[0001] Die Erfindung betrifft ein aerosolbildendes Material für eine Wasserpfeife, das eine
erste Substanz und zumindest eine zweite, von der ersten Substanz gehaltene Substanz,
die nach einer Aktivierung des aerosolbildenden Materials zumindest teilweise freigesetzt
wird, umfasst, eine Verwendung des aerosolbildenden Materials sowie Verwendungen der
ersten Substanz.
[0002] Der Verwendungszweck einer Wasserpfeife besteht darin, Geschmacksstoffe von einem
in einem Reservoir befindlichen aerosolbildenden Material zu konsumieren. Bei dem
aerosolbildenden Material handelt es sich typischerweise um Wasserpfeifentabak und/oder
um einen Tabakersatz auf Pflanzenbasis als Trägerstoff für aromatisierte Fluide. Darüber
wird ein Brennstoff, insbesondere Kohle, gelegt, wobei das aerosolbildende Material
vom Brennstoff durch eine perforierte Aluminiumfolie oder ein Rauchsieb getrennt ist.
Beim Konsum wird eine Strömung erzeugt, die heiße Luft von der Kohle zu dem aerosolbildenden
Material leitet. Durch die räumliche Nähe des Brennstoffes zu dem aerosolbildenden
Material wird dieses vorerhitzt, und durch die Zufuhr von heißer Luft an das aerosolbildende
Material werden Feststoffe an die heiße Luft abgegeben, so dass nunmehr ein Luftstrom,
der Bestandteile des aerosolbildenden Materials in Form eines Aerosols enthält, von
dem aerosolbildenden Material in den verbleibenden Teil der Wasserpfeife geleitet
wird.
[0003] Problematisch ist jedoch, dass das aerosolbildende Material leicht verbrennen kann,
was den Geschmack der Wasserpfeife verschlechtert. Überdies ist das aerosolbildende
Material nach einer Benutzung verbraucht und kann nicht wiederverwendet werden.
[0004] Aus
DE 198 54 009 C2 ist ein System zur Bereitstellung eines inhalierbaren Aerosols bekannt, das ein aerosolbildendes
Material aufweist. Dieses Material kann ein Trägermaterial, das mit Aromasubstanzen
behandelt ist, sein. Als anorganische Trägermaterialien werden Aluminiumoxid, Silicagel,
Aktivkohle, Cellulosefasern, Ligningranulat, Zeolithe, Tonerden, Meerschaum sowie
Kombinationen davon genannt. Eine Verwendung des aerosolbildenden Materials in Wasserpfeifen
ist nicht vorgesehen.
[0005] WO 2009/010176 A2 betrifft einen Tabakersatzstoff, der ein Trägermaterial und einen Aromastoff umfasst
Das Trägermaterial kann ein poröses Schüttmaterial sein, wobei als Beispiele für ein
solches poröses Schüttmaterial Montmorillonit, Dolomit, Kieselgur angegeben sind.
[0006] DE 10 2007 043 776 A1 offenbart Mikrokapseln, die in einem Formkörper verwendet werden sollen, dessen Form
einer Wasserpfeife ähnelt. Die Mikrokapseln enthalten einen Inhaltsstoff, der mit
einem Träger assoziiert sein kann. Bei dem Träger kann es sich um poröse Arten von
Dolomit, Tone wie Montmorillonit und Kieselsäuren und Silicaten wie Kieselgur handeln.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es, die Nachteile nach dem Stand der Technik zu beseitigen.
Es soll insbesondere ein aerosolbildendes Material angegeben werden, das in Wasserpfeifen
eingesetzt werden kann und über verbesserte Eigenschaften verfügt. Ferner sollen Verwendungen
des aerosolbildenden Materials angegeben werden.
[0008] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der Ansprüche 1, 6 und 10 gelöst. Zweckmäßige
Ausgestaltungen der Erfindungen ergeben sich aus den Merkmalen der Unteransprüche.
[0009] Nach Maßgabe der Erfindung ist ein aerosolbildendes Material für eine Wasserpfeife
vorgesehen, das eine erste Substanz und zumindest eine zweite, von der ersten Substanz
gehaltene Substanz umfasst, die nach einer Aktivierung des aerosolbildenden Materials
zumindest teilweise freigesetzt wird, wobei die erste Substanz Poren zur Aufnahme
der zweiten Substanz aufweist und die zweite Substanz ein Fluid ist, dadurch gekennzeichnet,
dass die erste Substanz, bezogen auf ihr Gewicht, wenigstens 65 Gew.-% Klinoptilolith
umfasst.
[0010] Überraschenderweise hat sich in umfangreichen Versuchen des Erfinders herausgestellt,
dass das erfindungsgemäße aerosolbildende Material aufgrund der Verwendung von Klinoptilolith
als erste Substanz über verbesserte Eigenschaften bei der Haltung der zweiten Substanz
sowie dessen Freisetzung nach einer Aktivierung umfasst. Klinoptilolith besitzt ein
hohes Adsorptionsvermögen, das zwischen 40 und 50 Gew.-% des Eigengewichtes liegen
kann. Damit kann im Gegensatz zum Stand der Technik bei einer vollen Beladung der
ersten Substanz mit der zweiten Substanz, bezogen auf eine identische Raumeinheit,
eine höhere Menge an zweiter Substanz in der Wasserpfeife bereitgestellt werden. Überraschenderweise
erfolgt die Abgabe der zweiten Substanz nach Aktivierung, also während des bestimmungsgemäßen
Gebrauchs der Wasserpfeife, gleichmäßig in einem stetigen Strom. Eine Veränderung
der zweiten Substanz hinsichtlich ihrer Struktur erfolgt während der Haltung in der
ersten Substanz nicht. Darüber hinaus ist Klinoptilolith nicht gesundheitsschädigend,
insbesondere nicht kanzerogen. Schließlich wird Klinoptilolith durch die Aktivierung
nicht in seiner Struktur verändert, so dass es nach der Freisetzung der zweiten Substanzen
erneut mit zweiten Substanzen beladen werden kann. Aus diesem Grunde ist eine Wiederverwendung
der ersten Substanz möglich. Die erste Substanz bietet ferner den Vorteil, dass sie
nicht brennbar ist.
[0011] Der Begriff "aerosolbildendes Material" bezieht sich in der vorliegenden Erfindung
auf ein Material, das die zweite Substanz in Form eines Aerosols freisetzen kann.
Die erste Substanz bildet selbst kein Aerosol. Die zweite Substanz wird vor der Aktivierung
von der ersten Substanz gehalten. Das aerosolbildende Material kann durch Beladung
der ersten Substanz mit der zweiten Substanz erhalten werden. In diesem Fall dient
die erste Substanz als Trägermaterial für die zweite Substanz. Bei der Beladung wird
die zweite Substanz an der Oberfläche der ersten Substanz adsorbiert. Aufgrund der
Porosität des Klinoptiloliths ist die Oberfläche der ersten Substanz vergleichsweise
hoch, woraus sich das oben beschriebene, hohe Adsorptionsvermögen der ersten Substanz
ergibt. Die zweite Substanz wird nach der Beladung von der ersten Substanz gehalten,
bis eine Aktivierung erfolgt. Die strukturellen Eigenschaften der ersten und zweiten
Substanz verändern sich weder bei der Beladung und Haltung, noch bei der Aktivierung.
[0012] Eine Wasserpfeife besteht häufig aus einem geschlossenen Wasserbehälter, durch dessen
Oberseite eine im Wesentlichen senkrecht verlaufende Rauchsäule geführt ist, deren
eines Ende in das Wasser, das sich in dem Wasserbehälter befindet hineinragt und deren
anderes Ende in einem Kopfteil endet, dass sich außerhalb des Wasserbehälters befindet.
Das Kopfteil weist eine Lufteintrittsöffnung auf. Seitlich von der Durchtrittsöffnung
der Rauchsäule ist typischerweise ein Schlauch vorgesehen, der durch die Oberseite
des Wasserbehälters geführt ist, ohne jedoch die Wasseroberfläche in dem Wasserbehälter
zu berühren. Über das distale Ende des Schlauches kann ein Anwender einen Luftstrom
erzeugen, der einen Unterdruck in dem Wasserbehälter erzeugt. Dieser Unterdruck wiederum
erzeugt einen Luftstrom, der durch Luft vom Kopfteil durch die Rauchsäule und das
im Wasserbehälter befindliche Wasser in den Wasserbehälter zieht. Im Kopfteil passiert
der Luftstrom dabei einen Abschnitt, das Reservoir, in dem sich ein Füllmaterial,
das ein aerosolbildendes Material ist, befindet. In den meisten Fällen weist das Kopfteil
eine äußere Oberfläche auf, auf der sich ein Brennmaterial, beispielsweise Kohle befindet.
Die Oberfläche befindet sich meist oberhalb der Lufteintrittsöffnung, durch die Luft
in das Kopfteil eintritt, so dass der Luftstrom das Brennmaterial nicht passiert.
Die beim Verbrennen des Brennmaterials entstehende Wärme erwärmt das aerosolbildende
Material, wodurch dieses aktiviert wird. Wird Kohle als Brennmaterial verwendet, so
erhitzt sich dieses auf Temperaturen von ca. 600 bis etwa 1000 °C. Das Brennmaterial
und das aerosolbildende Material sind voneinander beabstandet, beispielsweise indem
sie durch ein oder mehrere, perforierte Aluminiumfolien oder ein Rauchsieb voneinander
getrennt sind. Aus diesem Grunde erhitzt sich das aerosolbildende Material nicht in
demselben Maße wie das Brennmaterial, so dass die Aktivierungstemperatur, d. h. die
Temperatur, bei der die erste Substanz die zweite Substanz freisetzt, geringer als
die Temperatur des verbrennenden Brennmaterials ist. Der Luftstrom, der durch die
Lufteintrittsöffnung in den Brennkopf eintritt, passiert nun das aktivierte aerosolbildende
Material, wobei er die in Form eines Aerosols freigesetzte zweite Substanz aufnimmt
und durch das Brennrohr, das Wasser im Wasserbehälter und den Schlauch zum Anwender
der Wasserpfeife transportiert.
[0013] Das aerosolbildende Material der vorliegenden Erfindung kann als aerosolbildendes
Material in einer derartigen Wasserpfeife verwendet werden.
[0014] Die Aktivierung des erfindungsgemäßen aerosolbildenden Materials erfolgt vorzugsweise
durch Einwirkung von Wärme. Bevorzugt erfolgt die Aktivierung bei einer Temperatur
von 120 bis 350 °C, besonders bevorzugt bei einer Temperatur von 150 bis 300 °C. Die
erste Substanz ist bei diesen Temperaturen stabil, insbesondere auch bei 250 °C und
kann nicht verbrennen.
[0015] Unterhalb der Aktivierungstemperatur sollte die Freisetzung der zweiten Substanz
so gering wie möglich sein, im besten Falle sollte, insbesondere bei Raumtemperatur,
keine zweite Substanz von der ersten Substanz freigesetzt werden. Ein Vorteil des
erfindungsgemäß verwendeten Klinoptiloliths liegt darin, dass unterhalb der Aktivierungstemperatur
und insbesondere bei Raumtemperatur keine merkliche Freisetzung der zweiten Substanz
erfolgt.
[0016] Die erste Substanz umfasst wenigstens 65 Gew.-% Klinoptilolith, bevorzugt wenigstens
80 Gew.-% Klinoptilolith, stärker bevorzugt wenigstens 90 Gew.-% Klinoptilolith, noch
stärker bevorzugt wenigstens 95 Gew.-% Klinoptilolith, besonders bevorzugt wenigstens
99 Gew.-% Klinoptilolith, jeweils bezogen auf die erste Substanz. Besonders bevorzugt
besteht die erste Substanz ausschließlich oder nahezu ausschließlich aus Klinoptilolith,
d. h. der Anteil des Klinoptiloliths an der ersten Substanz sollte möglichst hoch
sein. Auf diese Weise lassen sich die vorteilhaften Eigenschaften des erfindungsgemäßen
aerosolbildenden Materials besonders gut realisieren. Der zu 100 Gew.-% fehlende Teil
besteht aus anderen Mineralien, bevorzugt aus natürlichen Mineralien. Die anderen
natürlichen Mineralien sind vorzugsweise aus der Gruppe ausgewählt, die aus Bentonit,
Dolomit, Illit, Kaolinit, Montmorillonit, Muskovit, Feldspat, Cristobalit und Gemischen
davon besteht.
[0017] Das erfindungsgemäß vorgesehene Klinoptilolith ist ein natürliches Mineral, das zur
Gruppe der Alumosilikate gehört. Je nach geographischer Herkunft des Minerals kann
die chemische Zusammensetzung mit unterschiedlichen empirischen Formeln beschrieben
werden. Geläufige empirische Formeln von Klinoptilolith sind (Ca, K
2, Na
2, Mg)
4Al
8Si
40O
96·24H
2O, (Na, K)
6[Al
6Si
30O
72]·20H
2O oder (Na, K, Ca)
6[(Si, Al)
36O
72]·20H
2O.
[0018] Die erste Substanz ist vorzugsweise ein kompakter Körper oder ein Granulat. Ist die
erste Substanz ein kompakter Körper, sollten die Abmessungen des Körpers zumindest
in einer Dimension, vorzugsweise in jeder Dimension, zwischen 10 mm und 100 mm liegen.
Der massive Körper kann in das Reservoir eingelegt werden.
[0019] Stärker bevorzugt ist die erste Substanz ein Granulat. Das Granulat kann sich an
die Form des Reservoirs anpassen. Bevorzugt weisen die Granalien in jeder Dimension
eine Ausdehnung von wenigstens 0,1 mm und höchstens 10 mm auf. Die Korngröße des Granulats
kann zwischen 0,1 mm und 10 mm liegen. Bevorzugt liegt die Korngröße des Granulats
zwischen 2,5 und 9 mm. In einer Ausführungsform liegt die Korngröße zwischen 2,5 mm
und 5 mm. In einer zweiten Ausführungsform liegt die Korngröße zwischen 5 mm und 9
mm. Die Angabe der Korngröße bezieht sich jeweils auf das Granulat ohne Füllung mit
der zweiten Substanz. Die Korngröße ist gleich der dritten Wurzel aus der Multiplikation
der drei verschiedenen Kantenlängen eines Quaders, der in seiner Dimension gerade
noch das Korn einschließen kann:

wobei d die Korngröße darstellt und a, b und c die Kantlängen des Quaders darstellen.
[0020] Die erste Substanz ist vorzugsweise ein offenporiges Material. Die Poren der ersten
Substanz können die zweite Substanz aufnehmen und speichern, wodurch das erfindungsgemäße
aerosolbildende Material erhalten wird. Bei der Aktivierung, beispielsweise bei Erhitzung
des aerosolbildenden Materials durch einen Brennstoff, wird die zweite Substanz aus
den Poren der ersten Substanz wieder abgegeben. Die erste Substanz eignet sich daher
als Trägerstoff für die zweite Substanz, d. h. insbesondere für aromatisierte und/oder
rauchabgebende Fluide. Nach der Benutzung des aerosolbildenden Materials in einer
Wasserpfeife kann die erste Substanz wiederverwendet werden und weiter als Trägerstoff
für eine zweite Substanz dienen.
[0021] Die zweite Substanz ist ein Fluid, vorzugsweise ein aromatisiertes und/oder rauchabgebendes
Fluid. Die zweite Substanz kann mehrere aromatisierte und/oder rauchabgebende Fluide
umfassen. Zumindest eines der Fluide kann ein Nebelfluid sein. Die zweite Substanz,
die nach der Aktivierung des aerosolbildenden Materials freigesetzt wird, bildet ein
Aerosol. Unter einem Aerosol wird dabei ein kolloides System aus einem Gas und darin
verteilten kleinen festen oder flüssigen Teilchen der zweiten Substanz verstanden.
Der Durchmesser der Teilchen der zweiten Substanz in dem Gas sollte zwischen 10
-7 bis 10
-3 cm liegen. Sind die in dem Gas verteilten Teilchen der zweiten Substanz fest, so
kann es sich um ein rauchabgebendes Fluid handeln, sind sie flüssig, so kann es sich
bei der zweiten Substanz um ein nebelabgebendes Fluid handeln, beispielsweise um ein
aromatisiertes Fluid. Das Gas ist vorzugsweise Luft, beispielsweise die Luft des in
der Wasserpfeife erzeugten Luftstroms.
[0022] Die zweite Substanz ist vorzugsweise aus der Gruppe ausgewählt, die Polyole, Aromastoffe,
Wirkstoffe, Wasser und Gemische davon umfasst. Voraussetzung ist, dass die zweite
Substanz bei der Aktivierung des erfindungsgemäßen aerosolbildenden Materials ein
Aerosol bildet Beispielhafte Polyole sind Glycerol, Propylenglycol und Gemische davon.
Beispielhafte Aromastoffe sind Extrakte aus Früchten, Kräutern, Fruchtprodukte, Pflanzenprodukte
sowie Gemische davon. Die Aromastoffe liegen vorzugsweise als Ester, Ether, Öle, einwertige
Alkohole und Gemische davon vor. Bevorzugte Aromastoffe sind Apfelaromen, Bananenaromen,
Blaubeerenaromen, Caipirinhaaromen, Cappuchinoaromen, Schokoladenaromen, Kirscharomen,
Kokosnussaromen, Drachenfruchtaromen, Weintraubenaromen, Guavearomen, Honigmelonenaromen,
Wassermelonenaromen, Zitronenaromen, Limettenaromen, Mangoaromen, Minzaromen, Orangenaromen,
Passionsfruchtaromen, Pfirsicharomen, Himbeeraromen, Rosenaromen, Erdbeeraromen, Mandarinenaromen,
Waldmeisteraromen, Mentholaromen, Wiskyaromen, Feigenaromen, Tabakaromen und Gemische
davon. Beispielhafte Wirkstoffe sind psychoaktive Stoffe wie Koffein, Nikotin und
Gemische davon. Die Aromastoffe können einen Anteil an Wasser enthalten, der höchstens
1 Gew.-%, bevorzugt höchstens 0,5 Gew.-%, jeweils bezogen auf den Aromastoff, betragen
sollte. Der für den Aromastoff angegebene Gewichtsanteil an der zweiten Substanz umfasst
diesen Wasseranteil.
[0023] In einer bevorzugten Ausführungsform ist die zweite Substanz ein Stoffgemisch. Ein
bevorzugtes Stoffgemisch ist ein Gemisch, bestehend aus zumindest einem Polyol und
zumindest einem Aromastoff. Der Anteil des Polyols sollte, bezogen auf die zweite
Substanz, zumindest 90 % Gew.-%, bevorzugt zumindest 95 Gew.-% betragen, jeweils bezogen
auf die zweite Substanz. Ein bevorzugtes Stoffgemisch besteht aus 95 Gew.-% Glycerin
und 5 Gew.-% Aromastoff, jeweils bezogen auf die zweite Substanz. Das Polyol kann
einen Anteil an Wasser enthalten, der höchstens 1 Gew.-%, bevorzugt höchstens 0,5
Gew.-%, jeweils bezogen auf das Polyol, betragen sollte. Der für das Polyol angegebene
Gewichtsanteil an der zweiten Substanz umfasst den Wasseranteil.
[0024] In einer Ausführungsform ist das erfindungsgemäße aerosolbildende Material das Gestein
Klinoptilolith als Granulat mit einer Korngröße zwischen 2,5 mm und 5 mm ohne eine
Füllung von aromatisierten und/oder rauchabgebenden Fluiden in den Poren als Trägerstoff
für aromatisierte und/oder rauchabgebende Fluide zur Verwendung in Wasserpfeifen.
[0025] Das erfindungsgemäße aerosolbildende Material kann konfektioniert sein, d. h. die
erste Substanz ist mit der zweiten Substanz gefüllt. Alternativ kann das erfindungsgemäße
aerosolbildende Material als Kit angeboten werden, dass die erste Substanz getrennt
von der zweiten Substanz bereitstellt.
[0026] Nach Maßgabe der Erfindung ist ferner die Verwendung von Klinoptilolith als Trägermaterial
eines aerosolbildenden Materials für eine Wasserpfeife vorgesehen.
[0027] In einer Ausführungsform wird das Gestein Klinoptilolith als Granulat mit einer Korngröße
zwischen 2,5 mm und 5 mm ohne eine Füllung von aromatisierten und/oder rauchabgebenden
Fluiden in den Poren als Trägerstoff für aromatisierte und/oder rauchabgebende Fluide
zur Verwendung in Wasserpfeifen verwendet.
[0028] Nach Maßgabe der Erfindung ist ferner die Verwendung des erfindungsgemäßen aerosolbildenden
Materials als Füllmaterial für eine Wasserpfeife vorgesehen.
[0029] Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels, die die Erfindung
nicht einschränken sollen, näher erläutert.
Beispiele
Beispiel 1
(a) Erste Substanz
[0030] Die verwendete erste Substanz hatte folgende Zusammensetzung, bezogen auf die erste
Substanz, mit der Maßgabe, dass die Summe der Bestandteile 100 Gew.% ergibt:
| Klinoptilolith |
88 bis 95 Gew.-% |
| Feldspat |
3 bis 5 Gew.-% |
| Montmorillonit |
2 bis 5 Gew.-% |
| Cristobalit |
0 bis 2 Gew.-% |
| Muskovit: |
0 bis 3 Gew.-% |
| (Summe: |
100 Gew.-%) |
[0031] Der Bestandteil Klinoptilolith hat folgende empirische Formel: (Ca. K
2, Na
2, Mg)
4Al
8Si
40O
96·24H
2O. Der Bestandteil Klinoptilolith hat folgende chemische Zusammensetzung, bezogen
auf den Bestandteil Klinoptilolith, mit der Maßgabe, dass die Summe der Bestandteile
100 Gew.-% ergibt.
| SiO2 |
65 bis 72 Gew.-% |
| Al2O3 |
10 bis 12 Gew.-% |
| CaO |
2,5 bis 3,7 Gew.-% |
| K2O |
2,3 bis 3,5 Gew.-% |
| Fe2O3 |
0,8 bis 1,9 Gew.-% |
| MgO |
0,9 bis 1,2 Gew.-% |
| Na2O |
0,3 bis 0,65 Gew.-% |
| TiO2 |
0 bis 0,1 Gew.-% |
| MnO |
0 bis 0,08 Gew.-% |
| |
|
| Glühverlust: |
9 bis 12 Gew.-% |
[0032] Die erste Substanz hatte eine Porosität von 45 bis 50 % und einen durchschnittlichen
Porendurchmesser von 4 Angström.
[0033] Die erste Substanz war ein Granulat mit einer Korngröße von 5 bis 9 mm. Die Korngröße
wurde mittels einer Siebanalyse bestimmt.
[0034] Die erste Substanz bildet in dem aerosolbildenden Material den Trägerstoff für die
zweite Substanz, d. h. die aromatisierten und/oder rauchabgebenden Fluide.
(b) Zweite Substanz
[0035] Die verwendete zweite Substanz hatte folgende Zusammensetzung, bezogen auf die zweite
Substanz, mit der Maßgabe, dass die Summe Bestandteile 100 Gew.-% ergibt:
| Glycerol1: |
95 Gew.-% |
| Aromastoff: |
5 Gew.-% % |
[0036] Der Aromastoff war ein Apfelaroma.
[0037] Die zweite Substanz bildet in dem aerosolbildenden Material die aromatisierten und/oder
rauchabgebenden Fluide, die von der ersten Substanz aufgenommen und dort gespeichert
sind. Mit der Erhitzung des aerosolbildenden Materials werden die Fluide wieder abgegeben.
(c) Aerosolbildende Substanz
[0038] Unter Verwendung der ersten und der zweiten Substanz wurde eine erfindungsgemäße
aerosolbildende Substanz hergestellt. Dazu wurden 70 g der ersten Substanz mit 30
g zweiten Substanz beladen, indem beide Substanzen durchmischt wurden.
[0039] Beim Erwärmen der so erhaltenen aerosolbildenden Substanz auf 200 °C in einer Wasserpfeife
wurde die zweite Substanz unter Bildung eines Aerosols gleichmäßig abgegeben.
Beispiel 2
[0040] Es wurde ein aerosolbildendes Material mit folgender Zusammensetzung hergestellt:
(a) Erste Substanz
[0041] Die erste Substanz war das Gestein Klinoptilolith als Granulat mit einer Korngröße
zwischen 2,5 mm und 5 mm. Das Klinoptitolith hatte die in Beispiel 1 angegebene chemische
Zusammensetzung. Diese erste Substanz war der Trägerstoff für aromatisierte und/oder
rauchabgebende Fluide zur Verwendung in Wasserpfeifen.
(b) Zweite Substanz
[0042] Die zweite Substanz waren aromatisierte und/oder rauchabgebende Fluide.
(c) Aerosolbildendes Material
[0043] Die Poren der ersten Substanz wurden mit der zweiten Substanz unter Erhalt des aerosolbildenden
Materials gefüllt.
1. Aerosolbildendes Material für eine Wasserpfeife, umfassend eine erste Substanz und
zumindest eine zweite, von der ersten Substanz gehaltene Substanz, die nach einer
Aktivierung des aerosolbildenden Materials zumindest teilweise freigesetzt wird, wobei
die erste Substanz Poren zur Aufnahme der zweiten Substanz aufweist und die zweite
Substanz ein Fluid ist, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Substanz, bezogen auf ihr Gewicht, wenigstens 65 Gew.-% Klinoptilolith
umfasst.
2. Aerosolbildendes Material nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Substanz ein Granulat ist.
3. Aerosolbildendes Material nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Korngröße der ersten Substanz zwischen 2,5 und 9,0 mm liegt.
4. Aerosolbildendes Material nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Korngröße der ersten Substanz zwischen 5,0 und 9,0 mm liegt
5. Aerosolbildendes Material nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Fluid aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus die Polyolen, Aromastoffen, Wirkstoffen,
Wasser und Gemischen davon besteht.
6. Verwendung von Klinoptilolith als Trägermaterial eines aerosolbildenden Materials
für eine Wasserpfeife.
7. Verwendung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Klinoptilolith ein Granulat ist.
8. Verwendung nach Anspruch 6 oder Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Klinoptilolith eine Korngröße von 2,5 bis 9,0 mm aufweist.
9. Verwendung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Klinoptilolith eine Korngröße von 5,0 bis 9,0 mm aufweist.
10. Verwendung des aerosolbildenden Materials nach einem der Ansprüche 1 bis 5 als Füllmaterial
für eine Wasserpfeife.
1. Aerosol-forming material for a waterpipe, comprising a first substance and at least
one second substance which is held by the first substance and which, following activation
of the aerosol-forming material, is at least partly released, the first substance
having pores for accommodating the second substance, and the second substance being
a fluid, characterized in that the first substance, based on its weight, comprises at least 65% by weight of clinoptilolite.
2. Aerosol-forming material according to Claim 1, characterized in that the first substance is in the form of granules.
3. Aerosol-forming material according to Claim 1 or Claim 2, characterized in that the particle size of the first substance is between 2.5 and 9.0 mm.
4. Aerosol-forming material according to Claim 3, characterized in that the particle size of the first substance is between 5.0 and 9.0 mm.
5. Aerosol-forming material according to any of the preceding claims, characterized in that the fluid is selected from the group consisting of polyols, flavouring agents, active
ingredients, water and mixtures thereof.
6. Use of clinoptilolite as carrier material of an aerosol-forming material for a waterpipe.
7. Use according to Claim 6, characterized in that the clinoptilolite is in the form of granules.
8. Use according to Claim 6 or Claim 7, characterized in that the clinoptilolite has a particle size of 2.5 to 9.0 mm.
9. Use according to any of Claims 6 to 8, characterized in that the clinoptilolite has a particle size of 5.0 to 9.0 mm.
10. Use of the aerosol-forming material according to any of Claims 1 to 5 as filling material
for a waterpipe.
1. Matériel formant un aérosol pour un narguilé, comprenant une première substance et
au moins une deuxième substance maintenue par la première substance, qui est libérée
au moins en partie après une activation du matériel formant un aérosol, dans lequel
la première substance présente des pores destinés à contenir la deuxième substance
et la deuxième substance est un fluide, caractérisé en ce que la première substance comprend, par rapport à son poids, au moins 65 % en poids de
clinoptilolithe.
2. Matériel formant un aérosol selon la revendication 1, caractérisé en ce que la première substance est un granulat.
3. Matériel formant un aérosol selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisé en ce que la taille de grain de la première substance se situe entre 2,5 et 9,0 mm.
4. Matériel formant un aérosol selon la revendication 3, caractérisé en ce que la taille de grain de la première substance se situe entre 5,0 et 9,0 mm.
5. Matériel formant un aérosol selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le fluide est choisi dans le groupe qui se compose de polyols, de substances aromatiques,
d'agents actifs, de l'eau et de mélanges de ceux-ci.
6. Utilisation de clinoptilolithe comme matériel porteur d'un matériel formant un aérosol
pour un narguilé.
7. Utilisation selon la revendication 6, caractérisée en ce que la clinoptilolithe est un granulat.
8. Utilisation selon la revendication 6 ou la revendication 7, caractérisée en ce que la clinoptilolithe présente une taille de grain de 2,5 à 9,0 mm.
9. Utilisation selon l'une quelconque des revendications 6 à 8, caractérisée en ce que la clinoptilolithe présente une taille de grain de 5,0 à 9,0 mm.
10. Utilisation du matériel formant un aérosol selon l'une quelconque des revendications
1 à 5 comme matériel de remplissage pour un narguilé.