[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Kraftstofffördereinrichtung
einer Brennkraftmaschine nach dem Oberbegriff des unabhängigen Anspruches.
Stand der Technik
[0002] Eine Kraftstofffördereinrichtung und ihre Funktionsweise ist bereits durch die
Schriftreihe Diesel-Speichereinspritzsystem Common-Rail (ISBN-978-3-86522-010-3) der
Robert Bosch GmbH oder
EP 1195 514 A2 bekannt. Eine Kraftstofffördereinrichtung weist eine elektrisch angetriebene Förderpumpe
auf, durch die Kraftstoff zur Saugseite einer Hochdruckpumpe gefördert wird. Durch
die Hochdruckpumpe wird Kraftstoff in einen Hochdruckbereich gefördert, aus dem zumindest
mittelbar wenigstens ein Injektor der Kraftstoffeinspritzeinrichtung mit Kraftstoff
versorgt wird. Es ist eine elektrische Steuereinrichtung vorgesehen, die über eine
Sensoreinrichtung ein Signal für den im Hochdruckbereich herrschenden Druck erhält.
Durch die elektrische Steuereinrichtung wird der elektrische Antrieb der Förderpumpe
variabel angesteuert, so dass die Fördermenge der Förderpumpe variabel ist. In
EP 1195 514 A2 zweigt zwischen der Förderpumpe und der Saugseite der Hochdruckpumpe eine Bypassverbindung
zu einem Niederdruckbereich ab, der ein Antriebsbereich der Hochdruckpumpe ist. Zwischen
der Förderpumpe und der Saugseite der Hochdruckpumpe ist eine Drosselstelle angeordnet.
In der Verbindung zwischen der Förderpumpe und der Saugseite der Hochdruckpumpe ist
eine Sensoreinrichtung angeordnet, durch die der elektrischen Steuereinrichtung ein
Signal für den dort herrschenden Druck zugeführt wird. Durch die elektrische Steuereinrichtung
wird der elektrische Antrieb der Förderpumpe derart angesteuert, dass sich in der
Verbindung zwischen der Förderpumpe und der Saugseite der Hochdruckpumpe ein vorgegebener
Druck einstellt. In Abhängigkeit von dem auf der Saugseite der Hochdruckpumpe herrschenden
Druck ist die von der Hochdruckpumpe geförderte Kraftstoffmenge veränderlich. Bei
den bekannten Systemen ist es im Falle des Abstellens der Brennkraftmaschine erforderlich
die Fördermenge stark zu drosseln, um eine unerwünschte Erhöhung des Raildrucks zu
vermeiden. Die Förderpumpe wird beginnend mit dem Start der Brennkraftmaschine angesteuert
und fördert erst dann Kraftstoff zur Saugseite der Hochdruckpumpe. Auch verhindert
eine zusätzliche Sicherheitsschaltung die Förderung des Kraftstoffs bei eingeschalteter
Zündung und stehenden Motors. Dies bewirkt, dass erst mit dem Start der Brennkraftmaschine
und der Hochdruckpumpe Kraftstoff durch die Förderpumpe zum Zulauf der Hochdruckpumpe
gefördert wird. Dadurch ist das Pumpenelement der Hochdruckpumpe bei der ersten Bewegung
des Pumpenkolbens nicht vollständig oder gar nicht mit Kraftstoff gefüllt. Es kann
kein oder nur wenig Krafftstoff zum Hochdruckbereich gefördert werden und der Druckaufbau
im Hochdruckbereich verzögert sich. Die
US 2003/0121502 A1 offenbart ein Verfahren, in dem ein elektronisch angesteuertes Ventil abhängig von
der Drehzahl der Brennkraftmaschine geöffnet wird, um ein Befüllen des Pumpenarbeitsraumes
zu ermöglichen.
Offenbarung der Erfindung
[0003] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Kraftstofffördereinrichtung
einer Brennkraftmaschine mit einer elektrisch angetriebenen Förderpumpe gemäß Anspruch
1. Mit den Maßnahmen der Unteransprüche sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen
der Erfindung möglich.
In einer ersten vorteilhaften Ausführungsform des Verfahrens werden bereits während
der Abstellphase der Brennkraftmaschine die Förderpumpe und/oder die Einrichtung zur
Mengenregulierung der angesaugten Krafftstofffördermenge zumindest zeitweise so betrieben,
dass Kraftstoff zur Saugseite der Hochdruckpumpe gefördert wird. Dies ermöglicht ein
Befüllen der Pumpenelemente schon vor dem eigentlichen Stopp der Brennkraftmaschine
und gewährleistet einen schnellen Druckaufbau im Hochdruckbereich beim Darauffolgenden
Start der Brennkraftmaschine.
[0004] Ein besonderer Vorteil des Verfahrens ergibt sich, wenn bei einem oder mehreren Pumpenelementen
der Hochdruckpumpe mindestens ein Pumpenkolben sich im Bereich des unteren Totpunktes
befindet, so dass die Pumpenelemente möglichst viel Krafftstoff aufnehmen können.
Dies ermöglicht bei einem erneuten Start der Brennkraftmaschine einen noch schnelleren
Druckaufbau im Hochdruckbereich.
Ein weiterer Vorteil ergibt sich wenn die Hochdruckpumpe saugseitig für jedes Pumpenelement
wenigstens ein federbelastetes Einlassventil aufweist, da hier auf ein bekanntes Bauteil
zurückgegriffen werden kann. Beim Stopp der Brennkraftmaschine und/oder während der
Abstellphase der Brennkraftmaschine kann Kraftstoff mit höherem Druck als dem Öffnungsdruck
des Einlassventils durch die Förderpumpe und/oder die Einrichtung zur Mengenregulierung
der Kraftstoffmenge zur Hochdruckpumpe gefördert werden.
[0005] Ein weiterer Vorteil lässt sich durch den Einsatz einer geregelten Förderpumpe zur
Mengenregulierung der angesaugten Kraftstoffmenge erzielen, da zusätzliche Komponenten
zur Mengenregulierung der angesaugten Kraftstoffmenge entfallen.
[0006] Vorteilhaft zeigt sich der Einsatz eines Proportionalventils oder eines getaktet
geöffneten und geschlossenen Ventils als Einrichtung zur Mengenregulierung, da sie
sich als kostengünstige Bauteile anbieten.
[0007] Besonders Vorteilhaft ist der Einsatz des Verfahrens, wenn der Stopp der Brennkraftmaschine
und/oder die Abstellphase der Brennkraftmaschine durch ein automatisches Start-Stopp
System bewirkt werden, da kürzere Startzeiten der Brennkraftmaschine durch das Befüllen
der Pumpenelemente bewirkt werden können.
Ausführungsbeispiele
[0008] Die Erfindung wird anhand der Zeichnung und der nachfolgenden Beschreibung näher
erläutert. Die Figur zeigt eine schematische Darstellung einer Krafftstofffördereinrichtung
einer Brennkraftmaschine.
[0009] Die dargestellte Kraftstofffördereinrichtung weist eine Förderpumpe 10 auf, die Krafftstoff
aus dem Vorratsbehälter 12 ansaugt. Die Förderpumpe 10 weist einen elektrischen Antrieb
14 auf, der mit veränderlicher Leistung und damit variabler Drehzahl betrieben werden
kann, so dass die Fördermenge und der erzeugte Förderdruck variabel ist. Durch die
Förderpumpe 10 wird Kraftstoff zur Saugseite wenigstens einer Hochdruckpumpe 16 gefördert,
die ebenfalls Bestandteil der Krafftstofffördereinrichtung ist. Durch die wenigstens
eine Hochdruckpumpe 16 wird Kraftstoff in einen Hochdruckbereich 18 der Kraftstofffördereinrichtung
gefördert, der beispielsweise einen Hochdruckspeicher umfasst. Aus dem Hochdruckbereich
18 werden ein oder mehrere Injektoren 20 mit Kraftstoff versorgt, wobei jedem Zylinder
der Brennkraftmaschine ein Injektor 20 zugeordnet ist.
[0010] Die Förderpumpe 10 kann beispielsweise als Strömungspumpe, Zahnradpumpe, Innenzahnradpumpe,
Flügelzellenpumpe oder Rollenzellenpumpe ausgebildet sein. Die Förderpumpe 10 kann
an der Hochdruckpumpe 16 angeordnet, in diese integriert sein oder entfernt von der
Hochdruckpumpe 16 angeordnet sein, beispielsweise im Vorratsbehälter 12 oder in einer
hydraulischen Leitung 36 zwischen dem Vorratsbehälter 12 und der Hochdruckpumpe 16.
Die Hochdruckpumpe 16 weist wenigstens ein Pumpenelement 22 auf, das wiederum einen
in einer Zylinderbohrung 24 dicht geführten Pumpenkolben 26 aufweist, der in einer
Hubbewegung angetrieben wird. Die Hochdruckpumpe 16 kann eine eigene Antriebswelle
17 aufweisen, durch die über einen Nocken oder Exzenter die Hubbewegung des Pumpenkolbens
26 bewirkt wird. Die Antriebswelle 17 der Hochdruckpumpe 16 wird mechanisch, beispielsweise
über ein Getriebe oder einen Riementrieb von der Brennkraftmaschine angetrieben, so
dass die Drehzahl der Hochdruckpumpe 16 proportional zur Drehzahl der Brennkraftmaschine
ist. Alternativ kann auch vorgesehen sein, dass die Hochdruckpumpe 16 keine eigene
Antriebswelle aufweist und die Hubbewegung des Pumpenkolbens 26 durch einen Exzenter
oder Nocken einer Welle der Brennkraftmaschine bewirkt wird, beispielsweise der Nocken-
oder Kurbelwelle der Brennkraftmaschine. Dabei können auch mehrere Hochdruckpumpen
16 vorgesehen sein, die jeweils ein Pumpenelement 22 aufweisen, dessen Pumpenkolben
26 durch die Welle der Brennkraftmaschine bewegt wird. Durch den Pumpenkolben 26 jedes
Pumpenelements 22 wird in dessen Zylinderbohrung 24 ein Pumpenarbeitsraum 28 begrenzt,
der beim Saughub des Pumpenkolbens 26 mit Kraftstoff befüllt wird und aus dem beim
Förderhub des Pumpenkolbens 26 Kraftstoff in den Hochdruckbereich 18 verdrängt wird.
Jedes Pumpenelement 22 weist ein Einlassventil 30 in Form eines federbelasteten Rückschlagventils
auf. Das Einlassventil 30 öffnet beim Saughub des Pumpenkolbens 26 oder wenn der Druck
des Kraftstoffs auf der Saugseite der Hochdruckpumpe 16 den Öffnungsdruck des Einlassventils
30 übersteigt, so dass von der Förderpumpe 10 geförderter Kraftstoff in den Pumpenarbeitsraum
28 gelangt. Jedes Pumpenelement 22 weist außerdem ein Auslassventil 32 in Form eines
federbelasteten Rückschlagventils auf, das beim Förderhub des Pumpenkolbens 26 öffnet,
so dass Kraftstoff in den Hochdruckbereich 18 verdrängt werden kann.
[0011] Die Kraftstofffördereinrichtung kann über die elektrische Steuereinrichtung 46 und
den Starter Einfluss auf die Position der Pumpenkolben 26 nehmen. Hierbei wird durch
den Starter beim Abstellen der Brennkraftmaschine die Antriebswelle 17 so positioniert,
dass sich im Fall mehrerer Pumpenelemente 22 mindestens ein Pumpenkolben 26 bzw. im
Fall nur eines Pumpenelements 22 dessen Pumpenkolben im Bereich des unteren Totpunktes
befindet. Dadurch kann das vollständige Befüllen mindestens eines Pumpenarbeitsraumes
28 sichergestellt werden. Dies ist besonders wichtig bei Hochdruckpumpen 16 mit nur
einem Pumpenelement 22.
[0012] Die Förderpumpe 10 kann entfernt von der wenigstens einen Hochdruckpumpe 16 angeordnet
sein, beispielsweise auch im Vorratsbehälter 12. Die Förderpumpe 10 ist dabei über
eine hydraulische Leitung 36 mit der Saugseite der wenigstens einen Hochdruckpumpe
16 verbunden. In der Leitung 36 kann ein Kraftstofffilter 38 angeordnet sein, um zu
verhindern, dass Schmutzpartikel in die Hochdruckpumpe 16 und in den Hochdruckbereich
18 gelangen. Von der Leitung 36 kann stromabwärts nach dem Kraftstofffilter 38 eine
Bypassverbindung 40 abzweigen, die zu einem Niederdruckbereich führt. In der Bypassverbindung
40 kann eine Durchflussbegrenzungseinrichtung in Form einer Drosselstelle 42 vorgesehen
werden, durch die die über die Bypassverbindung 40 abströmende Kraftstoffmenge der
von der Förderpumpe 10 geförderten Kraftstoffmenge begrenzt wird. In der Bypassverbindung
40 kann zusätzlich zur Durchflussbegrenzungseinrichtung 42 auch noch ein nicht dargestelltes
Überdruckventil angeordnet sein, das die Bypassverbindung 40 erst bei Überschreiten
eines vorgegebenen Drucks öffnet. Der Niederdruckbereich, in den die Bypassverbindung
40 mündet, kann beispielsweise ein Antriebsbereich der Hochdruckpumpe 16 mit deren
Antriebswelle 17 sein. Dies ist insbesondere vorteilhaft, wenn die Hochdruckpumpe
16 eine eigene Antriebswelle 17 aufweist und eine Schmierung und/oder Kühlung des
Antriebsbereichs durch Kraftstoff erfolgt. Die Drosselstelle 42 kann in der Bypassverbindung
40 beispielsweise im Bereich des Eintritts in den Antriebsbereich der Hochdruckpumpe
16 angeordnet sein. Alternativ kann der Niederdruckbereich, in den die Bypassverbindung
40 mündet, auch ein Rücklauf zum Vorratsbehälter 12 sein. Dies kann insbesondere vorgesehen
sein, wenn die wenigstens eine Hochdruckpumpe 16 keine eigene Antriebswelle aufweist
oder eine Schmierung des Antriebsbereichs der Hochdruckpumpe 16 durch Schmieröl der
Brennkraftmaschine erfolgt.
[0013] Zwischen Förderpumpe 10 und Hochdruckpumpe 16 kann eine Einrichtung 34 zur Mengenregulierung
der von der Hochdruckpumpe 16 angesaugten und in das Hochdruckreservoir 18 geförderten
Kraftstoffmenge vorgesehen werden. Falls eine Bypassverbindung 40 vorgesehen ist,
befindet sich die Einrichtung 34 zur Mengenregulierung der Kraftstoffmenge stromabwärts
der Bypassverbindung 40. Die Einrichtung 34 zur Mengenregulierung der Kraftstoffmenge
kann beispielsweise als Proportionalventil oder als getaktet geöffnetes und geschlossenes
Ventil ausgebildet sein und ist mit der elektrischen Steuereinrichtung 46 verbunden.
Durch die Steuersignale der elektrischen Steuereinrichtung 46 kann die Einrichtung
34 zur Mengenregulierung geschlossen werden, die Durchflussmenge des von der Förderpumpe
10 geförderten Kraftstoffs zur Hochdruckpumpe 16 reduzieret werden oder vollständig
geöffnet werden.
[0014] Im Hochdruckbereich 18 ist eine Sensoreinrichtung 44 vorgesehen, durch die der im
Hochdruckbereich 18 herrschende Druck erfasst wird. Die Sensoreinrichtung 44 ist mit
der elektrischen Steuereinrichtung 46 verbunden, der somit ein Signal für den im Hochdruckbereich
18 herrschenden Druck zugeführt wird. Durch die elektrische Steuereinrichtung 46 wird
der elektrische Antrieb 14 der Förderpumpe 10 mit veränderlicher Leistung und damit
variabler Drehzahl und die Einrichtung 34 zur Mengenregulierung der Kraftstoffmenge
angesteuert, derart, dass sich im Hochdruckbereich 18 ein vorgegebener Druck einstellt.
Dabei wird zwischen zwei Konzepten unterschieden. Entweder wird die Förderpumpe 10
über ihren elektrischen Antrieb 14 zur Regulierung der Kraftstoffmenge eingesetzt.
In diesem Fall wird keine zusätzliche Einrichtung 34 zur Mengenregulierung der Krafftstoffmenge
benötigt oder die Einrichtung 34 zur Mengenregulierung der Krafftstoffmenge ist vollständig
geöffnet. Alternativ kann zur Regulierung der zur Saugseite der Hochdruckpumpe 16
geförderten Krafftstoffmenge die Einrichtung 34 zur Mengenregulierung der Kraftstoffmenge
eingesetzt werden, wobei die Förderpumpe 10 im Wesentlichen konstant betrieben wird.
[0015] Der im Hochdruckbereich 18 erforderliche Druck kann abhängig von Betriebsparametern
der Brennkraftmaschine unterschiedlich hoch sein. Durch die elektrische Steuereinrichtung
46 wird auch die Kraftstoffeinspritzung durch die Injektoren 20 gesteuert, beispielsweise
hinsichtlich Einspritzzeitpunkt und Einspritzmenge.
[0016] Die elektrische Steuereinrichtung 46 kann mit einem nicht dargestellten Start-Stopp
System verbunden werden. Durch das Start-Stopp System wird die Brennkraftmaschine
bei Fahrzeugstillstand und betätigter Bremse automatisch abgestellt. Soll die Fahrt
fortgesetzt werden, wird bei nicht mehr betätigter Bremse die Brennkraftmaschine automatisch
gestartet. Bei einem durch das Start-Stopp System bewirkten Stopp und/oder während
der Abstellphase der Brennkraftmaschine nimmt das Start-Stopp System Einfluss auf
die Steuereinrichtung 46 der Kraftstofffördereinrichtung und kann damit variabel die
Förderpumpe 10 und die Einrichtung 34 zur Mengenregulierung der Kraftstoffmenge ansteuern,
so dass beim Stopp der Brennkraftmaschine und/oder während der Abstellphase der Brennkraftmaschine
die Förderpumpe 10 und/oder die Einrichtung 34 zur Mengenregulierung der angesaugten
Kraftstoffmenge zumindest zeitweise so betrieben werden/wird, dass Kraftstoff zur
Saugseite der Hochdruckpumpe 16 gefördert wird.
[0017] Im Folgenden wird ein Verfahren zum Betreiben einer Krafftstofffördereinrichtung
einer Brennkraftmaschine erläutert.
[0018] Das Verfahren besteht darin, dass bei einem Stopp der Brennkraftmaschine, die Förderpumpe
10 durch die elektrische Steuereinrichtung 46 so betrieben wird, dass sie während
der ganzen Phase des Stopps der Brennkraftmaschine Kraftstoff aus dem Vorratsbehälter
12 durch die Verbindung 36 zur Saugseite der Hochdruckpumpe 16 fördert.
Die Förderpumpe 10 kann während des ganzen Verfahrens eine konstante Kraftstoffmenge
fördern oder der elektrische Antrieb 14 wird über die elektrische Steuereinrichtung
46 so geregelt, dass die Kraftstoffmenge variabel ist. Da die Hochdruckpumpe 16 während
des Stopps der Brennkraftmaschine keinen Kraftstoff fördert, steigt der Kraftstoffdruck
auf der Saugseite der Hochdruckpumpe 16 an. Wenn der Kraftstoffdruck auf der Saugseite
der Hochdruckpumpe 16 den Öffnungsdruck des Einlassventils 30 übersteigt, gelangt
Kraftstoff in den Pumpenarbeitsraum 28 der Hochdruckpumpe 16. Das Befüllen des Pumpenarbeitsraumes
28 der Hochdruckpumpe 16 ermöglicht kürzere Startzeiten der Brennkraftmaschine, da
die Hochdruckpumpe 16 bereits im Stillstand befüllt wurde und bei einem Start der
Brennkraftmaschine schneller Kraftstoff zum Hochdruckbereich 18 fördern kann. Besonders
vorteilhaft ist hierbei ein möglichst schnelles Befüllen wenigstens eines der Pumpenarbeitsräume
28 der Hochdruckpumpe 16 nach dem Stopp der Brennkraftmaschine, um auch einen Start
der Brennkraftmaschine kurz nach Abstellen der Brennkraftmaschine zu ermöglichen,
wie er beispielsweise bei einem durch das Start-Stopp System bewirkten Stopp der Brennkraftmaschine
vorliegt.
[0019] Das Verfahren kommt nur bei einem kurzzeitigen (oder nicht dauerhaften) Stopp der
Brennkraftmaschine zum Einsatz. Die elektrische Steuereinrichtung 46 kann unterscheiden,
ob es sich um einen dauerhaften Stopp der Brennkraftmaschine handelt, wie z.B. beim
Parken des Kraftfahrzeuges durch das Abstellen mittels des Zündschlüssels oder durch
das Abschließen des Kraftfahrzeuges oder ob es sich um einen relativ kurzzeitigen
Stopp der Brennkraftmaschine handelt, der beispielsweise durch das Start-stopp System
bewirkt wird.
[0020] Bei einer anderen Variante der Verfahrens wird die Förderpumpe 10 durch die elektrische
Steuereinrichtung 46 so betrieben, dass sie nach dem Stopp der Brennkraftmaschine
Kraftstoff aus dem Vorratsbehälter 12 durch die Verbindung 36 zur Saugseite der Hochdruckpumpe
16 fördert und nach einer durch die elektrische Steuereinrichtung 46 vorgegebenen
Zeitspanne die Kraftstoffförderung zur Saugseite der Hochdruckpumpe 16 beendet wird.
Die Förderpumpe 10 kann während des ganzen Verfahrens eine konstante Kraftstoffmenge
fördern oder der elektrische Antrieb 14 wird über die elektrische Steuereinrichtung
46 so geregelt, dass die Kraftstoffmenge variabel ist. Da die Hochdruckpumpe 16 während
des Stopps der Brennkraftmaschine keinen Kraftstoff fördert, steigt der Kraftstoffdruck
auf der Saugseite der Hochdruckpumpe 16 an. Die Größe des Zeitintervalls, in der die
Förderpumpe 10 Kraftstoff fördert, und die Menge des durch die Förderpumpe 10 geförderten
Krafftstoffes ist so groß, dass sich an der Saugseite der Hochdruckpumpe 16 ein höherer
Kraftstoffdruck einstellt als der Öffnungsdruck des Einlassventils 30 der Hochdruckpumpe
16. Dadurch wird das Einlassventil 30 der Hochdruckpumpe 16 geöffnet und Kraftstoff
gelangt in den Pumpenarbeitsraum 28 der Hochdruckpumpe 16. Das Befüllen des Pumpenarbeitsraumes
28 der Hochdruckpumpe 16 ermöglicht kürzere Startzeiten der Brennkraftmaschine, da
die Hochdruckpumpe 16 bereits im Stillstand befüllt wurde und bei einem Start der
Brennkraftmaschine schneller Kraftstoff zum Hochdruckbereich 18 fördern kann. Besonders
vorteilhaft ist hierbei ein möglichst schnelles Befüllen des Pumpenarbeitsraumes 28
der Hochdruckpumpe 16 nach dem Stopp der Brennkraftmaschine, um auch einen Start der
Brennkraftmaschine bereits kurze Zeit nach Abstellen der Brennkraftmaschine zu ermöglichen.
[0021] Wenn die Förderpumpe 10 je nach Länge des Stopps der Brennkraftmaschine mehr Krafftstoff
fördert, als zum Befüllen des Pumpenarbeitsraumes 28 benötigt wird, kann der überschüssige
Kraftstoff über die Bypassverbindung 40 in den Niederdruckbereich gelangen. In der
Bypassverbindung 40 befindet sich ein nicht dargestelltes Überdruckventil, welches
sich beim Überschreiten eines vorgegebenen Druckes öffnet. Der Öffnungsdruck des nicht
dargestellten Überdruckventils der Bypassverbindung 40 liegt über dem Öffnungsdruck
der Einlassventile 30 der Hochdruckpumpe 16. Damit der Krafftstoffdruck in der Zuleitung
36 zur Hochdruckpumpe 16 nicht zu stark reduziert wird, kann eine Durchflussbegrenzungseinrichtung
in Form einer Drosselstelle 42 vorgesehen werden, durch die die über die Bypassverbindung
40 abströmende Kraftstoffmenge begrenzt wird.
[0022] Ein weiteres Verfahren zum Betreiben einer Krafftstofffördereinrichtung einer Brennkraftmaschine
besteht darin, dass bereits während der Abstellphase der Brennkraftmaschine die Förderpumpe
10 Kraftstoff aus dem Vorratsbehälter 12 ansaugt und durch die Verbindung 36 zur Saugseite
der Hochdruckpumpe 16 fördert. Zum Beginn der Abstellphase wird der elektrische Antrieb
14 der Förderpumpe 10 von der elektrischen Steuereinrichtung 46 so angesteuert, dass
die Förderpumpe 10 entweder die bisherige oder eine erhöhte Kraftstoffmenge zur Saugseite
der Hochdruckpumpe 16 fördert. Die Hochdruckpumpe 16 fördert in der Abstellphase der
Brennkraftmaschine weniger Kraftstoff als bisher, so dass der Kraftstoffdruck auf
der Saugseite der Hochdruckpumpe 16 schon während der Abstellphase ansteigt. Übersteigt
der Kraftstoffdruck auf der Saugseite der Hochdruckpumpe 16 den Öffnungsdruck des
Einlassventils 30, so wird dass Einlassventil 30 geöffnet und der Pumpenarbeitsraum
28 der Hochdruckpumpe 16 mit Krafftstoff befüllt.
[0023] Dieses Verfahren kann entweder eigenständig oder in Kombination mit den oben beschriebenen
Verfahren angewendet werden. Wird das Verfahren eigenständig angewendet, so muss gewährleistet
sein, dass während der Abstellphase der Brennkraftmaschine schon genügend Kraftstoff
durch die Förderpumpe 10 zur Saugseite der Hochdruckpumpe 16 gefördert wird. Beim
Stopp der Brennkraftmaschine muss der Krafftstoffdruck auf der Saugseite der Hochdruckpumpe
16 den Öffnungsdruck des Einlassventils 30 übersteigen, so dass der Pumpenarbeitsraum
28 der Hochdruckpumpe 16 mit Krafftstoff befüllt wird. Bei einer Kombination mit einem
der vorherigen Verfahren, muss beim Stopp der Brennkraftmaschine der Krafftstoffdruck
auf der Saugseite der Hochdruckpumpe 16 nicht über dem Öffnungsdruck des Einlassventils
30 liegen.
[0024] Da die Förderpumpe 10 auch nach dem Stopp der Brennkraftmaschine für eine gewisse
Zeit betrieben wird, kann ein Kraftstoffdruck über dem Öffnungsdruck des Einlassventils
30 auch später erreicht werden und damit das Befüllen der Pumpenelemente 22 gewährleistet
werden.
[0025] Bei den bisher beschriebenen Verfahren wurde die Förderpumpe 10 zur Regulierung der
Krafftstoffmenge eingesetzt. Die Einrichtung 34 zur Mengenregulierung der Kraftstoffmenge
war entweder vollständig geöffnet oder gar nicht vorhanden.
[0026] Eine weitere Möglichkeit zur Mengenregulierung der Krafftstoffmenge kann mit der
Einrichtung 34 zur Mengenregulierung der Krafftstoffmenge durchgeführt werden. Dabei
wird die Einrichtung 34 zur Mengenregulierung der angesaugten Kraftstoffmenge bei
einem Stopp oder während der Abstellphase der Brennkraftmaschine über die elektrische
Steuereinrichtung 46 in der Art angesteuert, dass sie je nach Anforderung geöffnet
ist, die Durchflussmenge nach Bedarf reguliert oder vollständig geschlossen ist. Die
Förderpumpe 10 wird dabei hauptsächlich mit einer konstanten Fördermenge betrieben.
Soll entsprechend der Anforderungen der bisherigen Verfahren viel Kraftstoff zur Hochdruckpumpe
16 gefördert werden ist die Einrichtung 34 zur Mengenregulierung vollständig geöffnet,
soll wenig Kraftstoff zur Hochdruckpumpe 16 gefördert werden reduziert die Einrichtung
34 zur Mengenregulierung die Kraftstoffmenge und soll kein Kraftstoff zur Hochdruckpumpe
16 gefördert werden kann Einrichtung 34 zur Mengenregulierung geschlossen werden.
[0027] Alle bisherigen Verfahren und Kombinationen dieser Verfahren können durch den Einsatz
eines Start-Stopp Systems ergänzt werden. Hierbei wird die elektrische Steuereinrichtung
46 mit einem nicht dargestellten Start-Stopp System verbunden. Durch das Start-Stopp
System wird die Brennkraftmaschine und die Hochdruckpumpe 16 bei Fahrzeugstillstand
automatisch abgestellt. Die elektrisch gesteuerten Komponenten, wie die Förderpumpe
10 und die Einrichtung 34 zur Mengenregulierung aber weiterhin mit Strom versorgt
und über die elektrische Steuereinrichtung 46, die mit dem Start-Stopp System verbunden
ist, geregelt. Soll die Fahrt fortgesetzt werden, wird bei nicht mehr betätigter Bremse
die Brennkraftmaschine wieder automatisch gestartet, was sehr schnell gehen kann,
da die Elemente der Hochdruckpumpe 16 bereits mit Kraftstoff befüllt sind und der
Druckaufbau im Hochdruckbereich 18 schneller erfolgen kann.
1. Verfahren zum Betreiben einer Kraftstofffördereinrichtung einer Brennkraftmaschine
mit einer elektrisch angetriebenen Förderpumpe (10) und mit wenigstens einer Hochdruckpumpe
(16) mit mindestens einem Pumpenelement (22), welches saugseitig ein federbelastetes
Einlassventil (30) aufweist, wobei durch die Förderpumpe (10) Kraftstoff zur Saugseite
der Hochdruckpumpe (16) gefördert wird und durch die Hochdruckpumpe (16) Kraftstoff
in einen Hochdruckbereich (18) gefördert wird, mit einer Einrichtung (34) zur Mengenregulierung
der angesaugten Krafftstoffmenge der Hochdruckpumpe (20) und mit einer elektrischen
Steuereinrichtung (46), die die Förderpumpe (10) und die Einrichtung (34) zur Mengenregulierung
der Kraftstoffmenge variabel ansteuert, dadurch gekennzeichnet, dass während der Abstellphase der Brennkraftmaschine die Förderpumpe (10) und/oder die
Einrichtung (34) zur Mengenregulierung der angesaugten Kraftstoffmenge so betrieben
werden/wird, dass Kraftstoff zur Saugseite der Hochdruckpumpe (16) gefördert wird
und beim Stopp der Brennkraftmaschine der Kraftstoffdruck auf der Saugseite der Hochdruckpumpe
(16) den Öffnungsdruck des Einlassventils (30) übersteigt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem oder mehreren Pumpenelementen der Hochdruckpumpe (16) sich der Pumpenkolben
mindestens eines Pumpenelementes (22) beim Stopp der Brennkraftmaschine im Bereich
des unteren Totpunktes befindet.
3. Verfahren nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass während der Abstellphase der Brennkraftmaschine Kraftstoff mit höherem Druck als
dem Öffnungsdruck des Einlassventils (30) durch die Förderpumpe (10) und/oder die
Einrichtung (34) zur Mengenregelung der Kraftstoffmenge zur Hochdruckpumpe (16) gefördert
wird.
4. Verfahren nach den vorherigen Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass zur Mengenregulierung der angesaugten Kraftstoffmenge der Hochdruckpumpe (16) eine
geregelte Förderpumpe (10) eingesetzt wird.
5. Verfahren nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass als Einrichtung (34) zur Mengenregulierung der angesaugten Krafftstoffmenge der Hochdruckpumpe
(16) ein Proportionalventil oder ein getaktet geöffnetes und geschlossenes Ventil
eingesetzt wird.
6. Verfahren nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass der Stopp der Brennkraftmaschine und/oder die Abstellphase der Brennkraftmaschine
durch ein automatisches Start-Stopp System bewirkt werden.
1. Method for operating a fuel delivery device of an internal combustion engine, having
an electrically driven delivery pump (10) and having at least one high-pressure pump
(16) with at least one pump element (22) which has a spring-loaded inlet valve (30)
at an intake side, wherein fuel is delivered to the intake side of the high-pressure
pump (16) by means of the delivery pump (10), and fuel is delivered into a high-pressure
region (18) by means of the high-pressure pump (16), having a device (34) for flow-rate
regulation of the intake fuel flow rate of the high-pressure pump (20) and having
an electric control device (46) which variably actuates the delivery pump (10) and
the device (34) for flow-rate regulation of the fuel flow rate, characterized in that, during the shutdown phase of the internal combustion engine, the delivery pump (10)
and/or the device (34) for flow-rate regulation of the intake fuel flow rate are/is
operated such that fuel is delivered to the intake side of the high-pressure pump
(16), and, upon a stoppage of the internal combustion engine, the fuel pressure on
the intake side of the high-pressure pump (16) exceeds the opening pressure of the
inlet valve (30).
2. Method according to Claim 1, characterized in that, in the case of one or more pump elements of the high-pressure pump (16), the pump
piston of at least one pump element (22) is situated in the region of bottom dead
centre upon the stoppage of the internal combustion engine.
3. Method according to one of the preceding claims, characterized in that, during the shutdown phase of the internal combustion engine, fuel at a pressure
higher than the opening pressure of the inlet valve (30) is delivered by means of
the delivery pump (10) and/or the device (34) for flow-rate regulation of the fuel
flow rate to the high-pressure pump (16).
4. Method according to the preceding claims, characterized in that, for the flow-rate regulation of the intake fuel flow rate of the high-pressure pump
(16), a regulated delivery pump (10) is used.
5. Method according to the preceding claims, characterized in that, as a device (34) for the flow-rate regulation of the intake fuel flow rate of the
high-pressure pump (16), a proportional valve or a cyclically opened and closed valve
is used.
6. Method according to the preceding claims, characterized in that the stoppage of the internal combustion engine and/or the shutdown phase of the internal
combustion engine are effected by means of an automatic start-stop system.
1. Procédé pour faire fonctionner un dispositif de transport de carburant d'un moteur
à combustion interne, comprenant une pompe de refoulement (10) à commande électrique
et au moins une pompe haute pression (16) avec au moins un élément de pompe (22) qui
présente, du côté de l'aspiration, une soupape d'entrée sollicitée par ressort (30),
du carburant étant refoulé par la pompe de refoulement (10) vers le côté d'aspiration
de la pompe haute pression (16) et du carburant étant refoulé dans une région haute
pression (18) par la pompe haute pression (16), comprenant un dispositif (34) de régulation
de la quantité de carburant aspirée de la pompe à haute pression (20) et un dispositif
de commande électrique (46) qui commande de manière variable la pompe de refoulement
(10) et le dispositif (34) de régulation de la quantité de carburant, caractérisé en ce que pendant la phase de coupure du moteur à combustion interne, la pompe de refoulement
(10) et/ou le dispositif (34) de régulation de la quantité de carburant aspirée est/sont
entraînés de telle sorte que du carburant soit refoulé vers le côté d'aspiration de
la pompe haute pression (16) et à l'arrêt du moteur à combustion interne, la pression
de carburant du côté aspiration de la pompe haute pression (16) dépasse la pression
d'ouverture de la soupape d'admission (30).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que dans le cas d'un ou de plusieurs éléments de pompe de la pompe haute pression (16),
le piston de pompe d'au moins un élément de pompe (22) se trouve dans la région du
point mort bas à l'arrêt du moteur à combustion interne.
3. Procédé selon les revendications précédentes, caractérisé en ce que pendant la phase de coupure du moteur à combustion interne, du carburant à plus haute
pression que la pression d'ouverture de la soupape d'admission (30) est refoulé par
la pompe de refoulement (10) et/ou le dispositif (34) pour réguler la quantité de
carburant vers la pompe haute pression (16).
4. Procédé selon les revendications précédentes, caractérisé en ce que pour la régulation de la quantité de carburant aspirée de la pompe haute pression
(16), on utilise une pompe de refoulement régulée (10).
5. Procédé selon les revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on utilise en tant que dispositif (34) de régulation de la quantité de carburant
aspirée de la pompe haute pression (16) une soupape proportionnelle ou une soupape
ouverte et fermée de manière cyclique.
6. Procédé selon les revendications précédentes, caractérisé en ce que l'arrêt du moteur à combustion interne et/ou la phase de coupure du moteur à combustion
interne sont provoqués par un système marche-arrêt automatique.