[0001] Die Erfindung betrifft ein elektrisches Steckverbindungselement sowie ein Steckverbindungsteil
mit mehreren derartigen Steckverbindungselementen.
[0002] Üblicherweise wird bei elektrischen Steckverbindern ein Steckerelement und ein Buchsenelement
zusammengesteckt, wobei die Kontaktorgane des Steckerelements und des Buchsenelements
in elektrischen Kontakt miteinander kommen und über die so hergestellten Kontaktflächen
der elektrische Strom geführt wird. Bekannte Steckverbinder sehen geschlitzte Kontakte
vor, bei denen durch einen Schlitz zwei Kontaktflächen zwischen Stift und Buchse gebildet
sind. Bekannt ist auch die Ausführung mit zwei Schlitzen, durch die vier Kontaktflächen
gebildet sind. Eine höhere Anzahl von Kontaktflächen ergibt sich durch die Verwendung
von sogenannten Lamellenkontakten. Dabei werden beispielsweise gestanzte Lamellen
in einem Kontaktträger montiert. Durch die große Anzahl der Kontaktflächen ergibt
sich eine hohe Kontaktsicherheit.
[0003] Aus der
DE 10 2007 042 194 A1 ist ein Steckverbindungselement mit einem Kontaktorgan bekannt, das mindestens einen
Linienkontakt aufweist, mittels dem das Kontaktorgan beim Zusammenstecken mit einem
zugeordneten Verbindungselement elektrisch verbindbar ist. Die damit erreichbaren
Kontakt- und Stromtrageigenschaften sind bereits sehr gut.
[0004] Aus der
US 2009/0088028 A1 ist ein Steckverbindungselement mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs
1 bekannt.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Steckverbindungselement und ein Steckverbindungsteil
mit mehreren derartigen Steckverbindungselementen bereitzustellen, die gegenüber den
bekannten Steckverbindungselementen bzw. Steckverbindungsteilen noch weiter verbesserte
Gebrauchseigenschaften aufweisen. In einer Ausführungsart soll eine hohe Kontaktsicherheit
und hohe Stromtragfähigkeit bei einfacher Steckbarkeit gewährleistet sein, insbesondere
soll das Steckverbindungselement und das Steckverbindungsteil unempfindlich gegenüber
mechanische und/oder thermische Belastungen sein.
[0006] Diese Aufgabe ist durch das im Anspruch 1 bestimmte Steckverbindungselement und das
im nebengeordneten Anspruch bestimmte Steckverbindungsteil gelöst. Besondere Ausführungsarten
der Erfindung sind in den Unteransprüchen bestimmt.
[0007] In einer Ausführungsart weist das Steckverbindungselement mindestens zwei durch geformte
elektrisch leitfähige Blechstreifen gebildete Kontaktbleche auf, die jeweils einen
Anschlussabschnitt für den elektrischen Anschluss des Steckverbindungselements an
eine anzuschließende elektrische Leitung aufweisen sowie einen Kontaktabschnitt für
ein lösbares elektrisches Verbinden des Steckverbindungselements mit einem zugeordneten
Verbindungselement und einen zwischen dem Anschlussabschnitt und dem Kontaktabschnitt
angeordneten Ausgleichsabschnitt für eine elastische Auslenkung des Kontaktabschnitts
gegenüber dem Anschlussabschnitt, wobei der Anschlussabschnitt, der Ausgleichsabschnitt
und der Kontaktabschnitt jeweils einstückig von den Blechstreifen ausgebildet sind.
[0008] Die durch den Ausgleichsabschnitt bereitgestellte elastische Auslenkung ist im zusammengesteckten
Zustand der beiden Steckverbindungsteile vorteilhaft, weil dadurch Abweichungen in
der Lage der Kontaktstifte im montierten Stecksystem aufgefangen werden und nicht
zu einer verminderten Kontaktgabe und damit zu einer verminderten Stromtragfähigkeit
führen. Auftretende Vibrationen können durch die nachstehend beschriebende Zugentlastung
aufgefangen werden. Durch die vorgesehenen Einführschrägen und/oder Kontaktoberflächen
und/oder die Überfeder sind die zum Stecken und Lösen erforderlichen Kräfte einstellbar.
[0009] In einer Ausführungsart sind die drei Abschnitte in einer Längsrichtung des Steckverbindungselements
hintereinander angeordnet und können die ihnen jeweils zugeordnete Funktion bereitstellen
ohne sich gegenseitig negativ zu beeinflussen. Alle drei Abschnitte sind einstückig
von jeweils einem oder mehreren Kontaktblechen ausgebildet, so dass Kontaktstellen
beispielsweise zwischen dem Anschlussabschnitt und dem Kontaktabschnitt vermieden
sind.
[0010] Die Kontaktbleche bilden das Kontaktorgan des Steckverbinderelements. Durch den Ausgleichsabschnitt
weisen die Kontaktbleche trotz einer vergleichsweise großen Querschnittsfläche, die
eine hohe Stromtragfähigkeit bietet, eine ausreichende Flexibilität auf. Daher können
die Kontaktbleche unmittelbar, d.h. ohne Zwischenlage eines kontaktgebenden Organs,
in Anlage an das Kontaktorgan des zugeordneten Steckverbindungsteils gebracht werden.
Es entfällt damit eine im Stand der Technik bei hohe Stromtragfähigkeit erforderliche
zusätzlich Kontaktstelle am Übergang des Kontaktorgans zu einem weiterführenden Abschnitts
innerhalb des Steckverbindungselements. Das erfindungsgemäße Steckverbindungselement
weist daher nicht nur eine hohe Stromtragfähigkeit auf, sondern besitzt auch eine
verbesserte Vibrationsfestigkeit.
[0011] Der Werkstoff für die Kontaktbleche ist vorzugsweise reines Kupfer, um den Gesamtwiderstand
des Steckverbindungselements zu minimieren. Vorzugsweise wird als Werkstoff sauerstoffarmes
oder sauerstofffreies Kupfer verwendet. Dadurch lässt sich auch bei höheren Temperaturen,
wie sie beispielsweise beim Einsatz erfindungsgemäßer Steckverbindungselemente in
der Kraftfahrzeugtechnik, insbesondere bei wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen, einstellen
können, eine Versprödung der Kontaktbleche verhindern. Der Kontaktabschnitt oder vorzugsweise
das gesamte Kontaktblech kann eine Oberflächenbeschichtung beispielsweise aus Silber
oder einem anderen Edelmetall aufweisen, um die Übergangswiderstände auch bei hohen
Steckzyklen zu reduzieren.
[0012] Die Kontaktbleche sind im Anschlussabschnitt von einem mindestens abschnittsweise
hülsenförmigen Verbindungselement umschlossen, mittels dem in einem Ausgangszustand
die Kontaktbleche in ihrer Position zueinander fixiert sind. Die Kontaktbleche können
hierzu im Anschlussabschnitt teilkreisförmig, insbesondere annähernd halbkreisförmig
bei der Verwendung von zwei Kontaktblechen, gebogen sein, so dass sich allein durch
das Einstecken des Anschlussabschnitts der beiden Kontaktbleche in das Verbindungselement
eine Fixierung der Kontaktbleche ergibt.
[0013] Beim Anschließen der elektrischen Leitung wird mittels des Verbindungselements eine
Crimpverbindung der Kontaktbleche mit der elektrischen Leitung hergestellt. Durch
die Verwendung einer Hülse wird eine dauerhafte und alterungsbeständige Kontaktierung
gewährleistet. An ihrem der anzuschließenden elektrischen Leitung zugewandten Ende
weist das Verbindungselement vorzugsweise eine Einführschräge auf. Das Verbindungselement
besteht vorzugsweise ebenfalls aus vergleichsweise weichem Kupfer. Vorzugsweise wird
eine Sechskantverpressung vorgenommen, um die Kontakteigenschaften zu verbessern und
eine dauerhaft sichere mechanische Verbindung zwischen dem Steckverbindungselement
und der elektrischen Leitung bereitzustellen.
[0014] In einer Ausführungsart erstreckt sich die Hülse über den Crimpbereich hinaus. Dadurch
wirkt sich die Verformung der Kontaktbleche im Anschlussabschnitt nicht auf den sich
anschließenden Ausgleichsabschnitt aus. Um diese mechanische Abschirmwirkung noch
weiter zu verbessern, weist das Verbindungselement in einer Ausführungsart ein Stützelement
auf, beispielsweise einen ein- oder mehrstufigen, insbesondere zweistufigen, ringförmigen
Flansch, mit dem das Verbindungselement alternativ oder ergänzend auch an einem Gehäuse
des zugehörigen Steckverbindungsteils abstützbar ist. Dadurch werden Bewegungen und/oder
Vibrationen der angeschlossenen Leitung, bei der es sich beispielsweise um ein Kabel
handeln kann, von dem zugeordneten Verbindungselement aufgenommen und nicht in den
Kontaktabschnitt übertragen.
[0015] In einer Ausführungsart weist mindestens eines der Kontaktbleche im Ausgleichsabschnitt
eine herabgesetzte Biegesteifigkeit auf. Dies kann beispielsweise durch eine oder
mehrere Aussparungen in der Wandstärke und/oder durch einen oder mehrere laterale
Einschnitte in die Streifenbreite der Kontaktbleche bereitgestellt werden. Dadurch
wird eine Soll-Gelenkstelle geschaffen, die eine Auslenkung des Kontaktabschnitts
gegenüber dem Anschlussabschnitt mit einer vergleichsweise geringen Kraft ermöglicht.
Dadurch sind in besonders vorteilhafter Weise geringe Steckkräfte realisierbar und/oder
vorallem ein Ausgleich temperaturbedingter Ausdehnungszustände der zusammenwirkenden
Bauteile, die aus unterschiedlichen Werkstoffen bestehen. Weil das Kontaktblech im
Crimpbereich fixiert ist, kann durch den Ausgleichsbereich auch eine Elastizität des
Steckverbindungselements bereitgestellt werden, die trotz fertigungsbedingten Toleranzen
eine optimale Kontaktgabe im Kontaktabschnitt gewährleistet.
[0016] In einer Ausführungsart ist mindestens ein Kontaktblech, vorzugsweise alle und insbesondere
beide Kontaktbleche, des Steckverbindungselements im Ausgleichsabschnitt mäanderförmig
gebogen oder jedenfalls gekröpft. Dadurch können im Kontaktabschnitt die Kontaktbleche
mit verhältnismäßig geringem Kraftaufwand derart ausgelenkt werden, dass ein Zusammenstecken
des Steckverbindungselements mit einem zugeordneten Verbindungselement und das Lösen
einer solchen Steckverbindung mit geringem Kraftaufwand möglich sind. Im mäanderförmigen
Ausgleichsabschnitt weisen die beiden abschnittsweise parallel verlaufenden Schenkel
einen Abstand zueinander auf. Dadurch ist ein Bewegungsspiel beim Auslenken gewährleistet.
An den Biegestellen des Ausgleichsabschnitts kann die Steifigkeit des Kontaktblechs
herabgesetzt sein, beispielsweise durch eine Materialaussparung, und insbesondere
durch eine lokale Reduktion der Breite des Kontaktblechs.
[0017] In einer Ausführungsart weist mindestens ein Kontaktblech im Ausgleichsabschnitt
ein vorzugsweise einstückig ausgebildetes Anschlagmittel auf, um die Auslenkung des
Kontaktabschnitts gegenüber dem Anschlussabschnitt zu begrenzen. Beispielsweise kann
an mindestens einem der im Mäanderbereich parallel verlaufenden Schenkel des Kontaktblechs
ein seitlicher Fortsatz in Richtung auf den gegenüberliegenden Schenkel abgebogen
sein. Bei einer maximalen Auslenkung kommt der abgebogene Abschnitt in Anlage an den
gegenüberliegenden Schenkel, wodurch die Auslenkung begrenzt ist.
[0018] In einer Ausführungsart weist mindestens ein Kontaktblech im Kontaktabschnitt eine
Querschnittsform auf, die von der Querschnittsform eines Kontaktorgans des zugeordneten
Verbindungselements abweicht; dadurch sind beim Zusammenstecken mit dem zugeordneten
Verbindungselement zwei elektrische Linienkontakte gebildet. In einer Ausführungsart
ist mindestens ein Kontaktblech des Kontaktabschnitts V-förmig oder U-förmig gebogen.
Beim Zusammenstecken des Steckverbindungselements mit dem zugeordneten Verbindungselement
werden dadurch von jedem Kontaktblech zwei elektrische Linienkontakte gebildet. In
einer Ausführungsart, in der das Steckverbindungselement zwei Kontaktbleche aufweist,
werden dadurch insgesamt vier elektrische Linienkontakte gebildet. Die Länge der Linienkontakte
wird begrenzt durch die Länge der V-förmig oder U-förmig gebogenen Kontaktbleche im
Kontaktabschnitt. In einer Ausführungsart beträgt diese Länge zwischen 2 und 20 mm,
insbesondere zwischen 4 und 15 mm und vorzugsweise zwischen 6 und 10 mm. Dadurch lässt
sich beispielsweise eine Kurzschlussstrombelastbarkeit von 3.000 A für die Dauer von
1 s bereitstellen.
[0019] In einer Ausführungsart bilden die Kontaktbleche im Kontaktabschnitt eine Steckaufnahme
für ein beispielsweise stiftförmiges Kontaktorgan des zugeordneten Verbindungselements.
Die Längsachse der Steckaufnahme und damit die Steckrichtung kann dabei längs oder
schräg und insbesondere quer zur Längsrichtung des Steckverbindungselements, in welcher
der Kontaktabschnitt, der Ausgleichsabschnitt und der Anschlussabschnitt hintereinander
angeordnet sind, ausgerichtet sein.
[0020] In einer Ausführungsart ist im Kontaktabschnitt eine Fremdfeder angeordnet, mit der
die Kontaktbleche in kontaktgebende Anlage an dem zugeordneten Verbindungselement
haltbar sind. Die Fremdfeder kann aus einem Federstahl mit geeigneten elastischen
Werkstoffen hergestellt sein, insbesondere sind keine besonderen elektrischen Eigenschaften
erforderlich. Vorzugsweise ist die Fremdfeder aus einem nicht magnetisierbaren Werkstoff
hergestellt. Die Fremdfeder liegt außerhalb des Strompfades, so dass ein elektrischer
Kontakt nur zwischen dem Kontaktabschnitt des Kontaktblechs und dem Kontaktorgan des
zugeordneten Verbindungselements erfolgt.
[0021] In einer Ausführungsart weist die Fremdfeder einen ringförmigen Abschnitt auf, der
die maximale Aufweitung der Kontaktbleche im Kontaktabschnitt begrenzt. Von dem ringförmigen
Abschnitt können Federarme abstehen, insbesondere in Richtung auf das dem zugeordneten
Verbindungselement zugewandte Ende des Kontaktblechs, welche die erforderliche Kontaktkraft
aufbringen. Die Federarme können dabei nach radial innen gebogen sein, um in Anlage
an den Kontaktblechen gehalten zu sein. Die Anzahl der Federarme kann dabei übereinstimmen
mit der Anzahl der Kontaktbleche oder ein Vielfaches der Anzahl der Kontaktbleche
betragen.
[0022] In einer Ausführungsart weist die Fremdfeder Führungsmittel auf, mittels denen die
Fremdfeder in einer sich in Steckrichtung erstreckenden Aussparung zwischen den Kontaktblechen
geführt auf die Kontaktbleche aufsteckbar ist. Die Führungsmittel können dabei auch
in Steckrichtung von dem ringförmigen Abschnitt der Fremdfeder abstehen und nach radial
innen abgebogen sein.
[0023] In einer Ausführungsart weist ein Kontaktblech ein vorzugsweise am Übergang vom Kontaktabschnitt
zum Ausgleichsabschnitt angeordnetes Anschlagmittel für die Fremdfeder auf. Das Anschlagmittel
kann insbesondere am Übergang von dem V-förmig oder U-förmig geformten Kontaktabschnitt
zu dem Mäander des Ausgleichsabschnitts angeordnet sein. Durch das Anschlagmittel
ist ein Tiefenanschlag beim Aufschieben der Fremdfeder bereitgestellt.
[0024] Die Erfindung betrifft auch ein Steckverbindungsteil mit mehreren erfindungsgemäßen
Steckverbindungselementen wie vorstehend beschrieben, wobei die Steckverbindungselemente
als Gleichteile in einem gemeinsamen Gehäuse des Steckverbindungsteils angeordnet
sind. Dadurch lassen sich mehrpolige Steckverbindungsteile in der Art eines Baukastensystems
mit erfindungsgemäßen Steckverbindungselementen bestücken. Die einzelnen Steckverbindungselemente
eines Steckverbindungsteils können dabei vollständig identisch aufgebaut sein und
auch identische Abmessungen aufweisen. Alternativ hierzu kann das Steckverbindungsteil
auch unterschiedlich dimensionierte Steckverbindungselemente aufnehmen, beispielsweise
für unterschiedlich hohe Lastströme.
[0025] Das erfindungsgemäße Steckverbindungselement kann für unterschiedlich hohe Nennströme
skaliert werden. So kann beispielsweise für einen Nennstrom von 100 A das Kontaktblech
bei einer Breite von 8 mm eine Dicke von 0,8 mm aufweisen, und im Anschlussabschnitt
können Leitungen oder Kabel mit einer Querschnittsfläche von 16 bis 25 mm
2 angeschlossen werden. Bei einem Nennstrom von 200 A kann das Kontaktblech bei einer
Breite von 12 mm eine Dicke von 1,0 mm aufweisen, und im Anschlussabschnitt können
Leitungen oder Kabel mit einer Querschnittsfläche von 35 bis 50 mm
2 angeschlossen werden.
Bei einem Nennstrom von 400 A kann das Kontaktblech bei einer Breite von 16 mm eine
Dicke von 1,25 mm aufweisen, und im Anschlussabschnitt können Leitungen oder Kabel
mit einer Querschnittsfläche von 70 bis 95 mm
2 angeschlossen werden.
[0026] In einer Ausführungsart sind die Steckverbindungselemente für elektrische Spannungen
im Bereich von mehr als 12 V und weniger als 2400 V ausgelegt, insbesondere mehr als
24 V und weniger als 1000 V und vorzugsweise bis zu einer Betriebsspannung von 700
V. In einer Ausführungsart werden die Steckverbindungsteile in der Fahrzeugtechnik
eingesetzt, insbesondere bei Elektro- oder Hybridfahrzeugen oder elektrischen Kraftmaschinen.
[0027] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
und der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnungen mehrere
Ausführungsbeispiele im Einzelnen beschrieben sind. Dabei können die in den Ansprüchen
und in der Beschreibung erwähnten Merkmale jeweils einzeln für sich oder in beliebiger
Kombination erfindungswesentlich sein.
- Fig. 1
- zeigt eine perspektivische Ansicht eines ersten Ausführungsbeispiels eines Steckverbindungssystems,
- Fig. 2
- zeigt eine perspektivische Ansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels eines Steckverbindungssystems,
- Fig. 3
- zeigt eine perspektivische Ansicht eines dritten Ausführungsbeispiels eines Steckverbindungssystems,
- Fig. 4
- zeigt eine Seitenansicht des Steckverbindungssystems der Fig. 3,
- Fig. 5
- zeigt eine perspektivische Ansicht des Steckverbindungssystems in einem teilweise
getrennten Zustand,
- Fig. 6
- zeigt in perspektivischer Ansicht einen vergrößerten Ausschnitt im Bereich der Rastmittel,
- Fig. 7
- zeigt einen vergrößerten Ausschnitt im Bereich der Rastelemente,
- Fig. 8
- zeigt einen Ausschnitt eines Schnitts durch das Gehäuse des ersten Steckverbindungsteils,
- Fig. 9
- zeigt eine perspektivische Ansicht eines Abschnitts der Leitung mit der am Leiterende
abgesetzten Isolation,
- Fig. 10
- zeigt eine perspektivische Ansicht eines Abschnitts der Leitung mit einer alternativen
Ausführungsform eines Schirmelements,
- Fig. 11
- zeigt eine Ansicht von oben auf das erste Teil des Schirmelements,
- Fig. 12
- zeigt eine Seitenansicht auf einen Schnitt durch das erste Teil des Schirmelements,
- Fig. 13
- zeigt einen Schnitt durch ein zweites Teil des Schirmelements,
- Fig. 14
- zeigt einen Ausschnitt eines Schnitts durch ein zweites Ausführungsbeispiel eines
Gehäuses des ersten Steckverbindungsteils,
- Fig. 15
- zeigt eine perspektivische Ansicht eines Ausschnitts des zweiten Steckverbindungsteils
im Bereich des Pilotkontakts,
- Fig. 16
- zeigt einen Ausschnitt eines Schnitts durch das Gehäuse des ersten Steckverbindungsteils,
- Fig. 17
- zeigt eine perspektivische Ansicht eines ersten Ausführungsbeispiels eines Steckverbindungselements,
- Fig. 18
- zeigt eine perspektivische Ansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels eines Steckverbindungselements,
- Fig. 19
- zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Steckverbindungselements für einen Winkelstecker,
und
- Fig. 20
- zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Steckverbindungselements für einen Winkelstecker.
[0028] Die Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines ersten Ausführungsbeispiels eines
Steckverbindungssystems 1 mit einem ersten Steckverbindungsteil 2 und einem zweiten
Steckverbindungsteil 4 im noch nicht zusammengesteckten Zustand. Das erste Steckverbindungsteil
2 ist als dreipoliger Stecker ausgebildet, mit dem drei jeweils einpolige elektrische
Leitungen 6, die jeweils als Kabel mit einem Kabelmantel ausgebildet sind, elektrisch
mit dem zweiten Steckverbindungsteil 4 verbindbar sind. Hierzu sind in einem Gehäuse
48 beispielsweise die in den Fig. 17 und 18 dargestellten buchsenförmigen Kontaktorgane
angeordnet, die beim Zusammenstecken des ersten und zweiten Steckverbindungsteils
2, 4 mit vorzugsweise zylindrischen Kontaktstiften 22 im zweiten Steckverbindungsteil
4 in elektrischen Kontakt bringbar sind.
[0029] Das zweite Steckverbindungsteil 4 ist im Ausführungsbeispiel an einer Gehäusewand
8 eines Aggregats angeordnet, beispielsweise an einer Lichtmaschine oder an einem
Elektromotor. Das erste und zweite Steckverbindungsteil 2, 4 weisen jeweils drei Lastkontakte
12, 14, 16 auf, die einer elektrischen Verbindung der elektrischen Leitungen 6 dienen,
und einen Pilotkontakt 18 von dem in der Fig. 1 nur der zugehörige Pilotkontakt des
zweiten Steckverbindungsteils 4 teilweise sichtbar ist.
[0030] Die beiden Steckverbindungsteile 2, 4 weisen außerdem Komponenten 20 für eine Führung
des ersten Steckverbindungsteils 2 beim Zusammenstecken mit dem zweiten Steckverbindungsteil
4 auf, wobei auf Seiten des zweiten Steckverbindungsteils 4 als Führungskomponente
ein mindestens abschnittsweise zylindrischer Zapfen 24 angeordnet ist, der an seinem
dem ersten Steckverbindungsteil 2 zugewandten Ende verjüngt ist, insbesondere abgerundet
ist und/oder eine Kegelfläche aufweist.
[0031] Zwischen den Komponenten 20 für die Führung und dem Pilotkontakt 18 weisen die beiden
Steckverbindungsteile 2, 4 Komponenten für eine Verriegelung des ersten Steckverbindungsteils
2 am zweiten Steckverbindungsteil 4 auf, die im Ausführungsbeispiel auf der Seite
des ersten Steckverbindungsteils 2 eine Verbindungsschraube 26 aufweist und auf Seiten
des zweiten Steckverbindungsteils 4 eine Gewindebohrung 28. Das zweite Steckverbindungsteil
4 ist mittels einer Anschlussleiste 30 an der Gehäusewand 8 vorzugsweise lösbar festlegbar,
im Ausführungsbeispiel angeschraubt.
[0032] Im ersten Ausführungsbeispiel der Fig. 1 weist das erste Steckverbindungsteil 2 eine
parallel zur Steckrichtung verlaufende Leitungsführung auf. Die Fig. 2 zeigt ein zweites
Ausführungsbeispiel eines Steckverbindungssystems 1, bei dem das erste Steckverbindungsteil
102 eine abgewinkelt zur Steckrichtung verlaufende Leitungsführung der elektrischen
Leitungen 6 aufweist, insbesondere eine um 90° abgewinkelte Leitungsführung. Das zweite
Steckverbindungsteil 4 ist dabei identisch zu dem zweiten Steckverbindungsteil 4 des
ersten Ausführungsbeispiels der Fig. 1 aufgebaut, insbesondere ist sowohl ein erstes
Steckverbindungsteil 2 mit parallel zur Steckrichtung verlaufender Leitungsführung,
wie in der Fig. 1 dargestellt, als auch ein erstes Steckverbindungsteil 102 mit abgewinkelt
zur Steckrichtung verlaufender Leitungsführung mit demselben zweiten Steckverbindungsteil
4 zusammensteckbar.
[0033] Die Komponenten einer ersten Komponentengruppe mit Komponenten für den Pilotkontakt
18, und die Komponenten für die drei Lastkontakte 12, 14, 16 sind unabhängig von einer
durch die Anzahl der Lastkontakte 12, 14, 16 bestimmten Polzahl des ersten Steckverbindungsteils
102, insbesondere ist der Pilotkontakt 18 stets identisch ausgebildet, unabhängig
davon, ob es sich um eine ein-, zwei- oder n-polige Steckverbindung handelt; entsprechendes
gilt für die Lastkontakte 12, 14, 16 in der geraden Ausführung und die Lastkontakte
212, 214 in der gewinkelten Ausführung (Fig. 3). Auch die Komponenten 20 für eine
Führung beim Zusammenstecken und die Komponenten 26 für die Festlegung des ersten
Steckverbindungsteils 2 an dem zweiten Steckverbindungsteil 4 sind unabhängig von
der Anzahl der Pole ausgebildet.
[0034] Das Gehäuse 48 des ersten Steckverbindungsteils 2 weist eine der durch die Anzahl
der Lastkontakte 12, 14, 16 bestimmten Polzahl entsprechende Anzahl von Aufnahmekammern
für die Komponenten der Lastkontakte 12, 14, 16 auf. Die innerhalb des Gehäuses 48
angeordneten Komponenten der Lastkontakte 12, 14, 16 sind identisch aufgebaut. Die
Komponenten 20 für die Führung beim Zusammenstecken, sowie die Komponenten des Pilotkontaktes
18 und der Festlegung 26 sind zwischen dem in den Fig. 1 und 2 links angeordneten
ersten Lastkontakt 12 und dem mittleren Lastkontakt 14 angeordnet. In einer Ausführungsart
ist diese Anordnung auch bei zwei- oder mehrpoligen Steckverbindungen beibehalten,
insbesondere ist die Anordnung der Komponenten 20 für die Führung, des Pilotkontaktes
18 und des Verbindungsmittels 26 unabhängig von der Anzahl der Pole des Steckverbindungssystems
1 immer zwischen zwei benachbarten Lastkontakten 12, 14 angeordnet.
[0035] Das zweite Steckverbindungsteil 4 weist einen den Kontaktstift 22 in Axialrichtung
überragenden hülsenförmigen Abschnitt 32 auf, der einer weiteren Führung des ersten
Steckverbindungsteils 2, 102 beim Zusammenstecken mit dem zweiten Steckverbindungsteil
4 dienen kann. Der hülsenförmige Abschnitt 32 weist eine sich in Steckrichtung erstreckende
Öffnung 34 auf, die in Richtung des ersten Steckverbindungsteils 2, 102 offen ist
und im Ausführungsbeispiel durch einen Schlitz gebildet ist. Im zusammengesteckten
Zustand ragt das erste Steckverbindungsteil 2, 102 mit seinem Gehäuse 48 über ein
dem zweiten Steckverbindungsteil 4 zugewandtes Ende 36 der Öffnung 34 hinaus. Daran
schließt sich ein ringförmiger und vorzugsweise zylindrischer oder kegelförmiger Abschnitt
38 an, an den im zusammengesteckten Zustand ein Dichtmittel in Anlage bringbar ist
und dadurch die Kontaktorgane des Steckverbindungssystems 1 abdichtet. Auf seiner
Innenseite weist der hülsenförmige Abschnitt 32 vorzugsweise einstückig ausgebildete
Führungsmittel 40 auf, die sich im Ausführungsbeispiel in Axialrichtung erstrecken
und als Stege ausgebildet sind, und durch die beim Zusammenstecken eine weitere Führung
und/oder Verpolungssicherheit gewährleistet ist. In einer Ausführungsart können die
Führungsmittel bzw. Stege sowie die zugehörigen Aussparungen eine kundenspezifisch
wählbare Codierung des Steckverbindungssystems 1 bilden.
[0036] Die Fig. 3 zeigt eine perspektivische Ansicht eines dritten Ausführungsbeispiels
eines Steckverbindungssystems 201 mit einem zweipoligen ersten Steckverbindungsteil
202 und einem zweipoligen zweiten Steckverbindungsteil 204, wobei es sich bei dem
ersten Steckverbindungsteil 202 um einen Winkelstecker handelt, bei dem die Leitungsführung
rechtwinklig zur Steckrichtung verläuft.
[0037] Die Fig. 4 zeigt eine Seitenansicht des Steckverbindungssystems 201 der Fig. 3. Die
Fig. 5 zeigt in einer gegenüber den Fig. 3 und 4 vergrößerten Darstellung eine perspektivische
Ansicht des Steckverbindungssystems 201 in einem teilweise getrennten Zustand.
[0038] Das erste Steckverbindungsteil 202 weist ein bügelförmiges Betätigungselement 242
auf, mit dem die beiden Steckverbindungsteile 202, 204 aus dem in den Fig. 3 und 4
vollständig zusammengesteckten Zustand in einen in der Fig. 5 dargestellten Zustand
überführbar sind, in dem der Pilotkontakt 218 entweder bereits getrennt ist, oder
jedenfalls bei einer vollständigen Überführung des Betätigungselements 242 in eine
gegenüber der Darstellung in den Fig. 3 und 4 um 90° gedrehten Position getrennt ist,
die Lastkontakte 212, 214 aber noch elektrisch verbunden sind. Das Betätigungselement
242 ist um einen vorzugsweise einstückig von dem ersten Steckverbindungsteil 202 ausgebildeten
Achszapfen 244 schwenkbar, woraufhin eine in dem Betätigungselement 242 beispielsweise
durch eine Nut eingebrachte Steuerkurve 246 derart entlang einem an dem zweiten Steckverbindungsteil
204 angeordneten Führungszapfen 250 bewegt wird, dass das erste Steckverbindungsteil
202 von dem zweiten Steckverbindungsteil 204 abhebt.
[0039] Wenn das Betätigungselement 242 eine gegenüber der Position in der Fig. 3 um 90°
gedrehte Position einnimmt, ist der Pilotkontakt 218 des ersten Steckverbindungselements
202 nicht mehr in elektrischer Verbindung mit dem Pilotkontakt des zweiten Steckverbindungselements
204, wohingegen die Lastkontakte 212, 214 des ersten Steckverbindungselements 202
noch in elektrischer Verbindung mit den Lastkontakten des zweiten Steckverbindungselements
204 sind.
[0040] Das Betätigungselement 242 kann in seiner in den Fig. 3 und 4 dargestellten ersten
Endposition und/oder in einer demgegenüber um 90° gedrehten zweiten Endposition lösbar
rastbar sein. Durch die Hebelwirkung des Betätigungselements 242 ist sowohl beim Öffnen
als auch beim Schließen der Verbindung zwischen dem ersten und dem zweiten Steckverbindungsteil
202, 204 nur eine geringe Betätigungskraft erforderlich. Dies ist insbesondere bei
hohen Temperaturen und/oder schmutzenden Umgebungsbedingungen vorteilhaft.
[0041] Das erste Steckverbindungsteil 202 und das zweite Steckverbindungsteil 204 weisen
miteinander korrespondierende Rastmittel 252, 254 auf, wobei im Ausführungsbeispiel
das Rastmittel 252 des ersten Steckverbindungsteils 202 durch eine Aussparung in einer
Gehäusewand gebildet ist, in welche das zugehörige Rastmittel 254 des zweiten Steckverbindungsteils
204 beim Aufstecken eingreift und dabei mit der Öffnung verrastet. Hierzu weist das
Rastmittel 254 des zweiten Steckverbindungsteils 204 eine Anlaufschräge auf, mittels
welcher das Rastmittel 254 beim Zusammenstecken ausgelenkt wird und zurückschnappt,
sobald das Rastmittel 254 in die Öffnung im ersten Steckverbindungsteil 202 eingreift.
[0042] Nach einem Überführen des ersten Steckverbindungsteils 202 aus der in den Fig. 3
und 4 dargestellten Position in die in der Fig. 5 dargestellte Position oder darüber
hinaus in eine Position, in welcher das Betätigungselement 242 um 90° geschwenkt wurde,
ist das Rastmittel 254 des zweiten Steckverbindungsteil 204 in Anlage an dem Rand
der das Rastmittel 252 bildenden Öffnung des ersten Steckverbindungsteils 202. Dadurch
ist ein vollständiges Abziehen des ersten Steckverbindungsteils 202 verhindert. Erst
nachdem, beispielsweise mittels eines Schraubendrehers oder eines sonstigen geeigneten
Werkzeugs, das beispielsweise in die Öffnung einführbar und anschließend drehbar ist,
das Rastmittel 254 außer Eingriff mit dem Rastmittel 252 gebracht wird, kann das erste
Steckverbindungsteil 202 vollständig abgezogen werden.
[0043] Dadurch, dass zunächst das Betätigungselement 242 betätigt werden muss, und dadurch
der Pilotkontakt 218 getrennt wird, während die Lastkontakte 212, 214 noch in Verbindung
sind, und anschließend die Rastmittel 252, 254 beispielsweise mittels eines Werkzeuges,
alternativ auch werkzeuglos von Hand, außer Eingriff gebracht werden müssen, bevor
das erste Steckverbindungsteil 202 vollständig abgezogen werden kann, ergibt sich
in der Praxis eine Zeitverzögerung von beispielsweise mindestens 0,5 oder 1 Sekunde.
Dies ermöglicht einer übergeordneten Steuerung die Lastkontakte 212, 214 stromlos
zu schalten, nachdem durch das Trennen des Pilotkontaktes 218 signalisiert wird, dass
die Verbindung getrennt werden soll.
[0044] Auch beim Zusammenstecken ergibt sich die Möglichkeit, dass zunächst durch das Aufstecken
des ersten Steckverbindungsteils 202 eine Verbindung der Lastkontakte 212, 214 hergestellt
wird, und erst durch das anschließende Schwenken des Betätigungselements 242 auch
der Pilotkontakt 218 geschlossen wird, woraufhin eine übergeordnete Steuerleitung
die Lastleitungen unter Strom setzen kann. Somit kann sowohl das Stecken als auch
das Lösen der elektrischen Verbindung der Lastkontakte 212, 214 stromlos erfolgen,
wodurch die elektrischen Kontakte geschont werden und eine dauerhaft zuverlässige
elektrische Verbindung bereitgestellt werden kann.
[0045] Die Fig. 6 zeigt in perspektivischer Ansicht einen vergrößerten Ausschnitt im Bereich
der Rastmittel 252, 254 in einem Zustand, in dem das erste Steckverbindungsteil 202
vollständig mit dem zweiten Steckverbindungsteil 204 zusammengesteckt sind und sowohl
die Lastkontakte 212, 214 als auch der Pilotkontakt 218 geschlossen sind. Die Fig.
7 zeigt einen vergrößerten Ausschnitt im Bereich der Rastelemente 252, 254 in einem
Zustand, in dem das erste Steckverbindungsteil 202 so weit vom zweiten Steckverbindungsteil
204 gelöst ist, dass der Pilotkontakt 218 getrennt ist, die Lastkontakte 212, 214
aber noch verbunden sind.
[0046] Das Rastelement 252 des ersten Steckverbindungsteils weist einen ersten Öffnungsabschnitt
256 auf, der geringfügig größer ist als ein erster Abschnitt 258 des zweiten Rastelements
254, aber kleiner als ein zweiter Abschnitt 260 des zweiten Rastelements 254. Dadurch
kommt in der in der Fig. 7 dargestellten Position der zweite Abschnitt 260 in Anlage
an das Gehäuse 48 des ersten Steckverbindungsteils 2 und sperrt ein vollständiges
Abziehen des ersten Steckverbindungsteils 202 vom zweiten Steckverbindungsteil 204.
Erst durch ein Auslenken des zweiten Rastelements 254, beispielsweise mittels eines
Werkzeuges, wird der zweite Abschnitt 260 in Deckung mit einem zweiten, gegenüber
dem ersten Öffnungsabschnitt größeren zweiten Öffnungsabschnitt 262 des ersten Rastelements
254 gebracht, der geringfügig größer ist als der zweite Abschnitt 260 des zweiten
Rastelements 254, so dass das erste Steckverbindungsteils 202 von dem zweiten Steckverbindungsteil
204 abgenommen werden kann.
[0047] Die Fig. 8 zeigt einen Ausschnitt eines Schnitts durch das Gehäuse 48 des ersten
Steckverbindungsteils 2 in einem Bereich, in dem die in einer Ansicht dargestellte
elektrische Leitung 6 mit dem ersten Steckverbindungsteil 2 verbunden ist. Bei der
Leitung 6 handelt es sich um ein Kabel mit einem Innenleiter 53, der von einer Isolation
55 umgeben ist, auf die außen ein metallisch leitfähiger Kabelschirm 57 aufgebracht
ist. An seinem durch ein hülsenförmiges Verbindungselement 78 verdeckten Ende ist
der Innenleiter 53 mit einem nachstehend noch beschriebenen elektrischen Steckverbindungselement
10 (Fig. 17, 18) elektrisch und mechanisch verbunden.
[0048] Das Steckverbindungsteil 2, das eine Vorrichtung 11 zum elektrischen Verbinden des
Kabelschirms 57 der elektrischen Leitung 6 mit dem Gehäuse 48 ist, weist weiterhin
ein im dargestellten Ausführungsbeispiel dreiteiliges Fixierelement 81, 85, 87 auf,
mittels dem das Verbindungselement 78 und damit der Innenleiter 53 beim Auftreten
einer Zugkraft auf der Leitung 6 durch Formschluss unverrückbar in dem Gehäuse 48
fixiert ist. Das Verbindungselement 78 ist mindestens abschnittsweise hülsenförmig
und durch Klemmen mit dem Innenleiter 53 mechanisch fest verbunden, insbesondere mit
dem Innenleiter 53 verpresst. Das Verpressen erfolgt dabei unter Zwischenlage von
zwei Kontaktblechen 72, 74, die auch das Kontaktorgan des Steckverbindungselements
10 einstückig ausbilden.
[0049] Das Verbindungselement 78 weist an mindestens einem Ende eine flanschartige Verbreiterung
84 auf, die eine in Richtung der Zugkraft einen Formschluss bildende und vorzugsweise
kreisringförmige Anlagefläche 79 für ein erstes Teil 81 des Fixierelements bildet.
Das erste Teil 81 des Fixierelements ist dabei hülsenförmig und umgreift das Verbindungselement
78 und erstreckt sich in Richtung zu einem von dem Kontaktelement des Steckverbindungselements
10 weg weisenden Ende über das Verbindungselement 78 hinaus. An seinem stirnseitigen
Ende ist das erste Teil 81 des Fixierelements unter Zwischenlage einer sich radial
nach außen erstreckenden Anschlussleitung 83 für den Kabelschirm 57 in Anlage an einem
zweiten Teil 85 des Fixierelements, das ebenfalls hülsenförmig ausgebildet ist und
die Leitung 6 in sich aufnimmt. An seinem dem ersten Teil 81 gegenüberliegenden Ende
weist das zweite Teil 85 eine Anlagefläche für ein drittes Teil 87 des Fixierelements
auf, das in Richtung der Zugkraft einen Formschluss mit dem Gehäuse 48 bildet.
[0050] Das dritte Teil 87 des Fixierelements ist im Ausführungsbeispiel klammerförmig ausgebildet,
wobei die zugehörige Klammer in eine dafür vorgesehene Öffnung 89 (Fig. 1) in das
Gehäuse 48 in einer Richtung schräg und insbesondere quer zur Steckrichtung oder zur
Längsrichtung der Leitung 6 einsteckbar ist und dadurch das Fixierelement in dem Gehäuse
48 verriegelt. Beim Auftreten einer Zugkraft auf dem Kabel 6 wird diese Zugkraft über
den Innenleiter 53 auf das Verbindungselement 78 übertragen, das in formschlüssiger
Anlage an dem ersten Teil 81 des Fixierelements, dieser wiederum in formschlüssiger
Anlage an dem zweiten Teil 85, und dieser wiederum in formschlüssiger Anlage an dem
dritten Teil 87 ist, wobei der dritte Teil 87 in formschlüssiger Anlage an dem Gehäuse
48 ist. Dadurch ist eine feste Verbindung zwischen der Leitung 6 und dem Gehäuse 48
bereitgestellt, die lediglich auf formschlüssiger Anlage beruht und unabhängig von
Reibungskräften ist.
[0051] Die Vorrichtung 11 ist Bestandteil einer jedem Pol zugeordneten Aufnahmekammer für
jeweils einen Lastkontakt 12, 14, 16, 212, 214 in jeder Ausführungsform des Gehäuses
48 des ersten Steckverbindungsteils 2.
[0052] Die Vorrichtung 11 kann bis auf die Ausbildung der Kontaktorgane sowohl für gerade
Steckverbinder als auch für gewinkelte Steckverbinder gleich ausgebildet sein.
[0053] Die Vorrichtung 11 weist außerdem ein Zwischenelement 91 auf, das aus einem Kunststoff
hergestellt sein kann. Das Zwischenelement 91 kann auch als Isolierhülse bezeichnet
werden. Das Zwischenelement 91 umfasst das Verbindungselement 78 mindestens abschnittsweise
und ragt in Richtung auf das Kontaktorgan des Steckverbindungselements 10 über das
Verbindungselement 78 hinaus. Im dargestellten Ausführungsbeispiel bildet das Zwischenelement
91 einstückig einen hülsenförmigen Führungsabschnitt 75, der beim Zusammenstecken
des ersten und zweiten Steckverbindungsteils 2, 4 in Anlage an den hülsenförmigen
Abschnitt 32 (Fig. 1) des zweiten Steckverbindungsteils 4 kommt und geführt wird.
[0054] Die Vorrichtung 11 weist ein Federelement 93 auf, mit dem das Verbindungselement
78 im Gehäuse 48 in Richtung auf die formschlüssige Anlage an dem Fixierelement vorgespannt
ist, im Ausführungsbeispiel ist es in Richtung auf das erste Teil 81 des Fixierelements
vorgespannt. Das Federelement 93 ist dabei einerseits in Anlage an einem radial nach
außen abstehenden Absatz des Zwischenelements 91 und andererseits in Anlage an einem
radial nach innen vorstehenden Absatz des Gehäuses 48. Durch Anschlagmittel ist gewährleistet,
dass das Federelement 93 nur bis zu einem vorgebbaren Wert auf Druck beansprucht werden
kann, beispielsweise bis zu 30% Pressung.
[0055] Das erste Teil 81 des Fixierelements weist in einem Abschnitt zwischen der formschlüssigen
Anlage an dem Verbindungselement 78 und der formschlüssigen Anlage an dem zweiten
Teil 85 bzw. der Anschlussleitung 83 für den Kabelschirm 57 ein Rastmittel 95 auf,
mit dem das erste Teil 81 bei der Montage der Vorrichtung 11 mit dem Zwischenelement
91 verrastbar ist. Das Rastmittel 95 ist im Ausführungsbeispiel durch einen Abschnitt
mit größerer radialer Abmessung gebildet, der in eine entsprechend geformte Aussparung
in dem Zwischenelement 91 verrastend eingreifen kann. Das Zwischenelement 91 kann
an seinem von dem Kontaktorgan des Steckverbindungselements 10 wegweisenden Ende einen
geschlitzten Abschnitt aufweisen, und an dessen Ende kann eine Anlaufschräge 97 angeordnet
sein zum Einrasten des ersten Teils 81.
[0056] Das zweite Teil 85 des Fixierelements ragt an seinem dem Kontaktorgan des Steckverbindungselements
10 wegweisenden Ende über das Ende des Gehäuses 48 hinaus, wodurch eine Führung der
elektrischen Leitung 6 gegeben ist. Innenseitig ist nahe diesem axialen Ende zwischen
dem zweiten Teil 85 und der Leitung 6 ein Dichtelement 99 angeordnet, das in Axialrichtung
mehrere Dichtflächen ausbildet und im Ausführungsbeispiel die Querschnittsform eines
Wellschlauches aufweist. Durch das Dichtelement 99 ist auch eine Führung der Leitung
6 in dem Gehäuse 48 bereitgestellt. Im Bereich des Dichtelements 99 ist radial außen
das dritte Teil 87 des Fixierelements durch ein weiteres Dichtelement 77 in Anlage
an der Innenfläche des Gehäuses 48; das dritte Teil 87 kann auch als Verriegelung
bezeichnet werden.
[0057] Die Fig. 9 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Abschnitts der Leitung 6 mit
der am Leiterende abgesetzten Isolation 55 und dem dadurch frei liegenden Innenleiter
53. Im Bereich der Isolation 55 ist der Kabelschirm 57 (Fig. 8) von einem im Wesentlichen
ringförmigen Schirmelement 59 elektrisch kontaktiert. Das Schirmelement 59 kann aus
einem flachen und durch Stanzen hergestellten Blechteil gebildet sein und weist im
geformten Zustand einen ringförmigen Abschnitt auf, mit dem das Schirmelement 59 in
Anlage an die anzuschließende Leitung 6 bringbar ist. Außerdem weist das Schirmelement
59 in Umfangsrichtung vorzugsweise gleich verteilt radial abstehende Kontaktzungen
61 auf, die in Anlage an das Gehäuse 48 bringbar sind und dadurch das Gehäuse 48 elektrisch
kontaktieren.
Das Schirmelement 59 weist in Richtung des Innenleiters 53 sich erstreckende und in
Umfangsrichtung vorzugsweise gleich verteilt angeordnete Schlitze 63 auf, durch welche
die im Schirmelement 59 auftretenden Wirbelströme reduziert sind.
[0058] Die Fig. 10 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Abschnitts der Leitung 6 mit
einer alternativen Ausführungsform eines Schirmelements 159, das mehrteilig ausgebildet
ist. Ein erstes Teil 131 des Schirmelements 159 kann als Stanz-/Biegeteil ausgebildet
sein und einen durchgehenden axialen Schlitz 133 aufweisen, durch den das erste Teil
131 federelastisch verformbar ist; das erste Teil 131 kann auch als Schirmkontakt
bezeichnet werden. Die Fig. 11 zeigt eine Ansicht von oben auf das erste Teil 131
und die Fig. 12 eine Seitenansicht auf einen Schnitt durch das erste Teil 131. Das
erste Teil 131 bildet ein Kontaktelement für den Kabelschirm 57 der Leitung 6. Die
Fig. 13 zeigt einen Schnitt durch ein zweites Teil 135 des Schirmelements 159, mit
dem der Kabelschirm 57 elektrisch kontaktierbar ist und insbesondere eine elektrisch
leitende Verbindung zwischen dem Kabelschirm 57 und dem ersten Teil 131 herstellbar
ist; das zweite Teil 135 kann auch als Schirmcrimp bezeichnet werden.
[0059] Die Fig. 14 zeigt einen Ausschnitt eines Schnitts durch ein zweites Ausführungsbeispiel
eines Gehäuses 148 des ersten Steckverbindungsteils 2. Soweit gegenüber dem Ausführungsbeispiel
der Fig. 8 übereinstimmende Merkmale bezeichnet sind, werden Bezugszeichen verwendet,
die um den Betrag 100 gegenüber den in der Fig. 8 verwendeten Bezugszeichen erhöht
sind. In dem Ausführungsbeispiel der Fig. 14 ist ein Schirmelement 159 eingesetzt,
wie es in den Figuren 10 bis 13 dargestellt ist. Das Schirmelement 159 umfasst ein
drittes Teil 137, mit dem der Kabelschirm 157 der Leitung 106 mechanisch fixiert ist,
insbesondere gecrimpt ist; das dritte Teil 137 kann auch als Stützcrimp bezeichnet
werden. Das dritte Teil 137 umschließt sowohl den Kabelschirm 157 auf der Isolation
155 als auch den Kabelaußenmantel der Leitung 106 fest. Der Abschnitt des dritten
Teils 137, der die Isolation 155 bzw. den Kabelschirm 157 umschließt, ist von dem
Abschnitt des dritten Teils 137, der den Kabelaußenmantel umschließt, axial beabstandet.
Das Ausführungsbeispiel des Gehäuses 148 der Fig. 14 ist wie das Ausführungsbeispiel
der Fig. 8 innen kegelförmig. Im Unterschied zu der Fig. 8 ist beim Gehäuse 148 der
Fig. 14 auch die Außenform kegelförmig, da die Wandstärke annähernd gleichbleibend
ist.
[0060] Über den Abschnitt, welcher die Isolation 155 und den Kabelschirm 157 umschließt,
ist das überstehende und auf eine passende Länge gekürzte Ende des Kabelschirms 157
umgeschlagen und wird von dem zweiten Teil 135 des Schirmelements 159 umschlossen.
Das zweite Teil 135 ist derart geformt, dass sein äußerer Rand fast bis zur Innenfläche
des Gehäuses 148 reicht. Zur Versteifung des stirnseitigen Endes des zweiten Teils
135 weist dieses ein Versteifungsmittel 139 auf, das im Ausführungsbeispiel durch
eine ringförmige Vertiefung gebildet ist. Außenseitig weist das zweite Teil 135 einen
vorzugsweise umlaufenden und sich rechtwinklig zur Längsachse erstreckenden Randabschnitt
141 auf, der im Ausführungsbeispiel von den axialen Enden des zweiten Teils 135 zurückversetzt
ist, wobei der Abstand zu dem einen axialen Ende kleiner ist als zu dem gegenüberliegenden
anderen axialen Ende.
[0061] Auf dem äußeren Rand stützt sich das zweite Teil 185 des Fixierelements in axialer
Richtung formschlüssig ab; das zweite Teil 185 kann auch als Dichthülse bezeichnet
werden. An dem stirnseitigen Ende des zweiten Teils 135 des Schirmelements 159 stützt
sich das erste Teil 181 des Fixierelements in axialer Richtung formschlüssig ab, wobei
die Abstützung des ersten Teils 181 radial innen liegt gegenüber der Abstützung des
zweiten Teils 185 des Fixierelements; das erste Teil 181 kann auch als Distanzhülse
bezeichnet werden. Im Ausführungsbeispiel ist das zweite Teil 135 rotationssymmetrisch
zu seiner Längsachse. Durch das Umschlagen des Kabelschirms 157 weist dieser einen
definierten Abstand vom Hauptkontakt auf.
[0062] Zwischen dem Randabschnitt 141 des zweiten Teils 135 und dem Gehäuse 148 ist das
erste Teil 131 des Schirmelements 159 angeordnet. Es besteht im Ausführungsbeispiel
aus einer geschlitzten Hülse, die im unverformten Zustand eine von der Zylinderform
abweichende Form aufweist, insbesondere kegelförmig ist. An oder nahe einem axialen
Ende weist das erste Teil 131 auf seiner Außenfläche vorzugsweise durch Prägen einstückig
gebildete und in Umfangsrichtung vorzugsweise gleichverteilt angeordnete Kontaktzungen
161 oder Kontaktnasen auf, mit denen das Gehäuse 148 elektrisch kontaktierbar ist.
An oder nahe dem gegenüberliegenden Ende weist das erste Teil 131 auf seiner Innenseite
vorzugsweise durch Prägen einstückig gebildete und in Umfangsrichtung vorzugsweise
gleichverteilt angeordnete zweite Kontaktzungen 143 oder Kontaktnasen auf, mit denen
das zweite Teil 135 des Schirmelements 159 elektrisch kontaktierbar ist.
[0063] In dem in der Fig. 14 dargestellten eingebauten Zustand ist das erste Teil 131 in
etwa in eine zylindrische Form gebracht, da bei der Montage das Kabel der Leitung
106 mit den darauf montierten Teilen in das Gehäuse 148 eingeschoben wird. Durch die
Rückstellkraft des ersten Teils 131 ist dieses in sicherer elektrischen Anlage einerseits
an der Innenfläche des Gehäuses 148 und andererseits an dem zweiten Teil 135 des Schirmelements
159. Am Ende des ersten Teils 131 sind vorzugsweise einstückig ausgebildete Anschlagmittel
zur Anlage an dem zweiten Teil 135 angeordnet, insbesondere zur Anlage an dem Randabschnitt
141 des zweiten Teils 135, durch welche sichergestellt ist, dass das erste Teil 131
axial in einer definierten Position in dem Gehäuse 148 ist, insbesondere in einer
definierten Position gegenüber dem zweiten Teil 135 und damit gegenüber der Leitung
106. Die Anschlagmittel können durch die zweiten Kontaktzungen 143 gebildet sein.
[0064] Durch die Anordnung von jeweils drei Kontaktzungen 161 bzw. drei zweiten Kontaktzungen
143 ist eine definierte Anlage des ersten Teils 131 sowohl radial nach außen an dem
Gehäuse 148 als auch radial nach innen gewährleistet. Zu jeder radial äußeren Kontaktzunge
161 ist eine radial innere zweite Kontaktzunge 143 angeordnet, wobei die Verbindungslinie
zwischen einander zugeordneten Kontaktzungen 161, 143 parallel zur Längsachse der
Leitung 106 verläuft, um eine entsprechende Stromflussrichtung für den Kabelschirmstrom
zu gewährleisten. Durch den geringen Abstand des hülsenförmigen ersten Teils 131 vom
Gehäuse 148 ist eine gute kapazitive Kopplung des Schirmkontaktes gewährleistet.
[0065] Der Außendurchmesser des zweiten Teils 135 im Bereich des Randabschnitts 141 ist
nur geringfügig geringer als die lichte Weite des Gehäuses 148 abzüglich der Dicke
des ersten Teils 131, so dass sich in diesem Bereich ein Spiel von weniger als 2 mm,
insbesondere weniger als 1,2 mm und vorzugsweise weniger als 0,8 mm ergibt; im Ausführungsbeispiel
beträgt der Abstand etwa 0,5 mm. Bei einer Radialbewegung der Leitung 106, insbesondere
des Kabels mit den auf ihm befestigten Teilen, d. h. auch mit dem zweiten Teil 135,
bewegt sich das erste Teil 131 an jener axialen Position, an welcher das erste Teil
131 das zweite Teil 135 elektrisch kontaktiert, ebenfalls, wobei die Bewegung durch
die Anlage des ersten Teils 131 an der Innenseite des Gehäuses 148 einen Anschlag
erfährt.
[0066] An seinem gegenüberliegenden Ende erfährt das erste Teil 131 dagegen keine Bewegung
in Radialrichtung, denn das erste Teil 131 wird durch die Anlage der Kontaktzungen
161 innerhalb des Gehäuses 148 zentriert. Dadurch kommt es zu einer Schwenkbewegung
des ersten Teils 131, die den Vorteil hat, dass dadurch eine Relativbewegung an den
Kontaktstellen erfolgt, wodurch sich die Kontaktflächen reinigen. Der Endabschnitt
des ersten Teils 131, mit welchem das erste Teil 131 in Verbindung mit dem zweiten
Teil 135 ist, ist gegenüber dem angrenzenden Abschnitt um einen Winkel von mehr als
0,2° und weniger als 6°, insbesondere mehr als 0,5° und weniger als 4° und vorzugsweise
mehr als 0,5° und weniger als 2,5° nach innen gebogen, damit dieser Endabschnitt bei
einer Schwenkbewegung des ersten Teils 131 keine Biegebeanspruchung erfährt, die beim
Auftreten von Vibrationen nachteilig wäre. Die Länge des abgebogenen Abschnitts ist
kleiner als 30 % der Länge des ersten Teils 131, insbesondere kleiner als 20 % und
vorzugsweise kleiner als 15 %. Im Ausführungsbeispiel ist die Länge des abgebogenen
Abschnitts bis auf +/- 25% gleich der Länge der zweiten Kontaktzungen 143.
[0067] Die Fig. 15 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Ausschnitts des zweiten Steckverbindungsteils
4 im Bereich des Pilotkontakts 18. Ein elektrisch leitfähiger, lose aufgelegter hülsenförmiger
Abschnitt 64 an der Steckeinheit für den Pilotkontakt 18 weist an seinem der Anschlussleiste
30
zugewandten Ende eine flanschartige Verbreiterung 66 auf, auf welche eine von der
Anschlussleiste 30 vorzugsweise einstückig ausgebildete Kontaktnase 65 in kontaktgebende
Anlage bringbar ist, wobei die Kontaktnase 65 federelastisch gegenüber der Anschlussleiste
30 auslenkbar sein kann und den hülsenförmigen Abschnitt 64 an die Gehäusewand 8 fixiert
und die Schirmanbindung sicherstellt. In einer Ausführungsart sind die Kontaktnasen
65 Niederhalter für die leitfähige und am Ende umgebogene Hülse mit flanschartiger
Verbreiterung 66, welche die Schirmanbindung auf das Potential des Aggregats legt.
[0068] Die Fig. 16 zeigt einen Ausschnitt eines Schnitts durch das Gehäuse 48 des ersten
Steckverbindungsteils 2 und die Gehäusewand 8 des Aggregats mit dem zweiten Steckverbindungselement
4 im zusammengesteckten Zustand. Zwischen dem hülsenförmigen Abschnitt 32 des zweiten
Steckverbindungselements 4 und dem Gehäuse 48 des ersten Steckverbindungselements
2 ist eine Dichtung 69 angeordnet, insbesondere in Anlage an dem ringförmigen Abschnitt
38 (Fig. 1) des hülsenförmigen Abschnitts 32 einerseits und dem Gehäuse 48 andererseits.
Der Führungsabschnitt 75 des ersten Steckverbindungselements 2 steht in Richtung auf
das zweite Steckverbindungselement 4 über die Kontaktorgane des ersten Steckverbindungselements
2 hinaus, so dass diese berührsicher in dem ersten Steckverbindungselement 2 angeordnet
sind. Ein von der Anschlussleiste 30 vorzugsweise einstückig ausgebildeter Dom 67
ist in kontaktgebender Anlage an dem Gehäuse 48 des ersten Steckverbindungselements
2. In einer Ausführungsart bildet die Anschlussleiste 30 im Bereich des Durchtritts
der Lastkontakte 12, 14, 16 dadurch eine formschlüssige Gegenhaltung für das Gehäuse
48.
[0069] Die Fig. 17 zeigt eine perspektivische Ansicht eines ersten Ausführungsbeispiels
eines Steckverbindungselements 10 für den Einsatz in dem vorstehend beschriebenen
ersten Steckverbindungsteil 2. Das Steckverbindungselement 10 weist zwei durch geformte
elektrisch leitfähige Blechstreifen gebildete Kontaktbleche 72, 74 auf, die jeweils
einen Anschlussabschnitt 76 aufweisen, der in der Darstellung der Fig. 17 durch das
hülsenförmige Verbindungselement 78 verdeckt ist, für den elektrischen Anschluss des
Steckverbindungselements 10 an die elektrische Leitung 6. Weiterhin weisen die Kontaktbleche
72, 74 einen Kontaktabschnitt 82 auf, für ein lösbares elektrisches Verbinden des
Steckverbindungselements 10 mit einem Kontaktorgan des zweiten Steckverbindungselements
4. Weiterhin weisen die Kontaktbleche 72, 74 einen zwischen dem Anschlussabschnitt
76 und dem Kontaktabschnitt 82 angeordneten Ausgleichsabschnitt 80 für eine elastische
Auslenkung des Kontaktabschnitts 82 gegenüber dem Anschlussabschnitt 76 auf.
[0070] Im Bereich des Anschlussabschnitts 76 sind die beiden Kontaktbleche 72, 74 teilkreisförmig
gebogen, insbesondere jeweils annähernd halbkreisförmig, und werden von der Hülse
78 in der dargestellten Position fixiert. Das Verbindungselement 78 weist an seinem
dem Kontaktabschnitt 82 zugewandten Ende ein durch eine flanschartige Verbreiterung
gebildetes Stützelement 84 auf, mittels welcher sich das Verbindungselement 78 an
einem Gegenelement abstützen kann. Wie vorstehend beschrieben kann damit das Verbindungselement
und damit die Leitung 6 bei Auftreten einer Zugkraft durch Formschluss in dem Gehäuse
48 des ersten Steckverbindungselements 2 fixiert werden; Zugkräfte oder beispielsweise
Vibrationen werden dadurch nicht an den Kontaktabschnitt 82 weitergeleitet, wodurch
die elektrische Verbindung besonders zuverlässig ist.
[0071] Die in dem Anschlussabschnitt 76 einzuführende anzuschließende Leitung 6 wird durch
Crimpen der Hülse 78, insbesondere durch das Anformen eines Sechskants, dauerhaft
sicher mit dem Steckverbindungselement 10 verbunden. Das Stützelement 84 bewirkt,
dass die beim Crimpen auftretenden Kräfte und/oder Verformungen von dem Ausgleichsabschnitt
80 ferngehalten werden. Hierzu ist es besonders vorteilhaft, wenn dem Stützelement
84 noch ein erster verbreitender Abschnitt 73 vorgelagert ist, so dass das Verbindungselement
78 eine zwei- oder auch mehrstufige Verbreiterung aufweist.
[0072] In dem Ausgleichsabschnitt 80 sind die beiden Kontaktbleche 72, 74 jeweils mäanderförmig
gebogen, wobei ausgehend von dem Anschlussabschnitt 76 zunächst das erste Kontaktblech
72 eine U-förmige Schlaufe bildet und in axialer Richtung anschließend das zweite
Kontaktblech 74 eine im Wesentlichen gleich dimensionierte U-förmige Schlaufe bildet.
Anschließend erstrecken sich die beiden Kontaktbleche 72, 74 weiter in den Kontaktabschnitt
82 hinein. An den Biegestellen der mäanderförmigen Schlaufen weisen die beiden Kontaktbleche
72, 74 jeweils mindestens eine Aussparung 86 auf, durch welche die Streifenbreite
des Kontaktblechs 72, 74 reduziert ist und dadurch die Biegesteifigkeit herabgesetzt
ist. In den beiden parallelen Schenkeln 88 der mäanderförmigen Schlaufe weisen die
beiden Kontaktbleche 72, 74 Werkzeugangriffsflächen 90 auf, die im Ausführungsbeispiel
durch Löcher gebildet sind, mittels denen die Kontaktbleche 72, 74 beim Biegen der
Schlaufen fixiert werden können; alternativ oder ergänzend können die Löcher auch
dafür vorgesehen sein, die Biegesteifigkeit herabzusetzen. Außerdem weisen die Kontaktbleche
72, 74 im Bereich der parallel verlaufenden Schenkel 88 Anschlagmittel 92 auf, die
im Ausführungsbeispiel durch von den Kontaktblechen 72, 74 einstückig ausgebildete
und um 90° abgebogene Nasen gebildet sind.
[0073] Im Kontaktabschnitt 82 sind die beiden Kontaktbleche 72, 74 V-förmig gebogen und
schließen dabei einen Winkel zwischen 60 und 150° ein, vorzugsweise zwischen 75 und
120°. Alternativ zur V-Form weisen die Kontaktbleche 72, 74 eine Biegeform auf, die
von der Querschnittskontur des Kontaktorgans des zweiten Steckverbindungsteils 4 abweicht,
so dass sich ein oder vorzugsweise zwei Linienkontakte je Kontaktblech 72, 74 ergeben.
Auf die derart gebogenen Kontaktbleche 72, 74 ist eine Fremdfeder 94 aufgesetzt, mit
der die Kontaktbleche 72, 74 in kontaktgebende Anlage an dem Kontaktorgan des zugeordneten
zweiten Steckverbindungsteils 4 haltbar sind. Die Fremdfeder 94 weist einen ringförmigen
Abschnitt 96 auf, der die maximale Aufweitung der Kontaktbleche 72, 74 im Kontaktabschnitt
82 begrenzt. Von dem ringförmigen Abschnitt 96 stehen in axialer Richtung Federarme
98 ab, die im unverformten Ausgangszustand nach innen abgebogen oder abgeknickt sind
und die Kontaktkraft aufbringen. Im Ausführungsbeispiel sind zwei Federarme 98 auf
einander gegenüberliegenden Seiten angeordnet.
[0074] Um jeweils 90° versetzt zu den Federarmen 98 weist die Fremdfeder 94 Führungsmittel
68 auf, die an oder nahe ihrem freien Ende nach radial innen abgebogen sind und dadurch
in einen zwischen den beiden Kontaktblechen 72, 74 gebildeten Spalt eingreifen und
dadurch die Fremdfeder 94 beim Aufstecken auf den Kontaktabschnitt 82 führen. Am Übergang
von dem Kontaktabschnitt 82 zu dem Ausgleichsabschnitt 80 bilden die beiden Kontaktbleche
72, 74 durch eine radiale Aufweitung ein Anschlagmittel 70 für das Aufschieben der
Fremdfeder 94 aus.
[0075] Die Fig. 18 zeigt eine perspektivische Ansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels
eines Steckverbindungselements 110 für den Einsatz in dem vorstehend beschriebenen
ersten Steckverbindungsteil 2. Im Kontaktabschnitt weisen das erste und das zweite
Kontaktblech 172, 174 nach außen abstehende Nasen 111, 113 auf, die gemeinsam eine
Führung und einen Anschlag für das Aufstecken der Fremdfeder 194 bilden.
Der ringförmige Abschnitt 115 der Fremdfeder 194 ist an einem dem zweiten Steckverbindungsteil
4 zugewandten Ende angeordnet. Von dem ringförmigen Abschnitt 115 stehen auf einander
gegenüberliegenden Seiten Führungsmittel 117 hervor, die beim Aufstecken der Fremdfeder
194 zwischen die beiden Nasen 111, 113 eingeführt werden. Die Führungsmittel 117 weisen
einen abgerundeten oder angeschrägten Endabschnitt auf. Die Führungsmittel 117 bilden
alternativ oder ergänzend Abstandshalter, die ein übermäßiges Zusammendrücken der
beiden Kontaktbleche 172, 174 verhindern.
[0076] Von dem ringförmigen Abschnitt 115 stehen auf einander gegenüberliegenden Seiten
Rastmittel 119 hervor, die mit korrespondierenden Rastmitteln 121 der Kontaktbleche
172, 174 zusammenwirken. Im Ausführungsbeispiel weisen die Rastmittel 119 der Fremdfeder
194 eine Öffnung oder Vertiefung auf, in welche die beispielsweise durch Prägen einstückig
von den Kontaktblechen 172, 174 ausgebildeten Rastmittel 121, beispielsweise einer
Noppe, verrastend eingreifen.
[0077] Der ringförmige Abschnitt 115 schließt endseitig im Wesentlichen bündig mit den Kontaktblechen
172, 174 ab. Die Kontaktbleche 172, 174 bilden endseitig eine Einführschräge 125 für
den Kontaktstift 22 (Fig. 1). Jedes der Kontaktbleche 172, 174 weist durch seine Formgebung
zwei Linienkontakte 123 für die kontaktgebende Anlage an dem Kontaktstift 22 auf.
[0078] Das Verbindungselement 178 weist im Bereich des Anschlussabschnitts, insbesondere
an seinem Anschlussabschnitt-seitigen Ende, ein Justiermittel 127 auf, mittels dem
die Position des Verbindungselements in Bezug auf die Kontaktbleche 172, 174 einstellbar
ist. Das Justiermittel 127 kann durch eine Aussparung gebildet sein, in welche unmittelbar
nach dem Einschieben der Kontaktbleche 172, 174 eine korrespondierende Lagefixierung
angeprägt wird, so dass das Verbindungselement 178 nur in einer vorgebbaren Winkelposition
auf den Kontaktblechen 172, 174 gehalten wird und bei der weiteren Montage ein Verdrehschutz
gewährleistet ist.
[0079] Die Fig. 19 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Steckverbindungselements 210 für
einen Winkelstecker. Im Unterschied zu dem Steckverbindungselement 10 der Fig. 17
ist eines der Kontaktbleche 274 lediglich gekröpft und muss keine vollständige Mäanderschlaufe
ausbilden. Das Einstecken eines Kontaktstiftes 22 (Fig. 1) erfolgt quer zu der durch
die Hintereinanderordnung von Anschlussabschnitt 276, Ausgleichsabschnitt 280 und
Kontaktabschnitt 282 bestimmten Längsrichtung des Steckverbindungselements 210. Die
Fremdfeder 294 ist als Stanz-/Biegeteil hergestellt und auf den Kontaktabschnitt 282
aufgesetzt.
[0080] Die Fig. 20 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Steckverbindungselements
310 für einen Winkelstecker. Die Fremdfeder 394 weist zwei Schenkel mit jeweils mindestens
einem Rastmittel 319 auf, die mit korrespondierenden Rastmitteln 321 der Kontaktbleche
372, 374 zusammenwirken. Im Ausführungsbeispiel weisen die Rastmittel 319 der Fremdfeder
394 eine Öffnung oder Vertiefung auf, in welche die beispielsweise durch Prägen einstückig
von den Kontaktblechen 372, 374 ausgebildeten Rastmittel 321 verrastend eingreifen.
[0081] Die Kontaktbleche 372, 374 bilden endseitig eine Einführschräge 325 für den Kontaktstift
22 des zweiten Steckverbindungsteils 4. Jedes der Kontaktbleche 372, 374 weist durch
seine Formgebung zwei Linienkontakte 323 für die kontaktgebende Anlage an dem Kontaktstift
22 auf.
[0082] Mindestens eines der Kontaktbleche 372, 374 weist ein vorzugsweise einstückig ausgebildetes
Anschlagmittel 329 auf, mittels dem die Kontaktbleche 372, 374 nur bis zu einem korrespondierenden
Anschlag im Verbindungselement 378 einführbarsind; der korrespondierende Anschlag
kann durch den Übergang vom Stützelement 384 zum ersten verbreiterten Abschnitt 373
auf der Innenseite des Verbindungselements 378 gebildet sein.
[0083] Für alle dargestellten Steckverbindungselemente gilt, dass durch die Bereitstellung
von insgesamt vier linienförmigen elektrischen Kontakten eine sichere elektrische
Verbindung bereitgestellt wird. Durch die Fremdfeder 94, 194, 294, 394 wird eine kraftschlüssige
Anlage an dem korrespondierenden Kontaktorgan des zugeordneten zweiten Steckverbindungsteils
4 gewährleistet. Der Ausgleichsabschnitt 80, 280 gewährleistet eine sichere Anlage
des Kontaktabschnitts 82, 282 mit allen vier Kontaktlinien, insbesondere ist ein Ausgleich
eines Parallelversatzes oder einer Schräglage des zu kontaktierenden Kontaktorgans
gewährleistet. Die hohe Stromtragfähigkeit ist durch die unmittelbare Anlage der eine
große Querschnittsfläche aufweisenden Kontaktbleche 72, 74 an dem Kontaktstift 22
bereitgestellt; die erforderliche Flexibilität der Kontaktbleche 72, 74 wird durch
den Ausgleichsabschnitt 80, 280 bereitgestellt, der getrennt von der Kontaktstelle
und der Verbindung mit der Leitung 6 ausgebildet ist.
1. Steckverbindungselement (10) mit mindestens zwei durch geformte elektrisch leitfähige
Blechstreifen gebildeten Kontaktblechen (72, 74), die jeweils aufweisen einen Anschlussabschnitt
(76) für den elektrischen Anschluss des Steckverbindungselements (10) an eine elektrische
Leitung (6) und einen einstückig mit dem Anschlussabschnitt (76) ausgebildeten Kontaktabschnitt
(82) für ein lösbares elektrisches Verbinden des Steckverbindungselements (10) mit
einem zugeordneten Verbindungselement, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Kontaktbleche (72, 74) einen zwischen dem Anschlussabschnitt
(76) und dem Kontaktabschnitt (82) angeordneten Ausgleichsabschnitt (80) für eine
elastische Auslenkung des Kontaktabschnitts (82) gegenüber dem Anschlussabschnitt
(76) aufweisen, dass der Anschlussabschnitt (76), der Ausgleichsabschnitt (80) und
der Kontaktabschnitt (82) einstückig von den Blechstreifen (72, 74) ausgebildet sind,
und dass die Kontaktbleche (72, 74) im Anschlussabschnitt (76) von einem hülsenförmigen
Verbindungselement (78) umschlossen sind, mittels dem in einem Ausgangszustand die
Kontaktbleche (72, 74) in Ihrer Position zueinander fixiert sind.
2. Steckverbindungselement (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beim Anschließen der elektrischen Leitung (6) mittels des Verbindungselements (78)
eine Crimpverbindung der Kontaktbleche (72, 74) mit der elektrischen Leitung (6) herstellbar
ist.
3. Steckverbindungselement (10) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (78) sich über den Crimpbereich hinaus erstreckt.
4. Steckverbindungselement (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (78) ein Stützelement (84) aufweist, mit dem die beim Verbinden
des Steckverbindungselements (10) mit der Leitung (6) auftretenden Kräfte von dem
Kontaktabschnitt (82) fernhaltbar sind.
5. Steckverbindungselement (10) nach Anspruch 1 oder einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Kontaktbleche (72, 74) im Ausgleichsabschnitt (80) eine herabgesetzte
Biegesteifigkeit aufweist.
6. Steckverbindungselement (10) nach Anspruch 1 oder einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Kontaktblech (72, 74) im Ausgleichsabschnitt (80) mäanderförmig gebogen
ist.
7. Steckverbindungselement (10) nach Anspruch 1 oder einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Kontaktblech (72, 74) im Ausgleichsabschnitt (80) ein vorzugsweise
einstückig ausgebildetes Anschlagmittel (92) aufweist, um die Auslenkung des Kontaktabschnitts
(82) gegenüber dem Anschlussabschnitt (76) zu begrenzen.
8. Steckverbindungselement (10) nach Anspruch 1 oder einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Kontaktblech (72, 74) im Kontaktabschnitt (82) eine Querschnittsform
aufweist, die von der Querschnittsform eines Kontaktorgans des zugeordneten Verbindungselements
abweicht, insbesondere V-förmig oder U-förmig gebogen ist, und dadurch beim Zusammenstecken
mit dem zugeordneten Verbindungselement zwei elektrische Linienkontakte gebildet sind.
9. Steckverbindungselement (10) nach Anspruch 1 oder einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktbleche (72, 74) im Kontaktabschnitt (82) eine Steckaufnahme für ein Kontaktorgan
des zugeordneten Verbindungselements bilden.
10. Steckverbindungselement (10) nach Anspruch 1 oder einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass im Kontaktabschnitt (82) eine Fremdfeder (94) angeordnet ist, mit der die Kontaktbleche
(72, 74) in unmittelbarer kontaktgebende Anlage an dem zugeordneten Verbindungselement
haltbar sind.
11. Steckverbindungselement (10) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Fremdfeder (94) einen ringförmigen Abschnitt (96) aufweist, der die maximale
Aufweitung der Kontaktbleche (72, 74) begrenzt, und mindestens einen von dem ringförmigen
Abschnitt (96) abstehenden Federarm (98) aufweist, der die Kontaktkraft aufbringt.
12. Steckverbindungselement (10) nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Fremdfeder (94) Führungsmittel (68) aufweist, mittels denen die Fremdfeder (94)
in einer Aussparung zwischen den Kontaktblechen (72, 74) geführt auf die Kontaktbleche
(72, 74) aufsteckbar ist.
13. Steckverbindungselement (10) nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Kontaktblech (72, 74) ein vorzugsweise am Übergang vom Kontaktabschnitt
(82) zu dem Ausgleichsabschnitt (80) angeordnetes Anschlagmittel (70) für die Fremdfeder
(94) aufweist.
14. Steckverbindungselement (110) nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Kontaktblech (172, 174) ein Rastmittel (121) aufweist, das mit einem
Rastmittel (119) der Fremdfeder (194) rastend zusammenwirkt.
15. Steckverbindungsteil (2) mit mehreren Steckverbindungselementen (10) nach Anspruch
1 oder einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steckverbindungselemente (10) als Gleichteile in einem gemeinsamen Gehäuse (48)
angeordnet sind.
1. Plug-in connection element (10) with at least two contact plates (72, 74) formed by
shaped electrically conductive metal strips, each of which has a connection section
(76) for the electrical connection of the plug-in connection element (10) to an electric
line (6) and a contact section (82) formed in one piece with the connection section
(76) for the detachable electrical connection of the plug-in connection element (10)
with an associated connection element, characterised in that the at least two contact plates (72, 74) have a compensation section (80) arranged
between the connection section (76) and the contact section (82) for the elastic deflection
of the contact section (82) in relation to the contact section (76), that the connection
section (76), the compensation section (80) and the contact section (82) are formed
in one piece from the metal strips (72, 74), and that the contact sheets (72, 74)
in the connection section (76) are enclosed by a sleeve-shaped connection element
(78) by means of which, in an initial state, the contact plates (72, 74) are fixed
to each other in their position.
2. Plug-in connection element (10) as defined in claim 1, characterised in that, when the electric line (6) is connected by the connection element (78) a crimp connection
of the contact plates (72, 74) can be produces with the electric line (6).
3. Plug-in connection element (10) as defined in claim 2, characterised in that the connection element (78) extends beyond the crimping area.
4. Plug-in connection element (10) as defined in any one of the claims 1 to 3, characterised in that the connection element (78) has a support element (84), with which, when the plug-in
connection element (10) is connected to the line (6) occurring forces can be kept
away from the contact section (82).
5. Plug-in connection element (10) as defined in claim 1 or in any one of the above-mentioned
claims, characterised in that at least one of the contact plates (72, 74) has reduced bending stiffness in the
compensation section (80).
6. Plug-in connection element (10) as defined in claim 1 or in any one of the above-mentioned
claims, characterised in that at least one contact plate (72, 74) is bent to form a meander shape in the compensation
section (80).
7. Plug-in connection element (10) as defined in claim 1 or in any one of the above-mentioned
claims, characterised in that at least one contact plate (72, 74) has a stop means (92), preferably formed in one
piece, in the compensation section (80) to limit the deflection of the contact section
(82) in relation to the connection section (76).
8. Plug-in connection element (10) as defined in claim 1 or in any one of the above-mentioned
claims, characterised in that at least one contact plate (72, 74) in the contact section (82) has a cross-sectional
shape which differs from the cross-sectional shape of a contact member of the associated
connection element; in particular it is bent to form a V-shape or a U-shape, thereby
forming two electrical line contacts when it is connected to the associated connection
element.
9. Plug-in connection element (10) as defined in claim 1 or in any one of the above-mentioned
claims, characterised in that the contact plates (72, 74) in the contact section (82) form a plug-in receptacle
for the contact member of the associated connection element.
10. Plug-in connection element (10) as defined in claim 1 or in any one of the above-mentioned
claims, characterised in that a foreign spring (94) is arranged in the contact section (82) with which the contact
plate (72, 74) can be held in direct contact-making contact with the associated connection
element.
11. Plug-in connection element (10) as defined in claim 10, characterised in that the foreign spring (94) has an annular section (96) which limits the maximum expansion
of the contact plates (72, 74) and has spring arm (98) protruding from the annular
section (96), which provides the contact force.
12. Plug-in connection element (10) as defined in claim 10 or 11, characterised in that the foreign spring (94) has guide means (68), by means of which the foreign spring
(94), guided in a recess between the contact plates (72, 74), can be connected to
the contact plates (72, 74).
13. Plug-in connection element (10) as defined in any one of the claims 10 to 12, characterised in that at least one contact plate (72, 74) has a stop means (70) preferably arranged at
the transition from the contact section (82) to the compensation section (80) for
the foreign spring (94).
14. Plug-in connection element (110) as defined in any one of the claims 10 to 13, characterised in that at least one contact plate (172, 174) has a latching means (121) which interacts
and latches with a latching means (119) of the foreign spring (194).
15. Plug-in connection part (2) with a plurality of plug-in connection elements (10) as
defined in claim 1 or in any one of the above-mentioned claims, characterised in that the plug-in connection elements (10) are arranged as non-variable parts in a common
housing (48).
1. Elément (10) de connexion enfichable, comprenant au moins deux tôles (72, 74) de contact,
formées de bandes de tôle conformées conductrices de l'électricité, qui ont chacune
une partie (76) de raccordement pour le raccordement électrique de l'élément (10)
de connexion enfichable à une ligne (6) électrique et une partie (82) de contact,
constituée d'une pièce avec la partie (76) de raccordement pour une liaison électrique,
pouvant être défaite, de l'élément (10) de connexion enfichable à un élément de connexion
associé, caractérisé en ce que les au moins deux tôles (72, 74) de contact ont, disposée entre la partie (76) de
raccordement et la partie (82) de contact, une partie (80) de compensation pour une
déviation élastique de la partie (82) de contact par rapport à la partie (76) de raccordement,
en ce que la partie (76) de raccordement, la partie (80) de compensation et la partie (82)
de contact sont constituées d'une seule pièce par les bandes (72, 74) de tôle et en ce que les tôles (72, 74) de contact sont, dans la partie (76) de raccordement, entourées
d'un élément (78) de connexion en forme de manchon au moyen duquel, dans un état initial,
les tôles (72, 74) de contact sont immobilisées l'une par rapport à l'autre en leur
position.
2. Elément (10) de connexion enfichable suivant la revendication 1, caractérisé en ce que, lors du raccordement de la ligne (6) électrique au moyen de l'élément (78) de connexion,
un sertissage des tôles (72, 74) de contact avec la ligne (6) électrique peut être
produit.
3. Elément (10) de connexion enfichable suivant la revendication 2, caractérisé en ce que l'élément (78) de connexion s'étend au-delà de la région de sertissage.
4. Elément (10) de connexion enfichable suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'élément (78) de connexion a un élément (84) d'appui, par lequel les forces, se
produisant lors de la liaison de l'élément (10) de connexion enfichable à la ligne
(6), peuvent être tenues éloignées de la partie (82) de contact.
5. Elément (10) de connexion enfichable suivant la revendication 1 ou l'une des revendications
précédentes, caractérisé en ce qu'au moins l'une des tôles (72, 74) de contact, dans la partie (80) de compensation,
a une rigidité à la flexion réduite.
6. Elément (10) de connexion enfichable suivant la revendication 1 ou l'une des revendications
précédentes, caractérisé en ce qu'au moins l'une des tôles (72, 74) de contact est sinueuse dans la partie (80) de compensation.
7. Elément (10) de connexion enfichable suivant la revendication 1 ou l'une des revendications
précédentes, caractérisé en ce qu'au moins l'une des tôles (72, 74) de contact a, dans la partie (80) de compensation,
un moyen (92) de butée, constitué de préférence d'une seule pièce, pour limiter la
déviation de la partie (82) de contact par rapport à la partie (76) de raccordement.
8. Elément (10) de connexion enfichable suivant la revendication 1 ou l'une des revendications
précédentes, caractérisé en ce qu'au moins une tôle (72, 74) de contact a, dans la partie (82) de contact, une forme
de section transversale, qui s'écarte de la forme de section transversale d'un organe
de contact de l'élément de connexion associé, en étant notamment en forme de V ou
en forme de U, et en formant ainsi, lors de l'enfichage avec l'élément de connexion
associé, deux contacts électriques linéaires.
9. Elément (10) de connexion enfichable suivant la revendication 1 ou l'une des revendications
précédentes, caractérisé en ce que les tôles (72, 74) de contact forment, dans la partie (82) de contact, un logement
d'enfichage d'un organe de contact de l'élément de connexion associé.
10. Elément (10) de connexion enfichable suivant la revendication 1 ou l'une des revendications
précédentes, caractérisé en ce qu'il est disposé, dans la partie (82) de contact, un ressort (94) indépendant, par lequel
les tôles (72, 74) de contact peuvent être maintenues, en application directe donnant
un contact, sur l'élément de connexion associé.
11. Elément (10) de connexion enfichable suivant la revendication 10, caractérisé en ce que le ressort (94) indépendant a une partie (96) annulaire, qui délimite la largeur
maximum des tôles (72, 74) de contact, et a au moins un bras (98), qui fait saillie
de la partie (96) annulaire et qui applique la force de contact.
12. Elément (10) de connexion enfichable suivant la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce que le ressort (94) indépendant a des moyens (68) de guidage, au moyen desquels le ressort
(94) indépendant peut, en étant guidé sur les tôles (72, 74) de contact, être enfiché
dans un évidement entre les tôles (72, 74) de contact.
13. Elément (10) de connexion enfichable suivant l'une des revendications 10 à 12, caractérisé en ce qu'au moins une tôle (72, 74) de contact a un moyen (70) de butée pour le ressort (94)
indépendant, moyen qui est disposé de préférence à la transition de la partie (82)
de contact à la partie (80) de compensation.
14. Elément (110) de connexion enfichable suivant l'une des revendications 10 à 13, caractérisé en ce qu'au moins une tôle (172, 174) de contact a un moyen (121) d'encliquetage, qui coopère
à encliquetage avec un moyen (119) d'encliquetage du ressort (194) indépendant.
15. Partie (2) de connexion enfichable, ayant plusieurs éléments (10) de connexion enfichables
suivant la revendication 1 ou l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les éléments (10) de connexion enfichables sont disposés sous la forme de parties
identiques dans une enveloppe (48) commune.