[0001] Die Erfindung betrifft eine Aufgabevorrichtung für eine Hochdruckrollenpresse zur
Hockdruckzerkleinerung von Mahlgut, welche das Mahlgut kontrolliert in einen Walzenspalt
zwischen zwei Walzen der Hochdruckrollenpresse aufgibt.
[0002] Für die Zerkleinerung von sprödem Mahlgut wurde 1977 von Schönert in der Schrift
DE 27 08 053 vorgeschlagen, das Mahlgut nicht klassisch zu zermahlen, sondern dieses in einem
ersten Verfahrensschritt durch Hochdruckbeanspruchung in einem Walzenspalt zu sogenannten
Schülpen zu pressen, wobei das Gefüge des Mahlgutes zerbricht und dadurch in viele
kleine Bruchstücke zerteilt wird. Die Schülpen werden in einem weiteren Schritt in
ihre Einzelbestandteile zerlegt. Das Pressen unter hohem Druck im Walzenspalt und
das anschließende Desagglomerieren der verpressten Schülpen beansprucht weniger Energie
als das herkömmliche Mählverfahren, bei dem die Zerkleinerung durch Scheren oder Reiben
passiert. Mit der Zerkleinerung von Mahlgut mittels Hochdruckbeanspruchung in einem
Walzenspalt werden hohe Mahlfeinheiten erreicht, wenn ein entsprechender Umlauf des
Mahlgutes gewährleistet ist.
[0003] Der Walzenspalt ist breiter als die größte Ausdehnung des zerkleinerten Mahlgutes.
Es ist erforderlich, den Walzenspalt so mit Mahlgut zu beschicken, dass kontinuierlich
eine bestimmte Menge des Mahlgutes den Walzenspalt passieren kann. Denn wird der Walzenspalt
mit einer zu geringen Menge Mahlgut pro Zeiteinheit beschickt, so wird im Extremfall
das Mahlgut nicht mehr zerkleinert oder die Hochdruckrollenpresse wirkt ähnlich einem
Brecher. Wird hingegen eine zu große Menge Mahlgut auf den Walzenspalt gegeben, kann
die Hochdruckrollenpresse überlastet werden mit der Folge, dass sie zu vibrieren anfängt.
Bei der Vibration vergrößert und verkleinert sich der Walzenspalt in Resonanzfrequenz
und auch die Umlaufgeschwindigkeit variiert mit Resonanzfrequenz, da bei einer Überlastung
die Walzen wiederkehrend durch das in zu hohem Maße vorhandene Mahlgut gebremst und
durch die Antriebsmotoren wieder beschleunigt werden. Daher ist bei der Hochdruckzerkleinerung
im Walzenspalt dafür Sorge zu tragen, dass der Walzenspalt in geeignetem Maße mit
Mahlgut beaufschlagt wird.
[0004] Die Aufgabemenge hängt stark von der Beschaffenheit des Mahlgutes ab. Die hierbei
zu beachtenden Parameter sind die Korngrößenverteilung, die mittlere Korngröße und
die Gleichmäßigkeit des zur Verfügung stehenden Mahlgutstromes auf den Walzenspalt.
Das Mahlgut sollte gleichmäßig von oben in den Walzenspalt geführt werden.
[0005] Die aufgegebene Materialmenge hat wesentlichen Einfluss auf den angestrebten ruhigen
Lauf der Hochdruckrollenpresse. Zur Verbesserung der Einzugsverhältnisse und um eine
gleichmäßige Verteilung der Antriebsleistung auf die Antriebsmotoren der Hochdruckrollerpresse
zu sichern, wurde die Dosier-Funktion der Aufgabevorrichtung über dem Walzenspalt
stetig verbessert.
[0006] Im Stand der Technik sind Aufgabevorrichtungen bekannt, die den gleichmäßigen Zufluss
des Mahlgutes regeln.
[0007] So offenbart die Schrift
WO 2010/003850 eine Aufgabevorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, mit der das Mahlgut
kontrolliert in den Walzenspalt zwischen zwei Walzen geführt wird, wobei die Aufgabevorrichtung
mindestens zwei Drehschieber aufweist, durch welche bei symmetrischer Stellung eine
bestimmte mittlere Gesamtmenge pro Zeiteinheit auf die Hochdruckrollerpressen aufgegeben
werden kann.
DE-3742083-A offenbart auch eine Aufgabevorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0008] Das Einzugsverhalten wird ebenso von der Materialschüttung im Raum über den Walzen
beeinflusst. Unter Materialschüttung (Schüttmenge) ist eine Anhäufung bzw. ein Volumen
einer Mahlgutmenge im Raum oberhalb der Kompaktionszone zu verstehen. Die optimale
Materialschüttung wird durch die Parameter Korngröße des Mahlgutes, Feuchte und den
Schüttwinkel bestimmt.
[0009] Es besteht ein Bedürfnis dafür, eine optimale Materialschüttung auf den Walzen einstellen
zu können.
[0010] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Aufgabevorrichtung anzugeben, mit der der
Füllstand des Mahlgutes besser kontrolliert werden kann.
[0011] Die Aufgabe wird mit einer Aufgabevorrichtung mit den Merkmalen des Anspruches 1
gelöst.
[0012] Die erfindungsgemäße Aufgabevorrichtung für eine Hochdruckrollenpresse zur Hochdruckzerkleinerung
von Mahlgut, welche das Mahlgut kontrolliert in einen Walzenspalt zwischen zwei Walzen
der Hochdruckrollenpresse aufgibt, und wenigtens eine Materialaufgabe mit einer vertikal
verstellbaren Materialrutsche aufweist, ist dadurch gekennzeichnet, dass die Aufgabevorrichtung
eine Materialüberlaufeinrichtung aufweist.
[0013] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Aufgabevorrichtung sind
in den Unteransprüchen angegeben.
[0014] Mit der erfindungsgemäßen Aufgabevorrichtung lässt sich eine definierbare Materialschüttung
im Raum zwischen Walzenspalt und der Materialrutsche einstellen.
[0015] Die Aufgabevorrichtung ist an einer Stützvorrichtung am Maschinenrahmen der Hochdruckrollenpresse
angeordnet. Die Materialaufgabe ist als trichterartiges Gehäuse mit einer Führung
für eine Materialrutsche ausgebildet. Die Materialaufgabe ist mittig über einen Teil
der Walzen und dem Walzenspalt angeordnet. Sie dient einerseits der Führung des zu
mahlenden Materials entlang eines Materialbeschickungsbereiches auf den Walzen bis
hin zum Walzenspalt und andererseits auch als Staubsammler. Zu diesem Zweck sind Entstaubungsleitungen
vorgesehen. Die Materialrutsche wird in einer Führung der Materialaufgabe geführt.
[0016] Die in der Materialaufgabe geführte höhenverstellbare Materialrutsche, ermöglicht
die Einstellung einer Materialschüttung.
[0017] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Materialrutsche
wenigstens aus einem Schacht mit einem Materialeinlass und einem Materialaustritt
gebildet ist, der Schacht in einer Führung der Materialaufgabe geführt und die Materialrutsche
über eine Verstelleinrichtung über dem Walzenspalt vertikal verstellbar ist.
[0018] Die Materialrutsche besteht aus einem quaderförmigen Schacht, mit einer Öffnung für
den Materialeinlass und einer Öffnung für den Materialaustritt. Der Schacht wird über
die Führung in der Materialaufgabe geführt. Zur Höhenverstellung der Materialrutsche
ist eine geeignete Verstelleinrichtung, beispielsweise eine Hydraulikeinrichtung,
vorgesehen.
[0019] Die Materialrutsche kann über ein Hydraulikeinrichtung höhenverstellt werden, wobei
die Hydraulikeinrichtung mit der Stützvorrichtung und dem Schacht der Materialrutsche
in Verbindung steht und am Schacht angreift. Eine andere bevorzugte Ausführung der
Erfindung sieht vor, dass die Materialrutsche derart in der Materialaufgabe angeordnet
ist, dass das Mahlgut mittig über dem Walzenspalt auf die Walzen der Hochdruckrollenpresse
abgebbar ist.
[0020] Dazu ist Materialrutsche innerhalb der Aufgabevorrichtung so angeordnet, dass der
Schacht bzw. Materialeinlass und Materialauslass jeweils mittig über dem Walzenspalt
liegen und der Schacht mittig über diesem in der Höhe verstellt werden kann. Damit
wird eine gleichmäßige Aufgabe des Mahlgutes gewährleistet.
[0021] In einer nächsten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass
die Materialrutsche derart vertikal verstellbar ist, dass der Materialaustritt von
einer oberen Position bis zu einer unteren Position und umgekehrt verfahrbar ist.
[0022] Die Materialschüttung ist die Materialmenge, die über einen bestimmten Bereich, den
Materialbeschickungsbereich, auf den Walzen aufgegeben wird. Unter freier Materialschüttung
oder freier Mahlgutschüttung ist eine lose Anhäufung bzw. ein Volumen einer Materialmenge
bzw. des Mahlgutes zu verstehen, das sich im Raum oberhalb der Kompaktionszone bis
zum Materialaustritt der Materialrutsche ausbildet. Die Anhäufung kann im Idealfall
eine kegelstumpfartige Form annehmen.
[0023] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass sich bei Stellung
des Materialaustrittes in der oberen Position eine höchste freie Materialschüttung
ausbildet.
[0024] Die Materialrutsche kann stufenlos oberhalb des Walzenspaltes über die Verstelleinrichtung
höhenverstellt werden. Die höchste Verstellung ist erreicht, wenn der Materialaustritt
eine Position II über dem Walzenspalt einnimmt. Die niedrigste Verstellung wird durch
die Position I markiert. Hier befindet sich der Materialaustritt direkt zwischen den
Walzen.
[0025] Wird die Materialrutsche in ihre höchste Verstellposition über dem Walzenspalt gefahren,
bildet sich im Raum über dem Walzenspalt und dem Materialaustritt eine höchste freie
Materialschüttung aus. In dieser Position ist die größtmögliche Materialbeschickung
auf den Walzen erreichbar.
[0026] Die freie Materialschüttung lässt sich erfindungsgemäß in Abhängigkeit von der über
die Verstelleinrichtung einstellbaren Höhe der Materialrutsche regulieren. Die freie
Materialschüttung verringert sich, wenn die Materialrutsche in Richtung Walzenspalt
nach unten gefahren wird und geht gegen Null, wenn die Materialrutsche in Position
I gefahren wird.
[0027] Eine nächste bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass sich bei Stellung
des Materialaustrittes in der unteren Position keine freie Materialschüttung ausbildet.
[0028] Wird hingegen die Materialrutsche in ihre niedrigste Verstellposition gefahren, kann
sich keine freie Materialschüttung im Raum über dem Walzenspalt und dem Materialaustritt
der Materialrutsche bilden. Das Mahlgut gelangt über die Materialrutsche direkt in
die Kompaktionszone und in den Walzenspalt. Auf die Walzen wird die kleinste Materialmenge
aufgegeben.
[0029] Die erfindungsgemäße Aufgabenvorrichtung weist zur kontinuierlichen Nachbefüllung
mit Mahlgut und der Kontrolle des Füllstandes des nachzugebenden Mahlgutes im Schacht
der Materialrutsche, wie auch in der Materialaufgabe selbst, eine Mahlgutüberlaufeinrichtung
auf. Die Mahlgutüberlaufeinrichtung sieht zwei Überlaufrutschen vor, welche vorzugsweise
jeweils an den gegenüberliegenden Schachtwänden der Materialrutsche fest oder wiederlösbar
angebracht sind. Die Überlaufrutschen können röhrenartig ausgebildet sein und vorzugsweise
bis etwa in Höhe zum Walzenspalt reichen.
[0030] Möglich ist ferner, dass die Überlaufrutschen fest mit der Materialaufgabe verbunden
sind. In diesem Fall wird erreicht, dass ein Mahlgutüberlauf während der Höhenverstellung
der Materialrutsche möglich ist.
[0031] In einer Ausführung der Erfindung sind die Überlaufrutschen verstellbar an der Materialrutsche
angeordnet. Die Möglichkeit der Verstellung der Materialrutsche und der Überlaufrutschen
bewirkt, dass eine definierte freie Materialschüttung über den Walzen und ein definierter
Materialspielgel im Schacht der Materialrutsche einstellbar sind.
[0032] Eine nächste bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
dass an der Materialrutsche Öffnungen vorgesehen sind, durch die überlaufendes Mahlgut
in die Überlaufrutschen gelangt und das Mahlgut über die Überlaufrutschen in ein mit
diesem verbundenes Materialumlaufsystem führbar ist.
[0033] In dem Fall, dass die Überlaufrutschen am Schacht der Materialrutsche angebracht
sind, befinden sich am Schacht entsprechende Öffnungen, durch die Mahlgut überlaufen
und in ein mit den Überlaufrutschen verbundenes Materialumlaufsystem gelangen kann.
[0034] Die Überlaufmenge kann durch geeignete Messeinrichtungen an den Überlaufrutschen
gemessen und kontrolliert werden.
[0035] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Zeichnungen näher erläutert.
[0036] Es zeigen
- Figur 1
- eine vereinfachte schematische Darstellung einer Hochdruckrollenpresse mit einer Aufgabevorrichtung
bei Stellung der Materialrutsche in Position I,
- Figur 2
- eine vereinfachte schematische Darstellung der Hochdruckrollenpresse mit einer Aufgabevorrichtung
bei Stellung der Materialrutsche In Position II,
- Figur 3
- die schematische Darstellung der Hochdruckrollenpresse nach Fig. 2 in Seitenansicht,
- Figur 4
- eine weitere vereinfachte schematische Darstellung der Hochdruckrollenpresse mit der
erfindungsgemäßen Aufgabevorrichtung und
- Figur 5
- die vereinfachte schematische Schnittdarstellung der Hochdruckrollenpresse nach Figur
4 in Seitenansicht.
[0037] In Figur 1 ist eine Hochdruckrollenpresse 100 mit einer erfindungsgemäßen Aufgabevorrichtung
20 abgebildet. Die Aufgabevorrichtung 20 weist eine trichterförmige Materialaufgabe
30 mit einer Materialrutsche 40 auf. Die Materialrutsche 40 ihrerseits besteht aus
einem Schacht 41 mit einem Materialeinlass 42 und einem Materialauslass 43. Die Materialrutsche
40 wird in der Materialaufgabe 30 über eine Führung 50 geführt. Die Materialrutsche
40 ist mittig in der Materialaufgabe 30 und mittig oberhalb des Walzenspaltes 11 angeordnet.
Im Schacht 41 der Materialrutsche 40 wird Mahlgut 10 geführt, welches über einen Materialaustritt
43 auf die Walzen 101, 102 in Nähe des Walzenspaltes 11 aufgegeben wird.
[0038] Der Materialaustritt 43 der Materialrutsche 40 befindet sich in Figur 1 in einer
unteren Position I über dem Walzenspalt 11, direkt zwischen den Walzen 101, 102.
[0039] Der Winkel α gibt den Schüttwinkel vor. Dieser kennzeichnet einen Materialbeschickungsbereich
90 zwischen dem Walzenpalt 11 und der größten Ausdehnung des auf die Walzen 101, 102
aufgegebenen Mahlgutes 10. Der Schüttwinkel α beträgt bei Stellung der Materialrutsche
40 in Position I zwischen 15° und 30°, vorzugsweise 20°. Bei Einstellung des Materialaustrittes
43 in Position I bildet sich keine freie Materialschüttung 25 über den Walzen 101,
102 aus.
[0040] Figur 2 zeigt die Hochdruckrollenpresse 100 mit der erfindungsgemäßen Aufgabevorrichtung
20 bei Stellung des Materialaustrittes 43 der Materialrutsche 40 in Position II. Position
II markiert die höchste vertikale Verstellung der Materialrutsche 40. Der Schüttwinkel
α beträgt bei Stellung des Materialaustrittes 43 in Position II zwischen 50° und 70°,
vorzugsweise 60°. Zu erkennen ist in Figur 2, dass sich im Raum über dem Walzenspalt
11 und dem Materialaustritt 43 eine freie Materialschüttung 25 ausgebildet hat. Die
freie Materialschüttung 25 lässt sich durch vertikale Verstellung des Materialaustrittes
43 in Richtung Walzenspalt 11 nach Bedarf einstellen und regulieren.
[0041] In Figur 3 ist die Hochdruckrollenpresse 100 nach Figur 2 in Seitenansicht abgebildet.
Zu erkennen sind die an der Materialaufgabe 30 angebrachten Entstaubungsleitungen
80.
[0042] Figur 4 bildet die Hochdruckrollenpresse 100 mit erfindungsgemäßer Aufgabevorrichtung
20 mit Materialaufgabe 30 und Materialrutsche 40 ab, wie sie an einer Stützvorrichtung
70 an einem - nicht dargestellten - Maschinenrahmen befestigt ist. Zu erkennen ist
eine an der Materialrutsche 40 angebrachte Überlaufrutsche 61, 62 einer Mahlgutüberlaufeinrichtung
60 und eine Verstelleinrichtung 51 für die Materialrutsche 40.
[0043] In Figur 5 wird die Hochdruckrollenpresse 100 nach Figur 4 in Seitenansicht dargestellt.
Zu erkennen ist hier die Anordnung der Überlaufrutschen 61, 62 am Schacht 41 der Materialrutsche
40. Die Überlaufrutschen reichen in etwa bis zur Höhe des Walzenspaltes 11. Überlaufendes
Mahlgut 10 wird über Öffnungen 45, 46 an der Materialrutsche 40 in die Überlaufrutschen
61, 62 geleitet und in ein (nicht dargestelltes) Materialumlaufsystem in Höhe des
Walzenspaltes 11 abgeführt.
[0044] In Figur 5 wird die Hochdruckrollenpresse 100 nach Figur 4 in Seitenansicht dargestellt.
Zu erkennen ist hier die Anordnung der Überlaufrutschen 61, 62 am Schacht 41 der Materialrutsche
40. Die Überlaufrutschen reichen in etwa bis zur Höhe des Walzenspaltes 11. Überlaufendes
Mahlgut 10 wird über Öffnungen 45, 46 an der Materialrutsche 40 in die Überlaufrutschen
61, 62 geleitet und in ein (nicht dargestelltes) Materialumlaufsystem in Höhe des
Walzenspaltes 11 abgeführt.
BEZUGSZEICHENLISTE
| 10 |
Mahlgut |
62 |
zweite Überlaufrutsche |
| 11 |
Walzenspalt |
70 |
Stützvorrichtung |
| 20 |
Aufgabevorrichtung |
80 |
Entstaubungsleitung |
| 25 |
freie Materialschüttung, freier Mahlgutschüttkegel |
85 |
Anschluss für Entstaubungsleitung |
| 30 |
Materialaufgabe |
90 |
Materialbeschickungsbereich |
| 40 |
Materialrutsche |
|
|
| 41 |
Schacht |
100 |
Hochdruckrollenpresse |
| 42 |
Materialeinlass |
101 |
Walze |
| 43 |
Materialaustritt |
102 |
Walze |
| 45 |
Öffnung |
|
|
| 46 |
Öffnung |
II |
obere Position des Materialaustrittes |
| 50 |
Führung |
|
|
| 51 |
Verstelleinrichtung |
I |
untere Position des Materialaustrittes |
| 60 |
Mahlgutüberlaufeinrichtung |
α |
Schüttwinkel |
| 61 |
erste Überlaufrutsche |
|
|
1. Aufgabevorrichtung (20) für eine Hochdruckrollenpresse (100) zur Hochdruckzerkleinerung
von Mahlgut (10),
welche das Mahlgut (10) kontrolliert in einen Walzenspalt (11) zwischen zwei Walzen
(101, 102) der Hochdruckrollenpresse (100) aufgibt,
wobei die Aufgabevorrichtung (20) mindestens eine Materialaufgabe (30) mit einer vertikal
verstellbaren Materialrutsche (40) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Aufgabevorrichtung (20) eine Materialüberlaufeinrichtung (60) aufweist, und
die Materialüberlaufeinrichtung (60) aus einer ersten Überlaufrutsche (61) und einer
zweiten Überlaufrutsche (62) gebildet ist, wobei
- die Überlaufrutschen (61, 62) an der Materialaufgabe (30) fest oder lösbar angeordnet
sind, oder
- die Überlaufrutschen (61, 62) verstellbar an der Materialrutsche (40) angeordnet
sind.
2. Aufgabevorrichtung (20) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Materialaufgabe (30) aus einem trichterartigen Gehäuse gebildet ist, welches eine
Führung (50) für eine Materialrutsche (40) aufweist.
3. Aufgabevorrichtung (20) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Materialrutsche (40) wenigstens aus einem Schacht (41) mit einem Materialeinlass
(42) und einem Materialaustritt (43) gebildet ist,
der Schacht (41) in einer Führung (50) in der Materialaufgabe (30) geführt und die
Materialrutsche (40) über eine Verstelleinrichtung (51) über dem Walzenspalt (11)
vertikal verstellbar ist.
4. Aufgabevorrichtung (20) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Materialrutsche (40) derart in der Materialaufgabe (30) vertikal verstellbar angeordnet
ist, dass das Mahlgut (10) mittig über dem Walzenspalt (11) auf die Walzen (101,102)
abgebbar ist.
5. Aufgabevorrichtung (20) nach der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
über eine vertikale Verstellung des Materialaustrittes (43) der Materialrutsche (40)
eine vorgebbare freie Materialschüttung (25) einstellbar ist.
6. Aufgabevorrichtung (20) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Materialrutsche (40) derart vertikal verstellbar ist, dass der Materialaustritt
(43) von einer oberen Position (II) bis zu einer unteren Position (I) und umgekehrt
verfahrbar ist.
7. Aufgabevorrichtung (20) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
sich bei Stellung des Materialaustrittes (43) in der oberen Position (II) eine höchste
freie Materialschüttung (25) ausbildet.
8. Aufgabevorrichtung (2) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
sich bei Stellung des Materialaustrittes (43) in der unteren Position (I) keine freie
Materialschüttung (25) ausbildet.
9. Aufgabevorrichtung (20) nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Überlaufrutschen (61, 62) verstellbar an der Materialrutsche (40) angeordnet
sind, und
- an der Materialrutsche (40) Öffnungen (45, 46) vorgesehen sind, durch die überlaufendes
Mahlgut (20) in die Überlaufrutschen (61, 62) gelangt und das Mahlgut (20) über die
Überlaufrutschen (61, 62) in ein mit diesem verbundenes Materialumlaufsystem führbar
ist.
1. Feeding device (20) for a high-pressure roller press (100) for the high-pressure comminution
of grinding stock (10), which device feeds the grinding stock (10) in a controlled
manner into a roller nip (11) between two rollers (101, 102) of the high-pressure
roller press (100), the feeding device (20) having at least one material feed (30)
with a vertically adjustable material chute (40),
characterized in that the feeding device (20) has a material overflow arrangement (60), and the material
overflow arrangement (60) is formed from a first overflow chute (61) and a second
overflow chute (62),
- the overflow chutes (61, 62) being disposed fixedly or releaseably on the material
feed (30), or
- the overflow chutes (61, 62) being disposed adjustably on the material chute (40).
2. Feeding device (20) according to Claim 1,
characterized in that the material feed (30) is formed from a funnel-like housing which has a guide (50)
for a material chute (40).
3. Feeding device (20) according to Claim 1,
characterized in that the material chute (40) is formed at least from a shaft (41) with a material inlet
(42) and with a material outlet (43), the shaft (41) is guided in a guide (50) in
the material feed (30), and the material chute (40) is adjustable vertically above
the roller nip (11) via an adjusting arrangement (51).
4. Feeding device (20) according to Claim 1 or 2,
characterized in that the material chute (40) is disposed vertically adjustably in the material feed (30)
in such a way that the grinding stock (10) can be dispensed to the rollers (101, 102)
centrally above the roller nip (11).
5. Feeding device (20) according to Claims 1 to 3,
characterized in that a predeterminable free material heap (25) can be set via a vertical adjustment of
the material outlet (43) of the material chute (40).
6. Feeding device (20) according to Claim 4,
characterized in that the material chute (40) is vertically adjustable in such a way that the material
outlet (43) can be moved from an upper position (II) as far as a lower position (I),
and vice versa.
7. Feeding device (20) according to Claim 5,
characterized in that, when the material outlet (43) is set in the upper position (II) a maximum free material
heap (25) is formed.
8. Feeding device (2) according to Claim 5,
characterized in that, when the material outlet (43) is set in the lower position (I), there is no free
material heap (25) formed.
9. Feeding device (20) according to Claim 8,
characterized in that
- the overflow chutes (61, 62) are disposed adjustably on the material chute (40),
and
- the material chute (40) has provided on it orifices (45, 46), through which overflowing
grinding stock (20) passes into the overflow chutes (61, 62), and the grinding stock
(20) can be guided via the overflow chutes (61, 62) into a material circulation system
connected thereto.
1. Dispositif d'alimentation (20) pour une presse à rouleaux à haute pression (100) pour
le broyage à haute pression de produit à broyer (10), qui alimente le produit à broyer
(10) de manière contrôlée dans une fente de cylindres (11) entre deux cylindres (101,
102) de la presse à rouleaux à haute pression (100), le dispositif d'alimentation
(20) présentant au moins une alimentation en matériau (30) avec une glissière de matériau
(40) réglable verticalement,
caractérisé en ce que
le dispositif d'alimentation (20) présente un dispositif de trop-plein de matériau
(60), et
le dispositif de trop-plein de matériau (60) est formé d'une première glissière de
trop-plein (61) et d'une deuxième glissière de trop-plein (62),
- les glissières de trop-plein (61, 62) étant disposées fixement ou de manière détachable
sur l'alimentation en matériau (30), ou
- les glissières de trop-plein (61, 62) étant disposées de manière réglable sur la
glissière de matériau (40).
2. Dispositif d'alimentation (20) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'alimentation en matériau (30) est formée par un boîtier en forme de trémie qui présente
un guide (50) pour la glissière de matériau (40).
3. Dispositif d'alimentation (20) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la glissière de matériau (40) est formée d'au moins un conduit (41) avec une entrée
de matériau (42) et une sortie de matériau (43), le conduit (41) étant guidé dans
un guide (50) dans l'alimentation en matériau (30) et la glissière de matériau (40)
pouvant être réglée verticalement par le biais d'un dispositif de réglage (51) sur
la fente de cylindres (11).
4. Dispositif d'alimentation (20) selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
la glissière de matériau (40) est disposée de manière réglable verticalement dans
l'alimentation en matériau (30) de telle sorte que le produit à broyer (10) puisse
être délivré aux cylindres (101, 102) centralement sur la fente de cylindres (11).
5. Dispositif d'alimentation (20) selon les revendications 1 à 3,
caractérisé en ce
qu'une matière en vrac libre prédéfinissable (25) peut être ajustée par le biais d'un
réglage vertical de la sortie de matériau (43) de la glissière de matériau (40).
6. Dispositif d'alimentation (20) selon la revendication 4,
caractérisé en ce que
la glissière de matériau (40) est réglable verticalement de telle sorte que la sortie
de matériau (43) puisse être déplacée depuis une position supérieure (II) jusqu'à
une position inférieure (I) et inversement.
7. Dispositif d'alimentation (20) selon la revendication 5,
caractérisé en ce
qu'une matière en vrac libre maximale (25) se forme lors du placement de la sortie de
matériau (43) dans la position supérieure (II).
8. Dispositif d'alimentation (2) selon la revendication 5,
caractérisé en ce
qu'aucune matière en vrac libre (25) ne se forme lors du placement de la sortie de matériau
(43) dans la position inférieure (I).
9. Dispositif d'alimentation (20) selon la revendication 8,
caractérisé en ce que
- les glissières de trop-plein (61, 62) sont disposées de manière réglable sur la
glissière de matériau (40), et
- des ouvertures (45, 46) sont prévues sur la glissière de matériau (40), à travers
lesquelles le produit à broyer (20) qui déborde parvient dans les glissières de trop-plein
(61, 62) et le produit à broyer (20) peut être guidé par le biais des glissières de
trop-plein (61, 62) dans un système de circulation de matériau connecté à celui-ci.