| (19) |
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(11) |
EP 2 561 145 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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11.06.2014 Patentblatt 2014/24 |
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Anmeldetag: 15.04.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2011/055977 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2011/128427 (20.10.2011 Gazette 2011/42) |
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| (54) |
DREHVORRICHTUNG FÜR EIN ANBAUGERÄT AN EINER ARBEITSMASCHINE
ROTARY DEVICE FOR AN ATTACHMENT ON A MACHINE
DISPOSITIF DE ROTATION POUR UN ÉQUIPEMENT AUXILIAIRE D'UN ENGIN DE TRAVAUX PUBLICS
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
17.04.2010 DE 102010027895
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.02.2013 Patentblatt 2013/09 |
| (73) |
Patentinhaber: Holp GmbH |
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71540 Murrhardt (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- HOLP, Günter
71540 Murrhardt (DE)
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| (74) |
Vertreter: Pfiz, Thomas et al |
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Patentanwälte Wolf & Lutz
Hauptmannsreute 93 70193 Stuttgart 70193 Stuttgart (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 080 670 EP-A2- 2 123 831 DE-A1- 3 146 693 DE-U1-202004 019 909
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EP-A1- 2 159 411 DE-A1- 2 838 428 DE-A1- 3 146 696
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Drehvorrichtung für ein Anbaugerät an einer Arbeitsmaschine
mit einem an einem Ausleger der Arbeitsmaschine angeordneten Rotator, der einen vorzugsweise
in einem Gehäuse drehfest gehaltenen Stator und einen vorzugsweise mittels eines Schneckengetriebes
um den Stator drehbaren Rotor aufweist, und mit einer durch den Rotator durchgreifenden
Drehdurchführung zur Durchleitung eines Druckmediums über mindestens einen Medienkanal.
[0002] Solche Drehvorrichtungen zum Anbau beispielsweise an einen Ausleger einer Baumaschine
sind am Markt bekannt. Die Drehdurchführung ist dabei zweiteilig aus einem drehfesten
Außenzylinder und einem den Medienkanal führenden Kern ausgebildet und in den Stator
eingesetzt, der seinerseits keine Medienkanäle aufweist und als Drehlagerung nur des
Rotors dient. Die Druckschrift
EP 2 123 831 offenbart eine Drehvorrichtung gemäß dem Oberbegriff des unabhängigen Anspruchs.
Problematisch bei diesem Aufbau ist, dass die Drehdurchführung nicht genügend Bauraum
bietet, um große Ölmengen über mehrere Kanäle durchzuleiten.
[0003] Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die im Stand der Technik
bekannten Vorrichtungen zu verbessern und dabei so zu gestalten, dass ein kompakter
Aufbau mit geringer Bauhöhe und dennoch hohem Druckmitteldurchsatz erreicht wird.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe wird die im Patentanspruch 1 angegebene Merkmalskombination
vorgeschlagen. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben
sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0005] Die Erfindung geht von dem Gedanken aus, den Stator zugleich für die Drehlagerung
des Rotors und der Drehdurchführung einzusetzen, wobei Stator und Drehvorrichtung
gegebenenfalls als jeweils einteilige bzw. einstückige
[0006] (Verbund)-Körper ausgebildet sind. Demzufolge wird erfindungsgemäß vorgeschlagen,
dass der mindestens eine Medienkanal einen durch den Stator hindurchgeführten ersten
Kanalabschnitt und einen damit kommunizierenden, über die Drehdurchführung weitergeführten
zweiten Kanalabschnitt aufweist. In dem Stator steht mehr Bauraum in radialer Richtung
zur Verfügung, so dass die Medienkanäle günstig axial hindurchgeführt und radial zu
der Drehdurchführung hin umgelenkt werden können, ohne dass besondere Passungen erforderlich
wären. Damit lassen sich auch große Kanalquerschnitte realisieren, und es kann genügend
Druckmedium auch bei verringerter Bauhöhe durchgeleitet werden, womit auch die Hebelverhältnisse
und insbesondere die Krafteinleitung in das Arbeitsgerät verbessert werden.
[0007] Auch in herstellungstechnischer Hinsicht ist es besonders vorteilhaft, wenn die Kanalabschnitte
jeweils durch zwei zueinander rechtwinklige, bezüglich der Drehachse der Drehdurchführung
achsparallel und radial verlaufende Kanalbohrungen gebildet sind. Eine weitere Verbesserung
lässt sich dadurch erzielen, dass die radialen Kanalbohrungen in dem Stator am radial
äußeren Ende abgesperrt sind und zu einem axialen Innendurchbruch des Stators hin
offen sind. Grundsätzlich ist es aber mit erhöhtem Fertigungsaufwand auch möglich,
die Radialbohrungen als Sacklöcher einzubringen.
[0008] Vorteilhafterweise sind der erste und zweite Kanalabschnitt des mindestens einen
Medienkanals über eine vorzugsweise in dem Stator ausgebildete Ringnut fluidisch miteinander
verbunden, so dass auch bei einer Drehbewegung ein Druckmitteltransport möglich ist.
[0009] In baulich vorteilhafter Weise können mehrere Ringnuten zur Verbindung jeweils eines
ersten und zweiten Kanalabschnitts axial zueinander versetzt angeordnet sein, wobei
die Ringnuten durch Gleitdichtringe gegeneinander abgedichtet sein sollten.
[0010] Von Vorteil ist es auch, wenn der erste Kanalabschnitt über einen an dem Stator fixierten
Einspeiseblock an eine maschinenseitige Hydraulikversorgung anschließbar ist, und
wenn der zweite Kanalabschnitt über einen auf die Drehdurchführung aufgesetzten Verteilerblock
geräteseitig verbindbar ist.
[0011] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist der Stator aus
einem vorzugsweise metallischen, einteiligen Vollmaterialkörper oder einstückigen
Verbundkörper gebildet und weist mehrere hohlzylindrische Abschnitte unterschiedlichen
Außendurchmessers auf. Auf diese Weise wird bei gleichzeitig hoher Lagersteifigkeit
eine besonders günstige Anordnung der Medienkanäle möglich.
[0012] Vorteilhafterweise bildet der Stator ein äußeres Radiallager für den außenliegenden
Rotor und ein inneres Radiallager für die innenliegende Drehdurchführung, wobei der
Rotor und die Drehdurchführung koaxial zu einer gemeinsamen Drehachse drehbar an dem
Stator gelagert sind.
[0013] Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn der Rotor über einen Drehmitnehmer mit der Drehdurchführung
vorzugsweise mit Drehspiel gemeinsam drehbar verbunden ist. Dadurch kann auch bei
Lagerverschleiß eine synchrone Drehung sichergestellt werden.
[0014] Eine weitere vorteilhafte Ausführung sieht vor, dass die Drehdurchführung als vorzugsweise
einteiliger, zumindest abschnittsweise zylindrischer Kern drehbar in dem Stator gelagert
ist.
[0015] Günstig ist es auch, wenn die Drehdurchführung eine zentrale Axialbohrung zur Durchführung
von elektrischen Leitungen aufweist.
[0016] Vorteilhafterweise ist der Rotor abtriebsseitig vorzugsweise über eine Schnellwechseleinrichtung
mit einem auswechselbaren Anbaugerät verbindbar, so dass ein besonders variabler Einsatz
möglich ist.
[0017] Auch hinsichtlich der Kraft- bzw. Momentenaufnahme ist es von Vorteil, wenn das Schneckenrad
des Schneckengetriebes auf einer als Gleitführung wirkenden Axialschulter des Stators
drehbar gelagert ist. Grundsätzlich ist auch eine axiale und/oder radiale Wälzlagerung
denkbar.
[0018] Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung in schematischer Weise
dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- eine Drehvorrichtung für ein Anbaugerät an einer Baumaschine in perspektivischer Ansicht;
- Fig. 2
- die Drehvorrichtung nach Fig. 1 in teilweise aufgebrochener perspektivischer Ansicht;
- Fig. 3
- einen Baggerstiel mit daran angebauter Drehvorrichtung und Schnellwechsler für ein
Anbaugerät in perspektivischer Darstellung;
- Fig. 4
- einen Stator und eine darin drehbar gelagerte Drehdurchführung der Drehvorrichtung
im Axialschnitt.
[0019] Die in der Zeichnung dargestellte Drehvorrichtung 10 umfasst ein Gehäuse 12, einen
darin angeordneten Rotator 14 und eine durch den Rotator durchgreifende Drehdurchführung
16 als Einheit zur Mediendurchführung an ein nicht gezeigtes Anbaugerät, beispielsweise
eine Baggerlöffel, eine Fräse oder einen Hydraulikhammer. Damit ist es möglich, das
nach Bedarf eingewechselte Anbaugerät drehbar zu machen und dabei gleichzeitig ein
Hydrauliksystem mit Drucköl zu versorgen.
[0020] Wie aus Fig. 1 und 2 ersichtlich, weist das Gehäuse 12 eine obere Anbauplatte 18
auf, an der sich Verbindungsmittel zur Montage an einem Baggerstiel anbringen lassen.
Die Anbauplatte 18 ermöglicht auch die gehäusefeste verdrehgesicherte Fixierung eines
Stators 20 des Rotators 14 mittels Schrauben 22. Umfangsseitig auf dem Stator 20 ist
ein Rotor 24 des Rotators 14 drehbar gelagert. Der Rotor 24 weist ein Schneckenrad
26 und einen damit fest verschraubten Flanschring 28 zur abtriebsseitigen Fixierung
beispielsweise eines Schnellwechslers für das Anbaugerät auf. Das Schneckenrad 26
kämmt mit einer Schnecke 30, die mittels Motor 32 antreibbar ist.
[0021] Die Drehdurchführung 16 ist koaxial in dem Stator 20 drehbar gelagert. Über der Drehdurchführung
16 befindet sich ein an dem Stator 20 fixierbarer Einspeiseblock 34 für einen maschinenseitigen
Druckölanschluss, während ein von unten auf die Drehdurchführung 16 aufgesetzter Verteilerblock
36 einen geräteseitigen Druckölanschluss ermöglicht. Dabei wird über einen nur symbolisch
angedeuteten Mitnehmer 38 zwischen Verteilerblock 36 bzw. Drehdurchführung 16 und
Rotor 24 eine synchrone Drehung erreicht, so dass eine verwindungsfreie Hydraulikverbindung
sichergestellt ist. Über den Mitnehmer 38 lässt sich unter Überwindung eines Drehspiels
ein Formschluss herstellen, so dass auch bei Abnutzung des Schneckenrads 26 eine blockierfreie
Wirkverbindung möglich ist.
[0022] Um das Drucköl bzw. Druckmedium durchzuleiten, sind mehrere Medienkanäle 40 vorgesehen,
die über den Einspeiseblock 34, den Stator 20, die Drehdurchführung 16 und den Verteilerblock
36 von oben nach unten durch die Drehvorrichtung 10 hindurchgehen. Dabei weist jeder
Medienkanal 40 einen statorseitigen bzw. ersten Kanalabschnitt 42 und einen damit
kommunizierenden, in der Drehdurchführung 16 verlaufenden zweiten Kanalabschnitt 44
auf. Diese Kanalabschnitte 42, 44 sind über eine in dem hohlzylindrischen Stator 20
innenseitig ausgebildete Ringnut 46 fluidisch miteinander verbunden.
[0023] Fig. 3 zeigt die Montagesituation der Drehvorrichtung 10 an einem Baggerstiel 48
mittels Anbauflanschen 50. Dabei wird über eine Kinematik 52 eine Schwenkbewegung
und über die Drehvorrichtung 10 zusätzlich eine Drehbewegung an dem Schnellwechsler
54 möglich, wobei sich dort beispielsweise ein nicht gezeigter Baggerlöffel als Anbaugerät
mit geringem Handhabungsaufwand anbringen lässt. Durch die nachstehend näher erläuterte
besondere Ausgestaltung des Stators 20 und Anordnung der Medienkanäle 40 wird ein
kompakter Aufbau mit geringer Bauhöhe erreicht, so dass eine optimale Krafteinleitung
und präzise Positionierung des Anbaugeräts möglich ist.
[0024] Wie aus Fig. 4 ersichtlich, ist der Stator 20 einteilig bzw. einstückig aus einem
Vollmaterial gebildet. Zweckmäßig wird ein innen hohlzylindrischer und außen abgestuft
zylindrischer Metallkörper 55 eingesetzt. Dieser erfüllt eine doppelte Lagerfunktion
als Innenlaufring an einer axial abgestuften Gleitlagerfläche 56 für den Rotor 24
bzw. das Schneckenrad 26 und zugleich - über innenliegende Radiallager 58, 58' - als
Drehlagerung für die innen mitrotierende Drehdurchführung 16. Diese ist ebenfalls
einteilig bzw. einstückig aus einem Vollmaterial gebildet und mit einem unteren radial
überstehenden Ringflansch 60 zur Abstützung an Axiallagern 62 versehen. Die Lager
58, 58', 62 können als Gleitlager oder Wälzlager ausgeführt sein.
[0025] Grundsätzlich ist es möglich, dass der Stator 20 einen beispielsweise durch Einschrumpfen
oder Pressen fest mit einem zentralen Zylinderteil verbundenen Lagerring 57 aufweist,
wie es in Fig. 4 durch gestrichelte Linien veranschaulicht ist. In diesem Fall besteht
der Stator 20 zwar aus zwei Teilen, die aber als einstückiger Verbundkörper starr
verbunden sind.
[0026] Der einteilige bzw. einstückige Stator 20 erlaubt zudem eine besonders günstige Anordnung
der ersten (statorseitigen) Kanalabschnitte 42, die durch sich rechtwinklig kreuzende,
bezüglich der Drehachse 64 achsparallele Kanalbohrungen 42' und radiale Kanalbohrungen
42" gebildet sind. Die im Sinne einer vereinfachten Herstellung radial durchgehenden
Kanalbohrungen 42" sind an ihrem äußeren Ende abgestopft und münden am inneren Ende
in jeweils eine Ringnut 46. Die axial versetzt angeordneten Ringnuten 46 sind durch
Gleitdichtringe 66 aus Kunststoff gegeneinander und axial nach außen abgedichtet.
Hierbei ist es vorteilhaft, wenn die Radialbohrungen 42" zumindest überwiegend in
dem radial erweiterten Abschnitt des Stators 20 verteilt sind, so dass genügend Bauraum
für die Abstopfungen und für die Ringnuten 46 zur Verfügung steht. Letztere können
dann auch radial vertieft ausgeführt werden, so dass bei reduzierter axialer Höhe
dennoch ein hoher Drucköldurchsatz erreicht wird. Zugleich kann durch die einteilige
bzw. einstückige Ausbildung des Stators 20 und der Drehdurchführung 16 ein hoher Mediendruck
ohne Druckölverluste aufrechterhalten werden. Um zusätzlich auch elektrische Leitungen
durchzuführen, ist die Drehdurchführung 16 mit einer zentralen Axialbohrung 68 versehen.
[0027] Bei Einsatz eines Lagerrings 57 ist es möglich, auf Abstopfungen der Radialbohrungen
42" zu verzichten und diese stattdessen durch die Innenwandung des Lagerrings 57 oder
gegebenenfalls durch eine eingepresste Kugel (nicht gezeigt) radial abzusperren. Denkbar
ist es in diesem Zusammenhang auch, die Radialbohrungen 42" von innen her beispielsweise
durch Erodieren als Sackloch auszuführen.
1. Drehvorrichtung für ein Anbaugerät an einer Arbeitsmaschine mit einem Rotator (14),
der einen vorzugsweise in einem Gehäuse (12) drehfest gehaltenen Stator (20) und einen
vorzugsweise mittels eines Schneckengetriebes (26,30) um den Stator (20) drehbaren
Rotor (24) aufweist, und mit einer Drehdurchführung (16) zur Durchleitung eines Druckmediums
über mindestens einen Medienkanal (40), wobei der mindestens eine Medienkanal (40)
einen durch den Stator (20) hindurchgeführten ersten Kanalabschnitt (42) und einen
damit kommunizierenden, über die Drehdurchführung (16) weitergeführten zweiten Kanalabschnitt
(44) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die durch den Rotator (14) durchgreifende Drehdurchführung (16) als zumindest abschnittsweise
zylindrischer Kern drehbar in dem Stator (20) gelagert ist.
2. Drehvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanalabschnitte (42,44) jeweils durch zwei zueinander rechtwinklige, bezüglich
der Drehachse (64) der Drehdurchführung (16) achsparallel und radial verlaufende Kanalbohrungen
(42',42";44',44") gebildet sind.
3. Drehvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die radialen Kanalbohrungen (42") in dem Stator (20) am radial äußeren Ende abgesperrt
sind und zu einem axialen Innendurchbruch des Stators (20) hin offen sind.
4. Drehvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und zweite Kanalabschnitt (42,44) des mindestens einen Medienkanals (40)
über eine vorzugsweise in dem Stator (20) ausgebildete Ringnut (46) fluidisch miteinander
verbunden sind.
5. Drehvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Ringnuten (46) zur Verbindung jeweils eines ersten und zweiten Kanalabschnitts
(42,44) axial zueinander versetzt angeordnet sind, und dass die Ringnuten (46) durch
Gleitdichtringe (66) gegeneinander abgedichtet sind.
6. Drehvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Kanalabschnitt (42) über einen an dem Stator (20) fixierten Einspeiseblock
(34) an eine maschinenseitige Hydraulikversorgung anschließbar ist, und dass der zweite
Kanalabschnitt (44) über einen auf die Drehdurchführung (16) aufgesetzten Verteilerblock
(36) geräteseitig verbindbar ist.
7. Drehvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Stator (20) aus einem vorzugsweise metallischen, einteiligen Vollmaterialkörper
oder einstückigen Verbundkörper gebildet ist.
8. Drehvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Stator (20) mehrere hohlzylindrische Abschnitte unterschiedlichen Außendurchmessers
aufweist.
9. Drehvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Stator (20) ein äußeres Radiallager (56) für den außenliegenden Rotor (24) und
ein inneres Radiallager (58, 58') für die innenliegende Drehdurchführung (16) aufweist,
wobei der Rotor (24) und die Drehdurchführung (16) koaxial zu einer gemeinsamen Drehachse
(64) drehbar an dem Stator (20) gelagert sind.
10. Drehvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor (24) über einen Drehmitnehmer (38) mit der Drehdurchführung (16) vorzugsweise
mit Drehspiel gemeinsam drehbar verbunden ist.
11. Drehvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehdurchführung (16) als einteiliger, Kern drehbar in dem Stator (20) gelagert
ist.
12. Drehvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehdurchführung (16) eine zentrale Axialbohrung (68) zur Durchführung von elektrischen
Leitungen aufweist.
13. Drehvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor (24) abtriebsseitig vorzugsweise über eine Schnellwechseleinrichtung (54)
mit einem auswechselbaren Anbaugerät verbindbar ist.
14. Drehvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneckenrad (26) des Schneckengetriebes (26,30) auf einer als Gleitführung wirkenden
Axialschulter des Stators (20) drehbar gelagert ist.
1. Rotary device for an attachment for a working machine, with a rotator (14) which has
a stator (20), preferably held fixedly in terms of rotation in a housing (12), and
a rotor (24), preferably rotatable about the stator (20) by means of a worm gear (26,
30), with a rotary leadthrough (16) for leading through a pressure medium via at least
one media duct (40), the at least one media duct (40) having a first duct portion
(42), led through the stator (20), and a second duct portion (44), communicating therewith
and led further on via the rotary leadthrough (16), characterized in that the rotary leadthrough (16) passing through the rotator (14) is rotatably mounted
as an at least partially cylindrical core in the stator (20).
2. Rotary device according to Claim 1, characterized in that the duct portions (42, 44) are formed in each case by two duct bores (42', 42"; 44',
44") which are at right angles to one another and which run axially parallel and radially
with respect to the axis of rotation (64) of the rotary leadthrough (16).
3. Rotary device according to Claim 2, characterized in that the radial duct bores (42") in the stator (20) are shut off at the radially outer
end and are open towards an axial inner perforation of the stator (20).
4. Rotary device according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the first and the second duct portion (42, 44) of the at least one media duct (40)
are connected to one another fluidically via an annular groove (46) preferably formed
in the stator (20).
5. Rotary device according to one of Claims 1 to 4, characterized in that a plurality of annular grooves (46) in each case for connecting a first and a second
duct portion (42, 44) are arranged so as to be offset axially to one another, and
in that the annular grooves (46) are sealed off with respect to one another by means of sliding
sealing rings (66).
6. Rotary device according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the first duct portion (42) is connectable to a machine-side hydraulic supply via
a feed block (34) fixed to the stator (20), and in that the second duct portion (44) is connectable on the attachment side via a distributor
block (36) placed onto the rotary leadthrough (16).
7. Rotary device according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the stator (20) is formed from a preferably metallic one-part solid material body
or one-piece composite body.
8. Rotary device according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the stator (20) has a plurality of hollow-cylindrical portions of different outside
diameter.
9. Rotary device according to one of Claims 1 to 8, characterized in that the stator (20) has an outer radial bearing (56) for the external rotor (24) and
an inner radial bearing (58, 58') for the internal rotary leadthrough (16), the rotor
(24) and the rotary leadthrough (16) being rotatably mounted on the stator (20) coaxially
to a common axis of rotation (64).
10. Rotary device according to one of Claims 1 to 9, characterized in that the rotor (24) is connected jointly rotatably to the rotary leadthrough (16), preferably
with rotational play, via a rotary driver (38).
11. Rotary device according to one of Claims 1 to 10, characterized in that the rotary leadthrough (16) is rotatably mounted as a one-part core in the stator
(20).
12. Rotary device according to one of Claims 1 to 11, characterized in that the rotary leadthrough (16) has a central axial bore (68) for leading through electrical
lines.
13. Rotary device according to one of Claims 1 to 12, characterized in that the rotor (24) is connectable on the output side, preferably via a quick-change arrangement
(54), to an exchangeable attachment.
14. Rotary device according to one of Claims 1 to 13, characterized in that the worm wheel (26) of the worm gear (26, 30) is mounted rotatably on an axial shoulder,
acting as a sliding guide of the stator (20).
1. Dispositif rotatif pour un équipement auxiliaire d'un engin de travail comprenant
un rotateur (14), qui présente un stator (20) retenu de préférence de manière solidaire
en rotation dans un boîtier (12) et un rotor (24) pouvant tourner autour du stator
(20) de préférence au moyen d'une transmission à vis sans fin (26, 30), et comprenant
un guidage rotatif (16) pour guider un fluide sous pression par le biais d'au moins
un canal de fluide (40), l'au moins un canal de fluide (40) présentant une première
partie de canal (42) guidée à travers le stator (20) et une deuxième partie de canal
(44) communiquant avec celle-ci, et guidée plus avant par le biais du guidage rotatif
(16), caractérisé en ce que le guidage rotatif (16) s'engageant à travers le rotateur (14) est supporté à rotation
dans le stator (20) en tant que noyau au moins en partie cylindrique.
2. Dispositif rotatif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les parties de canal (42, 44) sont formées chacune par deux alésages de canal (42',
42" ; 44', 44") disposés à angle droit l'un par rapport à l'autre, s'étendant radialement
et avec leurs axes parallèles par rapport à l'axe de rotation (64) du guidage rotatif
(16).
3. Dispositif rotatif selon la revendication 2, caractérisé en ce que les alésages de canal radiaux (42'') dans le stator (20) sont bloqués au niveau de
l'extrémité radialement extérieure et sont ouverts vers un orifice interne axial du
stator (20).
4. Dispositif rotatif selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la première et la deuxième partie de canal (42, 44) de l'au moins un canal de fluide
(40) sont connectées fluidiquement l'une à l'autre par le biais d'une rainure annulaire
(46) réalisée de préférence dans le stator (20).
5. Dispositif rotatif selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que plusieurs rainures annulaires (46) pour la connexion d'une première et d'une deuxième
partie de canal respectives (42, 44) sont disposées de manière décalée axialement
les unes par rapport aux autres et en ce que les rainures annulaires (46) sont étanchéifiées les unes par rapport aux autres par
des bagues d'étanchéité glissantes (66).
6. Dispositif rotatif selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la première partie de canal (42) peut être raccordée par le biais d'un bloc d'alimentation
(34) fixé au stator (20) à une alimentation hydraulique du côté de la machine et en ce que la deuxième partie de canal (44) peut être connectée du côté de l'appareil par un
bloc distributeur (36) posé sur le guidage rotatif (16).
7. Dispositif rotatif selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le stator (20) est formé à partir d'un corps en matériau massif d'une seule pièce,
ou en un corps composite d'une seule pièce, de préférence métallique.
8. Dispositif rotatif selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le stator (20) présente plusieurs parties cylindriques creuses de diamètres extérieurs
différents.
9. Dispositif rotatif selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le stator (20) présente un palier radial extérieur (56) pour le rotor situé à l'extérieur
(24) et un palier radial intérieur (58, 58') pour le guidage rotatif situé à l'intérieur
(16), le rotor (24) et le guidage rotatif (16) étant montés de manière rotative sur
le stator (20) coaxialement à un axe de rotation commun (64).
10. Dispositif rotatif selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que le rotor (24) est connecté en commun de manière rotative par le biais d'un dispositif
d'entraînement en rotation (38) au guidage rotatif (16), de préférence avec un jeu
rotatif.
11. Dispositif rotatif selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le guidage rotatif (16) est monté de manière rotative dans le stator (20) sous la
forme d'un noyau d'une seule pièce.
12. Dispositif rotatif selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que le guidage rotatif (16) présente un alésage axial central (68) pour le passage de
lignes électriques.
13. Dispositif rotatif selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que le rotor (24) peut être connecté du côté de la sortie de préférence par le biais
d'un dispositif de changement rapide (54) à un équipement auxiliaire remplaçable.
14. Dispositif rotatif selon l'une quelconque des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que la roue à denture hélicoïdale (26) de la transmission à vis sans fin (26, 30) est
montée à rotation sur un épaulement axial du stator (20) agissant en tant que dispositif
de guidage coulissant.


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