[0001] Die Erfindung betrifft einen Vorratsschrank zur klimatisierten und/oder temperierten
Getränkelagerung nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
[0002] Vorratsschränke zur klimatisierten und/oder temperierten Getränkelagerung sind beispielsweise
für Weinliebhaber von Bedeutung, die darauf bedacht sind, ihre Weine oder verschiedene
Weinsorten exakt bei den erforderlichen Lagertemperaturen aufzubewahren. Darüber hinaus
ist es jedoch mit einem derartigen Vorratsschrank möglich, auch andere Getränkesorten
wie Bier, Wein, Whisk(e)y gemeinsam oder sortiert zu lagern. Bekannte Vorratsschränke
verfügen hierzu über mehrere Klimazonen, in denen beispielsweise unterschiedliche
Temperaturen vorherrschen, die jeweils eingestellt werden können. Für die Lagerung
der Getränkeflaschen weist der Vorratsschrank zudem mindestens einen Rahmen mit beabstandet
zueinander angeordneten Tragstreben auf.
[0003] Ein Vorratsschrank mit mehreren, aus Holz gefertigten Rahmen geht beispielsweise
aus der
DE 101 45 143 A1 hervor. Die Rahmen bestehen aus zwei Querstreben und zwei die Querstreben verbindenden
Längsstreben und weisen diverse Tragstreben auf. Die Tragstreben sind lösbar und in
wählbaren Abständen zueinander in den Rahmen einsetzbar. Hierzu verfügen die Tragstreben
über Eingriffselemente in Form von Zapfen, die in eine korrespondierende Eingriffskontur
des Rahmens passen. Als Beispiel für die Eingriffskontur des Rahmens sind in der Schrift
Bohrungen angegeben. Zudem wird in der
DE 101 45 143 A1 beschrieben, dass die einzelnen Rahmen durch Teleskopmechanismen herausziehbar sind.
[0004] Darüber hinaus ist aus der
DE 20 2009 018 017 U1 ein Rahmen mit einer aus Zahnungen bestehenden Eingriffskontur bekannt, wobei korrespondierende
Tragstreben unmittelbar nebeneinander angeordnet werden können, so dass dadurch eine
stehende Lagerung der Getränkeflaschen im Vorratsschrank möglich ist.
[0005] Die stehende Lagerung von Getränkeflaschen wird auch durch einen Rahmen ermöglicht,
der in der gattungsbildenden
WO 2007-090713 A1 offenbart ist. Hierzu ist in den Rahmen eine Fläche integriert, auf der Getränkeflaschen
abgestellt werden können. Mehrere schalenförmige Einsätze dienen zudem der liegenden
Aufnahme je einer Getränkeflasche. Insbesondere im Zusammenhang mit den Darstellungen
der Figuren 6-11 werden in der Druckschrift ferner verschiedene Möglichkeiten der
geneigten Lagerung von Getränkeflaschen beschrieben, um beispielsweise die Etiketten
besser sichtbar zu machen oder bei Weinen eine Depotablagerung nur am Flaschenboden
zu erreichen. Die Rahmen sind dabei jeweils aus zwei Querstreben und zwei die Querstreben
verbindenden Längsstreben gebildet. An den Außenseiten der Längsstreben sind zudem
mindestens zwei Zapfen vorhanden, die in korrespondierende Nuten des Vorratsschrankes
eingeführt werden können. Sofern die Nuten unterschiedliche Höhenniveaus aufweisen,
besteht die Möglichkeit, den Rahmen in eine Schräglage zu bringen.
[0006] Darüber hinaus wird im Zusammenhang mit der Beschreibung der Figur 9 ein Einzelrahmen
mit trapezförmigen Längsstreben beschrieben, dessen Zapfen jeweils in die gleiche,
horizontale Nut eingeführt werden können, wobei der Rahmen durch die trapezförmige
Ausführung der Längsstreben dennoch eine Neigung aufweist. Weiterhin offenbart die
WO 2007-090713 A1 einen Rahmen, der im hinteren Teil des Rahmens einen schwenkbaren Stützfuß mit einem
daran vorhandenen Zapfen aufweist, so dass durch Ausschwenken des Stützfußes eine
Neigung des Rahmens erreicht werden.
[0007] Als nachteilig hat sich hierbei jedoch herausgestellt, dass die an den Rahmen vorhandenen
Zapfen einerseits fertigungstechnisch aufwendig sind und andererseits bei häufigem
Wechsel des Rahmens verstärkte Abnutzungserscheinungen aufweisen können. Die Zapfen
machen auch eine Lagerung des Rahmens auf Teleskopschienenmechanismen unmöglich oder
erschweren eine derartige Lösung zumindest ungebührlich. Zudem wird die zur Verfügung
stehende Lagerfläche auf dem Rahmen reduziert, weil die Rahmen durch die seitlich
im Vorratsschrank vorhandenen Nuten eine geringere Breite aufweisen.
[0008] Für den echten Kenner und Genießer ist es ferner von Bedeutung, seine wertvollen
Getränke nicht nur zu lagern, also irgendwo "abzulegen", sondern die Weine kultiviert
aufbereiten und einem Gast ansprechend präsentieren zu können.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Vorratsschrank zur klimatisierten
und/oder temperierten Getränkelagerung bereitzustellen, der eine einfache Möglichkeit
bietet, die Getränkeflaschen in einer geneigten Position zu lagern und diese damit
ansprechend präsentieren zu können, um so das Genusserlebnis insgesamt zu verbessern,
wobei die zur Verfügung stehende Lagerfläche möglichst groß sein sollte.
[0010] Die Erfindung löst diese Aufgabenstellung mit den technischen Merkmalen des Patentanspruches
1. Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der sich anschließenden Unteransprüche.
[0011] Ein Vorratsschrank zur klimatisierten und/oder temperierten Getränkelagerung, mit
mindestens einem aus zwei Querstreben und zwei die Querstreben verbindenden Längsstreben
gebildeten, eine Neigung zur Schräglagerung darauf angeordneter Getränkeflaschen aufweisenden
Rahmen, in den zumindest zwei Tragstreben eingesetzt sind oder der wenigstens einen
Einsatz zur Aufnahme einer Getränkeflasche aufweist, wurde erfindungsgemäß dahingehend
weitergebildet, dass eine lösbar an dem Rahmen befestigte Leiste zur Erhöhung einer
Rahmenseite unterhalb einer Querstrebe fixierbar ist und dadurch einen erhöhten Randsteg
des Rahmens bildet oder der Rahmen als Wenderahmen ausgeführt ist und hierzu jede
Querstrebe einseitig einen erhöhten Randsteg aufweist, wobei die Randstege der vorderen
Querstrebe und der hinteren Querstrebe spiegelbildlich zueinander angeordnet sind.
[0012] Mit den erfindungsgemäßen Rahmen ist es möglich, Getränkeflaschen in einer geneigten
Anordnung aufzubewahren und diese damit auch in ansprechender Weise zu präsentieren,
was insbesondere bei Weinen von Vorteil ist, weil sich dadurch das Depot des Weines
am Grund der Flasche absetzt und sich nicht mit dem Wein vermischt. Durch die geneigte
Anordnung der Getränkeflaschen sind ferner die Etiketten gut sichtbar und leichter
lesbar. Mit der Erfindung kann zudem die gesamte Rahmenbreite zur Lagerung der Getränkeflaschen
ausgenutzt werden, so dass hierdurch mehr Raum zur Verfügung steht, als bei bekannten
Lösungen. Das Einsetzen und Entnehmen der Rahmen ist ohne weiteres möglich und bereitet
keine Schwierigkeiten. Fertigungstechnisch weisen die Rahmen einen sehr einfachen
Aufbau auf, so dass sie auch kostengünstig hergestellt werden können. Die Rahmen können
zudem auf Teleskopschienenmechanismen gelagert werden. Mit der erfindungsgemäßen Lösung
wird folglich eine in mehrfacher Hinsicht sinnvolle Ergänzung eines Vorratsschrankes
zur klimatisierten und/oder temperierten Getränkelagerung bereitgestellt.
[0013] Eine erste Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, dass die Leiste mittels einer
formschlüssigen und/oder magnetischen Verbindung an dem Rahmen beziehungsweise an
der Querstrebe fixierbar ist. Unter einer formschlüssigen Verbindung sind dabei zum
Beispiel Zapfenverbindungen zu verstehen. Die magnetische Befestigung stellt eine
weitere Möglichkeit oder zusätzliche Fixierung dar.
[0014] Von besonderem Vorteil ist es darüber hinaus, wenn der Rahmen ein aus mindestens
zwei Rahmenteilen gebildeter Doppelrahmen ist. Diese Lösung betrifft ein völlig neues
Konzept für einen Vorratsschrank zur klimatisierten und/oder temperierten Getränkelagerung.
Bislang erlaubte die Tiefe des Vorratsschrankes und die Länge der zur Verfügung stehenden
Rahmen lediglich die Lagerung der Getränkeflaschen nebeneinander und übereinander.
Mit einem Rahmen als Doppelrahmen weist der Vorratsschrank eine doppelte Tiefe oder
doppelte Breite auf und kann bei doppelter Tiefe Getränkeflaschen hintereinander angeordnet
aufnehmen, wobei bei doppelter Breite die Getränkeflaschen in Querrichtung gelagert
sind und hierbei ebenfalls die doppelte Anzahl Getränkeflaschen aufbewahrt werden
können. Dies hat im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Lösung eine Bedeutung,
weil beispielsweise nur der hintere Teil des Rahmens geneigt angeordnet werden kann,
so dass auch hier die Getränkeflaschen weiterhin gut sichtbar bleiben.
[0015] Der Doppelrahmen kann aus zwei einzelnen Wenderahmen oder aus zwei einfachen Rahmen
bestehen, von denen mindestens einer eine Leiste aufweist, die zur Bildung eines Randsteges
genutzt wird. Mit diesen vorteilhaften Lösungen wird die Möglichkeit geboten, wesentlich
mehr Getränkeflaschen in einem Vorratsschrank zu lagern, als dies bisher der Fall
war.
[0016] Entsprechend einem weitergehenden Vorschlag kann der Doppelrahmen einstückig ausgeführt
sein oder aus zwei lösbar miteinander verbundenen Rahmenteilen bestehen, die auch
als Einzelrahmen einsetzbar sind. Hierin zeigt sich eine besondere Flexibilität der
vorliegenden Erfindung. Die Rahmen können nämlich jeweils den konkreten Bedürfnissen
oder Erfordernissen angepasst werden. Darüber hinaus lässt sich mit diesem Vorschlag
eine Standardisierung erreichen, die es erlaubt, baugleiche Rahmen herzustellen, die
je nach Auslegung des Vorratsschrankes als Einzelrahmen oder als miteinander verbundene
Doppelrahmen verwendet werden.
[0017] Die einteilige Fertigung des Doppelrahmens ist fertigungstechnisch sehr einfach.
Als lösbare Verbindung zwischen den Einzelrahmen bieten sich verschiedene Möglichkeiten
an. So können beispielsweise Steckverbindungen, Schraubverbindungen, Klemmverbindungen
oder Haken-Ösen-Systeme zum Einsatz kommen.
[0018] Eine weitere Variante der Erfindung besteht darin, dass zwei Rahmenteile jeweils
trapezförmige Längsstreben aufweisen und das erste Rahmenteil mit seinem erhöhten
Randsteg an dem erhöhten Randsteg des zweiten Rahmenteils angesetzt oder angeformt
ist. Unter der Anformung des zweiten Rahmenteiles ist hierbei wiederum die einteilige
Ausführung des Doppelrahmens zu verstehen.
[0019] Gemäß einem anderen Vorschlag der Erfindung besteht auch die Möglichkeit, dass der
Doppelrahmen aus mindestens zwei, durch ein Gelenk verbundenen Rahmenteilen besteht.
Die gelenkige Verbindung der Rahmenteile ist von Vorteil, weil dadurch die Höhe der
Neigung in Abhängigkeit von der gewählten Leiste variabel gehalten werden kann. Auch
ist es möglich, nur ein Rahmenteil oder beide Rahmenteile anzuheben. Zudem lassen
sich die Rahmenteile bei Nichtgebrauch in einfacher Weise zusammen legen. Als Gelenk
kann hierbei ein einfaches Scharniergelenk zum Einsatz kommen.
[0020] Weiterhin besteht eine erfindungsgemäße Ausgestaltung darin, dass jeder Rahmen eine
Eingriffskontur aufweist, in die wenigstens eine mit einem komplementär zu der Eingriffskontur
gestalteten Eingriffselement ausgestattete Tragstrebe lösbar und mit veränderbarer
Anordnung einsetzbar ist.
[0021] Durch die veränderbare Anordnung der Tragstreben wird es beispielsweise möglich,
in einem Vorratsschrank Flaschen stehend und/oder liegend zu lagern. Darüber hinaus
lässt sich jedoch auch die Anordnung von Einsätzen innerhalb des Rahmens beliebig
variieren. Damit erhöht sich die Variantenvielfalt und werden die Präsentationsmöglichkeiten
der gelagerten Getränkeflaschen verbessert. Zudem können beispielsweise mehrere Einsätze
in dem Rahmen oder auf dem Rahmen angeordnet werden. Durch die veränderbare Anordnung
der Tragstreben wird der Rahmen folglich insgesamt sehr flexibel einsetzbar und veränderbar.
[0022] Eine Ausgestaltung der zuvor beschriebenen Lösung ist darin zu sehen, dass der Rahmen
zumindest an einer der Querstreben einen erhöhten Randsteg mit einer Eingriffskontur
aufweist und die Tragstreben mit einer Neigung zur anderen Querstrebe in diese Eingriffskontur
eingesetzt sind. Mit anderen Worten wird die Eingriffskontur unmittelbar an dem erhöhten
Randsteg vorgesehen. Der erhöhte Randsteg ist dabei vorzugsweise einteilig an dem
Rahmen angeformt, wobei eine mehrteilige, durch eine Montage verbundene Ausführung
ebenfalls möglich ist.
[0023] Um mit einem erfindungsgemäßen Vorratsschrank Getränke unterschiedlicher Art gleichzeitig
lagern zu können, also beispielsweise Weißweine und Rotweine gemeinsam in einem Vorratsschrank
unterbringen zu können, kann der Vorratsschrank in an sich bekannter Weise wenigstens
zwei thermisch und/oder klimatisch voneinander getrennte und voneinander unabhängige
Klimazonen aufweisen. Diese Klimazonen können separat geregelt beziehungsweise eingestellt
werden, so dass für jedes Getränk die optimalen Lagerungsbedingungen geschaffen werden.
[0024] Ein Vorzug der Erfindung besteht auch darin, dass der Rahmen durch seine lösbare
Aufnahme in dem Vorratsschrank variabel in jede der Klimazonen einsetzbar ist.
[0025] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert.
Die gezeigten Ausführungsbeispiele stellen keine Einschränkung auf die dargestellten
Varianten dar, sondern dienen lediglich der Erläuterung eines Prinzips der Erfindung.
Dabei sind gleiche oder gleichartige Bauteile mit denselben Bezugsziffern bezeichnet.
Um die erfindungsgemäße Funktionsweise veranschaulichen zu können, sind in den Figuren
nur stark vereinfachte Prinzipdarstellungen gezeigt, bei denen auf die für die Erfindung
nicht wesentlichen Bauteile verzichtet wurde. Dies bedeutet jedoch nicht, dass derartige
Bauteile bei einer erfindungsgemäßen Lösung nicht vorhanden sind. Es zeigt:
- Figur 1:
- einen Vorratsschrank in perspektivischer Ansicht,
- Figur 2:
- eine erste Ausführung eines Rahmens als Einzelteildarstellung,
- Figur 3:
- einen Wenderahmen als Einzelteildarstellung,
- Figur 4:
- eine erste Ausführungsvariante eines Doppelrahmens in einer Explosivdarstellung,
- Figur 5:
- die geneigte Anordnung der Rahmenteile eines Doppelrahmens mit und ohne darauf angeordneten
Getränkeflaschen,
- Figur 6:
- eine zweite Ausführungsvariante eines Doppelrahmens mit und ohne darauf angeordneten
Getränkeflaschen
- Figur 7:
- eine weitere Möglichkeit der Gestaltung eines Rahmens zur geneigten Anordnung von
Getränkeflaschen als Einzelteildarstellung.
[0026] Die in der Figur 1 dargestellte, perspektivische Ansicht eines Vorratsschrankes 1
zeigt einen Vorratsschrank 1, der eine geöffnete Tür 25 mit mehreren Sichtfenstern
26 aufweist. Der Vorratsschrank 1 ist im vorliegenden Beispiel in drei unterschiedliche
Klimazonen I, II, III unterteilt, die jeweils durch einen Trennboden 27 voneinander
getrennt sind. Die Trennböden 27 dienen gleichermaßen zur Anzeige der in der jeweiligen
Klimazone I, II, III herrschenden Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsbedingungen. Zumindest
einer der vorhandenen Rahmen 10 ist auf Teleskopschienenmechanismen 24 gelagert und
kann damit aus dem Vorratsschrank herausgezogen und wieder in diesen hinein geschoben
werden. Der Rahmen 10 ist mit trapezförmigen Längsstreben ausgestattet, sodass er
eine Neigung in zwei unterschiedliche Richtungen aufweist. Dabei sind die Querstreben
des Rahmens 10 bei der Darstellung in Figur 1 in Querrichtung trapezförmig ausgeführt,
sodass sie an ihrer mittigen Berührungsseite die höchste Erhebung aufweisen. Natürlich
ist es auch möglich, diese Rahmen 10 um 90° versetzt zu der Darstellung in Figur 1
anzuordnen, sodass sich dann trapezförmige Längsstreben des Rahmens 10 in den Vorratsschrank
1 hinein erstrecken.
[0027] Aus der Figur 2 geht als Einzelteildarstellung eine erste, sehr einfache Ausführung
eines erfindungsgemäßen Rahmens 7 hervor. Der Rahmen 7 besteht hierbei aus zwei parallel
verlaufenden Querstreben 2, 3, die durch ebenfalls parallel zueinander verlaufende
Längsstreben 4, 5 miteinander verbunden sind. In den Rahmen 7 sind eine Vielzahl gleichartiger
Tragstreben 12, 13 eingesetzt. Die Tragstreben 12, 13 sind dabei lösbar im Rahmen
7 aufgenommen, weshalb ihre Anordnung zueinander veränderbar ist und der Rahmen 7
sehr flexibel den jeweiligen Bedürfnissen angepasst werden kann. Die Besonderheit
des in der Figur 2 dargestellten Rahmens 7 besteht darin, dass dieser an seiner Frontseite
eine Leiste 14 aufweist, die über Zapfen 28 in korrespondierenden Aufnahmeöffnungen
29 lösbar am Rahmen 7 befestigt ist. Nach dem Ablösen der Leiste 14 von der Frontseite
oder Rückseite des Rahmens 7 kann die Leiste 14 unter der hinteren oder vorderen Querstrebe
3 angeordnet werden, so dass der Rahmen 7 eine Neigung aufweist und die darauf angeordneten
Getränkeflaschen gut sichtbar sind, was eine ansprechende Präsentationsmöglichkeit
darstellt. Eine Fixierung der Leiste 14 kann zudem ausschließlich oder zusätzlich
über Magnete erfolgen.
[0028] Die Einzelteildarstellung einer weiteren Variante eines Rahmens 8 nach der Erfindung
zeigt die Darstellung in Figur 3. Dieser als Wenderahmen ausgeführte Rahmen 8 besteht
wiederum aus zwei Querstreben 2, 3 und zwei Längsstreben 4, 5, die miteinander verbunden
sind. Innerhalb des Rahmens 8 ist zudem eine Eingriffskontur 22 vorhanden, die bei
dem Beispiel eine sägezahnartige Kontur aufweist. In diese Eingriffskontur 22 können
in variabler Anordnung Tragstreben 12, 13 eingesetzt werden, die an ihrer Unterseite
zu der Eingriffskontur 22 korrespondierende Eingriffselemente aufweisen. Bei den Eingriffselementen
kann es sich im einfachsten Fall um Zapfen handeln, die aus der Figur 3 jedoch nicht
ersichtlich sind. Der Rahmen 8 ist deshalb ein Wenderahmen, weil er an jeder der Querstreben
2, 3 einen erhöhten Randsteg 15, 16 aufweist. Der Randsteg 15 an der Querstrebe 2
weist dabei in die entgegengesetzte Richtung zum Randsteg 16 an der Querstrebe 3.
Folglich sind die Randstege 15, 16 spiegelbildlich zueinander angeordnet. Aus dieser
Bauweise eines Rahmens 8 geht ein weiterer Vorteil der Erfindung hervor, der darin
besteht, dass beispielsweise der Randsteg 16 für die Neigung des Rahmens 8 verantwortlich
ist und der diesem spiegelbildlich gegenüberliegende Randsteg 15 gleichzeitig eine
Stützfläche und Anlage für die Flaschenböden der auf dem Rahmen 8 gelagerten Getränkeflaschen
bildet. Dreht man den Wenderahmen 8 um, so dient der Randsteg 16 als Stützfläche und
der Randsteg 15 als Erhöhung für die Neigung des Rahmens 8.
[0029] In der Figur 4 ist ein Doppelrahmen 9 veranschaulicht. Der Doppelrahmen 9 besteht
hierbei aus zwei Rahmenteilen 17, 18, in die jeweils mehrere Tragstreben 12, 13 eingesetzt
sind. Die Rahmenteile 17, 18 sind dabei baugleich mit dem im Zusammenhang mit der
Beschreibung der Figur 2 erläuterten Rahmen 7. Es ist jedoch wesentlich, zu erkennen,
dass die Rahmenteile 17, 18 hier durch ein gemeinsames Gelenk 21 miteinander verbunden
sind. Im Frontbereich oder im rückseitigen Bereich des Rahmenteils 17 befindet sich
darüber hinaus eine Leiste 14, die in korrespondierende Aufnahmeöffnungen 29 des Rahmenteils
17 einsteckbare Zapfen 28 aufweist. Auch hier können alternativ oder ergänzen Magnete
zur Leistenbefestigung zum Einsatz kommen. Die abnehmbare Leiste 14 kann im Bereich
des Gelenkes 21 unter dem Doppelrahmen 9 angeordnet werden und bewirkt damit eine
Neigung beider Rahmenteile 17, 18 des Doppelrahmens 9, wobei das Rahmenteil 17 eine
zum Rahmenteil 18 entgegengesetzte Neigung aufweist. Mit einem derartigen Doppelrahmen
9 kann folglich im Vergleich mit einem einzelnen Rahmen die doppelte Anzahl Getränkeflaschen
gelagert werden.
[0030] Die aus den Bildteilen a) und b) bestehende Figur 5 zeigt den im Zusammenhang mit
der Beschreibung der Figur 4 bereits erläuterten Doppelrahmen 9, wobei hier die Leiste
14 im Bereich des Gelenkes 21 unter den Rahmenteilen 17, 18 angeordnet ist, so dass
diese eine gegensinnige Neigung aufweisen. Besser als aus der Darstellung in Figur
4 sind hierbei die in die Frontseite des Rahmenteiles 17 eingebrachten Aufnahmeöffnungen
29 zu sehen.
[0031] Im Bildteil b) der Figur 5 werden darüber hinaus Getränkeflaschen 6 auf den Rahmenteilen
17, 18 gelagert.
[0032] Einen weiteren Doppelrahmen 10 zeigt die aus den Bildteilen a) und b) bestehende
Figur 6. Der Doppelrahmen 10 weist auch hier zwei einzelne Rahmenteile 17, 18 auf,
deren Längsstreben 4, 5 jedoch trapezförmig gestaltet sind. Dadurch verfügen die Rahmenteile
17, 18 über eine Neigung, ohne hierfür zusätzliche Anbauteile zu benötigen. Im Bereich
der Querstreben 3 weisen die Rahmenteile 17, 18 ihre höchste Erhebung auf, so dass
in diesem Bereich je ein Randsteg 19 beziehungsweise 20 vorhanden ist, mit dem die
Rahmenteile 17, 18 aneinander anliegen.
[0033] Bei dem Beispiel in Figur 6 wurden zwei Rahmenteile 17, 18 verwendet. Es ist jedoch
ebenso möglich, den in Figur 6 dargestellten Doppelrahmen 10 als einteiligen Doppelrahmen
herzustellen. Dabei würden die Längsstreben 4, 5 im zentralen Bereich ihre höchste
Erhebung aufweisen.
[0034] Der in Figur 7 veranschaulichte Rahmen 11 ist ebenfalls als ein Wenderahmen ausgeführt
und weist daher, wie bereits im Zusammenhang mit der Beschreibung der Figur 3 erwähnt,
an den Querstreben 2, 3 jeweils Randstege 15, 16 auf. Die Besonderheit des in Figur
7 dargestellten Rahmens 11 besteht darin, dass auf die hintere Querstrebe 3 ein zusätzlicher
Randsteg 30 aufgesetzt ist. Der Randsteg 30 weist eine weitere Eingriffskontur 23
auf in die die im Rahmen 11 eingesetzten Tragstreben 12, 13 mit einer Neigung eingesetzt
werden können. Der Aufbau der Eingriffskontur 22 im Rahmen 11 ist dabei baugleich
zu der Eingriffskontur 23 am Randsteg 30. Der Randsteg 30 kann als abnehmbarer Aufsatz
gestaltet sein, wie er aus der Figur 7 hervorgeht. So ist es möglich, einen erfindungsgemäßen,
einfachen Wenderahmen 8 nachträglich oder variabel mit einem entsprechenden Randsteg
30 auszustatten. Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Querstrebe 3 mit dem Randsteg
30 einstückig auszuführen.
Bezugszeichenliste:
[0035]
1. Vorratsschrank
2. Querstrebe
3. Querstrebe
4. Längsstrebe
5. Längsstrebe
6. Getränkeflasche
7. Rahmen
8. Rahmen
9. Rahmen
10. Rahmen
11. Rahmen
12. Tragstrebe
13. Tragstrebe
14. Leiste
15. Randsteg
16. Randsteg
17. Rahmenteil
18. Rahmenteil
19. Randsteg
20. Randsteg
21. Gelenk
22. Eingriffskontur
23. Eingriffskontur
24. Teleskopschienenmechanismus
25. Tür
26. Sichtfenster
27. Trennboden
28. Zapfen
29. Aufnahmeöffnung
30. Randsteg
I, II, III Klimazone des Vorratsschrankes
1. Vorratsschrank (1) zur klimatisierten und/oder temperierten Getränkelagerung, mit
mindestens einem aus zwei Querstreben (2, 3) und zwei die Querstreben (2, 3) verbindenden
Längsstreben (4, 5) gebildeten, eine Neigung zur Schräglagerung darauf angeordneter
Getränkeflaschen (6) aufweisenden Rahmen (7, 8, 9, 10, 11), in den zumindest zwei
Tragstreben (12, 13) eingesetzt sind oder der wenigstens einen Einsatz zur Aufnahme
einer Getränkeflasche (6) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine lösbar an dem Rahmen (7) befestigte Leiste (14) zur Erhöhung einer Rahmenseite
unterhalb einer Querstrebe (2, 3) fixierbar ist und dadurch einen erhöhten Randsteg
des Rahmens (7) bildet
oder
der Rahmen (8) als Wenderahmen ausgeführt ist und hierzu jede Querstrebe (2, 3) einseitig
einen erhöhten Randsteg (15, 16) aufweist, wobei die Randstege (15, 16) der vorderen
Querstrebe (2) und der hinteren Querstrebe (3) spiegelbildlich zueinander angeordnet
sind.
2. Vorratsschrank nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Leiste (14) mittels einer formschlüssigen und/oder magnetischen Verbindung an
dem Rahmen (7) beziehungsweise an der Querstrebe (2, 3) fixierbar ist.
3. Vorratsschrank nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Rahmen ein aus mindestens zwei Rahmenteilen (17, 18) gebildeter Doppelrahmen (9,
10) ist.
4. Vorratsschrank nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Doppelrahmen (9, 10) einstückig ausgeführt ist oder aus zwei lösbar miteinander
verbundenen Rahmenteilen (17, 18) besteht, die auch als Einzelrahmen einsetzbar sind.
5. Vorratsschrank nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
zwei Rahmenteile (17, 18) jeweils trapezförmige Längsstreben (4, 5) aufweisen und
das erste Rahmenteil (17) mit seinem erhöhten Randsteg (19) an dem erhöhten Randsteg
(20) des zweiten Rahmenteils (18) angesetzt oder angeformt ist.
6. Vorratsschrank nach einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Doppelrahmen (9, 10) aus mindestens zwei, durch ein Gelenk (21) verbundenen Rahmenteilen
(17, 18) besteht.
7. Vorratsschrank nach einem der vorstehend genannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
jeder Rahmen (7, 8, 9, 10, 11) eine Eingriffskontur (22, 23) aufweist, in die wenigstens
eine mit einem komplementär zu der Eingriffskontur (22, 23) gestalteten Eingriffselement
ausgestattete Tragstrebe (12, 13) lösbar und mit veränderbarer Anordnung einsetzbar
ist.
8. Vorratsschrank nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Rahmen (11) zumindest an einer der Querstreben (3) einen erhöhten Randsteg (24)
mit einer Eingriffskontur (22) aufweist und die Tragstreben (12, 13) mit einer Neigung
zur anderen Querstrebe (2) in diese Eingriffskontur (22) eingesetzt sind.