GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Handwerkzeugmaschine, insbesondere einen
Elektroschrauber.
OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
[0002] Die erfindungsgemäße Handwerkzeugmaschine hat eine Werkzeugaufnahme zum Aufnehmen
eines Werkzeugs, einen Motor zum drehenden Antreiben der Werkzeugaufnahme und eine
in einen Antriebsstrang zwischen den Motor und die Werkzeugaufnahme geschaltete drehmomentgesteuerte
Rutschkupplung. Die Rutschkupplung hat eine erste Kupplungsscheibe, eine zweite Kupplungsscheibe,
eine Feder und einen manuell betätigbaren Stellmechanismus. Die zweite Kupplungsscheibe
ist längs einer Achse, in Richtung zu der ersten Kupplungsscheibe begrenzt durch einen
Anschlag, verschiebbar gelagert. Die zweite Kupplungsscheibe ist längs der Achse in
Richtung zu der ersten Kupplungsscheibe durch die Feder kraftbeaufschlagt. Der manuell
betätigbare Stellmechanismus stellt variierbar einen axialen Abstand der ersten Kupplungsscheibe
zu dem Anschlag ein, womit eine Eingriffstiefe der ersten Kupplungsscheibe in die
zweite Kupplungsscheibe festlegbar ist.
[0003] Die beiden Kupplungsscheiben werden durch die Feder standardmäßig in Eingriff gehalten.
Der Anschlag hält die zweite Kupplungsscheibe gegenüber der ersten Kupplungsscheibe
auf Abstand. Die Eingriffstiefe der zweiten Kupplungsscheibe in die erste Kupplungsscheibe
ist somit durch den Anschlag begrenzt. Überschreitet ein an die Rutschkupplung angelegtes
Drehmoment einen kritischen Schwellwert, wird die zweite Kupplungsscheibe gegen die
Wirkung der Feder soweit längs der Achse ausgelenkt, dass die beiden Kupplungsscheiben
vollständig aus dem Eingriff gelangen und eine Drehmomentübertragung unterbrochen.
Der Schwellwert kann über die Eingriffstiefe eingestellt werden, welche durch die
relative Position der ersten Kupplungsscheibe gegenüber dem Anschlag festgelegt ist.
Der Stellmechanismus ermöglicht dem Anwender hiermit ein gewünschtes Auslösedrehmoment
einzustellen.
[0004] Gemäß einer Ausführungsform haben die erste Kupplungsscheibe Nocken und die zweite
Kupplungsscheibe Nocken. Die Kupplungsscheiben greifen mittels der Nocken ineinander.
Die Nocken wenigstens einer der beiden Kupplungsscheiben weisen jeweils einen konvex
gekrümmten Kopf auf, wobei der Kopf einen zum Scheitelpunkt zunehmenden Krümmungsradius
hat. Die Nocke hat ausgehend von einem Boden einen konkaven Fuß, d.h. eine negative
Krümmung. An den Fuß schließt sich vorteilhaft eine ebene Flanke an und nachfolgend
der konvexe Kopf mit der positiven Krümmung. Alternativ kann sich der konvexe Kopf
unmittelbar an den konkaven Fuß anschließen. Die Abfolge der Strukturen einer Nocke
wird entlang einer Umfangsrichtung und in konstanten Abstand zur Achse betrachtet.
Der Kopf bezeichnet den gesamten Bereich einer Nocke, welcher konvex ausgebildet ist.
Die Krümmung des Kopfs nimmt von dem Fuß kommend in Richtung zu dem Scheitel oder
Spitze des Kopfs ab. Obwohl die Nuten für andere Bauweisen einer Rutschkupplung aufgrund
ihrer größeren Breite nachteilig sind, erweisen sie sich bei dem vorgestellten Aufbau
als vorteilhaft. Die abnehmende Krümmung ermöglicht ein robustes Einstellen einer
geringen Eingriffstiefe und damit geringen Schwellwerts zum Auslösen der Rutschkupplung.
Der Mechanismus ist insbesondere gegenüber Toleranzen in der Fertigung und Montage
der Rutschkupplung robust. Ein Einstellen hoher Schwellwerte mit einer Großen Eingriffstiefe
ist gleichermaßen möglich.
[0005] Eine Ausgestaltung sieht vor, dass der Kopf auf einer ansteigenden Seite bis zu dem
Scheitelpunkt aus einem ersten Abschnitt und zweiten Abschnitt besteht und der erste
Abschnitt einen ersten Krümmungsradius und der zweite Abschnitt einen zweiten Krümmungsradius
aufweist, wobei der erste Krümmungsradius geringer als der zweite Krümmungsradius
ist. Der Kopf ist vorzugsweise mit genau zwei verschieden Krümmungsradien ausgebildet.
Auf der abfallenden Seite kann der Krümmungsradius sich von dem größeren zweiten Krümmungsradius
wieder auf den ersten Krümmungsradius verringern. Der erste Krümmungsradius ist beispielsweise
um wenigstens 20 % geringer als der zweite Krümmungsradius. Der zweite Krümmungsradius
kann zwischen 0,9 und 1,2-fach so groß wie eine Höhe der Nocke sein. Die Höhe der
Nocke bezeichnet die maximale Abmessung der Nocke längs der Achse, d.h. vom Anfang
des Fußes bis zum Scheitel des Kopfs.
[0006] Gemäß einer Ausführungsform ist die zweite Kupplungsscheibe auf einer Welle, vorzugsweise
einer Zwischenlegewelle, beweglich gelagert und die erste Kupplungsscheibe und die
zweite Kupplungsscheibe sind gegenüber der Welle längs der Achse beweglich gelagert.
[0007] Die erste Kupplungsscheibe liegt in einer von der zweiten Kupplungsscheibe abgewandten
Richtung an einem von dem Stellmechanismus gebildeten längs der Achse verschiebbaren
weiteren Anschlag an. Die beiden Kupplungsscheiben sind durch zwei getrennte Anschläge
in ihrer axialen Bewegung in die gleiche Richtung begrenzt. Der weitere Anschlag ist
gegenüber dem ersten Anschlag verschiebbar und deren Abstand legt die Eingriffstiefe
der beiden Kupplungsscheibe fest.
[0008] Gemäß einer Ausgestaltung sind die zweite Kupplungsscheibe mit der Welle zum Übertragen
eines Drehmoments verzahnt und die erste Kupplungsscheibe mit einer weiteren Welle
zum Übertragen des Drehmoments verzahnt, wobei die erste Kupplungsscheibe gegenüber
der weiteren Welle verschiebbar ist. Die weitere Welle ist beispielsweise die Spindel,
welche ein Werkzeug aufnimmt oder mit der Werkzeugaufnahme verbunden ist. Eine axiale
Beweglichkeit der ersten Kupplungsscheibe gegenüber der weiteren Welle kann beispielsweise
durch eine zwischengeschaltete Klauenkupplung erfolgen.
KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUREN
[0009] Die nachfolgende Beschreibung erläutert die Erfindung anhand von exemplarischen Ausführungsformen
und Figuren. In den Figuren zeigen:
Fig. 1 einen Elektroschrauber;
Fig. 2 einen Antriebsstrang des Elektroschraubers;
Fig. 3 bis Fig. 4 eine Kupplungsscheibe
Fig. 5 einen Antriebsstrang eines Elektroschraubers;
Fig. 6 einen Antriebsstrang eines Elektroschraubers;
[0010] Gleiche oder funktionsgleiche Elemente werden durch gleiche Bezugszeichen in den
Figuren indiziert, soweit nicht anders angegeben.
AUSFÜHRUNGSFORMEN DER ERFINDUNG
[0011] Fig. 1 zeigt einen beispielhaften Elektroschrauber
1, der im Betrieb ein Werkzeug
2, vorzugsweise ein Schrauberbit, um eine Arbeitsachse
3 rotierend antreibt. Eine Werkzeugaufnahme
4 für das Werkzeug
2 ist drehbar um die Arbeitsachse
3 an einem Gehäuse
5 gelagert. Die Werkzeugaufnahme
4 ist über einen Antriebsstrang
6 mit einem Elektromotor
7 gekoppelt, welcher sich ansprechend auf ein Betätigen eines Systemtasters
8 dreht. Ein Anwender kann den Elektroschrauber
1 mittels des Systemtasters
8 in Betrieb nehmen und mittels eines am Gehäuse
5 ausgebildeten Handgriffs
9 führen.
[0012] Fig. 2 zeigt einen Aufbau des Antriebsstrangs
6 mit einer einstellbaren Rutschkupplung
10, welche eine Übertragung eines Drehmoments unterbricht, wenn ein angelegtes Drehmoment
einen Grenzwert überschreitet. Der Grenzwert ist für einen Anwender mittels eines
Schiebers
11 einstellbar. Die Rutschkupplung
10 greift antriebsseitig an eine Vorlegewelle
12 und abtriebsseitig an eine Abtriebsspindel
13 an, welche beide koaxial zu der Arbeitsachse 3 sind. Die Vorlegewelle
12 ist in dem Gehäuse
5 axial unbeweglich gelagert. Ein Antrieb der Vorlegewelle
12 erfolgt beispielsweise über ein Getriebe
14, hier beispielhaft mit zwei Ritzel dargestellt, das an den Elektromotor
7 drehfest angebunden ist. Die Abtriebsspindel
13 ist an einem stirnseitigen Ende mit der Werkzeugaufnahme
4 versehen. Der dargestellte Aufbau des Antriebsstrangs
6 ist beispielhaft und kann in anderen Ausführungsformen weitere kraftwandelnde oder
kraft-unterbrechende Komponenten enthalten.
[0013] Die Rutschkupplung
10 beinhaltet eine antriebsseitige Kupplungsscheibe
15, eine abtriebsseitige Kupplungsscheibe
16 und eine Rückstellfeder
17. Die antriebsseitige Kupplungsscheibe
15 ist auf der Vorlegewelle
12 axial beweglich gelagert. Die antriebsseitige Kupplungsscheibe
15 kann sich längs der Arbeitsachse
3 in Einrückrichtung
18 der abtriebsseitigen Kupplungsscheibe
16 nähern oder in Ausrückrichtung
19, d.h. entgegengesetzt zu Einrückrichtung
18, von der abtriebsseitigen Kupplungsscheibe
16 entfernen. Die Rückstellfeder
17 wirkt in Einrückrichtung
18 auf die antriebsseitige Kupplungsscheibe
15 und schiebt diese in Einrückrichtung
18 zu der abtriebsseitigen Kupplungsscheibe
16. In einer Grundstellung der Rutschkupplung
10, d.h. ohne angelegtem Drehmoment, ist die antriebsseitige Kupplungsscheibe
15 so nah wie möglich an der abtriebsseitigen Kupplungsscheibe
16. Die beispielsweise als Nockenringe ausgebildeten Kupplungsscheiben
15, 16 sind in der Grundstellung in Eingriff, wodurch die antriebsseitige Kupplungsscheibe
15 auf die abtriebsseitige Kupplungsscheibe
16 ein angelegtes Drehmoment überträgt. Eine Form der Nockenringe ist derart ausgebildet,
dass bei einem angelegten Drehmoment eine in Ausrückrichtung
19 wirkende Kraft auf die antriebsseitige Kupplungsscheibe
15 ausgeübt wird. Überschreitet das angelegte Drehmoment den Grenzwert, ist die Kraft
ausreichend die antriebsseitige Kupplungsscheibe
15 gegen die Kraft der Rückstellfeder
17 soweit in Ausrückrichtung
19 auszulenken, dass die Nockenringe vollständig aus dem Eingriff gelangen.
[0014] Ein erster Anschlag
20 begrenzt eine Bewegung der antriebsseitigen Kupplungsscheibe
15 in die Einrückrichtung
18, indem die antriebsseitige Kupplungsscheibe
15 an diesem ersten Anschlag
20 in Einrückrichtung
18 zum Anliegen kommt. Der erste Anschlag
20 ist längs einer axial verlaufenden Linie zwischen der antriebsseitige Kupplungsscheibe
15 und der abtriebsseitigen Kupplungsscheibe
16 angeordnet. Der erste Anschlag
20 ist gegenüber dem Gehäuse
5 und der Vorlegewelle
12 axial unbeweglich. Der erste Anschlag
20 legt somit die relative axiale Position der antriebsseitige Kupplungsscheibe
15 gegenüber der abtriebsseitigen Kupplungsscheibe
16 in der Grundstellung fest. Bei der dargestellten Ausführungsform hat die antriebsseitige
Kupplungsscheibe
15 wenigstens einen radial vorspringenden Zapfen
21, der in eine axial verlaufende Längsnut
22 in der Vorlegewelle
12 eingreift. Die Längsnut
22 ist in Einrückrichtung
18 an einem Nutende
23 geschlossen. Das Nutende
23 bildet den ersten Anschlag
20 für den Zapfen
21 ergo die antriebsseitige Kupplungsscheibe
15. Die Längsnut
22 und der Zapfen
21 bilden eine Verzahnung zur drehfesten Ankopplung der antriebsseitige Kupplungsscheibe
15 an die Vorlegewelle
12 zum Übertragen eines Drehmoments. Die Verzahnung kann mehrere Längsnuten
22 und Zapfen
21 enthalten. Der erste Anschlag
20 kann alternativ oder zusätzlich durch einen auf die Vorlegewelle
12 aufgesetzten Ring
24 gebildet sein. Der Ring
24 ist an einem in Einrückrichtung
18 weisenden Ende der Vorlegewelle
12 aufgesetzt.
[0015] Die abtriebsseitige Kupplungsscheibe
16 ist gegenüber der Vorlegewelle
12 beweglich gelagert. In der dargestellten Ausführungsform ist die abtriebsseitige
Kupplungsscheibe
16 auf der Abtriebsspindel
13 axial beweglich gelagert. Ein zweiter Anschlag
25 begrenzt die Bewegung der abtriebsseitigen Kupplungsscheibe
16 in die Einrückrichtung
19. Die Richtungsangaben werden durchgehend auf die Bewegung der antriebsseitige Kupplungsscheibe
15 bezogen. Die abtriebsseitige Kupplungsscheibe
16 berührt bei einem angelegten Drehmoment den zweiten Anschlag
25. Die Form der Nocken bewirken eine teilweise Wandlung des Drehmoments in eine in Einrückrichtung
19 wirkende Kraft auf die abtriebsseitige Kupplungsscheibe
16. Eine optionale Feder
26 kann die abtriebsseitige Kupplungsscheibe
16 an dem zweiten Anschlag
25 halten. Die Feder
26 wirkt auf die abtriebsseitige Kupplungsscheibe
16 in Einrückrichtung
19 und ist beispielsweise an der Vorlegewelle
12 abgestützt.
[0016] Der zweite Anschlag
25 ist mit dem Schieber
11 verbunden. Der Schieber
11 hat beispielsweise eine auf das Gehäuse
5 aufgesetzte und gegenüber dem Gehäuse
5 drehbare Hülse
27, welche der Anwender greifen kann. Ein längs der Arbeitsachse
3 orientiertes Gewinde
28 an der Hülse
27 greift in ein entsprechendes Gewinde
29 des Gehäuses
5 ein. Beim Drehen der Hülse
27 wird diese Hülse
27 gegenüber dem Gehäuse
29 und der Vorlegewelle
12 längs der Arbeitsachse
3 verschoben. Der zweite Anschlag 25 ist ein an der Hülse
27 nach Innen vorstehend ausgeformter Ring.
[0017] Die abtriebsseitige Kupplungsscheibe
16 hat beispielsweise ein oder mehrere radial nach Innen weisende Zapfen
30, welche in Nuten
31 in der Abtriebsspindel
13 zum Übertragen eines Drehmoments eingreifen.
[0018] Der erste Anschlag
20 und der zweite Anschlag
25 legen einen axialen Abstand der antriebsseitige Kupplungsscheibe
15 und der abtriebsseitigen Kupplungsscheibe
16 und damit eine Tiefe
32 deren Eingriff ineinander in der Grundstellung fest. Die Eingriffstiefe
32 entspricht ausgehend von der Grundstellung der notwendigen Auslenkung der antriebsseitige
Kupplungsscheibe
15 in Ausrückrichtung
20, um die Rutschkupplung
10 zu lösen. Das notwendige Drehmoment zum Lösen der Rutschkupplung
10 steigt mit zunehmender Eingriffstiefe
32 unter Anderem aufgrund der mit der Auslenkung progressiv zunehmenden Federkraft der
Rückstellfeder
17. Der Anwender kann somit durch axiales Verschieben des zweiten Anschlags
25 den Grenzwert für das übertragene Drehmoment einstellen.
[0019] Fig. 3 zeigt eine beispielhafte antriebsseitige Kupplungsscheibe
40 in einer perspektivischen Darstellung, mit Sicht auf eine in Einrückrichtung
19 weisende Stirnseite
41 und Fig. 4 einen Ausschnitt eines abgerollten Profils der Kupplungsscheibe
40, der ausgeschnittene Bereich ist als zylindrische Fläche IV-IV in Fig. 3 angedeutet.
Die Kupplungsscheibe
40 hat an der Stirnseite
41 mehrere, vorzugsweise uniforme Nocken
42. Eine abtriebsseitige Kupplungsscheibe kann mit identischen Nocken zu der antriebsseitigen
Kupplungsscheibe
40 ausgebildet sein. Die Nocken
42 sind in Umfangsrichtung
43 um die Arbeitsachse 3 aufeinanderfolgend angeordnet. Die Nocke
42 hat in Umfangsrichtung
43 aufeinanderfolgend einen vorderen Fuß
44, eine in Einrückrichtung
19 ansteigende Flanke
45, einen Kopf
46, eine in Einrückrichtung
19 fallende Flanke
47 und einen hinteren Fuß
48. Zwischen zwei aufeinanderfolgenden Nocken
42 kann die Kupplungsscheibe
40 einen ebenen Boden
49 aufweisen.
[0020] Während eines Eingriffs der antriebsseitigen Kupplungsscheibe
40 in die abtriebsseitige Kupplungsscheibe liegen die jeweiligen ansteigenden Flanken
45 flächig aneinander an. Die ansteigende Flanke
45 und die fallende Flanke
47 sind hierfür vorzugsweise eben. Eine Neigung der Flanken
45, 47 gegenüber der Arbeitsachse 3 liegt beispielsweise im Bereich zwischen 45 Grad und
70 Grad. Die Neigung legt die Wandlung des angelegten Drehmoments in eine axial wirkende
Kraft fest. Die Flanke
45 erstreckt sich über einen Anteil von 20 % bis 30 % einer Höhe
50 der Nocke
42. Der Schieber
11 ermöglicht die Eingriffstiefe 32 festzulegen. Bei einer grössten Eingriffstiefe
32 liegen die ansteigenden Flanken
45 der beiden Kupplungsscheiben vollständig über deren gesamte Höhe aneinander an.
[0021] Der Fuss
44 hat eine negative Krümmung mit einem vorzugsweise konstanten Krümmungsradius von
dem Boden
49 bis zu der Flanke
45. Ein Übergang von dem Boden
49 in den Fuss
44 ist glatt, d.h. mit einer ohne Sprünge stetig zunehmenden Neigung. Gleichermassen
ist ein Übergang des Fusses
44 in die Flanke
45 glatt. Ein Krümmungsradius des Fusses
44 ist vorzugsweise deutlich geringer als die Höhe
50 der Nocke
42, z.B. geringer als 40 % der Höhe
50. Der Anteil des Fusses
44 an der Höhe
50 der Nocke
42 kann somit gering gehalten sein.
[0022] Der Kopf
46 hat eine durchgehend positive Krümmung, welche zumindest im Anstieg von der ansteigenden
Flanke
45 bis zu einem Scheitelpunkt
51 des Kopfs
46 zwei Krümmungsradien aufweist. Die Flanke
45 geht glatt in einen ersten Abschnitt
52 des Kopfs
46 über. Der ersten Abschnitt
52 hat einen ersten Krümmungsradius
53 und geht glatt in einen zweiten Abschnitt
54 mit einem zweiten Krümmungsradius
55 über. Der Scheitelpunkt
51 des Kopfs
46 liegt im zweiten Abschnitt
54. Der beispielhafte Kopf
46 ist zu dem Scheitelpunkt
51 symmetrisch, an den zweiten Abschnitt
54 schliesst sich ein dritter Abschnitt
56 mit einem Krümmungsradius gleich dem ersten Krümmungsradius
53 an.
[0023] Der erste Krümmungsradius
53 ist geringer als der zweite Krümmungsradius
55, vorzugsweise um wenigstens 20 % und höchstens um 60 % geringer als der zweite Krümmungsradius
55. Der erste Abschnitt
52 hat lokal die stärkste Krümmung (geringsten Krümmungsradius) zwischen der ebenen
Flanke
45 und dem Scheitelpunkt
51 der Nocke
42. Eine Länge, gemessen in Abrollrichtung, der Nocke
42 ist aufgrund des wenig gekrümmten mittleren zweiten Abschnitts
54 um 20 % bis 40 % länger als eine Nocke, deren Kopf mit einem zylindrischen Kopf und
dem zweiten Krümmungsradius ausgebildet ist. Ein Verhältnis einer Höhe
50 der Nocke
42 zu dem zweiten Krümmungsradius
55 liegt im Bereich von 0,5 bis 0,75. Der erste Krümmungsradius
53 ist näherungsweise gleich der Höhe
50, z.B. deren Verhältnis liegt im Bereich von 0,9 bis 1,2. Der Kopf
46 hat einen Anteil von mehr als 50 % der Höhe
50 der Nocke
42. Ein Übergangspunkt
57 von dem ersten Bereich
52 in den zweiten Bereich
54 liegt auf etwa 90 % bis 95 % der Höhe
50 der Nocke
42. Stellt der Anwender den Schieber 11 auf ein minimales Drehmoment ein, greift die
zweite Kupplungsscheibe in die erste Kupplungsscheibe nur bis zu dem Übergangspunkt
57 ein, der erste Abschnitt
54 bleibt unberührt.
[0024] Fig. 5 zeigt eine weitere Ausführungsform des Antriebsstrangs
6. Die antriebsseitige Kupplungsscheibe
15 ist im wesentlichen gleich zu der vorhergehenden Ausführungsform aufgebaut und auf
der Vorlegewelle
12 axial beweglich und in Drehrichtung verzahnend gelagert. Eine abtriebsseitige Kupplungsscheibe
60 ist auf der Vorlegewelle
12 axial verschieblich gelagert und kann sich gegenüber der Vorlegewelle
12 frei drehen. Die antriebsseitige Kupplungsscheibe
15 und die abtriebsseitige Kupplungsscheibe
60 greifen ineinander mittels Nocken
42, wie vorhergehend beschrieben ein. Der axiale Abstand der antriebsseitigen Kupplungsscheibe
15 von der abtriebsseitigen Kupplungsscheibe
60 in der Grundstellung wird durch den von dem Schieber
11 positionierten Anschlag
25 für die abtriebsseitige Kupplungsscheibe
6061 festgelegt.
[0025] Die Spindel
13 ist gegenüber der Vorlegewelle
12 axial beweglich. Eine Feder
62 zwischen der Spindel
13 und der Vorlegewelle
12 halten diese in Grundstellung auf Abstand. Die Spindel
13 weist in Richtung zu der Vorlegewelle
12 axial vorstehende Klauen
63 auf, welche in entsprechende Klauen
64 an der abtriebsseitige Kupplungsscheibe
60 eingreifen können. Die Klauenkupplung gebildet durch die Klauen
63, 64 kann Teil einer mechanischen Aktivierung der Spindel
13 sein. Ein Eingriff erfolgt vorzugsweise erst, wenn ein Anwender die Spindel
13 gegen die Vorlegewelle
12 anpresst.
[0026] Fig. 6 zeigt eine weitere Ausführungsform eines Antriebsstrangs
70. Der Antriebsstrang
70 hat ein motorgetriebenes Ritzel
71 und eine Vorlegewelle
72, welche über eine drehmomentgesteuerte Kupplung
73 gekoppelt sind. Das Ritzel
71 ist auf der Vorlegewelle
72 drehbar gelagert. Ein Antriebsritzel (nicht dargestellt) kämmt mit dem Ritzel
71. Das Ritzel
71 ist an seiner in Richtung
74 zu Werkzeugaufnahme
4 weisenden Stirnseite
75 mit Nocken
76 versehen und als antriebsseitige Kupplungsscheibe ausgebildet. Das Ritzel
71 ist in dem Gehäuse
5 längs der Arbeitsachse
3 unbeweglich. Eine in die antriebsseitigen Kupplungsscheibe eingreifende abtriebsseitige
Kupplungsscheibe 77 ist auf der Vorlegewelle
72 axial beweglich gelagert. Nocken
76 der antriebsseitigen Kupplungsscheibe
71 und Nocken
78 der abtriebsseitigen Kupplungsscheibe
77 können gleich den Nocken der zuvor beschriebenen Ausführungsformen ausgebildet sein.
Die abtriebsseitige Kupplungsscheibe
77 ist über eine Innenverzahnung
79 mit der Vorlegewelle
72 drehfest gekoppelt.
[0027] Eine Rückstellfeder
80 drückt die bewegliche abtriebsseitige Kupplungsscheibe
77 in Rückstellrichtung
81 zu der antriebsseitigen Kupplungsscheibe
71, um diese in einer Grundstellung im Eingriff zu halten. Die Rückstellfeder
80 stützt sich entgegen der Rückstellrichtung
81 an einem Ring
82 ab. Der Ring
82 ist axial unbeweglich auf der Vorlegewelle
72 befestigt. Vorzugsweise dreht sich der Ring
82 zusammen mit der Vorlegewelle
72 um eine Torsion der Rückstellfeder
80 zu unterbinden. Die abtriebsseitige Kupplungsscheibe 77 liegt in der Grundstellung
in Rückstellrichtung
81 an einem Anschlag
83 an, welcher axial fest mit einer die abtriebsseitige Kupplungsscheibe
77 umgebenden Hülse
84 verbunden ist. Der Anschlag
83 ist beispielsweise durch einen Springring realisiert, welcher in radialer Richtung
mit der abtriebsseitige Kupplungsscheibe
77 überlappt. Ein Abstand
85 des Anschlags
83 von der antriebsseitigen Kupplungsscheibe
71 legt fest, wie weit die Nocken
76, 78 maximal, d.h. in der Grundstellung, ineinander eingreifen können. Die Hülse
84 und damit der Anschlag
83 sind gegenüber der Vorlegewelle
72 und der antriebsseitigen Kupplungsscheibe
71 längs der Arbeitsachse
3 einstellbar verschieblich. Eine spiralförmige Kulisse
86 an einem vom Anwender greifbaren Stellring
87 greift in die Hülse
84 und legt deren axiale Position gegenüber dem Gehäuse
5 fest.
[0028] Eine Abtriebswelle
88 ist gegenüber der Vorlegewelle
72 axial beweglich und greift über eine Klauenkupplung
89 in die Vorlegewelle
72 ein. Der an der Vorlegewelle befestigte Ring
82 ist als ein Teil der Klauenkupplung
89 ausgebildet. Die Abtriebswelle
87 kann alternativ starr mit der Vorlegewelle
72 verbunden sein.
1. Handwerkzeugmaschine hat eine Werkzeugaufnahme
(4) zum Aufnehmen eines Werkzeugs
(2), einen Motor
(7) zum drehenden Antreiben der Werkzeugaufnahme
(4) und eine in einen Antriebsstrang
(6) zwischen dem Motor
(7) und die Werkzeugaufnahme
(4) geschaltete drehmomentgesteuerte Kupplung
(10), die drehmomentgesteuerte Kupplung
(10, 73) enthält:
eine erste Kupplungsscheibe (16; 77),
eine zweite Kupplungsscheibe (15; 71),
eine Feder (17; 80), die die zweite Kupplungsscheibe (15; 71) in eine Rückstellrichtung (18; 81) zu der ersten Kupplungsscheibe (16; 77) kraftbeaufschlagt, wobei die zweite Kupplungsscheibe (15; 71) längs einer Achse (3) parallel zu der Rückstellrichtung (18) und in die Rückstellrichtung (18) begrenzt durch einen Anschlag (20; 83) verschiebbar gelagert ist, und
einen Stellmechanismus (11), der einen axialen Abstand (85) der ersten Kupplungsscheibe (16) zu dem Anschlag (20; 83) zum Festlegen einer Eingriffstiefe (32) der ersten Kupplungsscheibe (16; 77) in die zweite Kupplungsscheibe (15; 71) vorgibt.
2. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Kupplungsscheibe (16) Nocken und die zweite Kupplungsscheibe (15) Nocken (42) haben, welche ineinandergreifen, und die Nocken (42) wenigstens einer der beiden Kupplungsscheiben (15) jeweils einen konvex gekrümmten Kopf (46) aufweisen, wobei der Kopf (46) einen zum Scheitelpunkt (51) hin zunehmenden Krümmungsradius aufweist.
3. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopf (46) auf einer ansteigenden Seite bis zu dem Scheitelpunkt (51) aus einem ersten Abschnitt (52) und zweiten Abschnitt (54) besteht und der erste Abschnitt (52) einen ersten Krümmungsradius (53) und der zweite Abschnitt (54) einen zweiten Krümmungsradius (55) aufweist, wobei der erste Krümmungsradius (53) geringer als der zweite Krümmungsradius (55) ist.
4. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Krümmungsradius (53) um wenigstens 20 % geringer als der zweite Krümmungsradius (55) ist.
5. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Krümmungsradius (55) zwischen 0,9 und 1,2-fach so groß wie eine Höhe (50) der Nocke (42) ist.
6. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Nocke einen ebene ansteigende Flanke (45) aufweist, an welche sich der erste Abschnitt (52) des Kopfs anschließt.
7. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Kupplungsscheibe (16) und die zweite Kupplungsscheibe (15) gegenüber der Welle (12) längs der Achse (3) beweglich gelagert sind.
8. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Kupplungsscheibe (16) in einer von der zweiten Kupplungsscheibe (15) abgewandten Richtung (18) an einem von dem Stellmechanismus (11) gebildeten längs der Achse (3) verschiebbaren zweiten Anschlag (25) anliegt.
9. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Kupplungsscheibe (15) mit der Welle (12) zum Übertragen eines Drehmoments verzahnt ist und die erste Kupplungsscheibe (16) mit einer weiteren Welle (13) zum Übertragen des Drehmoments verzahnt ist, wobei die erste Kupplungsscheibe (16) gegenüber der weiteren Welle (13) verschiebbar ist.
10. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Kupplungsscheibe (16) auf der Welle (12) gelagert und über eine Klauenkupplung (63, 64) mit der weiteren Welle (13) gekoppelt ist.