[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines Leitungselementes
mit einer Oberflächenstruktur nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Weiterhin betrifft die Erfindung ein Leitungselement, welches nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren zum Herstellen eines Leitungselementes hergestellt ist, nach dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 8.
[0003] Ferner betrifft die Erfindung die Verwendung eines profilierten Blechmaterials zur
Herstellung eines solchen Leitungselementes, nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
13.
[0004] Profilierte Materialien mit speziellen Oberflächenstrukturen finden in verschiedenen
technischen Bereichen Anwendung. Hierunter zählt beispielsweise die Verwendung von
oberflächenstrukturierten Materialien bei Lackierungsprozessen.
[0005] Leitungselemente werden - gegebenenfalls im Verbund mit weiteren Leitungselementen
- in vielerlei technischen Bereichen eingesetzt. Dabei werden die Leitungselemente
bzw. die zwischen mehreren Leitungselementen bestehenden Verbindungen von einem Medium
durchströmt, weshalb an die Verbindungen spezielle Anforderungen gestellt werden,
wie beispielsweise eine möglichst hohe Dichtheit, Einfachheit der Herstellung der
Verbindung, eine hohe Stabilität der Verbindung oder dergleichen.
[0006] Aus dem Stand der Technik ist bekannt, dass Oberflächenstrukturen mithilfe verschiedener
Verfahren auf Materialoberflächen aufgebracht werden können. Hierunter zählen beispielsweise
Verfahren wie Spanen, Läppen, Abtragen, Beschichten oder dergleichen.
[0007] Wird eine Oberflächenstruktur mithilfe von zusammenwirkenden Walzen auf einen Werkstoff
aufgebracht und sind diese Walzen an ihrer jeweiligen Oberfläche bereits profiliert,
zählt dies zu den Dressierverfahren. Ein Dressierverfahren beinhaltet die Profilierung
der Dressierwalzen über ihre Mantelfläche, wobei dies entweder plastisch durch Beschuss
mit feinkörnigem metallischem Strahlkorn, partielles Aufschmelzen oder elektrolytisch
erfolgt.
[0008] Beim Dressieren wird mindestens eine Dressierwalze, die zumindest an einem Teil ihrer
Mantelfläche ein mithilfe eines Dressierverfahrens aufgebrachtes Oberflächenprofil
aufweist, mit einem weiteren Material in Kontakt gebracht, wobei die Oberflächenstruktur
der Dressierwalze zumindest teilweise auf das Material übertragen wird.
[0009] Aus dem Stand der Technik ist ein Dressier- oder Strukturierungsverfahren speziell
für Blechmaterial namens "PRETEX®" (Salzgitter AG) bekannt, welches in Verbindung
mit einem Verfahren namens "TOPOCROM®" der Topocrom GmbH zum Einsatz kommt. Hierbei
wird die Walzenmantelfläche einer Dressier- oder Texturierwalze zunächst nach dem
"TOPOCROM®"-Verfahren strukturiert, wobei Chromionen eines Elektrolyten reduziert
und zu Beschichtungszwecken an der Walzenoberfläche metallisch abgeschieden werden.
Durch die Abscheidung der Chromionen wird eine Oberflächenstruktur auf der Walzenmantelfläche
erzielt. Diese Oberflächenstruktur zeichnet sich aus durch halbkugelförmige Erhebungen
und Vertiefungen an der Mantelfläche der Dressierwalzen, welche in ihrer Ausprägung
und Anordnung durch eine gezielte Verfahrensführung beeinflusst werden können. Das
"TOPOCROM®"-Verfahren bietet den Vorteil einer geringen Kurz- bzw. Langwelligkeit
und einer hohen Spitzenzahl (RPc) größer 100/cm. Gemäß dem "PRETEX®"-Verfahren wird
nun die Oberflächenstruktur der Walzenmantelfläche auf ein weiteres Material, vorzugsweise
Blech, übertragen. Alternativ hierzu kann aus dem Stand der Technik auch das "POSTEX"-Verfahren
der Firma Posco angewendet werden.
[0010] Andere Dressierverfahren arbeiten beispielsweise mit einem Laserstrahl ("Laser Texturing")
bzw. Elektronenstrahl ("Electron Beam Texturing"), durch den der Walzenwerkstoff aufgeschmolzen
wird. Es entstehen hierbei kraterförmige Oberflächenstrukturen, und um die Krater
häuft sich die erstarrte Schmelze an. Bei dem Dressierverfahren "Shot Blast Texturing"
wird ein kantiges Strahlmittel zur Walzenoberfläche hin beschleunigt. Die Strahlkörner
verformen die Walzenoberfläche plastisch, indem sie Partikel aus der Oberfläche schlagen,
und die entstehende Oberflächenstruktur ist wiederum kraterförmig. Ein weiteres Dressierverfahren
ist das "Electrical Discharge Texturing"-Verfahren. Einflussparameter der entstehenden
Oberflächenstruktur der Dressierwalzen sind der Abstand und die Steuerung der hierbei
verwendeten Elektroden. Die Oberflächenstruktur weist geringere mittlere Rauheiten
als bei anderen Dressierverfahren auf.
[0011] Mit Hilfe des "TOPOCROM®"-Verfahrens oder eines anderen Dressierverfahrens strukturierte
Dressierwalzen werden nach dem Stand der Technik derart eingesetzt, dass sie ihr Profil
durch mechanische Einwirkung, wie dem Druckaufbau zwischen zusammenwirkenden Dressierwalzen,
auf ein weiteres Material übertragen, wie z.B. ein metallisches Bandmaterial, dessen
auf diese Weise strukturierte Oberfläche vorzugsweise bei Lackierprozessen Anwendung
findet. Ein Material mit einer derartigen Oberflächenstruktur wirkt sich bei Lackierprozessen
vorteilhaft aus, da hierdurch eine verbesserte Haftung der Lackschichten erfolgt und
die Produktqualität gesteigert wird.
[0012] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Herstellen
eines Leitungselementes mit verbesserten Eigenschaften bei Fertigung und der anschließenden
Verwendung anzugeben. Das Leitungselemente soll dahingehend verbessert werden, dass
es besser und einfacher mit weiteren Leitungselementen verbindbar ist und diese Verbindung
haltbarer ist. Auch die Standzeit bei der Herstellung des Leitungselements verwendeter
(Umform-)Werkzeuge soll verlängert werden.
[0013] Die Erfindung löst diese Aufgabe sowohl mittels eines Verfahrens zum Herstellen eines
Leitungselementes gemäß Anspruch 1 als auch mittels eines Leitungselementes gemäß
Anspruch 8.
[0014] Eine weitere erfindungsgemäße Lösung der Aufgabe besteht in der Verwendung eines
speziellen Blechmaterials zur Herstellung eines Leitungselementes gemäß Anspruch 13.
[0015] Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Herstellen eines
Leitungselementes finden sich in den Unteransprüchen 2 bis 7. Vorteilhafte Weiterbildungen
des erfindungsgemäßen Leitungselementes, welches nach dem Verfahren zum Herstellen
des Leitungselementes hergestellt ist, finden sich in den Unteransprüchen 9 bis 12.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Verwendung des Blechmaterials zur Herstellung des
Leitungselementes finden sich in den Unteransprüchen 14 und 15. Hiermit wird der Wortlaut
dieser Unteransprüche durch ausdrückliche Bezugnahme in die Beschreibung aufgenommen,
um unnötige Textwiederholungen zu vermeiden.
[0016] Das erfindungsgemäße Verfahren ist zum Herstellen von Leitungselementen aus einem
Blechmaterial mit mindestens in einem Teilbereich profilierter Oberfläche geeignet.
[0017] Das erfindungsgemäße Leitungselement ist vorteilhafterweise hergestellt gemäß dem
Verfahren zum Herstellen des Leitungselementes nach mindestens einem der Verfahrensansprüche
1 bis 7, und ist zumindest teilweise profiliert.
[0018] Die Verwendung des Blechmaterials zur Herstellung des Leitungselementes beinhaltet
vorzugsweise das Verfahren zur Herstellung von Leitungselementen nach einem der Ansprüche
1 bis 7 bezogen auf ein Leitungselement gemäß einem der Ansprüche 8 bis 12.
[0019] Eine grundlegende Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens liegt in der Verwendung
von Blechmaterial, welches mittels eines Dressierverfahrens zumindest bereichsweise
mit einer Oberflächenstruktur versehen wird, und welches Blechmaterial anschließend
zu einem Leitungselement umgeformt wird.
[0020] Durch die Auswahl eines geeigneten Dressierverfahrens lässt sich für den entsprechenden
Anwendungsfall die Topografie - und damit die Oberflächenstruktur - des Walzenprofils
einstellen. Je nach Profilierung der Dressierwalzen kann dann die Oberflächenstruktur
des Blechmaterials für das Leitungselement beeinflusst werden. Vorzugsweise kommt
das TOPOCROM®-Verfahren in Verbindung mit dem PRETEX®-Dressierverfahren zum Einsatz,
bei dem eine Oberflächenstruktur des Blechmaterials mit halbkugelförmigen Erhebungen
und Vertiefungen erzeugt wird.
[0021] Abhängig vom gewählten Dressierverfahren lassen sich verschiedene Oberflächenstrukturen
erzeugen, wobei als Kennwert insbesondere die mittlere Rauheit Ra relevant ist, welche
den mittleren Abstand eines Punktes auf der Oberfläche zur Mittellinie angibt. Der
Bereich, in dem die Rauheit variiert, ist stark von der Auswahl des Dressierverfahrens
abhängig. Hierbei ist es vorteilhaft, je nach Anwendungsfall eine - für diese Anwendung
optimale - mittlere Rauheit zu erzeugen. Vorteilhafterweise sind die Rauheitskennwerte
reproduzierbar und basieren auf der Verfahrenssteuerung beim Dressieren.
[0022] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung eines Leitungselementes, bei
dem aus dem profilierten und oberflächenstrukturierten Blechmaterial das Leitungselement
geformt wird, lassen sich durch die profilierte Oberfläche des Blechmaterials mehrere
Vorteile erzielen. Vorwiegend sind diese Vorteile finanzieller Art, so dass die Kosten
im Verlauf des Produktionsprozesses verringert werden. Dies ergibt sich durch deutlich
längere Standzeiten von Umformwerkzeugen sowie dadurch, dass durch das erfindungsgemäße
Verfahren Ziehriefen auf den Umformwerkzeugen vermieden werden. Zusätzlich lässt sich
der Ausschuss in Folge von Falten und Reissernbildung vermeiden, verglichen mit der
Umformung mit - bislang verwendeten - möglichst glattem Material. Eine mögliche Begründung
für die vorstehenden Vorteile ist in dem verminderten Traganteil beim Umformen sowie
die besseren Gleit- bzw. Schmiereigenschaften durch die entstandenen feinverteilten
hydrostatischen Schmiertaschen zu suchen, welche durch die profilierte Oberflächenstruktur
mit Erhebungen und Vertiefungen entstehen.
[0023] Durch die Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens erleichtert bzw. verbessert
sich die Benetzbarkeit des Materials, so dass bei der Feuchtmittelschmierung der Arbeitsprozess
vereinfacht wird. Durch die profilierte Oberfläche, mit einem vorzugsweise klar definierten
Profil, bilden sich zwischen den Erhebungen bzw. in den Vertiefungen hydrostatisch
wirkende Schmiertaschen aus, welche als Schmierstoffreservoir dienen, so dass sich
das Gleitverhalten hierdurch insbesondere bei Umformvorgängen verbessert.
[0024] Die Struktur der Walzenoberfläche entspricht - je nach gewähltem Dressierverfahren
und Gestaltung der Verfahrensführung - einer geschlossenen Struktur oder einer offenen
Struktur. Abhängig von dem Dressierverfahren wird eine eher offene oder eine eher
geschlossene Oberflächenstruktur auf der Walzenoberfläche erzeugt und damit auf das
Blechmaterial für das Leitungselement übertragen. Der Vorteil liegt darin, dass auch
hier je nach Anwendungsfall und Verfahrensführung die optimale Walzenstruktur und
damit auch die optimale Struktur des Blechmaterials für das Leitungselement auswählbar
ist, so dass die Fertigung des Leitungselementes vereinfacht wird.
[0025] Der Vorteil einer geschlossenen Oberflächenstruktur liegt darin, dass man durch diese
Struktur ein Eindringen von Schmutzpartikeln oder Bakterien reduziert. Der Vorteil
einer offenen Oberflächenstruktur liegt in der besseren Benetzbarkeit bei der Feuchtmittelschmierung.
Es bilden sich hydrostatisch wirkende Schmiertaschen, welche als Schmierstoffreservoir
dienen. Es ist folglich je nach Anwendungsfall zu unterscheiden, welche Art der Oberflächenstruktur
gewählt wird, wobei dies durch die geeignete Auswahl des Dressierverfahrens und die
Verfahrensführung hierbei definiert ist. Wird beispielsweise ein aufwändiges Leitungselement,
dessen Fertigung mit mehreren Umformprozessen verbunden ist, hergestellt, wird bevorzugt
eine offene Oberflächenstruktur ausgewählt, aufgrund der besseren Gleiteigenschaften.
[0026] In einer bevorzugten Ausführungsform ist ein erstes Leitungselement in einem Anlagebereich
profiliert, der zum Verbinden mit einem zweiten Leitungselement vorgesehen ist. Die
Profilierung nur eines Teilbereichs des Leitungselementes ermöglicht es, die Kosten
für das Verfahren zu reduzieren, da auch die Oberflächenbearbeitung lediglich in einem
Teilbereich des Leitungselementes erforderlich ist und an den Rest des Leitungselement
bzw. dessen Blechmaterial hinsichtlich der Oberflächenbeschaffenheit keinerlei spezielle
Anforderungen gestellt werden. Zusätzlich kann auf ein kostspielig herzustellendes,
möglichst glattes Blechmaterial verzichtet werden. Untersuchungen der Anmelderin ergaben
überraschender Weise, dass sich ein Blechmaterial mit einer profilierten Oberfläche,
welches nach dem oben genannten Verfahren hergestellt wird, gerade aufgrund der profilierten
Oberfläche als vorteilhaft für den Anwendungsbereich von Leitungselementen erweist,
verglichen mit Blechmaterialien mit einer möglichst glatten Oberflächenbeschaffenheit,
insbesondere auch im Hinblick auf die Korrosionsfestigkeit. Es wurde Untersuchungen
der Anmelderin zufolge keine Verschlechterung der Korrosionsneigung in standardisierten
Korrosionstests festgestellt.
[0027] Vorteilhafterweise ist das Blechmaterial in dem Bereich mit einer profilierten Oberfläche
versehen, in dem es umgeformt wird. Hierdurch werden die Umformwerkzeuge geschont,
da sich durch die profilierte Oberfläche der Traganteil reduziert, weil das Werkzeug
nur an den höchsten Punkten der Erhebungen aufliegt und nicht über die komplette Oberfläche.
[0028] Zusätzlich werden bei der Umformung des zumindest teilweise profilierten Blechmaterials
zu dem Leitungselement die erforderlichen Werkzeuge weniger stark strapaziert, da
durch die mindestens teilweise profilierte Oberfläche ein höherer Umformgrad erzielt
wird, die Gleiteigenschaften durch die ausgebildeten Schmiertaschen verbessert und
die Adhäsion zwischen Werkzeug und dem Blechmaterial herabgesetzt wird.
[0029] Vorteilhafterweise wird ein Dressierverfahren verwendet, bei welchem das Blechmaterial,
aus dem das Leitungselement geformt wird, mit einer Oberflächenstruktur mit im Querschnitt
halbkugelförmigen Erhebungen und/oder Vertiefungen versehen wird. Diese halbkugelförmige
Oberflächenstruktur wird von den Dressierwalzen des Dressierverfahrens auf das Blechmaterial
in mindestens einem Teilbereich übertragen. Vorzugsweise wird dies nach dem Prinzip
des oben beschriebenen "TOPOCROM®"-Dressierverfahrens in Verbindung mit dem "PRETEX®"-Verfahren
erzielt. Eine halbkugelförmige Oberflächenstruktur ist deshalb bevorzugt, weil bei
einer Materialumformung die Adhäsion zwischen Werkzeug und dem profilierten Blechmaterial
für das Leitungselement herabgesetzt wird durch die regelmäßige Anordnung von Halbkugeln
und den dadurch reduzierten Traganteil zwischen Werkzeug und dem umzuformenden Blechmaterial.
[0030] Als vorteilhaft erweist sich das "TOPOCROM®"-Verfahren, da sich hierdurch eine hohe
Variabilität bezüglich der Rauhtiefe, der Spitzenzahl und offener bzw. geschlossener
Oberflächenstruktur erzielen lässt. Es lassen sich weiterhin hohe Spitzenzahlen bei
hohen Rauheitswerten erzeugen.
[0031] Hinsichtlich der Fertigung bietet das "PRETEX®"-/"TOPOCROM®"-Verfahren konstante
Qualitäten der Blechoberfläche und damit eine hohe Fertigungssicherheit. Zudem bietet
das "TOPOCROM®"-Verfahren im Vergleich mit anderen vorgenannten Verfahren zum Aufbringen
der Oberflächenstruktur auf die Mantelfläche von Dressierwalzen, wie z.B. EDT/Hartchromschichten
einen Kostenvorteil von etwa 30 bis 40%.
[0032] Auf der halbkugelförmigen "PRETEX®"-Struktur haften weniger unerwünschte Schmutzpartikel
als bei anderen Oberflächenstrukturen. Im Falle einer Kontaminierung ist somit der
Reinigungsprozess vereinfacht, was wiederum zu geringeren Produktionskosten im Verlauf
der Herstellung des Leitungselementes führt.
[0033] Es sind jedoch auch andere Oberflächenstrukturen möglich, je nach Auswahl des Dressierverfahrens.
Wird beispielsweise ein Dressierverfahren gewählt, bei dem die Dressierwalze an mindestens
einem Teilbereich ihrer Mantelfläche mittels Elektronenbeschuss profiliert wird, sind
auch kraterförmige, gleichmäßig beabstandete Oberflächenstrukturen erzielbar. Diese
kraterförmigen Oberflächenstrukturen können je nach Dressierverfahren mehr oder weniger
stark ausgebildet sein und in ihrem Abstand voneinander variieren.
[0034] Auch gegenüber abrasiver Medien lässt sich durch die strukturierte Oberfläche, vorzugsweise
in halbkugelförmiger Ausgestaltung, ein geringerer Verschleiß erzielen.
[0035] Vorteilhafterweise wird bei dem Dressierverfahren mindestens eine Dressierwalze eingesetzt,
die in wenigstens einem Teilbereich ihrer Mantelfläche mit einer profilierten Oberfläche
versehen ist und welche Dressierwalze die Oberflächenstruktur auf ein Blechmaterial
überträgt. Hierdurch wird es ermöglicht, die Oberflächenstruktur nur auf einen Teilbereich
des Blechmaterials aufzubringen, und somit lassen sich die Kosten reduzieren.
[0036] In einer bevorzugten Ausführungsform wird als Dressierwalze eine Walze verwendet,
die mit einer "TOPOCROM®"-Textur versehen wurde. Diese umfasst halbkugelförmige Erhebungen
und/oder Vertiefungen, welche gezielt einstellbar und reproduzierbar sind. Zusätzlich
lässt sich mit diesem Verfahren ein großer einstellbarer Bereich an mittleren Rauheiten
erzeugen (vorzugsweise 0,2 - 20 µm).
[0037] Vorzugsweise weist die profilierte Oberflächenstruktur der Dressierwalzen, die an
das Leitungselement übertragen wird, eine mittlere Rauheit von 0,1-100 µm, höchst
vorzugsweise 0,2-20 µm, auf. Der Wert der mittleren Rauheit lässt sich somit über
einen großen Bereich einstellen, je nach Verfahrensführung bei dem entsprechenden
Dressierverfahren. Hinsichtlich der Messmethoden sind neue Klassifizierungen der Rauheitskenngrößen
erforderlich. Nur echte 3D-Kenngrößen können das Verständnis und die Wirkungsweise
bzw. die Funktion der Oberflächen beschreiben.
[0038] Das erfindungsgemäße Leitungselement ist aus einem mindestens teilweise profilierten
Blechmaterial hergestellt gemäß dem Verfahren nach mindestens einem der beigefügten
Verfahrensansprüche.
[0039] Vorzugsweise sind ein erstes und ein zweites Leitungselement nur in einem Anlagebereich,
in dem die beiden Leitungselemente miteinander verbindbar sind bzw. verbunden werden
sollen, profiliert. Hierdurch werden die Kosten für das Fertigungsverfahren reduziert,
da die Oberflächenbearbeitung nur in einem Teilbereich der Leitungselemente erforderlich
ist. Bevorzugt im Verbindungsbereich der Leitungselemente sind Kriterien wie die Reinheit
der Verbindungsflächen, frei von Schmutzpartikeln, wichtig. Dadurch, dass die halbkugelförmig
profilierten Oberflächen im Vergleich zu glatten Oberflächen einen dem Lotuseffekt
vergleichbaren Effekt aufweisen, sind solche profilierten Blechmaterialien zu bevorzugen,
da Schmutzpartikel dann weniger stark an den betreffenden Oberflächen haften.
[0040] Vorteilhafterweise ist das Leitungselemente als Balg, Ringwellschlauch oder dergleichen
ausgebildet. Untersuchungen der Anmelderin ergaben, dass sich profilierte Oberflächen
speziell in diesem Anwendungsbereich positiv auf die Lebensdauer und die Fügeeigenschaften
auswirken.
[0041] In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Leitungselement aus einem Blechmaterial,
vorzugsweise Stahl oder Edelstahl, oder in Bronze ausgebildet. Auch hier wurde seitens
der Anmelderin die Erfahrung gemacht, dass sich dieses Material optimal für den dargestellten
Anwendungsbereich eignet. Stahl eignet sich insbesondere wegen seiner guten Verformbarkeit,
und rostfreier Edelstahl erweist sich aufgrund seiner geringen Korrosivität als vorteilhaft.
Die vorteilhafte Eigenschaft von Bronze ist, dass bestimmte gewünschte Eigenschaften
durch Hinzulegieren entsprechender Bestandteile einstellbar sind, wobei Bronze sich
zudem durch Festigkeit und Härte auszeichnet.
[0042] Vorzugsweise weist das Leitungselement eine Wanddicke zwischen 0,05 mm und 0,5 mm,
vorzugsweise zwischen 0,1 mm und 0,3 mm, auf. Dies führt Untersuchungen der Anmelderin
zufolge zu einer optimalen Handhabung und Verwendbarkeit des Leitungselementes.
[0043] Eine grundlegende Weiterbildung des erfindungsgemäßen Leitungselementes sieht einen
mehrlagigen Aufbau des Leitungselementes vor, welcher einzelne Materialschichten umfasst.
Wenigstens eine der Materialschichten ist zumindest teilweise profiliert, wobei die
Materialschicht vorzugsweise in ihrem Anlagebereich mit einer weiteren Materialschicht
mit der Oberflächenstruktur versehen ist. Die Materialschichten weisen vorzugsweise
jeweils eine Wanddicke zwischen 0,05 mm und 0,5 mm, höchst vorzugsweise zwischen 0,1
mm und 0,3 mm, auf. Der mehrlagige Aufbau ermöglicht, dass lediglich die innere Lage
mit dem im Leitungselement vorhandenen Medium in Kontakt steht, an die anderen hinsichtlich
der Beschaffenheit der Oberflächen sowie der Werkstoffauswahl geringere Anforderungen
gestellt werden können, so dass dies bei verbesserter Haltbarkeit des Leitungselements
letztlich zu einer Einsparung an Fertigungskosten führt.
[0044] Die erfindungsgemäße Verwendung des Blechmaterials zur Herstellung des Leitungselementes
zeichnet sich dadurch aus, dass das Blechmaterial mindestens in einem Teilbereich
seiner Oberfläche profiliert ist und zu einem Leitungselement umgeformt wird. Durch
die profilierte Oberflächenstruktur werden die Werkzeuge, die bei dem Umformprozess
erforderlich sind, geschont, da die Gleiteigenschaften in oben genannter Weise verbessert
werden, so dass letztlich die Kosten des Herstellungsprozesses reduziert werden.
[0045] Vorzugsweise erfolgt die Profilierung in einem Anlagebereich, der zum Verbinden des
Leitungselementes mit weiteren Leitungselementen und/oder mehreren Materialschichten
vorgesehen ist. Hierdurch werden ebenfalls die Kosten minimiert, da eine kostenintensive
Oberflächenbearbeitung lediglich in dem Anlagebereich erforderlich ist.
[0046] Vorteilhafterweise dient der profilierte Anlagebereich des Leitungselementes zur
Schaffung eines Verbunds von Bälgen, Ringwellschläuchen oder dergleichen oder zur
Herstellung eines mehrlagigen Leitungselementes. Dies entspricht dem fokussierten
Anwendungsbereich des oben genannten Verfahrens, wobei Untersuchungen der Anmelderin
ergaben, dass sich hierbei profilierte Oberflächen besonders vorteilhaft auswirken.
Insbesondere bei Glattrohren verbessert sich der Strömungswiderstand durch die Verwendung
der erfindungsgemäß profilierten Bleche. Insbesondere bei Wickelschläuchen wirkt sich
die Verwendung der erfindungsgemäß profilierten Bleche vorteilhaft auf die inneren
Reibungseigenschaften aus.
[0047] Weitere Vorteile und Eigenschaften der vorliegenden Erfindung werden im Folgenden
anhand eines Ausführungsbeispiels und den Figuren erläutert. Dabei zeigt:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Leitungselementes mit profilierter
Oberflächenstruktur;
- Figur 2
- eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung von
Oberflächenstrukturen auf einem Blechmaterial für das Leitungselement;
- Figur 3
- eine schematische Gegenüberstellung einer geschlossenen Oberflächenstruktur sowie
einer offenen Oberflächenstruktur des erfindungsgemäßen Verfahrens;
- Figur 4
- eine Gegenüberstellung einer Oberflächenstruktur mit hoher Rauheit sowie geringer
Rauheit des erfindungsgemäßen Verfahrens;
- Figur 5
- eine schematische Darstellung der vorteilhaften Auswirkungen des erfindungsgemäßen
Verfahrens zur Herstellung von strukturierten Oberflächen;
- Figur 6
- eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Verfahrens mit halbkugelförmigen
Oberflächenprofil und ausgebildeten Schmiertaschen; und
- Figur 7
- eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Balgs mit einer strukturierten
Oberfläche im Bereich der Verbindung von zwei Leitungselementen.
[0048] Figur 1 zeigt teilweise und schematisch ein erfindungsgemäßes Leitungselement LE.
In Teilabbildung 1.1 ist ein Teilausschnitt des erfindungsgemäßen Leitungselementes
LE mit einem glattzylindrischen Anschlussende oder Verbindungs-/Anlagebereich 1 dargestellt.
[0049] In Teilabbildung 1.2 ist die wellenförmige Struktur des Leitungselements LE genauer
gezeigt. Erkennbar ist hier bereits, dass das exemplarisch gezeigte Leitungselement
LE einen mehrlagigen Aufwand mit wenigstens zwei Lagen L1 und L2 aufweist.
[0050] In Teilabbildung 1.3 ist eine vergrößerte Ansicht eines wellenförmigen Ausschnitts
des Leitungselements LE mit einer profilierten Oberfläche dargestellt, um insbesondere
die Mehrlagenstruktur des Leitungselements LE zu verdeutlichen. Die Innenlage L1 weist
auch ihrer der Außenlage L2 zugewandten Oberfläche eine Profilierung P auf, so dass
Innenlage L1 und Außenlage L2 im Bereich dieser Profilierung miteinander in Anlage
treten.
[0051] In Teilabbildung 1.4 ist ein Ausschnitt aus der Teilabbildung 1.3 in nochmals vergrößerter
Darstellung gezeigt, welcher die profilierte Oberfläche der Innenlage L1 des Leitungselementes
LE illustriert.
[0052] Beim Verbinden zweier Leitungselemente LE ist bevorzugt der Verbindungsbereich bzw.
Anlagebereich 1 der beiden Leitungselemente LE profiliert, was sich vorteilhaft auf
den Ablauf des Fertigungsprozesses und auf die erreichbare Verbindungsqualität auswirkt.
Der genannte Anlagebereich 1 (vgl. Teilabbildung 1.1) kann insbesondere durch eine
entsprechende Verlängerung der profilierten Innenlage L1 gegenüber der Außenlage L2
realisiert sein.
[0053] Figur 2 zeigt anhand einer schematischen Darstellung das erfindungsgemäße Verfahren
zum Herstellen eines Leitungselementes, umfassend eine erste Dressierwalze 3 sowie
eine zweite Dressierwalze 4, welche beide eine Oberflächenstruktur 2 aufweisen. Diese
Oberflächenstruktur 2 wurde mittels eines Dressierverfahrens auf die Walzenoberfläche
aufgebracht. Die Pfeile M1 und M2 kennzeichnen den Drehsinn der beiden Dressierwalzen.
Zwischen der ersten Dressierwalze 3 und der zweiten Dressierwalze 4 wird ein Blechmaterial
5 für ein Leitungselement geführt, welches im Verlauf des Verfahrens die Struktur
der beiden Dressierwalzen 3, 4 annimmt. Der Pfeil M3 kennzeichnet die Laufrichtung
des Blechmaterials 5, aus dem anschließend das Leitungselement LE geformt wird.
[0054] Die Strukturierung der Dressierwalzen 3, 4 kann gleichermaßen nur in einem Teilbereich
des Walzenmantels ausgebildet sein. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, dass lediglich
eine erste Dressierwalze 3 profiliert ist und eine zweite Dressierwalze 4 als Gegendruckwalze
ohne Profilierung ausgestaltet ist.
[0055] Figur 3 zeigt die Gegenüberstellung einer geschlossenen Oberflächenstruktur 6 in
dem oberen Teil der Abbildung sowie einer offenen Oberflächenstruktur 7 in der unteren
Teilabbildung. Die geschlossene Oberflächenstruktur 6 zeigt eine dichte Anordnung
von halbkugelförmigen Erhebungen, wohingegen bei der offenen Oberflächenstruktur 7
zwischen der halbkugelförmig ausgestalteten topografischen Oberflächenstruktur Freiräume
mit ebenem (glattem) Material verbleiben. Bei der offenen Oberflächenstruktur 7 sind
die halbkugelförmigen Erhebungen weniger dicht angeordnet, und es befinden sich pro
Flächeneinheit - vorausgesetzt die Halbkugeln haben den gleichen Durchmesser - weniger
Halbkugeln auf der Oberfläche verglichen mit einer geschlossenen Oberflächenstruktur
6.
[0056] In Figur 4 sind verschiedene Oberflächenstrukturen 2 gegenübergestellt. Figur 4 beinhaltet
eine obere Teilabbildung und eine untere Teilabbildung, wobei in der oberen Teilabbildung
von Figur 4 ein Profil mit einer stark ausgeprägten Oberflächenstruktur 8, also mit
am Durchmesser der halbkugelförmigen Erhebungen gemessen großen Durchmessern, abgebildet
ist. Die untere Teilabbildung von Figur 4 zeigt eine weniger stark ausgeprägte Oberflächenstruktur
9, also mit kleineren Durchmessern der halbkugelförmigen Erhebungen. Je nach Anwendungsfall
kann durch die Prozessführung beim Dressierverfahren die Oberflächenstruktur 2 beeinflusst
werden hin zu einer stark oder weniger stark ausgeprägten Oberflächenstruktur 8, 9.
[0057] Figur 5 illustriert durch die Profilierung der Oberflächenstruktur 2 der Dressierwalzen
3, 4 erreichbare und im Kontext der vorliegenden Erfindung nutzbare Vorteile. Die
obere Teilabbildung 5.1 verdeutlicht das verbesserte Gleitverhalten durch die Oberflächenstrukturierung.
Der Pfeil M4 beschreibt die Laufrichtung des Blechmaterials 5. Das Blechmaterial 5
liegt nicht über seine komplette Oberfläche auf der Oberflächenstruktur 2 auf, sondern
lediglich auf den halbkugelförmigen Erhebungen. Hierdurch wird der Traganteil reduziert
und das Gleitverhalten verbessert.
[0058] Die Teilabbildung 5.2 in der Mitte von Figur 5 spiegelt die weiche Topografie der
Oberflächenstruktur 2 wieder. Auch hier liegt das Blechmaterial 5 lediglich an der
Oberfläche der halbkugelförmigen Erhebungen mit den größten Durchmessern auf, und
der Pfeil M5 beschreibt die Laufrichtung des Blechmaterials 5. Die weiche Topografie
ermöglicht eine schonendere Umformung des Blechmaterials 5.
[0059] Die Teilabbildung 5.3 zeigt ebenfalls eine Oberflächenstruktur 2 mit halbkugelförmigen
Erhebungen und ein darüber angeordnetes Blechmaterial 5. Zwischen der halbkugelförmigen
Struktur und dem angeordneten Blechmaterial 5 ist eine Luftpolsterschicht ausgebildet.
Der Pfeil M6 kennzeichnet wiederum die Laufrichtung einer Dressierwalze.
[0060] Figur 6 zeigt eine Oberflächenstruktur 2 mit halbkugelförmigen Erhebungen und ein
darüber geführtes Blechmaterial 5. Der Pfeil M7 beschreibt die Laufrichtung des Blechmaterials
5. An den Stellen, an denen sich eine Senke im Halbkugelprofil befindet, sind Schmiertaschen
10 ausgebildet. Hierdurch wird der Vorteil der verbesserten Schmiereigenschaften bei
der Feuchtmittelschmierung bei einer Oberflächenstruktur 2 mit halbkugelförmigen Erhebungen
verdeutlicht.
[0061] Figur 7 zeigt das oberflächenstrukturierte Blechmaterial für ein Leitungselement,
wobei die Figur in drei unterschiedliche Teilabbildungen untergliedert ist. Teilabbildung
7.1 auf der linken Seite von Figur 7 bildet einen Balg aus einem Blechmaterial 5 für
ein Leitungselement LE ab, welches nicht oberflächenstrukturiert ist. Verglichen hiermit
zeigt Teilabbildung 7.2 in der Mitte von Figur 7 das Blechmaterial 5 für ein Leitungselement,
wobei die verwendeten Dressierwalzen 3, 4 zuvor mittels des "TOPOCROM®"-Verfahrens
strukturiert wurden. Teilabbildung 7.3 im rechten Teil von Figur 7 stellt demgegenüber
ein Blechmaterial 5 für ein Leitungselement dar, wobei hier die Dressierwalzen mithilfe
des Dressierverfahrens EDT ("Electrical Discharge Texturing") profiliert wurden. Vergleicht
man die drei Varianten miteinander, zeigt sich, dass von links nach rechts (Teilabbildung
7.1, 7.2, 7.3) die Oberflächenstruktur 2 des Blechmaterials 5 für das Leitungselement
ersichtlich stärker ausgeprägt ist.
1. Verfahren zum Herstellen eines Leitungselementes (LE), bei dem ein Blechmaterial (5)
verwendet wird, welches mittels eines Dressierverfahrens zumindest bereichsweise mit
einer Oberflächenstruktur (2) profiliert wird, und wobei das Blechmaterial (5) anschließend
zu einem Leitungselement (LE) geformt wird, welches in mindestens einem Teilbereich
die Oberflächenstruktur (2) aufweist.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Blechmaterial (5) derart profiliert und/oder umgeformt wird, dass das Leitungselement
(LE) zumindest in einem Anlagebereich (1), der zum Verbinden mit einem zweiten Leitungselement
(LE) vorgesehen ist, profiliert wird.
3. Verfahren nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Blechmaterial (5) in einem Bereich profiliert wird, in welchem es anschließend
umgeformt, vorzugsweise gewellt, wird.
4. Verfahren nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Dressierverfahren verwendet wird, welches auf dem Blechmaterial (5) im Wesentlichen
halbkugelförmige Erhebungen und/oder Vertiefungen ausbildet.
5. Verfahren nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
bei dem Dressierverfahren mindestens eine Dressierwalze (3, 4) eingesetzt wird, welche
zumindest in einem Abschnitt ihres Umfangs eine Oberflächenstruktur (2) aufweist,
die zum Profilieren auf das Blechmaterial (5) für das Leitungselement (LE) übertragen
wird.
6. Verfahren nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
als Dressierwalze (3, 4) eine Walze verwendet wird, deren Umfangsfläche mit einer
"TOPOCROM®"-Textur versehen wurde.
7. Verfahren nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Oberflächenstruktur (2) der Dressierwalze (3, 4) vorzugsweise eine mittlere Rauheit
von 0,1-100 µm, vorzugsweise 0,2-20 µm, aufweist.
8. Leitungselement (LE), hergestellt nach dem Verfahren gemäß mindestens einem der vorangegangenen
Verfahrensansprüche, wobei vorzugsweise das Leitungselement (LE) als Balg, Ringwellschlauch
oder dergleichen ausgebildet ist.
9. Leitungselement (LE) nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Leitungselement (LE) einen Anlagebereich (1) für eine Verbindung mit einem zweiten
Leitungselemente (LE) aufweist und in dem Anlagebereich (1), in dem es mit dem zweiten
Leitungselement verbindbar ist, profiliert ist.
10. Leitungselement (LE) nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Leitungselement (LE) in Stahl, vorzugsweise Edelstahl, oder in Bronze oder in
einem anderen metallischen Werkstoff ausgebildet ist.
11. Leitungselement (LE) nach mindestens einem der Ansprüche 8 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Leitungselement (LE) eine Wanddicke etwa zwischen 0,05 mm und 0,5 mm, vorzugsweise
etwa zwischen 0,1 mm und 0,3 mm, aufweist.
12. Leitungselement (LE) nach mindestens einem der Ansprüche 8 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Leitungselement (LE) mehrlagig aus einzelnen Materialschichten aufgebaut ist,
wobei wenigstens eine der Materialschichten zumindest teilweise profiliert ist, vorzugsweise
in ihrem Anlagebereich (1) mit einer anderen der Materialschichten, wobei höchst vorzugsweise
eine Anzahl der Materialschichten jeweils eine Wanddicke gemäß Anspruch 12 aufweist.
13. Verwendung eines profilierten Blechs zur Herstellung eines Leitungselementes (LE),
dadurch gekennzeichnet, dass
das zumindest in einem Teilbereich seiner Oberfläche profilierte Blechmaterial (5)
zu dem Leitungselement (LE) umgeformt wird.
14. Verwendung eines profilierten Blechs zur Herstellung eines Leitungselementes (LE)
nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Oberflächenstruktur (2) des Blechmaterials (5) zumindest teilweise in einem Anlagebereich
(1) des Leitungselementes (LE) angeordnet wird, welcher Anlagebereich zum Verbinden
des Leitungselementes (LE) mit zumindest einem weiteren Leitungselement vorgesehen
ist.
15. Verwendung eines profilierten Blechs zur Herstellung eines Leitungselementes (LE)
nach Anspruch 13 und 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
der zumindest teilweise profilierte Anlagebereich zum Verbinden des Leitungselementes
(LE) zur Schaffung eines Verbunds von Bälgen, Ringwellschläuchen oder dergleichen
oder zur Herstellung eines mehrlagigen Leitungselementes (LE) verwendet wird.