[0001] Die Erfindung geht aus von einem hydraulischer Lüfterantrieb, der eine in ihrem Hubvolumen
verstellbaren Hydropumpe, der eine Druckregelventilanordnung zur Einregelung eines
Pumpendrucks durch Verstellen des Hubvolumens zugeordnet ist, einen Hydromotor zum
Antreiben eines Lüfterrads und eine Druckleitung aufweist, die an einen Druckeingang
des Hydromotors angeschlossen ist und in die von der Hydropumpe Druckmittel förderbar
ist. Solche Lüfterantriebe sind vor allem einsetzbar in Baumaschinen, Land- und Forstmaschinen,
in der Fördertechnik, in Lastkraftwagen und Omnibussen und in Schienenfahrzeugen.
[0002] Ein derartiger Lüfterantrieb ist zum Beispiel aus der
DE 43 21 637 A1 bekannt. Dort wird die druckgeregelte Hydropumpe mit einem Hydromotor von konstantem
Schluckvolumen in einem offenen hydraulischen Kreislauf betrieben. Die Druckregelventilanordnung
besteht im wesentlichen aus einem Regelventil mit einem mit dem Druckausgang der Hydropumpe
verbundenen Druckanschluss, an dem somit der Pumpendruck ansteht, einem mit einem
Tank verbundenen Tankanschluss und einem mit der Stellkammer an einem Stellkolben
verbundenen Regelanschluss, aus einem elektroproportional verstellbaren, direktgesteuerten
Druckbegrenzungsventil und einer Düse, die zwischen dem Druckausgang der Hydropumpe
und dem Eingang des Druckbegrenzungsventils angeordnet ist. Der Regelkolben des Regelventils
wird im Sinne einer fluidischen Verbindung des Druckausgangs der Hydropumpe und im
Sinne einer Verringerung des Hubvolumens (Fördermenge pro Umdrehung) der Hydropumpe
mit dem Regelanschluss vom Pumpendruck und im Sinnen einer fluidischen Verbindung
des Regelanschlusses mit dem Tankanschluss und im Sinne einer Vergrößerung des Hubvolumens
von einer Feder und dem am Eingang des Druckbegrenzungsventils anstehenden Druck beaufschlagt.
Durch eine bestimmte Einstellung des Druckbegrenzungsventils ergeben sich somit ein
bestimmter Pumpendruck, damit ein bestimmtes Moment am Hydromotor und damit eine bestimmte
Drehzahl des Lüfterrades.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen hydraulischen Lüfterantrieb mit den
Merkmalen aus dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 so weiterzuentwickeln, dass er
für die Rekuperation von Energie benutzt werden kann.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass bei dem hydraulischer Lüfterantrieb
mit den Merkmalen aus dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 an die Druckleitung ein
Hydrospeicher angeschlossen ist und der Hydromotor in seinem Schluckvolumen verstellbar
ist. Bei einem erfindungsgemäßen hydraulischen Lüfterantrieb kann aufgrund des an
die Druckleitung angeschlossenen Hydrospeichers durch Einspeisung von Druckmittel
über die Menge hinaus, die vom Hydromotor geschluckt wird, Energie zwischengespeichert
werden, die bei anderen Vorgängen an der Maschine, zum Beispiel bei einem Bremsvorgang
oder bei der Absenkung einer Last, frei wird. Die mit der Zwischenspeicherung und
der Abgabe von Energie verbundenen Druckänderungen in der Druckleitung können durch
eine Änderung des Schluckvolumens des Hydromotors so ausgeglichen werden, dass das
von dem Hydromotor abgegebene Drehmoment der gewünschten Lüfterdrehzahl entspricht.
Der Hydrospeicher ist bevorzugt direkt ohne zu betätigende Ventile an die Druckleitung
angeschlossen.
[0005] Vorteilhafte Ausgestaltungen eines erfindungsgemäßen hydraulischen Lüfterantriebs
kann man den Unteransprüchen entnehmen.
[0006] Zusätzliche Energie kann zum Beispiel direkt durch die Hydropumpe eingespeist werden,
wenn gemäß Patentanspruch 2 die Einstellung der Druckregelventilanordnung ferngesteuert
veränderbar ist. Im normalen Betrieb ist die Druckregelventilanordnung vorteilhafterweise
auf einen Druck eingestellt, der in der Mitte zwischen dem maximalen und dem minimalen
Speicherbetriebsdruck liegt. Wird nun die Druckregelventilanordnung auf einen höheren
Druck eingestellt, so kann zum Beispiel bei einem Bremsvorgang oder einer plötzlichen
Entlastung eines die Hydropumpe antreibenden Dieselmotors zu dessen Drehzahlschutz
zusätzliches Druckmittel in den Hydrospeicher eingespeist werden. Das erhöhte Druckniveau
wird durch eine Reduzierung des Schluckvolumens des Hydromotors kompensiert, so dass
die Lüfterdrehzahl sich nicht ändert.
[0007] Ist, wie in Patentanspruch 3 angegeben, zwischen der Hydropumpe und einem Abschnitt
der Druckleitung, an den der Hydrospeicher angeschlossen ist, ein Rückschlagventil
angeordnet ist, das zur Hydropumpe hin schließt, so kann unabhängig von der Hydropumpe
und unabhängig von deren Druckeinstellung auf einem höheren Druckniveau Druckmittel
in die Druckleitung eingespeist werden.
[0008] Eingespeist werden kann dann gemäß Patentanspruch 4 auch von einer fremden Druckmittelquelle
her über eine Zweigleitung, die in die Druckleitung mündet. In der Zweigleitung befindet
sich gemäß Patentanspruch 5 vorteilhafterweise ein Rückschlagventil, das zu dem Abschnitt
der Druckleitung hin öffnet. So kann der Druck in der Zweigleitung stromauf des Rückschlagventils
auch kleiner werden als der Druck in der Druckleitung oder sogar Tankdruck sein.
[0009] Die zwischengespeicherte Energie kann zum Antrieb des Hydromotors verwendet werden,
wobei bei Vorhandensein eines Rückschlagventils am Pumpenausgang eine verstellbare
Druckregelventilanordnung nach der Einspeisung von zusätzlicher Druckmittelmenge gleich
wieder auf den ursprünglichen Wert eingestellt werden kann. Ohne Rückschlagventil
kann es vorteilhaft sein, wenn die Druckregelventilanordnung jeweils etwas höher als
der momentane Speicherdruck eingestellt ist. Dies kann man auch durch eine langsame
zeitabhängige Rücknahme des Steuersignals für die Druckregelventilanordnung erreichen.
[0010] Besonders zweckmäßig ist dies, wenn die Hydropumpe gemäß Patentanspruch 6 unter Beibehaltung
der Drehrichtung auch als Hydromotor betreibbar ist. Grundsätzlich ist dies schon
mit Hilfe eines Wegeventils möglich, mit dem Hochdruckanschluss und Niederdruckanschluss
der Hydropumpe miteinander vertauscht werden.
[0011] Günstiger erscheint es jedoch, wenn gemäß Patentanspruch 7 die Hydropumpe eine über
null verstellbare Hydropumpe ist, so dass sie bei gleichem Druckanschluss und gleicher
Drehrichtung auch als Hydromotor betreibbar ist. In diesem Fall ist vorteilhafterweise
kein Rückschlagventil zwischen dem Druckanschluss der Hydropumpe und dem Hydrospeicher
angeordnet. Durch Einstellung der Druckregelventilanordnung auf einen niedrigeren
Druck als er im Hydrospeicher herrscht, schwenkt die Hydropumpe über null und arbeitet
als Hydromotor. Das dadurch fallende Druckniveau im Hydrospeicher wird hinsichtlich
der Lüfterdrehzahl dadurch kompensiert, dass das Schluckvolumen des Hydromotors vergrößert
wird. Das Lüfterrad dreht weiterhin mit der gewünschten Drehzahl. In diesem Motorbetrieb
unterstützt die als Motor arbeitende Hydropumpe den Dieselmotor.
[0012] Durch Laden des Hydrospeichers bei weniger vom Dieselmotor geforderter Antriebsleistung
und Entladen des Hydrospeichers über die dann als Hydromotor arbeitende Hydropumpe
bei hoher Anforderung von Antriebsleistung kann die Leistungsabgabe durch den Dieselmotor
geglättet oder konstant gehalten werden. Die Druckregelventilanordnung kann auch auf
Werte unterhalb des normalen Druckniveaus eingestellt werden, so dass zur Unterstützung
des Dieselmotors oder allgemein einer Brennkraftmaschine oder auch eines Elektromotors
(Primäraggregat) besonders viel Energie zur Verfügung steht. Optional kann der Hydromotor
sogar auf null Schluckvolumen gestellt werden, so dass zwar das Lüfterrad kurzzeitig
nicht angetrieben wird, jedoch die gesamte gespeicherte Energie für die Unterstützung
des Primäraggregats zur Verfügung steht.
[0013] Auch wenn Druckmittel in die Druckleitung und damit in den Hydrospeicher von einer
anderen Druckmittelquelle als der Hydropumpe eingespeist wird, wird das Primäraggregat
aufgrund einer gleichmäßigeren Belastung geschont und hat dadurch einen günstigeren
Verbrauch an Primärenergie.
[0014] Gemäß der besonders bevorzugten Ausführung nach Patentanspruch 8 ist dem Hydromotor
eine Momentenregelventilanordnung zur Einregelung eines Motormoments durch Verstellen
des Schluckvolumens zugeordnet. Der Hydromotor stellt sich dann bei einem bestimmten
Steuersignal jeweils auf das Schluckvolumen ein, das bei dem gerade in der Druckleitung
und im Hydrospeicher herrschenden Druck das der gewünschten Drehzahl des Lüfterrads
entsprechende Drehmoment ergibt. Dieses wird bei Druckschwankungen automatisch ausgeregelt.
Durch Änderung eines hydraulischen Steuerdrucks oder eines elektrischen Ansteuersignals
kann die Momentenkennlinie parallel verschoben werden. Es ist auch eine besonders
einfache parallele Anordnung von mehreren momentengeregelten Lüftermotoren zum Antrieb
mehrerer Lüfterräder möglich.
[0015] Die Momentenregelventilanordnung ist vorzugsweise gemäß Patentanspruch 9 ausgebildet.
[0016] Gemäß Patentanspruch 10 kann dem Hydromotor auch eine Regelventilanordnung zugeordnet
sein, mit der proportional zu einem Steuersignal das Schluckvolumen des Hydromotors
veränderbar ist, wobei das Steuersignal zum einen von einem Drehzahlsollwert des Hydromotors
und zum anderen von einer erfassten Drehzahl des Hydromotors oder dem erfassten Druck
in der Druckleitung abhängig ist. Aus der erfassten Drehzahl kann durch Vergleich
mit der Solldrehzahl unmittelbar ersehen werden, ob das Schluckvolumen vergrößert
oder verkleinert werden muss. Aus dem erfassten Druck und der Solldrehzahl kann das
Sollschluckvolumen errechnet und vorgegeben werden.
[0017] Drei Ausführungsbeispiele eines erfindungsgemäßen hydraulischen Lüfterantriebs sind
in den Zeichnungen dargestellt. Anhand der Figuren dieser Zeichnungen wird die Erfindung
nun näher erläutert.
[0018] Es zeigen
- Figur 1
- das erste Ausführungsbeispiel, bei dem die Hydropumpe eine fernsteuerbare Druckregelventilanordnung
zur Veränderung des Druckniveaus in einem Hydrospeicher aufweist und in ihrem Hubvolumen
über null verstellbar ist,
- Figur 2
- das zweite Ausführungsbeispiel, bei dem die Hydropumpe eine auf einen festen Wert
eingestellte Druckregelventilanordnung aufweist und das Druckniveau im Hydrospeicher
über eine fremde Druckmittelquelle angehoben werden kann und der Hydromotor momentengeregelt
ist, und
- Figur 3
- das dritte Ausführungsbeispiel, bei dem wie beim ersten Ausführungsbeispiel die Hydropumpe
eine fernsteuerbare Druckregelventilanordnung zur Veränderung des Druckniveaus in
einem Hydrospeicher aufweist und in ihrem Hubvolumen über null verstellbar ist und
bei dem wie beim zweiten Ausführungsbeispiel der Hydromotor momentengeregelt ist.
[0019] Gemäß Figur 1 gehört zu dem hydraulischen Lüfterantrieb eine erste Hydromaschine
10, die so genannt wird, weil sie sowohl als Hydropumpe als auch als Hydromotor betreibbar
ist. Die Hydromaschine 10 ist mechanisch mit einem Dieselmotor 11 verbunden. Sie hat
einen Hochdruckanschluss (Druckanschluss) 12 und einen Niederdruckanschluss (Tankanschluss)
13, der dauernd mit einem Tank 9 verbunden ist. Vom Druckanschluss 12 führt eine Druckleitung
14 zu einem Hydromotor 15, von dem ein Lüfterrad 16 antreibbar ist. An die Druckleitung
ist direkt ein Hydrospeicher 17 angeschlossen, der zum Beispiel in einem Druckbereich
zwischen 100 bar und 300 bar betrieben werden kann und im Normalbetrieb auf 200 bar
aufgeladen ist.
[0020] Die Hydromaschine ist zum Beispiel eine Axialkolbenmaschine in Schrägscheibenbauart
und mit ihrem Hubvolumen zwischen einem maximalen positiven Wert und einem maximalen
negativen Wert über null verstellbar. Bei positivem Hubvolumen fördert die Hydromaschine
10 als Hydropumpe Druckmittel in die Druckleitung 14. Bei negativem Hubvolumen arbeitet
die Hydromaschine bei gleicher Drehrichtung als Hydromotor und wird aus der Druckleitung
14 mit Druckmittel versorgt.
[0021] Zur Verstellung des Hubvolumens sind zwei Stellkolben und eine Feder vorhanden, von
denen ein gegenüber dem anderen Stellkolben eine größere Wirkfläche aufweisender Stellkolben
18 eine Stellkammer 19 begrenzt, der Druckmittel zugeführt und aus der Druckmittel
abgelassen werden kann.
[0022] Gesteuert wird diese Zufuhr und Abfuhr von Druckmittel durch eine auf die Hydromaschine
10 aufgebaute Druckregelventilanordnung 20. Zu dieser gehört ein stetig verstellbares
Regelventil 21 mit einer Nullüberdeckung oder kleiner positiver Überdeckung zwischen
den Steuerkanten und mit einem Druckanschluss 22, der fluidisch mit dem Druckanschluss
12 der Hydromaschine 10 verbunden ist, mit einen Tankanschluss 23, der über den Innenraum
des Gehäuses der Hydromaschine 10 mit einem Leckölanschluss 30 verbunden ist, und
mit einem Regelanschluss 24, der über eine Dämpfungsdüse 25 mit der Stellkammer 19
verbunden ist. Der Ventilkolben des Regelventils wird im Sinne einer Verbindung des
Regelanschlusses 24 mit dem Druckanschluss 22 und im Sinne einer Verkleinerung des
Hubvolumens der Hydromaschine 12 bis hin zu negativen Werten vom Pumpendruck und im
Sinne einer Verbindung des Regelanschlusses 24 mit dem Tankanschluss 23 und im Sinne
einer Vergrößerung des Hubvolumens von einer Feder 26 und von einem veränderbaren
Steuerdruck beaufschlagt, der zwischen einer Steueröldüse 27 und einem von einem Elektromagneten
29 proportional verstellbaren Druckbegrenzungsventil 28 abgegriffen wird, also dem
Einstellwert des Druckbegrenzungsventil entspricht. Befindet sich das Regelventil
in der Regelposition, in der der Ventilkolben allenfalls kleine Bewegungen um eine
Mittelstellung macht, so ist der Steuerölstrom unabhängig vom Druckniveau immer der
gleiche, da dann der Druck im Druckanschluss der Hydromaschine immer um das Druckäquivalent
der Feder 26 höher ist als der Steuerdruck und damit die Druckdifferenz über die Düse
27 immer die gleiche ist. Das Druckbegrenzungsventil 28 hat eine fallende Kennlinie,
der Druck an seinem Eingang ist also umso niedriger, je stärker der Elektromagnet
29 bestromt wird. Dies hat zur Folge, dass bei einem Ausfall der Elektrik das Druckbegrenzungsventil
seinen maximalen Einstellwert hat und entsprechend der Druck am Druckanschluss der
Hydromaschine 12 maximal wird.
[0023] Der Hydromotor 15 ist vorzugsweise einer in Axialkolbenbauweise, insbesondere in
Schrägachsenbauweise und ist zwischen einem Schluckvolumen null und einem maximalen
Schluckvolumen verstellbar. Er ist mit einem Druckanschluss 35 an die Druckleitung
14 angeschlossen und über einen Tankanschluss 36 mit Tank 9 verbunden. Zur Veränderung
des Schluckvolumens weist der Hydromotor 15 einen Stellkolben 37 auf, der einseitig
mit einer Kolbenstange 38 versehen ist und somit einen kolbenstangenseitigen Ringraum
39 und eine kolbenstangenabseitige Stellkammer 40 voneinander trennt. Den Zufluss
zu und den Abfluss von Druckmittel aus der Stellkammer 40 steuert ein durch einen
Elektromagneten 41 proportional beaufschlagbares Regelventil 42, das auf den Hydromotor
15 aufgebaut ist und einen Druckanschluss 43, der mit dem Druckanschluss 35 verbunden
ist, einen Tankanschluss 44, der über das Innere des Gehäuses des Hydromotors und
einen nicht näher bezeichneten Leckageanschluss mit Tank 9 verbunden ist, und einen
Regelanschluss 45 aufweist, der mit der Stellkammer 40 verbunden ist. Der Ringraum
39 ist über das nicht näher bezeichnete Gehäuse des Regelventils 42 dauernd fluidisch
mit dem Druckanschluss 35 verbunden.
[0024] Der Elektromagnet 41 beaufschlagt einen Regelkolben des Regelventils 42 im Sinne
einer Verbindung des Regelanschlusses 45 mit dem Druckanschluss 43 und im Sinne einer
Verkleinerung des Schluckvolumens des Hydromotors 15. Im Sinne einer Verbindung des
Regelanschlusses mit dem Tankanschluss 44 wird der Regelkolben von einer ersten Feder
46, die sich gehäusefest abstützt und durch die der Regelbeginn einstellbar ist, und
durch eine zweite Feder 47 beaufschlagt, die zwischen dem Regelkolben und der Kolbenstange
38, also dem Stellkolben 37 angeordnet ist. Dieser Aufbau führt dazu, dass die Position
des Stellkolbens und damit das Schluckvolumen des Hydromotors 15 direkt von der Kraft
des Elektromagneten 41, also von der Höhe des durch die Spule des Elektromagneten
fließenden Stromes abhängt.
[0025] In einem ausgeregelten Zustand muss nämlich einerseits der Stellkolben in Ruhe sein
und sich andererseits am sich unabhängig von der Position des Stellkolbens in seiner
Regelposition befindlichen Regelkolben des Regelventils ein Kräftegleichgewicht herrschen.
Die Summe der von den beiden Federn 46 und 47 ausgeübten Kräfte muss also gleich der
Kraft des Elektromagneten 41 sein. Die Kraft der Feder 46 ist in der Regelposition
des Regelkolbens immer gleich. Also muss je nach Magnetkraft die Kraft der Feder 47
unterschiedlich sein. Diese unterschiedliche Kraft der Feder 47 ergibt sich aus den
je nach Magnetkraft unterschiedlichen Positionen des Stellkolbens 37. Diese Art der
Verstellung ist auch als elektroproportionale Verstellung bekannt.
[0026] Die Drehzahl des Hydromotors 15 und damit diejenige des Lüfterrads 16 wird von einem
Drehzahlsensor 50 erfasst, der ein entsprechendes Signal an ein elektrisches Steuergerät
51 gibt. Diesem wird außerdem noch ein Drehzahlsollwert zugeführt, der aus der Temperatur
eines zu kühlenden Mediums ermittelt wird. Das Steuergerät 51 steuert nun den Elektromagneten
41 so an, dass aufgrund des sich einstellenden Schluckvolumens die gewünschte Drehzahl
erreicht wird.
[0027] Alternativ zu einem Drehzahlsensor kann auch ein Drucksensor 52 vorgesehen sein,
mit dem der Druck in der Druckleitung 14 erfasst wird. Bei einem Lüfterrad besteht
zwischen dem Antriebsmoment und der Drehzahl eine feste Beziehung. Mit dem Druck lässt
sich somit das Schluckvolumen berechnen, das dafür notwendig ist, um das Antriebsmoment
aufzubringen, das zum Erreichen oder Halten der gewünschten Drehzahl notwendig ist,
und der Elektromagnet entsprechend ansteuern.
[0028] Im bloßen Lüfterbetrieb arbeitet die Hydromaschine 10 als Hydropumpe und ist zum
Beispiel auf einen Druckwert von 150 bar eingestellt. Dieser Druck herrscht in der
Druckleitung 14 und im Hydrospeicher 17. Das Schluckvolumen des Hydromotors 15 wird
nun so eingestellt, dass bei dem Druck von 150 bar das zum Antreiben des Lüfterrads
mit der gewünschten Drehzahl notwendige Antriebsmoment erhalten wird. Sollte die Elektrik
ausfallen, so werden die Hydromaschine auf maximalen Druck und der Hydromotor auf
maximales Schluckvolumen gestellt, so dass eine ausreichende Kühlung des zu kühlenden
Mediums in jedem Fall gewährleistet ist.
[0029] Die Einstellung des Druckwerts an der Hydromaschine 10 und damit der Ladezustand
des Hydrospeichers 17 kann verändert werden, um zum Beispiel den Hydromotor 15 überwiegend
mit großem Schluckvolumen betreiben zu können oder die vom Dieselmotor 11 abzugebende
Leistung zu glätten. Ist der Dieselmotor gerade unterfordert, so kann das Druckniveau
kurzzeitig erhöht, bei Überforderung kurzzeitig erniedrigt werden. Durch die Erhöhung
des Druckniveaus kann der Dieselmotor vor einer Überdrehzahl geschützt werden.
[0030] Bei einem Bremsvorgang kann die Bremsenergie dadurch genutzt werden, dass die Hydromaschine
10 als Hydropumpe durch das Fahrzeug selbst angetrieben wird. Es kann dabei der Druck
auf einen maximalen Wert eingestellt werden, so dass die Hydromaschine 10 auf maximalen
Schwenkwinkel geht und sich die Bremswirkung aus dem maximalen Hubvolumen und dem
augenblicklichen Druck im Hydrospeicher ergibt.
[0031] Bei einer Drückung des Diesels wird durch entsprechende Bestromung des Elektromagneten
29 ein Druck eingestellt, der niedriger als der Druck im Hydrospeicher ist, so dass
die Hydromaschine über null auf das dem Betrage nach maximale negative Hubvolumen
schwenkt und als Hydromotor arbeitend den Dieselmotor solange unterstützt, bis der
Speicherdruck auf den an der Hydromaschine 10 eingestellten Druck abgefallen ist.
[0032] Zuvor im Hydrospeicher gespeicherte Bremsenergie kann also zum Boosten des Dieselmotors
verwendet werden. Ebenso ist jedoch ihre Verwendung zur Versorgung des Hydromotors
15 und damit zum Antreiben des Lüfterrads möglich. Es sollte dann der an der Hydromaschine
eingestellte Druck unter Berücksichtigung der vom Hydromotor 15 geschluckten Druckmittelmenge
so langsam abgesenkt werden, dass der eingestellte Druck nicht niedriger als der Speicherdruck
ist.
[0033] Zu dem hydraulischen Lüfterantrieb gemäß Figur 2 gehört eine Hydropumpe 60, die über
eine Kupplung mechanisch mit einem Primäraggregat 61 verbindbar ist und von diesem
angetrieben werden kann. Ein Motorbetrieb ist hier für die Maschine 60 nicht vorgesehen.
Dementsprechend ist das Hubvolumen der Hydropumpe nur zwischen einem minimalen Wert
nahe oder gleich null und einem maximalen Wert verstellbar. Die Hydropumpe hat einen
Druckanschluss 62 und einen Sauganschluss 63, der dauernd mit einem Tank 9 verbunden
ist. Vom Druckanschluss 62 führt eine Druckleitung 14 zu einem Hydromotor 65, von
dem ein Lüfterrad 16 antreibbar ist. An die Druckleitung ist wiederum ein Hydrospeicher
17 angeschlossen, der zum Beispiel in einem Druckbereich zwischen 100 bar und 300
bar betrieben werden kann. Zwischen dem Hydrospeicher und dem Druckanschluss 62 befindet
sich in der Druckleitung 14 ein Rückschlagventil 66, das zur Hydropumpe 60 hin sperrt.
[0034] Die Hydropumpe 60 ist zum Beispiel eine Axialkolbenpumpe in Schrägscheibenbauweise.
[0035] Zur Verstellung des Hubvolumens der Hydropumpe 60 sind wie bei der Hydromaschine
10 aus dem ersten Ausführungsbeispiel zwei Stellkolben vorhanden, von denen ein gegenüber
dem anderen Stellkolben eine größere Wirkfläche aufweisender Stellkolben 18 eine Stellkammer
19 begrenzt, der Druckmittel zugeführt und aus der Druckmittel abgelassen werden kann.
[0036] Gesteuert wird diese Zufuhr und Abfuhr von Druckmittel durch eine auf die Hydropumpe
60 aufgebaute Druckregelventilanordnung 70. Zu dieser gehört ein stetig verstellbares
Regelventil 71 mit einer Nullüberdeckung oder kleiner positiver Überdeckung zwischen
den Steuerkanten und mit einem Druckanschluss 72, der fluidisch mit dem Druckanschluss
62 der Hydropumpe 60 verbunden ist, mit einen Tankanschluss 73, der über den Innenraum
des Gehäuses der Hydropumpe 60 mit einem Leckölanschluss 67 verbunden ist, und mit
einem Regelanschluss 74, der mit der Stellkammer 19 verbunden ist. Der Ventilkolben
des Regelventils wird im Sinne einer Verbindung des Regelanschlusses 74 mit dem Druckanschluss
62 und im Sinne einer Verkleinerung des Hubvolumens der Hydropumpe 60 vom Pumpendruck
und im Sinne einer Verbindung des Regelanschlusses 74 mit dem Tankanschluss 73 und
im Sinne einer Vergrößerung des Hubvolumens allein von einer Feder 75 beaufschlagt.
Im Betrieb stellt sich jeweils ein Druck am Druckanschluss 62 der Hydropumpe 60 ein,
der dem Druckäquivalent der Feder 75 entspricht, zum Beispiel ein Druck in Höhe von
100 bar. Eine Fernverstellung dieses Druckes ist - anders als bei Ausführungsbeispiel
nach Figur 1 - nicht vorgesehen. Allerdings kann im Zuge der Inbetriebnahme oder bei
Servicearbeiten die Einstellung der Feder 75 verändert werden.
[0037] Der Hydromotor 65 ist vorzugsweise einer in Axialkolbenbauweise, insbesondere in
Schrägachsenbauweise, und wie der Hydromotor 15 des Ausführungsbeispiels nach Figur
1 zwischen einem Schluckvolumen null und einem maximalen Schluckvolumen verstellbar.
Er ist mit einem Druckanschluss 76 an die Druckleitung 14 angeschlossen und über einen
Tankanschluss 77 mit Tank 9 verbunden. Zur Veränderung des Schluckvolumens weist der
Hydromotor 15 einen Stellkolben 78 auf, der einseitig mit einer Kolbenstange 79 versehen
ist und somit einen kolbenstangenseitigen Ringraum 80 und eine kolbenstangenabseitige
Stellkammer 81 voneinander trennt. Den Zufluss zu und den Abfluss von Druckmittel
aus der Stellkammer 81 steuert eine Momentenregelventilanordnung 69 mit einem Regelventil
82, das auf den Hydromotor 65 aufgebaut ist und einen Druckanschluss 83, der mit dem
Druckanschluss 76 verbunden ist, einen Tankanschluss 84, der über das Innere des Gehäuses
des Hydromotors und einen nicht näher bezeichneten Leckageanschluss mit Tank 9 verbunden
ist, und einen Regelanschluss 85 aufweist, der mit der Stellkammer 81 verbunden ist.
Der Ringraum 80 ist dauernd fluidisch mit dem Druckanschluss 76 verbunden.
[0038] Ein Regelkolben des Regelventils 82 wird im Sinne einer Verbindung des Regelanschlusses
85 mit dem Tankanschluss 84 und im Sinne einer Vergrößerung des Schluckvolumens des
Hydromotors 65 von einer Feder 86, die sich gehäusefest abstützt, und über eine Steuerleitung
87 von einem veränderbaren Steuerdruck beaufschlagt, über den somit eine ferngesteuert
veränderbare Kraft auf den Regelkolben ausgeübt werden kann. Vorteilhafterweise ist
der Steuerdruck maximal, wenn die Elektrik ausfällt. Im Sinne einer Verbindung des
Regelanschlusses mit dem Druckanschluss 83 wird der Regelkolben von einer Kraft beaufschlagt,
die von der Position des Stellkolbens 78 und damit vom Schluckvolumen des Hydromotors
65 und von dem Druck in der Druckleitung 14 abhängt. Dazu stützt sich zunächst der
Regelkoben in einem in der Regelposition immer gleichen Abstand von einer gehäusefesten
Drehachse eines Hebels 88 an diesem Hebel 88 ab. Entgegengesetzt wird der Hebel 88
über eine Stange 89 beaufschlagt, die beweglich in den Stellkolben 78 eingesteckt
ist und an der der Druck wirkt, der in der Druckleitung 14 herrscht. Das über die
Stange 89 an dem Hebel 88 erzeugte Drehmoment bildet somit das Produkt aus dem am
Hydromotor 65 anstehenden Druck und dem Schluckvolumen des Hydromotors und damit das
Abtriebsmoment des Hydromotors ab. Ein entgegengesetztes Drehmoment am Hebel 88 erzeugt
die Summe der von der Feder 86 und dem Steuerdruck auf den Regelkolben des Regelventils
82 ausgeübten Kräfte. In einem stabilen Zustand muss die Summe der an dem Hebel 88
wirkenden Drehmomente null sein. Steigt zum Beispiel der Druck in der Druckleitung
14 an, so wird das über die Stange 89 auf den Hebel 88 ausgeübte Drehmoment größer
als das über den Regelkolben ausgeübte Drehmoment. Der Hebel wird verdreht und der
Regelkolben verschoben, so dass der Regelanschluss 85 mit dem Druckanschluss 83 des
Regelventils 82 verbunden wird. Der Stellkammer 81 fließt Druckmittel zu und der Stellkolben
wandert in Richtung Verkleinerung des Schluckvolumens. Mit dem Stellkolben bewegt
sich die Stange 89 entlang des Hebels 88, so dass der Hebelarm für die über die Stange
wirkende Druckkraft kleiner wird, bis wieder ein Gleichgewicht zwischen den Drehmomenten
besteht. Somit ändert sich bei sich nicht änderndem Steuerdruck in der Steuerleitung
87 das vom Hydromotor 65 ausgeübte Drehmoment bei einer Änderung des Druckniveaus
in der Druckleitung 14 nicht. Umgekehrt kann durch eine Änderung des Steuerdrucks
das Drehmoment und damit die Lüfterdrehzahl verändert werden.
[0039] Bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 2 ist nun vorgesehen, dass unabhängig von
der Hydropumpe 60 Druckmittel in den hydraulischen Lüfterkreislauf eingespeist werden
kann. Der Hydrospeicher 17 ermöglicht es dabei, dass die eingespeiste Menge größer
sein kann als die augenblicklich vom Hydromotor 65 geschluckte Menge, ohne dass die
überschüssige Menge über ein Druckbegrenzungsventil abgespritzt wird.
[0040] In Figur 2 sind zwei Möglichkeiten für eine zusätzliche Einspeisung gezeigt. Außer
der Hydropumpe 60 ist eine weitere zum Beispiel elektroproportional verstellbare Hydropumpe
90 vorhanden, die über eine Kupplung 91 mit dem Antriebsstrang des Fahrzeugs koppelbar
ist. Bei einem Bremsvorgang wird die Kupplung geschlossen und die Hydropumpe 90 wird
vom Fahrzeug angetrieben und fördert über ein zu ihr hin schließendes Rückschlagventil
92 Druckmittel in die Druckleitung 14. Der Vorteil hier ist, dass immer eingespeist
werden kann unabhängig davon, wie hoch der Druck im Lüfterkreislauf ist.
[0041] Als zweite Möglichkeit ist die Einspeisung bei der Absenkung einer Last gezeigt,
die hier durch einen Hydrozylinder 95 angedeutet ist. Zur Steuerung der Absenkbewegung
ist ein Stromregelventil 96 mit einer nicht näher dargestellten proportional verstellbaren
Messblende und einer seriell dazu angeordneten Druckwaage vorgesehen. In einer Zweigleitung
94 zwischen dem Stromregelventil und der Druckleitung 14 befindet sich ein zum Stromregelventil
hin sperrendes Rückschlagventil 97. An die fluidische Verbindung zwischen dem Stromregelventil
96 und dem Rückschlagventil 97 ist ein 2/2 Wegeventil 98 angeschlossen, mit dem ein
Durchfluss zum Tank geöffnet werden kann.
[0042] Aus dem Hydrozylinder verdrängtes Druckmittel kann bei der gewünschten Senkgeschwindigkeit
in die Druckleitung 14 eingespeist werden, wenn der Lastdruck um den Druckabfall an
der Messblende des Stromregelventils 96 höher ist als der Druck in der Druckleitung
14 und im Hydrospeicher 17. Es kann sein, dass dies zu Beginn einer Senkbewegung gegeben
ist, aber nicht mehr im weiteren Verlauf, da der Druck im Hydrospeicher 17 ansteigt.
Dann muss das Ventil 98 geöffnet werden. Ob noch eine Einspeisung möglich ist, kann
man mit Hilfe von Drucksensoren, die den Lastdruck und den Speicherdruck erfassen,
ermitteln. Möglich ist auch eine Stellungsüberwachung der Druckwaage. Wenn die Druckwaage
ganz geöffnet ist, ist keine Einspeisung mehr möglich. Allerdings geht hier nach einem
Öffnen des Wegeventils 98 Information verloren, so dass nicht festgestellt werden
kann, ob der Speicherdruck nach einiger Zeit wegen des Druckmittelverbrauchs des Hydromotors
65 wieder unter den Lastdruck abgefallen ist. Erst beim nächsten Senkvorgang kann
wieder eine Einspeisung probiert werden.
[0043] Hinsichtlich der zusätzlich eingespeisten Druckmittelmenge kann man zwei Fälle unterscheiden.
Ist die eingespeiste Druckmittelmenge kleiner als der Verbrauch durch den Hydromotor
65, so wird die Restmenge von der Hydropumpe 60 gefördert und das Druckniveau im System
verbleibt auf der an der Hydropumpe 60 eingestellten Höhe. Auch in diesem Fall wird
eine Energieeinsparung erzielt, da die Hydropumpe 60 auf kleineres Hubvolumen schwenkt.
[0044] Ist die zusätzlich eingespeiste Druckmittelmenge größer als der Verbrauch durch den
Hydromotor 65, steigt der Druck im Lüfterkreis über das an der Hydropumpe 60 eingestellte
Niveau an. Die Hydropumpe wird durch Druckabschneidung auf Nullhub zurückgeregelt.
Das Druckniveau kann nun einen wesentlich höheren Wert annehmen, zum Beispiel 300
bar, bis es durch ein an die Druckleitung 14 angeschlossenes Druckbegrenzungsventil
99 begrenzt wird. Wird nichts mehr oder nur noch weniger eingespeist, als der Hydromotor
65 verbraucht, so übernimmt zunächst der Hydrospeicher 17 die volle oder teilweise
Versorgung des Lüfterkreises, bis bei einem Druckniveau von 100 bar die Hydropumpe
60 wieder ausschwenkt.
[0045] Grundsätzlich ist auch bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 2 eine elektronische
Regelung des Abtriebsmoments des Hydromotors 65 denkbar, wobei der Speicherdruck durch
einen Sensor erfasst und das Hubvolumen entsprechend dem notwendigen Drehmoment eingestellt
wird.
[0046] Eingezeichnet ist bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 2 zwischen dem Druckanschluss
76 und dem Tankanschluss 77 ein von diesem zum Druckanschluss 76 hin öffnendes Nachsaugventil
100. Ein solches Nachsaugventil kann auch bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 1
vorhanden sein.
[0047] Bei dem Lüfterantrieb nach Figur 3 sind eine Hydropumpe gemäß dem Ausführungsbeispiel
nach Figur 1 und ein Hydromotor gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Figur 2 miteinander
kombiniert. Für entsprechende Teile sind deshalb in Figur 3 die Bezugszahlen aus den
Figuren 1 und 2 verwendet. Zu dem Lüfterantrieb nach Figur 3 gehört also eine erste
Hydromaschine 10, die so genannt wird, weil sie sowohl als Hydropumpe als auch als
Hydromotor betreibbar ist. Die Hydromaschine 10 ist mechanisch mit einem Dieselmotor
11 verbunden. Sie hat einen Hochdruckanschluss (Druckanschluss) 12 und einen Niederdruckanschluss
(Tankanschluss) 13, der dauernd mit einem Tank 9 verbunden ist. Vom Druckanschluss
12 führt eine Druckleitung 14 zu einem Hydromotor 65, von dem ein Lüfterrad 16 antreibbar
ist. An die Druckleitung ist direkt ein Hydrospeicher 17 angeschlossen, der zum Beispiel
in einem Druckbereich zwischen 100 bar und 300 bar betrieben werden kann und im Normalbetrieb
auf 200 bar aufgeladen ist. Außerdem ist an die Druckleitung 14 ein Druckbegrenzungsventil
99 angeschlossen.
[0048] Die Hydromaschine 10 ist zum Beispiel eine Axialkolbenmaschine in Schrägscheibenbauart
und mit ihrem Hubvolumen zwischen einem maximalen positiven Wert und einem maximalen
negativen Wert über null verstellbar. Bei positivem Hubvolumen fördert die Hydromaschine
10 als Hydropumpe Druckmittel in die Druckleitung 14. Bei negativem Hubvolumen arbeitet
die Hydromaschine bei gleicher Drehrichtung als Hydromotor und wird aus der Druckleitung
14 mit Druckmittel versorgt.
[0049] Zur Verstellung des Hubvolumens sind zwei Stellkolben und eine Feder vorhanden, von
denen ein gegenüber dem anderen Stellkolben eine größere Wirkfläche aufweisender Stellkolben
18 eine Stellkammer 19 begrenzt, der Druckmittel zugeführt und aus der Druckmittel
abgelassen werden kann.
[0050] Gesteuert wird diese Zufuhr und Abfuhr von Druckmittel durch eine auf die Hydromaschine
10 aufgebaute Druckregelventilanordnung 20. Zu dieser gehört ein stetig verstellbares
Regelventil 21 mit einer Nullüberdeckung oder kleiner positiver Überdeckung zwischen
den Steuerkanten und mit einem Druckanschluss 22, der fluidisch mit dem Druckanschluss
12 der Hydromaschine 10 verbunden ist, mit einen Tankanschluss 23, der über den Innenraum
des Gehäuses der Hydromaschine 10 mit einem Leckölanschluss 30 verbunden ist, und
mit einem Regelanschluss 24, der über eine Dämpfungsdüse 25 mit der Stellkammer 19
verbunden ist. Der Ventilkolben des Regelventils wird im Sinne einer Verbindung des
Regelanschlusses 24 mit dem Druckanschluss 22 und im Sinne einer Verkleinerung des
Hubvolumens der Hydromaschine 12 bis hin zu negativen Werten vom Pumpendruck und im
Sinne einer Verbindung des Regelanschlusses 24 mit dem Tankanschluss 23 und im Sinne
einer Vergrößerung des Hubvolumens von einer Feder 26 und von einem veränderbaren
Steuerdruck beaufschlagt, der zwischen einer Steueröldüse 27 und einem von einem Elektromagneten
29 proportional verstellbaren Druckbegrenzungsventil 28 abgegriffen wird, also dem
Einstellwert des Druckbegrenzungsventil entspricht. Befindet sich das Regelventil
in der Regelposition, in der der Ventilkolben allenfalls kleine Bewegungen um eine
Mittelstellung macht, so ist der Steuerölstrom unabhängig vom Druckniveau immer der
gleiche, da dann der Druck im Druckanschluss der Hydromaschine immer um das Druckäquivalent
der Feder 26 höher ist als der Steuerdruck und damit die Druckdifferenz über die Düse
27 immer die gleiche ist. Das Druckbegrenzungsventil 28 hat eine fallende Kennlinie,
der Druck an seinem Eingang ist also umso niedriger, je stärker der Elektromagnet
29 bestromt wird. Dies hat zur Folge, dass bei einem Ausfall der Elektrik das Druckbegrenzungsventil
seinen maximalen Einstellwert hat und entsprechend der Druck am Druckanschluss der
Hydromaschine 12 maximal wird.
[0051] Der Hydromotor 65 des Ausführungsbeispiels nach Figur 3 ist vorzugsweise einer in
Axialkolbenbauweise, insbesondere in Schrägachsenbauweise, und wie der Hydromotor
15 des Ausführungsbeispiels nach Figur 1 zwischen einem Schluckvolumen null und einem
maximalen Schluckvolumen verstellbar. Er ist mit einem Druckanschluss 76 an die Druckleitung
14 angeschlossen und über einen Tankanschluss 77 mit Tank 9 verbunden. Zur Veränderung
des Schluckvolumens weist der Hydromotor 15 einen Stellkolben 78 auf, der einseitig
mit einer Kolbenstange 79 versehen ist und somit einen kolbenstangenseitigen Ringraum
80 und eine kolbenstangenabseitige Stellkammer 81 voneinander trennt. Den Zufluss
zu und den Abfluss von Druckmittel aus der Stellkammer 81 steuert eine Momentenregelventilanordnung
69 mit einem Regelventil 82, das auf den Hydromotor 65 aufgebaut ist und einen Druckanschluss
83, der mit dem Druckanschluss 76 verbunden ist, einen Tankanschluss 84, der über
das Innere des Gehäuses des Hydromotors und einen nicht näher bezeichneten Leckageanschluss
mit Tank 9 verbunden ist, und einen Regelanschluss 85 aufweist, der mit der Stellkammer
81 verbunden ist. Der Ringraum 80 ist dauernd fluidisch mit dem Druckanschluss 76
verbunden.
[0052] Ein Regelkolben des Regelventils 82 wird im Sinne einer Verbindung des Regelanschlusses
85 mit dem Tankanschluss 84 und im Sinne einer Vergrößerung des Schluckvolumens des
Hydromotors 65 von einer Feder 86, die sich gehäusefest abstützt, und über eine Steuerleitung
87 von einem veränderbaren Steuerdruck beaufschlagt, über den somit eine ferngesteuert
veränderbare Kraft auf den Regelkolben ausgeübt werden kann. Vorteilhafterweise ist
der Steuerdruck maximal, wenn die Elektrik ausfällt. Im Sinne einer Verbindung des
Regelanschlusses mit dem Druckanschluss 83 wird der Regelkolben von einer Kraft beaufschlagt,
die von der Position des Stellkolbens 78 und damit vom Schluckvolumen des Hydromotors
65 und von dem Druck in der Druckleitung 14 abhängt. Dazu stützt sich zunächst der
Regelkoben in einem in der Regelposition immer gleichen Abstand von einer gehäusefesten
Drehachse eines Hebels 88 an diesem Hebel 88 ab. Entgegengesetzt wird der Hebel 88
über eine Stange 89 beaufschlagt, die beweglich in den Stellkolben 78 eingesteckt
ist und an der der Druck wirkt, der in der Druckleitung 14 herrscht. Das über die
Stange 89 an dem Hebel 88 erzeugte Drehmoment bildet somit das Produkt aus dem am
Hydromotor 65 anstehenden Druck und dem Schluckvolumen des Hydromotors und damit das
Abtriebsmoment des Hydromotors ab. Ein entgegengesetztes Drehmoment am Hebel 88 erzeugt
die Summe der von der Feder 86 und dem Steuerdruck auf den Regelkolben des Regelventils
82 ausgeübten Kräfte. In einem stabilen Zustand muss die Summe der an dem Hebel 88
wirkenden Drehmomente null sein. Steigt zum Beispiel der Druck in der Druckleitung
14 an, so wird das über die Stange 89 auf den Hebel 88 ausgeübte Drehmoment größer
als das über den Regelkolben ausgeübte Drehmoment. Der Hebel wird verdreht und der
Regelkolben verschoben, so dass der Regelanschluss 85 mit dem Druckanschluss 83 des
Regelventils 82 verbunden wird. Der Stellkammer 81 fließt Druckmittel zu und der Stellkolben
wandert in Richtung Verkleinerung des Schluckvolumens. Mit dem Stellkolben bewegt
sich die Stange 89 entlang des Hebels 88, so dass der Hebelarm für die über die Stange
wirkende Druckkraft kleiner wird, bis wieder ein Gleichgewicht zwischen den Drehmomenten
besteht. Somit ändert sich bei sich nicht änderndem Steuerdruck in der Steuerleitung
87 das vom Hydromotor 65 ausgeübte Drehmoment bei einer Änderung des Druckniveaus
in der Druckleitung 14 nicht. Umgekehrt kann durch eine Änderung des Steuerdrucks
das Drehmoment und damit die Lüfterdrehzahl verändert werden.
[0053] Bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 3 ist wie bei dem Ausführungsbeispiel nach
Figur 2 vorgesehen, dass unabhängig von der Hydropumpe 10 Druckmittel in den hydraulischen
Lüfterkreislauf eingespeist werden kann. Der Hydrospeicher 17 ermöglicht es dabei,
dass die eingespeiste Menge größer sein kann als die augenblicklich vom Hydromotor
65 geschluckte Menge, ohne dass die überschüssige Menge über ein Druckbegrenzungsventil
abgespritzt wird.
[0054] Bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 3 ist die Einspeisung von Druckmittel in die
Druckleitung und in den Hydrospeicher 17 bei der Absenkung einer Last gezeigt, die
hier durch einen Hydrozylinder 95 angedeutet ist. Zur Steuerung der Absenkbewegung
ist ein Stromregelventil 96 mit einer nicht näher dargestellten proportional verstellbaren
Messblende und einer seriell dazu angeordneten Druckwaage vorgesehen. In einer Zweigleitung
94 zwischen dem Stromregelventil und der Druckleitung 14 befindet sich ein zum Stromregelventil
hin sperrendes Rückschlagventil 97. An die fluidische Verbindung zwischen dem Stromregelventil
96 und dem Rückschlagventil 97 ist ein 2/2 Wegeventil 98 angeschlossen, mit dem ein
Durchfluss zum Tank geöffnet werden kann.
[0055] Aus dem Hydrozylinder verdrängtes Druckmittel kann bei der gewünschten Senkgeschwindigkeit
in die Druckleitung 14 eingespeist werden, wenn der Lastdruck um den Druckabfall an
der Messblende des Stromregelventils 96 höher ist als der Druck in der Druckleitung
14 und im Hydrospeicher 17. Es kann sein, dass dies zu Beginn einer Senkbewegung gegeben
ist, aber nicht mehr im weiteren Verlauf, da der Druck im Hydrospeicher 17 ansteigt.
Dann muss das Ventil 98 geöffnet werden. Ob noch eine Einspeisung möglich ist, kann
man mit Hilfe von Drucksensoren; die den Lastdruck und den Speicherdruck erfassen,
ermitteln. Möglich ist auch eine Stellungsüberwachung der Druckwaage. Wenn die Druckwaage
ganz geöffnet ist, ist keine Einspeisung mehr möglich. Allerdings geht hier nach einem
Öffnen des Wegeventils 98 Information verloren, so dass nicht festgestellt werden
kann, ob der Speicherdruck nach einiger Zeit wegen des Druckmittelverbrauchs des Hydromotors
65 wieder unter den Lastdruck abgefallen ist. Erst beim nächsten Senkvorgang kann
wieder eine Einspeisung probiert werden.
[0056] Auch bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 3 kann wie bei dem Ausführungsbeispiel
nach Figur 2 eine Einspeisung durch eine weitere Hydropumpe, die von dem Dieselmotor
11 angetrieben werden kann, vorgesehen sein.
[0057] Hinsichtlich der zusätzlich eingespeisten Druckmittelmenge kann man zwei Fälle unterscheiden.
Ist die eingespeiste Druckmittelmenge kleiner als der Verbrauch durch den Hydromotor
65, so wird die Restmenge von der Hydropumpe 60 gefördert und das Druckniveau im System
verbleibt auf der an der Hydropumpe 60 eingestellten Höhe. Auch in diesem Fall wird
eine Energieeinsparung erzielt, da die Hydropumpe 60 auf kleineres Hubvolumen schwenkt.
[0058] Ist die zusätzlich eingespeiste Druckmittelmenge größer als der Verbrauch durch den
Hydromotor 65, steigt der Druck im Lüfterkreis über das an der Hydropumpe 60 eingestellte
Niveau an. Die Hydropumpe wird durch Druckabschneidung auf Nullhub zurückgeregelt,
wobei hier noch ein Schwenkwinkelsensor zum Einsatz kommen könnte, mit dem der Schwenkwinkel
abgetastet wird. Das Ventil 28 würde dann jeweils so eingestellt, dass der Schwenkwinkel
null ist oder knapp über null liegt. Das Druckniveau kann nun einen wesentlich höheren
Wert annehmen, zum Beispiel 300 bar, bis es durch ein an die Druckleitung 14 angeschlossenes
Druckbegrenzungsventil 99 begrenzt wird. Wird nichts mehr oder nur noch weniger eingespeist,
als der Hydromotor 65 verbraucht, so übernimmt zunächst der Hydrospeicher 17 die volle
oder teilweise Versorgung des Lüfterkreises, bis bei einem Druckniveau von 100 bar
die Hydropumpe 60 wieder ausschwenkt.
[0059] Auch bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 3 ist zwischen dem Druckanschluss 76
und dem Tankanschluss 77 des Hydromotors 65 ein vom Tankanschluss zum Druckanschluss
76 hin öffnendes Nachsaugventil 100 angeordnet.
[0060] Grundsätzlich ist auch bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 3 eine elektronische
Regelung des Abtriebsmoments des Hydromotors 65 denkbar, wobei der Speicherdruck durch
einen Sensor erfasst und das Hubvolumen entsprechend dem notwendigen Drehmoment eingestellt
wird.
[0061] Bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 3 kann also eine Fremdenergiequelle, zum Beispiel
ein Hubzylinder in einem Senkvorgang oder eine zusätzliche Hydropumpe, zum Antrieb
des Lüfterrades genutzt werden. Außerdem ist über die Hydromaschine 10 eine kurzzeitige
Unterstützung des Dieselmotors möglich.
[0062] Bei einem erfindungsgemäßen Lüfterantrieb, insbesondere bei einem Lüfterantrieb mit
einem EP-Verstellung des Hydromotors gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Figur 1 oder
einer elektrischen Verstellung mit Schwenkwinkelrückführung mit Hilfe eines elektrischen
Schwenkwinkelsensors, kann auch ein über null verschwenkbarer Hydromotor verwendet
werden. Dann kann man die Drehrichtung des Lüfterrads ohne zusätzliches Ventil reversieren,
um den Kühler sauber zu blasen. Das ist insbesondere bei Forst- und Baumaschinen von
Vorteil.
1. Hydraulischer Lüfterantrieb mit einer in ihrem Hubvolumen verstellbaren Hydropumpe
(10, 60), der eine Druckregelventilanordnung (20, 70) zur Einregelung eines Pumpendrucks
durch Verstellen des Hubvolumens zugeordnet ist, mit einem Hydromotor (15, 65) zum
Antreiben eines Lüfterrads (16) und mit einer Druckleitung (14), die an einen Druckanschluss
(35, 76) des Hydromotors (15, 65) angeschlossen ist und in die von der Hydropumpe
(10 60) Druckmittel förderbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass an die Druckleitung (14) insbesondere direkt ein Hydrospeicher (17) angeschlossen
ist und der Hydromotor (15, 65) in seinem Schluckvolumen verstellbar ist.
2. Hydraulischer Lüfterantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellung der Druckregelventilanordnung (20) ferngesteuert veränderbar ist.
3. Hydraulischer Lüfterantrieb nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Hydropumpe (60) und einem Abschnitt der Druckleitung (14), an den der
Hydrospeicher (17) angeschlossen ist, ein Rückschlagventil (66) angeordnet ist, das
zur Hydropumpe (60) hin schließt.
4. Hydraulischer Lüfterantrieb nach einem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in die Druckleitung (14) eine Zweigleitung (94) mündet, über die unabhängig von der
Hydropumpe (60) Druckmittel in die Druckleitung (14) einspeisbar ist.
5. Hydraulischer Lüfterantrieb nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich in der Zweigleitung (94) ein Rückschlagventil (97) befindet, das zu dem Abschnitt
der Druckleitung (14) hin öffnet.
6. Hydraulischer Lüfterantrieb nach einem vorhergehenden Anspruch1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hydropumpe (10) unter Beibehaltung der Drehrichtung auch als Hydromotor betreibbar
ist.
7. Hydraulischer Lüfterantrieb nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Hydropumpe (10) eine über null verstellbare Hydropumpe ist, so dass sie bei gleichem
Druckanschluss (12) und gleicher Drehrichtung auch als Hydromotor betreibbar ist.
8. Hydraulischer Lüfterantrieb nach einem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dem Hydromotor (15, 65) eine Momentenregelventilanordnung (69) zur Einregelung eines
Motormoments durch Verstellen des Schluckvolumens zugeordnet ist
9. Hydraulischer Lüfterantrieb nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Momentenregelventilanordnung (69) einen Ventilkolben aufweist, der im Sinne einer
Vergrößerung des Schluckvolumens des Hydromotors (65) von einer ferngesteuert veränderbaren
Kraft beaufschlagt und an einer wenigstens annähernd festen Entfernung von einer Drehachse
an einem Hebel (88) abgestützt ist, und dass in die entgegengesetzte Richtung am Hebel
(88) eine von dem Druck in der Druckleitung (14) abhängige und im Sinne einer Verkleinerung
des Schluckvolumens auf den Ventilkolben wirkende Druckkraft angreift, wobei die Entfernung
des Einleitungspunktes der Druckkraft in den Hebel (88) von dessen Drehachse von der
Position eines Stellkolbens (78) des Hydromotors (65) und damit vom Schluckvolumen
des Hydromotors (65) abhängt.
10. Hydraulischer Lüfterantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass dem Hydromotor (65) eine Regelventilanordnung (42) zugeordnet ist, mit der proportional
zu einem Steuersignal das Schluckvolumen des Hydromotors ((15) veränderbar ist, wobei
das Steuersignal zum einen von einem Drehzahlsollwert des Hydromotors (15) und zum
anderen von einer erfassten Drehzahl des Hydromotors (15) oder dem erfassten Druck
in der Druckleitung (14) und im Hydrospeicher (17) abhängig ist.
1. Hydraulic fan drive having a hydraulic pump (10, 60) of adjustable swept volume, which
is assigned a pressure control valve arrangement (20, 70) for regulating a pump pressure
by adjustment of the swept volume, a hydraulic motor (15, 65) for driving a fan impeller
(16), and a pressure line (14), which is connected to a pressure port (35, 76) of
the hydraulic motor (15, 65) and into which pressure medium can be delivered by the
hydraulic pump (10, 60), characterized in that a hydraulic accumulator (17) is connected, in particular directly, to the pressure
line (14), and the hydraulic motor (15, 65) has an adjustable displacement.
2. Hydraulic fan drive according to Claim 1, characterized in that the setting of the pressure control valve arrangement (20) can be varied by remote
control.
3. Hydraulic fan drive according to Claim 1 or 2, characterized in that a check valve (66), which closes toward the hydraulic pump (60), is arranged between
the hydraulic pump (60) and a section of the pressure line (14) to which the hydraulic
accumulator (17) is connected.
4. Hydraulic fan drive according to a preceding claim, characterized in that a branch line (94), via which pressure medium can be fed into the pressure line (14)
independently of the hydraulic pump (60), opens into the pressure line (14).
5. Hydraulic fan drive according to Claims 3 and 4, characterized in that there is a check valve (97) opening toward the section of the pressure line (14)
in the branch line (94).
6. Hydraulic fan drive according to a preceding claim, characterized in that the hydraulic pump (10) can also be operated as a hydraulic motor while retaining
the direction of rotation.
7. Hydraulic fan drive according to Claim 6, characterized in that the hydraulic pump (10) is a hydraulic pump that can be adjusted via zero, and it
can therefore also be operated as a hydraulic motor with the same pressure port (12)
and the same direction of rotation.
8. Hydraulic fan drive according to a preceding claim, characterized in that the hydraulic motor (15, 65) is assigned a torque control valve arrangement (69)
for regulating a motor torque by adjusting the displacement.
9. Hydraulic fan drive according to Claim 8, characterized in that the torque control valve arrangement (69) has a valve piston which is acted upon
by a force that can be varied by remote control so as to increase the displacement
of the hydraulic motor (65) and is supported at an at least approximately fixed distance
from an axis of rotation on a lever (88), and in that a pressure force dependent on the pressure in the pressure line (14) and acting on
the valve piston so as to reduce the displacement acts on the lever (88) in the opposite
direction, wherein the distance of the point of introduction of the pressure force
into the lever (88) from the axis of rotation thereof depends on the position of an
adjusting piston (78) of the hydraulic motor (65) and hence on the displacement of
the hydraulic motor (65).
10. Hydraulic fan drive according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the hydraulic motor (65) is assigned a control valve arrangement (42), by means of
which the displacement of the hydraulic motor (15) can be varied proportionally to
a control signal, wherein the control signal is dependent, on the one hand, on a setpoint
speed value of the hydraulic motor (15) and, on the other hand, on a detected speed
of the hydraulic motor (15) or on the detected pressure in the pressure line (14)
and in the hydraulic accumulator (17).
1. Entraînement hydraulique de ventilateur comprenant une pompe hydraulique (10, 60)
de cylindrée réglable, à laquelle est associé un agencement de soupape de régulation
de pression (20, 70) pour la régulation d'une pression de pompe par réglage de la
cylindrée, comprenant un moteur hydraulique (15, 65) pour l'entraînement d'une roue
de ventilateur (16) et comprenant une conduite de pression (14) qui est raccordée
à un raccord de pression (35, 76) du moteur hydraulique (15, 65) et dans laquelle
un fluide sous pression peut être refoulé par la pompe hydraulique (10, 60), caractérisé en ce qu'un accumulateur hydraulique (17) est notamment raccordé directement à la conduite
de pression (14) et le volume d'absorption du moteur hydraulique (15, 65) peut être
réglé.
2. Entraînement hydraulique de ventilateur selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'ajustement de l'agencement de soupape de régulation de pression (20) peut être
modifié par commande à distance.
3. Entraînement hydraulique de ventilateur selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'entre la pompe hydraulique (60) et une section de la conduite de pression (14) à laquelle
est raccordé l'accumulateur hydraulique (17), est disposé un clapet antiretour (66)
qui se ferme en direction de la pompe hydraulique (60).
4. Entraînement hydraulique de ventilateur selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce qu'une conduite de branchement (94) débouche dans la conduite de pression (14), par le
biais de laquelle du fluide sous pression peut être injecté dans la conduite de pression
(14) indépendamment de la pompe hydraulique (60).
5. Entraînement hydraulique de ventilateur selon les revendications 3 et 4, caractérisé en ce qu'un clapet antiretour (97) se trouve dans la conduite de branchement (94), lequel s'ouvre
vers la section de la conduite de pression (14).
6. Entraînement hydraulique de ventilateur selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que la pompe hydraulique (10) peut aussi fonctionner en tant que moteur hydraulique en
conservant le sens de rotation.
7. Entraînement hydraulique de ventilateur selon la revendication 6, caractérisé en ce que la pompe hydraulique (10) est une pompe hydraulique réglable par passage par zéro,
de sorte qu'elle puisse également fonctionner en tant que moteur hydraulique avec
le même raccord de pression (12) et le même sens de rotation.
8. Entraînement hydraulique de ventilateur selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce qu'au moteur hydraulique (15, 65) est associé un agencement de soupape de régulation
de couple (69) pour régler un couple du moteur par réglage du volume d'absorption.
9. Entraînement hydraulique de ventilateur selon la revendication 8, caractérisé en ce que l'agencement de soupape de régulation de couple (69) présente un piston de soupape
qui est sollicité dans le sens d'une augmentation du volume d'absorption du moteur
hydraulique (65) par une force variable commandée à distance et qui est supporté sur
un levier (88) à une distance au moins approximativement fixe d'un axe de rotation,
et en ce que dans le sens opposé, une force de pression dépendant de la pression dans la conduite
de pression (14) et agissant sur le piston de soupape dans le sens d'une réduction
du volume d'absorption s'exerce sur le levier (88), la distance du point d'introduction
de la force de pression dans le levier (88) à son axe de rotation dépendant de la
position d'un piston de commande (78) du moteur hydraulique (65) et donc du volume
d'absorption du moteur hydraulique (65).
10. Entraînement hydraulique de ventilateur selon l'une quelconque des revendications
1 à 7, caractérisé en ce qu'au moteur hydraulique (65) est associé un agencement de soupape de régulation (42),
avec lequel le volume d'absorption du moteur hydraulique (15) peut être modifié de
manière proportionnelle à un signal de commande, le signal de commande dépendant d'une
part d'une valeur de consigne de régime du moteur hydraulique (15) et d'autre part
d'un régime détecté du moteur hydraulique (15) ou de la pression détectée dans la
conduite de pression (14) et dans l'accumulateur hydraulique (17).