[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Montagebelag zur Verwendung bei der Errichtung
eines Traggerüstturms sowie ein Montageverfahren zum sicheren Errichten solch eines
Traggerüstturms.
[0002] Traggerüsttürme der in Rede stehenden Art finden üblicherweise im Bauwesen als Stützkonstruktion
Anwendung und sind dazu in der Lage, verhältnismäßig große Lasten sicher abzutragen.
Derartige Traggerüsttürme setzen sich in der Regel aus einer Vielzahl von Einzelkomponenten
wie beispielsweise Stützen, Riegeln, Diagonalen und Rahmen zusammen, wie dies beispielsweise
bei dem in der
FR 2 939 464 A1 beschriebenen Traggerüsttürm der Fall ist. Die einzelnen Komponenten werden dabei
von einem Monteur zusammengesetzt, wodurch der Traggerüstturm sukzessive in die Höhe
wächst. Mit zunehmender Höhe nimmt jedoch die Absturzgefahr für einen auf dem Traggerüstturm
befindlichen Monteur zu. Zwar sind in jeder zweiten Gerüstebene des in der
FR 2 939 464 A1 beschriebenen Traggerüstturms Trägerroste installiert, welche in einander gegenüberliegende
Riegel eingehängt sind; allerdings müssen diese Trägerroste jeweils von unten in Überkopfmontage
montiert werden, was sich in arbeitsergonomischer Hinsicht als problematisch erweist.
Hinzu kommt, dass nach erfolgter Montage dieser Trägerroste der Monteur die Möglichkeit
hat, die so geschaffene Montageebene schon zu betreten, bevor die Riegel der nächsthöheren
Gerüstebene montiert sind, die ihn vor einem etwaigen Absturz sichern könnten.
[0003] Da der Arbeitssicherheit und -ergonomie nicht nur in Frankreich sondern auch in anderen
europäischen und außereuropäischen Staaten immer größere Bedeutung zukommt, liegt
der Erfindung die Aufgabe zugrunde, zumindest eine Realisierung anzugeben, mit der
sich die Arbeitssicherheit und -ergonomie bei der Errichtung eines Traggerüstturms
verbessern lässt.
[0004] Gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird zur Lösung dieser Aufgabe
ein Montagebelag gemäß Anspruch 1 zur Verwendung bei der Errichtung eines Traggerüstturms
vorgeschlagen, der sich im Wesentlichen aus einem begehbaren Belagelement sowie einem
ersten und einem zweiten Geländerelement zusammensetzt. Das erste Geländerelement
ist dabei an einer ersten Stirnseite des Belagelements gelenkig angebracht, wohingegen
das zweite Geländerelement an einer zweiten Stirnseite des Belagelements gelenkig
angebracht ist. Die beiden Geländerelemente lassen sich somit jeweils um eine Achse
verschwenken, welche annähernd parallel zu der ersten bzw. zweiten Stirnseite des
Belagelements verläuft. Um den Montagebelag in die Riegel eines Traggerüstturms einhängen
zu können, sind an einer ersten Stirnseite des Belagelements oder im Bereich des freien
Endes des ersten Geländerelements vorzugweise zwei zueinander beabstandete Haken vorgesehen
und auch im Bereich des freien Endes des zweiten Geländerelements sind vorzugweise
zwei zueinander beabstandete Haken vorgesehen.
[0005] Anders als dies bei herkömmlichen Belagelementen der Fall ist, weist das Belagelement
des erfindungsgemäßen Montagebelags also allenfalls an der ersten Stirnseite zwei
zueinander beabstandete Haken auf, wohingegen sich an der zweiten Stirnseite des Belagelements
keine Haken befinden. Anstatt dessen weist das an der zweiten Stirnseite des Belagelements
angelenkte Geländerelement im Bereich seines freien Endes zwei zueinander beabstandete
Haken auf.
[0006] In entsprechender Weise ist es möglich, auch an der ersten Stirnseite des Belagelements
keine Haken vorzusehen und stattdessen zwei zueinander beabstandete Haken im Bereich
des freien Endes des an der ersten Stirnseite angelenkten ersten Geländerelements
vorzusehen.
[0007] Die erfindungsgemäße Ausbildung eines Montagebelags, bei der allenfalls an der ersten
Stirnseite des Belagelements zwei zueinander beabstandete Haken vorgesehen sind, erweist
sich dahingehend als vorteilhaft, dass dadurch, dass zumindest die Haken für die Auf-
bzw. Abhängung der zweiten Stirnseite des Belagelements im Bereich des freien Endes
des zweiten Geländerelements vorgesehen sind, für die Montage eines Belags in einer
Gerüstebene n zunächst die nächst höhere Gerüstebene n+1 montiert werden muss, um
von einem der Riegel dieser Gerüstebene n+ 1 die zweite Stirnseite des Belagelements
über das zweite Geländerelement in die darunter befindliche Gerüstebene n abhängen
zu können.
[0008] Ein Monteur, der beabsichtigt, in einer Gerüstebene n eine Montageebene aus Montagebelägen
zu bilden, wird somit dazu gezwungen, zunächst die Riegel in der Gerüstebene n+1 und
folglich auch die dafür benötigten Stützen und/oder Rahmen zu montieren, was ausgehend
von einer in der Gerüstebene n-1 gebildeten Montageebene aus erfolgen kann. Der Monteur
muss somit zwingend vor der Montage der Beläge in der Gerüstebene n die Riegel in
der nächst höher gelegenen Gerüstebene n+1 montieren. Somit ist bereits bei erstmaligem
Betreten der Belagelemente in der Gerüstebene n zwangsweise eine Absturzsicherung
in Form der Riegel der Gerüstebene n+ 1 und der Geländerelemente der Montagebeläge
vorhanden.
[0009] Die Haken gemäß einer ersten Ausführungsform an der ersten Stirnseite des Belags
und am zweiten Geländerelement im Bereich dessen freien Endes vorzusehen, bringt den
weiteren Vorteil mit sich, dass dadurch sichergestellt werden kann, dass nicht alle
Beläge einer Gerüstebene in gleicher Orientierung eingebaut werden können; vielmehr
kann bei Bedarf dadurch, dass sich die Haken für die Aufhängung der ersten und zweiten
Stirnseite des Belagelements auf unterschiedlichen Höhen befinden, sichergestellt
werden, dass bei einer beabsichtigten Montage aller Belagelemente einer Gerüstebene
in gleicher Orientierung zumindest einer der stirnseitigen Haken eines Montagebelags
mit einer Störstelle wie beispielsweise einer Diagonalen des Traggerüstturm oder deren
Befestigungsmittel kollidiert, was den Monteur dazu zwingt, den betreffenden Montagebelag
in einer relativ zu den anderen Montagebelägen der jeweiligen Ebene um 180° gedrehten
Orientierung einzubauen. Dies wiederum zwingt den Monteur dazu, zunächst sämtliche
Riegel in der Gerüstebene n+ 1 zu montieren, bevor er in der Gerüstebene n eine durchgehende
Montageebene aus mehreren Belagelementen errichten kann. Vor der Errichtung der Montageebene
in der Gerüstebene n müssen somit zwangsweise in vorlaufender Montage die Riegel in
der Ebene n+ 1 montiert werden, sodass bei schon erstmaligem Betreten der Montageebene
in der Gerüstebene n eine allseitige Absturzsicherung in Form der Riegel der Gerüstebene
n+1 vorhanden ist.
[0010] Sämtliche Riegel der Gerüstebene n+ 1 in vorlaufender Montage zu montieren, lässt
sich alternativ auch dadurch erzwingen, dass gemäß einer zweiten Ausführungform im
Bereich des freien Endes sowohl des ersten Geländerelements als auch des zweiten Geländerelements
jeweils zwei zueinander beabstandete Haken vorgesehen sind. In diesem Fall muss der
Monteur, der beabsichtigt, ein Belagelement in der Gerüstebene n zu installieren,
zwangsweise zunächst die Riegel in der nächst höheren Gerüstebene n+ 1 montieren,
um von diesen das Belagelement über die beiden Geländerelemente in die Gerüstebene
n abhängen zu können.
[0011] Der erfindungsgemäße Montagebelag erweist sich jedoch nicht nur durch die erzwungene
vorlaufende Riegelmontage im Hinblick auf die Arbeitssicherheit als vorteilhaft; vielmehr
muss ein Monteur, der beabsichtigt, eine Montageplattform in der Gerüstebene n zu
installieren, nicht über Kopf tätig werden, da er sich hierbei entweder auf der unmittelbar
darunter befindlichen Gerüstebene n-1 oder bereits auf der zu installierenden Gerüstebne
n befinden kann, wie dies nachfolgend noch genauer erläutert wird. Hierdurch ergibt
sich eine vorteilhafte Aufwandsreduzierung bei der Montage.
[0012] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird die derselben zugrundeliegende
Aufgabe auch durch ein Montageverfahren zum sicheren Errichten eines Traggerüstturms
gelöst, bei dem zunächst eine erste rechteckige Gerüstebene mit umlaufenden Riegeln
erzeugt wird, welche von in den Ecken der Gerüstebene befindlichen ersten Stützen
getragen werden, bevor danach eine zweite rechteckige Gerüstebene mit umlaufenden
Riegeln erzeugt wird, welche von auf den ersten Stützen stehenden zweiten Stützen
getragen werden. Anschließend wird dann die erste Stirnseite zumindest eines Belagelements
in einen Riegel der ersten Gerüstebene eingehängt oder es wird die erste Stirnseite
zumindest eines Belagelements von einem Riegel der zweiten Gerüstebene in die erste
Gerüstebene abgehängt, bevor oder nachdem die der ersten Stirnseite des zumindest
einen Belagelements gegenüberliegende zweite Stirnseite von einem anderen Riegel der
zweiten Gerüstebene in die erste Gerüstebene abgehängt wird bzw. wurde.
[0013] Dadurch, dass zumindest eine Stirnseite des Belagelements von der zweiten Gerüstebene
in die erste Gerüstebene abgehängt wird, muss der Monteur zwangsweise vorab in vorlaufender
Montage die Riegel der zweiten Gerüstebene installieren, sodass bereits zum Zeitpunkt
der Fertigstellung einer Montageebene aus Belagelementen in der ersten Gerüstebene
eine Absturzsicherung in Form der Riegel der zweiten Gerüstebene vorhanden ist. Wenn
der Monteur erstmalig die Montageebene in der ersten Ebene betritt, ist somit bereits
eine Absturzsicherung in Form der Riegel der zweiten Gerüstebene vorhanden.
[0014] Wenn vor- oder nachstehend von zwei Haken an der Stirnseite eines Belagelements oder
an einem Geländerelement die Rede ist, soll damit erreicht werden, dass die Stirnseite
bzw. das Geländerelement zumindest an zwei ausreichend voneinander beabstandeten Punkten
eines jeweiligen Riegels abgestützt ist, so dass ein Verkippen der montierten Belagelemente
vermieden wird. Dies ist im Sinne der Erfindung auch dadurch zu realisieren, dass
sich eine durchgehende Hakenformation über eine ausreichend große Strecke entlang
des jeweiligen Riegels erstreckt, bei der dann nicht zwei Haken voneinander getrennt
vorgesehen, sondern vielmehr als Einheit ausgebildet sind.
[0015] Im Folgenden wird nun auf vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung eingegangen;
weitere vorteilhafte Ausführungsformen können sich ferner aus den abhängigen Ansprüchen,
der Figurenbeschreibung sowie den Zeichnungen ergeben.
[0016] Die folgenden unter Bezugnahme auf den erfindungsgemäßen Montagebelag und das erfindungsgemäße
Montageverfahren erläuterten Merkmale gelten in entsprechender Weise auch für den
nicht jeweils explizit in Bezug genommenen Gegenstand.
[0017] So ist es gemäß einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Montagebelags vorgesehen,
dass jedes Geländerelement zwei gelenkig an der jeweiligen Stirnseite des Belags angebrachte
Geländerstäbe aufweist, welche an ihren freien Ende über eine erste Strebe mittelbar
oder unmittelbar miteinander verbunden sind. Diese erste Strebe kann dabei dem Monteur
nicht nur als Handlauf und als zusätzliche Absturzsicherung dienen, sondern erhöht
insbesondere auch die Stabilität der beiden Geländerstäbe. Davon abgesehen dient die
erste Strebe des jeweiligen Geländerelements einem Monteur, der sich auf einer Montageebene
in der Gerüstebene n befindet, auch als Handgriff, um die noch in der darunter befindlichen
Gerüstebene n-1 vorhandenen Belagelemente in die Gerüstebene n anheben zu können.
So befinden sich nämlich die Handläufe eines in der Gerüstebene n-1 montierten Belagelements
etwa in der Gerüstebene n, sodass ein Monteur, der sich auf einer Montageebene in
der Gerüstebene n befindet, diese Handläufe gut ergreifen kann, um die in der Gerüstebene
n-1 montierten Belagelemente in die Gerüstebene n hochziehen zu können.
[0018] Darüber hinaus können die Geländerstäbe des jeweiligen Geländerelements über eine
von der ersten Strebe parallel beabstandete zweite Strebe miteinander verbunden sein.
Diese kann sich auf etwa halber Höhe des jeweiligen Geländerelements befinden, wodurch
eine zusätzliche Absturzsicherung und eine weiterhin erhöhte Stabilität geschaffen
wird.
[0019] Um die beiden Geländerelemente zu Transportzwecken umklappen und auf dem zugehörigen
Belagelement ablegen zu können, ist es gemäß einer weiteren Ausführungsform vorgesehen,
dass die Geländerstäbe des ersten Geländerelements einen anderen Abstand zueinander
aufweisen als die Geländerstäbe des zweiten Geländerelements. So wird es möglich,
die beiden Geländerelemente auf einander zu zu klappen, bis sie in einer gemeinsamen
Ebene auf dem Belagelement aufliegen.
[0020] Damit bei diesem Ablegen der Geländerelemente auf den zugehörigen Belagelement die
Geländerstäbe des ersten Geländerelements nicht mit den ersten und zweiten Streben
des zweiten Geländerelements kollidieren, ist es gemäß noch einer weiteren Ausführungsform
vorgesehen, dass sich die zweite und vorzugsweise auch die erste Strebe des zweiten
Geländerelements auf der Außenseite des zweiten Geländerelements erstreckt, wobei
in diesem Falle die Geländerstäbe des ersten Geländerelements einen geringeren Abstand
zueinander aufweisen als die Geländerstäbe des zweiten Geländerelements. Alternativ
dazu können sich die Streben des zweiten Geländerelements auch in der Geländerebene
erstrecken, wobei in diesem Falle die Streben jedoch mittelbar an den Geländerstäben
über im Rahmen der Figurenbeschreibung noch näher erläuterte Ausklinkelemente anzubringen
sind, welche die Aufnahme der Geländerstäbe des ersten Geländerelements zwischen den
Geländerstäben des zweiten Geländerelements erlauben.
[0021] Diese Ausbildungen ermöglichen es, zunächst das erste Geländerelement durch Umklappen
auf dem zugehörigen Belagelement abzulegen, bevor anschließend das zweite Geländerelement
umgeklappt und ebenfalls auf dem Belagelement abgelegt wird, wodurch eine Verschachtelung
des ersten Geländerelements innerhalb des zweiten Geländerelements erreicht wird.
[0022] Insbesondere kann es hierbei vorgesehen sein, dass die freien Enden der Geländerstäbe
des ersten Geländerelements einen geringeren Abstand zueinander aufweisen als die
angelenkten Enden der Geländerstäbe des zweiten Geländerelements und dass die angelenkten
Enden der Geländerstäbe des ersten Geländerelements einen geringeren Abstand zueinander
aufweisen als die freien Enden der Geländerstäbe des zweiten Geländerelements. Die
freien Enden der Geländerstäbe des ersten Geländerelements können somit quer zur Belaglängsrichtung
nach außen gekröpft sein, sodass die freien Enden der Geländerstäbe des ersten Geländerelements
etwa den gleichen Abstand zueinander aufweisen können wie die freien Enden der Geländerstäbe
des zweiten Geländerelements. Diese Ausbildung ermöglicht es, die beiden Geländerelemente
durch Umklappen auf dem zugehörigen Belagelement auch dann nacheinander in einer gemeinsamen
Ebene abzulegen, wenn die freien Enden der Geländerstäbe des ersten Geländerelements
nach außen gekröpft sind, um so die Längenerstreckung der die freien Enden der Geländerstäbe
des ersten Geländerelements verbindenden Strebe zugunsten der Absturzsicherheit zu
maximieren.
[0023] Da die Montagebeläge während der Gerüstmontage händisch angehoben werden müssen,
ist es wünschenswert, das Gewicht der Montagebeläge möglichst gering zu halten, weshalb
es gemäß einer weiteren Ausführungsform vorgesehen ist, die Geländerstäbe des ersten
Geländerelements mittelbar an der ersten Stirnseite des Belagelements an den daran
vorgesehenen Haken anzubringen. Für die gelenkige Anbringung des ersten Geländerelements
an der ersten Stirnseite des Belagelements wird somit kein zusätzlicher Scharnierbeschlag
erforderlich, wodurch das Gewicht des erfindungsgemäßen Montagebelags gering gehalten
werden kann.
[0024] Um die erste Stirnseite des Belagelements gegen abhebende Lasten zu sichern, kann
an der Außenseite zumindest eines Geländerstabs des ersten Geländerelements eine Abhebesicherung
wie beispielsweise eine davon abstehende Nase vorgesehen sein, welche derart positioniert
ist, dass sie im montierten Zustand des Montagebelags unterhalb des Riegels der nächst
höheren Gerüstebene zu liegen kommt. Im Falle abhebender Lasten stößt somit die Nase
gegen die Unterseite des Riegels, wodurch das Belagelement an seiner ersten Stirnseite
gegen abhebende Lasten gesichert ist.
[0025] Zusätzlich kann an der Außenseite des Geländerstabs mit der zuvor erläuterten Abhebesicherung
oberhalb derselben ein beweglicher, beispielsweise kippbarer oder längs des jeweiligen
Geländerstabs verschiebbarer Haken vorgesehen sein, mit dem sich das erste Geländerelement
in einer aufrecht stehenden Position an einem Riegel der Gerüstebene n+ 1 sichern
lässt, wodurch ein unbeabsichtigtes Umklappen des Geländerelements in Richtung des
Belagelements vermieden wird.
[0026] Um auch die zweite Stirnseite des Belagelements gegen abhebende Lasten sichern zu
können, ist es gemäß einer weiteren Ausführungsform vorgesehen, dass an der Außenseite
zumindest eines Geländerstabs des zweiten Geländerelements unterhalb des dort befindlichen
Hakens eine Abhebesicherung, vorzugsweise ein federvorgespannter Haken vorgesehen
ist. Durch die Federvorspannung kann dieser Haken beim Einhängen der beiden zueinander
beabstandeten Haken des zweiten Geländerelements in einen Riegel durch denselben zur
Seite gedrückt werden, um das Einhängen der beiden zueinander beabstandeten Haken
des zweiten Geländerelements in den Riegel zu ermöglichen. Anschließend schnappt der
federvorgespannte Haken infolge der Federvorspannung dann wieder in seine Ausgangsstellung
zurück, in der er dann unterhalb des Riegels, in den die beiden zueinander beabstandeten
Haken des zweiten Geländerelements nun eingehängt sind, zu liegen kommt. Hierdurch
ist auch die zweite Stirnseite des Belagelements gegen abhebende Lasten gesichert.
[0027] Um den beweglichen Haken des ersten Geländerelements und/oder den federvorgespannten
Haken des zweiten Geländerelements aus ihrer/seiner verriegelten Stellung wieder möglichst
leicht und unter geringem Aufwand lösen zu können, kann die erste Strebe des ersten
Geländerelements mit dem beweglichen Haken des ersten Gelländerelements gekoppelt
und/oder die erste Strebe des zweiten Geländerelements mit dem federvorgespannten
Haken des zweiten Geländerelements gekoppelt sein. In diesen Fällen sind also die
jeweiligen ersten Streben nicht starr an den freien Enden der jeweiligen Geländerstäbe
angebracht; vielmehr verbinden die ersten Streben lediglich die freien Enden der jeweiligen
Geländerstäbe, wobei sie jedoch verschieblich oder gelenkig mit den freien Enden der
jeweiligen Geländerstäbe gekoppelt sind. Da der Monteur die erste Strebe nach erfolgter
Entriegelung bereits in der Hand hält, kann er das Belagelement somit über die erste
Strebe gleich anschließend in die nächste Gerüstebene ziehen, ohne hierzu umgreifen
zu müssen, so dass das Entriegeln und Anheben des Belagelements gewissermaßen in einem
einzigen Arbeitsschritt erfolgen kann.
[0028] Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann der erfindungsgemäße Montagebelag ferner
ein Verriegelungsmittel aufweisen, welches ausgebildet ist, um das Belagelement und
das zweite Geländerelement in einem zusammengeklappten Zustand beispielsweise zu Montagezwecken
aneinander zu sichern, so dass sich das Belagelement und das zweite Geländerelement
parallel zueinander erstrecken. Dieses Verriegelungsmittel kann auch dann zum Einsatz
kommen, wenn der Montagebelag über das zweite Geländerelement bzw. die daran vorgesehenen
zueinander beabstandeten Haken an einem Riegel im zusammengeklappten Zustand eingehängt
werden soll, um so eine Durchtrittsluke in einer aus mehreren erfindungsgemäßen Montagebelägen
geschaffenen Montageebene zu erzeugen. Da im zusammengeklappten Zustand des Montagebelags
das erste Geländerelement von dem zweiten Geländerelement umgeben und durch dessen
Streben überdeckt und somit fixiert wird, ist es ausreichend, nur das zweite Geländerelement
und das Belagelement über die Verriegelungsmittel einander zu sichern, da hierdurch
auch gleichzeitig das erste Geländerelement an dem Belagelement gesichert ist.
[0029] Gemäß einer möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Montageverfahrens ist
es vorgesehen, dass eine dritte rechteckige Gerüstebene mit umlaufenden Riegeln, welche
von auf den zweiten Stützen stehenden dritten Stützen getragen werden, ausgehend von
den sich in der ersten Gerüstebene erstreckenden Belagelementen erzeugt wird. Hierzu
wird ein Monteur in vorteilhafter Weise durch das erfindungsgemäße Montageverfahren
gezwungen, da die Riegel der dritten Gerüstebene bei fortschreitendem Gerüstaufbau
benötigt werden, um davon Belagelemente, die in der zweiten Gerüstebene installiert
werden sollen, abhängen zu können.
[0030] Die Errichtung einer Montageebene in der zweiten Gerüstebene kann bei dem erfindungsgemäßen
Montageverfahren dadurch erfolgen, dass die jeweiligen ersten Stirnseiten der zuvor
in der ersten Gerüstebene installierten Belagelemente unter Aufrechterhaltung der
Abhängung der zweiten Stirnseite angehoben und in einen Riegel der zweiten Gerüstebene
eingehängt oder von einem Riegel der dritten Gerüstebene in die zweite Gerüstebene
abgehängt werden. Anschließend können dann die jeweiligen zweiten Stirnseiten der
zuvor in der ersten Gerüstebene installierten Belagelemente angehoben und von einem
Riegel der dritten Gerüstebene in die zweite Gerüstebene abgehängt werden. Die Belagelemente
werden also wechselweise angehoben und in die Riegel der jeweils nächst höheren Gerüstebene
ein- bzw. von diesen abgehängt. Der Monteur hat somit die Möglichkeit, die Montageebene
von Gerüstebene zu Gerüstebene nachzuziehen, sodass stets eine Montageplattform vorhanden
ist, auf der er sich bewegen kann, um die nächst höheren Gerüstebenen zu montieren.
[0031] Das zuvor erläuterte Anheben und Montieren der Belagelemente in der zweiten Gerüstebene
kann bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zunächst von zuvor in der ersten Gerüstebene
installierten Belagelementen aus erfolgen, wohingegen dies beim letzten Belagelement
der ersten Gerüstebene von einem bereits in der zweiten Gerüstebene installierten
Belagelement aus erfolgen muss. Ein Monteur, der sich zur Montage eines ersten Belagelements
auf sich in der ersten Gerüstebene erstreckenden Belagelementen befindet, muss sich
also zur Montage des letzten Belagelements auf ein zuvor bereits in der zweiten Gerüstebene
montiertes Belagelement begeben, um das letzte Belagelement in der zweiten Gerüstebene
montieren zu können. Während der Montage eines Traggerüstturms befindet sich der Monteur
somit stets auf einem der Belagelemente, wobei er diese Belagelemente mit zunehmendem
Baufortschritt nach oben nachzieht, wodurch in der gewünschten Weise keine Überkopfmontage
der Beläge erforderlich wird.
[0032] Im Folgenden wird die Erfindung rein exemplarisch unter Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen beschrieben, wobei:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung des erfindungsgemäßen Montagebelags mit aufgestellten
Geländerelementen zeigt;
- Fig. 2
- eine perspektivische Darstellung zweier zusammengeklappter Montagebeläge zeigt, die
aufeinander gestapelt sind; und
- Fig. 3 - 18
- die Errichtung eines Traggerüstturms unter Verwendung eines erfindungsgemäßen Montagebelags
veranschaulichen.
[0033] Die Fig. 1 zeigt einen erfindungsgemäßen Montagebelag 10 in perspektivischer Darstellung,
welcher im Wesentlichen aus einem Belagelement 12 und zwei gelenkig an den Stirnseiten
30, 32 des Belagelements 12 angebrachten Geländerelementen 14, 16 besteht. Das Belagelement
12 besteht seinerseits aus einem Trägerrost 22, der eine Vielzahl miteinander beispielsweise
durch Schweißen verbundener Trägerrohre aufweist und der an seiner Oberseite mit einer
Belagtafel 24 aus Holz, Kunststoff oder einem Kompositmaterial beplankt ist.
[0034] Das erste Geländerelement 14 wird im Wesentlichen durch zwei zueinander beabstandete
Geländerstäbe 18, 19 sowie zwei diese Geländerstäbe 18, 19 verbindende Streben 25,
26 gebildet. In entsprechender Weise wird auch das zweite Geländerelement 16 im Wesentlichen
durch zwei zueinander beabstandete Geländerstäbe 20, 21 sowie durch zwei diese Geländerstäbe
20, 21 verbindende Streben 27, 28 gebildet. Die Geländerstäbe 18, 19 des ersten Geländerelements
14 sind dabei über Gelenkverbindungen an der ersten Stirnseite 30 des Belagelements
12 angebracht und auch die Geländerstäbe 20, 21 des zweiten Geländerelements 16 sind
über Gelenkverbindungen an der zweiten Stirnseite 32 des Belagelements 12 angebracht.
Die beiden Geländerelemente 14, 16 sind also an den einander gegenüberliegenden Stirnseiten
30, 32 des Belagelements 12 angelenkt und lassen sich somit in Bezug auf das Belagelement
12 um eine parallel zur jeweiligen Stirnseite 30, 32 des Belagelements 12 verlaufende
Achse schwenken, um beispielsweise auf dem Belagelement 12 für den Transport abgelegt
zu werden, wie dies in der Fig. 2 dargestellt ist. Ferner weist das Belagelement 12
an seiner ersten Stirnseite 30 zwei zueinander beabstandete Haken 34 auf, wohingegen
die zweite Stirnseite 32 des Belagelements 12 keine Haken aufweist. Anstatt dessen
weist das zweite Geländerelement 16 im Bereich der freien Enden seiner Geländerstäbe
20, 21 zwei zueinander beabstandete Haken 36 auf, wie dies am besten der Darstellung
der Fig. 2 entnommen werden kann. Wie nachfolgend noch genauer erläutert wird, dienen
diese Haken 34, 36 zur Ein- bzw. Abhängung des Montagebelags 10 in die in unterschiedlichen
Ebenen befindlichen Riegel eines zu errichtenden Traggerüstturms.
[0035] Damit die beiden Geländerelemente 14, 16 gemäß der Fig. 2 auf dem Belagelement 12
abgelegt werden können, weisen die freien Enden der Geländerstäbe 18, 19 des ersten
Geländerelements 14 einen geringeren Abstand zueinander auf als die angelenkten Enden
der Geländerstäbe 20, 21 des zweiten Geländerelements 16. Auch die angelenkten Enden
der Geländerstäbe 18, 19 des ersten Geländerelements 14 weisen einen geringeren Abstand
zueinander auf als die freien Enden der Geländerstäbe 20, 21 des zweiten Geländerelements
16. So kommen nämlich im auf dem Belagelement 12 abgelegten Zustand die jeweiligen
freien Enden des einen Geländerelements 14, 16 im Bereich des angelenkten Endes des
jeweils anderen Geländerelements 16, 14 zu liegen und umgekehrt, weshalb die zuvor
erläuterten Abstandsverhältnisse eingehalten werden müssen, damit im abgelegten Zustand
der Geländerelemente 14, 16 das erste Geländerelement innerhalb des zweiten Geländerelements
16 in einer gemeinsamen Ebene zu liegen kommen kann.
[0036] Im Falle, dass die Geländerstäbe 18, 19, 20, 21 anders als in der dargestellten Ausführungsform
keine Kröpfungen 37 aufweisen, müssten hierzu lediglich die Geländerstäbe 18, 19 des
ersten Geländerelements 14 einen geringeren Abstand zueinander aufweisen als die Geländerstäbe
20, 21 des zweiten Geländerelements 16.
[0037] Die Geländerstäbe 18, 19 des ersten Geländerelements 14 in der dargestellten Weise
mit einer quer zur Belaglängsrichtung ausgerichteten Kröpfung 37 zu versehen, bringt
allerdings den Vorteil mit sich, dass hierdurch die freien Enden der Geländerstäbe
18, 19 des ersten Geländerelements 14 etwa den gleichen Abstand zueinander aufweisen
wie die freien Enden der Geländerstäbe 20, 21 des zweiten Geländerelements 16, wodurch
die Längserstreckung der die freien Enden der Geländerstäbe 18, 19 des ersten Geländerelements
14 verbindenden ersten Strebe 25 zugunsten der Absturzsicherheit maximiert werden
kann.
[0038] Um das erste Geländerelement 14 in der gewünschten Weise vor dem zweiten Geländerelement
16 auf dem Belagelement 12 ablegen zu können, erstreckt sich die zweite Strebe 28
des zweiten Geländerelements 16 auf der Außenseite desselben, da andernfalls beim
Ablegen des zweiten Geländerelements 16 diese Strebe 28 mit dem ersten Geländerelement
14 kollidieren würde. In entsprechender Weise kann sich auch die erste Strebe 27,
die die beiden freien Enden der beiden Geländerstäbe 20, 21 miteinander verbindet,
auf der Außenseite des zweiten Geländerelements 16 erstrecken. Stattdessen ist es
jedoch bei der dargestellten Ausführungsform vorgesehen, dass die erste Strebe 27
des zweiten Geländerelements 16 nur mittelbar an den freien Enden der Geländerstäbe
20, 21 über entsprechende Ausklinkelemente 38 angebracht ist, welche die Aufnahme
der Geländerstäbe 18, 19 des ersten Geländerelements 14 erlauben (siehe Fig. 2).
[0039] Um die erste Stirnseite 30 des Belagelements 12 gegen abhebende Lasten sichern zu
können, ist an der Außenseite des Geländerstabs 18 des ersten Geländerelements 14
eine davon abstehende Nase 40 vorgesehen, welche im Rüstzustand des Montagebelags
10 unterhalb desjenigen Riegels zu liegen kommt, der sich direkt oberhalb des Riegels
befindet, in den das Belagelement 12 über die Haken 34 eingehängt werden soll. Im
Falle abhebender Lasten stößt somit diese Nase 40 gegen die Unterseite des darüber
befindlichen Riegels, so dass das Belagelement 12 nicht abheben kann.
[0040] Da es für diese Abhebesicherung jedoch erforderlich ist, dass sich das erste Geländerelement
14 in seiner aufgestellten Stellung befindet, ist oberhalb der Nase 40 ein in Längsrichtung
des Geländerstabs 18 verschiebbarer Haken 41 vorgesehen, welcher dazu dient, das erste
Geländerelement 14 an dem der Nase 40 benachbarten Riegel zu sichern. In der dargestellten
Ausführungsform ist hierzu der bewegliche Haken 41 mit der am freien Ende des ersten
Geländerelements 14 befindlichen ersten Strebe 25 gekoppelt, so dass das Entriegeln
des beweglichen Hakens 41 zeitgleich in einem einzigen Arbeitsschritt mit dem Anheben
der ersten Stirnseite 30 des Belagelements 12 über diese erste Strebe 25 erfolgen
kann.
[0041] Um auch die zweite Stirnseite 32 des Belagelements 12 gegen abhebende Lasten zu sichern,
ist in der dargestellten Ausführungsform der Geländerstab 20 des zweiten Geländerelements
16 mit einem federvorgespannten Haken 42 versehen, welcher gelenkig an dem Geländerstab
20 angebracht und einstückig mit dem einen Ausklinkelement 38 ausgebildet ist, über
das die erste Strebe 27 mittelbar an dem Geländerstab 20 angebracht ist. An der dem
Haken 42 gegenüberliegenden Ende ist die Strebe 27 ebenfalls über ein Ausklinkelement
38 mittelbar an dem Geländerstab 21 gelenkig angebracht ist, wobei dieses Ausklinkelement
38 ohne einen Haken gegen abhebende Lasten ausgebildet sein kann. Durch die Federvorspannung
des Hakens 42 wird derselbe in Richtung der Außenseite des zweiten Geländerelements
16 gedrängt, so dass der Haken 42 unterhalb des jeweiligen Riegels zu liegen kommt,
in den die Haken 36 des zweiten Geländerelements 16 eingehängt sind, wodurch das Belagelement
12 auch im Bereich der zweiten Stirnseite 32 gegen abhebende Lasten gesichert ist.
[0042] Da der federvorgespannte Haken 42 über das Ausklinkelement 38 mit der am freien Ende
des zweiten Geländerelements 16 befindlichen ersten Strebe 27 gekoppelt ist, wird
gleichzeitig mit dem Anheben der zweiten Stirnseite 32 des Belagelements 12 über die
erste Strebe 27 der federvorgespannte Haken 42 entriegelt, wodurch das Entriegeln
und Anheben des Belagelements 12 gewissermaßen in einem einzigen Arbeitsschritt erfolgen
kann.
[0043] Da es während des Errichtens eines Traggerüstturms unter Verwendung des erfindungsgemäßen
Montagebelags 10 Rüstzustände gibt, in denen der Montagebelag 10 im zusammengeklappten
Zustand gemäß Fig. 2 über die am freien Ende des zweiten Geländerelements 16 befindlichen
Haken 36 in einen Riegel des Traggerüstturms eingehängt wird, ist ein Verriegelungsmittel
44 vorgesehen, mit dem das zweite Geländerelement 16 im zusammengeklappten Zustand
der Fig. 2 an dem Belagelement 12 gesichert werden kann. In der dargestellten Ausführungsform
ist hierzu konkret eine Klammer 44 vorgesehen, welche die am freien Ende des zweiten
Geländerelements 16 befindliche erste Strebe 27 an der ersten Stirnseite 30 des Belagelements
12 sichert (siehe Fig. 2).
[0044] Im Folgenden wird nun die Errichtung eines Traggerüstturms unter Verwendung mehrerer
erfindungsgemäßer Montagebeläge 10 unter Bezugnahme auf die Fig. 3 bis 18 erläutert.
[0045] Zunächst wird eine erste rechteckige Gerüstebene I mit umlaufenden Riegeln 52, 58'
erzeugt, indem diese Riegel 52, 58' in die Rosetten 60 von in den Ecken der Gerüstebene
I befindlichen ersten Stützen in Form von höhenverstellbaren Spindelfüßen 50 eingehängt
werden. Anschließend wird dann auf den jeweiligen Stützen 50, die den geringeren Abstand
zueinander aufweisen, jeweils ein Gerüstrahmen 56 montiert, welcher im Wesentlichen
aus zwei vertikal zueinander beabstandeten Querriegeln 58 und durch diese beiden Riegel
58 miteinander verbundenen Stützen 59 besteht, wobei auch diese Stützen 59 wiederum
in ihren oberen Endabschnitten Rosetten 60 tragen, in die nach der Montage der Gerüstrahmen
56 die beiden Gerüstrahmen 56 verbindende Längsriegel 52 eingehängt werden. Somit
wurde eine zweite rechteckige Gerüstebene II mit umlaufenden Riegeln 52, 58 erzeugt,
welche von auf den Spindelfüßen 50 stehenden Stützen 59 getragen werden. Zu Aussteifungszwecken
werden anschließend die jeweils übereinander befindlichen Längsriegel 52 der ersten
und zweiten Gerüstebene I, II über Diagonalen 54 miteinander verbunden, wobei diese
Diagonalen 54 in unterschiedliche Richtungen geneigt sind.
[0046] Da sich die zweite Gerüstebene II nicht oberhalb der Augenhöhe des Monteurs befindet,
können die zuvor erläuterten Schritte vom Boden aus durchgeführt werden. Da jedoch
die darüber liegenden Gerüstebenen vom Boden aus nicht oder nur noch schlecht erreichbar
sind, kommen mehrere erfindungsgemäße Montagebeläge 10 zum Einsatz, durch die in der
jeweiligen Gerüstebene eine Montageebene erzeugt werden kann, von der aus der Monteur
dann die nächste Gerüstebene erzeugen kann.
[0047] Bei der Montage der Montagebeläge 10 wird dabei so vorgegangen, dass gemäß Fig. 4
zunächst ein erster Montagebelag 10 im zusammengeklappten Zustand über die am freien
Ende des zweiten Geländerelements 16 befindlichen Haken 36 in den vorderen Längsriegel
52 der zweiten Gerüstebene II eingehängt wird, wodurch die zweite Stirnseite 32 des
Belagelements 12 von dem Riegel 52 der zweiten Gerüstebene II in die erste Gerüstebene
I abgehängt wird.
[0048] Anschließend wird damit fortgefahren, das Belagelement 12 gemäß Fig. 5 um die sich
entlang der zweiten Stirnseite 32 erstreckende Schwenkachse nach unten zu schwenken,
wodurch die erste Stirnseite 30 des Belagelements 12 über die daran vorgesehenen Haken
34 in den hinteren Längsriegel 52 der ersten Gerüstebene I eingehängt wird. Anschließend
wird dann das auf dem Belagelement 12 abgelegte erste Geländerelement 14 um die sich
entlang der ersten Stirnseite 30 des Belagelements 12 erstreckende Schwenkachse gemäß
Fig. 6 nach oben geschwenkt und über den Haken 41 an dem Längsriegel 52 der zweiten
Gerüstebene II gesichert, wozu dieser mittels der ersten Strebe 25 angehoben und anschließend
wieder abgesenkt werden kann. In dieser aufgestellten Stellung kommt die an dem Geländerstab
18 vorgesehene Nase 40 unmittelbar unterhalb des hinteren Längsriegels 52 der zweiten
Gerüstebene II zu liegen, wodurch die erste Stirnseite 30 des Belagelements 12 gegen
abhebende Lasten gesichert ist.
[0049] Auch die zweite Stirnseite 32 des Belagelements 12 ist in dem in der Fig. 6 dargestellten
Rüstzustand gegen abhebende Lasten gesichert, da der am Geländerstab 20 angelenkte
federvorgespannte Haken 42, der in Fig. 6 durch den vorderen Längsriegel 52 der zweiten
Gerüstebene II verdeckt ist, mit der Unterseite dieses Längsriegels 52 in Anlage steht.
[0050] Nachdem auf diese Weise der erste Montagebelag 10 montiert wurde, wird damit fortgefahren,
auf gleiche Weise einen zweiten Montagebelag 10 zu montieren, wie dies in der Fig.
7 dargestellt ist.
[0051] Danach wird ein dritter Montagebelag 10 gemäß Fig. 8 montiert, wodurch in der ersten
Gerüstebene I eine durchgehende Montageebene entsteht, von der aus dann eine dritte
Gerüstebene III montiert werden kann. Besonderes Augenmerk sei jedoch darauf gerichtet,
dass der dritte Montagebelag 10 um 180° gedreht im Vergleich zu dem ersten und dem
zweiten Montagebelag 10 montiert wurde, da andernfalls die Haken 34 an der ersten
Stirnseite 30 des Belagelements 12 mit der hinteren Diagonale 54 und die Haken 36
am freien Ende des zweiten Geländerelements 16 mit der vorderen Diagonale 54 kollidieren
würden. Dieser Zwang, zumindest einen der drei Montagebeläge um 180° gedreht zu montieren,
erweist sich jedoch gerade in Bezug auf die gewünschte Arbeitssicherheit als vorteilhaft,
wie dies nachfolgend noch genauer erläutert wird.
[0052] Nach erfolgter Montage der drei Montagebeläge 10 in der ersten Gerüstebene I, kann
der Monteur dann ausgehend von der so erzeugten Montageebene in der ersten Gerüstebene
I eine dritte rechteckige Gerüstebene III mit umlaufenden Riegeln 52, 58 erzeugen,
wie dies unter Bezugnahme auf die Fig. 9 bis 11 erläutert wird. Hierbei werden wiederum
zunächst einander gegenüberliegende Gerüstrahmen 56 auf die bereits vorhandenen Gerüstrahmen
56 gesteckt (Fig. 9), welche dann über Längsriegel 52 in der dritten Gerüstebene III
miteinander verbunden werden (Fig. 10). Schließlich werden die längeren Riegel 52
der zweiten und dritten Gerüstebene II, III wiederum über Diagonalen 54 miteinander
verbunden, wie dies in der Fig. 11 dargestellt ist.
[0053] Für die Errichtung weiterer Gerüstebenen müssen nun die in der ersten Gerüstebene
I montierten Belagelemente angehoben und in der zweiten Gerüstebene II montiert werden.
Hierzu wird zunächst die erste Stirnseite 30 des sich in der ersten Gerüstebene I
erstreckenden Belagelements 12 des ersten Montagebelags 10 unter Aufrechterhaltung
der Abhängung der zweiten Stirnseite 32 angehoben und mit den Haken 34 der ersten
Stirnseite 30 in den Längsriegel 52 der zweiten Gerüstebene II eingehängt (siehe Fig.
12). Um die erste Stirnseite 30 des Belagelements 12 hierzu anheben zu können, zieht
der sich auf dem zweiten Montagebelag 10 befindliche Monteur die erste Strebe 25 am
freien Ende des ersten Belagelements 12 nach oben, wodurch nicht nur der Haken 41
gelöst sondern gleichzeitig auch die erste Stirnseite 30 des Belagelements 12 angehoben
wird.
[0054] Nachdem das erste Geländerelement 14 wiederum an dem hinteren Längsriegel 52 der
dritten Gerüstebene über den Haken 41 gesichert wurde, kann dann die zweite Stirnseite
32 des Belagelements 12 des ersten Montagebelags 10 angehoben und - wie in Fig. 13
dargestellt - von dem vorderen Längsriegel 52 der dritten Gerüstebene III in die zweite
Gerüstebene II abgehängt werden. Hierzu zieht der sich auf dem zweiten Montagebelag
10 befindliche Monteur die am freien Ende des zweiten Geländerelements 16 befindliche
erste Strebe 27 nach oben, wodurch nicht nur der federvorgespannte Haken 42 gelöst,
sondern gleichzeitig auch in der gewünschten Weise die zweite Stirnseite 32 des Belagelements
12 angehoben wird. Anschließend kann dann die zweite Stirnseite 32 des Belags 12 über
die am freien Ende des zweiten Geländerelements 16 befindlichen Haken 36 von dem vorderen
Längsriegel 52 der dritten Gerüstebene III in die zweite Gerüstebene II abgehängt
werden, wie dies in der Fig. 13 dargestellt ist.
[0055] Mit dem zweiten und dritten Montagebelag 10 wird anschließend gemäß Fig. 14 und 15
in entsprechender Weise verfahren, wobei dies bei dem zweiten Montagebelag 10 entweder
von einem Monteur durchgeführt werden kann, der sich auf dem ersten Montagebelag 10
in der zweiten Gerüstebene II oder auf dem dritten Montagebelag 10 in der ersten Gerüstebene
I befindet, wohingegen das Anheben und Montieren des dritten Montagebelags 10 in der
zweiten Gerüstebene zwangsweise von einem Monteur durchgeführt werden muss, der sich
auf einem Montagebelag 10 in der zweiten Gerüstebene II befindet.
[0056] Die vorliegende Erfindung erweist sich nun dahingehend als vorteilhaft, dass sie
den Monteur bei der Errichtung des Traggerüstturms zwingt, die Längs- und Querriegel
52, 58 der jeweils nächsthöheren Gerüstebene in vorlaufender Montage zu installieren.
Mit anderen Worten wird der Monteur durch die vorliegende Erfindung dazu gezwungen,
zunächst die Riegel 52, 58 einer Gerüstebene n+1 zu montieren, bevor er in der Lage
ist, in der darunter befindlichen Gerüstebene n einen Montagebelag 10 zu installieren.
Somit ist bereits bei erstmaligem Betreten einer Montageebene in der Gerüstebene n
zwangsweise eine Absturzsicherung in Form der Riegel der nächst höheren Gerüstebene
n+ 1 vorhanden, wodurch der Monteur gegen Absturz gesichert ist.
[0057] Diese vorlaufende Montage der Riegel 52, 58 wird dabei insbesondere dadurch erzwungen,
dass das Belagelement 12 an seiner zweiten Stirnseite 32 über keine Aufhängehaken
verfügt. Vielmehr verfügt der erfindungsgemäße Montagebelag 10 nur am freien Ende
des zweiten Geländerelements 16 über entsprechende Aufhängehaken 36, über die die
zweite Stirnseite 32 in eine Gerüstebene n von den Riegeln der darüber befindlichen
Gerüstebene n+ 1 abgehängt wird. Der Fachmann wird daher aufgrund der Position der
Aufhängehaken 36 am freien Ende des zweiten Geländerelements 16 dazu gezwungen, zunächst
in der Gerüstebene n+ 1 die Riegel 52 zu montieren, um in der darunter befindlichen
Gerüstebene n ein Belagelement 12 installieren zu können. Da die Längsriegel 52 in
die Stützen 59 der benachbarten Gerüstrahmen 56 eingehängt werden, welche ebenfalls
über entsprechende Riegel 58 verfügen, ist somit bei erstmaligem Betreten einer Montageebene
in der Gerüstebene n eine Absturzsicherung in Form der Riegel 52, 58 in der Gerüstebene
n+ 1 vorhanden.
[0058] Der Vollständigkeit halber sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass es aufgrund
der Tatsache, dass der erste und letzte Montagebelag 10 um 180° gedreht montiert werden
müssen, wie dies bereits zuvor erläutert wurde, zwangsweise erforderlich ist, beide
Längsriegel 52 der jeweils nächsthöheren Gerüstebene in vorlaufender Montage zu installieren,
da andernfalls kein Riegel vorhanden wäre, von dem aus der um 180° gedreht zu montierende
Montagebelag 10 in die darunter liegende Gerüstebene abgehängt werden könnte.
[0059] Damit die Montagebeläge 10 nicht in die Riegel 58 der Gerüstrahmen 56 eingehängt
werden können, weisen die Riegel 52, 58 bewusst unterschiedliche Längen auf. Würden
nämlich die Montagebeläge 10 in die Riegel 58 der Gerüstrahmen 56 eingehängt werden,
so wäre nicht gewährleistet, dass die Längsriegel 52 in vorlaufender Montage installiert
werden, wodurch keine allseitige Absturzsicherung gegeben wäre. Durch die Tatsache,
dass die Länge der Riegel 58 etwa der Länge der Belagelemente 12 entspricht und dass
die Längsriegel 52 länger als die Riegel 58 sind, wird somit sichergestellt, dass
die Montagebeläge 10 nur in der dargestellten Orientierung parallel zu den Gerüstrahmen
56 installiert werden können, wodurch der Monteur dazu gezwungen wird, die Längsriegel
52 in vorlaufender Montage zu installieren.
Nach erfolgter Errichtung einer Montageebene aus einer Mehrzahl von Montagebelägen
10 in der zweiten Gerüstebene II kann dann der Monteur ausgehend von der so erzeugten
Montageebene analog zu der bereits zuvor erläuterten Vorgehensweise eine weitere Gerüstebene
IV montieren, wie dies in der Fig. 16 dargestellt ist. Anschließend werden dann entsprechend
der zuvor erläuterten Vorgehensweise die Montagebeläge 10 aus der Gerüstebene II angehoben
und in der Gerüstebene III montiert, wobei sich hierzu der Monteur wiederum wahlweise
in der Gerüstebene II oder III befinden kann.
[0060] Ausgehend von der so in der dritten Gerüstebene III erzeugten Montageebene kann dann
beispielsweise gemäß Fig. 17 eine weitere Gerüst- bzw. Riegelebene erzeugt werden,
in deren Stützen 59 dann Stützenköpfe 62 eingesteckt werden, die den oberen Abschluss
des Traggerüstturms bilden.
[0061] Damit der auf einer Montageebene in der Gerüstebene III befindliche Monteur auf eine
(nicht dargestellte) darunter befindliche Arbeitsplattform gelangen kann, kann beispielsweise
der erste Montagebelag 10 gemäß Fig. 18 an seinem zweiten Geländerelement 16 hängend
zusammengeklappt werden, wodurch eine Durchtrittsluke geschaffen wird, durch die der
Monteur auf die darunter befindliche Arbeitsplattform bzw. auf den Boden gelangen
kann. In dieser zusammengeklappten Stellung wird das zweite Geländerelement 16 über
die Klammer 44 an dem Belagelement 12 gesichert, so dass das Belagelement 12 nicht
unbeabsichtigt wieder nach unten klappen kann.
[0062] Durch die vorliegende Erfindung wird ein Monteur bei der Errichtung eines Traggerüstturms
somit dazu gezwungen, die Riegel in vorlaufender Montage zu installieren, was maßgeblich
darauf zurückzuführen ist, dass zumindest eine Stirnseite des Belagelements über am
freien Ende des zugeordneten Geländerelements befindliche Haken abgehängt werden muss.
[0063] Der Vollständigkeit halber sei an dieser Stelle ausgeführt, dass sich mit dem erfindungsgemäßen
Montagebelag auch Traggerüsttürme mit mehr als den dargestellten fünf Gerüstebenen
erstellen lassen. In diesem Falle können in jeder zweiten Gerüstebene die Montagebeläge
installiert bleiben und einem Monteur als Arbeitsplattform dienen. Um hierbei von
einer Arbeitsplattform auf die darüber- oder darunterliegende Arbeitsplattform zu
gelangen, kann in der jeweiligen Arbeitsplattform in der zuvor erläuterten Weise eine
Durchtrittsluke geschaffen werden, durch die der Monteur auf die nächste Arbeitsplattform
gelangen kann.
Bezugszeichenliste
[0064]
- 10
- Montagebelag
- 12
- Belagelement
- 14
- erstes Geländerelement
- 16
- zweites Geländerelement
- 18
- erster Stab des ersten Geländerelements
- 19
- zweiter Stab des ersten Geländerelements
- 20
- erster Stab des zweiten Geländerelements
- 21
- zweiter Stab des zweiten Geländerelements
- 22
- Trägerrost
- 24
- Belagtafel
- 25
- erste Strebe des ersten Geländerelements
- 26
- zweite Strebe des ersten Geländerelements
- 27
- erste Strebe des zweiten Geländerelements
- 28
- zweite Strebe des zweiten Geländerelements
- 30
- erste Stirnseite
- 32
- zweite Stirnseite
- 34
- Haken an der ersten Stirnseite
- 36
- Haken am freien Ende von 16
- 37
- Kröpfung
- 38
- Ausklinkelemente
- 40
- Nase
- 41
- beweglicher Haken
- 42
- federvorgespannter Haken
- 44
- Klammer/Verriegelungsmittel
- 50
- Spindelfüße
- 52
- Längsriegel
- 54
- Diagonale
- 56
- Gerüstrahmen
- 58
- Querriegel von 56
- 58'
- Querriegel
- 59
- Stützen
- 60
- Rosetten
- 62
- Stützenköpfe
1. Montagebelag (10) zur Verwendung bei der Errichtung eines Traggerüstturms, mit einem
Belagelement (12), einem ersten Geländerelement (14), das an einer ersten Stirnseite
(30) des Belagelements (12) angelenkt ist, und einem zweiten Geländerelement (16),
das an einer zweiten Stirnseite (32) des Belagelements (12) angelenkt ist, wobei das
Belagelement (12) an seiner ersten Stirnseite (30) oder das erste Geländerelement
(14) im Bereich seines freien Endes einen Haken (34), vorzugsweise zwei zueinander
beabstandete Haken (34) aufweist und das zweite Geländerelement (16) im Bereich seines
freien Endes einen Haken (36), vorzugsweise zwei zueinander beabstandete Haken (36)
aufweist.
2. Montagebelag nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass jedes Geländerelement (14, 16) zwei gelenkig an der jeweiligen Stirnseite (30, 32)
des Belagelements (12) angebrachte Geländerstäbe (18, 19, 20, 21) aufweist, welche
an ihrem freien Ende über eine erste Strebe (25, 27) miteinander verbunden sind.
3. Montagebelag nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Geländerstäbe (18, 19, 20, 21) über eine von der ersten Strebe (25, 27) parallel
beabstandete zweite Strebe (26, 28) miteinander verbunden sind.
4. Montagebelag nach zumindest einem der Ansprüche 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass sich die zweite und vorzugsweise auch die erste Strebe (27, 28) des zweiten Geländerelements
(16) auf der Außenseite des zweiten Geländerelements (16) erstrecken.
5. Montagebelag nach zumindest einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Geländerstäbe (18, 19) des ersten Geländerelements (14) einen anderen, insbesondere
einen geringeren Abstand zueinander aufweisen als die Geländerstäbe (20, 21) des zweiten
Geländerelements (16), wobei vorzugweise die freien Enden der Geländerstäbe (18, 19)
des ersten Geländerelements (14) einen geringeren Abstand zueinander aufweisen als
die angelenkten Enden der Geländerstäbe (20, 21) des zweiten Geländerelements (16)
und die angelenkten Enden der Geländerstäbe (18, 19) des ersten Geländerelements (14)
einen geringeren Abstand zueinander aufweisen als die freien Enden der Geländerstäbe
(20, 21) des zweiten Geländerelements (16).
6. Montagebelag nach zumindest einem der Ansprüche 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Geländerstäbe (18, 19) des ersten Geländerelements (14) mittelbar an der ersten
Stirnseite (30) des Belagelements (12) über die daran vorgesehenen Haken (34) angebracht
sind.
7. Montagebelag nach zumindest einem der Ansprüche 2 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass an der Außenseite zumindest eines Geländerstabs (18) des ersten Geländerelements
eine Abhebesicherung, vorzugsweise eine Nase (40), vorgesehen ist; und dass vorzugsweise
an der Außenseite des Geländerstabs (18) mit der Abhebesicherung (40) oberhalb derselben
ein beweglicher Haken (41) vorgesehen ist.
8. Montagebelag nach zumindest einem der Ansprüche 2 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass an der Außenseite zumindest eines Geländerstabs (20) des zweiten Gelländerelements
(16) unterhalb des dort befindlichen Hakens (36) eine Abhebesicherung, vorzugsweise
ein federvorgespannter Haken (42), vorgesehen ist.
9. Montagebelag nach zumindest einem der Ansprüche 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Strebe (25) des ersten Geländerelements (14) mit dem beweglichen Haken
(41) des ersten Gelländerelements (14) gekoppelt ist, und/oder dass
die erste Strebe (27) des zweiten Geländerelements (16) mit dem federvorgespannter
Haken (42) des zweiten Gelländerelements (16) gekoppelt ist.
10. Montagebelag nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Verriegelungsmittel (44) vorgesehen ist, welches ausgebildet ist, um das Belagelement
(12) und das zweite Geländerelement (16) in einem zusammengeklappten Zustand aneinander
zu sichern, in dem sich das Belagelement (12) und das zweite Geländerelement (16)
parallel zueinander erstrecken.
11. Montageverfahren zum sicheren Errichten eines Traggerüstturms mit den Schritten:
- Erzeugen einer ersten rechteckigen Gerüstebene (I) mit umlaufenden Riegeln (52,
58), welche von in den Ecken der ersten Gerüstebene (I) befindlichen ersten Stützen
(50) getragen werden;
- Erzeugen einer zweiten rechteckigen Gerüstebene (II) mit umlaufenden Riegeln (52,
58), welche von auf den ersten Stützen (50) stehenden zweiten Stützen (59) getragen
werden;
- Einhängen einer ersten Stirnseite (30) zumindest eines Belagelements (12) in einen
Riegel (52) der ersten Gerüstebene (I) oder Abhängen der ersten Stirnseite (30) zumindest
eines Belagelements (12) von einem Riegel (52) der zweiten Gerüstebene (II) in die
erste Gerüstebene (I); und
- Abhängen der der ersten Stirnseite (30) des zumindest einen Belagelements (12) gegenüberliegenden
zweiten Stirnseite (32) von einem Riegel (52) der zweiten Gerüstebene (II) in die
erste Gerüstebene (I).
12. Montageverfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass eine dritte rechteckige Gerüstebene (III) mit umlaufenden Riegeln (52, 58), welche
von auf den zweiten Stützen (59) stehenden dritten Stützen (59) getragen werden, von
einer Montageperson erzeugt wird, die sich auf einem in der ersten Gerüstebene (I)
erstreckenden Belagelement (12) befindet.
13. Montageverfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass in der zweiten Gerüstebene (II) eine Montageebene gebildet wird, indem:
- die jeweiligen ersten Stirnseiten (30) der sich in der ersten Gerüstebene (I) erstreckenden
Belagelemente (12) unter Aufrechterhaltung der Abhängung der zweiten Stirnseite (32)
angehoben und in einen Riegel (52) der zweiten Gerüstebene (II) eingehängt oder von
einem Riegel (52) der dritten Gerüstebene (III) in die zweite Gerüstebene (II) abgehängt
werden; und
- die jeweiligen zweiten Stirnseiten (32) der sich in der ersten Gerüstebene (I) erstreckenden
Belagelemente (12) angehoben und von einem Riegel (52) der dritten Gerüstebene (III)
in die zweite Gerüstebene (II) abgehängt werden.
14. Montageverfahren nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schritte nach Anspruch 13 bei einem ersten Belagelement (12) von einer Montageperson
durchgeführt werden, die sich auf in der ersten Gerüstebene (I) erstreckenden Belagelementen
(12) befindet, und bei einem weiteren Belagelement (12) von der Montageperson durchgeführt
werden, nachdem sich diese auf das erste nun in der zweiten Gerüstebene (II) befindliche
Belagelement (12) begeben hat.
15. Montageverfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren unter Verwendung von zumindest einem Montagebelag (10) nach einem der
Ansprüche 1 bis 10 durchgeführt wird, wobei das Abhängen der ersten und/oder der zweiten
Stirnseiten (30, 32) der Belagelemente (12) über die an den Stirnseiten (30, 32) angelenkten
Geländerelemente (14, 16) erfolgt.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Montagebelag (10) zur Verwendung bei der Errichtung eines Traggerüstturms, mit einem
Belagelement (12), einem ersten Geländerelement (14), das an einer ersten Stirnseite
(30) des Belagelements (12) angelenkt ist, und einem zweiten Geländerelement (16),
das an einer zweiten Stirnseite (32) des Belagelements (12) angelenkt ist, wobei das
Belagelement (12) nur an seiner ersten Stirnseite (30) oder das erste Geländerelement
(14) nur im Bereich seines freien Endes einen Haken (34), vorzugsweise zwei zueinander
beabstandete Haken (34) aufweist und das zweite Geländerelement (16) nur im Bereich
seines freien Endes einen Haken (36), vorzugsweise zwei zueinander beabstandete Haken
(36) aufweist.
2. Montagebelag nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass jedes Geländerelement (14, 16) zwei gelenkig an der jeweiligen Stirnseite (30, 32)
des Belagelements (12) angebrachte Geländerstäbe (18, 19, 20, 21) aufweist, welche
an ihrem freien Ende über eine erste Strebe (25, 27) miteinander verbunden sind.
3. Montagebelag nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Geländerstäbe (18, 19, 20, 21) über eine von der ersten Strebe (25, 27) parallel
beabstandete zweite Strebe (26, 28) miteinander verbunden sind.
4. Montagebelag nach zumindest einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet , dass sich die zweite und vorzugsweise auch die erste Strebe (27, 28) des zweiten Geländerelements
(16) auf der Außenseite des zweiten Geländerelements (16) erstrecken.
5. Montagebelag nach zumindest einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Geländerstäbe (18, 19) des ersten Geländerelements (14) einen anderen, insbesondere
einen geringeren Abstand zueinander aufweisen als die Geländerstäbe (20, 21) des zweiten
Geländerelements (16), wobei vorzugweise die freien Enden der Geländerstäbe (18, 19)
des ersten Geländerelements (14) einen geringeren Abstand zueinander aufweisen als
die angelenkten Enden der Geländerstäbe (20, 21) des zweiten Geländerelements (16)
und die angelenkten Enden der Geländerstäbe (18, 19) des ersten Geländerelements (14)
einen geringeren Abstand zueinander aufweisen als die freien Enden der Geländerstäbe
(20, 21) des zweiten Geländerelements (16).
6. Montagebelag nach zumindest einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Geländerstäbe (18, 19) des ersten Geländerelements (14) mittelbar an der ersten
Stirnseite (30) des Belagelements (12) über die daran vorgesehenen Haken (34) angebracht
sind.
7. Montagebelag nach zumindest einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass an der Außenseite zumindest eines Geländerstabs (18) des ersten Geländerelements
eine Abhebesicherung, vorzugsweise eine Nase (40), vorgesehen ist; und dass vorzugsweise
an der Außenseite des Geländerstabs (18) mit der Abhebesicherung (40) oberhalb derselben
ein beweglicher Haken (41) vorgesehen ist.
8. Montagebelag nach zumindest einem der Ansprüche 2 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass an der Außenseite zumindest eines Geländerstabs (20) des zweiten Gelländerelements
(16) unterhalb des dort befindlichen Hakens (36) eine Abhebesicherung, vorzugsweise
ein federvorgespannter Haken (42), vorgesehen ist.
9. Montagebelag nach zumindest einem der Ansprüche 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Strebe (25) des ersten Geländerelements (14) mit dem beweglichen Haken
(41) des ersten Gelländerelements (14) gekoppelt ist, und/oder dass
die erste Strebe (27) des zweiten Geländerelements (16) mit dem federvorgespannter
Haken (42) des zweiten Gelländerelements (16) gekoppelt ist.
10. Montagebelag nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Verriegelungsmittel (44) vorgesehen ist, welches ausgebildet ist, um das Belagelement
(12) und das zweite Geländerelement (16) in einem zusammengeklappten Zustand aneinander
zu sichern, in dem sich das Belagelement (12) und das zweite Geländerelement (16)
parallel zueinander erstrecken.
11. Montageverfahren zum sicheren Errichten eines Traggerüstturms mit den Schritten:
- Erzeugen einer ersten rechteckigen Gerüstebene (I) mit umlaufenden Riegeln (52,
58), welche von in den Ecken der ersten Gerüstebene (I) befindlichen ersten Stützen
(50) getragen werden;
- Erzeugen einer zweiten rechteckigen Gerüstebene (II) mit umlaufenden Riegeln (52,
58), welche von auf den ersten Stützen (50) stehenden zweiten Stützen (59) getragen
werden;
- Einhängen einer ersten Stirnseite (30) zumindest eines Belagelements (12) in einen
Riegel (52) der ersten Gerüstebene (I) oder Abhängen der ersten Stirnseite (30) zumindest
eines Belagelements (12) von einem Riegel (52) der zweiten Gerüstebene (II) in die
erste Gerüstebene (I); und
- Abhängen der der ersten Stirnseite (30) des zumindest einen Belagelements (12) gegenüberliegenden
zweiten Stirnseite (32) von einem Riegel (52) der zweiten Gerüstebene (II) in die
erste Gerüstebene (I).
12. Montageverfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass eine dritte rechteckige Gerüstebene (III) mit umlaufenden Riegeln (52, 58), welche
von auf den zweiten Stützen (59) stehenden dritten Stützen (59) getragen werden, von
einer Montageperson erzeugt wird, die sich auf einem in der ersten Gerüstebene (I)
erstreckenden Belagelement (12) befindet.
13. Montageverfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass in der zweiten Gerüstebene (II) eine Montageebene gebildet wird, indem:
- die jeweiligen ersten Stirnseiten (30) der sich in der ersten Gerüstebene (I) erstreckenden
Belagelemente (12) unter Aufrechterhaltung der Abhängung der zweiten Stirnseite (32)
angehoben und in einen Riegel (52) der zweiten Gerüstebene (II) eingehängt oder von
einem Riegel (52) der dritten Gerüstebene (III) in die zweite Gerüstebene (II) abgehängt
werden; und
- die jeweiligen zweiten Stirnseiten (32) der sich in der ersten Gerüstebene (I) erstreckenden
Belagelemente (12) angehoben und von einem Riegel (52) der dritten Gerüstebene (III)
in die zweite Gerüstebene (II) abgehängt werden.
14. Montageverfahren nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schritte nach Anspruch 13 bei einem ersten Belagelement (12) von einer Montageperson
durchgeführt werden, die sich auf in der ersten Gerüstebene (I) erstreckenden Belagelementen
(12) befindet, und bei einem weiteren Belagelement (12) von der Montageperson durchgeführt
werden, nachdem sich diese auf das erste nun in der zweiten Gerüstebene (II) befindliche
Belagelement (12) begeben hat.
15. Montageverfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren unter Verwendung von zumindest einem Montagebelag (10) nach einem der
Ansprüche 1 bis 10 durchgeführt wird, wobei das Abhängen der ersten und/oder der zweiten
Stirnseiten (30, 32) der Belagelemente (12) über die an den Stirnseiten (30, 32) angelenkten
Geländerelemente (14, 16) erfolgt.