[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines granulären
Wasch-, Reinigungs- oder Pflegemitteladditivs. Ferner betrifft sie die entsprechenden
Wasch-, Reinigungs- oder Pflegemitteladditive. Sie betrifft die Verwendung des granulares
Wasch-, Reinigungs- oder Behandlungsmitteladditivs bei der Herstellung eines partikelförmigen
Wasch-, Reinigungs- oder Behandlungsmittels. Ferner betrifft sie Wasch-, Reinigungs-
oder Pflegemittel, welche eines oder mehrere der Wasch-, Reinigungs- oder Behandlungsmitteladditive
umfassen.
[0002] Gängige Wasch- oder Reinigungsmittel weisen üblicherweise Inhaltsstoffen wie insbesondere
Tenside, Builder, Polymere, Bleichsysteme, Waschmittel-Enzyme auf, welche eine effektive
Reinigung von Textilerzeugnissen ermöglichen. Bestimmte Inhaltsstoffe von Wasch- oder
Reinigungsmitteln können auch in verkapselter Form vorliegen, beispielsweise um den
verkapselten Stoff zu schützen oder um den verkapselten Stoff gezielt freisetzen zu
können.
[0003] Insbesondere bei pulverförmigen Wasch- oder Reinigungsmitteln ist eine stabile Einarbeitung
der Kapseln in die Pulvermatrix problematisch. Beispielsweise kann es zu einer Entmischung
kommen oder die Kapseln können bereits bei der Einarbeitung beschädigt werden.
[0004] Die Deutsche Offenlegungsschrift
DE 10 2009 002 384 A1 beschreibt ein granulares Wasch- oder Reinigungsmitteladditiv, umfassend 5 bis 90
Gew.-% eines partikelförmigen Trägermaterials mit bestimmter Ölabsorptionskapazität
sowie 10 bis 80 Gew.-% Kapseln mit Durchmesser d
50 im Bereich von 1 bis 100 µm. In den Kapseln sind Vorteilsmittel eingeschlossen.
Die Druckschrift WO 2005/097962 offenbart Granulat zur Verwendung in einem Reinigungsmittel, wobei das Granulat aus
einem Trägermaterial, einer Kapseldispersion und optionalen Zusatzstoffen besteht.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es daher, die Einarbeitung von Kapseln in
pulverförmige Wasch- oder Reinigungsmitteln zu ermöglichen.
[0006] Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Verfahren zur Herstellung eines granulären Wasch-,
Reinigungs- oder Pflegemitteladditivs, umfassend folgende Schritte:
- a) Vorlegen von partikelförmigem Trägermaterial
- b) Zugeben einer Kapseldispersion, wobei Melamin-Harnstoff-Formaldehyd-Harze, oder Melamin-Formaldehydharze oder Harnstoff-Formaldehyd-Harze
als Kapselwandmaterialien eingesetzt werden,
- c) Granulieren der erhaltenen Mischung,
wobei zusätzlich Ammoniumcarbonat und/oder Ammoniumhydrogencarbonat zugegeben wird.
[0007] Die resultierenden granulären Wasch-, Reinigungs- oder Pflegemitteladditive ermöglichen
eine stabile Einarbeitung von Kapseln, insbesondere von Mikrokapseln in die Pulvermatrix
granularer Wasch-, Reinigungs- oder Pflegemittel. Die resultierenden granularen Wasch-,
Reinigungs- oder
b) Zugeben einer Kapseldispersion
c) Granulieren der erhaltenen Mischung,
wobei zusätzlich Ammoniumcarbonat und/oder Ammoniumhydrogencarbonat zugegeben wird.
[0008] Die resultierenden granulären Wasch-, Reinigungs- oder Pflegemitteladditive ermöglichen
eine stabile Einarbeitung von Kapseln, insbesondere von Mikrokapseln in die Pulvermatrix
granularer Wasch-, Reinigungs- oder Pflegemittel. Die resultierenden granulären Wasch-,
Reinigungs- oder Pflegemitteladditive als solche sind lagerstabil und führen wiederum
zu lagerstabilen granulären Wasch-, Reinigungs- oder Pflegemitteln. Auch bei Anwesenheit
von besonders fragilen Kapseln in den resultierenden Wasch-, Reinigungs- oder Pflegemitteladditiven
sind diese in der Handhabung (d.h. Umfüllen, Lagerung und Weiterverarbeitung) unproblematisch.
[0009] Die sehr gute Lager- und Transportfähigkeit des erfindungsgemäß hergestellten granularen
Wasch-, Reinigungs- oder Behandlungsmitteladditivs ermöglicht es, das Additiv bedarfsgerecht
ausgewählten Rezepturen zuzumischen und erweitert so die Konfektionierungsmöglichkeiten
für Wasch-, Reinigungs- und Behandlungsmittelendprodukte.
[0010] Das erfindungsgemäß hergestellte granulare Wasch-, Reinigungs- oder Behandlungsmittel-additiv
erlaubt beispielsweise eine unkomplizierte Eindosierung des Additivs in das Zielprodukt
z.B. während der Post-Addition ohne nennenswerten apparativen Aufwand. Vorteilhaft
ist zudem, dass durch das Einmischen des granulären Wasch-, Reinigungsoder Behandlungsmitteladditivs
im Wesentlichen keine Kontamination der Apparaturen, in denen der Zumischschritt (Post-Addition)
durchgeführt wird, stattfindet. Wird im Gegensatz dazu ein Kapsel-Slurry in der Postaddition
aufgesprüht / aufdosiert, treten Anbackungen des Kapsel-Slurries an Behälterwandungen
und Dosiereinrichtungen auf, die einen erhöhten Reinigungsaufwand bedeuten und zu
Kapsel- und somit auch Vorteilsmittelverlusten führen.
[0011] Das erfindungsgemäß hergestellte granulare Wasch-, Reinigungs- oder Behandlungsmittel-additiv
weist außerdem eine gute Fließfähigkeit, Rieselfähigkeit auf, ebenso eine gute Homogenität
der Verteilung der Kapseln im Additiv.
[0012] Das partikelförmige Trägermaterial kann vorzugsweise vor und/oder bei der Zugabe
der Kapseldispersion in Bewegung gebracht, insbesondere fluidisiert werden. Dabei
kommen vorzugsweise Apparate zum Einsatz bei denen das Trägermaterial mechanisch fluidisiert
wird, z. B. Pflugschar Mischer (Fa. Lödige), Paddelmischer (Fa. Forberg) oder Freifallmischer
(Fa. Lindor) oder bei denen z.B. eine Fluidisierung durch ein Trägermedium in einer
Wirbelschicht erfolgt. Bevorzugt ist die mechanisch erzeugte Fluidisierung. Dies entspricht
einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung.
[0013] Die erfindungsgemäß einzusetzende Kapseldispersion umfasst zumindest Kapseln und
Lösungsmittel, insbesondere Wasser. Die Kapseldispersion ist vorzugsweise gießbar,
d.h. sie lässt sich aus einem Gefäß durch Neigen des Gefäßes ausgießen. Unter einer
gießbaren Kapseldispersion wird insbesondere ein Kapsel-Flüssigkeitsgemisch verstanden,
welches insbesondere bei der Verarbeitungstemperatur, vorzugsweise bei maximal 40°C,
insbesondere bei maximal 20°C eine Viskosität unterhalb von 10·10
4 mPa·s
-1 (Brookfield-Rotationsviskosimeter; Spindel 2, 20 U/min.) aufweist.
[0014] Weiterhin ist es bevorzugt, dass die Kapseldispersion Tenside enthält. Bevorzugt
in der Kapseldispersion enthaltene Tenside sind nichtionische, kationische und anionische
Tenside. Anionische Tenside können vorteilhafterweise in Mengen von 1 bis 20 Gew.-%,
bezogen auf die Dispersion, eingesetzt werden. Kationische Tenside können vorteilhafterweise
in Mengen von 0,001 bis 4 Gew.-%, bezogen auf die Dispersion, eingesetzt werden. Nichtionische
Tenside können vorteilhafterweise in Mengen von 0,01 bis 10 Gew.-%, bezogen auf die
Dispersion, eingesetzt werden. Geeignete anionische Tenside sind z.B. Alkylbenzolsulfonate,
vorzugsweise sekundäres C10-C13-n-Alkylbenzolsulfonat, Alkansulfonate, Methylestersulfonate,
α-Ole-finsulfonate, Alkylsulfate, vorzugsweise Fettalkoholsulfat, Alkylethersulfate,
vorzugsweise Fettalkoholethersulfat und Sulfosuccinate. Geeignete kationische Tenside
sind z.B. quartäre Ammonium-Verbindungen, insbesondere quartäre Ammonium-Verbindungen
mit einem oder zwei hydrophoben Alkyl-Resten, quartäre Phosphonium-Salze oder tertiäre
Sulfonium-Salze. Besonders bevorzugt sind sogenannte Esterquats. Esterquat ist die
Sammelbezeichnung für kationische grenzflächenaktive Verbindungen mit vorzugsweise
zwei hydrophoben Gruppen, die über EsterBindungen mit einem quaternierten Di(Tri-)ethanolamin
oder einer analogen Verbindung verknüpft sind.
[0015] Der Einsatz nichtionischer Tenside in der Kapseldispersion ist jedoch am meisten
bevorzugt. Mit Vorteil einsetzbar sind insbesondere Fettalkoholethoxylate, Oxoalkoholethoxylate,
Alkyl-phenolpolyglycolether, Fettsäureethoxylate, Fettaminethoxylate, ethoxylierte
Triacylglycerole und Mischether (beidseitig alkylierte Polyethylenglycolether) sowie
Alkylpolyglucoside, Saccharoseester, Sorbitanester, Fettsäureglucamide sowie Aminoxide.
[0016] Es ist insbesondere bevorzugt, dass die Kapseldispersionen Oxoalkoholethoxylate enthalten.
Bevorzugte Oxoalkoholethoxylate leiten sich von Oxoalkoholen mit 9 bis 15 Kohlenstoffatomen
ab, an die vorzugsweise 3 bis 15 Mol Ethylenoxid angelagert sind. Ein besonders bevorzugtes
Oxoalkoholethoxylat im Sinne der Erfindung ist C
13-C
15-Oxoalkohol, an welchen 7 Mol Ethylenoxid angelagert sind. Ein geeignetes Handelsprodukt
ist z.B. Lutensol® AO 7 von der BASF. Der Einsatz solcher Kapseldispersionen führt
zu besonders stabilen Produkten.
[0017] Anstelle der Tenside oder aber auch zusätzlich zu diesen, können auch Guar-Derivate
zur Kapseldispersion gegeben werden. Bevorzugt sind die Guarether, insbesondere die
Carboxymethyl- und Hydroxyalkyl-Derivate sowie kationisch modifizierte Produkte, die
vorzugsweise bei der Umsetzung von Guarmehl mit Monochloressigsäure, Ethylen- oder
Propylenoxid und 2,3-Epoxypropyltrimethylammoniumchlorid in Gegenwart von Alkali anfallen.
Besonders bevorzugt ist der Einsatz von Guar-2-Hydroxypropylether in den Kapseldispersionen.
Guar-Deri-vate können vorteilhafterweise in Mengen von 0,001 bis 10 Gew.-%, bezogen
auf die Dispersion, eingesetzt werden.
[0018] Die Zugabe der Kapseldispersion im erfindungsgemäßen Verfahren kann beispielsweise
durch Versprühen oder Gießen erfolgen. Es ist bevorzugt, dass die Kapseldispersion
durch Gießen auf das Trägermaterial gegeben wird. Insbesondere bei fragilen oder aufreibbaren
Kapseln (z.B. Kern-Schale-Mikrokapseln mit Aminoplastharzen als Kapselwandmaterial)
hat sich das Gießen besonders bewährt, da es besonders schonend ist und zu sehr stabilen
Produkten führt.
[0019] Optional können sich an den Schritt c) des erfindungsgemäßen Verfahrens (also das
Granulieren) weitere Schritte anfügen, wie z.B. das Entfernen von Lösungsmittel (insbesondere
Wasser) (d.h. Trocknen), Reifen, Verrunden, Abpudern mit Fließhilfsmitteln, Aufsprühen
von flüssigen oder Vermischen mit partikelförmigen Komponenten und/oder Einmischen
des Produktes in flüssige, viskose oder partikelförmige Wasch-, Reinigungsoder Behandlungsmittel.
Möglich ist es ebenfalls das resultierende Wasch-, Reinigungsoder Behandlungsmitteladditiv
an sich oder in Abmischung mit weiteren Komponenten zu einer Tablette oder der Phase
einer mehrschichtigen Tablette zu verpressen.
[0020] Das partikelförmige Trägermaterial umfasst gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung vorzugsweise Kieselsäure, amorphe Aluminosilikate, Tone, Erdalkalimetallsilikate
(wie vorzugsweise Calciumsilikat) und/oder Erdalkalimetallcarbonate (wie vorzugsweise
Calciumcarbonat und/oder Magnesiumcarbonat), insbesondere aber Kieselsäure. Der Einsatz
solcher Trägermaterialien führt zu besonders stabilen Produkten.
[0021] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält das Trägermaterial
amorphe Aluminosilikate. Unter diesen werden insbesondere amorph vorliegende Verbindungen
mit unterschiedlichen Anteilen Aluminiumoxid (Al
2O
3) und Siliciumdioxid (SiO
2) verstanden, die weitere Metalle enthalten. Vorzugsweise lässt sich das in dem erfindungsgemäßen
Verfahren eingesetzte amorphe Aluminosilikat mittels einer Formeln (I) oder (II) beschreiben.
In der Formel (I) steht M für ein Alkalimetall, vorzugsweise Natrium oder Kalium.
Mit besonderem Vorzug nimmt x Werte von 0,2 bis 2,0, y die Werte von 0,5 bis 10,0
und w alle positiven Werte inklusive 0 ein.
x(M
2O)·Al
2O
3·y(SiO
2)·w(H
2O) (I)
[0022] In der Formel (II) steht Me für ein Erdalkalimetall, M für ein Alkalimetall, zudem
vorzugsweise x für Werte von 0,001 bis 0,1, y für Werte von 0,2 bis 2,0, z für Werte
von 0,5 bis 10,0 und w für positiven Werte inklusive 0.
x(MeO)·y(M
2O)Al
2O
3·z(SiO
2)·w(H
2O) (II)
[0023] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst das Trägermaterial
Kieselsäuren, wobei die Bezeichnung Kieselsäure hier als Sammelbezeichnung für Verbindungen
der allgemeinen Formel (SiO2)
m · nH2O steht.
[0024] Einsetzbare Kieselsäuren sind die aus dem Stand der Technik bekannten Kieselsäuren.
Es können Kieselsäuren eingesetzt werden, welche z.B. durch bekannte nasschemische,
thermische oder pyrogene Verfahren hergestellt werden. Besonders bevorzugt einsetzbar
sind Fällungskieselsäuren. Fällungskieselsäuren werden z.B. aus einer wässrigen Alkalisilikat-Lösung
durch Fällung mit Mineralsäuren hergestellt. Dabei bilden sich kolloidale Primärteilchen,
die mit fortschreitender Reaktion agglomerieren und schließlich zu Aggregaten verwachsen.
Die pulverförmigen, voluminösen Formen besitzen in der Regel BET-Oberflächen von vorzugsweise
30 bis 800 m
2/g.
[0025] Auch pyrogene Kieselsäuren sind bevorzugt einsetzbar. Unter der Bezeichnung pyrogene
Kieselsäuren werden hochdisperse Kieselsäuren zusammengefasst, die durch Flammenhydrolyse
hergestellt werden. Pyrogene Kieselsäuren besitzen an ihrer Oberfläche in der Regel
deutlich weniger OH-Gruppen als Fällungs-Kieselsäuren. Wegen ihrer durch die Silanol-Gruppen
bedingten Hydrophilie werden die synthetischen Kieselsäuren häufig chemischen Nachbehandlungsverfahren
unterzogen, bei denen die OH-Gruppen z.B. mit organischen Chlorsilanen reagieren.
Dadurch entstehen modifizierte, z.B. hydrophobe Oberflächen, welche die anwendungstechnischen
Eigenschaften der Kieselsäuren wesentlich erweitern. Auch chemisch modifizierte Kieselsäuren
fallen im Rahmen der vorliegenden Erfindung unter den Begriff "Kieselsäuren".
[0026] Besonders vorteilhafte Kieselsäuren sind Sipernat 22 S, Sipernat 50 oder Sipernat
50 S der Firma Evonik (Deutschland).
[0027] Als Aluminiumsilikate können z.B. folgende eingesetzt werden: feingemahlene Kaoline
und Tone, ®Perlite (Lehmann & Voss & Co.), calciniertes Aluminiumsilikat wie ®Satintone
(Fa. Engelhard), als Magnesium-Aluminium-Silikate können beispielsweise verwandt werden:
Attapulgus Clay Produkte wie ®Attaclay, ®Attacote, ®Attasorb, ®Attagel (Fa. Engelhard)
sowie feingemahlene Fullererden, Bentonite und Montmorillonite. Insbesondere ist die
Verwendung von ®Attasorb, ®Satintone und Kaolin 1777 (Ziegler & Co., Wunsiedel) günstig.
[0028] Wenn die Kapseldispersion > 10 Gew.-%, vorteilhafterweise 20 bis 75 Gew.-% Gew.-%,
insbesondere 25 - 50 Gew.-% Kapseln enthält, bezogen auf die gesamte Kapseldispersion,
so liegt eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung vor. Insbesondere ist
es vorteilhaft, wenn die Kapseldispersion weniger als 10 Gew.-%, vorzugsweise weniger
als 7 Gew.-%, insbesondere 0,1 bis 5 Gew.-% Tenside (vorzugsweise Niotenside) umfasst,
bezogen auf die gesamte Dispersion. Die Obergrenze für die Tenside in der Kapseldispersion
kann auch bei 4, 3, 2, 1 oder 0,5 Gew.-% liegen, bezogen auf die gesamte Dispersion.
Ebenso kann die Kapseldispersion frei von Tensiden sein. Der bevorzugte Wassergehalt
der Kapseldispersion kann vorteilhafterweise bei < 90 Gew.-%, vorzugsweise im Bereich
von 25 bis 80 Gew.-%, vorzugs-weise 50 bis 75 Gew.-% liegen, bezogen auf die gesamte
Kapseldispersion.
[0029] Die Bestimmung der Durchmesser der Kapseln bzw. der Teilchengröße der Mikrokapseln
kann über übliche Methoden erfolgen. Sie kann beispielsweise mit Hilfe dynamischer
Lichtstreuung bestimmt werden, die üblicherweise an verdünnten Suspensionen, die z.B.
0,01 bis 1 Gew.-% Kapseln enthalten, durchgeführt werden kann. Sie kann auch durch
die Auswertung lichtmikroskopischer oder elektronenmikroskopischer Aufnahmen von Kapseln
erfolgen.
[0030] Als Materialen für die Kapselwand werden Melamin-Harnstoff-Formaldehyd-Harze oder
Melamin-Formaldehyd-Harze oder Harnstoff-Formaldehyd-Harze eingesetzt.
[0031] Es sind z.B. auch Kapseln einsetzbar, die eine mechanisch stabile Kapselhülle aufweisen,
solange die Kapselhülle aufgrund eines oder mehrerer anderer Mechanismen wie Änderung
der Temperatur oder der lonenstärke oder des pH-Wertes des umgebenden Mediums für
das oder die Vorteilsmittel durchlässig wird. Möglich sind auch stabile Kapselwandmaterialien,
durch die das oder die Vorteilsmittel mit der Zeit hindurchdiffundieren kann/können.
Die Kapseln können das enthaltene Vorteilsmittel vorzugsweise bei Änderung des pH-Wertes
oder der lonenstärke der Umgebung, bei Änderung der Temperatur, bei Einwirkung von
Licht, durch Diffusion und/oder bei mechanischer Beanspruchung freisetzen.
[0032] In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind die Kapseln
fragil, das heißt, sie können eingeschlossenes Vorteilsmittel aufgrund mechanischer
Beanspruchung wie Reibung, Druck oder Scherbeanspruchung freigeben.
[0033] In einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist die Kapsel thermisch labil, das
heißt, eingeschlossene Vorteilsmittel können freigesetzt werden, wenn die Kapseln
einer Temperatur von mindestens 70°C, vorzugsweise von mindestens 60°C, bevorzugt
dazu von mindestens 50°C und insbesondere von mindestens 40°C ausgesetzt wird.
[0034] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann die Kapsel für eingeschlossenes
Vorteilsmittel nach Einwirkung von Strahlung bestimmter Wellenlänge, vorzugsweise
durch die Einwirkung von Sonnenlicht durchlässig werden.
[0035] Möglich ist zudem, dass die Kapseln fragil und gleichzeitig, thermisch labil und/oder
instabil gegenüber Strahlung bestimmter Wellenlänge sind.
[0036] Bei den erfindungsgemäß einsetzbaren Kapseln kann es sich um wasserlösliche und/oder
wasserunlösliche Kapseln handeln, bevorzugt handelt es sich aber um wasserunlösliche
Kapseln. Die Wasserunlöslichkeit der Kapseln hat den Vorteil, dass diese den Wasch-,
Reinigungs- oder Behandlungsanwendung überdauern können und so in der Lage sind, das
Vorteilsmittel erst im Anschluss an den wässrigen Wasch-, Reinigungs- oder Behandlungsprozess
abzugeben, wie beispielsweise beim Trocknen durch bloße Temperaturerhöhung oder durch
Sonneneinstrahlung oder insbesondere bei Reibung der Oberfläche.
[0037] Insbesondere ist es bevorzugt, wenn es sich bei den wasserunlöslichen Kapseln um
aufreibbare Kapseln handelt, wobei das Wandmaterial Melamin-Formaldehydharze umfasst.
[0038] Der Begriff aufreibbare Kapseln, welche überaus bevorzugt sind, meint insbesondere
solche Kapseln, welche, wenn sie an einer damit behandelten Oberfläche (z.B. textile
Oberfläche) haften, durch mechanisches Reiben oder durch Druck geöffnet bzw. aufgerieben
werden können, so dass eine Inhaltsfreisetzung erst als Resultat einer mechanischen
Einwirkung resultiert, z.B. wenn man sich mit einem Handtuch, auf welchem solche Kapseln
abgelagert sind, die Hände abtrocknet. Bevorzugt einsetzbare, aufreibbare Kapseln
weisen mittlere Durchmesser d
50 im Bereich von 1 bis 100 µm auf, vorzugsweise zwischen 5 und 95 µm, insbesondere
zwischen 10 und 90 µm, z.B. zwischen 10 und 80 µm, beispielsweise zwischen 15 und
40 µm. Die den Kern bzw. (gefüllten) Hohlraum umschließende Schale der Kapseln hat
vorzugsweise eine durchschnittliche Dicke im Bereich zwischen rund 0,01 und 50 µm,
vorzugsweise zwischen rund 0,1 µm und etwa 30 µm, insbesondere zwischen rund 0,5 µm
und etwa 8 µm oder etwa 5 µm. Kapseln sind insbesondere dann gut aufreibbar, wenn
sie innerhalb der zuvor angegebenen Bereiche betreffend den mittleren Durchmesser
und betreffend die durchschnittliche Dicke liegen.
[0039] Mikrokapseln mit Kapselwänden aus Melamin-Formaldehyd-Harzen sind infolge ihrer hervorragenden
Dichtigkeit und mechanischen Stabilität besonders vorteilhaft, insbesondere bei Einsatz
von Riechstoffen im Kapselkern. Es resultieren hier im erfindungsgemäßen Verfahren
besonders stabile und gut weiterverarbeitbare Produkt.
[0040] Verfahren zur Mikrokapselbildung sind bekannt und beispielsweise in
US 20030004226 A1 (BASF) beschrieben, auf welche hiermit Bezug genommen wird.
[0041] Gewöhnlich wird das Kernmaterial, wie z.B. Parfümöl, in einer wässrigen Lösung eines
Schutzkolloids, die vorzugsweise einen sauren pH-Wert aufweist, zu feinen Tröpfchen
emulgiert. Zu der
[0042] In einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist die Kapsel thermisch labil, das
heißt, eingeschlossene Vorteilsmittel können freigesetzt werden, wenn die Kapseln
einer Temperatur von mindestens 70°C, vorzugsweise von mindestens 60°C, bevorzugt
dazu von mindestens 50°C und insbesondere von mindestens 40°C ausgesetzt wird.
[0043] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann die Kapsel für eingeschlossenes
Vorteilsmittel nach Einwirkung von Strahlung bestimmter Wellenlänge, vorzugsweise
durch die Einwirkung von Sonnenlicht durchlässig werden.
[0044] Möglich ist zudem, dass die Kapseln fragil und gleichzeitig, thermisch labil und/oder
instabil gegenüber Strahlung bestimmter Wellenlänge sind.
[0045] Bei den erfindungsgemäß einsetzbaren Kapseln kann es sich um wasserlösliche und/oder
wasserunlösliche Kapseln handeln, bevorzugt handelt es sich aber um wasserunlösliche
Kapseln. Die Wasserunlöslichkeit der Kapseln hat den Vorteil, dass diese den Wasch-,
Reinigungs- oder Behandlungsanwendung überdauern können und so in der Lage sind, das
Vorteilsmittel erst im Anschluss an den wässrigen Wasch-, Reinigungs- oder Behandlungsprozess
abzugeben, wie beispielsweise beim Trocknen durch bloße Temperaturerhöhung oder durch
Sonneneinstrahlung oder insbesondere bei Reibung der Oberfläche.
[0046] Insbesondere ist es bevorzugt, wenn es sich bei den wasserunlöslichen Kapseln um
aufreibbare Kapseln handelt, wobei das Wandmaterial vorzugsweise Melamin-Formaldehydharze,
Polyurethane, Polyolefine, Polyamide, Polyharnstoffe, Polyester, Polysaccharide, Epoxydharze,
Silikonharze und/oder Polykondensationsprodukte aus Carbonyl-Verbindungen und NH-Gruppen
enthaltenden Verbindungen umfasst.
[0047] Der Begriff aufreibbare Kapseln, welche überaus bevorzugt sind, meint insbesondere
solche Kapseln, welche, wenn sie an einer damit behandelten Oberfläche (z.B. textile
Oberfläche) haften, durch mechanisches Reiben oder durch Druck geöffnet bzw. aufgerieben
werden können, so dass eine Inhaltsfreisetzung erst als Resultat einer mechanischen
Einwirkung resultiert, z.B. wenn man sich mit einem Handtuch, auf welchem solche Kapseln
abgelagert sind, die Hände abtrocknet. Bevorzugt einsetzbare, aufreibbare Kapseln
weisen mittlere Durchmesser d
50 im Bereich von 1 bis 100 µm auf, vorzugsweise zwischen 5 und 95 µm, insbesondere
zwischen 10 und 90 µm, z.B. zwischen 10 und 80 µm, beispielsweise zwischen 15 und
40 µm. Die den Kern bzw. (gefüllten) Hohlraum umschließende Schale der Kapseln hat
vorzugsweise eine durchschnittliche Dicke im Bereich zwischen rund 0,01 und 50 µm,
vorzugsweise zwischen rund 0,1 µm und etwa 30 µm, insbesondere zwischen rund 0,5 µm
und etwa 8 µm oder etwa 5 µm. Kapseln sind insbesondere dann gut aufreibbar, wenn
sie innerhalb der zuvor angegebenen Bereiche betreffend den mittleren Durchmesser
und betreffend die durchschnittliche Dicke liegen.
[0048] Mikrokapseln mit Kapselwänden aus Melamin-Formaldehyd-Harzen sind infolge ihrer hervorragenden
Dichtigkeit und mechanischen Stabilität besonders vorteilhaft, insbesondere bei Einsatz
von Riechstoffen im Kapselkern. Es resultieren hier im erfindungsgemäßen Verfahren
besonders stabile und gut weiterverarbeitbare Produkt.
[0049] Verfahren zur Mikrokapselbildung sind bekannt und beispielsweise in
US 20030004226 A1 (BASF) beschrieben, auf welche hiermit Bezug genommen wird.
[0050] Gewöhnlich wird das Kernmaterial, wie z.B. Parfümöl, in einer wässrigen Lösung eines
Schutzkolloids, die vorzugsweise einen sauren pH-Wert aufweist, zu feinen Tröpfchen
emulgiert. Zu der resultierenden Emulsion wird dann unter Durchmischung z.B. die wässrige
Lösung eines Melamin-Formaldehyd-Vorkondensates oder Melamin und Formaldehyd einzeln
zur in-situ Polymerisation zugegeben. Dabei bilden sich Mikrokapseln aus. Nach Abschluss
der Zugabe wird die Kondensation zu Ende geführt. Man kann die Kapseln, was bevorzugt
ist, aber auch präformieren und anschließend vorzugsweise durch Temperaturerhöhung
(z.B. Temperatur von mindestens ca. 40°C, vorzugsweise ca. 75 bis 95°C) die Kapselwand
härten.
[0051] Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst die erfindungsgemäße
Kapseldispersion wasserunlösliche Mikrokapseln, vorzugsweise Kern-Schale-Mikrokapseln,
wobei die Kapselwände insbesondere Melamin-Formaldehyd-Harze umfassen. Diese Mikrokapseln
können insbesondere Flüssigkeiten (vorzugsweise Riechstoffe), aber ohne weiteres auch
Feststoffe enthalten, z.B. in Form von Dispersionen, beispielsweise hochfeines hydrophobes
Silica fein verteilt in einem Parfümöl.
[0052] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung können die Kapseln
zumindest ein Vorteilsmittel umfassen, wie insbesondere Riechstoffe, Hautpflegemittel,
Textilpflegemittel und/oder Geruchsneutralisierer.
[0053] Unter dem Begriff Vorteilsmittel werden insbesondere
- Texilpflegemittel wie Weichmacher, Phobier- und Imprägniermittel gegen Wasser und
Wiederanschmutzungen, Bleichmittel, Bleichaktivatoren, Enzyme, Silikonöle, Antiredepositionsmittel,
optische Aufheller, Vergrauungsinhibitoren, Einlaufverhinderer, Knitterschutzmittel,
Farbübertragungsinhibitoren, antimikrobiellen Wirkstoffe, Germizide, Fungizide, Antioxidantien,
Antistatika, Bügelhilfsmittel, Quell- und Schiebefestmittel, UV-Absorber, kationische
Polymere,
- Behandlungsmittel für harte Oberflächen wie Desinfektionsmittel, Imprägnierungen gegen
Wasser und Wiederanschmutzungen, Glanzförderer oder -verhinderer, Hydrophobier- oder
Hydrophiliermittel, Filmbildner,
- Hautpflegemittel (wie z.B. Vitamin E, natürliche Öle, Aloe-Vera-Extrakt, Grüner-Tee-Extrakt,
D-Panthenol, Plankton Extrakt, Vitamin C, Harnstoff und/oder Glycin)
- Riechstoffe (Parfümöle)
- Geruchsneutralisierer (z.B. umfassend Cyclodextrine, Cyclodextrin-Derivate, Triethylenglykol
und/oder Natriumhydrogencarbonat)
- bakterienhemmende Wirkstoffe
verstanden.
[0054] Die hautpflegende Verbindung (Hautpflegemittel) ist vorzugsweise hydrophob, kann
flüssig oder fest sein. Die hautpflegende Verbindung kann beispielsweise
- a) Wachse wie Carnauba, Spermaceti, Bienenwachs, Lanolin, Derivate davon sowie Mischungen
daraus;
- b) Pflanzenextrakte, zum Beispiel pflanzliche Öle wie Avokadoöl, Olivenöl, Palmöl,
Palmenkernöl, Rapsöl, Leinöl, Sojaöl, Erdnussöl, Korianderöl, Ricinusöl, Mohnöl, Kakaoöl,
Kokosnussöl, Kürbiskernöl, Weizenkeimöl, Sesamöl, Sonnenblumenöl, Mandelöl, Macadamianussöl,
Aprikosenkernöl, Haselnussöl, Jojobaöl oder Canolaöl, Kamille, Aloe Vera oder auch
Grüner-Tee- oder Plankton-Extrakt sowie Mischungen daraus;
- c) höhere Fettsäuren wie Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure,
Behensäure, Ölsäure, Linolsäure, Linolensäure, Isostearinsäure oder mehrfach ungesättigte
Fettsäuren;
- d) höhere Fettalkohole wie Laurylalkohol, Cetylalkohol, Stearylalkohol, Oleylalkohol,
Behenylalkohol oder 2-Hexadecanol,
- e) Ester wie Cetyloctanoat, Lauryllactat, Myristyllactat, Cetyllactat, Isopropylmyristat,
Myristylmyristat, Isopropylpalmitat, Isopropyladipat, Butylstearat, Decyloleat, Cholesterolisostearat,
Glycerolmonostearat, Glyceroldistearat, Glyceroltristearat, Alkyllactat, Alkylcitrat
oder Alkyltartrat;
- f) Kohlenwasserstoffe wie Paraffine, Mineralöle, Squalan oder Squalen;
- g) Lipide;
- h) Vitamine wie Vitamin A, C oder E oder Vitaminalkylester;
- i) Phospholipide;
- j) Sonnenschutzmittel wie Octylmethoxylcinnamat und Butylmethoxybenzoylmethan;
- k) Silikonöle wie lineare oder cyclische Polydimethylsiloxane, Amino-, Alkyl-, Alkylaryloder
Aryl-substituierte Silikonöle und
- l) Mischungen daraus
umfassen.
[0055] Überaus bevorzugte Vorteilsmittel sind jedoch Riechstoffe bzw. Parfümöle. Ein einsetzbares
Parfümöl kann einzelne Riechstoffverbindungen, z.B. die synthetischen Produkte vom
Typ der Ester, Ether, Aldehyde, Ketone, Alkohole und Kohlenwasserstoffe enthalten.
Riechstoffverbindungen vom Typ der Ester sind z.B. Benzylacetat, Phenoxyethylisobutyrat,
p-tert.-Butylcyclohexylacetat, Linalylacetat, Dimethylbenzylcarbinylacetat (DMBCA),
Phenylethylacetat, Benzylacetat, Ethylmethylphenylglycinat, Allylcyclohexyl-propionat,
Styrallylpropionat, Benzylsalicylat, Cyclohexylsalicylat, Floramat, Melusat und Jasmecyclat.
Zu den Ethern zählen beispielsweise Benzylethylether und Ambroxan, zu den Aldehyden
z.B. die linearen Alkanale mit 8 bis 18 C-Atomen, Citral, Citronellal, Citronellyloxyacetaldehyd,
Cyclamenaldehyd, Lilial und Bourgeonal, zu den Ketonen z.B. die Jonone, Isomethylionon
und Methylcedrylketon, zu den Alkoholen z.B. Anethol, Citronellol, Eugenol, Geraniol,
Linalool, Phenylethylalkohol und Terpineol, zu den Kohlenwasserstoffen gehören z.B.
die Terpene wie Limonen und Pinen. Bevorzugt werden jedoch Mischungen verschiedener
Riechstoffe verwendet, die gemeinsam eine ansprechende Duftnote des gebildeten Parfümöl
erzeugen.
[0056] Die Parfümöle können aber auch natürliche Riechstoffgemische enthalten, wie sie aus
pflanzlichen Quellen zugänglich sind, z.B. Pine-, Citrus-, Jasmin-, Patchouly-, Rosenoder
Ylang-Ylang-Öl. Ebenfalls geeignet sind z.B. Muskateller-Salbeiöl, Kamillenöl, Nelkenöl,
Melissenöl, Minzöl, Zimtblätteröl, Lindenblütenöl, Wacholderbeeröl, Vetiveröl, Olibanumöl,
Galbanumöl und Labdanumöl sowie Orangenblütenöl, Neroliol, Orangenschalenöl und Sandelholzöl.
[0057] Haftfeste Riechstoffe sind beispielsweise die ätherischen Öle wie Angelikawurzelöl,
Anisöl, Arnikablütenöl, Basilikumöl, Bayöl, Champacablütenöl, Edeltannenöl, Edeltannenzapfenöl,
Elemiöl, Eukalyptusöl, Fenchelöl, Fichtennandelöl, Galbanumöl, Geraniumöl, Gingergrasöl,
Guajakholzöl, Gurjunbalsamöl, Helichrysumöl, Ho-Öl, Ingweröl, Irisöl, Kajeputöl, Kalmusöl,
Kamillenöl, Kampferöl, Kanagaöl, Kardamo-menöl, Kassiaöl, Kiefernnadelöl, Kopaïvabalsamöl,
Korianderöl, Krauseminze-öl, Kümmelöl, Kuminöl, Lemongrasöl, Moschuskörneröl, Myrrhenöl,
Nelkenöl, Neroliöl, Niaouliöl, Olibanumöl, Origanumöl, Pal-marosaöl, Patschuliöl,
Perubalsamöl, Petitgrainöl, Pfefferöl, Pfeffer-minzöl, Pimentöl, Pine-Öl, Rosenöl,
Rosmarinöl, Sandelholzöl, Sellerieöl, Sternanisöl, Thujaöl, Thymianöl, Verbenaöl,
Vetiveröl, Wacholder-beeröl, Wermutöl, Wintergrünöl, Ylang-Ylang-Öl, Ysop-Öl, Zimtöl,
Zimtblätteröl sowie Zypressenöl. Aber auch die höhersiedenden bzw. festen Riechstoffe
natürlichen oder synthetischen Ursprungs können im Rahmen der vorliegenden Erfindung
vorteilhafterweise als haftfeste Riechstoffe bzw. Riechstoffgemische eingesetzt werden.
Zu diesen Verbindungen zählen z.B. die nachfolgend genannten Verbindungen sowie Mischungen
aus diesen: Ambrettolid, Amylzimtaldehyd, Anethol, Anisaldehyd, Anisalkohol, Anisol,
Anthranil-säuremethyl-ester, Acetophenon, Benzylaceton, Benzaldehyd, Benzoesäureethylester,
Benzophenon, Benzylakohol, Borneol, Bornylacetat, Bromstyrol, n-Decylaldehyd, n-Dodecylaldehyd,
Eugenol, Eugenolmethylether, Eukalyptol, Farnesol, Fenchon, Fenchylacetat, Geranylacetat,
Geranylformiat, Heliotropin, Heptincarbonsäuremethylester, Heptaldehyd, Hydrochinon-Dimethylether,
Hydroxyzimtaldehyd, Hydroxyzimtalkohol, Indol, Iron, Isoeugenol, Isoeugenolmethylether,
Isosafrol, Jasmon, Kampfer, Karvakrol, Karvon, p-Kresolmethylether, Cumarin, p-Methoxyacetophenon,
Methyl-n-amylketon, Methylanthranilsäuremethylester, p-Methylacetophenon, Methylchavikol,
p-Methyl-chinolin, Methylnaphthylketon, Methyl-n-nonylacetaldehyd, Methyl-n-nonylketon,
Muskon, Naphtholethylether, Naphtholmethylether, Nerol, Nitrobenzol, n-Nonylaldehyd,
Nonylakohol, n-Octylaldehyd, p-Oxy-Acetophenon, Pentadekanolid, Phenylethylakohol,
Phenylacetaldehyd-Dimethylacetal, Phenylessigsäure, Pulegon, Safrol, Salicylsäure-isoamylester,
Salicyl-säuremethylester, Salicylsäurehexylester, Salicylsäurecyclohexylester, Santalol,
Skatol, Terpineol, Thymen, Thymol, Undelacton, Vanilin, Veratrumaldehyd, Zimtaldehyd,
Zimtalkohol, Zimtsäure, Zimtsäureethylester, Zimtsäurebenzylester. Zu den leichter
flüchtigen Riechstoffen, die im Rahmen der vorliegenden Erfindung vorteilhaft einsetzbar
sind, zählen insbesondere die niedriger siedenden Riechstoffe natürlichen oder synthetischen
Ursprung, die allein oder in Mischungen eingesetzt werden können. Beispiele für leichter
flüchtige Riechstoffe sind Alkyisothiocyanate (Alkylsenföle), Butandion, Limonen,
Linalool, Linaylacetat und -propionat, Menthol, Menthon, Phellandren, Phenylacetaldehyd,
Terpinylacetat, Zitral, Zitronellal.
[0058] Im Sinne eines aromatherapeutischen Effektes können erfindungsgemäß auch etherische
Öle als Vorteilsmittel eingesetzt werden. Bevorzugte etherische Öle sind z.B. Angelica
fine - Angelica archangelica, Anis - Pimpinella Anisum, Benzoe siam - Styrax tokinensis,
Cabreuva - Myrocarpus fastigiatus, Cajeput - Melaleuca leucadendron, Cistrose - Cistrus
ladaniferus, Copaiba-Balsam - Copaifera reticulata, Costuswurzel - Saussurea discolor,
Edeltannennadel - Abies alba, Elemi - Canarium luzonicum, Fenchel - Foeniculum dulce
Fichtennadel - Picea abies, Geranium - Pelargonium graveolens, Ho-Blätter - Cinnamonum
camphora, Immortelle (Strohblume) Helichrysum ang., Ingwer extra - Zingiber off.,
Johanniskraut - Hypericum perforatum, Jojoba, Kamille deutsch - Matricaria recutita,
Kamille blau fine - Matricaria chamomilla, Kamille röm. - Anthemis nobilis, Kamille
wild-Ormensis multicaulis, Karotte - Daucus carota, Latschenkiefer - Pinus mugho,
Lavandin - Lavendula hybrida, Litsea Cubeba - (May Chang), Manuka - Leptospermum scoparium,
Melisse - Melissa officinalis, Meerkiefer - Pinus pinaster, Myrrhe - Commiphora molmol,
Myrthe - Myrtus communis, Neem - Azadirachta, Niaouli - (MQV) Melaleuca quin. viridiflora,
Palmarosa - Cymbopogom martini, Patchouli - Pogostemon patschuli, Perubalsam - Myroxylon
balsamum var. pereirae, Raventsara aromatica, Rosenholz - Aniba rosae odora, Salbei
- Salvia officinalis Schachtelhalm - Equisetaceae, Schafgarbe extra - Achillea millefolia,
Spitzwegerich - Plantago lanceolata, Styrax - Liquidambar orientalis, Tagetes (Ringelblume)
Tagetes patula, Teebaum - Melaleuca alternifolia, Tolubalsam - Myroxylon Balsamum
L., Virginia-Zeder - Juniperus virginiana, Weihrauch (Olibanum) - Boswellia carteri,
Weißtanne - Abies alba. Der Einsatz von etherischen Ölen entspricht einer bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung.
[0059] Eine Kapsel kann ein einziges oder auch ein Gemisch mehrerer Vorteilsmittel enthalten.
Bevorzugt ist beispielsweise, dass eine Kapsel als Vorteilsmittel Parfüm (Riechstoffe),
optional im Gemisch mit einem Hautpflegemittel enthält. Möglich ist auch eine Kapsel
enthaltend mehrere Textilweichmacher. Möglich ist es zudem, dass ein erfindungsgemäßes
Wasch-, Reinigungs- oder Behandlungsmitteladditiv verschiedene Vorteilsmittel-haltige
Kapseln enthält.
[0060] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass
die Zugabe des Ammoniumcarbonates und/oder Ammoniumhydrogencarbonates vor, während,
und/oder nach Zugabe der Kapseldispersion, insbesondere während der Granulierung erfolgt.
Das Ammoniumcarbonat und/oder Ammoniumhydrogencarbonat kann auch direkt in die Mikrokapseldispersion
gegeben werden.
[0061] Ausgezeichnete Pulver-/Granulat-Eigenschaften des mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens
hergestellten Wasch-, Reinigungs- oder Behandlungsmittelsadditivs werden insbesondere
dann erhalten, wenn in dem Verfahren im Schritt c) mit hoher Scherung granuliert wird.
Wasch-, Reinigungs- oder Behandlungsmitteladditive, die nach einem vergleichbaren
Verfahren, jedoch bei niedriger oder maximal mäßiger Scherung im Schritt c) hergestellt
wurden, unterliegen den unter hoher Scherung granulierten Additiven bezüglich Fließfähigkeit,
Rieselfähigkeit und insbesondere in der Homogenität der Verteilung der enthaltenen
Inhaltsstoffe im Granulat.
[0062] Die Scherung innerhalb eines Granulationsverfahrens kann mittels der Froude-Zahl
beschrieben werden. In dem erfindungsgemäßen Verfahren liegt die Froude-Zahl der Mischwerkzeuge
des eingesetzten Mischers/Granulators vorzugsweise bei mindestens 0,01, bevorzugt
bei mindestens 1, besonders bevorzugt bei mindestens 1,5, mit Vorzug dazu bei mindestens
2 und insbesondere bei mindestens 4.
[0063] Das erfindungsgemäße Verfahren kann in einem Mischer oder auch in einer Kombination
mehrerer Mischer durchgeführt werden. Vorzugsweise wird in dem Verfahren ein Mischer
eingesetzt, in welchem Misch- und Schnittwerkzeuge enthalten sind und unabhängig voneinander
gesteuert werden können. Mit Vorzug liegt hierbei die Froude-Zahl des/der Schnittwerkzeuge(s)
bei mindestens 5, bevorzugt bei mindestens 10, besonders bevorzugt bei mindestens
15 und insbesondere bei mindestens 20.
[0064] Vorzugsweise werden während oder im Anschluss an das Verfahren weniger als 30 Gew.-%,
vorzugsweise weniger als 20 Gew.-% und insbesondere weniger als 10 Gew.-% Wasser durch
Trocknung entfernt. Es wurde gefunden, dass das resultierende Wasch-, Reinigungs-
oder Behandlungsmitteladditiv trotz eines ggf. hohen Feuchtigkeitsgehaltes eine gute
Rieselfähigkeit aufweist. Dies bringt den Vorteil mit sich, dass das mittels des erfindungsgemäßen
Verfahrens hergestellte Additiv keine Trocknung zur Entfernung der Flüssigkeit durchlaufen
muss, welche - im Vergleich zur vorliegenden Erfindung - mit vermeidbaren mechanischen
und thermischen Belastungen verbunden wäre und zur unerwünschten Freisetzung von Vorteilsmittel
vor dem erwünschten Zeitpunkt führen würde.
[0065] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Wasch-, Reinigungs- oder
Pflegemitteladditiv, erhältlich nach einem Verfahren wie zuvor beschrieben.
[0066] Ein erfindungsgemäßes granulares Wasch-, Reinigungs- oder Behandlungsmitteladditiv
kann vorzugsweise weniger als 10 Gew.-%, vorzugsweise weniger als 8 Gew.-%, bevorzugt
weniger als z.B. 6 oder 5 Gew.-% und insbesondere weniger als 4 Gew.-%, z.B. 0,1 bis
3 Gew.-% Tensid enthalten. Überraschenderweise wurde gefunden, dass diese tensidarmen
Additive einen verbesserten Geruch sowie eine bessere Farbwirkung aufweisen als vergleichbare
tensidreiche Additive.
[0067] Das erfindungsgemäße Wasch-, Reinigungs- oder Behandlungsmitteladditiv weist die
Form eines Granulates auf. Vorzugsweise sind dabei Kapseln und Trägermaterial im Granulat
so homogen verteilt, dass sich im Durchschnitt weniger als 60 Gew.-%, vorzugsweise
weniger als 45 Gew.-% und insbesondere weniger als 30 Gew.-% der in einem Wasch-,
Reinigungs- oder Behandlungsmitteladditiv-Granulatkorn enthaltenen Kapseln auf der
Oberfläche des Granulatkorns befinden. Dies hat zur Folge, dass dieses bevorzugte
Additiv-Granulat nicht die Form eines mit Kapseln beschichteten Trägermaterial-Kerns
oder die Form von Kapsel-Aggomera-ten, welche an Trägermaterial-(Partikeln) angebunden
sind, aufweist. Es wurde gefunden, dass ein erfindungsgemäßes Wasch-, Reinigungsoder
Behandlungsmitteladditiv, in welchem Trägermaterial und Kapseln so homogen verteilt
sind, dass sich im Durchschnitt weniger als 60 Gew.-% der in einem Wasch-, Reinigungs-
oder Behandlungsmitteladditiv-Granulatkorn enthaltenen Kapseln auf der Oberfläche
des Granulatkorns befinden, stabiler gegenüber mechanischen Einflüssen ist als ein
vergleichbares Additiv, bei welchem die Kapseln sich zu einem größeren Anteil auf
der Oberfläche des Granulatkorn befinden, also eine Beschichtung ausbilden oder in
Form von Kapsel-Agglomeraten an der Granulatoberfläche angebunden sind. Das erfindungsgemäße
Additiv weist eine verbesserte Lager- und Transportfähigkeit auf, die darin resultiert,
dass weniger Vorteilsmittel vor dem beabsichtigten Zeitpunkt freigesetzt wird, als
bei einem Additiv, bei welchem die sich Kapseln zu einem größeren Teil auf der Oberfläche
des Granulatkorns befinden.
[0068] Mit Vorzug liegt das Schüttgewicht des granulären Wasch-, Reinigungs- oder Behandlungsmittel-additivs
bei 400 bis 1200 g/l, bevorzugt bei 500 bis 1000 g/l, besonders bevorzugt bei 600
bis 900 g/l und insbesondere bei 700 bis 850 g/L.
[0069] Die Teilchengröße des granularen Wasch-, Reinigungs- oder Behandlungsmitteladditivs
lässt sich ohne weiteres, z.B. je nach Granulierdauer, auf die Teilchengröße der Zielmatrix
einstellen, so dass keine Entmischung auftritt. Hierzu sind nur wenige orientierende
Routineversuche erforderlich.
[0070] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung eines erfindungsgemäßen
granularen Wasch-, Reinigungs- oder Behandlungsmitteladditivs bei der Herstellung
eines partikelförmigen Wasch-, Reinigungs- oder Behandlungsmittels. Das Wasch-, Reinigungs-
oder Behandlungsmitteladditiv kann der Zielmatrix, d.h. dem ansonsten fertigen partikelförmigen
Wasch-, Reinigungs- oder Behandlungsmittel z.B. einfach untergemischt werden.
[0071] Es ist möglich, das Wasch-, Reinigungs- oder Behandlungsmitteladditiv an verschiedenen
Stellen / Zeitpunkten des Konfektionierverfahrens des jeweiligen fertigen Mittels
einzusetzen. Möglich ist auch, die endgültige Konfektionierung des fertigen Mittels
dem Verbraucher selbst zu überlassen, indem man ihm z.B. eins oder auch mehrere Wasch-,
Reinigungs- oder Behandlungsadditive mit unterschiedlichen Vorteilsmitteln sowie ein
Wasch-, Reinigungs- oder Behandlungs-Basismittel an die Hand gibt und der Verbraucher
sich, entsprechend der Bedienung eines Baukastensystems, das jeweils benötigte Wasch-,
Reinigungs- oder Behandlungsmittel selber abmischt.
[0072] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Wasch-, Reinigungs- oder
Pflegemittel umfassend ≤ 10 Gew.-%, vorzugsweises ≤7 Gew.-%, vorteilhafterweise ≤
4 Gew.-% und insbesondere 0,01 bis 1 Gew.-% eines oder mehrerer erfindungsgemäßer
Wasch-, Reinigungs- oder Behandlungsmitteladditive.
[0073] Sind mehrere erfindungsgemäße beziehungsweise erfindungsgemäß hergestellte Wasch-,
Reinigungs- oder Behandlungsmitteladditive in obigem Wasch-, Reinigungs- oder Behandlungsmittel
enthalten, so geben die obigen Mengenbereiche die Summe der enthaltenen Wasch-, Reinigungs-
oder Behandlungsmitteladditive an.
[0074] Neben den erfindungsgemäßen oder erfindungsgemäß hergestellten Wasch-, Reinigungs-
oder Behandlungsmitteladditiven enthält das Wasch-, Reinigungs- oder Behandlungsmittel
vorzugsweise einen oder mehrere weitere Inhaltsstoffe, bevorzugt aus der Gruppe der
Gerüststoffe, Tenside, Polymere, Bleichmittel, Bleichaktivatoren, Bleichkatalysatoren,
Enzyme, Desintegrations-hilfsmittel, Duftstoffe, Parfümträger, Farbstoffe, Elektrolyte,
pH-Stellmittel, Fluoreszenzmittel, Hydrotope, Schauminhibitoren, Silikonöle, Antiredepositionsmittel,
optische Aufheller, Vergrauungsinhibitoren, Einlaufverhinderer, Knitterschutzmittel,
Farbübertragungsinhibitoren, antimikro-biellen Wirkstoffen, Germizide, Fungizide,
Antioxidantien, Antistatika, Bügelhilfsmittel, Phobier- und Imprägniermittel, Quell-und
Schiebefestmittel sowie UV-Absorber.
[0075] Das Wasch-, Reinigungs- oder Behandlungsmittel kann in fester Form, beispielsweise
als Granulat oder Tablette, oder in flüssiger bis viskoser / gelartiger Form vorliegen.
[0076] Bevorzuge Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist ein Wasch-, Reinigungs-
oder Behandlungsmittel in partikulärer Form, welches mindestens ein erfindungsgemäßes
beziehungsweise erfindungsgemäß hergestelltes Wasch-, Reinigungs- oder Behandlungsmittel-additiv
sowie zudem wasserlösliche oder wasserdispergierbare Trägerpartikel umfasst.
[0077] Dementsprechend ist ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ein Behandlungsmittel
umfassend
- wasserlösliche oder wasserdispergierbare, partikelförmige Trägerpartikel mit einer
mittleren Partikelgröße d50 von 0,1 bis 3 cm und
- 5 bis 70 Gew.-% eines oder mehrerer Wasch-, Reinigungs- oder Behandlungsmitteladditive
wie sie im Vorfeld beschrieben wurden.
[0078] Wenn die wasserlöslichen oder wasserdispergierbaren Trägerpartikel Material(ien)
umfassen, ausgewählt aus anorganischen Alkalimetallsalzen, organischen Alkalimetallsalzen,
anorganischen Erdalkalimetallsalzen, organischen Erdalkalimetallsalzen, organischen
Säuren, Kohlenhydraten, Silikaten, Harnstoff oder Mischungen daraus, so handelt es
sich um eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung.
[0079] Geeignete Materialien sind z.B. anorganische Alkalimetallsalze wie beispielsweise
Natriumchlorid, Kaliumchlorid, Natriumsulfat, Natriumcarbonat, Kaliumsulfat, Kaliumcarbonat,
Natriumhydrogencarbonat, Kaliumhydrogencarbonat oder deren Mischungen, organische
Alkalimetallsalze wie beispielsweise Natriumacetat, Kaliumacetat, Natriumcitrat, Natriumtartrat
oder Kaliumnatriumtartrat, anorganische Erdalkalimetallsalze wie beispielsweise Calciumchlorid,
Magnesiumsulfat oder Magnesiumchlorid, organische Erdalkalimetallsalze wie beispielsweise
wie Calciumlactat, Kohlenhydrate, organische Säuren wie beispielsweise Zitronensäure
oder Weinsäure, Silikate wie beispielsweise Wasserglas, Natriumsilikat oder Kaliumsilikat,
Harnstoff sowie Mischungen daraus.
[0080] Besonders bevorzugte wasserlösliche oder wasserdispergierbare Trägerpartikel umfassen
jedoch Kohlenhydrate. Wenn also der wasserlösliche oder wasserdispergierbare Trägerpartikel
ein Kohlenhydrat umfasst, insbesondere ausgewählt aus Dextrose, Fructose, Galactose,
Isoglucose, Glucose, Saccharose, Raffinose oder Mischungen daraus, so liegt ebenfalls
eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung vor. Insbesondere ist es vorteilhaft,
wenn der eingesetzte wasserlösliche oder wasserdispergierbare Trägerpartikel zumindest
zu 80 Gew.-%, vorzugsweise zumindest zu 90 Gew.-%, insbesondere zumindest zu 95 Gew.-%
oder gar vollständig auf Kohlenhydraten basiert.
[0081] Das einsetzbare Kohlenhydrat kann beispielsweise Kandiszucker oder Hagelzucker sein.
Der Einsatz von kristallinem Zucker ermöglicht ästhetisch besonders ansprechende Partikel
mit erhöhter Verbraucherakzeptanz. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
zeichnen sich die Partikel dadurch aus, dass der Trägerpartikel in Form von Kristallen
vorliegt.
[0082] Das wasserlösliche oder wasserdispergierbare Trägerpartikel kann auch Mischungen
aus den genannten Materialien enthalten, also z.B. Mischungen aus Salzen wie z.B.
Natriumcitrat und Kohlenhydraten.
[0083] Insbesondere ist es bevorzugt, wenn ein Partikel (oder mehrere oder alle Partikel)
des Behandlungsmittels sich dadurch auszeichnet, dass der wasserlösliche oder wasserdispergierbare
Trägerpartikel mit einem Gemisch, umfassend thermoplastisches Polymer und Kapseln
beschichtet ist. Geeignet ist z.B. eine Ausgestaltungsform, in welcher der Partikelkern
von dem wasserlöslichen oder wasserdispergierbaren Trägerpartikel gebildet wird, wobei
der Kern mit thermoplastischem Polymer und erfindungsgemäßem beziehungsweise erfindungsgemäß
hergestelltem granularem Wasch-, Reinigungs- oder Behandlungsmitteladditiv belegt
ist.
[0084] Es ist bevorzugt, dass ein Partikel (oder mehrere oder alle Partikel) des Behandlungsmittels,
insbesondere ein mit thermoplastischem Polymer und erfindungsgemäßem beziehungsweise
erfindungsgemäß hergestelltem granularem Wasch-, Reinigungs- oder Behandlungsmitteladditiv
beschichtetes Partikel weiterhin mit einem Pudermittel, insbesondere umfassend Zeolith,
Silica, textilweichmachenden Ton (z.B. Bentonit), Stärke und/oder deren Derivate und/oder
Cellulose(de-rivate) wie vorzugsweise Carboxymethylcellulose abgepudert ist.
[0085] Alternativ ist bevorzugt, dass das erfindungsgemäße beziehungsweise erfindungsgemäß
hergestellte Wasch-, Reinigungs- oder Behandlungsmitteladditiv bei der Herstellung
der Partikel des Behandlungsmittels als Pudermittel eingesetzt wird und so eine zusätzliche
Schicht über dem Partikelkern aus Trägerpartikel und der ersten Schicht, welche z.B.
thermoplastisches Polymer und optional Parfüm, Farbstoff und weitere Komponenten umfasst,
ausbildet.
[0086] Bezogen auf das gesamte Partikel (wie es vorzugsweise im Behandlungsmittel vorliegt)
beträgt der Anteil des wasserlöslichen oder wasserdispergierbaren Trägerpartikels
in einer weiteren bevorzugten Ausführungsform 50 bis 99 Gew.-%, bevorzugt 75 bis 95
Gew.-%.
[0087] Ein bevorzugter erfindungsgemäßer Partikel (wie es vorzugsweise im Behandlungsmittel
vorliegt) zeichnet sich dadurch aus, dass der wasserlösliche oder wasserdispergierbare
Trägerpartikel eine Teilchengröße im Bereich von 0,1 bis 30 mm, insbesondere 0,2 bis
7 mm und besonders bevorzugt 0,5 bis 3 mm, aufweist, z.B. im Bereich von 0,8 bis 2,5
mm aufweist. Der Partikel als solcher kann eine Teilchengröße aufweisen z.B. im Bereich
≥ 0,1 bis 30 mm, vorzugsweise ≥ 0,2 bis 10 mm, insbesondere ≥ 0,5 bis 5 mm, z.B. im
Bereich 0,8 bis 3 mm.
[0088] Um den ästhetischen Eindruck der genannten Partikel zu verbessern, können sie mit
geeigneten Farbstoffen eingefärbt werden. Ein erfindungsgemäßes Partikel kann zur
Erhöhung des Glanzes auch ein Perlglanzmittel enthalten. Beispiele für geeignete Perlglanzmittel
sind Ethylenglykolmono- und -distearat (zum Beispiel Cutina® AGS von Cognis) sowie
PEG-3-distearat.
[0089] Die Partikel des Behandlungsmittels können vorzugsweise eine Schüttdichte in dem
Bereich von 300 bis 900 g/l oder 400 bis 800 g/l, beispielsweise in der Nähe von 700
g/l, aufweisen.
[0090] Ein bevorzugtes erfindungsgemäßes pulverförmiges Waschmittel ist ein Waschmittel,
das neben dem erfindungsgemäßen Wasch-, Reinigungs- oder Behandlungsmitteladditiv
vorzugsweise Komponenten enthalten kann, die z.B. ausgewählt sind aus den folgenden:
- Aniontenside, wie vorzugsweise Alkylbenzolsulfonat, Alkylsulfat, z.B. in Mengen von
vorzugsweise 5-30 Gew.-%
- Nichtionische Tenside, wie vorzugsweise Fettalkoholpolyglycolether, Alkylpolyglucosid,
Fettsäureglucamid z.B. in Mengen von vorzugsweise 0,5-15 Gew.-%
- Gerüststoffe, wie z.B. Zeolith, Polycarboxylat, Natriumcitrat, in Mengen von z.B.
0-70 Gew.-% , vorteilhafterweise 5-60 Gew.-%, vorzugsweise 10-55 Gew.-%, insbesondere
15-40 Gew.%,
- Alkalien, wie z.B. Natriumcarbonat, in Mengen von z.B. 0-35 Gew.-% vorteilhafterweise
1-30 Gew.-%, vorzugsweise 2-25 Gew.-%, insbesondere 5-20 Gew.-%,
- Bleichmittel, wie z.B. Natriumperborat, Natriumpercarbonat, in Mengen von z.B. 0-30
Gew.-% vorteilhafterweise 5-25 Gew.-%, vorzugsweise 10-20 Gew.-%,
- Korrosionsinhibitoren, z.B. Natriumsilicat, in Mengen von z.B. 0-10 Gew.-%, vorteilhafterweise
1-6 Gew.-%, vorzugsweise 2-5 Gew.-%, insbesondere 3-4 Gew.-%,
- Stabilisatoren, z.B. Phosphonate, vorteilhafterweise 0-1 Gew.-%,
- Schauminhibitor, z.B. Seife, Siliconöle, Paraffine vorteilhafterweise 0-4 Gew.-%,
vorzugsweise 0,1-3 Gew.-%, insbesondere 0,2-1 Gew.-%,
- Enzyme, z.B. Proteasen, Amylasen, Cellulasen, Lipasen, vorteilhafterweise 0-2 Gew.-%,
vorzugsweise 0,2-1 Gew.-%, insbesondere 0,3-0,8 Gew.-%,
- Vergrauungsinhibitor, z.B. Carboxymethylcellulose, vorteilhafterweise 0-1 Gew.-%,
- Verfärbungsinhibitor, z.B. Polyvinylpyrrolidon-Derivate, z.B. 0-2 Gew.-%,
- Stellmittel, z.B. Natriumsulfat, vorteilhafterweise 0-20 Gew.-%,
- Optische Aufheller, z.B. Stilben-Derivat, Biphenyl-Derivat, vorteilhafterweise 0-0,4
Gew.-%, insbesondere 0,1-0,3 Gew.-%,
- ggf. weitere Riechstoffe
- ggf. Wasser
- ggf. Seife
- ggf.Bleichaktivatoren
- ggf.Cellulosderivate
- ggf.Schmutzabweiser,
Gew.-% jeweils bezogen auf das gesamte Mittel.
Beispiel:
[0091] In einem Mischer wurden 20 Gewichtsteile Kieselsäure zusammen mit 1 Gewichtsteil
Ammoniumcarbonat vorgelegt und das Gemisch durch Rühren in Bewegung gebracht. Anschließend
wurden in das in Bewegung gebrachte Gemisch 80 Gewichtsteile einer Kapseldispersion
langsam eingegossen und die erhaltene Mischung granuliert. Dabei resultierten Granulate
mit einer Partikelgröße im Bereich von 0,1 mm bis 2,0 mm. Das Schüttgewicht lag bei
650 g/L.
[0092] Die eingesetzte Kapseldispersion umfasste 42,8 Gew.-% aufreibbare Melamin-Formaldehyd-Mikrokapseln
mit Parfüm-Öl-Kern, 52,7 Gew.-% Wasser sowie 4,5 Gew.-% Niotensid, Gew.-% jeweils
bezogen auf die gesamte Kapseldispersion. Die Mikrokapseln hatte Größen im Bereich
von 10 bis 50 µm.
[0093] Die resultierenden Granulate konnten als granulare Wasch-, Reinigungs- oder Pflegemittel-additive
zur Einarbeitung in granularen Wasch-, Reinigungs- oder Pflegemitteln eingesetzt werden.
Sowohl die Granulate als auch die resultierenden Wasch-, Reinigungsoder Pflegemitteln
erwiesen sich als sehr lagerstabil und robust in der Handhabung, z.B. bei Umfüllprozessen.
[0094] Außerdem wiesen die Granulate eine gute Fließ- und Rieselfähigkeit auf und zeigten
eine gute Homogenität der Verteilung der Kapseln im Granulat.
1. Verfahren zur Herstellung eines granularen Wasch-, Reinigungs- oder Pflegemitteladditivs,
umfassend folgende Schritte:
a) Vorlegen von partikelförmigem Trägermaterial
b) Zugeben einer Kapseldispersion, wobei Melamin-Harnstoff-Formaldehyd-Härze oder
Melamin-Formaldehyd-Harze oder Harnstoff-Formaldehyd-Harze als Kapselwandmaterialien
eingesetzt werden,
c) Granulieren der erhaltenen Mischung,
wobei zusätzlich Ammoniumcarbonat und/oder Ammoniumhydrogencarbonat zugegeben wird.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das partikelförmige Trägermaterial vor und/oder bei der Zugabe der Kapseldispersion
in Bewegung gebracht, insbesondere fluidisiert wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das partikelförmige Trägermaterial Kieselsäure, amorphe Aluminosilikate, Tone, Erdalkalimetallsilikate
und/oder Erdalkalimetallcarbonate, insbesondere aber Kieselsäure umfasst.
4. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kapseldispersion > 10 Gew.-%, vorteilhafterweise 20 bis 75 Gew.%, insbesondere
25-50 Gew.-% Kapseln enthält, bezogen auf die gesamte Kapseldispersion.
5. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass, bezogen auf die Gesamtmenge aus partikelförmigem Trägermaterial, Kapseldispersion
sowie Ammoniumcarbonat und/oder Ammoniumhydrogencarbonat, das partikelförmige Trägermaterial
in einer Menge von < 50 Gew.-%, vorzugsweise < 40 Gew.-%, vorteilhafterweise < 30
Gew.-%, insbesondere von 15-25 Gew.-% eingesetzt wird.
6. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass, bezogen auf die Gesamtmenge aus partikelförmigem Trägermaterial, Kapseldispersion
sowie Ammoniumcarbonat und/oder Ammoniumhydrogencarbonat, die Kapseldispersion in
einer Menge von > 50 Gew.-%, vorzugsweise > 60 Gew.-%, vorteilhafterweise > 70 Gew.%,
insbesondere von 75-90 Gew.-% eingesetzt wird.
7. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass, bezogen auf die Gesamtmenge aus partikelförmigem Trägermaterial, Kapseldispersion
sowie Ammoniumcarbonat und/oder Ammoniumhydrogencarbonat, das Ammoniumcarbonat und/oder
Ammoniumhydrogencarbonat in einer gesamten Menge von < 10 Gew.-%, vorzugsweise < 5
Gew.-%, vorteilhafterweise 0,05 bis 2 Gew.-%, insbesondere von 0,1 bis 1,5 Gew.-%
eingesetzt wird.
8. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kapseldispersion Mikrokapseln, vorzugsweise Kern-Schale-Mikrokapseln umfasst.
9. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Kapseln zumindest ein Vorteilsmittel umfassen, wie insbesondere Riechstoffe,
Hautpflegemittel, Textilpflegemittel und/oder Geruchsneutralisierer.
10. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugabe des Ammoniumcarbonates und/oder Ammoniumhydrogencarbonates vor, während,
und/oder nach Zugabe der Kapseldispersion, insbesondere während der Granulierung erfolgt.
11. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Kapseldispersion durch Gießen auf das Trägermaterial gegeben wird.
12. Wasch-, Reinigungs- oder Pflegemitteladditiv, erhältlich nach einem Verfahren gemäß
einem der Ansprüche 1 bis 11.
13. Verwendung eines granulares Wasch-, Reinigungs- oder Behandlungsmitteladditiv gemäß
Anspruch 12 bei der Herstellung eines partikelförmigen Wasch-, Reinigungs- oder Behandlungsmittels.
14. Wasch-, Reinigungs- oder Pflegemittel umfassend ≤ 10 Gew.-%, vorzugsweise ≤ 7 Gew.-%,
vorteilhafterweise ≤ 4 Gew.-% und insbesondere 0,01 bis 1 Gew.-% eines oder mehrerer
Wasch-, Reinigungs- oder Behandlungsmitteladditive gemäß Anspruch 12.
1. Procédé de production d'un additif de lavage, de nettoyage ou de soin granulaire,
comprenant les étapes consistant à :
a) produire une matière de support particulaire
b) ajouter une dispersion de capsules, des résines de mélamine-urée-formaldéhyde ou
des résines de mélamine-formaldéhyde ou des résines d'urée-formaldéhyde étant utilisées
comme matières de paroi de capsule,
c) granuler le mélange obtenu,
du carbonate d'ammonium et/ou de l'hydrogénocarbonate d'ammonium étant en plus ajouté.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la matière de support particulaire étant mise en mouvement, en particulier fluidisé,
avant et/ou pendant l'ajout de la dispersion de capsules.
3. Procédé selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que la matière de support particulaire contient de l'acide silicique, des aluminosilicates
amorphes, des argiles, des silicates de métaux alcalino-terreux et/ou des carbonates
de métaux alcalino-terreux, en particulier l'acide silicique.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la dispersion de capsules contient >10% en poids, avantageusement de 20 à 75% en
poids, en particulier de 25 à 50% en poids de capsules, par rapport à la dispersion
de capsules totale.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que, par rapport à la quantité totale en poids de matière de support particulaire, de
dispersion de capsules ainsi que de carbonate d'ammonium et/ou d'hydrogénocarbonate
d'ammonium, la matière de support particulaire est utilisée dans une quantité de <50%
en poids, de préférence <40% en poids, avantageusement <30% en poids, en particulier
de 15 à 25% en poids.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que, par rapport à la quantité totale en poids de matière de support particulaire, de
dispersion de capsules ainsi que de carbonate d'ammonium et/ou d'hydrogénocarbonate
d'ammonium, la dispersion de capsules est utilisée dans une quantité de >50% en poids,
de préférence de >60% en poids, de préférence de >70% en poids, en particulier de
75 à 90% en poids.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que, par rapport à la quantité totale de matière de support particulaire, de dispersion
de capsules ainsi que de carbonate d'ammonium et/ou d'hydrogénocarbonate d'ammonium,
le carbonate d'ammonium et/ou l'hydrogénocarbonate d'ammonium est utilisé dans une
quantité totale de <10% en poids, de préférence de <5% en poids, avantageusement de
0,05 à 2% en poids, en particulier de 0,1 à 1,5% en poids.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la dispersion de capsule comporte des microcapsules, de préférence des microcapsules
à noyau et enveloppe.
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que les capsules comprennent au moins un agent bénéfique, en particulier des parfums,
des agents de soins de la peau, des agents d'entretien de tissus et/ou des agents
anti-odeur.
10. Procédé selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que l'ajout de carbonates d'ammonium et/ou d'hydrogénocarbonate d'ammonium est effectué
avant, pendant et/ou après l'ajout de la dispersion de capsules, en particulier pendant
de la granulation.
11. Procédé selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que la dispersion de capsules est ajoutée par coulée sur la matière de support.
12. Additif de lavage, de nettoyage ou de soin pouvant être obtenu par un procédé selon
l'une des revendications 1 à 11.
13. Utilisation d'un additif de lavage, de nettoyage ou de traitement granulaire selon
la revendication 12 pendant la fabrication d'un agent de lavage, de nettoyage ou de
traitement particulaire.
14. Agent de lavage, de nettoyage ou de soin, comprenant ≤ 10% en poids, de préférence
≤ 7 en poids, avantageusement ≤ 4% en poids et en particulier de 0,01 à 1% en poids,
d'un ou de plusieurs additifs de lavage, de nettoyage ou de traitement selon la revendication
12.