[0001] Die Erfindung betrifft eine Schalldämpfervorrichtung für einen Kältemittelöl mitführenden
Kältemittelkreislauf.
[0002] Es ist bekannt, in einem Kältemittelkreislaufsystem Schalldämpfer einzusetzen, mit
denen die Druckpulsationen eines aus einem Kompressor des Kältemittelkreislaufs austretenden
Kältemittels reduziert werden können. So beschreibt beispielsweise die
DE 10 2008 050 011 A1 einen als "geraden Typ" bezeichneten Schalldämpfer, bei dem das Einlassrohr, durch
welches ein Kältemittel in die Schalldämpferkammer strömt, bezüglich des Auslassrohrs
ausgerichtet wird, durch welches das Kältemittel aus der Schalldämpferkammer herausströmt.
Dabei strömt das Kältemittel linear in die schalldämpfende Kammer. Ferner wird in
dem genannten Dokument ein Schalldämpfer vom "Krümmertyp" beschrieben, über welchen
die Richtung, in der das Einlassrohr mit dem Gehäuse der schalldämpfenden Kammer verbunden
ist, orthogonal zur Richtung verläuft, in welcher das Auslassrohr mit dem Gehäuse
verbunden ist. Ferner ist aus der
KR 10 2008 0038784 A ein Schalldämpfer für eine Klimaanlage eines Fahrzeugs bekannt, bei der ein Eingangsrohr
für ein Kältemittel und ein Ausgangsrohr für ein Kältemittel auf zwei gegenüberliegenden
Seiten des Schalldämpfergehäuses angeordnet sind und in unterschiedliche Richtungen
innerhalb des Gehäuses gerichtet sind.
[0003] Zur Schmierung von beweglichen Teilen im Kälteanlagenkreislauf, insbesondere eines
Kompressors wird üblicherweise ein Kältemittelöl eingesetzt. Ein derartiges Kältemittelöl
ist mit dem Kältemittel des Kälteanlagenkreislaufs im Betrieb gemischt und läuft daher
im Kältemittelkreislauf mit. Für das Kältemittel R 134 A ist ein geeignetes Kältemittelöl
PolyAlkylen-Glykol.
[0004] Das Kältemittelöl wird üblicherweise von der Strömung des Kältemittels in den Rohren
der Kältemittelleitung mitgerissen. Allerdings besteht bei den bekannten Schalldämpfern
die Gefahr, dass eine Abscheidung von Kältemittelöl an einer Schalldämpferkammerinnenwand
erfolgt und der Schalldämpfer als Ölfalle wirkt.
[0005] Um eine Ölabscheidung im Schalldämpfer zu verhindern, kann, wie in der
EP 1 811 174 A2 dargestellt ist, dem Schalldämpfer eine Ölabscheidekammer vorgeschaltet sein aus
der eine Rückführung von Kältemittelöl zum Kompressor erfolgt. Auch aus der
DE 60 30 4550 T2 ist bekannt, eine Ölabscheidung vor dem Eintritt des Kältemittels in die Schalldämpferkammer
vorzunehmen.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Schalldämpfung in einem Kältemittelöl
mitführenden Kältemittelkreislauf Verfügung zu stellen, mit der eine Akkumulation
von Kältemittelöl in der Schalldämpferkammer reduziert oder verhindert werden kann.
[0007] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des unabhängigen Patentanspruchs
gelöst.
[0008] Die erfindungsgemäße Schalldämpfungsvorrichtung für einen ein Kältemittelöl mitführende
Kältemittelkreislauf umfasst ein Gehäuse, in dem eine obere Schalldämpferkammer und
eine untere Schalldämpferkammer angeordnet.sind, wobei die obere Schalldämpferkammer
eine obere Zufuhröffnung aufweist, welche mit dem Kältemittelkreislauf verbindbar
ist sowie eine untere Abführöffnung aufweist, welche mit dem Kältemittelkreislauf
verbindbar ist und zwischen der oberen und unteren Schalldämpferkammer und Schalldämpfertrennwand
angeordnet ist, die ein die obere Schalldämpferkammer mit der unteren Schalldämpferkammer
verbindendes Dämpfungsrohr aufweist, welches mit einem oberen Rohrabschnitt mit einer
oberen Öffnung in die obere Schalldämpferkammer ragt, wobei auf der Oberseite der
Schalldämpfertrennwand akkumuliertes Kältemittelöl bei einem Füllstand, der die Höhe
des obereren Rohrabschnitts übersteigt, zusammen mit Kältemitteldampf der unteren
Schalldämpferkammer zuführbar ist.
[0009] Volumen und Abmessungen der oberen Schalldämpferkammer, der unteren Schalldämpferkammer
und des Schalldämpfungsrohrs sind ausgelegt für eine Interferenzdämpfung der Druckpulsation
im gasförmigen Kältemittel. Vorzugsweise ist die die Längsausdehung der oberen Schalldämpferkammer
in vertikaler Richtung der Längsausdehnung in horizontaler Richtung. Insbesondere
ist die Länge des oberen Rohrabschnitts abgestimmt auf die Abmessungen des Innenraumms
der oberen Schalldämpferkammer um eine optimale Schalldämpfung zu erreichen. Ferner
ist zur Optimierung der Schalldämpfung die Position der oberen Öffnung zur Position
des Dämpfungsrohrs versetzt angeordnet, wobei die Einströmrichtung des Kältemittels
in das Innere der Schalldämpfungskammer parallel zur Ausströmrichtung durch das Dämfpungsrohr
orientiert ist. Die Postion der unteren Öffnung ist derart gewählt, dass die Ausströmrichtung
des Kältemittels orthogonal zur Einströmrichtung des Kältemittels durch das Dampfungsrohr
in das Innere der unteren Schalldämpfungskammer orientiert ist. Es versteht sich,
dass auch eine andere relative Orientierung der Strömung durch die obere beziehungsweise
untere Öffnung zur Orientierung der Strömung durch das Dämpfungsrohr von der Erfindung
umfasst ist.
[0010] Im Betrieb wird über die obere Zufuhröffnung der oberen Schalldämpferkammer Kältemittel
zugeführt, welches ein Kältemittelöl mitführt und die Innenwände der oberen Schalldämpferkammer
beaufschlagt. Dabei erfolgt eine Akkumulation von Öl auf der Oberseite der Schalldämpfertrennwand.
Die Menge des akkumulierten Kältemittelöls hängt dabei von der Höhe der oberen Öffnung
ab, die jedoch nicht beliebig verringert werden kann, um die Dämpfungseigenschaften
der Vorrichtung nicht zu verschlechtern. Nach einiger gewissen Betriebsdauer der Vorrichtung
hat allerdings die Menge des akkumulierten Öls derart zugenommen, dass der Füllstand
die Höhe der oberen Öffnung erreicht hat. Von diesem Zeitpunkt an kann ein Teil des
akkumulierten Öls in Form von Öltröpfchen durch das von dem durch das Dämpfungsrohr
geführte Kältemittelgas in die untere Schalldämpferkammer transportiert werden. Da
bereits in der oberen Schalldämpferkammer eine Dämpfung von Pulsationen des Kältemittels
erfolgt ist, werden die Innenwände der unteren Schalldämpferkammer in geringerem Maße
mit Kältemittel und mitgeführtem Kältemittelöl beaufschlagt, so dass dort eine geringere
Ölabscheidung erfolgt. Im Unterschied zu den aus dem Stand der Technik bekannten Schalldämpfern
erfolgt ein Ölrücklauf in hohem Masse über die untere Abführöffnung zum Kompressor.
Allerdings wird das Volumen der oberen Schalldämpferkammer durch akkumuliertes Öl
im Betrieb vermindert, was zu einer Änderung der Schalldämpfungseigenschaften der
oberen Schalldämpfungskammer gegenüber deren Schalldämpfungseigenschaftn ohne akkumulierten
Kältemittelöl führt.
[0011] Die Erfindung wird auch gelöst von einer Schalldämpfungsvorrichtung für einen Kältemittelkreislauf
mit einem ein Kältemittelöl enthaltenden Kältemittel, umfassend ein Gehäuse, in dem
eine erste Schalldämpferkammer und eine zweite Schalldämpferkammer angeordnet sind,
wobei die erste Schalldämpferkammer eine erste Zufuhröffnung aufweist, welche mit
dem Kältemittelkreislauf verbindbar ist und die zweite Schalldämpferkammer eine zweite
Abführöffnung aufweist, welche mit dem Kältemittelkreislauf verbindbar ist und zwischen
der ersten und zweiten Schalldämpferkammer eine Schalldämpfertrennwand angeordnet
ist, die ein die erste Schalldämpferkammer mit der zweiten Schalldämpferkammer verbindendes
Dämpfungsrohr aufweist, welches mit einem ersten Rohrabschnitt mit einer ersten Öffnung
in die erste Schalldämpferkammer ragt, wobei in der Schalldämpfertrennwand zumindest
eine Ölbypass-Öffnung angeordnet ist, die die erste und zweite Schalldämpferkammer
verbindet.
[0012] Insbesondere wird die Aufgabe auch von einer Schalldämpfungsvorrichtung gelöst, die
ein Gehäuse umfasst, in dem eine obere Schalldämpferkammer und eine untere Schalldämpferkammer
angeordnet sind, wobei die obere Schalldämpferkammer eine obere Zufuhröffnung aufweist,
welche mit dem Kältemittelkreislauf verbindbar ist sowie eine untere Abführöffnung
aufweist, welche mit dem Kältemittelkreislauf verbindbar ist und wobei zwischen der
oberen und unteren Schalldämpferkammer eine Schalldämpfertrennwand angeordnet ist,
die ein die obere Schalldämpferkammer mit der unteren Schalldämpferkammer verbindendes
Dämpfungsrohr aufweist, welches mit einem oberen Rohrabschnitt mit einer oberen Öffnung
in die obere Schalldämpferkammer ragt, wobei in der Schalldämpfertrennwand zumindest
eine Ölbypass-Öffnung angeordnet ist, die die obere und untere Schalldämpferkammer
verbindet.
[0013] Ferner wird die Aufgabe auch von einer Schalldämpfungsvorrichtung gelöst, die ein
Gehäuse umfasst, in dem eine linke Schalldämpferkammer und eine rechte Schalldämpferkammer
angeordnet sind, wobei die linke Schalldämpferkammer eine linke Zufuhröffnung aufweist,
welche mit dem Kältemittelkreislauf verbindbar ist sowie eine rechte Abführöffnung
aufweist, welche mit dem Kältemittelkreislauf verbindbar ist und daß zwischen der
linken und rechten Schalldämpferkammer eine Schalldämpfertrennwand angeordnet ist,
die ein die linke Schalldämpferkammer mit der rechten Schalldämpferkammer verbindendes
Dämpfungsrohr aufweist, mit einem linken Rohrabschnitt mit einer linken Öffnung in
die linke Schalldämpferkammer ragt, wobei in der Schalldämpfertrennwand in einem Bereich
unterhalb der Höhe der linken Öffnung zumindest eine Ölbypass-Öffnung angeordnet ist,
die die linke und rechte Schalldämpferkammer verbindet. Bei dieser Ausführungsform
kann sich Öl im Bereich der unteren Gehäusewand akkumulieren, wobei allerdings durch
die relativ niedrig angeordnete Ölbypass-Öffnung gewährleistet ist, dass dieses Öl
sowohl in der linken als auch der rechten Schalldämpferkammer vorliegt und aus der
rechten Schalldämpferkammer zusammen mit dem Kältemittel durch die rechte Abführöffnung
abgeführt werden kann. Es versteht sich, dass hier die Begriffe "links" und "rechts"
lediglich dazu dienen eine Richtung zu definieren. Daher umfasst die Erfindung auch
eine Variante bei der eine Zufuhr von Kältemittel in eine rechte Schalldämpferkammer
und eine Abfuhr von Kältemittel aus einer linken Schalldämpferkammer erfolgt.
[0014] Bei den beiden zuletzt beschriebenen Ausführungsformen der Erfindung ist ein Ölrückfluss
zum Kompressor auch dann gewährleistet, wenn der Ölfüllstand des akkumulierten Öls
noch nicht die Höhe der oberen bzw. linken Öffnung erreicht hat. Insbesondere wird
auch erreicht, dass das Volumen der oberen Schalldämpferkammer nur in geringerem Maße
durch akkumuliertes Öl im Betrieb vermindert wird.
[0015] Vorteilhaft ist vorgesehen, dass das Schalldämpfungsrohr einen lichten Durchmesser
D und die zumindest eine Ölbypass-Öffnung einen lichten Durchmesser d < D, insbesondere
einen Durchmesser d < ½ D, aufweist. Wenn die Ölbypassöffnung einen lichten Durchmesser
d < D aufweist, ist damit erreicht, dass die Dämpfungseigenschaften der Kammer weitgehend
durch das Kammervolumen und das Dämpfungsrohr bestimmt werden und durch die Ölbypass-Öffnung
nur in einem geringeren Maße.
[0016] Vorteilhaft ist zur akustischen Optimierung der Vorrichtung vorgesehen, dass das
Dämpfungsrohr mit einem unteren Rohrabschnitt mit einer unteren Öffnung in die untere
Schalldämpferkammer ragt. Insbesondere weisen der obere und der untere Rohrabschnitt
die gleiche Länge auf.
[0017] Analog ist vorgesehen, dass das Dämpfungsrohr mit einem rechten Rohrabschnitt mit
einer rechten Öffnung in die rechte Schalldämpferkammer ragt.
[0018] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass zumindest
zwei Ölbypass-Öffnungen vorgesehen sind, womit eine schnellere Abgabe von Öl in die
untere Schalldämpferkammer erreicht werden kann.
[0019] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die Schalldämpfertrennwand
vom Innenbereich der oberen Schalldämpferkammer aus gesehen eine konkave Form aufweist,
womit eine weitere Beschleunigung der Abgabe von Öl in die untere Schalldämpferkammer
erreicht wird.
[0020] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass das Gehäuse
als tief gezogener Topf aus einem Blechmaterial ausgebildet ist, womit das Gehäuse
fertigungstechnisch einfach hergestellt werden kann.
[0021] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass das Gehäuse
einen kreisförmigen Querschnitt in einer Ebene senkrecht zu einer Längsachse des Gehäuses
aufweist, womit ein fertigungstechnisch einfach herzustellendes Gehäuse rohrmechanischer
Stabilität erreichbar ist, dessen akustische Dämpfungseigenschaften sehr einfach berechnet
werden können.
[0022] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass das Gehäuse
einen ellipsoidförmigen Querschnitt in einer Ebene senkrecht zu einer Längsachse des
Gehäuses aufweist, womit ein fertigungstechnisch einfach herzustellendes Gehäuse rohrmechanischer
Stabilität erreichbar ist, dessen akustische Dämpfungseigenschaften sehr einfach berechnet
werden können.
[0023] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung,
in der unter Bezug auf die Zeichnung zumindest ein Ausführungsbeispiel im Einzelnen
beschrieben wird. Beschriebene und/oder dargestellte Merkmale bilden für sich oder
in beliebiger sinnvoller Kombination die Erfindung, gegebenenfalls auch unabhängig
von den Patentansprüchen und können insbesondere auch Gegenstand einer oder mehrerer
separater Erfindungen sein. Gleiche oder ähnliche Teile können mit gleichen Bezugszeichen
versehen sein.
[0024] Es zeigen in schematischer Darstellung
- Figur 1
- eine Schalldämpfervorrichtung mit einer oberen Schalldämpfungskammer und einer unteren
Schalldämpfungskammer
- Figur 2
- Schalldämpfervorrichtungen mit einem verbesserten Ölbypass.
[0025] Figuren 1a bis 1c zeigen in schematischer Darstellung eine erfindungsgemäße Schalldämpfervorrichtung
1 mit einem Gehäuse 10, in dem eine obere Schalldämpferkammer 15 und eine untere Schalldämpferkammer
20 angeordnet sind. Die Schalldämpfungsvorrichtung 1 ist in einem Kältemittelkreislauf,
insbesondere eines Kraftfahrzeugs, eingebunden und ermöglicht insbesondere die Dämpfung
von Druckpulsation im Kältemittel. Die obere Schalldämpfungskammer 15 weist eine obere
Zufuhröffnung 16 für eine Zufuhr 17 von Kältemittel auf. Zwischen der oberen Schalldämpferkammer
15 und der unteren Schalldämpferkammer 20 ist eine Trennwand 30 angeordnet mit einem
die obere Schalldämpferkammer 15 und die untere Schalldämpferkammer 20 verbindenden
Dämpfungsrohr 40. Volumen und Abmessungen der oberen Schalldämpferkammer 15, der unteren
Schalldämpferkammer 20 und des Schalldämpfungsrohrs 40 sind ausgelegt für eine Interferenzdämpfung
der Druckpulsation im gasförmigen Kältemittel. Ferner ist zur Optimierung der Schalldämpfung
die obere Öffnung 16 versetzt zur Position des Dämpfungsrohrs 40 angeordnet. Die untere
Schalldämpferkammer 20 weist eine Abfuhröffnung 21 für eine Abfuhr 22 von Kältemittel
auf, die eine orthogonale Orientierung zum Dämpfungsrohr 40 sowie zur Orientierung
der oberen Öffnung 16 hat. Das Dämpfungsrohr 40 ragt mit einem oberen Teil 41 in das
Innere der Schalldämpferkammer 15. Die Länge des oberen Abschnitts 41 ist festgelegt
in Abhängigkeit von den gewünschten Dämpfungseigenschaften der Schalldämpferkammer
15. Das Dämpfungsrohr 40 weist ferner einen unteren Abschnitt 42 auf, der in die untere
Schalldämpferkammer 20 ragt. Die Länge eines unteren Abschnitts 42 des Dämpfungsrohrs
40 ist bestimmt durch die gewünschten Dämpfungseigenschaften der unteren Schalldämpferkammer
20. Das Dämpfungsrohr 40 weist einen lichten Durchmesser D auf, der ebenfalls festgelegt
ist durch die gewünschten Dämpfungseigenschaften der oberen Schalldämpferkammer 15
sowie der unteren Schalldämpferkammer 20.
[0026] In Figur 1b ist eine Situation gezeigt, in der sich bereits eine Ölansammlung 31
auf der Oberseite der Trennwand 30 aufgrund eines aus der Kältemittelgas/Öltröpfchenmischung
18 abgeschiedenen Öls gebildet hat. Dabei ist angedeutet, dass aufgrund der Abscheidung
des Öls, das über die Abfuhröffnung 21 zum Kältemittelkreislauf geführte Kältemittelgas
19 relativ frei von Kältemittelöl ist.
[0027] In Figur 1c ist dargestellt, dass, sobald die Ölansammlung 31 eine Füllhöhe erreicht
hat, die der Höhe der oberen Öffnung 41 a entspricht, Kältemittelöl über das Dämpfungsrohr
40 zusammen mit Kältemittelgas in die untere Schalldämpferkammer 20 und über den Rücklauf
22 gegebenenfalls zum Kompressor des Kältemittelkreislaufs zurückgeführt werden kann.
[0028] Figur 2a zeigt eine weitere Ausführungsform einer Schalldämpfervorrichtung. Bei der
Schalldämpferanordnung 1a ist in der Trennwand 30 eine Ölbypass-Öffnung 55 angeordnet,
durch die Kältemittelöl aus einer Kältemittelölansammlung 56 in die untere Schalldämpferkammer
20 gelangen und sich mit Kältemittelgas zu einer Kältemittelgas/Öltröpfchenmischung
18 vermischen kann. Die Kältemittelölansammlung 56 weist, solange ein ausreichender
Abfluss von Kältemittelöl durch die Ölbypass-Öffnung 55 erfolgen kann, ein geringeres
Volumen auf als die Kältemittelölansammlung 31 gemäß Figur 1c.
Ein beschleunigter Abfluss von Öl aus der Kälteölansammlung 56 kann dadurch erreicht
werden, dass die Trennwand 50 im Bereich der Ölbypass-Öffnung 55 abgesenkt ist bzw.
eine vom Innenbereich der oberen Schalldämpferkammer 15 aus gesehen konkave Form aufweist,
da in diesem Fall Kältemittelöl von den weiter von der Ölbypass-Öffnung 56 entfernten
Bereichen der Trennwand 50 in den Bereich der Ölbypass-Öffnung 56 fließen kann. Es
ist bevorzugt, dass das Schalldämpfungsrohr 40 einen lichten Durchmesser D und die
Ölbypass-Öffnung 56 einen lichten Durchmesser d < D, insbesondere einen Durchmesser
d < ½ D, aufweist.
[0029] Figur 2b zeigt eine weitere Ausführungsform einer Schalldämpfungsvorrichtung 1 b
mit einem Gehäuse in dem eine linke Schalldämpferkammer 15 und eine rechte Schalldämpferkammer
20 angeordnet sind. Die Schalldämpfungsvorrichtung 1 b weist eine um einen Winkel
von 90° gegenüber der Vorrichtung 1a gedrehte Orientierung auf. Die linke Schalldämpferkammer
15 weist eine linke Zufuhröffnung 16 auf, welche mit dem Kältemittelkreislauf verbindbar
ist, wobei die rechte Schalldämpferkammer 20 eine rechte Abführöffnung 21 aufweist,
welche mit dem Kältemittelkreislauf verbindbar ist. Zwischen der linken und rechten
Schalldämpferkammer 15 und 20 ist eine Schalldämpfertrennwand 50 angeordnet, die ein
die linke Schalldämpferkammer 15 mit der rechten Schalldämpferkammer 20 verbindendes
Dämpfungsrohr 40 aufweist, welches mit einem linken Rohrabschnitt 41 mit einer linken
Öffnung 41 b in die linke Schalldämpferkammer 15 ragt. Das Dämpfungsrohr 40 ragt mit
einem rechten Rohrabschnitt 42 in die rechte Schalldämpferkammer 20. In der Schalldämpfertrennwand
50 sind eine untere Ölbypass-Öffnung 55a und eine obere Ölbypass - Öffnung 55b angeordnet,
die die linke und rechte Schalldämpferkammer 15 und 20 verbinden. Im Bereich einer
unteren Gehäusewandung 10a ist akkumuliertes Öl 56a dargestellt, welches sich sowohl
links als auch rechts der Schalldämpfertrennwand 50 erstreckt. Eine Ölrückführung
zum Kompressor kann bereits bei sehr geringen Mengen von akkumulierten Öl erfolgen,
da das Öl relativ ungehindert von der linken Schalldämpferkammer 15 durch die untere
Öffnung 55a in die rechte Schalldämpferkammer 20 fliessen kann.
Bezugszeichenliste
[0030]
- 1
- Schalldämpferanordnung
- 1a, 1b
- Schalldämpferanordnung
- 10
- Gehäuse
- 10a
- untere Gehäusewandung
- 15
- obere Schalldämpfungskammer
- 16
- obere Zuführöffnung
- 17
- Vorlauf
- 18
- Kältemittelgas/Öltröpfchengemisch
- 19
- Kältemittel
- 20
- untere Schalldämpfungskammer
- 21
- Abführöffnung
- 22
- Rücklauf
- 30
- Schalldämpfertrennwand
- 31
- Ölansammlung
- 40
- Dämpfungsrohr
- 41
- oberer Abschnitt Dämpfungsrohr
- 41 a
- obere Öffnung
- 41 b
- linke Öffnung
- 42
- unterer Abschnitt Dämpfungsrohr
- 42a
- untere Öffnung
- 42b
- rechte Öffnung
- 50
- Schalldämpfertrennwand
- 55, 55a, 55b
- Ölbypassöffnung
- 56, 56a
- Ölansammlung
1. Schalldämpfungsvorrichtung für einen Kältemittelkreislauf mit einem ein Kältemittelöl
enthaltenden Kältemittel, umfassend ein Gehäuse (10), in dem eine obere Schalldämpferkammer
(15) und eine untere Schalldämpferkammer (20) angeordnet sind, wobei die obere Schalldämpferkammer
(15) eine obere Zufuhröffnung (16) aufweist, welche mit dem Kältemittelkreislauf verbindbar
ist sowie die untere Schalldämpferkammer (20) eine untere Abführöffnung (21) aufweist,
welche mit dem Kältemittelkreislauf verbindbar ist und zwischen der oberen und unteren
Schalldämpferkammer (15, 20) eine Schalldämpfertrennwand (50) angeordnet ist, die
zumindest ein die obere Schalldämpferkammer (15) mit der unteren Schalldämpferkammer
(20) verbindendes Dämpfungsrohr (41) aufweist, welches mit einem oberen Rohrabschnitt
(41) mit einer oberen Öffnung (41 a) in die obere Schalldämpferkammer (15) ragt, wobei
auf der Oberseite der Schalldämpfertrennwand akkumuliertes Kältemittelöl bei einem
Füllstand, der die Höhe der oberen Öffnung (41 a) übersteigt, zusammen mit Kältemitteldampf
der unteren Schalldämpferkammer (20) zuführbar ist.
2. Schalldämpfungsvorrichtung für einen Kältemittelkreislauf mit einem ein Kältemittelöl
enthaltenden Kältemittel, umfassend ein Gehäuse (10), in dem eine erste Schalldämpferkammer
(15) und eine zweite Schalldämpferkammer (20) angeordnet sind, wobei die erste Schalldämpferkammer
(15) eine erste Zufuhröffnung (16) aufweist, welche mit dem Kältemittelkreislauf verbindbar
ist und die zweite Schalldämpferkammer (20) eine zweite Abführöffnung (21) aufweist,
welche mit dem Kältemittelkreislauf verbindbar ist und zwischen der ersten und zweiten
Schalldämpferkammer (15, 20) eine Schalldämpfertrennwand (50) angeordnet ist, die
zumindest ein die erste Schalldämpferkammer (15) mit der zweiten Schalldämpferkammer
(20) verbindendes Dämpfungsrohr (40) aufweist, welches mit einem ersten Rohrabschnitt
(41) mit einer ersten Öffnung (41 a) in die erste Schalldämpferkammer (15) ragt, wobei
in der Schalldämpfertrennwand (50) zumindest eine Ölbypass-Öffnung (55) angeordnet
ist, die die erste und zweite Schalldämpferkammer (15, 20) verbindet.
3. Schalldämpfungsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schalldämpferkammer (15) eine obere Schalldämpferkammer und die zweite
Schalldämpferkammer (20) eine untere Schalldämpferkammer ist, wobei die erste Zufuhröffnung
(16) als obere Zufuhröffnung (16) ausgebildet ist, welche mit dem Kältemittelkreislauf
verbindbar ist und die zweite Abführöffnung (21) als untere Abführöffnung ausgebildet
ist, welche mit dem Kältemittelkreislauf verbindbar ist und die Schalldämpfertrennwand
(50) zumindest ein die obere Schalldämpferkammer (15) mit der unteren Schalldämpferkammer
(20) verbindendes Dämpfungsrohr (40) aufweist, welches mit einem oberen Rohrabschnitt
(41) mit einer oberen Öffnung (41 a) in die obere Schalldämpferkammer (15) ragt, wobei
in der Schalldämpfertrennwand (50) zumindest eine Ölbypass-Öffnung (55) angeordnet
ist, die die obere und untere Schalldämpferkammer (15, 20) verbindet.
4. Schalldämpfungsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schalldämpferkammer (15) eine linke Schalldämpferkammer und die zweite
Schalldämpferkammer (20) eine rechte Schalldämpferkammer ist, wobei die erste Zufuhröffnung
(16) als linke Zufuhröffnung ausgebildet ist, welche mit dem Kältemittelkreislauf
verbindbar ist und die zweite Abführöffnung (21) als rechte Abführöffnung ausgebildet
ist, welche mit dem Kältemittelkreislauf verbindbar ist und die Schalldämpfertrennwand
(50) zumindest ein die linke Schalldämpferkammer (15) mit der rechten Schalldämpferkammer
(20) verbindendes Dämpfungsrohr (40) aufweist, welches mit einem linken Rohrabschnitt
(41) mit einer linken Öffnung (41b) in die linke Schalldämpferkammer (15) ragt, wobei
in der Schalldämpfertrennwand (50) zumindest eine Ölbypass-Öffnung (55a) angeordnet
ist, die die linke und rechte Schalldämpferkammer (15, 20) verbindet.
5. Schalldämpfungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei Ölbypass-Öffnungen (55a, 55b) in der Schalldämpfertrennwand (50) vorgesehen
sind.
6. Schalldämpfungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Dämpfungsrohr (40) einen lichten Durchmesser D und zumindest eine Ölbypass-Öffnung
(55, 55a, 55b) einen lichten Durchmesser d < D, insbesondere einen Durchmesser d <
½ D, aufweist.
7. Schalldämpfungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (10) als tiefgezogener Topf aus einem Blechmaterial ausgebildet ist.
8. Schalldämpfungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (10) einen kreisförmigen Querschnitt in einer Ebene senkrecht zu einer
Längsachse des Gehäuses aufweist.
9. Schalldämpfungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse einen ellipsoidförmigen Querschnitt in einer Ebene senkrecht zu einer
Längsachse des Gehäuses aufweist.