(19)
(11) EP 2 548 813 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
23.01.2013  Patentblatt  2013/04

(21) Anmeldenummer: 11005897.1

(22) Anmeldetag:  19.07.2011
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B65D 77/06(2006.01)
B65D 85/34(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME

(71) Anmelder: Port International GmbH
20097 Hamburg (DE)

(72) Erfinder:
  • Port, Mike-Harras
    22043 Hamburg (DE)

(74) Vertreter: Siemons, Norbert 
Hauck Patent- und Rechtsanwälte Neuer Wall 50
20354 Hamburg
20354 Hamburg (DE)

   


(54) Bananen enthaltende Verpackung und Verwendungen der Verpackung


(57) Die Bananenverpackung umfasst
● eine rechteckige Faltschachtel (1) aus Wellpappe oder einem anderen faltbaren Flachmaterial, mit
● einem Unterteil (3) und
● ein darüber gestülpten Oberteil (4) mit einer Öffnung (5) in einer Deckwand,
● einen Bananen enthaltenden Beutel (2) aus einer Kunststofffolie mit einer Beutelöffnung am oberen Ende, einem diese schließenden Beutelverschluss (44) und einer auf dem Umfang des Beutels umlaufenden Schwächungslinie (46), wobei der Beutel mit dem Beutelverschluss im Bereich der Öffnung von außen zugänglich angeordnet ist.
Die Verpackung wird zur Präsentation von Bananen (36) verwendet, indem der obere Teil des Beutels (2) durch Greifen am Beutelverschluss (44) und Herausziehen aus der Öffnung (5) des Oberteils entlang der Schwächungslinie (46) vom unteren Teil des Beutels abgetrennt wird, wobei die Bananen (36) durch Anlage des Beutels (2) an der Deckwand an einem Anheben gehindert werden und/oder wobei der untere Teil des Beutels durch Anlage an der Deckwand am Herausziehen aus der Faltschachtel gehindert wird, und das Oberteil (4) von dem Unterteil (3) abgenommen wird.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Bananen enthaltende Verpackung und auf Verwendungen der Verpackung.

[0002] Bananen werden in den Ursprungsländern unreif bzw. grün geerntet, verpackt und in die Zielländer exportiert. Dort werden sie gereift und gelb in die Filialen des Handels gebracht.

[0003] Herkömmlicherweise werden Bananen in rechteckige Faltschachteln aus Wellpappe verpackt. Diese haben ein Unterteil mit einer Bodenwand und davon randseitig vorstehende untere Seitenwänden und ein Oberteil mit einer Deckwand und davon randseitig vorstehenden obere Seitenwände. Das Oberteil ist an der Deckwand mit einer Öffnung versehen. Das Unteil weist in der Bodenwand eine weitere Öffnung auf. Die Öffnung in der Bodenwand ist mit einem dünnen Karton ausgelegt. Darauf ist ein Beutel mit Bananen platziert, der oberhalb der Bananen zusammengerafft und mit einem Gummiband verschlossen ist. Vor dem Verschließen wird vielfach Luft aus dem Beutel abgesaugt, wenn dieser aus luftundurchlässigem Folienmaterial besteht, damit sich der Beutel eng an die Bananen anlegt. Das Oberteil ist über das Unterteil gestülpt, sodass die oberen Seitenwände die unteren Seitenwände abdecken. Die oberen Seitenwände sind außen mit einem Aufdruck versehen, der beispielsweise auf die Marke, den Importeur, die Eigenschaften der Ware etc. hinweist.

[0004] Jeweils acht bis neun Bananenverpackungen werden übereinander gestapelt auf Paletten transportiert. Bei dem Transport auf einem Schiff wird ihre Temperatur bei etwa 14°C gehalten, um die Reifung zu unterbinden. Durch die enge Anlage des Beutels an den Bananen wird ein Luftaustausch mit der Umgebung verhindert, der die Reifung der Bananen fördert. Hierbei werden bevorzugt Beutel aus einem luftundurchlässigen Folienmaterial (sog. "Banavac") eingesetzt. Bei Einsatz luftdurchlässiger bzw. perforierter Beutel (sog. "Polybeutel") werden die Bananenverpackungen in kontrollierter Atmosphäre mit besonders hohem Stickstoffanteil transportiert, welche die Reifung unterdrückt.

[0005] Im Zielland werden die Bananen vor der Auslieferung an die Filialen des Handels gereift. Hierzu werden die Verpackungen auf Paletten übereinander gestapelt in Reifekammern eingesetzt, in die eine ethylenhaltige Gasatmosphäre eingespeist wird. Damit das Gas die Bananen erreicht, werden die Beutel aus luftundurchlässigem Material zuvor geschlitzt. Bei perforierten Beuteln ist dies nicht erforderlich.

[0006] In den Handelsfilialen werden die Oberteile abgenommen, die Beutel geöffnet und ein Randbereich der Beutel gegen die Außenseiten der Seitenwände zurückgeschlagen. Die geöffneten Verpackungen werden in Regale eingesetzt, sodass der Endabnehmer die freigelegten Bananen entnehmen kann.

[0007] Nachteilig an dieser Verpackung ist, dass der Endabnehmer den Aufdruck auf der Verpackung nicht wahrnimmt, weil das Oberteil bei der Präsentation der Ware bereits entfernt ist. Informationen über die Ware werden dem Endverbraucher ggfs. durch auf die Bananen aufgeklebte Etiketten oder Schilder oder Aufsteller gegeben.

[0008] Die EP 1 787 911 B1 beschreibt ein Verfahren zum Packen von Bananen in eine Verpackung und anschließend zum Transport und zur Präsentation von Bananen, das eine Präsentation der Bananen mit nach oben gerichteten Kronen in einer Verpackung mit Aufdruck erlaubt. Bei dem Verfahren werden mehrere Bananencluster bereitgestellt, wobei ein Cluster jeweils mehrere an der Krone miteinander verbundene Bananen umfasst. Ferner wird eine rechteckige Innenverpackung mit vier rechtwinklig zueinander angeordneten Wänden und einem Boden bereitgestellt, wobei der Boden in der Mitte eine rechteckige Öffnung aufweist.

[0009] Auf den Boden der Innenverpackung wird ein Transportschutz gelegt, der mindestens so groß ist, dass er die Öffnung im Boden der Innenverpackung vollständig bedeckt. Ein Kunststoffbeutel wird oberhalb des Transportschutzes in der Innenverpackung angeordnet, wobei der Kunststoffbeutel durch eine umlaufende perforierte Linie in einen oberen Teil und einen unteren Teil getrennt wird. Eine erste Lage Bananencluster wird in den Kunststoffbeutel geschichtet, wobei die Cluster mit den Kronen und Spitzen zum Verpackungsboden ausgerichtet werden. Über die erste Lage Bananencluster wird zumindest teilweise der Kunststoffbeutel und dann eine zweite Lage Bananencluster in den Beutel auf die erste Lage Bananencluster geschichtet, wobei die Bananencluster mit den Kronen und Spitzen zur ersten Lage ausgerichtet sind.

[0010] Die Verpackung wird mit einer rechteckigen Außenverpackung geschlossen, die vier rechtwinklig zueinander angeordnete Wände und einen Boden aufweist. Die Außenverpackung ist so dimensioniert, dass sie über die Innenverpackung gestülpt wird, diese formschlüssig umgibt, sodass der Boden der Innenverpackung und der Boden der Außenverpackung parallel zueinander angeordnet sind.

[0011] Vor dem Transport wird die mit Bananenclustern gefüllte Verpackung um 180° gedreht und auf den Boden der Außenverpackung gestellt.

[0012] Für die Präsentation der Ware wird die Innenverpackung durch Eingriff in mindestens einen der am Boden der Innenverpackung befindlichen Eingrifflöcher aus der Außenverpackung herausgezogen. Der Transportschutz wird aus der Innenverpackung gezogen und vollständig entfernt. Der Kunststoffbeutel wird teilweise zwischen den Bananenclustern herausgezogen und der obere Teil entlang einer perforierten Linie vom unteren Teil des Beutels abgetrennt. Die Außenseiten der Außenverpackung können mit einem Aufdruck versehen sein, der bei Präsentation der Ware sichtbar ist.

[0013] Bei diesem Verfahren ist nachteilig, dass die Bananen bei dem Transport auf dem Rücken liegen, der besonders druckempfindlich ist. Folglich können die Bananen beim Transport beschädigt werden. Ferner ist es schwierig, den oberen Teil vom unteren Teil des Beutels abzutrennen, weil der obere Teil des Beutels vom glatten Beutelboden gebildet wird, der schwer gegriffen werden kann. Ferner kann beim Abtrennen des oberen Teils des Beutels der gesamte Beutel angehoben werden, wodurch die Anordnung der Bananen zerstört werden kann, sodass sie sich dem Verbraucher ungeordnet präsentieren. Schließlich ist der Aufdruck bereits beim Transport der Verpackung exponiert und kann leicht beschädigt werden.

[0014] Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Bananen enthaltende Verpackung zu schaffen, die eine verbesserte Präsentation der Bananen in den Verkaufsfilialen ermöglicht.

[0015] Die Aufgabe wird durch eine Bananen enthaltende Verpackung mit den Merkmalen von Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Verpackung sind in Unteransprüchen angegeben.

[0016] Die erfindungsgemäße Bananen enthaltende Verpackung umfasst
  • eine rechteckige Faltschachtel aus Wellpappe oder einem anderen faltbarem Flachmaterial, die
  • ein Unterteil mit einer Bodenwand, mit von den Rändern der Bodenwand vorstehenden unteren Seitenwänden und
  • ein Oberteil mit einer Deckwand, die von den Rändern der Deckwand vorstehenden obere Seitenwände und eine Öffnung in der Deckwand aufweist, wobei das Oberteil über das Unterteil gestülpt ist,
  • einen Beutel aus einer Kunststofffolie mit einer Beutelöffnung am oberen Ende, einem diese schließenden Beutelverschluss und einer zwischen dem oberen Ende und dem unteren Ende auf dem Umfang des Beutels umlaufenden Schwächungslinie, wobei der Beutel in dem Unterteil mit seinem unteren Ende auf der Bodenwand und mit dem Beutelverschluss im Bereich der Öffnung von außen zugänglich angeordnet ist, und
  • in dem Beutel angeordnete Bananen.


[0017] Bei der erfindungsgemäßen Verpackung weist der Beutel eine Schwächungslinie auf. Diese läuft zwischen dem oberen Ende und dem unteren Ende auf dem Umfang des Beutels um. Die Schwächungslinie ermöglicht ein Abtrennen des oberen Teils des Beutels vom unteren Teil des Beutels. Durch Abtrennen des oberen Teils vom unteren Teil des Beutels wird der Beutel geöffnet. Das Abtrennen des oberen Teils des Beutels vom unteren Teil des Beutels erfordert einen erheblichen Kraftaufwand. Die zum Abtrennen aufgewandte Kraft verteilt sich nämlich über die gesamte Länge der Schwächungslinie, sodass in jedem Abschnitt der Schwächungslinie eine nur verhältnismäßig geringe Kraft wirksam ist. Infolgedessen ist es zweckmäßig, die Kraft ruckartig in den Beutel einzuleiten, sodass kurzzeitig die erforderliche Abreißkraft erreicht wird. Diese Krafteinwirkung auf den Beutel hat grundsätzlich zur Folge, dass der Beutel angehoben und die Ordnung der darin enthaltenen Bananen zerstört wird. Bei der erfindungsgemäßen Verpackung wird dies dadurch vermieden, dass der Beutelverschluss im Bereich der Öffnung der Deckwand von außen zugänglich ist. Hierfür kann der Beutelverschluss im Bereich der Öffnung unterhalb der Deckwand oder in der Deckwandebene oder oberhalb der Deckwandebene angeordnet sein. Dies ermöglicht nämlich dem Anwender, ohne vorheriges Abnehmen des Oberteils vom Unterteil den Beutel am Beutelverschluss fest zu ergreifen und den oberen Teil des Beutels durch die Öffnung hindurch aus der Faltschachtel herauszuziehen. Hierbei werden die im Beutel angeordneten Bananen von der Deckwand zurückgehalten, sodass sie nicht in einem Ausmaß angehoben werden, das eine Zerstörung ihrer Ordnung zur Folge hat. Der untere Teil des Beutels wird zwischen der Deckwand und den Bananen festgehalten, wodurch sich die auf die Schwächungslinie einwirkende Kraft erhöht. Bei der erfindungsgemäßen Verpackung ist somit der obere Teil des Beutels leicht ablösbar, ohne die Ordnung der Bananen durcheinander zu bringen. Erst nach dem Abtrennen des oberen Teils des Beutels wird das Oberteil vom Unterteil abgenommen. Danach können die Bananen in der vorgesehenen Anordnung in der Verpackung dem Endverbraucher präsentiert werden. Die Präsentation der Bananen wird nicht durch den an der Außenseite der unteren Seitenwände umgeschlagenen Beutelrand aus Kunststofffolie beeinträchtigt. Die Außenseiten der unteren Seitenwände sind für das Anbringen eines Aufdruckes, einer Farbgestaltung, eines Dekors bzw. einer anderen Gestaltung als Display nutzbar, die gut vom Endverbraucher wahrnehmbar ist und die Präsentation der Bananen weiter verbessert. Diese Gestaltung wird beim Transport durch das Oberteil vor Beschädigungen und Verschmutzung geschützt und kann bis unmittelbar vor Präsentation der Ware in der Verpackung in der Handelsfiliale abgedeckt bleiben. Die erfindungsgemäße Verpackung verbessert somit gegenüber herkömmlichen Verpackungen die Präsentation der Bananen in der Verkaufsfiliale und kann dafür leichter vorbereitet werden.

[0018] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung weist das Unterteil auf der Außenseite mindestens einer unteren Seitenwand einen Aufdruck und/oder Farbgestaltung und/oder Dekor auf und/oder weist das Oberteil auf der Außenseite mindestens einer oberen Seitenwand und/oder der Deckwand einen weiteren Aufdruck und/oder Farbgestaltung und/oder Dekor auf. Bei dieser Ausgestaltung wird die Eignung des Unterteils zur Präsentation von Information und/oder Werbung und/oder Verzierung genutzt. Zusätzlich oder stattdessen ist auch das Oberteil entsprechend nutzbar. Die Farbgestaltung ist ein- oder mehrfarbig. Sie ist z.B. ein Farbdruck oder ein anderer Farbauftrag oder ist durch einen zumindest an der Außenseite farbigen Karton gegeben.

[0019] Gemäß einer Ausgestaltung weist das Unterteil in der Bodenwand eine weitere Öffnung auf und ist im Unterteil eine die weitere Öffnung abdeckende Bodenabdeckung aus Karton, hinreichend starker, vorzugsweise transparenter Kunststofffolie oder einem anderen faltbaren und/oder flexiblen Flachmaterial angeordnet. Die weitere Öffnung ist materialsparend und die Bodenabdeckung kann bei entsprechender Ausgestaltung zusätzlich als Zwischenlage zwischen zwei Lagen aus Bananen genutzt werden. Hierzu weist die Bodenabdeckung einen Abschnitt auf, der im Wesentlichen die Bodenwand bedeckt und mindestens einen Fortsatz, der über eine untere Lage Bananen und einen darüber gefalteten Teil des Beutels faltbar ist, sodass eine in einen oberen Teil des Beutels eingesetzte weitere Lage Bananen über den Fortsatz auf der unteren Lage Bananen abgestützt ist.

[0020] Gemäß einer Ausgestaltung weist das Unterteil an seitlichen Rändern über Faltlinien und an mindestens einem seitlichen Rand über eine untere Verbindungslasche miteinander verbundene untere Seitenwände und mit den unteren Rändern der unteren Seitenwände über Faltlinien verbundene Bodenwandabschnitte auf und/oder weist das Oberteil an seitlichen Rändern über Faltlinien und an mindestens einem seitlichen Rand über eine obere Verbindungslasche miteinander verbundene und an den oberen Rändern über Faltlinien mit Deckwandabschnitten verbundene obere Seitenwände auf. Bei diesen Ausgestaltungen sind Unterteil und Oberteil jeweils aus einteiligen Zuschnitten faltbaren Flachmaterials materialsparend herstellbar. Die Zuschnitte können bis zur Konfektionierung der Faltschachteln beim Erzeuger jeweils in Stapeln gelagert werden zum Aufrichten der Faltschachteln werden die Seitenwände bzw. Verbindungslaschen um die Faltlinien in einem Winkel von jeweils 90° zur angrenzenden Seitenwand gefaltet. Durch Befestigen der Verbindungslaschen an einer benachbarten Seitenwand werden die Seitenwände zu einem rechteckigen Rahmen geschlossen. Die Bodenwandabschnitte bzw. Deckwandabschnitte werden um 90° bezüglich der Seitenwände nach innen gefaltet. Ferner werden die Bodenwandabschnitte bzw. Deckwandabschnitte in Überlappungsbereichen miteinander verbunden. Bevorzugt erfolgt die Verbindung der Verbindungslaschen mit den Seitenwänden bzw. der Bodenwandabschnitte miteinander bzw. der Deckwandabschnitte miteinander durch Kleben. Eine Verbindung mittels Heftklammern ist ebenfalls möglich.

[0021] Gemäß einer Ausgestaltung weist das Unterteil eine gut bedruckbare äußere Schicht auf und/oder ist das Oberteil aus einem braunen Wellpappkarton hergestellt. Die gut bedruckbare äußere Schicht ist besonders gut für einen Aufdruck und/oder Farbgestaltung und/oder Dekor und/oder andere aufdruckbare Gestaltung geeignet, sodass diese Ausgestaltung vorteilhaft für die Präsentation der Ware im Unterteil ist. Die gut bedruckbare äußere Schicht ist beispielsweise eine Lage aus Papier (z.B. Offsetpapier oder Druckpapier) an der Außenseite einer Wellpappe. Braune Wellpappe ist besonders kostengünstig und für das Oberteil hinreichend, da dieses bei Transport, Reifung und Lagerung und nicht bei der Präsentation der Ware zum Einsatz kommt.

[0022] Gemäß einer Ausgestaltung weist die Verpackung einander überdeckende untere und obere Grifföffnungen in den unteren und oberen Seitenwänden und/oder einander überdeckende untere und obere Ventilationsöffnungen in den unteren und oberen Seitenwänden auf. Die Grifföffnungen erleichtern das Tragen der Verpackung. Sie sind bevorzugt in einander gegenüberliegenden Seitenwänden der Faltschachtel angebracht. Die Ventilationsöffnungen dienen insbesondere dazu, den Gasaustausch des Inhalts der Verpackung der Umgebung beim Kühlen mittels Kühlluft und beim Reifen der Bananen mittels warmer Luft und ehtylenhaltiger Atmosphäre zu Beginn des Reifeprozesses sowie abschließendem Herunterkühlen vor Auslieferung zu fördern. Die Grifföffnungen bzw. Ventilationsöffnungen können zudem zur Gelbkontrolle herangezogen werden. Bei der Gelbkontrolle werden die Bananen bei Anlieferung im Zielland darauf überprüft, ob sie bereits gereift bzw. gelb geworden sind.

[0023] Der Beutel hat eine herkömmliche Form mit einem geschlossenen Beutelboden am unteren Ende und eine Öffnung am oberen Ende. Der Beutel ist beispielsweise aus einem Endlosschlauch hergestellt, der in Form einer flachen Bahn verarbeitet wird, indem quer zu seiner Hauptausdehnungsrichtung Verschweißungen eingebracht werden, die den Boden bilden und durch Abschneiden neben der Schweißnaht einzelne Beutel abgetrennt werden. Alternativ wird der Beutel aus einer Kunststofffolie in Bahnform hergestellt, deren Hälften um eine in Hauptausdehnungsrichtung der Bahn verlaufende Faltlinie zusammengefaltet und durch quer zur Längsrichtung verlaufende Schweißnaht-Paare miteinander verbunden und aus der einzelne Beutel durch Abschneiden zwischen den Schweißnaht-Paaren abgetrennt werden. Die Kunststofffolie besteht vorzugsweise aus Polyethylen oder aus einem anderen Polyolefin.

[0024] Gemäß einer Ausgestaltung weist die Verpackung einen Beutelverschluss auf, der ein zusammengerafftes, oberes Ende des Beutels und Mittel zum Halten des zusammengerafften Endes im zusammengerafftem Zustand aufweist. Der Beutelverschluss weist gemäß einer weiteren Ausgestaltung einen um das zusammengeraffte Ende gespannten Gummiring oder eine um das zusammengeraffte Ende herumgelegte Schlaufe oder ein das zusammengeraffte Ende zusammenhaltendes Klebeband oder einen in das zusammengeraffte Ende eingebrachten Knoten auf. Der Beutel kann fest am zusammengerafften Ende gegriffen werden, um den oberen Teil des Beutels vom unteren Teil abzutrennen.

[0025] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung läuft die Schwächungslinie zwischen der Öffnung der Deckwand und dem oberen Rand der unteren Seitenwände auf dem Beutel um. Diese Ausgestaltung ist vorteilhaft für das Abtrennen des oberen Teils vom unteren Teil des Beutels, sodass die Bananen aus dem Beutel leicht entnehmbar sind. Bevorzugt läuft die Schwächungslinie neben dem oberen Rand der unteren Seitenwände auf dem Beutel um. Nach Abtrennen des oberen Teils vom unteren Teil des Beutels ist der gesamte Öffnungsquerschnitt des Unterteils für die Entnahme von Bananen frei. Der untere Teil des Beutels ist zwischen den Bananen und den unteren Seitenwänden angeordnet und stört das Erscheinungsbild nicht. Der untere Teil des Beutels bildet eine die Bananen aufnehmende Schale.

[0026] Gemäß einer Ausgestaltung ist die Schwächungslinie eine Perforationslinie. Die Perforationslinie besteht aus einer Serie in kurzem Abstand voneinander in die Kunststofffolie eingebrachter Schlitze und/oder Löcher. Die zwischen den Schlitzen und/oder Löchern verbliebenen Stege sind verhältnismäßig leicht durch Ziehen an dem Beutelverschluss auftrennbar. Die Schwächungslinien können auch durch eine Wandstärkenschwächung der Kunststofffolie oder durch eine andere lokale Schwächung der Festigkeit der Kunststofffolie gebildet sein.

[0027] Gemäß einer Ausgestaltung sind die Bananen in Clustern mit dem Oberteil zugewandten Rücken in dem Beutel angeordnet. Die Cluster bestehen jeweils aus mehreren Bananen, die an den Kronen zusammengehalten sind. Dadurch, dass Cluster mit dem Oberteil zugewandten Rücken in dem Beutel angeordnet sind, ist der empfindliche Rücken der Bananen vor übermäßigen Beanspruchungen geschützt, die die Qualität der Bananen mindern könnten.

[0028] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung sind die Cluster in mindestens zwei Lagen nebeneinander mit voneinander abgewandten Kronen im Beutel angeordnet. Diese Anordnung vermeidet Beschädigungen der Bananen durch Drücken der harten Kronen gegen Schalen benachbarter Bananen und ist für die Präsentation der Ware vorteilhaft.

[0029] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung sind die Cluster in mindestens zwei Lagen übereinander im Beutel angeordnet. In zwei Lagen sind Bananen schonend übereinander stapelbar.

[0030] Ferner wird die Aufgabe durch Verwendung von erfindungsgemäßen Verpackungen gemäß einem der Ansprüche 12, 14 und 15 gelöst.

[0031] Gemäß Anspruch 12 wird die erfindungsgemäße Verpackung zur Präsentation von Bananen verwendet, indem der obere Teil des Beutels durch Greifen am Beutelverschluss und Herausziehen aus der Öffnung des Oberteils entlang der Schwächungslinie vom unteren Teil des Beutels abgetrennt wird, wobei die Bananen durch Anlage des Beutels an der Unterseite der Deckwand an einem Anheben gehindert werden und/oder der untere Teil des Beutels durch Anlage an der Unterseite der Deckwand am Herausziehen aus der Faltschachtel gehindert wird, und das Oberteil von dem Unterteil abgenommen wird. Der Anwender kann das Abtrennen des oberen Teils des Beutels dadurch unterstützen, dass er mit einer Hand das Oberteil abstützt, damit es nicht angehoben wird.

[0032] Bei dieser Verwendung ist der obere Teil des Beutels unter verhältnismäßig geringem Kraftaufwand vom unteren Teil abziehbar bzw. wird verhindert, dass die Ordnung der Bananen beim Abziehen des oberen Teils vom unteren Teil des Beutels zerstört wird.

[0033] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung wird durch Abnahme des Oberteils vom Unterteil ein Aufdruck und/oder Farbgestaltung und/oder Dekor und/oder andere Gestaltung auf der Außenseite mindestens einer unteren Seitenwand freigelegt.

[0034] Gemäß Anspruch 14 wird die erfindungsgemäße Verpackung zum Reifen von Bananen verwendet, wobei das Reifgas durch die Perforation der Perforationslinie hindurch in Kontakt mit den Bananen kommt. Die Perforationslinie kann so dimensioniert werden, dass sie den Gasaustausch beim Transport hinreichend behindert und bei der gezielten Zufuhr von Reifgas eine hinreichende Menge von Reifgas in den Beutel hineinlässt, um den Reifeprozess in Gang zu bringen. Dies ist insbesondere bei der überwiegend praktizierten Pressreifung oder Druckreifung möglich. Auf den bislang üblichen Einschnitt kann verzichtet werden. Gegebenenfalls kann zusätzlich ein Einschnitt in den Beutel eingebracht werden. Hierzu wird beispielsweise ein Teil des Beutels durch eine seitliche Grifföffnung als Ventilationsöffnung aus der Faltschachtel herausgezogen und mit einem Messer oder einem anderen Schneidwerkzeug geöffnet. Dies ist auch möglich, wenn sich die Verpackungen in Stapeln befinden.

[0035] Gemäß Anspruch 15 werden erfindungsgemäße Verpackungen zum Transport von Bananen verwendet, wobei die Verpackungen mit der Bodenwand unten und der Deckwand oben übereinander gestapelt werden. Diese Stapelung ist für die Stabilität der Stapel und den schonenden Transport der Bananen vorteilhaft. Dies gilt insbesondere für die Ausgestaltung, bei der die Bananen in den Verpackungen so angeordnet sind, dass ihr Rücken zur Deckwand weist.

[0036] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der anliegenden Zeichnungen eines Ausführungsbeispieles näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1
eine Bananen enthaltende Verpackung in einer Perspektivansicht schräg von oben und von der Seite;
Fig. 2
dieselbe Verpackung in einer weiteren Perspektivansicht schräg von oben und von der Seite;
Fig. 3
das leere Unterteil der Verpackung in derselben Perspektivansicht;
Fig. 4
das Unterteil befüllt mit einem Beutel enthaltend Bananen derselben Perspektivansicht;
Fig. 5a, b, c
drei Varianten der Verpackung jeweils in einem Vertikalschnitt;
Fig. 6
die Verpackung beim Abtrennen des oberen Teils vom unteren Teil des Beutels in einer Perspektivansicht schräg von oben und von der anderen Seite;
Fig. 7
das Unterteil mit geöffnetem Beutel und darin angeordneten Bananen in einer Perspektivansicht schräg von oben und von der Seite.


[0037] In dieser Patentanmeldung bezieht sich die Angabe "unten" auf eine Ausrichtung der Verpackung, wobei die Bodenwand und die Deckwand horizontal ausgerichtet und die Deckwand oberhalb der Bodenwand angeordnet sind.

[0038] Gemäß Fig. 1 und 2 umfasst eine erfindungsgemäße Verpackung eine rechteckige bzw. quaderförmige Faltschachtel 1 mit einem darin angeordneten Beutel 2. Die Faltschachtel 1 besteht aus einem Unterteil 3 und einem darüber gestülpten Oberteil 4 mit einer Öffnung 5, durch die der Beutel 2 von außen zugänglich ist.

[0039] Gemäß Fig. 3 hat das Unterteil 3 untere Seitenwände 6, 7, 8, 9, die an den seitlichen Rändern über Faltlinien miteinander verbunden sind. Ein seitlicher Rand ist mit einer unteren Seitenwand über eine Faltlinie mit einer unteren Verbindungslasche 10 verbunden, die vorzugsweise durch Kleben oder mittels Heftklammern mit der benachbarten unteren Seitenwand verbunden ist.

[0040] Ferner sind die unteren Seitenwände 6, 7, 8, 9 an den unteren Rändern über Faltlinien mit Bodenwandabschnitten 11, 12, 13, 14 verbunden, die gemeinsam eine Bodenwand 11.1 bilden. Zwischen den Bodenwandabschnitten 11, 12, 13, 14 ist eine weitere Öffnung 15 vorhanden. Die Bodenwandabschnitte 11, 12, 13, 14 sind in den Überlappungsbereichen vorzugsweise durch Kleben oder mittels Heftklammern miteinander verbunden.

[0041] Die unteren Seitenwände 6, 7, 8, 9 weisen jeweils zwei untere Ventilationsöffnungen 16 auf und in den einander gegenüberliegenden unteren Seitenwänden 7, 9 ist jeweils eine etwa dreieckige oder ovale untere Grifföffnung 17 vorhanden.

[0042] Das Unterteil ist aus einem faltbaren Zuschnitt aus Wellpappe hergestellt. Die Wellpappe trägt an der Außenseite vorzugsweise eine Schicht aus gut bedruckbarem Papier. Die Außenseite der unteren Seitenwände 6, 7, 8, 9 ist vorzugsweise mit einem Aufdruck und/oder einem Dekor und/oder einer Farbgestaltung und/oder einer anderen Gestaltung 18 versehen.

[0043] Gemäß Fig. 1 und 2 umfasst das Oberteil 4 obere Seitenwände 19, 20, 21, 22, die an den seitlichen Rändern über Faltlinien miteinander verbunden sind. An den seitlichen Rand der oberen Seitenwand 20 ist über eine Faltlinie eine obere Verbindungslasche 23 angelenkt. Die obere Verbindungslasche 23 liegt an der Innenseite der benachbarten oberen Seitenwand 19 an und ist mit dieser vorzugsweise durch Kleben oder mittels Heftklammern verbunden.

[0044] Die oberen Ränder der oberen Seitenwände 19, 20, 21, 22 sind über Faltlinien mit Deckwandabschnitten 23, 24, 25, 26 verbunden, die gemeinsam eine Deckwand 23.1 bilden. Zwischen den Deckwandabschnitten 23, 24, 25, 26 befindet sich die Öffnung 5. In den Überlappungsbereichen sind benachbarte Deckwandabschnitte 23, 24, 25, 26 vorzugsweise durch Kleben oder mittels Heftklammern miteinander verbunden.

[0045] Die oberen Seitenwände 19, 20, 21, 22 weisen jeweils zwei obere Ventilationsöffnungen 27 und zwei einander gegenüberliegenden oberen Seitenwänden dreieckige oder ovale, obere Grifföffnungen 28 auf. Die oberen Ventilationsöffnungen 27 und die oberen Grifföffnungen 28 sind so angeordnet, dass sie jeweils deckungsgleich über einer unteren Ventilationsöffnung 16 bzw. unteren Grifföffnung 17 angeordnet sind, wenn das Oberteil über das Unterteil gestülpt ist, wie in Fig. 1 und 2 gezeigt. Hierbei liegen die oberen Seitenwände 19, 20, 21, 22 eng an den Außenseiten der unteren Seitenwände 6, 7, 8, 9 an. Die oberen Seitenwände 19 bis 22 und die unteren Seitenwände 6 bis 9 haben etwa dieselbe Höhe und überdecken einander vollständig. Hierfür ist die Höhe der oberen Seitenwände 19 bis 22 um die Stärke der Bodenwand 11.1 höher als die Höhe der unteren Seitenwände 6 bis 9.

[0046] Vor dem Befüllen der Faltschachtel 1 wird zunächst ein Unterteil 3 gemäß Fig. 3 bereitgestellt. Auf die Bodenwand 11.1 wird bei den Varianten von Fig. 5a und b eine Bodenabdeckung 29 eingelegt, die die weitere Öffnung 15 abdeckt und neben den unteren Seitenwänden 6, 8 hochstehende Fortsätze 30, 31 aufweist. Auf der Bodenabdeckung 29 wird ein Beutel 2 aus Kunststofffolie mit dem unteren, geschlossenen Ende 32 platziert. Bei der Variante von Fig. 5c wird zunächst der Beutel 2 mit seinem unteren, geschlossenen Ende 32 auf der Bodenwand 11.1 platziert und auf das untere Ende 32 in den Beutel 2 eine Bodenabdeckung 29 eingelegt.

[0047] Bei den Varianten von Fig. 5a bis c werden durch das obere, noch offene Ende 33 des Beutels 2 zunächst zwei untere Lagen 34, 35 Bananen 36 eingesetzt. Diese Lagen 34, 35 bestehen jeweils aus aneinander gereihten Clustern 37 aus Bananen 36. In den unteren Lagen 34, 35 sind die Cluster 37 mit ihren Kronen 38 voneinander weg gerichtet. Ferner sind die Bananen 36 in den Clustern 37 mit dem Rücken 39 generell nach oben gerichtet. Die unteren Bananen 36 in den Clustern 37 der unteren Lage 35 liegen auf den Rücken 39 der oberen Bananen 36 der Cluster 37 der unteren Lage 34 auf. Ferner sind die Bananen 36 in beiden unteren Lagen 34, 35 mit den Kronen 38 zu der Bodenwand 11.1 gerichtet.

[0048] Diese Anordnung hat sich als vorteilhaft erwiesen, weil die Bananen 36 nur eine geringe und unschädliche Druckbelastung aufeinander ausüben. Dies beruht insbesondere darauf, dass die Kronen 38 nicht gegen die Rücken 39 der Bananen 36 drücken.

[0049] Bei den Varianten von Fig. 5a und 5b sind die Fortsätze 30, 31 der Bodenabdeckung 29 zusammen mit darum herumgelegten Bereichen des Beutels 2 über den Rücken der obersten Bananen 36 der unteren Lagen 34, 35 gefaltet, um diese vor Beschädigung zu schützen. Bei der Variante von Fig. 5a erstreckt sich dieser Schutz etwa über die gesamte Oberseite der unteren Lagen 34, 35, wobei der Fortsatz 31 sich weiter nach oben bis kurz unter die Deckwand 23.1 erstreckt.

[0050] Bei der Variante von Fig. 5b erstreckt sich der durch Fortsätze 30, 31 und die diese bedeckenden Beutelbereiche gebildete Schutz nur über einen Teilbereich der Rücken 39 der Bananen 36 in den unteren Lagen 34, 35.

[0051] Bei der Variante gemäß Fig. 5c sind lediglich die Fortsätze 30, 31 über die Randbereiche der Rücken der Bananen 36 in den unteren Lagen 34, 35 geschlagen, da sich die Bodenabdeckung 29 innerhalb des Beutels 2 befindet.

[0052] Bei den Varianten von Fig. 5a bis c sind auf den unteren Lagen 34, 35 obere Lagen 40, 41 Bananen 36 angeordnet. Die oberen Lagen 40, 41 Bananen 36 umfassen ebenfalls aneinander gereihte Cluster 37. Auch in den oberen Lagen 40, 41 sind die Cluster 37 mit ihren Kronen 38 jeweils voneinander weg und mit ihren Rücken 39 nach oben gerichtet.

[0053] Die Bananen 36 der oberen Lagen 40, 41 liegen mit ihren Kronen 38 auf den Fortsätzen 30, 31 auf. Hierdurch sind die weichen Rücken 39 der Bananen 36 in den unteren Lagen 34, 35 vor Beschädigung geschützt. Bei den Varianten von Fig. 5a und b trägt hierzu auch der Bereich des Beutels 2 bei, der die Fortsätze 30, 31 abdeckt.

[0054] Bei der Variante von Fig. 5a sind die Bananen 36 der unteren Lagen 34, 35 zusätzlich durch die längeren Fortsätze 30, 31 vor Beschädigung durch die Spitzen bzw. Enden der Bananen 36 der oberen Lagen 40, 41 geschützt. Ferner schützt der vertikal nach oben erstreckte Endbereich des Fortsatzes 31 die Bananen 36 der Lagen 40, 41 vor gegenseitiger Beschädigung durch die Spitzen.

[0055] Bei der Variante von Fig. 5b sind die Bananen 36 der unteren Lagen 34, 35 vor Beschädigung durch die Spitzen der Bananen 36 der oberen Lage 40 durch einen zusätzlichen Streifen 42 aus einem flexiblen oder faltbaren Flachmaterial geschützt, der die Spitzen und einen Teil des Bauchs der Bananen 36 aus der oberen Lage 40 umhüllt.

[0056] Bei der Variante von Fig. 5c ist ebenfalls der Materialstreifen 42 vorhanden. Hinzu kommt ein weiterer Streifen 43, der die Spitzen der Bananen 36 in den Clustern 37 der oberen Lage 41 und einen Teil der Unterseite der Cluster 37 umhüllt. Hierdurch sind die Bananen 36 der unteren Lage 35 vor Beschädigung geschützt.

[0057] Die Streifen 42, 43 bestehen vorzugsweise aus transparenter Kunststofffolie hinreichender Stärke.

[0058] Über den oberen Lagen 40, 41 Bananen 36 ist der Beutel 2 durch einen Beutelverschluss 44 geschlossen. Dieser weist das zusammengeraffte, obere Ende 33 des Beutels 2 und einen das obere Ende 33 in zusammengerafftem Zustand haltenden Gummiring 45 auf.

[0059] Vor dem Verschließen des Beutels 2 kann die Luft aus dem Beutel 2 abgesaugt werden, sodass sich der Beutel 2 eng an den Bananen 36 anlegt. Hierdurch wird während des Transports die Luftzirkulation weiter eingeschränkt.

[0060] Gemäß Fig. 4 weist der Beutel 2 zwischen dem oberen Ende und dem unteren Ende eine umlaufende Schwächungslinie 46 auf. Die Schwächungslinie 46 läuft gemäß Fig. 4 neben den oberen Rändern der unteren Seitenwände 6, 7, 8, 9 auf dem Beutel 2 um. Die Schwächungslinie 46 ist als Perforationslinie ausgebildet.

[0061] Auf das mit dem Beutel 2 befüllte Unterteil 3 wird schließlich das Oberteil 4 aufgesetzt. Das Oberteil 4 schützt das Design 18 auf der Außenseite der unteren Seitenwände 6, 7, 8, 9.

[0062] Gemäß Fig. 5 ist der Beutelverschluss 44 zentral innerhalb der Öffnung 5 des Oberteiles 4 angeordnet.

[0063] Verpackungen 47 gemäß Fig. 1, 2 und 5 werden vom Erzeugerland in das Zielland transportiert. Hierbei werden die stabilen Verpackungen 47 übereinander gestapelt und zu mehreren Stapeln auf Paletten transportiert.

[0064] Im Zielland werden die Bananen 35 in den Verpackungen 47 gereift. Hierzu kann ggfs. ein Bereich des Beutels 2 seitlich aus einer Grifföffnung 17, 28 herausgezogen und geschlitzt werden, falls die Gasdurchlässigkeit der Perforationslinie 46 nicht ausreicht.

[0065] Nach dem Reifen wird die Verpackung 47 in die Handelsfiliale transportiert und für die Präsentation in den Handelsfilialen vorbereitet, indem gemäß Fig. 6 der obere Teil 2.1 des Beutels 2 abgezogen wird. Bei ruckartiger Krafteinleitung löst sich der obere Teil 2.1 vom unteren Teil 2.2 entlang der Schwächungslinie 46. Hierbei verhindert das Oberteil 4, dass Bananen 36 angehoben und durcheinandergebracht werden. Außerdem dient das Oberteil 4 als Rückhalter für den unteren Teil 2.2 des Beutels 2. Hierzu kann ggfs. der Anwender mit einer Hand das Oberteil 4 festhalten.

[0066] Gemäß Fig. 7 wird nach dem Öffnen des Beutels 2 das Oberteil 4 abgezogen und das Unterteil 3 mit den enthaltenen Bananen 36 im unteren Teil 2.2 des Beutels 2 in der Handelsfiliale aufgestellt. Hierbei ist ein Aufdruck und/oder Dekor und/oder Färbung und/oder andere Gestaltung 18 auf der Außenseite der unteren Seitenwände für den Käufer sichtbar.


Ansprüche

1. Bananen enthaltende Verpackung, umfassend

• eine rechteckige Faltschachtel (1) aus Wellpappe oder einem anderen faltbaren Flachmaterial, die

• ein Unterteil (3) mit einer Bodenwand (11.1), von den Rändern der Bodenwand vorstehenden unteren Seitenwänden (6, 7, 8, 9) und

• ein Oberteil (4) mit einer Deckwand (23.1), von den Rändern der Deckwand vorstehenden oberen Seitenwänden (19, 20, 21, 22) und einer Öffnung (5) in der Deckwand aufweist, wobei das Oberteil (4) über das Unterteil (3) gestülpt ist,

• einen Beutel (2) aus einer Kunststofffolie mit einer Beutelöffnung am oberen Ende (33), einem diese schließenden Beutelverschluss (44) und einer zwischen dem oberen Ende (33) und dem unteren Ende (29) auf dem Umfang des Beutels (2) umlaufenden Schwächungslinie (46), wobei der Beutel (2) in dem Unterteil (3) mit seinem unteren Ende (29) auf der Bodenwand (11.1) und mit dem Beutelverschluss (44) im Bereich der Öffnung (5) von außen zugänglich angeordnet ist, und

• in dem Beutel (2) angeordnete Bananen (36).


 
2. Verpackung nach Anspruch 1, bei der das Unterteil (3) auf der Außenseite mindestens einer unteren Seitenwand (6, 7, 8, 9) einen Aufdruck und/oder Farbgestaltung und/oder Dekor und/oder andere Gestaltung (18) aufweist und/oder bei der das Oberteil (4) auf der Außenseite mindestens einer oberen Seitenwand (19, 20, 21, 22) und/oder der Deckwand (23.1) einen weiteren Aufdruck und/oder Farbgestaltung und/oder Dekor und/oder andere Gestaltung aufweist.
 
3. Verpackung nach Anspruch 1 oder 2, bei der das Unterteil (3) in der Bodenwand (11.1) eine weitere Öffnung (15) aufweist und im Unterteil eine die weitere Öffnung abdeckende Bodenabdeckung (29) aus Karton, Kunststofffolie oder einem anderen faltbaren und/oder flexiblen Flachmaterial angeordnet ist.
 
4. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei der das Unterteil (3) an seitlichen Rändern über Faltlinien und an mindestens einem seitlichen Rand über eine untere Verbindungslasche (10) miteinander verbundene untere Seitenwände (6, 7, 8, 9) und mit den unteren Rändern der unteren Seitenwände über Faltlinien verbundene Bodenwandabschnitte (11, 12, 13, 14) aufweist und/oder das Oberteil (4) an seitlichen Rändern über Faltlinien und an mindestens einem seitlichen Rand über eine Verbindungslasche (23) miteinander verbundene und an den oberen Rändern über Faltlinien mit Deckwandabschnitten (23, 24, 25, 26) verbundene obere Seitenwände (19, 20, 21, 22) aufweist.
 
5. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei der das Unterteil (3) eine gut bedruckbare äußere Schicht aufweist, und/oder bei der das Oberteil (4) aus einer braunen Wellpappe hergestellt ist.
 
6. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, die einander überdeckende untere und obere Grifföffnungen (17, 28) in den unteren und oberen Seitenwänden und/oder einander überdeckende untere und obere Ventilationsöffnungen (16, 28) in den unteren und oberen Seitenwänden (6 bis 9, 19 bis 22) aufweist.
 
7. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei der der Beutelverschluss (44) ein zusammengerafftes, oberes Ende (33) des Beutels (2) und Mittel zum Halten (45) des zusammengerafften Endes (33) des Beutels (2) im zusammengerafften Zustand aufweist.
 
8. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei der die Schwächungslinie (46) neben dem oberen Rand der unteren Seitenwände (6 bis 9) auf dem Beutel (2) umläuft.
 
9. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei der die Schwächungslinie (46) eine Perforationslinie ist.
 
10. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, bei der Bananen (36) in Clustern (37) mit dem Oberteil (4) zugewandten Rücken (39) in dem Beutel (2) angeordnet sind.
 
11. Verpackung nach Anspruch 10, bei der die Cluster (37) in mindestens zwei Lagen (34, 35, 40, 41) nebeneinander mit voneinander abgewandten Kronen (38) im Beutel (2) angeordnet sind und/oder bei der die Cluster (38) in mindestens zwei Lagen (34, 40, 35, 41) übereinander im Beutel (2) angeordnet sind.
 
12. Verwendung einer Verpackung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 11 zur Präsentation von Bananen (36), bei der der obere Teil (2.1) des Beutels (2) durch Greifen am Beutelverschluss (44) und Herausziehen aus der Öffnung (5) des Oberteils (4) entlang der Schwächungslinie (46) vom unteren Teil (2.2) des Beutels (2) abgetrennt wird, wobei die Bananen (36) durch Anlage des Beutels (2) an der Unterseite der Deckwand (23.1) an einem Anheben gehindert werden und/oder wobei der untere Teil (2.2) des Beutels (2) durch Anlage an der Unterseite der Deckwand (23.1) am Herausziehen aus der Faltschachtel (1) gehindert wird, und das Oberteil (4) von dem Unterteil (3) abgenommen wird.
 
13. Verwendung nach Anspruch 12, bei dem durch Abnahme des Oberteils (4) vom Unterteil (3) ein Aufdruck und/oder Farbgestaltung und/oder Dekor und/oder andere Gestaltung (18) auf der Außenseite mindestens einer unteren Seitenwand (6, 7, 8, 9) freigelegt wird.
 
14. Verwendung einer Verpackung gemäß einem der Ansprüche 9 bis 11 zum Reifen von Bananen (36), bei der Reifgas durch die Perforationen der Perforationslinie (46) hindurch in Kontakt mit den Bananen (36) kommt.
 
15. Verwendung von Verpackungen gemäß einem der Ansprüche 1 bis 11 zum Transport von Bananen (35), bei der die Verpackungen (47) mit der Bodenwand (1.1) unten und der Deckwand (23.1) oben übereinander gestapelt werden.
 




Zeichnung






















Recherchenbericht









Recherchenbericht




Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente