[0001] Die Erfindung betrifft eine Montageeinheit nach dem Anspruch 1 und ein Möbel nach
Anspruch 6.
Stand der Technik
[0002] Im Möbelbereich sind Anordnungen zum Anbringen einer Vorrichtung zur Bewegungsbeeinflussung
eines an einem Möbelkorpus aufgenommenen Möbelteils z.B. aus der
WO 2008/101261 A1, der
WO 2006/017865 A1 oder der
WO 2008/098267 A1 bekannt. Insbesondere werden Montagesets mit Anbringhilfen verwendet, um die Anordnung
an dem Möbelkorpus zu montieren, wobei über die Anordnung zum Beispiel eine Ausstoßeinrichtung
lösbar anbringbar ist, wobei die Ausstoßeinrichtung das bewegbar an dem Möbelkorpus
aufgenommene Möbelteil wie beispielsweise ein Auszug oder eine Schublade aus einer
geschlossenen Stellung zumindest über eine Teilstrecke ausstoßen kann. Die Anordnung
kann am Möbelkorpus beispielsweise an einer Möbelkorpusrückwand über daran vorbereitete
Verankerungselemente bzw. einen Verankerungsabschnitt insbesondere aufgesteckt werden.
Das Aufstecken kann am leeren Möbelkorpus bzw. bevor daran die bewegbaren Möbelteile
aufgenommen sind in einer definierten Aufsteckrichtung erfolgen, beispielsweise senkrecht
von vorne bezüglich einer Innenseite einer Möbelkorpusrückwand.
Aufgabe und Vorteile der Erfindung
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Montagesituation einer Anordnung zum
Anbringen einer Vorrichtung zur Bewegungsbeeinflussung eines an einem Möbelkorpus
aufgenommenen Möbelteils zu verbessern.
[0004] Diese Aufgabe wird durch die unabhängigen Ansprüche gelöst.
[0005] Die Erfindung betrifft eine Montageeinheit mit einem Aufnahmerahmen mit Rahmenbegrenzungsabschnitten,
die zwei gegenüberliegende seitliche Rahmenbegrenzungsabschnitte und einen zwischen
den seitlichen Rahmenbegrenzungsabschnitte verlaufenden oberen Rahmenbegrenzungsabschnitt
und/oder einen zwischen den seitliche Rahmenbegrenzungsabschnitte verlaufenden unteren
Rahmenbegrenzungsabschnitt umfassen, wobei an dem Aufnahmerahmen eine Ausstoßeinrichtung
anbringbar ist. Erfindungsgemäß ist ein Versorgungskabel und/oder ein Steuerkabel
für die Ausstoßeinrichtung durchgängig entlang der seitlichen Rahmenbegrenzungsabschnitte
und einem der zwischen den seitlichen Rahmenbegrenzungsabschnitten ausgebildeten Rahmenbegrenzungsabschnitt
anordenbar. Damit kann die oben beschriebene Verkabelung für die Ausstoßeinrichtung
vor der Anbringung der Ausstoßeinheit vorteilhaft erfolgen. Die Montageeinheit kann,
z.B. insbesondere wenn deren Außenabmessung etwa der einer Ausstoßeinrichtung entspricht
und keine Möglichkeit besteht über Verankerungselemente am Möbelkorpus befestigt zu
werden, über einen Montagewinkel erfolgen. Grundsätzlich ist zusätzlich oder alternativ
eine Anbringung der Montageeinheit über Verankerungselemente nicht ausgeschlossen.
[0006] Die Erfindung betrifft außerdem eine Montageeinheit, über welche eine Ausstoßeinrichtung
anbringbar ist, welche zum Ausstoßen eines an dem Möbelkorpus bewegbar aufgenommenen
Möbelteils aus einer Schließposition dient, wobei eine Vorrichtung zum Anbringen der
Montageeinheit an einem Möbelkorpus vorhanden ist. Der Grundgedanke liegt darin, dass
ein Montagewinkel vorgesehen ist, über welchen die Montageeinheit am Möbelkorpus befestigbar
ist. Für eine Befestigung der Montageeinheit, an welcher eine Ausstoßeinrichtung insbesondere
aufsteckbar ist, für den Fall dass keine Befestigung der Ausstoßeinrichtung über vergleichsweise
lange Längsprofile möglich ist, kann ein Seiten-, Boden- und/oder Deckelwinkelelement
eingesetzt werden. Der Montagewinkel kann an einer Möbelkorpusseitenwand, einem Möbelkorpusboden
und/oder einem Möbelkorpusdeckel befestigt werden, z.B. angeschraubt oder angeklebt
werden. An dem Montagewinkel direkt und/oder einem daran aufgenommenem Aufnahme -
bzw. Anbringrahmen kann die Ausstoßeinrichtung befestigt werden. Der Montagewinkel
kann integral mit dem Anbringrahmen ausgebildet sein. Durch den Anbringrahmen wird
zum Beispiel eine Freilassung umrahmt, in deren Bereich die Ausstoßeinrichtung Platz
finden kann, wobei die Ausstoßeinrichtung an dem Rahmen z.B. aufgesteckt ist.
[0007] Da die Ausstoßeinrichtung beispielsweise mit einer elektrischen Versorgung mittels
Kabel betrieben wird, kann das Kabel an dem Aufnahme- bzw. Anbringrahmen so geführt
sein, dass an drei U-förmig zueinander stehenden Rahmenabschnitten des Anbringrahmens
das Kabel lösbar verlegbar und fixierbar ist, zum Beispiel in Ausnehmungen bzw. Nuten
geklemmt sein. So kann beispielsweise über an der Ausstoßeinrichtung vorhandene elektrisch
leitende Piercing-Elemente bei dem Aufstecken eine Kontaktierung am Kabel links, rechts,
unten und/oder auch oben stattfinden, indem die Piercing-Elemente eine Kabelisolierung
durchstechen und den stromführenden Kabeldraht kontaktieren.
[0008] Das Aufstecken und Befestigen und die Kontaktierung der Ausstoßeinheit erfolgt vorteilhaft
in einem Schritt.
[0009] Die Erfindung betrifft außerdem ein Möbel mit einem Möbelkorpus, an dem ein bewegbares
Möbelteil aufgenommen ist. An dem Möbel kann vorteilhaft eine Montageeinheit eingerichtet
sein.
Figurenbeschreibung
[0010] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden anhand der in den Figuren dargestellten
Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert. Im Einzelnen zeigt:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht schräg von oben auf einen teilweise dargestellten Möbelkorpus
und dazu beabstandet eine nicht angebrachte Montageeinheit,
- Figur 2
- eine Montageeinheit mit Bodenmontagewinkel und angebrachter Ausstoßeinheit,
- Figur 3
- die Montageeinheit mit Bodenmontagewinkel gemäß Figur 2 mit gegenüber Figur 2 um 180
Grad gedreht angebrachter Ausstoßeinheit,
- Figur 4
- eine zu Figur 2 und 3 alternative Montageeinheit mit angebrachter Ausstoßeinheit,
wobei die Montageeinheit über einen Seitenmontagewinkel verfügt und wobei eine teilweise
dargestellte Schublade mit Umrisslinien angedeutet ist,
- Figur 5
- eine Montageeinheit gemäß der Figuren 2 bis 4 mit aufgenommenem Versorgungskabel ohne
Ausstoßeinheit und Montagewinkel,
- Figur 6
- eine perspektivische Rückansicht eines Verankerungselements mit daran aufgestecktem
oberen Verbindungselement einer Montageeinheit,
- Figur 7
- einen Endabschnitt des Verankerungselements gemäß Figur 6 in einer perspektivischen
Rückansicht,
- Figur 8
- den Endabschnitt des Verankerungselements gemäß Figur 7 in einer perspektivischen
Vorderansicht schräg von oben,
- Figur 9 und 10
- eine vergrößerte Detailansicht eines Endabschnitts der Anordnung gemäß Figur 6,
- Figur 11
- den gemäß der Figuren 9 und 10 gezeigten Endabschnitt des Verbindungselements.
[0011] In einzelnen Figuren sind teilweise für sich entsprechende Bauteile von unterschiedlichen
Ausführungsformen die gleichen Bezugszeichen verwendet.
[0012] In Figur 1 ist ein Möbelkorpus 1 unter Weglassung von Teilen dargestellt. Außerdem
ist eine Montageeinheit 2 im nicht am Möbelkorpus 1 angebrachten zustand gezeigt.
Die Montageeinheit 2 kann über ein oberes Verankerungselement 3 und ein unteres Verankerungselement
4, die schematisch gezeigt und im hinteren Bereich des Möbelkorpus 1 nahe einer Rückwand
1a vormontiert sind, aufgesteckt und so am Möbelkorpus befestigt werden. Die Montageeinheit
2 kann ein Überbrückungsteil aufweisen, das beispielhaft als Abschlussteil 24 ausgebildet
ist und im Detail in Teilansicht in den Figuren 6 und 9 bis 11 gezeigt ist.
[0013] Vom Möbelkorpus 1 ist außerdem eine von vorne betrachtet linke Seitenwand 1b, ein
Boden 1c und eine Strebe 1d dargestellt. Die Strebe 1d dient beispielsweise dafür,
den Korpus zu stabilisieren und verläuft zwischen der Seitenwand 1b und einer dazu
parallelen weiteren nicht dargestellten Seitenwand. Am oberen Endabschnitt der Rückwand
1a ist innenseitig zu deren Verstärkung ein Verstärkungselement 5 fest angebracht
an welchem das obere Verankerungselement 3 befestigt beispielsweise angeschraubt ist.
Das Verstärkungselement 5 kann z.B. ein Holzbrett sein.
[0014] Die Montageeinheit 2 kann erfindungsgemäß von vorne, das heißt in Richtung des Pfeils
P1 in Figur 1 in der darin gezeigten Ausrichtung an den Verankerungselementen 3 und
4 aufgesteckt befestigt werden.
[0015] Die Montageeinheit 2 ist mit drei daran angebrachten Ausstoßeinheiten 6, 7 und 8
bestückt, wobei eine obere Ausstoßeinheit 6, eine untere Ausstoßeinheit 8 und eine
dazwischenliegende Ausstoßeinheit 7 vorhanden sind. Die Ausstoßeinheiten 6 bis 8 können
separat an der Montageeinheit 2 von Hand lösbar aufgesteckt oder auf andere Art angebracht
werden. Die Ausstoßeinheiten 6 bis 8 dienen beispielsweise zum jeweiligen Ausstoßen
von im Möbelkorpus 1 über Führungseinheiten verschieblich bewegbar gelagerten Schubladen
(nicht dargestellt). Jeder Schublade ist in der Regel eine der Ausstoßeinheit 6 bis
8 zugeordnet, welche jeweils beispielsweise mit einer elektrischen Antriebseinheit
versehen sind, um einen verschwenkbaren Ausstoßhebel an den Ausstoßeinheiten 6 bis
8 zu verschwenken und dabei gegen eine Schubladenrückwand zu drücken, wobei die Schublade
in Öffnungsrichtung ausgestoßen wird.
[0016] Die Montageeinheit 2 dient zur Aufnahme mehrerer Ausstoßeinheiten, die in der Höhe
daran an individuellen Stellen positionierbar sind, und umfasst zwei parallel zueinander
verlaufende Längsprofile 9 und 10. Die Längsprofile 9 und 10 können über aufsteckbare
Verbindungselemente, die z.B. in den Figuren 6 und 9 bis 11 gezeigt sind, oben und
unten zueinander auf Abstand gehalten werden bzw. zu einer Baueinheit zusammengebaut
sein.
[0017] Figur 2 zeigt einen erfindungsgemäßen Aufnahmerahmen 18 (siehe auch Figur 5) mit
einer angebrachten Ausstoßeinheit 11. Der Aufnahmerahmen 18 ist an einem Bodenwinkel
12 befestigt, der über Anschraublöcher 12a mit nicht gezeigten Befestigungsschrauben
an einem Möbelkorpus z.B. einem Möbelkorpusboden fixierbar ist. Der Aufnahmerahmen
18 mit Freilassung ist durch rechtwinklig zueinander stehende Rahmenbegrenzungsabschnitte
als geschlossener, hier in Grobform rechteckiger, Rahmen gebildet und umfasst zwei
gegenüberliegende seitlich Rahmenbegrenzungsabschnitte bzw. im Einbauzustand vertikal
und parallel verlaufende Profilabschnitte 13 und 14. Über einen unten zwischen den
Profilabschnitten 13 und 14 vorhandenen unteren Rahmenbegrenzungsabschnitt kann der
Aufnahmerahmen 18 am Bodenwinkel 12 befestigt werden. Die Ausstoßeinheit 11 weist
einen angetrieben heraus- und wieder einschwenkbaren Ausstoßhebel 11a auf, der im
Einbauzustand gemäß Figur 2 zur Mitte nach unten versetzt positioniert ist. Es lässt
sich damit eine Ausstoßwirkung unten nahe dem Bodenwinkel 12 realisieren. Über eine
Verkabelung an dem Aufnahmerahmen 18 ist die Ausstoßeinheit 11 elektrisch versorgt,
was weiter unten zu Figur 5 noch erläutert wird.
[0018] Gemäß Figur 3 ist die zur Ausstoßeinheit 11 in Figur 2 identische Ausstoßeinheit
11 um 180 Grad gedreht gegenüber der Anordnung aus Figur 2 am Aufnahmerahmen 18 angebracht.
Dies ist vorteilhaft ohne Änderung der Verkabelung an dem Aufnahmerahmen 18 möglich.
Der Ausstoßhebel 11a ist im Einbauzustand gemäß Figur 3 zur Mitte nach oben versetzt
positioniert. Es lässt sich damit mit einem Montage- bzw. Handgriff eine gegenüber
Figur 2 weiter oben bzw. weiter entfernt zum Bodenwinkel 12 realisierte Ausstoßwirkung
einrichten, was vorteilhaft sein kann. Dabei ist die Verschenkrichtung gemäß Figur
2 entgegengesetzt zur Verschenkrichtung gemäß Figur 3.
[0019] Figur 4 verdeutlicht schematisch eine nur im hinteren Bereich dargestellte Schublade
15 in einem in einem Möbelkorpus (nicht gezeigt) ganz eingeschobenen Zustand, wobei
eine Ausstoßeinheit 16 mit eingeschwenktem Ausstoßhebel 16a außen an einer Rückwand
15a der Schublade 15 angrenzend positioniert und über eine Montageeinheit 17 aufgenommen
ist. Die Montageeinheit 17 umfasst einen Seitenmontagewinkel 17a zur Befestigung an
einer von vorne betrachteten rechten Korpusseitenwand. Die Befestigung kann problemlos
auch an einer linken Korpusseitenwand durch Drehen des Winkels erfolgen.
[0020] Figur 5 zeigt einen Aufnahmerahmen 18 gemäß der Montageeinheiten aus den Figuren
2, 3 und 4 mit einem daran fixierten zum Beispiel aufgesteckten und geführten elektrischen
Versorgungskabel 19 zur Bereitstellung einer elektrischen Versorgung bzw. einer Steuerung
einer an dem Aufnahmerahmen 18 anbringbaren Ausstoßereinheit.
[0021] Der Aufnahmerahmen 18 kann über einen Bodenwinkel oder einen Seitenmontagewinkel
an einem Korpusboden oder einer Seitenwand des Korpus oder ohne einen Montagewinkel
direkt an einer Rückwand oder an einer entsprechenden Traverse am Möbelkorpus befestigt
werden.
[0022] Vorteilhafterweise ist das Versorgungskabel 19 an einem linken Vertikalabschnitt
20, an einem quer dazu oberhalb verlaufenden Querabschnitt 21, z.B. einem Verbindungs-
bzw. Überbrückungsteil, und einem nach unten daran anschließend geführten weiteren
Vertikalabschnitt 22 anliegend geklemmt. So kann eine Kontaktierung einer an dem Aufnahmerahmen
18 anbringbaren Ausstoßeinheit vorteilhaft an den beiden vertikalen Abschnitten 20,
22 als auch an dem quer dazu oberhalb angeordneten Abschnitt 21 erfolgen. Eine Ausstoßeinheit
kann hierzu zum Beispiel von vorne gemäß Pfeil A auf den Aufnahmerahmen 18 aufgesteckt
werden. Eine Kontaktierung der Ausstoßeinheit mit dem Versorgungskabel 19 kann mit
nadelartigen Kontakten an der Ausstoßeinheit erfolgen, die beim Anbringen der Ausstoßeinheit
durch eine Isolierung des Kabels 19 durchgreifen und das Innere des Versorgungskabels
19 kontaktieren. Vorteilhaft ist das Versorgungskabel 19 beim Aufstecken der Ausstoßeinheit
gemäß Pfeil A über den U-förmig bzw. schleifenförmig am Aufnahmerahmen 18 geführten
Abschnitt des Versorgungskabels möglich.
[0023] Ein alternatives Verankerungselement wird in Figur 6 erläutert, das als Verankerungsbügel
23 ausgebildet ist, welcher an einer Rückwand eines Möbelkorpus anbringbar ist und
zur Aufnahme einer Montageeinheit dient. Am Verankerungsbügel 23 ist ein Abschnitt
der Montageeinheit eingesteckt und erfindungsgemäß gegen eine Krafteinwirkung in Längsrichtung
der Montageeinheit gesichert. Hierzu ist ein Überbrückungsteil in Form des Abschlussteils
24, das zur Montageeinheit gehört und an diesem angebracht ist, mit dem Verankerungsbügel
23 in einem Steckkontakt bzw. von vorne aufgesteckt und daran arretiert. Beim Aufstecken
der Montageeinheit von vorne kommen die Klemmbacken in Anschlagstellung an dem jeweiligen
Klemmsteg 27, der eine Hinterschneidung aufweist, so dass durch weiteres Andrücken
der Klemmsteg 27 in einen Spaltbereich der Klemmbacke 26 hineingepresst wird und die
Klemmbacke 26 sich federnd aufweitet und bei Erreichen der Hinterschneidung des Klemmstegs
27 einschnappt und gegen eine Bewegung bzw. ein Lösen in Aufsteckrichtung gesichert
ist. Erst durch ein Aufweiten der Klemmbacken 26, z.B. mit Hilfe eines Schraubendrehers,
und Wegbewegen entgegen der Aufsteckrichtung kann das Abschlussteil 24 bzw. die Montageeinheit
wieder vom Verankerungsbügel 23 entfernt werden.
[0024] Einen Endabschnitt des Verankerungsbügels 23 von hinten zeigt Figur 7, der in Figur
8 von vorne dargestellt ist. Ein Anschraubloch 25 dient zum Anschrauben des Verankerungsbügels
23 an einem horizontalen Abschnitt, z.B. einem Boden oder einem Deckel des Möbelkorpus.
[0025] Einen vergrößerten Ausschnitt aus Figur 6 zeigt Figur 9 und Figur 10. Das Abschlussteil
24 und damit die Montageeinheit mit zwei Profilen, welche über das Abschlussteil 24
miteinander verbunden sein können, kann gemäß Pfeil P1 (Figur 9) auf bzw. an dem Verankerungsbügel
23 aufgesteckt werden. Hierbei umgreift jede Klemmbacke 26 mit federnd beweglichen
eingerollt geformten Kunststoffabschnitten am Abschlussteil 24 den Klemmsteg 27 am
Verankerungsbügel 23, wie oben erläutert.
[0026] Außerdem untergreift im aufgesteckten Zustand eine sockelartig bzw. absatzartig nach
vorne abstehende Erhöhung am Abschlussteil 24, welche als Rastnase 28 ausgebildet
ist, eine etwas schräg nach vorne umgebogene Lasche 29 am Verankerungsbügel 23. Damit
wird ein Verrutschen in Richtung Pfeil P2 (siehe Figur 9), also in Längsrichtung der
nicht gezeigten Profile, die mit dem Abschlussteil 24 verbunden sind bzw. senkrecht
zur Aufsteckrichtung P1 des Abschlussteils 24, sicher unterbunden. Denn es wird ein
Anschlag mit einer Anschlagfläche 28a an der Rastnase 28 und einer Anschlagfläche
29a unten an einer schmalen Seite der Lasche 29 gebildet, die zueinander in bewegungsbegrenzende
Anlage kommen.
[0027] Eine weitere Ansicht von hinten zeigt Figur 10.
[0028] Figur 11 zeigt den in Figur 9 und 10 gezeigten Bereich des Abschlussteils 24.
[0029] Des Weiteren sind Steckdorne 30, 31 am Abschlussteil 24 vorhanden, mit welchen eine
Verbindung des Abschlussteils 24 stirnseitig bzw. von oben und unten an den jeweiligen
Profilen der Montageeinheit z.B. mit einem reversibel lösbaren Presssitz möglich ist.
Bezugszeichenliste:
[0030]
- 1
- Möbelkorpus
- 1a
- Rückwand
- 1b
- Seitenwand
- 1c
- Boden
- 1d
- Strebe
- 2
- Montageeinheit
- 3
- Verankerungselement
- 4
- Verankerungselement
- 5
- Verstärkungselement
- 6
- Ausstoßeinheit
- 7
- Ausstoßeinheit
- 8
- Ausstoßeinheit
- 9
- Längsprofil
- 10
- Längsprofil
- 11
- Ausstoßeinheit
- 11a
- Ausstoßhebel
- 12
- Bodenwinkel
- 12a
- Anschraublöcher
- 13
- Profilabschnitt
- 14
- Profilabschnitt
- 15
- Schublade
- 15a
- Rückwand
- 16
- Ausstoßeinheit
- 16a
- Ausstoßhebel
- 17
- Montageeinheit
- 17a
- Seitenmontagewinkel
- 18
- Aufnahmerahmen
- 19
- Versorgungskabel
- 20
- Vertikalabschnitt
- 21
- Querabschnitt
- 21a
- Rahmenbegrenzungsabschnitt
- 21b
- Rahmenbegrenzungsabschnitt
- 22
- Vertikalabschnitt
- 23
- Verankerungsbügel
- 24
- Abschlussteil
- 25
- Anschrauböffnung
- 26
- Klemmbacke
- 27
- Klemmsteg
- 28
- Nase
- 28a
- Anschlagfläche
- 29
- Lasche
- 29a
- Anschlagfläche
- 30
- Steckdorn
- 31
- Steckdorn
1. Montageeinheit (17) mit einem Aufnahmerahmen (18) mit Rahmenbegrenzungsabschnitten,
die zwei gegenüberliegende seitliche Rahmenbegrenzungsabschnitte (13, 14; 20, 22)
und einen zwischen den seitlichen Rahmenbegrenzungsabschnitten (13, 14; 20, 22) verlaufenden
oberen Rahmenbegrenzungsabschnitt (21a) und/oder einen zwischen den seitlichen Rahmenbegrenzungsabschnitten
(13, 14; 20, 22) verlaufenden unteren Rahmenbegrenzungsabschnitt (21b) umfassen, wobei
an dem Aufnahmerahmen (18) eine Ausstoßeinrichtung (11; 16) anbringbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Versorgungskabel (19) und/oder ein Steuerkabel am Aufnahmerahmen (18) lösbar
verlegt und fixiert ist, so dass das Versorgungskabel (19) und/oder das Steuerkabel
für die Ausstoßeinrichtung (11; 16) durchgängig entlang der seitlichen Rahmenbegrenzungsabschnitte
(20, 22) und einem zwischen den seitlichen Rahmenbegrenzungsabschnitten (13, 14; 20,
22) ausgebildeten Rahmenbegrenzungsabschnitt (21a) U-förmig lösbar verlegt und fixiert
ist.
2. Montageeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Versorgungskabel (19) und/oder Steuerkabel am Aufnahmerahmen (18) in Ausnehmungen
geklemmt ist.
3. Montageeinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Versorgungskabel (19) und/oder Steuerkabel am Aufnahmerahmen (18) in Nuten geklemmt
ist.
4. Montageeinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Versorgungskabel (19) und/oder Steuerkabel am Aufnahmerahmen (18) aufgesteckt
und geführt vorhanden ist.
5. Montageeinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche und Vorrichtung zum Anbringen
der Montageeinheit an einem Möbelkorpus, wobei über die Montageeinheit eine Ausstoßeinrichtung
(11; 16) anbringbar ist, welche zum Ausstoßen eines an einem Möbelkorpus bewegbar
aufgenommenen Möbelteils (15) aus einer Schließposition dient, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zum Anbringen der Montageeinheit einen Montagewinkel (12, 17a) umfasst,
über welchen die Montageeinheit (17) am Möbelkorpus befestigbar ist.
6. Möbel mit einem Möbelkorpus (1), an dem ein bewegbares Möbelteil aufgenommenen ist,
mit einer Montageeinheit nach Anspruch 1.
1. Fitting unit (17) having a mounting frame (18) with frame delimiting sections, which
comprise two opposite side frame delimiting sections (13, 14; 20, 22) and an upper
frame delimiting section (21a) running between the side frame delimiting sections
(13, 14; 20, 22) and/or a lower frame delimiting section (21b) running between the
side frame delimiting sections (13, 14; 20, 22), wherein an ejection device (11; 16)
can be attached onto the mounting frame (18), characterised in that a power cable (19) and/or a control cable is laid and fixed detachably onto the mounting
frame (18) so that the power cable (19) and/or the control cable for the ejection
device (11; 16) can be laid and fixed in a U-shape continuously along the side frame
delimiting sections (20, 22) and a frame delimiting section (21a) formed between the
side frame delimiting sections (13, 14; 20, 22).
2. Fitting unit according to claim 1, characterised in that the power cable (19) and/or control cable is clamped onto the mounting frame (18)
in recesses.
3. Fitting unit according to any of the preceding claims, characterised in that the power cable (19) and/or control cable is clamped onto the mounting frame (18)
in grooves.
4. Fitting unit according to any of the preceding claims, characterised in that the power cable (19) and/or control cable is fitted and guided on the mounting frame
(18).
5. Fitting unit according to any of the preceding claims and device for attaching the
fitting unit onto a furniture body, wherein by means of the fitting unit an ejection
device (11; 16) can be attached, which is used for ejecting a furniture part (15)
mounted movably on a furniture body from a closed position, characterised in that the device for attaching the fitting unit comprises a mounting bracket (12, 17a)
by means of which the fitting unit (17) can be secured onto the furniture body.
6. Furniture with a furniture body (1), on which a movable furniture part is mounted,
with a fitting unit according to claim 1.
1. Unité de montage (17) comprenant un cadre de réception (18) avec des sections de limite
de cadre qui comprennent deux sections de limite de cadre latérales (13, 14 ; 20,
22) opposées et une section de limite de cadre supérieure (21a) s'étendant entre les
sections de limite de cadre latérales (13, 14 ; 20, 22) et/ou une section de limite
de cadre inférieure (21b) s'étendant entre les sections de limite de cadre latérales
(13, 14 ; 20, 22), un dispositif d'éjection (11 ; 16) pouvant être appliqué sur le
cadre de réception (18), caractérisée en ce qu'un câble d'alimentation (19) et/ou un câble de commande sont posés et fixés de façon
détachable sur le cadre de réception (18) de sorte que le câble d'alimentation (19)
et/ou le câble de commande pour le dispositif d'éjection (11 ; 16) sont posés et fixés
de façon détachable en formant un U de façon continue le long des sections de limite
de cadre latérales (20, 22) et d'une section de limite de cadre (21a) formée entre
les sections de limite de cadre latérales (13, 14 ; 20, 22).
2. Unité de montage selon la revendication 1, caractérisée en ce que le câble d'alimentation (19) et/ou le câble de commande sont coincés dans des évidements
sur le cadre de réception (18).
3. Unité de montage selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le câble d'alimentation (19) et/ou le câble de commande sont coincés dans des rainures
sur le cadre de réception (18).
4. Unité de montage selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le câble d'alimentation (19) et/ou le câble de commande sont enfichés et guidés sur
le cadre de réception (18).
5. Unité de montage (17) selon l'une des revendications précédentes et dispositif pour
appliquer l'unité de montage à un corps de meuble, un dispositif d'éjection (11 ;
16) pouvant être appliqué par le biais de l'unité de montage et servant à éjecter
d'une position fermée une pièce de meuble (15) reçue mobile sur un corps de meuble,
caractérisée en ce que le dispositif pour appliquer l'unité de montage comprend une équerre de montage (12,
17a) au moyen de laquelle l'unité de montage (17) peut être fixée au corps du meuble.
6. Meubles comprenant un corps de meuble (1), sur lequel est reçue une pièce de meuble
mobile, avec une unité de montage selon la revendication 1.