[0001] Verfahren zum Bewegen und Garagierungen von Fahrbetriebsmitteln in einem Stationsgebäude
einer Seilbahnanlage sowie Seilbahnanlage.
[0002] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bewegen und Garagieren von Fahrbetriebsmitteln
in einem Stationsgebäude einer Seilbahnanlage, wobei die Fahrbetriebsmittel in der
Endstation vom Seil abgekuppelt und auf einem kopfseitigen Stationsumlauf bzw. Garagierumlauf
bewegbar sind und wieder angekoppelt werden, ferner eine Seilbahnanlage mit zwei Stationsgebäuden
zwischen welchen eine grosse Anzahl Fahrbetriebsmittel für einen normalen Betrieb
an ein Seil angekuppelt und für jeden Stationsumlauf entkoppelt werden wobei die eine
Endstation einen Einstieg und die andere einen Ausstieg aufweist, und wenigstens eine
Station für das Stationsgaragieren ausgebildet ist.
[0003] Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Typen von Fahrbetriebsmitteln. Bei
einer ersten Type, meistens Bergseilbahnen, werden zwei grosse Kabinen eingesetzt,
welche abwechselnd für die Berg- und für die Talfahrt bestimmt sind. Bei der zweiten
Type werden eine Vielzahl von kleinen Gondeln oder Seilbahnsessel z.B. für einen Skiliftbetrieb
in einem Rundlauf zwischen zwei Endstationen geführt. Die Seilbahnsessel bzw. Gondeln
werden in aller Regel nachts und wenn die Anlage ausser Betrieb gesetzt wird, vom
Seil abgekuppelt und in einem Garagengebäude eingaragiert. Damit wird erreicht, dass
die Fahrbetriebsmittel nicht unnötig Wind und Wetter ausgesetzt sind und besonders
bei stürmischem Wetter nicht beschädigt werden.
[0004] Vielfach erfolgt die Eingaragierung in einer neben der Endstation angeordneten Grossgarage.
Eine solche Lösung ist in der
US-PS 4 785 738 gezeigt.
[0005] Die neue Erfindung betrifft die sogenannte Stationsgaragierung. Dabei werden alle
Fahrbetriebsmittel in einer Endstation, dicht aneinander gereiht, garagiert. Die zwei
Grundfunktionen bei gattungsgemässen Seilbahnanlagen sind zum einen die Beförderung
von Fahrgästen mit möglichst grosser Geschwindigkeit sowie das Einsteigen und das
Aussteigen der Personen mit einer viel langsameren Geschwindigkeit der Fahrbetriebsmittel.
Dazu müssen die Fahrbetriebsmittel jeweils von dem Seil abgekoppelt und wieder angekoppelt
und unabhängig angetrieben werden. In abgekoppeltem Zustand werden die Fahrbetriebsmittel
auf einer Schiene geführt und je nach Erfordernis abgebremst, verlangsamt angetrieben
und vor dem Ankuppeln an das Seil wieder beschleunigt. Eine bekannte Lösung dafür,
allerdings ohne Garagierung ist in der
EP-PS 0461954 gezeigt.
[0006] Die
AT-PS 504 613 zeigt eine weitere Ausgestaltung einer Seilbahnanlage mit einer Stationsgaragierung
der Fahrbetriebsmittel. Dabei sind bei einer Seilbahnanlage Fahrbetriebsmitteln wie
Kabinen oder Sessel in Stationen an das Seil ankuppelbar und von diesem abkuppelbar.
Im Bereich der Stationen weisen sie Führungsschienen auf, an welche die abgekuppelten
Fahrbetriebsmittel neben dem Seil verfahren werden. Mit einer Transporteinrichtung
können die Fahrbetriebsmittel entlang der Führungseinrichtungen angetrieben werden.
Die Transporteinrichtung ist wenigstens bereichsweise vorübergehend deaktivierbar,
damit in diesem Bereich Fahrbetriebsmittel gespeichert werden können, wenn die Seilbahnanlage
ausser Betrieb ist. Um das Speichern der Fahrbetriebsmittel und das neuerliche in
Betrieb nehmen der Fahrbetriebsmittel zu vereinfachen, ist wenigstens eine Fördereinrichtung
zum Antreiben der Fahrbetriebsmittel vorgesehen, die wenigstens bereichsweise parallel
neben der Transporteinrichtung angeordnet ist und die in Eingriff und ausser Eingriff
mit den Fahrbetriebsmitteln gebracht werden kann. Dabei werden die abgekuppelten Fahrbetriebsmittel
auf einer besonderen Führungseinrichtung, welche wenigstens bereichsweise parallel
neben dem Seil mit entsprechenden Transporteinrichtungen mit separaten Antrieben beschleunigt
und verzögert. Am Ende der Verzögerungsstrecke können die Fahrgäste die Seilbahnsessel
besteigen und auf der anderen Endseite der Seilbahn wieder aussteigen. Es wird vielfach
als Nachteil empfunden, dass die Fahrgäste etwa im mittleren Bereich der Endstation
einsteigen bzw. aussteigen, da bei grösseren Längen der Endstation eine entsprechend
lange Passarelle gebaut werden muss.
[0007] Eine ähnliche Lösung ist in der
EP-PS 0 922 620 gezeigt, wobei die gesamte Länge der Station für die Garagierung nutzbar ist. Es
werden besondere Schritte für die Garagierung vorgeschlagen:
- a) Abbremsung und Anhalten einer ersten Kabine in der Nähe des Ausganges der Endstation;
- b) Transport einer zweiten Kabine in der Station während der Phase a) mit einer etwa
konstanten Geschwindigkeit des Fördermittels;
- c) Abbremsung und Anhalten der zweiten Kabine in einer gewissen Distanz von der ersten
Kabine;
- d) Transport der weiteren Kabinen mit etwa konstanter Geschwindigkeit, usw.
[0008] Nachteilig dabei ist, dass für die Garagierungsfunktion nur zwei Betriebsstände vorgeschlagen
werden, eine konstante Geschwindigkeit sowie die Abbremsung und der Stopp für das
einzelne Fahrbetriebsmittel.
[0009] Der neuen Erfindung wurde nun die Aufgabe gestellt, die Garagierung mit grösserer
Flexibilität in Bezug auf die speziellen örtlichen Verhältnisse und gegebenenfalls
in viel kürzerer Zeit durchzuführen und die Organisation in den Endstationen zu optimieren.
[0010] Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass der Garagierumlauf
wenigstens einen, insbesondere mehrere Gargiersektoren aufweist, auf denen die Fahrbetriebsmittel
schrittweise durch sukzessives Kompaktieren und Bewegen der kompaktierten Fahrbetriebsmittel
garagiert werden.
[0011] Die erfindungsgemässe Seilbahnanlage ist dadurch gekennzeichnet, dass der Stationsumlauf
als Garagierumlauf ausgebildet ist mit wenigstens einem Garagiersektor mit einem programmierbaren
sektoriellen Antrieb für den normalen Fahrbetrieb sowie für den Garagierbetrieb für
ein schrittweises Garagieren durch ein sukzessives Kompaktieren der Fahrbetriebsmittel.
[0012] Vom Erfinder ist erkannt worden, dass ein insbesondere gesondert vom normalen Fahrbetrieb
geführten Stationsumlauf eine überraschende Optimierung für die Garagierung der Fahrbetriebsmittel
aber auch für die Organisation der Besteigung und dem Aussteigen durch die Fahrgäste
erlaubt. Die
EP-PS 0 461 954 zeigt zwar einen gesonderten Umlauf, doch ist dieser nicht für eine Garagierung der
Fahrbetriebsmittel konzipiert. Es ist nur ein auf ein Minimum reduzierter, kurzer
Umlauf vorgesehen. Die Verzögerung für das Aufsteigen respektive die Beschleunigung
auf die Seilgeschwindigkeit ist je auf der Längsseite vorgesehen.
[0013] Die neue Erfindung geht davon aus, dass der Garagierumlauf wenigstens einen Garagiersektor
aufweist, auf dem die Fahrbetriebsmittel schrittweise garagiert werden. Dies geschieht
schrittweise mit einem sukzessiven Kompaktieren und Bewegen der bereits kompaktierten
Fahrbetriebsmittel. Die bereits kompaktierten Seilbahnsessel, nachfolgend auch als
Fahrbetriebsmittelgruppe bezeichnet, werden als Ganzes auf dem wenigstens einem Garagiersektor
um je einen Seilbahnsessel vorwärts bewegt. Hinten am Fahrbetriebsmittelpaket beziehungsweise
an der Fahrbetriebsmittelgruppe fährt ein weiteres Fahrbetriebsmittel auf, sodass
dieses weitere Fahrbetriebsmittel teil der Fahrbetriebsmittelgruppe wird, wobei dieses
weitere Fahrbetriebsmittel auf dem Garagiersektor gestossen wird, so dass gleichzeitig
das Fahrbetriebsmittelpaket um ein einzelnes Fahrbetriebsmittel vorwärts transportiert
wird. Dies erfolgt so lange bis der Garagiersektor mit Fahrbetriebsmitteln voll ist.
Das Kompaktieren erfolgt von der Einfahrseite des jeweils momentan zu füllenden Sektors.
Die Bewegung beziehungsweise der Antrieb erfolgt vorzugsweise durch an sich bekannt
Pneuräder, die gleich einem Fliessband alle auf dem betreffenden Garagiersektor befindlichen
Fahrbetriebsmittel vorwärts bewegen.
[0014] Die Erfindung gestattet eine ganze Anzahl besonders vorteilhafter Ausgestaltungen.
[0015] Bevorzugt ist der Garagierumlauf als Teil eines Stationsumlaufes ausgebildet, und
wird sektorweise über Antriebsmittel für den normalen Fahrbetrieb wie für den Garagierbetrieb
gesteuert bewegt. Hier ist der Stationsumlauf gleichzeitig Garage für die Fahrbetriebsmittel.
Ganz besonders vorzugsweise werden sektormässig gesteuerte Antriebsmittel wahlweise
für eine Inbetriebnahme der Anlage, für einen normalen Fahrbetrieb sowie für eine
Garagierung der Fahrbetriebsmittel nach vorgebbaren Steuerungsprogrammen betrieben.
In den Steuerprogrammen sind die drei grundsätzlichen Betriebsweisen den einzelnen
Sektoren vorgegeben, wobei die Fahrbetriebsmittel in jedem Sektor mit je eigenen Antrieben
insbesondere teilweise mit FU-Antrieben bewegt werden. Für jeden eingenständigen Sektor
werden für die Sektorlänge eine je erforderliche Anzahl Pneuräder eingesetzt, welche
innerhalb eines Sektors starr über Kardanwellen, Riemenübertrieben oder Kettenräder
übersetzt oder untersetzt oder mit konstanter Geschwindigkeit verbunden sind. Der
Garagierumlauf weist wenigstens drei Sektoren auf, einem Einfahrsektor als ersten,
einen Ein- bzw. Aussteigesektor als zweiten und einen Beschleunigungssektor als dritten
Sektor, auf denen die Fahrbetriebsmittel von der Einfahrseite des dritten Sektors
beginnend schrittweise durch sukzessives Kompaktieren garagiert werden. Die Garagierung
erfolgt zuerst auf dem dritten Sektor, und die Kompaktierung beginnt am Anfang des
dritten Sektors. Gemäss der zur Zeit besten Lösung weist der Garagierumlauf drei oder
mehr Garagiersektoren auf, wobei Fahrbetriebsmittel für das Garagieren einzeln oder
gegebenenfalls als Zweier- oder Dreiergruppen durch den ersten und zweiten Sektor
geführt werden bis zum dritten Sektor vorwärts im Sinne des normalen Fahrbetriebes
geführt werden. Auf diese Weise kann die Garagierung bei hoher Seilgeschwindigkeit
und damit wesentlich verkürzt durchgeführt werden. Die Garagierung bzw. Kompaktierung
erfolgt auch im zweiten und im ersten Sektor sinngemäss schrittweise.
[0016] Die Garagierung kann im zweiten bis zum ersten Sektor schrittweise sinngemäss erfolgen,
und wenn es die Platzverhältnisse zulassen, können beide Endstationen für die Garagierung
der Fahrbetriebsmittel benutzt werden. Dabei nimmt jede der beiden Endstationen einen
Teil der Fahrbetriebsmittel für die Eingaragierung auf, dies im Verhältnis zwischen
0% und 100%, bevorzugt je 50 %. Die Garagierung erfolgt in beiden Endstationen gleichzeitig
bzw. synchron.
[0017] In der gängigen Praxis des Seilbahnbetriebes für Sessellifte gehören drei Betriebsweisen
zum Alltagsbetrieb, der normale Transportbetrieb das Ausgaragieren sowie der Garagierbetrieb.
Bevorzugt werden am Morgen vor Beginn des normalen Fahrbetriebes alle Fahrbetriebsmittel
getaktet am Seil angeklemmt, und so auf die ganze Seillänge gleichmässig verteilt,
dies bevor die ersten Fahrgäste die Station selbst betreten dürfen. Das gleiche gilt
in umgekehrter Reihenfolge nach Fahrbetriebsschluss. Für die Wiederinbetriebnahme
des Seilbahnbetriebes werden der Reihe nach die garagierten Fahrbetriebsmittel nach
dem Konzept "first in first out" mit den Fahrbetriebsmitteln des letzten Sektors beginnend
Fahrbetriebsmittel um Fahrbetriebsmittel an das Seil angekuppelt und in gesteuerter
Sequenz in Umlauf gegeben. Auch die Ausfahrt aus der Garagierung erfolgt über eine
programmierte Anlagesteuerung bzw. einen Regulator über einen Beschleunigungssektor
getaktet. Bei der Übergabe der Fahrbetriebsmittel von der Garagierschiene an das Seil
müssen beide eine identische Geschwindigkeit haben.
[0018] Gemäss einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung mit entsprechenden
sektoriellen Antrieben erfolgt in Bezug auf die normale Fahrrichtung der Fahrbetriebsmittel
die Eingaragierung sinngemäss rückwärts und die Ausgaragierung vorwärts, wobei bei
dieser Lösung zuerst der erste Sektor gefüllt wird. Voraussetzung ist hier, dass die
einzelnen Sektoren sinngemäss in umgekehrtem Sinne steuerbar sind.
[0019] Gemäss einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung können zusätzlich zu dem Garagierumlauf
Fahrbetriebsmittel auf einem oder mehreren weiteren Garagiersektoren garagiert werden.
Mit dieser Lösung kann den jeweiligen Raumverhältnissen entsprochen werden. Die neue
Erfindung ist für die Garagierung beliebig anpassbar. Wichtig ist in jedem Fall, dass
für die Grundausrüstung einer Seilbahnstation der ganze Stationsumlauf für den normalen
Personentransport in wenigstens drei segmentweise gesteuerte Antriebsbereiche aufgeteilt
ist, wobei die Fahrbetriebsmittel in jedem Sektor spezifisch im Sinne einer Verzögerungs-
oder Beschleunigungskurve und für den Einstieg in einer V-konstant-Kurve angetrieben
werden. Bei der Wahl von zusätzlichen Garagiersektoren in andere Gebäudeteile kann
die Garagierung erfindungsgemäss oder entsprechend den Lösungen des Standes der Technik
z.B. mit schrägstellbaren Garagierschienen oder von Hand erfolgen.
[0020] Im normalen Fahrbetrieb wird das Fahrbetriebsmittel mit voller Seiltransportgeschwindigkeit
in dem ersten Sektor des Stationsumlaufes übernommen, nachdem es vom Seil abgekuppelt
wurde, und gemäss einer gewünschten V-t Kurve bis zu einer Ein- bzw. Aussteigkurve
verzögert und anschliessend in einem zweiten Sektor für das Ein- bzw. Aussteigen konstant
langsam bewegt und danach wieder beschleunigt und am Seil wieder angekoppelt. Ganz
besonders bevorzugt wird der Stations- bzw. Garagierumlauf als Verlängerung der Seilanlage
ausgebildet, wobei die Fahrgäste in dem Bereich des Kopfendes das Fahrbetriebsmittel
besteigen bzw. davon aussteigen. Der erste Sektor dient im normalen Fahrbetrieb die
Fahrbetriebsmittel mit der Seilgeschwindigkeit zu übernehmen und bis zu einer Aussteiggeschwindigkeit
zu verzögern. Für die Steuerung wird bevorzugt eine Speicherprogrammierbare Steuerung
z.B. eine SPS oder ähnliche Steuerungen angewendet.
[0021] Vorrichtungsgemäss wird das Seilumlenkrad mit Spannstation etwa in Längsmitte des
Stationsgebäudes angeordnet. Dabei ist das Seilumlenkrad auf Seite der Einfahrt bzw.
Ausfahrt der Station und der Stationsumlauf und die Spannstation für das Seil in dem
Bereich in Richtung des Kopfendes angeordnet.
[0022] Gemäss einer weiteren Ausgestaltung weist der Stationsumlauf in Bezug auf beide Seilstränge
je eine Seilankupplung bzw. Seilentkupplung auf, wobei die Längsfahrschienen über
je eine Weiche mit der Seilklemmvorrichtung verbunden ist, oder aber dass die Längsfahrschienen
in einer geradlinigen Fortsetzung zu den Seilsträngen angeordnet sind.
[0023] Ganz besonders bevorzugt werden in allen Fällen die Umlauflänge in der Station in
mehrere Bereiche bzw. Sektoren insbesondere mit sektoriellen FU-Antrieben (als Frequenz-Umformer
bzw. Umrichter-Antriebe) eingeteilt, wobei der Stationsumlauf in mehrere Sektoren
mit je eigener Antriebssteuerung aufgeteilt und die jeweilige Sektorantriebssteuerung
auf der Basis eines je spezifischen V-t-Diagrammes (Geschwindigkeit/Zeit) geführt
ist.
[0024] Auch hier ist es möglich, dass die Sektorantriebe derart ausgebildet sind, dass eine
Garagierung rückwärts oder vorwärts durchführbar ist, je nach Wahl des Ausgestaltungsweges,
wie zuvor ausgeführt.
[0025] In einem vorteilhaften Verfahren wird ein erstes Fahrbetriebsmittel bis zum Beginn
des Garagiersektors bewegt wird, und danach ein weiteres, nachfolgendes Fahrbetriebsmittel
bis an das erste Fahrbetriebsmittel bewegt wird, sodass die beiden Fahrbetriebsmittel
zusammengeschoben sind und somit kompaktiert sind und dadurch eine Fahrbetriebsmittelgruppe
bilden, wobei die Fahrbetriebsmittelgruppe derart vollständig in den Garagiersektor
bewegt wird, dass die Fahrbetriebsmittelgruppe am Beginn des Garagiersektors angeordnet
ist, und wobei mehrmals nacheinander ein weiteres, nachfolgendes Fahrbetriebsmittel
bis zum Beginn des Garagiersektors bewegt wird, sodass dieses nachfolgende Fahrbetriebsmittel
der Fahrbetriebsmittelgruppe zugefügt wird, und wobei die Fahrbetriebsmittelgruppe,
nach dem jeweiligen Zufügen des nachfolgenden Fahrbetriebsmittels derart vollständig
in den Garagiersektors bewebt wird, dass das zuletzt der Fahrbetriebsmittelgruppe
zugefügt Fahrbetriebsmittel am Beginn des Garagiersektors angeordnet ist.
[0026] In einem weiteren vorteilhaften Verfahren wird das nachfolgende Fahrbetriebsmittel
derart abgebremst, dass dieses am Beginn des Garagiersektors still steht, sodass dieses
nachfolgende Fahrbetriebsmittel der Fahrbetriebsmittelgruppe zugefügt wird, und dass
danach die gesamte Fahrbetriebsmittelgruppe derart vollständig in den Garagiersektor
bewegt wird, dass das zuletzt der Fahrbetriebsmittelgruppe zugefügt Fahrbetriebsmittel
am Beginn des Garagiersektors angeordnet ist.
[0027] In einem weiteren vorteilhaften Verfahren wird die Fahrbetriebsmittelgruppe mit konstanter
Geschwindigkeit bewegt, wobei das nachfolgende Fahrbetriebsmittel derart abgebremst
wird, dass dieses am Beginn des Garagiersektors die konstante Geschwindigkeit aufweist
und dieses nachfolgende Fahrbetriebsmittel der Fahrbetriebsmittelgruppe zugefügt wird,
und dass die konstante Geschwindigkeit der gesamten Fahrbetriebsmittelgruppe derart
angepasst ist, dass sich das zuletzt der Fahrbetriebsmittelgruppe zugefügt Fahrbetriebsmittel
am Beginn des Garagiersektors befindet, wenn sich das nachfolgende Fahrbetriebsmittel
am Beginn des Garagiersektors befindet, sodass dieses nachfolgende Fahrbetriebsmittel
der Fahrbetriebsmittelgruppe zugefügt wird.
[0028] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist der Garagierumlauf als Sackstation
beziehungsweise als Sackgasse ausgestaltet ist, in welche die Fahrbetriebsmittel garagiert
werden. Bei dieser Ausgestaltung sind bei der Wiederinbetriebnahme des Seilbahnbetriebes
die garagierten Fahrbetriebsmittel dem Garagierumlauf nach dem Konzept "last in first
out" zu entnehmen, wobei die dem Garagierumlauf nacheinander entnommenen Fahrbetriebsmittel
an das sich bewegende Seil angekuppelt werden, derart, dass die Fahrbetriebsmittel
gegenseitig wie vorgeschrieben beabstandet am Seil angekoppelt sind.
[0029] Die neue Erfindung wird nun an Hand einiger Ausführungsbeispiele mit weiteren Einzelheiten
erläutert. Es zeigen:
- Figur 1a
- eine erfindungsgemässe Endstation im Schnitt I - I der Figur 1 b;
- Figur 1 b
- die Figur 1a im Grundriss des ersten Lösungsweges für ein schrittweises Garagieren;
- Figur 2a
- schematisch einen Grundriss des ersten Lösungsweges der neuen Erfindung mit einem
langen Stationsumlauf für ein dynamisches Garagieren;
- Figur 2b
- schematisch ein Beispiel für den sektorweisen Geschwindigkeitsverlauf entsprechend
der Figur 2a im normalen Fahrbetrieb;
- Figuren 3a bis 3e
- das fortlaufende Garagieren der Fahrbetriebsmittel für die Lösung gemäss Figur 2a;
- Figur 4
- schematisch ein Geschwindigkeitsprofil über den einzelnen Segmenten über der Zeit
für das Eingaragieren im Sektor Y5 - Y6;
- Figur 4a
- schematisch die Geschwindigkeit eines Fahrbetriebsmittels während dem Garagieren;
- Figur 4b
- schematisch die Geschwindigkeit eines Fahrbetriebsmittels während dem Garagieren für
ein weiteres Garagierverfahren
- Figuren 5a bis 5d
- etwas konkreter die Eingaragierung in einem Sektor durch Kompaktieren doer Fahrbetriebsmittel;
- Figur 6
- einen zweiten Lösungsweg mit einer getrennten Garagierschiene für das Vorwärts- und
Rückwärtsgaragieren;
- Figuren 7a bis 7f
- das Rückwärtseingaragieren der Fahrbetriebsmittel bis zur vollständigen Eingaragierung
aller Fahrbetriebsmittel;
- Figur 8
- eine etwas konkretere Darstellung der Figuren 6 bis 7f bei vollständiger Eingaragierung
aller Fahrbetriebsmittel und Beginn des ausgaragierens;
- Figur 9
- einen dritten Lösungsweg mit zusätzlicher Parkiermöglichkeit in einem anderen Gebäudeteil.
[0030] In der Folge wird auf die Figuren 1a und 1b Bezug genommen. Die Figur 1a zeigt eine
Endstation, nämlich eine Talstation 1 einer Seilbahnanlage für Seilbahnsessel 2. In
der Figur 1a ist nur ein kurzer Stationsumlauf 3 dargestellt. In der Figur 1b ist
ein langer Stationsumlauf 4 gezeichnet. Das Seilumlenkrad 5 mit der Spannstation 6
ist etwa im mittleren Bereich der ganzen Station 1. Die Spannstation 6 ist in Richtung
des Kopfendes 7 der Talstation 1 angeordnet. Am gegenüberliegenden Ende der Talstation
befindet sich die offene Endseite 14 für Ein- und Ausfahrt der Seilbahnsessel 2, welche
an entsprechenden Seilteilen 8, 8' angeklemmt sind. Das Seil 8, 8' ist als Endlosseil
ausgebildet und läuft um das Umlenkrad 5 der Talstation sowie um ein entsprechendes
Umlenkrad einer Bergstation. Für den Stationsumlauf 4 werden die Seilbahnsessel 2
mit dem Bezugsbuchstaben A vom Seil 8 abgekoppelt bzw. wieder an das Seil 8 angekoppelt
(B). Die Seilbahnsessel 2 werden, wenn sie von der Einfahrt kommen, nach dem Abkoppeln
von dem Seil 8 in dem Bereich von (A) und (C) durch den Pneuantrieb 11 bis auf eine
ideale Einsteigegeschwindigkeit verzögert. Der Einsteigebereich 12 befindet sich am
Kopfende 7 der Station 1. Die Fahrgäste kommen vom Einstieg 13 und besteigen ein bereits
in dem Bereich (C) - (D) bereitstehenden Seilbahnsessel 2. Dabei wird der Seilbahnsessel
2 ganz langsam mit einer konstanten Einsteigegeschwindigkeit bewegt. In dem Bereich
D bis B wird der Seilbahnsessel 2 auf die normale Seil - bzw. Fahrgeschwindigkeit
beschleunigt und kann an das Seil 8 für den normalen Fahrbetrieb wieder angekoppelt
werden. Die Fahrbetriebsmittel 2 fahren gemäss Pfeil 15 in Förderrichtung F in die
Station 1 ein, und verlassen diese gemäss Pfeil 16 in Förderrichtung F. Bei Punkt
A werden die Seilbahnsessel 2 vom Seil 8 abgekoppelt und werden über Pneuantrieb 11
von (A) über (C) nach Punkt (D) gefördert und bei (B) wieder an das Seil angekoppelt.
Die Strecke (A) bis (B) dient im dargestellten Beispiel sowohl dem normalen Fahrbetrieb
wie der Garagierung.
[0031] Die Figur 2a zeigt den Stationsumlauf 17 bzw. den Garagierumlauf 18. Die Figuren
2a und 2b zeigen den normalen Fahrbetrieb für den Transport der Fahrgäste, und die
Figur 2b ein Geschwindigkeits-/Zeit-Diagramm (V/t) von einem Punkt Y1 bis Punkt Y7.
Der Punkt Y1 ist der Bereich der Abkoppelung der Fahrbetriebsmittel 2 vom Seil 8.
Mit den Bezugszeichen Y1, Y2, Y3, usw. beziehungsweise den Bezugszeichen S1, S2, S3,
usw. sind die jeweiligen Umlaufsektoren markiert. In dem Beispiel gemäss Figur 2a
sowie 2b:
- Y1 - Y2
- Sektor 1,S1
- Y2 - Y3
- Sektor 2, S2
- Y3 - Y4
- Sektor 3, S3
- Y4 - Y5
- Sektor 4, S4
- Y5 - Y6
- Sektor 5, S5
- Y6 - Y7
- Sektor 6, S6
[0032] Im ersten Sektor S1 (Y1 - Y2) wird das Fahrbetriebsmittel 2 mit der Seilgeschwindigkeit
Vo-Seil übernommen und im Sektor S2, Y2 - Y3 bis auf eine Einsteigegeschwindigkeit
durch einen automatisch gesteuerten Antrieb verzögert. Der Sektor S3, Y3 - Y4 ist
der bevorzugte Einsteigesektor, wobei das Fahrbetriebsmittel 2 mit langsamer konstanter
Geschwindigkeit bewegt wird. In Sektor S4, bei Y4 - Y5 kann der Antrieb mit variierender
Geschwindigkeit laufen. Im Sektor S5, von Y5 - Y6 wird das Fahrbetriebsmittel auf
die Seilgeschwindigkeit beschleunigt. Im Sektor S6, zwischen Y6 und Y7 kann eine letzte
Anpassung der Bewegung des Fahrbetriebsmittels 2 stattfinden, damit dieses genau getaktet
im richtigen Zeitpunkt an das Seil 8 angekoppelt werden kann. Es können aber auch
die Sektoren S4, Y4 - Y5 sowie S5, Y5 - Y6 zur genauen Taktvorgabe benutzt werden.
[0033] Mit den Figuren 3a bis 3e ist das schrittweise Parkieren schematisch dargestellt
und zwar im Sinne von vorwärts Parkieren in Förderrichtung F. Zumindest einer der
Sektoren S1 bis S6 ist als Garagiersektor bestimmt, indem auf dem Garagiersektor die
Fahrbetriebsmittel 2 parkiert werden. Wie aus Figur 3d ersichtlich bilden im dargestellten
Ausführungsbeispiel die Sektoren S4, S5 und S6 Garagiersektoren. Die Figur 3a zeigt
den Beginn des Parkiervorganges. Ein erstes Fahrbetriebsmittel 2, 2a, auch als Fahrzeug
(FZ) bezeichnet, fährt noch an das Seil 8 gekoppelt in den ersten Sektor S1, auch
als Parkiersektor Y1 - Y2 bezeichnet, ein und wird mit derselben Geschwindigkeit entsprechend
der Seilumlaufgeschwindigkeit Vo auf dem anschliessenden Sektor S2, Y2 -Y3 auf eine
Parkierungsgeschwindigkeit verzögert und mit einer etwa konstanten Geschwindigkeit
bis zum Anfang Y4 des Sektors S4 gefördert (Fig. 3b). Dort wird das Fahrbetriebsmittel
2 angehalten. In der Zwischenzeit fährt ein nächstes Fahrbetriebsmittel 2, 2b (FZ)
bei Y1 ein und wird sogleich auf den Sektor S2, Y1 - Y2 bzw. S2, Y2 - Y3 gefördert
und wird im Sektor S3, wie mit dem strichliert dargestellten nächste Fahrbetriebsmittel
2b dargestellt, vorerst vor Y4 angehalten, wobei diese Position auch als Beginn S4B
des Garagiersektors S4 bezeichnet wird. Danach wird das nächste Fahrbetriebsmittel
2b zusammen mit dem ersten schon dort verweilenden Fahrbetriebsmittel 2a um einen
Schritt auf den Sektor S4, Y4 - Y5 bewegt, wie in Figur 3c dargestellt, sodass in
Sektor S4 eine Fahrbetriebsmittelgruppe 20 ausgebildet wird, welche wie in Figur 3c
dargestellt vorerst zwei Fahrbetriebsmittel 2 umfasst. Die Fahrbetriebsmittelgruppe
20, auch als kompaktierte Fahrbetriebsmittel 2 bezeichnet, umfasst zu Beginn zwei
Fahrbetriebsmittel 2, wie in Figur 3c dargestellt, und mit zunehmender Anzahl nachfolgender
Fahrbetriebsmittel 2b eine Vielzahl von Fahrbetriebsmitteln 2, wie in Figur 3d dargestellt,
wobei die Fahrbetriebsmittel 2 in Verlaufsrichtung des jeweiligen Sektors, z.B. S4,
S5 nacheinander folgend angeordnet sind, und vorzugsweise sich gegenseitig berührend
angeordnet sind. In der Zwischenzeit ist aber schon ein weiteres nachfolgendes Fahrbetriebsmittel
2b auf der Strecke zwischen Y1 - Y3 (Figur 3c) unterwegs.
[0034] Die Figur 3d zeigt schon eine stark fortgeschrittene Parkiersituation. Die Sektoren
S4 und S5 Y4 - Y6 ist (schematisch) schon mit Fahrbetriebsmitteln 2 gefüllt. Es kommt
aber bereits ein weiteres Fahrbetriebsmittel 2 auf dem Sektor S3, Y3 - Y4 an. Dieses
steht so lange fest, bis ein nächstes Fahrbetriebsmittel in den Sektor S3, Y3 - Y4
eingefahren ist, so dass beide Fahrbetriebsmittel 2 gemeinsam vorwärts bewegt werden.
Im Sektor S3 werden nun Fahrbetriebsmittel 2 parkiert, ähnlich wir vorhin mit Figur
3b und 3c beschrieben.
[0035] Die Figur 3e zeigt bereits eine weiter fortgeschrittene Situation. Der Sektor S3,
Y3 - Y4 ist mir Fahrbetriebsmitteln 2 gefüllt, sodass eine weitere Fahrbetriebsmittelgruppe
20 ausgebildet wurde. Es sind schon fünf weitere Fahrbetriebsmittel 2a, 2b im Einfahrsektor
S2, Y2 - Y3 eingefahren, sodass eine weitere Fahrbetriebsmittelgruppe 20 ausgebildet
wird. Nunmehr wird der Sektor Y2 - Y3 schrittweise, Fahrzeug um Fahrzeug gefüllt,
bis alle Fahrbetriebsmittel 2 parkiert sind. Am Anfang des Parkierbetriebes durchlaufen
alle ankommenden Fahrbetriebsmittel 2 den ersten Sektor S1 und stehen vor dem letzten
Sektor S4 an. Auf dem letzten Sektor S4 erfolgt die Parkierung der Fahrbetriebsmittel
2 Schritt um Schritt, vorwärts auf den Sektor S4. Sinngemäss wird der letzte Sektor
S4 oder diesem nachfolgende Sektoren S5, S6 schrittweise gefüllt, indem das ganze
jeweils im Sektor befindliche Paket Fahrbetriebsmittel Schritt für Schritt bis der
Sektor voll ist, bewegt.
[0036] Die Figur 4 zeigt schematisch den Geschwindigkeitsverlauf über der Zeit über den
ganzen Garagierumlauf von Y1 - Y6.
[0037] Ein vorteilhaftes Verfahren läuft wie in den Figuren 3b, 3c und 3d dargestellt derart
ab, dass ein erstes Fahrbetriebsmittel 2a bis zum Beginn S4B des Garagiersektors S4
bewegt wird, wie in Figur 3b dargestellt, dass ein weiteres, nachfolgendes Fahrbetriebsmittel
2b, wie in Figur 3b strichliert dargestellt, bis an das erste Fahrbetriebsmittel 2a
bewegt wird, sodass die beiden Fahrbetriebsmittel 2a,2b zusammengeschoben sind und
somit kompaktiert sind und dadurch eine Fahrbetriebsmittelgruppe 20 bilden, dass die
Fahrbetriebsmittelgruppe 20 danach derart vollständig in den Garagiersektor S4 bewegt
wird, dass die Fahrbetriebsmittelgruppe 20 am Beginn S4B des Garagiersektors S4 angeordnet
ist, wie in Figur 3b dargestellt, und dass mehrmals nacheinander ein weiteres, nachfolgendes
Fahrbetriebsmittel 2b bis zum Beginn S4B des Garagiersektors S4 bewegt wird, sodass
dieses nachfolgende Fahrbetriebsmittel 2b der Fahrbetriebsmittelgruppe 20 zugefügt
wird, und dass die Fahrbetriebsmittelgruppe 20, nach dem jeweiligen Zufügen des nachfolgenden
Fahrbetriebsmittels 2b derart vollständig in den Garagiersektor S4 bewegt wird, dass
das zuletzt der Fahrbetriebsmittelgruppe 20 zugefügt Fahrbetriebsmittel 2b am Beginn
S4B des Garagiersektors S4 angeordnet ist, wie dies in Figur 3d dargestellt ist. Die
in Figur 3d dargestellte Fahrbetriebsmittelgruppe 20 erstreckt sich entlang von 3
Garagiersektoren S4, S5, S6 und umfasst insgesamt sechs Fahrbetriebsmittel 2. Das
Verfahren wurde vorhin am Beispiel des Garagiersektors S4 beschrieben. Dasselbe Verfahren
kann natürlich auch in einem oder mehreren der weiteren Garagiersektoren S1, S2, S3,
S5, S6 durchgeführt werden.
[0038] Ein vorteilhaftes Verfahren läuft wie in den Figuren 3b,3c,3d und Figur 4a dargestellt
derart ab, dass das nachfolgende Fahrbetriebsmittel 2b derart abgebremst wird, dass
dieses am Beginn S4B des Garagiersektors S4 still steht, sodass dieses nachfolgende
Fahrbetriebsmittel 2b der Fahrbetriebsmittelgruppe 20 zugefügt wird, und dass danach
die gesamte Fahrbetriebsmittelgruppe 20 schrittweise und derart vollständig in den
Garagiersektors S4 bewegt wird, dass das zuletzt der Fahrbetriebsmittelgruppe 20 zugefügt
Fahrbetriebsmittel 2b am Beginn S4B des Garagiersektors S4 angeordnet ist. Figur 4a
zeigt die Geschwindigkeit v des ersten Fahrbetriebsmittels 2a entlang des zurückgelegten
Weges. Wie aus Figur 4a durch W1 ersichtlich kommt das erste Fahrbetriebsmittel 2a
bei Y4 zum Stillstand. Danach wird, wie in Figur 3c ersichtlich, ein nachfolgendes
Fahrbetriebsmittel 2b zum ersten Fahrbetriebsmittel 2a bewegt, und danach diese beiden
Fahrbetriebsmittel 2a,2b, unter Ausbildung der Fahrbetriebsmittelgruppe 20 um einen
Schritt bewegt, sodass die Fahrbetriebsmittelgruppe 20 und wie aus Figur 4a ersichtlich
natürlich auch dazugehörende erste Fahrbetriebsmittel 2a kurzfristig mit Geschwindigkeit
W2 bewegt und wieder abgebremst wird. Aus Figur 4a ist ersichtlich, dass das Fahrbetriebsmittel
2a beziehungsweise die Fahrbetriebsmittelgruppe 20 insgesamt fünf Mal schrittweise
mit der dargestellten Geschwindigkeit W2,W3,W4,W5,W6 bewegt wird, bis sich die Fahrbetriebsmittelgruppe
20 in der in Figur 3d dargestellten Position befindet.
[0039] Ein weiteres vorteilhaftes Verfahren läuft wie in den Figuren 3b,3c,3d und Figur
4b dargestellt derart ab, dass das erste Fahrbetriebsmittel 2a und auch die Fahrbetriebsmittelgruppe
20 im Garagiersektor S4 mit konstanter Geschwindigkeit (Vo) bewegt wird. Figur 4b
zeigt die Geschwindigkeit v des ersten Fahrbetriebsmittels 2a entlang des zurückgelegten
Weges. Dieses Verfahren erfordert, dass das nachfolgende Fahrbetriebsmittel 2b derart
abgebremst wird, dass dieses am Beginn S4B des Garagiersektors S4 die konstante Geschwindigkeit
Vo aufweist und dieses nachfolgende Fahrbetriebsmittel 2b dabei der Fahrbetriebsmittelgruppe
20 zugefügt wird, und dass die konstante Geschwindigkeit Vo der gesamten Fahrbetriebsmittelgruppe
20 derart angepasst ist, dass sich das zuletzt der Fahrbetriebsmittelgruppe 20 zugefügt
Fahrbetriebsmittel 2b am Beginn S4B des Garagiersektors S4 befindet, wenn sich das
nachfolgende Fahrbetriebsmittel 2b am Beginn S4B des Garagiersektors S4 befindet,
sodass dieses nachfolgende Fahrbetriebsmittel 2b der Fahrbetriebsmittelgruppe 20 zugefügt
wird.
[0040] Die Figuren 5a bis 5d zeigen etwas konkreter den Parkiervorgang in einem Sektor S4,S5
(Y4 - Y6). Dargestellt ist der letzte Sektor aufteilt in einen Sektor S4, Y4 bis Y5
sowie einen Sektor S5, Y5 - Y6. In der Figur 5a ist ein Fahrbetriebsmittel 2 in einer
Garagierbewegung auf den Sektor S4 Y4 bis Y5 und wird mit einem Motor 40 über einen
FU-Antrieb 41 über Pneuräder 11 angetrieben. Alle Pneuräder 11 sind über Riemenübertriebe,
Kettenräder oder Kardanwellen 11 mit einer Garagiergeschwindigkeit angetrieben. In
der Figur 5a ist ein Fahrbetriebsmittel 2 bereits am Anfang auf dem Sektor S5, Y5
- Y6 steht aber still bis das zweite am Eingang des Sektors S5, Y5 - Y6 ankommt. Jedes
Fahrbetriebsmittel 2 wird auf einer Umlaufschiene 42 gefördert. Die einzelnen FU-Antriebe
41, 41' bzw. Motoren 40, 40' werden über eine Programmsteuerung 43 mit je einer vorbestimmten
V-t Programmen aktiviert.
[0041] Die Figur 5b zeigt eine Situation, bei der beide Fahrbetriebsmittel 2 bereits auf
dem Sektor S5, Y5 - Y6 angekommen sind und gemeinsam stillstehen.
[0042] Die Figuren 5c und 5d zeigen nur noch den Sektor S5, Y5 - Y6. Bei der Figur 5c ist
das letzte Fahrbetriebsmittel 2 gerade in der Einfahrt auf dem Sektor S5, Y5 - Y6.
In der Figur 5d ist der ganze Sektor S5, Y5 - Y6 mit Fahrbetriebsmitteln 2 gefüllt.
Alle Fahrbetriebsmittel 2 stehen still.
[0043] Die Figur 6 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel. In der Endstation 1 befinden sich
zwei Stationsumläufe, ein kürzerer Stationsumlauf 20 sowie ein Garagierumlauf 21.
Im normalen Fahrbetrieb durchlaufen die Fahrbetriebsmittel 2 den Stationsumlauf 20
und im Garagierbetrieb den Garagierumlauf 21. Für den Garagierbetrieb werden die Fahrbetriebsmittel
2 auf Garagierschienen 22 geführt, wobei die Fahrbetriebsmittel im Bereich der Einfahrt
über eine Weiche 23 vom Seil losgekuppelt und im Bereich der Ausfahrt über eine Weiche
24 wieder angekoppelt wird. Die Lösung gemäss Figur 6 hat den Vorteil, dass die Fahrbetriebsmittel
sowohl im Sinne von vorwärts wie im Sinne rückwärts parkiert werden können.
[0044] Die Figuren 7a bis 7f zeigen schematisch das Rückwärtsparkieren gemäss Figur 6. In
der Figur 7a bewegt sich ein erste Fahrbetriebsmittel 2 in Rückwärtsrichtung, gemäss
Pfeil 25, noch am Seil 8 angekoppelt in Richtung auf die Weiche 24 bzw. den Garagierumlauf
21, und befindet sich gemäss Figur 7b bereits auf der Garagierumlaufschiene 22 auf
der Strecke Y1 und gemäss Figur 7c am Anfang zu dem Sektor S3. Gemäss Figur 7d ist
das erste Fahrbetriebsmittel bereits dem Sektor S3 übergeben. Die Situation gemäss
Figur 7e befinden sich bereits neun Fahrbetriebsmittel 2 auf dem Sektor S3, ein weiteres
ist auf dem Sektor S1 unterwegs. Gemäss Figur 7f ist der Sektor S3 und der Sektor
S2 gefüllt. Es beginnt die Füllung des Sektors S1.
[0045] Die Figur 8 zeigt eine Situation beim Beginn der Ausgaragierung mit etwas konkreteren
Seilbahnsesseln 2. Hier hat bereits das Ausgaragieren vorwärts im Sinne des normalen
Fahrbetriebes begonnen, wobei das zuletzt garagierte Fahrbetriebsmittel 2 die Garagierschiene
22 zuerst verlässt und an das Seil 8 angekoppelt wird.
[0046] Die Figur 9 zeigt einen dritten Lösungsweg, der insofern abweicht, als zu dem Garagierumlauf
21 ein zusätzlicher Garagiersektor 30 auch als Rundlauf konzipiert ist. Da die örtlichen
Verhältnisse bei jeder Seilbahn wieder anders liegen, ist die Flexibilität gemäss
der neuen Erfindung ein grosser Vorteil. Die Figur 9 zeigt nur andeutungsweise, wie
die neue Erfindung mit anderen Garagierungskonzepten kombinierbar ist. Auch ist es
möglich, den Garagierumlauf mit dem zusätzlichen Garagiersektor so zu kombinieren,
dass beide Garagenteile unabhängig betreibbar sind, auch hier mit der Möglichkeit
die Vorwärts- und Rückwärtsbetreibbarkeit auszunutzen. Die Garagierung kann in dem
zusätzlichen Gebäude 31 aber auch auf irgendeine bekannte Methode betrieben werden,
sei es mit einer schief stellbaren Garagierschiene und/oder von Hand. Der Garagierumlauf
21 könnte auch als Sackstation beziehungsweise als Sackgasse ausgestaltet sein.
1. Verfahren zum Bewegen und Garagieren von Fahrbetriebsmitteln (2) wie Kabinen oder
Sesseln in einer Endstation (1) einer Seilbahnanlage umfassend ein endlos umlaufendes
Seil (8), wobei die Fahrbetriebsmittel (2) in der Endstation (1) vom Seil (8) abgekuppelt
und auf einem kopfseitigen Stationsumlauf bzw. einem Garagierumlauf (18,21) parkiert
werden, dadurch gekennzeichnet,
dass der Garagierumlauf (18,21) wenigstens einen, insbesondere mehrere Garagiersektoren
(S1, S2, S3, S4, S5, S6) aufweist, auf dem die Fahrbetriebsmittel (2) schrittweise
durch sukzessives Kompaktieren und Bewegen der kompaktierten Fahrbetriebsmittel (2)
garagiert werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein erstes Fahrbetriebsmittel (2a) bis zum Beginn (S4B) des Garagiersektors (S4)
bewegt wird, dass ein weiteres, nachfolgendes Fahrbetriebsmittel (2b) bis an das erste
Fahrbetriebsmittel (2a) bewegt wird, sodass die beiden Fahrbetriebsmittel (2a,2b)
zusammengeschoben sind und somit kompaktiert sind und dadurch eine Fahrbetriebsmittelgruppe
(20) bilden, dass die Fahrbetriebsmittelgruppe (20) derart vollständig in den Garagiersektor
(S4) bewegt wird, dass die Fahrbetriebsmittelgruppe (20) am Beginn (S4B) des Garagiersektors
(S4) angeordnet ist, und dass mehrmals nacheinander ein weiteres, nachfolgendes Fahrbetriebsmittel
(2b) bis zum Beginn (S4B) des Garagiersektors (S4) bewegt wird, sodass dieses nachfolgende
Fahrbetriebsmittel (2b) der Fahrbetriebsmittelgruppe (20) zugefügt wird, und dass
die Fahrbetriebsmittelgruppe (20), nach dem jeweiligen Zufügen des nachfolgenden Fahrbetriebsmittels
(2b) derart vollständig in den Garagiersektor (S4) bewegt wird, dass das zuletzt der
Fahrbetriebsmittelgruppe (20) zugefügt Fahrbetriebsmittel (2b) am Beginn (S4B) des
Garagiersektors (S4) angeordnet ist.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das nachfolgende Fahrbetriebsmittel (2b) derart abgebremst wird, dass dieses am Beginn
(S4B) des Garagiersektors (S4) still steht, sodass dieses nachfolgende Fahrbetriebsmittel
(2b) der Fahrbetriebsmittelgruppe (20) zugefügt wird, und dass danach die gesamte
Fahrbetriebsmittelgruppe (20) derart vollständig in den Garagiersektors (S4) bewegt
wird, dass das zuletzt der Fahrbetriebsmittelgruppe (20) zugefügt Fahrbetriebsmittel
(2b) am Beginn (S4B) des Garagiersektors (S4) angeordnet ist.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrbetriebsmittelgruppe (20) mit konstanter Geschwindigkeit (Vo) bewegt wird,
dass das nachfolgende Fahrbetriebsmittel (2b) derart abgebremst wird, dass dieses
am Beginn (S4B) des Garagiersektors (S4) die konstante Geschwindigkeit (Vo) aufweist
und dieses nachfolgende Fahrbetriebsmittel (2b) der Fahrbetriebsmittelgruppe (20)
zugefügt wird, und dass die konstante Geschwindigkeit (Vo) der gesamten Fahrbetriebsmittelgruppe
(20) derart angepasst ist, dass sich das zuletzt der Fahrbetriebsmittelgruppe (20)
zugefügt Fahrbetriebsmittel (2b) am Beginn (S4B) des Garagiersektors (S4) befindet,
wenn sich das nachfolgende Fahrbetriebsmittel (2b) am Beginn (S4B) des Garagiersektors
(S4) befindet, sodass dieses nachfolgende Fahrbetriebsmittel (2b) der Fahrbetriebsmittelgruppe
(20) zugefügt wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Garagierumlauf als Teil eines Stationsumlaufes ausgebildet ist, und dass sektormässig
gesteuerte Antriebsmittel wahlweise für eine Inbetriebnahme der Anlage, für einen
normalen Fahrbetrieb sowie für eine Garagierung der Fahrbetriebsmittel nach vorgebbaren
Steuerungsprogrammen betrieben werden.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Garagierumlauf wenigstens drei Sektoren einem Einfahrsektor als ersten, einen
Ein- und Aussteigesektor als zweiten und einen Beschleunigungssektor als dritten Sektor
aufweist, auf denen die Fahrbetriebsmittel (2) von der Einfahrseite des dritten Sektors
beginnend schrittweise durch sukzessives Kompaktieren garagiert werden.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Garagierung im zweiten und/oder im ersten Sektor schrittweise sinngemäss erfolgt.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Garagierung in beiden Endstationen gleichzeitig und vorzugsweise synchron erfolgt.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass für die Wiederinbetriebnahme des Seilbahnbetriebes der Reihe nach die garagierten
Fahrbetriebsmittel (2) nach dem Konzept "first in first out" und somit mit den Fahrbetriebsmitteln
(2) des letzten Sektors beginnend, Fahrbetriebsmittel (2) um Fahrbetriebsmittel (2)
an das Seil (8) angekuppelt und in gesteuerter Sequenz in Umlauf gegeben werden.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Garagierumlauf als Sackstation ausgestaltet ist, und dass für die Wiederinbetriebnahme
des Seilbahnbetriebes der Reihe nach die garagierten Fahrbetriebsmittel (2) nach dem
Konzept "last in first out" Fahrbetriebsmittel (2) um Fahrbetriebsmittel (2) an das
Seil (8) angekuppelt und in gesteuerter Sequenz in Umlauf gegeben werden.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass in Bezug auf die normale Fahrrichtung (F) der Fahrbetriebsmittel (2) die Eingaragierung
sinngemäss rückwärts zur Fahrrichtung (F) erfolgt und die Ausgaragierung vorwärts
in Fahrrichtung (F) erfolgt, wobei insbesondere der Endsektor zuerst gefüllt wird.
12. Seilbahnanlage mit zwei Endstationen (1) zwischen welchen eine grosse Anzahl Fahrbetriebsmittel
(2) für einen normalen Betrieb an ein Seil (8) angekuppelt und für jeden Stationsumlauf
entkoppelt werden wobei die eine Endstation (1) einen Einstieg (13) und die andere
Endstation (1) einen Ausstieg aufweist, und wobei wenigstens eine Endstation (1) für
das Stationsgaragieren ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Stationsumlauf als Garagierumlauf ausgebildet ist mit wenigstens einem Garagiersektor
(S1,S2,S3,S4,S5,S6) mit einem programmierbaren sektoriellen Antrieb für den normalen
Fahrbetrieb sowie für den Garagierbetrieb für ein schrittweises Garagieren durch ein
sukzessives Kompaktieren der Fahrbetriebsmittel (2).
13. Seilbahnanlage nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass beide Endstationen (1) für eine Stationsgaragierung ausgebildet sind.
14. Seilbahnanlage nach einem der Ansprüche 12 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Stationsumlauf in mehrere Sektoren (S1,S2,S3,S4,S5,S6) mit je eigener Antriebssteuerung
aufgeteilt ist, wobei die jeweilige Sektorantriebssteuerung auf der Basis eines je
spezifischen V-t-Diagrammes geführt ist, und wobei die programmierten Sektorantriebe
vorzugsweise derart ausgebildet sind, dass eine Garagierung rückwärts oder vorwärts
durchführbar ist.
15. Seilbahnanlage betrieben mit einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11.