[0001] Die Erfindung betrifft ein Arbeitsverfahren, im Rahmen dessen
● an einer rechnergesteuerten Schneidmaschine Werkstücke durch Schneiden erzeugt,
insbesondere Blechteile aus einem Blech freigeschnitten werden und
● erzeugte Werkstücke mittels einer rechnergesteuerten Handlingvorrichtung an der
Schneidmaschine aufgenommen werden,
wobei die Schneidmaschine anhand maschinenbezogener Steuerdaten und die Handfingvorrichtung
anhand vorrichtungsbezogener Steuerdaten rechnergesteuert werden.
[0002] Die Erfindung betrifft des Weiteren eine maschinelle Anordnung zur Durchführung des
vorstehenden Arbeitsverfahrens,
● mit einer Schneidmaschine, an welcher Werkstücke durch Schneiden erzeugt, insbesondere
Blechteile aus einem Blech freigeschnitten werden und die eine numerische Steuereinheit
aufweist, in welcher maschinenbezogene Steuerdaten zur Steuerung der Schneidmaschine
hinterlegt sind sowie
● mit einer Handlingvorrichtung, welche erzeugte Werkstücke an der Schneidmaschine
aufnimmt und die eine numerische Steuereinheit aufweist, in welcher vorrichtungsbezogene
Steuerdaten zur Steuerung der Handlingvorrichtung hinterlegt sind.
[0003] Ein Arbeitsverfahren sowie eine maschinelle Anordnung der vorgenannten Art sind bekannt
aus
WO 2010/144517 A2. Im Falle des Standes der Technik werden an einer ersten Bearbeitungseinrichtung,
die beispielsweise als Schere oder als Stanzmaschine ausgeführt sein kann, Blechteile
aus einem Coil erzeugt. Von einer als mehrachsiger Industrieroboter ausgebildeten
Handlingvorrichtung werden die erzeugten Blechteile an der ersten Bearbeitungseinrichtung
aufgenommen und zu einer zweiten Bearbeitungseinrichtung, beispielsweise einer Schweißmaschine,
transferiert. Die maschinellen Komponenten der vorbekannten Anlage werden aufeinander
abgestimmt betrieben und sind zu diesem Zweck rechnergesteuert. Details der Rechnersteuerung
sind in
WO 2010/144517 A2 nicht offenbart. In vergleichbaren, aus der Praxis bekannten Fällen sind in eine
übergeordnete Rechnersteuerung der Gesamtanlage Steuerungsbausteine für die einzelnen
Anlagenkomponenten integriert. Jeder der Steuerungsbausteine wird separat programmiert.
Die Programmierung der Handlingvorrichtung erfolgt dabei überlicherweise durch Teach-in
oder offline.
[0004] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Arbeitsverfahren sowie
eine maschinelle Anordnung zur Durchführung des Arbeitsverfahrens bereitzustellen,
deren Integrationsgrad gegenüber dem Stand der Technik erhöht ist.
[0005] Erfindungsgemäß gelöst wird diese Aufgabe durch das Arbeitsverfahren nach Patentanspruch
1 sowie die maschinelle Anordnung nach Patentanspruch 8.
[0006] Im Falle der Erfindung sind demnach der Schneidprozess und der anschließende Handlingvorgang
sowie die zur Durchführung dieser Verfahrensschritte vorgesehenen maschinellen Einrichtungen
auf der Steuerungsseite eng miteinander verkettet. Die numerische Steuerung der Handlingvorrichtung
nutzt handlingrelevante Steuerdaten, die an der Schneidmaschine zur Verfügung stehen.
Zum einen reduziert sich dadurch der Aufwand für die Programmierung der numerischen
Steuereinheit der Handlingvorrichtung. Gleichzeitig ist die Rechnersteuerung der Handlingvorrichtung
aufgrund der Nutzung derselben Datenbasis optimal auf die Rechnersteuerung der Schneidmaschine
abgestimmt. Der Datentransfer zwischen der Schneidmaschine und der Handlingvorrichtung
kann online, vorzugsweise im laufenden Prozess, aber auch offline erfolgen. Aufgrund
der steuerungsbezogenen Kommunikation der Handlingvorrichtung mit der Schneidmaschine
kann die Handlingvorrichtung frühzeitig, insbesondere noch vor Beendigung der schneidenden
Werkstückbearbeitung, auf die zu lösende Handlingaufgabe vorbereitet werden. Die enge
Abstimmung der Handlingvorrichtung und des von dieser übernommenen Handlingvorganges
auf die Schneidmaschine und den an dieser durchgeführten Schneidprozess bewirkt, dass
sich die hohe Produktivität der schneidenden Werkstückbearbeitung, die an modernen
Werkzeugmaschinen erzielt werden kann, auf den anschließenden Handlingvorgang überträgt.
Daraus resultiert eine hohe Produktivität des gesamten Arbeitsverfahrens bzw. der
gesamten maschinellen Anordnung.
[0007] Besondere Ausführungsarten des Arbeitsverfahrens nach Patentanspruch 1 sowie der
maschinellen Anordnung nach Patentanspruch 8 ergeben sich aus den abhängigen Patentansprüchen
2 bis 7 und 9 bis 15.
[0008] Im Falle des erfindungsgemäßen Arbeitsverfahrens nach Patentanspruch 2 werden für
die Programmierung der Rechnersteuerung der Handlingvorrichtung Steuerdaten der Rechnersteuerung
für die Schneidmaschine genutzt, welche die Lage von aufzunehmenden Werkstücken an
der Schneidmaschine betreffen. Die Nutzung dieser maschinenbezogenen Steuerdaten versetzt
die Handlingvorrichtung in die Lage, Werkstücke, die an der Schneidmaschine erzeugt
worden sind, funktionssicher aufzufinden und aufzunehmen. In bevorzugter Ausgestaltung
des erfindungsgemäßen Verfahrens werden anhand handlingrelevanter maschinenbezogener
Steuerdaten, beispielsweise anhand von Steuerdaten, welche die Lage von aufzunehmenden
Werkstücken an der Schneidmaschine betreffen, Steuerdaten für die Handlingvorrichtung
generiert, aufgrund derer die Reichweite der Handlingvorrichtung eingestellt wird
(Patentanspruch 5). Eine konstruktive Möglichkeit zur Einstellung der Reichweite der
Handlingvorrichtung besteht beispielsweise an Handlingvorrichtungen, deren Handlingeinheit
an einem teleskopierbaren Ausleger angebracht ist. Umfasst die Handlingvorrichtung
eine Grundstruktur sowie eine mittels der Grundstruktur im Raum bewegbare und relativ
zu der Grundstruktur positionierbare Handlingeinheit zur Fixierung der an der Schneidmaschine
erzeugten Werkstücke, so kann in vorteilhafter Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
maschinellen Anordnung die Einstellung der Position der Handlingeinheit gegenüber
der Grundstruktur der Handlingvorrichtung mithilfe von vorrichtungsbezogenen Daten
gesteuert werden, die anhand derjenigen Steuerdaten für die Rechnersteuerung der Schneidmaschine
erzeugt worden sind, welche die Lage von aufzunehmenden Werkstücken an der Schneidmaschine
betreffen (Patentanspruch 9).
[0009] Als weitere handlingrelevante Steuerdaten der Rechnersteuerung für die Schneidmaschine
werden erfindungsgemäß für die Programmierung der Rechnersteuerung der Handlingvorrichtung
maschinenbezogene Steuerdaten genutzt, welche die Geometrie und/oder das Gewicht und/oder
den Werkstoff und/oder die Oberflächenbeschaffenheit von an der Schneidmaschine aufzunehmenden
Werkstücken betreffen (Patentansprüche 3, 4). Insbesondere anhand derartiger maschinenbezogener
Steuerdaten werden in weiterer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens vorrichtungsbezogene
Steuerdaten generiert, aufgrund derer für die Handlingvorrichtung eine für den betreffenden
Anwendungsfall besonders zweckmäßige Handlingeinheit ausgewählt wird (Patentanspruch
6). Dabei werden die maschinenbezogenen Steuerdaten insbesondere zur Programmierung
einer bevorzugten Bauart der erfindungsgemäßen maschinellen Anordnung genutzt, die
eine Handlingvorrichtung mit einer an einer Grundstruktur lösbar angebrachten Handlingeinheit
aufweist (Patentanspruch 10). Auf der Grundlage der maschinenbezogenen Steuerdaten
wird die numerische Steuereinheit der Handlingvorrichtung derart programmiert, dass
für die Handlingvorrichtung aus einer Mehrzahl von Handlingeinheiten diejenige Handlingeinheit
ausgewählt wird, die sich für die Handhabung von Werkstücken mit der betreffenden
Geometrie und/oder mit dem betreffenden Gewicht und/oder aus dem betreffenden Werkstoff
und/oder mit der betreffenden Oberflächenbeschaffenheit besonders eignet. Ist als
Werkstück beispielsweise ein Lochblech zu handhaben, so wird für die Handlingvorrichtung
eine Handlingeinheit ausgewählt, die aufgrund ihrer Bauweise das Werkstück ungeachtet
der Lochung sicher fixieren kann. Als Handlingeinheiten für derartige Anwendungsfälle
kommen beispielsweise Magnetgreifer oder unter Berücksichtigung der Lochung konfigurierte
Saugerstrukturen in Frage. Besitzen die zu handhabenden Werkstücke ein hohes Gewicht,
so wird aus den zur Verfügung stehenden Handlingeinheiten eine entsprechend tragfähige
Handlingeinheit ausgewählt. Der Werkstoff und/oder die Oberflächenbeschaffenheit der
zu handhabenden Werkstücke kann beispielsweise eine besonders schonende Werkstückhandhabung
und den Einsatz einer hierfür geeigneten Handlingeinheit erforderlich machen.
[0010] In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist die numerische Steuereinheit der Handlingvorrichtung
auf der Grundlage maschinenbezagener Steuerdaten derart programmiert, dass sie die
Handlingeinheit anwendungsbezogen selbst konfiguriert. Beispielsweise kann die Handlingeinheit
eine Tragstruktur aufweisen, die sich variabel mit Halteorganen, beispielsweise Tragsaugern,
versehen lässt. Zur Selbstkonfigurierung wählt die Handlingvorrichtung auf der Grundlage
der von der numerischen Steuereinheit der Schneidmaschine übernommenen maschinenbezogenen
Steuerdaten eigenständig beispielsweise die für den jeweiligen Anwendungsfall geeignete
Bauart und/oder geometrische Anordnung der Halteorgane. Besonders zweckmäßig sind
in diesem Zusammenhang Handlingeinheiten mit Tragstrukturen, an denen die Halteorgane
mittels Schnellkupplungen selbsttätig angebracht werden können.
[0011] In weiterer bevorzugter Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Arbeitsverfahrens werden
von der rechnergesteuerten Handlingvorrichtung Werkstücke, die an der Schneidmaschine
aufgenommen worden sind, an einer Lagerstelle abgelegt und/oder zu einer nachgeordnete
Arbeitsstation transferiert (Patentanspruch 7). In diesem Fall können auch Verfahrensabläufe,
die sich an die Aufnahme von Werkstücken an der Schneidmaschine anschließen, von der
hohen Produktivität der Werkstückerzeugung und des Werkstückhandlings an der Schneidmaschine
profitieren. Im Fall einer für die Praxis besonders relevanten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen maschinellen Anordnung ist der Handlingvorrichtung im Verfahrensablauf
eine Arbeitsstation, insbesondere eine Biegestation, nachgeordnet (Patentanspruch
15).
[0012] Als Schneidmaschine weist die erfindungsgemäße maschinelle Anordnung vorzugsweise
eine Laser-Flachbettmaschine und/oder eine Kombimaschine mit einer Stanzvorrichtung
sowie mit einer Laserschneideinrichtung auf (Patentanspruch 14).
[0013] Im Interesse einer optimalen Funktionssicherheit ist in weiterer Ausgestaltung der
erfindungsgemäßen maschinellen Anordnung für die numerische Steuereinheit der Handlingvorrichtung
eine Korrektureinrichtung vorgesehen (Patentanspruch 11). Die Korrektureinrichtung
umfasst eine Aufnahmeeinheit sowie eine Auswerteeinheit, wobei mittels der Aufnahmeeinheit
die handlingrelevanten Eigenschaften der von der Handlingvorrichtung an der Schneidmaschine
aufzunehmenden Werkstücke erfasst werden können und wobei mittels der Auswerteeinheit
die in der numerischen Steuereinheit der Handlingvorrichtung hinterlegten und auf
maschinenbezogene Steuerdaten zurückgehenden vorrichtungsbezogenen Steuerdaten mit
dem Erfassungsergebnis vergleichbar sind. Stellt die Auswerteeinheit eine Diskrepanz
zwischen den in der numerischen Steuereinheit der Handlingvorrichtung hinterlegten
und auf maschinenbezogenen Steuerdaten basierenden vorrichtungsbezogenen Steuerdaten
einerseits und dem Ergebnis der Erfassung der handlingrelevanten Eigenschaften der
aufzunehmenden Werkstücke andererseits fest, so korrigiert die Auswerteeinheit die
in der numerischen Steuereinheit der Handlingvorrichtung hinterlegten vorrichtungsbezogenen
Steuerdaten entsprechend.
[0014] Im Interesse einfacher konstruktiver Verhältnisse ist die Aufnahmeeinheit der Korrektureinrichtung
für die Rechnersteuerung der Handlingvorrichtung an einer Handlingeinheit der Handlingvorrichtung
angeordnet und gemeinsam mit der Handlingeinheit im Raum bewegbar (Patentanspruch
12).
[0015] In weiterer bevorzugter Ausgestaltung der erfindungsgemäßen maschinellen Anordnung
ist als Aufnahmeeinheit der Korrektureinrichtung für die Rechnersteuerung der Handlingvorrichtung
eine Kamera vorgesehen, die an der Handlingeinheit der Handlingvorrichtung derart
angebracht ist, dass sie ihre Funktionsstellung einnimmt, wenn die Handlingeinheit
gegenüber einem an der Schneidmaschine aufzunehmenden Werkstück entsprechend ihrer
Funktionsstellung ausgerichtet ist (Patentanspruch 13). Auf diese Art und Weise kann
die mittels der Kamera vorgenommene Erfassung der handlingrelevanten Eigenschaften
der Werkstücke an der Schneidmaschine unmittelbar in den Handlingprozess integriert
werden. Bevorzugt wird eine Kamerabauart, die wie beispielsweise eine Doppelkamera
oder eine 3D-Kamera eine erweiterte Lageerkennung ermöglicht und die es insbesondere
gestattet, eine Verkippung von aufzunehmenden Werkstücken zu erkennen und die aufzunehmenden
Werkstücke von einem sie umgebenden Restgitter zu unterscheiden.
[0016] Nachfolgend wird die Erfindung anhand beispielhafter schematischer Darstellungen
näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine maschinelle Anordnung für die Blechbearbeitung unter anderem mit einer Handlingvorrichtung
und
- Figur 2
- die Handlingvorrichtung gemäß Figur 1 beim Wechseln einer Handlingeinheit.
[0017] Gemäß Figur 1 umfasst eine maschinelle Anordnung 1 für die Blechbearbeitung als Schneidmaschinen
eine Kombimaschine 2 sowie eine Laser-Flachbettmaschine 3. Weitere Komponenten der
maschinellen Anordnung 1 sind eine Arbeitsstation in Form einer Biegemaschine 4 sowie
eine Handlingvorrichtung 5.
[0018] Wie üblich weist die Kombimaschine 2 eine Stanzvorrichtung 6 sowie eine Laserschneideinrichtung
7 auf. Eine numerische Steuereinheit 8 der Kombimaschine 2 ist in Figur 1 angedeutet.
Eine Werkstückauflage 9 der Kombimaschine 2 lagert Rohbleche während der schneidenden
Blechbearbeitung.
[0019] In dem gezeigten Beispielsfall erzeugt die Kombimaschine 2 durch schneidende Bearbeitung
von Rohblechen Werkstücke dreier unterschiedlicher Kategorien, nämlich Werkstücke
I, Werkstücke II und Werkstücke IV. Diese unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Geometrie,
ihres Gewichts sowie hinsichtlich der Lage, die sie nach Abschluss der schneidenden
Rohblechbearbeitung auf der Werkstückauflage 9 der Kombimaschine 2 einnehmen. Maschinenbezogene
Steuerdaten, die unter anderem die drei genannten Parameter betreffen, sind in der
numerischen Steuereinheit 8 der Kombimaschine 2 hinterlegt.
[0020] Die Laser-Flachbettmaschine 3 besitzt in gewohnter Weise eine Einhausung 10, die
einen Arbeitsraum 11 begrenzt, Im Innern des Arbeitsraumes 11 ist ein Laserschneidkopf
12 längs eines Partalträgers 13 beweglich, der seinerseits senkrecht zu seiner Längsrichtung
verfährt. Mittels des Laserschneidkopfs 12 werden im Innern des Arbeitsraumes 11 der
Laser-Flachbettmaschine 3 Rohbleche schneidend bearbeitet. Die wesentlichen Funktionen
der Laser-Flachbettmaschine 3 werden mittels einer numerischen Steuereinheit 14 gesteuert.
[0021] Ebenso wie an der Kombimaschine 2 werden in dem vorliegend Beispielsfall auch an
der Laser-Flachbettmaschine 3 Werkstücke I und Werkstücke II aus Rohblechen freigeschnitten.
Als dritte Werkstückkategorie erzeugt die Laser-Flachbettmaschine 3 Werkstücke III.
Die Werkstücke I, II, III unterscheiden sich in ihrer Geometrie, ihrem Gewicht sowie
in der Lage, die sie nach der Rohblechbearbeitung auf einer Palette 15 eines der Laser-Flachbettmaschine
3 zugehörigen Palettenwechslers 16 einnehmen. Maschinenbezogene Steuerdaten, welche
die drei genannten Parameter betreffen, sind in der numerischen Steuereinheit 14 der
Laser-Flachbettmaschine 3 hinterlegt.
[0022] Zwischen der Kombimaschine 2 und der Laser-Flachbettmaschine 3 ist die Handlingvorrichtung
5 angeordnet. Bei der Handlingvorrichtung 5 handelt es sich um einen mehrachsigen
Industrieroboter, der motorisch angetrieben an Führungsschienen 17 verfahren kann.
[0023] Wie insbesondere in Figur 2 erkennbar ist, besitzt die Handlingvorrichtung 5 eine
Grundstruktur 18 mit einer an den Führungsschienen 17 gelagerten Basis 19 sowie mit
Schwenkarmen 20, 21, 22 die relativ zueinander schwenkbeweglich sind. Der Schwenkarm
22 ist an seinem von dem Schwenkarm 21 abliegenden Ende mit einer Handlingeinheit
23.1 versehen. Die Handlingeinheit 23.1 ist mittels einer Schnellkupplung lösbar an
dem Schwenkarm 22 befestigt. Als Alternativen zu der Handlingeinheit 23.1 zeigt Figur
2 eine Handlingeinheit 23.2 sowie eine Handlingeinheit 23.3.
[0024] Die Handlingeinheiten 23.1, 23.2, 23.3 weisen Tragrahmen 24.1, 24.2, 24.3 auf. An
dem Tragrahmen 24.1 der Handlingeinheit 23.1 sind mittels lösbarer Schnellkupplungen
Tragsauger 25.1 montiert. Entsprechend sind die Handlingeinheit 23.2 mit Tragsaugern
25.2 und die Handlingeinheit 23.3 mit Tragsaugern 25.3 versehen. Die Handlingeinheiten
23.1, 23.2, 23.3 unterscheiden sich durch ihre Tragfähigkeit sowie in ihrer durch
die Anordnung der Tragsauger 25.1, 25.2, 25.3 bedingten Haltegeometrie.
[0025] Die Funktionen der Handlingvorrichtung 5 werden durch eine numerische Steuereinheit
26 anhand vorrichtungsbezogener Steuerdaten gesteuert. In die numerische Steuereinheit
26 der Handlingvorrichtung 5 integriert ist eine Auswerteeinheit 27 einer Korrektureinrichtung
28.
[0026] Zusätzlich zu der Auswerteeinheit 27 umfasst die Korrektureinrichtung 28 eine Aufnahmeeinheit
29, die an dem Schwenkarm 22 der Handlingvorrichtung 5 angebracht und über diesen
mit der an dem Schwenkarm 22 vorgesehenen Handlingeinheit 23.1 verbunden ist. Bei
der Aufnahmeeinheit 29 handelt es sich in dem gezeigten Beispielsfall um eine Kamera
mit einer in Figur 2 strichpunktiert angedeuteten Aufnahmerichtung.
[0027] Aufgrund der Anordnung zwischen der Kombimaschine 2 und der Laser-Flachbettmaschine
3 sowie aufgrund der Bewegungsmöglichkeiten der an der Grundstruktur 18 angebrachten
Handlingeinheit 23.1, 23.2, 23.3 kann die Handlingvorrichtung 5 sowohl auf die Werkstückauflage
9 der Kombimaschine 2 als auch auf die Palette 15 des Palettenwechslers 16 der Laser-Flachbettmaschine
3 zugreifen.
[0028] Figur 1 zeigt die maschinelle Anordnung 1, nachdem die Handlingvorrichtung 5 ein
Werkstück II von der Palette 15 des Palettenwechslers 16 aufgenommen hat. Das Werkstück
II ist zuvor im Innern des Arbeitsraumes 11 der Laser-Flachbettmaschine 3 aus einem
Rohblech freigeschnitten worden.
[0029] Rechtzeitig vor Beendigung der schneidenden Rohblechbearbeitung sind von der numerischen
Steuereinheit 14 der Laser-Flachbettmaschine 3 dort hinterlegten handlingrelevante
maschinenbezogene Steuerdaten an die numerische Steuereinheit 26 der Handlingvorrichtung
5 transferiert worden. In dem gezeigten Beispielsfall wurden maschinenbezogene Steuerdaten
übermittelt, welche die Geometrie, das Gewicht und die Lage des von der Handlingvorrichtung
5 nach Beendigung der schneidenden Blechbearbeitung aufzunehmenden Werkstückes II
an der Laser-Flachbettmaschine 3 bzw. dem Palettenwechsler 16 betreffen. Anhand der
transferierten maschinenbezogenen Steuerdaten wurden von der numerischen Steuereinheit
26 der Handlingvorrichtung 5 für deren Steuerung vorgesehene vorrichtungsbezogene
Steuerdaten generiert. Aufgrund der damit verbundenen Programmierung der Rechnersteuerung
26 ist die Handlingvorrichtung 5 zunächst in die in Figur 1 nicht dargestellte Wechselposition
gemäß Figur 2 verfahren. Ausweislich Figur 2 war zu diesem Zeitpunkt noch die Handlingeinheit
23.1 an der Grundstruktur 18 der Handlingvorrichtung 5 montiert. Diese wurde dann
gegen die tragfähigere und auf die Geometrie von Werkstücken der Kategorie II abgestimmte
Handlingeinheit 23.2 ausgetauscht. Anschließend bewegte sich die Handlingvorrichtung
5 aus der Wechselposition in eine Aufnahmeposition vor dem Palettenwechsler 16.
[0030] Nach Beendigung der schneidenden Rohblechbearbeitung und der automatisierten Abfuhr
der erzeugten Werkstücke aus dem Arbeitsraum 11 der Laser-Flachbettmaschine 3 auf
den Palettenwechsler 16 wurde die Handlingeinheit 23.2 durch entsprechend gesteuerte
Bewegungen der Schwenkarme 20, 21, 22 der Handlingvorrichtung 5 mit den Tragsaugern
25.2 auf die Oberseite des auf der Palette 15 aufliegenden Werkstücks II aufgesetzt.
Durch Anlegen eines Unterdruckes an die Tragsauger 25.2 wurden diese aktiviert und
das Werkstück II wurde an der Handlingeinheit 23.2 fixiert. Gemeinsam mit dem daran
festgelegten Werkstück II wurden die Schwenkarme 20, 21, 22 der Handlingvorrichtung
5 schließlich in die Stellung gemäß Figur 1 geschwenkt.
[0031] Beim Verfahren der Handlingvorrichtung 5 in die Aufnahmeposition sowie bei dem anschließenden
Anlegen der Handlingeinheit 23.2 an das Werkstück II wurde die Handlingvorrichtung
5 anhand vorrichtungsbezogender Steuerdaten gesteuert. Diese vorrichtungsbezogenen
Steuerdaten waren zuvor aus maschinenbezogenen Steuerdaten generiert worden, die ihrerseits
die Lage des Werkstückes II auf der Palette 15 betrafen.
[0032] Die Aufnahme des auf der Palette 15 bereitliegenden Werkstückes II wurde durch die
Korrektureinrichtung 28 überwacht. Sobald die Handlingeinheit 23.2 gegenüber dem aufzunehmenden
Werkstück II derart ausgerichtet war, dass das Werkstück II der Aufnahmeeinheit 29
bzw. der betreffenden Kamera in deren Aufnahmerichtung gegenüberlag, wurde von der
Aufnahmeeinheit 29 die tatsächliche Lage des Werkstückes II erfasst. Die auf diese
Art und Weise gewonnene Lageinformation wurde mittels der Auswerteeinheit 27 der Korrektureinrichtung
28 gegen die in der numerischen Steuereinheit 26 der Handlingvorrichtung 5 hinterlegte
und auf maschinenbezogene Steuerdaten der Laser-Flachbettmaschine 3 zurückgehende
Lageinformation abgeglichen. Im vorliegenden Fall wurde dabei keine Abweichung der
tatsächlichen von der in der numerischen Steuereinheit 26 der Handlingvorrichtung
5 hinterlegten Werkstückposition festgestellt. Die Werkstückaufnahme an der Palette
15 konnte daher unmittelbar anhand der in der numerischen Steuereinheit 26 der Handlingvorrichtung
5 hinterlegten vorrichtungsbezogenen Steuerdaten durchgeführt werden. Wäre eine Abweichung
der tatsächlichen von der in der numerischen Steuereinheit 26 der Handlingvorrichtung
5 hinterlegten Werkstückposition festgestellt worden, so hätten die betreffenden vorrichtungsbezogenen
Steuerdaten in der numerischen Steuereinheit 26 der Handlingvorrichtung 5 entsprechend
modifiziert werden müssen.
[0033] Auf die vorstehend beschriebene Art und Weise kann die Handlingvorrichtung 5 auch
Werkstücke I, III von der Palette 15 des Palettenwechslers 16 oder Werkstücke I, II,
IV von der Werkstückauflage 9 der Kombimaschine 2 aufnehmen. Der dem Werkstückhandling
an der Kombimaschine 2 bzw. der Laser-Flachbettmaschine 3 vorausgehende Datentransfer
von den numerischen Steuereinheiten 8, 14 zu der numerischen Steuereinheit 26 ist
in Figur 1 schematisch dargestellt.
[0034] Zusätzlich zu den vorrichtungsbezogenen Steuerdaten für das Werkstückhandling an
der Kombimaschine 2 bzw. an der Laser-Flachbettmaschine 3 generiert die numerische
Steuereinheit 26 der Handlingvorrichtung 5 anhand der von der numerischen Steuereinheit
8 der Kombimaschine 2 bzw. der von der numerischen Steuereinheit 14 der Laser-Flachbettmaschine
3 transferierten maschinenbezogenen Steuerdaten weitere vorrichtungsbezogene Steuerdaten.
Diese weiteren vorrichtungsbezogenen Steuerdaten dienen zur Steuerung der Handlingvorrichtung
5 im Anschluss an die in Figur 1 gezeigte Aufnahme des Werkstückes II.
[0035] Denkbar ist die Erzeugung vorrichtungsbezogener Steuerdaten für eine Steuerung der
Handlingvorrichtung 5 dergestalt, dass das aufgenommene Werkstück II unmittelbar zu
der Biegemaschine 4 transferiert wird, wo dann eine biegende Bearbeitung des Werkstückes
II erfolgt. In diesem Fall können die von der Kombimaschine 2 oder der Laser-Flachbettmaschine
3 übernommenen Datensätze um Steuerdaten ergänzt werden, welche das Handling des Werkstückes
II während und nach dem Biegeprozess betreffen. Dabei lassen sich insbesondere Biegeparameter
oder sich an das Biegen anschließende Verfahrensschritte berücksichtigen. Als zu berücksichtigende
Biegeparameter kommen beispielsweise Abkantlängen oder Randabstände zu erstellender
Abkantungen in Frage. Im Rahmen von Verfahrensschritten, die sich an den Biegevorgang
anschließen, können fertig gebogene Werkstücke beispielsweise sortiert an hierfür
vorgesehenen Stellen abgelegt werden.
[0036] Alternativ kann die numerische Steuereinheit 26 der Handlingvorrichtung 5 derart
programmiert werden, dass die Handlingvorrichtung 5 das aufgenommene Werkstück II
an einer Lagerstelle, im Einzelnen auf einer von insgesamt drei für Werkstücke der
Kategorie II bestimmten Lagerpaletten 30, ablegt. Bei entsprechender Programmierung
der numerischen Steuereinheit 26 verbleibt das Werkstück II auf der Lagerpalette 30
und wird von dort beispielsweise mittels eines Hubstaplers abgeführt oder das Werkstück
II wird auf der Lagerpalette 30 im Rahmen des Verfahrensablaufs lediglich zwischengelagert
und zu einem späteren Zeitpunkt von der Handlingvorrichtung 5 wieder aufgenommen und
zur biegenden Bearbeitung an die Biegemaschine 4 transportiert. In jedem Fall werden
die Werkstücke II auf der zugeordneten Palette 30 lagerichtig deponiert. Ein geordnetes
Stapeln mehrerer Werkstücke II ist möglich.
[0037] Entsprechend kann die Handlingvorrichtung 5 mit Werkstücken der Kategorien I, III
und IV verfahren. Für die Werkstücke I, III, IV sind als Lagerstellen Paletten 31
(Werkstücke I), Paletten 32 (Werkstücke III) und Paletten 33 (Werkstücke IV) vorgesehen.
[0038] Zusätzlich zum Handling der Werkstücke I, II, III, IV kann die Handlingvorrichtung
5 auch die Beschickung der Kombimaschine 2 und der Laser-Flachbettmaschine 3 mit Rohblechen
sowie das Ein- und Auswechseln von Stanzwerkzeugen und Laserdüsen sowie Laserschneidköpfen
an der Kombimaschine 2 bzw. der Laser-Flachbettmaschine 3 übernehmen.
1. Arbeitsverfahren, im Rahmen dessen
● an einer rechnergesteuerten Schneidmaschine (2, 3) Werkstücke (I, II, III, IV) durch
Schneiden erzeugt, insbesondere Blechteile aus einem Blech freigeschnitten werden
und
● erzeugte Werkstücke (I, II, III, IV) mittels einer rechnergesteuerten Handlingvorrichtung
(5) an der Schneidmaschine (2, 3) aufgenommen werden,
wobei die Schneidmaschine (2, 3) anhand maschinenbezogener Steuerdaten und die Handlingvorrichtung
(5) anhand vorrichtungsbezogener Steuerdaten rechnergesteuert werden, dadurch gekennzeichnet, dass vorrichtungsbezogene Steuerdaten der Rechnersteuerung der Handlingvorrichtung (5)
anhand handlingrelevanter maschinenbezogener Steuerdaten für die Rechnersteuerung
der Schneidmaschine (2, 3) generiert werden.
2. Arbeitsverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vorrichtungsbezogene Steuerdaten der Rechnersteuerung der Handlingvorrichtung (5)
anhand maschinenbezogener Steuerdaten generiert werden, welche die Lage von aufzunehmenden
Werkstücken (I, II, III, IV) an der Schneidmaschine (2, 3) betreffen.
3. Arbeitsverfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass vorrichtungsbezogene Steuerdaten der Rechnersteuerung der Handlingvorrichtung (5)
anhand maschinenbezogener Steuerdaten generiert werden, welche die Geometrie und/oder
das Gewicht von an der Schneidmaschine (2, 3) aufzunehmenden Werkstücken (I, II, III,
IV) betreffen.
4. Arbeitsverfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass vorrichtungsbezogene Steuerdaten der Rechnersteuerung der Handlingvorrichtung (5)
anhand maschinenbezogener Steuerdaten generiert werden, welche den Werkstoff und/oder
die Oberflächenbeschaffenheit von an der Schneidmaschine (2, 3) aufzunehmenden Werkstücken
(I, II, III, IV) betreffen.
5. Arbeitsverfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass anhand handlingrelevanter maschinenbezogener Steuerdaten vorrichtungsbezogene Steuerdaten
generiert werden, aufgrund derer die Reichweite der Handlingvorrichtung (5) eingestellt
wird.
6. Arbeitsverfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass anhand handlingrelevanter maschinenbezogener Steuerdaten vorrichtungsbezogene Steuerdaten
generiert werden, aufgrund derer für die Handlingvorrichtung (5) eine Handlingeinheit
(23.1, 23.2, 23.3) aus einer Mehrzahl von Handlingeinheiten (23.1, 23.2, 23.3) ausgewählt
wird.
7. Arbeitsverfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die rechnergesteuerte Handlingvorrichtung (5) an der Schneidmaschine (2, 3) aufgenommene
Werkstücke (I, II, III, IV) an einer Lagerstelle (30, 31, 32, 33) ablegt und/oder
zu einer nachgeordneten Arbeitsstation (4) transferiert.
8. Maschinelle Anordnung zur Durchführung des Arbeitsverfahrens nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
● mit einer Schneidmaschine (2, 3), an welcher Werkstücke (I, II, III, IV) durch Schneiden
erzeugt, insbesondere Blechteile aus einem Blech freigeschnitten werden und die eine
numerische Steuereinheit (8, 14) aufweist, in welcher maschinenbezogene Steuerdaten
zur Steuerung der Schneidmaschine (2, 3) hinterlegt sind sowie
● mit einer Handlingvorrichtung (5), welche erzeugte Werkstücke (I, II, III, IV) an
der Schneidmaschine (2, 3) aufnimmt und die eine numerische Steuereinheit (26) aufweist,
in welcher vorrichtungsbezogene Steuerdaten zur Steuerung der Handlingvorrichtung
(5) hinterlegt sind,
dadurch gekennzeichnet, dass in der numerischen Steuereinheit (26) der Handlingvorrichtung (5) vorrichtungsbezogene
Steuerdaten hinterlegt sind, die anhand handlingrelevanter maschinenbezogener Steuerdaten
für die numerische Steuereinheit (8, 14) der Schneidmaschine (2, 3) generiert worden
sind.
9. Maschinelle Anordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Handlingvorrichtung (5) eine Grundstruktur (18) sowie eine mittels der Grundstruktur
(18) im Raum bewegbare Handlingeinheit (23.1, 23.2, 23.3) aufweist, mittels derer
an der Schneidmaschine (2, 3) erzeugte Werkstücke (I, II, III, IV) an der Handlingvorrichtung
(5) festlegbar sind und die gegenüber der Grundstruktur (18) variabel positionierbar
ist, wobei die Position der Handlingeinheit (23.1, 23.2, 23.3) gegenüber der Grundstruktur
(18) der Handlingvorrichtung (5) mittels der numerischen Steuereinheit (26) der Handlingvorrichtung
(5) gesteuert einstellbar ist und die Steuerung der Einstellung der Position der Handlingeinheit
(23.1, 23.2, 23.3) gegenüber der Grundstruktur (18) der Handlingvorrichtung (5) anhand
von in der numerischen Steuereinheit (26) der Handlingvorrichtung (5) hinterlegten
vorrichtungsbezogenen Steuerdaten erfolgt, die anhand maschinenbezngener Steuerdaten
generiert worden sind, die ihrerseits die Lage von aufzunehmenden Werkstücken (I,
II, III, IV) an der Schneidmaschine (2, 3) betreffen.
10. Maschinelle Anordnung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Handlingvorrichtung (5) eine Grundstruktur (18) sowie eine mittels der Grundstruktur
(18) im Raum bewegbare Handlingeinheit (23.1, 23.2, 23.3) aufweist, mittels derer
an der Schneidmaschine (2, 3) erzeugte Werkstücke (I, II, III, IV) an der Handlingvorrichtung
(5) festlegbar sind und die an der Grundstruktur (18) lösbar angebracht ist und dass
die an der Grundstruktur (18) der Handlingvorrichtung (5) lösbar angebrachte Handlingeinheit
(23.1, 23.2, 23.3) mittels der numerischen Steuereinheit (26) der Handlingvorrichtung
(5) gesteuert aus einer Mehrzahl von Handlingeinheiten (23.1, 23.2, 23.3) auswählbar
ist, wobei die Auswahl der Handlingeinheit (23.1, 23.2, 23.3) anhand von in der numerischen
Steuereinheit (26) der Handlingvorrichtung (5) hinterlegten vorrichtungsbezogenen
Steuerdaten erfolgt, die anhand maschinenbezogener Steuerdaten generiert worden sind,
die ihrerseits die Geometrie und/oder das Gewicht und/oder den Werkstoff und/oder
die Oberflächenbeschaffenheit von an der Schneidmaschine (2, 3) aufzunehmenden Werkstücken
(I, II, III, IV) betreffen.
11. Maschinelle Anordnung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass für die numerische Steuereinheit (26) der Handlingvorrichtung (5) eine Korrektureinrichtung
(28) vorgesehen ist, die eine Aufnahmeeinheit (29) sowie eine Auswerteeinheit (27)
umfasst, wobei mittels der Aufnahmeeinheit (29) die Lage und/oder die Geometrie und/oder
das Gewicht und/oder der Werkstoff und/oder die Oberflächenbeschaffenheit von an der
Schneidmaschine (2, 3) aufzunehmenden Werkstücken (I, II, III, IV) erfassbar ist und
wobei mittels der Auswerteeinheit (27) die in der numerischen Steuereinheit (26) der
Handlingvorrichtung (5) hinterlegten vorrichtungsbezogenen Steuerdaten mit dem Erfassungsergebnis
vergleichbar und im Falle einer Abweichung von dem Erfassungsergebnis korrigierbar
sind.
12. Maschinelle Anordnung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeeinheit (29) der Korrektureinrichtung (28) für die numerische Steuereinheit
(26) der Handlingvorrichtung (5) mit einer Handlingeinheit (23,1, 23.2, 23.3) der
Handlingvorrichtung (5) bewegungsverbunden ist und mittels einer mit der Handlingeinheit
(23.1, 23.2, 23,3) versehen Grundstruktur (18) der Handlingvorrichtung (5) gemeinsam
mit der Handlingeinheit (23.1, 23.2, 23.3) im Raum bewegbar ist.
13. Maschinelle Anordnung nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass als Aufnahmeeinheit (29) der Korrektureinrichtung (28) für die numerische Steuereinheit
(26) der Handlingvorrichtung (5) eine Kamera vorgesehen ist, die an der Handlingeinheit
(23.1, 23.2, 23.3) der Handlingvorrichtung (5) derart angebracht ist, dass sie ihre
Funktionsstellung einnimmt, wenn die Handlingeinheit (23.1, 23.2, 23.3) gegenüber
einem an der Schneidmaschine (2, 3) aufzunehmenden Werkstück (I, II, III, IV) entsprechend
ihrer Funktionsstellung ausgerichtet ist.
14. Maschinelle Anordnung nach einem der Ansprüche 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass als Schneidmaschine (2, 3) eine Laser-Flachbettmaschine und/oder eine Kombimaschine
mit einer Stanzvorrichtung (6) sowie mit einer Laserschneideinrichtung (7) vorgesehen
ist.
15. Maschinelle Anordnung nach einem der Ansprüche 8 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Handlingvorrichtung (5) im Verfahrensablauf eine Arbeitsstation (4), insbesondere
ein Biegestation, nachgeordnet ist, welche mittels der Handlingvorrichtung (5) mit
Werkstücken (I, II, III, IV) beschickbar ist, die von der Handlingvorrichtung (5)
zuvor an der Schneidmaschine (2, 3) aufgenommen worden sind,