| (19) |
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(11) |
EP 2 560 775 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.07.2015 Patentblatt 2015/30 |
| (22) |
Anmeldetag: 22.03.2011 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2011/054294 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2011/131435 (27.10.2011 Gazette 2011/43) |
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| (54) |
MODULARER TRAGRAHMEN
MODULAR SUPPORTING FRAME
CADRE DE SUPPORT MODULAIRE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
22.04.2010 DE 102010017924
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.02.2013 Patentblatt 2013/09 |
| (73) |
Patentinhaber: SMS Siemag AG |
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40237 Düsseldorf (DE) |
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Erfinder: |
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- BLAUT, Edward
41749 Viersen (DE)
- JONEN, Peter
47279 Duisburg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Klüppel, Walter |
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Hemmerich & Kollegen
Patentanwälte
Hammerstraße 2 57072 Siegen 57072 Siegen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
CH-A5- 597 944 DE-A1- 3 524 554 JP-A- 59 050 962
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DE-A1- 2 524 675 DE-B1- 2 457 302
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft eine Baugruppe für eine Anlage zum Gießen und/oder Abbiegen
eines Metallstrangs, insbesondere eine Bogengießanlage, welche Segmentträger eines
Tragrahmens sowie entsprechende Segmente mit einer Rollenanordnung umfasst. Desweiteren
umfasst die Erfindung eine entsprechende Anlage.
Stand der Technik
[0002] Aus dem Stand der Technik sind diverse Tragrahmenkonstruktionen für Stranggießanlagen
bekannt, welche in der Regel mit einem Fundament verbunden sind. Weiterhin sind auf
diesen Tragrahmen bzw. Tragrahmenteilen mehrere Segmente installiert, welche ihrerseits
eine Vielzahl von Rollen, bzw. Rollenpaaren umfassen zwischen denen ein Strang hindurchgeführt
wird. Der Tragrahmen besteht dabei in der Regel aus zwei bis vier Tragrahmenteilen
bzw. Segmentträgern, wobei auf jedem Teil des Tragrahmens mehrere Segmente montiert
sind.
[0003] Die Auslegeschrift
DE 24 57 302 zeigt beispielsweise eine solche Gießanlage, welche schematisch in Figur 1 dargestellt
ist. Diese Bogengießanlage 1', weist einen Tragrahmen 2' auf, welcher im Bereich der
Biegung zweiteilig ausgebildet ist, wobei auf jedem der beiden Tragrahmenteile 3'
jeweils drei bis vier Segmente 4' bzw. Stützsegmente 4' samt Rollen 5' angeordnet
sind. Nachteilig an einer solchen Anordnung, ist, dass im Betrieb der Anlage die sogenannte
"Pass Line" zwischen dem in Gießrichtung gesehen letzten Segment 4' des ersten Tragrahmenteils
3' und des ersten Segments 4' des in Gießrichtung folgenden Tragrahmenteils 3' in
Folge von Verbiegung unter der Last und von thermischen Ausdehnungen einen Sprung
aufweisen kann. Dies führt zu einer schlechteren Qualität des gegossenen und abgebogenen
Strangs. Um dem entgegen zu wirken könnte zwar ein erheblich größerer Materialaufwand
betrieben werden, um die Segmentträger entsprechend stark auszuführen, jedoch ist
dies unwirtschaftlich. Bestenfalls sind zeitaufwendige und komplizierte Justierungsarbeiten
notwendig.
[0004] Um dieses Problem zumindest teilweise zu vermeiden, existieren andere bekannte Anlagentypen,
bei denen der Tragrahmen zum Beispiel zweiteilig ausgebildet ist und die beiden aneinander
grenzenden Teile des Tragrahmens durch ein Segment verbunden sind, zum Beispiel indem
ein Segment mit einer Bolzenverbindung sowohl an dem ersten Tragrahmenteil befestigt
ist und mit weiteren Bolzen mit dem benachbarten Tragrahmenteil verbunden ist, wodurch
das Segment ein Brückenelement bzw. -segment zwischen beiden Teilen des Tragrahmens
bildet. Sprunghafte Veränderungen in der "Pass Line" können somit oft vermieden werden.
Nachteilig an dieser Ausführungsform ist allerdings, dass sich der Tragrahmen unter
Wärmeeinfluss undefiniert ausdehnen kann. Insbesondere wird durch eine solche Konstruktion
das bekannte Fest-/Loslagerprinzip aufgehoben. Zur kurzen Begriffsklärung soll unter
dem Fest-/Loslagerprinzip in dieser Anmeldung verstanden werden, dass bei einer Fest-/Loslagerungen
einerseits Teile der Anlage fest gelagert sind, so dass sich zum Beispiel der Radius
des Gießbogens nicht verändern kann, sich jedoch andererseits Teile des Tragrahmens
oder der Segmente entlang und quer zur Gießrichtung bewegen können, das heißt sich
bei thermischer Ausdehnung bewegen können, wodurch Schäden durch diese vermieden werden.
Dies ist in dem gerade beschriebenen Anlagentyp durch das Brückensegment nicht mehr
möglich. Mögliche Folgen sind Risse im Fundament des Tragrahmens oder Probleme beim
Ein- oder Ausbau der Segmente durch klemmende Bolzenverbindungen.
[0005] Beide beschriebenen Varianten bringen zusätzlich das Problem mit sich, dass die einzelnen
Tragrahmenteile sehr groß sind, da auf Ihnen mehrere Segmente montiert werden. Somit
weisen die entsprechenden Tragrahmen Längen von ca. acht bis zwölf Metern auf, wodurch
ein entsprechend hohes Gewicht resultiert. Dadurch entstehen erhöhte Beschaffung-,
Transport- und Montagekosten. Darüber hinaus werden große und teure Bearbeitungsmaschinen
für die aufgrund ihrer Größe schwer zu beschaffenden Rohteile benötigt.
[0006] Desweiteren stehen im Stand der Technik generell einerseits die Einhaltung der Pass
Line und andererseits die korrekte Funktion des Systems unter Wärmeeinwirkung im Widerspruch
zueinander.
[0007] Die
Offenlegungsschrift DE 25 24 675 A offenbart eine Stranggussanlage, in der untere Stützwalzen zum Führen und Stützen
eines Metallstrangs an festen Lagerblöcken sowie obere Stützwalzen in beweglich Stützblöcken
gelagert sind. Die Stützblöcke sind mit der Hilfe von hydraulischen Zylindern von
der Bramme abhebbar.
[0008] Die technische Aufgabe, die sich somit aus dem Stand der Technik ergibt ist es, eine
effizientere Gießanlage zu ermöglichen oder zumindest einen der oben genannten Nachteile
zu beheben.
Offenbarung der Erfindung
[0009] Die technische Aufgabe wird durch die erfindungsgemäße Anlage gemäß Anspruch 1 gelöst.
Durch die erfindungsgemäße Anlage werden gleich mehrere Nachteile des Stands der Technik
überwunden. Dadurch, dass die Segmentträger derart ausgebildet sind, dass sie lediglich
ein Segment bzw. Stützsegment tragen, sind sie deutlich leichter ausgeführt als die
Segmentträger aus dem Stand der Technik. Materialbeschaffung, Herstellung, Transport
und Montage werden erleichtert. Weiterhin ist es mit der vorgeschlagenen Baugruppe
möglich die Segmentträger bzw. Tragrahmenmodule sogar noch leichter auszuführen, da
die Steifigkeit eines einzelnen Segments nun auch zur Gesamtsteifigkeit bzw. - festigkeit
der Segmentträger in Gießrichtung betrachtet beiträgt. Im Stand der Technik konnte
die Steifigkeit bzw. die Eigensteifigkeit der Segmente nicht zur Stabilität bzw. zur
Steifigkeit des Segmentträgers in Gießrichtung beitragen. Weiterhin kann mit der erfindungsgemäßen
Lösung die Pass Line eingehalten werden, da die Segmentträger in Gießrichtung gesehen
durch das Tragen lediglich eines Segments, vergleichsweise kurz ausgebildet werden
können; dadurch wird die Verbiegung der Segmentträger, und deren Einfluss auf die
Pass-Line nahezu ausgeschlossen.
[0010] Gießabbrüche werden vermieden. Darüber hinaus sind die erfindungsgemäßen Segmentträger
aufgrund ihrer geringeren Größe leichter justierbar.
[0011] Durch die schwenkbare Verbindung können die Segmentträger besonders einfach an verschiedene
Gießradien angepasst werden oder für Anlagen mit verschiedenen Gießradien verwendet
werden. Möglicherweise gewünschte Justierungen werden erleichtert.
[0012] Dadurch, dass ein Folgesegment auf dem im Fundament festgelagerten Vorgängersegment
losgelagert ist, wird die Einhaltung der Pass-Line erleichtert. Dabei wird durch die
Loslagerung, die Wärmeausdehnung entlang und quer zur Gießrichtung ermöglicht.
[0013] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Anlage umfasst mindestens einer
der Segmentträger mindestens vier Auflagepunkte zur Verbindung mit einem der Segmente.
[0014] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Anlage sind ein erster Auflagepunkte
zur Festlagerung, ein zweiter Auflagepunkt zu einer verschiebbaren Lagerung quer zur
Gießrichtung und die verbleibenden Auflagepunkte zu einer verschiebbaren Lagerung
in alle Richtungen ausgebildet. In alle Richtungen bedeutet insbesondere in alle Richtungen,
die in einer Ebene liegen, die durch die Gießrichtung und die quer zur Gießrichtung
liegende Richtung aufgespannt wird. Diese Art der Lagerung der Segmente auf den Segmentträgern
erlaubt ein noch besseres Einhalten der Pass Line und erlaubt die gleichzeitige Wärmeausdehnung.
[0015] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Anlage weisen die Segmentträger
in Gießrichtung gesehen im Wesentlichen dieselbe Länge wie das jeweils von ihnen getragene
Segment auf. Durch eine im Wesentlichen gleiche Länge von Segmentträger und Segment
wird die Steifigkeit des Systems dieser beiden Elemente erhöht.
[0016] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Anlage sind mindestens zwei, vorzugsweise
mindestens drei, Segmentträger äquivalent ausgebildet. Dadurch, dass eine Anzahl von
Segmentträgern denselben Aufbau besitzt, können Fertigungskosten reduziert werden.
Durch diese Modularisierung wird zudem die Variabilität einer aus solchen Segmentträgern
bzw. Baugruppen konzipierten Anlage erhöht. Insbesondere können zu Reparaturzwecken
gleiche Teile verwendet werden, wodurch die Anzahl an gelagerten Ersatzteilen reduziert
werden kann. Zwar sehen die beiden in Figur 1 schematisch gezeigten Rahmenteile auf
den ersten Blick ähnlich aus, sie sind jedoch in der Realität unterschiedlich aufgebaut.
Desweiteren können die in Figur 1 gezeigten gebogenen Rahmenteile nicht in einem vertikalen
oder horizontalen Abschnitt einer Gieß- bzw. Biegeanlage eingesetzt werden. In solchen
Abschnitten sind nach dem Stand der Technik Tragrahmenteile mit einer anderen Form,
insbesondere einer anderen Krümmung, notwendig, so dass viele verschieden Typen von
Tragrahmenteilen innerhalb einer Anlage gemäß dem Stand der Technik vorliegen.
[0017] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Anlage ist jeder Segmentträger
in Gießrichtung gesehen lediglich in einem Punkt am Fundament gelagert.
[0018] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Anlage ist mindestens einer der
Segmentträger im Wesentlichen durch zwei Längsträger gebildet, die sich bevorzugt
auf beiden Seiten des Strangs in Gießrichtung erstrecken und welche quer zur Gießrichtung
gesehen, vorzugsweise durch Querstreben, miteinander verbunden sind. Eine solche Konstruktion
weist sowohl eine große Steifigkeit als auch ein relativ geringes Gewicht auf.
[0019] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Anlage umfasst jeder der Längsträger
an einem seiner Enden in Gießrichtung gesehen ein Verbindungsmittel und an seinem
anderen Ende einen Bereich, dessen Form im Wesentlichen komplementär zu der des Verbindungsmittels
ist, so dass zwei in Gießrichtung hintereinander angeordnete Segmentträger mit Hilfe
eines Verbindungsmittels eines ersten Segmentträges mit dem komplementären Bereich
eines zweiten Segmentträgers verbindbar sind. Durch diese vorteilhafte Ausgestaltung
der erfindungsgemäßen Baugruppe wird die Funktion der Baugruppe weiter verbessert.
Insbesondere wird die Pass Line besser eingehalten und die Fähigkeit zur Ausdehnung
bei Wärmeeinwirkung beibehalten.
[0020] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Anlage ist das Verbindungsmittel
durch einen Gabelkopf gebildet. Dieses Verbindungsmittel ermöglicht eine besonders
einfache und sichere Verbindung benachbarter Segmentträger.
[0021] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Anlage, ist diese derart ausgebildet,
dass der Metallstrang von einer im Wesentlichen vertikalen Lage in eine im Wesentlichen
horizontale Lage abbiegbar ist. Desweiteren umfasst die Anlage gemäß dieser Ausführungsform
zwischen fünf und neun aneinandergereihte und untereinander verbundene Segmentträger
zum Abbiegen des Strangs in die horizontale Lage.
Kurze Beschreibung der Figuren
[0022] Im Folgenden werden kurz die Figuren beschrieben. Weitere Details sind der detaillierten
Beschreibung der Ausführungsbeispiele zu entnehmen. Es zeigen:
- Figur 1
- einen schematischen Längsschnitt durch eine Bogengießanlage gemäß dem Stand der Technik;
- Figur 2
- einen schematischen Längsschnitt durch einen Tragrahmen gemäß einem erfindungsgemäßen
Ausführungsbeispiel; und
- Figur 3
- eine schematische perspektivische Ansicht eines Segmentträgers einer erfindungsgemäßen
Baugruppe.
Detaillierte Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0023] Figur 2 zeigt einen Tragrahmen 2, welcher in Punkten 11 mit einem Fundament verbindbar
ist. Der Tragrahmen 2 besteht aus mehreren Segmentträgern 3. Die Segmente, die durch
die Segmentträger 3 getragen werden sind in der Figur 2 nicht dargestellt. Die Segmente
bzw. Stützsegmente werden wie üblich und dem Fachmann bekannt ausgebildet, zum Beispiel
im Wesentlichen wie die Segmente 4' der Figur 1. Die genaue Form der Segmente und
die Anordnung der Rollen innerhalb der Segmente stehen nicht im Fokus der Erfindung.
Erfindungsgemäß ist jeweils ein Segment mit einem Segmentträger 3 verbindbar. Mit
anderen Worten wird ein Segment jeweils von einem Segmentträger 3 getragen. Die Segmente
werden bevorzugt durch Bolzen 12 an den einzelnen Segmentträgern 3 befestigt. Die
Erfindung umfasst jedoch nicht nur eine gesamte Anlage, vielmehr können einzelne Baugruppen
jeweils bestehend aus Segmentträgern 3 bzw. Modulen 3 und einem Segment zu einem Tragrahmen
2 einer Anlage kombiniert werden. Es ist auch möglich, dass bestehende Anlagen um
solche Baugruppen erweitert werden oder dass bestehende Tragrahmenteile durch eine
Baugruppe ersetzt werden. Es ist insbesondere möglich, die komplette Anlage lediglich
mit drei oder zwei Typen eines Trägersegments zu konzipieren. Durch äquivalente Typen
von Trägersegmenten bzw. Modulen können die Elemente auch nachträglich für andere
Gießradien verwendet werden, was bei größeren, spezifischen Rahmenteilen nicht möglich
ist. Bevorzugt werden für das Abbiegen eines Strangs aus der vertikalen Richtung in
die horizontale Richtung erfindungsgemäß zwischen fünf und neun Segmentträger 3 verwendet.
Im horizontalen Teil der Anlage können weitere Segmentträger 3 angeordnet sein.
[0024] Figur 3 zeigt beispielhaft den detaillierten Aufbau eines Segmentträgers 3. Bevorzugt
ist ein Segmentträger 3 durch zwei Längsträger 6 gebildet, die sich in Gießrichtung
erstrecken. Diese Längsträger 6 sind vorzugsweise starr durch Verbindungselemente
7, insbesondere durch Streben, quer zur Gießrichtung miteinander verbunden. Weiterhin
umfasst der Segmentträger 3 der Figur 3 vier Auflagepunkte 10 auf denen ein Segment
samt seiner Rollenanordnung getragen bzw. gelagert werden kann. Durch Bolzen 12 kann
das Segment mit dem Segmentträger 3 verbunden werden bzw. auf diesem gesichert werden.
Dabei ist ein erster Auflagepunkt 10 bevorzugt zur Festlagerung ausgebildet, ein zweiter
Auflagepunkt 10 zu einer quer zur Gießrichtung verschiebbaren Lagerung ausgebildet
und die verbleibenden Auflagepunkte zu einer in alle Richtungen verschiebbaren Lagerung
ausgebildet. Wie solche Lagertypen an sich ausgebildet werden, ist dem Fachmann bekannt.
Darüber hinaus ist der Segmentträger 3 in Gießrichtung im Wesentlichen bevorzugt gleichlang
wie das zu tragende Segment ausgebildet. Vorzugsweise werden Segmentträger 3 und das
jeweilige Segment im Wesentlichen an ihren Ecken miteinander verbunden. Weiterhin
umfasst der Segmentträger 3 vorzugsweise einen Gabelkopf 8 zur Verbindung mit einem
benachbarten Segmentträger 3. Darüber hinaus umfasst der Segmentträger 3 an einem
gegenüberliegenden Ende einen Bereich 9, der im Wesentlichen komplementär zu dem Gabelkopf
8 ausgebildet ist und mit einem Gabelkopf 8 eines benachbarten Trägersegments 3 verbindbar
ist. Anstatt des Gabelkopfs 8 sind aber auch andere Formen von Verbindungsmitteln
8 denkbar. Desweiteren ist der Segmentträger 3 vorzugsweise fest jedoch drehbar mit
dem Fundament verbunden. Diese Art der Lagerung ist zum durch die Fundamentlagerung
11 dargestellt. An dieser Stelle sei klargestellt, dass die einzelnen in der Figur
3 gezeigten Merkmale nicht als einschränkend verstanden werden dürfen, sondern lediglich
ein Beispiel für die Ausbildung eines erfindungsgemäßen Segmentträgers 3 darstellen.
[0025] Die in der vorhergehenden Beschreibung genannten Merkmale der einzelnen Ausführungsbeispiele
sowie die Merkmale, welche aus den Figuren ersichtlich sind, können vom Fachmann mit
Hilfe seines Fachwissens den in der Praxis vorliegenden Anforderungen und Bedingungen
angepasst werden. Darüberhinaus können Merkmale der Beschreibung miteinander kombiniert
oder auch gegeneinander ausgetauscht werden.
Bezugszeichenliste
[0026]
- 1':
- Bogengießanlage
- 2:
- Tragrahmen
- 2':
- Tragrahmen
- 3:
- Segmentträger
- 3':
- Segmentträger
- 4':
- Segment
- 5':
- Rollen
- 6:
- Längsträger
- 7:
- Verbindungselement / Strebe
- 8:
- Verbindungsmittel / Gabelkopf
- 9:
- Zum Gabelkopf / Verbindungsmittel komplementärer Bereich
- 10:
- Auflagepunkt
- 11:
- Fundamentlagerung
- 12:
- Bolzen
1. Eine Anlage zum Gießen und/oder Abbiegen eines Metallstrangs, insbesondere eine Bogengießanlage,
umfassend einen Tragrahmen (2) und eine Baugruppe, welche ihrerseits Folgendes umfasst:
mindestens zwei Stützsegmentträger (3), welche einen Teil des Tragrahmens (2) der
Anlage bilden; sowie
Stützsegmente, welche mit den Stützsegmentträgem (3) verbindbar sind und jeweils eine
Rollenanordnung zur Führung des Metallstrangs umfassen,
wobei die Stützsegmentträger (3) derart ausgebildet sind, dass sie jeweils genau eines
der Stützsegmente tragen,
dadurch gekennzeichnet, dass die Baugruppe
mindestens zwei in Gießrichtung aneinander angrenzende Stützsegmentträger (3) umfasst,
welche untereinander schwenkbar verbunden sind, und
ein Fundament umfasst, wobei die Stützsogmentträger (3), jeweils an dem Fundament,
vorzugsweise drehbar, festgelagert (11) sind.
2. Die Anlage nach Anspruch 1, wobei mindestens einer der Stützsegmentträger (3) mindestens
vier Auflagepunkte (10) zur Verbindung mit einem der Stützsegment® umfasst.
3. Die Anlage nach Anspruch 2, wobei ein erster der Auflagepunkte (10) zur Festlagerung
ausgebildet ist, ein zweiter Auflagepunkt (10) zu einer quer zur Gießrichtung verschiebbaren
Lagerung ausgebildet ist und die verbleibenden Auflagepunkte (10) zu einer in alle
Richtungen verschiebbaren Lagerung ausgebildet sind.
4. Die Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei jeder einzelne Stützsegmentträger
(3), in Gießrichtung gesehen, im Wesentlichen dieselbe Länge wie das von ihm getragene
Stützsegment aufweist.
5. Die Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei mindestens zwei, vorzugsweise
mindestens drei, der Stützsegmentträger (3) äquivalent ausgebildet sind.
6. Die Anlage nach einem der vorhergehenden. Ansprüche, wobei jeder Stützsegmentträger
(3) in Gießrichtung gesehen lediglich in einem Punkt (11) am Fundament gelagert ist.
7. Die Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei mindestens einer der Stützsegmentträger
(3) im Wesentlichen durch zwei Längsträger (6) gebildet ist, welche sich, vorzugsweise
auf beiden Längsseiten des Strangs in Gießrichtung erstrecken und welche quer zur
Gießrichtung gesehen miteinander durch Verbindungselemente (7) verbunden sind.
8. Die Anlage nach Anspruch 7, wobei jeder der Längsträger (6) an einem seiner Enden
in Gießrichtung gesehen ein Verbindungsmittel (8) umfasst und an seinem anderen Ende
einen Bereich (9) aufweist, der im Wesentlichen komplementär zu der des Verbindungsmittels
(8) ist, so dass zwei in Gießrichtung hintereinander angeordnete Stützsegmentträger
(3) durch das Verbindungsmittel (8) eines ersten Stützsegmentträges (3) mit dem komplementären
Bereich (9) eines zweiten Stützsegmentträgers (3) losgelagert verbindbar sind.
9. Die Anlage nach Anspruch 8, wobei das Verbindungsmittel (8) im Wesentlichen durch
einen Gabelkopf (8) gebildet ist.
10. Die Anlage nach Anspruch 1, wobei die Anlage derart ausgebildet ist, dass der Metallstrang
von einer im Wesentlichen vertikalen Lage in eine im Wesentlichen horizontale Lage
abbiegbar ist und wobei die Anlage zwischen fünf und neun aneinandergereihte und untereinander
verbundene Stützsegmentträger (3) zum Abbiegen des Strangs in die horizontale Lage
umfasst.
1. A plant for casting and/or bending a metal strip, particularly a curved casting plant,
comprising a carrier frame (2) and a subassembly, which in turn comprises the following:
at least two supporting segment carriers (3) which form a part of the carrier frame
(2) of the plant; and
supporting segments which are connectible with the supporting segment carriers (3)
and which each comprise a roller arrangement for guidance of the metal strip,
wherein the supporting segment carriers (3) are so constructed that they each carry
exactly one of the supporting segments,
characterised in that the subassembly
comprises at least two supporting segment carriers (3), which are mutually adjoining
in casting direction and which are pivotably interconnected, and
a foundation, wherein the supporting segment carriers (3) are respectively fixedly
mounted (11), preferably rotatably, at the foundation.
2. Plant according to claim 1, wherein at least one of the supporting segment carriers
(3) comprises at least four support points (10) for connection with one of the supporting
segments.
3. Plant according to claim 2, wherein a first one of the support points (10) is constructed
for fixed mounting, a second support point (10) is constructed for mounting to be
displaceable transversely to the casting direction and the remaining support points
(10) are constructed for a mounting displaceable in all directions.
4. Plant according to any one of the preceding claims, wherein each individual supporting
segment carrier (3) has, as seen in casting direction, substantially the same length
as the supporting segment carried by it.
5. Plant according to any one of the preceding claims, wherein at least two, preferably
at least three, of the supporting segment carriers (3) have equivalent construction.
6. Plant according to any one of the preceding claims, wherein each supporting segment
carrier (3) as seen in casting direction is mounted on the foundation merely at one
point (11).
7. Plant according to any one of the preceding claims, wherein at least one of the supporting
segment carriers (3) is formed substantially by two longitudinal girders (6) which
extend preferably on both longitudinal sides of the strip in casting direction and
which are connected together by connecting elements (7) as seen transversely to the
casting direction.
8. Plant according to claim 7, wherein each of the longitudinal girders (6) comprises
connecting means (8) at one of its ends as seen in casting direction and has at its
other end a region (9) which is substantially complementary with that of the connecting
means (8) so that two supporting segment carriers (3) arranged in succession in casting
direction are movably connectible by the connecting means (8) of a first supporting
segment carrier (3) with the complementary region (9) of a second supporting segment
carrier (3).
9. Plant according to claim 8, wherein the connecting means (8) is formed substantially
by a forked head (8).
10. Plant according to claim 1, wherein the plant is so constructed that the metal strip
can be bent from a substantially vertical position into a substantially horizontal
position and wherein the plant comprises between five and nine interconnected supporting
segment carriers (3), which are arranged in a row, for bending the strip into the
horizontal position.
1. Installation pour la coulée et/ou le cintrage d'une barre métallique, en particulier
une installation de coulée continue de forme courbe, comprenant un cadre de support
(2) et un module de construction qui comprend, quant à lui :
au moins deux supports de segments d'appui (3) qui forment une partie du cadre de
support (2) de l'installation ; ainsi que
des segments d'appui qui peuvent se relier aux supports de segments d'appui (3) et
qui comprennent respectivement un agencement de rouleaux pour le guidage de la barre
métallique ;
dans laquelle les supports de segments d'appui (3) sont réalisés de telle sorte qu'ils
supportent respectivement précisément un des segments d'appui ;
caractérisée en ce que le module de construction comprend au moins deux supports de segments d'appui (3)
respectivement limitrophes dans la direction de coulée, qui sont reliés l'un à l'autre
en pivotement, et comprend une base, les supports de segments d'appui (3) étant fixés
(11), de préférence en rotation, respectivement contre la base.
2. Installation selon la revendication 1, dans laquelle au moins un des supports de segments
d'appui (3) comprend au moins quatre points d'appui (10) pour la liaison à un des
segments d'appui.
3. Installation selon la revendication 2, dans laquelle un premier point d'appui (10)
est réalisé pour la fixation, un deuxième point d'appui (10) est réalisé pour un montage
en déplacement transversal par rapport à la direction de coulée et les points d'appui
restants (10) sont réalisés pour un montage en déplacement dans toutes les directions.
4. Installation selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans laquelle
chaque support de segment d'appui individuel (3), lorsqu'on regarde dans la direction
de coulée, présente essentiellement la même longueur que celle du segment d'appui
qu'il supporte.
5. Installation selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans laquelle
au moins deux, de préférence au moins trois supports de segments d'appui (3) sont
réalisés de manière équivalente.
6. Installation selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans laquelle
chaque support de segment d'appui (3), lorsqu'on regarde dans la direction de coulée,
est monté en un seul point (11) contre la base.
7. Installation selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans laquelle
au moins un des supports de segments d'appui (3) est formé essentiellement par deux
supports longitudinaux (6) qui s'étendent de préférence sur les deux côtés longitudinaux
de la barre dans la direction de coulée et qui sont reliés l'un à l'autre, lorsqu'on
regarde transversalement par rapport à la direction de coulée, par des éléments de
liaison (7).
8. Installation selon la revendication 7, dans laquelle chaque support longitudinal (6)
comprend, à une de ses extrémités, lorsqu'on regarde dans la direction de coulée,
un moyen de liaison (8) et présente, à son autre extrémité, une zone (9) qui est essentiellement
complémentaire à celle du moyen de liaison (8), si bien que deux supports de segments
d'appui (3) disposés l'un derrière l'autre dans la direction de coulée peuvent être
reliés de manière amovible, via le moyen de liaison (8) d'un premier support de segment
d'appui (3) à la zone complémentaire (9) d'un deuxième support de segment d'appui
(3).
9. Installation selon la revendication 8, dans laquelle le moyen de liaison (8) est réalisé
essentiellement via une tête de fourche (8).
10. Installation selon la revendication 1, dans laquelle l'installation est réalisée de
telle sorte que la barre métallique peut être cintrée à partir d'une position essentiellement
verticale jusque dans une position essentiellement horizontale et dans laquelle l'installation
comprend entre cinq et neuf supports de segments d'appui (3) disposés les uns à côté
des autres et reliés les uns aux autres pour le cintrage de la barre dans la position
horizontale.
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