[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Stanzen gemäß dem Oberbegriff von Anspruch
1 und eine Schmalbahndruckmaschine gemäß Anspruch 10.
Stand der Technik
[0002] Vorrichtungen zum Stanzen von flachem mehrschichtigem Gut mit Stanzzylinder und Gegenstanzzylinder
sind bekannt. Wenigstens eine Schicht des flachen mehrschichtigen Gutes ist dabei
in einem vom Stanzzylinder und Gegenstanzzylinder gebildeten Stanzspalt durchstanzbar,
ohne alle Schichten vollständig zu durchtrennen, wobei die Breite des Stanzspaltes
einstellbar ist.
[0003] In dieser Darstellung wird der Ausdruck "stanzen" einerseits im engeren Sinne verwendet,
was "durchtrennen", "perforieren" oder "lochen" impliziert, andererseits auch im weiteren
Sinne als "prägen", also "verformen" oder "eindrücken" verstanden. Entsprechendes
gilt für ähnliche grammatikalische Formen, wie beispielsweise "stanzbar", welches
im engeren Sinne als "durchtrennbar", "perforierbar" oder "lochbar" und im weiteren
Sinne als "prägbar", "verformbar" oder "eindrückbar" verstanden wird. Nur zur Vereinfachung
der Darstellung, aber ohne Einschränkung dieser angesprochenen Konnotationen werden
der Ausdruck "stanzen" und ähnliche grammatikalische Formen verwendet. Auch werden
nachfolgend die Begriffe "Stanze", "Stanzvorrichtung" und "Stanzmaschine" synonym
verwendet.
[0004] Beim Stanzen von flachem mehrschichtigem Gut, beispielsweise Selbstklebeetiketten,
insbesondere in einer Vorrichtung zum Stanzen in einer Druckmaschine, müssen ein Obermaterial,
ein oben liegendes Bedruckstoffmaterial (eigentliches Etikettenmaterial) und eine
Klebstoffschicht durchstanzt (insbesondere durchtrennt) werden, ohne ein darunter
liegendes Trägermaterial zu verletzen, insbesondere zu durchtrennen. Der Stanzvorgang
ist materialabhängig, so dass eine Variation oder Einstellung der Vorrichtung, beispielsweise
der Positionen ihrer Komponenten oder der Stanzstärke, derart erfolgen muss, dass
in einem Bereich von wenigen Mikrometern bis einigen Zehntel Millimetern die Stanztiefe
verändert werden kann. Geläufig erfolgt das Stanzen in einer sogenannten Rotastanze
(Rotationsstanzwerk) oder einem Rotapräger (Rotationsprägewerk): In einem zwischen
einem Stanzzylinder, welcher eine Stanzform oder eine Prägeform trägt, und einem Gegenstanzzylinder
gebildeten Stanzspalt wirkt die Stanzform oder die Prägeform auf das flache mehrschichtige
Gut ein, welches eine plastische Änderung in Form einer Durchtrennung oder einer Einprägung
erfährt. Das flache mehrschichtige Gut kann insbesondere bahnförmig sein.
[0005] Beispielsweise aus dem Dokument
DE 6602393 ist bekannt, dass der Stanzzylinder und der Gegenstanzzylinder einer Vorrichtung
zum Stanzen über Schmitzringe verfügen können, welche aufeinander abrollen, so dass
sich Stanzzylinder und Gegenstanzzylinder aufeinander abstützen. Eine Einstellbarkeit
des Stanzspaltes und damit der Stanztiefe kann dadurch erfolgen, dass der Anpressdruck,
teilweise unter drastischer Verformung der Schmitzringe, variiert wird. Bei einer
Stanzung können aber hohe Kraftspitzen auftreten, die zu einer vorübergehenden Verformung
des die Lager tragenden Stanzgestells führen können. Eine Veränderung der Breite des
Stanzspaltes, hervorgerufen durch die Verformung, führt aber zu einem schlechten Stanzergebnis.
Werden die Schmitzringe mit hohen Anpresskräften vorgespannt, kann ein vorzeitiger
Verschleiß von Schmitzringen, Laufflächen und Lagern resultieren.
[0006] Nachteilig bei einer derartigen Lösung ist aber, dass die Höhe der Schneiden einer
auf dem Stanzzylinder aufgenommen Stanzform oder Prägeform entsprechend der Größe
der Schmitzringe und der Höhe des Trägermaterials gewählt sein muss. Mit anderen Worten,
das Stanzwerkzeug muss speziell für den Auftrag und die eingesetzte Vorrichtung zum
Stanzen angefertigt werden.
[0007] Alternativ dazu ist aus dem Dokument
DE 297 15 037 U1 bekannt, eine mechanische Feinzustellung mittels auf die Achsen der Stanzzylinder
und Gegenstanzzylinder montierter konischer Rollen zu verwirklichen. Die konischen
Rollen sind in gegenseitiger Anlage derart, dass mindestens eine der Achsen relativ
zur anderen der Achsen gleichzeitig oder korreliert radial und axial verschiebbar,
so dass eine Variation der Breite des Stanzspaltes erreicht wird.
[0008] Aus dem Dokument
US 4,359,919 ist bekannt, weitere Lager für den Stanzzylinder und den Gegenstanzzylinder vorzusehen,
welche sich an Anlageflächen in einem Zwischenstück aufeinander abstützen. Eine Anlagefläche
eines der zwei sich aufeinander abstützenden Lager ist abgeschrägt ausgeführt und
zwischen den Anlageflächen ist ein keilförmiges Element vorgesehen, so dass die Dicke
des Zwischenstücks verändert werden kann, indem die Lage des keilförmigen Elements
variiert wird.
[0009] Es sind des Weiteren mechanische Feinzustellungen bekannt, mit denen der Stanzspalt
im Bereich von Mikrometern eingestellt werden kann. Typischerweise ist eine derartige
mechanische Feinzustellung mit exzentrisch verstellbaren Schmitzringen realisierbar.
Beispielsweise sind derartige Vorrichtungen in den Dokumenten
EP 0 899 068 A2 und
DE 198 14 009 C1 offenbart.
[0011] Nachteilig an den Vorrichtungen zum Stanzen, welche eine Einstellung des Abstands
von Stanzzylinder und Gegenstanzzylinder ermöglichen, ist, dass dabei nur geringe
Verstellwege ermöglicht werden. Es ist daher nicht möglich, die beiden Zylinder so
weit voneinander abzustellen, dass eine Stanzregistereinstellung ermöglicht wird.
Weiter nachteilig ist, dass zur Leitung des Kraftflusses aufwändig bearbeitete mechanische
Komponenten wie hoch beanspruchbare Schmitzringe eingesetzt werden müssen.
Aufgabenstellung
[0012] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung zum Stanzen und eine
Schmalbahndruckmaschine mit einer solchen Vorrichtung zu schaffen, welche eine einfache
und exakte Verstellung des Abstands zwischen Stanzzylinder und Gegenstanzzylinder
ermöglicht und so die Nachteile des Standes der Technik zumindest verringert.
[0013] Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Vorrichtung zum Stanzen mit den Merkmalen von
Anspruch 1. Die erfindungsgemäße Vorrichtung, welche insbesondere dem Stanzen von
Etiketten dienen kann, besitzt einen um eine Drehachse drehbaren Stanzzylinder und
einen um eine Drehachse drehbaren Gegenstanzzylinder. Die Drehachsen von Stanzzylinder
und Gegenstanzzylinder sind dabei im Wesentlichen parallel. Der Abstand zwischen dem
Stanzzylinder und dem Gegenstanzzylinder ist einstellbar. Erfindungsgemäß wird der
Stanzzylinder ortsfest durch eine Spannkraft verspannt; in anderen Worten: der Stanzzylinder
wird durch die Wirkung einer Spannkraft in einer ortsfesten Position gehalten. Der
Gegenstanzzylinder ist in einer Führung verschieblich gelagert, so dass dessen Position
relativ zur Position des Stanzzylinders verändert werden kann. Erfindungsgemäß ist
die Vorrichtung zum Stanzen so ausgeführt, dass die Spannkraft und die Führung im
Wesentlichen rechtwinklig zueinander ausgerichtet sind. Dies hat den Vorteil, dass
hohe Stanzkräfte erzeugt werden können, da diese durch die horizontale Führung des
Gegenstanzzylinders in das Gehäuse der Vorrichtung zum Stanzen und damit in das Fundament
der Stanzvorrichtung geleitet werden können. Weiter vorteilhaft ist, dass Schmitzringe
bzw. Stützwellen zur Leitung des Kraftflusses entfallen können und damit ein einfacherer
Aufbau der Vorrichtung zum Stanzen ermöglicht wird.
[0014] In einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Stanzen
ist der Stanzzylinder ebenfalls in einer Führung gelagert und die Führungen von Gegenstanzzylinder
und Stanzzylinder sind im Wesentlichen rechtwinklig zueinander ausgerichtet.
[0015] In einer besonders vorteilhaften und daher bevorzugten Ausführungsform ist die Führung
des Gegenstanzzylinders als Horizontalführung ausgeführt. Die Führung des Stanzzylinders
kann dabei als Vertikalführung ausgeführt sein. Derart ausgerichtete Führungen sind
bevorzugt, da sie einen kurzen Bahnlauf ermöglichen und damit eine reduzierte Makulatur
beim Einrichten der Vorrichtung. (Horizontal meint dabei im Wesentlichen parallel
zur Grundfläche und Stellfläche der Vorrichtung, vertikal meint die lotrechte Richtung
dazu.)
[0016] In Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung weist mindestens eine der Führungen
Führungsschienen auf, beispielsweise in Form von Führungsnuten, in welchen die Lager
von Stanzzylinder und Gegenstanzzylinder, beispielsweise in Form von Lagerklötzen
mit Radiallagern, geführt werden können.
[0017] In einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Stanzen
weist diese mindestens einen Antrieb auf zum Verschieben des Gegenstanzzylinders in
seiner Führung. In vorteilhafter Weiterbildung kann dabei ein Antrieb zur Feinverstellung
oder zur Schnellabstellung des Gegenstanzzylinders ausgeführt sein, oder es kann ein
Antrieb zum Einstellen des Registers von Stanzzylinder und Gegenstanzzylinder ausgeführt
sein. Schnellabstellung meint ein schnelles außer Wirkung bringen der Zylinder, beispielsweise
bei einem Notstop. Es kann sich dabei entweder um mehrere Antriebe oder aber um ein
und denselben Antrieb handeln. Während der Verschiebung des Gegenstanzzylinders kann
die Stanzkraft dabei in vorteilhafter Weise beibehalten werden.
[0018] Die Erfindung betrifft auch eine Schmalbahndruckmaschine, insbesondere eine Etikettendruckmaschine,
mit einer wie oben stehend beschriebenen Vorrichtung zum Stanzen.
Die beschriebene Erfindung und die beschriebenen vorteilhaften Weiterbildungen der
Erfindung stellen auch in beliebiger Kombination miteinander vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung dar.
[0019] Hinsichtlich weiterer Vorteile und vorteilhafter Ausgestaltungen der Erfindung wird
auf die Unteransprüche sowie die Beschreibung eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme
auf die beiliegenden Zeichnungen verwiesen.
Ausführungsbeispiel
[0020] Die Erfindung soll an Hand eines Ausführungsbeispiels noch näher erläutert werden.
Es zeigen in schematischer Darstellung
- Figur 1
- eine erste Ausführungsvariante einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Stanzen
- Figur 2
- eine zweite Ausführungsvariante einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Stanzen
- Figur 3
- eine Weiterbildung der Vorrichtung aus Figur 1
- Figur 4
- eine Übersichtsdarstellung einer Druckmaschine mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung
zum Stanzen
[0021] Figur 1 zeigt eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Stanzen
10, welche einen Stanzzylinder 1 und einen Gegenstanzzylinder 2 aufweist, welche als
Werkzeuge zusammenwirken und eine Bearbeitung des in Transportrichtung T transportierten
bahnförmigen Materials 144 (nicht dargestellt) bewirken. Zwischen dem Stanzzylinder
1 und dem Gegenstanzzylinder 2 ist ein Spalt S; d. h. Stanzzylinder und Gegenstanzzylinder
1, 2 sind voneinander beabstandet. Um die Wirkung des Stanzzylinders 1 auf das bahnförmige
zu bearbeitende Material 144 zu verändern, kann der Abstand zwischen den Zylindern
1, 2, d. h. der Spalt S, verändert werden. Dazu ist der Gegenstanzzylinder 2 in einer
Führung 7, wie durch den Doppelpfeil v dargestellt, verschieblich gelagert. Der Gegenstanzzylinder
2 kann so in horizontaler Richtung entlang der Führung 7 verschoben werden. Diese
Verschiebung kann entweder manuell durchgeführt werden oder, wie in der Ausführungsvariante
von Figur 1 dargestellt, mittels eines Antriebs 9. Der Stanzzylinder 1 ist ebenfalls
in einer Führung 6 gelagert und wird durch eine Spannkraft F in einer ortsfesten Lage
gehalten. Die Ausrichtung der Führung 6 bzw. der Spannkraft F und der Führung 7 sind
dabei orthogonal zueinander. Diese Anordnung ermöglicht es, dass hohe Stanzkräfte
erzeugt werden können und diese über die horizontale Führung 7 in die nicht dargestellten
Seitenwände der Vorrichtung zum Stanzen 10 und damit in das Fundament der Vorrichtung
10 geleitet werden können.
[0022] In Figur 3 ist eine Weiterbildung der Stanzstation 10 aus Figur 1 dargestellt. Im
Gegensatz zur Vorrichtung zum Stanzen 10 aus Figur 1 wurde ein Stanzzylinder 1 mit
größerem Durchmesser gewählt. Daher ist es erforderlich, die Drehachse 3 des Stanzzylinders
1 so zu verschieben, dass zwischen Stanzzylinder 1 und Gegenstanzzylinder 2 trotzdem
ein Spalt S von gewünschter Größe entsteht. Dies wird dadurch bewerkstelligt, dass
in die Führung 6 des Stanzzylinders 1 zwischen dem Anschlag 5 der Führung 6 und dem
Lager des Stanzzylinders 1 ein Unterlegblech 8 eingefügt wird. Dieses bewirkt den
Durchmesserausgleich.
[0023] In Figur 2 ist eine alternative Ausführungsform der Stanzstation 10 dargestellt.
Im Gegensatz zur oben stehend beschriebenen Ausführungsvariante wurden die Zylinderführungen
6 und 7 um 90° gedreht. Damit ergibt sich eine im Wesentlichen vertikale Transportrichtung
des bahnförmigen Materials 144 zwischen Stanzzylinder 1 und Gegenstanzzylinder 2 hindurch.
[0024] In der Figur 4 ist eine Ansicht einer bevorzugten Ausführungsform einer Druckmaschine
100, genauer einer Schmalbahn-Etikettendruckmaschine in Reihenbauweise, mit in horizontaler
Richtung folgenden Druckwerken 110 gezeigt. Die Etikettendruckmaschine dient der Bearbeitung
eines Substrats 144 in Bahnform. Das Substrat wird von einer Substratrolle 146 in
einem Zuführteil 148 der Druckmaschine 142 abgerollt und entlang eines Weges in Maschinenlaufrichtung
M durch die Druckmaschine 142 geführt. Die Druckmaschine 142 kann eine Mehrzahl von
Gestellmodulen 126, hier beispielhaft drei Gestellmodule 26, aufweisen. In dieser
Ausführungsform sind jeweils zwei Druckwerke 110 beziehungsweise ein Druckwerk 110
und ein Bearbeitungswerk 150, hier ein Stanzwerk zum Ausstanzen der Etiketten auf
dem bahnförmigen Substrat 144, an einem Gestellmodul 126 aufgenommen. Nach den einzelnen
Bearbeitungsstationen folgt ein Auslaufteil 152, in welchem die fertigen Produkte
in eine Etikettenrolle 154 aufgewickelt werden. Zuführteil 148, Gestellmodule 126
und Auslaufteil 152 sind lösbar bzw. trennbar miteinander verbunden sodass sich ein
modularer Aufbau der Druckmaschine 142 ergibt.
[0025] In der Darstellung der einzelnen Druckwerke 110, hier Flexodruckwerke sind neben
den Druckformzylindern, den Gegendruckzylindern und den Farbauftragswalzen auch Kammerrakel
gezeigt. Des Weiteren weisen die Druckwerke 110 in der Druckmaschine 142 diverse Trocknungseinrichtungen
auf: Den Gegendruckzylindern sind an dem jeweiligen Druckspalt des Druckwerks 110
nachgeordnet UV-Trocknungseinrichtungen zugeordnet, so dass das bedruckte Substrat
144 direkt auf dem Gegendruckzylinder getrocknet werden kann. Die Druckwerke 110 weisen
auch Bahnleitwalzen 160 zur Führung des bahnförmigen Substrats 144 auf. In der gezeigten
Ausführungsform umfasst das fünfte Druckwerk 110 eine Heißlufttrocknungseinrichtung
162. Alternativ könnte auch hier eine UV- oder eine IR-Trocknungseinrichtung eingesetzt
werden. Nachfolgend ist ein Stanzwerk 150 angeordnet, welches als rotierende Werkzeuge
einen Stanzzylinder und einen Gegenstanzzylinder aufweist. Zusätzlich bzw. alternativ
zu dem Stanzwerk kann auch ein Prägewerk, beispielsweise ein Heißfolienprägewerk Verwendung
finden.
[0026] Alternativ zu den dargestellten Flexodruckwerken können auch Offset-Druckwerke und
Rotationssiebdruckwerke eingesetzt werden.
Bezugszeichenliste
[0027]
- 1
- Stanzzylinder
- 2
- Gegenstanzzylinder
- 3
- Drehachse Stanzzylinder
- 4
- Drehachse Gegenstanzzylinder
- 5
- Anschlag
- 6
- Führung Stanzzylinder
- 7
- Führung Gegenstanzzylinder
- 8
- Unterlegblech (Durchmesser-Ausgleich)
- 9
- Antrieb Gegenstanzzylinderverstellung
- 10
- Stanzstation
- 100
- Druckmaschine
- 110
- Druckwerk
- 126
- Gestellmodul
- 144
- Substrat
- 146
- Substratrolle
- 148
- Zuführstation
- 150
- Bearbeitungswerk
- 152
- Auslaufstation
- 154
- Etikettenrolle
- 160
- Bahnleitwalze
- 162
- Heißlufttrockner
- v
- Verschiebebewegung Gegenstanzzylinder
- M
- Maschinenlaufrichtung
- F
- Spannkraft Stanzzylinder
- S
- Spalt (Abstand Zylinder)
- T
- Transportrichtung bahnförmiges Material
1. Vorrichtung zum Stanzen (10), insbesondere von Etiketten, mit einem um eine Drehachse
(3) drehbaren Stanzzylinder (1) und mit einem um eine zur Drehachse des Stanzzylinders
im Wesentlichen parallele Drehachse (4) drehbaren Gegenstanzzylinder (2),
wobei der Abstand (S) zwischen dem Stanzzylinder (1) und dem Gegenstanzzylinder (2)
einstellbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Spannkraft (F) den Stanzzylinder (1) ortsfest verspannt, dass der Gegenstanzzylinder
(2) in einer Führung (7) verschieblich gelagert ist zur Einstellung des Abstands (S)
und dass die Spannkraft (F) und die Führung (7) im Wesentlichen rechtwinklig zueinander
ausgerichtet sind.
2. Vorrichtung zum Stanzen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Stanzzylinder (1) in einer Führung (6) gelagert ist und die Führungen (6, 7)
von Gegenstanzzylinder (2) und Stanzzylinder (1) im Wesentlichen rechtwinklig zueinander
ausgerichtet sind.
3. Vorrichtung zum Stanzen nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Führung (7) des Gegenstanzzylinders als Horizontalführung ausgeführt ist.
4. Vorrichtung zum Stanzen nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Führung (6) des Stanzzylinders als Vertikalführung ausgeführt ist.
5. Vorrichtung zum Stanzen nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens eine der Führungen (6, 7) Führungsschienen aufweist.
6. Vorrichtung zum Stanzen nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Vorrichtung (10) zum Stanzen mindestens einen Antrieb (9) besitzt zum Verschieben
(v) des Gegenstanzzylinders (2).
7. Vorrichtung zum Stanzen nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Antrieb (9) zur Feinverstellung des Gegenstanzzylinders (2) ausgeführt ist.
8. Vorrichtung zum Stanzen nach Anspruch 6 und/oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Antrieb (9) zur Schnellabstellung des Gegenstanzzylinders (2) ausgeführt ist.
9. Vorrichtung zum Stanzen nach Anspruch 6 und/oder 7 und/oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Antrieb (9) zum Einstellen des Registers von Stanzzylinder (1) und Gegenstanzzylinder
(2) ausgeführt ist.
10. Schmalbahndruckmaschine (100), insbesondere Etikettendruckmaschine, mit einer Vorrichtung
zum Stanzen (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche.