[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Handhabung von Münzen. Die der Vorrichtung
über die Zuführeinheit zugeführten Münzen werden in einer Münzverarbeitungseinheit
sortiert, in einem Münzspeichersystem mit mindestens zwei Münzspeichern aufbewahrt
und können an einer Ausgabeeinheit ausgegeben werden. Eine derartige Vorrichtung ist
aus dem Dokument
WO 2009/127731 A1 bekannt.
[0002] Im Einzelhandel kann, beispielsweise durch Wechselgeld, mehr Münzgeld an die Kunden
abgegeben als eingenommen werden. Alternativ oder zusätzlich kann es erforderlich
sein, dass von einem Einzelhandelsunternehmen nicht benötigtes Münzgeld abgeholt wird.
In beiden Fällen ist ein Einzelhandelsunternehmen auf die Versorgung mit bzw. Entsorgung
von Münzgeld angewiesen, das beispielsweise durch ein Werttransportunternehmen angeliefert
bzw. abgeholt wird. Dabei ist die persönliche Übergabe der vom Werttransportunternehmen
angelieferten bzw. abzuholenden Münzen mit erheblichem Aufwand verbunden, da die Anlieferung
der Münzen durch das Werttransportunternehmen auf die Anwesenheitszeiten von Mitarbeitern
des Einzelhandelsunternehmens angewiesen ist. Auch für das Einzelhandelsunternehmen
ist Aufgrund eines notwendigen "Vier Augen Prinzips" ein erhöhter Personalaufwand
für die Übergabe von Münzgeld an das Werttransportunternehmen erforderlich. Außerdem
ist, währenddessen der Vorrichtung Münzen vom Werttransportunternehmen zugeführt werden,
keine Münzzuführung seitens der Mitarbeiter des Einzelhandelsunternehmens möglich,
was zu Problemen im Betriebsablauf führen kann. Die Zuführung von Münzen durch Mitarbeiter
des Einzelhandelsunternehmens kann beispielsweise dann vorgesehen sein, wenn bei einer
Pause oder einem Schichtwechsel eine Kassenkraft die Münzen aus ihrer Kassenlade der
Vorrichtung zuführt.
[0003] Aus dem Dokument
US 2009/0120760 A1 ist ein Transfersafe bekannt, der zwei aneinander gegenüberliegenden Seiten angeordnete
Eingabeeinheiten zur Eingabe von Münzen umfasst. Lediglich an der Hauptbedienseite
ist eine Ausgabeeinheit vorgesehen.
[0004] Aus dem Dokument
WO 2005/073935 A1 ist ein Selbstbedienungskassensystem bekannt, das von zwei Seiten bedient werden
kann.
[0005] Das Dokument
US 2008/0082207 A1 beschreibt eine weitere Vorrichtung zur Handhabung von Münzen.
[0006] Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung
zur Handhabung von Münzen anzugeben, die eine einfache Möglichkeit zur Übergabe von
Münzen ermöglicht.
[0007] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung zur Handhabung von Münzen mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen angegeben.
[0008] Bei dieser Vorrichtung ist an einer ersten Seite der Vorrichtung eine erste Zuführeinheit
zur Eingabe von Münzen vorgesehen. Weiterhin umfasst die Vorrichtung mindestens eine
Münzverarbeitungseinheit zum Verarbeiten der über die erste Zuführeinheit zugeführten
Münzen und ein Münzspeichersystem, das mindestens zwei Münzspeicher zur Aufbewahrung
von Münzen umfasst. Die Münzverarbeitungseinheit sortiert die zugeführten Münzen zumindest
nach mindestens einem Sortierkriterium in die Münzspeicher. An der ersten Seite der
Vorrichtung ist eine Ausgabeeinheit zur Ausgabe der aus dem Münzspeichersystem entnommenen
Münzen vorhanden. An einer zweiten Seite der Vorrichtung ist eine zweite Zuführeinheit
zur Eingabe von Münzen vorhanden. Diese zweite Zuführeinheit führt die eingegebenen
Münzen der Münzverarbeitungseinheit zu.
[0009] Diese zweite Zuführeinheit steht beispielsweise ausschließlich dem Werttransportunternehmen
zur Verfügung, während die erste Zuführeinheit für die Münzen zur Verfügung steht,
die der Vorrichtung von Mitarbeitern eines Einzelhandelsunternehmen oder einer Bank,
in dem bzw. in der die Vorrichtung aufgestellt ist, zugeführt werden. Auf diese Weise
werden Beeinträchtigungen für die Mitarbeiter des Einzelhandelsunternehmens oder der
Bank während der Übergabe von Münzen von einem Werttransportunternehmen vermieden.
[0010] Vorzugsweise sind die erste Seite und die zweite Seite der Vorrichtung einander gegenüberliegend
angeordnet. Eine solche Anordnung ermöglicht eine große räumliche Trennung der Zuführeinheiten
und vermeidet, dass sich bei gleichzeitiger Benutzung beider Zuführeinheiten die Bedienpersonen,
die der Vorrichtung Münzen zuführen, sich gegenseitig behindern. Bedienpersonen sind
insbesondere Mitarbeiter des Einzelhandelsunternehmens, der Bank sowie Mitarbeiter
des Werttransportunternehmens. Weiterhin ermöglicht dies eine räumliche Trennung der
Zuführeinheiten, insbesondere dann, wenn die Vorrichtung in eine Wand integriert ist.
[0011] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung hat die Vorrichtung eine Steuereinheit, die
die Anzahl der dem jeweiligen Münzspeicher zugeführten Münzen erfasst. Dadurch ist
der Bestand jedes einzelnen Münzspeichers jederzeit bekannt und abrufbar. Somit kann
eine Bedienperson nachprüfen, ob ein Serviceeingriff aufgrund eines vollen oder leeren
Münzspeichers nötig ist. Vorzugsweise wird ein oberer Grenzwert und/oder ein unterer
Grenzwert in einer Steuereinheit der Vorrichtung voreingestellt. Bei Erreichen und/oder
Überschreiten des oberen Grenzwertes wird der Status des Münzspeichers auf voll und/oder
bei Erreichen und/oder unterschreiten des unteren Grenzwertes wird der Status des
Münzspeichers auf leer gesetzt. Der Wert des unteren und/oder oberen Grenzwertes kann
auch automatisch abhängig vom Münzaufkommen und Münzbedarf am Einsatzort und/oder
der Einsatzzeit abhängig sein.
[0012] In einer besonders vorteilhaften Weiterbildung umfasst das Münzspeichersystem acht
Münzspeicher. Dadurch können Euromünzen, die mit acht verschiedenen gängigen Münzwerten
in Umlauf sind, sortenrein gespeichert werden, indem jedem Münzwert ein Münzspeicher
zugewiesen wird.
[0013] Vorteilhaft ist es, wenn die Vorrichtung genau eine Münzverarbeitungseinheit zur
Verarbeitung der über die erste Zuführeinheit und über die zweite Zuführeinheit zugeführten
Münzen umfasst. Dadurch wird eine kompakte Bauform der Vorrichtung erreicht. Durch
Mittel, die beispielsweise eine mechanische Blockiervorrichtung umfassen, wird sichergestellt,
dass der Münzverarbeitungseinheit gleichzeitig nur von der ersten Zuführeinheit oder
der zweiten Zuführeinheit Münzen zugeführt werden können. Diese Blockiervorrichtung
kann beispielsweise den Zugriff einer Bedienperson auf die zu blockierende Zuführeinheit
verhindern oder die Münzzuführung von der Zuführeinheit zur Münzverarbeitungseinheit
verhindern oder die Münzzuführung von der Zuführeinheit zur Münzverarbeitungseinheit
soweit verzögern, bis die Münzzuführung über die andere Zuführeinheit beendet ist.
[0014] Vorzugsweise entnimmt die Münzverarbeitungseinheit eine vorgegebene Anzahl von Münzen
aus mindestens einem Münzspeicher. Durch die Entnahme von mehr als einer Münze gleichzeitig
wird die Ausgabe der Münzen an der Ausgabeeinheit beschleunigt. Insbesondere kann
ein Münzstapel mit einer voreingestellten Höhe von einem in einem der Münzspeicher
angeordneten Münzstapel nach unten aus dem Münzspeicher entnommen werden.
[0015] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung hat die Vorrichtung Mittel zum Authentifizieren
einer Bedienperson. Diese Mittel können insbesondere einen Kartenleser, ein RFID-Lesegerät
oder einen Scanner zum Ermitteln biometrischer Daten umfassen. Vorzugsweise muss sich
eine Bedienperson vor einer Transaktion mit Hilfe der Mittel zum Authentifizieren
authentifizieren. Dadurch kann die Sicherheit erhöht werden, da die Vorrichtung dann
ausschließlich durch autorisierte Bedienpersonen bedienbar ist.
[0016] In einer bevorzugten Ausgestaltung protokolliert eine Steuereinheit zumindest durchgeführte
Transaktionen, bei denen Münzen zugeführt oder entnommen werden. Dadurch sind alle
Veränderungen im Münzbestand der Münzspeicher nachvollziehbar. Wenn in diesem Protokoll
zumindest der Gesamtwert der zugeführten oder entnommenen Münzen protokolliert ist,
kann das Werttransportunternehmen der Vorrichtung Schüttgeld, also ein Münzgebinde
mit beliebiger zufälliger Mischung von Münzen, zuführen, dessen Wert und Stückelung
mit Hilfe der Vorrichtung ermittelt werden. Da der Bereitstellungspreis derartiger
Münzgebinde geringer ist als der Bereitstellungspreis für sortenreine Münzgebinde
mit bekannter Münzzahl, können dadurch die Kosten für die Bereitstellung von Münzen
reduziert werden.
[0017] Vorzugsweise wird jeder protokollierten Transaktion eine für die jeweilige Transaktion
authentifizierte Bedienperson zugeordnet. Dadurch wird erreicht, dass ein Mitarbeiter
des Werttransportunternehmens ohne Begleitung einer weiterer autorisierten Person,
beispielsweise einer durch das Einzelhandelsunternehmen oder der Bank autorisierten,
weiteren Person Münzen der Vorrichtung zuführen kann, da diese Transaktion mit Hilfe
des Protokolls vorzugsweise revisionssicher protokolliert ist und erforderlichenfalls
nachträglich überprüft werden kann.
[0018] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die an der ersten Seite angeordnete
Ausgabeeinheit die erste Ausgabeeinheit und an der zweiten Seite der Vorrichtung ist
eine zweite Ausgabeeinheit angeordnet. Mit der zweiten Ausgabeeinheit sind die von
der Münzverarbeitungseinheit aus einem der Münzspeicher entnommenen Münzen an der
zweiten Seite der Vorrichtung ausgebbar. Somit können der Vorrichtung nicht nur an
beiden Seiten Münzen zugeführt sondern auch an beiden Seiten Münzen entnommen werden.
Dadurch können zwei Bedienpersonen gleichzeitig die Vorrichtung nutzen, wodurch Wartezeiten
vermieden werden. Daher können bis zu einer doppelt so hohen Anzahl an Transaktionen
pro Zeiteinheit durchgeführt werden. Weiterhin ermöglicht dies eine räumliche Trennung
der Zuführeinheiten, insbesondere dann, wenn die Vorrichtung in eine Wand integriert
ist.
[0019] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung transportiert die erste Ausgabeeinheit die
auszugebenden Münzen in mindestens ein Aufnahmefach einer in der ersten Ausgabeeinheit
angeordneten Kassenlade und/oder die zweite Ausgabeeinheit transportiert die auszugebenden
Münzen in mindestens ein Aufnahmefach einer in der zweiten Ausgabeeinheit angeordneten
Kassenlade. Durch diese Weiterbildung ist sichergestellt, dass die von den Kassenkräften
benötigten Kassenladen schnell und einfach befüllt werden. Kassenladen sind Laden
von Registrierkassen, wie sie beispielsweise im Einzelhandel eingesetzt werden.
[0020] Bei einer besonders vorteilhaften Weiterbildung erfolgt die Befüllung der Kassenlade
mit einer von der Bedienperson auswählbaren und/oder von der in der ersten bzw. zweiten
Ausgabeeinheit angeordneten Kassenlade abhängigen vorbestimmten Anzahl und Stückelung
an Münzen. Auf diese Art wird die jeweilige Kassenlade automatisch in Abhängigkeit
von der Kassenlade und/oder einer der Kassenlade zugeordneten Kassenkraft mit einer
für den Einsatzort optimierten Münzzusammenstellung, bestückt.
[0021] Weiterhin kann die erste Ausgabeeinheit und/oder die zweite Ausgabeeinheit die Münzen
in vorgefertigte Münztransportbehälter, beispielsweise in Plastikbeutel oder Tüten,
transportieren. Danach kann die jeweilige Ausgabeeinheit diese Münztransportbehälter
verschließen, vorzugsweise revisionssicher verschließen, indem sie deren Öffnung beispielsweise
verschweißt oder verklebt. Anschließend werden diese verschlossenen Münztransportbehälter
mit den sich in dem Münztransportbehälter befindlichen Münzen von der jeweiligen Ausgabeeinheit
ausgegeben. Auf diese Weise werden revisionssicher verpackte Münzgebinde erzeugt und
ausgegeben.
[0022] Besonders vorteilhaft ist es, wenn eine Beschriftungseinheit zum Beschriften der
Münztransportbehälter in der Vorrichtung vorgesehen ist. Die Beschriftung der Münztransportbehälter
kann entweder durch Bedrucken oder durch Aufkleben von vorgedruckten Etiketten erfolgen.
Alternativ oder zusätzlich können Etiketten mit Hilfe der Beschriftungseinheit bedruckt
und die bedruckten Etiketten auf den Münztransportbehälter aufgeklebt werden. Vorzugsweise
enthält die Beschriftung der Münztransportbehälter Informationen über beispielsweise
Inhalt, Wert, Anzahl, Ziel und/oder Quelle der sich im Münztransportbehälter befindlichen
Münzen. Diese Informationen können als Klartext und/oder in verschlüsselter Form,
insbesondere als Barcode, aufgebracht sein.
[0023] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Vorrichtung in einem Transfersafe
angeordnet. Dieser Transfersafe ist vorzugsweise in eine Gebäudewand integrierbar.
Ein Transfersafe ist von einer ersten und einer zweiten Seite zugänglich, wobei die
zugänglichen Seiten derart angeordnet sind, dass sich nach dem Einbau in eine Wand
an jeder Wandseite eine der beiden zugänglichen Seiten befindet.
[0024] Hierbei ist die Vorrichtung so im Transfersafe angeordnet, dass die erste Seite der
Vorrichtung mit der ersten Zuführeinheit und der ersten Ausgabeeinheit an der ersten
zugänglichen Seite des Transfersafes vorgesehen ist und die zweite Seite der Vorrichtung
mit der zweiten Zuführeinheit und der gegebenenfalls vorhandenen zweiten Ausgabeeinheit
an der zweiten zugänglichen Seite des Transfersafes vorgesehen ist. Bei dieser Ausführungsform
ist es dem Werttransportunternehmen möglich, unabhängig von den Servicezeiten eines
dem Transfersafe zugeordneten Unternehmens dieses mit Münzgeld zu versorgen und/oder
von diesem Unternehmen Münzgeld zu entsorgen.
[0025] In einer besonders vorteilhaften Weiterbildung umfasst die Münzverarbeitungseinheit
mindestens einen Sensor, der mindestens eine Eigenschaft einer zugeführten Münze ermittelt.
Die bevorzugten Eigenschaften sind insbesondere die Echtheit der Münze, der Nennwert
der Münze, die Währung der Münze und/oder ein Bild der Vorder- und/oder der Rückseite
der Münze. Alternativ oder zusätzlich kann mit Hilfe eines Sensors eine geometrische
Eigenschaft und/oder eine Materialeigenschaft der Münze, wie eine magnetische Eigenschaft
der Münze, eine elektrische Eigenschaft der Münze, mindestens eine Abmessung der Münze
und/oder das Gewicht der Münze erfasst werden. Auf diese Weise kann die Münze eindeutig
erkannt und/oder eine Echtheitsprüfung durchgeführt werden. Dadurch kann eine einfache
Zuordnung zu dem für diese Münze vorgesehenen Münzspeicher erfolgen.
[0026] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung,
die die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen mit den beigefügten Figuren näher
erläutert.
[0027] Es zeigen:
- Figur 1
- eine geschnittene, schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Handhabung von Münzen
mit einer zu befüllenden Kassenlade und einem Münzgebinde, und
- Figur 2
- eine Darstellung der Vorrichtung nach Figur 1 mit zwei unterschiedlichen Münzgebinden.
[0028] Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung einer als Transfersafe ausgebildeten
Vorrichtung 10 zur Handhabung von Münzen mit einer zu befüllenden Kassenlade 70. Die
Vorrichtung 10 ist in eine Gebäudewand 12 integriert. Dabei weist die Vorrichtung
10 drei umlaufende Sicherungselemente 14, 16, 18 auf, die ein Entfernen der Vorrichtung
10 aus der Gebäudewand 12 zumindest erschweren. Bei anderen Ausführungsformen können
zusätzlich oder alternativ zu den umlaufenden Sicherheitselementen 14 bis 18 andere
geeignete Verankerungselemente zur Verankerung der Vorrichtung 10 in der Gebäudewand
12 vorgesehen sein.
[0029] An der Außenseite 20 der Gebäudewand 12 weist die Vorrichtung 10 an ihrer ersten
Seite 22 einen in Figur 1 geschlossenen ersten Zugang 24 auf. Der erste Zugang 24
ist als Zugangstür 24 ausgeführt, so dass bei geschlossener ersten Zugangstür 24 kein
Zugriff auf eine im Inneren der Vorrichtung 10 an der ersten Seite 22 vorhandene erste
Zuführeinheit 26 und eine ebenfalls an der ersten Seite 22 vorhandene ersten Ausgabeeinheit
28 möglich ist. Desweiteren ist bei geschlossener ersten Zugangstür 24 kein Zugriff
auf eine im Inneren der Vorrichtung 10 angeordneten Münzverarbeitungseinheit 30, ein
im Inneren der Vorrichtung 10 angeordnetes Münzspeichersystem 32, eine im Inneren
der Vorrichtung 10 angeordnete Steuereinheit 34 und eine im Inneren der Vorrichtung
10 angeordneten Beschriftungseinheit 36 möglich. Auch ein erstes Münzgebinde 38 ist
durch die Zugangstür 24 vor Zugriff von der ersten Seite 22 geschützt.
[0030] An der Innenseite 40 der Gebäudewand 12 ragt die Vorrichtung 10 aus der Gebäudewand
12 hinaus. Eine Stützvorrichtung 90 ist vorgesehen, um den aus der Gebäudewand 12
herausragenden Teil der Vorrichtung 10 abzustützen. An einer der ersten Seite 22 gegenüberliegenden
zweiten Seite 42 der Vorrichtung 10 ist eine in Figur 1 geschlossen dargestellte zweite
Zugangstür 44 vorhanden. Diese zweite Zugangstür 44 weist eine erste Öffnung 46 und
eine zweite Öffnung 48 auf. Die erste Öffnung 46 ermöglicht es, einer zweiten Zuführeinheit
50 bei geschlossener zweiter Zugangstür 44 Münzen (nicht dargestellt) zuzuführen.
Die zweite Öffnung 48 ermöglicht es einer zweiten Ausgabeeinheit 52 bei geschlossener
zweiter Zugangstür 44 Münzen auszugeben. Die Münzverarbeitungseinheit 30, die Steuereinheit
34, die Beschriftungseinheit 36 und das Münzspeichersystem 32 sind bei geschlossener
zweiter Zugangstür 44 nicht von außen zugänglich.
[0031] Das Münzspeichersystem 32 umfasst in der dargestellten Ausführungsform acht Münzspeicher
54, 56, 58, 60, 62, 64, 66, 68. Diese Ausführungsform ist für einen Einsatz in einem
Währungssystem mit acht verschiedenwertigen im Umlauf befindlichen Münzen vorgesehen,
wie es beispielsweise im Euro-Raum der Fall ist. Durch die vorgesehenen acht Münzspeicher
54 bis 68, die in der Lage sind, jeweils mindestens eine Münze, vorzugsweise jeweils
zwischen zweihundert und dreihundert Münzen, zu speichern, können diese acht verschiedenen
Münzwerte sortenrein in den acht Münzspeichern 54 bis 68 gespeichert werden.
[0032] Die erste Zuführeinheit 26 ist in diesem Ausführungsbeispiel als teleskopartig ausziehbare
Rutsche ausgebildet. Dadurch ist es möglich, die Zuführeinheit 26 in einen ersten,
zusammengeschobenen Zustand oder einen zweiten, auseinandergezogenen Zustand zu bringen.
Der zusammengeschobene Zustand ist der deaktivierte Zustand der Zuführeinheit 26 und
der auseinandergezogene Zustand ist der Betriebszustand zum Zuführen von Münzen.
[0033] In Figur 1 ist die erste Zuführeinheit 26 im zusammengeschobenen Zustand dargestellt.
In diesem zusammengeschobenen Zustand der ersten Zuführeinheit 26 ist ein Verschließen
der ersten Zugangstür 24 möglich. Bei geöffneter Zugangstür 24 ist eine Münzzuführung
über die erste Zuführeinheit 26 jedoch gegenüber dem Betriebszustand erschwert. Die
zweite Zuführeinheit 50 ragt durch die erste Öffnung 46 der zweiten Zugangstür 44
über die zweite Seite 42 der Vorrichtung 10 hinaus, wodurch eine Münzzuführung in
diese zweite Zuführeinheit 50 einfach möglich ist. Die zweite Zuführeinheit 50 ist
zum Öffnen der zweiten Zugangstür 44 abnehmbar. Bei einer alternativen Ausführungsform
ist die zweite Zuführeinheit 50 mit der zweiten Zugangstür 44 verbunden oder in gleicher
Weise wie die erste Zuführeinheit 26 teleskopartig von einem zusammengeschobenen Zustand
in einen Betriebszustand ausziehbar. Die zweite Zuführeinheit 50 ist dann nur dann
in den zusammengeschobenen Zustand zu bringen, wenn die zweite Zugangstür 44 geöffnet
oder geschlossen werden soll.
[0034] Die erste Zuführeinheit 26 und die zweite Zuführeinheit 50 sind rutschenartig ausgebildet
und führen die ihnen zugeführten Münzen der Münzverarbeitungseinheit 30 zu. Die Münzverarbeitungseinheit
30 prüft mittels mindestens eines beispielsweise in die Münzverarbeitungseinheit 30
integrierten Sensors die Echtheit der Münze und ermittelt den Geldwert der Münze.
Entsprechend dieser Informationen wird die Münze in denjenigen der Münzspeicher 54
bis 68 sortiert, der für Münzen des ermittelten Geldwertes vorgesehen ist. Münzen,
die keinem der Münzspeicher 54 bis 68 zugeordnet werden können, werden direkt einer
der beiden Ausgabeeinheiten 28, 52 zugeführt, wobei vorzugsweise eine über die erste
Zuführeinheit 26 zugeführte Münze an der ersten Ausgabeeinheit 28 ausgegeben und eine
der zweiten Zuführeinheit 50 zugeführte Münze an der zweiten Ausgabeeinheit 52 ausgegeben
wird. Befindet sich in der jeweiligen Ausgabeeinheit 28, 52 eine Kassenlade 70, wird
in einer vorteilhaften Weiterbildung der Vorrichtung eine Münze, die keinem Münzspeicher
54 bis 68 zugeordnet werden kann, neben der Kassenlade 70 ausgegeben.
[0035] In Figur 1 ist die Kassenlade 70 in der zweiten Ausgabeeinheit 52 angeordnet. Der
Zugriff auf diese Kassenlade 70 ist durch die zweite Öffnung 48 in der zweiten Zugangstür
44 auch bei geschlossener zweiter Zugangstür 44 möglich. Mittels eines nicht dargestellten
Sensors oder einer nicht dargestellten Eingabemöglichkeit durch eine Bedienperson
erkennt die Münzverarbeitungseinheit 30, wie viele Münzen aus jedem der acht Münzspeicher
54 bis 68 des Münzspeichersystems 32 in die Kassenlade 70 ausgegeben werden sollen.
Alternativ kann eine standardmäßig voreingestellte Anzahl und Stückelung von Münzen
ausgegeben werden. Dabei kann, aus jedem Münzspeicher 54 bis 68 eine unterschiedliche,
vorbestimmte Anzahl von Münzen entnommen und diese durch die zweite Ausgabeeinheit
52 in ein, dem jeweiligen Münzspeicher 54 bis 68 zugeordnetes Aufnahmefach 74, 76,
78, 80, 82, 84, 86, 88 der Kassenlade 70 ausgegeben werden.
[0036] Weiterhin hat die Vorrichtung 10 eine Steuereinheit 34, die die Vorgänge in der Vorrichtung
10 steuert. Zusätzlich ermittelt sie über das Erfassen der Anzahl der einem der Münzspeicher
54 bis 68 zu- oder abgeführten Anzahl von Münzen den Bestand, d.h. die Anzahl, der
sich im jeweiligen Münzspeicher 54 bis 68 befindlichen Münzen. Dazu übermittelt entweder
die Münzverarbeitungseinheit 30 die erforderlichen Daten und/oder die Vorrichtung
10 verfügt über nicht dargestellte Sensoren, die die Anzahl der einem der Münzspeicher
54 bis 68 zu- oder abgeführten Münzen ermitteln und diese Daten der Steuereinheit
34 zur Verfügung stellen.
[0037] Desweiteren protokolliert die Steuereinheit 34 zumindest Transaktionen, bei der der
Vorrichtung 10 bzw. dem Münzspeichersystem 32 Münzen zugeführt oder entnommen werden.
Die protokollierten Informationen können in einer Speichereinheit in der Vorrichtung
gespeichert werden. Vorzugsweise ist diese Speichereinheit Bestandteil der Steuereinheit
34. Ein Protokoll mit den protokollierten Informationen wird auf Anfrage durch eine
Bedienperson von der Beschriftungseinheit 36 ausgedruckt und durch die erste Ausgabeeinheiten
28 oder die zweite Ausgabeeinheit 52 ausgegeben. Alternativ können entsprechende Protokolldaten
über eine Datenschnittstelle der Steuereinheit 34 auf Anforderung oder bei einem neuen
protokollierten Ereignis ausgegeben werden.
[0038] Figur 2 zeigt die Vorrichtung nach Figur 1 mit geöffneten Zugangstüren 24, 44 sowie
ohne Kassenlade 70. Neben dem ersten Münzgebinde 38 ist noch ein zweites Münzgebinde
72 gezeigt.
[0039] Bei dem in Figur 2 gezeigten geöffneten Zustand der Zugangstüren 24, 44 ist von der
ersten Seite 22 ein Bedienzugriff und von der zweiten Seite 42 ein Servicezugriff
möglich. Bei einem Bedienzugriff können der Vorrichtung 10 über die erste Zuführeinheit
26 oder die zweite Zuführeinheit 50 Münzen zugeführt werden. Außerdem kann über die
erste Ausgabeeinheit 28 oder die zweite Ausgabeeinheit 52 der Vorrichtung 10 Münzen
in Form von Münzgebinden 38, 72 oder mit Hilfe der Kassenlade 70 entnommen werden.
Bei dem Serviceeingriff sind weitere, über das Zuführen und Entnehmen von Münzen hinausgehende
Handlungen an der Vorrichtung 10 möglich. So kann bei einem Servicezugriff ein Münzstau
beseitigt oder es können Komponenten 30 bis 36, 54 bis 68 ausgetauscht werden.
[0040] In Figur 2 erfolgt die Ausgabe der Münzen in Münzgebinden 38, 72. Hierbei unterscheidet
sich das erste Münzgebinde 38 vom zweiten Münzgebinde 72 dadurch, dass das zweite
Münzgebinde 72 vorzugsweise eine voreingestellten Anzahl wertgleicher Münzen umfasst
und zum Nachfüllen eines der Aufnahmefächer 74 bis 88 der in Figur 1 gezeigten Kassenlade
70 vorgesehen ist. Das erste Münzgebinde 38 umfasst eine Vielzahl von Münzen unterschiedlicher
Münzwerte und ist zur Entsorgung durch das Werttransportunternehmen bestimmt. Das
erste Münzgebinde 38 wird beispielsweise erzeugt, wenn einer der Münzspeicher 54 bis
68 eine voreingestellte Münzmenge aufgenommen hat. Dann wird diesem Münzspeicher 54
bis 68, und vorzugsweise weiteren Münzspeichern 54 bis 68 jeweils eine voreingestellte
Anzahl Münzen entnommen. Alle bei diesem Vorgang entnommenen Münzen werden in dem
ersten Münzgebinde 38 zusammengefasst.
[0041] Zum Zusammenfassen der Münzen stehen der ersten Ausgabeeinheit 28 und der zweiten
Ausgabeeinheit 52 vorgefertigte, leere Münztransportbehälter (nicht dargestellt) zur
Verfügung. In diese Münztransportbehälter, die vorzugsweise Plastikbeutel oder Papiertüten
sind, füllt die jeweilige Ausgabeeinheit 28, 52 die auszugebenden Münzen und verschließt
die Münztransportbehälter, vorzugsweise durch Verschweißen oder Verkleben, revisionssicher.
Ein verschlossener, mit mindestens einer Münze befüllter Münztransportbehälter wird
als Münzgebinde 38, 72 bezeichnet. Die Beschriftungseinheit 36 beschriftet die Münzgebinde
38, 72 vorzugsweise zumindest mit dem Münzwert und einer weiterer Kennzeichnung, die
der Identifikation des Münzgebindes 38, 72 als erstes Münzgebinde 38 oder zweites
Münzgebinde 72 dient. Anschließend gibt die jeweilige Ausgabeeinheit 28, 52 das bzw.
die Münzgebinde aus. Die Ausgabe bei der ersten Ausgabeeinheit 28 kann so gestaltet
sein, dass das erste Münzgebinde 38 in der ersten Ausgabeeinheit 28 verbleibt, bis
die erste Zugangstür 24 geöffnet wird.
[0042] Die Münzverarbeitungseinheit 30 ist bei dieser konkreten Ausführungsform dafür ausgelegt,
etwa neunzig Münzen pro Minute verarbeiten, also einem der Münzspeicher 54 bis 68
zuzuführen oder aus einem der Münzspeicher 54 bis 68 zu entnehmen und beispielsweise
in das für die jeweilige Münze vorgesehene Aufnahmefach 74 bis 88 der in Figur 1 gezeigten
Kassenlade 70 auszugeben. Alternativ können die Münzen von der jeweiligen Ausgabeeinheit
auch zu einem Münzgebinde 38, 72 verarbeitet werden und diese Münzgebinde 38, 72 an
den Ausgabeeinheiten 28, 52 ausgegeben werden. Das in Verbindung mit den Figuren 1
und 2 beschriebene Ausführungsbeispiel ist jedoch nicht auf die konkrete Auslegung
der Münzverarbeitungseinheit 30 mit einer Verarbeitungskapazität von etwa neunzig
Münzen pro Minute beschränkt.
[0043] Es ist nicht notwendig, dass an der ersten Seite 22 die erste Zugangstür 24 oder
an der zweiten Seite 42 die zweite Zugangstür 44 angeordnet ist. Es können bei alternativen
Ausführungsformen andere Zugangsmöglichkeiten vorgesehen sein. So können insbesondere
an der ersten Seite 22 und der zweiten Seite 42 gleichartige Zugangstüren 24, 44 vorhanden
sein, so dass die Vorrichtung 10 zwei erste Zugangstüren 24 oder zwei zweite Zugangstüren
44 hat.
[0044] Die beschriebene Ausführung der ersten Zugangstür 24 verhindert die Zuführung von
Gegenständen in die Vorrichtung 10, die eine bestimmungsgemäße Verwendung der Vorrichtung
10 erschweren oder einen Serviceeingriff erforderlich machen.
[0045] In einer nicht dargestellten weiteren Ausführungsform befindet sich an der ersten
Seite 22 und/oder an der zweiten Seite 42 hinter der ersten Zugangstür 24 eine zweite
Zugangstür 44. Durch diese Hintereinanderanordnung von zwei Zugangstüren werden die
Vorteile beider Zugangstüren vereint, so dass die Vorrichtung 10 gegen die Zuführung
von ungeeigneten Gegenständen durch Unbefugte geschützt ist und Bedienpersonen Münzen
mittels der Zuführeinheit 26, 50 zuführen und/oder Münzen durch die Ausgabeeinheit
28, 52 entnehmen können. Dabei braucht den Bedienpersonen kein Zugriff auf die Münzverarbeitungseinheit
30, das Münzspeichersystem 32, die Steuereinheit 34 oder die Beschriftungseinheit
36 gewährt werden. Servicepersonal, welches die Befugnis zum Öffnen der zweiten Zugangstüre
44 besitzt, ist jedoch trotzdem der Zugriff auf die Münzverarbeitungseinheit 30, das
Münzspeichersystem 32, die Steuereinheit 34 oder die Beschriftungseinheit 36 möglich.
[0046] In einer weiteren Ausführungsform ermittelt das Münzspeichersystem 32 oder die Münzspeicher
54 bis 68 die Anzahl der in den Münzspeichern 54 bis 68 gespeicherten Münzen und übermittelt
diese Daten der Steuereinheit 34.
Bezugszeichenliste
[0047]
- 10
- Vorrichtung
- 12
- Gebäudewand
- 14, 16, 18
- Sicherungselemente
- 20
- Außenseite
- 22
- erste Seite der Vorrichtung
- 24
- erste Zugangstür
- 26
- erste Zuführeinheit
- 28
- erste Ausgabeeinheit
- 30
- Münzverarbeitungseinheit
- 32
- Münzspeichersystem
- 34
- Steuereinheit
- 36
- Beschriftungseinheit
- 38
- erstes Münzgebinde
- 40
- Innenseite
- 42
- zweite Seite der Vorrichtung
- 44
- zweite Zugangstür
- 46
- erste Öffnung
- 48
- zweite Öffnung
- 50
- zweite Zuführeinheit
- 52
- zweite Ausgabeeinheit
- 54, 56, 58, 60, 62, 64, 66, 68
- Münzspeicher
- 70
- Kassenlade
- 72
- zweites Münzgebinde
- 74, 76, 78, 80, 82, 84, 86, 88
- Aufnahmefach
- 90
- Stützvorrichtung
1. Vorrichtung (10) zur Handhabung von Münzen,
mit einer an einer ersten Seite (22) der Vorrichtung (10) vorhandenen ersten Zuführeinheit
(26) zur Eingabe von Münzen,
mit mindestens einer Münzverarbeitungseinheit (30) zum Verarbeiten der über die erste
Zuführeinheit (26) zugeführten Münzen,
mit einem Münzspeichersystem (32), das mindestens zwei Münzspeicher (54 bis 68) zur
Aufbewahrung von Münzen umfasst,
wobei die Münzverarbeitungseinheit (30) die zugeführten Münzen zumindest nach mindestens
einem Sortierkriterium in die Münzspeicher (54 bis 68) sortiert,
und mit einer an der ersten Seite (22) vorhandenen Ausgabeeinheit (28) zur Ausgabe
der aus dem Münzspeichersystem (32) entnommenen Münzen, ,
wobei an einer zweiten Seite (42) eine zweite Zuführeinheit (50) zur Eingabe von Münzen
vorhanden ist, und
wobei die über die zweite Zuführeinheit (50) eingegebenen Münzen der Münzverarbeitungseinheit
(30) zuführbar sind,
dadurch gekennzeichnet, dass die an der ersten Seite (22) angeordnete Ausgabeeinheit (28) eine erste Ausgabeeinheit
(28) ist, und dass an der zweiten Seite (42) eine zweite Ausgabeeinheit (52) angeordnet
ist, mit der die von der Münzverarbeitungseinheit (30) aus einem der Münzspeicher
(54 bis 68) entnommenen Münzen an der zweiten Seite (42) der Vorrichtung (10) ausgebbar
sind, und
dass die erste Ausgabeeinheit (28) die Münzen in mindestens ein Aufnahmefach (74 bis
88) einer in der ersten Ausgabeeinheit (28) angeordneten Kassenlade (70) transportiert
und/oder die zweite Ausgabeeinheit (52) die Münzen in mindestens ein Aufnahmefach
(74 bis 88) einer in der zweiten Ausgabeeinheit (52) angeordneten Kassenlade (70)
transportiert.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Seite (22) und die zweite Seite (42) der Vorrichtung (10) einander gegenüberliegend
angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (10) eine Steuereinheit (34) hat, die die Anzahl der dem jeweiligen
Münzspeicher (54 bis 68) zugeführten Münzen erfasst.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Münzverarbeitungseinheit (30) eine vorgegebene Anzahl von Münzen aus mindestens
einem der Münzspeicher (54 bis 68) entnimmt.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (10) Mittel zum Authentifizieren einer Bedienperson hat, insbesondere
einen Kartenleser, ein RFID-Lesegerät oder einen Scanner zum Ermitteln biometrischer
Daten einer Bedienperson.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuereinheit (34) zumindest durchgerührte Transaktionen, bei denen Münzen zugeführt
oder entnommen werden, protokolliert.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Befüllung der Kassenlade (70) mit einer, von der Bedienperson auswählbaren, von
der Bedienperson abhängigen und/oder von der in der ersten (28) bzw. zweiten Ausgabeeinheit
(52) angeordneten Kassenlade (70) abhängigen, vorbestimmten Anzahl und Stückelung
der Münzen erfolgt.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Ausgabeeinheit (28) und/oder die zweite Ausgabeeinheit (52) Münzen in vorgefertigte
Münztransportbehälter transportiert und diese Münztransportbehälter vorzugsweise revisionssicher
verschließt, und diese Münztransportbehälter mit den sich in dem Münztransportbehälter
befindlichen Münzen ausgibt.
9. Vorrichtung nach Anspruche 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Beschriftungseinheit (36) zum Beschriften der Münztransportbehälter vorgesehen
ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (10) in einem Transfersafe angeordnet ist und dieser Transfersafe
vorzugsweise in eine Gebäudewand integrierbar ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Münzverarbeitungseinheit (30) mindestens einen Sensor umfasst, der mindestens
eine Eigenschaft einer zugeführten Münze ermittelt, insbesondere die Echtheit der
Münze, den Nennwert der Münze, die Währung der Münze, ein Bild der Vorder- und/oder
der Rückseite der Münze und/oder eine geometrische Eigenschaft und/oder eine Materialeigenschaft
der Münze, wie eine magnetische Eigenschaft der Münze, eine elektrische Eigenschaft
der Münze, mindestens eine Abmessung der Münze und/oder das Gewicht der Münze.
1. Device (10) for handling coins,
having a first supply unit (26) present on a first side (22) of the device (10) and
intended for the input of coins,
having at least one coin processing unit (30) for processing the coins supplied via
the first supply unit (26),
having a coin storage system (32) which comprises at least two coin stores (54 to
68) for storing coins,
wherein the coin processing unit (30) sorts the supplied coins at least according
to at least one sorting criterion into the coin stores (54 to 68),
and having a dispensing unit (28) present on the first side (22) and intended for
dispensing the coins removed from the coin storage system (32),
wherein a second supply unit (50) for the input of coins is present on a second side
(42), and
wherein the coins input via the second supply unit (50) can be supplied to the coin
processing unit (30),
characterized in that the dispensing unit (28) arranged on the first side (22) is a first dispensing unit
(28), and in that at the second side (42) there is arranged a second dispensing unit (52) by means
of which the coins removed by the coin processing unit (30) from one of the coin stores
(54 to 68) can be dispensed on the second side (42) of the device (10), and
in that the first dispensing unit (28) transports the coins into at least one receiving compartment
(74 to 88) of a cash drawer (70) arranged in the first dispensing unit (28) and/or
the second dispensing unit (52) transports the coins into at least one receiving compartment
(74 to 88) of a cash drawer (70) arranged in the second dispensing unit (52).
2. Device according to Claim 1, characterized in that the first side (22) and the second side (42) of the device (10) are arranged opposite
to one another.
3. Device according to either of the preceding claims, characterized in that the device (10) has a control unit (34) which detects the number of coins supplied
to the respective coin store (54 to 68).
4. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the coin processing unit (30) removes a predetermined number of coins from at least
one of the coin stores (54 to 68).
5. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the device (10) has means for authenticating an operator, in particular a card reader,
an RFID reading device or a scanner for determining biometric data of an operator.
6. Device according to one of the preceding claims, characterized in that a control unit (34) at least records transactions made in which coins are supplied
or removed.
7. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the cash drawer (70) is filled with a predetermined number and denomination of the
coins that can be selected by the operator, is dependent on the operator and/or is
dependent on the cash drawer (70) arranged in the first (28) or second dispensing
unit (52).
8. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the first dispensing unit (28) and/or the second dispensing unit (52) transports
coins into prefabricated coin transport containers and closes these coin transport
containers preferably in an audit-proof manner, and dispenses these coin transport
containers together with the coins situated in the coin transport container.
9. Device according to Claim 8, characterized in that a labelling unit (36) for labelling the coin transport containers is provided.
10. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the device (10) is arranged in a transfer safe and this transfer safe can preferably
be integrated into a building wall.
11. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the coin processing unit (30) comprises at least one sensor which determines at least
one property of a supplied coin, in particular the genuineness of the coin, the denomination
of the coin, the currency of the coin, an image of the obverse and/or the reverse
of the coin and/or a geometric property and/or a material property of the coin, such
as a magnetic property of the coin, an electrical property of the coin, at least one
dimension of the coin and/or the weight of the coin.
1. Dispositif (10) pour manipuler des pièces de monnaie,
comprenant une première unité d'acheminement (26) présente sur un premier côté (22)
du dispositif (10) pour l'introduction de pièces de monnaie,
comprenant au moins une unité de traitement de pièces de monnaie (30) pour le traitement
des pièces de monnaie acheminées par le biais de la première unité d'acheminement
(26),
comprenant un système d'accumulation de pièces de monnaie (32) qui comprend au moins
deux accumulateurs de pièces de monnaie (54 à 68) pour la conservation des pièces
de monnaie,
l'unité de traitement de pièces de monnaie (30) triant les pièces de monnaie acheminées
au minimum d'après au moins un critère de tri dans les accumulateurs de pièces de
monnaie (54 à 68),
et comprenant une unité de délivrance (28) présente sur le premier côté (22) pour
délivrer les pièces de monnaie prélevées du système d'accumulation de pièces de monnaie
(32),
une deuxième unité d'acheminement (50) étant présente sur un deuxième côté (42) pour
l'introduction de pièces de monnaie, et
les pièces de monnaie introduites par le biais de la deuxième unité d'acheminement
(50) pouvant être acheminées à l'unité de traitement de pièces de monnaie (30),
caractérisé en ce que l'unité de délivrance (28) disposée sur le premier côté (22) est une première unité
de délivrance (28), et en ce qu'une deuxième unité de délivrance (52) est disposée sur le deuxième côté (42), avec
laquelle les pièces de monnaie prélevées par l'unité de traitement de pièces de monnaie
(30) de l'un des accumulateurs de pièces de monnaie (54 à 68) peuvent être délivrées
du deuxième côté (42) du dispositif (10), et
en ce que la première unité de délivrance (28) transporte les pièces de monnaie dans au moins
un casier d'accueil (74 à 88) d'un tiroir-caisse (70) disposé dans la première unité
de délivrance (28) et/ou la deuxième unité de délivrance (52) transporte les pièces
de monnaie dans au moins un casier d'accueil (74 à 88) d'un tiroir-caisse (70) disposé
dans la deuxième unité de délivrance (52).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le premier côté (22) et le deuxième côté (42) du dispositif (10) sont disposés en
opposition l'un par rapport à l'autre.
3. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif (10) possède une unité de commande (34) qui détecte le nombre de pièces
de monnaie acheminées à l'accumulateur de pièces de monnaie (54 à 68) respectif.
4. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité de traitement de pièces de monnaie (30) prélève un nombre prédéfini de pièces
de monnaie d'au moins l'un des accumulateurs de pièces de monnaie (54 à 68).
5. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif (10) possède des moyens pour authentifier un opérateur, notamment un
lecteur de carte, un lecteur RFID ou un scanner pour déterminer des données biométriques
d'un opérateur.
6. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une unité de commande (34) enregistre dans un journal au moins les transactions exécutées
lors desquelles des pièces de monnaie sont acheminées ou prélevées.
7. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le remplissage du tiroir-caisse (70) s'effectue avec un nombre et une valeur nominale
prédéfinis des pièces de monnaie, qui peuvent être choisis par l'opérateur, qui dépendent
de l'opérateur et/ou qui dépendent du tiroir-caisse (70) disposé dans la première
(28) ou dans la deuxième unité de délivrance (52).
8. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la première unité de délivrance (28) et/ou la deuxième unité de délivrance (52) transportent
les pièces de monnaie dans des récipients de transport de pièces de monnaie préfabriqués
et ferment ces récipients de transport de pièces de monnaie de préférence avec une
sécurité de contrôle, et délivrent ces récipients de transport de pièces de monnaie
avec les pièces de monnaie qui se trouvent dans le récipient de transport de pièces
de monnaie.
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce qu'il est prévu une unité de marquage (36) pour le marquage des récipients de transport
de pièces de monnaie.
10. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif (10) est disposé dans un coffre de transfert et ce coffre de transfert
peut de préférence être intégré dans un mur de bâtiment.
11. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité de traitement de pièces de monnaie (30) comprend au moins un capteur, lequel
détermine au moins une propriété d'une pièce de monnaie acheminée, notamment l'authenticité
de la pièce de monnaie, la valeur nominale de la pièce de monnaie, la devise de la
pièce de monnaie, une image du côté pile et/ou du côté face de la pièce de monnaie
et/ou une propriété géométrique et/ou une propriété matérielle de la pièce de monnaie,
comme une propriété magnétique de la pièce de monnaie, une propriété électrique de
la pièce de monnaie, au moins un dimension de la pièce de monnaie et/ou le poids de
la pièce de monnaie.