[0001] Die Erfindung betrifft einen Aufnahmebehälter für Waren, insbesondere eine Schütte
zur Aufnahme von Einzelhandelswaren, mit mehreren Seitenwänden, und mit einem Boden.
[0002] Aufnahmebehälter für Waren sind in vielfältiger Art und Weise bekannt, wozu beispielhaft
auf die gattungsbildende
DE 10 2009 033 742 A1 Bezug genommen sei. Hier geht es um ein Modul zur Warenpräsentation sowie ein Regal
mit zugehörigem Modul zur Warenpräsentation. Zu diesem Zweck ist eine erste Öffnung
zum Einbringen einzelner Behälter mit vorportionierter loser Ware in einen Aufnahmeraum
vorgesehen. Außerdem ist eine Abdeckung zum Verschließen der fraglichen ersten Öffnung
realisiert. Darüber hinaus verfügt das bekannte Modul über eine zweite Öffnung zur
Entnahme der losen Ware aus den jeweiligen Behältern. Außerdem ist eine Befestigungsvorrichtung
mit Schienen zum Aufsetzen und Befestigen des Moduls an Regalkonsolen vorgesehen.
Auf diese Weise soll insgesamt die Reinigung einzelner Behälter erleichtert werden
und der Abverkauf für einen Kunden begünstigt werden.
[0003] Zum weiteren Stand der Technik nach dem Gebrauchsmuster
DE 77 208 44 gehört eine Schütte zur Präsentation mehrerer gleichartiger Warenstücke. Bei dieser
Schütte ist der Boden des zugehörigen Behälters zumindest teilweise als schiefe Ebene
ausgebildet. Eine Rückwand des Behälters wird auf der fraglichen schiefen Ebene im
Sinne einer Verkleinerung des die Warenstücke aufnehmenden Behälterinnenraumes geführt.
Demgegenüber ist die Vorderwand fest angeordnet. Auf diese Weise soll die Kombination
mit mehreren Schütten erleichtert werden und sowohl dem Kunden wie auch einem Verkäufer
ein sofortiger Überblick über das betreffende Angebot möglich sein.
[0004] Bei einem Warenbehälter entsprechend der
DE 20 2007 017 900 U1 der Anmelderin sind ein Gehäuse und wenigstens ein in dem Gehäuse höhenverstellbarer
Einlegeboden realisiert. Der Einlegeboden ist mit mehreren Verlängerungszungen ausgerüstet,
welche in Gehäusenuten geführt werden. Darüber hinaus verfügt das Gehäuse über ein
Gestell, dessen jeweiliger Gestellfuß mit mehreren Lagerböcken für den Einlegeboden
in seiner Längserstreckung ausgerüstet ist. Auf diese Weise wird die Höhenverstellbarkeit
des Einlegebodens gewährleistet.
[0005] Unter einer Schütte versteht man historisch eine Schublade, welche vorne spitz zuläuft
und rückseitig mit einem Griff versehen ist. Schütten waren bis zum Aufkommen kleinerer
Verpackungseinheiten fester Bestandteil der Küchenkultur, werden heutzutage allerdings
überwiegend in Küchen aus nostalgischen Gründen eingesetzt. Im Einzelhandel bezeichnen
Schütten generell Aufnahmebehälter für Waren, die zur Bevorratung und Präsentation
einer Vielzahl zugehöriger Verpackungseinheiten mit typischerweise geringem Verpackungsvolumen
geeignet sind. Tatsächlich werden die betreffenden Waren in die fraglichen Aufnahmebehälter
zu ihrer Bestückung hineingeschüttet und können vom Kunden hieraus auch in größerer
Anzahl entnommen werden.
[0006] Derartige Schütten bzw. zugehörige Aufnahmebehälter finden sich oftmals im Bereich
oder in der Nähe einer Kassieranlage und werden in diesem Zusammenhang auch als Kassenschütte
bezeichnet. Das lässt sich darauf zurückführen, dass mit Hilfe der Kassenschütten
während des Kassiervorganges zusätzliche Kaufanreize für Kunden gesetzt werden sollen,
wobei die Bedienung und Warenentnahme besonders einfach ist.
[0007] Die bisher eingesetzten Aufnahmebehälter für Waren und insbesondere Schütten respektive
Kassenschütten zur Aufnahme von Einzelhandelswaren werden den heutigen Anforderungen
an den Kaufvorgang nicht oder nicht mehr in vollem Umfang gerecht. Tatsächlich finden
sich derartige Aufnahmebehälter oftmals im Bodenbereich, so dass die Entnahme der
darin bevorrateten Waren mit zusätzlichen Anstrengungen für einen Kunden verbunden
ist. Auch kann bisher das Volumen des Aufnahmebehälters an die Anforderungen nicht
angepasst werden. Hier setzt die Erfindung ein.
[0008] Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, einen derartigen Aufnahmebehälter
für Waren so weiterzuentwickeln, dass die Bedienung erleichtert ist und insbesondere
eine Anpassung an die im Aufnahmebehälter bevorrateten Waren unschwer erfolgen kann.
[0009] Zur Lösung dieser technischen Problemstellung ist ein gattungsgemäßer Aufnahmebehälter
für Waren im Rahmen der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass der Boden tiefenverstellbar
gegenüber den Seitenwänden ausgebildet ist. Um die Tiefenverstellbarkeit zu realisieren,
ruht der Boden auf zumindest einem freistehenden Stützkörper. Der Stützkörper trägt
also nicht nur den Boden, sondern auch die auf dem Boden platzierten Waren.
[0010] Von erfindungsgemäßer Besonderheit ist nun der weitere Umstand, dass der Stützkörper
je nach seiner Aufstellung auf oder gegenüber einer Grundfläche eine unterschiedliche
Bauhöhe aufweist. Diese verschiedenen Aufstellungen des Stützkörpers lassen sich problemlos
realisieren, weil dieser (der Stützkörper) freistehend gegenüber der Grundfläche ausgelegt
ist. Im Gegensatz zum Stand der Technik nach beispielsweise der
DE 20 2007 017 900 U1 ist der Stützkörper also nicht - wie dort - an einen Gestellfuß angeschlossen. Vielmehr
handelt es sich bei dem Stützkörper um ein vom Aufnahmebehälter grundsätzlich unabhängiges
Element. Dadurch kann der Stützkörper an beliebiger Stelle auf der Grundfläche und
mit unterschiedlicher Aufstellung auf der Grundfläche platziert werden. Dadurch lassen
sich mit dem Stützkörper zumindest zwei verschiedene Bauhöhen realisieren. Diese korrespondieren
zu verschiedenen Tiefenpositionen des Bodens.
[0011] Im Regelfall sind die Seitenwände in der Art eines mehr oder minder geschlossenen
Rahmens ausgelegt und beschreiben zusammen mit dem Boden typischerweise einen nach
oben hin offenen Quader. Zu diesem Zweck besitzen die Seitenwände eine Breite, die
nicht notwendigerweise gleich ausgebildet ist, sondern auch verschieden ausgelegt
werden kann. So ist es denkbar, beispielsweise die Vorderwand des Aufnahmebehälters
niedriger als seine Rückwand auszulegen. Die beiden Seitenwände mögen demgegenüber
eine vergleichbare Breite respektive Aufbauhöhe wie die Vorderwand aufweisen, können
aber auch schräg ansteigend zur Rückwand hin ausgelegt sein. Jedenfalls lässt sich
der Boden gegenüber den Seitenwänden bzw. dem aus den Seitenwänden gebildeten Rahmen
in seiner Tiefe verstellen. Dabei korrespondiert die jeweilige Tiefenposition des
Bodens zu einer hierzu gehörigen Bauhöhe des Stützkörpers. Da der Stützkörper wenigstens
zwei Bauhöhen definieren kann, lassen sich zumindest zwei Tiefenpositionen des Bodens
gegenüber den Seitenwänden realisieren.
[0012] Die jeweilige Bauhöhe des Stützkörpers korrespondiert dazu, dass der Stützkörper
mit seiner Basisfläche auf der Grundfläche ruht. Demgegenüber liegt auf einer Tragfläche
des Stützkörpers der Boden auf. Bei dem Stützkörper handelt es sich typischerweise
um einen geometrischen Raumkörper, welcher zumindest zwei stabile Aufstellpositionen
unterschiedlicher Bauhöhe aufweist.
[0013] Diese beiden Aufstellpositionen unterschiedlicher Bauhöhe korrespondieren dazu, dass
voneinander abweichende Randflächen des geometrischen Raumkörpers die Funktion von
einerseits der Basisfläche und andererseits der Tragfläche übernehmen. Bei dem Stützkörper
kann es sich im einfachsten Fall um einen Quader handeln. In diesem Zusammenhang mögen
die beiden sich gegenüberliegenden kleinsten Seitenflächen des längs erstreckten Quaders
als einerseits Basisfläche und andererseits Tragfläche fungieren. Hierzu gehört eine
erste stabile Aufstellposition und eine zugehörige Bauhöhe des Stützkörpers.
[0014] Übernehmen jedoch zwei gegenüberliegende der vier gleichgroßen weiteren Seitenflächen
die Funktion von einerseits der Basisfläche und andererseits der Tragfläche, so weist
der Stützkörper eine weitere zweite Bauhöhe auf, die gegenüber der ersten Bauhöhe
verringert ist. Hierzu gehört eine weitere zweite Aufstellposition des Stützkörpers.
[0015] Aus Gründen der Stabilität ist der Stützkörper vorteilhaft aus mehreren geometrischen
Raumkörpern zusammengesetzt. Tatsächlich hat es sich bewährt, wenn der Stützkörper
aus zwei Quadern zusammengesetzt ist und über eine im Querschnitt L-förmige Gestaltung
verfügt. Dabei ist die Auslegung meistens so getroffen, dass wenigstens ein langer
L-Schenkel und ein kurzer L-Schenkel des L-förmigen Stützkörpers zur Definition der
unterschiedlichen Aufstellpositionen dienen, und zwar in jeweils vertikaler Anordnung.
[0016] D. h., sofern der lange L-Schenkel vertikal angeordnet wird, fungiert die kopfseitige
(kleine) Randfläche des quaderförmigen langen L-Schenkels als Tragfläche für den Boden.
Demgegenüber übernimmt der kurze L-Schenkel die Funktion der Basisfläche, welche auf
der Grundfläche ruht. Bei der Grundfläche mag es sich typischerweise um den Boden
eines Einzelhandelslokales oder eines Verkaufsraumes handeln. Grundsätzlich kann die
Grundfläche aber auch als beispielsweise Regalboden oder sonst wie gestaltete Unterstützungsfläche
ausgebildet sein. Die vorerwähnte Anordnung korrespondiert zur ersten Aufstellposition
des im Querschnitt L-förmig gestalteten Stützkörpers.
[0017] Sofern jedoch der kurze L-Schenkel des Stützkörpers vertikal angeordnet wird, stellt
sich die zweite stabile Aufstellposition ein. Denn in diesem Fall fungiert die kopfseitige
(kleine) Randfläche des kurzen L-Schenkels als Tragfläche für den Boden. Der lange
L-Schenkel übernimmt die Funktion der Basisfläche, welche auf der Grundfläche ruht.
In Folge der geringeren Länge des kurzen L-Schenkels des Stützkörpers korrespondiert
diese zweite stabile Aufstellposition zu einer im Vergleich zur ersten stabilen Aufstellposition
verringerten Bauhöhe. Hierzu gehört dann natürlich auch eine andere Tiefenposition
des auf dem Stützkörper ruhenden Bodens.
[0018] Neben diesen beiden prinzipiellen Aufstellpositionen kann der L-förmige Stützkörper
oder prinzipiell auch jeder andere Stützkörper auch eine weitere dritte Aufstellposition
einnehmen. Auch eine vierte, fünfte usw. Aufstellposition ist je nach geometrischer
Gestaltung des Stützkörpers denkbar. Sofern an dieser Stelle ein L-förmiger Stützkörper
zum Einsatz kommt, gehört die dritte Aufstellposition des fraglichen Stützkörpers
dazu, dass dieser horizontal und flach auf der Grundfläche ruht. D. h., sowohl der
kurze L-Schenkel als auch der lange L-Schenkel liegen gemeinsam auf der Grundfläche
auf. In diesem Fall übernehmen die beiden randseitigen L-Flächen einerseits die Funktion
der Basisfläche und andererseits die Funktion der Tragfläche für den darauf aufliegenden
Boden.
[0019] Im Rahmen der Erfindung reicht es prinzipiell aus, wenn nur ein einziger Stützkörper
realisiert wird. In diesem Zusammenhang ist es beispielsweise denkbar, dass der Boden
und auch die ihn umschließenden Seitenwände mit zugehörigen Führungen ausgerüstet
werden, die ein Kippen oder Verkanten des Bodens gegenüber den Seitenwänden verhindern.
Soll auf derartige Führungen verzichtet werden, so empfiehlt es sich, mit zwei oder
mehr Stützkörpern zu arbeiten. Meistens kommen zwei Stützkörper zum Einsatz, auf welchen
der Boden verkantungsfrei ruht. Dadurch ist der Aufwand verringert und sind Führungen
entbehrlich.
[0020] Der eine oder die beiden Stützkörper befinden sich typischerweise in einem Zwischenraum
zwischen dem Boden und der Grundfläche. Dadurch ist der Stützkörper bzw. sind die
Stützkörper von außen her nicht zugänglich und auch nicht sichtbar. Dadurch werden
Manipulationen verhindert und zugleich ein formschönes Aussehen bewerkstelligt. Um
den Boden in seiner Tiefe zu verstellen, muss dieser zunächst aus dem Aufnahmebehälter
entfernt werden. Zu diesem Zweck mag der Boden mit einer oder mit mehreren Eingriffen
oder vergleichbaren Manipulationselementen ausgerüstet werden, mit deren Hilfe das
Verkaufspersonal den Boden unschwer aus dem Aufnahmebehälter entfernen kann. Jetzt
ist der eine bzw. sind die mehreren Stützkörper zugänglich und können auf der Grundfläche
in der gewünschten Aufstellposition platziert werden. Dabei versteht es sich, dass
bei Rückgriff auf zwei oder mehr Stützkörper die einzelnen Stützkörper in vergleichbarer
Aufstellposition auf der Grundfläche aufgestellt werden. Dadurch ist eine weitgehend
horizontale Anordnung des Bodens gewährleistet. Abschließend wird der Boden auf den
einen bzw. die mehreren Stützkörper aufgelegt und verfügt hierdurch zugleich über
die gewünschte Tiefenposition im Vergleich zu den Seitenwänden.
[0021] Es ist denkbar, dass der Stützkörper lösbar mit dem Boden und/oder der Grundfläche
verbunden wird. Diese Vorgehensweise mag bei Bedarf die Stabilität erhöhen und ermöglicht
alternativ auch den Rückgriff auf lediglich einen Stützkörper für den Boden. Denn
die Kopplung des Stützkörpers mit dem Boden und/oder der Grundfläche sorgt dafür,
dass der Stützkörper in seiner gewünschten Aufstellposition fixiert wird und folglich
der Boden nicht unbeabsichtigt kippen kann oder sich schräg neigt.
[0022] Gegenstand der Erfindung ist auch ein Warenpräsentationsbehälter, welcher mit einem
oder mehreren der beschriebenen Aufnahmebehälter als an einem Tragrahmen angebrachte
Ablage ausgerüstet ist. Meistens wird der fragliche Aufnahmebehälter fußseitig des
Tragrahmens angeordnet und kann an den Tragrahmen lösbar angeschlossen werden. Außerdem
verfügt ein solcher Warenpräsentationsbehälter typischerweise über mehrere in Längserstreckung
benachbart zueinander angeordnete Aufnahmebehälter. Diese können erneut fußseitig
des Tragrahmens an diesem angeordnet oder mit diesem verbunden werden.
[0023] Im Ergebnis werden ein Aufnahmebehälter und ein mit einem solchen Aufnahmebehälter
ausgerüsteter Warenpräsentationsbehälter im Rahmen der Erfindung beschrieben, die
zunächst einmal flexibel an das Warenangebot angepasst werden können. Denn je nach
Menge und/oder Beschaffenheit der Waren bzw. deren Verpackungseinheiten kann letztlich
ein Aufnahmevolumen im zugehörigen Aufnahmebehälter variiert werden. Dazu ist es lediglich
erforderlich, den einen oder die mehreren Stützkörper hinsichtlich seiner jeweiligen
Aufstellposition an die gewünschte Tiefenposition des Bodens anzupassen.
[0024] Der eine oder die mehreren Stützkörper sind in diesem Zusammenhang geschützt und
praktisch unverlierbar in einem Zwischenraum zwischen dem Boden und der Grundfläche
platziert, so dass die Anpassung vorgenommen werden kann, sobald der Boden aus dem
Aufnahmebehälter entfernt wird. Hierzu mag der Boden mit einem oder mehreren Eingriffen
oder anderen Manipulationselementen ausgerüstet werden. Dadurch kann das Verkaufspersonal
unschwer für eine Anpassung der Bodenposition sorgen.
[0025] Auf diese Weise eignet sich der beschriebene Aufnahmebehälter besonders zur Anordnung
im Bereich von Kassieranlagen, folglich als Kassenschütte. Denn in diesem Bereich
werden regelmäßig Anpassungen an ein verändertes Warensortiment gefordert. Diese können
mit Hilfe des erfindungsgemäßen Aufnahmebehälters unschwer und schnell ohne zusätzliches
Werkzeug von praktisch jedem Angehörigen des Verkaufspersonals vorgenommen werden.
[0026] Durch die Anpassung des Aufnahmevolumens des Aufnahmebehälters an die tatsächlichen
Gegebenheiten und Anforderungen wird darüber hinaus die Bedienung für einen Kunden
erleichtert. Befinden sich beispielsweise nur wenige Waren in dem Aufnahmebehälter,
so wird man typischerweise den Boden in eine exponierte Stellung verbringen, welche
die Entnahme der auf dem Boden aufliegenden Waren aus dem Aufnahmebehälter unschwer
ermöglicht. Hierzu mag die größte Bauhöhe des jeweiligen Stützkörpers gehören. Umgekehrt
korrespondiert ein nahezu vollständig gefüllter Aufnahmebehälter dazu, dass der Boden
seine demgegenüber geringste Höhe aufweist und der Stützkörper die geringste Bauhöhe
einnimmt. Hierin sind die wesentlichen Vorteile zu sehen.
[0027] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert; es zeigen:
- Fig. 1
- einen erfindungsgemäßen Warenpräsentationsbehälter in einer perspektivischen Übersicht
zusammen mit dem speziell gestalteten Aufnahmebehälter und
- Fig. 2A bis 2C
- den Aufnahmebehälter in schematischer Schnittdarstellung unter Berücksichtigung verschiedener
Aufstellpositionen des Stützkörpers.
[0028] In der Fig. 1 ist ein Warenpräsentationsbehälter dargestellt, welcher vorliegend
und nicht einschränkend als Warenpräsentationsregal in Gondelausführung für
[0029] Einzelhandelswaren bzw. Waren W ausgelegt ist. Im dargestellten Beispielfall nach
Fig. 1 ist das Warenpräsentationsregal respektive der Warenpräsentationsbehälter mit
einer Kassieranlage 1 kombiniert, was selbstverständlich nur beispielhaft und nicht
einschränkend gilt. Denn der fragliche Warenpräsentationsbehälter kann zweifellos
auch singulär - d. h. ohne Kassieranlage 1 - aufgestellt werden. Ebenso sind in diesem
Zusammenhang lediglich angedeutete Auswahleinheiten 2 entbehrlich.
[0030] Der Warenpräsentationsbehälter ist mit einem Tragrahmen 3, 4 ausgerüstet, welcher
in der Fig. 1 lediglich schematisch angedeutet ist. Der Tragrahmen 3, 4 ist als geschlossener
und umlaufender Rahmen 3, 4 ausgebildet und setzt sich aus zwei Horizontalstreben
3 und hiermit verbundenen zwei Vertikalstreben 4 zusammen. Die Vertikalstreben 4 fungieren
als Halterung für mehrere an den Tragrahmen 3, 4 angeschlossene Ablagen 5.
[0031] Die Horizontalstreben 3 und die Vertikalstreben 4 des Tragrahmens 3, 4 sind miteinander
verschweißt, um eine besonders hohe Verwindungssteifigkeit zu erreichen. Man erkennt,
dass einzelne der Ablagen 5 eine Schrägneigung aufweisen können. Das gilt namentlich
für die kopfseitigen Ablagen 5. Demgegenüber verfügen die darunter befindlichen Ablagen
5 überwiegend über eine horizontale Ausrichtung. Fußseitig des Tragrahmens 3, 4 ist
eine dortige Ablage 5 als Aufnahmebehälter 6 ausgebildet und im Detail in den Fig.
2A bis 2C näher dargestellt. Anhand der Fig. 1 erkennt man, dass mehrere in Längserstreckung
benachbart zueinander angeordnete Aufnahmebehälter 6 realisiert sind. Die einzelnen
Aufnahmebehälter 6 sind sämtlich fußseitig des Tragrahmens 3, 4 platziert, können
sich grundsätzlich natürlich auch an anderer Stelle als Ersatz der dort vorgesehenen
Ablage 5 befinden. Die mehreren Aufnahmebehälter 6 fußseitig des Tragrahmens 3, 4
in der Darstellung nach Fig. 1 verfügen über eine durchgängige Vorderwand 7, was selbstverständlich
nicht einschränkend gilt. Außerdem ist eine durchgängige oder wenigstens zum Teil
durchgängige Rückwand 8 für die einzelnen Aufnahmebehälter 6 vorgesehen. Darüber hinaus
verfügt jeder Aufnahmebehälter 6 noch über Seitenwände 9, 10.
[0032] Bei den Seitenwänden 9, 10 handelt es sich einerseits um Trennwände 9 und andererseits
einen Bestandteil einer Verkleidung 10 für den Tragrahmen 3, 4. Man erkennt, dass
die (durchgängige) Vorderwand 7 und die Seitenwände 9 eine vergleichbare Höhe aufweisen.
Demgegenüber ist die Rückwand 8 mit einer größeren Höhe ausgerüstet und im Rahmen
des Ausführungsbeispiels so gestaltet, dass mit Hilfe der Rückwand 8 der Tragrahmen
3, 4 insgesamt verkleidet wird. Dadurch ist sichergestellt, dass in dem Aufnahmebehälter
6 befindliche und hierin hineingeschüttete Waren W sicher eingehaust werden und beispielsweise
nicht nach hinten herausfallen können. Zugleich stellt die übereinstimmende Höhe von
einerseits der Vorderwand 7 und andererseits den Seitenwänden 9 sicher, dass der Zugriff
auf die im Aufnahmebehälter 6 befindlichen Waren W für einen Kunden besonders einfach
gelingt.
[0033] Von besonderer Bedeutung für die Erfindung ist nun der Detailaufbau des Aufnahmebehälters
6 für die Waren W. Tatsächlich handelt es sich bei dem fraglichen Aufnahmebehälter
6 im Rahmen des Ausführungsbeispiels nach Fig. 1 um eine Schütte und insbesondere
eine Kassenschütte 6 zur Aufnahme von Einzelhandelswaren W. Der Begriff Kassenschütte
6 drückt aus, dass der fragliche Aufnahmebehälter 6 im Bereich der bereits angesprochenen
Kassieranlage 1 angeordnet ist. Außerdem wird deutlich, dass der Aufnahmebehälter
bzw. die Kassenschütte 6 vorteilhaft zur Bevorratung von Waren W mit kleinem Volumen
dient, die in den fraglichen Aufnahmebehälter bzw. die Kassenschütte 6 im Zuge ihrer
Befüllung hineingeschüttet werden. Selbstverständlich kann der Aufnahmebehälter bzw.
die Kassenschütte 6 auch singulär im Bereich der Kassieranlage 1 - d. h. ohne den
Warenpräsentationsbehälter - aufgestellt werden. Das ist allerdings nicht dargestellt.
[0034] Wie bereits erläutert, verfügt der Aufnahmebehälter 6 über mehrere Seitenwände 7,
8, 9, 10, nämlich die durchgängige Vorderwand 7, die ganz oder teilweise durchgängige
Rückwand 8 und die eigentlichen Seitenwände 9, welche insgesamt als Trennwände 9 fungieren.
Die Trennwände 9 unterteilen nämlich eine letztlich längs erstreckte Aufnahmewanne
in die einzelnen benachbart zueinander in Längserstreckung angeordneten Aufnahmebehälter
6. Schlussendlich gehört hierzu noch die Verkleidung 10. Zusätzlich zu diesen Seitenwänden
7, 8, 9, 10 ist ein Boden 11 realisiert. Auf dem Boden 11 liegen die Waren W meistens
haufenartig auf und werden seitlich mit Hilfe der Seitenwände 7, 8, 9, 10 gehalten.
Zu diesem Zweck formen die Seitenwände 7, 8, 9, 10 insgesamt einen geschlossenen Rahmen
12, welcher den Boden 11 umringt. Grundsätzlich kann der Rahmen 12 auch an einzelnen
Stellen offen gestaltet sein.
[0035] Von besonderer Bedeutung für die Erfindung ist nun der Umstand, dass der Boden 11
tiefenverstellbar gegenüber den Seitenwänden 7, 8, 9, 10 ausgebildet ist. Zu diesem
Zweck ruht der Boden 11 auf zumindest einem Stützkörper 13. Anhand des Ausführungsbeispiels
nach den Fig. 2A bis 2C erkennt man, dass zwei Stützkörper 13 vorgesehen sind. Dadurch
wird verhindert, dass der Boden 11 nicht kippt oder gegenüber dem ihn umschließenden
Rahmen 12 verkantet wird. Prinzipiell kann natürlich auch nur mit einem Stützkörper
13 gearbeitet werden. Dann wird man typischerweise eine oder mehrere Führungseinrichtungen
für den Boden 11 gegenüber den Seitenwänden 7, 8, 9, 10 bzw. dem Rahmen 12 vorsehen.
[0036] Der Boden 11 ruht auf dem Stützkörper 13. Außerdem definiert der Stützkörper 13 je
nach seiner Aufstellung auf einer Grundfläche 14 eine jeweils unterschiedliche Bauhöhe
H
1, H
2 und H
3, die jeweils in den einzelnen Fig. 2A, 2B und 2C dargestellt sind. Diese verschiedenen
Bauhöhen H
1, H
2 und H
3 korrespondieren zu variierenden Tiefenpositionen des Bodens 11 im Vergleich zum ihm
umschließenden Rahmen 12.
[0037] Die Seitenwände 7, 8, 9, 10 definieren in Verbindung mit dem Boden 11 einen nach
oben hin offenen Quader. Dadurch wird ein bestimmtes Aufnahmevolumen V
1 bis V
3 für die Waren W im Innern dieses offenen Quaders zur Verfügung gestellt. Dieses Aufnahmevolumen
V
1 bis V
3 lässt sich variieren. Nimmt der Stützkörper 13 seine maximale Bauhöhe H
1 ein, so korrespondiert hierzu die geringste Tiefe des Bodens 11 gegenüber dem Rahmen
12. Das zugehörige Aufnahmevolumen V
1 ist minimal (vgl. Fig. 2A).
[0038] Weist der Stützkörper 13 bei seiner Aufstellung die geringste Bauhöhe H
3 auf, so gehört hierzu das größte Aufnahmevolumen V
3. Das ist in der Fig. 2C dargestellt. Die Aufstellposition des Stützkörpers 13 entsprechend
der Fig. 2B stellt eine gleichsam mittlere Position zwischen den beiden Extremen dar.
[0039] Um diese verschiedenen Aufnahmevolumina V
1 bis V
3 und die zugehörigen Bauhöhen H
1 bis H
3 des Stützkörpers 13 im Detail realisieren zu können, ist der Stützkörper 13 als geometrischer
Raumkörper ausgebildet. Der Stützkörper 13 verfügt über zumindest zwei stabile Aufstellpositionen
mit jeweils unterschiedlicher Bauhöhe H
1 bis H
3. Tatsächlich lassen sich mit Hilfe des in den Fig. 2A bis 2C dargestellten Stützkörpers
13 insgesamt drei verschiedene Bauhöhen H
1 bis H
3 realisieren.
[0040] Der Boden 11 ruht auf einer Tragfläche 13a des Stützkörpers 13. Der Stützkörper 13
liegt seinerseits mit seiner Basisfläche 13b auf der bereits angesprochenen Grundfläche
14 auf. Bei der Grundfläche 14 handelt es sich - wie bereits erläutert - um einen
Boden 14 eines Einzelhandelslokales oder eines Verkaufsraumes oder eine andere entsprechend
gestaltete Unterstützungsfläche.
[0041] Im dargestellten Beispielfall nach den Fig. 2A bis 2C ist der Stützkörper 13 im Querschnitt
L-förmig gestaltet. Tatsächlich verfügt der Stützkörper 13 über einen langen L-Schenkel
13' und einen kurzen L-Schenkel 13". Infolge dieser Ausgestaltung des Stützkörpers
13 lassen sich unschwer die unterschiedlichen und in den Fig. 2A bis 2C dargestellten
Aufstellpositionen definieren.
[0042] Tatsächlich zeigen die Fig. 2A und 2B Aufstellpositionen, bei welchen entweder der
lange L-Schenkel 13' oder der kurze L-Schenkel 13" eine jeweils vertikale Anordnung
aufweisen. Als Folge hiervon findet sich in der Aufstellposition nach Fig. 2A kopfseitig
des langen L-Schenkels die bereits angesprochene Tragfläche 13a als Basis für den
Boden 11. Demgegenüber fungiert der kurze L-Schenkel 13" als gleichsam Basisfläche
13b.
[0043] Bei der Aufstellposition nach Fig. 2B verfügt der kurze L-Schenkel 13" über eine
vertikale Anordnung. Als Folge hiervon findet sich die Tragfläche 13a kopfseitig des
besagten kurzen L-Schenkels 13". Demgegenüber fungiert der lange L-Schenkel 13' als
Basisfläche 13b.
[0044] Im Rahmen der Fig. 2C wird eine dritte Aufstellposition des Stützkörpers 13 dargestellt.
Diese korrespondiert dazu, dass der Stützkörper 13 insgesamt horizontal auf der Grundfläche
14 ruht. D. h., in diesem Fall bestimmt die Materialstärke des im Querschnitt L-förmigen
Stützkörpers 13 die auf diese Weise realisierte Bauhöhe H
3. - In jedem Fall findet sich der eine bzw. finden sich die beiden Stützkörper 13
in einem Zwischenraum 15, welcher zwischen dem Boden 11 und der Grundfläche 14 realisiert
ist. Dadurch sind der eine bzw. sind die beiden Stützkörper 13 für einen Kunden praktisch
unsichtbar.
[0045] Der eine bzw. die beiden Stützkörper 13 können lösbar mit dem Boden 11 und/oder der
Grundfläche 14 verbunden werden. Das ist allerdings nicht dargestellt. Um die verschiedenen
und in den Fig. 2A bis 2C dargestellten Aufstellpositionen umsetzen zu können, muss
zunächst der Boden 11 aus dem Aufnahmebehälter 6 entfernt werden. Dazu mag der Boden
11 über eine oder mehrere Eingriffe bzw. Eingrifföffnungen 16 verfügen. Auch andere
Manipulationselemente sind an dieser Stelle denkbar, die vom Bedienungspersonal ergriffen
werden können. Sobald der Boden 11 entfernt ist, lassen sich die beiden Stützkörper
13 in die in den Fig. 2A bis 2C dargestellten Aufstellpositionen unterschiedlicher
Bauhöhe H
1 bis H
3 - wie beschrieben - verbringen.
1. Aufnahmebehälter (6) für Waren (W), insbesondere Schütte zur Aufnahme von Einzelhandelswaren
(W), mit mehreren Seitenwänden (7, 8, 9, 10), und mit einem Boden (11), dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (11) tiefenverstellbar gegenüber den Seitenwänden (7, 8, 9, 10) ausgebildet
ist und dazu auf zumindest einem freistehenden Stützkörper (13) ruht, welcher je nach
seiner Aufstellung auf einer Grundfläche (14) eine unterschiedliche Bauhöhe (H1 bis H3) aufweist und somit zu verschiedenen Tiefenpositionen des Bodens (11) korrespondiert.
2. Aufnahmebehälter (6) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (7, 8, 9, 10) einen geschlossenen Rahmen (12) beschreiben.
3. Aufnahmebehälter (6) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (7, 8, 9, 10) und der Boden (11) zusammen genommen als nach oben
hin offenes Quader ausgebildet sind.
4. Aufnahmebehälter (6) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützkörper (13) mit seiner Basisfläche (13b) auf der Grundfläche (14) ruht,
während auf seiner Tragfläche (13a) der Boden (11) aufliegt.
5. Aufnahmebehälter (6) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützkörper (13) als geometrischer Raumkörper ausgebildet ist, welcher zumindest
zwei stabile Aufstellpositionen unterschiedlicher Bauhöhe (H1 bis H3) aufweist.
6. Aufnahmebehälter (6) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Stützkörper (13) aus mehreren geometrischen Raumkörpern (13', 13") zusammensetzt.
7. Aufnahmebehälter (6) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützkörper (13) im Querschnitt L-förmig gestaltet ist.
8. Aufnahmebehälter (6) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein langer L-Schenkel (13') und ein kurzer L-Schenkel (13") des Stützkörpers
(13) zur Definition unterschiedlicher Aufstellpositionen in jeweils vertikaler Anordnung
dienen.
9. Aufnahmebehälter (6) nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine dritte Aufstellposition des L-förmigen Stützkörpers (13) zu dessen horizontaler
Anordnung korrespondiert.
10. Aufnahmebehälter (6) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass zwei oder mehr Stützkörper (13) vorgesehen sind.
11. Aufnahmebehälter (6) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützkörper (13) in einem Zwischenraum (15) zwischen dem Boden (11) und der Grundfläche
(14) angeordnet ist.
12. Aufnahmebehälter (6) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützkörper (13) lösbar mit dem Boden (11) und/oder der Grundfläche (14) verbunden
ist.
13. Warenpräsentationsbehälter, insbesondere Warenpräsentationsregal in Gondelausführung
für (Einzelhandels-)Waren (W), mit einem Tragrahmen (3, 4) und mit zumindest einer
an den Tragrahmen (3, 4) angeschlossenen Ablage (5) zur Aufnahme der Waren (W), dadurch gekennzeichnet, dass die Ablage (5) als Aufnahmebehälter (6) im Sinne der Ansprüche 1 bis 12 ausgebildet
ist.
14. Warenpräsentationsbehälter nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmebehälter (6) fußseitig des Tragrahmens (3, 4) angeordnet ist.
15. Warenpräsentationsbehälter nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere in Längserstreckung benachbart zueinander angeordnete Aufnahmebehälter (6)
fußseitig des Tragrahmens (3, 4) vorgesehen sind.