[0001] Die Erfindung betrifft einen Fachboden für einen Vorratsschrank zur Lagerung und
Temperierung von Getränkeflaschen und/oder andere zylindrische Behälter, insbesondere
zur klimatisierten und/oder temperierten Lagerung von Weinflaschen gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 sowie einen Vorratsschrank gemäß Anspruch 24.
[0002] Es sind Vorratsschränke der vorgenannten Art auf dem Markt, die sich z.B. als Weintemperierschränke
zunehmender Beliebtheit erfreuen. Diese Vorratsschränke zur klimatisierten und/oder
temperierten Getränkelagerung sind beispielsweise für Weinliebhaber von Bedeutung,
die darauf bedacht sind, ihre Weine oder verschiedene Weinsorten exakt bei den erforderlichen
Lagertemperaturen aufzubewahren. Darüber hinaus ist es jedoch mit einem derartigen
Vorratsschrank möglich, auch andere Getränkesorten wie Bier, Wein, Whisk(e)y gemeinsam
oder sortiert zu lagern. Bekannte Vorratsschränke verfügen hierzu über mehrere Klimazonen,
in denen unterschiedliche Temperaturen eingeregelt werden können.
[0003] In einer weit verbreiteten Ausführungsform von Weintemperierschränken werden für
die Lagerung der Weinflaschen Tragroste aus Holz verwendet, die einen aus Quer- und
Längsstreben gebildeten Rahmen aufweisen. Die der Auflage von Weinflaschen dienenden
Tragstreben sind in diesem Rahmen in Längsrichtung parallel nebeneinander angeordnet
und mit dem Rahmen unlösbar verbunden. Die so gebildeten Tragroste sind dabei auf
einem im Gerät angeordneten Teleskopschienenmechanismus lösbar und herausziehbar gelagert.
Nachteilig bei diesen Tragrosten ist es, dass die starre Anordnung der Tragstreben
keine optimale und an unterschiedliche Flaschenformen angepasste Auflagemöglichkeit
erlaubt. Außerdem bereitet es hier Schwierigkeiten zusätzliches Zubehör bereitzuhalten
oder andere Nutzungsmöglichkeiten vorzusehen. Weiterhin ist bei diesen Tragrosten
eine stehende Lagerung der Flaschen im Vorratsschrank ohne zusätzliche Haltemechanismen
kaum möglich.
[0004] Um hier Abhilfe zu schaffen und in diesem Zusammenhang eine flexible Handhabung zu
ermöglichen, wurde bereits in der
DE 20 2009 018 017 U1 vorgeschlagen, einen Rahmen mit darin lösbar und verstellbar angeordneten Tragstreben
vorzusehen. Die Lagefixierung der Tragstreben in dem Rahmen sollte bei dieser Ausführungsform
durch miteinander korrespondierende Zahnungen erreicht werden, die jeweils in den
Querstreben des Rahmens und an den Enden der Tragstreben angebracht sein müssen. Es
ist offensichtlich, dass eine derartige Ausbildung in der Fertigung sehr aufwendig
ist und dass eine hinreichende Passgenauigkeit sowie eine vibrationsfreie Auflage
der Tragstreben in dem Rahmen kaum herstellbar ist. Aus diesem Grunde hat die hier
beschriebene Ausgestaltungsform auch keine praktische Realisierung erfahren.
[0005] Eine weitere Ausführungsform eines Kühlgerätes mit herausziehbaren Tragrosten und
einer Verstellbarkeit der Tragstreben geht aus der
DE 101 45143 A1 hervor. Die Tragstreben bestehen hier aus so genannten Stangen, die lösbar und in
wählbaren Abständen zueinander in den Rahmen eingesetzt werden können. Die Verbindung
zwischen den Querstreben des Rahmens und den Tragstreben soll dadurch hergestellt
werden, dass in Bohrungen der Querstreben einzelne Befestigungszapfen eingesetzt werden,
die in Sackbohrungen der Tragstreben eingreifen können. Die hier beschriebene Ausbildung
zur Aufnahme der Tragstreben in dem Rahmen ist aufwendig in der Herstellung und in
der Montage sowie im praktischen Gebrauch für den Benutzer schwierig handhabbar. Deshalb
ist auch für die hier vorgeschlagene Lösung bislang keine praktische Realisierung
bekannt geworden.
[0006] Der Erfindung stellt sich somit das Problem, die vorbeschriebenen Nachteile zu vermeiden
und einen Fachboden der Eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem die Verstellbarkeit
der Tragstreben in einfacher Weise und mit einfachen Mitteln realisiert werden kann.
Ferner soll eine flexible Anwendung von unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten erreicht
werden und es sollen sich zusätzliche Einsatzmöglichkeiten innerhalb des Kühlgerätes
eröffnen.
[0007] Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch einen Fachboden mit den Merkmalen des uanbhängigen
Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung
ergeben sich aus den nachfolgenden Unteransprüchen. Ein mit dem erfindungsgemäßen
Fachboden ausgerüsteter Vorratsschrank ergibt sich aus Anspruch 24.
[0008] Mit der neuen, erfindungsgemäßen Konzeption des Fachbodens lässt sich mit einfachen
und kostengünstig herstellbaren Mitteln eine ebenfalls in der Handhabung äußerst einfache
Verstellmöglichkeit der Tragstreben innerhalb des Rahmens realisieren.
[0009] Die mit der Erfindung erreichbaren Vorteile bestehen weiterhin darin, dass sich durch
einfaches Umrüsten neben der liegenden auch die stehende Lagerung von Flaschen verwirklichen
lässt.
[0010] Außerdem können in dem neuartigen Fachboden unterschiedliche Einsätze in einfacher
Weise integriert werden und es eröffnen sich dadurch zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten
für die Genussvorbereitung.
[0011] Auch die Bereithaltung von Zubehör im Zusammenhang mit dem Verzehr der Getränke kann
hier in unterschiedlichsten Ausführungen ermöglicht werden.
[0012] Weiterhin ist es von besonderem Vorteil, dass sich mit dem erfindungsgemäßen Fachboden
eine ziemlich vibrationsfreie Lagerung von Flaschen erreichen lässt, was bekanntlich
insbesondere für kostbare Weine von erheblicher Bedeutung ist.
[0013] Eine erfindungsgemäß zumindest an der hinteren Querstrebe des Fachbodens vorgesehene
Markierungshilfe erleichtert dem Benutzer z.B. die Wiederherstellung der Standardeinstellung
für die einzusetzenden Tragstreben. Nachdem der Benutzer die Abstände der Tragstreben
vorher einmal verändert oder einen Teil der Tragstreben ganz entfernt hatte, kann
er zur optimalen Kapazitätsausnutzung das auf die Lagerung von Weinflaschen in der
Form von Bordeauxflaschen ausgerichtete Abstandsmaß wieder herstellen. Ferner können
Markierungselemente angebracht sein, die bestimmte Abstände für die einzusetzenden
Tragstreben zur Aufnahme anderer Flaschenformen oder bestimmte Abstände für die einzusetzenden
Einsatzelemente vorgeben.
[0014] Insgesamt ergibt sich mit dem erfindungsgemäßen Fachboden eine hohe Flexibilität
in der Anwendung des Tragrostes und vielfältige Nutzungsmöglichkeiten in Verbindung
mit dem Genuss von weinartigen Getränken.
[0015] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt
und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt:
- Figur 1:
- eine perspektivische Ansicht eines Kühlgerätes zur klimatisierten und/oder temperierten
Getränkelagerung;
- Figur 2:
- ein erfindungsgemäßer Tragrost in Einzeldarstellung in einer perspektivischen Ansicht;
- Figur 3:
- in perspektivischer Ansicht und Explosionsdarstellung und in einem Ausschnitt im Detail
eine erste Ausführungsform für den Einsatz der Tragstreben in einem Tragrost gemäß
Fig. 2;
- Figur 4:
- ein erfindungsgemäßer Tragrost in Einzeldarstellung in einer perspektivischen Ansicht
und mit komplett bestückten Tragstreben;
- Figur 5:
- den erfindungsgemäßen Tragrost ausschnittsweise in einer perspektivischen Schnittdarstellung;
- Figur 6:
- eine zweite Ausführungsform eines Tragrostes und der Verbindungsmittel für die Aufnahme
der Tragstreben in dem Tragrost in einer perspektivischen Explosionsdarstellung;
- Figur 7:
- eine Ausführungsvariante des Tragrostes in perspektivischer Ansicht mit einer Zusatzvorrichtung
zur Höhenverstellung der Tragstreben;
- Figur 8:
- eine Ausführungsvariante des Tragrostes in einer speziellen Ausgestaltung zur Aufnahme
von Zubehör in perspektivischer Ansicht;
- Figur 9:
- eine Ausführungsvariante des Tragrostes mit der Bespannung einer Stoffbahn aus Leder
in perspektivischer Ansicht;
- Figur 10:
- eine Ausführungsvariante des Tragrostes mit einer geflechtartigen Bespannung in perspektivischer
Ansicht;
- Figur 11, 12:
- zwei Ausführungsvarianten des Tragrostes mit einem Einsatz und einer daran befestigten
Schublade in perspektivischer Ansicht und in Explosionsdarstellung;
- Figur 13, 14:
- zwei Ausführungsvarianten des Tragrostes mit einem Einsatz in Form einer Glasscheibe
als Abstell- und Arbeitsfläche in perspektivischer Ansicht;
- Figur 15:
- in einer Teilansicht einen Tragrost in perspektivischer Ansicht zur Aufnahme von Flaschen
und Trinkgläser;
- Figur 16:
- in perspektivischer Einzeldarstellung einen Einsatz mit Mulden zur stehenden Aufnahme
von Gläsern und einer Weinflasche oder eines Dekanters;
- Figur 17:
- in einer Teildarstellung in Vorderansicht das Innere eines Kühlgerätes mit liegend
und stehend gelagerten Flaschen;
- Figur 18:
- eine Ausführungsvariante des Tragrostes in perspektivischer Darstellung mit einem
eingesetzten Einsatzelement;
- Figur 19:
- in perspektivischer Darstellung den Tragrost mit einem Einsatz zur Halterung einer
Getränkeflasche;
- Figur 20:
- in perspektivischer Darstellung ein zwischen zwei Tragstreben eingesetztes Einsatzelement
zur Aufnahme von Zubehör, mit Blick in einen verschließbaren Einsatz;
- Figur 21:
- in perspektivischer Ansicht einen Tragrost und in Explosionsdarstellung mit speziell
ausgebildeten Tragstreben, zur Aufnahme von Gläsern;
- Figur 22:
- ausschnittsweise in vereinfachter Schnittdarstellung die gemäß Figur 20 ausgebildeten
Tragstreben mit eingehängten Gläsern;
- Figur 23,24:
- in perspektivischer Ansicht einen Tragrost mit an den Verbindungsmitteln zum Teleskopschienenmechanismus
angebrachten Dämpfungselementen;
- Figur 25:
- in perspektivischer Teilansicht und in Explosionsdarstellung einen Tragrost in Verbindung
mit dem Teleskopschienenmechanismus;
- Figur 26:
- ausschnittsweise in perspektivischer Teilansicht den auf der Innenseite des Vorratsschrankes
angeordneten Teil der Auszugsschiene für den Teleskopschienenmechanismus;
- Figur 27, 28:
- ausschnittsweise in einer Teilansicht und in vereinfachter Prinzipskizze einen Tragrost
mit positionierten Tragstreben in der Werkseinstellung und Markierungshilfen;
- Figur 29:
- ausschnittsweise in perspektivischer Ansicht und in Explosionsdarstellung einen Tragrost
mit angebrachten Markierungshilfen.
[0016] In der Fig. 1 ist beispielhaft ein Kühlgerät 1 bzw. Vorratsschrank für die Aufnahme
von Flaschen 18, insbesondere Weinflaschen, bei geöffneter Tür 20 und mit einem teilweise
herausgezogenen, auf einem Teleskopschienenmechanismus 8 gelagerten Fachboden 9 gezeigt.
[0017] Die fest im Inneren des Kühlgerätes 1 angebrachten Trennböden 22 teilen den Innenraum
des Gerätes in Klimazonen I, II III, in denen unterschiedliche Temperaturen eingeregelt
werden können, um z. B. die geeigneten Temperaturen für die Lagerung von Sekt oder
Champagner sowie Rot- und Weißwein einstellen zu können.
[0018] Der Fachboden 9 ist in der gezeigten Ausführung als rahmenartiger Tragrost 2 zur
Aufnahme des Lagergutes auf den in Längsrichtung angeordneten Tragstreben 5 ausgebildet.
Nachfolgend wird noch näher darauf eingegangen, wie sich der Fachboden durch die Integration
diverser Einsatzelemente für unterschiedliche Anwendungsfälle sowie für die Bereithaltung
von Zubehör umrüsten lässt, wodurch sich der Fachboden auch als ein so genanntes Genussvorbereitungssegment
nutzen lässt.
[0019] Die Fig. 2 zeigt den erfindungsgemäß ausgebildeten Tragrost 2 in einer Einzeldarstellung.
Innerhalb des aus den Querstreben 11, 12 und den Längsstreben 13, 14 gebildeten Rahmens
sind hier fünf Tragstreben 5 in beliebiger Anordnung und mit unterschiedlichen, seitlichen
Abständen eingesetzt.
[0020] Wie in der Zeichnung zu sehen ist, liegen die Oberseiten der Tragstreben 5 im eingesetzten
Zustand etwas unterhalb des Niveaus der Querstreben 11, 12 und auf gleichem Niveau
mit den Längsstreben 13, 14 des Tragrostes 2. Durch diese Anordnung bilden sich an
den Querstreben 11, 12 Barrierekanten, die ein mögliches Abgleiten der Weinflaschen
von dem Tragrost 2 verhindern sollen.
[0021] Die in dieser Zeichnung in der Querstrebe 11 bereits gut erkennbaren Verbindungsmittel
3 bilden eine Art Eingriffskontur, die mit an den Tragstreben 5 angebrachten zapfenartige
Eingriffselemente 4 zusammenwirken.
[0022] Die Verbindungsmittel 3 sind bei dieser Ausführungsform erfindungsgemäß als einteiliges,
strangförmiges Profilelement in einer Nut 27 in der Querstrebe eingefügt. Ebenfalls
ist hier bereits ersichtlich, dass die in dem Profilelement gebildeten Eingriffskonturen
als nach innen offene Eingriffsöffnungen 31 ausgebildet sind.
[0023] Die Art und Weise der Verbindungstechnik zwischen den Tragstreben 5 und den Querstreben
11, 12 geht bei dieser Ausführungsform anschaulich aus der Fig. 3 hervor.
[0024] Bei dieser Ausführungsform sind die Querstreben 11, 12 zur lösbaren Anordnung der
Tragstreben 5 mit Verbindungsmitteln 3 ausgebildet, die eine Reihe von nebeneinander
angeordneten Eingriffsöffnungen 31 aufweisen. Die Eingriffsöffnungen 31 sind dabei
sowohl von oben als auch auf der zum Inneren des Tragrostes gerichteten Seite offen
ausgebildet. In diese Eingriffsöffnungen 31 können die an den Tragstreben 5 angeordneten,
stiftartigen Eingriffselemente 4 im Durchgriff eingreifen. Die Eingriffsöffnungen
31 sind deshalb nach innen offen gestaltet, damit Maßtoleranzen und auch eine Längenveränderung
bei den aus Holz bestehenden Tragstreben 5 ausgeglichen werden können.
[0025] Die an den Querstreben 11,12 angeordneten Verbindungsmittel 3 sind hier vorzugsweise
aus einem elastischen Material, wie z. B. aus Kunststoff ausgebildet. In bevorzugter
Ausführung sind die an den Querstreben angeordneten Verbindungsmittel 3 als einteiliges,
strangförmiges Profilelement ausgebildet, welches in eine in der Querstrebe 11, 12
eingefräste Nut 27 einsetzbar ist. Ein derartiges Profilelement lässt sich z. B. kostengünstig
im Kunststoffspritzverfahren herstellen.
[0026] Anstelle eines Kunststoffteils käme auch der Einsatz eines im Stanzverfahren herzustellenden
Blechteils in Betracht.
[0027] Beispielhaft ist in der Figur 3 eine Tragstrebe 5 dargestellt, die an ihrer Unterseite
an beiden Enden je ein Eingriffselement 4 in Form eines Zapfens aufweist. Die Zapfen
4 können in die korrespondierenden Bohrungen 31 der Eingriffskontur 3 eingesetzt werden.
Damit wird zwischen dem Rahmen 2 und der Tragstrebe 5 eine lösbare Verbindung geschaffen,
wobei eine Lageveränderung der Tragstrebe 5 innerhalb des Rahmens 2 in verschiedenster
Anordnung sehr einfach möglich ist.
[0028] Die an den Tragstreben 5 angeordneten, stiftartigen Zapfen 4 sind in einer vorteilhaften
Ausgestaltung kegelstumpfförmig bzw. konisch ausgebildet, was das Einfädeln in die
Durchgriffsöffnungen 31 erleichtert. Weiterhin wird durch diese Form dafür gesorgt,
dass sich die Zapfen 4 hinreichend festklemmend in den Öffnungen fixieren können.
Diese Zapfen 4 sind ebenfalls vorzugsweise aus Kunststoff hergestellt. Möglich wäre
es natürlich auch, einen Metallstift zu verwenden. Die stiftartigen Eingriffselemente
4 sind in an der Unterseite der Tragstreben 5 angeordnete Sackbohrungen eingesetzt.
[0029] Anhand der Darstellung der Figur 2 in Verbindung mit der Figur 3 ist ersichtlich,
dass mehrere Tragstreben 5 in beliebiger Zahl nebeneinander anliegend oder mit unterschiedlichen
Abständen zueinander in den Rahmen 2 eingesetzt werden können.
[0030] In der Figur 4 ist ein Tragrost 2 mit voll bestückten Tragstreben 5 zu sehen, wie
er in dem werkseitigen Auslieferungszustand angeboten wird. Die Abstände zwischen
den Tragstreben 5 werden dabei so gewählt, dass Weinflaschen in der Bordeaux-Flaschenform
in optimaler Lage und mit optimaler Aufnahmekapazität auf dem Tragrost abgelegt werden
können. In den üblichen standardisierten Abmessungen eines Weinschrankes werden wie
hier dargestellt innerhalb des Rahmens zwölf Tragstreben 5 eingesetzt.
[0031] In der Figur 5 ist der Rahmen des Tragrostes 2 in einer im Schnitt dargestellten
Einzelansicht gezeigt, aus der konstruktive Besonderheiten dieses Tragrostes 2 hervorgehen.
Die seitlichen Längsstreben 13,14 des Tragrostes 2 sind mit einem rechtwinkligen Profil
ausgebildet, um in dem nach außen abgewinkelten Bereich einen Aufnahmeraum für einen
Teil des Teleskopschienenmechanismus 8 zu schaffen und eine geeignete Form für das
Zusammenwirken mit dem Teleskopschienenmechanismus 8 zu ermöglichen. Weiterhin ist
die vordere Querstrebe 12 etwas breiter ausgebildet, so dass sie von vorne gesehen
mit ihrer oberen Kante als auch mit ihrer unteren Kante über das Niveau der Längskanten
13, 14 hinausragt. Dadurch wird erreicht, dass im oberen Bereich eine Barrierekante
gebildet wird, die das ungewollte Abgleiten der auf dem Tragrost 2 liegenden Flaschen
verhindert. Weiterhin verdeckt die Querstrebe 12 den Einblick in den Aufnahmeraum
66 der Längsstreben 13, 14, so dass der darin eingreifende Teleskopschienenmechanismus
8 optisch nicht störend wirken kann. In dieser Darstellung ist auch sehr gut zu erkennen,
wie sich die Verbindungsmittel 3 form- und kraftschlüssig in die Querstreben 11, 12
einfügen.
[0032] Aus der Figur 6 geht ein Tragrost 2 in einer weiteren Ausgestaltung hervor, bei dem
die vordere und die hintere Querstrebe 11, 12 sowie die seitlichen Längsstreben 13,
14 ebenfalls einen Rahmen bilden, in dem in Längsrichtung ausgerichtete Tragstreben
5 lösbar und verstellbar angeordnet werden können, wie dies in der Zeichnung durch
den symbolisch dargestellten Pfeil angedeutet wird.
[0033] Entlang der Querstreben 11, 12 sind im Innern des Rahmens die Verbindungsmittel 3
mit einer Art Eingriffskontur angebracht, die im vorliegenden Beispiel aus einer zum
Innen des Rahmens gerichteten Schiene 33 besteht. In dieser Schiene 33 sind mit gleichem
Abstand zahlreiche, jeweils in eine Öffnung 31 mündende Schlitze 32 eingelassen. Die
Öffnung 31 und die Schlitze 32 sind dabei erfindungsgemäß als von oben offene und
zum Inneren hin offene Eingriffsöffnungen 31 ausgebildet.
[0034] Auch mit einer derartigen Ausbildung der Verbindungsmittel 3 und den Eingriffskonturen
ist es in einfacher Weise möglich, verschiedene Tragstreben 5 in den Rahmen des Tragrostes
2 lösbar und verstellbar einzusetzen.
[0035] Die Schiene mit den Eingriffskonturen 3 kann entweder als separates Teil unterhalb
oder auf der Innenseite der Querstreben 11, 12 befestigt werden. Die vorzugsweise
aus Holz gefertigten Querstreben 11, 12 können mit den Verbindungsmittel 3 aber auch
als einteiliges Formteil ausgebildet sein.
[0036] Mit dem Begriff "Eingriffsöffnungen 31" ist zu verstehen, dass das an den Tragstreben
5 angebrachte stiftartige Eingriffselement beim Einsetzen in den Rahmen von oben in
eine Öffnung des Verbindungsmittels 3 eintauchen kann, und dass ein gewisses Spiel
zwischen den Eingriffsöffnungen 31 und den Eingriffselementen 4 vorhanden ist, wodurch
ein Toleranzausgleich und ein Ausgleich aufgrund der Materialausdehnung der aus Holz
bestehenden Tragstreben 5 stattfinden kann.
[0037] Der Abstand der Eingriffsöffnungen 31 in den Verbindungsmitteln 3 der Querstreben
11, 12 ist auch hier derart mit der Breite der Tragstreben 5 und der Anordnung der
korrespondieren Eingriffselemente 4 abgestimmt, dass die Tragstreben 5 in einem beliebigen
Abstand zueinander oder direkt aneinander anliegend im Rahmen einsetzbar sind.
[0038] In der Fig. 7 ist ein Tragrost 2 dargestellt, bei dem die hintere Querstrebe 11 mit
einem Aufsatzteil 6 versehen ist, um eine schräg gestellte Auflagemöglichkeit für
die zu lagernden Weinflaschen zu schaffen. Durch diese Ausgestaltungsform sind die
Etiketten der aufgenommenen Weinflaschen besser zu erkennen. Dieses Aufsatzteil 6
weist ebenfalls die erfindungsgemäßen Verbindungsmittel 3 auf. Weiterhin sind an dem
Aufsatzteil 6 und der hinteren Querstrebe 11 hier nicht näher dargestellte Mittel
vorgesehen, die eine leicht lösbare und verbindbare Kopplung dieser Teile gestatten.
Das Aufsatzteil 6 und die hintere Querstreben 11 können natürlich auch einteilig ausgebildet
sein.
[0039] In der Fig. 8 ist eine weitere Ausgestaltung eines Tragrostes 2 abgebildet, bei dem
in der vorderen, etwas breiter ausgelegten Querstrebe 12 des Rahmens an der Oberseite
Ausnehmungen eingearbeitet sind, in die Zubehörteile 40 eingelegt werden können, wie
z. B. Ausgießer, Flaschenöffner usw. Als Alternative käme auch in Betracht, diesen
Bereich als separates Teil auszubilden, welches auf die vordere Querstrebe12 aufgesetzt
bzw. angekoppelt werden könnte.
[0040] Die Fig. 9 zeigt einen Tragrost 2, der mit einer Stoffbahn 50 - hier vorzugsweise
aus Leder - bespannt ist. Mittels der darunter in geeigneten Abständen angeordneten
Tragstreben 5 lassen sich muldenförmige Aufnahmen z.B. für die Lagerung von Weinflaschen
bilden, wie dies aus der Zeichnung anschaulich hervorgeht. Eine derartige Ausführung
könnte insbesondere für eine höherwertige Ausstattung bzw. für besonders edle Weine
in Frage kommen. Anstelle einer Stoffbahn aus Leder bieten sich auch Ausführungen
an, die aus einem anderen geeigneten Material, wie hier z. B. aus einem Geflechtmaterial
51 bestehen (Fig. 10).
[0041] Die Figuren 11 bis 14 zeigen Anwendungsmöglichkeiten von speziellen Einsätzen, die
in den erfindungsgemäßen Tragrost 2 eingesetzt werden können.
[0042] In den Fig. 11 u. 12 sind Ausführungsvarianten dargestellt, bei denen ein Einsatz
10 unterhalb seines Tragbodens 53 einen Schubkasten 54 aufweist, der in einer entsprechenden
Auszugsvorrichtung 55 ausziehbar gelagert ist. Dieses Zusatzteil kann derart dimensioniert
sein, dass nur ein Teil (Fig. 8) oder der gesamte Teil (Fig.9) des Tragrostes ausgefüllt
wird.
[0043] In einer anderen Ausgestaltung könnten auch unterhalb der Tragstreben 5 und/oder
der Längsstreben 13, 14 des Tragrostes 2 Auszugsvorrichtungen 55 für die herausziehbare
Anordnung eines Schubkastens 29 befestigt sein, was eine individuelle und flexible
Gestaltung hinsichtlich der Größe der Schubkästen 54 ermöglicht.
[0044] Die Ausführungsformen gemäß Fig. 13 und 14 zeigen einen Tragrost 2, bei dem ein Einsatz
10 teilweise oder vollflächig mit einer Glasplatte 56 formbündig in dem Tragrost 2,eingesetzt
werden kann. Damit wird eine Abstellfläche oder Arbeitsfläche geschaffen, die zur
Vorbereitung des Getränkeverzehrs oder für den zusätzlichen Verzehr begleitender Genussmittel
genutzt werden kann. Im seitlichen Bereich sind hier Bügel angebracht, die eine Art
seitliche Reling 57 bilden und auch als Handgriff für die Handhabung dieses Einsatzes
10 gedacht sind.
[0045] Die Einsätze 10, wie sie beispielhaft aus den Figuren 11 bis 14 hervorgehen, können
in ihrem Aufbau derart gestaltet sein, dass sie auf den Tragstreben 5 und/oder auf
den Längsstreben 13, 14 aufliegen. Es ist aber auch möglich, dass die Einsätze 10
nur auf den an den Querstreben 11, 12 angebrachten Verbindungsmitteln 3 zur Auflage
kommen.
[0046] In der Figur 15 ist in einer Teilansicht ein Tragrost 5 in einem Weinschrank im teilweise
herausgezogenen Zustand dargestellt. Auf dem Tragrost 2 sind seitlich Weinflaschen
18 abgelegt und in der Mitte ist ein Einsatz 10 eingefügt, auf dem Trinkgläser 60
oder zusätzlich auch Flaschen abgestellt werden können.
[0047] Ein hierfür geeigneter Einsatz 10 ist in Figur 16 als Einzelheit dargestellt. Die
unterschiedlich dimensionierten muldenförmigen Ausnehmungen 60 und 61 in dem Tragboden
53 dienen zur Aufnahme von Trinkgläsern und/oder Flaschen oder auch eines Dekantergefäßes.
Die Handgriffe 62 dienen der herausnehmbaren Handhabung dieses Einsatzes 10.
[0048] Die Fig. 17 zeigt ausschnittsweise einen Blick in das Innere des Weinschrankes und
verdeutlicht in Verbindung mit Fig. 18 die variablen und flexiblen Nutzungsmöglichkeiten
des erfindungsgemäßen Tragrostes 2.
[0049] Im Bereich der unteren Klimazone III sind hier drei übereinander angeordnete Tragroste
2 gezeigt, wobei im mittleren Tragrost 2 durch Weglassung einiger Tragstreben 5 eine
Öffnung 24 entstanden ist, durch die die auf dem unteren Tragrost 2 stehend gelagerten
Flaschen 18 hindurchragen können. Im unteren Tragrost 2 sind unterhalb dieser Öffnung
mehrere, unmittelbar nebeneinander angeordnete Tragstreben 5 eingesetzt, so dass hier
die Abstellfläche für die stehende Lagerung der Flaschen 18 gebildet ist. Daneben
ist in diesem Tragrost 2 noch die Anordnung eines Einsatzes 10 zu sehen, worauf nachstehend
noch näher eingegangen wird. Die übrigen Flaschen 18 innerhalb dieser Klimazone III
des Vorratsschrankes 1 sind wie gezeigt in herkömmlicher Weise liegend gelagert.
[0050] Eine Besonderheit des in der Figur 18 im Detail gezeigten Fachbodens 9 besteht darin,
dass hier zwischen dem Rahmen des Tragrostes 2 und einer Tragstrebe 5 ein Einsatz
10 eingesetzt ist. Dieser Einsatz 10 kann als Ablage für Gegenstände oder als Arbeitsfläche
für die Verzehrvorbereitung von Getränken und Speisen, wie z. B. Käse und Brot dienen.
Gleichzeitig kann der Einsatz 10 als herausnehmbares Tablett verwendet werden, wobei
der in der Zeichnung dargestellte Aufbau 42 die Funktion als Reling oder als Handgriff
ausüben kann.
[0051] Neben diesem Einsatz sind mehrere unmittelbar nebeneinander angeordnete Tragstreben
5 in dem Tragrost 2 eingesetzt, so dass sich hier eine weitere Abstellfläche z. B.
für Flaschen und andere Gegenstände ergibt. In dem Bereich neben dieser Abstellfläche
können weitere Tragstreben 5 oder andere Einsätze je nach Bedarf vorgesehen werden.
Es kann aber auch - wie in Figur 18 gezeigt - eine Öffnung 24 freigelassen werden,
um einen Freiraum für unterhalb des Fachbodens aufrecht stehende Flaschen zu schaffen,
wie dies in Fig. 17 der Fall ist.
[0052] Um die vorstehend beschriebenen Funktionalitäten zu ermöglichen und variable Einsatzmöglichkeiten
zu schaffen kann der Tragrost 2 auch hier so ausgebildet sein, dass die Oberflächen
der den Rahmen des Tragrostes 2 bildenden Längstreben 13, 14 sowie die Tragstreben
5 auf das gleiche Höhenniveau ausgerichtet sind. Somit können Einsätze 10 mit ihren
seitlichen Abstützbereichen auf den Tragstreben und/oder den Längstreben 13, 14 des
Rahmens aufliegen. Weiterhin ist es auch möglich, dass die Einsätze innerhalb des
Rahmens auf den nach Innen abstehenden Verbindungsmitteln 3 zur Auflage kommen.
[0053] Sollten die Längstreben 13, 14 oder die Tragstreben auf der Oberseite mit einem unterschiedlichen
Niveau ausgerichtet sein, wären diese Höhenunterschiede natürlich durch hier nicht
näher gezeigte Abstandselemente auszugleichen.
[0054] In Fig. 19 ist ein mit dem Tragrost 2 koppelbarer Einsatz 10 gezeigt, der als Zubehörteil
in Form einer Flaschenhalterung 64 ausgebildet ist. Dieser Einsatz kann an der Unterseite
seines Tragbodens 53 zur Verbesserung der Standfestigkeit auf den Tragstreben 5 mit
einem Antirutschmaterial versehen sein. Wenn dies nicht ausreicht, kann der Tragboden
53 über hier nicht näher gezeigte Verriegelungsmittel an den Tragstreben 5 in geeigneter
Weise befestigt werden.
[0055] Eine andere Ausführungsvariante eines Einsatzes 10 ist in der Figur 20 gezeigt. Hierbei
wird der Einsatz 10 als Aufnahmebox bzw. als Kasten zur Aufnahme und Bereithaltung
von diversen Utensilien verwendet.
[0056] Im hier gezeigten Beispiel besteht der Einsatz 10 aus einem Kasten 58, der durch
einen Deckel 23 verschließbar ist. In dem Kasten ist für jeden der drei dargestellten
Gegenstände 15, 16, 17 je eine negative Kontur vorhanden, so dass die Gegenstände
lagefixiert in dem Einsatz 10 aufgenommen sind. Zur Erleichterung der Entnahme der
Gegenstände 15, 16, 17 aus dem Einsatz 10 sind darüber hinaus jeweils Griffmulden
25 im Bereich der Gegenstände 15, 16, 17 vorhanden. Der Einsatz ist hierbei seitlich
auf zwei Tragstreben 5 aufgesetzt, was in der Figur 10 nur andeutungsweise dargestellt
ist.
[0057] Die Figuren 21 und 22 zeigen eine weitere interessante Ausgestaltung und verwendbare
Funktionalität der Tragstreben 5. Hier sind unterhalb der Tragstreben 5 Aufnahmevorrichtungen
65 für die hängende Lagerung von Trinkgläsern 7 angebracht. Die Aufnahmevorrichtungen
65 sind dabei als einfache Winkelprofile ausgebildet. Zwei jeweils entgegengesetzt
zueinander ausgerichtete Winkelprofile 65 können die Aufnahmevorrichtungen z. B. für
ein stielförmiges Trinkglas bilden, wie es in Fig. 22 zu sehen ist.
[0058] Aus den Fig. 23, 24 u. 25 sind Lösungen ersichtlich, wie eine erschütterungsfreie
bzw. vibrationsfreie Verbindung zwischen dem Teleskopschienenmechanismus 8 und dem
Tragrost 2 herbeigeführt werden kann. Dazu können die auf dem Teleskopschienenmechanismus
8 gelagerten Tragroste 2 mit Dämpfungsmitteln 44 ausgestattet werden. Bei dem Beispiel
gemäß Fig. 23 sind die am Tragrost 5 angeordneten Dämpfungsmittel 44 für den Eingriff
in den Teleskopschienenmechanismus 8 als Federbeine ausgebildet. In dem Beispiel gemäß
Fig. 24 ist vorgesehen, an dem Tragrost Formelemente aus Silikon anzubringen, die
in entsprechende Aufnahmen des Teleskopschienenmechanismus 8 formschlüssig eingreifen
können.
[0059] In der Fig. 25 ist eine einfache Lösung gezeigt, bei der als Dämpfungsmittel 44 ein
elastisches Formteil 45, beispielsweise ein Gummiteil, vorgesehen ist, welches in
Öffnungen 46, 47 der Längsstreben 13, 14 eingreifen kann und welches auf die Tragzapfen
81 der Teleskopschiene 8 aufgestülpt werden kann. In vorteilhafter Ausgestaltung sind
die Öffnungen 47 auf einer der Längsstreben 13, 14 oval oder als Langloch ausgebildet,
um das Aufsetzen des Tragrostes 2 auf die Teleskopschiene 8 zu erleichtern.
[0060] Die Figur 26 veranschaulicht ausschnittsweise und im Schnitt in einer Einzeldarstellung
einen Teleskopschienenmechanismus 8 ohne aufgesetzten Tragrost 2. Um die Mechanik
des Teleskopschienenmechanismus 8 innerhalb des Vorratsschrankes 1 zu schützen und
in einer optisch ansprechenden Weise abzudecken, ist hier auf den Teleskopschienenmechanismus
8 eine Abdeckung 19 aufgesetzt. Diese im Querschnitt annähernd U-förmige Abdeckung
19 ist aus Kunststoff hergestellt und wird auf den Teleskopschienenmechanismus 8 aufgesetzt.
Der Teleskopschienenmechanismus 8 ist im vorliegenden Fall seinerseits auf einer erhabenen
Kontur 26 des Vorratsschrankes montiert, die quasi einen Befestigungsbock für den
Teleskopschienenmechanismus 8 bildet. Die Fixierung der Abdeckung 19 an dem Teleskopschienenmechanismus
8 oder an der Innenwand des Vorratsschrankes 1 kann über entsprechende Klemm- oder
Rastverbindungselemente erfolgen.
[0061] In einer vorteilhaften Ausgestaltung kann die Fixierung durch mittels Magnetkraft
zusammenwirkende Halteelemente an dem Teleskopschienenmechanismus 8 oder der an der
Innenwand des Vorratsschrankes 1 bewirkt werden. Bei der in Figur 26 dargestellten
Ausführung sind auf der Innenseite der Abdeckung 19 Magnetelemente 83 aufgeklebt,
die mit dem aus Metall bestehenden Teil 82 des Teleskopschienenmechanismus 8 für die
ausreichende Fixierung der Abdeckung 19 auf dem Teleskopschienenmechanismus 8 sorgen.
[0062] Eine besonders nützliche Zusatzeinrichtung wird durch die Ausgestaltung des Fachbodens
mit Markierungselementen 43 erzielt, wie dies anhand der Figuren 27 bis 29 erläutert
wird.
[0063] In den Ausschnittsdarstellungen der Figuren 27 und 28 ist der Tragrost 2 einmal mit
und einmal ohne die Tragstreben 5 gezeigt. Die auf den Verbindungsmitteln 3 angedeuteten
Markierungselemente 43 weisen den Benutzer darauf hin, wo die Tragstreben 5 in der
Standardeinstellung (Fig. 28) platziert werden müssen.
[0064] Diese Markierungselemente 43 dienen in erster Linie dazu, vorbestimmte Positionen
für die Platzierung der Tragstreben zu finden. Weiterhin kann die Standard- bzw. Werkseinstellung
mit dem optimalen Durchschnittsabstand benachbarter Tragstreben 5 wieder hergestellt
werden, um die Lagerung möglichst vieler Flaschen gemäß dem Bordeauxflaschen-Standard
auf einem Tragrost zu ermöglichen.
[0065] In der Figur 29 sind Beispiele für die Anbringung der Markierungselementen 43 gezeigt.
Hierbei können im Bereich der hinteren und auch der vorderen Querstrebe 11, 12 und/oder
dieser zugeordneten Verbindungsmittel 3 die Markierungselemente 43 zur Aufnahme der
Tragstreben 5 in verschiedener Form angeordnet werden. Dies kann durch eine Beschriftung,
Eingravierungen, farbliche Gestaltung sowie durch zusätzliche Markierungsträger wie
Klebestreifen oder dergleichen realisiert werden.
Bezugszeichenliste:
[0066]
- 1.
- Vorratsschrank
- 2.
- Tragrost
- 3.
- Verbindungsmittel (Eingriffskonturen)
- 31.
- Eingriffsöffnungen
- 32.
- Schlitze
- 33.
- Schiene
- 4.
- Eingriffselement (zapfenartig)
- 5.
- Tragstrebe
- 6.
- Aufsatzteil
- 7.
- Trinkgläser
- 8.
- Teleskopschienenmechanismus
- 81
- Tragzapfen
- 82
- Teil des Teleskopschienenmechanismus
- 83
- Magnetelemente
- 9.
- Fachboden (Genussvorbereitungssegment)
- 10.
- Einsatz
- 11.
- Querstrebe, hinten
- 12.
- Querstrebe, vorne
- 13.
- Längsstrebe, links
- 14.
- Längsstrebe, rechts
- 15.
- Gegenstand
- 16.
- Gegenstand
- 17.
- Gegenstand
- 18.
- Flasche
- 19.
- Abdeckung
- 20.
- Tür
- 21.
- Sichtfenster
- 22.
- Trennboden
- 23.
- Deckel
- 24.
- Öffnung
- 25.
- Griffmulde
- 26.
- Kontur
- 27.
- Nut
- 28.
- Auszugsvorrichtung
- 29.
- Schubkasten
- 40.
- Zubehörteile
- 43.
- Markierungselemente
- 44
- Dämpfungsmittel
- 45
- Formteil
- 46
- Öffnungen
- 47
- Öffnungen, Langloch
- 50
- Stoffbahn/Leder
- 51
- Geflecht
- 52
- Ausnehmungen, muldenförmig
- 53
- Tragboden
- 54
- Schubkasten
- 55
- Auszugsvorrichtung
- 56
- Glasplatte
- 57
- Reling (Bügel)
- 58
- Kasten
- 60
- Ausnehmungen
- 61
- Ausnehmungen
- 62
- Handgriff, DekBrett
- 63
- Aufbau, (Reling, Handgriff)
- 64
- Flaschenhalterung
- 65
- Aufnahmevorrichtung
- 66
- Aufnahmeraum
- I, II, III
- Klimazone des Vorratsschrankes
1. Fachboden für einen Vorratsschrank zur Lagerung und Temperierung von Getränkeflaschen
und/oder andere zylindrische Behälter, insbesondere zur klimatisierten und/oder temperierten
Lagerung von Weinflaschen, umfassend
einen rahmenartigen Tragrost zur Aufnahme des Lagergutes sowie zur Aufnahme von im
Zusammenhang mit dem Lagergut stehendes Zubehör,
einen aus Quer- und Längsstreben gebildeten Rahmen mit innerhalb des Rahmens über
Verbindungsmittel lösbar und verstellbar angeordneten Tragstreben,
und wobei der Tragrost im Zusammenwirken mit einem Teleskopschienenmechanismus im
Vorratsschrank herausziehbar angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Querstreben (11, 12) zur lösbaren Anordnung der Tragstreben (5) mit Verbindungsmitteln
(3) ausgebildet sind, die eine Reihe von nebeneinander angeordneten Eingriffsöffnungen
(31) aufweisen, in die an den Tragstreben (5) angeordnete, stiftartige Eingriffselemente
(4) eingreifen.
2. Fachboden für einen Vorratsschrank nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Eingriffsöffnungen (31) einen Bereich aufweisen, in dem die Eingriffselemente
(4) fixierend oder klemmend aufgenommen werden und dass daran anschließend ein Öffnungsbereich
ausgebildet ist, der für einen Toleranzausgleich für die eingesetzten Tragstreben
(5) bewirkt.
3. Fachboden für einen Vorratsschrank nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Eingriffsöffnungen (31) auf der zum Inneren des Tragrostes (2) gerichteten Seite
offen ausgebildet sind.
4. Fachboden für einen Vorratsschrank nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche
1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die an den Querstreben (11, 12) angeordneten Verbindungsmittel (3) als einteiliges,
strangförmiges Profilelement ausgebildet sind und in eine in den Querstreben (11,
12) eingefrästen Nut eingesetzt sind.
5. Fachboden für einen Vorratsschrank nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die an den Querstreben (11, 12) angeordneten Verbindungsmittel (3) aus einem elastischen
Material, vorzugsweise aus Kunststoff ausgebildet sind.
6. Fachboden für einen Vorratsschrank nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche
1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die an den Tragstreben (5) angeordneten, stiftartigen Eingriffselemente (4) kegelstumpfförmig
oder konisch ausgebildet sind und in an der Unterseite der Tragstreben (5) angeordnete
Sackbohrungen eingesetzt sind.
7. Fachboden für einen Vorratsschrank nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche
1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Abstand der Eingriffsöffnungen (31) in den Verbindungsmitteln (3) der Querstreben
(11, 12) derart mit der Breite der Tragstreben (5) und der Anordnung der korrespondieren
Eingriffselemente (4) abgestimmt ist, dass die Tragstreben (5) in einem bestimmten
Standardabstand, in einem beliebigen Abstand zueinander oder aneinander anliegend
im Tragrost (2) einsetzbar sind.
8. Fachboden für einen Vorratsschrank nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche
1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die vordere Querstrebe (12) des Tragrostes (2) breiter ausgeführt ist als die hintere
Querstrebe (11) und an der Oberseite Ausnehmungen aufweist, in die Zubehörteile (40)
einlegbar sind.
9. Fachboden für einen Vorratsschrank nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche
1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Tragrost (2) und die darin angeordneten Tragstreben (5) derart ausgebildet sind,
dass Einsatzelemente (10) zur Aufnahme von Zubehör oder Zusatzvorrichtungen, Arbeitsflächen
zur Genussvorbereitung oder als Stellflächen für Flaschen und/oder Gläser in dem Fachboden
(2) integrierbar sind, wobei die Abstützbereiche der Einsatzelemente (10) auf den
Tragstreben (5) und/oder den Querstreben (11, 12) und/oder den Längsstreben (13, 14)
des rahmenförmigen Tragrostes (2) und/oder auf den an den Querstreben angeordneten
Verbindungsmitteln (3) zur Auflage kommen können.
10. Fachboden für einen Vorratsschrank nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Einsatzelement (10) einen Tragboden (53) aufweist, an dessen Unterseite ein herausziehbarer
Schubkasten (54) angeordnet ist.
11. Fachboden für einen Vorratsschrank nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Einsatzelement (10) von einer Glasplatte (56) gebildet wird, und dass die Glasplatte
(56) an ihrer Oberseite im seitlichen Bereich einen bügelförmigen Aufbau in Form einer
Reling (57) aufweist, die auch als Handgriff zur Handhabung des Einsatzelementes (10)
dient.
12. Fachboden für einen Vorratsschrank nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Einsatzelement (10) von einem Tragboden (53) gebildet wird, in dem muldenförmige
Ausnehmungen (60) und (61) zur Aufnahme von Flaschen (18) oder sonstigen Gefäßen und/oder
zur Aufnahme von Trinkgläsern (7) angeordnet sind,
und dass an der Oberseite im seitlichen Bereich des Tragbodens (53) Handgriffe (62) angebracht
sind.
13. Fachboden für einen Vorratsschrank nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Einsatzelement (10) als ein mit einem Deckel (23) ausgerüsteter Kasten (58) zur
Aufnahme von Zubehörteilen (15, 16, 17) ausgebildet ist, die in den Zubehörteilen
angepassten Ausnehmungen einlegbar sind und wobei an den Ausnehmungen Griffmulden
(25) gebildet sind.
14. Fachboden für einen Vorratsschrank nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche
1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass unterhalb der Tragstreben und/oder der Längsstreben des Rahmens Auszugsvorrichtungen
(28) für die herausziehbare Anordnung eines Schubkastens (29) befestigt sind.
15. Fachboden für einen Vorratsschrank nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche
1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass unterhalb der Tragstreben (5) Aufnahmevorrichtungen (65) in Form von Profilwinkeln
derart angebracht sind, dass zwei dieser Profilwinkel eine Aufnahmevorrichtung (65)
für die hängende Aufnahme von Trinkgläsern bilden.
16. Fachboden für einen Vorratsschrank nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche
1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass in dem Tragrost (2) beabstandete Tragstreben (5) eingesetzt sind, wodurch eine aus
Textil, Geflechtmaterial oder Leder bestehende Stoffbahn (30) im Rahmen des Tragrostes
(2) und in Verbindung mit den Tragstreben (5) derart eingespannt ist, dass zwischen
den Tragstreben (5) für die Aufnahme von Flaschen angepasste Mulden gebildet werden.
17. Fachboden für einen Vorratsschrank nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche
1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Bereich der Querstreben (11, 12) und/oder der dieser zugeordneten Verbindungsmittel
(3) zur lösbaren Aufnahme der Tragstreben (5) Markierungselemente (43) angebracht
sind.
18. Fachboden für einen Vorratsschrank nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Markierungselemente (43) als Eingravierungen auf den Verbindungsmitteln (3) ausgebildet
sind.
19. Fachboden für einen Vorratsschrank nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche
1 bis 18,
dadurch gekennzeichnet,
dass an der Verbindungsstelle zwischen den Tragrosten (2) und dem Teleskopschienenmechanismus
(8) Dämpfungsmittel (44) angeordnet sind.
20. Fachboden für einen Vorratsschrank nach Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet,
dass als Dämpfungsmittel (44) ein elastisches, hohlprofilartiges Formteil (45) vorgesehen
ist, welches auf am Teleskopschienenmechanismus (8) angeordnete Tragzapfen (81) aufgestülpt
werden kann und welches beim Aufsetzen des Tragrostes (2) auf den Teleskopschienenmechanismus
(8) in an den Längsstreben (13, 14) angeordnete Öffnungen (46, 47) eingreift.
21. Fachboden für einen Vorratsschrank nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Öffnungen (46, 47) auf einer Seite der Längsstreben (13, 14) als Rundloch und
auf der anderen Seite oval oder als Langloch ausgebildet sind.
22. Fachboden für einen Vorratsschrank nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die seitlichen Längsstreben (13, 14) des Tragrostes (2) aus einem Winkelprofil bestehen,
derart, dass der nach außen gerichtete Winkelbereich einen Aufnahmeraum (66) bildet,
in den ein Teil des Teleskopschienenmechanismus (8) eingreift.
23. Fachboden für einen Vorratsschrank nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der im Vorratsschrank (1) befestigte Teleskopschienenmechanismus (8) mit einer aufsteckbaren
Abdeckvorrichtung (19) versehen ist, die über Klemm- oder Rastverbindungselemente
oder mittels Magnetkraft zusammenwirkende Halteelemente an dem Teleskopschienenmechanismus
(8) oder der an der Innenwand des Vorratsschrankes (1) die Fixierung der Abdeckvorrichtung
(19) bewirken.
24. Vorratsschrank zur Aufnahme von Flaschen und andere zylindrische Behälter, insbesondere
zur klimatisierten und/oder temperierten Lagerung von Weinflaschen,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Gerät über wenigstens einen Fachboden (9) mit den Merkmalen gemäß einem oder
mehreren der Ansprüche 1 bis 23 verfügt.