[0001] Die Erfindung betrifft eine Brotschneidemaschine, insbesondere Gatter-Brotschneidemaschine,
mit einer zu einem Maschinengestell gehörenden, stationären Brotablagefläche und einem
beweglichen Brotschieber, der eine Schubfläche aufweist, die sich quer zur Brotablagefläche
erstreckt, und mit einem Schieberantrieb, der mit dem Brotschieber über mindestens
zwei Kuppelstellen gekuppelt ist und den Brotschieber entlang eines linearen Schieberwegs
antreibt, wobei aufgrund der mindestens zwei, beabstandet zueinander liegenden Kuppelstellen
einem Schrägstellen des Brotschiebers führend entgegengewirkt wird.
[0002] Eine Brotschneidemaschine der eingangs genannten Art geht aus der
EP-A2 0 030 061 hervor. Derartige, mit beweglichem Brotschieber versehene Brotschneidemaschinen ermöglichen
es, ein ganzes Brot in einem Arbeitsgang in eine Vielzahl von Brotscheiben zu schneiden.
Hierzu legt eine Bedienperson das ganze Brot auf eine Brotablagefläche, setzt dann
das oder die Schneidemesser der Brotschneidemaschine in Gang und betätigt einen Brotschieber,
der sich seitlich an das Brot anlegt und es durch das beziehungsweise die Messer schiebt.
Der Brotschieber kann auch mittels einer vorzugsweise elektrischen Antriebseinheit
verlagert werden. Für die Verlagerung des Brotschiebers ist ein Schieberantrieb vorgesehen,
der als Hebelantrieb ausgebildet ist. Der Hebelantrieb weist zwei parallel mit Abstand
zueinander liegende Hebelanordnungen auf, wobei die Hebelanordnungen die Antriebseinheit
mit dem Brotschieber derart koppeln, sodass letzterer eine lineare Hin- und Herbewegung
durchführen kann. Die beiden Hebelanordnungen weisen Gelenkachsen auf, die in Ebenen
liegen, welche parallel zur Brotablagefläche verlaufen. Der Hebelantrieb des Brotschiebers
weist eine Vielzahl von beweglich miteinander gekuppelten Teilen auf und ist daher
konstruktiv aufwendig und teuer. Ferner besteht die Schwierigkeit, die beiden Hebelanordnungen
synchron zueinander zu bewegen, um ein Schrägstellen des Brotschiebers zu vermeiden.
Die erwähnte Synchronbewegung erfordert einen entsprechenden konstruktiven Aufwand.
[0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Brotschneidemaschine der eingangs
genannten Art derart zu schaffen, dass bei einfacher und kostengünstiger Konstruktion
ein sicherer und präziser Betrieb des Brotschiebers möglich ist.
[0004] Diese Aufgabe wird bei einer Brotschneidemaschine der eingangs genannten Art dadurch
gelöst, dass der Schieberantrieb als Scherengelenkantrieb oder als Seilzugantrieb
ausgebildet ist. Im Falle des Scherengelenkantriebs kommt eine Scherengelenkanordnung
zum Einsatz, wobei ein Öffnen und zumindest teilweises Schließen einer "Schere" eine
Linearverlagerung des Brotschiebers dadurch bewirkt, dass der Brotschieber mit zwei
Scherenenden gekuppelt ist und die anderen beiden Scherenenden ortsfest in Bezug auf
die Bewegungsrichtung des Brotschiebers an dem Maschinengestell der Brotschneidemaschine
angeordnet sind. Im Falle der Ausbildung des Schieberantriebs als Seilzugantrieb wird
mittels eines Seils eine lineare Verlagerungsbewegung des Brotschiebers bewirkt, wobei
das Seil über die beiden, beabstandet zueinander liegenden Kuppelstellen mit dem Brotschieber
verbunden ist und an den beiden Kuppelstellen Zugkräfte auf den Brotschieber überträgt,
sodass sich dieser verlagert. Im Zuge dieser Anmeldung wird der Begriff "Seil" beziehungsweise
"Seilzugantrieb" verwendet. Dabei ist hierunter stets ein biegeschlaffes Zugmittel
beziehungsweise ein Antrieb mit biegeschlaffem Zugmittel zu verstehen, das heißt,
das Seil muss beispielsweise nicht ein Drahtseil sein, sondern kann auch aus einem
anderen Material bestehen. Der Antrieb der Scherengelenkanordnung beziehungsweise
des Seils erfolgt mittels einer Antriebseinheit, die in dem erstgenannten Fall die
Schere betätigt und in dem zweitgenannten Fall eine Zugbewegung des Seils herbeiführt.
[0005] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Scherengelenkantrieb
zwei Scherenarme aufweist, die, sich kreuzend, über ein Drehgelenk miteinander verbunden
sind. Das Drehgelenk verlagert sich beim Öffnen beziehungsweise Schließen der Schere
in einer Scherenebene, in der auch die beiden Scherenarme liegen. Die Anordnung ist
derart getroffen, dass das Drehgelenk bei der Betätigung des Scherengelenkantriebs
eine Verlagerungsbewegung durchführt, das heißt, es ist nicht maschinengestellfest
angeordnet.
[0006] Ferner ist es nach einer Weiterbildung der Erfindung vorteilhaft, wenn die Scherenarme
auf der einen Seite des Drehgelenks Scherenvorderarme und auf der anderen Seite des
Drehgelenks Scherenhinterarme bilden, wobei die Scherenvorderarme über die Kuppelstellen
mit dem Brotschieber verbunden sind. Im Zuge eines Offnens beziehungsweise Schließens
der Schere, also dem Verschwenken der beiden Scherenarme um das Drehgelenk, verlagern
sich die beiden Kuppelstellen im Bereich der Scherenvorderarme relativ zum Brotschieber,
mit der Folge, dass sich der Brotschieber entsprechend bewegt. Dabei bewegen sich
die beiden Kuppelstellen aufeinander zu beziehungsweise voneinander weg. Um dies bewerkstelligen
zu können, sind die Scherenvorderarme, und insofern die Kuppelstellen, nicht starr,
sondern verschieblich mit dem Brotschieber verbunden.
[0007] Wie bereits angedeutet, ist vorteilhafterweise vorgesehen, dass die Kuppelstellen
quer, insbesondere senkrecht, zur Schieberbewegung verlagerbar am Brotschieber angeordnet
sind, um eine Bewegung der Scherenarme um das Drehgelenk zuzulassen.
[0008] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass einer der Scherenhinterarme einen
ersten Scherenhinterarm bildet, der verlagerbar am Maschinengestell gelagert ist,
insbesondere quer zur Schieberbewegung verschiebbar am Maschinengestell gelagert ist.
Der erste Scherenhinterarm ist somit in Bewegungsrichtung des Brotschiebers fest am
Maschinengestell gelagert, er kann jedoch quer zur Schieberbewegung relativ zum Maschinengestell
verlagert werden, um eine Öffnungs- beziehungsweise Schließbewegung der Schere zuzulassen.
[0009] Ferner ist es vorteilhaft, wenn der andere der Scherenhinterarme einen zweiten Scherenhinterarm
bildet, der schwenkbar mittels eines Schwenklagers am Maschinengestell gelagert ist.
Zur Betätigung der Schere des Scherengelenkantriebs wird demzufolge der zweite Scherenhinterarm
um das ortsfest am Maschinengestell angeordnete Schwenklager geschwenkt.
[0010] Für eine maschinelle Betätigung des Brotschiebers weist die Brotschneidemaschine
vorzugsweise eine Antriebseinheit auf, die für eine Schieberbewegung den zweiten Scherenhinterarm
um das Schwenklager schwenkend antreibt. Dieser Antrieb erfolgt in alternierender
Schwenkrichtung, um den Brotschieber hin- und herzubewegen.
[0011] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass auf einer dem Drehgelenk
abgewandten Seite des Schwenklagers der zweite Scherenhinterarm eine Kreisbogenverzahnung
aufweist, die mit einem von der Antriebseinheit angetriebenen, ortsfest gelagerten
Antriebsritzel kämmt. Die Antriebseinheit dreht das Antriebsritzel, wodurch der zweite
Scherenhinterarm mit seiner Kreisbogenverzahnung um das maschinengestellfeste Schwenklager
verschwenkt wird, was zu einer Öffnungs- beziehungsweise Schließbewegung der Schere
führt.
[0012] Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass die Scherenbewegung des Scherengelenkantriebs
in einer Ebene liegt, die sich parallel oder im Wesentlichen parallel zur Brotablagefläche
erstreckt. Während im Stand der Technik die Ebenen, in denen sich die Hebelanordnungen
bewegen, quer, insbesondere senkrecht zur Brotablagefläche liegen, ist bei der Erfindung
somit vorteilhafterweise ein anderes Konstruktionsprinzip verwirklicht, bei dem die
durch die Scherenbewegung aufgespannte Ebene parallel oder etwa parallel zur Brotablagefläche
liegt.
[0013] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass im Falle des Seilzugantriebs als
Seil - wie bereits erwähnt - ein biegeschlaffes Zugmittel zum Einsatz kommt, insbesondere
in Form einer Endlosschleife. Bevorzugt ist nur eine einzige Endlosschleife vorgesehen.
[0014] Insbesondere ist nach einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass an dem Zugmittel
die beiden Kuppelstellen liegen. Dies bedeutet, dass das Zugmittel selbst mit dem
Brotschieber verbunden ist und dies an zwei beabstandet zueinander liegenden Stellen,
was als direkte Verbindung verstanden werden kann, oder - alternativ - dass das Zugmittel
mit Mitnahmemittein verbunden ist, die mit dem Brotschieber verbunden sind, sodass
eine Verlagerung der Mitnahmemittel durch Zug des Zugmittels zu einer entsprechenden
Verlagerung des Brotschiebers führt. Um ein Verkanten oder Schrägstellen des Brotschiebers
bei seiner Bewegung zu vermeiden, sind zwei beabstandet zueinander liegende Mitnahmemittel
vorgesehen.
[0015] Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass das Zugmittel derart
über ortsfeste Umlenkstellen geführt ist, dass es zwei vorzugsweise parallel zueinander,
in Richtung oder etwa in Richtung der Schieberbewegung verlaufende Schlaufenabschnitte
aufweist und dass an diesen Schlaufenabschnitten die Kuppelstellen liegen. Die Schlaufenabschnitte
sind bevorzugt als geradlinige Schlaufenabschnitte ausgebildet. Um mittels des Seils
eine Zugbewegung auszuüben, ist bevorzugt ein drehrichtungsumkehrbares, im Zugmittelverlauf
liegendes Antriebsmittel für das Zugmittel vorgesehen, wobei das Antriebsmittel von
einer Antriebseinheit antreibbar ist. Bei dem Antriebsmittel handelt es sich bevorzugt
um eine Antriebsrolle, die vom Zugmittel umschlungen wird.
[0016] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass das Zugmittel im Bereich zwischen
den beiden Schlaufenabschnitten X-förmig geführt ist. Durch diese Kreuzung wird ermöglicht,
dass die Verlagerungsbewegung des Seils entlang der beiden geradlinigen Schlaufenabschnitte
synchron und in gleicher Richtung erfolgt.
[0017] Ferner ist es vorteilhaft, wenn der Brotschieber zur Verlagerung entlang des Schieberwegs
mindestens eine Zusatzführung aufweist. Die Zusatzführung ist insbesondere an den
beiden Seiten des Brotschiebers vorgesehen. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass
die erwähnten Mitnahmemittel die beziehungsweise jeweils die Zusatzführung bilden.
[0018] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass der Scherengelenkantrieb oder der
Seilzugantrieb unterhalb der Brotablagefläche angeordnet ist. Die Anordnung ist vorzugsweise
derart getroffen, dass die Scherenebene unterhalb der Brotablagefläche liegt, wobei
vorzugsweise die Fläche der Brotablagefläche und die Scherenebene parallel oder etwa
parallel zueinander liegen. Im Falle des Seilzugantriebs liegt das Seil in einer Seilebene,
wobei die Seilebene ebenfalls in entsprechender Art und Weise wie die Scherenebene
relativ zur Brotablagefläche angeordnet ist.
[0019] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass der Scherengelenkantrieb oder der Seilzugantrieb
Drehachsen aufweist, die rechtwinklig oder etwa rechtwinklig zur Brotablagefläche
verlaufen. Im Fall des Scherengelenkantriebs sind die Drehachsen durch die Kuppelstellen
zwischen den Scherenvorderarmen und dem Brotschieber, die Lagerung der Scherenhinterarme
am Maschinengestell, das Schwenklager sowie das die Scherenarme miteinander verbindende
Drehgelenk festgelegt, die jeweils rechtwinklig beziehungsweise im Wesentlichen rechtwinklig
zur Brotablagefläche ausgerichtet sind. Im Fall des Seilzugantriebs werden durch die
sich parallel oder etwa parallel zur Brotablagefläche erstreckende Seilebene die rechtwinklig
dazu ausgerichteten Drehachsen definiert.
[0020] Ferner ist bevorzugt vorgesehen, dass die Drehachsen bei dem Scherengelenkantrieb
Gelenkachsen sind oder dass die Drehachsen bei dem Seilzugantrieb Drehachsen von Seilführungsrollen
sind. Im Fall des Scherengelenkantriebs werden die Drehachsen durch Gelenke ausgebildet.
Derartige Gelenke sind zwischen den Scherenenden der Scherenvorderarme und dem Brotschieber
sowie zwischen den Scherenenden der Scherenhinterarme und dem Maschinengestell vorgesehen.
Sie sind derart ausgebildet, dass sie ein Verschwenken der durch sie verbundenen Bauelemente
zueinander - um die entsprechende Gelenkachse - ermöglichen. Bei dem Seilzugantrieb
werden die Drehachsen durch die Seilführungsrollen festgelegt, um welche das Zugmittel
geführt wird, insbesondere zur Ausbildung der genannten Endlosschleife.
[0021] Die folgenden Zeichnungen veranschaulichen die Erfindung anhand von zwei Ausführungsbeispielen,
und zwar zeigen:
- Figur 1
- eine Längsschnittansicht einer Brotschneidemaschine mit einem Scherengelenkantrieb
in einer ersten Betriebsposition,
- Figur 2
- eine Längsschnittansicht der Brotschneidemaschine gemäß Figur 1 in einer zweiten Betriebsposition,
- Figur 3
- eine Querschnittsansicht und Transparenzansicht der Brotschneidemaschine gemäß Figur
1 im Bereich des Scherengelenkantriebs in der ersten Betriebsposition,
- Figur 4
- eine Ansicht der Brotschneidemaschine gemäß Figur 3 in einer dritten Betriebsposition,
- Figur 5
- eine Längsschnittansicht einer Brotschneidemaschine mit einem Seilzugantrieb in einer
ersten Betriebsposition,
- Figur 6
- eine Längsschnittansicht der Brotschneidemaschine gemäß Figur 5 in einer zweiten Betriebsposition,
- Figur 7
- eine Querschnittsansicht und Transparenzansicht der Brotschneidemaschine gemäß Figur
5 im Bereich des Seilzugantriebs in der ersten Betriebsposition, und
- Figur 8
- eine Ansicht der Brotschneidemaschine gemäß Figur 7 in einer dritten Betriebsposition.
[0022] Die Figuren 1 und 2 zeigen jeweils einen Längsschnitt einer Brotschneidemaschine
1, die als Gatter-Brotschneidemaschine 2 ausgebildet ist, gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel.
Die Brotschneidemaschine 1 weist ein Gehäuse 3 auf, welches an dessen Unterseite 3'
mit mehreren Rädern 4 versehen ist. Die Räder 4 dienen dazu, dass die Brotschneidemaschine
1 auf einfache Art und Weise bewegt werden kann. Mittels einer Arretierungseinrichtung
5 der Räder 4 lassen sich zumindest ein paar der Räder 4 blockieren, sodass die Brotschneidemaschine
1 während ihres Betriebs sicher auf einem Aufstellboden positionierbar ist.
[0023] Die Brotschneidemaschine 1 weist eine Schneidemesservorrichtung 6 auf, die zumindest
bereichsweise im Gehäuse 3 an einem in den Figuren nicht dargestellten Maschinengestell
angeordnet ist. Die Schneidemesservorrichtung 6 umfasst mehrere vertikal ausgerichtete
Schneidemesser 7, die - wie in den Figuren 3 und 4 ersichtlich - parallel und gleichmäßig
zueinander beabstandet angeordnet sind und ein Gatter 7' ausbilden. Die Schneidemesser
7 werden mittels einer Schneidemesserhalterung 8 gehalten, die mit einem ortsfest
am Maschinengestell angeordneten Schneidemesserantrieb 9 wirkverbunden ist. Der Schneidemesserantrieb
9 ist als Exzenterantrieb 10 ausgebildet, der einen Motor 11 umfasst, wobei im Betrieb
des Motors 11 eine Rotationsbewegung von dessen Abtriebswelle 12 mittels eines Steuerarms
13 in eine oszillierende Hoch-/Tiefbewegung der Schneidemesserhalterung 8 und insofern
der Schneidemesser 7 verwandelt wird, um das Schneiden eines ganzen Brots 18 in eine
Vielzahl von Brotscheiben zu ermöglichen.
[0024] Die Brotschneidemaschine 1 weist ferner einen ortsfest am Maschinengestell angeordneten
Brotablagetisch 14 auf. Der Schneidemesserantrieb 9 ist unterhalb des Brotablagetisches
14 angeordnet und die Schneidemesserhalterung 8 und die Schneidemesser 7 durchgreifen
Öffnungen im Brotablagetisch 14, sodass sich die Schneidemesser 7 im Wesentlichen
oberhalb des Brotablagetischs 14 befinden. Durch diese Anordnung der Schneidemesser
7 wird ein Brotzuführbereich 15 und ein Brotentnahmebereich 16 der Brotschneidemaschine
1 definiert, wobei der Brotzuführbereich 15 ein automatisch und/oder für eine Bedienperson
manuell zugänglicher und den schneidenden Seiten der Schneidemesser 7 zugewandter
Bereich oberhalb des Brotablagetisches 14 ist und der Brotentnahmebereich 16 ein automatisch
und/oder für die Bedienperson manuell zugänglicher und den schneidenden Seiten der
Schneidemesser 7 abgewandter Bereich oberhalb des Brotablagetischs 14 ist. Die Oberfläche
des Brotablagetisches 14 bildet eine Brotablagefläche 17 aus, auf die das Brot 18
zum Schneiden positionierbar ist.
[0025] Die Brotschneidemaschine 1 weist außerdem einen beweglichen Brotschieber 19 auf,
der dazu dient, das Brot 18 vom Brotzuführbereich 15, in dem es als ganzes Brot 18
der Brotschneidemaschine 1 zugeführt wird, in den Brotentnahmebereich 16, in dem es
als geschnittenes Brot 18 der Brotschneidemaschine 1 entnommen wird, zu verlagern.
Der Brotschieber 19 weist einen Schieberblock 19' auf, der auf der Brotablagefläche
17 innerhalb des Brotzuführbereichs 15 und des Bereichs der Schneidemesser 7 vorwärts
und rückwärts verlagerbar ist, wobei die Bewegungsrichtungen seiner Verlagerung durch
einen Doppelpfeil 33 gekennzeichnet sind. Der Schieberblock 19' weist eine Schubfläche
20 auf, die sich senkrecht zur Brotablagefläche 17 und zur Bewegungsrichtung 33 der
linearen Verlagerung des Brotschiebers 19 erstreckt und die zum Verlagern des Brots
18 auf der Brotablagefläche 17 an diesem anliegt. Der Brotschieber 19 weist ferner
mindestens zwei, in den Figuren nicht dargestellte Haltestreben auf, die an der auf
der Brotablagefläche 17 liegenden Unterseite des Schieberblocks 19' ausgebildet sind.
Die Haltestreben durchgreifen in den Figuren nicht dargestellte Langlöcher des Brotablagetischs
14, um die lineare Verlagerung des Brotschiebers 19 zu erlauben. Die Haltestreben
sind mittels einer Quertraverse 19" unterhalb des Brotablagetischs 14 miteinander
verbunden.
[0026] Der Brotschieber 19 ist mit einem Schieberantrieb 21 wirkverbunden, der unterhalb
der Brotablagefläche 17 angeordnet ist. Der Schieberantrieb 21 ist als Scherengelenkantrieb
22 ausgebildet.
[0027] In den Figuren 3 und 4 ist eine vergrößerte Querschnittsansicht der Brotschneidemaschine
1 im Bereich des Brotzuführbereichs 15 dargestellt, sodass der Scherengelenkantrieb
22 im Detail zu erkennen ist. Der Scherengelenkantrieb 22 weist eine Schere 23 auf,
die sich aus zwei Scherenarmen 24, 25 zusammensetzt, die - sich kreuzend - über ein
Drehgelenk 26 miteinander verbunden sind, wobei das Drehgelenk eine Drehachse 26'
festlegt. Die Scherenarme 24, 25 bilden auf der einen Seite des Drehgelenks 26 Scherenvorderarme
27, 28, die jeweils über eine Kuppelstelle 29, 30 mit dem Brotschieber 19 verbunden
sind. Die Kuppelstellen 29, 30 sind jeweils unterhalb des Brotablagetischs 14 ausgebildet.
Dazu ist jeweils eine nicht dargestellte Längsführung in der Quertraverse 19" des
Brotschiebers 19 ausgebildet, in die jeweils ein nicht dargestelltes, am Ende der
Scherenvorderarme 27, 28 ausgebildetes Führungselement eingreift und rechtwinklig
zur Bewegungsrichtung 33 und parallel zur Brotablagefläche 17 linear geführt wird.
Das Führungselement ist zur Ausbildung eines Drehgelenks drehbar in der Längsführung
gelagert, sodass der Scherenarm 24, 25 um eine, bevorzugt senkrecht zur Brotablagefläche
17 verlaufende, Drehachse 29', 30' drehbar ist.
[0028] Auf der anderen Seite des Drehgelenks 26 bilden die Scherenarme 24, 25 einen ersten
Scherenhinterarm 31 und einen zweiten Scherenhinterarm 32 aus. Der erste Scherenhinterarm
31 ist rechtwinklig zur Bewegungsrichtung 33 des Brotschiebers 19 am Maschinengestell,
insbesondere am Brotablagetisch 14, linear verschieblich gelagert. Dazu dient ein
in dem Brotablagetisch 14 quer zur Bewegungsrichtung 33 ausgerichtetes Langloch 34,
in welches ein am Ende des ersten Scherenhinterarms 31 ausgebildetes Führungselement
35, beispielsweise ein Bolzen, eingreift und geführt wird. Das Führungselement 35
ist zudem zur Ausbildung eines Drehgelenks drehbar in dem Langloch 34 gelagert, sodass
der Scherenarm 25 um eine, bevorzugt senkrecht zur Brotablagefläche 17 verlaufende,
Drehachse 35' drehbar ist. Der zweite Scherenhinterarm 32 ist mittels eines Schwenklagers
36 schwenkbar um eine Drehachse 36' am Maschinengestell, insbesondere am Brotablagetisch
14, gelagert. Der zweite Scherenhinterarm 32 spaltet sich am Schwenklager 36 in zwei
Teilarme 32' und 32" auf, deren Enden über einen bogenförmigen Steg 32'" miteinander
verbunden sind, der auf der dem Drehgelenk 26 abgewandten Seite des Schwenklagers
36 ausgebildet ist. Der bogenförmige Steg 32'" weist an seiner Außenseite eine Kreisbogenverzahnung
37 auf. Die Kreisbogenverzahnung 37 wirkt mit einer Antriebseinheit 38 zusammen, die
ein am Maschinengestell gelagertes Antriebsritzel 39 aufweist.
[0029] Die Ausbildung der Schieberantriebs 21 als "Schere" ermöglicht die Verlagerung des
Brotschiebers 19 in die Bewegungsrichtung 33 und garantiert dabei eine lineare Führung
von diesem, also eine Parallelführung der Schubfläche 20, um ein Verkanten beziehungsweise
Schrägstellen des Brotschiebers 19 zu verhindern. Dem Brotschieber 19 ist ferner eine
Zusatzführung 42 zugeordnet. Diese umfasst zwei an dem Maschinengestell angeordnete
Führungsschienen 43, 44, die parallel zur Bewegungsrichtung 33 seitlich des Brotschiebers
19 angeordnet sind, und zwei am Brotschieber 19, insbesondere an der Quertraverse
19", ausgebildete Gleitelemente 45, 46, die in den Führungsschienen 43, 44 gleitend
gelagert sind und bei einer Verlagerung des Brotschiebers 19 diesen zusätzlich linear
führen.
[0030] Der Brotschieber 19, insbesondere der Schieberblock 19', weist an seiner den Schneidemessern
7 zugewandten Seite, also der Schubfläche 20, Schlitze 54 auf, die entsprechend der
Schneidemesser 7 ebenfalls parallel und mittels Stege 54' zueinander beabstandet ausgebildet
sind. Dadurch wird ermöglicht, dass die Stege 54' bei der Verlagerung der Brotschiebers
19 zwischen die Schneidemesser 7 gefahren werden und somit die Schubfläche 20 bis
in den Brotentnahmebereich 16 verlagerbar ist und insofern das Brot 18 vollständig
geschnitten werden kann.
[0031] Es ergibt sich folgende Funktion der Brotschneidemaschine 1: Die Bedienperson legt
zunächst das ganze Brot 18 auf die Brotablagefläche 17 im Brotzuführbereich 15 oder
das Brot 18 wird diesem automatisch zugeführt. Der Brotschieber 19 befindet sich dabei
möglichst weit von den Schneidemessern 7 entfernt und die Schere 23 in einer stark
geöffneten Position, das heißt, ein großer Winkel α wird von den Scherenvorderarmen
27, 28 eingeschlossen, der vorliegend etwa 180° beträgt. Dadurch weisen die Kuppelstellen
29, 30 einen großen Abstand zueinander auf, das Führungselement 35 befindet sich in
einem Endbereich des Langlochs 34 und die Gleitelemente 45, 46 befinden sich jeweils
in einem Endbereich der Führungsschienen 43, 44. Dies stellt eine erste Betriebsposition
der Brotschneidemaschine 1 dar, die in den Figuren 1 und 3 zu erkennen ist.
[0032] Die Bedienperson setzt nun den Schneidemesserantrieb 9 und den Scherengelenkantrieb
22 in Gang. Durch die sich nun im Betrieb befindlichen Antriebseinheit 38 wird ein
zumindest teilweises Schließen der Schere 23 bewirkt, also der von den Scherenvorderarmen
27, 28 eingeschlossene Winkel α wird verkleinert. Dabei dreht sich das Antriebsritzel
39 im Uhrzeigersinn (Pfeil 49). Die Kreisbogenverzahnung 37 kämmt das Antriebsritzel
39 und der eine Scherenarm 24 wird entgegen dem Uhrzeigersinn um das Schwenklager
36 gedreht (Pfeil 50), wobei sich die Kuppelstelle 30 in Richtung der Kuppelstelle
29 verlagert (Pfeil 53) und sich der Scherenarm 24 um die Drehachse 30' dreht. Durch
die Drehbewegung des Schwenkarms 24 verlagert sich das Drehgelenk 26, wodurch eine
Drehbewegung des anderen Scherenarms 25 um das Drehgelenk 26 in Gang gesetzt wird.
Dabei wird das Führungselement 35 im Langloch 34 geführt (Pfeil 51) und die Kuppelstelle
29 bewegt sich auf die andere Kuppelstelle 30 hinzu (Pfeil 52), während sich der Scherenarm
25 gleichzeitig um die Drehachsen 35' und 29' dreht. Dies ist in der Figuren 2 und
4 zu erkennen, die eine zweite beziehungsweise dritte Betriebsposition darstellen.
[0033] Durch den Schließvorgang der Schere 23 wird der Brotschieber 19 linear verlagert
und das Brot 18 insofern mittels der Schubfläche 20 des Brotschiebers 19 in Richtung
der Schneidemesser 7 und durch diese vollständig hindurch geschoben. Dabei wird es
von den Schneidemessern 7 vollständig in Scheiben geschnitten und bis in den Brotentnahmebereich
16 gefördert, wo es automatisch oder manuell von der Bedienperson entnommen werden
kann (Figur 4). Durch Umkehrung der Drehrichtung des Antriebsritzels 39 lässt sich
der Brotschieber 19 zurück verlagern, sodass ein weiteres Brot 18 der Brotschneidemaschine
1 zugeführt werden kann.
[0034] Aufgrund des erfindungsgemäßen Schieberantriebs 21, der als Schere 23 mit zwei zueinander
beabstandeten Kuppelstellen 29, 30 ausgebildet ist, wird einem Schrägstellen des Brotschiebers
19 im Hinblick auf seine Verlagerung in die Bewegungsrichtung 33 entgegengewirkt.
Das bedeutet, dass bei der Verlagerung die Schubfläche 20 des Brotschiebers 19 stets
eine Ausrichtung von 90° zur Bewegungsrichtung 33 aufweist. Die Zusatzführung 42 unterstützt
dies zudem. Es wird also ein sicherer Betrieb und eine präzise Funktion der Brotschneidemaschine
1 gewährleistet.
[0035] Da die Brotablagefläche 17 vorzugsweise in Richtung der Schneidemesservorrichtung
6 leicht geneigt ausgebildet ist, muss durch den Scherengelenkantrieb 22 keine allzu
hohe Kraft auf das Brot 18 ausgeübt werden, um dessen Verlagerung zu bewirken.
[0036] Ein bevorzugt an der Schneidemesserhalterung 8 montierter, ein Federelement aufweisender
Brotniederhalter 47 übt während der Verlagerung des Brots 18 einen leichten Druck
von oben auf dieses aus, um, insbesondere wenn dieses mittels der Schneidemesser 7
geschnitten wird, ein Abheben beispielsweise Teile einzelner Brotscheiben von der
Brotablagefläche 17 zu vermeiden. Eine ebenfalls an der Schneidemesserhalterung 8
montierte Schutzvorrichtung 48 schützt zudem die Bedienperson vor durch den Schneidevorgang
produzierten und wegfliegenden Brotkrümeln.
[0037] Die Figuren 5 bis 8 zeigen jeweils Ansichten einer Brotschneidemaschine 1 gemäß einem
zweiten Ausführungsbeispiel. Bereits in der Beschreibung und in den Figuren 1 bis
4 zum ersten Ausführungsbeispiel verwendete Bezugszeichen kennzeichnen gleiche Elemente,
sodass insofern auf das Voranstehende verwiesen wird und im Folgenden lediglich auf
die Unterschiede zum ersten Ausführungsbeispiel eingegangen wird.
[0038] Der Schieberantrieb 21 ist als Seilzugantrieb 55 ausgebildet, der unterhalb der Brotablagefläche
17 angeordnet ist. In den Figuren 7 und 8 ist jeweils eine Ansicht eines Bereichs
der Brotschneidemaschine 1 dargestellt, die den Brotzuführbereichs 15 zeigt und in
der der Seilzugantrieb 55 im Detail zu erkennen ist. Der Seilzugantrieb 55 weist ein
biegeschlaffes Zugmittel 56, insbesondere ein Seil, auf, welches eine Endlosschleife
57 ausbildet. Das Zugmittel 56 wird über ortsfeste, dem Maschinengestell zugeordnete
Umlenkstellen 58 geführt, die durch sechs Seilführungsrollen 59, 60, 61, 62, 63, 64
ausgebildet sind und die unterhalb des Brotablagetischs 14 am Maschinengestell, insbesondere
am Brotablagetisch 14, drehbar gelagert sind. Jede Seilführungsrolle 59, 60, 61, 62,
63, 64 weist eine Drehachse 59' auf. Die Drehachsen 59' verlaufen parallel zueinander
und senkrecht zur Brotablagefläche 17. Die Seilführungsrollen 59, 60, 61, 62, 63,
64 sind durch zwei Kegelstümpfe ausgeführt, deren Deckflächen aneinandergrenzen und
dadurch eine Leitrille 59" ausbilden, in der das Zugmittel 56 geführt ist. Die Seilführungsrollen
59, 60, 61, 62 bilden Leitrollen aus und sind paarweise derart angeordnet, dass zwischen
den Leitrollen 59 und 60 beziehungsweise 61 und 62 jeweils ein geradliniger Schlaufenabschnitt
65 beziehungsweise 66 des Zugmittels 56 aufgespannt wird, wobei die beiden Schlaufenabschnitte
65, 66 parallel zueinander und zu dem Doppelpfeil 33 verlaufen. Das Zugmittel 56 ist
ferner von der Leitrolle 59 zur Leitrolle 62 sowie von der Leitrolle 60 zur Leitrolle
61 geführt, wobei die Abschnitte zwischen den Leitrollen 59 und 62 und den Leitrollen
60 und 61 sich kreuzen. Die zwei weiteren Seilführungsrollen 63, 64 bilden Umlenkrollen
aus und sind innerhalb des zwischen den vier Seilführungsrollen 59, 60, 61, 62 liegenden
rechteckförmigen Bereichs angeordnet. Die Umlenkrollen 63, 64 lenken das Zugmittel
56 zwischen den Leitrollen 59 und 62 beziehungsweise 60 und 61 derart um, dass zwischen
den Leitrollen 59 beziehungsweise 61 und den Umlenkrollen 63 beziehungsweise 64 jeweils
ein geradliniger Schlaufenabschnitt 67, 68 des Zugmittels 56 erzeugt wird, wobei die
Schlaufenabschnitte 67, 68 parallel zum Doppelpfeil 33 verlaufen. Zwischen den Umlenkrollen
63 beziehungsweise 64 und den Leitrollen 62 beziehungsweise 60 ist das Zugmittel 56
im Wesentlichen X-förmig geführt. Es werden also zwei geradlinige Schlaufenabschnitte
69, 70 erzeugt, die nicht parallel zum Doppelpfeil 33, beispielsweise gegenüber diesem
angewinkelt, verlaufen.
[0039] Im Zugmittelverlauf ist ein Antriebsmittel 71 für das Zugmittel 56 angeordnet. Das
Antriebsmittel 71 ist als eine von einer Antriebseinheit 72 antreibbare Antriebsrolle
73 ausgebildet, welche ebenfalls am Maschinengestell, insbesondere am Brotablagetisch
14, drehbar gelagert ist. Die Antriebsrolle 73 ist im Bereich des Schlaufenabschnitts
70 angeordnet, also zwischen den Seilführungsrollen 62 und 63. Die Antriebsrolle 73
ist von dem Zugmittel 56, insbesondere dem Schlaufenabschnitt 70, mindestens einmal,
vorzugsweise mehrmals umschlungen. Alternativ sind die beiden Enden der Zugmittels
56 derart an der Antriebsrolle 73 angeschlagen/befestigt, dass bei einer Drehung der
Antriebsrolle 73 in die eine Drehrichtung das erste Ende aufgewickelt und das zweite
Ende abgewickelt wird und bei einer entgegengesetzten Drehrichtung das zweite Ende
aufgewickelt und das erste Ende abgewickelt wird. Abhängig von der gewünschten absoluten
Strecke der Vorwärts- und Rückwärtsverlagerung des Brotschiebers 19 entlang des Doppelpfeils
33, der insofern die möglichen Bewegungsrichtungen des Brotschiebers 19 darstellt,
muss die Länge des Zugmittels 56 in letzterem Fall entsprechend groß gewählt sein,
um das Abwickeln beziehungsweise Aufwickeln über die gesamte Strecke zu ermöglichen.
Vorzugsweise ist ferner ein nicht dargestellter Zugmittelspanner vorgesehen, der beispielsweise
der Antriebsrolle 73 zugeordnet ist. Der Zugmittelspanner dient dazu das Zugmittel
56 auf den Seilführungsrollen 59, 60, 61, 62, 63, 64 aufzuspannen, um so ein Herausrutschen
des Zugmittels 56 aus deren Leitrillen 59" zu verhindern.
[0040] Das Zugmittel 56 weist im Bereich der geradlinigen Schlaufenabschnitte 65, 66 jeweils
ein fest mit dem Zugmittel 56 verbundenes Mitnahmemittel 74, 75 auf. Die Mitnahmemittel
74, 75 sind jeweils seitlich an dem Brotschieber 19, insbesondere der Quertraverse
19", befestigt und bilden insofern die Kuppelstellen 29, 30 aus, sodass der Brotschieber
19 mittels des Seilzugantriebs 55 verlagert werden kann und in Richtung des Doppelpfeils
33 linear geführt ist. Dadurch wird ein Schrägstellen oder Verkanten des Brotschiebers
19 verhindert. Dies bedeutet, dass bei der Verlagerung des Brotschiebers 19 die Schubfläche
20 des Brotschiebers 19 stets rechtwinklig zur Bewegungsrichtung 33 des Brotschiebers
19 verläuft. Die Mitnahmemittel 74, 75 sind bevorzugt als Gleitelemente 45, 46 ausgebildet,
die mittels den am Maschinengestell angeordneten Führungsschienen 43, 44 zusätzlich
geführt sind. Die so gebildete Zusatzführung 42 wirkt zusätzlich dem Verkanten oder
dem Schrägstellen des Brotschiebers 19 entgegen.
[0041] Es ergibt sich folgende Funktion der Brotschneidemaschine 1: Zunächst wird das zu
schneidende Brot 18 auf die Brotablagefläche 17 im Brotzuführbereich 15 gelegt. Der
Brotschieber 19 befindet sich dabei möglichst weit von den Schneidemessern 7 entfernt,
das heißt, die Gleitelemente 45, 46 befinden sich im jeweiligen Endbereich der Führungsschienen
43, 44, der den Leitrollen 60, 62 zugewandt ist. Dies stellt eine erste Betriebsposition
der Brotschneidemaschine 1 dar, die in den Figuren 5 und 7 zu erkennen ist.
[0042] Es wird nun der Schneidemesserantrieb 9 und der Seilzugantrieb 55 in Gang gesetzt.
Durch die sich in Betrieb befindliche Antriebseinheit 72 wird die Antriebsrolle 73
in Drehung versetzt (Pfeil 76). Das Zugmittel 56 wird dadurch in eine Umlaufbewegung
(Pfeile 77) versetzt, das heißt die Gleitelemente 45, 46 werden auf die Leitrollen
59, 61 zu verlagert. Aufgrund der festen Kopplung des Zugmittels 56 an den Brotschieber
19 mittels der Mitnahmemittel 74, 75 wird dieser linear verlagert und das Brot 18
insofern auf die Schneidemesser 7 zu und zwischen diesen hindurch bewegt. Dieser Vorgang
ist durch die Figuren 6 und 8 veranschaulicht, wobei die Figur 6 eine zweite Betriebsposition
der Brotschneidemaschine 1 zeigt, in der sich das Brot 18 bereichsweise zwischen den
Schneidemessern 7 befindet und insofern teilweise geschnitten ist, und die Figur 8
eine dritte Betriebsposition der Brotschneidemaschine 1 zeigt, in der das Brot 18
nunmehr vollständig geschnitten ist.
[0043] Sobald das Brot 18 vollständig durch die Schneidemesservorrichtung 6 geschoben wurde,
befindet es sich im Brotentnahmebereich 16 - wie in Figur 8 zu erkennen - wo es der
Brotschneidemaschine 1 entnommen werden kann. Durch eine Umkehrung der Drehrichtung
76 der Antriebsrolle 73 kann eine Schieberbewegung in die entgegengesetzte Richtung
erfolgen, sodass danach ein weiteres Brot 18 der Brotschneidemaschine 1 zugeführt
und geschnitten werden kann.
1. Brotschneidemaschine (1), insbesondere Gatter-Brotschneidemaschine (2), mit einer
zu einem Maschinengestell gehörenden, stationären Brotablagefläche (17) und einem
beweglichen Brotschieber (19), der eine Schubfläche (20) aufweist, die sich quer zur
Brotablagefläche (17) erstreckt, und mit einem Schieberantrieb (21), der mit dem Brotschieber
(19) über mindestens zwei Kuppelstellen (29,30) gekuppelt ist und den Brotschieber
(19) entlang eines linearen Schieberwegs antreibt, wobei aufgrund der mindestens zwei,
beabstandet zueinander liegenden Kuppelstellen (29,30) einem Schrägstellen des Brotschiebers
(19) führend entgegengewirkt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieberantrieb (21) als Scherengelenkantrieb (22) oder als Seilzugantrieb (55)
ausgebildet ist.
2. Brotschneidemaschine (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Scherengelenkantrieb (22) zwei Scherenarme (24,25) aufweist, die, sich kreuzend,
über ein Drehgelenk (26) miteinander verbunden sind.
3. Brotschneidemaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Scherenarme (24,25) auf der einen Seite des Drehgelenks (26) Scherenvorderarme
(27,28) und auf der anderen Seite des Drehgelenks (26) Scherenhinterarme (31,32) bilden,
wobei die Scherenvorderarme (27,28) über die Kuppelstellen (29,30) mit dem Brotschieber
(19) verbunden sind.
4. Brotschneidemaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kuppelstellen (29,30) quer zur Schieberbewegung verlagerbar am Brotschieber (19)
angeordnet sind.
5. Brotschneidemaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass einer der Scherenhinterarme (31,32) einen ersten Scherenhinterarm (31) bildet, der
verlagerbar am Maschinengestell gelagert ist, insbesondere quer zur Schieberbewegung
verschiebbar am Maschinengestell gelagert ist.
6. Brotschneidemaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der andere der Scherenhinterarme (31,32) einen zweiten Scherenhinterarm (32) bildet,
der schwenkbar mittels eines Schwenklagers (36) am Maschinengestell gelagert ist.
7. Brotschneidemaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Antriebseinheit (38), die für eine Schieberbewegung den zweiten Scherenhinterarm
(32) um das Schwenklager (36) schwenkend antreibt.
8. Brotschneidemaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer dem Drehgelenk (26) abgewandten Seite des Schwenklagers (36) der zweite
Scherenhinterarm (32) eine Kreisbogenverzahnung (37) aufweist, die mit einem von der
Antriebseinheit (38) angetriebenen, ortsfest gelagerten Antriebsritzel (39) kämmt.
9. Brotschneidemaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Scherenbewegung des Scherengelenkantriebs (22) in einer Ebene liegt, die sich
parallel oder im Wesentlichen parallel zur Brotablagefläche (17) erstreckt.
10. Brotschneidemaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Seilzugantrieb (55) als Seil ein biegeschlaffes Zugmittel (56) aufweist, insbesondere
in Form einer Endlosschleife (57).
11. Brotschneidemaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Zugmittel (56) die beiden Kuppelstellen (29,30) liegen.
12. Brotschneidemaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugmittel (56) derart über ortsfeste Umlenkstellen (58) geführt ist, dass es
zwei vorzugsweise parallel zueinander, in Richtung oder etwa in Richtung der Schieberbewegung
verlaufende Schlaufenabschnitte (65,66) aufweist und dass an diesen Schlaufenabschnitten
(65,66) die Kuppelstellen (29,30) liegen.
13. Brotschneidemaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlaufenabschnitte (65,66) geradlinige Schlaufenabschnitte (65,66) sind.
14. Brotschneidemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein drehrichtungsumkehrbares, im Zugmittelverlauf liegendes Antriebsmittel (71) für
das Zugmittel (56), wobei das Antriebsmittel (71) von einer Antriebseinheit (72) antreibbar
ist.
15. Brotschneidemaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugmittel (56) im Bereich zwischen den beiden Schlaufenabschnitten (65,66) X-förmig
geführt ist.
16. Brotschneidemaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Brotschieber (19) zur Verlagerung entlang des Schieberwegs mindestens eine Zusatzführung
(42) aufweist.
17. Brotschneidemaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Scherengelenkantrieb (22) oder der Seilzugantrieb (55) unterhalb der Brotablagefläche
(17) angeordnet ist.
18. Brotschneidemaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Scherengelenkantrieb (22) oder der Seilzugantrieb (55) Drehachsen (26',29',30',35',36',59')
aufweist, die rechtwinklig oder etwa rechtwinklig zur Brotablagefläche (17) verlaufen.
19. Brotschneidemaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachsen (26',29',30',35',36') bei dem Scherengelenkantrieb (22) Gelenkachsen
sind oder dass die Drehachsen (59') bei dem Seilzugantrieb (55) Drehachsen von Seilführungsrollen
(59,60,61,62,63,64) sind.