[0001] Die Erfindung betrifft einen Kühlgutträger aufweisend einen konkaven Oberflächenabschnitt
zur Lagerung von rollfähigem Kühlgut und aufweisend eine weitere Oberfläche zum Anliegen
an einem Fachboden eines Kältegeräts und ein Kältegerät, insbesondere Haushaltskältegerät
mit einem solchen Kühlgutträger.
[0002] Wenn rollfähige Kühlgüter, beispielsweise Flaschen, in einem Kältegerät auf ebenen
Fachböden liegend gelagert werden, besteht die Gefahr, dass sie wegrollen. Auch wenn
eine Flasche zunächst exakt in Tiefenrichtung des Kältegerätes ausgerichtet eingelagert
wird, ist es möglich, dass die Flasche in Bewegung gerät, sich umorientiert und aus
dem Kältegerät herausrollen und zu Boden fallen kann.
[0003] Wenn ein Fachboden eine Glasplatte aufweist, entstehen beim Kontakt von gläsernen
Flaschen mit der Glasplatte knirschende Geräusche, die von vielen Benutzern als unangenehm
empfunden werden. Außerdem besteht die Gefahr, dass durch Schleifen von Glas auf Glas
die Oberfläche der Glasplatte zerkratzt wird.
[0004] Aus der
WO 2005/090883 A1 ist ein Flaschenträger bekannt, mit einem Trägerrahmen und einer mit einer Längsrinne
zum Aufnehmen einer Flasche versehenen Aufnahmeschale. Die Aufnahmeschale kann dabei
am Trägerrahmen lösbar aufgesteckt werden.
[0005] Ein Kühlgutträger gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 ist aus Dokument
DE 202009010792 U1 bekannt.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist, einen Kühlgutträger mit einer verbesserten Funktionalität
zu schaffen.
[0007] Die Aufgabe wird gelöst durch einen Kühlgutträger aufweisend einen konkaven Oberflächenabschnitt
zur Lagerung von rollfähigem Kühlgut und aufweisend eine weitere Oberfläche zum Anliegen
an einem Fachboden eines Kältegeräts, sowie ein Haltemittel, das ausgebildet ist,
den Kühlgutträger wahlweise mit seinem konkaven Oberflächenabschnitt nach oben weisend
an einer Oberseite des Fachbodens zu halten oder mit seiner weiteren Oberfläche an
einer Unterseite des Fachbodens anliegend zu halten.
[0008] Indem der Kühlgutträger ein Haltemittel aufweist, das ausgebildet ist, den Kühlgutträger
nicht nur mit seinem konkaven Oberflächenabschnitt nach oben weisend an einer Oberseite
des Fachbodens halten zu können, sondern auch mit seiner weiteren Oberfläche an einer
Unterseite des Fachbodens anliegend halten zu können, kann der Kühlgutträger innerhalb
des Kältegeräts in einer Aufbewahrungsstellung gelagert werden, in der er nicht zum
Lagern von rollfähigem Kühlgut genutzt wird, aber stets platzsparend griffbereit ist,
um ihn zur Lagerung von rollfähigem Kühlgut nutzen zu können. Da der Kühlgutträger
bei Nichtbenutzung nicht aus dem Kältegerät entfernt werden muss, ist die Gefahr reduziert,
dass der Kühlgutträger verlegt wird oder verloren geht. Durch das erfindungsgemäße
Halten des Fachbodens mit seiner weiteren Oberfläche an einer Unterseite des Fachbodens
ist der Kühlgutträger in einer Aufbewahrungsstellung gelagert, in der kein Ablageplatz
für Kühlgut durch die Aufbewahrung verloren geht. Insbesondere kann trotz Aufbewahrung
des Kühlgutträgers innerhalb des Kältegeräts die vollständige Lagerfläche des zugeordneten
Fachbodens genutzt werden.
[0009] Die weitere Oberfläche des Kühlgutträgers kann an einer dem konkaven Oberflächenabschnitt
gegenüberliegenden Seite des Kühlgutträgers angeordnet sein. Dabei kann der Kühlgutträger
einen im wesentlichen flachen, quaderförmigen Grundkörper aufweisen, der eine Oberseite
aufweist, in die der konkave Oberflächenabschnitt eingelassen ist. Das Haltemittel
kann sich dabei vorzugsweise vollständig von der Ebene der Oberseite des Grundkörpers
nach unten erstrecken. Dadurch wird eine flache Gestalt des Kühlgutträgers gewährleistet,
die insbesondere begünstigt, dass rollfähiges Kühlgut, wie beispielsweise Flaschen
liegend in den konkaven Oberflächenabschnitt eingelegt werden können, ohne dass die
Gefahr besteht, dass sie während des Einlegens an einem Überstand des Haltemittels
anstoßen.
[0010] In einer Ausführung kann das Haltemittel einen Halteabschnitt zum Umgreifen, insbesondere
kraft- und/oder reibschlüssigen Umgreifen einer Kante des Fachbodens aufweisen. Durch
das Umgreifen der Kante des Fachbodens ist der Kühlgutträger als solches formschlüssig
an dem Fachboden gehalten. Um ein Abrutschen des Halteabschnitts von der Kante des
Fachbodens zu verhindern oder zu erschweren, dient das erfindungsgemäße kraft- und/oder
reibschlüssigen Umgreifen der Kante des Fachbodens. Der Halteabschnitt kann insoweit
eine rutschhindernde Oberflächenstruktur aufweisen, aus einem rutschfesten Material
hergestellt sein, oder eine aus rutschfestem Material bestehende Beschichtung aufweisen.
[0011] In einer Weiterbildung der Erfindung kann der Halteabschnitt eine Nut mit zwei aufeinander
zuweisenden Wandabschnitten aufweisen, die einen Aufnahmespalt für die Kante des Fachbodens
begrenzen. Die Form und Größe der Nut kann dabei an die Form und Größe der Kante des
Fachbodens angepasst sein bzw. unter Bildung einer gewünschten Passung der Form und
Größe der Kante des Fachbodens entsprechen. Statt eins einzigen Halteabschnitts können
auch zwei oder mehrere Halteabschnitte an einem erfindungsgemäßen Kühlgutträger vorgesehen
sein. Der Halteabschnitt kann sich prinzipiell über die gesamte Breite des Kühlgutträgers
erstrecken, aber auch, insbesondere im Falle von zwei oder mehrere Halteabschnitten,
sich nur über einen Teil der gesamten Breite des Kühlgutträgers erstrecken. So können
zwei oder mehrere Halteabschnitte auch in Art von Armen ausgebildet sein, die beispielsweise
nur an den beiden Enden des Kühlgutträgers angeordnet sind.
[0012] Mit anderen Worten kann der Kühlgutträger eine Flaschenablage für ein Kältegerät
bilden, mit einer eine oberseitige Aussparung aufweisenden Platte und einem an einem
Rand der Platte angeformten und zu einer Unterseite der Platte hin offenen Haken.
Der Haken dient zur Fixierung der Flaschenablage an einem Fachboden, wobei die Platte
der Flaschenablage auf dem Fachboden aufliegt. Die oberseitige Aussparung der Platte
der Flaschenablage bewirkt eine Lagefixierung einer darauf liegenden Flasche.
[0013] Eine ausreichende Fixierung einer Flasche ist schon mit einem konkaven Oberflächenabschnitt
bzw. mit einer wenige Millimeter tiefen und wenige Zentimeter breiten Aussparung erreichbar,
auch wenn der Durchmesser der Flasche wesentlich größer ist.
[0014] In allen Ausführungen kann das Haltemittel zum variablen Aufstecken auf Kanten von
Fachböden unterschiedlicher Dicke mit einem verstellbaren und/oder federelastischen
Halteabschnitt, insbesondere mit federelastischen, die Kanten umgreifenden Schenkeln
ausgebildet sein. In der Ausführung des Haltemittels mit einem verstellbaren Halteabschnitt
kann das Haltemittel insbesondere mehrteilig ausgeführt sein und beispielsweise ein
zwischen zwei Teilen des Haltemittels gebildeten Spalt oder Nut dadurch verstellbar
sein, dass die beiden Teile in ihren jeweiligen Positionen und/oder Lagen gegeneinander
versetzt oder verstellt werden können. In der Ausführung des Haltemittels mit einem
federelastischen Halteabschnitt kann der Halteabschnitt federvorgespannt an dem Haltemittel,
insbesondere als separates Bauteil gelagert sein. In der Ausführung des Haltemittels
mit einem oder mehreren federelastischen, die Kanten umgreifenden Schenkeln können
die Schenkel einteilig mit dem Haltemittel ausgebildet sein und insbesondere aus einem
Kunststoff hergestellt oder an das Haltemittel angespritzt sein.
[0015] Anders ausgedrückt können der Kühlgutträger bzw. die Platte und das Haltemittel bzw.
der Haken vorzugsweise aus einem Kunststoff spritzgeformt und einteilig verbunden
sein. Bei einem Kontakt zwischen Glas und Kunststoff kommt es dann im Allgemeinen
nicht zu den bei der Berührung von Glas mit Glas auftretenden Knirschgeräuschen.
[0016] In einer weitergebildeten Ausführungsform kann das Haltemittel eine Rastvorrichtung
zum formschlüssigen Verrasten des Kühlgutträgers an dem Fachboden aufweisen. In diesem
Falle kann das Haltemittel, beispielsweise ein Schenkel des Kühlgutträgers eine auf
den Fachboden zuweisende vorspringende Rastnase aufweisen, die einen korrespondierenden
Rücksprung des Fachbodens hintergreift. Der Rücksprung kann durch eine Stufe einer
auf eine Kante des Fachbodens aufgesetzten Abschlussleiste gebildet werden. Durch
eine formschlüssige Verrastung reduziert sich die Gefahr eines unbeabsichtigten Abspringens
des Kühlgutträgers von dem Fachboden.
[0017] Platz sparend kann es sein, wenn der Kühlgutträger bzw. die Platte in ihrer zweiten
Orientierung an der Unterseite des Fachbodens anliegt. Dies kann beispielsweise durch
eine Verrastung des Kühlgutträgers an einer rückwärtigen Kante des Fachbodens erreicht
werden. Dies kann aber auch durch eine geeignete Vorspannung zwischen der Bodenplatte
und der Flaschenablage erreicht werden, wobei ein Anliegen der Platte an der Unterseite
der Bodenplatte dabei auch bei nur einseitiger Verankerung der Flaschenablage an der
Bodenplatte sichergestellt sein kann.
[0018] In einer Variante kann der Kühlgutträger an seinem dem Haltemittel gegenüberliegendem
Ende eine Spanneinrichtung aufweist, zum spielfreien Halten des Kühlgutträgers an
dem Fachboden. Wenn der Kühlgutträger ein Haltemittel aufweist, das mittels einer
Spielpassung beispielsweise an eine Kante des Fachbodens angepasst ist, kann eine
spielfreie Lagerung des Kühlgutträgers an dem Fachboden durch eine erfindungsgemäße
Spanneinrichtung erreicht werden. Durch die Spielpassung des Haltemittels kann der
Kühlgutträger mit geringem Kraftaufwand einfach an den Fachboden angesetzt werden.
Die Spanneinrichtung stellt dann sicher, dass der Kühlgutträger an dem Fachboden nicht
wackelt, kippt oder klappert. Die Spanneinrichtung kann beispielsweise durch ein zum
Haltemittel zusätzliche Abstützung gebildet werden, die sich vorzugsweise an einer
Oberseite oder Unterseite des Fachbodens abstützt.
[0019] Die Spanneinrichtung kann von einem aus der weiteren Oberfläche abstehenden Vorsprung
gebildet werden. Alternativ kann die Spanneinrichtung von einer in Richtung des Fachbodens
hinorientierten Schrägstellung des dem Haltemittel gegenüberliegenden Endes des Kühlgutträgers
gebildet wird. In der Variante als ein aus der weiteren Oberfläche abstehender Vorsprung
kann dieser an einer Oberseite oder Unterseite des Fachbodens anliegen, wobei ein
Grundkörper des Kühlgutträgers federelastisch gebogen wird, so dass eine Vorspannkraft
induziert wird, welche den Kühlgutträger bezüglich des Fachbodens verspannt. In der
anderen Variante als eine in Richtung des Fachbodens hinorientierten Schrägstellung
des dem Haltemittel gegenüberliegenden Endes des Kühlgutträgers weist der Grundkörper
hinsichtlich des Haltemittels eine den Spalt verenge Gestalt auf, dass bei einem Aufstecken
des Haltemittels auf eine Kante des Fachbodens der Grundkörper elastisch aufgebogen
wird, so dass eine Vorspannkraft induziert wird, welche den Kühlgutträger bezüglich
des Fachbodens verspannt.
[0020] Das Haltemittel bzw. der Haken kann somit wenigstens an seiner Innenseite elastisch
verformbar sein, um an einem Fachboden festgeklemmt zu werden.
[0021] In allen Ausführungen kann der konkave Oberflächenabschnitt des Kühlgutträgers zumindest
abschnittsweise oder vollständig mit einer gegenüber einem Grundkörper des Kühlgutträgers
weicheren Oberflächenschicht versehen sein, insbesondere der Grundkörper aus einem
thermoplastischen Kunststoff und die weichere Oberflächenschicht aus einem Elastomerwerkstoff
hergestellt sein.
[0022] Um die Lagerung der Flaschen zusätzlich zu stabilisieren, kann somit an der Oberseite
des Kühlgutträgers bzw. der Platte wenigstens lokal eine Dämpfungsschicht vorgesehen
sein, die weicher als der Kunststoff ist. Indem diese Schicht unter dem Gewicht einer
darauf liegenden Flasche nachgibt, dämpft sie beispielsweise auch schnell eventuelle
Pendelbewegungen der Flasche beispielsweise nach dem Einlegen.
[0023] Die Erfindung betrifft außerdem ein Kältegerät, insbesondere Haushaltskältegerät,
mit einem Kühlgutträger wie beschrieben. Unter einem Kältegerät wird insbesondere
ein Haushaltskältegerät verstanden, also ein Kältegerät das zur Haushaltsführung in
Haushalten oder eventuell auch im Gastronomiebereich eingesetzt wird, und insbesondere
dazu dient Lebensmittel und/oder Getränke in haushaltsüblichen Mengen bei bestimmten
Temperaturen zu lagern, wie beispielsweise ein Kühlschrank, ein Gefrierschrank, eine
Kühlgefrierkombination oder ein Weinlagerschrank. Das Kältegerät, insbesondere Haushaltskältegerät
kann dazu wenigstens einen Fachboden aufweisen. Der erfindungsgemäße Kühlgutträger
kann wie beschrieben an einer Kante des Fachbodens angebracht sein.
[0024] Zusammenfassend dargestellt kann die Erfindung mit anderen Worten aus einem Lagerelement
gebildet werden, das von vorne auf einen Kältegerätefachboden geschoben werden kann
und optional mit einer Rastvorrichtung gesichert werden kann. So können beispielsweise
Flaschen auf Fachböden ohne die Gefahr des Wegrollens gelagert werden. Auch das oft
als unangenehm eingeschätzte Geräusch, das entsteht, wenn Glas auf Glas trifft, kann
so vermieden werden. Das Lagerelement kann nach Umdrehen direkt unter einem Glasfachboden
befestigt und so in Ruhestellung gebracht werden. Das Lagerelement kann dazu auch
von vorne auf eine Glasplatte geschoben werden. Durch eine sehr flache Bauweise kann
der Platzbedarf des Lagerelements minimiert werden. Direkt unter der Glasplatte angebracht,
stört die Vorrichtung auch das Aus- und Einräumen des Kältegerätes im täglichen Gebrauch
nicht. Das Lagerelement kann als einfaches Spritzgussteil ausgebildet werden. Es kann
mit einer flexiblen Rastvorrichtung ausgestattet sein, so dass unterschiedliche Fachbodenfronten
bestückt werden können. Die Auflagefläche für Flaschen kann optional mit weicheren
Kunststoffkomponenten ausgestattet sein, um eine noch stabilere und sicherere Lagerung
zu erreichen. Das gesamte Lagerelement kann mit leichter Vorspannung hergestellt werden,
so dass sich das Lagerelement in beiden Lagen an die Glasplatte orientiert. Ein Vorteil
dieser Lösung kann die schnelle Verfügbarkeit durch einfaches Umstecken des Lagerelements
sein. Der Glasfachboden muss nur soweit leer geräumt werden, wie Platz für Flaschen
benötigt wird. Das Lagerelement kann kostengünstig hergestellt werden und kann einen
hohen Verbrauchernutzen bieten. Außerdem kann es flexibel eingesetzt werden und ist
selbsterklärend.
[0025] Weitere Merkmale und Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von
Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren.
[0026] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Kühlgutträgers, montiert auf
einem abschnittweise gezeigten Fachboden;
- Fig. 2
- einen Schnitt durch den Fachboden und den Kühlgutträger gemäß Fig. 1;
- Fig. 3
- einen vergrößerten Schnitt durch den Fachboden und den Kühlgutträger, montiert in
einer gewendeten Orientierung des Kühlgutträgers;
- Fig. 4
- einen vergrößerten Schnitt durch den Fachboden und den Kühlgutträger in einer zu Fig.
3 alternativen Ausgestaltung.
[0027] Der in Fig. 1 in perspektivischer Ansicht gezeigte Kühlgutträger 1 umfasst im Wesentlichen
einen quaderförmigen flachen Grundkörper 2, der aufliegend auf einem Fachboden 3 dargestellt
ist. Mit dem Grundkörper 2 ist ein Haltemittel 4 verbunden. Das Haltemittel 4 ist
auf eine vordere Kante des Fachbodens 3 aufgesteckt und fungiert so als ein Haken
zur Befestigung des Kühlgutträgers 1. Der Grundkörper 2 und das Haltemittel 4 sind
einteilig aus Kunststoff spritzgeformt. Der Grundkörper 2 bildet einen Schenkel des
Haltemittels 4, und eine Seitenfläche der von dem Haltemittel 4 begrenzten Nut geht
kontinuierlich in die Unterseite des Grundkörpers 2 über.
[0028] Ein zentraler oberseitiger konkaver Oberflächenabschnitt 5 des Grundkörpers 2 kann,
wie in der Figur gezeigt, die Form einer flachen Rinne haben. Eine solche Rinne vermag
sowohl Flaschen stabil zu lagern, deren Radius kleiner ist als der Krümmungsradius
der Rinne, als auch Flaschen mit größerem Radius. Erstere liegen entlang einer Mittellinie
der Rinne auf, letztere entlang ihrer seitlichen Ränder 6.
[0029] Bei Flaschen, deren Radius kleiner ist als der Krümmungsradius der Rinne ist, ist
es nicht ausgeschlossen, dass diese, wenn sie angestoßen worden sind, in der Rinne
hin- und herpendeln. Um eine solche Pendelbewegung zu dämpfen, kann die Rinne mit
einer Polsterung, z.B. in Form von unter dem Gewicht der Flasche nachgiebigen Oberflächenschicht
7 beispielsweise in Form von Streifen insbesondere aus geschlossenporigem Schaumstoff,
versehen sein.
[0030] Abweichend von der Darstellung der Fig. 1 kann der konkave Oberflächenabschnitt 5
auch als eine langgestreckte Öffnung in dem Grundkörper 2 ausgebildet sein. In diesem
Fall sind die Breite der Öffnung und die Dicke des Grundkörpers 2 so aufeinander abgestimmt,
dass eine Flasche von gebräuchlichem Durchmesser auf den seitlichen Rändern des konkaven
Oberflächenabschnitts 5 zu liegen kommt, ohne zwischen den Rändern den Fachboden 3
zu berühren.
[0031] Fig. 2 zeigt einen Längsschnitt durch den Kühlgutträger 1 und den Fachboden 3, an
dem der Kühlgutträger 1 befestigt ist. Man erkennt den konkaven Oberflächenabschnitt
5 und das Haltemittel 4, das reibschlüssig und spielfrei auf den Rand des Fachbodens
3 aufgesteckt ist.
[0032] Wie man leicht sieht, ist das Haltemittel 4 sowohl in der gezeigten Orientierung
als auch in einer gewendeten Orientierung auf den Rand des Fachbodens 3 aufsteckbar,
in der sich der Grundkörper 2 unterhalb des Fachbodens 3 erstreckt. In dieser Orientierung
ist der Kühlgutträger 1 nicht nutzbar, belegt aber praktisch keinen anderweitig nutzbaren
Raum, so dass sie bei Nicht-Gebrauch in der gewendeten Orientierung im Kältegerät
verbleiben kann, ohne dessen Nutzung zu stören.
[0033] Um den Kühlgutträger 1 von unterschiedlicher Stärke sicher und spielfrei klemmen
zu können, hat das Haltemittel 4 in einer zweckmäßigen Weiterbildung den in Fig. 3
gezeigten Aufbau. Ein Schenkel 8 des Haltemittels 4 ist mit einem dem Fachboden 3
zugewandten Vorsprung 9, beispielsweise einer Blattfeder versehen.
[0034] Der Vorsprung 9 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel ein entlang des Haltemittels
4 langgestrecktes Band aus Federstahl oder ein steifen biegsamen Kunststoffs von dessen
Längsrändern 10 wenigstens einer, hier beide, im Schenkel 8 eingefasst sind. Die im
Kontakt mit dem Fachboden 3 flachgedrückte Blattfeder presst den Fachboden 3 gegen
den gegenüberliegenden Schenkel 8 des Haltemittels 4.
[0035] Im in Fig. 3 gezeigten Ausführungsbeispiel geht dieser gegenüber liegende Schenkel
8 in den Grundkörper 2 über, so dass der Grundkörper 2 in Anlage an dem Fachboden
3 gehalten ist.
[0036] Der Grundkörper 2 weist eine großflächige, flache, sich über ihre gesamte Breite
erstreckende Aussparung 11 auf, die bis in die Nut des Haltemittels 4 hineinreicht
und der Blattfeder gegenüberliegt. Innerhalb der Nut schließen sich an die Aussparung
11 eine Schrägfläche 12 und, auf diese folgend, eine zu dem Schenkel 8 parallele Anlagefläche
13 an. In Folge der Aussparung 11 kann beim Aufstecken des Kühlgutträgers 1 auf den
Fachboden 3 die vordere Kante des Fachbodens 3 in die Nut des Haltemittels 4 einrücken,
oder geklemmt werden, bis sie die Schrägfläche 12 berührt und die Blattfeder in Kontakt
mit der Oberseite des Fachbodens 3 kommt. Wenn der Kühlgutträger 1 weiter geschoben
wird, gleitet die Kante des Fachbodens 3 auf der Schrägfläche 12 entlang und gelangt
schließlich auf die Anlagefläche 13, wobei die Blattfeder zunehmend deformiert wird.
Durch den Kontakt mit der Anlagefläche 13 und der Blattfeder wirkt - in der Darstellung
der Fig. 3 - auf den Kühlgutträger 1 ein Drehmoment im Uhrzeigersinn, durch das ein
von dem Haltemittel 4 abgewandtes Ende 14 des Grundkörpers 2 von unten gegen den Fachboden
3 gedrückt wird. Dadurch ist der Platzbedarf des Kühlgutträgers 1 in der Nicht-Gebrauchs-Stellung
minimiert, und es besteht keine Gefahr, dass bei der Handhabung von Kühlgut in einem
Fach unterhalb des Fachbodens 3 der Grundkörper 2 angestoßen wird und der Kühlgutträger
1 herab fällt.
[0037] In Fig. 1 bis 3 ist der Fachboden 3 als eine einteilige Grundkörper, z.B. aus Sicherheitsglas,
von gleich bleibender Stärke dargestellt. Verbreitet sind auch Fachböden 3' vom in
Fig. 4 gezeigten Typ, mit einer in einem Rahmen 15 eingefassten Glasplatte 16, bei
denen die Dicke des Rahmens 15 größer ist als die der Glasplatte 16. Dieses Dickenprofil
bietet die Möglichkeit einer Verrastung des Kühlgutträgers 1, indem z.B., wie in Fig.
4 dargestellt, die Blattfeder, mit 9' bezeichnet, einen im montierten Zustand hinter
eine innere Kante des Rahmens 15 eingreifenden Vorsprung 17 aufweist. Um den beim
Aufstecken und Abziehen des Kühlgutträgers 1 vom Fachboden 3' relativ großen Hub des
Vorsprungs 17 aufzufangen, ist hier die Blattfeder 9' nur an einem ihrer Längsränder
10, dem vom Vorsprung 17 abgewandten, in dem Haltemittel 4 gefasst.
1. Kühlgutträger aufweisend einen konkaven Oberflächenabschnitt (5) zur Lagerung von
rollfähigem Kühlgut und aufweisend eine weitere Oberfläche zum Anliegen an einem Fachboden
(3) eines Kältegeräts, gekennzeichnet durch ein Haltemittel (4), das ausgebildet ist den Kühlgutträger (1) wahlweise mit seinem
konkaven Oberflächenabschnitt (5) nach oben weisend an einer Oberseite des Fachbodens
(3) zu halten oder mit seiner weiteren Oberfläche an einer Unterseite des Fachbodens
(3) anliegend zu halten.
2. Kühlgutträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die weitere Oberfläche an einer dem konkaven Oberflächenabschnitt (5) gegenüberliegenden
Seite des Kühlgutträgers (1) angeordnet ist.
3. Kühlgutträger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Haltemittel (4) einen Halteabschnitt zum Umgreifen, insbesondere kraft- und/oder
reibschlüssigen Umgreifen einer Kante des Fachbodens (3) aufinreist.
4. Kühlgutträger nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Halteabschnitt eine Nut mit zwei aufeinander zuweisenden Wandabschnitten aufweist,
die einen Aufnahmespalt für die Kante des Fachbodens (3) begrenzen.
5. Kühlgutträger nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Haltemittel (4) zum variablen Aufstecken auf Kanten von Fachböden (3) unterschiedlicher
Dicke mit einem verstellbaren und/oder federelastischen Halteabschnitt, insbesondere
mit federelastischen, die Kanten umgreifenden Schenkeln (8) ausgebildet ist.
6. Kühlgutträger nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Haltemittel (4) eine Rastvorrichtung zum formschlüssigen Verrasten des Kühlgutträgers
(1) an dem Fachboden (3) aufweist.
7. Kühlgutträger nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlgutträger (1) an seinem dem Haltemittel (4) gegenüberliegendem Ende eine
Spanneinrichtung aufweist, zum spielfreien Halten des Kühlgutträgers (1) an dem Fachboden
(3).
8. Kühlgutträger nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Spanneinrichtung von einem aus der weiteren Oberfläche abstehenden Vorsprung
(9) oder von einer in Richtung des Fachbodens (3) hinorientierten Schrägstellung des
dem Haltemittel (4) gegenüberliegenden Endes des Kühlgutträgers (1) gebildet wird.
9. Kühlgutträger nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der konkave Oberflächenabschnitt (5) des Kühlgutträgers (1) zumindest abschnittsweise
oder vollständig mit einer gegenüber einem Grundkörper (2) des Kühlgutträgers (1)
weicheren Oberflächenschicht (7) versehen ist, insbesondere der Grundkörper (2) aus
einem thermoplastischen Kunststoff und die weichere Oberflächenschicht (7) aus einem
Elastomerwerkstoff hergestellt ist.
10. Kältegerät, insbesondere Haushaltskältegerät, insbesondere aufweisend einen Fachboden
(3), mit einem Kühlgutträger (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9.
1. Refrigerated goods carrier having a concave surface section (5) for the storage of
refrigerated items capable of rolling, and having a further surface for placement
on a shelf (3) of a refrigeration appliance, characterised by a holding means (4), which is embodied to hold the refrigerated goods carrier (1)
optionally with its concave surface section (5) facing upwards on an upper side of
the shelf (3) or with its further surface abutting an underside of the shelf (3).
2. Refrigerated goods carrier according to claim 1, characterised in that the further surface is arranged on a side of a refrigerated goods carrier (1) opposite
the concave surface section (5).
3. Refrigerated goods carrier according to claim 1 or 2, characterised in that the holding means (4) has a holder section for gripping, in particular for gripping
in a force-and/or friction-fitted manner, an edge of the shelf (3).
4. Refrigerated goods carrier according to claim 3, characterised in that the holder section has a groove with two wall sections facing each other, which delimit
a receiving gap for the edge of the shelf (3).
5. Refrigerated goods carrier according to one of the claims 1 to 4, characterised in that the holding means (4) is embodied for variable mounting on the edges of shelves (3)
of different thicknesses, with an adjustable and/or elastically-sprung holder section,
in particular with elastically-sprung limbs (8) which grip the edges.
6. Refrigerated goods carrier according to one of the claims 1 to 5, characterised in that the holding means (4) has a latching mechanism for form-fitted latching of the refrigerated
goods carrier (1) on the shelf (3).
7. Refrigerated goods carrier according to one of the claims 1 to 6, characterised in that the refrigerated goods carrier (1) has a tensioning device at its end opposite to
the holding means (4), for holding of the refrigerated goods carrier (1) on the shelf
(3) without play.
8. Refrigerated goods carrier according to claim 7, characterised in that the tensioning device is formed by a projection (9) protruding from the further surface
or by a slant of the end of the refrigerated goods carrier (1) opposite to the holding
means (4) oriented in the direction of the shelf (3).
9. Refrigerated goods carrier according to one of the claims 1 to 8, characterised in that the concave surface section (5) of the refrigerated goods carrier (1) is provided
at least in sections or completely with a softer surface layer (7) compared with a
base body (2) of the refrigerated goods carrier (1), in particular the base body (2)
is manufactured from a thermoplastic material and the softer surface coating (7) from
an elastomer material.
10. Refrigeration appliance, in particular a household refrigeration appliance, in particular
having a shelf (3), with a refrigerated goods carrier (1) according to one of the
claims 1 to 9.
1. Support de produits à réfrigérer présentant une section de surface concave (5) pour
le stockage de produits à réfrigérer pouvant rouler et présentant une surface supplémentaire
pour l'application sur un fond de compartiment (3) d'un appareil de réfrigération,
caractérisé par un moyen de maintien (4) qui est réalisé pour maintenir le support de produits à
réfrigérer, au choix avec sa section de surface concave (5) orientée vers le haut
sur un côté supérieur du fond de compartiment (3) ou pour le maintenir de manière
adjacente à un côté inférieur du fond de compartiment (3) avec sa surface supplémentaire.
2. Support de produits à réfrigérer selon la revendication 1, caractérisé en ce que la surface supplémentaire est disposée sur un côté du support de produits à réfrigérer,
opposé à la section de surface concave (5).
3. Support de produits à réfrigérer selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le moyen de maintien (4) présente une section de maintien destinée à saisir un bord
du fond de compartiment (3), notamment par adhérence de force et/ou par frottement.
4. Support de produits à réfrigérer selon la revendication 3, caractérisé en ce que la section de maintien présente une rainure munie de deux sections de paroi tournées
l'une vers l'autre, lesquelles délimitent une fente de logement pour le bord du fond
de compartiment (3).
5. Support de produits à réfrigérer selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que le moyen de maintien (4) est réalisé avec une section de maintien réglable et/ou
élastique pour l'emboîtement variable sur des bords de fonds de compartiment (3) d'épaisseur
différente, notamment avec des côtés (8) élastiques ayant prise autour des bords.
6. Support de produits à réfrigérer selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que le moyen de maintien (4) présente un dispositif d'enclenchement pour l'enclenchement
par adhérence de forme du support de produits à réfrigérer (1) sur le fond de compartiment
(3).
7. Support de produits à réfrigérer selon l'une quelconque des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que le support de produits à réfrigérer (1) présente sur son extrémité opposée au moyen
de maintien (4) un dispositif de serrage pour le maintien sans jeu du support de produits
à réfrigérer (1) sur le fond de compartiment (3).
8. Support de produits à réfrigérer selon la revendication 7, caractérisé en ce que le dispositif de serrage est formé par une saillie (9) dépassant de la surface supplémentaire
ou par une position en biais, orientée en direction du fond de compartiment (3), de
l'extrémité du support de produits à réfrigérer (1), opposée au moyen de maintien
(4).
9. Support de produits à réfrigérer selon l'une quelconque des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce que la section de surface concave (5) du support de produits à réfrigérer (1) est munie
au moins en partie ou complètement d'une couche de surface (7) plus molle par rapport
à un corps de base (2) du support de produits à réfrigérer (1), notamment le corps
de base (2) étant fabriqué à partir d'une matière thermoplastique et la couche de
surface plus molle (7) étant fabriquée à partir d'un matériau élastomère.
10. Appareil frigorifique, notamment appareil frigorifique à usage domestique, présentant
un fond de compartiment (3), muni d'un support de produits à réfrigérer (1) selon
l'une quelconque des revendications 1 à 9.