| (19) |
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(11) |
EP 2 558 726 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Nach dem Einspruchsverfahren |
| (45) |
Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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29.03.2023 Patentblatt 2023/13 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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18.10.2017 Patentblatt 2017/42 |
| (22) |
Anmeldetag: 13.04.2011 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2011/055754 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2011/128349 (20.10.2011 Gazette 2011/42) |
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| (54) |
VERDICHTERFLANSCH FÜR SCHRAUBENVERDICHTER
COMPRESSOR FLANGE FOR SCREW-TYPE COMPRESSOR
BRIDE DE COMPRESSEUR POUR COMPRESSEUR À VIS
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
16.04.2010 DE 102010015151
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.02.2013 Patentblatt 2013/08 |
| (73) |
Patentinhaber: KNORR-BREMSE
Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH |
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80809 München (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- KÖCK, Engelbert
82152 Planegg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Maiwald GmbH |
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Grünstraße 25 40212 Düsseldorf 40212 Düsseldorf (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 048 095 CH-A- 456 832 DE-C2- 19 716 549 US-A1- 2005 123 415
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WO-A1-2004/053311 DE-A1- 2 434 404 DE-U1- 7 927 054
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- Offenkundige Vorbenutzung einer BOGE-Schraubenkompressoranlage
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Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verdichterflansch zur Verbindung eines Schraubenverdichters
mit einem Antrieb mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1. Ferner betrifft
die Erfindung einen Schraubenverdichter mit einem solchen Verdichterflansch.
[0002] Derzeit verfügbare Schraubenkompressoren weisen zur Verbindung mit einem Antrieb
Verbindungselemente auf, die zur Zentrierung mit einem Zentrierbund oder Zentrierstiften
versehen sind. Die Verbindungselemente umfassen regelmäßig einen Verbindungsflansch,
der mit einem Stirndeckel des Schraubenkompressors verbindbar ist. Der Stirndeckel
schließt und dichtet das Verdichtergehäuse nach außen ab. Es sind somit regelmäßig
mehrere Bauteile erforderlich, die zur Verbindung des Schraubenkompressors mit einem
Antrieb entsprechend positioniert und befestigt werden müssen. Der Fertigungs- und
Montageaufwand ist somit sehr hoch.
Stand der Technik
[0003] Aus der Auslegeschrift
DE 10 44 122 A geht ein Kälteverdichter mit waagerecht angeflanschtem Elektromotor hervor, der in
der geschlossenen Ausführung ein Flanschbauteil zur Verbindung des Verdichters mit
dem Elektromotor umfasst. Das Verdichtergehäuse weist einen nabenartigen Ansatz zur
Aufnahme der Antriebswelle und zur Aufnahme eines zentrisch angeordneten Ansatzes
des Flanschbauteils auf, so dass bei Einsetzen des Flanschbauteils eine Zentrierung
desselben erfolgt. Durch eine weitere zum zentrischen Ansatz konzentrisch ausgebildete
Ringstufe soll eine Zentrierung des Verdichters in Bezug auf den Elektromotor erfolgen.
Auf eine Gleitringwellenabdichtung wird vorliegend verzichtet, da eine gewisse Leckage
hingenommen wird bzw. erwünscht ist. Des Weiteren ist eine Bohrung im Flanschbauteil
vorgesehen, um Schmiermittel aus dem Elektromotor dem Innern des Verdichtergehäuses
zuzuführen.
[0004] Aus der
WO 2004/053311 A1 ist ferner eine Adapterplatte zur Verbindung eines Verdichters mit einem Antrieb
bekannt. Die Adapterplatte liegt an einem Wellenlager an und stellt eine Adichtung
dar, die verhindert, dass über das Wellenlager Luft in den Verdichter gelangt.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Verdichterflansch zur Verbindung
eines Schraubenverdichters mit einem Antrieb bereitzustellen, der einen geringen Fertigungs-
und Montageaufwand erfordert und mehrere Funktionen in einem Bauteil vereint.
[0007] Die Aufgabe wird gelöst durch einen Verdichterflansch mit den Merkmalen des Anspruchs
1. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung werden in den auf Anspruch 1 direkt
oder indirekt rückbezogenen Unteransprüchenangegeben. Des Weiteren wird ein Schraubenverdichter
mit einem solchen Verdichterflansch zur Lösung der Aufgabe vorgeschlagen.
[0008] Die Erfindung wird gekennzeichnet durch die Merkmale von Anspruch 1. Die Dichtungen
bilden Bestandteile des Verbindungsflansches aus, so dass der Einsatz separater Dichtmittel,
die getrennt vom Flanschbauteil montiert werden müssen, nicht erforderlich ist. Der
Verdichterflansch übernimmt somit gleichzeitig die Funktion eines Stirndeckels, der
üblicherweise zum Verschließen und Abdichten eines Schraubenverdichters vorgesehen
ist. D.h., der Verdichterflansch übernimmt neben der Verbindungsfunktion auch eine
Verschluss- und eine Abdichtungsfunktion. Die Anzahl der erforderlichen Bauteile kann
demnach reduziert werden, so dass folglich auch der Fertigungs- und der Montageaufwand
verringert werden.
[0009] Die axial und radial wirksamen Dichtungen können in Nuten am Verdichterflansch eingesetzt
oder angespritzt bzw. angeformt sein. Vorzugsweise erfolgt die Abdichtung gegenüber
der Welle im Bereich des Lagers der Welle, so dass die Dichtung keiner dynamischen
Belastung ausgesetzt ist. Die Dichtung weist somit eine hohe Lebensdauer auf.
[0010] Erfindungsgemäß ist der Verdichterflansch topfförmig ausgebildet und begrenzt in
Anlage am Verdichtergehäuse und am Gehäuse des Antriebs einen Hohlraum zur Aufnahme
einer Kupplung, welche die Welle des Verdichters mit einer Welle des Antriebs verbindet.
Die Einhausung der Kupplung durch den Verdichterflansch ermöglicht den Wegfall einer
Kupplungsglocke und damit den Einsatz einer einfachen Kupplung. Somit kann die Anzahl
der Bauteil weiter reduziert werden. Ferner verringert sich der Platzbedarf, aufgrund
der geringeren Gesamtbaugröße. Schließlich kann auch Gewicht eingespart werden.
[0011] Mit einer Reduzierung der Anzahl der Bauteile geht ferner ein reduzierter Montageaufwand
einher, da weniger Bauteile zueinander ausgerichtet und miteinander befestigt werden
müssen. Zudem reduzieren sich die Stellen, die zusätzlich abgedichtet werden müssen.
Auch eine Aufsummierung von Fertigungs-und/oder Montagetoleranzen wird hierdurch sicher
vermieden.
[0012] Die am Verdichterflansch vorgesehenen Dichtungen gewährleisten auch bei Wegfall einer
Kupplungsglocke, dass die im Hohlraum des topfförmigen Verdichterflansches aufgenommene
Kupplung ausreichend geschützt ist. Dieser Schutz kann auch gewährleistet werden,
wenn beispielsweise der Einsatz des Schraubenverdichters in teilweise eingetauchtem
Betrieb erfolgt. Des Weiteren kann der Hohlraum zur Aufnahme eines Schmiermediums
dienen, da über die Dichtungen des Verdichterflansches sichergestellt ist, dass kein
Schmiermedium nach außen gelangt. Sofern im Bereich der Welle eine Schmiermittelleckage
auftreten sollte, dient der Hohlraum des topfförmigen Verdichterflansches dem Auffangen
des ausgetretenen Schmiermittels.
[0013] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der Verdichterflansch eine axial wirksame Dichtung
zur Abdichtung gegenüber dem Gehäuse des Antriebs besitzt. Somit ist auch ein dichter
Anschluss des Schraubenverdichters am Gehäuse des Antriebs gewährleistet.
[0014] Des Weiteren bevorzugt ist eine Ringstufe an wenigstens einer StirnflächedesVerdichterflanscheszur
Zentrierung des Verdichterflansches in Bezug auf das Verdichtergehäuse, die Welle,
das Lager und/oder das Gehäuse des Antriebs ausgebildet. Somitweistder Verdichterflansch
zugleich eine Zentrierfunktion auf und macht weitere Verbindungselemente, beispielsweise
in Form von Zentrierstiften, entbehrlich. Vorzugsweise ist an beiden Stirnflächen
des Verdichterflansches jeweils eine Ringstufe zur Zentrierung gegenüber dem Verdichtergehäuse
und dem Antrieb ausgebildet.
[0015] Vorteilhafterweise ist an der dem Verdichtergehäuse zugewandten Stirnfläche ein axialer
Ansatz zur axialen Lagefixierung des Lagers ausgebildet. D.h., dass nach Verbindung
des Verdichterflansches mit dem Verdichtergehäuse der axiale Ansatz an einer radial
verlaufenden Fläche des Lagers abgestützt ist. Der axiale Ansatz kann ferner derart
ausgebildet sein, dass er eine verdichterseitig angeordnete Ringstufe zur Zentrierung
ersetzt. Hierzu ist der axiale Ansatz vorzugsweise derart in eine am Verdichtergehäuse
oder dem Lager ausgebildete Ausnehmung einsetzbar, das der axiale Ansatz nicht nur
axial, sondern auch radial abgestützt ist. Der axiale Ansatz am Verdichterflansch
erfüllt auf diese Weise eine Halte- und eine Zentrierfunktion.
[0016] Alternativ kann auch der Flansch eine Ringstufe in der Form aufweisen, dass diese
die Mantelfläche des Wellenlagers aufnimmt und dessen axiale Position fixiert. Hierdurch
wird auch eine Zentrierung des Flansches am Lager erreicht. Letzteres kann dadurch
erreicht werden, dass das Lagerende axial über das Verdichtergehäuse herausragt oder
dadurch, dass das Verdichtergehäuse eine entsprechende Ausnehmung aufweist.
[0017] Der Verdichterflansch ist vorzugsweise mittels Schrauben am Verdichtergehäuse befestigbar.
Hierzu sind im Bereich der ersten ringförmigen Anlagefläche zur Anlage des Verdichterflansches
am Verdichtergehäuse Bohrungen zur Aufnahme der Schrauben vorgesehen.
[0018] Vorzugsweise bildet die Stirnfläche im Bereich des Bodens des topfförmigen Verdichterflansches
die erste ringförmige Anlagefläche zur Anlage des Verdichterflansches am Verdichtergehäuse
aus. Somit kann in einfacher Weise die Deckelfunktion des Verdichterflansches realisiert
werden. Die zentrale Öffnung zur Aufnahme der Welle ist ebenfalls im Bereich des Bodens
des topfförmigen Verdichterflansches vorgesehen. Weiterhin vorzugsweise bildet die
den Hohlraum radial begrenzende und dem Boden des topfförmigen Verdichterflansches
gegenüberliegende Stirnfläche die zweite ringförmige Anlagefläche zur Anlage des Verdichterflansches
am Gehäuse des Antriebs aus.
[0019] Zur Wartung und/oder zur Entlüftung des Schraubenverdichters kann der Verdichterflansch
ferner Öffnungen, insbesondere Wartungs- und/oder Entlüftungsöffnungen, besitzen.
Diese sind vorzugsweise derart ausgebildet, dass die Dichtfunktion des Verdichterflansches
gewährleistet bleibt.
[0020] Zur Lösung der Aufgabe wird ferner ein Schraubenverdichter mit einem erfindungsgemäßen
Verdichterflansch vorgeschlagen, wobei der Verdichterflansch zugleich als Stirndeckel
zum Verschließen und Abdichten des Verdichtergehäuses und als Verbindungsflansch zur
Verbindung des Verdichtergehäuses mit dem Gehäuse des Antriebes dient. Dabei kann
der vom Verdichterflansch umschlossene Raum - in Abhängigkeit von den Anforderungen
der verwendeten Kupplungsart, der Art der Wellenverbindung oder weiteren sich aus
der Anwendung ergebenden Anforderungen - als offener oder geschlossener Verdichter
ausgeführt sein.
[0021] Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung wird nachfolgend anhand der einzigen
Figur näher erläutert. Diese zeigt einen erfindungsgemäßen Verdichtungsflansch in
Anlage an einen Verdichtergehäuse und einem Gehäuse eines Antriebs.
Ausführliche Beschreibung der Zeichnung
[0022] Die einzige Figur zeigt den Ausschnitt eines Schraubenverdichters 2 im Bereich des
Anschlusses an einen Antrieb 3, wobei der Anschluss über einen Verdichterflansch 1
bewirkt wird. Der Verdichterflansch 1 vereint mehrere Funktionen in einem Bauteil,
da er nicht nur eine Verbindung zwischen dem Verdichter 2 und dem Antrieb 3 herstellt,
sondern über an seinen Stirnflächen 16, 17 ausgebildete Ringstufen 14, 15 gleichzeitig
eine Zentrierung des Verdichters 2 in Bezug auf den Antrieb 3 ermöglicht. Zugleich
ersetzt der Verdichterflansch 1 einen Stirndeckel zum Verschließen und Abdichten des
Gehäuses 8 des Verdichters 2, indem in einer ersten ringförmigen Anlagefläche 7 zur
Anlage des Verdichterflansches 1 am Verdichtergehäuse 8 eine axial wirksame Dichtung
11 eingelassen ist. Des Weiteren dichtet der Verdichterflansch 1 gegenüber einer Welle
5 des Verdichters 2 ab, welche durch eine zentrale Öffnung 4 des Verdichterflansches
1 hindurchgeführt ist. Hierzu ist im Bereich der zentralen Öffnung 4 eine radial wirksame
Dichtung 12 im Verdichterflansch 1 eingelassen. Die radial wirksame Dichtung 12 liegt
dichtend an einem Lager 6 an, das zur Lagerung der Welle 5 des Verdichters 2 vorgesehen
ist. Die Abdichtung gegenüber der Welle 5 des Verdichters 2 erfolgt somit mittelbar
über das Lager 6. Dies hat den Vorteil, dass die radial wirksame Dichtung 12 keiner
dynamischen Belastung ausgesetzt ist.
[0023] Eine weitere axial wirksame Dichtung 13 ist in der Stirnfläche 17 zur Abdichtung
des Verdichterflansches 1 gegenüber dem Gehäuse 10 des Antriebs 3 vorgesehen. Die
Stirnfläche 17 bildet zudem eine zweite ringförmige Anlagefläche 9 zur Anlage des
Verdichterflansches 1 am Gehäuse 10 des Antriebs 3 aus. Zur Fixierung des Verdichterflansches
1 am Verdichtergehäuse 8 sind Schrauben 19 vorgesehen, die durch Bohrungen in der
Stirnfläche 16 zur Verschraubung des Verdichterflansches 1 mit dem Verdichtergehäuse
8 geführt werden. Die Schrauben 19 gewährleisten eine axiale Vorspannung des Verdichterflansches
1 gegenüber dem Verdichtergehäuse 8, wobei auch die axial wirksame Dichtung 11 an
das Verdichtergehäuse 8 gedrückt wird.
[0024] Die Ringstufe 14 im Bereich der Stirnfläche 16 ist bei der dargestellten Ausführungsform
als axialer Ansatz 18 ausgebildet, mittels derer das Lager 6 in Position gehalten
wird. Somit erfüllt der Verdichterflansch 1 ferner eine Haltefunktion, wobei das Halten
des Lagers 6 durch die Verbindung mittels der Schrauben 19 gewährleistet wird. Der
axiale Ansatz 18 greift hierzu formschlüssig in eine ringförmige Ausnehmung des Verdichtergehäuses
8 ein. Somit ist gleichzeitig über den axialen Ansatz 18 auch eine Zentrierung des
Verdichterflansches gegenüber dem Verdichtergehäuse 8 und/oder der Welle 5 des Verdichters
2 gegeben.
[0025] Alternativ oder ergänzend zum axialen Ansatz 18 kann im Bereich der Stirnfläche 16
zudem eine axiale Aufnahme 23 zur axialen Lagefixierung des Lagers 6 im Verdichterflansch
ausgebildet sein. Vorteilhafterweise ist hierzu das Lager 6 derart ausgebildet, dass
es in axialer Richtung vorsteht, so dass es in die axiale Ausnehmung 23 zumindest
teilweise einsetzbar ist (nicht dargestellt).
[0026] Der Verdichterflansch 1 der dargestellten Ausführungsform ist ferner topfförmig ausgebildet,
so dass zwischen einem Bodenbereich, der axial an dem Verdichtergehäuse 8 angeschlagen
ist und einem Seitenwandbereich ein Hohlraum 20 ausgebildet wird, der vorliegend der
Aufnahme einer Kupplung 21 zur Verbindung der Welle 5 des Verdichters 2 mit der Welle
22 des Antriebs 3 dient. Der Verdichterflansch 1 übernimmt somit auch eine Schutzfunktion,
welche die Anordnung einer Kupplungsglocke entbehrlich macht. Die Dichtungen 11, 13
stellen dabei sicher, dass der zwischen dem Verdichter 2 und dem Antrieb 3 ausgebildete
Hohlraum 20 nach außen abgedichtet ist.
[0027] Der in der Figur dargestellte erfindungsgemäße Verdichterflansch vermag somit die
Funktionen eines Stirndeckels, eines Flansches und einer Schutzhaube in sich zu vereinen,
wobei er gleichzeitig eine Zentrier-, Halte- und Dichtungsfunktion übernimmt. Alle
diese Funktionen werden durch ein einziges Bauteil verwirklicht, so dass die Anzahl
erforderlicher Bauteile deutlich reduziert werden und der Fertigungs- und Montageaufwand
deutlich verringert werden kann. Zugleich werden Baugröße und Gewicht eines Schraubenverdichters
reduziert, so dass dieser weniger Bauraum erfordert.
Bezugszeichenliste
[0028]
- 1
- Verdichterflansch
- 2
- Verdichter
- 3
- Antrieb
- 4
- zentrale Öffnung
- 5
- Welle des Verdichters
- 6
- Lager
- 7
- erste ringförmige Anlagefläche
- 8
- Gehäuse des Verdichters
- 9
- zweite ringförmige Anlagefläche
- 10
- Gehäuse des Antriebs
- 11
- axial wirksame Dichtung
- 12
- radial wirksame Dichtung
- 13
- axial wirksame Dichtung
- 14
- Ringstufe
- 15
- Ringstufe
- 16
- Stirnfläche
- 17
- Stirnfläche
- 18
- axialer Ansatz
- 19
- Schrauben
- 20
- Hohlraum
- 21
- Kupplung
- 22
- Welle des Antriebs
- 23
- Aufnahme
1. Verdichterflansch (1) zur Verbindung eines Schraubenverdichters (2) mit einem Antrieb
(3), wobei der Verdichterflansch (1) eine zentrale Öffnung (4) zur Aufnahme einer
Welle (5) und eines Lagers (6) aufweist und eine erste ringförmige Anlagefläche (7)
zur Anlage an einem Gehäuse (8) des Verdichters (2) und eine zweite ringförmige Anlagefläche
(9) zur Anlage an einem Gehäuse (10) des Antriebs (3) besitzt, wobei der Verdichterflansch
(1) ferner axial und radial wirksame Dichtungen (11, 12) zur Abdichtung gegenüber
dem Verdichtergehäuse (8) und der Welle (5) umfasst, so dass ein offenes Verdichtergehäuse
(8) durch Einsatz des Verdichterflansches (1) verschließbar und abdichtbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass der Verdichterflansch (1) topfförmig ausgebildet ist und in Anlage am Verdichtergehäuse
(8) und am Gehäuse (10) des Antriebs (3) einen Hohlraum (20) zur Aufnahme einer Kupplung
(21) begrenzt, welche die Welle (5) des Verdichters (2) mit einer Welle (22) des Antriebs
(3) verbindet, wobei der Verdichterflansch (1) ferner eine axial wirksame Dichtung
(13) zur Abdichtung gegenüber dem Gehäuse (10) des Antriebs (3) besitzt, und die axialen
Dichtungen (11, 13) und der Verdichterflansch (1) derart ausgebildet sind, dass der
zwischen dem Verdichter (2) und dem Antrieb (3) ausgebildete Hohlraum (20) nach außen
abgedichtet ist.
2. Verdichterflansch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Ringstufe (14, 15) an wenigstens einer Stirnfläche (16, 17) des Verdichterflansches
(1) zur Zentrierung des Verdichterflansches (1) in Bezug auf das Verdichtergehäuse
(8), die Welle (5) und/oder das Gehäuse (10) des Antriebs (3) ausgebildet ist.
3. Verdichterflansch nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der dem Verdichtergehäuse (8) zugewandten Stirnfläche (16) ein axialer Ansatz
(18) zur axialen Lagefixierung des Lagers (6) ausgebildet ist.
4. Verdichterflansch nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der dem Verdichtergehäuse (8) zugewandten Stirnfläche (16) eine axiale Aufnahme
(23) zur axialen Lagefixierung des Lagers (6) ausgebildet ist.
5. Verdichterflansch nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verdichterflansch (1) mittels Schrauben (19) am Verdichtergehäuse (8) befestigbar
ist.
6. Verdichterflansch nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnfläche (16) im Bereich des Bodens des topfförmigen Verdichterflansches (1)
die erste ringförmige Anlagefläche (7) ausbildet und die den Hohlraum (20) radial
begrenzende und dem Boden gegenüberliegende Stirnfläche (17) die zweite ringförmige
Anlagefläche (8) ausbildet. Verdichterflansch nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Verdichterflansch (1) ferner Öffnungen, insbesondere Wartungs- und/oder Entlüftungsöffnungen,
besitzt.
7. Schraubenverdichter mit einem Verdichterflansch (1) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, wobei der Verdichterflansch (1) zugleich als Stirndeckel zum Verschließen
und Abdichten des Verdichtergehäuses (8) und als Verbindungsflansch zur Verbindung
des Verdichtergehäuses (8) mit dem Gehäuse (10) des Antriebes (3) dient.
1. Compressor flange (1) for connecting a screw-type compressor (2) to a drive (3), the
compressor flange (1) having a central orifice (4) for the reception of a shaft (5)
and of a bearing (6), and possessing a first ring-shaped bearing surface (7) for bearing
against a housing (8) of the compressor (2) and a second ring-shaped bearing surface
(9) for bearing against a housing (10) of the drive (3), wherein the compressor flange
(1) comprises, furthermore, axially and radially active seals (11, 12) for sealing
off with respect to the compressor housing (8) and to the shaft (5), so that an open
compressor housing (8) can be closed and sealed off, using the compressor flange (1),
characterized in that the compressor flange (1) is of pot-shaped design and, when bearing against the compressor
housing (8) and against the housing (10) of the drive (3), delimits a cavity (20)
for receiving a clutch (21) which connects the shaft (5) of the compressor (2) to
a shaft (22) of the drive (3), wherein the compressor flange (1) possesses, furthermore,
an axially active seal (13) for sealing off with respect to the housing (10) of the
drive (3), and the axial seals (11, 13) and the compressor flange (1) are designed
in such a way that the cavity (20) formed between the compressor (2) and the drive
(3) is sealed off outwardly.
2. Compressor flange according to Claim 1, characterized in that an annular step (14, 15) is formed on at least one end face (16, 17) of the compressor
flange (1) for the purpose of centering the compressor flange (1) with respect to
the compressor housing (8), to the shaft (5) and/or to the housing (10) of the drive
(3).
3. Compressor flange according to one of the preceding claims, characterized in that an axial extension (18) for fixing the axial position of the bearing (6) is formed
on the end face (16) facing the compressor housing (8).
4. Compressor flange according to one of the preceding claims, characterized in that an axial receptacle (23) for fixing the axial position of the bearing (6) is formed
on the end face (16) facing the compressor housing (8).
5. Compressor flange according to one of the preceding claims, characterized in that the compressor flange (1) can be fastened to the compressor housing (8) by means
of screws (19).
6. Compressor flange according to one of the preceding claims, characterized in that the end face (16) forms, in the region of the bottom of the pot-shaped compressor
flange (1), the first ring-shaped bearing surface (7), and the end face (17) radially
delimiting the cavity (20) and lying opposite the bottom forms the second ring-shaped
bearing surface (8) .
7. Screw-type compressor having a compressor flange (1) according to one of the preceding
claims, the compressor flange (1) serving at the same time as an end cover for closing
and sealing off the compressor housing (8) and as a connecting flange for connecting
the compressor housing (8) to the housing (10) of the drive (3).
1. Bride (1) de compresseur pour relier un compresseur (2) à vis à un entraînement (3),
la bride (1) de compresseur comportant une ouverture (4) centrale de réception d'un
arbre (5) et d'un palier (6) et une première surface (7) de butée de forme annulaire
pour porter contre un boîtier (8) du compresseur (2) et une deuxième surface (9) de
contact de forme annulaire pour porter contre un boîtier (10) de l'entraînement (3),
la bride (1) de compresseur ayant en outre des joints (11, 12) actifs axialement et/ou
radialement pour réaliser l'étanchéité vis-à-vis du boîtier (8) de compresseur et
de l'arbre (5), de sorte qu'un boîtier (8) de compresseur ouvert peut être fermé et
rendu étanche en utilisant la bride (1) de compresseur,
caractérisée en ce que la bride (1) de compresseur est réalisée en forme de pot et délimite en contact avec
le boîtier (8) de compresseur et avec le boîtier (10) de l'entraînement (3) un espace
(20) creux de réception d'un accouplement (21), qui accouple l'arbre (5) du compresseur
(2) à un arbre (22) de l'entraînement (3), dans laquelle la bride (1) de compresseur
comporte en outre un joint (13) d'étanchéité agissant axialement pour réaliser l'étanchéité
vis-à-vis du boîtier (10) de l'entraînement (3), et les joints (11, 13) axiaux et
la bride (1) de compresseur sont constitués de manière à rendre l'espace (20) vide,
formé entre le compresseur (2) et l'entraînement (3), étanche vis-à-vis de l'extérieur.
2. Bride de compresseur suivant la revendication 1, caractérisée en ce qu'un échelon annulaire (14, 15) est formé sur au moins une face d'extrémité (16, 17)
de la bride (1) de compresseur pour un centrage de la bride (1) de compresseur vis-à-vis
du boîtier (8) de compresseur, de l'arbre (5) et/ou du boîtier (10) de l'entraînement
(3).
3. Bride de compresseur suivant l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'une extension (18) axiale pour la fixation de la position axiale du palier (6) est
formée sur la face (16) frontale tournée vers le boîtier (8) de compresseur.
4. Bride de compresseur suivant l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'un logement (23) axial de fixation de la position axiale du palier (6) est formé sur
la surface (16) frontale tournée vers le boîtier (8) de compresseur.
5. Bride de compresseur suivant l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la bride (1) de compresseur peut être fixée au boîtier (8) de compresseur au moyen
de vis (19).
6. Bride de compresseur suivant l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la surface (16) frontale forme, dans la région du fond de la bride (1) de compresseur
en forme de pot, la première surface (7) de contact de forme annulaire et la surface
(17) frontale, qui délimite radialement l'espace (20) vide et se trouve à l'opposé
du fond forme la deuxième surface (8) de contact de forme annulaire.
7. Compresseur à vis comportant une bride (1) de compresseur suivant l'une des revendications
précédentes, la bride (1) de compresseur servant à la fois en tant que capot frontal
pour fermer et rendre étanche le boîtier (8) de compresseur et en tant que bride de
liaison pour relier le boîtier (8) de compresseur au boîtier (10) de l'entraînement
(3).

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