Erstreckung des Verbindungsteils (2) in
Längsrichtung des Trägers (1) bemessen ist.
17. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die galvanische Metallisierung (8) in einem elektrolytischen Bad durchgeführt wird,
in dem der Träger (1) im aufgewickelten Zustand stirnseitig kontaktiert wird.
18. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststoffteile vollflächig in einem chemischen und galvanischen Metallisierungsprozess
mit einer leitfähigen Schicht überzogen werden, anschließend ein Ätzresist insbesondere
aus Zinn aufgebracht wird, danach Isolationsbahnen mittels Laser eingebracht werden
und schließlich die so freigelegten Bereiche der leitfähigen Schicht geätzt werden.
19. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine optische Positionserfassung der Kunststoffteile (3) durchgeführt wird.
20. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Positionsbestimmung die Stege (6) und/oder Ausformungen (5) in dem Träger (1)
erfasst werden.
21. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsteile (2) entlang der Sollbruchstelle und/oder der Materialschwächung
(4) durch ein mechanisches Trennverfahren oder mittels elektromagnetischer Strahlung
von dem Kunststoffteil (3) getrennt werden.