[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Bananen enthaltende Verpackung und auf Verwendungen
der Verpackung.
[0002] Bananen werden in den Ursprungsländern unreif bzw. grün geerntet, verpackt und in
die Zielländer exportiert. Dort werden sie gereift und gelb in die Filialen des Handels
gebracht.
[0003] Herkömmlicherweise werden Bananen in rechteckige Faltschachteln aus Wellpappe verpackt.
Diese haben ein Unterteil mit einer Bodenwand und davon randseitig vorstehende untere
Seitenwänden und ein Oberteil mit einer Deckwand und davon randseitig vorstehenden
obere Seitenwände. Das Oberteil ist an der Deckwand mit einer Öffnung versehen. Das
Unteil weist in der Bodenwand eine weitere Öffnung auf. Die Öffnung in der Bodenwand
ist mit einem dünnen Karton ausgelegt. Darauf ist ein Beutel mit Bananen platziert,
der oberhalb der Bananen zusammengerafft und mit einem Gummiband verschlossen ist.
Vor dem Verschließen wird vielfach Luft aus dem Beutel abgesaugt, wenn dieser aus
luftundurchlässigem Folienmaterial besteht, damit sich der Beutel eng an die Bananen
anlegt. Das Oberteil ist über das Unterteil gestülpt, sodass die oberen Seitenwände
die unteren Seitenwände abdecken. Die oberen Seitenwände sind außen mit einem Aufdruck
versehen, der beispielsweise auf die Marke, den Importeur, die Eigenschaften der Ware
etc. hinweist.
[0004] Jeweils acht bis neun Bananenverpackungen werden übereinander gestapelt auf Paletten
transportiert. Bei dem Transport auf einem Schiff wird ihre Temperatur bei etwa 14°C
gehalten, um die Reifung zu unterbinden. Durch die enge Anlage des Beutels an den
Bananen wird ein Luftaustausch mit der Umgebung verhindert, der die Reifung der Bananen
fördert. Hierbei werden bevorzugt Beutel aus einem luftundurchlässigen Folienmaterial
(sog. "Banavac") eingesetzt. Bei Einsatz luftdurchlässiger bzw. perforierter Beutel
(sog. "Polybeutel") werden die Bananenverpackungen in kontrollierter Atmosphäre mit
besonders hohem Stickstoffanteil transportiert, welche die Reifung unterdrückt.
[0005] Im Zielland werden die Bananen vor der Auslieferung an die Filialen des Handels gereift.
Hierzu werden die Verpackungen auf Paletten übereinander gestapelt in Reifekammern
eingesetzt, in die eine ethylenhaltige Gasatmosphäre eingespeist wird. Damit das Gas
die Bananen erreicht, werden die Beutel aus luftundurchlässigem Material zuvor geschlitzt.
Bei perforierten Beuteln ist dies nicht erforderlich.
[0006] In den Handelsfilialen werden die Oberteile abgenommen, die Beutel geöffnet und ein
Randbereich der Beutel gegen die Außenseiten der Seitenwände zurückgeschlagen. Die
geöffneten Verpackungen werden in Regale eingesetzt, sodass der Endabnehmer die freigelegten
Bananen entnehmen kann.
[0007] Nachteilig an dieser Verpackung ist, dass der Endabnehmer den Aufdruck auf der Verpackung
nicht wahrnimmt, weil das Oberteil bei der Präsentation der Ware bereits entfernt
ist. Informationen über die Ware werden dem Endverbraucher ggfs. durch auf die Bananen
aufgeklebte Etiketten oder Schilder oder Aufsteller gegeben.
[0008] Die
EP 1 787 911 B1 beschreibt ein Verfahren zum Packen von Bananen in eine Verpackung und anschließend
zum Transport und zur Präsentation von Bananen, das eine Präsentation der Bananen
mit nach oben gerichteten Kronen in einer Verpackung mit Aufdruck erlaubt. Bei dem
Verfahren werden mehrere Bananencluster bereitgestellt, wobei ein Cluster jeweils
mehrere an der Krone miteinander verbundene Bananen umfasst. Ferner wird eine rechteckige
Innenverpackung mit vier rechtwinklig zueinander angeordneten Wänden und einem Boden
bereitgestellt, wobei der Boden in der Mitte eine rechteckige Öffnung aufweist.
[0009] Auf den Boden der Innenverpackung wird ein Transportschutz gelegt, der mindestens
so groß ist, dass er die Öffnung im Boden der Innenverpackung vollständig bedeckt.
Ein Kunststoffbeutel wird oberhalb des Transportschutzes in der Innenverpackung angeordnet,
wobei der Kunststoffbeutel durch eine umlaufende perforierte Linie in einen oberen
Teil und einen unteren Teil getrennt wird. Eine erste Lage Bananencluster wird in
den Kunststoffbeutel geschichtet, wobei die Cluster mit den Kronen und Spitzen zum
Verpackungsboden ausgerichtet werden. Über die erste Lage Bananencluster wird zumindest
teilweise der Kunststoffbeutel und dann eine zweite Lage Bananencluster in den Beutel
auf die erste Lage Bananencluster geschichtet, wobei die Bananencluster mit den Kronen
und Spitzen zur ersten Lage ausgerichtet sind.
[0010] Die Verpackung wird mit einer rechteckigen Außenverpackung geschlossen, die vier
rechtwinklig zueinander angeordnete Wände und einen Boden aufweist. Die Außenverpackung
ist so dimensioniert, dass sie über die Innenverpackung gestülpt wird, diese formschlüssig
umgibt, sodass der Boden der Innenverpackung und der Boden der Außenverpackung parallel
zueinander angeordnet sind.
[0011] Vor dem Transport wird die mit Bananenclustern gefüllte Verpackung um 180° gedreht
und auf den Boden der Außenverpackung gestellt.
[0012] Für die Präsentation der Ware wird die Innenverpackung durch Eingriff in mindestens
einen der am Boden der Innenverpackung befindlichen Eingrifflöcher aus der Außenverpackung
herausgezogen. Der Transportschutz wird aus der Innenverpackung gezogen und vollständig
entfernt. Der Kunststoffbeutel wird teilweise zwischen den Bananenclustern herausgezogen
und der obere Teil entlang einer perforierten Linie vom unteren Teil des Beutels abgetrennt.
Die Außenseiten der Außenverpackung können mit einem Aufdruck versehen sein, der bei
Präsentation der Ware sichtbar ist.
[0013] Bei diesem Verfahren ist nachteilig, dass die Bananen bei dem Transport auf dem Rücken
liegen, der besonders druckempfindlich ist. Folglich können die Bananen beim Transport
beschädigt werden. Ferner ist es schwierig, den oberen Teil vom unteren Teil des Beutels
abzutrennen, weil der obere Teil des Beutels vom glatten Beutelboden gebildet wird,
der schwer gegriffen werden kann. Ferner kann beim Abtrennen des oberen Teils des
Beutels der gesamte Beutel angehoben werden, wodurch die Anordnung der Bananen zerstört
werden kann, sodass sie sich dem Verbraucher ungeordnet präsentieren. Schließlich
ist der Aufdruck bereits beim Transport der Verpackung exponiert und kann leicht beschädigt
werden.
[0014] Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Bananen enthaltende
Verpackung zu schaffen, die eine verbesserte Präsentation der Bananen in den Verkaufsfilialen
ermöglicht.
[0015] Die Aufgabe wird durch eine Bananen enthaltende Verpackung mit den Merkmalen von
Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Verpackung sind in Unteransprüchen
angegeben.
[0016] Die erfindungsgemäße Bananen enthaltende Verpackung umfasst
- eine rechteckige Faltschachtel aus Wellpappe oder einem anderen faltbarem Flachmaterial,
die
- ein Unterteil mit einer Bodenwand, mit von den Rändern der Bodenwand vorstehenden
unteren Seitenwänden und
- ein Oberteil mit einer Deckwand, die von den Rändern der Deckwand vorstehenden obere
Seitenwände und eine Öffnung in der Deckwand aufweist, wobei das Oberteil über das
Unterteil gestülpt ist,
- einen Beutel aus einer Kunststofffolie mit einer Beutelöffnung am oberen Ende, einem
diese schließenden Beutelverschluss und einer zwischen dem oberen Ende und dem unteren
Ende auf dem Umfang des Beutels umlaufenden Schwächungslinie, wobei der Beutel in
dem Unterteil mit seinem unteren Ende auf der Bodenwand und mit dem Beutelverschluss
im Bereich der Öffnung von außen zugänglich angeordnet ist, und
- in dem Beutel angeordnete Bananen.
[0017] Bei der erfindungsgemäßen Verpackung weist der Beutel eine Schwächungslinie auf.
Diese läuft zwischen dem oberen Ende und dem unteren Ende auf dem Umfang des Beutels
um. Die Schwächungslinie ermöglicht ein Abtrennen des oberen Teils des Beutels vom
unteren Teil des Beutels. Durch Abtrennen des oberen Teils vom unteren Teil des Beutels
wird der Beutel geöffnet. Das Abtrennen des oberen Teils des Beutels vom unteren Teil
des Beutels erfordert einen erheblichen Kraftaufwand. Die zum Abtrennen aufgewandte
Kraft verteilt sich nämlich über die gesamte Länge der Schwächungslinie, sodass in
jedem Abschnitt der Schwächungslinie eine nur verhältnismäßig geringe Kraft wirksam
ist. Infolgedessen ist es zweckmäßig, die Kraft ruckartig in den Beutel einzuleiten,
sodass kurzzeitig die erforderliche Abreißkraft erreicht wird. Diese Krafteinwirkung
auf den Beutel hat grundsätzlich zur Folge, dass der Beutel angehoben und die Ordnung
der darin enthaltenen Bananen zerstört wird. Bei der erfindungsgemäßen Verpackung
wird dies dadurch vermieden, dass der Beutelverschluss im Bereich der Öffnung der
Deckwand von außen zugänglich ist. Hierfür kann der Beutelverschluss im Bereich der
Öffnung unterhalb der Deckwand oder in der Deckwandebene oder oberhalb der Deckwandebene
angeordnet sein. Dies ermöglicht nämlich dem Anwender, ohne vorheriges Abnehmen des
Oberteils vom Unterteil den Beutel am Beutelverschluss fest zu ergreifen und den oberen
Teil des Beutels durch die Öffnung hindurch aus der Faltschachtel herauszuziehen.
Hierbei werden die im Beutel angeordneten Bananen von der Deckwand zurückgehalten,
sodass sie nicht in einem Ausmaß angehoben werden, das eine Zerstörung ihrer Ordnung
zur Folge hat. Der untere Teil des Beutels wird zwischen der Deckwand und den Bananen
festgehalten, wodurch sich die auf die Schwächungslinie einwirkende Kraft erhöht.
Bei der erfindungsgemäßen Verpackung ist somit der obere Teil des Beutels leicht ablösbar,
ohne die Ordnung der Bananen durcheinander zu bringen. Erst nach dem Abtrennen des
oberen Teils des Beutels wird das Oberteil vom Unterteil abgenommen. Danach können
die Bananen in der vorgesehenen Anordnung in der Verpackung dem Endverbraucher präsentiert
werden. Die Präsentation der Bananen wird nicht durch den an der Außenseite der unteren
Seitenwände umgeschlagenen Beutelrand aus Kunststofffolie beeinträchtigt. Die Außenseiten
der unteren Seitenwände sind für das Anbringen eines Aufdruckes, einer Farbgestaltung,
eines Dekors bzw. einer anderen Gestaltung als Display nutzbar, die gut vom Endverbraucher
wahrnehmbar ist und die Präsentation der Bananen weiter verbessert. Diese Gestaltung
wird beim Transport durch das Oberteil vor Beschädigungen und Verschmutzung geschützt
und kann bis unmittelbar vor Präsentation der Ware in der Verpackung in der Handelsfiliale
abgedeckt bleiben. Die erfindungsgemäße Verpackung verbessert somit gegenüber herkömmlichen
Verpackungen die Präsentation der Bananen in der Verkaufsfiliale und kann dafür leichter
vorbereitet werden.
[0018] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung weist das Unterteil auf der Außenseite mindestens
einer unteren Seitenwand einen Aufdruck und/oder Farbgestaltung und/oder Dekor auf
und/oder weist das Oberteil auf der Außenseite mindestens einer oberen Seitenwand
und/oder der Deckwand einen weiteren Aufdruck und/oder Farbgestaltung und/oder Dekor
auf. Bei dieser Ausgestaltung wird die Eignung des Unterteils zur Präsentation von
Information und/oder Werbung und/oder Verzierung genutzt. Zusätzlich oder stattdessen
ist auch das Oberteil entsprechend nutzbar. Die Farbgestaltung ist ein- oder mehrfarbig.
Sie ist z.B. ein Farbdruck oder ein anderer Farbauftrag oder ist durch einen zumindest
an der Außenseite farbigen Karton gegeben.
[0019] Gemäß einer Ausgestaltung weist das Unterteil in der Bodenwand eine weitere Öffnung
auf und ist im Unterteil eine die weitere Öffnung abdeckende Bodenabdeckung aus Karton,
hinreichend starker, vorzugsweise transparenter Kunststofffolie oder einem anderen
faltbaren und/oder flexiblen Flachmaterial angeordnet. Die weitere Öffnung ist materialsparend
und die Bodenabdeckung kann bei entsprechender Ausgestaltung zusätzlich als Zwischenlage
zwischen zwei Lagen aus Bananen genutzt werden. Hierzu weist die Bodenabdeckung einen
Abschnitt auf, der im Wesentlichen die Bodenwand bedeckt und mindestens einen Fortsatz,
der über eine untere Lage Bananen und einen darüber gefalteten Teil des Beutels faltbar
ist, sodass eine in einen oberen Teil des Beutels eingesetzte weitere Lage Bananen
über den Fortsatz auf der unteren Lage Bananen abgestützt ist.
[0020] Gemäß einer Ausgestaltung weist das Unterteil an seitlichen Rändern über Faltlinien
und an mindestens einem seitlichen Rand über eine untere Verbindungslasche miteinander
verbundene untere Seitenwände und mit den unteren Rändern der unteren Seitenwände
über Faltlinien verbundene Bodenwandabschnitte auf und/oder weist das Oberteil an
seitlichen Rändern über Faltlinien und an mindestens einem seitlichen Rand über eine
obere Verbindungslasche miteinander verbundene und an den oberen Rändern über Faltlinien
mit Deckwandabschnitten verbundene obere Seitenwände auf. Bei diesen Ausgestaltungen
sind Unterteil und Oberteil jeweils aus einteiligen Zuschnitten faltbaren Flachmaterials
materialsparend herstellbar. Die Zuschnitte können bis zur Konfektionierung der Faltschachteln
beim Erzeuger jeweils in Stapeln gelagert werden zum Aufrichten der Faltschachteln
werden die Seitenwände bzw. Verbindungslaschen um die Faltlinien in einem Winkel von
jeweils 90° zur angrenzenden Seitenwand gefaltet. Durch Befestigen der Verbindungslaschen
an einer benachbarten Seitenwand werden die Seitenwände zu einem rechteckigen Rahmen
geschlossen. Die Bodenwandabschnitte bzw. Deckwandabschnitte werden um 90° bezüglich
der Seitenwände nach innen gefaltet. Ferner werden die Bodenwandabschnitte bzw. Deckwandabschnitte
in Überlappungsbereichen miteinander verbunden. Bevorzugt erfolgt die Verbindung der
Verbindungslaschen mit den Seitenwänden bzw. der Bodenwandabschnitte miteinander bzw.
der Deckwandabschnitte miteinander durch Kleben. Eine Verbindung mittels Heftklammern
ist ebenfalls möglich.
[0021] Gemäß einer Ausgestaltung weist das Unterteil eine gut bedruckbare äußere Schicht
auf und/oder ist das Oberteil aus einem braunen Wellpappkarton hergestellt. Die gut
bedruckbare äußere Schicht ist besonders gut für einen Aufdruck und/oder Farbgestaltung
und/oder Dekor und/oder andere aufdruckbare Gestaltung geeignet, sodass diese Ausgestaltung
vorteilhaft für die Präsentation der Ware im Unterteil ist. Die gut bedruckbare äußere
Schicht ist beispielsweise eine Lage aus Papier (z.B. Offsetpapier oder Druckpapier)
an der Außenseite einer Wellpappe. Braune Wellpappe ist besonders kostengünstig und
für das Oberteil hinreichend, da dieses bei Transport, Reifung und Lagerung und nicht
bei der Präsentation der Ware zum Einsatz kommt.
[0022] Gemäß einer Ausgestaltung weist die Verpackung einander überdeckende untere und obere
Grifföffnungen in den unteren und oberen Seitenwänden und/oder einander überdeckende
untere und obere Ventilationsöffnungen in den unteren und oberen Seitenwänden auf.
Die Grifföffnungen erleichtern das Tragen der Verpackung. Sie sind bevorzugt in einander
gegenüberliegenden Seitenwänden der Faltschachtel angebracht. Die Ventilationsöffnungen
dienen insbesondere dazu, den Gasaustausch des Inhalts der Verpackung der Umgebung
beim Kühlen mittels Kühlluft und beim Reifen der Bananen mittels warmer Luft und ehtylenhaltiger
Atmosphäre zu Beginn des Reifeprozesses sowie abschließendem Herunterkühlen vor Auslieferung
zu fördern. Die Grifföffnungen bzw. Ventilationsöffnungen können zudem zur Gelbkontrolle
herangezogen werden. Bei der Gelbkontrolle werden die Bananen bei Anlieferung im Zielland
darauf überprüft, ob sie bereits gereift bzw. gelb geworden sind.
[0023] Der Beutel hat eine herkömmliche Form mit einem geschlossenen Beutelboden am unteren
Ende und eine Öffnung am oberen Ende. Der Beutel ist beispielsweise aus einem Endlosschlauch
hergestellt, der in Form einer flachen Bahn verarbeitet wird, indem quer zu seiner
Hauptausdehnungsrichtung Verschweißungen eingebracht werden, die den Boden bilden
und durch Abschneiden neben der Schweißnaht einzelne Beutel abgetrennt werden. Alternativ
wird der Beutel aus einer Kunststofffolie in Bahnform hergestellt, deren Hälften um
eine in Hauptausdehnungsrichtung der Bahn verlaufende Faltlinie zusammengefaltet und
durch quer zur Längsrichtung verlaufende Schweißnaht-Paare miteinander verbunden und
aus der einzelne Beutel durch Abschneiden zwischen den Schweißnaht-Paaren abgetrennt
werden. Die Kunststofffolie besteht vorzugsweise aus Polyethylen oder aus einem anderen
Polyolefin.
[0024] Gemäß einer Ausgestaltung weist die Verpackung einen Beutelverschluss auf, der ein
zusammengerafftes, oberes Ende des Beutels und Mittel zum Halten des zusammengerafften
Endes im zusammengerafftem Zustand aufweist. Der Beutelverschluss weist gemäß einer
weiteren Ausgestaltung einen um das zusammengeraffte Ende gespannten Gummiring oder
eine um das zusammengeraffte Ende herumgelegte Schlaufe oder ein das zusammengeraffte
Ende zusammenhaltendes Klebeband oder einen in das zusammengeraffte Ende eingebrachten
Knoten auf. Der Beutel kann fest am zusammengerafften Ende gegriffen werden, um den
oberen Teil des Beutels vom unteren Teil abzutrennen.
[0025] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung läuft die Schwächungslinie zwischen der Öffnung
der Deckwand und dem oberen Rand der unteren Seitenwände auf dem Beutel um. Diese
Ausgestaltung ist vorteilhaft für das Abtrennen des oberen Teils vom unteren Teil
des Beutels, sodass die Bananen aus dem Beutel leicht entnehmbar sind. Bevorzugt läuft
die Schwächungslinie neben dem oberen Rand der unteren Seitenwände auf dem Beutel
um. Nach Abtrennen des oberen Teils vom unteren Teil des Beutels ist der gesamte Öffnungsquerschnitt
des Unterteils für die Entnahme von Bananen frei. Der untere Teil des Beutels ist
zwischen den Bananen und den unteren Seitenwänden angeordnet und stört das Erscheinungsbild
nicht. Der untere Teil des Beutels bildet eine die Bananen aufnehmende Schale.
[0026] Gemäß einer Ausgestaltung ist die Schwächungslinie eine Perforationslinie. Die Perforationslinie
besteht aus einer Serie in kurzem Abstand voneinander in die Kunststofffolie eingebrachter
Schlitze und/oder Löcher. Die zwischen den Schlitzen und/oder Löchern verbliebenen
Stege sind verhältnismäßig leicht durch Ziehen an dem Beutelverschluss auftrennbar.
Die Schwächungslinien können auch durch eine Wandstärkenschwächung der Kunststofffolie
oder durch eine andere lokale Schwächung der Festigkeit der Kunststofffolie gebildet
sein.
[0027] Gemäß einer Ausgestaltung sind die Bananen in Clustern mit dem Oberteil zugewandten
Rücken in dem Beutel angeordnet. Die Cluster bestehen jeweils aus mehreren Bananen,
die an den Kronen zusammengehalten sind. Dadurch, dass Cluster mit dem Oberteil zugewandten
Rücken in dem Beutel angeordnet sind, ist der empfindliche Rücken der Bananen vor
übermäßigen Beanspruchungen geschützt, die die Qualität der Bananen mindern könnten.
[0028] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung sind die Cluster in mindestens zwei Lagen nebeneinander
mit voneinander abgewandten Kronen im Beutel angeordnet. Diese Anordnung vermeidet
Beschädigungen der Bananen durch Drücken der harten Kronen gegen Schalen benachbarter
Bananen und ist für die Präsentation der Ware vorteilhaft.
[0029] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung sind die Cluster in mindestens zwei Lagen übereinander
im Beutel angeordnet. In zwei Lagen sind Bananen schonend übereinander stapelbar.
[0030] Ferner wird die Aufgabe durch Verwendung von erfindungsgemäßen Verpackungen gemäß
einem der Ansprüche 12, 14 und 15 gelöst.
[0031] Gemäß Anspruch 12 wird die erfindungsgemäße Verpackung zur Präsentation von Bananen
verwendet, indem der obere Teil des Beutels durch Greifen am Beutelverschluss und
Herausziehen aus der Öffnung des Oberteils entlang der Schwächungslinie vom unteren
Teil des Beutels abgetrennt wird, wobei die Bananen durch Anlage des Beutels an der
Unterseite der Deckwand an einem Anheben gehindert werden und/oder der untere Teil
des Beutels durch Anlage an der Unterseite der Deckwand am Herausziehen aus der Faltschachtel
gehindert wird, und das Oberteil von dem Unterteil abgenommen wird. Der Anwender kann
das Abtrennen des oberen Teils des Beutels dadurch unterstützen, dass er mit einer
Hand das Oberteil abstützt, damit es nicht angehoben wird.
[0032] Bei dieser Verwendung ist der obere Teil des Beutels unter verhältnismäßig geringem
Kraftaufwand vom unteren Teil abziehbar bzw. wird verhindert, dass die Ordnung der
Bananen beim Abziehen des oberen Teils vom unteren Teil des Beutels zerstört wird.
[0033] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung wird durch Abnahme des Oberteils vom Unterteil
ein Aufdruck und/oder Farbgestaltung und/oder Dekor und/oder andere Gestaltung auf
der Außenseite mindestens einer unteren Seitenwand freigelegt.
[0034] Gemäß Anspruch 14 wird die erfindungsgemäße Verpackung zum Reifen von Bananen verwendet,
wobei das Reifgas durch die Perforation der Perforationslinie hindurch in Kontakt
mit den Bananen kommt. Die Perforationslinie kann so dimensioniert werden, dass sie
den Gasaustausch beim Transport hinreichend behindert und bei der gezielten Zufuhr
von Reifgas eine hinreichende Menge von Reifgas in den Beutel hineinlässt, um den
Reifeprozess in Gang zu bringen. Dies ist insbesondere bei der überwiegend praktizierten
Pressreifung oder Druckreifung möglich. Auf den bislang üblichen Einschnitt kann verzichtet
werden. Gegebenenfalls kann zusätzlich ein Einschnitt in den Beutel eingebracht werden.
Hierzu wird beispielsweise ein Teil des Beutels durch eine seitliche Grifföffnung
als Ventilationsöffnung aus der Faltschachtel herausgezogen und mit einem Messer oder
einem anderen Schneidwerkzeug geöffnet. Dies ist auch möglich, wenn sich die Verpackungen
in Stapeln befinden.
[0035] Gemäß Anspruch 15 werden erfindungsgemäße Verpackungen zum Transport von Bananen
verwendet, wobei die Verpackungen mit der Bodenwand unten und der Deckwand oben übereinander
gestapelt werden. Diese Stapelung ist für die Stabilität der Stapel und den schonenden
Transport der Bananen vorteilhaft. Dies gilt insbesondere für die Ausgestaltung, bei
der die Bananen in den Verpackungen so angeordnet sind, dass ihr Rücken zur Deckwand
weist.
[0036] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der anliegenden Zeichnungen eines Ausführungsbeispieles
näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine Bananen enthaltende Verpackung in einer Perspektivansicht schräg von oben und
von der Seite;
- Fig. 2
- dieselbe Verpackung in einer weiteren Perspektivansicht schräg von oben und von der
Seite;
- Fig. 3
- das leere Unterteil der Verpackung in derselben Perspektivansicht;
- Fig. 4
- das Unterteil befüllt mit einem Beutel enthaltend Bananen derselben Perspektivansicht;
- Fig. 5a, b, c
- drei Varianten der Verpackung jeweils in einem Vertikalschnitt;
- Fig. 6
- die Verpackung beim Abtrennen des oberen Teils vom unteren Teil des Beutels in einer
Perspektivansicht schräg von oben und von der anderen Seite;
- Fig. 7
- das Unterteil mit geöffnetem Beutel und darin angeordneten Bananen in einer Perspektivansicht
schräg von oben und von der Seite.
[0037] In dieser Patentanmeldung bezieht sich die Angabe "unten" auf eine Ausrichtung der
Verpackung, wobei die Bodenwand und die Deckwand horizontal ausgerichtet und die Deckwand
oberhalb der Bodenwand angeordnet sind.
[0038] Gemäß Fig. 1 und 2 umfasst eine erfindungsgemäße Verpackung eine rechteckige bzw.
quaderförmige Faltschachtel 1 mit einem darin angeordneten Beutel 2. Die Faltschachtel
1 besteht aus einem Unterteil 3 und einem darüber gestülpten Oberteil 4 mit einer
Öffnung 5, durch die der Beutel 2 von außen zugänglich ist.
[0039] Gemäß Fig. 3 hat das Unterteil 3 untere Seitenwände 6, 7, 8, 9, die an den seitlichen
Rändern über Faltlinien miteinander verbunden sind. Ein seitlicher Rand ist mit einer
unteren Seitenwand über eine Faltlinie mit einer unteren Verbindungslasche 10 verbunden,
die vorzugsweise durch Kleben oder mittels Heftklammern mit der benachbarten unteren
Seitenwand verbunden ist.
[0040] Ferner sind die unteren Seitenwände 6, 7, 8, 9 an den unteren Rändern über Faltlinien
mit Bodenwandabschnitten 11, 12, 13, 14 verbunden, die gemeinsam eine Bodenwand 11.1
bilden. Zwischen den Bodenwandabschnitten 11, 12, 13, 14 ist eine weitere Öffnung
15 vorhanden. Die Bodenwandabschnitte 11, 12, 13, 14 sind in den Überlappungsbereichen
vorzugsweise durch Kleben oder mittels Heftklammern miteinander verbunden.
[0041] Die unteren Seitenwände 6, 7, 8, 9 weisen jeweils zwei untere Ventilationsöffnungen
16 auf und in den einander gegenüberliegenden unteren Seitenwänden 7, 9 ist jeweils
eine etwa dreieckige oder ovale untere Grifföffnung 17 vorhanden.
[0042] Das Unterteil ist aus einem faltbaren Zuschnitt aus Wellpappe hergestellt. Die Wellpappe
trägt an der Außenseite vorzugsweise eine Schicht aus gut bedruckbarem Papier. Die
Außenseite der unteren Seitenwände 6, 7, 8, 9 ist vorzugsweise mit einem Aufdruck
und/oder einem Dekor und/oder einer Farbgestaltung und/oder einer anderen Gestaltung
18 versehen.
[0043] Gemäß Fig. 1 und 2 umfasst das Oberteil 4 obere Seitenwände 19, 20, 21, 22, die an
den seitlichen Rändern über Faltlinien miteinander verbunden sind. An den seitlichen
Rand der oberen Seitenwand 20 ist über eine Faltlinie eine obere Verbindungslasche
23 angelenkt. Die obere Verbindungslasche 23 liegt an der Innenseite der benachbarten
oberen Seitenwand 19 an und ist mit dieser vorzugsweise durch Kleben oder mittels
Heftklammern verbunden.
[0044] Die oberen Ränder der oberen Seitenwände 19, 20, 21, 22 sind über Faltlinien mit
Deckwandabschnitten 23, 24, 25, 26 verbunden, die gemeinsam eine Deckwand 23.1 bilden.
Zwischen den Deckwandabschnitten 23, 24, 25, 26 befindet sich die Öffnung 5. In den
Überlappungsbereichen sind benachbarte Deckwandabschnitte 23, 24, 25, 26 vorzugsweise
durch Kleben oder mittels Heftklammern miteinander verbunden.
[0045] Die oberen Seitenwände 19, 20, 21, 22 weisen jeweils zwei obere Ventilationsöffnungen
27 und zwei einander gegenüberliegenden oberen Seitenwänden dreieckige oder ovale,
obere Grifföffnungen 28 auf. Die oberen Ventilationsöffnungen 27 und die oberen Grifföffnungen
28 sind so angeordnet, dass sie jeweils deckungsgleich über einer unteren Ventilationsöffnung
16 bzw. unteren Grifföffnung 17 angeordnet sind, wenn das Oberteil über das Unterteil
gestülpt ist, wie in Fig. 1 und 2 gezeigt. Hierbei liegen die oberen Seitenwände 19,
20, 21, 22 eng an den Außenseiten der unteren Seitenwände 6, 7, 8, 9 an. Die oberen
Seitenwände 19 bis 22 und die unteren Seitenwände 6 bis 9 haben etwa dieselbe Höhe
und überdecken einander vollständig. Hierfür ist die Höhe der oberen Seitenwände 19
bis 22 um die Stärke der Bodenwand 11.1 höher als die Höhe der unteren Seitenwände
6 bis 9.
[0046] Vor dem Befüllen der Faltschachtel 1 wird zunächst ein Unterteil 3 gemäß Fig. 3 bereitgestellt.
Auf die Bodenwand 11.1 wird bei den Varianten von Fig. 5a und b eine Bodenabdeckung
29 eingelegt, die die weitere Öffnung 15 abdeckt und neben den unteren Seitenwänden
6, 8 hochstehende Fortsätze 30, 31 aufweist. Auf der Bodenabdeckung 29 wird ein Beutel
2 aus Kunststofffolie mit dem unteren, geschlossenen Ende 32 platziert. Bei der Variante
von Fig. 5c wird zunächst der Beutel 2 mit seinem unteren, geschlossenen Ende 32 auf
der Bodenwand 11.1 platziert und auf das untere Ende 32 in den Beutel 2 eine Bodenabdeckung
29 eingelegt.
[0047] Bei den Varianten von Fig. 5a bis c werden durch das obere, noch offene Ende 33 des
Beutels 2 zunächst zwei untere Lagen 34, 35 Bananen 36 eingesetzt. Diese Lagen 34,
35 bestehen jeweils aus aneinander gereihten Clustern 37 aus Bananen 36. In den unteren
Lagen 34, 35 sind die Cluster 37 mit ihren Kronen 38 voneinander weg gerichtet. Ferner
sind die Bananen 36 in den Clustern 37 mit dem Rücken 39 generell nach oben gerichtet.
Die unteren Bananen 36 in den Clustern 37 der unteren Lage 35 liegen auf den Rücken
39 der oberen Bananen 36 der Cluster 37 der unteren Lage 34 auf. Ferner sind die Bananen
36 in beiden unteren Lagen 34, 35 mit den Kronen 38 zu der Bodenwand 11.1 gerichtet.
[0048] Diese Anordnung hat sich als vorteilhaft erwiesen, weil die Bananen 36 nur eine geringe
und unschädliche Druckbelastung aufeinander ausüben. Dies beruht insbesondere darauf,
dass die Kronen 38 nicht gegen die Rücken 39 der Bananen 36 drücken.
[0049] Bei den Varianten von Fig. 5a und 5b sind die Fortsätze 30, 31 der Bodenabdeckung
29 zusammen mit darum herumgelegten Bereichen des Beutels 2 über den Rücken der obersten
Bananen 36 der unteren Lagen 34, 35 gefaltet, um diese vor Beschädigung zu schützen.
Bei der Variante von Fig. 5a erstreckt sich dieser Schutz etwa über die gesamte Oberseite
der unteren Lagen 34, 35, wobei der Fortsatz 31 sich weiter nach oben bis kurz unter
die Deckwand 23.1 erstreckt.
[0050] Bei der Variante von Fig. 5b erstreckt sich der durch Fortsätze 30, 31 und die diese
bedeckenden Beutelbereiche gebildete Schutz nur über einen Teilbereich der Rücken
39 der Bananen 36 in den unteren Lagen 34, 35.
[0051] Bei der Variante gemäß Fig. 5c sind lediglich die Fortsätze 30, 31 über die Randbereiche
der Rücken der Bananen 36 in den unteren Lagen 34, 35 geschlagen, da sich die Bodenabdeckung
29 innerhalb des Beutels 2 befindet.
[0052] Bei den Varianten von Fig. 5a bis c sind auf den unteren Lagen 34, 35 obere Lagen
40, 41 Bananen 36 angeordnet. Die oberen Lagen 40, 41 Bananen 36 umfassen ebenfalls
aneinander gereihte Cluster 37. Auch in den oberen Lagen 40, 41 sind die Cluster 37
mit ihren Kronen 38 jeweils voneinander weg und mit ihren Rücken 39 nach oben gerichtet.
[0053] Die Bananen 36 der oberen Lagen 40, 41 liegen mit ihren Kronen 38 auf den Fortsätzen
30, 31 auf. Hierdurch sind die weichen Rücken 39 der Bananen 36 in den unteren Lagen
34, 35 vor Beschädigung geschützt. Bei den Varianten von Fig. 5a und b trägt hierzu
auch der Bereich des Beutels 2 bei, der die Fortsätze 30, 31 abdeckt.
[0054] Bei der Variante von Fig. 5a sind die Bananen 36 der unteren Lagen 34, 35 zusätzlich
durch die längeren Fortsätze 30, 31 vor Beschädigung durch die Spitzen bzw. Enden
der Bananen 36 der oberen Lagen 40, 41 geschützt. Ferner schützt der vertikal nach
oben erstreckte Endbereich des Fortsatzes 31 die Bananen 36 der Lagen 40, 41 vor gegenseitiger
Beschädigung durch die Spitzen.
[0055] Bei der Variante von Fig. 5b sind die Bananen 36 der unteren Lagen 34, 35 vor Beschädigung
durch die Spitzen der Bananen 36 der oberen Lage 40 durch einen zusätzlichen Streifen
42 aus einem flexiblen oder faltbaren Flachmaterial geschützt, der die Spitzen und
einen Teil des Bauchs der Bananen 36 aus der oberen Lage 40 umhüllt.
[0056] Bei der Variante von Fig. 5c ist ebenfalls der Materialstreifen 42 vorhanden. Hinzu
kommt ein weiterer Streifen 43, der die Spitzen der Bananen 36 in den Clustern 37
der oberen Lage 41 und einen Teil der Unterseite der Cluster 37 umhüllt. Hierdurch
sind die Bananen 36 der unteren Lage 35 vor Beschädigung geschützt.
[0057] Die Streifen 42, 43 bestehen vorzugsweise aus transparenter Kunststofffolie hinreichender
Stärke.
[0058] Über den oberen Lagen 40, 41 Bananen 36 ist der Beutel 2 durch einen Beutelverschluss
44 geschlossen. Dieser weist das zusammengeraffte, obere Ende 33 des Beutels 2 und
einen das obere Ende 33 in zusammengerafftem Zustand haltenden Gummiring 45 auf.
[0059] Vor dem Verschließen des Beutels 2 kann die Luft aus dem Beutel 2 abgesaugt werden,
sodass sich der Beutel 2 eng an den Bananen 36 anlegt. Hierdurch wird während des
Transports die Luftzirkulation weiter eingeschränkt.
[0060] Gemäß Fig. 4 weist der Beutel 2 zwischen dem oberen Ende und dem unteren Ende eine
umlaufende Schwächungslinie 46 auf. Die Schwächungslinie 46 läuft gemäß Fig. 4 neben
den oberen Rändern der unteren Seitenwände 6, 7, 8, 9 auf dem Beutel 2 um. Die Schwächungslinie
46 ist als Perforationslinie ausgebildet.
[0061] Auf das mit dem Beutel 2 befüllte Unterteil 3 wird schließlich das Oberteil 4 aufgesetzt.
Das Oberteil 4 schützt das Design 18 auf der Außenseite der unteren Seitenwände 6,
7, 8, 9.
[0062] Gemäß Fig. 5 ist der Beutelverschluss 44 zentral innerhalb der Öffnung 5 des Oberteiles
4 angeordnet.
[0063] Verpackungen 47 gemäß Fig. 1, 2 und 5 werden vom Erzeugerland in das Zielland transportiert.
Hierbei werden die stabilen Verpackungen 47 übereinander gestapelt und zu mehreren
Stapeln auf Paletten transportiert.
[0064] Im Zielland werden die Bananen 35 in den Verpackungen 47 gereift. Hierzu kann ggfs.
ein Bereich des Beutels 2 seitlich aus einer Grifföffnung 17, 28 herausgezogen und
geschlitzt werden, falls die Gasdurchlässigkeit der Perforationslinie 46 nicht ausreicht.
[0065] Nach dem Reifen wird die Verpackung 47 in die Handelsfiliale transportiert und für
die Präsentation in den Handelsfilialen vorbereitet, indem gemäß Fig. 6 der obere
Teil 2.1 des Beutels 2 abgezogen wird. Bei ruckartiger Krafteinleitung löst sich der
obere Teil 2.1 vom unteren Teil 2.2 entlang der Schwächungslinie 46. Hierbei verhindert
das Oberteil 4, dass Bananen 36 angehoben und durcheinandergebracht werden. Außerdem
dient das Oberteil 4 als Rückhalter für den unteren Teil 2.2 des Beutels 2. Hierzu
kann ggfs. der Anwender mit einer Hand das Oberteil 4 festhalten.
[0066] Gemäß Fig. 7 wird nach dem Öffnen des Beutels 2 das Oberteil 4 abgezogen und das
Unterteil 3 mit den enthaltenen Bananen 36 im unteren Teil 2.2 des Beutels 2 in der
Handelsfiliale aufgestellt. Hierbei ist ein Aufdruck und/oder Dekor und/oder Färbung
und/oder andere Gestaltung 18 auf der Außenseite der unteren Seitenwände für den Käufer
sichtbar.
1. Bananen enthaltende Verpackung, umfassend
• eine rechteckige Faltschachtel (1) aus Wellpappe oder einem anderen faltbaren Flachmaterial,
die
• ein Unterteil (3) mit einer Bodenwand (11.1), von den Rändern der Bodenwand vorstehenden
unteren Seitenwänden (6, 7, 8, 9) und
• ein Oberteil (4) mit einer Deckwand (23.1), von den Rändern der Deckwand vorstehenden
oberen Seitenwänden (19, 20, 21, 22) und einer Öffnung (5) in der Deckwand aufweist,
wobei das Oberteil (4) über das Unterteil (3) gestülpt ist,
• einen Beutel (2) aus einer Kunststofffolie mit einer Beutelöffnung am oberen Ende
(33), einem diese schließenden Beutelverschluss (44) und einer zwischen dem oberen
Ende (33) und dem unteren Ende (29) auf dem Umfang des Beutels (2) umlaufenden Schwächungslinie
(46), wobei der Beutel (2) in dem Unterteil (3) mit seinem unteren Ende (29) auf der
Bodenwand (11.1) und mit dem Beutelverschluss (44) im Bereich der Öffnung (5) von
außen zugänglich angeordnet ist, und
• in dem Beutel (2) angeordnete Bananen (36).
2. Verpackung nach Anspruch 1, bei der das Unterteil (3) auf der Außenseite mindestens
einer unteren Seitenwand (6, 7, 8, 9) einen Aufdruck und/oder Farbgestaltung und/oder
Dekor und/oder andere Gestaltung (18) aufweist und/oder bei der das Oberteil (4) auf
der Außenseite mindestens einer oberen Seitenwand (19, 20, 21, 22) und/oder der Deckwand
(23.1) einen weiteren Aufdruck und/oder Farbgestaltung und/oder Dekor und/oder andere
Gestaltung aufweist.
3. Verpackung nach Anspruch 1 oder 2, bei der das Unterteil (3) in der Bodenwand (11.1)
eine weitere Öffnung (15) aufweist und im Unterteil eine die weitere Öffnung abdeckende
Bodenabdeckung (29) aus Karton, Kunststofffolie oder einem anderen faltbaren und/oder
flexiblen Flachmaterial angeordnet ist.
4. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei der das Unterteil (3) an seitlichen
Rändern über Faltlinien und an mindestens einem seitlichen Rand über eine untere Verbindungslasche
(10) miteinander verbundene untere Seitenwände (6, 7, 8, 9) und mit den unteren Rändern
der unteren Seitenwände über Faltlinien verbundene Bodenwandabschnitte (11, 12, 13,
14) aufweist und/oder das Oberteil (4) an seitlichen Rändern über Faltlinien und an
mindestens einem seitlichen Rand über eine Verbindungslasche (23) miteinander verbundene
und an den oberen Rändern über Faltlinien mit Deckwandabschnitten (23, 24, 25, 26)
verbundene obere Seitenwände (19, 20, 21, 22) aufweist.
5. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei der das Unterteil (3) eine gut bedruckbare
äußere Schicht aufweist, und/oder bei der das Oberteil (4) aus einer braunen Wellpappe
hergestellt ist.
6. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, die einander überdeckende untere und
obere Grifföffnungen (17, 28) in den unteren und oberen Seitenwänden und/oder einander
überdeckende untere und obere Ventilationsöffnungen (16, 28) in den unteren und oberen
Seitenwänden (6 bis 9, 19 bis 22) aufweist.
7. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei der der Beutelverschluss (44) ein
zusammengerafftes, oberes Ende (33) des Beutels (2) und Mittel zum Halten (45) des
zusammengerafften Endes (33) des Beutels (2) im zusammengerafften Zustand aufweist.
8. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei der die Schwächungslinie (46) neben
dem oberen Rand der unteren Seitenwände (6 bis 9) auf dem Beutel (2) umläuft.
9. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei der die Schwächungslinie (46) eine
Perforationslinie ist.
10. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, bei der Bananen (36) in Clustern (37)
mit dem Oberteil (4) zugewandten Rücken (39) in dem Beutel (2) angeordnet sind.
11. Verpackung nach Anspruch 10, bei der die Cluster (37) in mindestens zwei Lagen (34,
35, 40, 41) nebeneinander mit voneinander abgewandten Kronen (38) im Beutel (2) angeordnet
sind und/oder bei der die Cluster (38) in mindestens zwei Lagen (34, 40, 35, 41) übereinander
im Beutel (2) angeordnet sind.
12. Verwendung einer Verpackung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 11 zur Präsentation von
Bananen (36), bei der der obere Teil (2.1) des Beutels (2) durch Greifen am Beutelverschluss
(44) und Herausziehen aus der Öffnung (5) des Oberteils (4) entlang der Schwächungslinie
(46) vom unteren Teil (2.2) des Beutels (2) abgetrennt wird, wobei die Bananen (36)
durch Anlage des Beutels (2) an der Unterseite der Deckwand (23.1) an einem Anheben
gehindert werden und/oder wobei der untere Teil (2.2) des Beutels (2) durch Anlage
an der Unterseite der Deckwand (23.1) am Herausziehen aus der Faltschachtel (1) gehindert
wird, und das Oberteil (4) von dem Unterteil (3) abgenommen wird.
13. Verwendung nach Anspruch 12, bei dem durch Abnahme des Oberteils (4) vom Unterteil
(3) ein Aufdruck und/oder Farbgestaltung und/oder Dekor und/oder andere Gestaltung
(18) auf der Außenseite mindestens einer unteren Seitenwand (6, 7, 8, 9) freigelegt
wird.
14. Verwendung einer Verpackung gemäß einem der Ansprüche 9 bis 11 zum Reifen von Bananen
(36), bei der Reifgas durch die Perforationen der Perforationslinie (46) hindurch
in Kontakt mit den Bananen (36) kommt.
15. Verwendung von Verpackungen gemäß einem der Ansprüche 1 bis 11 zum Transport von Bananen
(35), bei der die Verpackungen (47) mit der Bodenwand (1.1) unten und der Deckwand
(23.1) oben übereinander gestapelt werden.