Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Anbaugerät für einen Schlepper-Frontlader, einen
Teleskoplader, einen Radlader, einen Hoflader odgl., insbesondere eine Schaufel, nach
der Gattung des Anspruchs 1, und von einem Verfahren zur Aufnahme von auf einem Boden
gelagerten Schüttgut, nach der Gattung des Anspruchs 10, wobei zu den Schüttgütern
insbesondere Getreide, Granulate, Pellets odgl. gezählt werden.
[0002] Anbaugeräte, insbesondere Schaufeln, werden schon seit langem eingesetzt, um ein
auf dem Boden befindliches Schüttgut durch eine Ladeöffnung in einen Laderaum aufzunehmen.
Die Entleerung des Laderaums findet durch ein nach unten Kippen der Schaufel statt.
Zur Befüllung wird die Schaufel, die, insbesondere mittels einer Hydraulik, auf den
Boden absenkbar und von diesem anhebar ist, in das Schüttgut verfahren. Nachteilig
ist hierbei, dass es selbst bei auf dem Boden abgesenkter Schaufel nicht auszuschließen
ist, dass zumindest ein Teil des aufzunehmenden Schüttgutes auf dem Boden verbleibt,
so dass durch eine Überfahrt durch den Schlepper, den Teleskoplader, den Radlader,
den Hoflader odgl. das verbliebene Schüttgut beschädigt und/oder verunreinigt wird.
[0003] Um den Laderaum noch besser nutzen zu können, gibt es Schaufeln, die zusätzlich,
insbesondere mittels einer Hydraulik, zur vollständigeren Befüllung nach oben gekippt
werden können, so dass das aufgenommene Schüttgut auf dem Laderaum angehäuft werden
kann. Neben dem oben genannten Nachteil ist es nicht auszuschließen, dass durch den
Kippvorgang Schüttgut seitlich oder an der dem Schlepper, dem Teleskoplader, dem Radlader,
den Hoflader odgl. zugewandten Seite der Schaufel aus dem Laderaum herausrieselt,
so dass für dieses auf den Boden fallende Schüttgut ebenfalls die Gefahr einer Beschädigung
und/oder Verunreinigung durch eine Überfahrt durch den Schlepper, den Teleskoplader,
den Radlader, den Hoflader odgl. besteht.
Die Erfindung und ihre Vorteile
[0004] Das erfindungsgemäße Anbaugerät für einen Schlepper-Frontlader, einen Teleskoplader,
einen Radlader, einen Hoflader odgl., insbesondere eine Schaufel, mit dem kennzeichnenden
Merkmal des Anspruchs 1, und das erfindungsgemäße Verfahren zur Aufnahme von auf einem
Boden gelagerten Schüttgut, mit dem kennzeichnenden Merkmal des Anspruchs 10, haben
demgegenüber den Vorteil, dass das Anbaugerät eine Reinigungsvorrichtung aufweist,
die an einer der Ladeöffnung abgewandten Seite des Anbaugerätes angeordnet ist, so
dass auf dem Boden befindliches Schüttgut zumindest teilweise vor der Reinigungsvorrichtung
her und/oder von dieser zur Seite befördert wird, um es vor einer Überfahrt durch
den Schlepper, den Teleskoplader, den Radlader, den Hoflader odgl. zu schützen.
[0005] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Anbaugerätes ist die
Reinigungsvorrichtung beweglich an dem Anbaugerät angeordnet.
[0006] Nach einer diesbezüglichen vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Anbaugerätes
schränkt mindestens ein Begrenzungsmittel die Beweglichkeit der Reinigungsvorrichtung
ein.
[0007] Nach einer diesbezüglichen vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Anbaugerätes
erstreckt sich die Reinigungsvorrichtung mindestens über die volle Anbaugerätebreite.
Denkbar ist auch, dass die Reinigungsvorrichtung nur beispielsweise vor den Reifen
oder Raupenketten des Schleppers, des Teleskopladers, des Radladers, des Hofladers
odgl. angeordnet ist.
[0008] Nach einer zusätzlichen vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Anbaugerätes
ist die Reinigungsvorrichtung in Bezug auf eine Geradeausfahrt des Schleppers, des
Teleskopladers, des Radladers, des Hofladers odgl. zumindest teilweise schräg ausgerichtet.
[0009] Nach einer zusätzlichen diesbezüglichen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Anbaugerätes
ist die Reinigungsvorrichtung ein Besen, ein Räumschild, eine Gummilippe oder eine
rotierende Bürste, insbesondere eine mechanisch oder elektrisch angetriebene Bürste.
Dadurch kann das erfindungsgemäße Anbaugerät beispielsweise auch zum Hofkehren oder
Schneeräumen eingesetzt werden.
[0010] Nach einer zusätzlichen vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Anbaugerätes
ist die Reinigungsvorrichtung an der dem Schlepper, dem Teleskoplader, dem Radlader,
dem Hoflader odgl. zugewandten Seite des Anbaugerätes angeordnet.
[0011] Nach einer zusätzlichen vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Anbaugerätes
ist die Reinigungsvorrichtung vor einem Rad des Schleppers, des Teleskopladers, des
Radladers, des Hofladers odgl. angeordnet.
[0012] Nach einer zusätzlichen vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Anbaugerätes
weist die Reinigungsvorrichtung je nach Stellung des Anbaugerätes eine Bodenberührung
auf. Die Stellung des Anbaugerätes kann durch dessen Anheben bzw. Absenken und/oder
durch dessen Kippen beeinflusst werden.
[0013] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Aufnahme
von auf einem Boden gelagerten Schüttgut mittels eines Anbaugerätes für einen Schlepper-Frontlader,
einen Teleskoplader, einen Radlader, einen Hoflader odgl., insbesondere mittels einer
Schaufel, wobei das zur Aufnahme des Schüttgutes in das Schüttgut bewegbare Anbaugerät
eine Ladeöffnung zur Aufnahme eines Guts in einen Laderaum aufweist und das Anbaugerät
auf den Boden absenkbar und von dem Boden abhebbar ist und die Ladeöffnung zur Entleerung
nach unten oder die Ladeöffnung zur Entleerung nach unten und zur vollständigeren
Befüllung nach oben gekippt werden kann und durch eine Absenkung des Anbaugerätes
und/oder durch ein nach oben Kippen der Ladeöffnung eine Reinigungsvorrichtung mit
dem Boden in Wirkverbindung gebracht wird, so dass in Fahrtrichtung auf dem Boden
befindliches Schüttgut zumindest teilweise vor der Reinigungsvorrichtung her und/oder
von dieser zur Seite befördert wird, um es vor einer Überfahrt durch den Schlepper,
den Teleskoplader, den Radlader, den Hoflader odgl. zu schützen, wird als Anbaugerät
ein Anbaugerät gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9 eingesetzt.
[0014] Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind der nachfolgenden
Beschreibung und der Zeichnung entnehmbar.
Zeichnung
[0015] Ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt
und wird im Folgenden näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1 bis 3
- Ansichten eines erfindungsgemäßen Anbaugerätes in einem angehobenen Zustand,
- Fig. 4 und 5
- Ansichten eines erfindungsgemäßen Anbaugerätes in einem abgesenkten Zustand,
- Fig. 6
- eine Seitenansicht einer Reinigungsvorrichtung eines erfindungsgemäßen Anbaugerätes
und
- Fig. 7
- eine Draufsicht einer Reinigungsvorrichtung gemäß Fig. 6 eines erfindungsgemäßen Anbaugerätes.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0016] Die Fig. 1 bis 3 zeigen Ansichten eines erfindungsgemäßen Anbaugerätes 1 in einem
angehobenen Zustand. Das Anbaugerät 1, weist eine Ladeöffnung 2 auf, durch die ein
durch eine Außenwandung 3 begrenzter Laderaum zugänglich ist. Mittels einer Verbindungsvorrichtung
4 ist das Anbaugerät 1 an einem Teleskoplader 5 angeordnet. Das Anbaugerät 1 weist
eine Reinigungsvorrichtung 6 mit Borsten 7 auf, die an einer der Ladeöffnung 2 abgewandten
Seite der Außenwandung 3 angeordnet ist. Durch ein Gestänge 8, 9, das beispielsweise
in einem Winkel von 150° an der Reinigungsvorrichtung 6 angeordnet ist, und Anlenkpunkte
10 ist die Reinigungsvorrichtung 6 nach oben und unten verschwenkbar, wobei der Schwenkbereich
durch ein Begrenzungsmittel 11 begrenzt wird. Beispielhaft ist als Begrenzungsmittel
11 eine Kette dargestellt, die an der Außenwandung 3 an Befestigungspunkten 12 und
an der Reinigungsvorrichtung 6 an Befestigungspunkten 13 fixiert ist und die bei Anspannung
ein weiteres nach unten Schwenken der Reinigungsvorrichtung 6 verhindert. Dadurch
soll verhindert werden, dass beim Absenken des Anbaugerätes 1 eine nach unten hängende
Reinigungsvorrichtung 6 beschädigt wird. Im angehobenen Zustand hat die Reinigungsvorrichtung
6 keine Berührung mit dem Boden 14. Denkbar ist auch, dass die Reinigungsvorrichtung
6 lösbar an der Außenwandung 3 angeordnet ist. Ebenfalls denkbar ist, dass die Reinigungsvorrichtung
6 beispielsweise durch unterschiedlich lange Gestänge 8, 9, schräg zur Fahrtrichtung
angeordnet ist, um das auf dem Boden 14 befindliche Schüttgut auf die Seite zu transportieren.
[0017] Die Fig. 4 und 5 zeigen Ansichten eines erfindungsgemäßen Anbaugerätes 1 in einem
abgesenkten Zustand, in dem die Reinigungsvorrichtung 6 in Berührung mit dem Boden
14 gebracht wurde, so dass das als Kette dargestellte Begrenzungsmittel 11 durchhängt,
weil sich die Reinigungsvorrichtung 6 auf dem Boden 14 abstützt. Wird in dieser Position
das Anbaugerät 1 zur Befüllung des Laderaumes durch die Ladeöffnung 2 in Fahrtrichtung
15 in ein Schüttgut bewegt, streichen die an Riegeln 16 angeordneten Borsten 7, die
vorwiegend aus Kunststoff sind, automatisch über den Boden 14, so dass das auf dem
Boden 14 verbliebene Schüttgut weg gekehrt wird und somit nicht durch die Räder des
Teleskopladers 5 überrollt wird.
[0018] Kann das Anbaugerätes zur vollständigeren Befüllung des Laderaums nach oben gekippt
werden, ist durch die Kippbewegung die Reinigungsvorrichtung 6 mit dem Boden 14 in
Verbindung bringbar. Dadurch ist eine Kehrwirkung auch bei stehendem Teleskoplader
5 erzielbar, da die Reinigungsvorrichtung 6 der Kippbewegung folgt und ein auf dem
Boden 14 befindliches Schüttgut weg kehrbar ist. Ebenso ist eine Kehrwirkung auch
bei in Fahrtrichtung 15 fahrendem Teleskoplader 5, dessen Anbaugerät 1 so hoch angehoben
ist, dass dessen Reinigungsvorrichtung 6 keine Bodenberührung aufweist, erzielbar,
wenn erst durch die Kippbewegung die Reinigungsvorrichtung 6 mit dem Boden 14 in Verbindung
gebracht wird. Selbstverständlich kann die durch die Bewegung des Teleskopladers 5
in Fahrtrichtung 15 erzielbare Kehrwirkung (Reinigungswirkung) auch durch die mittels
der gleichzeitigen Kippbewegung erzielten Kehrwirkung (Reinigungswirkung) ergänzt
werden, in dem während der Fahrt das Anbaugeräte 1, dessen Reinigungsvorrichtung 6
bereits in Bodenberührung ist, nach oben gekippt wird.
[0019] Fig. 6 zeigt eine Seitenansicht einer Reinigungsvorrichtung 6 eines erfindungsgemäßen
Anbaugerätes 1. Das Gestänge 8 bzw. 9 der Reinigungsvorrichtung 6 ist bevorzugt an
dieser in einem Winkel 17, insbesondere in einem Winkel von 150°, angeordnet und mittels
eines Verbindungsmittels 18 (z.B. Scharnier) schwenkbar an der nicht dargestellten
Außenwandung 3 anlenkbar.
[0020] Fig. 7 zeigt eine Draufsicht einer Reinigungsvorrichtung 6 gemäß Fig. 6 eines erfindungsgemäßen
Anbaugerätes 1, deren Riegel 16 mittels Schrauben 19 fixiert sind.
[0021] Alle hier dargestellten Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination
miteinander erfindungswesentlich sein.
Bezugszahlenliste
[0022]
- 1
- Anbaugerät
- 2
- Ladeöffnung
- 3
- Außenwandung
- 4
- Verbindungsvorrichtung
- 5
- Teleskoplader
- 6
- Reinigungsvorrichtung
- 7
- Borsten
- 8
- Gestänge
- 9
- Gestänge
- 10
- Anlenkpunkt
- 11
- Begrenzungsmittel
- 12
- Befestigungspunkt
- 13
- Befestigungspunkt
- 14
- Boden
- 15
- Fahrtrichtung
- 16
- Riegel
- 17
- Winkel
- 18
- Verbindungsmittel
- 19
- Schraube
1. Anbaugerät (1) für einen Schlepper-Frontlader, einen Teleskoplader (5), einen Radlader,
einen Hoflader odgl., insbesondere eine Schaufel,
- mit einer Ladeöffnung (2) zur Aufnahme eines Guts in einen Laderaum,
- mit einer Vorrichtung zur Verbindung des Anbaugerätes (1) mit dem Schlepper-Frontlader,
dem Teleskoplader (5), dem Radlader, dem Hoflader odgl. und
- mit einer Reinigungsvorrichtung (6),
dadurch gekennzeichnet,
dass die Reinigungsvorrichtung (6) an einer der Ladeöffnung (2) abgewandten Seite des
Anbaugerätes (1), die dem Schlepper, dem Teleskoplader (5), dem Radlader, dem Hoflader
odgl. zugewandt ist, angeordnet ist.
2. Anbaugerät (1), nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsvorrichtung (6) beweglich an dem Anbaugerät (1) angeordnet ist.
3. Anbaugerät (1), nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Begrenzungsmittel (11) die Beweglichkeit der Reinigungsvorrichtung
(6) einschränkt.
4. Anbaugerät (1), nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Reinigungsvorrichtung (6) mindestens über die volle Anbaugerätebreite erstreckt.
5. Anbaugerät (1), nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsvorrichtung (6) in Bezug auf eine Geradeausfahrt des Schleppers, des
Teleskopladers (5), des Radladers, des Hofladers odgl. zumindest teilweise schräg
ausgerichtet ist.
6. Anbaugerät (1), nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsvorrichtung (6) ein Besen, ein Räumschild, eine Gummilippe oder eine
rotierende Bürste ist.
7. Anbaugerät (1), nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsvorrichtung (6) vor einem Rad des Schleppers, des Teleskopladers (5),
des Radladers, des Hofladers odgl. angeordnet ist.
8. Anbaugerät (1), nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsvorrichtung (6) je nach Stellung des Anbaugerätes (1) eine Bodenberührung
aufweist.
9. Verfahren zur Aufnahme von auf einem Boden (14) gelagerten Schüttgut mittels eines
Anbaugerätes (1) für einen Schlepper-Frontlader, einen Teleskoplader (5), einen Radlader,
einen Hoflader odgl., insbesondere mittels einer Schaufel, wobei das zur Aufnahme
des Schüttgutes in das Schüttgut bewegbare Anbaugerät (1) eine Ladeöffnung (2) zur
Aufnahme eines Guts in einen Laderaum aufweist und das Anbaugerät (1) auf den Boden
(14) absenkbar und von dem Boden (14) abhebbar ist und die Ladeöffnung (2) zur Entleerung
nach unten oder die Ladeöffnung (2) zur Entleerung nach unten und zur vollständigeren
Befüllung nach oben gekippt werden kann,
dadurch gekennzeichnet,
dass durch eine Absenkung des Anbaugerätes (1) und/oder durch ein nach oben Kippen der
Ladeöffnung (2) eine Reinigungsvorrichtung (6) mit dem Boden (14) in Wirkverbindung
gebracht wird, so dass in Fahrtrichtung (15) auf dem Boden (14) befindliches Schüttgut
zumindest teilweise vor der Reinigungsvorrichtung (6) her und/oder von dieser zur
Seite befördert wird, um es vor einer Überfahrt durch den Schlepper, den Teleskoplader
(5), den Radlader, den Hoflader odgl. zu schützen.
10. Verfahren, nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass als Anbaugerät (1) ein Anbaugerät (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8 eingesetzt
wird.